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U.S.S. Shadow Chronik #24
 Quartier, am Morgen 
Jarod saß vor seinem Schreibtisch.
Auf ihm lagen unzählige Padds mit Berichten über bestimmte Einsätze von ihm. Auch seine persönlichen
Aufzeichnungen waren darunter. Er suchte nach irgendeinem Hinweis, einem Übereinstimmung oder wenigstens
einem Ansatz. Seine Aufmerksamkeit war auf einen Auftrag im romulanischen Empire gerichtet. Dieser kam
damals von ganz oben in der Hierarchie des Militärs.
Nur ein paar ausgewählte Admirals und Commodores wussten davon. Methos und zwei weitere Agenten sollten
einen Anführer einer neuen aufstrebenden Partei ausschalten. Dessen Macht vergrößerte sich immer mehr und
seiner Ansicht nach sollte die Föderation ausgelöscht werde.
Der Einsatz schlug fehl. Der Anführer Selsa wurde zwar so verstümmelt das er nie wieder in der politischen
Szene auftauchte, aber es kostete Jarods Mitstreitern das Leben. Deswegen sind später viele Köpfe im Militär
gerollt. Es gab auch ein paar Gerüchte, aber nichts handfestes.
‚Jedenfalls nicht auf unserer Seite!‘, dachte er und verließ zügig das Quartier. Er wollte zur einzigen Person an
Bord die ihm helfen konnte [TO: zum Counselor?]..... Llaiir.
 Brücke, 8:30 
Sydney saß total in Gedanken vertieft hinter der taktischen Konsole und zerbrach sich den Kopf über den
Zwischenfall vor ein paar Minuten im Maschinenraum. Nachdem sie einen kurzen Blick auf den Asteroiden
geworfen hatte, der sich auf dem Hauptbildschirm zeigte, öffnete sie eine Comm-Verbindung in den
Maschinenraum: „S'Adean an Metsen! Könnten Sie mir bis heute Nachmittag einen Bericht über den
Vorfall im Maschinenraum vorlegen?! S'Adean Ende!“
Syd unterbrach schnell die Verbindung bevor der CING etwas erwidern konnte. [TO: Tolle Kommunikation
herrscht hier an Bord... Richtig Reibungslos]
Gerade wollte die Sicherheitsoffizierin an dem Bericht für Methos weiterarbeiten als sie den Befehl vom Captain
erhielt einen neuen Offizier mit einem Sicherheitsteam im Transporterraum zu begrüßen. Nach einem
bestätigendem „Aye Aye, Captain“ bestellte Syd zwei bewaffnete Offiziere von der Sicherheit zum
Transporteraum und machte sich dann selber auf den Weg. Transporterraum, kurz darauf 
Zusammen mit den zwei Sicherheitsleuten betrat Syd den Transporterraum.
Vorsichtshalber nahm sie einen auf starke Betäubung gestellten Phaser [TO: Das richtige für eine freundliche
Begrüßung!] in die Hand und richtete ihn auf die Transporterplattform. Die zwei anderen Offiziere folgten ihrem
Beispiel.
„Beamen Sie ihn hoch, Chief.“, befahl Syd dem Transporter-Chief und betrachtete neugierig die Person, die
langsam Gestalt annahm. Es handelte sich um einen schwarzhaarigen Mann, den Syd auf Mitte zwanzig
schätzte. Sie ließ den Phaser wieder sinken als sie sichergestellt hatte, dass von dem fremden Offizier keine
Gefahr ausging. Mit einem Wink gab sie den Sicherheitsleuten zu verstehen, dass sie von hier verschwinden
konnten.
Danach wandte sich die Xenexianerin mit einem entschuldigendem Lächeln auf dem Gesicht an den neuen
Offizier, der nicht so ganz zu wissen schien was er von diesem Auftritt halten sollte: „Willkommen an Bord der
Shadow, Ensign. Entschuldigen Sie die etwas unfreundliche Begrüßung, aber wir durften kein Risiko eingehen.
Ich bin Ensign Sydney S'Adean, die stellvertretende Sicherheitsoffizierin der Shadow.“
Syds violette Augen suchten Anzeichen von Verärgerung auf dem Gesicht des Mannes, während sie auf dessen
Antwort wartete.
 Asteroid, zeitgleich 
Das Warten auf so einem eintönigen Felsklotz konnte ganz schön langweilig werden. So verlassen hatte Maine
sich schon lange nicht mehr gefühlt. Er hatte auch nichts bei sich, um sich die Zeit zu vertreiben. Nach einer ihm
endlos erscheinenden Zeit merkte er plötzlich wie die Umgebung sich aufzulösen schien.
Allerdings war es nicht die Umgebung sondern er selbst, weil in diesem Moment ein Beamvorgang einsetzte.
Eine knappe Sekunde später befand er sich auf einer Transporterplattform und wurde von drei Personen mit
Phasern bedroht.
 Transporterraum 
‘Was für eine nette Begrüßung‘, dachte er sich. Ein Ensign stellte sich als Sydney S’Adean vor, stellvertretender
Sicherheitschef. Sie entschuldigte sich für die Sicherheitsmaßnahmen, allerdings war es für Maine auch klar, das
es keine normalen Umstände waren.
„Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, es hätte ja jeder auf diesem Steinhaufen sein können. Darf ich mich
vorstellen: Ensign James Maine. Ich habe zwei wichtige Nachrichten für den Captain, würden Sie mich bitte zur
Brücke bringen ?“
Erleichtert atmete Sydney auf als der Ensign keine weiteren Probleme wegen der Begrüßung machte. Noch so
ein neuer Offizier wie dieses Nervenbündel von Chefarzt hätte noch an Bord der Shadow gefehlt. [TO: Ja, das
finde ich auch – mir fehlen noch ein paar Freaks!]
„Wie Sie wünschen, Ensign! Captain Storm erwartet Sie auf der Brücke.“
Mit diesen Worten machte sich Syd auf den Weg zur Brücke. Maine lief neben ihr her und in ein paar Meter
Abstand folgten die zwei Sicherheitsoffiziere.
 Brücke 
Mit einer Handbewegung zeigte Syd auf den Captain und wandte sich selber dann wieder ihrer Konsole zu. Die
Sicherheitsleute blieben rechts und links von der Tür stehen.
Nachdem die Sicherheitsoffizierin ihn zur Brücke begleitet hatte ging Maine direkt auf den Captain zu.
„Ensign James Maine meldet sich zum Dienst, Sir. Ich weiß das es sich hier nicht um den offiziellen
Dienstweg handelt aber kann ich Sie unter vier Augen sprechen. Ich habe hier zwei Padds, die der
Geheimhaltung unterliegen.“
„Ms. Llaiir - volle Energie Richtung Ulas 9; Dawson, Sie haben die Brücke!“, sagte Storm und deutete dem
neuen stllv. CING den Weg in den Captainsroom.
„Verstanden, Sir“, antwortete die Romulanerin und gab den Kurs dann ein. Dann drehte sie sich halb um und
versuchte das Gespräch der beiden Männer zu verstehen. Schließlich hatte der Neue etwas von geheimen Padds
gesagt und das könnte ja interessant sein. Allerdings dämpfte Storm sehr bald seinen Lautstärke und verschwand
dann in seinem Bereitschaftsraum. Llaiir fragte sich worüber sie sich wohl unterhalten würden...
 Büro des Captains 
Währenddessen sagte Storm noch: „Freut mich, sie an Bord der Shadow begrüßen zu dürfen, Mr. Maine! Mich
wundert nur, das sie so geheime PADDs mit sich führen, dass selbst hier nur ich diese sehen darf- schließlich ist
hier schon alles schiffsintern so geheim, dass nicht dachte, das es innerhalb dieser Geheimhaltungsstufe noch
einmal großartig Unterscheidungen gibt, dass nur ich und nicht die ganze Crew sehen darf, worum es sich bei
diesen PADDs handelt.“
Den ersten Teil hatte Andrew noch laut und vor der Tür zu seinem Raum gesagt, den zweiten schon etwas
gedämpfter und auch erst, als sich die Tür hinter beiden geschlossen hatte.
Nachdem sich die Tür hinter beiden geschlossen hatte, gab Maine dem Captain die Padds.
„Ich weiß nicht genau, warum ich diese Nachrichten nur an Sie persönlich aushändigen durfte. Ich handle nur
auf Befehl. Das einzige was ich Ihnen dazu sagen kann ist folgendes: Das erste Padd beinhaltet eine neue
Konfiguration für die Tarnvorrichtung. Es ist damit möglich die Tarnung bis 0,5 sec vor einem Beamvorgang
oder auch vor dem Abfeuern der Waffen aufrecht zu erhalten. Und direkt danach kann man mit der gleichen
Verzögerung die Tarnung aktivieren. Allerdings muß man dabei alle Kontrollen bis auf die eigentliche
Befehlsauslösung dem Computer überlassen. Und es gibt einen kleinen Nachteil. Um diese Spezifikation in die
Schiffssysteme zu integrieren müßten wir ca. 10 Minuten die Tarnung fallenlassen und die Waffen offline
schalten. Ob Sie auf diese neue Konfiguration zurückgreifen wollen liegt in Ihrem Ermessen. Das zweite Padd
enthält Informationen über eine neue Tarntechnologie der Romulaner. Es wird angenommen, das sich ein oder
mehrere kampfbereite Schiffe in der Nähe von Ulas 9 aufhalten und Bodentruppen abgesetzt haben.
Daher wird ihnen geraten das Schiff ab sofort in Alarm zu versetzen. Das wäre alles was ich Ihnen berichten
kann.“
„Erstaunlich...!“, entfuhr es Andrew.
Da waren doch tatsächlich etliche Modifikationen für das Tarnsystem, er verstand aber bestenfalls die Hälfte von
den ganzen Daten, die er dort sah - aber Moment: was war das?!?!
Das kam Storm bekannt vor...
Masters hatte ihm da mal etwas gesagt, als er noch Lieutenant war und Admiral Masters auch gerade erst den
Captain hinter sich hatte. Damals hatten sie kurzzeitig auf dem gleichen Schiff gedient.
Storm war dort damals in der Ausbildung in der Kommandoebene gewesen und Masters der noch amtierende
Captain der U.S.S. Sundown.
Eines abends hatten sie sich im Rahmen von Storms Ausbildung über Kommandocodes unterhalten und neulich
erst, bevor die Shadow ausgelaufen war, hatte Fleet Admiral Masters ihn daran erinnert und das er das Signal des
‚Code Red‘ auf keinen Fall vergessen sollte...
Und genau dieses Zeichen meinte Andrew, in der Nachricht zu erkennen. Etwas nervös fummelte er an dem
PADD herum - er musste dem Ding eine Überspannung verpassen...
Vorher überspielte er schnell die Daten des PADDs auf ein leeres, welches er auf seinem Schreibtisch
rumfliegen hatte. Als er dann den Kurzschluss in dem Originalpadd ausgelöst hatte, glaubte er, seinen Augen
nicht trauen zu können. Auf Ensign Maine musste das alles mehr als komisch wirken, da der Captain der
Shadow sich in keinster Weise erklärt hatte und nun schon beinahe fünf Minuten zugange war.
Aber offensichtlich traute sich der Techniker nicht, dazwischenzureden, da man Storm die Anspannung ansehen
musste. Erste Schweißperlen bildeten sich auf der Stirn des Captains, bis er sich wieder gefangen hatte - die
Botschaft, welche auf dem PADD sichtbar geworden war, war heikler als alles, was Storm in den letzten drei
Jahren gesehen hatte.
Bevor er weiterlas, wandte er sich wieder Maine zu, der in etwas fragend musterte.
„Entschuldigen sie, Ensign - aber ihre Informationen haben mich doch fast vom Stuhl gerissen!“, sagte Storm,
ohne von der Nachricht zu erzählen, die ihn tatsächlich fast vom Stuhl gehauen hätte.
„Ich denke, die Gelegenheit wäre jetzt recht günstig, direkt die Modifikationen an den Systemen vorzunehmen,
bevor wir Ulas 9 erreicht haben und solange die Warpsysteme ausgefallen sind... Mr. Metsen ist zwar etwas
eigen in seiner Art, aber ich denke, sie werden mit ihm klarkommen...“
Andrew Storm wartete nun ab, ob James Maine noch etwas sagen wollte.
Der Captain blickte Maine an, so als erwartete er noch irgendeine Antwort. „Sir, wir können die
Modifikationen sofort vornehmen, allerdings brauche ich dazu das Padd zurück. Und ich empfehle für diese
kurze Zeit in dem Asteroidenfeld zu bleiben. Dort sind wir am besten vor einer Entdeckung geschützt.“
Maine streckte seine Hand aus um das Padd vom Tisch zu nehmen, zog sie dann aber wieder zurück. Er wollte
lieber warten bis der Captain ihm das Padd selber gab.
„Und noch etwas, Sir. Ich kenne mich leider auf dem Schiff nicht so gut aus. Wo finde ich den Chefingenieur?“
 Maschinenraum 
Nick war tief in seiner Arbeit versunken als eine Warnleuchte sich regte und ein Pfeifen anzeigte das jemand
einen Kurs eingab. Eigentlich nichts schlimmes, aber wenn jetzt jemand auf Warp gehen würde wäre das nicht
sehr gesund für Nick. Also schaltete er die Warpkontrolle ab und machte dann weiter. Auf der Brücke würde
vermutlich irgend jemand üble Flüche ausstoßen, wenn er es bemerken würde, aber Nick wollte nicht als
Grillsteak enden, sondern noch viele Jahre Ingenieur sein. So arbeitete er weiter auf der Suche, was den nur mit
dem Verteiler los war.
 Brücke 
Llaiir lehnte sich entspannt in ihrem Sitz zurück. Momentan hatte sie nicht viel zu tun - der Kurs war
programmiert und da es kein gefährliches Gebiet war, würde es die Shadow nun allein schaffen dem Kurs zu
folgen. Sie als Pilotin hatte also nicht viel zu tun.
Kurz wurde sie aber aus ihrer Ruhe gerüttelt als sie die kurze Meldung über die Abschaltung des Warpkerns
erreichte. 'Stimmt, der hat heute ja bereits Probleme gemacht', schoss es ihr durch den Kopf. Durch die Ankunft
des Neuen hatte sie ganz darauf vergessen. Vermutlich war im Maschinenraum gerade jemand damit beschäftigt
die Ursache des Problems zu finden und hatte daher den Warpkern abgeschalten. Nun, dies war momentan kein
Problem für sie und daher dachte Llaiir nicht weiter darüber nach.
Storm übertrug Dawson mit einem Nicken das Kommando und verschwand mit Maine in seinem Raum.
Dawson bemerkte, wie einige Köpfe der Brückencrew den beiden folgten. Er konnte alle sehr gut verstehen, er
konnte seine eigene Neugier kaum verbergen, hatte aber den anderen gegenüber den Vorteil, dass Storm
wenigstens IHN teilweise informieren würde.
Er nahm sich vor abends die Akte von Maine zu studieren, es musste schließlich einen Grund geben einen
einfach Ensign wie ihn aufzulesen
Der Captain war nicht hier, aber das störte ihn nicht. Methos ging zu Llaiir: „Ich muss mit ihnen sprechen!“
„Schön, schießen sie los!“, antwortete die Romulanerin darauf aber Methos machte fürs erste keine Anstalten zu
reden. Nun, vielleicht hatte er lieber keine Zuhörer. Llaiir schaute ihn trotzdem nur abwartend an. Entweder
würde ihr Gegenüber gleich etwas sagen oder sie zumindest zum mitkommen auffordern.
Dawson wandte sich an [Murdo... ähh] Methos: „Mr. Methos, kann ich Ihnen helfen? Sie können uns doch nicht
einfach die Pilotin klauen!“
‘Jetzt geht’s hier aber los, erst Storm und dann auch noch Methos mit Geheimniskrämerei‘, dachte sich Dawson.
Jarod wartete gerade auf eine Antwort von Llaiir, als ihn Dawson von hinten komisch anmachte! Aber das
konnte Methos auch, natürlich völlig respektvoll! [JM: wer's glaubt *g*]: „Ich wollte sie nicht klauen!“
Er runzelte kurz mit der Stirn „Höchstens mal kurz ausborgen, sie bekommen sie ja wieder!“, erwiderte Methos.
Dawson unterdrückte ein Kopfschütteln, Gebete, Schreie und einige andere Sachen, an die er selber gar nicht
mal denken wollte.
„Ms. Llaiir, gehen Sie ruhig mit ihm“, sagte Dawson und war froh, diesen Verrückten von der Brücke zu
bekommen, in seiner Anwesenheit musste er häufig gewalttätige Aggressionen unterdrücken, „im Moment
werden Sie hier nicht benötigt. Ensign Non Ame kann so lange übernehmen.“[TO: Geniales Wortspiel ;)]
Sydney wollte gerade ihre Chance nutzen und mit Llaiir etwas Undienstliches besprechen, da weder Captain
noch sonst ein anderer Führungsoffizier anwesend war als Methos die Brücke betrat. Sowohl der
Verbindungsoffizier als auch der Erste Offizier, der kurze Zeit später die Brückencrew mit seiner
Anwesenheit beehrte, schienen großen Interesse an der Romulanerin zu haben. [TO: Fehlen ja nur noch der Arzt
und der Wissenschaftsoffizier *g*]
Nachdem Syd die beiden noch mal mit einem missmutigen Blick bedacht hatte, konzentrierte sie sich auf die
Fertigstellung ihres Berichtes. Eigentlich war nicht sehr viel Neues bei ihrer Untersuchung herausgekommen, auf
jeden Fall nichts Greifbares, was auf den oder die Täter/in hinwies. Es handelte sich um einen selbstgebauten
DNS-Scanner, der aus Bestandteilen von Cardassia, Ferengi Nar und allen möglichen Föderationswelten
gebastelt worden war. Die Liste mit den Personen, die die Qualifikationen zum Täter hatten, umfasste momentan
um die zehn Namen, die sich aber alle auf der Schiffswerft befanden.
Von der normalen Crew der Shadow kamen nur ein zwei Mitglieder als potenziale [TO: Du meinst wohl
potentielle *g*] Täter in Frage.
Mit einem resignierten Seufzer auf den Lippen rief der Xenexianerin die Akten der Führungsoffizier ab und
kontrollierte, wie hoch die Anzahl der Holodeckbesuche in der letzten Zeit gewesen war. Am Ende blinkten drei
Namen auf ihrer Konsole auf. Einmal handelte es sich um Nick Metsen, da dieser bis jetzt fast nie das Holodeck
benutzt hatte und außerdem als CING das Wissen besaß um einen DNS-Scanner zu bauen.
Dann war da noch Jake Dawson, der bis jetzt nur einmal das Holodeck für einen ungefährlichen
Strandspaziergang mit Llaiir gebraucht hatte.
Nachdenklich betrachtete Syd den Ersten Offizier der Shadow aus ihren violetten Augen. Konnte er der Täter
sein? Auch wenn sie es sich nicht vorstellen konnte, setzte sie seinen Namen auf die Liste. Übrig blieb der Name
Methos. Konnte das eigentliche Opfer der Täter sein? Vielleicht hatte er so nur den Verdacht von sich ablenken
wollen. Auf der einen Seite hatte Syd ihn als verantwortungsbewußten Offizier kennen gelernt [TO: Wo bitte??]
und auf der anderen Seite als Verrückten, den man im Krankenhaus aber nicht auf einem Schiff des
Geheimdienstes erwartet hätte.
Aus seiner Akte konnte man nicht entnehmen ob er die technische Kenntnis besaß einen DNS-Scanner
herzustellen, aber Syd zweifelte nicht daran das er es konnte. Also setzte sie seinen Namen ebenfalls dazu. Sie
war gespannt wie er darauf reagieren würde. Einige Sekunden später fiel ihr noch eine Person ein, an die sie
vorher gar nicht gedacht hatte. Syd versuchte dem Bordcomputer die Akte der Person zu entluchsen, gab aber
schon nach kurzer Zeit auf.
Entweder es existierte keine Akte oder sie war total geheim. Sie fügte nach kurzen Zögern noch den Namen des
mürrischen Admirals dazu. Nachdem sie die Daten auf ein PADD überspielt hatte, ging sie auf Methos zu und
überreichte ihm das PADD mit den Worten: „Hier ist der Bericht, den Sie angefordert haben, Mr. Methos. Falls
es Schwierigkeiten damit gibt, stehe ich Ihnen zur Verfügung.“
Mit einem kurzen Nicken begrüßte Jarod die Einsicht des ersten Offiziers. Er wusste oft gar nicht warum sich
dieser so aufregte. Es war doch gar nichts passiert. Naja in jedem Fall hatte er es eingesehen und das war auch
besser so. S'Adean trat an seine Seite und übergab ihm den ausgearbeiteten Bericht.
„Vielen Dank und...“ - dann nahm S'Adean die Worte aus dem Mund. „Gut ich weiß ja wo ich sie finde!“, sagte
er breit grinsend. In Gedanken war er aber schon wieder an einem großen langem Sandstrand. Neben ihm saß
eine Bikinischönheit, er hielt ihr die Hand hin.
„So nun müssen wir uns mal unterhalten, aber nicht hier!“
‘Komisch die Ohren... mhmmm die Ohren. Ich wollte doch auch immer solche Ohren!‘, dachte er noch beiläufig.
[TO: Man sollte immer vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht – denn es könnte in Erfüllung gehen!]
Llaiir hatte sich die letzten paar Minuten ein amüsiertes Grinsen verkneifen müssen, als die Brückenbesatzung
sich gegenseitig misstrauisch musterte und die Gespräche vor allem flüsternd geführt wurden. Allerdings hatte
sie immer noch nicht erfahren warum dieser leicht verrückte Verbindungsoffizier eigentlich mit ihr reden wollte.
Und er sah auch nicht gerade so aus, als würde er in nächster Zeit etwas sagen. Seine Miene wirkte eher
verträumt, aber schließlich machte er er doch den Mund auf und sagte: >“So nun müssen wir uns mal
unterhalten, aber nicht hier!“<
Llaiir nickte und erhob sich dann von ihrem Sitz. „Und wo wollen Sie mit mir sprechen?“
Sie bekam keine Antwort sondern wurde einfach von der Brücke in den Turbolift geführt. Langsam wurde die
Romulanerin richtig neugierig: „Spannen Sie mich nicht länger auf die Folter, worum geht's?“
 Turbolift 
Jarod musterte Llaiir ganz langsam von oben nach unten. Er hatte etwas mehr Geduld erwartet. ‚Dies ist der
wirklich ungeeignetste Ort auf dem Schiff... Naja abgesehen vom Quartier des Captain, der Brücke, dem
Maschinenraum, der Offiziersmesse oder dem Casino. Aber der Turbolift kommt gleich danach.‘, dachte er und
konnte sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen.
„Bitte gedulden sie sich noch einen Moment bis wir in meinem Quartier sind.“
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren verließen sie den Turbolift und betraten sein Quartier.
 Brücke 
Dawson beobachtete die Szene zwischen Methos und Llaiir, die sich im bot mit immer größerer Skepsis. Der
Verbindungsoffizier bekam plötzlich leicht glasige Augen und murmelte etwas vor sich hin.
Als Llaiir mit ihm die Brücke verließ meinte er irgend etwas von Ohren zu vernehmen. Dawson tadelte sich aber
sofort selber, da er es selber für unangemessen hielt die Gespräche anderer zu belauschen. [TO: Vor allem, wenn
die Gespräche im Kopf eines anderen geschehen...]
In diesem Fall hatte mal wieder seine Neugier gesiegt.
‘Verdammt ich träume schon wieder nur vor mich hin‘, dachte er, ‚ich sollte meine Gedanken ein wenig mehr
ordnen.‘
Nachdem der erste Offizier sich wieder konzentrieren konnte, machte er eine weitere gedankliche Notiz, mit dem
Captain über die wechselnden Geisteszustände Methos' zu reden.
 Wissenschaftliches Labor, 8:45 
“Danke, Miss Sienna”, murmelte Torex Oxila geistesabwesend und nahm den Rakdajino entgegen, den ihm
seine nette Assistentin reichte. Nur leider war der Trill entweder so müde oder so sehr in Gedanken, dass er gar
nicht bemerkte, wie heiß das Getränk war und sich prompt die Zungenspitze verbrannte.
“Verdammt!”, fluchte er und ließ fast die Tasse fallen. Jedoch bezog sich dieser Ausruf weniger auf den Kaffee,
als viel mehr auf das Problem, welches ihn nun seit fast 24 Stunden keine Ruhe ließ.
“Oh, das tut mir leid, Sir, aber ich sagte, doch dass er heiß sei!”, meinte Sienna entschuldigend und warf ihrem
Kollegen einen schiefen Blick zu. “Vielleicht sollten Sie lieber einen Cappucino nehmen”, meinte sie
aufmunternd, aber die Miene Torex’ überzeugte sie, dass die Probleme des Trills nicht mit einem Kaffee
davongespült werden konnten.
“Sind Sie immer noch betrübt wegen Llaiir, Sir?”, fragte die Terranerin, der man die italienische Herkunft
deutlich ansah und der man anmerkte, dass sie mehrere Semester lang das Counselorstudium besucht hatte,
bevor sie Wissenschaftlerin geworden war.
Torex blickte auf und musterte seine Kollegin mit einer Mischung aus Ärger und Erheiterung, sofern dies
möglich war. ‘Wie kommt sie denn DA drauf?’, fragte er sich, meinte aber dann: “Ich denke, wir reden in letzter
Zeit zu sehr über Privates während der Dienszeit, Ensign...”, bevor er ihr zuzwinkerte: “Diesmal liegen Sie aber
ausnahmsweise falsch.”
Torex blies die emporsteigenden Schwaden aus seiner Tasse fort und nahm das würzige Aroma des
klingonischen Kaffees auf, bevor er auf die Konsole und den Glaskasten daneben zeigte, vor dem er in den
letzten Stunden gesessen war, mehr und mehr resignierend.
“Sehen Sie, ich habe mir gestern abend, nachdem Sie Feierabend gemacht haben, die Probe des DNS-Scanners
noch ein wenig angesehen – sie lässt mich einfach nicht mehr los... und tatsächlich hab ich auch relativ bald
etwas gefunden, nämlich das hier:”
Torex drehte sich von Sienna weg, die hinter ihm stand, und betätigte seine Konsole, dass auf einem Bildschirm
bald eine gewaltige Vergrößerung eines Abschnitts des Scanners zu sehen war. Torex drehte sich wieder zu
Sienna um; er hatte diese Projektion in den letzten Stunden schon oft genug gesehen. Er kannte sie auswendig.
Doch die Wissenschaftsoffizierin neben ihm starrte auf den Bildschirm – das erinnerte sie an etwas...
“Wissen Sie”, fuhr Torex fort, “ich bin bis um etwa Mitternacht hier gesessen und habe dieses Element hundert
von oben bis unten durchsucht und auf den Kopf gestellt, aber bis auf die grundlegende Molekularstruktur
konnte ich nichts finden. Ich hab keine Ahnung, was das sein könnte und auch der Computer weiß nichts
davon... Irgendwann bin ich dann schlafen gegangen, aber gegen halb Fünf bin ich wieder hiergekommen –
genutzt hat es nichts..”
Noch einmal schnupperte Torex an seinem Rakdajino, der ihn langsam aufweckte – dadurch merkte er erst, wie
verspannt sein Nacken eigentlich war.
“Sienna, hören Sie mir überhaupt zu?”, fragte Torex Oxila verdutzt, denn seine Assistentin starrte immer noch
gebannt auf den Bildschirm. Sie hatte sich inzwischen gesetzt und hämmerte ihrerseits in die Tastatur.
“Wo im DNS-Scanner befindet sich dieser Ausschnitt?”, fragte Sienna fieberhaft.
“Mitten in der Außenhaut; in einem eigentlich homologen Gebilde findet sich plötzlich dieser rätselhafte
Einschluß. Das ist ja das rätselhafte, es wirkt wie eine Verunreinigung der Hülle; aber die Hülle ist ein Bauteil
aus einer Ferengi-Replikation-Fabrik – solche Einschlüsse sind da praktisch nicht möglich..”, erklärte Torex
seinen Gedankengang.
Sienna nickte nur; sie war gerade damit beschäftigt, Ausschnitte aus dem Molekularmuster der Hülle, mehrer
Kabel und einem Transmitorstück nebeneinander zu projezieren.
“Sehen Sie das, Sir?”, fragte sie, freudig-erregt.
“Nein, was soll ich den sehen? Das sind doch nur die Ausschnitte aus dem Rest des Scanners...”, antwortete
Torex müde.
“Sehen Sie jetzt etwas, Sir?”, fragte Sienna, triumphierend.
Und tatsächlich, Torex konnte es sehen. Seine Kollegin hatte die Molekularmuster des Kabels – ein vulkanisches
Erzeugnis – und das der Hülle – made in Ferengi Nar – übereinander gelegt und voila! Es ergab das selbe
Muster...
“Aber, aber das heißt doch..”, stammelte Torex, dem es wie Schuppen von den Augen fiel.
“Genau, es wurde nicht zusammengebastelt!”, verkündete Sienna freudestrahlend.
“Sondern repliziert! Es wurde in einem Stück repliziert, schaut aber aus wie ein Bastelwerk!”
“Genau!”, meinte Sienna bestätigend. Sie hatte zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, einerseits ihren Chef
aufgemuntert und andererseits ein wichtiges Problem gelöst. “Aber was ist dieser Einschluss hier, Sir?”
Torex blickte auf einen weiteren Fleck, der sich vom Molekularmuster der Hülle unterschied.
“Isolieren Sie diese Stelle!”, murmelte Torex – sofort war wieder sein Gespür erwacht.
“Sieht aus wie etwas organisches, oder?”, meinte Sienna.
“Ja, sieht mir aus.. wie...wie...”
“Aber das ist doch unmöglich!”
“...Ketracel White.”
 Brücke, 8:55 
Es bestand kein Zweifel mehr, die Analyse hatte es bestätigt. In dem angeblich selbstgebastelten DNS-Scanner,
der anscheinend in einem Stück repliziert worden war, waren Spuren von Ketracel White eingeschlossen.
Ketracel White, das war die Droge, die die Jem’Hadar, die Kriegersklaven des Dominion zum Überleben
brauchten.
Doch die Allianz zwischen Cardassia und dem Dominion war zerschlagen, es gab keine Jem’Hadar mehr im
Alpha-Quadranten. Zumindest glaubte man das.
Torex Oxila war nicht sicher, wie er mit diesem brisanten Material umgehen sollte. Wer war die Anlaufstelle für
solche Daten? Die Sicherheitschefin, die mit einer imbulianischen Grippe ihr Quartier hütete? Die
stellvertretende Sicherheitschefin? Der etwas seltsame Verbindungsoffizier? Der Captain?
Schließlich entschied sich Torex, dessen Müdigkeit bereits wieder einem gewissen Jagdfieber gewichen war,
diese neuen Erkenntnisse vorerst der zuständigen ‘Ermittlerin’ bekanntzugeben, aber auch dem Captain alsbald
ein Bild der Lage zu machen.
Als er dieBrücke betrat, hatte Ensign S’Adean dem Verbindungsoffizier gerade ein PADD überreicht und war
zurück auf ihren Posten gegangen.
Torex warf Llaiir nur einen kurzen Blick zu und ging dann zu der Xenexianerin, Flüsternd und mit einem
konspirativen Ton in der Stimme, erklärte Torex: “Ensign, ich habe noch etwas wichtiges über den DNS-Scanner
herausgefunden; er wurde nicht zusammengebastelt, sondern in einem Teil repliziert! Man wollte uns nur auf
eine falsche Fährte locken! Und im Scanner selbst habe ich Überreste von... haben Lieutenant junior Grade
Sienna und ich Überreste von Ketracel White gefunden!”
Unsicher blickte Torex über seine Schulter; anscheinend hatte ihn niemand gehört.
“Wir sollten schleunigst zum Captain gehen!”
Interessiert hörte die Halbxenexianerin dem Wissenschaftsoffizier zu und achtete dabei aufmerksam, ob keiner
das Gespräch mithören konnte.
‚Ketracel White? Verdammt! Wie kommt das denn hierher?‘, dachte Syd frustriert, da sie schon genug Probleme
am Hals hatte und nicht gerade heiß auf noch eins war. Warum mußte Jackson grade heute krank werden? Mit
leiser Stimme erwiderte Syd: „Da stimme ich Ihnen zu, Lieutenant. Eigentlich wollte der Captain nicht gestört
werden, aber ich denke er sollte erfahren was Sie da entdeckt haben.“
Auf dem Weg zum Bereitschaftsraum spürte sie einen Blick im Rücken und als sie sich noch mal umdrehte,
bemerkte sie den Ersten Offizier, der ihr und Torex hinterher sah.
‚Der findet es bestimmt nicht besonders toll, dass alle hier herum laufen und flüstern.‘, dachte sie.
Sie betätigte den Türmelder und wartete auf eine Reaktion vom Captain.
Dawson schluckte zum wiederholten Male einen bissigen Kommentar, als der Wissenschaftsoffizier ohne ihn zu
beachten auf die Brücke stürmte und zu S'Adean schritt.
Nach einem kurzen Getuschel, was wohl neuerdings die vorgezogene Methode der Kommunikation war, stand
die Halbjapanerin auf und schritt mit Torex zum Bereitschaftsraum des Captains.
Langsam war die Frustrationsgrenze des Ersten Offiziers erreicht und er beschloss später noch zu meditieren und
danach noch einmal über ein Memo an Storm nachzudenken.
 Captainsroom 
„Kein Problem, Ensign!“, entgegnete Storm.
Er sah den Eifer in den Augen des jungen Mannes.
‘Endlich mal wieder ein richtig engagierter Offizier!‘, dachte der Captain der Shadow. „Lassen sie sich den Weg
einfach vom Computer weisen - wir haben auf dem gesamten Schiff Holoemitter; so dass sie sich quasi direkt
den ‚roten Faden‘ anzeigen lassen können - ein Befehl an den Computer reicht!“
In dem Moment summte das Türsignal...
„Wenn es das für das erste war, dann beginnen sie bitte unverzüglich mit den Arbeiten, Mr. Maine! Instruieren
sie auch Lt. Metsen - ich denke, im Maschinenraum wird es eine Menge zu tun geben...
Herein!“, sagte der Captain im nächsten Moment und die Tür glitt auf.
Storm überreichte James Maine das neue PADD, auf welchem sich nur mehr die Sicherheitskopie der Tarnvorrichtungsdaten befand - das „heiße“ PADD legte er unter seinem Schreibtisch beiseite.
Mit den Worten: „Beeilen sie sich bitte - wir haben keine Zeit mehr zu verlieren!“, verabschiedete Cpt. Andrew
Storm den neuen stllv. CING, der kurz darauf den Captainsroom verließ.
Aber schon traten andere Crewmitglieder ein.
„Storm an Dawson!“, betätigte Andrew sein Comm - auch wenn es nur in den „Nebenraum“ ging.
„Dawson hier - was gibt es, Captain?“, antwortete der erste Offizier mit etwas brummiger Stimme, in der auch
ein Hauch von Verwunderung steckte.
„Befehlen sie einen Maschinenstopp - es gilt ein paar Modifikationen vorzunehmen... und lassen sie das Schiff in
den nächstbesten Asteroidenschwarm manövrieren - wir müssen die Tarnung abschalten!“, sagte Andrew ruhig.
„Aber Captain...!!!!“, protestierte der XO, beließ es aber dabei - Storm würde das bestimmt nicht umsonst
machen -musste wohl mit dem neuen Offizier und den seltsamen „geheimen“ Informationen zu tun haben.
„Aye - Sir!“. erwiderte er, noch bevor er Storm irgendeinem Ärger Luft verschaffen konnte.
„Wenn die Arbeiten der Techniker abgeschlossen sind und wir wieder auf Kurs sind, kommen sie bitte in mein
Büro - Storm Ende!“, schloss der Captain die Comm-Verbindung und schaute nun gespannt auf seine stllv,
Sicherheitschefin und den Abteilungsleiter der Wissenschaft an, die mittlerweile sein Büro betreten hatten.
Offensichtlich war auf der Brücke auch einiges los...
Noch bevor sie Ulas 9 erreicht hatten, würde zunächst eine geheime Versammlung der Kommandooffiziere und
anschließend eine weitere Versammlung aller Führungsoffiziere und deren Stellvertreter geben.
Es gab einiges zu klären...
Aber nun wartete Storm erst einmal ab, was die grade eingetretenen Offiziere zu sagen hatten, nachdem er ihnen
Platz angeboten hatte und beide sich setzten.
Torex Oxila ließ seiner Kollegin von der Sicherheit gentlemanlike den Vortritt. Als er eintrat, kam ihm ein
Ensign entgegen, den er bis jetzt noch nicht gesehen hatte und Torex musterte ihn neugierig. Er grüßte den
Captain und nahm Platz.
Das PADD, welches er bereits vorhin Sydney S‘Adean gezeigt hatte, legte er dem Captain auf dem Schreibtisch
und da die stellvertretende Sicherheitschefin keine Anstalten machte, die Situation zu erläutern - was ja auch
verständlich war – räusperte sich Torex und begann dann zu erklären.
„Sir, ich weiß, dass ihre Zeit äußerst begrenzt ist und ich würde Sie auch nicht mit unfertigen Ergebnissen
belästigen – wenn es nicht so wichtig wäre, wie ich es hier vermute. Ich fürchte, hinter dem Attentat auf dem
Holodeck steckt viel mehr, als wir anfangs angenommen haben.“
Torex machte eine eindrucksvolle Pause, um die Spannung zu steigern, aber er merkte, dass seine rhetorischen
Kunstgriffe bei Storm nicht sonderlich ankamen – der Captain sah bereits aus, als würde er auf Nadeln sitzen.
Der Trill räusperte sich noch einmal und deutete Storm dann durch eine Geste, das PADD einzuschalten.
„Sir, was Sie hier sehen ist eine stark vergrößerte Molekularanalyse der Hülle des DNS-Scanners. Drücken Sie
bitte und aktivieren sie ‚Ansicht 1‘ – sehen Sie, dieser ‚Einschluss‘ hat mir gestern abend Probleme bereitet.
Es war mir einfach nicht klar, was er bedeuten könnte...
Aber Lieutenant Sienna konnte mir aber heute morgen helfen – mit ihrer Hilfe habe ich herausgefunden, dass der
DNS-Scanner – von dem wir annahmen, dass er zusammengebastelt worden war – in Wahrheit in einem Stück
repliziert wurde. Man wollte uns also auf eine falsche Fährte locken.
Das ist zwar ganz interessant, aber würde wohl nur in dem endgültigen Bericht Platz finden; aber das würde
nicht rechtfertigen, Sie jetzt zu stören.“
Storm musterte ihn skeptisch – er schien zu denken: ‚Wann kommt er endlich zur Sache?!?‘
„Drücken Sie bitte, um Ansicht zwei aufzurufen.“, meinte der Trill triumphierend.
„Was Sie hier sehen, ist eine eingeschlossen organische Substanz. Solche Verunreinigungen gibt es des öfteren
in replizierten Waren. Aber DAS, was in unserem Scanner eingeschlossen ist – zu klein, um wahrgenommen zu
werden, zu marginal, um von normalen Scannern wahrgenommen zu werden – DAS rechtfertigt eine
Unterbrechung Ihres Dienstes, Sir.
Dort, wo dieser DNS-Scanner repliziert wurde, gab es zumindest kleine Spuren von Ketracel White.“
Wieder machte Torex eine kurze Pause, um das Gesagte wirken zu lassen.
„Sir, es ist unseriös, dies zu behaupten, da die Annahme nur auf Indizien beruht, aber ich vermute, dass es immer
noch einige Jem‘Hadar im Alphaquadranten gibt und dass diese mit dem Attentat auf Methos zu tun haben.
Ich denke, das rechtfertigt eine Unterbrechung ihres Dienstes, Sir. Ich denke auch, dass das eine Mitteilung an
das Hauptquartier erfordert, Sir.“
Jetzt nahm das Ganze ungeahnte Ausmaße an.
Storm hatte ja eben schon fast einen mittleren Infarkt bekommen, aber was jetzt sein Wissenschaftschef da
vorzuweisen hatte, übertraf alles - bis jetzt war alles innerhalb des GHD geblieben, aber nun gab es ein paar
Puzzleteile, die außerhalb des Rahmens lagen und nicht recht passen wollten.
Oxila musste dem sowieso nicht grade braungebrannten Captain an seiner immer noch zunehmenden Blässe
ansehen, das ihn diese Befunde ernsthaft schockten.
Anstatt groß auszuholen, sagte Storm aber überraschend knapp und unerwartet: „Danke Mr. Oxila - wegtreten!“
Sowohl der Trill, als auch Syd bekamen große Augen.
DAS war alles, was Captain Storm dazu zu sagen hatte?!?!???
Vor allem Torex hatte mit einigem mehr gerechnet, als dieser einfachen, trockenen und vor allem für sein Ego
ernüchternden Aussage des Captains. [TO: *schnüff*]
Was ging hier vor???
Er wollte seiner Enttäuschung so gerne Luft machen, verkniff es sich aber, als er den mahnenden Blick des
Captains sah.
„Keine Sorge, Lt. Oxila - es werden schon recht bald einige Fragen geklärt werden!“, sagte der Captain plötzlich
- als starker Telepath waren ihm die Gedanken des Lieutenants nicht verborgen geblieben. [TO: Hey, ich mag es
nicht, wenn man in meinen Gehirnen rumkramt!]
„Bitte behalten sie beide bis dahin absolutes Stillschweigen über ihre Befunde - ihre Erkenntnisse könnten mehr
losgetreten haben, als es uns allen lieb ist... bitte haben sie Verständnis dafür, dass ich mich hier und jetzt nicht
näher dazu äußern werde, solange ich keine völlige Klarheit habe...“, endete der Captain und komplimentierte
die beiden Offiziere mit diesen Worten auf direktem Wege aus seinem Büro.
 Brücke 
Maine verließ den Captainsroom und sah auf der Brücke einige fragende Blicke auf sich gerichtet. Er dachte
sich das es nicht verkehrt wäre ein kurzes Statement abzugeben.
„Darf ich mich vorstellen, Ensign James Maine, stellvertretender Chefingenieur. Ich würde Sie gerne alle
kennenlernen, aber ich habe im Moment einen wichtigen Auftrag zu erledigen. Vielleicht etwas später.“
Mit diesen Worte war er dann auch schon wieder von der Brücke verschwunden.
 Quartier Jackson, 9:14 
Eleanor hielt sich den schmerzenden Kopf und schloss resignierend die Augen. Ausgerechnet jetzt, wo es galt,
das Attentat aufzuklären und den Schuldigen zu finden, saß sie in ihrem Quartier, um sich auszukurieren. Das
hinderte sie zwar nicht daran, dass sie versuchte, ihren Teil beizutragen, indem sie so viele Teile des Puzzles
zusammentrug wie möglich, aber wirklich eingreifen konnte sie nicht, und das wurmte sie gewaltig. Sie hasste
es, nichts tun zu können. Eleanor tat ihre Arbeit gern, und sie tat sie gut, und jetzt sollte sie untätig zusehen? Sie
hatte dem Computer befohlen, neue Ergebnisse gleich in ihr Quartier zu senden, aber bisher hatte sich noch nicht
wirklich etwas ergeben. Die Sicherheitschefin wurde von Minute zu Minute gereizter. All das ging ihr einfach
gegen den Strich.
Sie stand vom Bett auf und ging in ihrem Quartier auf und ab, soweit sie Platz dazu hatte, denn es war nicht nur
klein, sondern auch noch vollgestellt mit ihren persönlichen Sachen. Ein flüchtiges Lächeln huschte über ihr
Gesicht, als sie an ihren Großvater denken musste. Er hatte nie viel davon gehalten, wie sie all ihre Dinge
anhäufte, und hätte ihr beim diesem Anblick garantiert vorgehalten, dass sie beharrlich mehr in den kleinen
Raum hineingestopft hatte, als seiner Meinung nach überhaupt hineinpasste. Aber schließlich war es ihr Quartier,
und sie konnte es sich einrichten, wie sie wollte. Einen Moment lang sehnte sie sich zurück nach ihrem alten
Quartier auf der USS Ilinoy [TO: Meinst du vielleicht den US-Bundesstaat Illinois?], schüttelte den Gedanken
aber fast ärgerlich ab. Gedanken an ihre Vergangenheit
waren jetzt das letzte, was sie brauchen konnte. Ihr Blick streifte kurz das Bett und irrte dann unruhig durch den
Rest des Raumes.
Obwohl sie Schlaf jetzt dringend notwendig gehabt hätte, wollte sie sich nicht wieder hinlegen. Mit dem Schlaf
würden nur die Träume wiederkommen. Und die Erinnerungen. Der Zwischenfall auf dem Holodeck rief Dinge
in ihrer Erinnerung wach, die zu vergessen sie sich größte Mühe gegeben hatte, und ganz war es ihr ohnehin nie
gelungen.
Unruhig nahm sie ihre Wanderung durch den Raum wieder auf und wünschte Shamroy insgeheim die Pest an
den Hals, obwohl er ja nun wirklich nichts dafür konnte, dass sie eine imbulanische Grippe hatte. Aber dass er
ihr grinsend ein paar Tage Ruhe verschrieben hatte, und sagte sie solle sich schonen, hatte bereits ausgereicht,
damit er sich ihren Unmut zuzog. Dieser komische Arzt war ihr schon von Anfang an merkwürdig
vorgekommen. Sie hatte zwar versucht, sich nichts anmerken zu lassen, aber es schien ohnehin, als hätte sie
damit recht gehabt.
Ihrer Meinung nach war er verrückter als Methos, aber was bei Methos eher belustigend wirkte oder allenfalls
nervte, fiel bei Shamroy in eine andere Kategorie. Methos war sozusagen der sympathische, und Shamroy der
gefährliche Irre an Bord, wie er ja mit seiner Tornardo-Aktion auf dem Holodeck schon hinlänglich bewiesen
hatte [NRPG: ich hoffe mal, dass ich hier zeitlich nichts durcheinander gebracht habe, falls doch den Satzteil mit
dem Tornado streichen!][TO: Des passt scho!].
Eleanor hielt im Schritt inne und sprach sich selbst ins Gewissen. Wenn sie sich nicht zusammenriss, würde sie
sich bald so in ihre Abneigung gegen Shamroy verrennen, wie dieser in seinen Hass gegen die Romulaner.
In diesem Moment hörte sie die Durchsage des Captains, die die führenden Offiziere und deren Stellvertreter
aufforderte, in zwei Stunden in den Besprechungsraum zu kommen. Das besserte ihre Laune auch nicht gerade.
Sie öffnete eine Comm-Verbindung zu Shamroy, und kaum dass die Verbindung stand, fauchte sie den Chefarzt
der Shadow, noch bevor er überhaupt zu Wort kommen konnte, an: „Wie lange soll ich eigentlich noch tatenlos
in meinem Quartier rumsitzen, Doktor?“
Sie wusste, dass es ungerecht war, ihre miese Laune jetzt an dem Arzt auszulassen, aber mit ihrer Beherrschung
war es nun endgültig zu Ende. Sie hatte das Gefühl, dass ihr hier allmählich die Decke auf den Kopf fiel.
 Krankenstation, vormittags 
Franklin Shamroy knabberte an seinem Apfel und las mit großem Interesse die medizinische Fachzeitschrift über
ein gehäuftes Auftreten von verkehrten Perestaltiken während der Regenzeit auf Undror II, was jedes Jahr zu
einer ziemlichen Schweinerei führte, als der Commruf Eleanor Jacksons ertönte, die nun seit zwei Tagen
flachlag – imbulianische Grippe. Weder besonders ansteckend noch lebensgefährlich, aber dafür quälte sie ihr
Opfer mit Niesattacken, Juckreiz, Rastlosigkeit und einem gelben Ausschlag auf der Stirn, der aber zum Glück
nach einer Woche wieder verschwand.
Als Franklin die schnarrende Stimme (noch so ein Nebenprodukt der Grippe) hörte, erinnerte er sich plötzlich an
ein Mittelchen, das nun seit 36 Stunden auf kleiner Flamme in seinem Labor köchelte, obwohl er es ihr schon
gestern um die Zeit hatte verabreichen wollen.
„Ich komme sofort, Miss Jackson!“, meinte Shamroy einigermaßen freundlich, um sie über seinen Fehler
hinwegzutrösten. Er nahm das Glas mit dem blau-roten Sud, der nun wahrscheinlich ein wenig überreif war und
machte sich auf den Weg.
 Quartier Jackson, 9:20 
Nachdem Shamroy zweimal geläutet hatte, öffnete sich die Tür. Doch der Arzt verzog keine Miene – er war als
Arzt einiges gewohnt – als er das verschwollene Gesicht mit dem gelben Ausschlag auf der Stirn erblickte.
Eleanor schien nicht gerade erfreut zu sein, ihn zu sehen, was Franklin absolut nicht nachvollziehen konnte, da
er ja schließlich die einzig kompetente Person an Bord war (dem MHN war ja ohnehin nicht zu trauen).
Jackson, die mit einem Mittelding aus Nachthemd und Bademantel gekleidet war lief in ihrem Zimmer auf und
ab und kratzte sich öfters, während Shamroy sie scannte.
Ein flüchtiges Lächeln huschte auf sein Gesicht, als er sagte: „Ich darf Ihnen gratulieren, Miss. Die Grippe ist im
Abklingen; in zwei Tagen dürften Sie es überstanden haben. Und jetzt: trinken Sie DAS!“
Er streckte ihr das Glas mit der seltsamen Flüssigkeit hin. Seine Augen glänzten seltsam.
Eleanor marschierte unruhig auf und ab und zermarterte sich den Schädel, was das nun wieder sollte. Wenn der
Arzt auf ihren unfairen Wutausbruch hin so ruhig und freundlich blieb, dann konnte das nur zweierlei bedeuten:
entweder, er hatte sich gut in der Gewalt und sie hatte ihn falsch eingeschätzt, oder aber an der Sache war etwas
faul.
Sie seufzte leise und versuchte, endlich damit aufzuhören, dem Arzt alles mögliche zu unterstellen, wenn er
ausnahmsweise einmal freundlich war. Der Geheimdienst machte wohl früher oder später jeden paranoid. Oder
sie hatte zuviel von ihrer Zeit in Gesellschaft von Methos verbracht. Woran auch immer es lag, Eleanor hatte das
Gefühl, dass hier etwas zum Himmel stank. Das war wohl Shamroys Spezialrezept, dessen penetranten Geruch
sie trotz verschnupfter Nase schon zu riechen glaubte, bevor sie dem Arzt überhaupt die Tür geöffnet hatte.
„Kommen Sie rein.“ brummte sie missmutig und nahm ihre Wanderung wieder auf. Shamroy lächelte sie
flüchtig an und sagte:
>“Ich darf Ihnen gratulieren, Miss. Die Grippe ist im Abklingen; in zwei Tagen dürften Sie es überstanden
haben. Und jetzt: trinken Sie DAS!“<
In der Tat, da war etwas faul! Dieser Begriff traf ihrer Meinung nach haargenau auf Shamroys Gebräu, das er ihr
mit glänzenden Augen unter die Nase hielt, zu.
Eleanor hätte sich am liebsten die Nase zugehalten, denn aus dem Glas stieg ein Duft, oder eigentlich eher
Gestank, auf, der sie entfernt an Fisch, der die Grenze zwischen Verdorbenheit und Fäulnis schon längst
überschritten hatte, erinnerte, gemischt mit etwas anderem, das sie nicht genau definieren konnte, aber Eleanor
wusste nicht, ob das nun an ihrem zur Zeit etwas beeinträchtigten Geruchssinn lag, oder daran, dass sie so etwas
noch nie gerochen hatte.
„Was ist das?“ fragte sie misstrauisch und schnupperte abermals prüfend, bevor sie vorsichtig einen Schluck
nahm, aber sie hatte - sah man von der merkwürdigen Farbe ab - nichts Verdächtiges feststellen können.
Kaum hatte sie das Gebräu im Mund, verzog sie auch schon gebührend das Gesicht, und bat in Gedanken
Shamroy um Verzeihung. Diesmal hatte sie ihm wirklich unrecht getan. So scheußlich, wie das Zeug schmeckte,
konnte es sich ja nur um Medizin handeln!
Mit einem zufriedenen Lächeln wartete Franklin Shamroy, bis Jackson auch den letzten Tropfen der Flüssigkeit
getrunken hatte und nahm dann das Glas wieder an sich.
Zuversichtlich sagte er: „Miss Jackson, Sie werden wahrscheinlich schläfrig werden. Legen Sie sich ruhig noch
eine Stunde hin, das Getränk wird ihnen helfen, die Krankheit herauszuschwitzen. Danach werden sie sich zwar
erschöpft, aber besser fühlen. Nehmen Sie eine Dusche, dann können Sie auch in zwei Stunden zur Konferenz
kommen – ohne größeres Aufsehen zu erregen. Für die nächsten Tage sollten Sie sich noch schonen, aber jetzt
sind Sie über den Berg.“
Er klopfte der etwas verdutzten Jackson bestätigend auf die Schultern und war stolz auf sich: er hatte es
geschafft, trotz des penetranten Geruches nicht einmal die Nase zu verziehen.
Er machte Anstalten, wieder zu gehen und sagte beiläufig: „Es geht doch nichts über eine Mischung aus
zerstampften imbulianischen Innereien, Straußeneiern und einem ganzes Myzel klingonischer Pilze, auf kleiner
Flamme geröstet.“
Dann etwas lauter: „Guten Tag, Miss Jackson, wir sehen uns heute noch – nicht verschlafen!“
 Quartier Jarod Methos 
„Bitte nehmen sie doch Platz.“, er bot ihr den Sessel in der Mitte des Raums an. Dann kramte er in einer
Schublade und holte einen schwarzen Koffer hervor. Mit einem Sicherheitscode, einem Augenscan und einer
Stimmanalyse öffnete er sich zischend. Dies schien Llaiirs Interesse geweckt zu haben, denn sie schaute
interessiert herüber. Er holte nichts weiter als eine Flasche Alkohol heraus und stellte sie auf den Tisch. Damit
schien sie nicht gerechnet zu haben, aber das störte ihn nicht weiter. In einer Schublade unter den Socken kramte
er dann noch ein kleines Gerät heraus. Jarod stellte es auf die Mitte des Tisches und aktivierte es. Ein lila
Schimmern erfüllte nun den ganzen Raum.
„So nun sind wir unter uns.“ Tja das war Methos... Hauptsache der Alkohol ist sicher verstaut. Was interessierte
ihn schon ein GHD-Gerät. [TO: GHD-Gerät? Klingt eher nach Nachtclubinventar]
„Was ich sie nun fragen wollte.“
Plötzlich wurde Jarod hin und hergeworfen. Sein Bein wurde nach links und nach rechts gezogen und sein
ganzer Körper hinterher.
„Billy aus.“ Ein weiteres Mal hüpfte Jarod durch den Raum. „Aus Billy. Hör auf sonst werde ich böse. Billy jetzt
reicht's.“ Dann nahm er das imaginäre Halsband, führte seinen Hund in das Nebenzimmer und verschloss die
Tür.
„Entschuldigung er hat manchmal so eine Phase. Sie wissen schon. Wo waren wir stehen geblieben?“
Neugierig blickte sich Llaiir in dem Quartier um und nahm dann auf dem angebotenen Sessel Platz. Er war sehr
bequem, allerdings hatte die Romulanerin auch irgendwie das Gefühl, dass sie regelrecht darin versank. Der
Verbindungsoffizier hatte noch nicht Platz genommen, sondern suchte noch einige Sachen zusammen. Unter
anderem einen schwarzen Koffer, der sehr gut gesichert war. Daher war Llaiir auch leicht erstaunt, als er eine
Flasche mit einem alkoholischen Getränk rausholte.
Jarod stellte die Flasche auf einem Tisch ab und kramte dann in einer anderen Schublade herum. Zum Vorschein
kam ein kleines Gerät, dass er vor Llaiir auf dem Tisch aufstellte und aktivierte. Sofort erfüllte ein lila
Schimmern den Raum, allerdings konnte Llaiir noch nicht sagen, worum es sich eigentlich handelte.
Methos wollte anscheinend gerade beginnen, als etwas sehr irritierendes geschah. Er wurde von unsichtbaren
Kräften hin- und hergerissen und stand schließlich auf um irgend etwas aus dem Raum zu führen. Zumindest
hatte er diese Haltung angenommen, allerdings konnte Llaiir nichts sehen, dass diese Handlungsweise erklären
würde.
Daher blieb sie in dem Sessel sitzen und wartete auf Methos' Rückkehr. Dieser nahm auch bald wieder am Tisch
Platz und sagte: >„Entschuldigung er hat manchmal so eine Phase. Sie wissen schon. Wo waren wir stehen
geblieben?“<
Llaiir fragte sich wer eine Phase hatte. Hielt sich Jarod ein Haustier, das unsichtbar war? Aber so etwas gab es
doch einfach nicht! Schließlich verwarf sie den Gedanken wieder und führte alles auf seinen manchmal etwas
verwirrten Geisteszustand zurück.
„Nun, Sie haben gerade dieses Gerät hier plaziert“, Llaiir deutete darauf, „und wollten mir vermutlich sagen
worum es sich dabei handelt und warum Sie mich brauchen!“
Noch immer hatte sie von Methos nicht erfahren, was er ihr eigentlich so wichtiges mitzuteilen hatte.
Gedankenverloren saß er in seinem Sessel und nahm immer wieder einen Schluck seines Getränkes. Auf dem
Tisch stand noch immer das Gerät und verbreitete einen lila [NRPG: richtig in Erinnerung?] Schein.
„Hören Sie“, sagte sie schließlich, „ich habe meine Zeit auch nicht gestohlen, also entweder sie kommen jetzt
dann zur Sache oder ich gehe wieder!“
Aber Antwort bekam sie keine. Nein, Methos schien etwas gehört zu haben. Allerdings hatte Llaiir davon nichts
mitbekommen.
„Was ist los?“, fragte sie daher etwas verwirrt.
Wieder keine Antwort. Nein, Jarod Methos stand auf und verließ gemächlich sein Quartier. Die Romulanerin
erhob sich ebenfalls und folgte ihm - wohin auch immer.
 Gang 
Methos hatte die Nachricht vom Captain erhalten. Und hatte sich zu ihm aufgemacht. Llaiir verfolgte ihn. Und
sie hatte ja allen Grund dazu, schließlich wollte er ja mit ihr eine wichtige Sache Besprechen. Er blieb ruckartig
stehen und Llaiir lief auf ihn auf.
„Miss, es tut mir furchtbar Leid.“ Und das tat es ihm wirklich. „Aber es ist ein wichtiger Termin dazwischen
gekommen. Wissen sie, wir beide müssen uns nachher weiter unterhalten. Mein Friseur wartet.“
Jarod schüttelte ihr die Hand und drückte ihr dabei einen Datenkristall in die selbige. Er stieg in den Turbolift ein
und hinterließ sie mit einem erstaunten Gesichtsausdruck. Auf dem Kristall waren nur ein paar Namen und
Gesichter unter anderem auch das von Anführer Selsa. Im Geheimen hoffte Jarod die Daten würde sie neugierig
machen und sie würde ein paar Nachforschungen machen.
Die Romulanerin blickte ihm verwirrt nach. Sie war eigentlich der Meinung gewesen Methos inzwischen besser
zu kennen und doch schaffte er es immer wieder sie aus der Fassung zu bringen.
Schließlich warf sie einen Blick auf den Kristall in ihrer Hand. Sie fragte sich warum sie ihn von Methos
bekommen hatte und was wohl darauf gespeichert war. Vorsichtig drehte sie ihn und betrachtete ihn von allen
Seiten. Allerdings wurde sie dadurch natürlich nicht schlauer.
„Ich werd mir das später genauer anschauen“, sagte sie zu sich, steckte den Datenkristall ein und machte sich
dann auf den Weg zur Brücke. Schließlich hatte sie ja eigentlich Dienst.
 Friseurraum [TO: So was haben wir?!] 
„Luigy na bereit?“ [TO: Warum sind alle Barbiere Franzosen oder Italiener?]
Und er setzte sich auf den Stuhl und ließ sich rasieren. Das dauerte nicht allzu lange, mit frischer Rasur und
einem Lied auf den Lippen trat er Storm und Dawson gegenüber.
 Brücke 
Dawson rutschte wiederholt ein wenig gelangweilt in seinem Sessel hin und her. Er musste sich schon
arg bemühen, sich auch weiterhin zu konzentrieren. Das seltsame Verhalten der Crewmitglieder
beschäftigte ihn immer noch, da Dawson nicht verstand, warum auf solch einem geheimen Schiff
noch so eine Geheimhaltung von Nöten war. Er überlegte kurz und musste feststellen, dass es ihn
vor allem störte, dass er von den ‚geheimen‘ Beratungen im Captainsroom ausgeschlossen wurde.
Er rutschte wieder einmal auf die andere Pobacke, als plötzlich in seinem Ohr die Stimme Storms, die ihn mit
einem geheimen Kommandocode befahl den Captainsroom aufzusuchen, erklang.
Als die Botschaft beendet war, merkte er, dass nur er die Stimme gehört hatte, die Stimme vielmehr durch
dem ihm eingepflanzten subkutanen Transponder [TO: Iieh- ein Cyborg!] direkt in sein Gehirn übertragen
wurde. Er sprang sofort auf und bemerkte die sich auf ihn richtenden Blicke und stammelte sofort:
„Verdammt, ich hätte beinahe etwas vergessen, dem Captain zu sagen.“
Er übergab Torex Oxila das Kommando und ging nach außen hin völlig ruhig zum Raum des Captains.
 Captainroom 
Storm starrte noch immer auf die beiden PADDs.
„Soso - ein Doppelagent... oder doch eher ein Tripleagent?! Da greift also einer nach den Sternen... als würde die
Mission nicht schon reichen - jetzt auch noch sowas... wenn wir jetzt nicht aufpassen und ganz vorsichtig mit der
Lage umgehen, dann können wir einpacken...“, murmelte Storm gedankenverloren vor sich hin - nein:
gedankenverloren war der falsche Begriff... sein Gehirn arbeitete auf Hochtouren - an den Schläfen pulsierten
die Adern regelrecht. [TO: Wie bei diesen Außerirdischen, die Cpt. Pike gefoltert haben? ;-)]
„Storm an alle Führungsoffiziere und deren Stellvertreter! Sofern es ihre derzeitige Arbeit zulässt, bitte ich sie,
sich in zwei Stunden im Besprechungsraum einzufinden! Storm Ende!“
Andrew nickte in Gedanken.
Und dann tat er etwas, von dem er gehofft hatte, so schnell nicht darauf zurückgreifen zu müssen:
„Computer - Notfallprogramm Storm Zeta Gamma ausführen; Authorisation Storm 15874!“
Ein bestätigender Ton kam zurück und kurz darauf hüllte sich Storms Büro in ein gedämpftes Licht - als visuelle
Bestätigung der Aktivierung des Programms. [TO: Warum bevorzugen GHD-Kräfte eigentlich so eine
Nachtclubatmosphäre?]
Dann betätigte er sein Comm erneut - diesmal war allerdings nur eine Spezialfrequenz aktiviert - eine Frequenz,
von der außer ihm keiner wusste.
„Achtung - begeben sie sich augenblicklich in den Captainsroom! Code Sub-Zero!“, sagte Andrew und die
Adressaten, nämlich Dawson und Methos, würde wissen, das schon alles in Flammen stehen musste, wenn sie
dieses Codewort hörten. [TO: Das ist wohl eine Sprache, von der nur das A-Team weiß, oder Hannibal?]
Während Andrew ungeduldig wartete, schickte er auf einem neuartigen Frequenzband, was ebenfalls noch zur
ultrageheimen Ausstattung des Schiffes gehörte und erst mit Aktivierung des Zeta Gamma Codes aktiv werden
konnte, zwei knappe Nachrichten ab. Der GHD hatte viele Unterabteilungen - eigentlich gab es keine wirkliche
Hierarchie, vielmehr stritten sich mehrere Parteien um die Macht, so dass der ‚offizielle‘ oberste Rat des GHD
inzwischen nicht mehr viel zu sagen hatte, sondern nur mehr ein Fragment war - ganz andere hatten inzwischen
die tatsächliche Macht des großen GHD in ihren Händen und ließen sich nicht mehr viel von ihren eigentlich
Vorgesetzten sagen. Die U.S.S. Shadow gehörte zwar offiziell dem an, was als GHD bekannt war, inoffiziell
allerdings folgte Storm nur den Befehlen eines einzelnen Mannes, der selbst - ohne Kenntnis des GHD- eine
eigenständige Abteilung führte: Admiral Masters.
An diesen ging auch die erste Nachricht.
Die zweite ging an eine andere Splittergruppe, die Sektion...
 ein paar Minuten später 
Im Raum endlich angekommen, bemerkte er die düstere Beleuchtung und erwartete schon fast aufsteigenden
Nebel und Opiumgeruch in der Luft, als ihm Storm auffiel, der am Fenster stand und hinausschaute, das
Adrenalin ließ das Blut in seinem Kopf dröhnen und er wusste, dass er sich noch einen Moment gedulden
musste, er und Methos hatten ausgemacht, dass dieser einige Minuten später erst eintreffen sollte, um
Aufmerksamkeit zu vermeiden.
 7 Minuten später 
Methos kam gemütlich schlendernd ein Liedchen trällernd in den Raum hereinspaziert. Wäre es jemand anderes
gewesen, so hätte Dawson sich über die Art beschwert, so verrückt aber Methos wirkte, war er sicher, dass der
Verbindungsoffizier weniger Aufmerksamkeit erregt hatte, als er durch sein stürmisches Aufspringen.
[TO: Weiter in der nächsten Auswertung ]
 Brücke 
Llaiir nahm wieder ihren Platz an der Navigationskonsole ein und dachte über das seltsame Gespräch in Methos
Quartier nach. Bzw. darüber, dass das Gespräch eigentlich gar nicht stattgefunden hatte.
Nach einiger Zeit schüttelte sie diesen Gedanken aber wieder ab. Momentan würde sie ohnehin nichts über den
Datenkristall rausfinden, aber nach Dienstschluss konnte sie sich darum kümmern. Mit diesem Entschluss und
sich zufrieden, konzentrierte sie sich wieder ganz auf die Steuerung des Schiffes, wenn sie da auch momentan
nicht viel zu tun hatte.
Und dann nach einiger Zeit erreichte sie ein Comruf des Captains. Es sollte also eine Konferenz stattfinden.
Die Romulanerin übergab ihren Platz an einen Ensign und überquerte dann die Brücke um in den
Besprechungsraum zu kommen.
 Gänge 
Direkt nachdem er die Brücke verlassen hatte ließ er sich vom Computer den Weg zum Maschinenraum zeigen.
Auf dem Weg dorthin aktivierte er sein Com: „Ensign Maine an Chefingenieur Metsen. Bitte kommen Sie
dringend zum Maschinenraum. Es gibt einige Spezifikationen die eingegeben werden müssen. Maine Ende.“
 Maschinenraum 
Maine war im Maschinenraum angekommen. Nur leider konnte er den CING dort nirgendwo sehen. Er aktivierte
sein Com und versuchte noch einmal sein Glück .
„Ensign Maine an Chefingenieur Metsen. Bitte kommen Sie dringend zum Maschinenraum.“
Kaum hatte Maine seinen Com Ruf an den CING beendet erklang der Rundruf des Captains : „Storm an alle
Führungsoffiziere und deren Stellvertreter! Sofern es ihre derzeitige Arbeit zulässt, bitte ich sie, sich in zwei
Stunden im Besprechungsraum einzufinden! Storm Ende!“
Was nun ? Maine wollte eine so wichtige Änderung der Systeme nicht ohne seinen Chef durchführen, zumal er
ihn ja noch gar nicht kannte. Also beschloß er zu warten, und sich gegebenenfalls pünktlich im Besprechungsraum einzufinden.
Da sich der CING nicht bei Ihm meldete und die Zeit so langsam knapp wurde beschloß Maine zu dem
Konferenzraum zu gehen. Auch wenn er gerade erst an Bord gekommen war, der Ruf galt allen
Führungsoffizieren und deren Stellvertretern, und das war er ja nun mal.
 zwei Stunden später 
Geschafft. Nach 2 Stunden harter Arbeit war Nick mit dem Hauptkonverter fertig. Zumindest mit einer
Notüberbrückung. Sie würde wohl erstmal halten, aber er musste ein paar Sicherheitsmaßnahmen treffen.
Deswegen schaltete er das Replikatorsystem ab und alle Einrichtungen auf minimale Energie, außer der
Lebenserhaltung. Sofort wurde es merklich dunkler und auch kühler. Das war wohl nicht sonderlich angenehm,
aber die Priorität war Warpantrieb und Tarnung wenigstens auf minimaler Leistung zum Laufen zu bringen. Er
packte sein Werkzeug ein und verließ den Raum. Eine Konferenz stand an. Also ein Quatschzirkus. Er würde
zuhören. Ein paar Leute würden quatschen. Und er würde sich überflüssig vorkommen. Aber er hatte eine Idee.
Er nahm den kaputten Konverter. Den könnte er dann in Ruhe nach dem Fehler untersuchen. So ausgerüstet ging
er.
 Casino 
Gi'ral blätterte mißmutig in einer Antiquität, einem „Buch“, wie es die Menschen auch bezeichneten. Sie hatte
es sich auf Vorschlag eines Crewmitglieds replizieren lassen, um neue Getränke zu kreieren. „Die exotischsten
Cocktails“ von einem gewissen Herrn Barkeeper geschrieben, hielt nicht, was es versprach. Die Hälfte der
Zutaten kannte sie nicht, die andere Hälfte hatte sie nicht an Bord und der Replikator streikte ebenfalls sie zu
erstellen. Sie hatte mehr davon erwartet, denn eigentlich hatten sie zwei Gründe dazu bewogen. Erstens: Ihr war
langweilig. Zweitens: Die Motivation der Crew sank stetig. Und beides wollte sie ändern. Sie war zwar nicht der
Counselor, aber doch in gewisser Weise für die Stimmung der Crew verantwortlich.
Gerade hing sie über einer Seite, die doppelt so viele Gäste versprach, wenn man eine so genannte „Happy
Hour“ einführte. Gerade wollte Gi'ral herausfinden, was es mit der „fröhlichen Stunde“ auf sich hatte (sie
vermutete etwas Unmoralisches, dem der Captain bestimmt nicht zustimmen würde), als sie die Nachricht eben
dieses Mannes vernahm, dass sich alle Führungsoffiziere und deren Stellvertreter in zwei Stunden im
Besprechungsraum einfinden sollten.
Gi'ral schlug das Buch zu. Das klang interessant...ja nahezu spannend. Sie überlegte kurz, um für sich selbst
festzustellen, dass sie als Casinovorsteherin und offizielle Cocktailmixerin bestimmt zu den angesprochenen
Führungsoffizieren gehörte.
 Besprechungsraum, 11:10 
Torex Oxila betrat den spartanisch eingerichteten Besprechungsraum, an dem man mehr noch als sonst die
beengten Dimensionen an Bord erkennen konnte und ließ sich auf seinen Sitz fallen. Er war immer noch müde,
nach dem er sich in der Nacht nur ein paar Stunden im Bett gewälzt hatte; jetzt, wo er eine Antwort auf die Frage
zu haben schien, die ihn beschäftigt hatte, wollte er eigentlich nichts mehr, als ins Bett, aber vorher stand noch
eine wichtige Konferenz an. Und was danach kam, darüber konnte er nur wage Vermutungen anstellen.
Wahrscheinlich würde er noch eine Doppelschicht aufgebrummt bekommen, bis er irgendwann vor Müdigkeit
vornüber in einen Teilchenbeschleuniger kippen würde – ein unrühmliches Ende für eine solche Kapazität. Die
Vorstellung an die Nachrufe zauberte ein müdes Lächeln auf das Gesicht des Trills, der auf der schwarzen
Tischplatte, in die Holoemittoren eingebaut waren, lümmelte.
Noch war niemand sonst anwesend und der Trill fürchtete, einzunicken, bevor die Konferenz überhaupt begann.
Die Türen öffneten sich und verstohlen huschte eine geduckt gehende Gestalt in den Besprechungsraum, nicht
ohne sich vorher noch einmal umzusehen. Von der Romulanerin war nichts zu sehen, weder hinter ihm, noch vor
ihm, im Konferenzraum.
Erleichtert ging Franklin Shamroy an der zerstört aussehenden Gestalt vorbei, die bereits im Raum war und warf
ihr nur einen kurzen Blick zu.
„Guten Tag, Doc...“, murmelte Oxila. Er war zu müde, um Haltung anzunehmen und wusste auch, dass Shamroy
wohl nicht allzuviel Wert darauf legte.
Shamroy beobachtete den Trill nur aus den Augenwinkeln und zischte etwas wie „Optimist!“. Doch der
Wissenschaftler ließ sich nicht aus seiner phlegmatischen Ruhe – oder war es ein Wachkoma? – bringen und
verfolgte ihn nur mit den Augen.
Shamroy ließ sich auf einen der Stühle nieder, die am weitesten vom Trill entfernt waren. ‚Der kennt diese
Romulanerin viel zu gut! Eigentlich sollte man diesen alten Knackern mehr Weisheit zutrauen‘, dachte er
mürrisch.
Zusätzlich drehte er noch seinen Stuhl, so dass er ins Weltall blickte, wo die Sterne an ihnen vorbeizogen.
Shamroy spiegelte sich im Fenster und widerwillig betrachtete er sich: Die fahle Gesichtsfarbe, die eingefallenen
Wangen, die breiten Lippen. Das dichte, dunkle Haar, das ihm über die Ohren und die Stirn fiel und ihm immer
einen zerzausten Eindruck gab.
Er schloß die Augen, denn er konnte den Anblick nicht ertragen.
Etwas übermütig stürmte Sydney mit blitzenden Augen in den Besprechungsraum. Ihre Unternehmungslustigkeit
wurde gedämpft als ihr die Stimmung, die in dem Raum herrschte, entgegen schlug. Die Halbxenexianerin
mäßigte ihr Tempo ein wenig.
Missmutig betrachtete Syd die beiden Offiziere, die in ihren Sesseln hingen und nicht grade vor Lebensfreude
sprühten. Mit einem resignierenden Seufzer auf den Lippen ließ sie sich in einen Sessel fallen und starrte raus
auf die Sterne.
Wenige Minuten später erreichte Nick Metsen den Konferenzraum, setzte sich die Anderen ignorierend und
schweigend an den Tisch und breitete sein Werkzeug aus. Damit begann er dann auch unter Nutzung mehrere
Plätze den Konverter Stück für Stück auseinander zu nehmen und zu untersuchen.
Ungefähr zwei Stunden später war Gi'ral auf dem Weg in den Konferenzraum. Als sie diesen betrat, wurde sie
von den meisten Anwesenden etwas verwundert angesehen. Sie ließ sich dadurch aber nicht irritieren und setzte
sich neben Torex um auf den Captain zu warten.
Torex‘ Augen wanderten zur Tür, als sie sich öffnete, bereit um aufzuspringen, wenn der Captain kommen sollte
oder weiterzudösen – wenn sonst wer kommen würde.
Erleichtert stellte der Trill fest, dass es nicht der Captain war, denn Aufzustehen hätte ihn vermutlich das Leben
gekostet, aber der Anblick der sich ihm bot, überraschte ihn dennoch: Seit wann gehörte Gi‘ral Tel‘Peh zu den
Führungsoffizieren?
„Guten Taaa...*gähn* ....aag, Miss Gi‘ral. Was führt Sie zu uns?“, fragte er unter maßloser Selbstüberwindung.
Gi'ral starrte den Wissenschaftsoffizier irritiert an. Wie konnte man denn so gelangweilt und müde sein, wo es
doch offensichtlich heute noch richtig spannend werden würde.
„Mr. Oxila, irgendwie sehen sie müde aus...was haben sie denn die Nacht über getrieben? Also, wenn diese
Konferenz hier vorbei ist, werde ich sie persönlich ins Casino zerren und ihnen dort den stärksten Kaffee ihres
Lebens zubereiten!“
In diesem Augenblick öffnete sich zischend die Tür des Konferenzraumes, die junge Romulanerin trat ein und
setzte sich auf die andere Seite neben Torex.
Und dann geschah etwas Erstaunliches: von einer Sekunde auf die andere schien dieser wieder hellwach zu sein.
Sein Körper, der eben noch schlaff auf dem Konferenztisch herumgelegen hatte, spannte sich mit einem Mal und
nahm wieder Form an, sogar seine dunklen Flecken schienen für kurze Zeit noch dunkler zu werden. Gi'ral
schien er völlig vergessen zu haben, denn er strahlte jetzt seine andere Tischnachbarin an.
Gi'ral konnte es sich nicht verkneifen über das Verhalten des Wissenschaftsoffiziers breit zu grinsen, obwohl ein
winzig kleiner Teil ihres selbst über den romantischen Aspekt zufrieden seufzte. Eines war sicher, manche
Sachen waren sogar wirksamer als ihr Kaffee - und das war gut so.
Mit einem leisen Zischen öffnete sich die Tür und Llaiir trat in den Konferenzraum. Dort hatten sich schon
einige der Führungsoffiziere versammelt, allerdings wirkten manche als würden sie gleich einschlafen. Vor
allem der Trill hing in seinem Sessel wie ein müder Krieger nach einer Schlacht auf seinem Pferd. Die
Romulanerin fragte sich, ob er bald von dem Sessel runterfallen und unter den Tisch fallen würde.
Sie ging zu dem freien Platz neben ihm und setzte sich dort. „Müde?“, fragte sie unnötigerweise.
Da sie nicht gleich eine Antwort erhielt, ließ sie ihren Blick weiter durch den Raum gleiten und was stach ihr da
in die Augen? Ein Sessel, der nach außen zu den Sternen gedreht war und dessen „Inhalt“ sich in den Scheiben
spiegelte. Llaiir erkannte ein Gesicht, das sie leicht an ihres erinnerte: Schwarze Haare, spitze Ohren, eine leicht
grünliche Haut und Stirnwülste - Shamroy war also auch anwesend. Das konnte ja heiter werden...
Franklin Shamroys Augen waren stetig ins Nichts gerichtet, nur vage registrierte er die vorbeiziehenden Sterne.
Er fügte sich perfekt in die Runde von Miesepetern, Schlafmützen und Stimmungskanonen ein, die bis jetzt der
Konferenz „beiwohnten“.
Irgendwo am Rande seines Bewusstseins nahm er den Ton der sich öffnenden Tür war, ein Zischen wie bei einer
Schlange, und einen Schatten, der sich näherte und setzte. Aber bevor er noch die Stimme hörte, bevor er das
Gesicht in den spiegelnden Scheiben erblickte, drang ein Geruch an seine Nase.
Franklin hatte ein gutes Riechorgan und er nahm viele Gerüche auf; manche Menschen merken sich Gesichter,
andere Stimmen, andere Namen. Franklin Shamroy konnte Menschen am Geruch erkennen und wahrnehmen.
Der Geruch, der ihm nun in die Nase stieg, kam ihm bekannt vor, er hatte ihn schon vorher bemerkt und gleich
als er zum ersten Mal die dazugehörige Person gesehen hatte, hatte er beschlossen, dass es ein schlechter Geruch
war.
Plötzlich kostete es ihn eine große Mühe, in der selben Position zu verharren, die er schon seit fünf Minuten
eingehalten hatte. Er spürte, wie es ihm eng wurde im Raum, er fühlte, wie sein Atem schwerer wurde – oh,
dieser Geruch! – und er bemerkte den Schweiß, der auf seine Stirn trat.
Er bewegte seine Kopf nicht, doch seine Augen erblickten die Fratze, die ihn beständig anstierte. Es war die
Romulanerin.
‚Ruhig bleiben. Tief atmen. Durch den Mund. Nicht riechen! Ruhig!‘, dachte er. ‚Oh, dieser Geruch!‘
So müde er auch war, als sich Llaiir neben Torex setzte, machte dessen Herz einen Sprung und beschleunigte
seinen Puls auf mindestens 55! Er versuchte ein Gähnen zu unterdrücken, scheiterte und dennoch machte die
Welt wieder Sinn.
Warum hatte sich die Romulanerin ausgerechnet neben ihn gesetzt, wo sie sich doch erst unlängst wegen einer
Lappalie gestritten hatten?!
Schnurzegal, Torex freute sich darüber und mobilisierte die letzten Reserven, um ein Lächeln zu erzwingen.
„Hallo Llaiir, wie geht‘s dir? Freut mich, dass du dich neben mich gesetzt hast!“, sagte Torex überraschend
ehrlich.
„Bis jetzt geht es mir eigentlich noch ganz gut, aber vielleicht ändert sich das nach dieser Konferenz ja...“,
antwortete sie darauf.
Auch sie bereute es nicht sich auf diesen Platz neben den Trill gesetzt zu haben, im Gegenteil, sie hatte bewusst
diesen Platz gewählt. Sie fühlte sich in Torex Nähe für gewöhnlich ganz wohl - auch wenn es meistens an irgend
einem Punkt zu einem Streit kam. Eine Tatsache, die sich die Romulanerin nicht wirklich erklären konnte,
schließlich legte sie keinen Wert auf diese Streitereien.
Sie lächelte Torex an: „Ja, mich freut es auch, dass ich mich neben dich gesetzt habe!“
Nachdem Maine mit Hilfe des Computers den schon ziemlich vollen Konferenzraum gefunden hatte suchte er
sich einen Platz am Rande des Geschehens. Er bemerkte einige erstaunte Gesichter, in denen sich viele Fragen
widerspiegelten, aber er hatte jetzt nicht vor sich nach vorne zu begeben um sich vorzustellen. Das hatte
noch Zeit, jetzt gab es wohl etwas wichtigeres.
„Guten Tag, Mister...äh.. ja, Guten Tag!“, meinte Torex, als ein Offizier mit goldenen Kragen den
Konferenzraum betrat. Zuerst grüßte er ihn, als er ihn nur in den Augenwinkeln sah, ohne ihn genau zu mustern
oder zu erkennen. Wer immer es war, er würde sich schon noch vorstellen und Torex‘ Aufmerksamkeit galt
jemand anderem.
Der kleine Streit schien verblasen zu sein und damit auch Torex‘ Müdigkeit. Zumindest im Moment,
wahrscheinlich würde er nicht in der Lage sein, seinen Bericht zu halten, aber das war ihm im Moment egal.
„Wenn ich nicht so müde würde ich dir gerne ein paar interessante Details erzählen, es geht um das Attentat...
Aber sag mal Llaiir, als ich vorhin vom Captain kam, hab ich dich gar nicht auf der Brücke gesehen. Ich dachte,
du hättest Dienst?“
Llaiir hob kurz den Kopf als ein ihr unbekannter Offizier den Raum betrat. Nun, wahrscheinlich handelte es sich
um diesen Typen den sie von dem Asteroiden abgeholt hatten. Dann wandte sie sich wieder dem Trill zu, der ihr
gerade eine Frage gestellt hatte:
>„Aber sag mal Llaiir, als ich vorhin vom Captain kam, hab ich dich gar nicht auf der Brücke gesehen. Ich
dachte, du hättest Dienst?“<
„Hatte ich eigentlich auch, aber Mr. Methos hat mich zu einem Gespräch bei sich im Quartier eingeladen...“,
antwortete Llaiir darauf und musste wieder an den Datenkristall in ihrer Hosentasche denken.
‚Hm, ist ja seltsam,‘ dachte Torex beiläufig. Doch weiter kam er nicht, da der Captain den Konferenzraum
betrat.
[Weiter in der nächsten Auswertung]
 Holodeck, irgendwann am Nachmittag 
Sydney begab sich direkt nach ihrem Dienstschluss auf das Holodeck, um einen Plan durchzuführen, der ihr
schon seit langem nicht mehr aus dem Kopf ging. Dafür braucht sie aber die Hilfe einer Person, die bestimmt
nichts dagegen hatte. [TO: Ich dachte, dass Holodeck sei bis aufs weitere gesperrt!?]
„S'Adean an Llaiir! Würdest du bitte auf dein Holodeck kommen? Ich würde gerne etwas mit dir besprechen.“
 Quartier Llaiir und Syd 
Die Romulanerin war gerade damit beschäftigt, wieder etwas mit ihrem Dolch zu trainieren, als sie plötzlich per
Comruf abgelenkt wurde. Daher ging der letzte Dolchwurf auch daneben und steckte, statt in einer extra dafür
aufgestellten Holzwand, in einem Bild an der Wand. Missmutig schüttelte Llaiir den Kopf. Sie würde wohl ein
neues Bild replizieren müssen. Da die Romulanerin noch nicht auf den Comruf reagiert hatte, wurde er
wiederholt: >“S'Adean an Llaiir! Würdest du bitte auf dein Holodeck kommen? Ich würde gerne etwas mit dir
besprechen.“<
„Gut, ich bin gleich da!“, antwortete Llaiir und steckte bei diesen Worten den Dolch wieder hinter den
Stiefelschaft.
 Holodeck 
Llaiir betrat das Holodeck und blickte die Halbxenexianerin fragend an. „Worum geht's?“
Die Halbxenexianerin drehte sich um als Llaiir das Holodeck mit den Worten betrat: „Worum geht's?“
Anstatt etwas zu sagen, versiegelte Syd mit ihrem Sicherheitscode die Türen des Holodecks damit keiner sie
überraschen konnte. [TO: Für mich fällt das unter ‚Missbrauch von Privilegien‘]
Danach wandte sie sich mit einem frechen Grinsen auf den Lippen an die Romulanerin: "Hättest du Interesse
daran mir bei einem technischen Eingriff in die Subroutinen des MHN zu assistieren?“
Mit glitzernden Augen erklärte Syd Llaiir ihren Plan. [TO: Toll; eine Pilotin und eine Sicherheitsbeamtin
machen sich an einem hochsensiblen, lebensnotwendigen Gerät zu schaffen...]
„Willst du mir dabei helfen?“
Llaiir dachte nach. Der Plan klang nicht schlecht, aber sie wusste auch, dass sie damit gegen die Regeln des
Schiffes verstoßen würde. [TO: Mach dich schon mal mit der Arrestzelle vertraut *hämisch grins*]
„Hm“, sagte sie daher. „Ich denke, wir sollten es versuchen...“
„Keine Sorge wir werden schon nicht erwischt, außerdem lohnt sich das Risiko. Ich hoffe nur, dass der Arzt
selber nicht zu einem medizinischen Notfall wird wenn er unser Geschenk sieht.“, [TO: Und wenn? Was macht
ihr dann?] erwiderte die Halbxenexianerin ernst und befahl dann:
„Computer, aktiviere das MHN.“
Sofort tauchte das Hologramm auf und begann rumzumeckern als er von ihrem Plan erfuhr. Syd deaktivierte
seine Stimmenmuster und wandte sich dann an Llaiir: „Und wie stellst du dir jetzt so einen romulanischen
Soldaten vor? Ich habe noch nie einen gesehen.“ [TO: Sei lieber froh!]
„Na dann“, sagte die Romulanerin und ging zu der Konsole mit deren Hilfe sie das MHN modifizieren konnten.
Sie gab eine paar Befehle ein und fror damit das MHN erst mal ein. Sie konnte während der Arbeit auf seine
Kommentare und Jammereien verzichten. Als erstes änderte sie die Haare des Doktors: sie wurden schwarz und
bedeckten den ganzen Kopf. Außerdem wiesen sie den typischen romulanischen Haarschnitt auf.
Als nächstes änderte Llaiir die Hautfarbe mehr ins grünliche und fügte außerdem die Stirnwülste dazu.
„Soviel mal zum Körper“, meinte sie dann und grinste Sydney an. „Und jetzt zur Kleidung...“
Nach ein paar weiteren Befehlen änderte sich die Sternenflottenuniform des Doktors in die Uniform eines
romulanischen Soldaten. [NRPG: ein bestimmter Mensch würde nun Kartoffelsack sagen... *g*] [TO: ...]
„Na, was meinst du?“, fragte sie dann die Halbxenixianerin.
Diese grinste.
„Warte, mir ist gerade noch was eingefallen!“, sagte Llaiir aber dann und manipulierte das Hologramm noch
etwas: Es konnte nur noch romulanisch sprechen und erhielt außerdem noch einen Disruptor.
„Okay, ich bin zufrieden“, meinte sie dann. [TO: Das fällt unter Mobbing!]
Sydneys Grinsen wurde immer breiter als sie das Ergebnis von Llaiirs Veränderungen an dem Hologramm sah.
Er sah einem romulanischen Soldat täuschend ähnlich oder eher gesagt sah wie ein echter aus.
„Ja, mir gefällt er auch, aber wie kriegen wir den Doc dazu, das MHN zu aktivieren?“
Llaiir zuckte mit den Schultern. Ehrlich gesagt hatte sie keine Idee.
„Hm, vielleicht wäre es möglich, dass er sich automatisch aktiviert, sobald Shamroy die Krankenstation betritt,
aber soweit will ich nicht in das Programm eingreifen...“ [TO: Wenn man Aussehen, Sprache sowie Kleidung
ändert und mit einem Disruptor einen Tricorder ersetzt – dann macht es wohl nichts mehr aus, oder?]
Die Romulanerin blickte ratlos auf ihre Zimmergenossin.
„Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, du vielleicht?“
Sydney betrachtete die Romulanerin, die etwas ratlos auf den Holodeck herum stand, ein Weile, während sie
angestrengt nachdachte.
„Ja, vielleicht. Shamroy benutzt das MHN immer um die Krankenstation zu putzen. Wenn da jetzt irgend etwas
geschehen würde, wo durch sein Heiligtum dreckig würde, dann würde er doch eigentlich unseren Freund hier
aktivieren, da er sich selber bestimmt nicht die Hände schmutzig macht. Fragt sich nur wie wir die KS schmutzig
kriegen?“
„Hm, vielleicht können wir ihn irgendwie dazu bringen, dass er etwas fallen lässt, oder das etwas runterfällt...“,
schlug Llaiir nach einer Nachdenkpause vor.
„Die Frage ist nur, wie bringen wir ihn dazu etwas fallen zu lassen bzw. wodurch würde etwas runterfallen?“
Sydney betrachtet die Romulanerin einige Augenblicke lang, während sie über deren Frage nachdachte. „Nein,
ich habe keine Idee. Am besten wäre wenn wir einfach abwarten. Irgendwann wird der Arzt das MHN schon
aktivieren, damit es die Dreckarbeit macht. Sollen wir das machen oder hast du keine Lust darauf zu warten bis
der Doc sein Geschenk erhält?“
„Das klingt ganz vernünftig“, sagte Llaiir. „Und vielleicht haben wir ja plötzlich eine gute Idee und die können
wir dann immer noch umsetzen!“ [TO: Vernünftig? Ich kann hier nirgendwo Vernunft sehen..]
Sydney maß das romulanische MHN nochmals mit einem kritischen Blick als ihr noch etwas einfiel. Schnell
gab sie einige Befehle in die Wandkonsole ein. Dann wandte Syd sich an die Romulanerin, die sie fragend
ansah: „Ich habe grade noch etwas geändert. Das MHN wird sich in seinen früheren Zustand zurück verwandeln,
falls ein echter Notfall auf der Krankenstation herrscht. Ich will nicht, dass wegen unserem Streich einer
Schäden davon trägt. Außerdem habe ich unsere Spuren verwischt, damit uns keiner auf die Schliche kommt.“
Insgeheim machte sich Syd Sorgen wegen des Captains, da dieser laut seiner Akt Gedanken lesen konnte. Aber
sie war bereit die Konsequenzen für ihren kleinen Streich zu tragen falls sie erwischt wurde.
‚Hoffentlich hat der Captain Sinn für Humor.‘, dachte Syd. [TO: Darauf würde ich nicht wetten]
„Gut, das ist auf jeden Fall eine gute Idee und ich denke, dass sich sicher einmal eine Möglichkeit ergibt, wo
Shamroy das MHN verwenden wird, auch wenn kein Notfall ist.“
Llaiir ließ sich kurz ein paar Gedanken durch den Kopf gehen. „Oder glaubst du, wäre es möglich, dass MHN so
zu programmieren, dass es sich automatisch aktiviert, wenn Shamroy seit 10 Minuten allein in der
Krankenstation ist? Oder ziehen wir damit zuviel Aufmerksamkeit auf uns?“
Als Sydney die Idee von Llaiir zu hören bekam, ärgerte sie sich im ersten Moment darüber dass sie nicht selber
darauf gekommen war. Doch dann konzentrierte sich die Halbxenexianerin darauf einen Weg für die
Durchführung von Llaiirs Plan zu finden.
„Klar, könnten wir das MHN so programmieren, dass es sich automatisch aktiviert. Das nimmt ein paar Minuten
in Anspruch. Was die Aufmerksamkeit angelangt, denke ich nicht, dass der Verdacht dadurch direkt auf uns
gelenkt wird. Es gibt kaum eine Person auf dem Schiff, die den Doktor sympathisch findet. [SA: Gibt es
überhaupt einen, außer dem Doc selber ;-) ][TO: Klassisches Vorurteil und Mobbing. Torex hat zumindest
Mitleid und Sympathie mit Shamroy!]
Außerdem sind momentan alle zu sehr mit der Mission beschäftigt, um sich um die Aufklärung dieses kleinen
Zwischenfalles zu kümmern. Ich hoffe nur, dass der Doc nicht direkt schiffesweiten Alarm auslösen wird, weil
er denkt die Romulaner wollen das Schiff entern.“ [TO: Gute Idee ]
Llaiir dachte nach. Es wäre wirklich nicht gerade glücklich, wenn der Doktor einen Alarm auslösen würde. Vor
allem da die Situation momentan ohnehin schon sehr angespannt war.
„Ich weiß nicht...“, sagte sie nach einer Weile, „ist es wirklich klug, wenn wir das jetzt alles so machen?
Immerhin wird gerade ein Saboteur gesucht und ich denke mit dem was wir hier machen, lenken wir noch die
Aufmerksamkeit auf uns.“ [TO: Tja, daran hättest auch vorher schon denken können!]
Llaiir verfiel wieder in Schweigen und dachte an ihre Aktion im Frachtraum, wo sie das erste mal auf Methos
getroffen war...
Der Captain war davon nicht gerade begeistert gewesen [NRPG: also von ihrer Aktion und nicht von Methos].
„Was meinst du Sydney, wäre es nicht besser, wenn wir diese Aktion erst ganz ausführen, wenn sich die
Aufregung am Schiff gelegt hat und wir mit den Nachforschungen was den Saboteur betrifft weiter gekommen
sind?“
[Weiter in der nächsten Auswertung]
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