1. Sitzung []

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11 E 21
27.06.1990
PROTOKOLL
der 1. Sitzung der Initiative "Berliner Arbeitskreis politische Bildung" am
15.06.1990, 9.00 - 13.0o Uhr im Pädagogischen Zentrum
Anwesend: Dr. Brügmann, Dr. Dümke, Prof. Dr. Geiger, Dr. Grammes, Prof.
Dr. Iffert, Dr. Kuhn, Lück, Dr. Massing, Matußek, Dr. Moritz,
Prof. Rathenow, Dr. Sonnenfeld, Wilhelm
Angesichts der politischen Entwicklung seit dem 09.11.89 gilt es, die Iso lierung der sich um die politische Bildung in Berlin (W) bemühenden Ein richtungen - Schule, 2. Ausbildungsphase, Universität, Hochschule, Schul verwaltung, Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Deutsche Vereini gung für politische Bildung (DVfpB), Pädagogisches Zentrum - abzubauen,
die zentralen Probleme und Spezifika der schulischen und außerschulischen
politischen Bildung zu bestimmen und zugleich die innerstädtische, deutsch deutsche Diskussion zu Fragen politischer Bildung in Deutschland
aufzunehmen.
Zu Beginn der Diskussion wurde Zusammensetzung und Zuschnitt des
Arbeitskreises bemängelt. Es wurde beschlossen, weitere Vertreter
(Landeszentrale, DVfpB, 2. Ausbildungsphase, Bezirkskabinette)
einzuladen; allerdings sollte der Arbeitskreis eine gewisse Größe nicht
überschreiten, wenn er eine Bedeutung als Arbeits- und Diskussionskreis
gewinnen will.
o Zum Status des zukünftigen "Berliner Arbeitskreises politische Bildung"
wurde festgehalten:
- mehr als ein informelles Treffen, weniger als ein offizielles Gremium.
o Zur Aufgabenfindung und zum Arbeitsschwerpunkt wurde festgehalten:
- Der Arbeitskreis favorisiert im jetzigen Stadium der Diskussion einen eher
engen Begriff politischer Bildung, d. h.:
- Begrenzung auf die schulische politische Bildung,
- Beschränkung auf das Fach Sozialkunde bzw. Gesellschaftskunde und keine
Erweiterung auf Geschichte, Geographie, Polytechnik, Arbeits lehre oder
weitere Fächer,
- kritische Sichtung der Rahmenpläne aus Ost und West,
- Verfolgung der Entwicklungsarbeiten,
- Zusammenfassung der Kritik,
- Organisation fundierter Vorarbeiten für künftige gemeinsame Rahmenplanarbeit.
Die Teilnehmer aus Berlin (0) stellten den unterschiedlichen Handlungs bedarf
im Hinblick auf Rahmenplanerstellung und Einführung zum neuen Schuljahr
heraus und wiesen in diesem Zusammenhang auf Bestrebungen hin , politische
Bildung als Fach zugunsten von Lebenskunde (7. -10. Klasse) und Ethik (11.-12.
Klasse) aus dem Kanon der allgemein bildenden Schule (zumindest für eine
Übergangszeit) herauszunehmen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass ein
Fach Politik bzw. Gesellschaftskunde unabdingbar ist. Die anschließend
erarbeitete Resolution (s. Anlage) soll dem Magistrat, der Senatsverwaltung für
Schule, Berufsbildung und Sport sowie der Presse (Tsp., taz, FR, ADN, dpa)
zugeleitet werden.
Nächste Sitzung:
am: Mittwoch, 27.06.1990
um: 14.00 - 17.0o Uhr
im: Pädagogischen Zentrum, Raum 704
Tagesordnung:
TOP 1: Verschiedenes: Berichte; Ergebnisse
TOP 2: Erörterung des Rahmenplans Gesellschaftskunde (7. -10. Klasse)
- zum Politikbegriff der vorliegenden Fassung :
- grundlegende Einsichten
- Auswahl und Gewichtung von Inhalten
- Verbindlichkeit/Flexibilität
- Methoden/Sozial- und Kommunikationsformen
- Lehrerrolle/Lehrerkompetenz
- Schülerinteresse
- Kooperation mit anderen Fächern
- zum Verfahren der Rahmenplanerstellung
TOP 3: Zusammenfassung von didaktischen und methodischen Prinzipien
(Essentials) für künftige Rahmenplanarbeit.
K. Matußek
(Protokoll)
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