Halbzeit bei der UN-Dekade zur Erhaltung der Biodiversität (2011

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Halbzeit bei der UN-Dekade zur Erhaltung der Biodiversität (2011 – 2020)
Der Rückgang der Artenvielfalt schreitet in fast allen
Ländern der Erde unaufhaltsam voran. In den Jahren
2011 bis 2020 (UN-Decade on biodiversity) wollen die
Vereinten Nationen einen besonderen Akzent setzen und
der Weltöffentlichkeit nicht nur die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben bewusst machen, sondern
auch konkretes Handeln anstoßen. Mit dem Jahreswechsel 2015/16 ist nun die Halbzeit erreicht. Für Rheinland-Pfalz und damit auch für das waldreiche Biosphärenreservat wurden eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die diesem Ziel verpflichtet sind. Der Staatswald
des Landes wurde nach den internationalen Kriterien des
FSC zertifiziert. Im Pfälzerwald gilt dies für rund 57 % der
Fläche. Im Zuge der Einführung des BAT-Konzepts wurden außerhalb der Schutzgebiete und mitten im Wirtschaftswald Einzelbäume aber auch größere Refugien
mit naturschutzrelevanten Bäumen von der Bewirtschaftung ausgenommen. Die derzeit in Planung befindliche
Kernzonenerweiterung führt auf dann 3% der Fläche zu
Vorrangbereichen für die Biodiversität. Ein Highlight ist
das LIFE-Projekt zur Wiederansiedelung des Luchses im
Pfälzerwald, bei dem geplant ist, bis zum Frühjahr 2016
die ersten Tiere auszuwildern. Rheinland-Pfalz hat kürzlich
außerdem eine eigene Biodiversitätsstrategie für Land-,
Forst-, Wasserwirtschaft sowie Klimaschutz und ein novelliertes Naturschutzgesetz vorgelegt.
Schwarzstorch - in naturnah bewirtschaftetem Wald zurück (Landesforsten)
„Smart Village“ – Dorf der Zukunft?
Hitze und Trockenheit stressen Wälder
Was ein Smartphone ist weiß jeder. Was ein SmartHome ist dagegen schon deutlich weniger. Aber ein
Smart Village? Die gleichnamige Landes-Initiative will
helfen, Potenziale im ländlichen Raum zu erschließen
und Dörfer fit für die Zukunft zu machen. Gemeinsam
mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement am Umweltcampus Birkenfeld (IfaS) hat das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz jetzt das Projekt
„Smart Villages“ gestartet. Ziel ist es, in jedem der 24
Kreise des Landes Ortsgemeinden zu finden, die Modellorte für den Klimaschutz werden wollen. Dort geht
es nicht nur um die regenerative Stromgewinnung, son-
„Während die Luftreinhaltepolitik Erfolge zeige und die
Luftschadstoffe rückläufig seien, mache der Klimawandel
den Bäumen arg zu schaffen“, sagte Forstministerin Höfken bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2015.
Fast drei Viertel der Waldbäume (73%) in Rheinland-Pfalz
sind geschädigt, das sind drei Prozentpunkte mehr als im
letzten Jahr. Vor allem der Zustand von Fichten und Eichen hat sich verschlechtert. Verantwortlich dafür sei der
Klimawandel, der die Waldbäume auch anfälliger für
Schädlingsbefall mache, so die Ministerin. Der Bericht
widmet sich gesondert der Situation im Bienwald, wo im
Frühjahr eine Fläche von 3.000 Hektar von einem außerordentlichen Maikäferfraß betroffen war. Nach Modellrechnungen drohen der Forstwirtschaft durch den Klimawandel jährliche Einnahmeverluste in Höhe von 16 bis 21
Millionen Euro. Durch Beibehaltung des Konzepts der naturnahen Waldwirtschaft und verbesserte Anpassungsoptionen durch die Erhöhung der biologischen Vielfalt sollen
unsere Wälder für den Klimawandel fit gemacht werden.
dern auch um ein umfassendes Konzept für mehr
Energieeffizienz in der Strom- und Wärmeversorgung,
eine Verbesserung der regionalen Wertschöpfung und
die klimaschonende Mobilität. Durch neue Modelle der
Teilhabe sollen außerdem möglichst viele Menschen
von den neuen Geschäftsfeldern profitieren können.
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Energieatlas Rheinland-Pfalz ist zentrales Datenportal für Energiewende mit vielen Praxisbeispielen.
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Heizgeräte für Warmwasser und Warmwasserspeicher mit Energieeffizienzlabel ausgezeichnet.
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Förderung solarer Batteriespeicher wird über das
Jahresende hinaus verlängert.
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Umweltpsychologische Ansätze können Umwelthandeln ohne teure Anreizkampagnen forcieren.
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Marktübersicht: LEDs sind die effizienteste Alternative für energiesparende Beleuchtung im Haushalt.
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EEG-Umlage steigt für das Jahr 2016 von derzeit
6,170 Ct/kWh auf 6,354 Ct/kWh (+ 0,184 Ct/kWh)
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Neues Elektro- und Elektronikgerätegesetz in Kraft:
Handel muss alte Elektrogeräte zurücknehmen.
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Klimaschutzarbeit: Kostenloses Handbuch hilft
Kommunen bei umweltfreundlicher Beschaffung.
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Überarbeiteter Routenplaner beim E-TankstellenFinder macht die Reiseplanung noch einfacher.
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Die Erneuerbaren decken 2015 voraussichtlich rund
33 % des Bruttostromverbrauchs in Deutschland.
In seiner Eröffnungsrede bringt es der französische
Präsident Hollande drastisch auf den Punkt: „Nie zuvor
stand bei einem internationalen Treffen so viel auf dem
Spiel, denn es geht um die Zukunft des Planeten, die
Zukunft des Lebens". Der Gastgeber des Weltklimagipfels von Le Bourget bei Paris erklärt weiter, dass
nichts weniger als das Schicksal der Menschheit auf
dem Spiel stehe. Völlig übertrieben oder doch näher
an der messbaren Wahrheit als uns lieb ist? Je nach
Erfahrungshintergrund, Wissensstand und persönlichen Zielen kommt man hier sicher zu unterschiedlichen Urteilen. Fakt dagegen ist, dass 2015 wohl als
bisheriges Hitzerekordjahr in die Geschichte eingehen
wird und die letzten fünf Jahre die wärmsten seit Beginn der Messungen sind. Die Weltorganisation für
Meteorologie (WMO) teilte außerdem mit, dass die
globale Durchschnittstemperatur erstmals ein Grad
Klimaschutz mit dem „Öko-Weihnachtsbaum“
Rheinland-Pfalz zertifiziert bundesweit die ersten Öko®
Weihnachtsbäume nach den Standards des FSC .
Weit entferntes Afrika
Verfolgen! Sechs in der Pfalz geschlüpfte Störche, die im
Sommer 2015 mit solarbetriebenen „Rucksacksendern“
ausgestattet wurden, funken Lebenszeichen aus Afrika.
Wanted! Junge Leute für Wald-Klima-App
Wie hängen Natur und Klimawandel zusammen? Neustadter Unternehmen Udata will gemeinsam mit Jugendlichen eine Wald-Klima-App entwickeln.
Millionen für Ökostromvernetzung
Das von Pfälzer Akteuren mitgetragene Forschungsprojekt „Designetz“ erhält vom Bund Millionen-Förderung.
Tipps zum Umweltschutz im Alltag (UiA)
Die aktuellsten UiA-Tipps befassen sich mit Klimaschonend Essen, sachgemäßer Entsorgung von Elektroschrott und Umweltschutz beim Weihnachtsfest.
40 Hochbeete für Kindertagesstätten
Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung
führt der NABU Rheinland-Pfalz das Projekt „KinderGartenpaten“ im kommenden Jahr fort.
Schutz unseres wichtigsten Lebensmittels
Ministerrat beschließt Fünf-Jahres-Programm zum verbesserten Schutz der Gewässer in Rheinland-Pfalz.
höher als im vorindustriellen Zeitalter Ende des 19.
Jahrhunderts liegt. Als „historisch", „ein Durchbruch"
oder sogar als ein "Wunder" wurde jetzt der nach zähen Verhandlungen vereinbarte Klimaschutzvertrag von
Paris gefeiert, zu dem sich 196 Staaten erstmals verbindlich bekannt haben. Dieser sieht vor, die globale
Erwärmung auf maximal zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu beschränken und strebt sogar
eine Begrenzung auf 1,5 Grad an. Doch jetzt fängt die
Arbeit erst an. Die Weltenergieorganisation (IEA) prognostiziert zwar, dass spätestens 2030 die Erneuerbaren
die Kohle als größten Energielieferanten überholt haben werden, doch die klimarelevanten Emissionen aus
der Energieproduktion entwickeln sich nicht analog die Entwicklungsländer haben Nachholbedarf. Die IEA
mahnt deshalb zur „beschleunigte(n) Transformation
des weltweiten Energiesektors“.
Ihre Redaktion
Fünf-Punkte-Check für Vogelliebhaber
Die Deutsche Wildtier Stiftung hat eine Fünf-PunkteAufstellung zur richtigen Vogelfütterung entworfen.
2011 – 2020: UN-Dekade Biologische Vielfalt
Förderung des Einsatzes von Holz im Bauwesen
In Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
plant die TU München eine Plattform zum Thema Holzbau.
08.-10.01.16: Bundesweite Stunde der Wintervögel
Publikation zu den 17 Globalen Nachhaltigkeitszielen
Rat für Nachhaltige Entwicklung veröffentlicht Broschüre mit
Tipps zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele.
03.03.16: Tag des Artenschutzes
Der Erfinder des Naturschutzes wurde 200 Jahre
Philipp Leopold Martin: Vordenker für den Naturschutz und
das Verhindern von Umweltproblemen wäre 200 Jahre alt.
19./20.03.16: Messe „Zukunftsenergie Johanniskreuz“
Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft
Nationale Plattform „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
tagt erstmals, um konkrete Lösungsansätze zur Verankerung der BNE in allen Bildungsbereichen zu entwickeln.
22.03.16: Weltwassertag
2015: Internationales Jahr des Bodens geht zu Ende
02.02.16: Weltfeuchtgebietstag
19.03.16: Earth Hour Day
21.03.16: Internationaler Tag des Waldes
--------------------------------------------------------Winteröffnungszeiten der Infozentren im Pfälzerwald
Jahr des Bodens - Bodenatlas veröffentlicht
Erster Bodenatlas für Deutschland gibt Informationen über
Böden, widmet sich aber auch den Gefährdungen.
Radwanderkarten Rh.-Pfalz und Südpfalz erneuert
Radtouren über 5.000 km. Radwanderkarte Rheinland-Pfalz
und Radkarte Südpfalz überarbeitet und neu aufgelegt.
„Rote Liste“ wird immer länger
Der durch den Menschen verursachte Klimawandel ist
Hauptursache für das Artensterben. Weltnaturschutzunion
veröffentlicht neue „Rote Liste für Tier- und Pflanzenarten“.
Umfrage zum Naturerlebnis in Deutschland
Weiterentwicklung des Naturtourismus´. Öffentliche OnlineBefragung will Motive für Natururlaub herausfinden.
Waldmaterialien für Inklusionsarbeit
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft stellt
kostenlose Materialien für Inklusion bei Waldpädagogik vor.
Baum des Jahres 2016
Hoher ökologischer Wert und kulturgeschichtliche Bedeutung: Winterlinde wurde zum Baum des Jahres 2016 erklärt.
Lesetipps
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Biosphärenhaus, Fischbach/Dahn
Haus der Nachhaltigkeit, Trippstadt-Johanniskreuz
Pfalzmuseum für Naturkunde, Bad Dürkheim
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