Entstehung der Alpen

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Entstehung der Alpen
vor ... Mill.
Jahren
Ereignis
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Die Hebung der Alpen setzt sich bis zum
heutigen Tag fort, wobei die stärkste Hebung im
Bereich der Zentralalpen stattfindet. In diesem
Bereich tritt daher (zumindest an manchen
Stellen) das Penninikum (grün) zum Vorschein.
Im Norden und Süden bleibt es von den
kalkreichen (Ober-)Ostalpinen Einheiten verdeckt
(Nördliche und südliche Kalkalpen, lila).
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Der Nordschub der Decken setzt sich fort, so
dass auch das Nordpenninikum (Flyschzone,
gelbgrün) teilweise vom Ostalpin (lila)
überschoben und weiter nach Norden verlagert
wird. Gleichzeitig heben sich die Alpen empor.
Infolge der Abtragung bildet sich das eigentliche
Gebirge. Die Flüsse transportieren den
Abtragungsschutt in eine Vortiefe nördlich (und
südlich) der Alpen, die Molassezone (gelb).
Diese ist noch eine Zeitlang von Meerwasser,
später von Brack- und Süßwasser erfüllt und
erstreckt sich als schmaler Trog vor dem
gesamten Alpen- und Karpatenbogen.
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Das Penninikum (grün) ist vom Ostalpin
überschoben. Das Meer hat sich bis auf wenige
einzelne Becken (Gosaubecken) zurückgezogen.
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Beginn der eigentlichen Gebirgsbildung
(Orogenese): Afrika nähert sich Europa wieder
an, der Meerestrog wird allmählich wieder
geschlossen. Dadurch wird die Erdkruste
verkürzt. Folglich schieben sich die südlichen
Einheiten (Ostalpines Deckensystem, lila) über
die weiter nördlich gelegenen (Süd- und
Mittelpenninikum: heute z.B. im Tauernfenster,
grün). Noch weiter nördlich bildet sich ein
Tiefseegraben (gelbgrün), in den die Sedimente
des Kontinentalrandes hineingeschüttet werden.
Sie werden später die Flyschsandsteine des
Bregenzerwaldes und des Wienerwaldes bilden.
150
Entlang der Bruchzonen dringt Magma auf, es
kommt zu unterseeischem Vulanismus
(Ozeanboden-Basalte, grün). Diese Gesteine
bilden später das Penninische Deckensystem.
Umgewandelte (metamorphe) Reste dieser
Gesteine finden wir heute z.B. am Großglockner
als Grünschiefer- und Eklogit-Lagen, vermischt
mit Kalkglimmerschiefern (Bündnerschiefer).
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Europa und Afrika entfernen sich voneinander
(Plattentektonik!). Dabei verdünnt sich die
Erdkruste und sinkt ab, so dass von Ost nach
West schließlich das Meer eindringt und einen
neuen Ozean bildet, die Tethys. In den flachen
Schelfbereichen vor der heutigen europöischen
Küste leben kalkabscheidende Organismen wie
Korallen, Muscheln, Rotalgen, Grünalgen,
Moostierchen u.a., aus deren Kalkresten sich
mächtige Sedimente bilden. Umittelbar an den
Küsten schütten die Flüsse Sande und Schotter
ins Meer. Aus diesen Ablagerungen bilden sich
später Sandsteine, Konglomerate und Quarzite.
Abbildungen aus: Die Alpen, CD-ROM 66 00200 (FWU), Klett 1999
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