Was ist das wichtigste in der Vermittlung

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KUVERUM
Lehrgang Kulturvermittlung/Museumspädagogik
Logbucheinträge: ‚Vermittlung in London’ (Ku5)
'Was hat dich als (angehende) Kultur-Vermittlerin in London am
meisten beeindruckt? Was nimmst du mit?'
Der Knochen unter dem
Fleisch
5 Bedeutsame Punkte
JH
Mich haben zwei, eigentlich einfache und doch wichtige Umstände beeindruckt, die ganz
selbstverständlich ein Teil der Vermittlungsarbeit in England sind:
Projekte werden einer Erfolgskontrolle unterzogen, in dem sie z.T. von externen Experten
evaluiert werden (Photographers' Gallery). Somit wird sicher gestellt, dass das reiche
Angebot auch auf seine Wirkung hin überprüft wird.
Das zweite ist die Tatsache, dass die Vermittlerinnen dank Forschungsergebnissen über
die positiven Auswirkungen des Lernen im Kunstmuseum auf das Lernverhalten im
Allgemeinen, den Wert ihrer Arbeit belegen können.
In einer Welt, die in all ihren Unternehmen wissenschaftsgläubig und erfolgsorientiert ist ,
scheinen mir dies zwei wichtige Punkte für die Bedeutung des Berufstandes zu sein. Sie
sind mit dafür verantwortlich, dass die Vermittlerinnen welche wir getroffen haben das
Auftreten und die Verantwortung von Managerinnen haben.
Nichts davon ersetzt die pserönlichen Fähigkeiten, die zum Beruf notwendig sind, die
Gabe Begeisterung für die Sache auszulösen, selbst zu staunen und andere zu
bezaubern. Aber es gibt ein anderen Rückhalt und ein grösseres Selbstbewusstsein.
PH
- enge Zusammenarbeit mit Lehrern, Schulen
- Vermittlung durch Kuenstler
- Prozesse dokumetieren und evaluieren
- hinterfragen, begruenden, vertiefen
- Wichtigkeit des Lernens im Museum
gross und grosszügig
KM
Mich hat die Grösse und die Grosszügigkeit beeindruckt. Die Grösse der Museen. Die
Grösszügigkeit mit der die Museen ihren BesucherInnen begegnen. Grösszügig wie der
Staat das Lernen durch Kunst unterstützt.
Ich erinnere mich an ein Bild in der Serpentine Gallery welches uns Eleanor gezeigt hat.
Die Wörter THE END sind rot gestrickt. Sie bedecken die gesamte Bodenfläche des
Vemittlungsraumes.
So gross
grossartig.
MITEINANDER
KS
Kunst und Kultur ist im Londoner Alltag stark verankert und alle sind der Ueberzeugung,
dass die Auseinandersetzung damit, das Leben auf positive Art und Weise beeinflusst.
Herrlich!
Die Selbstsicherheit der Vermittler,...wie sie mit voller Ueberzeugung und Tatendrang
hinter der Sache, dem Haus, der Kunst und Kultur, den Teilnehmern stehen. Ihre Arbeit
wird geschätzt und unterstützt und dies motiviert sie noch zusätzlich, dies wiederum wirkt
ansteckend auf die Teilnehmer, die Besucher und der ganze Kreis setzt unglaubliche
Energien frei und so entstehen qualitativ überzeugende Projekte.
Der Kulturpool in London besteht aus Teamwork, keiner "grümschälät" alleine vor sich
hin, sondern man unterstützt einander wo man kann.
WWWau, und genau das gefällt mir besonders; das MITEINANDER und nicht
gegeneinander...
Stellenwert
SM
Mich hat der hohe Stellenwert, den Kunstvermittlung in GB geniesst, am meisten
beeindruckt. Diesem Umgang mit Kultur merkt man seine tiefe Verwurzelung in der
Gesellschaft an. Besonders schön zu erfahren ist, dass das Feld der Kunstvermittlung in
GB weit über das "museumspädagogische Basteln" hinausreicht. Die Horizonte sind
weiter und vielfältiger. Die Frage stellt sich, wie es dazu kommen kann, dass auch in der
CH ein solcher Umgang mit Kunst und Kultur zu einem selbstverständlichen Teil des
Lebens und Lernens wird. Sicher braucht es dafür Zeit. Und während dieser Zeit schlaue
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Köpfe, die das Rad weiter vorantreiben, ihm immer wieder Energie zuführen. Eine solche
Energiequelle zu sein ist für mich das Erstrebenswerte.
Kulturgut Kreativität
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CL
Mich hat begeistert, wie verankert die Kunst und die Kreativität in der britischen Politik ist.
Ich meine, es ist doch ein riesen finanzieller Aufwand alle Museen von den Eintritten zu
befreien. Welcher Stellenwert. Jeder soll ins Museum können. Jeder soll sich mit Kunst
beschäftigen. Exporthit Kreativität. Und wenn ich mir das so überlege, zum Beispiel die
Musik, da spielt Grossbritanien eine Hauptrolle. Trends werden dort gesetzt. Liegt dann
auch noch etwas Kreativität in den englischen Genen? ;-)
Dann auch, dass Künstler in einem Vermittlungsprogramm an der Front stehen. Ein
Geben und Nehmen. Sie haben eine Anstellung, können ihre Fertigkeiten weitergeben,
bekommen Inspiration, geben Ideen, wirken glaubwürdig. Und die Learning Departements
profitieren von der Fertigkeit der Künstler und können mit ihnen flexibel auf jede
Ausstellung reagieren. Ihnen bleibt das Kerngeschäft. Kreatives erfinden und Ideen
entwickeln...
Anforderungen an die
Vermittlung
AG
London wirkt immer noch nach, obwohl es schon ein Monat her ist. Aber ich erinnere mich
gerne an London zurück: Gastfreundschaft, Qualität, Kompetenz, riesige Dimensionen,
das gute Essen. So viele kostbare Intputs.
Am meisten beeindruckt hat mich Hernrietta Hine. Ihre Schlüsselsätze/Anforderungen an
die Vermittlung/an die Vermittlerin nehme ich mir zu Herzen.
Vermittlung – eine
Philosophie
ES
Am meisten hat mich in der britischen Vermittlungsarbeit die die Philosophie „Kultur als
Allgemeingut“ beeindruckt, Kultur sollte also für jedermann zugänglich sein – und dies
nicht nur im Sinne von z.B. ein Museum ‚betreten’, sondern der jeweiligen Sache auch
wirklich näher zu kommen, eben durch Vermittlungsprojekte, die sich an unterschiedliche
Gruppen richten (Projekte mit Behinderten, ausländischen Kindern, verschiedenen
Altersklassen, sozial unterschiedlichen Gruppen, etc.) => „Lernen durch Kultur“! Dabei
kommt es immer auf die richtige Überzeugung an, z.B. dass Kinder während eines
Vermittlungsprogramms nicht einfach beschäftigt sind, sondern dass diese Beschäftigung
auch wertvoll (!) ist! Eine hohe Qualität der britischen Vermittlungsarbeit steht dabei
immer im Vordergrund. Durchgeführt und realisiert werden solche Programme i.d.R.
immer von z.B. Künstlern selbst. Diese Vorgehensweise der Zusammenarbeit und des
Austausches mit „Trägern unterschiedlicher kultureller Prägungen“ (seien es nun Künstler,
Naturforscher, Archäologen, andere Wissenschaftler, etc.), stehen diese dem
Vermittlungs-‚Objekt’ doch viel näher, und insbesondere auch mit der Öffentlichkeit
(networking, partnerships & exchange of ideas), ist in London schon längst gang und
gäbe und mitunter ein Garant für die Qualität der Arbeit der Vermittlerinnen. Diese hohe
Qualität wird zum einen durch einen hohen Anspruch an sich selbst, zum anderen v.a.
auch durch eine hohe Wertschätzung sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft
gewährleistet. Der Vermittlungsarbeit auch in unseren Breitengraden zu einem höheren
Stellenwert zu verhelfen, wäre eine lohnende Aufgabe!
Ausserdem finde ich die Unterstützung der Vermittlungsarbeit durch integrierte Forschung
eine grossartige Sache, da sie der Bedeutung und Qualität der Vermittlungsarbeit im
Hinblick auf ihre Auswirkungen auf das Lernverhalten auf den Grund geht und bei
positivem Ergebnis Aussicht auf eine langfristige Finanzierung bieten kann.
if your bag is larger than
this.....
BW
go to London!
Kristen, du hast uns allen eine "perfect" Zeit in London ermöglicht.
Durch deinen Charme, deine Offenheit, dein strenges Zeitmanagement, dein
Organisationstalent und deine Freude an Menschen, konnten wir nur profitieren. Vielen
herzlichen Dank!
Ich denke, dass unteranderem auch diese Eigenschaften hilfreich sind, für die Vermittlung
in den Londoner Museen und Kunsthallen.
Was ich sehr stark spürte, ist die alte britische Tradition in der Kunstvermittlung. Die
Kunsthäuser sind mit der Vermittlung gross geworden.
Die Vermittlung ist nicht verantwortlich, damit die Häuser vom Publikum besucht werden.
Ihre professionelle Infrastruktur, freier Eintritt, gute Ausstellungen, attraktive Programme
(auch offsite Projekte) gute Teamarbeit (mit KünstlerInnen zusammen) gutes Vernetzen,
wissenschaftliche Forschungsarbeit, spürbarer Respekt ihrer eigenen Arbeit gegenüber,
Professioneller Auftritt als Personen und in Form von Flyers und Werbematerial,
Websites, Qualitätsanspruch in allen Bereichen, lassen einem die Taschen grösser und
grösser werden und trotzdem noch ins Museum reinkommen.
Ansonsten erwartet mich ein wohlwollender Mensch an der Garderobe und nimmt mir mit
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einem Lächeln die doch zu schwere und zu grosse Tasche entgegen, damit ich das eine
oder andere entdecken kann, und mich mit den meist vielen anderen Museumsbesucher
in den Hallen und Räumen wohlfühlen kann.
Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, um die Ausstellungen auch wirklich zu besuchen, wäre
für mich das früh aufstehen und als erste durch die Eingangstüre laufen zu können, ein
Muss gewesen. Oder dann eine Freunde des Museums - Karte zu besitzen.
Kann es auch zuviele Menschen in den Museen haben?
Es war ein grosser Genuss!!
Und wieder heisst das
Schlüsselwort:
Wertschätzung
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IT
london ist eine baustelle. kein quartier ist 'fertig'. alles ist in bewegung. was sich bewegt,
wird nicht starr und stur...
auch die museen sind in bewegung. es ist laut und ströme von besuchern laufen laufend
durch die edlen hallen. keiner motzt, keiner bellt, alle scheinen irgendwie zufrieden.
eigentlich mag ich die ruhe in museen. doch hier in den lebendigen museen fühle ich mich
total wohl.
weil die kunst so nah ist?
weil kunst und deren vermittlung einen so hohen stellenwert hat?
weil das essen soooo fein ist?
weil der museumsshop mit einem umfassenden angebot lockt?
weil niemand mir auf die finger schaut?
weil eintritte und workshops in der regel gratis sind?
weil niemand in der museumslandschaft nach geld schreien muss und sich den
kernaufgaben widmen kann?
weil jeder spürbar willkommen ist?
oder doch einfach,
weil das wetter in london oft ziemlich unfreundlich ist?
ich glaub, es ist einmal mehr die wertschätzung. die leute haben ihre museen gern und
sie sind dort auch willkommen. die vermittler haben ihre arbeit gern und sie werden
wertgeschätzt!
Kreativität
BS
Kaum zu glauben, was wir in London erleben durften!Kaum jemandem zu erzählen, wer
es nicht selber erlebt und erfahren hat.Die Fülle der programme in welchen alle Leute aus
allen Schichten und Kreisen zur Kultur hingeführt werden.Jeder soll, darf dabei sein mit
Haut und Haaren oder gerade so wie er möchte.Alle haben Anrecht auf Kultur/Kunst.da
kann man nur hoffen, dass es mal wieder regnet und man sich dieser Fülle hingeben
kann.
Da wird der Kultur jeglicher Art volle Beachtung und ein solcher Respekt
entgegengebracht,wie ich es selten erlebt habe.
Beeindruckt hat mich auch, dass dieses System den grossen Vorteil hat, dass
Kunstschaffende überhaupt eine Plattform haben ihre Kunst zu verwirklichen, zu
leben.Letztendlich auch, dass es eine Möglichkeit mit der Vermittlung gibt sich selber zu
entwickeln und rein real überleben kann.
Kunstschaffende werden gefördert und respektiert, so können neue Ideen entstehen,
Teamarbeit wird grossgeschrieben - ein gesunder Wettbewerb kann entstehen.
Beflügelung!!
Really one ist spoilt for
choice...die Qual der Wahl
MD
So viele ideen und eine grosse begeisterung nach dieser reise schwirren noch rum. die
hemmschwelle ins museum zu gehen erlebte ich als viel tiefer in london als bei uns. wie
können wir eine verbesserung in diesem punkt hinkriegen in der schweiz?
kulturvermittlung muss die hauptakteure, die künstler einbeziehen und diesen und vor
allem den gedlgebern und museumsdirektoren auch aufzeigen, dass lernen durch kunst
etwas bringt(forschungsergebisse?). aber noch viel wichtiger ist wohl auch die
zusammenarbeit zu pflegen mit den verschiedensten gruppierungen und sich
gastfreundlich zu zeigen. leute einladen und besuchen(mit dem museum in der tasche ;)?).denn ohne besucher und interessierte nützt die beste vermittlung nichts, wir sind
abhängig von den menschen, die zu uns kommen!
und abschliessend bleibt als gefühl zurück: mit herz und enthusiasmus dabei sein und
dies auch austrahlen - die wurzeln des zielbaums nähren und leuchtend grüne blätter
werden sich zeigen!
viele wichtigen punkte- zu wählen ist nicht gelungen! jänu!
gesammelt von der 'Kuverum 5-Gruppe' Modul 2: August 2008
Zusammengestellt KS
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