Erfolgsformel für G..

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Die Fragen, die Sie nach der Lektüre des untenstehenden Artikels beantworten sollten, lauten folgend:
1. Welche sind die im Text genannten Prinzipien der Markenführung?
2. Wozu die Marke?
Wortschatz
das Banner
die Beständigkeit
der Bannerträger (Vorkämpfer des Fortschritts)
die Produktvariante vs. die Neuentwicklung
vom Pfad (der Markentugenden) abweichen
etw. vermelden (etw. mitteilen, melden)
jmdm./etwas III entziehen etwas IV (den Ausreden die Begründung enziehen)
minutiös
Suchen Sie im Text zehn zusammengesetzte Substantive aus, wo das erste Glied
Marke- heiβt.
1. __________________________________
6. __________________________________
2. __________________________________
7. __________________________________
3. __________________________________
8. __________________________________
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10. __________________________________
Impulse – Das Unternehmen-Magazin
Markenführung
Erfolgsformel für Groβe und Kleine
Marken sind die eigentlichen Schätze aller Firmen. Je stärker sich die Marke präsentiert, desto profitabler arbeitet das
Unternehmen.
Die Wahrheit schmerzt und entzieht den Ausreden
unfähiger Marketingleute die Basis: Für mangelnde
Kundentreue, darüber besteht kein Zweifel, sind stets
Fehler der Unternehmen verantwortlich. Verbraucher
sind sensibler, als viele es wahrhaben wollen. Sie
quittieren Versäumnisse wie reduzierte Qualität oder
nichtssagende
Werbung
mit
sofortigem
Markenwechsel. Denn Konsumenten kennen die
Markversprechen und erwarten ihre vollständige
Einlösung. Werber und Markentechniker wie BBDOChef Phil Duesenberry, New York, sprechen sogar erst
dann von einer Marke, wenn ein „Vertragsverhältnis“
zwischen ihr und dem Verbraucher besteht, das
beinhaltet, dass die Verbraucher der Marke treu
bleiben, solange die Marke ihre Versprechen minutiös
einhält.
Vertrauen und Marke gehören unauflöslich zusammen,
unterstreicht Roland Berger, Chef der internationalen
Unternehmensberatung Roland Berger & Partner,
München. Seine Analyse führt noch weiter. Berger:
„Unternehmen werden in der Regel nicht wegen ihrer
Fabriken oder wegen ihrer Bilanzpositionen und schon
gar nicht wegen ihrer hohen Personalzahlen
übernommen. Gekauft wird der Markenbesitz.“
Markenberater Otte, Genf, präzisiert: „Gut geführte
Marken haben einen Markenwert, der bis zum
2,5fachen ihres Umsatzes beträgt.“ Grund genug, der
Markenpflege wieder mehr Aufmerksamkeit zu
schenken. Bannerträger der Markenartikelindustrie wie
Beiersdorf, Henkel, Miele oder Melitta wichen ohnehin
nie vom Pfad der Markentugenden ab und folgten der
Erkenntnis von Phil Duesenberry: „Kunden bleiben
Teil der Markenmannschaft, solange ihnen das, was sie
schätzen und lieben gelernt haben, weiterhin mit
Beständigkeit geboten und geliefert wird.“
Zu viele Produktvarianten mit kaum wahrnehmbaren
Unterschieden entstehen aus dem Drang nach Neuem,
irritieren überdies die Kundschaft. Markenklassiker
beherrschen die Balance von wirklicher Innovation und
Kontinuität perfekt. Jetzt finden ihre bereits bewährten
Erfolgsrezepte wieder neues Interesse. So vermeldet
etwa Maren Riepelmeier, Geschäftsführerin des
Düsseldorfer Instituts M-I-D Marktinformationsdienst,
verstärkt Nachfrage nach erfolgreichen Vorbildern.
Riepelmeier:
„Immer
mehr
Werber
und
Produktmanager bestellen bei uns komplette
Anzeigenkampagnen und schauen sich an, wie ihre
Väter und Groβväter vor 20 oder 30 Jahren Marken
gemacht haben.“ Der Blick zurück in die
Werbegeschichte zeigt, dass sich Ausdrucksformen und
Moden ändern. Gute Werbung erkennt der kritische
Betrachter aber heute wie damals am Kriterium der
Selbstähnlichkeit. Jedes Detail der Marke repräsentiert
vollgültig das Ganze.
Annegret Becker
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