FACHINFORMATION 1. BEZEICHNUNG DES

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FACHINFORMATION
1.
BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Glorianna 0,03 mg/0,15 mg überzogene Tabletten
2.
QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 Tablette enthält 30 Mikrogramm Ethinylestradiol und 150 Mikrogramm Levonorgestrel.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:
1 überzogene Tablette enthält 52,353 mg Lactosemonohydrat und 12,030 mg Sucrose
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3.
DARREICHUNGSFORM
Überzogene Tablette.
Weiße, runde, beidseitig gewölbte, überzogene Tabletten.
4.
KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Orale Kontrazeption.
Bei der Entscheidung, Glorianna 0,03 mg/0,15 mg überzogene Tabletten1 zu verschreiben, sollten
die aktuellen, individuellen Risikofaktoren der einzelnen Frauen, insbesondere im Hinblick auf
venöse Thromboembolien (VTE), berücksichtigt werden. Auch sollte das Risiko für eine VTE bei
Anwendung von Glorianna 0,03 mg/0,15 mg überzogene Tabletten mit dem anderer kombinierter
hormonaler Kontrazeptiva (KHK) verglichen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Wie Glorianna anzuwenden ist
Es muss jeden Tag eine Tablette an 21 aufeinanderfolgenden Tagen eingenommen werden. Daran
schließt sich eine 7-tägige Einnahmepause an, bevor mit der Einnahme der Tabletten aus der
nächsten Packung begonnen wird. Während der Einnahmepause kommt es gewöhnlich zu einer
Entzugsblutung.
Diese Monatsblutung sollte normalerweise 2 bis 3 Tage nach der Einnahme der letzten Tablette
einsetzen und kann noch anhalten, wenn mit der Einnahme aus der nächsten Packung begonnen
wird.
Wie mit der Einnahme von Glorianna Tabletten zu beginnen ist
1
Im Folgendem Glorianna genannt.
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Seite1

Keine vorangegangene Einnahme eines hormonalen Kontrazeptivums (im letzten Monat); mit
der Tabletteneinnahme wird an Tag 1 der natürlichen Monatsblutung der Frau begonnen (d.
h. am ersten Tag der Menstruationsblutung). Falls mit der Einnahme erst zwischen Tag 2 und
5 der Monatsblutung begonnen wird, sollten während der ersten 7 Tage der
Tabletteneinnahme zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen (z. B. eine
Barrieremethode) getroffen werden.

Wechsel von einem anderen Kombinationspräparat zur hormonalen Empfängnisverhütung
(orales Kontrazeptivum, Vaginalring, transdermales Pflaster)
Mit der Einnahme von Glorianna Tabletten sollte vorzugsweise am Tag nach der Einnahme
der letzten wirkstoffhaltigen Tablette des zuvor angewendeten oralen
Kombinationskontrazeptivums (oder nach der Entfernung des Vaginalrings oder Pflasters)
begonnen werden, spätestens aber am Tag nach der üblichen tablettenfreien (ringfreien,
pflasterfreien) Pause oder Einnahme der letzten wirkstofffreien Tablette des zuvor
angewendeten hormonalen Kontrazeptivums.

Wechsel von einem Gestagenmonopräparat (Minipille, Injektion, Implantat) oder einem
Intrauterinsystem (IUS)
Die Frau kann von der Minipille jeden Tag (von einem Implantat oder einem IUS am Tag der
Entfernung, von einem Injektionspräparat zu dem Zeitpunkt, an dem die nächste Injektion
fällig wäre) auf Glorianna Tabletten umsteigen, sollte aber in allen Fällen angewiesen
werden, in den ersten 7 Tagen der Tabletteneinnahme eine zusätzliche Barrieremethode
anzuwenden.

Nach einem Abort im ersten Trimenon
Mit der Tabletteneinnahme kann sofort begonnen werden. In diesem Fall sind keine
zusätzlichen kontrazeptiven Maßnahmen erforderlich.

Nach einer Geburt oder einem Abort im zweiten Trimenon
Zur Einnahme in der Stillzeit siehe Abschnitt 4.6 „Schwangerschaft und Stillzeit“.
Nach einer Geburt oder einem Abort im zweiten Trimenon sollte mit der Tabletteneinnahme
am 21. bis 28. Tag begonnen werden. Bei späterem Einnahmebeginn wird empfohlen,
während der ersten 7 Tage der Tabletteneinnahme zusätzlich eine Barrieremethode
anzuwenden. Hat in der Zwischenzeit bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden, ist vor dem
Beginn der KOK-Einnahme eine Schwangerschaft auszuschließen oder die erste
Monatsblutung abzuwarten.
Vorgehen bei vergessener Tabletteneinnahme
Glorianna enthält eine sehr niedrige Dosis der beiden Hormone, so dass die Wirksamkeitsspanne
des Kontrazeptionsschutzes schmal ist, wenn eine Tablette vergessen wird. Nimmt die
Anwenderin eine Tablette weniger als 12 Stunden zu spät ein, wird der Kontrazeptionsschutz
dadurch nicht beeinträchtigt. Die Tabletteneinnahme soll so bald wie möglich nachgeholt und die
nächsten Tabletten zur gewohnten Zeit eingenommen werden.
Wenn die Einnahmezeit um mehr als 12 Stunden überschritten wurde, kann der
Kontrazeptionsschutz herabgesetzt sein. Für das Vorgehen bei versäumter Einnahme gelten die
folgenden zwei Grundregeln:
1. Die Tabletteneinnahme darf nie länger als 7 Tage unterbrochen werden.
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2. Eine regelmäßige Tabletteneinnahme über 7 zusammenhängende Tage ist erforderlich, um
wirkungsvoll die Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Achse zu unterdrücken.
Daraus ergibt sich folgendes Vorgehen für die tägliche Tabletteneinnahme:
Woche 1
Die Einnahme der vergessenen Tablette soll so schnell wie möglich nachgeholt werden, auch
wenn dies bedeutet, dass zwei Tabletten zur gleichen Zeit einzunehmen sind. Die weitere
Tabletteneinnahme erfolgt dann zur gewohnten Zeit. Während der folgenden 7 Tage sollte
zusätzlich eine Barrieremethode (z. B. ein Kondom) angewendet werden. Hat in den
vorangegangenen 7 Tagen ein Geschlechtsverkehr stattgefunden, sollte die Möglichkeit einer
Schwangerschaft in Betracht gezogen werden. Das Risiko einer Schwangerschaft ist umso größer,
je mehr Tabletten vergessen wurden und je näher dies zeitlich bei der hormonfreien
Einnahmephase liegt.
Woche 2
Die Einnahme der vergessenen Tablette soll so schnell wie möglich nachgeholt werden, auch
wenn dies bedeutet, dass zwei Tabletten zur gleichen Zeit einzunehmen sind. Die weitere
Tabletteneinnahme erfolgt dann zur gewohnten Zeit. Vorausgesetzt, dass die Tabletteneinnahme
an den 7 Tagen vor der ersten vergessenen Tablette korrekt erfolgt ist, sind keine zusätzlichen
kontrazeptiven Schutzmaßnahmen erforderlich. Wenn die Tabletteneinnahme jedoch nicht
korrekt erfolgt ist oder wenn mehr als 1 Tablette vergessen wurde, ist die Anwendung
zusätzlicher Schutzmaßnahmen für die nächsten 7 Tage zu empfehlen.
Woche 3
Ein vollkommener Kontrazeptionsschutz kann aufgrund der bevorstehenden 7-tägigen
hormonfreien Einnahmephase nicht mehr gewährleistet werden. Durch eine Anpassung des
Einnahmeschemas kann jedoch eine Beeinträchtigung des Kontrazeptionsschutzes vermieden
werden. Wird eine der beiden folgenden Einnahmemöglichkeiten angewendet, sind keine
zusätzlichen kontrazeptiven Maßnahmen erforderlich, vorausgesetzt, dass die Tabletteneinnahme
an den 7 Tagen vor der ersten vergessenen Tablette korrekt erfolgt ist. Andernfalls sollte die
erste der beiden Möglichkeiten befolgt und in den nächsten 7 Tagen zusätzliche
Schutzmaßnahmen angewendet werden.
1. Die Einnahme der letzten vergessenen Tablette soll so schnell wie möglich nachgeholt
werden, auch wenn dies bedeutet, dass zwei Tabletten zur gleichen Zeit einzunehmen sind.
Die weitere Tabletteneinnahme erfolgt dann zur gewohnten Zeit, bis die Tabletten
aufgebraucht sind. Mit der Einnahme aus der nächsten Blisterpackung muss dann sofort
begonnen werden, d. h., die 7-tägige Einnahmepause entfällt. Es ist unwahrscheinlich, dass es
vor Aufbrauchen der zweiten Packung zu einer Entzugsblutung kommt, allerdings können
noch während der Tabletteneinnahme Schmier- oder Durchbruchblutungen auftreten.
2. Es kann auch ein Abbruch der Einnahme der Tabletten aus der aktuellen Packung empfohlen
werden. In diesem Fall schließt sich eine 7-tägige Einnahmepause an, die Tage der
vergessenen Tabletteneinnahme eingerechnet. Danach wird mit der Tabletteneinnahme aus
der neuen Packung begonnen.
Wenn die Einnahme mehrerer Tabletten vergessen wurde und während der anschließenden
normalen Einnahmepause keine Entzugsblutung auftritt, sollte die Möglichkeit einer
Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.
Verhalten bei gastrointestinalen Störungen
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Bei schweren gastrointestinalen Störungen erfolgt die Resorption möglicherweise unvollständig
und es sollten zusätzliche kontrazeptive Maßnahmen ergriffen werden.
Bei Erbrechen oder schweren Durchfällen innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme einer
Tablette empfiehlt sich ein Vorgehen wie bei einer vergessenen Tabletteneinnahme. Falls die
Anwenderin ihren gewohnten Einnahmerhythmus nicht verändern will, muss sie die
Ersatztablette(n) aus einer anderen Packung einnehmen.
Verschieben der Entzugsblutung
Um die Entzugsblutung hinauszuschieben, soll unmittelbar nach Aufbrauchen der Tabletten aus
der aktuellen Packung direkt mit der Einnahme aus der nächsten Packung ohne Einnahmepause
begonnen werden. Die Entzugsblutung kann so lange wie gewünscht hinausgeschoben werden,
maximal bis die Tabletten aus der zweiten Packung aufgebraucht sind. Während dieser
Einnahmeverlängerung kann es zu Durchbruch- oder Schmierblutungen kommen. Nach der
üblichen 7-tägigen Einnahmepause wird die Einnahme von Glorianna wie gewohnt fortgesetzt.
Zum Verschieben der Menstruation auf einen anderen als nach dem bisherigen Einnahmeschema
üblichen Wochentag kann empfohlen werden, die bevorstehende Einnahmepause um eine
beliebige Anzahl von Tagen zu verkürzen. Je kürzer das Intervall, desto unwahrscheinlicher
kommt es zu einer Entzugsblutung bzw. desto häufiger treten während der nächsten Packung
Durchbruch- und Schmierblutungen auf (wie beim Verschieben der Entzugsblutung).
4.3
Gegenanzeigen
Kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) dürfen bei Vorliegen einer der unten aufgeführten
Erkrankungen nicht angewendet werden. Sollte eine dieser Erkrankungen zum ersten Mal
während der KOK-Einnahme auftreten, muss die Einnahme sofort beendet werden.



Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe Levonorgestrel, Ethinylestradiol oder einen der in
Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Vorliegen einer oder Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
o
Venöse Thromboembolie – bestehende VTE (auch unter Therapie mit
Antikoagulanzien) oder VTE in der Vorgeschichte (z. B. tiefe Venenthrombose
[TVT] oder Lungenembolie [LE])
o
Bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine venöse
Thromboembolie, wie z. B. APC-Resistenz (einschließlich Faktor-V-Leiden),
Antithrombin-III-Mangel, Protein-C-Mangel oder Protein-S-Mangel
o
Größere Operationen mit längerer Immobilisierung (siehe Abschnitt 4.4)
o
Hohes Risiko für eine venöse Thromboembolie aufgrund mehrerer Risikofaktoren
(siehe Abschnitt 4.4)
Vorliegen einer oder Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
o
Arterielle Thromboembolie – bestehende ATE, ATE in der Vorgeschichte (z. B.
Myokardinfarkt) oder Erkrankung im Prodromalstadium (z. B. Angina Pectoris)
o
Zerebrovaskuläre Erkrankung – bestehender Schlaganfall, Schlaganfall oder
prodromale Erkrankung (z. B. transitorische ischämische Attacke [TIA]) in der
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Vorgeschichte
o
o
o
Bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine arterielle
Thromboembolie, wie z. B. Hyperhomocysteinämie und AntiphospholipidAntikörper (Anticardiolipin-Antikörper, Lupusantikoagulans)
Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte
Hohes Risiko für eine arterielle Thromboembolie aufgrund mehrerer
Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4) oder eines schwerwiegenden Risikofaktors
wie:
•
Diabetes mellitus mit Gefäßschädigung
•
Schwere Hypertonie
•
Schwere Dyslipoproteinämie

Pankreatitis oder Pankreatitis in der Anamnese, in Verbindung mit einer schweren
Hypertriglyzeridämie

Bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankung,
Leberfunktionswerte noch nicht normalisiert haben

Bestehende oder vorausgegangene Lebertumoren (benigne oder maligne)

Bekannte oder vermutete durch steroidale Geschlechtshormone beeinflusste maligne
Erkrankungen (z. B. der Genitalorgane oder der Brüste)

Diagnostisch nicht abgeklärte vaginale Blutungen

Amenorrhö unbekannter Ursache
solange
sich
die
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Warnhinweise
Die Eignung von Glorianna sollte mit der Frau besprochen werden, falls eine der im Folgenden
aufgeführten Erkrankungen oder Risikofaktoren vorliegt.
Bei einer Verschlechterung oder dem ersten Auftreten einer dieser Erkrankungen oder
Risikofaktoren ist der Anwenderin anzuraten, sich an Ihren Arzt zu wenden, um zu entscheiden,
ob die Anwendung von Glorianna beendet werden sollte.
Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
Die Anwendung jedes kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (KHK) erhöht das Risiko für
eine venöse Thromboembolie (VTE) im Vergleich zur Nichtanwendung. Arzneimittel, die
Levonorgestrel enthalten, wie Glorianna sind mit dem geringsten Risiko für eine VTE
verbunden. Die Entscheidung, Glorianna anzuwenden, sollte nur nach einem Gespräch mit
der Frau getroffen werden, bei dem sicherzustellen ist, dass sie Folgendes versteht:
-
das Risiko für eine VTE bei Anwendung von Glorianna,
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Seite5
-
wie ihre vorliegenden individuellen Risikofaktoren dieses Risiko beeinflussen,
-
und dass ihr Risiko für VTE in ihrem allerersten Anwendungsjahr am höchsten ist.
Es gibt zudem Hinweise, dass das Risiko erhöht ist, wenn die Anwendung eines KHK nach
einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen wieder aufgenommen wird.
Ungefähr 2 von 10.000 Frauen, die kein KHK anwenden und nicht schwanger sind, erleiden im
Verlauf eines Jahres eine VTE. Bei einer einzelnen Frauen kann das Risiko jedoch in
Abhängigkeit von ihren zugrunde liegenden Risikofaktoren bedeutend höher sein (siehe unten).
Aus der Gesamtheit der epidemiologischen Studiendaten wird abgeleitet, dass im Verlauf eines
Jahres 6 bis 12 von 10.000 Frauen, die ein niedrig dosiertes (< 50 µg Ethinylestradiol)-KHK
anwenden, eine VTE erleiden.
Es wird geschätzt, dass im Verlauf eines Jahres ungefähr 62 von 10.000 Frauen, die ein
Levonorgestrel-haltiges KHK anwenden, eine VTE erleiden.
Die Anzahl an VTE pro Jahr ist niedriger als die erwartete Anzahl während der Schwangerschaft
oder in der Zeit nach der Geburt.
VTE verlaufen in 1-2 % der Fälle tödlich.
Äußerst selten wurde bei Anwenderinnen von KHK über eine Thrombose in anderen Blutgefäßen
berichtet, wie z. B. in Venen und Arterien von Leber, Mesenterium, Nieren oder Retina.
Risikofaktoren für VTE
Das Risiko für venöse thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von KHK kann
deutlich ansteigen, wenn bei der Anwenderin zusätzliche Risikofaktoren bestehen, insbesondere
wenn mehrere Risikofaktoren vorliegen (siehe Tabelle).
Glorianna ist kontraindiziert, wenn bei einer Frau mehrere Risikofaktoren gleichzeitig bestehen,
die sie insgesamt einem hohen Risiko für eine Venenthrombose aussetzen (siehe Abschnitt 4.3).
Weist eine Frau mehr als einen Risikofaktor auf, ist es möglich, dass der Anstieg des Risikos das
Risiko der Summe der einzelnen Faktoren übersteigt – in diesem Fall muss ihr Gesamtrisiko für
eine VTE in Betracht gezogen werden. Wenn das Nutzen-Risiko-Verhältnis als ungünstig
erachtet wird, darf ein KHK nicht verschrieben werden (siehe Abschnitt 4.3).
Tabelle: Risikofaktoren für VTE
Risikofaktor
Anmerkung
Adipositas (Body-Mass-Index über
30 kg/m²)
Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu.
Besonders wichtig, wenn weitere Risikofaktoren
vorliegen.
2
Mittelwert der Spannweite 5-7 pro 10.000 Frauenjahre, auf der Grundlage eines relativen Risikos für
Levonorgestrel-haltige KHK versus Nichtanwendung von ungefähr 2,3 bis 3,6
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Längere Immobilisierung, größere
Operationen, jede Operation an
Beinen oder Hüfte, neurochirurgische
Operation oder schweres Trauma
Hinweis: Eine vorübergehende
Immobilisierung einschließlich einer
Flugreise von > 4 Stunden Dauer kann
ebenfalls einen Risikofaktor für eine
VTE darstellen, insbesondere bei
Frauen mit weiteren Risikofaktoren.
Familiäre Vorbelastung (jede venöse
Thromboembolie bei einem
Geschwister oder Elternteil,
insbesondere in relativ jungen Jahren,
z. B. jünger als 50 Jahre).
Andere Erkrankungen, die mit einer
VTE verknüpft sind.
Zunehmendes Alter
In diesen Fällen ist es ratsam, die Anwendung der
Tablette (bei einer geplanten Operation mindestens
vier Wochen vorher) zu unterbrechen und erst zwei
Wochen nach der kompletten Mobilisierung wieder
aufzunehmen. Es ist eine andere Verhütungsmethode
anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu
verhindern.
Eine antithrombotische Therapie muss erwogen
werden, wenn Glorianna nicht vorab abgesetzt
wurde.
Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die
Frau zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen,
bevor eine Entscheidung über die Anwendung eines
KHKs getroffen wird.
Krebs, systemischer Lupus erythematodes,
hämolytisches urämisches Syndrom, chronisch
entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn oder
Colitis ulcerosa) und Sichelzellkrankheit
Insbesondere älter als 35 Jahre
Es besteht kein Konsens über die mögliche Rolle von Varizen und oberflächlicher
Thrombophlebitis bezüglich des Beginns oder Fortschreitens einer Venenthrombose.
Das erhöhte Risiko einer Thromboembolie in der Schwangerschaft und insbesondere während der
6-wöchigen Dauer des Wochenbetts muss berücksichtigt werden (Informationen zur
„Schwangerschaft und Stillzeit“ siehe Abschnitt 4.6).
Symptome einer VTE (tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie)
Beim Auftreten von Symptomen ist den Anwenderinnen anzuraten, unverzüglich ärztliche Hilfe
in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie ein
KHK anwenden.
Bei einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) können folgende Symptome auftreten:
-
unilaterale Schwellung des Beins und/oder Fußes oder entlang einer Beinvene;
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-
Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise nur beim Stehen oder
Gehen bemerkt wird;
Erwärmung des betroffenen Beins; gerötete oder entfärbte Haut am
Bein.
Bei einer Lungenembolie (LE) können folgende Symptome auftreten:
-
plötzliches Auftreten unerklärlicher Kurzatmigkeit oder schnellen Atmens;
-
plötzlich auftretender Husten möglicherweise in Verbindung mit Hämoptyse;
-
stechender Brustschmerz;
-
starke Benommenheit oder Schwindelgefühl;
-
schneller oder unregelmäßiger Herzschlag.
Einige dieser Symptome (z. B. „Kurzatmigkeit“, „Husten“) sind unspezifisch und können
als häufiger vorkommende und weniger schwerwiegende Ereignisse fehlinterpretiert werden
(z. B. als Atemwegsinfektionen).
Andere Anzeichen für einen Gefäßverschluss können plötzlicher Schmerz sowie Schwellung
und leicht bläuliche Verfärbung einer Extremität sein.
Tritt der Gefäßverschluss im Auge auf, können die Symptome von einem schmerzlosen
verschwommenen Sehen bis zu einem Verlust des Sehvermögens reichen. In manchen Fällen
tritt der Verlust des Sehvermögens sehr plötzlich auf.
Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
Epidemiologische Studien haben die Anwendung von KHK mit einem erhöhten Risiko für
arterielle Thromboembolie (Myokardinfarkt) oder apoplektischen Insult (z. B. transitorische
ischämische Attacke, Schlaganfall) in Verbindung gebracht. Arterielle thromboembolische
Ereignisse können tödlich verlaufen.
Risikofaktoren für ATE
Das Risiko für arterielle thromboembolische Komplikationen oder einen apoplektischen Insult bei
Anwenderinnen von KHK erhöht sich bei Frauen, die Risikofaktoren aufweisen (siehe Tabelle).
Glorianna ist kontraindiziert bei Frauen, die einen schwerwiegenden oder mehrere Risikofaktoren
für eine ATE haben, die sie einem hohen Risiko für eine Arterienthrombose aussetzen (siehe
Abschnitt 4.3). Weist eine Frau mehr als einen Risikofaktor auf, ist es möglich, dass der Anstieg
des Risikos das Risiko der Summe der einzelnen Faktoren übersteigt – in diesem Fall muss ihr
Gesamtrisiko betrachtet werden. Bei Vorliegen eines ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses
darf ein KHK nicht verschrieben werden (siehe Abschnitt 4.3).
Tabelle: Risikofaktoren für ATE
Risikofaktor
Anmerkung
Zunehmendes Alter
Insbesondere älter als 35 Jahre
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Rauchen
Frauen ist anzuraten, nicht zu rauchen, wenn Sie ein
KHK anwenden möchten. Frauen über 35 Jahren, die
weiterhin rauchen, ist dringend zu empfehlen, eine
andere Verhütungsmethode anzuwenden.
Hypertonie
Adipositas (Body-Mass-Index über
30 kg/m²)
Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu.
Familiäre Vorbelastung (jede arterielle
Thromboembolie bei einem
Geschwister oder Elternteil,
insbesondere in relativ jungen Jahren,
d h jü
l 50 J h )
Migräne
Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die
Frau zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen,
bevor eine Entscheidung über die Anwendung eines
KHKs getroffen wird.
Andere Erkrankungen, die mit
unerwünschten Gefäßereignissen
verknüpft sind.
Besonders wichtig bei Frauen mit zusätzlichen
Risikofaktoren.
Ein Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrads der
Migräne während der Anwendung von KHK (die einem
zerebrovaskulären Ereignis vorausgehen kann) kann
ein Grund für ein sofortiges Absetzen sein.
Diabetes mellitus, Hyperhomocysteinämie,
Erkrankung der Herzklappen und Vorhofflimmern,
Dyslipoproteinämie und systemischer Lupus
erythematodes.
Symptome einer ATE
Beim Auftreten von Symptomen ist den Frauen anzuraten, unverzüglich ärztliche Hilfe in
Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie
ein KHK anwenden.
Bei einem apoplektischen Insult können folgende Symptome auftreten:
-
plötzliches Taubheitsgefühl oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein, besonders auf
einer Köperseite;
-
plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl, Gleichgewichtsverlust oder
Koordinationsstörungen;
-
plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verständnisschwierigkeiten;
-
plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen;
-
plötzliche, schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache;
-
Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit oder ohne Krampfanfall.
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Vorübergehende Symptome deuten auf eine transitorische ischämische Attacke (TIA) hin.
Bei einem Myokardinfarkt (MI) können folgende Symptome auftreten:

-
Schmerz, Unbehagen, Druck, Schweregefühl, Enge- oder Völlegefühl in Brust,
Arm oder unterhalb des Sternums;
-
in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm, Magen ausstrahlende Beschwerden;
-
Völlegefühl, Indigestion oder Erstickungsgefühl;
-
Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl;
-
extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit;
-
schnelle oder unregelmäßige Herzschläge.
Tumoren
In einigen epidemiologischen Untersuchungen wurde ein erhöhtes Risiko für Zervixkarzinome
bei Langzeitanwenderinnen von KOK berichtet. Es ist jedoch weiterhin umstritten, inwieweit
hierbei Störeffekte wie das Sexualverhalten und andere Faktoren, wie das humane Papillomavirus
(HPV), eine Rolle spielen.
Eine Metaanalyse von 54 epidemiologischen Studien hat ergeben, dass das relative Risiko (RR)
für die Diagnose eines Mammakarzinoms bei Frauen, die zu dem betreffenden Zeitpunkt KOK
einnehmen, geringfügig erhöht ist (RR = 1,24). Nach Absetzen des KOK verschwindet das
erhöhte Risiko im Laufe von 10 Jahren allmählich. Da Mammakarzinome vor dem 40.
Lebensjahr selten sind, ist die Anzahl der zusätzlich diagnostizierten Brustkrebsfälle bei
Anwenderinnen, die zu diesem Zeitpunkt ein KOK einnehmen oder kürzlich eingenommen
haben, gering im Verhältnis zum Gesamtrisiko, an Brustkrebs zu erkranken. Diese Studien liefern
keine Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang. Die beobachtete Risikoerhöhung kann
auf eine frühzeitigere Diagnosestellung von Brustkrebs bei KOK-Anwenderinnen, die
biologischen Wirkungen eines KOK oder eine Kombination aus beidem zurückzuführen sein. Bei
Frauen, die irgendwann einmal ein KOK eingenommen haben, befindet sich der diagnostizierte
Brustkrebs tendenziell in einem weniger fortgeschrittenen klinischen Stadium als bei Frauen, die
noch nie ein KOK angewendet haben.
In seltenen Fällen wurde über benigne Lebertumoren und noch seltener über maligne
Lebertumoren bei KOK-Anwenderinnen berichtet. In Einzelfällen führten diese Tumoren zu
lebensbedrohlichen intraabdominellen Blutungen. Differentialdiagnostisch sollte an einen
Lebertumor gedacht werden, wenn bei Frauen unter KOK-Anwendung starke
Oberbauchschmerzen, eine Lebervergrößerung oder Zeichen einer intraabdominellen Blutung
auftreten.

Sonstige Erkrankungen
Frauen mit einer Hypertriglyzeridämie oder einer diesbezüglichen positiven Familienanamnese
können unter der Einnahme eines KOK ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Pankreatitis
haben.
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Seite10
Obwohl bei vielen Frauen, die ein KOK verwenden, von einem geringfügigen Blutdruckanstieg
berichtet wurde, ist ein klinisch relevanter Blutdruckanstieg selten. Nur in diesen seltenen Fällen
ist ein sofortiges Absetzen des KOK gerechtfertigt. Ein systematischer Zusammenhang zwischen
der Anwendung eines KOK und einem klinischen Blutdruckanstieg ist nicht belegt. Wenn unter
der Anwendung eines KOK bei bereits bestehender Hypertonie anhaltend erhöhte Blutdruckwerte
oder ein signifikanter Blutdruckanstieg nicht adäquat auf eine antihypertensive Therapie
ansprechen, muss das KOK abgesetzt werden. Wo es angezeigt erscheint, kann die Einnahme
eines KOK wieder aufgenommen werden, sobald sich die Blutdruckwerte unter der
antihypertensiven Therapie normalisiert haben.
Über ein Auftreten bzw. eine Verschlechterung folgender Erkrankungen wurde sowohl in der
Schwangerschaft als auch unter KOK-Anwendung berichtet, wobei ein Zusammenhang mit der
KOK-Anwendung nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte: cholestatischer Ikterus und/oder
Pruritus, Gallensteine, Porphyrie, systemischer Lupus erythematodes, hämolytisch-urämisches
Syndrom, Sydenham-Chorea, Herpes gestationis, Otosklerose-bedingter Hörverlust, depressive
Verstimmung.
Bei Frauen mit hereditärem Angioödem können exogene Estrogene Symptome eines Angioödems
hervorrufen oder verschlechtern.
Akute oder chronische Leberfunktionsstörungen können eine Unterbrechung der Einnahme des
KOK erforderlich machen, bis sich die Leberfunktionswerte normalisiert haben. Bei
Wiederauftreten eines erstmalig während einer Schwangerschaft oder einer früheren Anwendung
von steroidalen Sexualhormonen aufgetretenen cholestatischen Ikterus und/oder Pruritus müssen
KOK abgesetzt werden.
Obwohl KOK einen Einfluss auf die periphere Insulinresistenz und die Glukosetoleranz haben
können, liegen keine Hinweise für eine Notwendigkeit zur Änderung der Therapieregime bei
Diabetikerinnen vor, die niedrig dosierte KOK anwenden. Dennoch sollten Diabetikerinnen,
insbesondere in der ersten Zeit der KOK-Anwendung, sorgfältig überwacht werden.
Unter der KOK-Anwendung wurde von einer Verschlechterung endogener Depressionen,
Epilepsie, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa berichtet.
Gelegentlich können Chloasmen auftreten, insbesondere bei Frauen mit Chloasma gravidarum in
der Anamnese. Frauen mit einer Veranlagung für Chloasmen sollten während der KOKEinnahme Sonnenlicht oder ultraviolette Bestrahlung meiden.
Reduzierte Wirksamkeit
Die Wirksamkeit von KOK kann herabgesetzt sein, wenn die Einnahme von Tabletten vergessen
wurde, wenn während der Einnahme Erbrechen oder Durchfälle auftreten oder wenn gleichzeitig
andere Arzneimittel eingenommen werden.
Zyklusstörungen
Bei allen KOK kann es, insbesondere in den ersten Monaten nach der Einnahme, zu
unregelmäßigen Blutungen (Schmier- oder Durchbruchblutungen) kommen. Daher ist eine
Abklärung unregelmäßiger Blutungen erst nach einer Anpassungsphase von ungefähr drei Zyklen
sinnvoll. Von den Anwenderinnen von Glorianna berichteten mehr als 50% in den ersten 6
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Seite11
Monaten
der
Einnahme
Durchbruchblutungen).
über
Blutungsunregelmäßigkeiten
(Schmier-
und/oder
Persistieren die Blutungsunregelmäßigkeiten oder treten sie erstmals nach zuvor regelmäßigen
Zyklen auf, sollten nichthormonale Ursachen in Betracht gezogen und geeignete diagnostische
Maßnahmen ergriffen werden, um eine maligne Erkrankung oder eine Schwangerschaft
auszuschließen. Dies kann auch eine Kürettage beinhalten.
Es ist möglich, dass es bei manchen Frauen in der Einnahmepause zu keiner Entzugsblutung
kommt. Falls das KOK vorschriftsmäßig, wie unter Abschnitt 4.2 beschrieben, eingenommen
wurde, ist eine Schwangerschaft unwahrscheinlich. Wurde das KOK allerdings vor der ersten
ausgebliebenen Entzugsblutung nicht vorschriftsmäßig eingenommen oder ist bereits zum
zweiten Mal die Abbruchblutung ausgeblieben, muss vor der weiteren Einnahme eine
Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
Patientinnen mit den seltenen hereditären Problemen einer Galactoseintoleranz, einem LappLactase-Mangel oder einer Glucose-Galactose-Malabsorption dürfen dieses Medikament nicht
erhalten.
Patientinnen mit den seltenen hereditären Problem einer Fructoseintoleranz, einer GlucoseGalactose-Malabsorption oder einem Sucrase-Isomaltase-Mangel dürfen dieses Medikament
nicht erhalten.
Ärztliche Untersuchung/Beratung
Vor der Einleitung oder Wiederaufnahme der Behandlung mit Glorianna muss eine vollständige
medizinische Anamnese (einschließlich Familienanamnese) erhoben und eine Schwangerschaft
ausgeschlossen werden. Der Blutdruck sollte gemessen und eine körperliche Untersuchung
durchgeführt werden, die sich an den Gegenanzeigen (siehe Abschnitt 4.3) und Warnhinweisen
(siehe Abschnitt 4.4) orientiert. Es ist wichtig, die Frau auf die Informationen zu venösen und
arteriellen Thrombosen hinzuweisen, einschließlich des Risikos von Glorianna im Vergleich zu
anderen KHK, die Symptome einer VTE und ATE, die bekannten Risikofaktoren und darauf, was
im Falle einer vermuteten Thrombose zu tun ist.
Die Anwenderin ist zudem anzuweisen, die Packungsbeilage sorgfältig zu lesen und die darin
gegebenen Ratschläge zu befolgen. Die Häufigkeit und Art der Untersuchungen sollte den
gängigen Untersuchungsleitlinien entsprechen und individuell auf die Frau abgestimmt werden.
Die Anwenderinnen sind darüber aufzuklären, dass hormonale Kontrazeptiva nicht vor HIVInfektionen (AIDS) und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Hinweis: Die Fachinformationen gleichzeitig verordneter Arzneimittel sollten auf mögliche
Wechselwirkungen überprüft werden.

Wirkung anderer Arzneimittel auf Glorianna
Es können Wechselwirkungen mit Arzneimitteln vorkommen, die mikrosomale Enzyme
induzieren. Dies kann eine erhöhte Clearance von Sexualhormonen zur Folge haben und zu
Durchbruchblutungen und/oder kontrazeptivem Versagen führen.
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Herabgesetzte Resorption: Wirkstoffe, die die gastrointestinale Motilität erhöhen wie z. B.
Metoclopramid können die Hormonaufnahme vermindern.
Vorgehensweise
Eine Enzyminduktion kann bereits nach wenigen Tagen der Behandlung beobachtet werden. Der
maximale enzyminduzierende Effekt wird üblicherweise innerhalb weniger Wochen beobachtet.
Nach Beendigung der Therapie kann der enzyminduzierende Effekt noch bis zu 4 Wochen
anhalten.
Kurzzeitige Behandlung
Frauen, die mit Leberenzym-induzierenden Arzneimitteln behandelt werden, sollten
vorübergehend eine Barrieremethode oder eine andere Verhütungsmethode zusätzlich zu dem
KOK anwenden. Die Barrieremethode muss während der gesamten Dauer der gleichzeitigen
Anwendung der Arzneimittel und bis zu 28 Tage nach Absetzen der Behandlung verwendet
werden. Wenn eines dieser Arzneimittel auch dann noch weiter eingenommen werden muss,
wenn eine Blisterpackung des KOK aufgebraucht ist, sollte direkt ohne das übliche einnahmefreie
Intervall mit der Einnahme aus der nächsten Blisterpackung des KOK begonnen werden.
Langzeitbehandlung
Bei Frauen, die längerfristig mit Leberenzym-induzierenden Wirkstoffen behandelt werden, wird
die Anwendung einer anderen zuverlässigen, nichthormonalen Verhütungsmethode empfohlen.
Die folgenden Wechselwirkungen sind in der Literatur beschrieben.
Substanzen, die die Clearance von KOK erhöhen (verminderte Wirksamkeit von KOK durch
Enzyminduktion), wie z. B:
Barbiturate, Bosentan, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Rifampicin und die zur Behandlung
einer HIV-Infektion verwendeten Arzneimittel Ritonavir, Nevirapin und Efavirenz und
möglicherweise auch Felbamat, Griseofulvin, Oxcarbazepin, Topiramat und Produkte, die das
pflanzliche Heilmittel Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.
Substanzen mit unterschiedlicher Wirkung auf die Clearance von KOK
Viele HIV/HCV-Proteaseinhibitoren und nicht-nukleosidale Reverse-Transkriptase-Hemmer
können bei gleichzeitiger Verabreichung mit KOK die Plasmakonzentrationen von Estrogenen
und Gestagenen erhöhen oder senken. Diese Veränderungen können in einigen Fällen klinisch
relevant sein.
Daher sollten die Fachinformation der gleichzeitig verordneten HIV/HCV-Arzneimittel auf
mögliche Wechselwirkungen und damit verbundene Empfehlungen überprüft werden. Im Zweifel
sollte von Frauen während einer Therapie mit Proteaseinhibitoren oder nicht-nukleosidalen
Reverse-Transkriptase-Hemmern eine zusätzliche Barrieremethode zur Empfängnisverhütung
verwendet werden.
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
Wirkung von Glorianna auf andere Arzneimittel
Orale Kontrazeptiva können den Stoffwechsel bestimmter anderer Wirkstoffe beeinflussen.
Entsprechend können Plasma- und Gewebekonzentrationen entweder erhöht (z. B. Ciclosporin)
oder erniedrigt (z. B. Lamotrigin) werden.

Laboruntersuchungen
Die Anwendung von kontrazeptiv wirkenden Steroiden kann die Ergebnisse bestimmter
Labortests beeinflussen. Darunter fallen unter anderem die biochemischen Parameter der Leber-,
Schilddrüsen-, Nebennieren- und Nierenfunktion sowie die Plasmaspiegel von (Carrier-)
Proteinen (z. B. des Kortikosteroid-bindenden Globulins und der Lipid-/Lipoproteinfraktionen),
die Parameter des Kohlenhydratstoffwechsels sowie die Parameter von Blutgerinnung und
Fibrinolyse. Im Allgemeinen bleiben diese Veränderungen jedoch innerhalb des Normbereiches.
4.6
Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Glorianna ist während einer Schwangerschaft nicht indiziert.
Tritt unter der Anwendung von Glorianna Tabletten eine Schwangerschaft ein, ist das Präparat
sofort abzusetzen.
In den meisten epidemiologischen Untersuchungen fand sich jedoch weder ein erhöhtes Risiko
für Missbildungen bei Kindern, deren Mütter vor der Schwangerschaft KOK eingenommen
hatten, noch eine teratogene Wirkung bei versehentlicher Einnahme eines KOK während der
frühen Schwangerschaft.
Das erhöhte VTE-Risiko in der Zeit nach der Geburt sollte vor der erneuten Anwendung nach
einer Anwendungspause bedacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Stillzeit
Geringe Mengen der kontrazeptiven Steroide und/oder deren Metaboliten können in die
Muttermilch übergehen und Auswirkungen auf das Kind haben.
KOK können die Laktation beeinflussen, da sie die Menge der Muttermilch vermindern und
deren Zusammensetzung verändern können. Daher wird die Anwendung von kombinierten oralen
Kontrazeptiva im Allgemeinen nicht empfohlen, solange der Säugling nicht vollständig abgestillt
ist.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen
Glorianna hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Die häufigsten Arzneimittelnebenwirkungen bei KOK-Anwenderinnen sind Kopfschmerzen (17 –
24 % der Frauen).
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Weitere Nebenwirkungen, die bei Anwenderinnen von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva
einschließlich Glorianna berichtet wurden, sind:
Organsystem
Häufig
(≥1/100 bis <1/10)
Gelegentlich
(≥1/1.000 bis <1/100)
Übelkeit,
Bauchschmerzen
Erbrechen, Durchfall
Augenerkrankungen
Erkrankungen des
Gastrointestinaltrakts
Erkrankungen des
Immunsystems
Untersuchungen
Stoffwechsel- und
Ernährungsstörungen
Erkrankungen des
Nervensystems
Psychiatrische
Erkrankungen
Erkrankungen der
Geschlechtsorgane und
der Brustdrüse
Erkrankungen der Haut
und des Unterhautzellgewebes
Gefäßerkrankungen
Selten
(≥1/10.000 bis <1/1.000)
Kontaktlinsenunverträglichkeit
Überempfindlichkeit
Gewichtszunahme
Gewichtsabnahme
Flüssigkeitsretention
Kopfschmerzen
Migräne
Depressive
Verstimmung,
Stimmungsschwankungen
Empfindlichkeit
der Brust,
Brustschmerzen
Hautausschlag
Verminderte Libido
Gesteigerte Libido
Vergrößerung der Brust
Brustausfluss,
Scheidenausfluss
Urtikaria
Erythema nodosum,
Erythema multiforme
Venöse
Thromboembolie (VTE),
Arterielle
Thromboembolie (ATE)
*Es wird der jeweils zutreffendste MedDRA-Begriff (Version 7.0) verwendet, um eine bestimmte
Reaktion zu beschreiben. Synonyme oder ähnliche Zustände sind nicht separat aufgeführt, sollten
aber ebenfalls in Betracht gezogen werden.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Bei Anwenderinnen von KHK wurde ein erhöhtes Risiko für arterielle und venöse thrombotische
und thromboembolische Ereignisse einschließlich Myokardinfarkt, Schlaganfall, transitorische
ischämische Attacken, Venenthrombose und Lungenembolie beobachtet, die in Abschnitt 4.4
eingehender behandelt werden.
Die folgenden schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse wurden bei Frauen unter der
Einnahme von KOK berichtet und sind im Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung näher beschrieben:
-
venöse thromboembolische Störungen;
arterielle thromboembolische Störungen;
Hypertonie;
Lebertumoren;
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-
Das Auftreten oder die Verschlechterung von Erkrankungen, für die ein Zusammenhang mit
der KOK-Einnahme nicht eindeutig ist: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Epilepsie, Migräne,
Endometriose, Uterusmyom, Porphyrie, systemischer Lupus erythematodes, Herpes
gestationis, Sydenham-Chorea, hämolytisch-urämisches Syndrom, cholestatischer Ikterus;
Die Diagnosehäufigkeit von Brustkrebs unter Anwenderinnen oraler Kontrazeptiva (OK) ist nur
geringfügig erhöht. Da Brustkrebs vor dem 40. Lebensjahr selten ist, ist das zusätzliche Risiko, an
Brustkrebs zu erkranken im Verhältnis zum Gesamtrisiko gering. Eine Kausalität in Verbindung
mit der Einnahme von KOK ist nicht bekannt. Weitere Informationen siehe Abschnitt 4.3
Gegenanzeigen und 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die
Anwendung“.
Bei Frauen mit hereditärem Angioödem können exogene Estrogene Symptome eines Angioödems
hervorrufen oder verschlechtern.
Wechselwirkungen
Durchbruchblutungen und/oder Versagen der kontrazeptiven Wirkung können aufgrund von
Wechselwirkungen von KOK mit anderen Arzneimitteln (enzyminduzierende Arzneimittel)
auftreten (siehe Abschnitt 4.5.)
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.
Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des
Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer
Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de
anzuzeigen.
4.9
Überdosierung
Es liegen bislang keine Berichte über durch eine Überdosierung hervorgerufene schwerwiegende
unerwünschte Wirkungen vor. Symptome, die durch eine Überdosierung hervorgerufen werden
können, sind Übelkeit, Erbrechen und bei jungen Mädchen leichte vaginale Blutungen. Es gibt
kein Antidot und die Behandlung muss symptomatisch erfolgen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Gestagene und Estrogene, fixe Kombinationen, ATC-Code:
G03AA07
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Die kontrazeptiven Wirkungen von KOK beruhen auf der Interaktion verschiedener Faktoren, als
deren wichtigste die Ovulationshemmung und Endometriumsveränderungen anzusehen sind.
Kombinierte orale Kontrazeptiva haben bei korrekter Einnahme eine Versagensrate von etwa 1 %
pro Jahr (Methodenversagen). Wenn die Tabletteneinnahme vergessen wird oder nicht korrekt
erfolgt (Anwendungsfehler), ist mit einer höheren Versagensrate zu rechnen.
Die kontrazeptiven Wirkungen von KOK beruhen auf der Interaktion verschiedener Faktoren, als
deren wichtigste die Ovulationshemmung und Endometriumsveränderungen anzusehen sind.
Klinische Prüfungen wurden bei 2.498 Frauen im Alter von 18 bis 40 Jahren durchgeführt. Der
aus diesen Studien berechnete Gesamt-Pearl-Index beträgt 0,69 (95 %-Konfidenzintervall 0,30 –
1,36) basierend auf 15.026 Behandlungszyklen.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Levonorgestrel
Resorption
Levonorgestrel wird nach oraler Gabe rasch und vollständig resorbiert. Maximale
Konzentrationen des Wirkstoffs im Serum von etwa 2,3 ng/ml werden etwa 1,3 Stunden nach
Einnahme einer Glorianna Tablette erreicht. Die Bioverfügbarkeit beträgt nahezu 100 %.
Distribution
Levonorgestrel wird an Serumalbumin und Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG)
gebunden. Nur 1,1 % der Gesamtwirkstoffkonzentration im Serum liegen als freies Steroid vor,
etwa 65 % werden spezifisch an SHBG und circa 35 % werden unspezifisch an Albumin
gebunden. Der Ethinylestradiol-induzierte Anstieg der SHBG-Konzentration beeinflusst die
relative Distribution von Levonorgestrel in verschiedene Proteinfraktionen. Die Induktion des
Bindungsproteins ruft einen Anstieg der SHBG-gebundenen Fraktion und einen Abfall in der
Albumin-gebundenen Fraktion hervor. Das scheinbare Verteilungsvolumen von Levonorgestrel
beträgt 129 l nach Einnahme einer Einzeldosis.
Metabolismus
Levonorgestrel wird über die bekannten Abläufe der Steroidmetabolisierung vollständig
metabolisiert. Die metabolische Clearance von Levonorgestrel im Serum beträgt etwa
1,0 ml/min/kg.
Elimination
Die Levonorgestrelspiegel im Serum fallen in zwei Phasen ab. Die terminale Phase ist
gekennzeichnet durch eine Halbwertszeit von etwa 25 Stunden. Levonorgestrel wird nicht in
unveränderter Form ausgeschieden. Seine Metaboliten werden in Urin und Faeces (biliär) mit
einem Exkretionsverhältnis von etwa 1 : 1 ausgeschieden. Die Halbwertszeit der
Metabolitenausscheidung beträgt circa 1 Tag.
Steady-State-Bedingungen
Während fortgesetzter Behandlung mit Glorianna Tabletten steigen die Levonorgestrelspiegel im
Serum um etwa das 3fache an bis in der zweiten Hälfte des Behandlungszyklus Steady StateBedingungen erreicht sind. Die Pharmakokinetik von Levonorgestrel wird von den SHBGSpiegeln im Serum beeinflusst, die unter der Anwendung von Estradiol um das 1,5–1,6fache
ansteigen. Daher sind im Steady-State die Clearance im Serum und das Verteilungsvolumen
geringfügig herabgesetzt (0,7 ml/min/kg und etwa 100 l).
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
Ethinylestradiol
Resorption
Ethinylestradiol wird nach oraler Gabe rasch und vollständig resorbiert. Maximale
Konzentrationen des Wirkstoffs im Serum von etwa 50 pg/ml werden innerhalb von 1–2 Stunden
nach Einnahme einer Glorianna Tablette erreicht. Während der Resorption und der First passMetabolisierung in der Leber wird Ethinylestradiol weitgehend metabolisiert, was in einer
mittleren oralen Bioverfügbarkeit von etwa 45 % resultiert (interindividuelle Schwankung circa
20–65 %).
Distribution
Ethinylestradiol wird in hohem Maße (etwa 98 %), aber unspezifisch an Albumin im Serum
gebunden und induziert einen Anstieg der Serumkonzentrationen von SHBG. Das scheinbare
Verteilungsvolumen von Ethinylestradiol beträgt 2,8–8,6 l/kg.
Metabolismus
Ethinylestradiol wird durch präsystemische Konjugation in der Schleimhaut des Dünndarms und
in der Leber abgebaut. Es wird primär über eine aromatische Hydroxylierung metabolisiert. Dabei
fallen verschiedene hydroxilierte und methylierte Metaboliten an, die sowohl in freier Form als
auch als Glucuronid- und Sulfatkonjugate im Serum vorliegen. Die metabolische Clearance im
Serum beträgt 2,3–7 ml/min/kg.
Elimination
Die Ethinylestradiolspiegel im Serum nehmen zweiphasisch ab, wobei Phase 1 durch eine
Halbwertszeit von etwa 1 Stunde und Phase 2 durch eine Halbwertszeit von 10-20 Stunden
gekennzeichnet ist.
Ethinylestradiol wird nicht in unveränderter Form ausgeschieden. Seine Metaboliten werden in
Faeces und Urin mit einem Exkretionsverhältnis von 4 : 6 ausgeschieden. Die
Eliminationshalbwertszeit der Metaboliten beträgt circa 1 Tag.
Steady-State-Bedingungen
Während fortgesetzter Behandlung mit Glorianna Tabletten steigen die
Ethinylestradiolkonzentration im Serum um etwa das Doppelte an. Aufgrund der variablen
Halbwertszeit im Hinblick auf die terminale Phase bei der Clearance im Serum und der täglichen
Verabreichung werden Steady-State-Bedingungen innerhalb etwa einer Woche erreicht.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Präklinische Studien (unersucht wurden allgemeine Toxizität, Genotoxizität, karzinogenes
Potenzial und Reproduktionstoxizität) zeigten ausschließlich Effekte, die anhand des bekannten
Hormonprofils von Ethinylestradiol und Levonorgestrel erklärt werden können.
Es sollte jedoch bedacht werden, dass steroidale Sexualhormone das Wachstum bestimmter
hormonabhängiger Gewebe und Tumoren fördern können.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Tablettenkern:
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Lactose-Monohydrat
Maisstärke
Talkum
Povidon K- 25
Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
Überzug:
Sucrose
Talkum
Calciumcarbonat
Povidon K- 90
Glycerol
Macrogol 6000
Titandioxid (E171)
Carnaubawachs
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 25 °C lagern.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Die Tabletten sind verpackt in PVC/PVDC/Aluminium-Blisterpackungen
Präsentation:
Packungsgrößen:
21 überzogene Tabletten (1 Blisterpackung zu 21)
63 überzogene Tabletten (3 Blisterpackung zu 21)
126 überzogene Tabletten (6 Blisterpackung zu 21)
273 überzogene Tabletten (13 Blisterpackung zu 21)
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen
Anforderungen zu entsorgen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Zentiva Pharma GmbH
65927 Frankfurt am Main
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Telefon: (01 80) 2 02 00 10*
Telefax: (01 80) 2 02 00 11
Mitvertrieb
Winthrop Arzneimittel GmbH
65927 Frankfurt am Main
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
65926 Frankfurt am Main
8. ZULASSUNGSNUMMER
74474.00.00
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 15. Januar 2010
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 26. Februar 2015
10 STAND DER INFORMATION
März 2016
11. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig.
*0,06 €/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 €/min (Mobilfunk).
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