Meldung als pdf - Pressestelle der Universität Augsburg

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 UniPressedienst Verantwortlich: Pressestelle der Universität Augsburg Klaus P. Prem, Michael Hallermayer 86135 Augsburg Telefon 0821/598-­‐2096 [email protected]­‐augsburg.de [email protected]­‐augsburg.de www.presse.uni-­‐augsburg.de 156/15 – 2. Juli 2015 „Alles, was ist, ist Beginnen“ Ein Kurt-­‐Weill-­‐Abend mit Wort, Tanz und Musik -­‐ „Der Silbersee“ im Mittelpunkt Augsburg/KF/MH – Der Fachbereich Gesang am Leopold-­‐Mozart-­‐Zentrum der Universität Augsburg präsentiert unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dominik Wortig einen Abend mit Werken von Kurt Weil. Unterschiedlichste Kompositionen sind unter dem Titel „Alles, was ist, ist Beginnen“ zusammengefasst: Ihnen gemeinsam ist die Sehnsucht nach einem Neuanfang, einer besseren Welt. Damit ist nicht so sehr die sozialkritische Dimension der Inhalte gemeint, sondern mehr noch die enge biographische Verknüpfung mit dem Leben Kurt Weill, der als musikalischer Tongeber von Utopien und gesellschaftlichen Sehnsüchten seiner Zeit und Grenzgänger zwischen Alter und Neuer Welt, zwischen klassischem Operngenre und modernen Musikgenres changiert. Im Zentrum steht das Bühnenwerk "Der Silbersee“ in einer konzertanten Fassung, zur Aufführung gelangen außerdem der Tango "Youkali" aus der Oper „Marie Galante“, sowie die „Four Walt-­‐
Whitman-­‐Songs“. Dazu werden Texte von Hermann Hesse, Else Lasker-­‐Schüler und Ingeborg Bachmann gelesen. Termine: Samstag, 04. Juli 2015 – 20.00 Uhr im Rittersaal von Schloss Höchstädt, Sonntag, 05. Juli 2015 – 20.00 Uhr im Kapitelsaal von Kloster Thierhaupten Montag, 06. Juli 2015 und Dienstag, 07. Juli 2015 – jeweils um 20.00 Uhr im Festsaal des Schaezlerpalais Augsburg. Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten. Über den Komponisten Kurt Weill (1900 -­‐ 1950) Mit einem großen Teil seiner musiktheatralischen Produktion – seien es die frühen Opern im expressionistischen Gestus, die kongenialen Vertonungen zu Stücken von Bertolt Brecht oder einige gehaltvollere Broadway-­‐Musicals – hat auch Kurt Weill die Geschichte der neuen Musik im 20. Jahrhundert geprägt. UPD 156/15, Seite 1 von 2
Es bleiben noch viele seiner Werke zu entdecken – und dazu gehört die Musik zu „Der Silbersee – ein Wintermärchen“, die Weill in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Georg Kaiser in der zweiten Jahreshälfte 1932 schrieb, nachdem es zwischen dem Komponisten und Brecht aus politischen wie auch ästhetischen Gründen zu einem Bruch gekommen war. Es kam als letztes Stück Weills noch in Deutschland (gleichzeitig an drei städtischen Theatern) zur Uraufführung, knapp drei Wochen nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933. Von der bereits gelenkten Presse verworfen und von Protesten begleitet wurde es sehr schnell verboten. Im März des Jahres verließ Weill dann seine Wohnung in Kleinmachow bei Berlin und ging über Paris ins Exil nach New York. „Der Silbersee“ steht als konzertante Aufführung mit Klavier im Zentrum der vier Abende des Fachbereiches Gesang am Leopold-­‐Mozart-­‐Zentrums Augsburg, der im Original sehr umfangreiche Sprechtext wird in Moderationen gefasst. Dazu kommt der Tango „Youkali“, den Weill 1934 für seine im französischen Exil entstandene Oper Marie Galante nach einem Roman von Jacques Deval komponierte. Die Oper wurde kein Erfolg und verschwand schnell aus dem Repertoire, „Youkali“ jedoch ist zu einem noch heute beliebten Chanson geworden. Weill emigrierte zunächst nach Paris, fand dann aber in den USA eine neue Heimat. Unter dem Eindruck des Kriegsgeschehens, dem japanischen Überfall auf Pearl Harbor und der deutschen und italienischen Kriegserklärung an die USA im Dezember 1941 komponierte Weill, um die Jahreswende 1941/42, drei Lieder auf Gedichte von Walt Whitman (1819–1892), die der Organisation „Fight for Freedom“ zugeignet wurden. Erst 1947 wurden die „Four Walt-­‐
Whitman-­‐Songs“, mittlerweile ergänzt durch das im selben Jahr nachkomponierte „Come up from the fields“, uraufgeführt. In der heutigen Aufführung erklingen die 3 ursprünglichen Lieder als Zyklus. Gedichte von Hermann Hesse, Else Lasker-­‐Schüler und Ingeborg Bachmann komplettieren einen Abend, der in Wechsel und Zusammenspiel von Wort, Tanz und Musik „Alles, was ist, ist Beginnen“ erlebbar machen möchte. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Kontakt: Konstanze Frölich Leopold Mozart Zentrum der Universität Augsburg Öffentlichkeitsarbeit Maximilianstraße 59 86150 Augsburg [email protected]­‐augsburg.de Prof. Dominik Wortig Fachbereich Gesang [email protected]­‐augsburg.de UPD 156/15, Seite 2 von 2
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