“Нəзерий грамматика” пəнинен ЛЕКЦИЯ ТЕКСТЛЕРИ

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БЕРДАҚ АТЫНДАҒЫ
ҚАРАҚАЛПАҚ МƏМЛЕКЕТЛИК УНИВЕРСИТЕТИ
ФИЛОЛОГИЯ ФАКУЛЬТЕТИ
НЕМИС ФИЛОЛОГИЯСЫ КАФЕДРАСЫ
“Нəзерий грамматика” пəнинен
ЛЕКЦИЯ ТЕКСТЛЕРИ
Дүзген:
Қурбанбаев А. п.и.к., доцент
НӨКИС – 2011
DIE DEUTSCHE THEORETISCHE GRAMMATIK.
ZUSAMMENGESTELLT VON DOZENTEN KURBANBAEW A.
Literatur:
1. W.A. Admoni "Der deutsche Sprachbau" Moskau-Leningrad 1972.
2. O.Moskalskaja "Grammatik der deutschen Gegenwartssprache" Moskau, 1973.
3. Arssenjewa M. L.,u.a. "Grammatik der deutschen Gegenwartssprache" Moskau 1963
4. Der grose Duden "Grammatik der deutschen Sprache" Leningrad 1962.
5. Becker H. "Deutsche Sprachkunde" Leipzig, 1942.
6. Erben L. "Arbis der deutschen Grammatik" Berlin, 1965.
7. Gulyga G.W.,Natanson M.D. "Syntax der deutschenge-genwartssprache" M-L.1966.
8. Jung W. "Grammatikder deutschen Sprache" Leipzig, 1966
9. Helbig G. Deutsche Grammatik. Veb Verlag 1976.
10. Зиндер Л.Р. Строева Т.В. “Современный немецкий язык” М.1963.
11. Зиндер Л.Р. Строева Т.В. “Пособие по теоретической грамматике немецкого языка”
Л. 1962.
12. Ñàèäîâ Ñ. Çèêèðèëëàåâ Ã. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñè Òîøêåíò &3èòóâ÷è
1973.
13.Ìèðñîàòîâ Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñè (7çáåê òèëè áèëàí 3èåñëàíãàí)
Òîøêåíò 1987.
14. Крушельницкая К.Г. Очерки по сопоставительной грамматике немецкого и
русского языков М. 1961.
15. Schendels E. Deutsche Grammatik Moskau 1982.
16. Benjaminow J.R. Vergleichende typologie der deutschen und usbekischen Sprache,
T.1982.
17. Зеленецкий А.Л., Монохов П.Ф. Сравнительная типология немецкого и русского
языков. М.1983.
18. Ñàèäîâ Ñ., Çèêèðèëëàåâ Ã. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñè. Òîøêåíò 1973
19. Сведин В.В. Предлоги немецкого языка, М.1963
20. ¹óðáàíáàåâ À. Àâåçîâ Ì. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñû. Ìîðôîëîãèÿ
Í5êèñ 1988.
21. ¹óðáàíáàåâ À. Àâåçîâ Ì. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñû. Ñèíòàêñèñ Í5êèñ
1990.
22. Курбанбаев А. Сопоставительная грамматика немецкого и каракалпакского языков
(Морфология) Нукус 1989.
23. ¹óðáàíáàåâ À. Íåìèñ
81ì 3àðà3àëïà3 òèëëåðèíè4 ñàëûñòûðìàëû
ãðàììàòèêàñû Í1çåðèé êóðñ. Ñèíòàêñèñ. Í5êèñ 1992
24.Langenscheidts. Grammatik.Deutschland.Berlin.Munchen.1982
25.Schmidt W.Deutsche Sprachkunde. Berlin 1959
26.Schmidt W. Grundfragen der deutschen Grammatike. Berlin 1971.
EINFUHRUNG ZUR DEUTSCHEN GRAMMATIK.
Plan der Vorlesung
2
1.Der Gegenstand der Grammatik;
2.Das Entstehen der deutschen wissenschaftlichen Grammatik;
3. Die Begrunder der deutschen wissenschaftlichen Grammatik;
4. Die Tatigkeit der Zunggammatiker;
5. Die strukturelle Grammatik;
6. Die deutsche Grammatik inden Landern
Die Grammatik studiert den grammatischen Bau der Sprache, d.h. das System der
grammatischen Kategorien der Sprache, die Wortbildungen und Wortveranderungen. Unter der
Tеrmin der grammatische Bau der Sprache versteht man den Bau des Satzes und des Wortes
einer der selben Sprache. z.B. ïàðàõàòøûëû3 hier ist Affix. Affix steht unbedingt am Ende
des Wortes, das ist Gesetz fur die turkischen Sprachen.
Man unterscheidet Grammatik als einer Bestandteil des sprachlichen Systems und
Grammatik als Wissenschaft von diesem Bestandteil. Die Wissenschaft der Grammatik
beschreibt den Gegenstand Grammatik. Die Grammatik ist schwer von den anderen
Bestandteilen der Sprache zu isolieren. z.B. von der Lexik (Wortschatz) und der Phonetik
(Lautsystem).
Die Grammatik existiert in Wirklichkeit nicht eigenstandig, sondern offenbart sich an
konkreten Wortern mit einem bestimmten Lautkorper. Jedes Wort (Subs.,Verb, Zahlworter...)
hat seine lexikalische Bedeutung. z.B. der Tisch, der Mann, das Papier,das Buch,die
Wand. AuBer lexikalische Bedeutung hat das Wort grammatische Bedeutung und grammatische
Form. z.B. groB-groBer-am groBten haben die Form der Stegerungsstufe der Adjektive,ihre
grammatische Bedeutung ist Stufe der Qualitat. Gehe-gehst-geht in allen Formen gibt es
lexische Bedeutung des Verbs (von einer Stelle zu anderen). Hier veranderte sich das Verb nach
der Form, nach der Bedeutung Gegenwart (1,2,3 Person) nach der Form Singular.
Wohin gehen Sie jetzt? Bedeutung-Gegenwart, Form-Prasens.
Morgen gehe ich nach Hause. Bedeutung-Zukunft, Form-Prasens Futurum. Grammatische
Bedeutung und grammatische Form sind mitei-nander eng verbunden.
Die Einheit der grammatischen Bedeutung und grammatischen Form, die sie ausdrucken,
nennt man grammatischen Kategorien. In jeder Sprache gibt es viele grammatische Kategorien,
die nach dem Charakter und dem Umfang verschiedenartig sind. So daB die grammatische
Kategorie der Sprache sind die Redeteile, die in sich System der grammatischen Bedeutung
und grammatische Form vereinigt. Als grammatische Kategorien existieren der Satz,
Satzgleider, Type der Satze. Sie haben aber unterschiede, sind nur fur die Worter eigen, die
andere fur die Satze. Darum eine gehort (das Wort) der Morphologie, die andere der Syntax.
Der andere Typ der grammatischen Kategorien ist Kategorie des Gschlechts, der Zahl, der
Person, des Kasus, der Zeit... Aber nicht alle kategorien sind nach Umfang ahnlich. Einige
sind sehr verbreitet. z.B. Die Kategorie der Person haben nicht alle Verben: es dunkelt, es
regnet 1-2 Person gibt es nicht. Aber Kategorie der Zeit ist verbreitet und fur allen Verben
eigen.
Grammatik besteht aus 2 Bereichen. Morphologie und Syntax. Morpho-griechischформа, logos -Lehre (Lehre uber dieForm-учение о формах) Syntax auch grickisch-сочетание,
построение, строй -Bau, Verbindung.Die Morphologie erforscht:
a) Den morphologischen Bestand des Wortes;
b) Bildung, Bedeutung und Funktion der Wortformren, die verschiedenen Wortarten
eigen sind. Die Syntax erforscht den Satzbau. Der Tag Akkusativ aber ihre Bedeutung kennen
wir neu im Satz.
Ein und das selbe Wort besitzt einige Wortformen.z.B. Adjektiv "groB" hat mehrere
Wortformen: alle Formen der starken und schwachen Deklination: des groBes Hauses,
3
groBem Haus, das groBte Haus, sowie, die Steigerungsstufen, am groBten u.a. Die Gesamtheit
aller Wortformen eines Wortes oder Wortklasse stellt dessen Paradigma dar. d.h.
Veranderung der Worter nach Person, Zahl, Zeit des Verbs u.a.
Grammatik ist die theoretische oder praktische Lehre von dem grammatlschen Bau der
Sprache. Zu den grammatischen Formen gehoren verschiedenartige Formen wie z.B. Plualformen
-e,-en,-er, Kasusformen,. . . .
Die wissenschaftliche deutsche Grammatik begann am Anfang des XIX Jahrhunderts zu
entstehen. Der Begrunder der wissenschaftlichen Grammatik der deutschen Sprache war
Jacob Grimm und sein vierbandige "Deutsche Grammatik" (1822-1837).
Die ersten drei Bande der Grammatik waren der historische Wortbildungslehre und der
letzte 4 Band dem Gebrauch der Wortarten und Wortformen gewidmet. Weiter wurde diese
Grammatik von den Junggrammatikern entwickelt. Ihre Tatigkeit dauert bis da 20 Jh. hinein. In
dieser Zeit erschienen Prinzipien der Sprachgeschichte 1880, von H.Paul, "Deutsche Syntax"
in 4 Banden 1923-1932 von Otto Behaghels, "Deutsche Grammatik" von Wilhelm Wilmanns in
drei Banden, "Grundzuge der deutschen Syntax nach ihrer geschichtlichen Entwicklung in
Banden von Oskar Erdmann, "Die deutsche Sprache der Gegenwart" (1907) von Ludwig
Sutterlin u.a. Ihr Dienst war es, da‚ sie die deutsche Grammatik weiterhin entwickelten. Da
anderte sich grundsatzlich die Betrachtungsweise der Sprache.
Sie haben jede spachliche Erscheinung minuzios (мелочный, 2. педантичныйтщательный)
empirisch
(эмперический,
опытный.)
mit
Beispielen
entwicklungsgeschichtliche Darstellungen. Sie haben neue Satzlehre begrundet, gegen alte
logische Syntax. Die philosophische Grundlage ihrer Satzlehre ist die Psichologismus. Sie
suchten die Satzlehre auf der Erforschung seelischer Vorgange der Gesetzma‚igkeiten des
menschlichen Seelenlebens neuzubegrunden. H.Paul charakterisierte den Satz so: Der Satz ist
die sprachliche Ausdruck, das Symbol dafur, daB die Verbindung mehrerer Vorstellungen
oder Vorstellungsmassen in der Seele des Sprechen sich vollzogen hat, und das Mittel
dazu, die namliche Verbindung der namlichen in der Seele des Horenden zu erzeugen.
Die schwache Seite ihrer Theorie ist, daB der Forscher seine Aufmerksamkeit auf den
individuellen Sprechakt konzentriert, den er als eine psychische erscheinung deutet. Somit
werden der soziale Charakter der Sprache und der Verknupfung von Sprache und Denken
verkannt. Trotz dieser Fehler war er ein groBer Farschnitt.
Sie entwickelten die kommunikative Theorie des Satzes, sie erkannten den
kommunikativen Charakter des Satzes. Sie zeigten die Vielfalt und die Veranderlichkeit der
Satzform. Sie legten den Grundstock zur systematischen Erforschung der grammatischen
Struktur des Satzes, seiner Gliederung, der Mittel der syntaktischen Verbindung der Worter im
Satz u.a. Im ersten Jahrzehnte des 20.Jhs. entwickelten sich viele Wissenschaften, sowie auch
linquistische.
In
der Sprachforschung erschien neue Stromung. Das induktive, rein
empirische Verfahren der Junggrammatiker und ihr Hang zum Psychologisieren werden einer
scharfer Kritik unterzogen.
Im Bereich der Grammatik erschienen neue Ideen: Syntax wird zum Hauptobjekt der
Forschung. Im Mittelpunkt des Studiums lagen
Gegenwartssprachen. Neben dem
phonologischen Strukturalismus (Ferdinand de Saussures) entwickelt
sich auch der
grammatischen Strukturalismus. Der erste Vorlaufer des grammatischen Strukturalismus ist der
Zeitgenosse der Junggrammatiker -John Ries. Er hat "Beitrage zur Grundlegung der deutschen
Grammatik" aus drei Teilen.
1. Was ist Syntax?
2. Zur Wortgruppen.
3. Was ist ein Satz?
4
(1927-1929) geschrieben.
Sein Verfahren ist sehr bedeutend. Er fuhrte eine neue
Abgrenzung von Morphologie und Syntax ein. Er bestimmte auf eine neue Weise von Gegenwart
der Syntax und hat er als erster den Modalen Charakter des Satzes gezeigt, begrundete die
Wortgruppenlehre als selbstandigen Abschnitt der Syntax. Er bestimmte die Abgrenzung der
Wortgruppe von Wort und Satz, die Prinzipien der Klassifikation der Wortgruppen nach dem
Charakter der Verbindung der Glieder. Eine schwache Seite war es, daB er dem EinfluB des
Psichologismus (der Junggrammatiker) nicht ganzlich entrinnen konnte. Bei der Abgrenzung
von Morphologie und Syntax gilt ihm nicht mehr die Unterscheidung der Einheiten der
Sprache nach ihrer Struktur.
Erich Drach hat das Buch "Grundgedanken der deutschen Satzlehre" (1937) geschrieben.
In diesem Buch hat er die kommunikative Theorie des Satzes entwickelt. Er hat den Plan
einfachen bzw. Haupsatzes dargestellt.
geschehen
Vorfeld
Mitte
Nachfeld
Trotz solcher neuer Ideen auf dem Gebiete der deutschen Grammatik wurde die
allgemeine Situation bei der Forschung der wissenschaftlichen Grammatik kritisiert. Man
charakterisierte den Stand der Grammatikfors-chung mit den Worten: "das Ende der
Grammatik", "Grammatik im Kreuzfeuer", die Krise der Grammatik" u.a. Sie sagten: "Die
Grammatik-forschung bleibt zuruck, hinter anderen Wissenschaften. (Leo Weisgerber). Die
Grammatiker haben schon nicht mehr leicht.
Im XX Jahrhundert wurde sie weiterentwickelt.Mit "AbriB der deutschen Grammatik
"1958 von Johannes Erbin beginnt eine neue Reihe von Gesamtdarstellungen des deutschen
Sprachbaus. Auf ihn folgen "die deutsche Sprache" Gestalt und Leistung von Brinkmann,
"Grundfragen der deutschen Grammatik" von Wilhelm Schmidt u.a. Einige von ihnen sind
fur padagogische Hochschulen bestimmt.
Strukturelle Forschungen im Bereich der deutschen Grammatik wurden durch die
Untersuchungen Hans Glinz eingeleitet. Im Jahre 1952 erschien in Bern "die innere Form des
Deutschen. Eine neue deutsche Grammatik" "Der deutsche Satz, Wortarten und Satzglieder
wissenschaftlich gefaBt und dichterisch bedeutet".
Im ehmaligen Sowjetland hat man sich auch mit der Untersuchung der deutschen
Grammatik beschaftigt. "Probleme der deutschen Gramma-tik in historischer Sicht" (1935) von
U.M.Shirmanski,"Wissenschaftliche Grammatik
der
deutschen Sprache" (1938) von
T.W.Strojewa und L.R. Sinder, "Die theoretische Grammatik der deutschen Sprache"(1958)
Man hat die grammatischen Kategorien, Wortartentheorie, sowie auch Syntax, Satzarten
untersucht.
Fragen zur Kontrolle
1. Was ist der Gegenstand der Grammatik?
2.Wann entstrand die deutsche wissenschaftliche Grammatik?
3. Wer ist Begrudiger der deutschen wissenschaftlichentheoretischen Grammatik?
4.Was konnen Sie uber das Schaffen der Zunggrammatiker sagen?
5.Was lag im Mitellpukt das Studiums der Stukturalisten?
6.Welche Sprachforscher arbeiteten im Landern GUS an deutschen Grammatik?
Literatur:
1. Moskalsaja O. Grammatik der deutschen Gegnwartssprache Moskau, 1978;
2. Admoni W.A. Der deutsche Sprachbau. M-L.1972.
3. Schmid W. Grundformen der deutschen Grammatik. B.1965.
4.Schendels E. Deutsche Grammatik. N.1962.
5
WORTBESTAND. DIE MITTEL DER GRAMMATISCHE FORMBILDUNG DES
WORTES.
Plan der Vorelsung.
1. Das Morphem als eine kleinste grammatische Einheit;
2. Wutzelmorphem;
3. Das Prafix - Vorsilbe;
4. Das Sufix - Flexion;
5. Mitel der grammatische Formbildung.
Beim Studieren der grammatischen Formen des Wortes mussen wir ihren Bestand
analysieren. Man zerlegt das Wort in kleinen bedeutenden Teilen-Morpheme. Das Morphem ist
die kleinste grammatische Einheit, die eine Bedeutung des Wortes die nachste Arten des
Morphems:
1) Das Wurzelmorphem oder Wurzel. Das ist die Hauptmorphem des Wortes, der Trager
der lexikalischen Bedeutung. Das ist nicht zu zerlegen. Das ist der bedeutende Teil fur ganzen
(allen) verwandten Worter. z.B. schon, die
Schonheit,verschonern,beschonigen, die
Verschonerung,die Beschonigung, unschon u.a.
2) Das Prafix (die Vorsilbe) geht dem Wurzelmorphem voran, es erfullt im Deutschen
vorwiegend wortbildende Funktion. Es gibt nur ein eigenes grammatisches Prafix gezur
Bildung des Partizips 2 d.h. formbildendes Prafix.
3) Das Suffixe, das dem Wurzelmorphem unmittelbar folgt. Zu den grammatischen
(formbildenden) Suffixen in der deutschen Sprache gehoren:
1. Suffixe des Plurals der Substantive: der Tisch-e, die Haus-er, die Karte-n. 2. Suffixe dr
Stegerungstufen der Adjektive und Adverbien: schon-schon-er,-der schon-st-e; nah-nah-er-am
nah-st-en.
3. Suffix-te, das die Form des Imperfekts von schwachen Verben: ich sagte, du sagtest.
4. Suffix -e, das Konjunktivform bildet: ich komm-e,du komm-e-st, er komm-e.
5. Suffix des Infinitivs -(e)n: kommen, lacheln.
6. Suffixe des Partizip I -(e) nd und des Partizip II -en,-(e)t: gehend, kommend, stehend,
gekommen, gefragt.
7. Die Flexion (die Endung),die ausschlieBlich grammatischer Art ist. Sie nimmt immer die
letzte Stelle in der Wortform als Kasusendung oder Personalendung ein. Zum Unterschied von
den obengenannten Suffixen bilden sie keine grammatische Form, sondern sie verbinden die
Worter im Setz. Mit ihrer Hilfe werden Satze gebildet. Mit Hilfe der Flexion wird im Deutsch
gebildet:
1.Die Veranderung der Substantive,Adjektive, Zahlworter, Pronomen, Artiklen nach dem
Kasus: sonnig-eTag, sonnig-en Tages,sonnig-em Tage, sonnig-en Tag.
2.Die Veranderung der Form der Adjektive, Ordnungszahlen, kongruirenden Pronomen,
Artiklen nach dem Geschlecht und Zahl: dieser kleine Tisch, dieses kleine Haus, diese kleine
Tische, diese kleinen Tische.
3. Die Veranderung der Form der Verben nach Person und Zahl: ich komm-e, du komm-st, er
komm-t,wir komm-en,ihr komm-t ich kam du kam-st er kam. Das heiBt Nullendung,Nullflexion.
Wortbildende und
formbildende Suffixe konnen Homonyme sein. -e Pluralform,-e
Personalendung. ge-kommen,gehoren... Es heiBt Omomorphem.
1.Durch ie Hinzufugung dem Stamm der Worter formbildender Affixen und
Endungen.
(Суффикс мн.ч., степ.срав., -te, прош.вр., -е, Konj. Inf., -en Part I-II)
2. Durch innere Flexion: ich gebe, du gibst, er gibt.
3. Durch die Verbindung in einem Paradigma des Wortes einiger verschiedener Stamme
(supperlative Form)
6
4. Durch die Verbindung der Form der Worter: werde lesen.
Grammatische Form des Wortes,die durch auBere oder innere Flexion gebildet wird, heiBt
einfache (syntetische) Form des Wortes; Wenn sie durch die Verbindung der Formen des Wortes
gebildet ist, heiBt analytische (zusammengesetzte) Form: werde lesen.
Fragen zur Kontrolle:
1. Was ist Morphem?
2. Wodurch unter scheidet sich Wurzelmorphem von anderen Bestandteilen des Wortes?
3. Welche Arten des Prafixes Funktionieren im Deutsche?
4. Welche Suffixe gibt es im Deutschen?
5. Was ist Flexion?
6. Was gohort zu den grammatischen Mitteln der Formbildung?
Literatur:
1. Arssenjewa M. L. u.a. Grammatik der deutschen GegenWartssprache, M.1963
2. Gulyga G. W., Natonson M.D. Syntax der deutschen Gegn- wartrssprache, M.-l.1966.
3. Schrendels E. Deutsche Grammatik. M.1982.
4. Mirsagatow T.S. Deutsche Grammatik. T.1987.
REDETEILE.PROBLEME DER REDETEILE
(WORTARTEN IM DEUTSCHEN)
Plan der Vorlesung.
1. Begriff uber die Wortarten.
2. Kriterien der Ausgliederung der Wortarten.
3. Die Streitfragen der Wortartentheorie.
4. Die Gliederung der Wortarten in der deutschen Gegenwartssprache.
5. Das Literaturrenzeichnis.
Kategorie der Wortart ist ein grundlegenden Begriff fur die gesammte Grammatik. Sie
ordnet den Wortschatz der Sprache in Wortklassen so z.B. Substantive, Adjektive, Verben,
Pronomen, Prapositionen usw. Wortarten sind also die Wortklassen, worin die Grammatik den
Wortschatz einer Sprache gliedert. Die Zugehorigkeit des Wortes zu einer bestimmten Wortart
wird durch den Charakter seines Funktionierens in der Sprache bestimmt. Wie kann man die
Worter in die Wortklasse teilen? Welche Kriterien gibt es? Eine beliebige Sprache, ob es
Deutsch,Russisch oder Karakalpakisch ist, an den Wortschatzbereich. Um diesen Wortschatz in
die Wortarten (Wortklassen) zu klassifizieren funktionieren folgende Kriterien (Merkmale).
1. Charakter der Bedeutung des Wortes;
2. Das System der grammatischen Kategorien;
3. Syntaktische Funktion des Wortes im Satz;
4. Das System der Wortbildunsmitteln.
Unten betrachten wir iede Kriterie in einzeln.
Nach dem erste Merkmale, die Worter das Haus, das Buch, der Bleistift, gehen, ringen,
groB, schwarz, mundlich u.a. gehoren zu verschiedenen Wortarten und haben verschiedenartige
Charakter der Bedeutung, d.h.nach der Art der Bedeutung sind sie verschiedenartig. Z.B. die
Worter (Substantive) das Haus, das Buch, der Bleistift bezeichnen den Gegenstand und sind
Substantive; gehen,springen,laufen bezeichnen eine Handlung und sind Verben; groB, schwarz
sind Adjektive und bezeichnen die Eigenschaft nicht der Gegenstande, sondern der
Handlung,darum sind sie Adverbien... Aber wenn wir nehmen solcher Worter wie z.B. springen
und der Sprung,laufen und der Lauf, groB und die GroBe, krank und die Kranke u.a. Sie sind
(springen und der Sprung) nach dem Charakter der Bedeutung einander ahnlich. Sie beide
nennen die Handlung; Und die Worter groB und die DroBe nennen nicht die Handlung, nicht
7
den Gegenstand sondern die Eigenschaft,so kann man auch uber die Worter krank und der
Kranke sagen. Und aber obwohl sie nach dem Charakter der Bedeutung ahnlich sind schlieBen
wir sie in eine Wortarten nicht ein. Warum? Diese Worter (springen und der Sprung) sind vom
Standpunkt der anderen Merkmelen aus verschiedenartig, die diese Worter charakterisieren
(beschreiben). Das zweite Merkmal der Bestimmung der Wortklassen ist das System der
grammatischen Kategorien. Nehmen wir wieder die Worter springen und der Sprung, laufen
und der Lauf. Diese Worter haben verschiedene grammatische Kategorien. Substantive der
Sprung und der Lauf haben die grammatische kategorien des Kasus (N.der Sprung,G. des
Sprungs,D.dem Sprung und Akk. den Sprung); Kategorie des Geschlechts. Es gehort zum
Maskulinum-der Sprung Kategorie der Zahl (der Sprung-Sing;die Sprunge-Plural) Kategorie
der Bestimmthei und Unbestimmtheit (der Sprung-ein Sprung).
Das Verb spingen (laufen) hat die grammatische Kategorie der Person (ich springe,du
springst,er springt),Kategorie der Zahl(ich springe-wir springen, du springst-ihr springt u.a.);
Kategorie der Zeit (ich springe,ich spang, ich bin gesprungen,ich war gesprungen,ich werde
sprungen u.a.); Kategorie des Modus (ich springe-indikativ,spring-Imperativ,ware er gesprungenKonjunktiv, hatte er gesagt u.a.);und Kategorie des Genus wenn es ein transitives Verb.
Die Arbeiter bauen ein neues Gebaude-(Aktiv), Ein neues Gebaude wird von den Arbeitern
gebaut-(Passiv).
Also entsprechend diesem haben Substantive und Verben verschiedenes System der
Formbildung,d.h. die Substantive werdwn sich nach Kasus verandert, haben die Form des
Singulars und Plurals,bekommen,bestimmten oder unbestimmten Artikel;die Verben verandern
sich nach Person und Zahl, haben Zeitformen, Formen der 3 Modi und Genus (Aktiv und
Passiv).
Das dritte Merkmal der Zugehorigkeit der Wortes der dieser oder jener Wortart ist die
syntaktische Funktion des Wortes im Satz. So ist das Wort springen tritt im Satz als Pradikat
auf, fur das Substantiv der Sprung ist andere Funktion charakteristisch. Es kann im Satz als
Subjekt auftre- ten: der Sprung ist eine beste Art des Sportes; als Objekt, Er hatte einen guten
Sprung gemacht; als Attribut die Zeit des Sprungen ist gering; als Adverbialbestimmung, Er hat
beim Sprung gewonnen. So kann man uber die Worter groB und die GroBe sagen, die im Satz
als verschiedenartige syntaktische Funktion auftreten: Das Haus ist groB,das groBe Haus,die
GroBe des Mantels,Mit welcher GroBe ist dieser Anzug u.a.
Das vierte Merkmal der Redeteile ist System der Wortbildun-gselementen,der dieser
Wortart eigen ist. So z. B. jede Wortart hat eine besondere Gruppe der Wortbildungssuffixe:
Solch Suffixe,wie-ung (Bildung,Ubung,Zeitung);-heit (Tapferheit, Menschh- eit), -keit
(SuBigkeit
u.a.),-schaft (Bruderschaft,Freundschaft),-tum (Eigentum, Reichtum u.a.)-er
(Lehrer, Schuler, Fahrer, Flieger u.a.) usw. sind fur die Substantive charakteristisch;die Suffixebar(fruchtbar),-ig(jet-zig,heutig);-lich(jahrlich,taglich,bauerlich),-sch(elektrisch,stadtisch,tierisch)
u.a. sind fur die Adjektive eigen; Suffix-warts (vorwarts,abwarts) fur Adverb, Suffixe-te,-ste, zig (dritte,vierte, zwanzigste,dreiBigste, zwanzig u.a.) fur Numeralien sind eigen. Das Mittel
der Wortbildung sind auch in verschiedenen Wortarten verschiedenartig d.h. nicht gleich. z.B.
durch die Zusammensetzung werden sehr viele Substantive in der deutschen Sprache gebildet
(Wandzeitung, Eisenbahner, Tischlampe, Tischdeck, Buchhandlung u.a.), aber bei den Verben
und Adjektiven hat Zusammansetzung keine solche wichtigste Rolle wie bei Substantive.
Wenn fur die Bildung der Adjektive eine groBe Rolle Suffixe spielen (-ig,-lich-isch,-ern,bar,-sam,-haft,-voll,-los,-frei,-fach u.a.)sind fur die Verben Praffixe wichtig: abnehmen,
annehmen, aufnehmen, sich benehmen, durchnehmen, mitnehmen, vernehmen, zunehmen.
Es gibt zu sagen, es gibt keine einzige (eigenes) Klassifikation des Redeteile fur allen oder
einigen Sprache, die zu verschiedenen Sprachfamilien (Gruppen) gehoren. So das die Zahl der
8
Redeteile und die Grenze zwischen einigen
Wortarten in
verschiedenen Sprachen
verschiedenartig. Bei der Klassifikation der Wortarten berucksichtigt man die Besonderheiten
des grammatischen Baues jeder Sprache und ihre nationale Eigenart .
In der russischen Sprache klassifiziert man die Redeteile in 10 Gruppen,in den
gegenwartigen karakalpakischen Sprache gibt es 12 Arten:
1) cамостоятельные слова: существительное, прилагательное, числительное, местоимение, наречие, глаголы, подражительные слова, междометия
2) Несамостоятельные слова: модальные слова и служебные предлогы, частицы,
союзы-слова. (Бердимуратов Е., Умаров А., Бекимбетов П. Современный каракалпакский
язык Нукус 1974, 1983). Bei der Klassifikation der Worter in die Wortarten gibt es in
karakalpakischen00 Sprache 3 Kriterien (ñåìàíòèêàëû3 ì1íèñè, ìîðôîëîãèÿëû3
ê5ðñåòêèøëåðè, ñèíòàêñèñëèê õûçìåòè.)
Es ist zu sagen, sogar bei der Klassifikation einer Sprache, der deutschen Sprache
funktionieren verschiedene Meinungen. In einigen Grammatiken sind 10 Wortarten. ( В книге
Москальская О.И. Грамматика немецкого языка (Теоретический курс М.1958).in anderer 11
(S. Saidow, G. Zikirillayew Grammatik der deutschen Sprache, Taschkent 1973, Mirsoatow T.Z.
Grammatik der deutschen Sprache im Vergleich0 mit dem Usbekisch., Чубаева Л.
Практическая грамматика немецкого языка М.1974)
Warum sind in einigen Grammatiken 10 und anderen 11 oder 12 Wortarten? Einige
Sprachforscher (Basler O. Blatz F.Гулыга Е.В., Натанзон М.Д. .u.a.) betrachten den Artikel
nicht als einzelne Wortart sondern sie vereinigen den bestimmten Artikel mit Pronomen,den
unbestimmten Artikel mit den Numeralien. Sie berucksichtigen hier ih0re Herkunft, so das die
bestimmte Artikel stamman aus Pronomen, die unbestimmten-aus Zahlwortern (ein-eins);In
der Grammatik von E.J.Schendels betrachtet man den Artikel mit dem Substantive zusammen.
Die zweite Gruppe der Sprachforscher (О.И.Москальская Грамматика немецкого языка,
1956; Die Grammatik der deutschen Sprache,Leipzig,1956., Arsenjewa u.a. Grammatik der
deutschen Sprache, M.1963., Heisel Grammatik der deutschen Sprache...) betrachtet den Artikel
als eine einzelne Wortart. Einige Gelehrte z.B. Akad.A.A. Schachmatow erweitert den Begriff
der Hilfsworter. Er schlieBt der Gruppe der Hilfsworter Praffixe und Kopula (sein) ein. Darum
vergroBert sich die Zahl der Wortarten. Franzosische Gelehrte Ж. Вандруес Язык.,
М.1937. meint im Gegenteil d.h. er verkleinert die Rolle den Hilfsworter, er schlieBt die
Prapositionen und Konjunktion aus der Wortart aus. Er meint, sie seien Morphemen.
Franzosische Gelehrte Ф.Брюно verweigert sich die Rolle der Redeteile. Nach seiner Meinung
verdiente die Wortart in seiner Zeit. Sie sei jetzt scholostisch. Einige Gelehrten (В.
Брендель,-датский, Т.Калепки- немецкий) klassifizieren die Wortarten nicht ausgehend,aus
(dem Buch) der Sprache, sondern aus logischen und psychologischen Kategorien. In der
Grammatik von T.Kalepky Neubau der Grammatik L-B 1928.
gibt es funf (5)
Wortarten:Substantiv, Adjektiv, Verb, Adverbund Praposition u.a.
Die Sowjetlinquisten klassifizieren die Redeteile ausgehend aus der Sprache. Sie
berucksichtigen alle Momenten (Seiten) und Eigenschaften des Wortes. Sie charakterisieren
spezifische Besonderheiten jede Wortart im Wortschatz der Sprache (Акад. Л.В.Щерба, акад.
В.В.Виноградов).
System der Wortarten im Deutschen.
I. Vollworter (знаменительные части речи).
1 Das Substantiv (Hauptwort,Dingwort)
2. Das Adjektiv (das Eigenschaftswort)
3. Das Numeral (das Zahlwort)
4. Das Pronomen (das Furwort)
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5. Das Verb (das Zeitwort)
6. Das Adverb (das Umstandswort)
II. Dienstworter.
7. Die Praposition (das Vorwart)
8. Die Konjunktion (das Bindewort)
9. Die Partikel (частицы)
10. Die Kopula (глагол-связка )
11. Das Hilfsverb (вспомогательные глаголы)
12. Der Artikel.
III. Die Modalworter.
IV. Die Interjektion (das Empfindungswort).
In den Schulgrammatiken 10,11 Kopula und Hilfsworten gehoren zu den Verben.
Die Wortarten stehen in standigen Wechsenspiel. Das wird durch Wortwechsel ausgedruckt.
D.h. der Wortschatz einer beliebiger Sprache bereichert sich standig. Da entstehen neue
Worter,die Worter gehen aus einer Wortart in die andere,z.B. sprechen (Verb) - das Gesprach
(Subst.); laufen (Verb) - der Lauf (Subst.) LBesonders folgende Arten der Wortbildung sind zu
erwohnen.
1. Substantivierung: krank-der Kranke, lieben-die Liebe usw.
2. Adjektivierung: bekannt,verdient.
3. Adverbielisierung: morgens,abends,hochstens,bereits usw.
4. Bildung der Hilfsworter aus den Vollwortern.
Prapositionen: wegen, lauf, kraft, trotz usw.
Die konjunktionen auf Grunde Adverbien: da,daher,daran u.a.
Fragen zur Kontrolle:
1. Welche Kriterien der Abgleideung der Wortarten funktionieren im Deutschen?
2. Was verstehet man unter dem Charakter der Bedeutung des Wotres?
3. Wodurch unterscheiden sich die Worter( die zu einer Wortart gehoren) von einander
nach dem System der grammatischen Kategorien?
4. Welche Syntaktische Funktion erfullt das Subvstantiv imSatz?
5. In welche Wortarten sind der Wortsatz im Deutschen Gebildert?
Literatur:
1.Moskalskaja O. Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
2.Schendels E. Deutsche Grammatik.
3. Ñàéäîâ Ñ., Çèêðèëëàåâ Ã. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñi
4. #óðáàíáàåâ À., À7åçîâ Ì. Íåìèñ òèëèíè4 ãðàììàòèêàñû
5.Basler O.Der groBe Duden.Grammatik der deutschen Sprache 1966.
6.Blatz F. Neuhochdeutsche Grammatik.
7.Guluga E.W. u.a.Deutsche Grammatik.M.1957
8.Чуваева П. Практическая грамматика немецкого языка М. 1967
DAS VERB (DAS ZEITWORT,DAS TATIGKEITSWORT)
Plan der Vorlesung.
1. Einleitung zum Verb. Das Verb ist eine Wortart;
2. Klassifikation der Verben nacg der Bildungsweise:
3. Paradigma des Verbs.
4. Grammatiscvhe Kategorien, kurzer uberblick.
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Das Verb ist zahlenmaBig die groBte Wortklasse nicht nur im Deutschen, sondern fast in
allen Sprachen.Ein Viertel des Gesamtwortschatzes gehort dem Verb. Es ist die bedeutenste
Wortklasse in grammatischer Hinsicht. Das Verb spielt dank seiner inhaltlichen Pragung eine
zentrale Rolle im Satz.
"Die Verben bezeichnen ein Geschehen oder sein. Sie liefern also den Aussagekern",sagt
J.Erben. Nach Glinz H. ist das Verb "Zeitglied des Satzes", H.Renika meint "Das Verb ist das
satzbildende Wort".Es ist das eigentliche Kraftzentrum in der geistigen Gesamtform des Satzes.
Die Satzbildende Kraft der finiten Formen des Verbs erklart sich durch die Valenz des
Verbs.
Ich sage es dir gerne. Die Valenz des Verbs bestimmt den Bau des Satzes. Die Klassifikation
der Verben nach der Wortbildung. In einigen Grammatiken z.B. bei Arsenjeva u.a. unterscheiden
sich Stammverben abgeleitete Verben, zusammengesetzte Verben und reflexive Verben. Solche
Klassifikation treffen wir sehr viel (machen,bekommen,teilnehmen,sich waschen). Bei
anderen Autoren, besonders bei Germanisten in Deutschland finden wir eine andere
Klassifikation. Die Klassifikation des Professors Ulrich Engel scheint neu und ausfuhrlich. Er
unterschedet zwei Arten: Ableitung und Komposition. Stammverben gehoren hierher nicht,
weil sie selbst Verben sind,und man klassifiziert nach der Wortbildung. Stammverben sind
doch nicht gebildet. Die Ableitungen unterscheiden sich in:
1. Stammbildungen
2. Prafixbildungen
3. Suffixbildungen
Unten betrachten wir jede Art der Ableitung in einzeln.
Die meisten Stammbildungen sind gewohnlich aus den Nomina Adjektiven oder kleiner Teil
aus Verben. Wenn es Nomina ist, kann einfach oder komplexer sein: Handel - handeln,
Schriftsteller - schriftstellern.
Die Ableitungen aus Adjektiven und Verben bekommen vor allem Umlaut: naB-nassen,
fallen-fallen.
Es gibt acht (8) Bedeutungsgruppen dieser Verben:
1. Subsumtiva;Imitativa (sich verhalten als wie):schauspi elern,sich aalen, lahmen, zurnen.
2. Affektiva (machen,verandern zu) bundeln,rosten.
3. Resultativa (werden zu) gelieren .
4. Effektiva(hervorbringen):kalben.
5. Transformativa (in einen Zustand bringen):saubern.
6. Ornativa Privativa (versehen mit, befreien von):eh ren,fetten,schalen.
7. Instrtumentativa (mit Hilfe eines Instruments han deln): hupen, trommeln.
8. Kausativa (etwas tun,geschehen lassen):saugen(zu saugen).
Es gibt auch wenige Verben,die keiner dieser Gruppen gehoren (landen, zelten).
Ableitung durch Prafixe ist sehr verbreitet.
Es gibt 3 Arten der Prafixe, durch die Verben gebildet werden: feste Prafexe, trennbere
Prafixe, die Prafixe fest oder trennbar verwendet werden. Die festen Prafixe bleiben immer mit
dem Verbstamm verbunden. Es gibt im Deutschen 12 feste Prafixe. Man muB sagen,daB sie
dem Verb verschiedene neue Verben gebildet: z.B. be-Verben,sind kausativ,kommenbekommen. de-,dis-,in-,re- kommen in Fremdwortern vor und kennzeichen verschiedene
Bedeutungen:demonstrieren (aufhelenden Gegensatz), dislozieren (entgegengesetzt
oder
auseinander), redemokratisieren (erneut, wieder). Viele von ihnen: durch-,uber-,umkennzeichnen lokale Bedeutung: durchstreifen (den Wald),uberfliegen,umfahren u.a. entnehmen
(etwas wegnehmen),wiederholen (erneut) zerbrechen (auseunander, entzwei) u.a.
Die Zahl der trennbaren Prafixe ist groBer als der festen.
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Sie losen sich vom Stamm:a)beim Partizip II,wo das Prafix gezwischen Verbzusatz und
Stamm tritt (ausgestanden); b) In allen finiten Formen im Hauptsatz (Sie stehen fruh auf). Sie
sind immer betont. Wie die festen Prafixe haben sie auch verschiedene Bedeutungen:
abfahren, anbinden, einfahren, nachlaufen,vorfahren,zugehen,markieren Lokales.
Die Prafixe austrocknen (Ende eines Vogangs), ffehlgehen (falsch oder erfolglos).
losgehen
(Beginn
eines
Vorgangds),nutgehen (Komitative Bedeutung) u.a. haben
verschiedene Bedeutung. Die 3.Art der Prafixe sind solche Prafixe,die manchmal fest und
manchmal trennbar sind. Die Form der Verwendung, fest oder trennbar, markiert die
Bedeutung verschiedenartig z.B. ubersetzen (fest)-перевести (den Text aus einer Sprache in die
andere). ubersetzen (trennbar)-перевозить, переправлять (jemanden von einem Ufer in das
andere). Die Gaste wurden mit dem Boot ubergesetz. Umfahren (fest Lokales)-wir umfuhren
oder umhauen-haute um-срубать. umhauen-umhaute-обтесывать,обрубать.
Ableitung durch Suffixe. Suffixbildungen sind bei und andere Verben im Deutschen nicht
so viel verbreitet,wie bei Nomen und Adjektiv. Es gibt 6 Suffixe, die Verb bilden, 2 von denen
-el(n) und -er(n) sind deutsche Suffixe, die meisten der anderen sind fremdsprachigen Suffixe. Sie
haben auch verschiedenartige Bedeutungen:
-el(n),-er(n),-ig(en),-ier(en),-isier(en),ifizier(en) lacheln (Verkleinerung, Wie-derholung),
gackern(Wiederholung).
-ig(en) festigen,-ier(en)-notieren,-isier(en)-kritisie ren,-ifizier(en)-elektrif-izieren u.a.
Man muB sagen,daB es nach der Vervendung dem Gebrauch nicht alle Prafise und
Suffixe gleich sind: z.B. be-,ent-,er-,ver-,zer-,ab-,an-,bei-,ans-,mit-,uber-,durch-,-zu-, -el(n),er(n) sind produktiv. Uber anderen kann man das nicht sagen.
Komposition.
Zusammensetzungen sind beim Verb viel seltener als bei Nomen und Adjektiv. Es gibt zwei
Arten der Komposita:
1.Kopulativ Komposita (Komposita mit gleichvangigen Bestandteilen: fluchheten.
2. Determinativ Komposite, in denen der erste Bestandteil eine nahere Bestimmung zum
Grundwort liefert. freistellen, kopfrechnen, schrifthalten.
Nicht zu den Komposita gehoren Verbindungen von Adverbien wie fort, hin, hinab,
hinaus, weg u.a.
Die erste Art der Komposition ist unproduktiver als erste.
Wie oben gesagt wurde, gibt es noch eine Art der Verben,die mit sich gebraucht werden.Sie
heiBen reflixive Verben. Bei diesen Verben kehrt die Handlung,zu der handlnde Person zuruck.
Sich waschen,sich anziehen,sich rasieren.
Den reflexiven Verben stehen ihrer Bedeutung und Form nach reziproken Verben nahe.
Diese Verben bezeichnen eine Handlung, die mindestens von zwei Personen erfullt wird. Die
Handlung geht von jeder handelnden Personen aus und richtet sich auf die andere handelnde
Person: sich zanken, sich kussen, sich umarmen. Das Verb wie Nomina ist reich an
grammatischen Kategorien: die Kategorie der Person,des Numerus,der Zeit, des Modus und des
Genus. Das Zusammenspiel dieser Kategorien ergibt eine Fulle von Wortformen,die das
Paradigma des Verbs unter allen anderen Wortarten auszeichnet. Unter Paradigma einer Wortart
versteht man die Gesamtheit der Wortformen,die den Wortern der betraffenden Wortart eigen
sind. Das Paradigma hat einen systemhaften Cherakter, alle Wortformen im Paradigma sind
aufeinander abgestimmt und erscheinen als Gegenglieder eines personlichen intransitiven Verbs
aus 91 Wortformen, das eines personlichen transitiven Verbs aus 177 Wortformen. Ich rufe-du
rufst-er ruft, ich rufe-wir rufen u.a.
Wie oben gennant wurde,zeigt das Verb eine Handlung oder einen Zustand auch auBer dem
Verb durch Substantiv bezeichnet werden: singen-der Gesang,das Singen, schreiben-das
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Schreiben u.a. Doch zwieschen ihnen gibt es einen groBen Unterschied. Das Substantiv nennt die
Handlung auBer Person.
Die Handlung tritt dabei als Gegenstand in unserem Gedanken,Sinn. Und das Verb druckt
selbst den Prozess der Handlung aus, der durch eine Person oder Gegenstand erfullr wird.
Ausgehend daraus werden die Verben in 2 Gruppen geteilt. 1. Zu konjugierende oder
personliche Formen der Verben. Dabei ist die handelnde Person oder Gegenstand bes- timmt. Sie
nennt man lateinisch-Verbum finitum:ich mache.
2. Nominale oder unpersonliche Formen des Verbs. Hierher gehoren Infinitiv, Partizip I und
II:singen-singend-gesungen.
Sie drucken die Handlung aus, ohne die handelnde Person,die Zeit der Handlung zu nennen.
Daher ist infinitivus. Personliche Formen der Verben erfullen die selbe syntaktische
Funktion,die Funktion des Pradikats. Es ist zu sagen, daB keine andere Wortart diese Funktion
erfullt. Substantiv, Adjektive, Zahlworter u.a. kommen im Bestand des Pradikats vor,uber im
nominalen Teil des Pradikats. Er ist Student. Zu diesem Fall das Verb in Personalform erfullt die
Rolle des Bindeelements und zeigt die Kategorie der Zeit, Kategorie des Modus. Er war
Student.
Die grammatische Kategorien der Verben sind mit dem Bedeutung des Verbs eng
verbunden. Mit ihrer Hilfe bekommen in der Rede Handlung oder Zustand,die durch Verb
ausgedruckt sind, die entsprechende (notige) Charakteristik. Die Kategorie der Person weist auf
die Person hin, der die Handlung gehort: ich komme, du kommst.
Es gibt 3 Personen: redende Person,angeredete und die Person, von der geredet wird.
Kategorie der Zahl zeigt, ob die Handlung zu einem oder mehreren Person oder Gegenstand
gehort. Es gibt zwei Zahlen: den Singulsr und Plural. Zum Ausdruck der Zahl,wird durch die
Personalendungen ausgedrickt. Es gibt auch Hoflichkeitsform: Sie entspicht der 3. Person Plural.
Die Verben, die nur in der 3.Person Singular gebraucht werden, nennt man unpersonliche
Verben: Es schneit.
Die Kategorie der Zeit druckt die Zeit des Verlaufs der Handlung aus. Das
diferenzierende Merkmal der Kategorie der Zeit ist das zeitliche Verhaltnis zwischen dem
Vorgang und dem Sprechakt. Man unterscheidet drei Zeitstufen: Die Gegenwart, die
Vorgangenheit und die Zukunft. Zum Ausdruck dieser drei Zeitstufen dienen in der deutschen
Sprache sechs Zeit- formen. Die Kategorie des Modus druckt das Verhaltnis des Redenden.
Zur Realitat der Aussage aus. Man unterscheidet 3 Modi: den Indikativ (Wirklichkeitsform);den
Imperativ (Befehlsform);den Konjunktiv (Moglichkeitsform).
Die Kategorie des Genus bezeichnet die Richtung der Handlung,d.h. sie an, ob die
Handlung vom Subjekt des Satzes ausgeht (und auf das direkte Objekt gerichtet ist) oder ob
sie auf das Subjekt gerichtet wird.Das Genus ist nur den transitiven Verben eigen. Es gibt
zwei Genera: das Aktiv (Tatigkeitsform) und das Passiv (Leideform).
Die Veranderung der Verben nach der Zahl,nach der Person, der Zeit, dem Modus und Genus
heiBt die Konjugierung der Verben.
Fragen zur Kontrоlle:
1. Wie ist die Bedeutubg des Verbs im ganzen Wortschatz?
2.Wie klassifizirt man die Verben nach der Wortbildung?
3. Welche grammatischen kategorien hat das Verb?
4. Wieviel Wortformenhat ein trasitivs Verb?
5. Worauf weist die kategorie der Person?
6. Welche Art der Abteilung der Verben im Deutschen Verbereitet?
Literatur:
1. Moskalja O. Grammatik der deutschen Gegnwartssprache.
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2. Erben L. Abris der deutschen Grammatuik. Berlin, 1965.
3. Renicke H. Grundlegubg der neuhochdeutschen Grammatik. Berlin, 1965
4.Schendels E. Deutsche Grammatik.
5. Engel U., Mrosovie P. Kontrastive Grammatik Deutsch Gerbok-ratisch Novi SAD 1986.
DAS TEMPUSSYSTEM. DIE KATEGORIE DER ZEIT.
DIE ZEITFORMEN
Plan der Vorlesung.
1. Allgemeines.
2. Die dirrekte und die inderekte Tempora
3. Die Zeiform des Indikativs.
4. Prasens. Die Bedeutung des Prasens.
5. Gebrauch des Prasens.
Allgemeines.
Das TҐmpussystem liegt die Kategorie der Zeit zugrunde.
Auch diese Kategorie gehort, wie bereits erwahnt,zu den pradikativen Kategorien. Sie pragt
den Satz, inden sie das zeitliche Verhaltnis zwischen dem Inhalt der Aussage und dem Moment
des Redeaktes herstellt. Die Tempusform des finiten Verbs signalisiert, ob das Ausgasagte im
Moment des Redeaktes gultig ist oder auf die Vergangenheit bzw. auf die Zukunft bezogen
wird.
Das sechs gliedrige Tempussystem des deutschen Verbs laBt sich nach dem Charakter der
Oppositionen, die dieses System kontituiren, wie folgt aufgliedern: absolute oder direkte
relative oder indirekte
Tempora
Tempora
Tempora
Prasens Vergangenheits- Futur-I. Perfekt Plusquamperfekt Futur II.Prateritum Perfekt
Die binare Gegenuberstellung von absoluten (direkten) und relativen von (indirekten)
Tempora beruht auf der Opposition einfache zeitliche Perspektive. Bei den direkten Tempora
wird das Gaschehen unmittelbar auf den Moment des Redaktes bezogen."Der Blick des
Betrachters geht direkt zum Geschehnis" (Weber, ebenda). Bei den indirekten Tempora wird
das Geschehen auf den Zeitpunkt eines anderen Geschehens bezogen, z.B.
Die Gesellschaft ruckte aus, nachdem Mahlmann sie abgezahlt hatte. (H.Mann) Er soll
seiner Mutter und sich selbst das Gelubde abgelegt haben, dich in einem Jahre,wenn die Welt
Helenes Tod vergessen haben wird, zur Rechenschaft zu ziehen. (J.Wassermann) Die zeitliche
Beziehung zwischen dem durch das relative Tempus gekennzeineten Geschehen und dem
Moment des Redaktes wird nur indirekt gekennzeichnet, sie ist eine mittelbare. Webers zweites
Schema zeigt, daB die beiden Geschehnisse in verschiedenen Tempusebenen liegen (E-1,E-2).
Innerhalb der absoluten und der relativen Tempora heben sich gegeneinander je drei
Gegenglieder ab, die auf folgenden Oppositionen beruhen:
a) Innerhalb der absoluten Tempora reglementiert die Beziehungen zwischen den
Tempusformen die dreigliedrige Opposition:
Vor dem Redeakt - Im Moment des Redeaktes - Nach dem Redeakt abgelaufen gultig
eintretend (Prateritum, Perfekt) (Prasens) (1-Futur)
b) Innerhalb der relativen Tempora herscht die dreigliedrige Opposition:
Einem vor dem
Einem im Moment
Einem nach dem Moment Moment des Redes
Redaktes gul- des Redeaktes eintre deaktes abgetigen Geschehen
tenden Geschehen
volaufenen Gevorangehend
ran-gehend. (Plusquamperfekt) (Perfekt)
(2.Futur)
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Jedes Tempus wird also durch die Kreuzung zweier differenzierender Merkmale
gekennzeichnet:
a) Zeitebene, b)Perspektive.
Uber die
weitere
Aufgliederung
der
absoluten Vergangen-heitstempora und uber
die anderen Interpretationen der Oppositionsverhaltnisse im deutschen Tempussystem wird
unten bei der Behandlung der einzelnen Tempora gesprochen.
DAS PRASENS
Uber die Bedeutung und die Verwendung des Prasens ist oben schon gehandelt worden, da
das Prasens und als ein Beispiel der Mehrdeutigkeit der Grammeme diente. Hier soll also bloB
eine Systematiesierung der Verwendungen des Prasens sowie eine Ubersicht uber die Probleme
gegeben werden, die mit der Mehrdeutigkeit des Prasens in Zusammenhang stehen.
1. Angesichts der unbegrenzten Zeitdauer der Geschehnisse, uber die das Prasens
berichten kann,-angefangen mit einer punktuellen Handlung (Es donnert) bis zu einem
panchronischen Vorgang (Die Erde dreht sich um die Sonne),-verzichten die Sprachforscher
immer entschiedener auf die herkommliche Bestimmung des Prasens als "Tempus der
Gegenwart" und auf die modernere Kennzeichnung des Prasens als Tempus, das auf den
"Zussammenfall von Geschehen und Moment des Redeaktes" hinweist. Die neueren
Definitionen des Prasens betonen vor allem zwei Momente: a) DaB das Prasens in die
Vergangenheit und Zukunft hinuberreichen kann,aber im Gegensatz zu den anderen Tempora
keinen Hinweis auf die zeitliche Begrenzung des Vorgans durch des Redemoment enthalt
(vgl.Eintritt nach dem Redemoment-Zukunft, Aufhoren vor dem Redemoment-Vergangenheit);
b) daB das Prasens den Momemt des Redeaktes miteinbezieht. So sieht H.Brikmann die
Grundleistung des Prasens darin den Vorgang als ein Kontinuum darstellt. H.Glinz kennzeichnet
das Prasenseine allgemein und daher auch jetzt gultig gegenuber "vergangen".W. Flammig
sagt,daB das Prasens eine allgemeine Zeit ausdruckt.Es bezeichnet einen allgemeinen Zeitablauf,
der zwei gegenwartig ins BewuBtsein tritt, aber daruber hinausreicht.W.G.Admoni
schreibt:"Alle Zeitabschnitte, die den Redemoment miteinbeziehen (nicht als
auBere
Grenze,sondern als einen der innerhalb dieses Abbschnittes fallenden Zeitpunkt), gehoren zur
grammatischen Gegenwart, zum Prasens.
Paradigmatische Synonyme hat das Prasens nicht. Alle synonymische Beziehungen
des Prasens zu den anderen Tempusformen sowie seine sonnnonymischen Beziehungen
zum Imperativ sind das Ergebnis stilistischer Transposition.
Der stilistische Effekt der Transposition beruht darauf, daB die Grundbedeutung der
transponierten Form ienen gewissen Reflex auf seine neue Verwendunsweise abwirft. Es steht
im umgekehrten Verhaltnis zur Haufigkeit der Transposition.
2. Der Effekt der Transposition des Prasens auf die Zeitebene Prateritums besteht darin,
daB die Geschehnisse aus der Vergangenheit gleichsam in die
Gegenwart
rucken,
versinnbildlicht und vor das geistige Auge der Zuhorer (der Leser) gerufen werden. Das
historische Prasens kennzeichnet den Erzahlstil. Der Ubergang vom Prateritum zum Prasens
deutet auf die Wende des Geschehens, auf die Kulmination der Handlung. Vgl.
Vor seinem Lowengarten, Das Kampfspiel zu erwarten, SaB Konig Franz. Und um die
GroBen der Krone, Und rings auf hohem Balkone
Die Damen in schonem Kranz. (Schiller) Man nennt dieses Prasens auch das "Prasens der
belebten Erzahlung", z.B.
Der Rennfahrer schieBt durch die Kurze, rast heran,bremst scharf und halt mit einem Ruck
vor dem Ersatzteillager.
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3. Auf das konstatierende Prasens (Synonym des Perfekts) betont die Aktualitat des
Ausgesagten fur die Gegenwart, seine "Gultigigkeit im Redemoment".Vgl. Ich hore, Sie wollen
verreisen=Ich habe gehort,Sie wollen verreisen.
4. Nicht um Verschiebung des Prasens auf eine andere Zeitebene,sondern um
Uberfuhrung einer Indikativform in den Bereich des Imperativs handelt es sich beim
imperativischen Prasens. Das Prasens verleiht der Aufforderung den Klang eines nachdrucklichen
herischen Befehls, der die Mogliglichkeit von Unfolgsamkeit ausschlieBt und das Angeordnete
aus dem Bereich des Gewuschten in den des Realisierten verschiebt, z.B.
"Sie konnen gehen, Leutnant",sagte der General.
"Sie bleiben", erklarte Saint-Just...(W.Bredel)
5. Wahrend die oben skizzierten Transpositionen von groBer Ausdruckskraft sind, ist die
stilistische Effekt bei der Verwendung des futurischen Prasens sehr gering. Das erklart sich
durch die historisch bedingte Haufigkeit seines Gebrauchs. Im Alltagsstill ist das
futurische Prasens bis heute vorherrschend. Vgl.
Ich komme sofort.
In einer Stunde geht mein Zug.
Dieser Parallelismus im Gebrauch von Prasens und Futur sowie einige Besonderheiten in der
Verwendung des Futurs veranlassen. Hans Weber zu behaupten,
daB im deutschen
Tempussystem "keine Grenze zwischen Gegenwart und Zukunft besteht" und das die
deutschen Tempora in zwei Gruppen aufzugliedern sind: die Tempora der Vergangenheit
(Prateritum, Perfekt) und die Tempora der Gegenwart und Zukunft (Prasens und Futur), also:
Vergangenheit Gegenwart und Zukunft Prateritum, Prasens Perfekt Futur Man darf aber nicht
auBer acht lassen, daB die futurische Bedeutung des Prasens eine syntagmatische Bedeutung
ist: das Prasens kann die Zukunft nur im gunstigen Kontext bezeichnen, d.h. in Verbindung mit
einem Adverbiale der Zeit (sofort,in einer Stunde),in futurischer Umgebung u.a. Im neutralen
Kontext dagegen dient als Ausdrucksform der Zukunft regelmaBig das Futur.
Fragen zur Kontrolle.
1. Was ist die Katigori der Zeit?
2. Worauf wird das Geschehen bei den direkten Tempora bezogen?
3. Was signalisiert die Tempusform des finilen Verbs?
4. Wird die Prasensform von allen Verben Gleichweise gebildet?
5.Was ist historisches Prasens?
6.Was ist die futruriesche Bedenlung des Prasens?
Literatur
1. Moskalja O. Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
2. Schendels E. Deutsche Grammatik.
3. Ñàèäîâ Ñ. Çèêèðèëëàåâ Ã. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñè Òîøêåíò &3èòóâ÷è
1973.
4.Ìèðñîàòîâ Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñè (7çáåê òèëè á-í 3èåñëàíãàí)
Òîøêåíò 1987.
5. #óðáàíáàåâ À.,Àâåçîâ Ì. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñû Í5êèñ qooq
DAS VERGANGENHEITSTEMPORA
(DAS PRATERITUM)
Plan der Vorlesung.
1.Merkmale des Prateriums (Imperfekts).
2. Der Bedeutungs gehallt des Prateritums;
3. Das Prateritum in der erlebten Rede;
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4.Syntagmatische Bedeutung des Pratritums
5. Die relative zeitliche Bedeutung des Prateritums;
6.Bildung des Prateritums von verschidenenVerben.
Die drei Vergangenheitstempora sind vom Standpunkt ihrer Bedeutung und ihrer
Distribution zum Teil scharf voneinander geschieden, zum Teil aber bestehen zwischen ihnen
synonymische Beziehungen, meistens ohne mitunter aber auch mit freier Variierung.
Das Prateritum (auch Imperfekt,1.Vergangenheit und zuerst von L.Weisgerber 2.
Stammform gennannt ) hebt sich von den anderen Vergangenheitstempora vor allem dadurch
ab, daB es ein vorzugsweise direktes Vergangenheitstempus ist, obwohl auch ihm der relative
Gebrauch
nicht
ganzlich
fremd ist.
Sein Anwendungsbereich als direktes
Vergangenheitstempus ist aber dadurch eingeengt, daB auch das Perfekt neben dem relativen
Gebrauch als ein direktes Vergangenheitstempus, das heiBt als das Synonym des Prateritums
fungiert. Wie die meisten Synonyme stehen das Prateritum und das Perfekt nur ausnahmsweise
im Verhaltnise der freien Variierung und sind jedes auf die eigene Verwendungsphare
angewiesen. Jean Fourquet faBt den Unterschied in der Verwendung von Prateritum und
Perfekt so zusammen:
Das
Prateritum kennzeichnet ein Geschehnis als einfach und
ausschlieBlich der Vergangenheit angehorend, das Perfekt degegen, stellt es als Beginn des
Zustandes dar, der noch immer fortdauert, dessen Folgen auch in der Gegenwart bestehen. Er
veranschaulicht es durch folgende Beispiele:
1) Zuerst war das Wetter schon, dann regnete es
(Wetterber-icht). Es hat geregnet:
der Boden ist noch naB.
2) Heute morgen erhielten wir den Befehl zum Angriff und gingen auch gleich zum
Angriff uber.
Wie haben eben den Befehl zum Angriff erhalten und machen
uns bereit. Ahnliche
Deutungen des Prateritums und des absoluten Perfekts geben die meisten zeitgenossischen
Grammatiken der deutschen Sprache. So heiBt es in der Duden-Grammatik,daB das Prateritum
"ein absolut in der Vergangenheit ablaufendes Geschehen ohne Bezug auf die Gegenwart
ausdrukt (im Gegensatz zum umschriebenen Perfekt)". Es ist "das eigentliche, neutrale Tempus
der Abstand wahrenden Schilderung, der erzahlenden, berichtenden Darstellung".
Auch H. Brinkmann betont, daB das Prateritum auf der Sonderung von Gegenwart
und Vergangenheit beruht und kennzeichnet es als "das Tempus der Erinnerung": "Die
Vergangenheit, die im Prateritum zu Wort kommt, ist von der Gegenwart unterschieden; das
Kontinuum der Zeit ist unterbrochen. Die Erinnerung, die dem Prateritum zugrunde liegt,
setzt diese Unterbrechung voraus."
Walter Flammig bestimmt das Prateritum wie folgt: "Der Zeitablauf in der Vergangenheit reicht nicht bis in die Gegenwart hinein, das Geschehen erscheint von der
Gegenwart losgelost, wodurch eine
objektive
Darstellung
vergangenen Geschehens
gewissermaBen als Ruckschau ermoglicht wird" Das Prateritum beziehr also das Geschehen wie
alle direkten Tempora auf den Moment des Redaktes. Es zeigt, daB das Geschehnis vor den
Redemoment, das heiBt in der Vergangenheit abgelaufen ist.
Der Bedeutungsgehalt des Prateritums ist also:
Grammem Bedeutungskomponenten (Seme) Prateritum Ausbleiben Ablauf vor Distanzie
des Geschehens dem Redemorung des im Redemo-ment ment. Vergangenen Geschehens vom
Redemoment.
Die dem Prateritum innewohnende reine Vergangenheitsbedeutung bedingt seine
Gebrausphare.
1. In der modernen deutschen Sprache tritt uns vor allem das sog. epische Prateritum
entgegen,"das Tempus der erzahlenden, berichtenden Darstellung". Es versetzt den Horer oder
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Leser in die Vergangenheit und schildert das Nacheinander der Geschehnisse in einem
Roman, einer Novelle, einem Marchen oder in einem mundlichen zusammenhangenden Bericht,
z.B. Hiermit begannen schone Sommerwochen fur Tony Buddenbrook, kurzweiligere und
angenehmere, als sie jemals Travemunde erlebt hatte. Sie bluhte auf, nichts lastete mehr auf
ihr;in ihre Worte und Bewegungen kehrten Keckheit und Sorglosigkeit zuruck.
Viele Sprachforscher betonen, daB das Prateritum im Gegensatz zum Perfekt das
Geschehnis nicht als Enzelfaktum, sondern als Glied in einer Kette von Ereignissen schildert.
Sehr bezeichnet sind die stilistischen Daten uber die Verteilung der Vergangenheitstempora,
die Kai B. Lingren aus den Beobachtungen an einer Reihe von Literaturwerken gewonnenhat.
Erzahlung Direkte Rede Prat. Perf. Plqupf. Prat. Perf. Plqupf. 89,8% 0,5%
9,7%
42,4% 56,0% 1,7%
2. Auf der Neutralisierung und Vergangenheitsbedeutung und auf der Erweiterung des
Anwendungsbereiches des epischen Prateritums uber den Rahmen der Vergangenheit hinaus
beruht die in der modernen literarischen Prasa sehr beliebte Verwendung des Prateritums
der erlebten Rede. Im Gegensatz zu der paradigmatischen Bedeutundg kennzeichnet das
Prateritum hier die Rede und die Gedanken der Romanhelden, die diese auf die Gegenwart oder
die Zukunft beziehen. z.B.
Mit ihnen zusammen buk er zwischen heiBen Steinen sein Brot und aB es, nachdem er es
mit Knoblauch eingerieben hatte. Dann vom Knoblauch wurde man groB und blieb immer
gesund.
Der Volksglaube an der Knoblauch ist in Form von erlebter wiedergegeben - die Tatsache
ist allgemein - und im Redemoment gultig, das Prateritum wird also auf die Ebene des
Prasens transponiert.
Die Lage schien ihm ganz unertraglich, obwohl er wuBte, daB sie nur mehr Stunden
dauern wurde, denn morgen ging sein Flugzeug.(zitietrt nach Erben) Die erlebte Rede gilt
der Zukunft, das Prateritum der erlebten Rede wird also wie das Prasens der direkten Rede
auf die Ebene des Futurs transponiert.
Die Verwendung des Prateritums der erlebten Rede als Synonym des Prasens oder des
Futurs,die in der direkten Rede zu erwarten ware, erklart sich dadurch,daB in der erlebten
Rede "Autorensprache und Figurensprache ineinanderflieBen". Es entsteht dabei eine
eigentumliche
doppelte
zeitliche Perspektive:1) Erzahlung uber vergangene Ereignisse;
2)Aussage uber gegenwartiges, Allgemeingultiges, noch Ausstehendes. Das epische Prateritum
der Autorensprache dehnt sich dabei unter Neutralisierung der paradigmatischen Bedeutung des
Prateritums auf die in Form der erlebten Rede wiedergegebenen Worte oder Gedankengange der
Romanfiguren aus, die in der direkten Rede ein Prasens oder ein Figur erfordern wurden.
Das Prateritum der erlebten Rede ist ein syntagmatischer Sondergebrauch des Prateritums.
Es ist auf den Stil der literarischen Prosa beschrankt, bekommt hier aber in der neuesten
Zeit immer groBere Ausdehnung. Daher das Interesse fur das Prateritum der erlebten Rede in
der modernen deutschen Grammatik.
3. Eine syntagmatische Bedeutung des Prateritums, die in den Grammatiken der deutschen
Sprache leider kaum Beachtung findet, ist die
relative
zeitliche
Bedeutung
der
Gleichzeitigkeit in dder Vergangenheit. Sie kommt bei der Ersatzprobe zum Vorschein, wenn
in gleicher Satzkonstruktion das Prateritum und das Plusquamperfekt ausgetauscht werden,
zum Beispiel:
1) Sie begriff, daB ihre Eltern auf sie 2) Sie begriff, daB ihre Eltern Auf sie
warteten.
gewartet hatten.
1) Es beruhrte ihn peinlich, daB niemand 2) Es beruhrte ihn peinlich, daB niemand
18
nach seinem Befinden fragte.
nach seinem Befinden Gefragt hatte.
Der Ersatz des Prateritums durch das Plusquamperfekt macht das Oppositionsverhaltnis
zwischen diesen Tempora deutlich:
Plusquamperfekt
Prateritum
Vorzeitigkeit in der Vergangenheit
Gleichzeitigkeit in der –Vergangenheit
(starkes Oppositions glied)
(schwaches. Oppositionsglied).
Die relative zeitliche Bedeutung des Prateritums kommt zur Geltung, wenn die Anordnung
der Verben im Satz dem zeitlichen Nacheinander der Geschehnisse nicht entspricht und wenn
es gilt, das zweitgenannte Geschehnis nicht als vorangehend (plusquamperfekt), sondern als
gleichzeitig zu kennzeichnen.
Fragen zur Љontrolle.
1. Welche Merkmale hat das Prateritum?
2. Wie wird das Prateritumin der erlebten Rede gebrauch?
3. Was ist syntagmatische Bedeutung des Prateritums?
4. Wie bildet man Prasens von starken, schwachen, unregelmasigen Verben?
5. Wann Kommt die relative zeitliche Bedeutung des Prateriteums zur seltung?
Literatur:
1. Moskalja O. Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
2. Admoni W.A. Der deutsche Sprachbau.
3. Schendels E. Deutrsche Grammatik.
4. Engel U. u.a. Kontrastive Grammatik. Deutscg - Serbokatisch.
VERGANGENHEITSTEMPORA. DAS PERFEKT. BILDUNG, BEDEUTUNG
UND GEBRAUCH. PLUSQUAMPERFEKT
Plan der Vorlesung.
1. Merkmale des Perfekts; Perfekt ist eine analytische Form;
2. Perfekt ist als direktes Tempus;
3. Das Ersatz des Perfekts durch andere Zeitformen;
4. Bedeutung und Gebrauch des Perfekts.
5. Bildung des Perfekts von verschiedenen Verben;
6. Bedeutungsgehalt des Pluaquamperfekts;
7. Absolute Bedeutung des Plusquamperfekts.
8. SchluBfolgerung.
DAS PERFEKT
Die eigenartige Stellung des Perfekts im Tempussystem des Deutschen besteht darin,
daB absolute und relative Verwendung dieses Tempus einander mehr oder weniger die Waage
halten, so daB es sowohl dem Kreis der direkten Tempora als auch dem der indirekten Tempora
angehort.
1. Als direktes Tempus bezeichnet das Perfekt dasselbe Zeitverhaltnisse zwischen dem
Geschehnis und dem Moment des Redeaktes wie das Prateritum: den Ablauf des Geschehnisses
vor dem Redemoment. Wenn aber die Grundbedeutung der beiden Tempora gleich ist, so
unterscheiden sie sich doch stark voneinander durch ihren
Anwendungsbereich und womoglich durch die einzelnen Bedeutungskomponenten.
Deshalb suchte die
traditionelle deutsche Grammatik nach einem kategoriellen
Unterschied zwischen ihnen.
Ausganganspunkt war dabei in erster Linie die
Entwicklungsgeschichte der analytischen Vergangenheitsformen.
19
So nennt L. Sutterlin das Perfekt und das Plusquamperfekt der modernen deutschen Sprache
"Zeitformen der Vollendung": "Die Verbindung der Gegenwart von haben oder sein mit
dem Mittelwort der Vergangenheit (=2.Partizip.Verfasserin) druckt aus, daB ein Zustand
vorliegt, der die Folge einer vergangenen Handlung ist: Ich bin gekommen heiBt also "ich bin da,
infolge davon,daB ich kam";
Ich habe gesehen heiBt:"Ich weiB
infolge meines
vorausgegangenen Sehens."So heiBt auch."Ich habe geschrieben " ich bin etwas in dem
Zustand, der auf das
Schreiben folgt, ich schreibe jetzt nicht mehr". Man faBt diese Zusammensetzung
gewohnlich-und nicht ohne Grund-als besondere Zeitform auf und nennt sie vollendete
Gegenwart.
Auch O.Erdmann deutet das Perfekt als ein Tempus mie der Bedeutung einer in der
Gegemwart abgeschlossenen vergangenen Handlung.
Freilich werden schon im Rahmen der junggrammatischen Richtung andere, vom
lebenden Sprachgebrauch ausgehende Erklahrungen der deutschen Tempora gegeben. So
schreibt zum Beispiel H.Paul von der "Verdunkelung des ursprungliches Sinnes" des
analytischen Verbalformen und von der "Bedeutungsverschiebung," die sie mit der Zeit
erfahren haben: "die ursprungliche prasentische Resultatbezeichnung ist zur Angabe eines
Geschehnisses der Vergangenheit geworden. Auch W.
Wilmanns ist weit davon entfernt,das Perfekt als eine perfektive Vergangenheitsform
oder als "vollendete Gegenwart zu fassen". Doch ist die aktionsartmaBige Deutung des Perfekts
in der deutschen Grammatik gewissermaBen traditionell geworden. Wir begegnen ihr auch
heute hoch auf den Seiten der modernsten deutschen Grammatik, wenn auch in Verbindung
mit anderen Interpretationen. So lesen wir zum Beispiel bei
J. Erbin: "Geht es nicht darum, ein Geschehen als-gegenwartig oder im Bereiche der
Vorzeit- ablaufend zu schildern, sondern darum, einen Vorgang als nunmehr vollendet
festzustellen, so wird die
Form
des
sog. Perfekts (lat. perfectus vollendet,eigt.
perfectum tempus) gebraucht,d.h.
die Vollendungsform des Verbs". Auch W.Jung nennt
das Perfekt "die Vollendungsform".
Anderseits bahnt sich in der
zeitgenossischen Grammatikforschung immer mehr die
Uberzeugung den Weg,daB der differenzierten Verwendung von Perfekt und Prateritum keine
aktionsartmaBige Opposition zugrunde liegt. Diesen Standpunkt vertreten alle sowjetischen
Germanisten. Mit Bezug auf die Termini Perfekt und umpergekt schreibt auch H.Glinz: "So
wird hier und da allen Ernstes behauptet, "er kam"sei unvollendet, "er ist gekommen" dagegen
vollendet, weil das erste "Imperfekt"heiBe das zweite aber "Perfekt", und man ja auch sage
"die Abmachung ist perfekt=ist vollendet". Daruber hinaus betonen einige Verfasser
ausdrucklich, daB das Prateritum und das Perfekt im Paradigma des Verbs in keinem
Oppositionsverhaltnis zueinander stehen, daB keiner Differenz in der kategoriellen Bedeutung
sie voneinander scheide. DaB der Unterschied zwischen Perfekt und Prateritum keine
grammatische Kategorie bildet.
Diese Eigenart des modernen Perfekts beruhrt sich einigermaBen mit seiner
ursprunglichen resultativen Bedeutung. Die Resultativitat ist aber eine syntagmatische
Bedeutungsschattierung des Perfekts, sie kommt zum Vorschein, wenn der Kontext auf das
Resultat oder die Folgen des im Perfekt dargestellten Geschehens direkt hinweist, z.B.
"Herr Doktor", sagte sie, "Eines steht in ihrer Macht, und darum bitte ich Sie! Schenken
Sie mir reinen Wein ein,tun Sie es! Ich bin eine vom Leben gestalte Frau... Ich habe
gelernt,die Wahrheit zu ertragen (Th. Mann)-zwischen den Tatsachen:
1)Ich bin eine vom Leben gestalte Frau und
20
2) Ich habe gelernt, die Wahrheit zu ertragen besteht eine unmittelbare resultative
Beziehung.
Ahnlich: "Du bist sehr vergessen, Philine!" rief sie aus, ich habe dich verzogen".(Goethe)
Meistens fehlt ein solcher Hinweis auf das Resultat des vergangenen Geschehens, aber das
im Perfekt Ausgesagte ist dadurch mit der Gegenwart verknupft, daB der Sprechende sich vor
allem die Bedeutung dieses Geschehens vergegenwartigt.
H. Brinkmann betont mit Recht, daB das Perfekt das vergangene Geschehnis nicht nur
unter dem Gesichtpunkt der Gegenwart schildert, sondern es auch als isoliertes Faktum von
selbststandiger Bedeutung hinstellt.
Von dieser Eigenheit des Perfekts spricht
auch
W.Wilmanns. Er fuhrt auf sie den Perfektgebrauch imberuhmten und in der Grammatik so
viel umstrittenen SchluBsatz der"Leiden des jungen Werthers" zuruck:
"Handwerker trugen ihn. Kein geistlicher hat ihn begleitet".
Der Ersatz des Perfekts durch das Prateritum geschieht in der literarischen Prosa zuweilen
auch, indem ein bestimmter Rhytmus,eine sinngerechtere Wortfolge erstrebt werden, wie zum
Beispiel nach H.Pauls eigener Erklarung, beim Titel seiner Habilitationsschrift: Gab es eine
mhd. Schriftsprache.Ahnlich bei Schiller: Wir waren Troer. Troja hat gestanden (ebenda).
Stilistisch neutral ist diew Bevorzugung des Prateritums bei den Verben haben,sein und den
Modalverben,was wohl mit der Bildungsweise der analytischen Vergangenheitsformen bei diesen
Verben zusammenhangt (vgl. von J.Erben ein Beispiel: Ich war dort und habe getan, was ich
konnte.) Anderer Natur ist die Verschiebung der Grenze zwischen Prateritum und Perfekt in
der deutschen Munarten. Bekanntlich ist in den oberdeutschen Dialekten das Prateritum
ganzlich geschwunden, was hier zur Ausdehnung des Perfekts auch als Erzahlform fuhrte. Die
niederdeutschen Dialekte neigen dagegen zur Erweiterung des Anwendungsbereiches des
Prateritums. Diese landschaftlichen Eigentumlichkeiten in der Verwendung des Prateritums
und des Perfekts kommen nicht nur in den Mundarten, sondern auch in der weniger
gepflegten Umgangssprache zur Geltung, wo nach W.Jung "der Gebrauch von Prateritum und
Perfekt durcheinandergeht".
2. Die zweite nicht weniger wichtige Bedeutung des Perfekts eignet ihm als einem
relativen Tempus: das Perfekt dient zum Ausdruck der Vorzeitigkeit.
a) Das relative Perfekt dient zum Ausdruck der Vorzeitigkeit eines Geschehen, es wird also
in Verbindung mit der Prasens gebraucht.
Grammem
Bedeutungskomponenten (Seme)
Perfekt
Ausbilden des Geschehens im Ablauf
vor
einem
im
Redemoment
Redemoment
gultigen
Geschehnis
`b) Das relative Perfekt erscheint auch in Verbindung mit dem 1.Futur als Synonym des
2.Futur.
Diese Verwendung des Perfekts hat syntegmatischen Charakter.
Sie beruht auf der Transposition des relativen Perfekts auf die Zukunftsebene. Da aber
diese Verwendung immer groBere Ausdehnung im modernen Deutsch gewinnt, kann man
von der Tendenz zur Universalisierung des Perfekts als allgemeines Tempus der Vorzeitigkeit
reden.
DAS PLUSQUAMPERFEKT.
1. Das Plusquamperfekt ist ein fast ausnahmweise relativ gebrauchtes Tempus. Im
Gegensatz zum Perfekt ist seine relative Bedeutung streng umgrenzt: Es dient zum Ausdruck
der sog. Vorvergangenheit .d.h. der Vorzeitigkeit in der Vergangenheit und wird nur
21
in Verbindung mit den Vergangenheitstempora (Prateritum,
seltener Perfekt) gebraucht,
z.B.Marcel erwachte mit entsetzlichen Schmerzen in der Schulter.
Burger Buzot hatte ihn auf die falsche Seite gelegt...(Bredel).
Die Gesellschaft ruckte aus, nachdem Mahlmann sie abgezahlt hatte.(H.Mann) Oft werden
in der Erzahlung grobere Episoden im Plusquaperfekt eingeschaltet, wenn es sich um
Erinnerungen an fruhere Zeiten handelt (Ruckerinnerung).Eine Novelle, ein neues Kapitel im
Roman konnen auch durch einen langeren Abschnitt im Plusquamperfekt eingeleitet werden,
der den Leser daruber aufklart, wie die Situation vor und zu Beginn der erzahlten Geschehnisse,
z.B. Seit manchem Jahr hatten Buddenbroks sich der weiteren
sommerlichen Reisen
entwohnt,die ahemals ublich gewesen weren, und selbst, als im vorigen Fruhling die Senatorin
dem Wunsche gefolgtwar, ihren alten Vater in Amsterdam zu besuchen und nach so langer Zeit
einmal wieder ein paar Duos mit ihm zu geigen, hatte ihr Gatte nur in ziemlich wortkarger
Weise seine Einwilligung gegeben. DaB aber Gerda, der kleine Johann und Fraulein Jungmann
alljahrlich fur die Dauer der Sommerferien ins Kurhaus von Travemunde ubersiedelten, war
hauptsachlich Hannos Gesundheit wegen die Regel geblieben...(Th.Mann).
Der Bedeutungsgehalt des Plusquamperfekts ware also:
Grammem
Bedeutungskomponenten (Seme)
Plusquamperfekt Ausbilden des Geschehens im Ablauf vor einem vergangenen
Redemoment
Geschehnis
2. AuBer dem relativen Gebrauch kann dsa Plusquamperfekt zuweilen in Verbindung mit
dem Prateritum dieselben absoluten Bedeutungen haben, die sonst dem Perfekt eigen sind, nur
daB sie aus dem Bereich des Dialogs auf die ebene der epischen Erzahlung transponiert sind.
a) Gleich dem Perfekt kann das Plusquamperfekt beim Ausdruck einer resultativen
Beziehung zwischen zwei Geschehnissen verwendet werden. Doch verbindet es sich mit dem
Prateritum. So daB beide Geschehnisse in diesem Fall der Vergangenheit angehoren.
b) Ebenfalls gleich dem Perfekt kann das Plusquamperfekt in einer kurzen Mitteilung, einer
Feststellung verwendet werden, den Gehalt eines Dialogs wiedergeben: "Direkte,im Dialog im
Perfekt gegebene Rede wird als erlebte Rede im Plusquamperfekt wiedergegeben".
Kennzeichnend ist auch in diesem Fall die Verbindung mit dem Prateritum, die Transposition
auf die Ebene des epischen Erzahlung, z.B. "Senator Buddenbrook war an einem Zahne
gestorben, hieB es in der Stadt. (Th. Mann)
Fragen zur Kontrolle.
1. Welche Merkmale hat Perfekt?
2. Was fur eine Zeitformen istPerfekt?
3. Durch welche Zeutrformen kann man das Perfekt ersehen?
4. In welcher, Form der Rede wird Perfekt meistens gebraucht?
5.Wodurch unterscheidet sich Petfekt von Plusquamperfekt?
Literatur:
1. Moskalskaja O.Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
2. Admoni W.A. Der deutsche Sprachbau.
3. Schendels E. Deutsche Grammatik.
4. Mirsagalow P. Deutrsche Grammatik.
5. Курбанбаев А. Сопоставительная грамматика немецкого и каракалпакского языков
(Морфология) Нукус 1989.
6. Paul H. Deutsche Grammatik. Halle-1955.
DER KONJUNKTIV,DIE MOGLICHKEITSFORM
22
Plan der Vorlesung
1.Allgemeines.
2.Bildung der Zeitformen des Konjunktivs;
3.Bedeutung des Konjunktivs;
4.Gebrauch des Konjunktivs im selbstandigen Satz;
5.Gebrauch des Konjunktivs im Nebensatz;
6.SchluBfolgerung
Allgemeines.
In der deutschen ebenso wie in der russischen Sprache gibt es drei Aussageweisen oder
Modi(Sngular:der Mopdus): den Indikativ,dsen Imperativ und den Konjunktiv.
Unter dem Modus vewrsteht man die Einschatzung der Realitat eines Vorgangs vom
Standpunkt des Sprechenden aus.
Der Konjunktiv hat vele modale Bedeutungen,er kann die Aufforderung,den Wunsch,die
Moglichkeit,die Vermutung,dena Zweifel,die Nichtwirklichkeit ausdrucken,z.B.
Du konntestest ihm doch helfen. Ich hatte es beinahe vergessn.Man hole Kreide!
Die Bildung des Konjunktivs.
Der Konjunktiv hat so viele Zeitformen wie Indikativ, auserdem nicht Konditionales Iund II.
Einfache Zeitformen.
Bildung der Zeitformen konnen sie aus der praktischen Grammatik.
Wie oben gesagt wurde,Konjunktiv hat Konditionalis 1 und 2.
Der Konditional 1 wird aus dem Hilfsverb "werden"im Prateritum Konjunktiv und aus dem
Infinitiv 1 des Vollverbs gebildet.
Personen
Singular
Plural
I – Person
Ich wurde fahren
wir wurden fahren
II – Person
du wurdest fahren
ihr wurdet fahren
III – Person
er wurde fahren
sie wurden fahren
Der Konditional 2 wird aus dem Hilfsverb"werden"im Prateritum Konjunktiv und aus dem
Infinitiv 2 des Vollverbs gebildet.
Ich wurde
wurde
du wurdest
genommen haben,
wurdest gefahren sein
er wurdse
wurde
wir wurden
wurden
ihr wurdet
genommen haben,
wurdet
gefahren sein
sie werden
wurden
Die Zeitformen des Konjunktivs Passiv werden nach demselben Prinzip gebildet wie die des
Indikativs Passiv, nur steht das Hilvsverb"werden"im Konjunktiv.
BEDEUTUNG UND GEBRAUCH DES KONJUNKTIVS
Der Gebrauch und die Bedeutung des Konjunktivs haben einige Besondrsheiten.
1. Die Zeitformen des Konjunktivs haben eine andere temporale Bedeutung als dieselben
Zeitformen des Indikativs. So weisen z.B.das Prasens und das Prateritumdes Konjunktivs keinen
temporalen Unterschied auf. z.B.
Er kommen in einer halben Stunde! Kame er in einer halben Stunde!
In beiden Satzen haben die verbalen Formen:das Prasens und das Prateritum Konjunktiv
dieselbe temporale Bedeutung-die Bedeutung der Zukunft.
Das Prasens und das Prateritum Konjunktiv konnenm auch die Bedeutung der Gegenwart
zum Ausdruck bringen: z.B.
Die Linie AB sei die kurzeste.(Gegenwart-Zukunft).
23
Die Bedeutung der Gegenwart und Zukunft wird auch durch die umschriebene Form
Konditional 1 ausgedruckt: z.B.
Ich wurde Ihnen raten, diesen Mantel zu nehmen.(Gegenwart-Zukunft).
Zum Ausdruck der Vergangenheit wird das Plusquamperfekt Konjunktiv und der
Konditional 2 gebraucht.
2. Unter den Konjunktivformen gibt es prasentische und praterite Formen, die
unterschiedliche modale Bedeutungen aufweisen.
Der Unterschied zwischen dem Prasens und dem Prateritum Konjunktiv ist nicht
temporaler,sondern modaler Natur. Deshalb schlagen die modernen deutschen Sprachforscher
vor, zwei Arten des Konjunktivs zu unterscheiden: Konjunktiv 1undKonjunktiv 2.Unter
Konjunktiv 1 verstehen sie die prasentischen Formen des Konjunktivs, unter Konjunktiv 2-der
praterialen Formen des Konjunktivs.Es ist der Tat zweckmassig,die prasentischen und die
praterialen Formen des Konjunktivs auseinanderzuhalten.
3. Der Konjunktiv im Selbstandigen Satz Unterscheidet sich in Gebrauch und Bedeutung
von dem Konjunktiv im Nebensatz, deshalb behandeln wir den Gebrauch des Konjunktivs im
Nebensatz.
4. Die Zeitformen des Konjunktivs werden absolut und relativ gebraucht, dabei kommen
einige Zeitformen des Konjunktivs nur im relativen Gebrauch vor,das sind das Perfekt und das
Futur 1 Konjunktiv. In den selbstandigen Satzen werden die Zeitformen des Konjunktivs nur
absolut, in den Nebensatzen je nach der Art des Nebensatzes absolut bzw. relativ gebraucht.
GEBRAUCH DES KONJUNKTIVS IM SELBSTANDIGEN SATZ
Im selbststandigen Satz werden die Zeitformen des Konjunktivsv absolut gebraucht, d.h.
zum Ausdruck der Gegenwart und Zukunft dienen: Prasens, Prateritum, Konditional I
zum Ausdruck der Vergangenheit Zukunft dienen : Prateritum , Kondiotional II
DIE PRATERITALEN FORMEN IM SELBSTANDIGEN SATZ.
Die prateitalen Fo[rmen des Konjunktivs werden im selbstandigen Satz zum Ausdruck
eines irrealen Wunsches(der irrealoptative Konjunktiv) und verschiedener Schattierungen der
irrealen Moglichkeit(der potentiale Konjunktiv)gebraucht.
1) In den Satzen,die einen irrealen,unerfullbaren oder unerfullten Wunsch ausdrucken,
werden das Prateritum und das Plusquamperfekt Konjunktiv gebraucht:zum Ausdruck der
Gegenwart und Zukunft dient das Prateritum; zum Ausdruck der Vergangenheit dient das
Plusquamperfekt .
G E G E N W A R T, Z U K U N F T:
Wenn er fleissiger ware!
Ware er fleissiger!
V E R G A N G E N H E I T:
Wenn er(damals)fleissiger gewesen ware!
Wenn er(damals)fleissiger gewesen!
2) In den selbstandigen Satzen,die eine irreale Moglichkeit oder Bedingung enthalten, werden
folgende Zeitformen des Konjunktivs gebraucht:
zum Ausdruck der Gegenwart } das
Prateritum und Zukunft der Konditional 1
zum Ausdruck der, das Plusquamperfekt
Vergangenheit der Konditional 2
3)In den Satzen mit "fast,beinahe,um ein Haar,"die eine nicht eingetretene, unerfullte
Moglichkeit enthalten,wird nur das Plusquamperfekt Konjunktiv gebraucht.
24
4)Die prateritalen Formen des Konjunktivs werden auch in Satzen gebraucht, die eine
hofliche,vorsichtige,bescheidende Aussage darstellen(der
sogenannte
diplomatische
Konjunktiv). Sehr oft wird in den Satzen solcher Art der Konditional 1 und die prateritale
Umschreibung mit den Modalverben "konnen,mogen,durfen"gebraucht.
GEBRAUCH DES KONJUNKTIVS IM NEBENSATZ
ImNebensatz wird der Konjunktiv ziemlich oft gebraucht.In den meisten Satzarten,in denen
der Konjunktiv vorkommt,hat er die Bedeutung,die fur ihn auch im selbstandigen Satz
charakteristisch ist:er drucklt die Irrealitat,das Unwirkliche im weitesten Sinne aus; z.B.
Wenn da mich gestern hattest anrufen konnen,waren wir zusammen ins Theater
gegangen.(irreale Bedingung) Die Zeitformen des Konjunktivs werden im Nebensatz absolut und
relativ gebraucht. Die prasentischen Zeitformen (Prasens, Perfekt, Futur kommen nur im
relativen Gebrauch vor.
Die prateitalen Zeitformen(Prateritum und Plusquamperfekt)werden vornehmlich absolut
gebraucht.
ABSOLUTER GEBRAUCH DES KONJUNKTIVS IN NEBENSATZEN
Beim absoluten Gebrauch des Konjunktivs wird zum Ausdruck der Gegenwart und Zukunft
das Prateritum,zum Ausdruck der Vergangenheit das Plusquamperfekt gebraucht.Wenn dabei
auch der Hauptsatz irreal ist,wird im Hauptsatz statt des Prateritums bzw.des Plusquamperfekts
sehr oft der Konditional1,seltener der Konditional 2 gebraucht.Der Konjunktiv im absoluten
Gebrauch ist in folgenden Satzarten obligatorisch:
1) In den irrealen Konditionalsatzen;
2) In den irrealen Konzessivsatzen;
3) In den irrealen oder negativen Konsekutivsatzen.
Im satzgefuge mit einem irrealen Konditionalsatz wird sowohl im Hauptsatz, als auch im
Nebensatz der Konjunktiv gebraucht.Der Nebensatz druckt eine irreale Bedingung aus, der
Hauptsatz-eine irreale Folge.
Die irrealen Konditionalsatze werden durch die Konjunktion "wenn"eingeleitet.
G e g en w a r t, Z u k u n f t:
Wenn das Wetter heute schon ware,wurden wir aufs Land fahren.
V e r g a n g e n h e i t:
Wenn du mich gestern angerufen hattest,ware ich zu dir gekommen.
Die irrealen Konzessivsatze sind ihrer Struktur und Bedeutung nach den irrealen
Kontitionalsatzen nah.Der Nebensatz druckt eine Art Bedingung aus,trotz welcher die Handlung
im Hauptsatz eintritt(oder nicht eintritt). Die irrealen Konzessivsatze werden durch die
Konjunktion"wenn"und die Partikel "auch"(wenn...auch,auch wenn) eingeleitet.
RELATIVER GEBRAUCH DES KONJUNKTIVS IN NEBENSATZEN
Beim relativen Gebrauch der Zeitformen im Nebensatz ist es gleichgultig,ob dieHandlungen
im Haupt-und Nebensatz der Gegenwart,der Vergangenheit oder der Zukunft angehoren,d.h., es
ist nicht wichtig, welche Zeitform im Hauptsatz ist.
Wichtig ist dagegen,in welchem zeitlichen Verhaltnis die Handlungen im Hauptsatz und
im Nebensatz zueinander stehen. Bei der Gleichzeitigkeit der Handlungen im Haupt-und
Nebensatz haben wir im Nebensatz das Prasens und das Prateritum. Bei der Vorzeitigkeit im
Nebensatz-das Perfekt und das Plusquamperfekt.Bei der Nachzeitigkeit im Nebensatz -das
Futur 1 und den Konditional1.Die relativen Zeitformen des Konjunktivs werden in den
Nebensatzen gebraucht,die eine indirekte Redewiedergabe oder einen irrealen Vergleich
enthalten.
Fragen zur Kontrolle.
25
1. Was bedeutet Konjunktiv?
2. Wieviel Zeitformen hat Konjunktiv?
3.Welche Zeitformen des Konjunktivs gebraucht man im selbstandigen Satz?
4. Welche Zeitformen desKonjunktivs gebraucht man im Nebensatz?
5. Wie wird Konjunktiv in der indirekten Rede gebraucht?
Literaturя2.
1. Moskalskaja O.Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
2. Schendels E. Deutsche Grammatik.
3. Rumjanzewa E. Kontrollarbeiten in der deutschen Grammatik. Konjunktiv.M.1969.
4. Zung W. Grammatik der deutschen Sprache.1966.
DAS SUBSTANTIV
(DAS HAUPTWORT,DAS DINGWORT,DAS NENNWORT)
Plan der Vorlesung.
1. Einleitung; Das Substantiv als eine Wortart.
2. Klassifikation der Substantive nach der Semantik;
3. Bildung der Substantive;
4. Die Kategorie des Geschlechts der Substantive;
5. Die Kategorie der Zahl.Pluralbildung der Substantive;
Das Substantiv (lat. substantivus-selbstandig) ist die zahlreiche Wortart, nicht nur in
der deutschen Sprache, sondern in allen. Es heiBt, daB der Anteil der Substantive am
Gesamtwortschatz so hoch ist. Im Deutschen 50-60% des Gesamtwortschatzes sind
Substantive (Nach Erben). Hierher gehoren auch die Moglichkeit der Substantivierung
anderer Wortarten: krank-der Kranke,blau-das Blau,gehen-das Gehen,aber -das Aber von A
bis Z (Moskalskaja).Es bezeichnet das Lebewesen,Dinge, abstrakte Begriffe u.a.
Nach dem Inhalt teilt man Substantive in 2 Gruppen: konkrete und abstrakte Substantive.
Die konkreten Substantive bezeichnen Lebewesen und Dinge:der Mensch,die Mutter, das
Kind, der Vogel, der Tisch, die Wolga u.a. Zu den konkreten Substantiven gehoren:
1) Gattungsnamen: das Buch,das Papier,der Tisch, die Kuh.
2) Sammelnamen: die Eltern,die Gemuse, das Volk u.a.
3) Stoffnamen: das Brot, der Kaffe, das Wetter, die Butter u.a.
4) Eigennamen: Personennamen - Paul, geographische Benennungen -Moskau, Namen von
Schiffen-Zigen, Hotels, Kinos,Zigaretten.
Die abstrakten Substantive bezeichnen Eigenschaften, Vorgange, Gefuhle, die Arbeit, die
Liebe, der HaB, der Schlaf.
Nach der Wortbildung unterscheidet man die Substantive:
1. Stammworter: der Tag, das Kind.
Hierher gehoren auch substantivierte Worter aus anderen Redeteilen: das Licht-licht, der
Lauf-lauf,das Recht-recht, der Spiel-spielen,der Ruf-rufen.
2. Abgeleitete Substantive: hierher gehoren die Substantive, die durch Prafixen, Suffixen
und gemischten d.h.
Prafix-Suffixen:a) Suffixe, die Personalbenennungen bezeichnen: -er: der Arbeiter. -ner: der
Schaffner, der Pfortner. -ler: der Tischler, der Kunstler.
-aner: Amerikaner. -ling: Lehrling,Liebling. Nach Schendels
I. L E B E W E S E N
Menschen
Tiere
II. Personennamen
Eigennamen
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(Peter)
(Murr)
Gattungsnamen
Gattungsnamen
III. Individuel BeSammelnamen Individuel Sammelzeichnung
(Studenten- Bezeichnung
namen (Junge). schaft). (Kuh) (Herde).
I. N I C H T L E B E W E S E N
abstrakte konkrete Begriffe unbelebte (Abstrakte) Gegenstande
(konkrete)
Eigennamen Gattungsnamen (Mars-Planet)
Wartburg (Auto) Unika Stoff- Indivi- Sammel (Erde) namen duelnamen namen
(Gold) (Stuhl) (Mobel) Suffix -er bildet manchmal Substantive, die Instrumente bezeichnen:
der Wecker,der Zeiger.
Die Suffixe-Internationale.
Die gebrauchlichsten sind: - ist (Kommunist); -amt (Aspirant) -ent (Student),-nom,-log, soph,-arch (der Monarch),-et (Poet),-at (Kandidat) -ot(Patriot) -or (Direktor), -al (General).
-in bildet der Person der Feminina.
Die folgenden Suffixe bilden die Substantive, die Gegenstande und abstrakten Begriffe
bezeichnen.
- ung - heit, - keit,-schaft,-tum,-ei(erei),-er,(Wecker),-ling (Fruhling), - ing (Hering),- el
(Drittel),-e (Warme),-t(Schrift),-nis(Ereignis),,-sal(Schicksal).
Die internationalen Substantive: -ismus,-tion,-ie (Poesie), -tat, -ik, -um, -at (Plakat),-ant
(Diamant),-ent(Dokument),-al(Kanal),-ar(Seminar),-at(Apparat). Prafixe + ge - Gebirge, urUrwald, un-Ungluck,miB-MiBernte
Zusammengesetzte Substantive: Fischfang, AuBenminister, Zweikampf.
Abbreviatur: DDR, BRD.Zusammenbildung: Inbetriebsetzung, Rucks-ichtnahme.
Das Substantiv besitz die Kategorie des Kasus, des Geschlechts, der Zahl, der
Bestimmtheit und Unbestimmtheit.
Die Kategorie des Geschlechts
Alle Substantive im Deutschen wie auch im Russischen und einigen anderen Sprachen
gehoren einem der drei Geschlechter an; dem mannlichen, dem weiblichen und dem
sachlichen. Sie konnen einen Artikel haben: bestimmten oder unbestimmten, der ihre
grammatische Kategorie des Geschlechts zum Ausdruck bringt. AuBerdem Artikel wird
auch andere Worter, Pronomen,Adjektive, Zahlworter ausdruckt: dieses Buch, diese Mappe
usw.
Das grammatische Geschlecht vieler Substantive hangt mit deren Semantik zusammen.
Vor allem sind das Substantive, die Lebewesen bezeichnen. Das Geschlecht dirser Substantive
fallt oft mit dem naturlichen Geschlecht zusammen:der Vater-die Mutter, der Bruder-die
Schwester.
Aber die Benennungen der ganz jungen Lebewesen sind gewohnlich sachlichen Geschlechts:
das Kind, das Kalb, das Lamm. Die Benennung der Tiere, die der Vertreter beider
Geschlechter bezeichnen, konnen mannlichen, weiblichen oder sachlichen Geschlechts sein:
das Pferd, der Pfau, die Schwalbe u.a.
Das Geschlecht vieler Substantive, die keine Lebewesen bezeichnen, kann auch nach
ihrer Semantik bestimmt werden und zwar:
Maskulina sind.
1.Bezeichnungen der Jahreszeiten; der Monate, Wochentage z.B.
2. B..... der Himmelsgegenden, Wunde, Niederschlage (®б ¤ЄЁ) der Suden, der Taifun, der
Schnee.
3. ..... der Erd-und Leistungsarten: der Sand, der Lehm,der Stein.
4. ..... die meisten Geldnamen: der Pfennig, der Dollar, der Rubel.
27
Feminina sind:
1. Bezeichnungen der Baume, Blumen, Fruchte u.a.
Natra sind: Bezeichnungen der Metelle und der chemischen Elemente: das Gold, das Eisen.
Man kann das Geschlecht der abgelegtes Substantive durch ihre Suffixe bestimmen: - mit,er,-ler,-ner,-aner,-ent,-ist,-ant,-soph -Maskulina. -in,-ei,-heit,-keit,-schaft,-ung,-e -Femininum.
-chen,-tum,-lein,-tel -Neutra.
Es gibt Homonyme:
der Band-том,
das Band-лента.
der Erbe-наследник,
das Erbe-- наследство.
der Hut-шляпа ,
die Hut- охрана, защита.
der Kunde- клиент,
die Kunde- известие.
der See-озеро,
die See-море.
der Tor-глупец,
die Tor-ворота.
der Leiter-руководитель,
die Leiter-стремянка, первые шаги
Pluralbildung der Substantive
der Tisch-die Tische
die <- das Schaf-die Schafe der Sohn-die Sohne
die = e (Umlaut) <- die Nacht-die Nachte
die - er das Bild - die Bilder das Blatt-die Blatter
die=er (Umlaut) <- der Mann-die Manner der Knabe-die Knaben
die-n < das Auge-die Augen die Tanne-die Tannen die Frau-die Frauen
die-en <- der Held-die Helden
die -Null der Wagen-die Wagen das Fenster-die Fenster
die -Null (Umlaut) der Vater-die Vater die Mutter-die Mutter
die-s der Klub-die Klubs
das Kino-die Kinos
Die Substantive gebildet sind Maskulina sind:
a) Substantive mit den Suffixen:-er,-ler,-ner, -aner, -ling,-el,-ich,-ig,-e: der Flieger, der
Tischler, der Gartner, der Indianer, der Lehrling, der Flugel, der Teppich, der Konig, der Bube,
der Erbe.
b) Fremdworter mit den Suffixen:-ent,-ant,-ist,-at,-et,-nom, -log,-soph,-arch,-ier,-eur -or,ismus,-graph,-ast: Student, Aspirant, Traktorist, Soldat, Planet, Agronom, Philolog, Philisoph,
Monarch, Pionier, Ingenieur, Doktor,Kapitalismus,Geograph,Palast, aber des Diktat, das Referat,
das Dokument, das Instrument,das Testument.
Feminina sind:
a) Substantive mit der Suffixen:-in,-ei,(-erei),-e,-heit,-keit, (-igkeit),-schaft,-ung,-t: Schulerin,
Partei, Malkerei, Klugheit, Tapferkeit, Weite, GroBe, Freundschaft, Zeitung, Fahrt.
b) Fremdworter mit den Suffixen:-ie,-ion,(-tion),-tat,-ur,-age, -ade,-ine-ik: Chemie,
Deklination, Fakultat, Literatur,Reportage, Fassade, Maschine, Physik, Musik.
c) Landernamen auf:
-ei, -ie, -e, -au:Tschechoslowakei,Turkei, Normandie,Ukraine,Moldaw.
a) Substantive mit den Suffixen:-chen,-lein,-tel,-tum,-nis,-sal, -sel: Haus-chen, Tischlein,
Mannlein, Viertel,Altertum,Ergebnis, Schicksal,- Ratsel aber: der Reichtum,der Irrtum, die
Erlaubnis,die Kenntnis,die Finsternis, die Trubsal, die Muhsal, der Stapsel.
b) Fremdworter mit den Suffixen: -ium, -um: Datum, Pensum, Labora-torium, Studium.
c) Substantive mit dem Prafix ge-: Gemuse, Gebirge, Getrank.
d)Substantivierte Infinitive, Adverbien, Konjunktionen, Interjektionen, Frageworter,
Adjektive und Partizipien: Leben, Kommen, Gestern, Aber, Ach, Wochin, Gelb, Grun.
28
Wenn die substantivierte Adjektive und partizipien Personnamen bezeichnen sind sie
nach der Semantik Maskulinum oder Femininum: der Affe-die Affe, der vorsitzende-die
Vorsitzende.
Fragen zur Kontrolle.
1.Was ist Substantiv? Was bezeichnet es?
2.Wie klassifiziert man die Substantive nach der Semantik?
3.Was sind Die Substantive nach der Wortbildung?
4.Was ist die Kategorie des Geschlechts?
5.Welche Substantive gehoren zum Singularlantum?
6.Welche Substantive gehoren zum Pluraltantum?
7.Warum werden die Substantive nur im Singular gebraucht?
8.Welche Substantive haben doppelte Pluralformen?
Literatur.
1.Moskolskaja O.Grammatik der deutschen Gegenwartsprache.
2.Arssenjewa M.u.a.Grammatik der deutschen Gegenwartsprache.
3.Admoni W.G.Der deutsche Sprachbau. M-L.1966
4.#óðáàíáàåâ À., Àâåçîâ Ì. Íåìèñ òèëèíè4 ãðàììàòèêàñû.
DIE KATEGORIE DES KASUS. DIE DEKLINATION DER SUBSTANTIVE
Plan der Vorlesung
1.Einleitung.Das Kasussystem im Deutschen.
2.Die Differenzierung Pluralbildenden Morpheme von den Kasus -und Stammbildenden.
3.Die Deklinations paradigmendes Substantivs als ein reines Kasussystem.
4.Die Haupttypen der Deklination der Substantive im Deutschen.
5.Die Nebentypen der Deklination der Substantive im Deutschen.
6.Die Bedeutungen der Kasusen.
Eine wichtige Neuerung des deutschen des Sprachbaus ist die Differenzierung der
pluralbildenden Morpheme von den Kasus und stammbildenden Morphemen. Von dieser
Tatsache ausgehend betrachten viele Germanisten schon seit langem,nach dem Vorbild von
L.Singer und G.Stepanowa, die Deklinationsparadigmen des Substantivs als ein reines
Kasussystem,das unabhangig von den verschiedenen Arten der Pluralbildung bestimmt werden
kann.
Nach diesen System gibt es beim deutschen Substantiv drei Haupttypen (stark,schwach, wie
bei Moskalskaja weiblich) und zwei Nebentypen.
Haupttypen
Kasus
starke Deklenation
schwache eklenation
Femininadeklenation
Nom.
-(e)
Gen.
- (e) s
-en
Dat.
- (e)
-en
Akk.
-en
-
Kasus
Nom.
Gen.
Dat.
Akk.
Der Mischtypus
(-e)
- ens
- en
-en
Nebentypen
Die Eigennamendeklination
(-s),(ens)
-(en)
(-en)
29
Im Plural gibt es nur ein einziges Paradigma, das im Nom., Gen., Akk. keine Endung
aufweist und im Deutschen die Endung -(e)n. Die Dativendung fehlt ganzlich nur beim
Pluralmorphem -s: den Kerls, den Models. Bei vielen Substantiven die Kasdusendung -(e)n fallt
mit dem Pluralmorphem -(e)n zusammen die Genossen-den Genossen, die Augen-den Augen.
Daraus ausgehend, die starke Deklination und Femininadek-lination zerfallen in zwei Typen:
starke Deklenation
Feminina
Haupttupus
Nebentypus
Haupttypus
Nebentypus
S Nom
Tag
Staat
Kraft
Frau
.
i Gen.
Tag-(es)
Staat(e)s
Kraft
Frau
n Dat.
Tag-(e)
Staat(e)
Kraft
Frau
g Akk.
Tag
Staat
Kraft
Frau
P
Nom
Tage
Staaten
Krafte
Frauen
.
l Gen.
Tage
Staaten
Krafte
Frauen
u Dat.
Tage-n
Staaten
Krafte-n
Frauen
r Akk.
Tage
Staaten
Krafte
Frauen
Man muB hier etwas uber die Fremdworter denken. Eine kleine Gruppe der Worter z.B.
Maskulina auf -us und-ismus, die teilweise das Hilfsmorpherm-us im Plural mit dem Suffix-en
zu vertauschen. z.B. Antonismus-Antogonismen, Rhythmus-Rhythmen oder Omnibus Omnibusse, Rebus-Rebusse.
Im Gen. bekommen die meisten von ihnen keine Endung des Rhythmus, des Sozialismus,
aber des Omnibusses. Darum gebrauchen einige von den Sprachforschern den Terminus die
veranderliche Deklination und unveranderliche Deklination. (So heiBt es bei Sutterlin). Da
wird die Veranderung des Substantivs berucksichtigt.
DEKLINATIONSSYSTEM DES SUBSTANTIVS
im Singular
Haupttypen
Nebentypen
I.
II.
III.
Mischtypus
Nebentypus der
Kasus Haupttypus Haupttypus Haupttypus
(Eigennamen
unveranderlichen
starke
schwache
uneingeschlossen)
Deklination
Deklination Deklination veranderliche
Deklination.
Nom.
-(-e)
-(e)
-us Rhythmus
Gen.
-(e)s
-en
(-ens)
-us Rhythmus
Dat.
-(e)
-en
(-en)
-us Rhythmus
Akk.
-en
(-en)
-us Rhythmus
Im Plural
Kasus
veranderliche Deklination
unveranderliche Deklination
Nom.
-e, -er,-(e)n, -s Studenten
Gen.
-e, -er,-(e)n, -s Models usw.
Dat.
-en, -ern,-n
-(e)n, -s
Akk.
-e, -er,-(e)n, -s
Fragen zur Kontrolle:
1.Wieviel Kasusen gibt es im Deutschen?
30
2.Wie werden Kasus-und Stammbildende Morpheme von den Pluralbildenden Morphemen
differenzirt?
3.Welche Deklinatioonsarten gehoren zu den Haupttypen?
4.Welche Deklinationsarten gehoren zu den Nebentypen?
5.Wie werden Fremdworter dekliniert?
Literatur:
1.Moskalskaja O.Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
2.Arssenjewa M.S.u.a.Grammatik der deutschen Gegenwart ssprache.
3.Schendels G.Deutsche Grammatik.
4.Càèäîâ Ñ., Çèêèðèëëàåâ Ã. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñè
5.¹óðáàíáàåâ À., Àâåçîâ Ì. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñû. Ìîðôîëîãèÿ
DAS ADVERB
Plan der Vorlesung;
1. Allgemeines;
2. Semantische Klassifikation der Adverbien;
3. Morphologische Form der Adverbien;
4. Die Steigerungsformen der Adverbien;
5. Die Funktion der Adverbien im Satz.
Das Wort, das Adverb bedeutet lateinisch ad+verbum=zum Verb tretend. Es ist eine
unflektierbare Wortart. es charakterisiert den verbalen Vorgang. Seltener tritt es zum Adjektiv,
Substantiv oder einem anderen Adverb hinzu: zu heiB, sehr schnell, die teilweise Erneuerung u.a.
Nach der Semantik unterscheidet man folgende Gruppen.
1. Lokaladverbien: dort,her,oben,vorwarts,zuruck,unten...
2. Temporaladverbien: heute, morgen, jetzt,oft,bald,erst...
3. Adverbien der Art und Weise (Modalverbien,Adv.der Qualitat) gern, so, anders, derart,
eilends, dergestelt, beispielweise.
4. Kausaladverbien: daher, deswegen,warum,darum...
5. Finaladverbien: wozu, dazu,dafur,hierfur u.a.
6. Adverbien der Intensitat (des Grades): sehr, auBerst, gar, besonders, hochst,ganz,genug,
etwas,ziemlich, fast,kaum,beinahe.
7. Adverbien der Quantativ: mehr, minder, zweimal, zweifach,genug u.a.
8. Frageadverbien: wo, warum, wann,wie,wodurch, wozu u.a. Sie drucken eine Frage nach
dem Ort, der Zeit, dem Grund, dem Mittel und anderen Bezeichnungen aus. Sie werden
als Frageworter oder als einleitende Worter in einem Gliedsatz gebraucht: Wo wohnen Sie? Er
fragte, wo ich wohne. Ich sagte ihm, wohin ich gehe.
Die morphologische Form der Adverbien ist sehr mannigfaltig und hangt mit ihrem
Ursprung zusammen. Die altesten Adverbien sind stammworter: hier, da, so, oben, unten,
jetzt, dort, dann, nun, schon, fast, gut, kurz u.a.
Der Ursprung dieser Adverbien ist vom Standpunkt der modernen Sprache nicht zu
erklaren. Die meisten Adverbien sind aus anderen Wortarten entstanden:
1. Durch Adverbialisierung:
a) von Substantiven in verschiedenen Kasusformen:morgens, abends, mittags...
b) vom Verbalformen: flieBend, wiederhalt, auffallend...
2. Durch Ableitung (von Substantiven, Adjektiven,Adverbien usw.) Mittels Suffixe-s, ens,-lings,-lich,-warts,-weise u.a. flugs, offers, hochstens, blindlings, taglich, vorwarts, teilweise
u.a.
3. Durch Zusammensetzung:
a) Adverb+Adverb: sofort, hierher.
31
b) Prap.+Adverb: zuletzt,hierher.
c) Prap.+Subs.: bezeichnen,f
d) Subs.+Adverb: fluBabwarts.
e) Subs.+Adverb: bergab.
f) Pron.+Subs.: jederzeit.
g) Prap.+Pron.: unterdessen.
h) Adj.+Subs.: kurzerhand.
i) Prap.+Art.: trotzdem. u.a.
Manche Adverbien treten zuweilen als Wortpaare mit kopulativer Verbindung auf: kreuz
und quer, hin und her, nach und nach, weit und breit, dann und wann u.a.
Viele stehende Wendungen sind auch in Adverbien verwandelt: zu Hause, nach Hause,
zu FuB, auf der Stelle, im Handamdrehen, auf einmal, vor kurzem, seit langem, von neuem u.a.
Nach ihrer Bedeutung werden die Adverbien in 3 Arten eingeteilt: qualitative, quantative
und Umstandsadverbien
I. Die qualitative Adverbien kennzeichnen den Charakter bzw. die Art und Weise einer
Handlung, eines Zustandes: gut, langsam,schnell,falsch u.a. leicht, schwer...
II. Die quantativen Adverbien kennzeichnen einen Vorgang oder eine Eigenschaft, und
zwar deren Grad bzw. MaB: sehr, viel,ziemlich, ganz, vollig, vollends, kaum, beinahe, fast.
z.B. Er war etwas verwirrt und sehr uberrascht.
III. Die Umstandsadverbien kennzeichnen eine Handlung, einen Zustand in bezug auf Ort,
Zeit, Grund, Zweck usw.
Einige Adverbien hat ihre Steigerungsformen: spat-spateram spatesten, schnell-schneller-am
schnellsten. Manche Adverbien bilden ihre Steigrungsformen auf suppletive Weise: bald-eheram ehesten, gern-lieber-am liebsten, viel-mehr-am meisten, wenig-minder(weniger)-am
mindestens, am wenigstens.
Manchmal gebraucht man statt der Steigerungsstufen Umschreibungen (Schendels): Er
stand weiter links.
Eine besondere Gruppe der Adverbien stellen erstarte Supperlativformen dar:
(Schendels): mindestens, wenigstens, meistens, gefalligstens, spatestens, stregstens u.a.
Das Adverb erfullt im Satz folgende Funktionen:
1. Als Adverbiale der Zeit, des Ortes, des Grunde...Schnell stand er auf.
2. Als nachgestelltes Attribut zu einem Substantiv:
Die Zeitung von heute, das Haus links...
3. Als Adverbiale zu einem Adjektiv oder Adverb sehr oft, sehr schnell.
4. Als vorangestelltes Attribut: der stuckweise Verkauf, das schrittweise Vorgehen.
5. Als Pradikatsnamen. Die Zahl solcher solcher Adverb ist gering: Die Tur ist auf(zu). Er
ist schon fort. Die Zeit ist um (vorbei).
Viele ursprungliche Adverbien sind zu Prapositionen geworden: an, auf, aus, bei, um,
vor, zu, in, (ein), mit, ab...(bei W.Jung) Ihr adverbialer Charakter ist erhalten in formelhaften
Dopplungen: durch und durch, nach und nach, uber und uber... in unfest zusanmmengesetzten
Verben: Er sprang auf. Der Knopf riB ab. Er stieg in Leipzig zu. Wir bauen mit an einer neuen
Zeit.
Fragen zur Kontrolle.
1.Was bezeichnet das Adverb?
2. Wie klassifiziert man die Adverbien nach der Semantik?
3.Wie werden die Adverbien gebildet?
4.Wie werden die Adverbien ihre Steigerungsformen bilden?
5.Welche Funktionen erfullen Adverbien im Satz?
32
Literatur.
1.Moskalskaja O.Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
2.Arssenjewa M.u.a. Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
3.Schendels E. Deutsche Grammatik.
4.Càèäîâ Ñ., Çèêèðèëëàåâ Ã. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñè
5.¹óðáàíáàåâ À., Àâåçîâ Ì. Íåìèñ òèëè ãðàììàòèêàñû. Ìîðôîëîãèÿ
DAS ADJEKTIV,DAS EIGENSCHAFTSWORT
Plan der Vorlesung.
1.Allgemeines;
2.Die Deklination der Adjektive;
3.Die Steigerungsstuffe der Adjektive;
4.Die Syntaktische Funktion der Adjektive;
5.Uber die Zahlworter.
Das Adjektiv bezeichnet eine Eigenschaft, ein Merkmal des Gegenstandes, dinges. Das
Adjektiv wird in zwei Formen im Satz gebraucht:A) in der deklinierbaren;b) in der
undeklinierbaren, oder in Kurzform.
Die deklinierbare Form des Adjektivs wird in der Regel als Attribut gebraucht und
kongruiert mit dem Bezugswort in Geschlecht, Zahl und Kasus. Die Kurzform wird vor allem
als pradikativ gebraucht.
Das frische Essen, die frische Zeitung ein schwarzer Tisch, des schwarzen Tisches.
Die Zeitung ist frisch. Man unterscheidet zwei Deklinationsarten der Adjektive: a) die starke
oder die pronominale Deklination;b) die schwache oder die nominale Deklination.
Die starke Deklination der Adjektive Wenn vor dem Substantiv das Adjektiv allein steht,
wird das Adjektiv stark dekliniert.
Modell der starken Deklination
Kasus
Singular
Plural fur alle drei
Maskulinum
Femeninum
Neutrum
Geschlechter
Nom.
-er Sub.
-e Sub.
-es Sub.
-e Sub.
Gen.
-en Sub-s
-er Sub.
-en Sub-s
-er Sub-s
Dat.
-em Sub.
-er Sub.
-em Sub.
-en Sub-n.
Akk.
-en Sub.
-e Sub.
-es Sub.
-e Sub.
Nach ihrer Semantik
qualitative Adjektive
relative Adjektive nennen eine
bezeichnet:
a)Farben
Eigenschaftdes Gegenstandes des Gegenstandes:
durch seine Beziehung zu einem
rot, gelb usw.
anderen Gegenstand, einem Merkb) Gewicht: schwer,
mal, einem Vorgang.
leicht.
a) den Stoff,aus dem Gegenstand
c) GroBe:groB, klein,
besteht: golden, seiden.
eng.
b) raumliche und zeitliche
d) Alter: jung,alt.
Merkmale: bdortig, heutig.
e) Geschmack: suB,
c) Merkmale, die mit einem anbitter.
deren Begriff verbunden sind:
f) physische Eigenkindlich, sparsam, spanisch.
schaften: blind, stumm, gesund,krank.
33
g) innere Merkmale: bose, klug, grob.
Steigerungstufen (Vergleichsstufen)
Eine Grundstufe, zwei Steigerungsstufen: Positiv (lat.positivo-normal), komparativ (lat.comparove=vergleichen), superlativ(lat.-superlativum = das uber etwas Hinausgetragene) hochhoher- am hochsten das hochste das groBte gut-besser- am besten der beste Die schwache
Deklination der Adjektive Die Adjektive werden schwach dekliniert:
1. Nach dem bestimmten Artikel;
2. Nach den Pronimen: dieser, jener, jeder, solcher, derselbe, derjenige, welcher, mancher (im
Singular).
3. Nach dem possesivpronomen (im Plural);
4. Nach den Pronomen: keine, alle, beide,samtliche.
Modell der schwachen Deklination der Adjektive
Kasus
Singular
Plural fur alle drei
Maskulinum
Femeninum
Neutrum
Geschlechter
Nom.
der-e Sub.
die -e Sub.
das-e Sub.
die -en Sub.
Gen.
des -(e)n Sub-e,der-en Sub.
des-en Sub-s
der-en Sub.
en
Dat.
dem -en Sub-en.
der-en Sub.
dem-en Sub.
den-en Sub-n.
Akk.
den-en Sub-en
die-e Sub.
das-e Sub.
die-en` Sub.
Wenn die Adjektive die Endungen der starken und schwachen Deklinationen erhalten, da
heiBt sie gemischte Deklination.
Adjektive werden gemischt dekliniert:
a) nach dem unbestimmten Artikel.
b) nach dem Possesivpronomen im Singular.
c) nach dem Negativpronomen "kein".
Modell der gemischten Deklination der Adjektive
Singular
Femeninum
eine (keine) -e S
einer (keiner) -er S
Kasus
Maskulinum
Neutrum
Nom.
ein (mein) er S
ein (dein) es S
Gen. eines (meines) -en S-s, eines (deines) en S-s
en
Dat. einem (meinem) -en Seiner (keiner) -er S
einem (deinem -en S
en
Akk. einen (meinen) -en S-en
eine (keine) -e S
ein (dein) es S
Kasus
Plural fur alle drei Geschlechter
Nom.
meine (keine) -en S
Gen.
meiner (keiner) -er S
Dat.
meinen (keinen) -en S-en
Akk.
meine (keine) -en S
Das Zahlwort (Das Numerale)
Man unterscheidet: substantivische Zahlworter, Kardinalzahlen, Ordnungszahlworter.
z.B. Tausend, Hundert (subs.) wieviel? (Kardinalzlw.)
Der wievielte? (Ordnungszlw.) Es gibt auch die Bruchzahlen:
34
111 - eineinhalb.
4 einviertel; 2
6+4=10; 6 plus 4 ist 10; 6 und 4 macht 10.
10-4=6; 10 minus 4 ist 6; 10 und 4 macht 6.
5*2=10; 5 mal 2 ist 10; 5 multipliziert mit 2 ist 10.
10:5=2; 10 dividiert (geteilt) durch 5 ist 2.
3 = 9; 3 hoch 2 ist 9; (3 zum Quadrat ist 9).
N 4=2 Quadratwurzel (zweite Wurzel) aus 4 ist 2.
2,3 zwei Komma drei.
Fragen zur Kontrolle.
1.Was bezeichnet das Adjektiv?
2.Welche Arten der Deklination hat die Adjektive?
3.Wie werden die Adjektive ihre Steigerungsstufe bilden?
4.Welche Syntaktische Funktion erfullen die Adjektive im Satz ?
5.Was sind die Zahlworter?
Literatur.
1. Moskalskaja O.Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
2. Arssenjewa M.u.a.Grammatik der deutschen Gegenwart ssprache
3. Schendels E.Deutsche Grammatik.
4. Mirsaqatow F. Deutsche Grammatik.
DIE SYNTAX,KURZER UBERBLICK.
Plan der Vorlesung.
1. Der Gegenstand der Syntax.
2. Die Merkmale des Satzes im Deutschen.
3. Die grammatische Verhaltnisse.
4. Die grammatischen Bindemittel im Satz und in den Wortfugungen.
5. Die Prapositionen und Konjunktionen dienen zur Verbindung der Worter.
Die Syntax ist die Lehre vom Satz. Unter Syntax versteht man auch das syntaktische
System der Sprache oder den syntaktischen Sprachbau. Im Mittelpunkt der System steht ser
Satz. Der Stz ist eine intonatorisch und grammatisch geformte Spracheinheit, die als Hauptmittel
zur Gestaltung und der Mitteilung eines relativ abgeschlossenen Inhalts dient und das
Verhaltnis zwischen Aussage und Wirklichkeit vom Standpunkt des Sprechers wiedergibt.
Der Satz hat folgende Merkmale:
1. Die kommunikative Funktion.
2. Das pradikative Verhaltnis.
3. Die Modalitat.
4. Die relative inhaltliche Abgeschlissenheit.
5. Die intonatorische und grammatische Gestaltung.
I. Der Satz ist eine kommunikative Redeeinheit, mit hilfe des Satzes kann der Sprecher dem
Horer etwas mitteilen, auf seine Frage eine Antwort verlangen. oder selbst antworten. Er kann
seinwn Willen auBern. Das ist die kommunikative Funktion des Satzes.
II. Das pradikative Verhaltnis (die Pradikativitat) ist dem Satz eigen. Es zeigt, daB dem
Subjekt ein positives oder ein negatives Merkmal zugeordnet wird. es auBert sich in der
Verbindung des Subjekts mit dem Pradikat. W.G. Admoni schreibt:"Die pradikative
Beziehung hat eine entscheidende Bedeutung fur die Struktur des Satzes". Das pradikative
Verhaltnis ist entweder bejehend oder verneinend.
Zur Verneinung dienen verschiedene Mittel.
35
III. Die Modalitat ist aufs engste mit dem pradikativen Verhaltnis verbunden. Sie wird
durch Personalform des Verbs und zwar durch cen Modus zum Ausdruck gebracht. Die
Modalitat zeigt das Verhaltnis zwischen der Aussage und der wirklichkeit vom Standpunkt des
Sprachers.
IV. Der Satz hat einen abgeschlossenen Inhalt. Aber diese Abgeschlossenheit ist in den
meisten Fallen relativ. Manchmal wird der Inhalt aus dem Kontext oder aus der Situation
erschlossen.
V. Die intonatorische und grammatische Gestaltung einer Sprache von groBer Bedeutung.
Sie verleiht dem Satz sein Geprage. Die Intonation ist in manchen Fallen das einzige
Merkmal des Satzes. z.B. im Einwortsatz. Sie unterscheidet die Satze nach der Zielstellung.
Sie zeigt auch die
Unvollstandigkleit des Satzes.
z.B. Er ist gekommen. Er ist gekommen!
Unter der grammatischen Gestaltung des Satzes versteht man die Anordnung von Gliedern,
die morphologisch geformt und durch syntaktische Mittel miteinander verlunden sind. Zu den
standigen Gliedern gehoren das Subjekt und Pradikat. Das Subjekt ist das Substantiv oder
substantiviertes Wort im Nominativ. Das Pradikat enthalt die Personalform.
Arten der grammatischen Verhaltnisse im Satz
Im Satz stehen die Worter oder die Wortfugungen als Satzglieder in einem bestimmten
grammatischen Verhatnis zueinander: Die Arten dieses Verhaltnisses sind:
1. Das pradikative Verhatnis
2. Die unterordnung
3. Die Beiordnung
1. Das pradikative Verhaltnis besteht zwischen Pradikat und Subjekt und ist das
grundlegende satzbildende Verhaltnis.
Es kommt zum Ausdruck durch die Kongruenz des pradikats mit dem Subjekt in person
und Zahl, manchmal auch im Geschlecht.
Wenn es zweite Teils des Pradikats Substantiv ist.
Der Vater arbeitet im Werk. Der Vater arbeitete im Werk.
Er ist Student. Sie ist Studentin.
2. Die Unterordnung weist drei Arten der Verbindung auf.
a) Die Reaktion
b) Die Kongruenz
c) Den AnschluB
a) Reaktion heiBt solch eine Art von Unterordnung, bei der das grammatisch fuhrende Wort
(das Kernwort) eine bestimmte Form des abhangigen Wortes fordert (regiert) z.B. Der Knabe
hilft der Mutter. Dieses Verb fordert das nachstehenden Substantiv im Dativ. er gibt nur (D) das
Buch. u.a.
b) Unter Kongruenz (Ubereinstimmung) versteht man den Ausdruck der grammatischen
Kategorien des Kernwortes durch die Wortform des abhangigen Wortes.
Ein kleines Kind spielt im Garten.(Kind-Kernwort) kleine Kinder spielen.........
c) Beim AnschluB gibt es entweder kein auBeres Merkmal des grammatischen
Verhaltnisses oder nur Kontaktstellung und Intonation.
In dieser Schule gibt es mehr Jungen als Madchen.
Dort auf dem Jugendplatz wird ein Jugendturnier veranstaltet.
In dieser Schule oder dort sind dem Sinne nach von "gibt es" bzw. wird versnstaltet
abhangig und bilden die Pradikatsgruppen. "Dort" ist unflektierbar. Die Wahl der
36
Praposition in der Gruppe in dieser Schule hangt nicht vom Verb ab, sondern nur vom
Sachverhalt.
3. Durch Beiordnung entstehen Wortreihen, die aus Wortern in der selben syntaktischen
Funktion (d.h. aus gleichartigen Satzgliedern) bestehen. Die Teile einer Wortreihe sind
grammatisch voneinander unabhangig. In grammatischer Hinsicht ist die Wortreihe nicht
abgeschlossen, je nach dem Sachverhalt kann eine Wortreihe nicht abgeschlossen, je nach
dem Sachverhalt kann eine Wortreihe, insbesondere eine Aufzahlung, fortgesetzt werden.
Glaser und Tasser
}
Glaser,Tassen und Teller }
Im Geschaft sind:
Glaser,Tasser,Tee-und
} zu kaufen.
Koffeekannen,Teller und }
Terrinnen
}
Die grammatischen Bindemittel im Satz und in den Wortfugungen
In der deutschen Sprache dienen folgende Mittel zur Verlundung der Worter im (auch
die wortfugunger) zu einem Satz.
1. Wortfolge
2. Intonation
3. Flexion
4. Prapositionen und Konjunktionen
1. Die Wortfolge "organisiert" die Worter in Satze. Durch eine bestimmte Reihenfolge der
Worter (Satzglieder) kommt das grammatisch-inhaltliche Verhaltnis zwischen den Wortern
zum Ausdruck. AuBerdem ist die Wortfolge, genauer gesagt die feste Stellung des finiten
Verbs,maBgebend fur die Zielstellung des Satzes und unterscheidet selbstandige Satze (auch
Hauptsatze) von Nebensatzen.
2. Die intonation, d.h. Malodie (Tonhohe,Betonung und Pausen), gestaltet den Satz und
seine teile als Genzes, macht den Satz zu einer abgeschlossener kommunikativen Redeeinheit
der Satzglieder miteinander aus.
3. Das Verhaltnis der flektierbaren Worter im Satz kommt auch durch ihre Form
(Worteranderung) zum Ausdruck, d.h. durch innere und auBere Flexion.
Die Form der Person und Zahl druckt die Verbindung des Pradikats mit dem Subjekt ( in
der 1, 2, 3 Person Singular oder Plural) aus: ich fahre, du fahrst, er fahrt usw.
Die kasusformen des Substantivs zeigen seine syntaktische Funktion im Satz, das Verhaltnis
zwischen dem Substantiv und den anderen
Satzgliedern, z.B. die Genitivform ohne
Praposition und die Kontaktstellung zeigen meist, daB das Substantiv von einem anderen
Substantiv abhangt. Die Form des Akkusativs ist typisch fur das Objekt. Die Endungen des
Geschlechts, des Kasus und der Zahl verbinden das Adjektiv mit dem Bezugswort.
4. Das Verhaltnis der Unterordnung und der Beiordnung wird durch zwei Arten der
Hilfsworter ausgedruckt:a) durch Prapositionen;b) durch Konjunktionen.
Die Prapositionen drucken sowohl das Verhaltnis der Reaktion als auch das des
Anschlusses aus. Bei der Reaktion ist der Gebrauch der prapositionen traditionell, ihre
lexikalische Bedeutung ist wenig spurbar, sie dienen nur zur Verbindung der Worter
miteinander. Beim AnschluB ist ihre lexikalische Bedeutung viel klarer.
Warte auf mich (Rek).
Die Mutter sorgt sich um ihr Kind (Rek).
Der Garten fefindet sich hinter dem Haus.
Vor dem Haus wachst ein Baum.(AnschluB)
Nach zwei Tagen fuhren wir von Taschkent ab (AnschluB).
Der Vater interessiert sich fur das Studium seines Sohnes (Rek).
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Der Vater kaufte den Anzug fur den Sohn (AnschluB).
Die Konjunktionen dienen auch zur Verbindung die Worter auch der Wortfugungen zu
einem Satz: Die meisten Baume in unserem Garten waren Apfelbaume und Kirschbaume. Aber
es gab auch viele verschiedenartige Straucher und bunte Blumenbeete.
Man unterscheidet zwei Arten der Konjunktionen. Also die Konjunktionen drucken die
Beiordnung und Unterordnung. Zu den beiordnenden Konjunktionen gehoren:
1. Kopulative Konjunktionen: und, auch, sowie, sowohl... als auch, nicht nur... sondern auch,
weder...noch;
2. Adversative Konjunktionen:aber, allein, oder, sondern, entweder...oder, doch,
jedoch,dennoch,zwar u.a.
3. Partitive Konjunktionen: bald... bald, teils... teils, halb...halb u.a.
4. kausal-konsekutive Konjunktionen: denn, also, bald.
Er kommt vielleicht nicht, denn er weiB daruber nicht.
2. Unterordnende Konjunktionen.
1. Temporale Konjunktion: als, wenn, wahrend, nachdem, ehe, bevor,bis.
2. vergleichende: als,als ob,als wenn.
3. konsekutive: so daB, als daB,daB.
4. kausale: weil, da.
5. finale: damit, auf daB, daB.
6. konditionale: wenn,falls.
7. konzessive: obwohl, obgleich,obschon.
8. Konjunktion der Art und Weise: indem,ohne daB.
Fragen zur Kontrolle.
1.Was ist der Gegenstand der Syntax?
2.Welche Merkmale hat ein Satz im Deutschen?
3.Welche grammatische Verhaltnisse gibt es im Deutschen?
4.Welche grammatischen Mittel dienen zur Verbindung der Worter im Satz?
5.Welche Rolle spielen die Prapositionen im Satz?
6.Wozu dienen die Konjunktionen?
7.Was ist der AnschluB?
8.Was verstehen Sie unter Konqruenz?
Literatur:
1.Moskalskaja o.Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.
2.Guluga G. Nathonson M. Syntax der deutschen Gegenwarts sprache.
3.Arssenjewa M. u.a.Grammatik der deutschen Gegenwart sprache
4.Қурбанбаев А., Авезов М. Немис тили грамматикасы Морфология.
5.Қурбанбаев А. Немис 81м 3ара3алпа3 тиллерини4 салыстырмалы грамматикасы.
Синтаксис. Н1зерий курс. Н5кис qoow ж.
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