Triggerpunkt-Therapie - Physiotherapie

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Triggerpunkt-Therapie
Die Behandlung von chronischen und akuten Schmerzen hat viele Facetten,
genau so viele wie es Ursachen gibt. Die Ursachen der Schmerzen kann von inneren
Organen, Nerven, Gelenken, Gefäßen oder von Muskeln herkommen. Nicht selten ist eine
Kombination das Problem.
Die Muskulatur als Ursache von Schmerzen wurde jahrzehntelang vernachlässigt.
Es waren die amerikanischen Ärzte Frau Dr. Janet Travel und Herr Dr. David Simons,
die Mitte der vierziger Jahre Zusammenhänge zwischen Muskelschmerzen und anderen
Symptomen entdeckt. Sie prägten den Begriff der Myofascialen Triggerpunkte. In den
achtziger Jahren revolutionierte der Schweizer Physiotherapeut Beat Dejung das
Behandlungskonzept von Triggerpunkten.
Das Wort „Triggerpunkt“ stammt aus dem Englischen „to trigger“ und bedeutet „etwas
auslösen“. Gemeint ist damit das Auslösen des typischen ausstrahlenden Schmerzmusters,
welches dem Patient bekannt ist. So strahlen Triggerpunkte häufig in entfernte
Körperregionen aus, z.B. können Kopfschmerzen von Triggerpunkten in der verspannten
Hals- und Nackenmuskulatur kommen oder beim Tennisellenbogen handelt es sich um
einen typischen Schmerz, der ursprünglich in verschiedenen überlasteten Muskeln des
Unterarms und der Daumenballens entsteht.
Triggerpunkte entstehen häufig mit der Zeit, als Folge von immer wiederkehrenden
Bewegungen oder Stellungen. Was am Anfang ein gewöhnlicher Muskelkater war,
kann mit der Zeit bleiben und anhaltende chronische Schmerzen verursachen.
Die Symptome sind Muskelschmerzen („Ziehen oder Brennen“), Verkürzungen,
Bewegungseinschränkungen und Kraftverlust.
Wirkung
Die Triggerpunkt-Therapie bewirkt einerseits, dass sich die Triggerpunkte auflösen und
wieder gesundes Muskelgewebe bilden kann und andererseits, dass die Verklebungen
im Bindegewebe verschwinden und die Muskeln wieder auf ihre volle Länge gedehnt werden
können.
Beschreibung der Therapie
Die manuelle Triggerpunkt-Therapie besteht aus vier verschiedenen Techniken. Dabei
werden die Punkte mit starkem Druck des Therapeutendaumens oder eines anderen Fingers
oder mit einem hölzernen Stäbchens behandelt. Die Muskelfasern werden dabei entlang
ihres Faserverlaufs aufgedehnt. Dabei werden auch die Muskelhäute gedehnt und die
Beweglichkeit einzelner Muskeln gegeneinander verbessert. Die Therapie ist anfangs sehr
schmerzhaft, da der Therapeut die Schmerzen provoziert, die den Patienten zu ihm führen.
Jedoch wird dieser Schmerz häufig als „Wohl Weh“ empfunden. Eine vertrauensvolle
Beziehung zwischen dem Patienten und dem Therapeuten ist Vorraussetzung. Der Patient
muss die Therapie mit einem einzigen Wort „Stopp“ jederzeit unterbrechen können.
Schon nach wenigen Handgriffen kann man bereits eine deutliche Erleichterung spüren.
Sind die Schmerzen unerträglich, so kann man sie mit Kaltluft oder mit einem Eisbeutel
mildern. Nach der Triggerpunkt-Therapie kann der behandelte Körperteil noch einige Tage
lang schmerzen. Die Haut wird durch die Behandlung etwas gereizt und manchmal gibt es
an der behandelten Stelle auch einen kleinen Bluterguss. Es unterstützt den
Heilungsprozess, wenn der Patient nach der Therapie ein heißes Bad nimmt und den
behandelten Muskel täglich selbständig ruhig dehnt.
Liegt die Ursache in der Muskulatur ist die Triggerpunkt-Therapie eine sinnvolle Ergänzung
zu anderen Techniken.
Die Triggerpunkttherapie ist eine Behandlungstechnik, die im Rahmen einer Manuellen
Therapie/Krankengymnastik eingesetzt werden kann.
Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch genauer oder nehmen Sie
Kontakt mit uns auf.
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