Wichtige Begriffe aus dem E-Business

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Wichtige Begriffe aus dem E-Business
E-Procurement
Darunter versteht man die Abwicklung des Beschaffungswesens über Internet.
Großfirmen, wie z.B. Volkswagen und Mercedes, fordern auf Einkaufsplattformen
ihre Zulieferer auf, ihnen bestimmte Waren bzw. Rohmaterialien anzubieten. Die
Zulieferer sind dabei in einer weltweiten Konkurrenzsituation (Global Competition).
Electronic Government
Öffentliche Verwaltung, welche sich des Mediums Internet bedient, z.B.
elektronisches Grundbuch, elektronische Gewerbeanmeldung, elektronisches
Meldewesen, elektronische Steuererklärung, elektronische Förderungsansuchen für
Jungunternehmer, elektronisches Pensionsanmeldung, elektronische
Meldebestätigung, elektronischer Akt (ELAK).
Die monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen müssen bereits elektronisch über
das Finanz-Online-Portal eingereicht werden. Arbeitnehmerveranlagung und
Steuerausgleich können bereits online angewickelt werden. Der Zugang zu FinanzOnline findet sich auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen
(www.bmf.gv.at)
Bürgerkarte
Die Bürgerkarte ist ein „amtlicher Ausweis“, der bei einigen Online-Verfahren
benötigt wird. Mit der Bürgerkarte ist es unter anderem möglich, OnlineFormulare elektronisch zu unterschreiben. Diese elektronische Unterschrift wird
rechtlich mit der handschriftlichen Unterschrift gleichgesetzt. Seit 1. 2. 2005 wird
die Bürgerkarten-Funktionalität auch auf der Bankomatkarte angeboten. Weitere
Informationen zur Bürgerkarte erhalten Sie unter: www.buergerkarte.at
Online-Shopping
Unter Online-Shopping (Virtual-Shopping) versteht man einen Vertriebsweg über
das Internet (Abwicklung von Kauf- und Verkaufsvorgängen).
Online-Shopping reicht von einfachen digitalen Warenkörben in die z. B. Bücher
gelegt werden(z. B. www.amazon.de), über Einkaufs/Verkaufsplattformen
(www.ebay.at), online-Auktionen (z. B. www.onetwosold.at) bis zur vollständigen
Logistiklösung, welche mit den Rohstoffen gemeinsam für eine Autofabrik erworben
wird.
Shopping Mall
Als Online Shopping Mall wird ein Verbund von mehreren Online-Shops bezeichnet
(Virtuelles Einkaufszentrum). Die Shopping Mall bietet nicht nur eine Übersicht
über die angebotenen Produkte und Shops, sondern auch zusätzliche Funktionen,
wie Suche nach einem bestimmten Artikel in allen
Shops, Preisvergleiche, Ansprechpartner für Konsumenten etc.
Portal Site
Eine Portal Site ist eine Web-Site, die den Internet-Benutzern als Einstiegsseite
dienen soll. Auf einer Portal-Seite werden häufig Suchmaschinen, Online-Shops
oder Malls sowie Dienste wie E-Mail, Börsen- und Währungskurse oder Nachrichten
angeboten. Da Portalseiten eine große Zahl von Benutzern anziehen, die über diese
Seite zu weiteren Informationen im Internet geleitet werden, hoffen die Anbieter,
Gewinne durch Werbeeinnahmen erzielen zu können. Portal Sites werden auch von
den Betreibern der Onlinedienste selbst eingerichtet, die ihre Benutzer zu Beginn
über eine Einstiegsseite/Portal Site leiten.
Cookies
Das sind Dateien, die Informationen einer besuchten Webseite auf dem eigenen
Computer speichern. Diese können zu einem späteren Zeitpunkt von der Webseite
wieder gelesen werden. So kann beispielsweise eine Benutzerkennung gespeichert
werden, dies erspart das Eingeben des Passwortes bei jedem Besuch. Durch Cookies
kann unter anderem aber auch analysiert werden, wie oft eine Webseite von einem
Benutzer besucht wurde etc. Cookies können in den Einstellungen der meisten
Browser deaktiviert werden.
Website (Webseite)
Die Informationen im Internet werden auf der so genannten Homepage als
„Website“ zur Verfügung gestellt.
Diese Homepage besteht zumeist aus mehreren zusammenhängenden Seiten des
Anbieters.
Von der Startseite aus kann über verschiedene Links auf weitere Seiten zugegriffen
werden. Die Websites sind manchmal grafisch sehr aufwendig gestaltet (Achtung
auf Ladezeiten beim Nutzer!) und dienen dem jeweiligen Unternehmen zur
Präsentation und Selbstdarstellung (Werbung, Public Relations) oder auch als
virtueller Vertriebsweg.
Auf die Gestaltung einer Website kommt es gerade dann ganz besonders an, wenn
diese als Verkaufsplattform verwendet werden soll. Lange Ladezeiten durch ein
Zuviel an Grafik, Sound und bewegten Bildern verärgern die Nutzer nur. Wichtig ist
vor allem eine übersichtliche Gestaltung, die es dem potentiellen Kunden leicht
macht, zu seinem gesuchten Produkt bzw. seiner gewünschten Leistung
vorzudringen und über diese möglichst rasch alle ihn interessierenden
Informationen zu finden.
Eine gute Verkaufsplattform muss es dem Kunden ermöglichen, mit maximal 5
Schritten (es gibt Untersuchungen, die besagen, dass Kunden bereits beim dritten
Anklicken ungeduldig werden) sein gewünschtes Produkt zu finden und die
Bestellung durchzuführen.
Internet
Das Internet stellt ein globales Informationsnetz dar, in dem mittels
Telekommunikationsleitungen oder Datenleitungen Computer weltweit miteinander
verbunden sind und die über ein standardisiertes (TCP/IP) Übertragungsprotokoll
miteinander kommunizieren und Daten austauschen können.
Die dabei übertragenen Daten können unterschiedliche Formen und Inhalte haben
(Text, Grafik, Ton oder Video). Das Ergebnis dieser Vernetzung von Computern ist
eine künstliche, virtuelle Welt, dem so genannten Cyber Space.
WWW (World Wide Web)
Einer der vielen Dienste im Internet, ein über das Internet abrufbares Hypertext
System.
Es können Texte, (bewegte) Bilder, Töne, Animationen und andere Medienformate
(Flash, PDF, Shockwave etc.) über eine grafische Benutzeroberfläche weltweit
betrachtet und auch relativ einfach verfügbar gemacht werden.
Provider
Unter Provider werden meist Zugangsprovider verstanden, welche dem Benutzer
über Telefon oder andere Leitungen und Server den Zugang zum Internet
ermöglichen (ISP – Internet Service Provider).
Neben diesen existieren noch andere Arten von Providern wie z. B. Content
Provider, die nach Themen orientierte Informationen über das Internet anbieten
und sich meist über Werbung finanzieren.
URL (Uniform Ressource Locator)
Internetadresse, das heißt die vollständige Adresse, über die eine Webseite im
Internet aufgerufen werden kann, z.B.
http://www.tiscover.at/at/guide/5,de,SCH1/objectId,RGN17at,curr,EUR,folder,RE
GION,season,at2,selectedEntry,region.html/region.html
Internet Protocol (TCP/IP)
Diese Protokolle sind Regeln und Konventionen, ohne die eine technische
Kommunikation nicht funktionieren würde. Durch die Einigung auf einheitliche
Standards (standardisierte Protokolle) können Computer und Systeme
verschiedenster Hersteller miteinander kommunizieren. Die Software zerteilt die
Daten in kleine Pakete, teilt ihnen eine Nummer zu und adressiert sie dann an
diverse Empfänger. Die Daten werden beim Empfänger auf Vollständigkeit
überprüft und wieder zusammengesetzt. Jeder Computer, der an das Internet
angeschlossen ist, muss daher über eine die Protokolle unterstützende Software
verfügen.
Domain und Domainname
Der Domainname ist Bestandteil jeder Internetadresse und ist meistens der Name
oder die Abkürzung eines Unternehmens bzw. einer Organisation und wird der IPAdresse des Servers zugewiesen.
Der Domainname ist eine Bezeichnung, die eine Internetseite innerhalb des
Internet als einzigartig identifiziert. Ein Domainname besteht mindestens aus zwei
Teilen, die durch einen Punkt getrennt werden. Der linke Teil dieses Namens
spezifiziert den Teilnehmer, der rechte Teil die Domain/den Server. Jeder
Domainname zeigt genau auf einen Rechner innerhalb eines Netzwerks.
E-Mail (Electronic Mail)
Ein E-Mail ist eine elektronische Nachricht, die von einem Benutzer über einen
Rechner zu einem anderen Rechner verschickt wird. E-Mail-Systeme erlauben dem
Benutzer viele Zusätze wie das Anhängen von Dateien, die Verschlüsselung der
Nachricht, Aufforderung zur Antwort, Digitale Signaturen etc. (z.B. Outlook).
Spam-Mail
Als Spam-Mail wird ein E-Mail bezeichnet, das zumeist an eine große Anzahl von
Adressaten gerichtet ist und von diesen aber meistens nicht erwünscht ist. Spams
sind den üblichen Werbeaussendungen sehr ähnlich, jedoch für den Versender
wesentlich billiger. Als Spam-Mails werden auch Rundfragen u. a. im größeren
Rahmen bezeichnet. Das unverlangte Versenden von Spam-Mails (ohne vorherige
Zustimmung des Empfängers) ist in Österreich verboten.
Mailorder
Die Anforderung eines Produktes oder einer Dienstleistung per E-Mail.
Hypertext Markup Language (HTML)
Dies ist ein Dateiformat, welches Texte, Bilder, Verweise (Links) etc. beinhalten
kann und wenig Speicherplatz benötigt. Es hat sich im Internet als Standardformat
etabliert. In HTML können zusätzliche Funktionen (wie dreidimensionale Objekte,
Filme etc.) eingebunden werden, die von zusätzlichen Programmen (Plug-Ins)
ausgeführt werden.
Hypertext Transport Protocol (HTTP)
HTTP ist ein Protokoll, welches zur Übertragung von Hypertextdokumenten
verwendet wird, also ein Übertragungsprotokoll für Seiten aus dem WWW (World
Wide Web), z. B. www.domainname.at www.paysafecard.com
File Transfer Protocol (FTP)
Dies ist ein Übertragungsprotokoll, welches häufig für die Übertragung von reinen
Dateien (Texte, Dokumente) über das Internet verwendet wird. Dieses Protokoll ist
wichtig für die Aktualisierung von WWW-Seiten, die Grafiken und Texte enthalten.
Z.B.: ftp://ftp.inf.tu-dresden.de/
Authentifizierung
Hierbei handelt es sich um eine Methode, welche die Identität eines Benutzers oder
Partners sichert. Eine gängige Methode zur Authentifizierung ist die Verbindung
eines Benutzernamens mit einem geheimen Passwort, das bei jeder Anmeldung
geprüft wird, um die Sicherheit zu erhöhen (Digitale Signatur etc.). Es werden
jedoch ständig komplexere Authentifizierungsmethoden für das Internet
entwickelt.
Zertifikat
Eine Nachricht, die von einer vertrauenswürdigen Stelle (Certification Authority =
CA) gesendet wird, um zu bestätigen, dass ein Inhalt oder eine Software
ungefährlich für den Benutzer ist oder dass ein Absender tatsächlich derjenige ist,
der er vorgibt zu sein. Im Internet werden mit Zertifikaten häufig Softwarepakete
oder sensible Inhalte versehen, um damit den Internet-Nutzern zu garantieren, dass
keine Bedrohung für ihre Daten besteht.
Zertifikate werden auch für SET und ähnliche Verfahren verwendet. In diesem Fall
erhält der Kunde ein Zertifikat von seiner Kreditkartenfirma und schickt dieses bei
jeder Zahlung mit. So kann gewährleistet werden, dass der Absender auch wirklich
der Kartenbesitzer ist.
Digitale Unterschrift (digitale Signatur)
Das unterschriebene Dokument kann vom Empfänger auf Grund dieses
verschlüsselten Wertes überprüft werden und gleichzeitig kann man erkennen, ob
dieses verändert wurde. Dadurch kann festgestellt werden, ob der Absender auch
derjenige ist, der er vorgibt zu sein. Die digitale Unterschrift schützt jedoch nicht
vor unberechtigtem Lesen eines Dokuments.
SET (Secure Electronic Transaction)
Eine Zahlungsform, die für den Handel im Internet entwickelt wurde. Bei SET
werden die Daten des Kunden so verschlüsselt, dass der Anbieter nur die
Bestellinformationen bzw. die Bank nur die für die Transaktion nötigen Daten
entschlüsseln kann. Bei SET werden sämtliche Teilnehmer am Geschäftsprozess
eindeutig identifiziert.
SSL (Secure Sockets Layer Protokoll)
Das SSL Verfahren ermöglicht eine sichere Kommunikation über das Internet mit
verschiedenen Protokollen (HTTP, FTP etc.). Dabei werden mit einem komplexen
Verschlüsselungsverfahren alle Daten verändert übertragen, wobei der Schlüssel
zuerst ausgetauscht und für jede Sitzung neu erzeugt wird. Für SSL benötigt man
einen Browser, der dieses Verfahren unterstützt. Soll der Server Ihre Identität
feststellen können, so ist es notwendig, ein Zertifikat zu erwerben.
Secure HTTP (S-HTTP)
Eine Erweiterung des HTTP-Protokolls, das die Datenübertragung zwischen einem
Internet Client (z. B. einem Browser) und einem Internet-Server sichert. Das SHTTP Protokoll bietet den Rahmen für drei Sicherheitsmechanismen: digitale
Unterschrift, Verschlüsselung und Authentifizierung.
Verschlüsselung
Als Verschlüsselung bezeichnet man die Veränderung von Dokumenten oder Daten,
um sie für Dritte unlesbar zu machen. Ein Schlüssel (eine bestimmte Zeichenfolge)
wird benötigt, um eine Datei nach einem vorgegebenen Algorithmus zu ver- oder
entschlüsseln. Die Länge des Schlüssels und dessen Aufbau bestimmen dabei die
Sicherheit vor fremdem Zugriff. So können Kreditkartennummern oder andere
wichtige (geheime) Daten geschützt übertragen werden.
Private Key
Der Private Key (privater Schlüssel) wird bei asymmetrischen
Verschlüsselungsverfahren benutzt, um Daten, die durch den Public Key
(öffentlicher Schlüssel) verschlüsselt wurden, wieder zu entschlüsseln. Wird ein
Dokument vom Absender mit dem Public Key verschlüsselt, so ist garantiert, dass
nur der Inhaber des Private Keys diese Nachricht entschlüsseln und lesen kann.
Public Key
Mit dem Public Key (öffentlicher Schlüssel) kann eine Datei oder Nachricht
asymmetrisch verschlüsselt werden. Danach kann nur mehr der Inhaber des Private
Keys die Nachricht entschlüsseln und lesen. Der Public Key wird meist vom Inhaber
des Private Keys oder der Vergabestelle (Certification
Authority) veröffentlicht. Die Sicherheit des Verfahrens hängt von der Länge des
Schlüssels ab.
PGP (Pretty good Privacy)
PGP ist ein Verschlüsselungsverfahren aus den Vereinigten Staaten, das am
häufigsten für die sichere Übertragung von E-Mails verwendet wird. Dieses System
basiert auf der Technologie der asymmetrischen Verschlüsselung in Kombination
mit einer elektronischen Signatur und gilt als nicht von Dritten entschlüsselbar.
Auch aufgrund der Einsetzbarkeit auf einer Vielzahl von Betriebssystemen und der
kostenlosen Downloadmöglichkeit ist PGP sehr populär.
PIN
Personal Identification Number: Ein persönlicher Code, um den Zugang zu
gesicherten Bereichen zu regulieren (z.B. Handy, Online Banking). Im Gegensatz zu
TANs wird ein PIN mehrmals verwendet. PINs sollten nicht auf dem Rechner
gespeichert werden, um einen Diebstahl durch Unberechtigte zu vermeiden.
TAN
Transaction Number: Der TAN ist ein Code, der nur einmalig verwendet werden
kann und zur Bestätigung von verschiedenen Aktionen benutzt wird (z.B. InternetBanking). Der Benutzer erhält von einer Institution einen oder mehrere TANs, um
damit Aktionen tätigen zu können. Bei jeder Aktion kann die Institution
überprüfen, ob dieser TAN mit dem angegebenen Benutzer übereinstimmt.
Netiquette (network + etiquette)
Im Internet haben sich ungeschriebene Verhaltensregeln etabliert, die als
Netiquette bezeichnet werden.
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