EHP6 for SAP ERP 6.0 April 2012 Deutsch Erweiterte Chargenverwaltung (229) Ablaufbeschreibung SAP AG Dietmar-Hopp-Allee 16 69190 Walldorf Deutschland SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Copyright © 2012 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. SAP, R/3, SAP NetWeaver, Duet, PartnerEdge, ByDesign, SAP BusinessObjects Explorer, StreamWork, SAP HANA und weitere im Text erwähnte SAP-Produkte und -Dienstleistungen sowie die entsprechenden Logos sind Marken oder eingetragene Marken der SAP AG in Deutschland und anderen Ländern. Business Objects und das Business-Objects-Logo, BusinessObjects, Crystal Reports, Crystal Decisions, Web Intelligence, Xcelsius und andere im Text erwähnte Business-Objects-Produkte und -Dienstleistungen sowie die entsprechenden Logos sind Marken oder eingetragene Marken der Business Objects Software Ltd. Business Objects ist ein Unternehmen der SAP AG. Sybase und Adaptive Server, iAnywhere, Sybase 365, SQL Anywhere und weitere im Text erwähnte Sybase-Produkte und -Dienstleistungen sowie die entsprechenden Logos sind Marken oder eingetragene Marken der Sybase Inc. Sybase ist ein Unternehmen der SAP AG. Crossgate, m@gic EDDY, B2B 360°, B2B 360° Services sind eingetragene Marken der Crossgate AG in Deutschland und anderen Ländern. Crossgate ist ein Unternehmen der SAP AG. Alle anderen Namen von Produkten und Dienstleistungen sind Marken der jeweiligen Firmen. Die Angaben im Text sind unverbindlich und dienen lediglich zu Informationszwecken. Produkte können länderspezifische Unterschiede aufweisen. In dieser Publikation enthaltene Informationen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die vorliegenden Angaben werden von SAP AG und ihren Konzernunternehmen („SAP-Konzern“) bereitgestellt und dienen ausschließlich Informationszwecken. Der SAP-Konzern übernimmt keinerlei Haftung oder Garantie für Fehler oder Unvollständigkeiten in dieser Publikation. Der SAP-Konzern steht lediglich für Produkte und Dienstleistungen nach der Maßgabe ein, die in der Vereinbarung über die jeweiligen Produkte und Dienstleistungen ausdrücklich geregelt ist. Aus den in dieser Publikation enthaltenen Informationen ergibt sich keine weiterführende Haftung. © SAP AG Seite 2 von 16 SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Symbole Symbol Bedeutung Achtung Beispiel Hinweis Empfehlung Syntax Typografische Konventionen Format Beschreibung Beispieltext Wörter oder Zeichen, die von der Oberfläche zitiert werden. Dazu gehören Feldbezeichner, Bildtitel, Drucktastenbezeichner sowie Menünamen, Menüpfade und Menüeinträge. Verweise auf andere Dokumentationen Beispieltext hervorgehobene Wörter oder Ausdrücke im Fließtext, Titel von Grafiken und Tabellen BEISPIELTEXT Namen von Systemobjekten Dazu gehören Reportnamen, Programmnamen, Transaktionscodes, Tabellennamen und einzelne Schlüsselbegriffe einer Programmiersprache, die von Fließtext umrahmt sind, wie z. B. SELECT und INCLUDE. Beispieltext Ausgabe auf der Oberfläche Dazu gehören Datei- und Verzeichnisnamen und ihre Pfade, Meldungen, Namen von Variablen und Parametern, Quelltext und Namen von Installations-, Upgrade- und Datenbankwerkzeugen. BEISPIELTEXT Tasten auf der Tastatur, wie z. B. die Funktionstaste F2 oder die StrgTaste. Beispieltext Exakte Benutzereingabe. Dazu gehören Wörter oder Zeichen, die Sie genau so in das System eingeben müssen, wie es in der Dokumentation angegeben ist. <Beispieltext> Variable Benutzereingabe. Die Wörter und Zeichen in spitzen Klammern müssen Sie durch entsprechende Eingaben ersetzen, bevor Sie sie in das System eingeben. © SAP AG Seite 3 von 16 SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Inhalt 1 Einsatzmöglichkeiten ............................................................................................................... 5 2 Voraussetzungen .................................................................................................................... 5 2.1 Stamm- und Organisationsdaten ..................................................................................... 5 2.2 Voraussetzungen/Situation .............................................................................................. 6 2.3 Rollen ............................................................................................................................... 7 2.4 Vorbereitende Schritte ..................................................................................................... 7 3 Prozessübersicht ................................................................................................................... 10 4 Prozessschritte ...................................................................................................................... 11 5 4.1 Chargenstammsatz verwalten ....................................................................................... 11 4.2 Anlegen der Chargenhistorie ......................................................................................... 12 4.3 Batch Information Cockpit .............................................................................................. 12 Anhang .................................................................................................................................. 15 5.1 Prozessschritte korrigieren............................................................................................. 15 5.2 SAP-ERP-Berichte ......................................................................................................... 15 5.3 Häufig gestellte Fragen (FAQ) ....................................................................................... 16 © SAP AG Seite 4 von 16 SAP Best Practices 1 Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Einsatzmöglichkeiten Dokument Dieses Dokument enthält eine detaillierte Beschreibung des Geschäftsprozesses der erweiterten Chargenverwaltung mit Chargenhistorie. Zur Zielgruppe gehören alle Anwender des Logistikbereichs. Szenario Wenn Materialien in Chargen verwaltet werden, ist es eventuell notwendig, Chargenstammdaten zu ändern oder herauszufinden, wo eine bestimmte Charge verarbeitet wurde, beispielsweise wenn ein Chargenrückruf erforderlich ist oder die zuständigen Behörden informiert werden müssen. 2 Voraussetzungen 2.1 Stamm- und Organisationsdaten SAP Best Practices – Standardwerte In der Implementierungsphase wurden in Ihrem ERP-System grundlegende Stamm- und Organisationsdaten angelegt, beispielsweise die Daten, welche die Organisationsstruktur Ihres Unternehmens widerspiegeln, sowie Stammdaten, die dem betrieblichen Schwerpunkt entsprechen, z. B. Stammdaten für Materialien, Lieferanten und Kunden. Bei diesen Stammdaten handelt es sich in der Regel um standardisierte SAP-Best-PracticesVorschlagswerte, mit denen Sie die Prozessschritte dieses Szenarios durchlaufen können. Zusätzliche Stammdaten (Vorschlagswerte) Sie können das Szenario auch mit anderen Vorschlagswerten von SAP Best Practices testen, welche die gleichen Merkmale aufweisen. Überprüfen Sie in Ihrem SAP-System, welche anderen Stammdaten hierzu vorhanden sind. Eigene Stammdaten verwenden Sie können auch benutzerdefinierte Werte für Material- oder Organisationsdaten verwenden, für die Stammdaten angelegt wurden. Weitere Informationen zum Anlegen von Stammdaten finden Sie in der Dokumentation zu den Stammdatenverfahren. Sie können dieses Szenario nur dann verwenden, wenn Sie vorab den Building Block Chargenverwaltung (117) aktiviert haben. Verwenden Sie zur Ausführung der in diesem Dokument beschriebenen Prozessschritte die folgenden Stammdaten: © SAP AG Seite 5 von 16 SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Stamm/Organisati onsdaten Wert Details zu Stamm-/Organisationsdaten Material F226-1 FERT226-1,MTS-DI,Charge-FIFO Material F227-1 FIN227-1,MTS-DI,PD,Charge,SerialNr,QM Material S227 HALBS227,MTS,PD,Bauteil Material S234-1 HALB234-1,Prognose,Charge Material R234-1 ROH234-1,Charge Material F239-1 FERT239-1,MTS-DI,Charge-FIFO,Full-WM Material R249 ROH249-1,PD,Lohnbearbeitung,Charge Material F248-1 FIN248-1,MTS-DI,PD,Charge,AuftrSplit Bemerkungen 2.2 Voraussetzungen/Situation Der in dieser Ablaufbeschreibung beschriebene Geschäftsprozess ist Teil einer längeren Kette von integrierten Geschäftsprozessen oder -szenarios. Das bedeutet, Sie müssen die folgenden Vorgänge abgeschlossen haben und die folgenden Voraussetzungen erfuellen, bevor Sie dieses Szenario durchspielen können: Voraussetzungen/Situation Szenario Um die Geschäftsprozesse in diesem Szenario durchführen zu können, müssen die Materialien im Lager verfügbar sein und es muss ein Chargenstammsatz angelegt sein. Informationen zum Anlegen von Anfangsbestand finden Sie im Abschnitt Vorbereitende Schritte. Wenn Sie Fertigerzeugnisse (FERT) verwenden, haben Sie folgende Möglichkeiten: HUM für Fertigungsaufträge (226) den Prozess HUM für Fertigungsaufträge (226),. QM in der diskreten Fertigung (227), Lagerverwaltung: Wareneingang und ausgang – Full WM (239) oder Lagerfertigung mit Auftragssplit (248) ausführen oder Lagerverwaltung: Wareneingang und ausgang – Full WM (239) Lagerfertigung mit Auftragssplit (248) über die Transaktion MIGO Bestand anlegen (für ausführliche Informationen hierzu siehe Vorbereitende Schritte) Wenn Sie Halbfabrikate verwenden, haben Sie folgende Möglichkeiten: den Prozess QM in der diskreten Fertigung (227), oder Prognose von Halbfabrikaten (234) ausführen oder über die Transaktion MIGO Bestand anlegen (ausführliche Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Vorbereitende Schritte“). Wenn Sie Rohstoffe verwenden, haben Sie folgende Möglichkeiten: QM in der diskreten Fertigung (227) QM in der diskreten Fertigung (227) Prognose von Halbfabrikaten (234) Prognose von Halbfabrikaten (234) Lagerfertigung mit Auftragssplit (248) den Prozess Prognose von Halbfabrikaten © SAP AG Seite 6 von 16 SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Voraussetzungen/Situation Szenario (234), oder Lagerfertigung mit Auftragssplit (248) ausführen oder über die Transaktion MIGO Bestand anlegen (ausführliche Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Vorbereitende Schritte“). 2.3 Rollen Verwendung Die folgenden Rollen müssen installiert sein, um dieses Szenario im SAP NetWeaver Business Client (NWBC) testen zu können. Die Rollen in dieser Ablaufbeschreibung müssen dem Benutzer bzw. den Benutzern zugewiesen sein, die dieses Szenario testen. Sie benötigen diese Rollen nicht, wenn Sie anstelle der NWBC-Oberfläche die Standard-SAP-GUI verwenden. Voraussetzungen Die Rollen wurden dem Benutzer zugewiesen, der dieses Szenario testet. Benutzerrolle Technischer Name Prozessschritt Mitarbeiter SAP_NBPR_EMPLOYEE_S Die Zuordnung dieser Rolle wird für die Ausführung von Basisfunktionalitäten benötigt. Lagermitarbeiter SAP_NBPR_WAREHOUSECLERK_S Warenausgang buchen Wareneingang buchen Lagerleiter SAP_NBPR_WAREHOUSEMANAGER_M Chargenstammsatz ändern Mit dem Batch Information Cockpit arbeiten 2.4 Vorbereitende Schritte Um die Geschäftsprozesse in diesem Szenario durchführen zu können, müssen die Materialien im Lager verfügbar sein. Legen Sie in der Transaktion MIGO die erforderlichen Daten an. Verwendung Diese Aktivität dient zum Buchen eines Anfangsbestands von Materialien, wenn nicht genügend Material im Lager vorrätig ist. Vorgehensweise 1. Rufen Sie die Transaktion über eine der folgenden Optionen auf: Option 1: SAP Graphical User Interface (SAP GUI) SAP-Menü Logistik Materialwirtschaft Bestandsführung Warenbewegung Warenbewegung (MIGO) Transaktionscode MIGO © SAP AG Seite 7 von 16 SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB 2. Stellen Sie sicher, dass oben links auf dem Einstiegsbild im ersten Feld Wareneingang und im zweiten Sonstige angezeigt wird. Geben Sie oben rechts im Feld die Bewegungsart 561 ein, und wählen Sie Ausführen (Enter). 3. Geben Sie auf dem Bild Wareneingang Sonstige die nachfolgenden Daten ein, und wählen Sie Ausführen (Enter). Feldbezeich ner Beschreibung Benutzeraktion und Werte Bemerkung <Geben Sie ein chargenpflichtiges Material ein> Geben Sie eine Materialnummer für ein chargenpflichtiges Material ein, es kann eine beliebige Materialnummer verwendet werden. Registerkart e Material Material Registerkart e Menge <Geben Sie die gewünschte Menge ein> Menge in ErfassungsM E Registerkart e Wo Werk 1000 Lagerort 1050 4. Geben Sie auf der Registerkarte Charge die externe Chargennummer ein, oder lassen Sie das Feld leer, wenn eine interne Nummer zugewiesen werden soll. 5. Sofern dies erforderlich ist, geben Sie das Herstelldatum (z. B. das aktuelle Datum) ein, und wählen Sie Ausführen (Enter). Die Eingabe ist nur bei Materialien erforderlich, die nach der Verfallsdatumsstrategie verwaltet werden. 6. Wenn Material serialisiert ist: Geben Sie auf der Registerkarte Serialnummern eine Serialnummer ein. Wenn die Serialnummer nicht bekannt ist, suchen Sie diese durch Wählen des Symbols Suchen, oder legen Sie eine neue Nummer an. 7. Setzen Sie das Kennzeichen Position OK, und wählen Sie anschließend Buchen (Strg+S). Option 2: SAP NetWeaver Business Client (SAP NWBC) über Benutzerrolle Benutzerrolle Lagermitarbeiter (SAP_NBPR_WAREHOUSECLERK_S) Rollenmenü Lagerverwaltung Verbrauch und Umbuchungen Warenbewegung - Sonstige 1. Wählen Sie Wareneingang Sonstige. 2. Geben Sie auf dem Bild Sonst. Wareneingänge erfassen: Einstieg die nachfolgenden Daten ein, und wählen Sie Weiter. © SAP AG Seite 8 von 16 SAP Best Practices Feldbezeich ner Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Beschreibung Benutzeraktion und Werte Bewegungsart 561 Werk 1000 Lagerort 1050 Bemerkung 3. Geben Sie auf dem Bild Sonst. Wareneingänge erfassen: Neue Positionen folgende Daten ein, und wählen Sie Weiter: Feldbezeich ner Beschreibung Benutzeraktion und Werte Material <Geben Sie ein chargenpflichtiges Material ein> Menge <Geben Sie die gewünschte Menge ein> Bemerkung 4. Bestätigen Sie das Dialogfenster Automatische Chargennummernvergabe mit Ja. 5. Sofern dies erforderlich ist, geben Sie das HerstDatum (z. B. das aktuelle Datum) ein, und wählen Sie Weiter. Die Eingabe ist nur bei Materialien erforderlich, die nach der Verfallsdatumsstrategie verwaltet werden. 6. Zur Stornierung der Buchung führen Sie die vollzogenen Schritte in umgekehrter Reihenfolge durch. 7. Wenn Material serialisiert ist: Geben Sie auf der Registerkarte Serialnummern eine Serialnummer ein. Wenn die Serialnummer nicht bekannt ist, suchen Sie diese durch Wählen des Symbols Suchen, oder legen Sie eine neue Nummer an. 8. Wählen Sie Zurück und dann Sichern. Um die Buchung zu stornieren, wiederholen Sie die Schritte mit der Bewegungsart 562. Sie haben auch die Möglichkeit, den Materialbeleg mit der Transaktion MBST zu stornieren. Ergebnis Sie haben ein Material in den Bestand gebucht und einen Chargenstammsatz angelegt. © SAP AG Seite 9 von 16 SAP Best Practices 3 Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Prozessübersicht Prozessschritt Benutzerrolle Transak tionscode Chargenstamm satz verwalten Lagerleiter MSC2N Chargenhistorie anlegen Lagerleiter SA38 Lagerleiter BMBC Batch Information Cockpit © SAP AG Externe Prozessreferenz Voraussetzun gen/Situation Benötigte Informationen dazu, wo die Charge gekauft und wohin sie verkauft wurde Erwartetes Ergebnis Verwendungsnachweise, Chargenstammdaten Seite 10 von 16 SAP Best Practices 4 Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Prozessschritte 4.1 Chargenstammsatz verwalten Verwendung Es sind manuelle Anpassungen der Chargenstammdaten erforderlich. Vorgehensweise 1. Rufen Sie die Transaktion über eine der folgenden Optionen auf: Option 1: SAP Graphical User Interface (SAP GUI) SAP-Menü Logistik Zentrale Funktionen Chargenverwaltung Charge Ändern Transaktionscode MSC2N Option 2: SAP NetWeaver Business Client (SAP NWBC) über Benutzerrolle Benutzerrolle Lagerleiter (SAP_NBPR_WAREHOUSEMANAGER_M) Rollenmenü Lagerverwaltung Charge Charge ändern 2. Geben Sie auf dem Bild Charge ändern die folgenden Daten ein, und wählen Sie Weiter (Enter): Feldbezeichner Beschreibung Benutzeraktion und Werte Material Materialnummer Geben Sie die Materialnummer ein, z. B. R234-1 Charge Chargennummer Geben Sie die Chargennummer ein. Bemerkung Die Chargennummer kann auch über die Eingabehilfe gesucht werden. 3. Wählen Sie die Registerkarte Grunddaten 1, um beispielsweise den Chargenstatus, das Produktionsdatum, die Haltbarkeit oder das Verfallsdatum zu ändern. 4. Öffnen Sie die Registerkarte Grunddaten 2, um die Chargenbeschreibung zu ändern. 5. Öffnen Sie die Registerkarte Klassifizierung, um den Klassifizierungsstatus festzulegen oder die Klassenmerkmale zu verwalten. 6. Öffnen Sie die Registerkarte Materialdaten, um die Haltbarkeitsdaten und die Materialklassifizierung einzusehen. 7. Öffnen Sie die Registerkarte Änderungen, um eine Übersicht der Änderungen am Chargenstammsatz zu erhalten. Wählen Sie geänderte Werte anzeigen, um die Änderungen unten in der Sicht anzuzeigen. © SAP AG Seite 11 von 16 SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Ergebnis Die Charge wird verwaltet. 4.2 Anlegen der Chargenhistorie Verwendung Um die Chargenhistorie im Batch Information Cockpit nutzen zu können, müssen Sie zunächst einen Report ausführen, der die entsprechenden Tabellen füllt. Vorgehensweise 1. Wählen Sie im SAP-Menü System Dienste Reporting. 2. Geben Sie auf dem Bild ABAP: Programmausführen den Reportnamen RVBOBJTABUPD ein und bestätigen sie mit Ausführen. 3. Geben Sie folgende Daten auf dem Bild Batch History: Index Table Update ein: Feldname Beschreibung Benutzeraktion und Werte Material Materialnummer Geben Sie eine Materialnummer ein, z. B. R234-1 Werk Bemerkung 1000 4. Wählen Sie Ausführen. Die Tabelle mit der Chargenhistorie wird mit den aktuellen Bewegungsdaten aktualisiert. Sie können auch die anderen verfügbaren Felder entsprechend Ihrer Anforderungen ausfüllen; es ist ebenfalls möglich, Asteriski zu verwenden. Beachten Sie hierbei, dass die Laufzeit abhängig von dem Umfang der zu aktualisierenden Daten ansteigen kann. 4.3 Batch Information Cockpit Verwendung Wenn Materialien in Chargen verarbeitet werden, ist es in manchen Fällen erforderlich zu wissen, wo bestimmte Chargen verwendet wurden. Verwenden Sie die Bottom-UpChargensuche für Kunden bzw. die Top-Down-Chargensuche für Lieferanten. Vorgehensweise 1. Rufen Sie die Transaktion über eine der folgenden Optionen auf: Option 1: SAP Graphical User Interface (SAP GUI) SAP-Menü Logistik Zentrale Funktionen Chargenverwaltung Batch Information Cockpit Transaktionscode BMBC Option 2: SAP NetWeaver Business Client (SAP NWBC) über Benutzerrolle Benutzerrolle © SAP AG Lagerleiter (SAP_NBPR_WAREHOUSEMANAGER_M) Seite 12 von 16 SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Lagerverwaltung Charge Batch Information Cockpit Rollenmenü 2. Wählen Sie auf dem Bild Batch Information Cockpit Neustart Qualitätsprüfer. 3. Geben Sie auf dem Bild Batch Information Cockpit das Material ein, zum Beispiel R234-1, und wählen Sie Selektion ausführen. 4. Öffnen Sie links auf dem Bild in der Liste Selektionsergebnis Chargen das Kontextmenü durch Klicken auf die Charge mit der rechten Maustaste. Wählen Sie Charge anzeigen. Auf dem Bild rechts werden die Chargenstammdaten angezeigt. 5. Öffnen Sie links auf dem Bild in der Liste Selektionsergebnis Chargen das Kontextmenü durch Klicken auf die Charge mit der rechten Maustaste. Wählen Sie Verwendung TopDown. Rechts auf dem Bild wird eine Chargenliste angezeigt. „Top-Down“ bedeutet, die ausgewählte Charge wurde als letztes verwendet und alle anderen angezeigten Chargen waren ihre Vorgänger. 6. Öffnen Sie links auf dem Bild in der Liste Selektionsergebnis Chargen das Kontextmenü durch Klicken auf die Charge mit der rechten Maustaste, und wählen Sie dann Verwendung Bottom-Up. Daraufhin wird rechts auf dem Bild eine Chargenliste angezeigt. „Bottom-Up“ bedeutet, die ausgewählte Charge wurde als erstes verwendet und alle anderen angezeigten Chargen waren ihre Nachfolger. 7. Wählen Sie rechts auf dem Bild in der Chargenliste eine Chargennummer aus. Die folgenden Optionen sind für die Charge durch Wählen der entsprechenden Drucktaste verfügbar: Drucktaste Aktion Top-Down Über Top-Down wird eine neue Top-Down-Chargenliste ab der ausgewählten Charge begonnen. Bottom-Up Über Bottom-Up wird eine neue Bottom-Up-Chargenliste ab der ausgewählten Charge begonnen. Belege Über Belege werden Materialbelege mit Verknüpfung zu einer ausgewählten Charge angezeigt. Prüflose Über Prüflose werden alle Prüflose mit Verwendungsentscheiden verknüpft mit der ausgewählten Charge angezeigt. Zurück Über Zurück gehen Sie eine Ebene zurück, z. B. von der zweiten Liste zurück zur ersten Liste. 8. Öffnen Sie links auf dem Bild in der Liste Selektionsergebnis Chargen das Kontextmenü durch Klicken auf die Charge mit der rechten Maustaste, und wählen Sie dann Chargenhistorie. Daraufhin wird rechts auf dem Bild die Chargenhistorie angezeigt. Sie sehen alle Daten zu einer Charge übersichtlich in einer gemeinsamen Tabelle. 9. Auf der rechten Seite können Sie die Chargenhistorie auch direkt auswählen, indem Sie auf den entsprechenden Reiter wechseln und dort Ihre Selektionskriterien pflegen, wie beispielsweise Werk oder Auswertungszeitraum. Ergebnis © SAP AG Seite 13 von 16 SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Unterschiedliche Chargeninformationen werden angezeigt, darunter Chargenstammdaten, Verwendungsnachweise, Materialbelege, Prüflose und die Chargenhistorie. © SAP AG Seite 14 von 16 SAP Best Practices 5 Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB Anhang 5.1 Prozessschritte korrigieren Im folgenden Abschnitt finden Sie häufig vorgenommene Schritte, durch die einige der in diesem Dokument beschriebenen Aktivitäten korrigiert werden können. Chargenstammsatz verwalten Transaktionscode (SAP GUI) MSC2N Korrekturschritt Chargenstammsatz ändern Transaktionscode (SAP GUI) MSC2N Benutzerrolle Fachkraft Konstruktion (SAP_NBPR_ENGINEER_S) Lagerleiter (SAP_NBPR_WAREHOUSEMANAGER_M) Rollenmenü Lagerverwaltung Charge Charge ändern Bemerkung Korrigieren Sie vorherige Eingaben. 5.2 SAP-ERP-Berichte Verwendung In der nachstehenden Tabelle sind die am häufigsten verwendeten Berichte aufgelistet, denen Sie weitere Informationen zu diesem Geschäftsprozess entnehmen können. Die folgenden Ablaufbeschreibungen enthalten eine umfassende Zusammenstellung aller wichtigen Berichte sowie ausführliche Beschreibungen der einzelnen Berichte: Finanzwesen: SAP-ERP – Berichte für das Rechnungswesen (221) Logistische Prozesse: SAP ERP – Berichte für die Logistik (222) Beachten Sie, dass sich die Beschreibungen einiger dieser Berichte, die einen unverzichtbaren Teil des Ablaufs darstellen, direkt im jeweiligen Abschnitt befinden. Berichte Titel des Berichts Transaktionscode Bemerkung Chargenanalyse MCBR eine Liste mit verdichteten Daten Integritätsprüfung Chargenklassifizierung BMCC Zeigt an, ob für die ausgewählten Materialien durchgängig eine Chargenklassifizierung vorgenommen wurde. MHD-Liste MB5M Enthält Chargen, deren Verfallsdatum überschritten © SAP AG Seite 15 von 16 SAP Best Practices Erweiterte Chargenverwaltung (229): AB wurde bzw. deren verbleibende Haltbarkeitszeit kürzer als der ausgewählte Zeitraum ist. 5.3 Häufig gestellte Fragen (FAQ) Fragen Antworten Kann ich Chargenstammsätze löschen? Ja, sofern Sie den Archivierungsprozess ausgeführt haben. Kann die Chargenverwaltung für ein Material geändert werden? Ja, solange Sie für das betreffende Material noch keinen Bestand gebucht haben. Kann die Chargenklasse für ein Material geändert werden, wenn Chargen vorhanden sind? Ja. Informationen zur Ausführung des entsprechenden Prozesses finden Sie in der SAPOnlinedokumentation. © SAP AG Seite 16 von 16