Energie sparen

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FACT SHEET
Nr. 3
Eigenschaften des textilen Bodenbelags
zum Thema: Energiesparen mit Teppichböden
Innenräume mit Teppichböden:
Dank der positiven Eigenschaften von textilen Bodenbelägen, die als WärmeBarriere dienen und die menschliche Fusswärme nicht entziehen, lässt sich mit
Teppichböden bis zu sechs Prozent Energie einsparen.
Teppichböden halten aufgrund ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit und der tiefen
menschlichen Nettowärmestrahlung die Wärme länger im Raum und dienen so
als Wärmeisolatoren. Zudem begünstigen Teppichfasern das Entstehen von
Luftkammern, welche wie kleine Wärmepolster wirken und den Raum wärmer
wirken lassen. Speziell in Verbindung mit einer Fussbodenheizung können so
bis zu 30 Heiztage pro Jahr eingespart werden.
Teppiche vermitteln den Eindruck von Wärme und Gemütlichkeit. Im Vergleich mit
anderen Bodenbelägen, welche „Strahlungskälte“ abgeben, halten Teppichböden
wegen ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit die Wärme länger in einem Raum.
Ausserdem ist die Nettowärmestrahlung, die Wärme also, die vom menschlichen
Körper auf den Teppichboden abstrahlt, deutlich kleiner als bei anderen
Bodenbelägen, da auf der Oberfläche des Teppichbodens nur geringe
Speichermassen zu Verfügung stehen. Teppiche dienen so recht eigentlich als
Wärmeisolatoren. Denn der dichte Flor des Teppichbodens und die
Rückenbeschichtung wirken isolierend und bilden auf diese Weise eine
Wärmebarriere. Durch diesen Effekt kann bis zu 10-12 Prozent mehr Wärmemenge
als bei Hartbodenbelägen im Raum zurückgehalten werden.
Entscheidend ist die Fusswärme
Neben den positiven isolierenden Eigenschaften eines Teppichbodens kommt als
weiterer Aspekt das menschliche Wärmeempfinden hinzu. Dieses wird beim
Menschen in hohem Masse über den Fuss wahrgenommen. Man spürt dies, wenn
man barfuss über einen Teppichboden geht und plötzlich auf einen anderen
Bodenbelag tritt. Auf glatten Böden aus Stein, Holz oder Keramik wird dem Fuss bei
jedem Schritt Wärme entzogen, bei Teppichböden bleibt der Fuss jedoch warm, ein
hohes Behaglichkeitsgefühl stellt sich ein. Dies ist der Fall, weil die Teppichfasern
das Entstehen von Luftkammern begünstigen, welche wie kleine Wärmepolster
wirken. Aus diesem Grund werden mit Teppichboden ausgestattete Räume auch bei
niederen
Temperaturen
noch
als
angenehm
temperiert
empfunden.
Nachgewiesenermassen fühlen sich Menschen in einem Raum, welcher mit
Teppichbelägen ausgelegt ist, genauso wohl, wie in einem Raum mit
Fact Sheet 03 – November 2008 – Energiesparen mit Teppichböden
Hartbodenbelag, auch wenn die Temperatur bei dem mit Teppichboden ausgelegten
Raum um zwei Grad Celsius tiefer ist. Denn die Empfindungstemperatur in einem
Raum wird nicht allein durch die Lufttemperatur bestimmt. Ein wesentlicher Faktor in
diesem Zusammenhang ist auch der Strahlungsaustausch zu den umgebenden
Bauteilen sowie die Fusswärme des Bodens. Zudem ist für den Körper eine
asymmetrische Wärmebelastung ungünstig. Bei langfristiger Einwirkung ungleicher
Wärme können rheumatische Probleme auftreten.
Teppiche auf Böden mit Fussbodenheizung
Optimal kann die Fusswärme eines Teppichbodens in Verbindung mit einer
Fussbodenheizung genutzt werden. Denn der textile Bodenbelag leitet die Wärme
der Bodenheizung schnell an die Raumluft weiter und verhindert bei abgeschalteter
oder gedrosselter Heizung ein rasches Abkühlen des Bodens. Mit Hilfe dieses
Effekts muss die Heizung im Herbst weniger stark aufgedreht werden, während sie
im Frühling rascher zurückgedreht oder ganz abgeschaltet werden kann. Somit
können bis zu 30 Heiztage pro Jahr eingespart werden. Der doppelt energiesparende
Effekt des Teppichbodens – Wärmebarriere plus Fusswärme – führt zu einer
Energieeinsparung von ca. 4-6 Prozent, was sich bei den heutigen hohen Heizkosten
deutlich bemerkbar macht.
Teppichböden, die auf beheizten Böden verlegt werden können, sind mit dem
Symbol „Fussbodenheizung“ gekennzeichnet. Zu dieser Thematik hat das Deutsche
Teppich-Forschungsinstitut Aachen ein spezielles Merkblatt herausgegeben. Speziell
empfiehlt das Institut, textile Fussbodenbeläge ganzflächig mit einem dazu
geeigneten Klebstoff aufzutragen.
Bei der Thematik der Wärmedurchlasswiderstände kommt die EMPA zum Schluss,
dass Teppiche mit bis zu 0.17 m2 k/W in den meisten Fällen problemlos für
Bodenheizungen geeignet sind. Bei Teppichen mit höheren Widerstandswerten muss
mit dem Heizungsinstallateur Rücksprache genommen werden, da in diesem Fall
entweder die ausreichende Beheizung der Räume nicht mehr sichergestellt werden
kann oder das Heizsystem nur noch sehr träge auf Aussentemperaturschwankungen
reagiert. Obschon bei Teppichböden mit Bodenheizung die Vorlauftemperatur höher
ist, ist mit keinem wesentlichen zusätzlichen Energieverbrauch zu rechnen.
In Bezug auf die Oberflächentemperaturen der Fussböden gilt eine maximale
Temperatur von 26 Grad Celsius. Aus medizinischer Sicht sollten zur Vermeidung
venöser Stauungen an Füssen und Beinen jedoch 24 Grad Celsius möglichst nicht
überschritten werden.
Um den grösstmöglichen Effekt der Wärmewirkung von Teppichen zu erreichen,
sollten möglichst qualitativ hochwertige Teppiche angeschafft werden. Denn je
hochwertiger der Teppichboden, desto grösser ist die wärmeisolierende Wirkung.
Fact Sheet 03 – November 2008 – Energiesparen mit Teppichböden
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Quellen:
„Wohnmedizinischer Ratgeber: Teppichboden und Gesundheit im Wohn- und
Objektbereich“, Deutsche Gesellschaft für Wohnungsmedizin E.V. i. Z. m.
Deutschem Teppich-Forschungsinstitut E.V., Baden-Baden/Aachen
„Prüfung und Beurteilung der Qualitätseigenschaften von textilen Bodenbelägen“, E.
Martin, U. Schrade, EMPA, St.Gallen, 1989
Weiterführende Links:
www.gut-ev.de
Auf einen Blick: Hinweise zu den energiesparenden Eigenschaften von textilen
Bodenbelägen
- Aufgrund ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit halten Teppiche Wärme länger im
Raum.
- Wegen der tiefen Speichermasse von textilen Bodenbelägen ist die Nettowärmestrahlung, die vom menschlichen Körper ausgeht, tief. Teppiche wirken als
Wärmebarrieren.
- Die Fusswärme, ein entscheidender Faktor für das menschliche Wärmeempfinden,
wird bei textilen Bodenbelägen im Gegensatz zu Hartbodenbelägen nicht entzogen,
die Raumtemperatur fühlt sich wärmer an.
- Der Effekt der Fusswärme kommt besonders in Kombination mit einer FussbodenHeizung zum Tragen, da Teppiche die Wärme schnell an die Raumluft weiterleiten
und bei abgeschalteter Heizung ein rasches Abkühlen des Bodens verhindern.
- Je hochwertiger der Teppich, desto grösser die wärmeisolierende Wirkung.
Fact Sheet 03 – November 2008 – Energiesparen mit Teppichböden
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