Eiszeit im Archäologischen Museum Hamburg Das Archäologische

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Eiszeit im Archäologischen Museum Hamburg
Das Archäologische Museum Hamburg zeigt die neue Sonderausstellung:
Eiszeit in Hamburg
Vom 30. September 2011 bis 26. Februar 2012
Die neue Sonderausstellung des Archäologischen Museums Hamburg „Eiszeit in Hamburg“ ist
eine Zeitreise in das Europa unserer steinzeitlichen Vorfahren. Die Ausstellung präsentiert
Lebewesen, die heute fast märchenhaft erscheinen – Tiere von riesigem Wuchs und
ungewöhnlichem Aussehen, die längst ausgestorben sind. Zu den beeindruckendsten
Ausstellungsobjekten gehören ein fast vier Meter hohes Mammut mit seinem Jungtier,
Riesenhirsch, Auerochse, Wisent oder Rentiere. Die Ausstellung wird vom 30. September 2011
bis 26. Februar 2012 zu sehen sein. Sie zeigt typische, damals in Norddeutschland heimische
Tierarten in lebensechten Nachbildungen sowie herausragende archäologische Fundstücke aus
der eigenen Sammlung des Museums.
Die letzte Eiszeit ging in Norddeutschland vor 14.000 Jahren zu Ende. Sie war eine der spannendsten
Zeitabschnitte der Erdgeschichte und die Entwicklung des Menschen ist eng mit diesem Erdzeitalter
verknüpft. Die Landschaft Norddeutschlands wurde erst während der letzten beiden Eiszeiten geformt.
Bis zu 3.000 Meter hohe Gletscher veränderten die Erdoberfläche. Den Klima- und
Vegetationsverhältnissen angepasst, lebten hier vor allem großwüchsige Herdentiere.
Tiere der Eiszeit
Mehr als 20 dieser Tiere sind nun auf einer eiszeitlich gestalteten Ausstellungsfläche von 330 qm im
Archäologischen Museum Hamburg zu sehen. Die Inszenierungen, die präparierte Tiere wie Mammut,
Wollnashorn, Riesenhirsch, Höhlenbär, Auerochse, Wildpferd und viele andere Arten anschaulich in
ihrer natürlichen Umgebung zeigen, hinterlassen beim Betrachter unvergessliche Eindrücke. Die
enorme Größe der Tiere, die kleinere Ausbildung von Ohren und Extremitäten sowie das lange und
dichte Fell zeigt deren Anpassungsfähigkeit an die damaligen Klimaverhältnisse. Der Klimawechsel
hat die Tierwelt schließlich jedoch vor große Probleme gestellt. Eine Vielzahl von Gründen führte
zum Aussterben zahlreicher Tierarten zum Ende der letzten Eiszeit.
Faszinierende Spuren aus der Eiszeit
Archäologische Fundstücke zeigen eindrucksvoll die Lebensweise der damaligen Menschen und die
eiszeitliche Tierwelt. Mammuts, Moschusochsen und Schneehasen lebten zu dieser Zeit auch in
Hamburg und waren ständige Wegbegleiter der frühen Menschen. Jagdwaffen und
Gebrauchsgegenstände geben Einblicke in das harte Leben unserer Vorfahren und bezeugen
gleichzeitig ihre handwerklichen Fähigkeiten. In Bildern werden Lebenswelten der Jäger und Sammler
rekonstruiert sowie deren handwerkliches Können vorgestellt.
Kunst der Eiszeit
Erste Belege für die künstlerische Gestaltungsfähigkeit des Menschen sind mindestens 30.000 Jahre
alt. Geschnitzte Knochen, modellierter Ton oder bemalte Höhlenwände geben Zeugnis der frühen
Kultur. Die Ausstellung präsentiert außerdem Nachbildungen eiszeitlicher Kunstgegenstände aus ganz
Europa, unter anderem eine Kopie der berühmten Venus von Willendorf, aber auch das Original einer
Felszeichnung eines Pferdekopfes aus der berühmten Höhle von Altamira in Spanien.
Die Ausstellung zeigt aber auch, dass vor unserer eigenen Haustür spannende und faszinierende
Spuren vergangener Epochen zu finden sind. Das Museum gibt einen Blick frei auf die Reichtümer
seiner eigenen Sammlung: Eiszeitliche Objekte sind der Schwerpunkt der Sammlung, von denen
allerdings viele nicht dauerhaft gezeigt werden können und somit im Archäologischen Zentralmagazin
eingelagert sind. Das Archäologische Museum Hamburg sammelt seit über 100 Jahren die vor- und
frühgeschichtlichen Hinterlassenschaften der Menschen aus der ganzen Metropolregion Hamburg. Aus
Norddeutschland sind zahlreiche archäologische Funde eiszeitlicher Jäger bekannt. Ihre überregionale
wissenschaftliche Bedeutung spiegelt sich in der Benennung wichtiger archäologischer Kulturen nach
norddeutschen Fundplätzen wider. Das Museum hat zum Beispiel zahlreiche Funde der sogenannten
Hamburger Kultur (13.500 v.Chr.), der Kultur-Gruppen von Hamburg-Rissen (12.000 v.Chr.) sowie
der Ahrensburger Kultur (11.000 v.Chr.) in seinen Beständen. Ausgewählte Stücke der
namengebenden Funde kommen nun im Rahmen der Ausstellung an das Tageslicht.
Ergänzend zur Ausstellung empfiehlt sich ein Rundgang durch das neugestaltete Archäologische
Museum Hamburg, das gleich gegenüber liegt. Hier treten die Besucher durch eine Gletscherspalte aus
25.000 Eiswürfelformen in die Vergangenheit ein und können die Kulturgeschichte unserer Region
von der eiszeitlichen Gletscherlandschaft bis zur Gegenwart verfolgen.
Begleitprogramm zur Sonderausstellung
Im Museum erwartet die Besucher zudem ein umfangreiches Begleitprogramm für die ganze Familie.
Führungen, Kinderprogramme und -geburtstage bieten Wissen zum Anfassen und Mitmachen. Das
Archäologische Museum Hamburg hält Angebote für alle Alters- und Interessengruppen bereit.
Informationen:
Ort:
Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum
Harburg /Helms-Museum:
Ausstellung: Stadtmuseum Harburg / Helms-Museum,
Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
Museum: Archäologisches Museum Hamburg ,
Harburger Rathausplatz 5
Laufzeit:
30. September 2011 bis 26. Februar 2012
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr
Eintritt:
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien
Eintritt, Erwachsene 6,- Euro, ermäßigte Karte 4,Euro
Rückfragen an:
Stiftung Historische Museen Hamburg
Archäologisches Museum Hamburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Beate Trede
Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
Tel. 040 42871-2697
E-Mail: [email protected]
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