Hilfe bei der Arbeit an Euch selbst J. Hoogers, Arzt für Naturheilverfahren, www.hoogers.com Lomm-Venlo 2010 . 2 Inhalt Einleitung Teil 1 Kapitel 1 Erfahrungen aus der Praxis Kapitel 2 Zweck dieses Buches Kapitel 3 Wer sind wir, was ist unser Bewusstsein Kapitel 4 Was ist mit uns geschehen? Teil 2 Kapitel 5 . Wie bringen wir und halten wir unser Bewusstsein in Kontakt mit unserem Körper? Kapitel 6 . Methoden um die Verbindung zu Ihrem Körper wieder herzustellen Kapitel 7 Die täglichen Übungen Kapitel 8 Hilfe und Therapien bei der Suche nach sich selbst Kapitel 9 . Entwerfen Sie einen Plan und setzen Sie ihn in die Tat um Nachwort und Schlussfolgerungen 3 Einleitung Dieses Buch enthält Wissenswertes für jeden, der an sich selbst arbeiten will, um glücklicher und gesünder zu werden. Wir gehen jahrelang zur Schule und kriegen dort viel Lehrstoff angeboten. Wir lernen aber sehr wenig darüber, wie wir glücklich leben und eine gute Gesundheit realisieren können. Mit diesem Buch versuche ich einen Beitrag für Ihre Lebensweisheit zu leisten. Es hat mich viel Energie gekostet diese Erkenntnisse zu sammeln. Ich hatte erwartet, durch mein Medizinstudium mehr Einsicht in alle Aspekte des Menschen zu erlangen. Aber in den acht Jahren meiner Arztausbildung habe ich lediglich gelernt Krankheiten zu erkennen, eine Diagnose zu erstellen und Behandlungen durchzuführen. Ich lernte wenig über den Menschen selbst und über die echten Ursachen von Gesundheit und Krankheit. Zu tieferen Einsichten zu gelangen war schwierig, weil ich nicht wusste, wo ich das dieses Wissen finden konnte und weil ein Teil dieses Wissens allein durch Lebenserfahrung erlangt werden kann. In der Zeit in der ich meinen Doktortitel erwarb und gleichzeitig arbeitete, verstand ich wenig vom Leben und hatte noch wenig Einsicht in die Gesundheit. Weil mir meine begrenzte Einsicht und Kenntnis ständig bewusst war, bin ich immer auf der Suche geblieben. Viele Erkenntnisse erlangte ich durch das Studium der fernöstlichen Heilkunde. Ich erlangte auch mehr Einsicht, indem ich mein Einfühlungsvermögen und meine Intuition entwickelte. Viel lernte ich von verschiedenen Magnetiseuren und Hellsehern. Sie sahen und fühlten tiefere Hintergründe von Problemen und Krankheiten. Mit Hilfe dieses Buches möchte ich diese erworbenen Kenntnisse, Einsichten und Erfahrungen mit Ihnen teilen. Es ist meine Überzeugung, dass jeder gute Ergebnisse erreichen kann, der die Verantwortung für seine Gesundheit und sein Glück übernimmt und täglich daran arbeitet. Jan Hoogers 4 Kapitel 1 Erfahrungen aus der Praxis Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich in meiner medizinischen Praxis zu viele Menschen sehe, die nicht wohl in ihrer Haut fühlen, die mehr oder weniger unglücklich und nicht gesund sind. In meiner Praxis als Hausarzt und Arzt für Naturheilkunde habe ich viele Menschen beobachten können. Den größten Eindruck haben Menschen auf mich gemacht, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie nicht gut mit ihrem Körper verbunden waren. Ich hatte das Gefühl, dass da ein Roboter vor mir saß, der sich hölzern bewegte und mit unwirklicher Stimme sprach. Der Mensch, das wahre Selbst von dieser Person, war in dem Körper fast nicht anwesend. Möglicherweise ist nicht ganz deutlich, was ich hiermit meine, aber im weiteren Verlauf des Buches soll das eine oder andere noch deutlicher werden. Bei den Meisten von uns ist die Situation nicht so ernst, doch bei allen von uns ist der Kontakt mit unserem Körper in kleinerem oder größerem Maße blockiert. Das Einzige, was ich Ihnen in diesem Buch deutlich machen möchte, ist, dass Gesundheit, Selbstvertrauen, Glück, Harmonie usw. nur erreicht werden können, indem der Kontakt mit unserem Körper verbessert und wiederhergestellt wird. Sie können innerhalb einer kurzen Zeitspanne erfahren, dass Sie durch einen besseren Kontakt mit Ihrem Körper, kräftiger, gesünder und glücklicher werden. Wenn Sie Ihren Kontakt mit Ihrem Körper verbessern, verbessern Sie gleichzeitig den Kontakt mit Ihren Gefühlen und mit Ihrem wahren Selbst. Ihr wahres Selbst ist eine unerschöpfliche Quelle von Energie, Gesundheit, Harmonie und Glücksgefühl. Befolgen Sie die praktischen Hinweise nur, wenn Ihnen klar ist, warum diese Hinweise sinnvoll sind. Darum möchte ich Ihnen zu den Hinweisen auch die erforderlichen Erklärungen anbieten. Im ersten Teil dieses Buches werde ich Ihnen diese Erklärungen geben. Im zweiten Teil finden Sie dann die praktischen Hinweise. Die Erklärungen resultieren einerseits aus Einsichten, die ich durch Studium der östlichen Heilkunde gewonnen habe, andererseits aus dem Gebrauch von Intuition und Einfühlungsvermögen innerhalb der medizinischen Praxis, wodurch ich Krankheiten und Probleme von Menschen besser verstehen konnte. Bei der theoretischen Erklärung sind Beispiele nötig. Darum nun zuerst Beispiele und Erfahrungen aus der Praxis. 5 Beispiel 1 Eine 35jährige Hausfrau kam humpelnd zur Sprechstunde. Das Heben einer schweren Last hatte plötzlich einen heftigen Schmerz in ihrem Rücken ausgelöst. Der Schmerz strahlte in ihr rechtes Bein aus. Sie hatte weniger Muskelkraft in dem Fuß und ein Teil des Beines war ohne Gefühl. Ich führte einige neurologische Tests durch und erzählte ihr, dass die Untersuchung auf eine Bandscheiben-Hernie in ihrem Rücken hindeutet. Ich begann eine Überweisung an den Neurologen im Krankenhaus zu schreiben. Während ich schrieb, hatte ich das Gefühl, dass die Patientin vor Angst in sich zusammensackte. Offensichtlich hatte ich etwas von ihrem Gefühlsleben mitbekommen. Ich unterbrach das Schreiben der Überweisung. Ich schlug ihr statt dessen vor mit Hilfe von angewandter Kinesologie ( das ist eine naturheilkundliche Testmethode bei der man Körper-Informationen durch Muskeltests erlangt ) zu testen, ob auch für dieses ernste Problem eine Behandlung im Rahmen der Naturheilkunde möglich sei. Aus dem Kinesologie-Test ging hervor, dass in ihrem Hals, Bauch und unterem Rücken massive emotionale Blockaden vorhanden waren. Der Fluss der Lebensenergie war hierdurch stark blockiert. Ich gab ihr ein Mittel aus der Blütentherapie (Erklärungen zur Blütentherapie folgen später im Buch) um ihre Gefühle in Bewegung zu bringen und hielt sie ca. 10 Minuten fest, eine Hand auf ihrem Hals und die andere Hand auf ihrem rechten Knie. Durch das Mittel der Blütentherapie und durch das Festhalten fühlte die Patientin, dass Wärme durch ihren gesamten Körper hindurchströmte. Nach 10 Minuten fühlte sich ihr Körper warm und gut durchblutet an. Wir verblieben so, dass sie am folgenden Tag wegen der Überweisung für das Krankenhaus wiederkommen sollte, wenn keine Verbesserung eintreten sollte. Am folgenden Tag kam die Patientin wieder in die Sprechstunde, jedoch um mir mitzuteilen, dass sie beinahe beschwerdefrei war. Nach der Behandlung hatte sie gespürt wie Gefühle und Tränen in ihr aufstiegen. Auf dem Heimweg ( Sie wohnte 200 Meter von der Praxis entfernt) hatte sie probiert die Tränen zu unterdrücken. Auf halbem Wege gelang es ihr nicht mehr die Gefühle unter Kontrolle zu halten. Heftig weinend war sie zu Hause angekommen, den ganzen Tag über kamen ständig Tränen. Am folgenden Morgen war sie beinahe beschwerdefrei. Nach einigen Wochen war sie völlig beschwerdefrei. 6 Eine Erklärung aus der Sicht der östlichen Heilkunde ist folgende: Dadurch, dass in dem angegriffenen Gebiet die Körperenergie wieder zum Fließen gebracht wurde, füllte sich dieses Gebiet mit Lebensenergie und Bewusstsein. Die Gefühle, die in dem angegriffenen Gebiet eingelagert sind, werden gleichsam durch die fließende Körperenergie aktiviert und gelangen schließlich ins Bewusstsein. Dadurch kommen die vorher blockierten Emotionen frei. Wenn die Gefühle gelebt und teilweise verarbeitet oder losgelassen werden, dann ist es nicht mehr so schwierig sich den Gefühlen zu stellen. Nachdem die Gefühle gelebt und verarbeitet wurden, ist es nicht mehr nötig, sie bewusst und unbewusst zu unterdrücken oder zu blockieren. Allmählich hört der Körper damit auf den Energiefluss zu blockieren. Weil der Körper Angst davor hat die Gefühle zu leben, werden diese Gefühle durch die Energieblockaden ständig außerhalb unseres Bewusstseins gehalten. Offenbar wählen wir unbewusst, aus unserem Körper und aus dem Jetzt wegzugehen, wenn das Leben schwierig und anstrengend für uns ist. Unser wahres Selbst zieht sich zurück und wir errichten Blockaden, so dass wir nicht ohne weiteres zurück können. Wenn nach einer Behandlung die Lebensenergie wieder frei durch den Körper und durch das angegriffene Gebiet fließen kann, haben Krankheiten die Möglichkeit auszuheilen, selbst so eine ernste Erkrankung wie eine Rücken-Hernie. Die Ängste liegen nicht mehr abgeschlossen in dem kranken Gebiet sondern dringen bis in unser Bewusstsein durch. Dadurch wird auch der Kern des Problems für uns deutlich. Wir können dann probieren diese Ängste an die Oberfläche kommen zu lassen. Beispiel 2 Dies betrifft einen 60 jährigen Mann, der die Sprechstunde besuchte wegen eines Prostata-Karzinoms. Diesen Patienten empfand ich als einen kalten, kühlen, alles kontrollierenden und über jeden urteilenden Mann. Seine Stimme klang kalt und monoton und kam nur aus seinem Hals. Ich konnte mich nur schwer auf das konzentrieren, was er sagte, denn ich wurde durch die Kälte und die Kühle, die er bei sich hatte, so stark abgelenkt. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, wie es möglich sein kann, dass ein ursprünglich warmer Mensch durch sein Leben so verändert werden kann, fragte ich ihn nach seiner Herkunft, seiner Jugend und seinen Eltern. Er kam aus einer streng religiösen Familie. Sein Vater war aktiver Pfarrer gewesen, der keine Zeit für seine Familie gehabt hatte und seine Mutter war eine strenge, kalte Grundschullehrerin. Mit Beiden fühlte er sich nicht verbunden. Er selbst war ein anspruchsvoller und strenger Naturkunde-Lehrer geworden. 7 Angesichts seines naturwissenschaftlichen Hintergrunds versuchte ich ihm einige technische Erklärungen für die Existenz von Lebensenergie zu geben. Ich erzählte ihm von der Sichtweise der fernöstlichen Heilkunst, bei der man davon ausgeht, dass wir alle energetische Wesen sind, verbunden mit einem Körper. Ich erzählte ihm, dass ich bei ihm lediglich einen denkenden und urteilenden Kopf fühlte und nicht einen Menschen, der eine warme Verbundenheit mit seinem Körper und seiner Umgebung hat. Ich erklärte ihm, dass durch den Energiemangel in seinem Körper auch sein Immunsystem geschwächt sei und dass ein schlecht funktionierendes Abwehrsystem auch eine Rolle bei der Entstehung von Krebs spielen kann. Daraufhin erzählte er, dass er unlängst einen Hellsehender konsultiert hatte. Dieser Hellsehende hatte ihm buchstäblich dieselbe Erklärung gegeben und ein schriftliches Protokoll von jener Sitzung erstellt. Er hatte jedoch noch nichts damit gemacht. Einen Monat später sah ich ihn wieder. Sein PSA (der Tumormarker von seinem Prostata-Karzinom) war von 50 auf 60 gestiegen. Das bedeutete, dass der Tumor wuchs. Ich riet ihm zu einer Bio-EnergeticaTherapie (nähere Erläuterung folgt in Teil 2), durch die er den Kontakt mit seinem Körper verbessern könne. Einen Monat später sah ich ihn wieder. Er war bei jemand anderem in Behandlung und wusste ganz sicher, dass der Krebs nicht mehr weiter wächst. Ich fühlte jedoch keine Veränderung in seinem energetischen Muster. Immer noch war seine ganze Energie in seinem Kopf, er hatte es nicht gewagt Kontakt mit seinem Körper und den darin vorhandenen Gefühlen zu machen. Dieses Gefühl von Leere war immer noch vorhanden. Eine Woche später kam das Ergebnis eines neuen PSA-Tests: gestiegen auf 68. Also, ein doch aktiver und kein ruhiger Krebs. Warum versuchte der Patient nichts an seinem energetischen Zustand zu verändern? Er war begeistert über die Tatsache, dass er von dem Hellsehenden und von mir eine identische Erklärung für seiner körperlichen Zustand bekommen hatte. Offensichtlich war bei ihm die Angst etwas zu fühlen größer als die Schmerzen und die Probleme der Krankheit. Außerdem ist es für viele Menschen nicht einfach zu erkennen wie wichtig ein guter Kontakt mit dem eigenen Körper ist. Wäre es für diesen Patienten heilsam, den Kontakt mit seinem Körper zu verbessern? Ein sich im Körper ausbreitender Tumor ist ein schwierig zu stoppender Prozess. Es besteht die glaubhafte Annahme, dass ein schwacher Körper leichter einem Krebs erliegt als ein Körper, der ein gewisses Maß von Gesundheit und Widerstandskraft hat. Das ist ein guter Grund um nach besserem Kontakt mit seinem Körper zu streben. Außerdem ist jede Krankheit ein Anzeichen dafür, dass unsere Seele in Problemen steckt. Wenn wir mit den kranken Stellen in unserem Körper Kontakt aufnehmen, können die dort gespeicherten Probleme an unser Bewusstsein durchgegeben werden. 8 Kurzum, dieser Patient war bei vielen Ärzten und Therapeuten in Behandlung und probierte viele Anschauungsmodelle und Behandlungsweisen. Ich habe ihn nicht mehr wiedergesehen, darum kann ich nicht sagen, wie es mit ihm weitergegangen ist. Es ist schwierig aus diesem Beispiel einen Schluss zu ziehen. Ich sehe in meiner Praxis, dass ein Mensch, der keinen Kontakt mit seinem Körper hat, anfälliger für Krankheiten, z. B. auch für Krebs ist. Weiterhin wurde mir bei diesem Patienten klar, wie stark der Einfluss unserer Eltern darauf ist, wie wir selbst später im Leben stehen. Eltern, die selbst nicht verbunden mit ihrem Gefühl sind, setzen durch eine unterkühlte Erziehung ungewollt und unbewusst kalte und emotional blockierte Menschen in die Gesellschaft. Diese sind ihrerseits wiederum kalt zu sich selbst und zu ihrer Umgebung. Es sind Menschen, die keinen echten Kontakt mit ihrem Körper und mit ihrem Leben auf der Erde haben. Sie fühlen sich oft lebenslang unglücklich. So geht das Elend von einer Generation an die nächste Generation über. Beispiel 3 Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Krankheit, die durch das EpsteinBarr-Virus verursacht wird. Bei dieser Krankheit tritt durch die Virusinfektion eine heftige Entzündung in den Rachenmandeln und in den Lymphknoten des Halsgebietes auf. Daneben kann die Krankheit auch in anderen Gebieten des Körpers aktiv sein, z. B. in der Leber und in der Milz. Das Gewebe wird an den betroffenen Stellen durch die Entzündung verändert. An den Plätzen, wo die Entzündung aktiv gewesen ist, bleibt nach der Ausheilung der Krankheit eine Blockade im Fluss der Lebensenergie zurück. Das Gewebe verliert seine normale Funktion, oft verbleibt an Ort und Stelle noch lange Zeit eine Schwellung und eine Gefühllosigkeit. Alle diese Patienten haben fast ein identisches Körpergefühl. Beim Einfühlen erfahre ich eine etwas abwesende Persönlichkeit und ein Gefühl von Energiemangel und Kälte in diesem Körper. Das Halsgebiet fühlt sich geschwollen und schwer an. 9 Mit Hilfe meines Einfühlungsvermögens erfahre ich das, als ob jemand einen dicken, schweren Wollschal umhat. Wenn man bei diesen Patienten eine Laboruntersuchung im Hinblick auf diese Krankheit durchführt, dann erhält man Ergebnisse, die zu einem nicht mehr aktiven Pfeifferschen Drüsenfieber passen, man findet hinreichend Antikörper gegen die Krankheit. Die westliche Heilkunde sagt dann: „Diese Krankheit ist geheilt.“ Nach Ansicht der fernöstlichen Heilkunde besteht jedoch eine ernst zunehmende energetische Störung. Alle diese Patienten erhalten durch energetische Behandlungen, z. B. Akupunktur, Homöopathie oder Neuraltherapie, ihre Energie zurück und werden so beschwerdefrei. Die Behandlung besteht darin, das Halsgebiet wieder durchgängig zu machen für die Körperenergie. Bei der Neuraltherapie werden örtliche Injektionen mit lokaler Betäubung in das Halsgebiet gesetzt. Beinahe augenblicklich fühlen die Patienten dann ein warm prickelndes Gefühl im Körper und sagen: „Das Gefühl von Schweben und Benommenheit ist verschwunden, ich bin zurück auf der Erde und stehe sicher auf beiden Beinen.“ Die Lehre, die wir aus diesem Beispiel ziehen können, ist, dass wir weiter 10 denken müssen als die reguläre Heilkunde. Viele Patienten, wie in diesem Beispiel, werden jahrelang durch Hausärzte und Internisten erfolglos behandelt. Die Laboruntersuchungen zeigen an, dass die Krankheit nicht mehr aktiv ist und dass keine Ursache für die Müdigkeit zu finden ist. „Es muss von selbst besser werden oder sie müssen eben lernen damit zu leben“, wird dann gesagt. Die reguläre Heilkunde begreift nicht, was Energieblockaden sind. Weil diese Blockaden mit konventionellen Apparaturen nicht gemessen oder sichtbar werden können, wird ihre Existenz nicht anerkannt. Mit der Begründung, dass die einzige Wahrheit in der regulären Heilkunde liegt, wird unzähligen Patienten eine gute medizinische Versorgung vorenthalten. In diesem Beispiel richtete das Epstein-Barr-Virus Schaden im Körper an, wodurch eine Energieblockade entstanden ist. Ein zweiter Punkt ist: Viren, Bakterien und andere Krankheitsverursacher können massiven Schaden in Ihrem Körper anrichten. Sorgen Sie deshalb dafür, dass sie stets genügend Gesundheit und Lebensenergie in Ihrem Körper haben, denn dann funktioniert Ihr Immunsystem gut. Viren, Bakterien und andere Krankheitsverursacher haben kaum eine Chance. Diese Eindringlinge müssen Sie außerhalb Ihres Körpers halten, sie sind gefährlich, einer mehr als der andere, aber sie richten immer Schaden an. Beispiel 4 Eines Morgens bekam ich einen Anruf aus dem lokalen Krankenhaus von einem Assistenzarzt der Kinderheilkunde aus der Ersten-HilfeAbteilung. Seufzend erzählt er: „Schon wieder ist Frau Pieters mit ihrem Kind in der Ersten-Hilfe-Abteilung. Jedes Mal kommt sie direkt zur ErstenHilfe und oft wird das Kind aufgenommen, weil unser Krankenhaus kein Risiko eingehen will. Ich habe das Kind untersucht und es ist nichts Ernstes zu entdecken. Eigentlich müssen wir das Kind nicht aufnehmen.“ Ich sehe in meinem Terminkalender, dass nachmittags ein Termin frei ist und bitte den Assistenzarzt Frau Pieters mitzuteilen, dass diesen Nachmittag zu mir in Praxis kommen kann. Frau Pieters hatte eine sehr schwierige Kindheit und hatte von einem schweren Unfall viele psychische Probleme zurückbehalten. Sie ist eigentlich selbst Patient. Sie findet ein wenig Stabilität darin, enorme Mengen an Essen in sich aufzunehmen, sie ist klein, wiegt aber 135 kg. Das erste was mir auffällt, ist, dass sie ihr Kind auf die Untersuchungsliege wirft, als ob es ein Gegenstand ist. Ich fühle keinen Kontakt zwischen Mutter und Kind. Das Kind fühlt sich leer an und ist kurzatmig. Als ich meine Hände auf den kleinen Brustkörper lege, fühle ich die Energie aus meinen Händen zu dem Kind fließen. Ein warmer Kontakt mit einer liebevollen Mutter ist die einzige Medizin, die hier nötig 11 ist. Ich erkläre der Mutter, dass es gut wäre das Kind einige Male am Tag am Rücken und auf der Brust zu massieren, so dass das Kind durch die Entspannung weniger Beschwerden mit der Kurzatmigkeit haben wird. Ich zeige ihr eine einfache Massage. Grob und ohne jedes Gefühl führt sie die Massage aus. Doch das ist besser für das Kind als gar keine Massage oder Kontakt. Ich vereinbare mit der Mutter, dass sie täglich mit dem Kind in die Praxis kommt. In den folgenden Tagen habe ich der Mutter eine Massage auf ihrem Rücken vorgemacht, sie verstand nun besser, was die Massage für ihr Kind bedeutete. Allmählich fühlte ich den Kontakt zwischen Mutter und Kind wachsen. Bereits nach einer Woche massierte sie ihr Kind mit mehr Gefühl. Jedes Mal wenn sie in die Praxis kam, war ein besserer Kontakt zwischen Mutter und Kind fühlbar. Nach einer Woche vereinbarte ich mit ihr, dass sie jeden zweiten Tag kommen kann und danach kam sie ein Mal pro Woche um das Kind vorzustellen. Einen Monat später war ich in der Nähe von ihrer Wohnung und beschloss kurz reinzugehen. Durch die Hintertür kam ich ins Wohnzimmer. Auf dem Fernseher lief ein Musikprogramm und Frau Pieters war auf der Couch eingeschlafen. Auf ihrem Bauch, jedoch, lag ihr Kind und schlief sicher und ruhig. Ich bin geräuschlos wieder nach draußen gegangen, ich war glücklich über die Ruhe und den Frieden, die ich in dem Haus fühlte. Das Kind ist in den Jahren danach nicht mehr im Krankenhaus gewesen. Ich denke regelmäßig mit einem warmen Gefühl zurück an diese Behandlung. Bei Frau Pieters habe ich gesehen, dass Eltern, die nicht wissen, wie sie eine warme und sichere Verbindung mit ihrem Kind aufbauen können, dies doch lernen können. Beispiel 5 Eine junge Frau ruft wegen eines Termins an. Sie sagt:“ Eine Freundin hat mir empfohlen einen Termin mit ihnen zu machen. Seit meinem achtzehnten Lebensjahr habe ich Multiple Sklerose. Jedes Jahr ist die Krankheit einige Wochen aktiv und jedes Mal verschlimmern sich die Symptome.“ Während sie das erzählt, fühle ich, dass ein Teil ihrer Person - aus Angst vor etwas - sich nicht traut anwesend zu sein. Nach drei Wochen kommt sie mit ihrer Freundin. Als ich ihr erzähle, dass ich das Gefühl habe, dass in ihrem Leben etwas geschehen ist, wodurch sich eine ständige Angst in ihrem Körper festgesetzt hat, antwortet sie: „ Ich hatte eine gute Kindheit und ein Leben ohne Schwierigkeiten. Mein einziges Problem ist die Multiple Sklerose.“ Daraufhin bitte ich sie ihre Aufmerksamkeit auf ihren Körper zu richten und zu spüren welches Gefühl darin anwesend ist. Sie fühlt kurz und dann flieht sie weg mitsamt ihrer Aufmerksamkeit. Auf meine Bitte hin noch einmal zu fühlen, wird sie plötzlich still und sie starrt vor sich hin. Kurz darauf kann sie ihren Kummer und ihre Angst nicht mehr bezwingen. Sie beginnt heftig zu weinen. Ich frage sie daraufhin, was sie fühlt. Sprechen jedoch kann sie 12 nicht, sie kann es nicht erzählen. „Möchten sie das vielleicht ihrer Freundin erzählen?“, frage ich sie. „Ja“ antwortet sie „Ich will es probieren“. Eine Viertelstunde braucht sie um ihrer Freundin zu erzählen, dass ein sechszehnjähriger Neffe mit ihr sexuelle Spielchen spielte als sie zwölf war. Sie war dafür noch zu jung. Es war nicht viel geschehen, aber das alles hatte in ihr eine tiefe Angst entstehen lassen. Sie konnte mit niemanden darüber sprechen, auch nicht mit ihren Eltern, sie fühlte, dass Sexualität für ihre Eltern ein Tabuthema war. Die Angst in ihrem Körper blieb. Die Lebensenergie konnte hierdurch nicht mehr gut fließen mit der Folge, dass alle Organsysteme incl. Immunsystem schlecht funktionierten. Nach meinem Gefühl war bei ihr eine stark blockierend wirkende Emotion anwesend, die schließlich den Körper lahmlegte. Ich bin sicher, dass diese Emotionen bei ihr die Ursache sind für das Entstehen der Multiple Sklerose. Nach der Sitzung sagt die Patientin, dass sie sich nun wieder an dieses Ereignis erinnern kann, aber sie fügt zu: “Ich hatte es echt vergessen“ Bei diesem Beispiel sehen wir, dass ernste invalidisierende Krankheiten entstehen können durch unverarbeitete Emotionen. Außerdem sehen wir bei diesem Beispiel, dass schwierig zu verarbeitende Emotionen vollständig aus unserem Gedächtnis verschwunden sein können. Je heftiger die Emotion, desto heftiger die Blockade, je heftiger die Blockade um so ernster ist der Schaden, der der Gesundheit zu gefügt wird. Beispiel 6 Dies ist ein Beispiel bei dem mein eigenes Handeln eine Rolle spielte; ein Beispiel das mich selbst erschrecken ließ, doch wovon ich auch lernte. Pauline kam zur Sprechstunde wegen asthmatischer Beschwerden. Beim Untersuchen der Lungen war eine Kurzatmigkeit deutlich spürbar. Die naturheilkundliche Testmethode, die sogenannte Kinesiologie, zeigte an, dass verschiedene emotionelle Probleme die Ursache des Asthmas waren. Ich bat sie sich auf die in ihrem Körper anwesende Spannung zu konzentrieren. Danach wandte ich eine Behandlungsmethode an, bei der der Patient einen leichten Bewusstseinsrückgang erfährt, eine Art Hypnose. Sowohl die Patientin als auch ich erleben dann die Emotion von Neuem. Die folgende Emotion wurde erneut erlebt: Pauline besuchte einen Arzt, weil ihre Menstruation ausblieb. Die Praxisassistentin hatte bereits einen Schwangerschaftstest gemacht und der war positiv. Der Arzt hatte Pauline gerade das Ergebnis des Tests mitgeteilt. Beim erneuten Erleben war diese Emotion von vor zwei Jahren deutlich zu spüren, für sie ging die Welt unter und vor ihr tat sich ein Abgrund auf. Und was sagte der Arzt dann? Der war sauer auf sie und nannte sie einen Trottel. Ich fühlte zugleich, dass ich der Arzt gewesen war. Vor zwei Jahren war Pauline in meine Sprechstunde gekommen wegen dieser ungewollten Schwangerschaft. Ein halbes Jahr zuvor hatte 13 ich ihr, nachdem sie um eine „Pille-danach“ gebeten hatte, die Antibabypille verschrieben. Ihre Mutter hatte die Pillen entdeckt und ihr verboten sie zu nehmen. Sie war daraufhin ungewollt schwanger geworden. Ich war böse auf ihre Mutter und auf die Tatsache, dass sie schwanger war. Das Ergebnis des Schwangerschaftstest aber auch meine schroffe Reaktion waren für sie nicht zu verarbeiten. Weil sie diese Emotionen in jenem Moment nicht verarbeiten konnte, wurden sie durch den Körper blockiert. Ihre asthmatischen Beschwerden waren eine direkte Folge von dieser Blockade. Durch das erneute Erleben dieser Emotionen wurden diese teilweise verarbeitet. Danach wird die Energieblockade kleiner und das Asthma schwächer werden. Die Lehre, die ich für mich daraus zog, war: Probiere besser in Kontakt mit deinem Gefühl und vollständig im Jetzt zu sein, dann bist du besser im Stande zu fühlen, was mit deinen Mitmenschen los ist. Dann ist das Risiko, dass jemand verletzt wird viel geringer. Was die Beispiele betrifft, will ich es hierbei belassen. Jedoch möchte ich noch etwas nennen, was auf alle Beispiele gleichermaßen zu trifft. All die Menschen aus den Beispielen sind auf die eine oder andere Weise nicht glücklich. Sie sind nicht vollständig in ihrem Körper anwesend, sie leben nicht im Jetzt. Sie schleppen sich durch das Leben, weil sie nun mal geboren wurden, um die Zeit hier auf der Erde rumzukriegen, weil sich das eben so gehört. Echtes Glück, Wärme und Harmonie sind größtenteils abwesend. Das ist das, was mich berührt in all den Jahren, in denen ich medizinisch tätig bin. Diese Probleme haben mich motiviert zum Verfassen dieses Buches. 14 Kapitel 2 Ziel dieses Buches Wie schlecht ist es um uns bestellt? Jedes Mal wenn ich durch meinem Einfühlungsvermögen erfahre wieviel Körperwahrnehmung jemand hat, fühle ich bei einem großen Teil der Menschen Leere und Abwesenheit in ihrem Körper. Oft fehlt es in Brustkorb, Bauch und Beinen an Gefühl. Zugleich ist dann deutlich wahrnehmbar, dass das Körpergefühl eines sicheren und warmen Körpers abwesend ist. Wo ist ihre Energie hin? Die Energie ihres Wesens ist oft in ihrem immerfort denkenden Kopf und bei allerlei Dingen, die weit außerhalb von ihnen sind. Weil bestimmte Ziele unbedingt erreicht werden müssen, ist alle Energie bei diesen Zielen, alle Lebensenergie fließt aus dem Körper heraus, hin zu Dingen außerhalb von uns. Unsere westliche Gesellschaft hat vor allem Respekt vor uns, wenn wir ganz weit oben auf der Skala der Leistungsgesellschaft stehen. Ein dickes Gehalt, geschäftliche Erfolge, ein großes Haus, teure Autos und ein volles Bankkonto. Leistungen, die uns von anderen Menschen unterscheiden, sind das was zählt. Der innere Zustand, etwas was von außen nicht direkt sichtbar ist, zählt nicht mit bei den Leistungsbewertungen von Supermann und Superfrau. Wenn jedoch die äußerlichen und die materiellen Dinge in Gefahr geraten, werden alle Mittel benutzt um diese Dinge zu beschützen. Wir haben eine große Auswahl an Methoden um unsere Errungenschaften zu beschützen und/oder sie noch auszuweiten: Freundliche und legale Methoden, aber auch Methoden mit verbaler und/oder körperlicher Gewalt, Täuschung, Diebstahl, Unterdrückung, Diskriminierung bis hin zu Morden und Kriegen. Weil viele von uns nicht mehr mit ihrem Gefühl verbunden sind und nicht mehr durch Emotionen und Gefühle geleitet werden, tut es nicht mehr weh, wenn wir über die Grenzen unserer Mitmenschen hinweggehen, wenn wir sie verletzen oder sie sogar töten. Der Mensch weiß nicht mehr, dass er sein Zuhause, und dadurch auch sein Glück verloren hat. Und darum ist dieser Mensch auf die Suche gegangen nach ein wenig Harmonie und Glück zwischen all dem Glamour und Glitter unserer Gesellschaft. Krampfartig versucht er es zu sichern. Leider sucht er nicht am richtigen Platz, das echte Glück kann man nämlich nicht außerhalb seines Körpers finden. Unsere Aufmerksamkeit bzw. unser Bewusstsein kann aus verschiedenen Gründen aus unserem physischen Körper weggehen. Ich will einige Gründe nennen. - Angst ist die weit verbreiteste Ursache für das Nicht-anwesend-sein in einem Körper. Die Angst kann derartig heftig sein, dass die Seele den Körper beinahe ganz verlässt. - Begierde ist eine zweite wichtige Ursache dafür, dass wir uns selbst verlassen. Das Begehren kann derart stark sein, dass sich all unsere Aufmerksamkeit auf dasjenige konzentriert, was wir besitzen wollen und 15 auf die Strategie den Besitz zu erwerben. Ein Ziel zu haben, das wir anstreben, ist nicht verkehrt. Durch Langeweile und Ziellosigkeit verschwindet unsere Aufmerksamkeit oft oder unsere Aufmerksamkeit schwebt weit weg. Allzu schnell findet unsere Aufmerksamkeit das jenige, mit dem wir uns beschäftigen nicht mehr interessant. Es ist wichtig, dass sich unsere Aufmerksamkeit auf irgend etwas richten kann. Ein Ziel im Leben zu haben und sich mit etwas Schönem beschäftigen, stimuliert unser Bewusstsein und bringt uns in das Jetzt. Aber wenn das Ziel alle Aufmerksamkeit erfordert, so dass wir selbst ohne Energie sind, wird der Kontakt mit uns selbst geschädigt. - Unser Bewusstsein kann auch bei Sorgen über die Zukunft anwesend sein. Besorgtheit geht hervor aus Angst. Die Aufmerksamkeit ist dann irgendwo in unserer Gedankenwelt und in der Zukunft, nicht bei unserem Körper und nicht im Jetzt. Wenn man in der Zukunft ist, kann man nicht mit seinem Körper verbunden sein. - Ein anderes Beispiel ist Ärger und Wut bei sich selbst entstehen zu lassen. Diese Emotionen sind echte Energiefresser. Manchmal sind Menschen böse und wütend auf einen Mitmenschen, eine große Menge Energie fließt dann weg aus dem Körper zu der anderen Person. Sie richten dann ihre Aufmerksamkeit auf jemanden, aber in einer negativen Weise. Es ist nicht gut auf diese Weise Energie zu verschwenden. Außerdem verbleibt ein Teil des erzeugten Ärgers im eigenen Körper, wodurch Energieblockaden entstehen und sich die eigene Gesundheit verschlechtert. Wenn jedoch Ärger erzeugt wurde und darum im Körper anwesend ist, ist es gesund diesem Ärger auch Luft zu machen. Auch diese Energie muss fließen. Das Nicht-äußern von Ärger und das Blockieren und Einsperren dieser Energie, kostet wiederum sehr viel Energie. Zusammengefasst: Wenn es nicht notwendig ist, dann erzeuge keinen Ärger. Wenn der Ärger jedoch schon da ist, dann äußere ihn. - Unser Bewusstsein kann bei Problemen aus der Vergangenheit anwesend sein, mit denen wir uns noch stets unbewusst beschäftigen und herumplagen. - Alte unverarbeitete Gefühle wie Ärger, Kummer, Einsamkeit usw. sind in unserem Körper eingelagert. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf unser Innerstes richten, fühlen wir uns nicht wohl, weil wir mit diesen unverarbeiteten Emotionen konfrontiert werden. Unbewusst richten wir darum unsere Aufmerksamkeit nicht auf das Innenleben unseres Körpers, wir verschließen uns vor unserem Innersten und entfernen uns von uns selbst. Viele Menschen leben wie aus einem Körper heraushängende Wesen, die über einem kalten, starren und verlassenen Körper schweben. Man kann kein Fließen von Wärme und Liebe zum Körper hin wahrnehmen. Deutlich kann man fühlen, dass die Menschen nicht mit sich selbst verbunden sind und keine Wärme und Liebe geben können, weder an andere noch an sich selbst. Jedoch sind sie oft missbilligend, streng und 16 verletzend gegen sich selbst und andere. Sie werten sich selbst ab und verletzen sich selbst, sie werten ihre Mitmenschen ab und verletzen diese. Sie sind meistens sehr beschäftigt mit allerlei Aktivitäten und stehen gut da unserer Gesellschaft. Manchmal ist das Fliehen vor sich selbst so extrem, dass Menschen das Leben eines anderen anstelle ihres eigenen Lebens leben. Sie beschäftigen sich mit allen Dingen des anderen und kennen sich selbst und ihr eigenes Leben nicht. Unsere Gesellschaft ist zu einem Teil aus dieser Art von Menschen aufgebaut, die nicht bei sich selbst sind, Menschen, die sich unbewusst mit unverarbeiteten Emotionen herumplagen und die sich verirrt haben im äußeren Schein und in der durch die Gemeinschaft aufgebauten Fiktionen und Luftschlösser. Je länger ich darüber nachdenke, desto unglaublicher finde ich es immer wieder, dass wir in so einer kranken und ziellosen Gesellschaft leben. Die wichtigsten Möglichkeiten gesünder und glücklicher zu werden liegen darin, an der Heilung der eigenen unbewussten und unverarbeiteten Emotionen zu arbeiten und in einem Leben aus dem Gefühl heraus. Der Zweck dieses Buches ist Ihnen Einsicht zu gewähren und sie zu beraten bei diesem Prozess. Einige Maßnahmen sind: 1) Dass Sie lernen Ihre Aufmerksamkeit von all den unwichtigen Dingen und Sorgen um sie herum abzuwenden und dass Sie lernen Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Körper und Ihr Gefühl zu richten. 2) Dass Sie lernen Ihre Aufmerksamkeit von der Vergangenheit und von der Zukunft abzuwenden und dem Hier und Jetzt sowie Ihrem Körper zuzuwenden. 3) Dass Sie verstehen, was Körperwahrnehmung ist und dass Sie wissen, was Sie tun können um Körperwahrnehmung zu erreichen. Im zweiten Teil dieses Buches werde ich Ihnen einige Methoden erklären, mit denen Sie Ihr Körperbewusstsein verbessern können. – Dass Sie ein Stück voran kommen auf dem Weg Ihren Körper besser wahrzunehmen, dass Sie das Gefühl kriegen mehr verbunden zu sein mit Ihrer Brust, Ihrem Bauch und Ihren Beinen und dort mehr anwesend zu sein als in Ihrem Kopf und außerhalb Ihres Kopfs. Dass Sie sanfter und liebevoller werden, wenn Sie bei Ihrem Körper und bei Ihrem Gefühl anwesend sind und dass Sie hierdurch zugleich mehr Selbstwert und Selbstvertrauen bekommen, wir dürfen sein. 4) Dass Sie begreifen, dass auch Sie viele unverarbeitete Gefühle und Emotionen in sich tragen und dass dadurch der Kontakt mit Ihrem wahren Selbst teilweise unterbrochen ist. Dass Sie erkennen, dass Ihr Denken und Ihr Handeln teilweise durch Erlebnisse aus Ihrer Kindheit beeinflusst werden. 17 5) Dass Sie den Mut aufbringen um schwierigen Emotionen oder Situationen nicht auszuweichen oder zu entfliehen, sondern dass Sie sich ihnen stellen. Dass Sie sich den Emotionen, die in Ihrem Körper fühlbar sind, hingeben. Dass Sie lernen, dass Sie durch die Gefühle des Lebens hindurch und nicht drum herum müssen. 6) Dass Sie erkennen, dass urteilen und verurteilen aus Angst entstehende Aktionen eines uns Schaden bringenden Denkens sind. Dass Sie bedingungslose Liebe für sich selbst und für Ihre Umgebung finden können, wenn Sie die Erfahrung machen Ihr Bewusstsein auf Ihren Körper und Ihr Gefühl zu richten. 7) Dass Sie die Täuschungen und die Gefahren unserer Leistungsgesellschaft erkennen und dass Sie in dieser Gesellschaft kraftvoll Ihren eigenen Weg gehen. 8) Dass Sie ein wenig Kenntnis von naturheilkundigen Therapien entwickeln, die hilfreich sein können beim Herstellen des Kontakts zwischen Ihrem Körper und Ihrem wahren Selbst. Es gibt viele Therapien, die diesen Kontakt herstellen und so Heilung bringen können. 9) Dass Sie lernen sich auch für weniger angenehme Gefühle und Emotionen zu öffnen und dass Sie sich trauen sie zu erfahren und zu durchleben. Dass Sie so immer mehr Blockaden wegräumen und sich mehr entspannen können und dass der Kontakt mit Ihrem wahren Selbst stetig besser wird. Dass Sie schließlich lernen zu genießen, Wärme und Liebe zu empfangen von und zu geben an die Welt um Sie herum, wenn sie beginnen aus Ihrem wahren Selbst und aus Ihrer Körperwärme heraus zu leben. 10) Dass Politiker eine breitere Einsicht in das Gefühlsleben des Menschen und in die Naturheilkunde kriegen, wodurch die energetische Naturheilkunde zweifellos mehr Beachtung und ein höheres Budget erhalten wird. 11) Dass das Wissen über den energetischen Anteil von lebenden Wesen bis in alle medizinischen Universitäten, medizinischen und paramedizinischen Ausbildungsinstitute vordringt. Dass das Wissen über den energetischen Anteil von lebenden Wesen ein Bestandteil dieser Ausbildungen wird, so dass der Patient eine vollständigere Diagnostik und Therapie erhalten kann. 12) Dass Krankenhäuser innerhalb kurzer Zeit auch über eine Abteilung Ganzheitliche Heilkunde verfügen und dass Patienten davon Gebrauch machen können, ohne zusätzliche Kosten zu haben. 18 Kapitel 3 Wer sind wir, was ist unser Bewusstsein? Unser Leben beginnt mit BEWUSSTSEIN: Unser Bewusstsein ist eine Energiebündelung, die Informationen und Energien enthält. Herkunft, Ursache, Ziel, Zusammensetzung usw. sind für uns nicht zu verstehen. Bewusstsein ist nicht stofflich, es hat keine Masse und ist nicht sichtbar. Es ist durchsichtig und kristallklar. Man kann es nur vage wahrnehmen als etwas in uns, was seine Aufmerksamkeit auf etwas richten kann. Wir müssen uns mit der Tatsache abfinden, dass Bewusstsein ein für uns nicht erklärbares Phänomen ist. Aber wir können die Eigenschaften unseres Bewusstseins und seine Wechselwirkung mit seiner Umgebung untersuchen. Es besteht eine direkte Verbindung und eine Wechselwirkung zwischen dem Bewusstsein und dem Körper. Das Bewusstsein tauscht Energien mit unserem stofflichen Körper aus und ist durch diesen Energietausch mit unserem Körper verbunden. Wahrscheinlich verfügt unser stofflicher Körper an einem oder mehreren Plätzen über Umwandelstellen, die die Körper-Energie in „Bewusstseins“Energie oder auch umgekehrt umwandeln, so dass unser Bewusstsein dadurch in direktem Kontakt mit unserem Körper stehen kann. Diese Art der Verbindung können Sie vergleichen mit ferngesteuerten Verbindungen, die wir aus der modernen Technik kennen, wie z. B. die kabellose Verbindung mit dem Internet oder die Verbindung zwischen einem Modelflugzeug und der dazugehörigen Fernbedienung. Beim Menschen ist diese Verbindung sehr weiträumig und intensiv. Unser Bewusstsein ist verbunden mit vielen Aspekten unseres menschlichen Wesens und kann darum den Kontakt herstellen zu allen Gefühlen, Emotionen, Erinnerungen, Informationen unserer Sinnesorgane und unseres Denkens. Bei manchen Menschen ist das Bewusstsein mit dem gesamten Körper verbunden, bei anderen besteht lediglich eine schwache Verbindung. Viele Menschen sind überwiegend verbunden mit den Denkfunktionen und weniger mit den Gefühlsfunktionen. Die Zusammenarbeit von Körper und Bewusstsein besteht also in der Welt. Sie manifestiert sich durch die eigene Existenz und als ein Mensch mit einem Ich, der sich unterscheidet von anderen Menschen. In der folgenden Abbildung finden Sie eine Darstellung der Verbindungen zwischen Bewusstsein, Körper, Ich und alles außerhalb des Ichs. 19 Dieses System, wie in der oben stehenden Abbildung dargestellt, funktioniert gut, wenn eine harmonische Verbindung zwischen den Schichten besteht. Das bedeutet: eine gute Verbindung zwischen Bewusstsein, Körper und dem Ich und weiterhin eine gute Verbindung zwischen Bewusstsein/Körper/Ich und der Außenwelt. Der Ausgangspunkt für einen auf der Erde lebenden Menschen ist: Bindung von Bewusstsein und Körper Die Anwesenheit des Bewusstseins im Körper ist nach einiger Übung für jeden wahrnehmbar. Das Bewusstsein erweckt im Körper ein Wahrnehmungsgefühl, das meistens als ein fließendes, prickelndes und warmes Gefühl erfahren wird. Es ist ein Wahrnehmungsgefühl, durch das wir uns in unserem Körper als anwesend fühlen. Wir erfahren die Vereinigung von Bewusstsein und Körper als ein sicheres, beruhigendes und angenehmes Gefühl. Bei jedem ist das Bewusstsein den einen Moment mehr und den anderen Moment weniger im Körper anwesend. Diese Anwesenheit ist im wahrsten Sinne des Wortes das Grundlegendste unseres Erdenleben und unserer Gesundheit. Wenn das Bewusstsein nicht ausreichend im Körper anwesend ist, wo ist das Bewusstsein dann hin? Das ist eine wichtige Frage, die wir uns stellen müssen. Wo ist mein Bewusstsein geblieben? Zur Beantwortung dieser Frage können wir in die Abbildung schauen. Unser Bewusstsein kann in jeden anderen Kreis gelangen. Also zum Körper, zum Ich oder zu allem außerhalb davon (wie Ereignisse und 20 Emotionen aus früheren Leben, zu allem und jedem, dem wir begegnen in unserem heutigen Leben oder in der Zukunft.) Bewusstsein gelangt teilweise zum Ich: Weil wir als Menschen denken, dass wir durch unsere Gesellschaft nur anerkannt werden, wenn wir viele Leistungen erbracht haben, die in unserer Gesellschaft geschätzt werden, benutzen wir einen großen Teil unseres Bewusstseins um ein großes und starkes Ich aufzubauen. Die Gesellschaft hilft uns mit vielen Ratschlägen turmhohe Ichs zu bauen. Wir verurteilen uns selbst, wenn wir allen perfektionistischen Maßstäben, die von der Gesellschaft als Idealbild vorgetäuscht werden, nicht genügen. Es gibt viele Hilfsmittel: große Häuser, schöne Autos, viele „Freunde“ und große Leistungen. Unser Bewusstsein schwebt irgendwo herum zwischen all diesem Ge-Ich. Aber ein „Ich“ ist notwendig; ohne ein „Ich“ haben wir keinen eigenen Patz in der Gesellschaft. Es ist wichtig zu einem funktionellen „Ich“ zu gelangen, ohne ein Dieb unseres Bewusstseins zu sein. Bewusstsein gelangt teilweise zu allem außerhalb von uns: Um auf der Erde leben zu können, muss ein Teil unseres Bewusstseins und unserer Aufmerksamkeit bei allerlei Sachen außerhalb von uns sein. Aufmerksamkeit für Schule und Ausbildung, Aufmerksamkeit für die Laufbahn, Arbeit und Broterwerb, Aufmerksamkeit für Unterkunft, Aufmerksamkeit für Nahrung und Kleidung, Zuwendung für die Familie, für Freunde und Bekannte, Aufmerksamkeit für die lokale, die Landesund Weltpolitik. Meine Bitte an Sie ist, lassen Sie nicht zu viel Bewusstsein an all diese Dinge verloren gehen, denn so wichtig sind die Sachen außerhalb von Ihnen selbst nicht. Sie sind nicht verpflichtet allem Aufmerksamkeit zu schenken. Richten Sie erst die Aufmerksamkeit auf Ihr wahres Selbst und auf Ihren Körper. Sie laufen Gefahr in ein „Burnout“ zu geraten, wenn Sie sich selbst zu viel weggeben an die Umgebung und an Ihr irdisches Ich. Bewusstsein ist unbewusst weit weg von uns Wenn wir in unserer Kindheit Sorgen hatten, wird ein Teil unseres Bewusstseins noch stets durch diese Sorgen beherrscht. Wir sind uns dessen jedoch nicht bewusst, weil wir vergessen haben, dass wir früher Sorgen hatten. Das ist schwierig zu verstehen, doch Sie lesen richtig: Sie haben es vergessen, aber doch ist ein Teil von Ihrem Bewusstsein noch bei den alten Sorgen. Noch schwieriger zu begreifen ist, dass unser Bewusstsein auch beherrscht sein kann durch Sorgen, Ängste oder andere Emotionen, die nicht von uns selbst aber von Eltern, Großeltern oder noch älteren Generationen stammen. Am Beispiel der Regressionstherapie sehen wir, dass unser Bewusstsein selbst bei früheren Leben verblieben sein kann. 21 Kapitel 4 Was ist mit uns geschehen? Unser wahres Selbst scheint ein sehr verletzliches und empfindliches Wesen zu sein. Es hat das Bedürfnis nach Wärme, Anerkennung, Geborgenheit und Harmonie. Ungewissheit, Unsicherheit, Verurteilung und Disharmonie erfahren wir als unangenehm. Bedrohung und Ablehnung machen uns Angst. Wenn die Disharmonie und der Schmerz für einen bestimmten Menschen zu stark sind und wenn der Mensch sich selbst außerdem noch als wertlos beurteilt, dann ist dieser Mensch schnell geneigt den Kontakt mit seinem Körper, seiner stofflichen Inkarnation, zu unterbrechen. Der große Vorteil besteht darin, dass das Elend und der Schmerz weniger oder nicht mehr zu spüren sind. Wir erleben dann, dass wir einen größeren Abstand zu den unangenehmen Gefühlen in unserem Körper haben, wir können das Gefühl haben, dass wir schweben und dass wir nicht mehr so fest auf beiden Beinen stehen. Die Welt um uns herum fühlt sich verschwommener und unwirklich an. So wie in den Beispielen aus dem Kapitel 1 wiedergegeben, ergeht es uns allen. Die meisten Blockaden errichten wir selbst und einen Teil der Blockaden nehmen wir aus unserer Umgebung auf. Es beginnt schon bei unserem ersten Kontakt mit unserer irdischen Welt. Unser wahres Selbst hat die Liebe erfahren und genossen von unseren Eltern, aber auch ihre Disharmonie, ihr Streiten, ihre Verzweiflung und ihr Kummer. Als Baby und Kleinkind nehmen wir alles wahr, was zwischen den Eltern geschieht, selbst in der Gebärmutter nehmen wir ihre Emotionen und Gefühle wahr. Nach unserer Geburt leben wir jahrelang wie ein Schwamm, der Gefühle und Emotionen aufsaugt. Viele Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern sind durch diese hohe Empfänglichkeit erklärbar. Das Kind wird krank durch absorbierten Stress und Disharmonie der Eltern. Das Kind wird gesund, wenn die Spannungen bei den Eltern sich beruhigen. Wie die Eltern sich im Innern fühlen oder das Gefühl der Eltern für ihre Körperwahrnehmung, wird also von dem Kind absorbiert. Dieses Gefühl kann zwischen starkem Stress oder Angst und nicht verbunden sein mit dem Körper bis hin zu einem Gefühl von Harmonie, Entspannung, Wärme und Zufriedenheit variieren. Das Körpergefühl, welches die Eltern bei sich haben, ist die Grundlage für das Körpergefühl, das das Kind aufbaut.Wenn jemand eine Mutter hatte, die unruhig und immer ängstlich war, dann werden die Kinder dieses Gefühl in größerem oder kleinerem Maße immer bei sich tragen. Es kann sogar ein Gefühl oder eine Emotion sein, die durch viele Generationen von Eltern auf Kinder weitergegeben wurde. Eltern, die entspannt und glücklich sind, geben dieses schöne Gefühl als ein lebenslanges Geschenk an ihre Kinder mit. Ich möchte Ihnen eine eigene 22 Erfahrung über das Weiterreichen von Emotionen von einer Generation auf eine folgende berichten. Während eines Kurses empfing ich eine Probebehandlung der Rebalance Therapie. Die Therapeutin gab mir eine entspannende Rückenmassage und ging danach zu einer lokale Massage eines verspannten Rückenmuskels über. Nach einigen Minuten spürte ich Kummer aufkommen, zugleich fühlte ich, dass es nicht mein eigener Kummer war. Ich war Teilnehmer des Kummers und des Denkens von jemand anderem. Die Tränen liefen und ich sagte immer zu: „Es wird nie wieder gut, es wird nie wieder gut.“ Die Therapeutin bemerkte während ich weinte: “Das ist nicht aus dem Jetzt. Das ist alter Kummer.“ In diesem Moment fühlte ich mich verbunden mit dem Schmerz meiner Urgroßmutter, die ich nur von einem alten Foto kenne, sie lag weinend im Bett in einem Raum, den ich erkannte. Es war ein Raum in unserem Elternhaus, der durch die Jahre hinweg nicht viel verändert war. Und dann verstand ich, was geschehen war. Ich kannte die Geschichte, dass mein Urgroßvater einen Betriebsunfall in seiner Bierbrauerei gehabt hatte. Drei Tage nach dem Unfall war er gestorben (1893). Der Kummer, den ich erneut erlebte, war der Kummer meiner Großmutter nach dem Unfall ihres Mannes. Auf ihrer Sterbeurkunde sah ich später, dass sie einen Monat nach ihm verstorben war. Ich denke, dass Kummer und Verzweiflung wichtige Ursachen für ihren Tod waren. Nach meinem Weinkrampf war der Schmerz in meinem Rücken, der jahrelang angespannt und hart war, vollständig zur Entspannung gekommen. Seitdem habe ich ein herrlich lockeres und entspanntes Gefühl in meinem Rücken. Jahrelang habe ich dieses Familienerbe mit mir herumgetragen. Und ich werde wohl noch mehr von meinen Vorfahren mit mir tragen, sowohl schöne Sachen als auch weniger schöne Dinge. Unser Körpergefühl, die Art und die Intensität, mit der unsere Seele mit unserem Körper verbunden ist, haben wir also zu einem Teil von unseren Eltern, Großeltern und auch von denen, die um uns herum waren, als wir aufwuchsen, übernommen. Den anderen Teil unseres Körpergefühls haben wir selbst erschaffen. Unsere Seele trägt viel dazu bei, indem sie einen guten oder nicht so guten Kontakt mit dem Körper eingeht. Emotionen können wir nur fühlen, wenn das, was sie in unserem Körper bewirken, wahrnehmen. Die verschiedenen Emotionen sind an verschiedenen Stellen des Körpers spürbar. Erschrecken fühlen wir zum Beispiel auf der Brust, Angst fühlen wir in den Armen und in den Beinen, Kummer spüren wir meistens im Bauch. Wenn es angenehm ist, kommt unsere Seele in Kontakt mit diesen Gefühlen in unserem Körper. Wenn wir die Emotion nicht verkraften können oder wenn es unangenehm ist, hat unsere Seele die Neigung den Kontakt zu unterbrechen. Die unangenehmen Sachen schließen wir aus unserem Bewusstsein aus, wir errichten Blockaden um unser Bewusstsein zu verschließen vor den Stellen, an denen im Körper die negativen Emotionen fühlbar sind. Der Körper hat viele unbewusste Mechanismen um die Körperwahrnehmung zu blockieren, zum Beispiel durch das Anspannen von Muskeln, durch 23 oberflächliches Atmen, durch blockierende Haltung der Wirbelsäule, durch das Unbeweglichmachen von Schädelknochen. Krankheiten können auch mithelfen beim Errichten von Blockaden. Nach einer schweren Krankheit haben wir manchmal für eine kurze oder längere Zeit kein Körpergefühl. Bei den Beispielen haben wir auch das Pfeiffersche Drüsenfieber besprochen. Gelenkabnutzung führt zu Schmerzbeschwerden und blockiert durch diesen Schmerz das Fließen der Körperenergie und die Körperwahrnehmung. Aber auch von Außen kommende Ursachen wie Brandwunden, Unfälle mit Narben und Knochenbrüchen können unserem Bewusstsein helfen die Körperwahrnehmung zu blockieren. Mir drängt sich jeweils die Frage auf: Warum erleidet die eine Person Krankheiten und Unfälle und ein Anderer nicht? Werden die krankmachenden Bakterien, wenn es nötig ist, durch den Blockierungsmechanismus zu Hilfe gerufen? Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Blockierungsmechanismus und Unfällen/Krankheiten? Ich habe oft den Eindruck, dass ein Zusammenhang besteht. Der Körper fragt unbewusst darum, wie eine Art Verzweiflungsaktion, um ein ernstes Unglück zu erleiden, wodurch wiederum langanhaltende und starke Blockierungen im Körper erschaffen werden. Das Blockieren unseres Bewusstseins kann auch bewusst erfolgen: In unserer Gesellschaft wird uns von Klein an beigebracht Ereignisse in unserem Leben zu rationalisieren und nicht zu fühlen. Wir versuchen Gefühle, Verlangen und Emotionen mit unserem Denken zu beschreiben und zu beherrschen.Was wir in Wirklichkeit tun, ist, dass wir diese Erfahrungen mit Hilfe unseres Intellekts abmildern und unterdrücken. Meistens blockieren wir schwierige Emotionen und Erinnerungen jedoch unbewusst. In unserem Körper ist ein Mechanismus wirksam, der Emotionen verwischt und blockiert, mit denen wir uns schwer tun. Wenn jedoch eine Emotion verwischt wird, verwischt nicht die Emotion selbst, sondern unser Bewusstsein und unsere Wahrnehmung davon. Es scheint als ob die Emotion schwächer geworden ist. In Wirklichkeit haben wir einen Teil unseres Bewusstseins und unserer Wahrnehmung abgeschlossen. Das Rationalisieren und das Verschließen vor Gefühlen ist also eine Aktion, die unser Bewusstsein Schritt für Schritt verschließt und verkleinert. Unser Bewusstsein zieht sich zurück von den Lebenswahrnehmungen in unserem Körper. Wenn wir uns absperren, indem unser Körper die Emotionen verwischt und blockiert, entstehen allerlei Phänomene als Folge der Sperre, wie Schläfrigkeit, extreme Müdigkeit, Zerstreutheit, Verwirrtheit, depressiv sein oder sehr beschäftigt sein. Der Verteidigungsmechanismus gegen die schweren Emotionen ist nachvollziehbar und verständlich. So bleibt unser Bewusstsein frei von 24 dem unangenehmen Teil der irdischen Erfahrungen. Wir erfahren nur Freude und Harmonie, das Elend gelangt so nicht nach Innen. Hier haben wir jedoch ein großes Problem. Denn, das was unser wahres Selbst als Elend sieht und wovor es sich verschließt, kommt doch durch unsere Sinnesorgane in unseren Körper und wird auf diversen Plätzen eingelagert. Die negative Energie strömt in unseren Körper und nistet sich auf dem für die Emotion geeigneten Platz ein. Wenn wir die Emotion nicht fühlen und nicht verarbeiten, dann behält die Emotion ihre Energie. Die Energie der Emotion kann nicht weg, sie wird als das Wahre konserviert und vor Ort eingelagert. Der betroffene Körperteil behält jahrelang diese Energie und Information. Die Emotion nimmt so einen Teil des Raumes unseres Körpers ein. Um den Mechanismus von Verarbeiten oder Einlagern zu verdeutlichen noch ein paar Beispiele. Zuerst ein Beispiel für Verarbeiten: Ich fuhr allein im Auto auf einer Hauptstraße. Ein anderes Auto, eine grüne hässliche Ente, kam aus einer Seitenstraße von rechts auf die Hauptstraße. Ich riss das Steuer herum und wich so der plötzlichen Gefahr über die linke Straßenseite aus. Aber, nach dem Ausweichen 25 setzte sich die Drehbewegung fort. Ich drehte um 360 Grad und kam auf der Mitte der Straße zum Stehen. Ich kann mich erinnern, dass ich beinahe automatisch in einen kleineren Gang zurückschaltete und weiterfuhr. Im Spiegel sah ich, dass sich die hässliche Ente noch immer an der selben Stelle auf der rechten Straßenseite befand. Bereits weiterfahrend begann ich zu realisieren, dass das gut abgelaufen war, für die Ente und für mich. Ich dachte noch, sollte ich nicht besser kurz anhalten? Aber es war ja nichts geschehen, also einfach weiterfahren. Ungefähr anderthalb Minuten später bemerkte ich, dass meine Beine anfingen zu zittern. Ich erinnere mich, dass ich mich voller Überraschung über das Zittern für dieses Gefühl öffnete. Ein wenig später bemerkte ich, dass ich vollständig zitterte, vom Kopf bis zu den Zehen. Ich konnte jedoch weiterhin fahren. Das Zittern war stark aber nicht unangenehm. Ich war überrascht, dass der Körper so reagierte auf das BeinaheUnglück. Die Emotion konnte durchfließen und wurde durch den Körper verarbeitet. Die Energie der Emotion des Erschreckens wurde umgewandelt in Zittern. Auf diese Art entlud sich die Energie der Emotion. Diese Emotion behindert mich nicht mehr. Nun ein Beispiel für Einlagern: Wenn ich mit der grünen hässlichen Ente zusammengestoßen wäre und wenn ich Verwundungen davon getragen hätte, dann hätte ich diesen Stress nicht durchfließen lassen. Das habe ich in der Hausarzt-Praxis oft gesehen. Menschen, die einen Unfall mit Verwundungen erleben, sind durch den Schreck, den Schmerz oder durch anderes körperliches Unbehagen so in Beschlag genommen, dass sie die Emotionen nicht durchlassen. Im Durchschnitt einmal in zwei Wochen wird ein Patient in die Praxis gebracht, der einen Unfall erlitten hat. Ächzend und stöhnend kam so ein Patient in die Praxis. Ich war jedes Mal mehr berührt durch den Schreck und das angespannte Gefühl, dass sie mitbrachten, als durch die Prellungen und Verwundungen. Wenn der Patient auf der Untersuchungsliege lag, ermutigte ich ihn oder sie sich zu entspannen, bevor ich mir die Verwundungen ansah. Wenn das Entspannen nicht ausreichend glückte, gab ich ein Aromatherapie-Mittel (Rescue Remedie von Healing Herbs oder Terra von Bram Zaalberg zu Horst) um zu helfen, die Emotionen für diese Person annehmbar zu machen. Weil die Atmung durch der Schreck meist stark eingeschränkt war, bat ich den Patienten darum einige Male tief durchzuatmen. Wenn der Patient sich ausreichend entspannen konnte, sah ich eine tiefere Atmung und machmal kam auch ein Weinkrampf. Kurz nachdem die Spannung, die durch das Blockieren aufgebaut war, begann abzufallen, startete ich meine reguläre medizinische Untersuchung. Ich dachte mir: , Es soll für einen Arzt in der Unfallstation unbegreiflich sein, dass zuerst die Emotionen und danach die Schnittwunden und Prellungen‘. Ich konnte jedoch nicht anders, und meine Patienten hatten nach der Behandlung keine Spannung und 26 keinen Schrecken vom Unglück mehr bei sich. Weil Emotionen nicht sichtbar gemacht werden können mit Labor- oder Röntgenuntersuchungen und weil sie in kurzer Zeit keinen sichtbaren Schaden anrichten, wird die Daseinsberechtigung der Emotionen durch die Schulmedizin und die Erste Hilfe nicht anerkannt. Jährlich habe ich dutzende von Patienten gesehen, deren Verwundungen zwar geheilt waren, aber nicht der eingelagerte Schrecken und die Angst. Wenn man nichts von einem Unglück zurückbehalten will, dann hat auch das Emotionelle Aufmerksamkeit und Pflege nötig. Das waren zwei Beispiele für den Umgang mit Emotionen. Das erste Beispiel von dem Beinahe-Zusammenstoß mit der hässlichen Ente, wo die Spannungen in meinem Körper zittern konnten. Die Emotion verlor ihre Energie durch das Zittern. Das zweite Beispiel, die verletzten Patienten, die durch den Stress und durch die Spannung nicht im Stande waren ohne Hilfe, die Spannung loszulassen. Emotionen wie in diesen zwei Beispielen erfahren von Klein an in unserem Leben. Die unangenehmen Gedanken oder Emotionen werden entweder verarbeitet oder sie werden eingelagert. Wenn wir die Emotionen annehmen und verarbeiten können, verlieren sie ihre Energie und sie verschwinden anschließend.Wenn sie eingelagert werden, weil es für diesen Moment zu viel oder zu schwer ist, behalten sie ihre Kraft und nehmen einen Teil unseres Körpers in Beschlag. Das ist tausende Male mit uns passiert. Jedes Mal von Neuem unterdrücken wir unser Gefühl, so dass wir den Schmerz, den wir in unserer traumatischen Umgebung und traumatischen Gesellschaft, nicht fühlen müssen. Jedes Mal verliert unser wahres Selbst den Kontakt mit jeweils einem anderen Stück unseres Körpers. Weil unser irdisches Bewusstsein bestimmt wird durch die Menge unseres Körpers, über die wir verfügen, wird unser Bewusstsein stets kleiner. Jeder verspannte Muskel in unserem Antlitz ist verbunden mit einem nicht verarbeiteten Erlebnis. Wenn Ihr Körper starr und unbeweglich durch die verspannten Muskeln ist, dann haben Sie zuviel angesammelt. Wir wollen keine unangenehmen Dinge fühlen, deshalb blockieren wir unser Gefühl. Wir werden gefühllos und dadurch unnahbar und kalt. Oft reicht es noch weiter als nur das Gefühl zu blockieren: Wir wollen auch keine unangenehmen Gedanken haben, deshalb blockieren wir unser Denken. Das Resultat ist dann, dass wir vergesslich werden und dass unser Denkvermögen, unsere Intelligenz abnimmt. Was ist mit uns geschehen? Wir konnten verschiedene Emotionen und Erlebnisse, denen wir auf unserem Lebensweg begegnet sind, nicht annehmen. Wir waren dem Leben auf dieser Erde nicht gewachsen. Wir konnten Situationen nicht durchleben, die Konfrontation war zu schwer für 27 uns. Mit uns allen ist viel geschehen, wir haben alles sicher eingelagert und konserviert in unseren Körpern. Es sind übrigens nicht nur die traumatischen Ereignisse die uns Schaden können, zum Beispiel auch das nicht zur Ruhe kommen können und das nicht Selbst sein können. Es ist für ein Kind notwendig, dass es Ruhe hat und Zeit für sich selbst um die Verbindung der Seele mit dem Körper zu erfahren und zu festigen. Wenn ein Elternteil unruhig oder besorgt ist, dann kann eine Situation entstehen, in der der Elternteil beinahe kontinuierlich auf das Kind einspricht und diese Einmischung den ganzen Tag andauert. Das Kind kann dann kein Gefühl entwickeln mit seinem eigenen Körper und es wird behindert, darin es Selbst zu sein. Auch eine strenge autoritäre Erziehung, in der das Kind nicht in irgendeiner Art und Weise seinen eigenen Weg und seine eigene Richtung bestimmen kann, kann ernste Schäden an diesem jungen Leben anrichten. Außerdem sehen wir oft, dass später ein Partner gewählt wird, der die gleichen Eigenschaften hat, wie ein oder beide Elternteile. Scheinbar fühlt es sich für uns gut und sicher an, einen Partner zu haben mit den gleichen Eigenschaften wie unsere Eltern. Jedoch wird so ein krankmachender Einfluss unserer Eltern unbewusst durch einen Partner mit den gleichen Eigenschaften fortgesetzt. Viele von uns verweilen schließlich in einem Zustand, in dem der Körper verlassen ist und eine Rückkehr in den Körper blockiert ist. In diesem Zustand ist es für unser wahres Selbst nicht möglich einen guten Kontakt mit dem Leben zu haben und wir haben auf allerlei Weise Einschränkungen in unserem Funktionieren. Wir haben eine mäßige körperliche und geistige Gesundheit, wir können uns nicht in Situationen einfühlen, wir sind weniger intuitiv, aber vor allem fühlen wir uns nicht gut und entspannt. So fühlen wir uns nicht glücklich. „Was ist mit uns geschehen“; Zusammenfassung: Die Art und Weise wie wir im Leben stehen und der Kontakt, den wir mit uns selbst und mit unserem Körper haben, haben wir zum Teil übernommen von unseren Eltern, Großeltern und denen, die uns erzogen. In unseren jungen Jahren konnten wir uns nur schwer verschließen vor ihren Emotionen und Gefühlen und wir haben von ihnen diverse Eigenschaften übernommen. Aber auch wir selbst haben unser Bewusstsein begrenzt: Unser Bewusstsein ist verbunden mit unserem Körper und erfährt das Gefühl und die Emotionen, die darin anwesend sind. Wenn die Emotionen zu schwer waren, haben wir diese durch das Errichten von Blockaden außerhalb von unserem Bewusstsein gehalten. Dadurch waren die Körperwahrnehmung und die betreffende Emotion nicht mehr spürbar. 28 In unserem Körper sind Emotionen eingelagert, die wir nicht verarbeitet haben und auch gar nicht kennen. Die Stelle, an der sie eingelagert sind, ist für unser Bewusstsein und unsere Lebensenergie nicht mehr zugänglich. Die nicht gut funktionierende Versorgung mit Lebensenergie an diesen Stellen kann bis zu Krankheiten führen. Haben wir ausreichend Raum, Freiheit, Geborgenheit und Ruhe von denen, die uns groß zogen bekommen, um eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und um ein Gefühl von innerer Sicherheit und Harmonie zu erfahren? Und bringen diesen Respekt auch unseren Mitmenschen und unseren Nachkommen entgegen? Kapitel 5 Wie können wir unser Bewusstsein in Kontakt bringen mit unserem Körper und unserem wahren Selbst und wie können wir diesen Kontakt aufrecht erhalten? Teil 1 dieses Buches hat Ihre Vorstellung verbessert von unserem Bewusstsein und der Verbindung, die das Bewusstsein mit unserem Körper und mit der Wahrnehmung der Energie in unserem Körper und um ihn herum hat. Von nun an werde ich neben dem Wort Bewusstsein auch regelmäßig den Begriff Aufmerksamkeit verwenden. Denn „Bewusstsein“ ist das Gleiche wie „unsere Aufmerksamkeit“. 29 Wir werden in Teil 2 unsere Vorstellung von Bewusstsein vertiefen und erweitern in Richtung erfahren und fühlen. Das bedeutet, dass wir uns von nun an nicht mehr auf die theoretische Betrachtungsweise beschränken können. Wir müssen der Theorie einen Erfahrungsteil hinzufügen. Nachstehend folgt eine Auflistung von Begriffen, Ratschlägen und Erwägungen, die wir für den praktischen Teil brauchen: Körpergefühl, fühlen, gewahr werden: Lernen zu fühlen und lernen die Körperwahrnehmung zu erkennen. Viele von uns verstehen nicht, was Körpergefühl ist. In Kursen höre ich regelmäßig Sätze, wie „Ich fühle nichts, was muss ich denn fühlen?“ Wir sollten Übungen machen, bei denen allerlei Gefühle der Körperwahrnehmung erweckt werden, die von jedem deutlich wahrgenommen werden. Wenn Menschen dann etwas von der Körperwahrnehmung erfahren, sind sie oft beunruhigt darüber. Sie sagen: „Meine Arme und Beine fühlen sich so schwer an und es ist, als ob sie leicht prickeln, ist das in Ordnung?“ Oder: „Es ist jedes Mal so sonderbar, wenn ich meinen Körper fühle, ich bin dann so emotionell und beginne immer zu weinen ohne zu wissen warum.“ Das elementarste Gefühl, das Sie erfahren können, ist das Körpergefühl. In einem späteren Stadium gibt es noch andere subtilere Gefühle und Erfahrungen zu beobachten, wie das Energiefeld um unseren Körper herum sowie die Information, die wir als Intuition wahrnehmen. Jedoch ist es am wichtigsten die Körperwahrnehmung fühlen zu lernen. Menschen, die nichts fühlen: Ich schätze, dass ungefähr 30 % der Menschen überhaupt kein Gefühl für ihren oder mit ihrem Körper haben. Wenn ich an die Zeit meiner ersten Kurse Naturheilkunde denke, erinnere ich mich, dass die meisten Teilnehmer mehr fühlten und eine viel bessere körperliche Wahrnehmung hatten als ich selbst. Ich verstand überhaupt nichts davon. Ich traute mich in dieser Gruppe auch nicht darüber zu sprechen. Erst jetzt verstehe ich, was die Ursache dafür war. In meinen jungen und allerjüngsten Jahren hatte sich meine ängstliche und sensible Seele weit aus meinem Körper zurückgezogen. Meine Seele konnte den Stress, die Emotionen und diverse Sorgen meiner Eltern zusätzlich zu dem Stress in meiner Umgebung, nicht mehr verarbeiten. Mein Aufenthaltsort war nun in meinem Kopf und außerhalb davon. In meinem Körper war ich fast gar nicht anwesend. Nun erst verstehe ich, warum ich in meiner Kindheit keine gute Gesundheit hatte. Oft war mir schwindelig und hyperventilierte ich, weil in meinem Körper fast keine Lebensenergie anwesend war. Ich kann nun erklären, warum ich eine hölzerne Motorik hatte und schlecht in Gymnastik war. Nach vielen Kursen und Übungsstunden habe ich gelernt in meinem Körper anwesend zu sein, ich habe gelernt in mir drin zu fühlen. Auch Patienten habe ich so in ihren Körper zurückkehren sehen. 30 Der Prozess verlief niemals von selbst. Jedes Mal war ein aktiver Einsatz des Patienten und des Therapeuten notwendig. Menschen, die monatelang nichts fühlen, trotz der Versuche mit sich selbst in Kontakt zu kommen, müssen einfach weitermachen den Kontakt wieder herzustellen. Der Kontakt mit Ihrem Gefühl kommt, das Arbeiten an sich selbst wird belohnt. Menschen, die nichts fühlen sind seit weit entfernt von ihrem Körper und das Gefühl scheint dann verborgen zu liegen in einem Betonbunker mit meterdicken Mauern. Sie besuchen diverse Therapeuten und sind durch jeden Misserfolg mehr enttäuscht. Doch es ist für jeden möglich mit seinem Körpergefühl in Kontakt zu kommen. Derjenige, dem es nicht gelingen will, muss es weiterhin versuchen und probieren. Der Begriff „loslassen“: Wenn wir unsere Körperwahrnehmung fühlen und erkennen, werden wir bemerken, dass Teile unseres Körpers wenig bzw. gar keine Wahrnehmung haben. Der Zugang zu diesem Gebiet ist versperrt durch eine beständig anwesende Kraft, die einen Teil des Körpers angespannt hält, so dass der Teil unseres Körpers hinter der angespannten Stelle nicht mehr wahrzunehmen ist. Auch eine oberflächliche Atmung, eine Hypoglykämie, Müdigkeit oder Schwindelgefühl und Bewusstseinsrückgang können BlockadeMechanismen sein, durch die wir unbewusst unser Bewusstsein trüben. Die im Körper eingelagerten Gefühle, die durch das angespannte Gebiet oder durch ein getrübtes Bewusstsein blockiert werden, sind zum Beispiel ein großer Kummer, Einsamkeit, ein starker Ärger oder ein Panikgefühl. Der Begriff loslassen bedeutet in der Naturheilkunde das Freiwerden und Verarbeiten dieser für unser Wesen schwer zu verarbeitenden Emotionen. Loslassen bedeutet sich zu trauen die anwesenden Emotionen wie Angst, Kummer, Einsamkeit und Ärger usw. zu fühlen und zuzulassen in unserer Erfahrungswelt. Wenn die Emotionen einfach sein können, werden sich die durch unseren Körper aufgebauten Blockaden auflösen. Vollständiges Loslassen von Emotionen funktioniert erst, wenn wir aus einem Gefühl von Geborgenheit verbunden mit einem warmen und liebevollen Gefühl auf unsere Emotionen schauen und sie wieder erleben. Wenn andere Personen von diesen Emotionen betroffen waren, können wir ihnen liebevolle Aufmerksamkeit schenken und wir können liebevoll vergeben. Der Prozess des Loslassens ist nicht einfach. Geborgenheit, Wärme und viel Liebe sind notwendige Voraussetzungen dafür. Das Erschaffen eines warmen, angenehmen Körpergefühls und das Erden: Wenn wir mit alten schmerzvollen Emotionen in Kontakt kommen, die eingelagert in unserem Körper liegen, können wir derart erfasst werden, dass wir aus unserer Balance oder in Panik geraten, sogar unser Denken kann verwirrt sein. Unser Bewusstsein wird schnell alle Sicherheitsklappen runterlassen und hermetisch abschließen, so dass die zu schwere Emotion oder der Schmerz nicht mehr wahrnehmbar sind. 31 Wenn wir mit schweren Emotionen oder Schmerz in Kontakt kommen, ist es notwendig, dass unser Körper ein sicherer Ruheplatz für uns sein kann. Ein warmes Gefühl innerhalb unseres Körpers kann als Ruheplatz und Heimatort dienen, an dem wir sicher sind und einfach sein können. Wenn wir in unserem Körper ein angenehmes und warmes Körpergefühl spüren, dann ist es möglich sich auch zu behaupten, wenn schwierige emotionelle Situationen ins Bewusstsein kommen. Sie fühlen sich stärker und sind viel weniger verletzlich, wenn Sie ein richtig angenehmes Gefühl in Ihrem Körper erfahren. Es ist von großer Wichtigkeit Methoden und Körperübungen zu kennen und zu praktizieren, mit denen Sie dieses angenehme und sichere Gefühl im Körper erschaffen können. Mit diesem Körpergefühl meine ich das Gefühl, dass ein Sportler nach einigen Stunden intensiven Sports hat oder dass ein früherer Landwirt hatte, nachdem er den ganzen Tag auf dem Feld gearbeitet hatte. Dieses Gefühl hilft unserem wahren Selbst mit unserem Körper verbunden zu sein. Ein anderes Gefühl, das auch Sicherheit bringt, ist das Gefühl mit beiden Beinen fest auf der Erde zu stehen. Dieses Gefühl entsteht, wenn ein Teil unserer Aufmerksamkeit im Becken, in den Beinen und in den Füßen verweilt. Wenn wir ausreichend Körperwahrnehmung in diesen Gebieten haben und wir unsere Füße fühlen, dann sind wir geerdet. Es gibt verschiedene Übungen um die Aufmerksamkeit nach unten zu richten und dadurch besser geerdet zu sein. Liebevolle Menschen um uns herum, die uns gutheißen und die uns Geborgenheit erfahren lassen, sind selbstverständlich eines der kraftvollsten Hilfsmittel um uns beizustehen wenn schwierige Emotionen in unserem Bewusstsein zulassen. Wenn wir in eine schwierige Situation geraten und wir haben dieses warme, sichere und einigermaßen geerdete Gefühl nicht, dann kann die Seele zu einem Teil aus unserem Körper wegfließen. Weil wir dann viel weniger verbunden mit unserem Körper sind, haben wir das Gefühl, dass wir nicht mehr in der Realität sind, als ob wir einer Traumwelt leben. Dadurch werden wir ängstlicher und flüchten noch weiter aus unserem Körper weg. Wir nennen dieses Phänomen Hyperventilation. Unser Körper transpiriert und bebt, manchmal entstehen Krämpfe und Schmerzen. Alle Übungen, die in diesem Buch beschrieben sind, helfen mit, Wärme und Sicherheit in unseren Körper zu bringen und darum auch Hyperventilation entgegenzuwirken. Die Konfrontation aufnehmen mit alten Schmerzen und Emotionen Wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit in unseren Körper gehen, spüren wir neben der Wahrnehmung unseres Körpers auch allerlei andere Gefühle. Unsere Gefühle sind ja nicht im Gehirn eingelagert sondern können auf jedem Fleck unseres Körpers eingelagert liegen. Es gibt Plätze an denen nichts zu fühlen ist und es gibt Plätze wo schöne Gefühle anwesend sind. Aber es gibt auch Plätze, wo ängstliche, 32 schmerzvolle, kummervolle und und noch viele andere Sorten unangenehmer Gefühle spürbar sind. Die ersten Male ist es ein großer Schritt sich zu trauen zu fühlen und die unangenehmen Gefühlen zuzulassen. Unsere Seele oder unsere Aufmerksamkeit wird allein dann einen Kontakt herstellen mit unserem Körper, wenn unsere Aufmerksamkeit der Erfahrung gewachsen ist oder wenn diese Erfahrung angenehm ist. Weil die irdischen Erfahrungen oft unangenehm sind, können wir einen Vorteil davon haben, wenn wir lernen wir selbst zu bleiben, so bald wir mit negativen und schmerzvollen Gefühlen konfrontiert werden. Wir können Übungen machen, bei denen wir die Konfrontation eingehen mit Schmerz, Kälte, Kummer, Angst, Einsamkeit und auch weniger starke Emotionen wie Langeweile, Enttäuschung, Armut usw. Diese Übungen sind schwierig; eine Begleitung durch einen Therapeuten, der Erfahrung hat darin, Emotionen nach oben kommen zu lassen, ist zu empfehlen. Danach wird das Wagen die Emotionen zu fühlen einfacher und die Blockaden können einfacher aufgelöst werden. Der Prozess erfordert Mut: Die eine Person bekommt schnell Angst, ein anderer hingegen hat viel Mut. Wenn wir viel Mut haben, dann fühlen wir selten Angst. Um alte Ängste und Emotionen von neuem vor Augen zu haben, ist Mut erforderlich. Auch um Veränderungen und Erneuerungen im Leben umzusetzen, ist Mut erforderlich. Wenn wir alte sichere Gewohnheiten und Bräuche loslassen, erfahren wir Angst. Wenn wir es nicht wagen durch diese Angst hindurch zu gehen, halten wir weiterhin an unserem vertrauten und sicher blockierten Körper fest mit allen Begrenzungen und Nachteilen. Manchmal hat jemand im Leben keine Wahl, er oder sie wird durch die Umstände gezwungen durch ein angsteinflößendes Geschehen hindurchzugehen. Oft hilft der Ansporn eines Therapeuten um sich gegen die Angst zu behaupten. Auch eine Aromatherapie kann helfen die Angst loszulassen. Wenn Sie Angst fühlen, schauen Sie dann ob wirklich Gefahr besteht. Wenn keine echte Gefahr besteht, lassen Sie sich dann durch die Angst nicht von Ihrem Weg abbringen. Der Prozess erfordert Kraftaufwand: Es ist ein Lernprozess. Wenn Sie das Auto Ihrer Eltern in deren Begleitung fahren durften, haben Sie auf eigene Art und Weise fahren gelernt. Wenn sie danach bei einer Fahrschule Fahrstunden nehmen, kostet es viele Lerneinheiten um die angelernten Fehler zu verlernen und die richtige Art und Weise des Autofahrens zu erlernen. Unser Verstand weiß, wie wir fahren müssen. Jedoch, unser Körper muss lernen welche Bewegungen wir mit dem Lenkrad machen müssen, unser Körper lernt Einschätzungen vorzunehmen usw. Der Lernprozess um die Verbindung 33 mit dem Körper herzustellen, ist vergleichbar mit dem Lernprozess des Autofahrens, jedoch ist er noch etwas komplizierter. Das ist eine Erklärung, warum wir es nicht einfach in ein paar Stunden lernen können. Lernen regelmäßig, mehrere Male am Tag zu kontrollieren, ob unsere Seele ausreichend in Kontakt mit unserem Körper steht: Anders gesagt: Es zu bemerken lernen, wenn unsere Aufmerksamkeit den Kontakt mit dem Körper und mit dem Jetzt unterbricht. Durch Angst, Sorgen, Verlangen, unzufrieden sein, Ärger und noch viele andere Emotionen lösen wir uns von unserem Körper. Gebrauchen Sie dann Ihren Verstand um diese Situation zu erkennen und um zu beschließen wieder in das Gefühl und in das Hier und Jetzt zurück zu gehen. Wenn Sie durch Emotionen zu einem Platz weit außerhalb Ihres Körpers gehen, bemerken Sie das bei sich selbst und beurteilen Sie, ob es für Sie sinnvoll ist. Ein Beispiel: Wenn Sie auf jemanden wütend sind, dann können Sie sich von dieser Emotion in Beschlag nehmen lassen und weit außerhalb von Ihnen selbst sein oder von Sinnen sein. Jedoch verlieren Sie so den Kontakt mit sich selbst und Sie schaden sich selbst mehr als demjenigen auf den Sie wütend sind. Wenn sich so eine Situation einstellt, bemerken Sie es dann und beurteilen Sie dann die Zweckmäßigkeit des wütend seins für Sie selbst. Ein zweites Beispiel: Wenn Sie den ganzen Arbeitstag die Aufmerksamkeit auf Ihre Arbeit lenken, geht das auf Kosten der Aufmerksamkeit für Sie selbst und für Ihren Körper. Finden Sie heraus auf welche Art Sie sich selbst regelmäßig ein wenig Aufmerksamkeit schenken können, wenn Sie viel beschäftigt sind. Erschaffen Sie im Zeitschema Ihrer Arbeit Momente der Aufmerksamkeit für sich selbst. Ein drittes Beispiel: Untersuchen Sie kritisch, ob Ihr Bewusstsein nicht mehr bei anderen Personen als bei Ihnen Selbst ist. Es gibt Menschen, die ständig mehr mit dem Leben anderer verbunden sind, als mit ihrem eigenen Leben. Sie fühlen, was andere erleben, sie lenken andere und helfen anderen. Ihr Bewusstsein ist ihr ganzes Leben lang nicht bei ihnen selbst sondern eigentlich bei dem Anderen. Für die Außenwelt erscheinen diese Personen als ein liebevoller Ehepartner, sorgsame Eltern oder sich selbst aufopfernde Sozialarbeiter. In Wirklichkeit sind es Menschen, die ihr eigenes Leben nicht annehmen und fühlen wollen. Sie verlagern ihre Aufmerksamkeit auf Kinder oder unselbständige bzw. hilfsbedürftige Mitmenschen und sie entziehen diesen ihre Selbständigkeit. Durch ihre Neigung sich überall einzumischen und durch ihren lenkenden Einfluss machen sie den Anderen unselbständig und noch abhängiger. Mit solch einer Hilfe schaden Sie unbewusst und ungewollt dem Leben des Anderen und Sie schaden sich selbst, weil Sie niemals mit sich selbst in Kontakt kommen, wenn Ihr Bewusstsein immer bei anderen verweilt. Zusammengefasst: Tragen Sie Sorge für einen guten Kontakt mit Ihrem eigenen Körper und kontrollieren Sie das mehrere Male am Tag. Sie 34 sollten ständig „online“ sein mit Ihrem Körper und mit der Harmonie und dem Frieden tief in sich selbst. Auch empfehle ich Ihnen eine Pause für sich selbst zu nehmen, wenn Sie bedrückende oder schmerzvolle Emotion fühlen. Jedes Mal wenn eine negative Emotion auftaucht, hat ein Mensch die Neigung wieder etwas mehr Abstand zu nehmen von seinem Gefühl. Das müssen wir verhindern. Wenn ich eine Emotion wie Sckrecken oder Kummer fühle, dann ziehe ich mich einige Minuten zurück. Ich setze mich und probiere das Gefühl zu fühlen. Ich spreche dem Gefühl in mir selbst zu und sage zum Beispiel, entspanne dich, hab keine Angst vor dem Schrecken oder dem kummervoller Gefühl. Meine Emotionen lösen sich und werden nicht in meinem Körper eingelagert. Derjenige, bei dem das Herstellen des Kontakts mit dem Körper nicht so gut funktioniert, kann probieren sich selbst als Kind vorzustellen. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit zu Ihnen als Sie Kind waren, probieren Sie sich selbst vorzustellen, so wie Sie als Kind waren. Es ist dann meistens direkt zu spüren, welche Emotionen ein Kind hat. Danach beruhigen Sie das ängstliche oder bekümmerte Kind. Nehmen Sie das Kind in Gedanken auf den Schoß und streicheln Sie ihm oder ihr über das Köpfchen. Sie werden die Wirkung spüren sowohl für das Kind als auch für Sie selbst. Ich selbst habe die Idee, dass diese Ruhepausen eine enorme Hilfe sind, um besser in meinen Leib zukommen, wenn ich zu hastig tätig bin oder Emotionen fühle. Zusammengefasst: Sich Zeit nehmen für sich selbst und Pausen einfügen bei Stress und Emotionen ist eine Empfehlung. Probieren Sie das Leben in unserer westlichen Gesellschaft zu verstehen und lernen Sie, wie Sie in dieser Gesellschaft leben können. Es ist wichtig, dass Ihnen bewusst wird, dass wir in einer krankmachenden und falsches Glück bringenden Gesellschaft leben. Unlängst erzählte mir ein Patient von seinen Plänen nach Neuseeland zu emigrieren. Sein Beweggrund: „In dieser Gesellschaft ist es unmöglich wirklich zu leben und richtig glücklich zu sein. In dem noch einfachen und unbedarften Zusammenleben dort habe ich mich, während eines sechswöchigen Besuchs meiner Familie dort, das erste Mal in meinem Leben wieder glücklich gefühlt und ich war ich selbst. In unserer fordernden Gesellschaft bin ich nur depressiv, ungeachtet der Tatsache, dass ich alles habe, was sich ein Mensch nur wünschen kann.“ Schon in unserer Erziehung wird das spielerische und unbedarfte Kind in uns verletzt und kaputt gemacht. Schließlich stehen wir dann als Erwachsene 35 in der Gesellschaft, haben eine Maske auf und in unserem Inneren viel Schmerz und Kummer. Doch, the show must go on, die Vorstellung geht weiter. Wir jagen allerlei scheinbarem Glück hinterher, wir erfüllen die vielen Verpflichtungen, die die Gesellschaft uns auferlegt, und das ist es dann. Eines ist sicher: Wenn wir ein wenig glücklich werden wollen, müssen wir eine Lebensgemeinschaft suchen, in der wir mehr wir selbst sein können oder wir müssen unsere Gesellschaft durchschauen und uns wappnen gegen die Gefahren, die unsere westliche Gesellschaft in sich trägt. Kennen Sie sich selbst oder lernen Sie sich selbst kennen. Erstellen Sie eine Liste von dem, was Sie selbst in Ihrer Erziehung an Verzerrungen, Verpflichtungen, Schuldgefühlen und Verurteilungen mitbekommen haben. Vielleicht sehen Sie sich selbst ständig als minderwertig und verurteilen sich selbst in vielen Punkten. Oft finden wir einen anderen schöner und besser als uns selbst und richten darum ständig die Aufmerksamkeit nach draußen, auf Personen, die wir mehr schätzen als uns selbst. Vielleicht laufen Sie gebückt von dem schweren Leistungsdrang, weil Sie von Ihren Eltern, Ihrer Familie oder der ganzen Gesellschaft gesehen werden wollen. Vielleicht sind Sie unbewusst damit beschäftigt Ihr Ego auszubauen und zu unterscheiden von den Egos um Sie herum. Vielleicht haben Sie Ihr ganzes Leben vergessen zu genießen. Achten Sie mal auf Ihre Körperhaltung. Laufen Sie gebückt unter schweren Druck? Fühlen Sie mal, ob Ihre Schultermuskeln angespannt sind, durch das, was Sie auf Ihre Schultern laden. Vielleicht sind die verspannten Muskeln eine Panzerung für Sie. Haltung und Muskelspannung erzählen viel darüber, was mit Ihnen ist. Untersuchen Sie die Rolle, die Sie auf der Bühne unserer Gesellschaft spielen. Ihnen wird auffallen, dass es viel über selbst zu entdecken gibt. Erforschen Sie sich selbst und wählen Sie dann für Ihr Leben gesunde Visionen und Emotionen. Fragen Sie sich selbst oder fühlen Sie bei sich selbst, was sie nun eigentlich gerne wollen, was ist Ihr Ziel im Leben. Finden Sie heraus, ob Sie ein falsch großgezogenes Schaf sind, das mit der Herde mitläuft. Entscheiden Sie, ob Sie ein Schaf bleiben wollen oder ob Sie Ihren eigenen Weg wählen. Sich Zeit nehmen für sich selbst: Für viele Menschen gilt, dass unsere Gesellschaft, unsere Umgebung, aber auch unsere eigene Zwangsmäßigkeit und das Pflichtbewusstsein, uns wenig Zeit für uns selbst lassen. Wenn Sie an sich selbst arbeiten wollen, ist das erste Erfordernis: Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst. Reservieren Sie Zeit um es zu ermöglichen an sich selbst zu arbeiten. Sprechen sie etwas mit sich selbst ab, zum Beispiel: „Ich gehe abends 15 Minuten früher ins Bett und stehe morgens 15 Minuten früher auf.“ Vor oder nach dem Frühstück haben Sie dann 15 Minuten Zeit für sich selbst. 36 Noch ein Tip um Zeit für sich selbst zu kriegen: Wollen Sie nicht zu viel: Unsere Gesellschaft zeigt uns allerlei Süßes und andere Verführungen. Wir rennen allerlei Produkten aus unserer materialistischen Gesellschaft hinter. Dadurch wird unsere Aufmerksamkeit von uns selbst wegholt und wir haben keine Zeit mehr für uns selbst. Noch ein Beispiel: Heute in der Mittagspause ging ich zusammen mit einem Therapeuten-Kollegen in ein Restaurant. Wir bestellten Kaffee und ein Omelett mit Brot. Wir besprachen einige Dinge, die in kurzer Zeit abgearbeitet werden müssen. Wir hatten nur eine halbe Stunde Pause, nach 20 Minuten bekamen wir unsere Bestellung. In diesem Moment begriff ich, dass nur noch 10 Minuten übrig waren von der ganzen Mittagspause. Zugleich fühlte ich ein hastiges Gefühl in mir und ich bemerkte, dass meine Aufmerksamkeit noch bei allen so eben besprochenen Tätigkeiten war. Danach richtete ich meine Aufmerksamkeit nach innen und fühlte, dass mein Körper sich nicht schwer anfühlte, ich fühlte meine Füße nicht auf der Erde. Nach dieser Erkenntnis, dass es nicht so gut mit mir war, entschied ich alles loszulassen. Dann genoss ich das Omelett und das träge und schwere Gefühl in meinem Körper. Nur 5 Minuten später als geplant begann ich mit der Nachmittagssprechstunde. Motivation um an sich selbst zu arbeiten: Alle die zuvor genannten Punkte haben gemeinsam, dass ein Teil unserer Aufmerksamkeit aus der irdischen Welt in unser Innerstes verlegt werden muss. Die Tatsache, dass Sie dieses Buch lesen, zeigt schon mal, dass Sie Interesse daran haben, den Kontakt mit Ihrem Körper und mit Ihrem Gefühl zu verbessern. Jedoch, die Erfahrung lehrt uns, dass Interesse allein nicht genug ist um Sie anzutreiben, bis dieser Kontakt realisiert ist. Die Menschen, bei denen ich beobachten konnte, dass Sie eine bessere Bindung an Ihren Körper realisiert haben, waren gezwungen durch hohen Leidensdruck von Krankheiten oder von schwere psychischen Beschwerden. Diese Patienten bemerkten eine Linderung ihrer Beschwerden nachdem sie durch die Therapie an der Verbesserung des Kontakts mit dem Körper und mit dem Gefühl gearbeitet hatten. Sie wurden dadurch motiviert weiter an sich selbst zu arbeiten. Daneben habe ich einige Menschen gesehen, die zum Arbeiten an sich selbst motiviert wurden, nachdem sie mit einer kurzen Therapie das wohltuende und energiereiche Gefühl einer guten Verbindung mit ihrem Körper erfahren hatten. Auch Hochleistungssportler und Topmanager wurden 37 motiviert, nachdem sie festgestellt hatten, dass sich ihr Leistungsvermögen verbesserte. Motivation muss schon genügend vorhanden sein. Wenn das nicht der Fall ist, entscheidet sich die Mehrheit für ein Leben mit einem Bewusstsein außerhalb des Körpers. Oft ist es angenehm in der Welt um uns herum. Solange es dort schön ist und es geht uns ausgezeichnet, ist unser Bewusstsein zufrieden. Auf dem Weg nach Innen, wenn wir fühlen, welche Emotionen in uns eingelagert sind, begegnen wir unverarbeiteten Emotionen, die oft nicht angenehm sind. Das Erfahren alter Schmerzen und alten Kummers im Nachhinein ist zeitweise schwer. Mancher Patient, den ich mit Neuraltherapie oder Bio-Energie behandelte, wo bei dann alte Emotionen nach oben kamen, hörte ich noch sagen: „ Ich will diesen Kummer nicht noch einmal, ich habe meinen Anteil schon, ich will nicht noch mehr fühlen.“ Außerdem kostet es Zeit und Geld den Gesundheitskursen zu folgen oder eine Therapie zu erhalten. Warum sollten wir den beschwerlichen Weg nach Innen wählen? Regelmäßig höre ich: „Warum soll ich an mir selbst arbeiten. Es geht mir ganz gut und ich bin erfolgreich in unserer Gesellschaft. Ich bin eigentlich zufrieden.“ Das scheinen oft Menschen zu sein, die nur mäßig in ihrem Körper sitzen und die das Letzte aus sich heraus holen um sich als Bestandteil unserer Leistungsgesellschaft behaupten zu können. Sie sind so beschäftigt, dass sie nicht die Zeit haben um über ihr Dasein nachzudenken. Erst wenn dann Probleme kommen, welcher Art auch immer, beginnt man nachzudenken über das Dasein und die Art und Weise, wie man im Leben steht. Wenn wir ungenügend mit unserem Körper verbunden sind, ist der Energiedurchfluss in unserem Körper ungenügend. Es mangelt dann am Fluss oder es besteht ein Mangel an Lebensenergie. Das wird schließlich zu körperlichen und physischen Krankheiten führen. Aus präventiver Sicht sollten wir über genügend Motivation verfügen um an unserer Gesundheit zu arbeiten. Wenn wir gut mit unserem Körper verbunden sind, hat unser Bewusstsein eine größere Kapazität um zu fühlen. Alle Emotionen, sowohl die negativen als auch die positiven, sind auf Gefühlsniveau anders. Angst, Kummer, Einsamkeit, Wut, aber auch Freude und Glück, rufen dann lediglich ein warmes, fließendes und/oder prickelndes Gefühl hervor. Das Beängstigende und das Schmerzhafte ist dann weggefallen. Der Stempel, den wir mit unserem Denken aufgedrückt hatten, hat nun kein Existenzrecht mehr in dieser Gefühlswelt. Wir erfahren lediglich eine Ganzheit und dadurch fühlen wir uns warm, sicher und geborgen. Wir können dann echt beginnen zu leben. 38 Wenn wir einen schlechten Kontakt mit unserem Körper haben, ist unser wahres Selbst vor allem mit unserem Kopf verbunden. Alle Energie sitzt dann im Kopf, unser Körper ist energielos. Das Resultat ist ein kalter gefühlsloser Körper und ein überbelasteter Kopf, durch den jedes Mal von Neuem ungewollt die Gedanken und die Ängste hindurchströmen. Wir kommen nicht zur Ruhe und erschöpfen durch den nicht zu stoppenden Denkprozess. Wir fühlen uns unsicher und haben jedes Mal die Bestätigung der Außenwelt nötig. Wir haben wenig Energie und probieren fast immer unbewusst Energie von anderen zu absorbieren. Wenn wir in Verbindung mit unserem Körper leben, haben wir auch einfacher Kontakt mit dem Gefühl von Frieden und Einheit tief in uns und einen tieferen Kontakt mit dem Leben rund um unseren Körper. Es scheint, als ob unser Wahres Selbst besser in Resonanz steht mit allem um uns herum. Wir fühlen uns besser ein in Menschen und Situationen. Wir entscheiden und lenken unser Leben mehr intuitiv, unser Leben wird einfacher. Das Ausbauen unseres Egos, das Ansammeln von materiellem Reichtum, trägt schon etwas zu unserem Glück bei, aber wenn wir es erreicht haben, merken wir doch das es nicht das ist, was wir davon erwartet hatten. Es trägt nicht wesentlich zu unserem Glück bei. Der Weg zu unserem wahren Selbst scheint ein wesentlicherer Beitrag für unser Glück zu sein. Mein persönlicher Grund um an mir selbst zu arbeiten besteht darin, dass ich nicht ein äußerlich perfektes Wesen sein will, das innerlich traurig, einsam, bekümmert und kalt ist. Ich will kein Häufchen Elend sein, das in funkelndes Geschenkpapier eingewickelt ist. Ich will wirklich leben, ich will Wärme, Liebe und Harmonie im Innern sein und auch ein bisschen, soweit notwendig, in der Gesellschaft leben. Wenn Sie beschließen an sich selbst zu arbeiten, sitzt da eine Menge Energie drin. Wissen ansammeln, täglich sich damit beschäftigen, viele Übungen machen und einer Therapie folgen. Schlussendlich muss das In-sich-selbst-Leben eine Lebensweise werden, ein neues Leben. Beim Aufstellen eines Planes um mit sich selbst zu beginnen, kann eine Abwägung von Vor- und Nachteilen des An-sich-selbst-arbeiten motivierend sein. 39 Kapitel 6 Die Praxis Methoden und Werkzeuge um die Verbindung mit Ihrem Körper wiederherzustellen Wir verwenden im Allgemeinen wenig Aufmerksamkeit auf unseren Körper. Viele Stellen in unserem Körper fühlen wir nicht und kennen wir nicht. Wenn wir besser mit unserem Leben zu recht kommen wollen, müssen wir unsere 40 Aufmerksamkeit zu unbekannten Gebieten innerhalb unseres Körpers verlagern. Bei vielen ist das Gebiet auch blockiert, weil wir unbewusst das darin vorhandene Gefühl und die eingelagerten Emotionen nicht fühlen wollen. Weil wir bereits jahrelang diese Plätze mit unserem Bewusstsein und unserer Aufmerksamkeit gemieden haben, ist es für uns schwierig diese Plätze ins Bewusstsein und in die Wahrnehmung zurückzubringen. Wenn wir diese Gebiete ins Bewusstsein bringen, werden wir Emotionen fühlen, die wir nicht fühlen wollen. Wir haben dann die Neigung das Bewusstsein in diesen Gebieten erneut zu blockieren und unbewusst zu machen. Es ist eine schwierige Aufgabe den Kontakt mit unserem Körper herzustellen. Es kostet viel Zeit, viel Kraftaufwand und viel Mut. Hiernach folgt eine Auflistung von brauchbaren Methoden.DIE METHODEN Massage Mit Hilfe der Massage können Sie üben zu fühlen und die KörperWahrnehmung zu erkennen. Sie erreichen die besten Resultate, wenn Sie von jemand anderem massiert werden und wenn Sie mit Ihrer ganzen Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung achten können. Massage ist eine der einfachsten und der meist bekanntesten Methoden um die Körperwahrnehmung zu erwecken und zu erfahren. Wenn es niemanden gibt, der Sie massieren könnte, können Sie sich auch selbst massieren. Nehmen Sie sich Zeit, setzen Sie sich ruhig hin und fühlen Sie dann, welcher Teil Ihres Körpers am meisten schmerzt oder am stärksten angespannt ist. Massieren geduldig Sie diesen Teil ein Zeit lang. Verwenden Sie dann ein wenig Zeit um nachzufühlen, welche Empfindungen der Körperwahrnehmung vorhanden sind. Das große Ziel besteht darin, dass Sie an allen Plätzen Ihres Körpers eine ständig vorhandene Körperwahrnehmung entwickeln. Wenn Sie nichts fühlen, wenn es nicht gelingt, die heilsame Wirkung der Massage zu erfahren, dann kann es sinnvoll sein in Ihrem Wohnort bzw. Wohnbezirk nach einem Kurs oder eine Ausbildungsmöglichkeit für Massage zu suchen. Eine andere Möglichkeit für Menschen, die nichts fühlen, ist es sich eine sehr kraftvolle und schmerzhafte Massage zu geben oder geben zu lassen. Wenn Sie zum Beispiel kein Gefühl in Ihren Beinen haben, können Sie das Folgende tun: Nehmen Sie einen Stock oder einen Teppichklopfer und geben Sie sich selbst einige kräftige aber dosierte Schläge auf die gefühllosen Stellen. Fühlen Sie danach den Schmerz, der in den geschlagenen Stellen entstanden ist. Es ist sehr ungewöhnlich sich selbst so zu behandeln, aber Sie werden sehen, es wirkt. Wenn Sie diese harte Methode nur einmal anwenden, wirkt sie nicht, aber nach ein paar Wochen tut sich etwas. Yoga Gute Formen des Yogas bestehen aus Übungen, die alle Körperteile kräftig bewegen, recken und strecken. Dadurch wird eine starke Körperwahrnehmung geweckt. Unsere Aufmerksamkeit kann so einfach von unserem denkenden Kopf zur Wahrnehmung in unserem Körper verlagert werden. Durch regelmäßige Yoga-Übungen bessert sich der Kontakt mit Ihrer Körper. Das 41 Wichtigste am Yoga ist, dass Sie sich die Ruhe nehmen um nach den Übungen nachzufühlen, was Sie in Ihrem Körper wahrnehmen können. Wenn in Ihrer Umgebung Yoga-Kurse gegeben werden, machen Sie dann einen Abend mit und finden Sie heraus, was Yoga für bedeuten kann. An der Körperhaltung arbeiten Eine entspannte und gute Körperhaltung lässt einen optimalen Fluss der Lebensenergie zu. Mit guter Haltung spiele ich auf eine stolze Haltung mit einem aufrechten Rücken an. Es ist gut vor einem großen Spiegel nach der eigenen Körperhaltung zu schauen. Sie können selbst Veränderungen bewirken, indem Sie auf Ihre Körperhaltung achten und Streck- und Dehnübungen machen. Wenn das nicht gelingt, können Sie zum Beispiel einen Physiotherapeuten oder einen Caesar- oder Menschendieck-Therapeuten um Rat fragen. Die beiden letzteren Therapeuten sind auf Probleme mit der Körperhaltung spezialisiert. Andere kraftvolle Methoden um die Haltung zu verbessern sind, die Orthomanuelle Therapie und Techniken aus der Osteopathie. Haltungsabweichungen entstehen durch zu viel oder zu wenig Spannung im Rücken und in den Beinmuskeln. Die Muskelspannungen sind abhängig von einem komplizierten Mechanismus, bei dem auch die Energieblockaden eine Rolle spielen. Der Körper benutzt unbewusst unsere Körperhaltung um den Durchfluss der Lebensenergie zu blockieren. Die Stellen, wo oft eine Blockade durch die Haltung vorhanden ist, sind die Halswirbelsäule, der untere Rücken und das Becken. Durch einen zu gebogenen Stand in der Halswirbelsäule können wir uns zu einem großen Teil von Gefühlen, die unserem Körper vorhanden sind, abschließen. Manchmal finden wir sehr bizarre Knicke in der Halswirbelsäule, durch die die betroffene Person eine effektive Blockade für die Lebensenergie handhaben kann. Ein abweichender Stand der zwei obersten Halswirbel kann den Energiefluss so stark blockieren, dass die betroffene Person ernsthafte psychische Beschwerden bekommt und das Gefühl hat, nicht mehr auf der Erde anwesend zu sein. Durch die Blockaden im unteren Rücken und in den Beckengelenken können wir unser Becken zusperren und blockieren so die Verbindung zum Becken und den Beinen. Wir verschließen uns für Sexualität und stehen schwebend und schlapp auf unseren Beinen. Wenn die Blockade im Halsgebiet vorhanden ist, dann schließen wir uns beinahe vor unserem gesamten Körper und auch vor unserem Gefühlsleben ab. Wenn wir unser Bewusstsein in unseren Körper zurückholen wollen, dann ist eine weiche, bewegliche Halswirbelsäule notwendig. Der Fluss der Lebensenergie wird besser, wenn die Haltung verbessert wird. Umgekehrt sehen wir, wenn wir besser in unseren Körper kommen, verbessert sich unsere Haltung von selbst. Um die Haltung zu verbessern ist neben einer Therapie zur Verbesserung der Haltung auch meistens eine psychische Unterstützung notwendig. Menschen, die überzeugt sind von sich selbst und die nicht ängstlich oder devot sind, haben automatisch eine stolze und aufrechte Haltung. Übung zum Ausprobieren: Eine Haltungsübung, die erdend wirkt. Stellen Sie sich vor, dass einer kleiner Ball in Ihrem Becken ist. Wenn Sie das Becken bewegen, können Sie den Ball von links nach rechts und von vorne nach hinten rollen lassen. Es gibt nur einen Punkt, an dem der Ball gut liegt. Nur so kann die Körperenergie gut durchfließen. Suchen Sie den richtigen Platz für den 42 gedachten Ball, indem das Becken bewegen und fühlen sie anschließend den Effekt. Gymnastikübungen, Sport treiben, Frühsport Unsere Aufmerksamkeit verlagert sich von unserem Kopf mehr zu unserem Körper hin, wenn wir den Körper bewegen und durch leichte körperliche Anspannung. Wenn unsere Rückenwirbel durch die Gymnastik besser und geschmeidiger bewegen können, fließt die Lebensenergie viel einfacher durch die Wirbelsäule, mit dem Ergebnis eines entspannten und weiten Gefühl im gesamten Körper. Durch das Ermüden der Muskeln und das Dehnen des Bindegewebes und der Muskeln werden wir uns unseres Körpers gewahr. Es wird einfacher unseren Körper zu fühlen. Wenn Sie an sich selbst arbeiten wollen, dann machen zumindest Frühsport! Einen Sport zu wählen oder mit Fitness-Training zu beginnen, unterstützt Ihre Gesundheit zusätzlich. Durch die Körperanspannung beim Sport entsteht ein schönes und warmes Gefühl in unserem Körper, wo durch wir uns mehr anwesend, sicherer, ruhiger und weniger verletzbar fühlen. Körperbewegung wird nicht allein nur von Naturheilkundigen angeraten. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht unumstößlich hervor, dass schon eine tägliche, leichte körperliche Aktivität von 30 Minuten einen sehr wichtigen Beitrag zur Verbesserung Ihrer Gesundheit liefert. Wissenschaftlich belegt ist, dass das Risiko als Folge von Herz- und Kreislaufkrankheiten zu sterben durch diese tägliche Körperbewegung stark vermindert wird. Durch diese Untersuchungen steht der Arzt in der Pflicht seine Patienten auf die Notwendigkeit von Körperbewegung und die positiven Effekte davon hinzuweisen. Atemübungen Den Atem können wir als einen Verstärker von Aufmerksamkeit geben benutzen. Wenn man sich vorstellt, dass die eingeatmete Luft zu einem bestimmten Platz oder einer Region fließt und wenn man sich bei der Ausatmung vorstellt, dass der Atem wieder dort hinaus fließt, erhält dieses Gebiet mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein. Mit Hilfe unserer Atmung kann unsere Aufmerksamkeit an jeden willkürlichen Platz des Körpers gelenkt werden. Der Atem ist eine Art Träger der Aufmerksamkeit. Wenn wir bemerken, dass wir in bestimmten Gebieten unseres Körpers keine Wahrnehmung haben, können wir probieren mit diesen Atemübungen das Bewusstsein zu verbessern. Hierdurch entsteht mehr Wahrnehmung bzw. Bewusstsein in diesem Gebiet. Die meisten Menschen fühlen, wie bereits nach 3 oder 4 gerichteten Atemzügen ein prickelndes Gefühl in dem entsprechenden Körperteil entsteht. Wenn wir zum Beispiel einige Minuten schnell tief ein- und ausatmen bzw. hyperventilieren können wir unser gesamtes Bewusstsein vertiefen. Wir fühlen dann oft allerlei Emotionen nach oben kommen. Wenn Sie bei sich selbst Stress und Anspannung wahrnehmen, beobachten Sie dann Ihre Atmung. Sie werden sehen, dass vor allem der oberste Teil Ihres 43 Brustkorbs atmet. Ihr Bauch bewegt sich fast gar nicht. Legen Sie in dieser Situation eine Hand auf Ihren Bauch und versuchen Sie Ihre Atemzüge bis in Ihren Bauch zu bringen. Mit etwas Übung gelingt das. Wenn Ihre Atmung in Ihren Bauch „gesackt“ ist, werden Sie Ruhe und Entspannung fühlen. Das ist eine einfache und effektive Methode um bei Prüfungen und oder anderen Stresssituationen Ruhe und Entspannung zurückzukriegen. Es gibt Therapeuten, die spezialisiert sind auf Atemübungen. Der Effekt eines Trainings für Atemübungen ist wohltuend. Die Techniken, die Ihnen ein erfahrener Atmungstherapeut beibringen kann, haben einen sehr kraftvollen Effekt auf die Verbesserung unserer Gesundheit. Bei einer gesunden Atmung bewegt sich im Prinzip der ganze Körper mit. Bei den meisten Menschen bewegt allerdings nur ein Teil des Brustkorbs und der Körper bleibt steif und bewegungslos. Ein Atemtherapeut bringt Ihnen bei mit dem ganzen Körper zu atmen. Das Resultat ist, dass Ihre Lebensenergie in alle Gebiete des Körpers fließt. Dadurch entsteht mehr Körpergefühl und unsere Gesundheit verbessert sich. Ein Patient, der häufig hyperventilierte und Angstanfälle hatte, erzählte mir: „ Ich habe 10 Sitzungen Atemübungen nach der Methode „Dixhoorn“gehabt. Der Therapeut hat mir beigebracht auf verschiedene Arten und Weisen zu atmen, wobei ich jeweils probieren sollte mir meines Körpers bewusst zu werden. Zwei Atemmethoden habe ich schließlich übernommen. Die erste: Wenn ich morgens aufstehe, dann strecke ich meinen Körper einige Male und hole gleichzeitig tief Luft. Für mich ist das ein guter Start in den Tag, es gibt mir Kraft. Die zweite: Im Büro hatte ich jedes Mal Probleme mit Hyperventilation. Ich habe einen Stuhl mit einer harten Holzsitzfläche gekauft. So hart, dass ich den ganzen Tag einen leichten Schmerz an meinem Gesäß fühle. Ich nehme nun mein Gesäß und meine Sitzhöcker wahr, da sie schmerzen. Ich probiere zwischen den Tätigkeiten regelmäßig durch meine Sitzhöcker ein- und auszuatmen. Für mich ist es, als ob ein Wunder geschehen wäre, denn ich seitdem habe keine Beschwerden mehr mit einer Hyperventilation. Außerdem fühle ich mich stärker und selbstsicherer. Singen, Gesangsunterricht Wenn wir mit unserem Körper und unserem Gefühl gut verbunden sind, dann klingt unser Gesang voll und warm. Wenn wir nicht verbunden sind, ist unser Gesang schrill und kalt. Gesangsunterricht beginnt mit Atemübungen. Es geht darum zuerst aus dem Bauch atmen zu lernen und dann aus Brust und Bauch singen zu lernen. Mein Vorschlag ist, dass Sie in der kommenden Zeit einmal probieren mit Ihrem Gefühl Sängerinnen und Sängern zuzuhören. Prüfen Sie, ob die Sänger gut in Ihrem Körper sitzen. Sie können es an ihrem Gesang erkennen. Überlegen sie, ob Ihnen vielleicht auch Gesangsunterricht helfen könnte. Mit ein wenig Übung sind Sie im Stande an Ihrem eigenen Gesang zu hören, wie es um sie bestellt. Bei einem guten Gesangslehrer oder -lehrerin werden sie zugleich lernen, besser mit Ihrem Körper verbunden zu sein. Chanten 44 Chanten ist das Singen von Tönen und Tonserien über eine längere Zeit. Es ist eine gute Methode um unsere Aufmerksamkeit aus dem Denken in unseren Körper zu verlegen, weil wir unsere Aufmerksamkeit auf die Schwingungen und die Resonanz der Töne in unserem Körper richten. Im Buddhismus wird das Chanten benutzt um auf den Weg zu seinem wahren Selbst zu kommen. Musik hören Wenn wir Musik hören, lassen wir unbewusst ein Teil von unserem Denken los. Wir entspannen uns und erfahren unseren Körper. Die verschieden Tonhöhen der Musik erzeugen Resonanzen in verschiedenen Stellen unseres Körpers. Musik kommt nicht allein durch unsere Ohren, sondern auch durch unseren gesamten Körper nach Innen. Manchmal entspannen wir uns so tief, dass wir mit unserem Bewusstsein zu den eingelagerten Emotionen gelangen. Emotionen können durch Musik an die Oberfläche gelangen. Es ist die Kunst die Musik in Ihren Körper hinein zu lassen. Wenn Menschen die Musik nicht schätzen, wird das dadurch verursacht, dass sie wegen des einen oder des anderen Grundes die Musik nicht nach innen lassen können. Wenn Sie Musik benutzen wollen um in besseren Kontakt mit sich selbst zu kommen, kann es sein, dass Sie erst ein wenig üben müssen um wirklich Musik „hören“ zu können. Musik ist eine kraftvolle Unterstützung des Tanzes. Mit unserem Verstand können wir nicht tanzen. Nur unser Körper kann tanzen. Wenn wir die Musik richtig einsetzen, dann haben wir das Gefühl, dass nicht wir selbst sondern die Musik uns „tanzt“. Wandern in der Natur Wandern ist eine Aktivität, die entspannend für unseren Körper ist. Vor allem für Menschen, die den ganzen Tag mit ihrem Kopf arbeiten, ist es heilsam die Beine arbeiten zu lassen. Die Beine haben bei der Mehrheit der Menschen einen Mangel an Energie. Der Weg von Kopf bis zu den Beinen ist der längste Weg. Ein anderer Grund für den Energiemangel in den Beinen ist die Tatsache, dass die meisten Menschen während ihrer Arbeit die Arme mehr gebrauchen als ihre Beine. Für die Tatsache, dass Arteriosklerose niemals in den Armen aber meistens in den Beinen auftritt, kann zu einem großen Teil der Energieunterschied zwischen den Armen und Beinen ursächlich sein. Wenn Sie eine Veranlagung zur Arteriosklerose haben und ein Teil Ihres Körpers ist energielos, dann besteht in diesem Teil ein erhöhtes Risiko für die Blutgefäße. Wenn die Energie gut fließt, ist das Risiko kleiner. Selbstverständlich haben auch die Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, rauchen, Übergewicht, Diabetes, Stress und zu hohes Cholesterin Einfluss auf diesen Prozess. Durch das Wandern wird sich unsere Lebensenergie zum Teil von unserem Kopf in unsere Beinen verlagern. Eine Wanderung in der Natur hat noch einen anderen Effekt auf unsere Entspannung und unser Wohlbefinden, weil die Bäume, Pflanzen und Blumen direkt auf unseren Energiekörper einwirken. Sie werden bemerken, dass in dem Maße, in dem Sie besser mit Ihrem Körper verbunden sind, Sie auch mehr Kontakt haben mit der Natur. Sie werden die Schönheit der Natur 45 stets mehr sehen und fühlen und Sie werden die harmonisierende Wirkung erkennen. Meditation Meditation ist eine Technik, mit der wir Ruhe in unser Denken bringen können. Es gibt verschiedene Formen der Meditation. Die am besten geeignete Art ist eine Form bei der wir in Gedanken ständig ein Wort oder einen Ton wiederholen. Das Wort oder der Ton werden Mantra genannt. Meistens wird nach einem Mantra gesucht, das am besten bei der Person wirkt. Wir erhalten das „Mantra“ von demjenigen, der uns die Meditation lehrt. Schon nach der ersten Meditationsübung ist für fast jeden ein Gefühl der Ruhe und der Entspannung wahrnehmbar. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass Meditation einen sehr günstigen Effekt hat auf unsere Gesundheit und auf unser Wohlbefinden. Wenn es in Ihrer Umgebung die Möglichkeit gibt einem Meditationskurs zu besuchen, erfragen Sie einige Informationen über diesen Kurs. Wir können die Meditation auch dazu benutzen, um den Kontakt mit unserem Körper zu verbessern. Dann richten wir unsere Aufmerksamkeit nicht auf das Mantra sondern auf einen Teil unseres Körpers. Wenn wir täglich für einige Zeit unsere Aufmerksamkeit auf einen Teil unseres Körpers richten, dann wird unser Bewusstsein sich teilweise zu diesen Stellen verlagern. Versuchen Sie mal für mindestens einige Tage folgende Übung: Setzen Sie sich entspannt hin und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit ständig erneut auf Ihre Brust, auf das Gebiet hinter Ihrem Brustbein. Es schwierig, die Aufmerksamkeit ständig bei diesem Platz zu halten, weil die Aufmerksamkeit immer wieder wegfließt und weil wir ständig an etwas anderes denken. So funktioniert unser Denken nunmal. Wenn Sie bemerken, dass Ihre Aufmerksamkeit wieder woanders ist, richten Sie dann erneut Ihre Aufmerksamkeit auf die Stelle hinter Ihrem Brustbein, auch wenn dort nichts wahrnehm- oder fühlbar ist. Manchmal hilft es eine Hand zeitweise auf den Brustkorb zu legen. Manchmal direkt und manchmal nach einigen Tagen werden wir Spannungen und Emotionen fühlen, die durch diese Meditation aus dem Gebiet freiwerden. Zugleich beginnen wir auch die Ruhe und das sanfte und herzliche Gefühl zu erfahren, dass wir alle in diesem Gebiet mit uns tragen. Das Gebiet des Brustkorbs ist das Gebiet von dem aus wir liebevoll zu allem um uns herum sein können. Schon allein mit dieser Technik können Sie Ihr Bewusstsein aus Ihrem Kopf in Ihren Brustkorb verlagern mit der Folge, dass Sie sich ruhiger und sanfter fühlen werden, anstatt gehetzt und angespannt zu sein. Ich rate Ihnen diese Übung in Ihr Programm aufzunehmen, vielleicht erfahren Sie sie als sehr angenehm und Sie machen diese Übung dann für eine längere Zeit. Vergeben Ärger, Groll, Abscheu und andere negative Emotionen verursachen viel negative Energie, die auf die Außenwelt gerichtet ist. Jedoch verursachen diese Emotionen auch in unserem Inneren eine starke negative Energie. Durch diese negative Energie verlieren wir Wärme, Energie, wir verlieren unsere Sanftheit und Liebe. Unser Körper verkrampft sich und schmerzt. Das wollen wir jedoch nicht. Darum ... was machen wir damit? Das Elend wegräumen! 46 Aber wie tun wir das? Das Vergeben von heftigen, gemeinen oder absichtlichen Taten ist nicht so einfach. Ein Teil der Patienten ist absolut nicht bereit zu vergeben. „Niemals werde ich ihm vergeben, bis in alle Ewigkeit nicht“ höre ich regelmäßig. Aber ich werde jetzt eine Methode vorstellen, die das Vergeben selbst für sehr böse Personen möglich macht. Es ist eine Methode, die aus Hawaii stammt, der Name lautet Ho‘ Oponopono. Jedem wurde Unrecht angetan, dem einen mehr dem anderen weniger. Die eine Person ist stark betroffen durch das Unrecht, ein Anderer hat weniger Probleme damit. Während der Behandlung mache ich Patienten aufmerksam auf anwesenden Ärger. Ich erkläre Ihnen den Zusammenhang zwischen Ihren Beschwerden und dem Ärger. Manchmal sind sich die Patienten nicht einmal mehr des in ihnen anwesenden Ärgers bewusst. Sie sind daran gewöhnt, es ist ein Teil von ihnen geworden. Ich erzähle ihnen von Beispielen, bei denen die Heilung von Patienten begonnen hatte, nachdem diese heftige Dinge vergeben konnten. Wenn der Patient Einsicht in seinen Ärger und die negativen Effekte davon gewonnen hat, erkläre ich diese Methode des Vergebens. Beim Ho‘ Oponopono geht man davon aus, dass jeder von uns sein Leben kreiert aus seinem eigenen Bewusstsein. Sie kreieren alles selbst, die materiellen Dinge, die Menschen, die Sie treffen, die Ereignisse, die Sie erleben, Ihre Gesundheit, Ihr Glück oder Ihr Pech. Alles ist deshalb in Ihnen anwesend und geht aus Ihnen selbst hervor. Ihre Welt ist eine Kreation Ihres Bewusstseins. Auch derjenige, der Ihnen etwas angetan hat, ist in Ihnen und stammt aus Ihnen selbst. Wenn Sie jemandem vergeben, dann vergeben Sie jemandem in sich selbst oder Sie vergeben einem Teil von Ihrem eigenen Bewusstsein. Die Technik funktioniert wie folgt: Sitzen oder liegen Sie an einem Ort, wo Sie nicht gestört werden. Versuchen Sie denjenigen, mit dem Sie Probleme haben in sich selbst zu sehen, irgendwo in Ihrem Innern. Realisieren Sie, dass diese Person ein Teil von Ihnen selbst ist. Sprechen Sie diese Person freundlich an und sagen Sie: „Ich vergebe dir.“ Realisieren Sie erneut, dass es sich um einen Teil von Ihnen selbst handelt. Danach sagen Sie aus Ihrem Herzen heraus: „Ich liebe dich.“ und senden Liebe zu dem „negativen verirrten“ Teil von Ihrem Bewusstsein. Etwas später werden Sie einen Strom warmer Energie durch Ihren Körper hin wahrnehmen. Sie werden selbst erfahren, dass Vergeben mit Ho‘ Oponopono wirklich funktioniert. Wärme Die chinesische Heilkunde sagt: Lebensenergie kann durch Kälte, Wind und Feuchte blockiert werden. Wärme hebt Energieblockaden auf und lässt die Energie wieder fließen. Vor allem Menschen mit einer nicht so guten Gesundheit müssen vorsichtig sein mit Kälte, Wind und Feuchte. Um die Energie besser fließen zu lassen, ist alles was Wärme bringt ein Hilfsmittel, wie ein beheiztes Wasserbett, eine Wärmflasche, ein Heizkissen, eine InfrarotSauna, eine Sonnenbank, aber auch der Sommer oder ein Urlaub in einem warmen sonnigen Land. Diese leichtzugänglichen „Wärmequellen“ sind sehr wertvoll. Gebrauchen Sie sie deshalb. 47 Die chinesische Heilkunde hat auch die sogenannte Moxa-Therapie. Hierbei wird buchstäblich Wärme in den Körper gebracht. Ein Stäbchen aus gepressten Fasern oder gepresster Kohle wird angezündet und erzeugt schließlich eine intensiv wärmende Glut. Es wird mit einem kurzen Abstand über die Haut gehalten und bringt so die Wärme an Ort und Stelle in das Gewebe. Das angenehme warme Gefühl ist manchmal sogar noch nach einigen Tagen fühlbar. Die chinesische Heilkunde benutzt auch Salben und Cremes, die ein Wärmegefühl erzeugen und die Durchblutung der Haut stimulieren. Diese Salben werden oft bei Rückenschmerzen und Muskelschmerzen eingesetzt. Licht Licht ist Energie und es gibt uns Energie. Wenn der Sommer beginnt oder wir eine Woche in die Sonne fliegen, dann fühlen wir uns stets besser. Die meisten Menschen sind nach einem Sonnen-Urlaub wieder wie neugeboren. Das Licht der Sonne, die Wärme, die Ruhe und keine Verpflichtungen sind die Zutaten für einen guten Urlaub. Der heilsame Effekt der Sonne ist wahrscheinlich nicht allein dem sichtbaren Licht, sondern auch der Sonnenstrahlung in nicht sichtbaren Frequenzen zu danken. Wenn wir draußen sind, aber nicht in der direkten Sonnenstrahlung, können wir trotzdem einen heilsamen Effekt wahrnehmen. Auch künstliches Licht kann einen heilsamen Effekt auf unsere Gesundheit haben. Eine kleine Kur auf der Sonnenbank trägt dazu bei, dass wir uns besser fühlen. Kinder, die im Winter oft erkältet sind, haben großen Nutzen von einer kleinen Kur auf der Sonnenbank. Psychiater verschreiben bei schwer zu behandelnden Depressionen Lichtkuren. Auf Island sind die Tage in der Winterperiode sehr kurz und die Menschen kriegen wenig Licht. Die Anzahl der depressiven Patienten ist im Winter auf Island sehr hoch. Benutzen Sie deshalb alles künstliche und Sonnenlicht um Ihre Kondition zu verbessern. Leider müssen wir jedoch für das Sonnenlicht und auch für die Sonnenbank eine Warnung geben. Achten Sie auf die Menge, die Intensität und den UV-Gehalt des Lichts, denn das Licht kann unserer Haut auch Schaden zufügen. Diese Schäden können Hautkrebs verursachen. Zusammengefasst: Sonne und frische Luft tragen zu Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden bei. Wenn die Sonne ihre Energie über die Erde ausstrahlt, benutzen Sie sie dann. Versuchen Sie täglich, auch wenn es nur zehn Minuten sind, Sonnenstrahlung aufzunehmen. Sauna Die intensive Wärme gefolgt von einem kalten Tauchbad und einer kalten Dusche, ergeben eine deutliche Wahrnehmung der Haut und des Körpers. Die Durchblutung verbessert sich und die Muskeln entspannen sich. Wir fühlen unseren Körper mehr. Deshalb ist die Sauna eine prächtige Methode um besser in unseren Körper zu kommen. Es ist ein guter Beitrag zum Realisieren einer langanhaltenden Körperwahrnehmung und zum Realisieren eines schönen und warmen Gefühls in unserem Körper. In den skandinavischen Ländern wird viel Gebrauch gemacht von der Sauna. Viele Menschen haben sogar eine Sauna im Haus. 48 Wasser Die meisten von uns wissen nicht, dass Wasser ein lebendes Element ist und viele Informationen enthält. Es wurden viele Untersuchungen gemacht, die zeigen, dass Wasser lebt und dass es Energie und Information enthält. Wenn Wasser für längere Zeit in den Wasserleitungen verbleibt, ist es weniger vital. Sprudelndes Wasser aus einem Bergbach enthält einen Überfluss an Energie. Unser Körper besteht zu 70 % aus Wasser und kann deshalb auch beeinflusst werden durch die Information, die unser Trink- und Badewasser enthält. Wenn wir eine Dusche nehmen mit energiearmem Wasser verlieren wir Körperenergie, wir kommen kraftlos aus der Dusche. Wenn unser Duschwasser vital ist, fühlen wir uns nach einer Dusche vital und kraftvoll. Es gibt Apparate im Handel, die die natürliche Energie und Vitalität an das Leitungswasser zurückgeben. Finden Sie selbst die Qualität Ihres Wassers heraus und unternehmen Sie etwas, wenn es nötig ist. Im Rahmen meiner Praxis kann ich Sie über Methoden der Wasservitalisierung informieren. Eine kalte Dusche Die erste Herausforderung besteht darin, nicht durch die unschöne Erfahrung der Kälte getrieben den Körper vollständig mit seinem Bewusstsein zu verlassen. Wenn wir unsere gesamte Aufmerksamkeit im Körper zentrieren, haben wir keine Probleme mit der Kälte. Nach der kalten Dusche bemerken wir eine angenehm frische Körperwahrnehmung, die ein Nachfolge-Effekt ist. Das funktioniert nicht bei jemandem, bei dem der Energiefluss und die Gesundheit unzureichend sind. Dann wirkt die Kälte energieblockierend. Wenn jedoch ein guter Energiefluss besteht, ist diese Kälte ein Reiz, der den Körper neben einem besseren Energiefluss auch zur eigenen Wärmeproduktion anspornt. Probieren Sie einmal aus in Ihrer Kraft zu bleiben, wenn das kalte Wasser über Ihren Körper strömt. Sie können auch probieren für einige Minuten nur mit Ihren Unterbeinen in einer Tonne mit kaltem Wasser zu stehen. Hierdurch kann die Körperwahrnehmung in den Beinen stark zunehmen. In Deutschland wird das oft als Behandlung angewandt, es wird Kneipp-Therapie genannt. Für Menschen, die nichts fühlen, ist das ein sehr zu empfehlendes Experiment. Ein warmes Bad Die Japaner nehmen oft ein warmes Bad um sich zu entspannen. Sie arbeiten hart und haben lange Arbeitstage. Sie können sich vorstellen wie energieraubend ihre Lebensweise ist. Der japanische Arbeiter weiß, wie er den Tag hinter sich lassen und entspannen kann. Ihre Bäder sind ausgestattet mit Zeitschaltuhr und Thermostat. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen, hat die Zeitschaltuhr dafür gesorgt, dass das Wasser im Bad behaglich warm ist. Das Wasser bleibt im Bad und wird einmal in der Woche gewechselt. Nach einer kurzen Dusche, um sich zu waschen, setzt sich der japanische Arbeiter für eine Stunde in das warme Bad. Diese Stunde ist heilig, er darf nicht gestört werden. Die Ruhe und das warme Wasser bringen Entspannung, der schwer belastete Arbeiter kann auf diese Weise 49 wieder zu sich selbst kommen. Danach genießt er oder sie entspannt das Abendessen. Kürzlich besuchte eine 55 jährige unverheiratete Sekretärin meine Sprechstunde. Nach einer Entlassung vor einigen Jahren war sie in ein tiefes Loch gefallen. Ich konnte ihr seinerzeit aus der Depression helfen. Für einen Check-up kommt sie jetzt noch einmal pro Jahr in meine Praxis, zur Zeit geht es ihr sehr gut. Ich bat sie mir alle Faktoren aufzuzählen, die dazu beigetragen haben, dass es ihr nun so gut geht. Als erstes sagte sie: „Mindestens 4 Tage in der Woche ist der ganze Abend für mich selbst. Ich ziehe den Telefonstecker aus der Steckdose und gehe für eine Stunde in ein warmes Wannenbad. Danach sitze ich entspannt auf der Couch mit einem Buch. Das warme Wannenbad hat mir seinerzeit durch meine schwierige Zeit geholfen. Sie hatten mir damals von den Japanern erzählt, die nach der Arbeit in ein warmes Bad gingen.“ Sie fährt fort: „ Das warme Bad tut mir gut, aber auch die Tatsache, dass ich mir alle Aufmerksamkeit schenke. Früher verwendete ich all meine Aufmerksamkeit und Zeit für andere, für mich selbst blieb ständig wenig Zeit übrig. Jetzt verschenke ich nur noch Aufmerksamkeit an echte Freunde. Außerdem tut es mir gut, dass ich auf Arbeit nette Kollegen habe und, dass ich einige echte Freunde habe. Wenn es Frühling und Sommer wird, geht es mir noch besser durch die Wärme der Sonne.“ Reinigungsdiät Das Ziel einer Reinigungsdiät ist das bessere Funktionieren des Verdauungstraktes aber auch eine Reinigung von Spannungen und Emotionen. Durch die Diät werden Ihre Därme gründlich entleert und es fühlt sich an, als ob Ihr Magen und Ihre Därme gereinigt und aktiviert werden. Die psychische Reinigung entsteht wahrscheinlich durch den veränderten Stoffwechsel während der Diät, wir bemerken Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und emotionale Instabilität. Der Körper kriegt keine Nahrung angeboten und muss deshalb die Nahrung aus dem eigenen Körper (Fettgewebe) holen. Es scheint, dass der Körper durch das Hungern die Verkrampfungen und Blockaden nicht mehr so gut festhalten kann. Wir sehen oft, dass Emotionen während des Hungerns freiwerden und dass Verkrampfungen und Spannungen losgelassen werden. Es gibt viele Arten von Reinigungsdiäten. Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Essen Sie für eine Woche keine feste Nahrung sondern nehmen Sie nur noch Getränke wie Tee, frischgepresste Fruchtsäfte und Wasser zu sich. Eventuell nehmen Sie zu Beginn der Kur ein Abführmittel, um den Darm zu reinigen. Nach einer Woche beginnen Sie wieder vorsichtig mit fester Nahrung. Selbstverständlich verträgt Ihr Magen/Darm zu diesem Zeitpunkt keine schwere Mahlzeit. Beginnen Sie zum Beispiel mit einigen Zwieback und einem geraspeltem Apfel. Diese Reinigungsdiät oder eine Variante davon ist eine Behandlung, die Sie selbst machen können. Am besten wählen Sie dazu eine Zeit aus, in der Sie nicht arbeiten müssen. Die Reinigungsdiät kommt dann besser zur Geltung. Auch eine ruhige Umgebung kann einen positiven Effekt auf diese Woche ohne Nahrung haben. 50 Gesunde Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Stärkungsmittel 1. 2. 3. 4. 5. In unserem Körper finden zahlreiche chemische Prozesse statt. Wir können das Funktionieren unseres Körpers aus biochemischer Sicht betrachten, wir können das Funktionieren auf zellulärer Ebene untersuchen oder wir können das Ganze aus atomarer Sicht betrachten. Verschiedene Vitamine, Mineralien und andere chemische Stoffe sind notwendig damit die Stoffwechselprozesse stattfinden können. Unser Stoffwechsel und unser Körper sind von diesen Prozessen abhängig. Bei Mängeln können sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden entstehen. Die Zusammenstellung und die Aufnahme unserer Nahrung sind darum sehr wichtig. Einige Ratschläge: Essen Sie abwechslungsreich und ausreichend frisches Gemüse. Nahrung hat neben seinem Nahrungsgehalt auch einen energetischen Wert. Frische Produkte haben neben dem Nahrungswert einen höheren energetischen Wert. In Fabriken verarbeitete Nahrungsmittel sind oft energiearm. Kauen Sie Ihre Nahrung gut durch. Für eine gute Nahrungsverwertung ist es unerlässlich, dass Ihre Nahrung feingekaut ist. Die Verdauungssäfte können erst wirksam sein, wenn sie mit kleinen Nahrungsteilchen in Kontakt kommen. Größere Stücken werden nur an der Oberfläche verdaut, der Kern des Nahrungsbrocken gelangt unverdaut in den Dickdarm und durchläuft dort einen Fäulnisprozess. Die Abfallstoffe von so einem Fäulnisprozess können sich anschließend in unserem Körper ausbreiten und schädlich sein. Essen Sie in Maßen, hören Sie auf zu essen kurz bevor Sie das Gefühl haben, dass Ihr Magen ausreichend gefüllt ist. Nehmen Sie täglich mindestens ein gutes Multivitamin-, Vitamin C- und eventuell Vitamin B-Präparat zu sich (vor allem für Vegetarier ist die zusätzliche Einnahme von Vitamin B sehr wichtig). Falls notwendig nehmen Sie zusätzlich Kräuter oder Supplemente um die Körperfunktionen zu stimulieren. Ginseng, Ginkgo, Biloba, Ingwer, Kräuterpräparate aus der tibetanischen Ayurveda- oder chinesischen Heilkunde, Mariadiestel, Rosmarin, Knoblauch, Melantonin, DHEA usw. Schauen Sie sich einmal in einer Apotheke, einer Drogerie oder einem Reformhaus um und probieren Sie etwas aus. Womöglich bemerken Sie von einem oder mehreren Mitteln einen positiven Effekt auf Ihr Wohlbefinden. Pflegen Sie Ihre Zähne Ihr Gebiss brauchen Sie für das Kauen Ihrer Nahrung. Ihr Gebiss ist jedoch gleichzeitig auch sehr wichtig als Durchlaufstation der Körperenergie. Entzündete Zähne oder Zahnwurzeln behindern den Energiefluss durch Ihren Körper. Darum ist es wichtig, dass Ihr Gebiss gut gepflegt wird, sowohl von Ihnen selbst als auch von Ihrem Zahnarzt. Bei Zahnärzten sollten Sei aufmerksam sein. Auch Zahnärzte sollten etwas wissen über das energetische funktionieren von Zähnen und Kiefern. Sie sollten auch komplett aufhören Amalgan als Füllung für Zähne zu benutzen. Amalgan ist eine Mischung aus Silber und Quecksilber. Ein mit dieser Substanz gefüllter Zahn sendet Energien aus, die sich blockierend auf die Energiebahn, die den Zahn betrifft, auswirkt. Außerdem gibt das Amalgan ständig kleine Mengen von Quecksilber ab, was 51 für unseren Körper giftig ist. Warum sollten Sie ein Giftdepot implantieren lassen, wenn es sicheres Füllmaterial gibt, das fast genauso haltbar ist wie Amalgan. Was ist zu tun, wenn Sie bereits Amalgan- Füllungen haben? Gehen Sie zu Ihrem Zahnarzt und bitten Sie ihn alle Amalgan- Füllungen zu entfernen. Fragen sie auch nach einer Amalgan- Ausleitungs-Therapie und führen sie diese parallel durch. Ihre Wohnumgebung, Ihr Haus und Ihr Telefon Es ist sehr wichtig, dass Sie sich in Ihrem Haus wohlfühlen. Wenn sie eine Wohnung/ein Haus aussuchen, versuchen sie während der Besichtigung für einen kleinen Moment bei Ihrem Gefühl zu sein. Versuchen Sie zu fühlen, welche Erfahrung in Ihrem Köper fühlbar ist. Ein Haus müssen Sie auswählen mit der Wahrnehmung, die in Ihrem Körper aufsteigt, wenn Sie durch das Haus laufen. Daneben können Sie auch ein wenig Ihren Verstand gebrauchen. Wenn es sich kalt und angespannt anfühlt, suchen Sie dann weiter bis Sie in ein Haus kommen, in dem Sie das Gefühl nach Hause zu kommen oder zu entspannen. Schauen Sie danach wie viele Garagen es gibt und wie die Maße der Zimmer und der Küche sind. Achten Sie auf die Einrichtung und die Farben. Fühlen Sie jedes Mal, ob Sie sich gut fühlen. Wenn Sie Ihr Schlafzimmer oder Ihr Wohnzimmer neu tapezieren oder anders streichen wollen, versuchen Sie sich dann vorzustellen, dass Sie sich in dem Zimmer mit den neuen Farben befinden und fühlen Sie dann, was die Farben mit Ihnen machen. Verändern Sie die Farben so lange bis es sich für Sie gut anfühlt. Den Platz auszusuchen, an den Ihr Bett gestellt wird, ist danach von größtem Belang. Jeder Platz hat seine eigene Energie-Ausstrahlung. Es gibt Plätze, wo Energien herrschen, die sehr schädlich und unangenehm sind für alle lebenden Wesen, egal ob es nun Menschen, Tiere oder Pflanzen sind. Wir nennen diese Erscheinungen „geopathische Störung“. Das bedeutet: Aus der Erde krankmachend. Ich kann Ihnen versichern, dass diese lokalen Energien bestehen und, dass Sie darauf gut achten müssen. Meistens achten wir nicht auf unser Gefühl, wenn in einen Raum treten. Wenn wir uns plötzlich unwohl fühlen, sehen wir jedoch keinen Zusammenhang zwischen der Energie des Raumes und unserem Unwohlsein oder unserem Blackout. Um geopathische Störungen zu untersuchen habe ich mich eingefühlt in verschiedene geopathisch schwer belastete Häuser. Ich hatte das Gefühl, dass ich wegsackte und musste mich festhalten. Danach bemerkte ich, dass es mich Anstrengung kostete um wach und klar zu bleiben. Ich bemerkte, dass ich nicht ein einziges Gefühl in meinem Körper erspüren konnte, alles schien in meinen Kopf gedrückt zu werden. Beim Verlassen des Zimmers kam ich wieder zu mir. Und jedes Mal, wenn ich wieder diesen ungesunden Raum besuchte, bemerkte ich das unangenehme Gefühl und verlor ich wieder teilweise den Kontakt mit meinem Körper. Für mich war klar, dass eine Person, die in dieser Energie lebte, kein Körpergefühl haben konnte und extrem müde und abwesend sein musste. Ein Aufenthalt von mehreren Wochen in dieser negativen Energie macht den Körper energielos, einige Monate in dieser Energie würden sicherlich zu Krankheiten führen. Derjenige, der selbst nicht im Stande ist den energetischen Zustand seines Schlafplatzes zu fühlen, kann dazu auch einen Therapeuten oder einen so genannten Wünschelruten-Gänger um Rat fragen. Mit der Wünschelrute oder mit einer so genannten Lecher-Antenne können positive und negative Energiebahnen 52 aufgespürt werden. Es gibt Wünschelruten-Gänger, die raten das Bett außerhalb der Energiebahnen zu stellen, andere haben Methoden die schlechte Strahlung zu blockieren oder zu neutralisieren. Ich habe gesehen und gefühlt, wie ein Haus mit bestimmten Salzen entstört wurde, es funktioniert wirklich! Der Unterschied ist extrem und ich denke, dass beinahe jeder mit ein bisschen Übung den Unterschied vor und nach Entstörung fühlen kann. Ein unbehaglich unruhiges und kühles Gefühl wird durch die Korrektur verändert in ein warmes und angenehmes Gefühl. Es ist ebenfalls wichtig, elektrische Leitungen und Kabel einige Meter außerhalb des Schlafplatzes zu halten. Also keine elektrisch verstellbare Matratze, keine Lampe, kein elektrischer Wecker oder ein mobiles Telefon ganz dicht neben Ihrem Bett. Ich sah Patienten mit ernsthaften Erkrankungen genesen nachdem elektrische Geräte oder elektrischen Kabel, die neben oder unter dem Bett lagen, entfernt wurden. Meiner Meinung nach gibt es viel zuwenig Aufmerksamkeit für Erforschungen über die Erscheinungen der geopathischen Störung. Zahlreiche körperliche und psychische Probleme entstehen, weil geopathische Störungen unbemerkt die Chance kriegen ihren Schaden anzurichten. Ich frage mich selbst ständig, wie es möglich sein kann, dass die landesweit Verantwortlichen für das Gesundheitswesen dieses wichtige Gebiet nicht kennen und nicht sehen. Auch sehen wir nicht, oder wollen wir nicht sehen, welcher Gesundheitsschaden angerichtet wird, durch die Impulse, die wir aufnehmen durch Handys, drahtlose Telefone und kabellose Internetverbindungen. Weil es kaum wahrzunehmende Impulse sind und weil der schädliche Effekt erst allmählich eintritt, bemerken wir den Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Wellen und den Gesundheitsschäden nicht. Auch wissenschaftlich ist der negative Effekt von elektromagnetischer Strahlung schwierig nachzuweisen. Hierzu ein Beispiel. Einen Vormittag bin ich mit jemandem mitgegangen, der Häuser auf schädliche Strahlung verschiedener Arten untersucht. Die direkte Veranlassung gab ein sieben Monate altes Baby, das monatelang Ekzeme und Ohrenentzündungen hatte. Wir hatten ein Gerät dabei, das elektromagnetische Strahlung hörbar macht und das gleichzeitig die Intensität misst. Beim Vermessen des Kinderzimmers wurde ein kräftiger Impuls hörbar, die nach weiterer Untersuchung aus dem drahtlosen Haustelefon kam. Jede Sekunde meldet sich das Gerät bei der Hauptstation an und die Hauptstation beantwortet diesen elektromagnetischen Impuls. Ich hatte dabei das Gefühl, das Baby würde jede Sekunde an seinem ganzen Rumpf angetippt, wobei es gleichzeitig probierte diesem Antippen auszuweichen. Um dieses unangenehme „Antipp-Gefühl“ weniger zu spüren, hatte das junge Kind schon starke Blockaden errichtet um nicht zu fühlen. Für mich selbst war plötzlich klar, warum das Kind krank war. Für die Eltern war es genauso deutlich. Die Telefon-Station wurde ausgeschaltet und ich habe gehört, dass das Kind einige Wochen später beschwerdefrei war. In meinem eigenen Haus habe ich die drahtlosen Telefone entfernt. Wir haben wieder altmodische Telefone mit einem Kabel. Wir finden es schon etwas unpraktisch, aber früher ging es auch ohne drahtloses Haustelefon. Geborgenheit Das Gefühl von Geborgenheit ist ein sehr kraftvolles Hilfsmittel, durch das wir optimal mit unserem Körper in Kontakt kommen können. Wenn wir uns 53 geborgen und sicher fühlen, wenn Angst und Furcht abwesend sind, können wir das Angespanntsein loslassen. Durch unschöne und schwierige Lebenserfahrungen haben wir begonnen uns unsicher zu fühlen. Unsere Geborgenheit haben wir verloren und dadurch ist unser Körper angespannt und blockiert geworden. Das Maß der Blockierung können wir ablesen an dem Maß, wie unsere Muskeln angespannt sind, unsere Haltung erstarrt ist und einer oberflächlichen Atmung. Das Maß der Geborgenheit in unserem Erwachsenenleben wird auch zu einem großen Teil mitbestimmt durch das Maß der Harmonie und Geborgenheit, die in unserer elterlichen Familie anwesend waren. Wenn die Eltern ein Gefühl der Geborgenheit hatten, haben die Kinder dieses Gefühl übernommen. Genauso gut ist es auch möglich, dass wir unbewusst ein Gefühl der Unsicherheit von einem oder beiden Elternteilen übernommen haben. Das Fehlen der Geborgenheit oder die Anwesenheit des Gefühls der Unsicherheit und von ständig wachsam sein zu müssen, sind einige der größeren Gesundheitsgefahren. Um die Gefühle der Unsicherheit und Angst außerhalb unserer Wahrnehmung zu halten, errichten wir an verschiedenen Stellen Blockaden für die Körperenergie. Hierdurch wird der Durchfluss der Körperenergie zum Gerinnen gebracht und gestört. Wir fühlen uns nicht gut und in einem späteren Stadium wird unser Körper krank. Doch was macht die Geborgenheit mit uns? Wenn wir Geborgenheit erfahren, erfahren wir ein Gefühl von Sicherheit und wir entspannen uns. Wir hören auf den Energiefluss zu blockieren und unsere Energie beginnt zu fließen. Wir beginnen uns gut zu fühlen und unser Körper wird gesünder. Geborgenheit ist eine der besten Medizinen. Wenn Sie etwas Gutes für die Gesundheit eines anderen lebenden Wesen, Mensch, Tier oder sogar eine Pflanze tun wollen, dann geben Sie ihnen eine ordentliche Portion Geborgenheit. Ein gutes Beispiel ist die Geborgenheit, die die meisten Eltern für ihre Kinder kreieren, dadurch, dass sie im Stande sind bedingungslose Liebe an ihre Kinder zu geben. Es ist egal, wie schlecht oder negativ das Kind ist, meistens geben die Eltern weiterhin Liebe an ihre Kinder. Das Risiko, dass das Kind abgewiesen wird, ist sehr klein. Weil das Kind bedingungslose Liebe empfängt, kann es sich sicher und geborgen fühlen. Unsere Mitmenschen sind nicht unsere Kinder. Wenn wir uns in unserer Alltagswelt umsehen, dann müssen wir leider feststellen, dass es augenscheinlich schwierig ist solch eine bedingungslose Liebe und Geborgenheit an unsere Mitmenschen zu verteilen. Manche Menschen fühlen mit ihren Mitmenschen und sind im Stande Mitgefühl zu haben. Aber wir sehen und kennen auch alle das andere Extrem: Menschen, die kein Gefühl für ihre Mitmenschen haben. Doch ist die Tatsache, dass wir nicht optimal mit unseren Mitmenschen umgehen, die Ursache für unsere Unsicherheit, unsere Einsamkeit, unsere Armut, unsere Krankheiten, für unser Unglück usw. Lassen Sie uns weiterhin auf eine bessere Welt hoffen! 54 Wenn Sie selbst ungenügend im Fluss sind, sich nicht gut fühlen, probieren Sie dann auf jeden Fall Geborgenheit zu erlangen. Suchen Sie die Geborgenheit auf, es wirkt unglaublich. Kokosmatte Für einen Tag habe ich einmal einen Psychiater begleitet, der seinen Patienten anriet regelmäßig eine halbe Stunde nackt unter einem dünnen Laken mit dem Rücken auf einer harten Kokosmatte zu liegen. Eine Haltung, bei der die Beine auf einem Stuhl liegen und der Rücken auf der Kokosmatte soll die beste sein. Seiner Erfahrung nach verbesserte sich hierdurch das Körperbewusstsein. Probieren Sie es einmal aus! Entspannen, genießen, Urlaub, Freunde Wenn wir in einer Umgebung mit freundlichen, sanften Menschen um uns herum, ohne Verpflichtungen und Aufgaben verkehren, dann ist diese Situation einladend und sicher für unsere Seele um intensiven Kontakt mit unserem 55 Körper herzustellen. Außerdem machen wir im Urlaub oft Dinge, die unser Körper schön findet und die wir genießen können: gutes Essen, schwimmen, wandern, Rad fahren, saunieren usw. Durch das Genießen kommen wir wieder mehr in Kontakt mit unserem Körper. Eine andere Ursache der entspannenden Wirkung des Urlaubs besteht darin, dass wir für eine Zeit weit weg sind von unseren Aufgaben und Verpflichtungen. Bei Menschen, die überarbeitet sind und die keinen Kontakt mit ihrem Körper haben, wodurch die Körperenergie über den obersten Teil des Körpers aus dem Körper weg, hin zu einer Vielfalt von Aufgaben und Verpflichtungen schwebt, kann eine Woche Urlaub oft Wunder bewirken. Noch eine Anmerkung zum Genießen: Ich höre regelmäßig das Folgende: „Ich kann nicht genießen, ich habe es niemals getan und ich habe das niemals gelernt. Ich habe früher zu Hause immer sehr hart arbeiten müssen und ich habe nur meinen Vater und meine Mutter als Vorbild gesehen, die beide ihr Leben lang hart gearbeitet haben. Ich habe nicht gelernt für mich Zeit zu nehmen und zu genießen.“ Wenn Sie darin etwas von sich selbst erkennen, realisieren Sie dann, dass Sie den Automatismus zum Genießen bei sich haben. Sie können das nur verändern, wenn Sie beginnen das bewusste Genießen in Ihr Leben einplanen und üben. Das klinkt etwas ungewöhnlich, aber ganze Volksstämme können nicht wirklich genießen. Genießen ist jedoch eines der wichtigsten Hilfsmittel um gut mit dem Körper verbunden zu sein und es ist eine unserer wichtigsten Quellen unserer Lebensenergie. Lassen Sie diese Art der Energiegewinnung deshalb nicht ungenutzt. Mein Rat: Schreiben Sie auf, was Sie echt genießen können, wählen Sie aus und planen Sie Genusszeiten ein. Liebe, Beziehung Das Wertvollste um das Band mit Ihnen selbst wieder herzustellen, kann eine Beziehung sein. Die bedingungslose Liebe, die Anerkennung, jeder körperliche Kontakt, die Aufmerksamkeit für den Körper und die Sexualität sind kraftvolle Mittel zu sich zu kommen. Je intensiver die Liebe, desto einfacher strömt die Energie durch unseren Körper. Es ist der optimale Energiefluss, der das angenehme Gefühl der Verliebtheit entstehen lässt. Alleinstehend zu sein ist ungesund. Sie lassen dann wirklich eines der wirkungsvollsten Mittel um mit sich selbst in Kontakt zu kommen außer acht. Wenn Sie alleinstehend sind, ist einer Ihrer Handlungspunkte: Suchen sie intensiv nach Menschen mit denen Sie eine Freundschaft oder eine Beziehung aufbauen können. Verwenden Sie einen großen Teil Ihrer Zeit dafür. Selbst eine mäßige Beziehung ist oft besser als keine Beziehung. Ein Mensch ist ein Wesen, das Kontakt äußerst nötig hat. Für manche ist es schwierig sich in einer Beziehung sicher zu fühlen und sich an einen anderen hinzugeben. Oft spielen alte Ängste eine Rolle, die uns daran hindern uns vollständig hinzugeben. Vor allem viele Frauen, aber auch Männer haben Angst vor Sexualität und Intimität. Selbst einfache traumatische Erfahrungen in ihren jungen Leben können die Ursache von Ängsten und Blockaden sein, die die Intimität und Sexualität betreffen. Leider wird in unserer Gesellschaft dem Behandeln dieser Blockaden sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Außerdem sind die Therapien um diese Blockaden zu behandeln schwierig und intensiv. Diese unverarbeiteten Emotionen und Blockaden sind 56 jedoch die Ursache, dass der Energiefluss zum Becken und zu den Beinen nicht möglich ist. Der Energiefluss zum Becken und den Beinen ist sehr wichtig, dadurch fühlen wir uns gut. Ein guter Energiefluss in Becken und Beinen gibt uns ein sicheres und ruhiges Gefühl. Wir erfahren dann das Gefühl, dass wir kraftvoll auf unseren Beinen sicher in dieser Welt stehen. Darum ist eine Behandlung von sexuellen Blockaden und Ängsten nicht nur wichtig um die Sexualität zu verbessern, auch unsere gesamte Gesundheit davon abhängig und auf diesem Fundament aufgebaut. Eine Beziehung ist übrigens eine komplizierte Konstruktion: Nach einiger Zeit scheinen wir nicht mehr nur bedingungslose Liebe in die Beziehung einzubringen sondern auch als das Elend, das wir in unserem Leben erfahren und nicht verarbeitet haben. Dann sind die positiven Effekte der Beziehung oft schwer zu finden. Wir können erst dann wirklichen Nutzen aus einer Beziehung ziehen, wenn wir in unserem Wachstumsprozess zum Heilsein, in dem Prozess einen guten Kontakt mit unserem Körper und mit unserem Gefühl zu erlangen, gefordert sind. Erst dann können wir gegenseitig erspüren welche der Bedürfnisse und der Lebensideale von unserem Partner sind. Egal, was für eine Beziehung Sie auch führen, probieren Sie aus den Aspekten, die Sie genießen können, Nutzen zu ziehen und dadurch mehr zu sich selbst zu kommen. Probieren Sie das alltägliche Leben zu fühlen und zu erfahren, denn dann sind Sie in Ihrem Körper. Weichen Sie nicht aus und entfliehen Sie dem Fühlen nicht. Wenn wir fühlen und erleben, wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit in unserem Körper anwesend sind, erfahren wir eine andere Welt als wenn wir nur mit unserem Kopf und unserem Denken in Verbindung stehen. Ein erster Schritt hin zu - Bewusstsein - ist es sich selbst bewusst zu werden, dass Ihr Bewusstsein vor allem in Ihrem denkenden Kopf und minimal in Ihren Körper anwesend ist. Jedes Mal wenn wir erneut die Aufmerksamkeit vom Denken abwenden und auf den Körper richten, verbleiben wir stets häufiger und länger in unserem Körper. Schließlich bleibt ein Teil unseres Bewusstseins beständig mit unserem Körper verbunden, ohne dass wir uns bewusst darum bemühen müssen. Was können wir tun um in Zukunft auf keinen Fall noch mehr außerhalb von uns selbst zu leben? Oder, wie verhindern wir, dass wir noch mehr unverarbeitete Dinge in unserem Körper einlagern? Die Antwort ist einfach: Halten Sie Kontakt mit Ihrem Körper. Probieren Sie jede Stelle Ihres Körpers zu fühlen. Halten Sie die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet. Beschäftigen Sie sich nicht stundenlang mit Aktivitäten außerhalb Ihres Körpers und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht stundenlang auf Dinge außerhalb Ihres Körpers. Begrenzen Sie stundenlanges Arbeiten, stundenlanges Grübeln über Probleme außerhalb von Ihnen, stundenlanges Fernsehen und alle andere Dinge außerhalb Ihres Körpers. Schränken Sie alles ein, wobei Ihr Körper nicht mit einbezogen wird. Wenn die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet ist, dann ist es unmöglich eine Emotion oder einen unangenehmen Gedanken nicht zu fühlen. Die Emotionen werden eine Empfindung im Körper erwecken, eine Schwingung, eine Wärmegefühl, ein Prickeln oder eine andere Wahrnehmung. Wenn Sie auf dem Niveau der Wahrnehmung bleiben, verarbeiten Sie und Sie lagern nichts ein. 57 Nehmen Sie keine Mittel, die das Band mit Ihrem Körper vermindern oder ganz aufheben, wie z. B. Alkohol, Beruhigungsmittel, Drogen, Kokain usw. Diese Mittel unterbrechen den Kontakt zwischen Ihrem Bewusstsein und Ihrem Körper und erlösen Sie dadurch kurzzeitig von Ihren schmerzvollen Gefühlen in Ihrem Körper. Wenn die Wirkung des Mittels aufhört, kommen Sie wieder zurück auf die Erde, wieder in Ihren Körper. Die Verbindung ist dann oft beschädigt und die Gefühle sind nur noch schlechter und schmerzvoller geworden. Konsumieren Sie deshalb keine bewusstseinserweiternden und süchtig machenden Mittel. Ich selbst habe wenig Erfahrung mit diesen Mitteln. Jedoch hatte ich einmal eine Erfahrung mit diesen Mitteln, die meine Vorstellungskraft stark erweitert hat. Davon möchte ich Ihnen berichten: Ein Therapeuten-Kollege trug ein sehr besonderes Schmuckstück an einer Halskette auf seiner Brust. Er erklärte, dass es ein energetisches Schmuckstück wäre, dass Guus de Jager hergestellt hätte. Guus de Jager war ein Goldschmied, der sich spezialisiert hatte auf das Herstellen von energetischen Schmuckstücken. Ich konnte das Schmuckstück festhalten und fühlte sofort die Ausstrahlung von Wärme und Energie. Ich war neugierig geworden und eine Woche später besuchte ich diesen besonderen Künstler gemeinsam mit zwei meiner Kollegen. Er erzählte etwas über die Hintergründe und die Wirkungsweise von diesen Schmuckstücken, über andere Dimensionen und andere Energien. Ich konnte es nicht vollständig verstehen. Um es noch besser verstehen zu können, schlug Guus vor, dass ich einen Blick in eine andere Dimension werfen sollte. Er schlug vor, dass ich einen Zug von einer kleinen Pfeife nehmen sollte, die mit Grashalmen einer Pflanze gestopft war, die helfen kann andere Dimensionen zu betreten. Er erzählte, dass es genauso ein Mittel sei, wie die bewusstseinserweiternden Mittel, die die Indianer bei Ritualen gebrauchen. Eines seines Schmuckstücke musste ich meinen Händen halten und so mitnehmen in die andere Dimension. Nach zwei tiefen Zügen war ich nicht mehr in Kontakt mit der Welt. Es war eine sehr seltsame Empfindung. Ich sah das Zimmer und die anderen Personen nicht mehr, hörte aber sehr wohl in der Ferne Guus de Jager sprechen. Es war sehr eigenartig, aber ich hatte keine Angst. Jedoch machte ich mir Sorgen um meinen Körper. Ich fühlte ihn nicht mehr und fragte mich, ob mein Körper weiterhin atmen würde. Ich konnte es überhaupt nicht kontrollieren. Auch der Kontakt mit Guus bestand nicht mehr. Mein Denkvermögen war genauso wie immer. Ich fühlte, dass ich aus einer Art kristallklarer Energie bestand; ich konnte sehen, denken und meine Aufmerksamkeit auf Dinge außerhalb von mir selbst richten. Das Schmuckstück in meinen Händen war wunderschön und es kamen ganze Bündel von Strahlen in allerlei Farben aus ihm hervor. Ich fühlte eine sehr starke Neugier. Ich hatte eine Art Boden unter mir, den ich mit Hilfe meiner Gedanken in seiner Farbe verändern konnte und den ich sich bewegen lassen konnte. Ich war erstaunt über die Tatsache, dass nichts von mir übrig war außer der Geist, der ein sehr großes Wissen über viele Sachen hatte und der mit seiner Aufmerksamkeit überall hingelangen konnte. Ich hatte keine Masse, ich war kristallklar aber ich war komplett anwesend mit all diesem Wissen und mit dem Verlangen das alles noch besser verstehen zu können. Nach einiger Zeit begann ich allmählich zurückzukehren von dieser Reise. Allmählich kam ich wieder in Kontakt mit meinem Körper. Langsam erkannte ich wieder Guus de Jager, meine Kollegen und das Zimmer. Das Bewusstsein baute wieder eine Verbindung mit meinem Körper auf und nach ungefähr 45 Minuten fühlte ich mich wieder ein bisschen normal. Das Wiederherstellen der Verbindung an meinen Körper war sehr 58 außergewöhnlich. Ich weiß nicht wie lange es gedauert hat. Später erzählte mir Guus, dass ich ungefähr 20 Minuten nicht ansprechbar gewesen sei. Am Tag danach bemerkte ich keine Nachwirkungen von diesem Ausflug in eine andere Dimension, aber ich war um eine Erfahrung reicher. Durch diese Erfahrung habe ich selbst eine bessere Einsicht gewonnen, was Bewusstsein ist. Ich habe das Experiment nicht mehr wiederholt. Ich bin doch etwas ängstlich, was diese Mittel betrifft, vor allem weil auch Mittel dazwischen sein können, die süchtig machen. Soviel zu dieser Erfahrung. Noch einmal möchte ich Sie warnen, vor allem vor harten Drogen: Einmal probiert und es ist bereits geschehen, der Ruf nach mehr ist da und der Konsument ist süchtig. Deshalb, besser die Finger davon lassen. Die sog. sanften Drogen sind etwas weniger gefährlich, aber es bleibt wichtig, dass Sie erst Informationen einholen vor dem Gebrauch. Ich selbst rate Ihnen auch davon ab. Es gibt genügend andere Mittel und Wege, die helfen können sich besser zu fühlen. Wie sieht es nun mit der Sucht rauchen aus? Rauchen hilft Ihnen sich besser zu fühlen und nimmt etwas Spannung weg. Eigentlich ist es ein gutes Mittel, wenn da nicht die starken negativen Nebenwirkungen auf unsere Gesundheit wären. Die Nebenwirkungen sind so stark, dass es besser ist nicht zu rauchen. Der Ratschlag an alle noch rauchenden Menschen: Probieren Sie auf andere Art und Weise ein angenehmes Körpergefühl zu kriegen. Ich denke, dass das Rauchen jeweils kurzzeitig einen besseren Energiedurchfluss bringt und dadurch Stress und Spannungen durchfließen können. Es entsteht dann eine bessere Energieverteilung, hierdurch fühlen wir uns sofort kurzzeitig besser. Die Sucht nach Süßigkeiten: Alle Leckereien, die wir konsumieren, helfen uns uns besser zu fühlen. Wenn das jedoch zu Übergewicht führt, dann gilt dasselbe wie für das Rauchen: Probieren Sie auf andere Art und Weise das angenehme Körpergefühl zu erlangen. Manchmal naschen wir, weil wir wenig Aufmerksamkeit und Liebe kriegen. Versuchen Sie auf jeden Fall die Ursache für Ihre Naschsucht zu entdecken. Nun will ich Ihnen vorschlagen ans Werk zu gehen, allein oder mit Begleitung, individuell oder in einer Gruppe. Wir üben Massage, Gymnastik, Atmungstechniken und andere Techniken, die uns ansprechen. Wir probieren bei jeder Übung aufmerksam die Wahrnehmungen in unserem Körper zu erfahren und von unserem Kopf in unseren Körper zu sacken. Wir versuchen die Erfahrungsübungen kräftig und eindringlicher zu machen, so dass wir sie tiefer in unserem verlassenen Körper fühlen können. Versuchen Sie das irdische Leben auch mit seinem Schmerz, seiner Einsamkeit, seinem Kummer, seiner Angst, seiner Wut usw. zu akzeptieren und sich damit zu identifizieren. Nach und nach werden einige unter Ihnen durch die Übungen erfahren, dass hinter den Blockaden und Absperrungen eine große Vielfalt unverarbeiteter Emotionen liegt. Dieser Einlagerungsplatz für Emotionen kann als eine beängstigende Empfindung spürbar sein. Es ist wichtig, dass Sie stark und kräftig genug sind um diese Emotionen zu fühlen und zu spüren, um sie danach wieder loszulassen. Es ist wichtig, dass Sie sich von innen gut und stabil fühlen. Wenn wir nicht stark genug sind, haben wir nicht genügend Kraft um uns von der Fülle der 59 Emotionen zu distanzieren. Diese können so heftig auf unser Bewusstsein einwirken, dass es nicht mehr anständig funktionieren kann. Für diejenigen, die sich nicht gut von den unverarbeiteten Emotionen lösen können, ist es von Belang, dass sie Ablenkung suchen in Dingen, die die Aufmerksamkeit von dem Gefühlsberg ablenken. Es ist auch ratsam einen erfahrenen Therapeuten um Hilfe zu bitten. Je mehr wir im Stande sind die Konfrontation mit unseren Emotionen einzugehen und diese zu verarbeiten, um so häufiger und intensiver können wir uns mit unseren Gefühlen konfrontieren. Kapitel 7 Die täglichen Übungen Körperbewegung, Dusche, Sauna, ruhig sitzen und fühlen In unserer Gesellschaft mit all ihren Merkmalen und Regeln ist es schwierig gut mit unsrem Körper verbunden zu bleiben. Wenn Sie nach einer bestmöglichen Verbindung mit Ihrem Körper streben, dann müssen Sie täglich etwas dafür tun. Der zentrale Punkt besteht darin, dass Sie zu fühlen lernen müssen. Die folgenden Aktivitäten dienen dazu, dass Sie Ihren Körper mehr fühlen können. Morgengymnastik Als erstes will ich das Thema Morgengymnastik besprechen. Sie haben gewiss schon einmal gesehen, wie ein Tier sich beginnt sich zu bewegen, zu recken und zu strecken nachdem es aufgewacht ist. Beim Menschen nennen wir das Morgengymnastik. Einige Reck- und Streckübungen für ein paar Minuten sind ausreichend Morgengymnastik und liefert einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung und zur Aufrechterhaltung des Kontakts mit Ihrem Körper. Obwohl ich im 2. Teil dieses Buches kein Beispiel geben wollte, möchte ich Ihnen dennoch die folgende Anekdote berichten. In 1982 habe ich ein halbes Jahr als Assistenzarzt in der Abteilung - Rheumatologie - des De Wever Krankenhauses in Heerlen gearbeitet. Ein Teil meiner Arbeit bestand aus poliklinischen Sprechstunden. Die Sekretärin brachte mir jeweils die medizinischen Dossiers der Patienten, die im Wartezimmer Platz genommen hatten. Wenn ein Patient das Sprechzimmer betrat, kontrollierte ich die Korrektheit des Dossiers durch Erfragen des Geburtsdatums. So wollte ich auch das Geburtsdatum von einer ungefähr 60 jährigen Frau überprüfen. Ich hatte jedoch ein Dossier mit der Jahreszahl 1896. Die Arbeiten der Sekretärinnen enthielten ab und zu ein paar „Schönheitsfehler“. Deshalb lief ich leicht ärgerlich in ihr Büro und bat um das richtige Dossier. Sie beharrten jedoch weiterhin darauf, dass ich das richtige Dossier bekommen hätte. Es blieb mir nichts anderes übrig, als zur Patientin zurückzugehen und sie selbst zu fragen: „Was ist ihr Geburtsdatum?“ Ich erhielt eine Antwort von einigen Minuten: „Natürlich, ich bin aus dem vorigen Jahrhundert, aber ich noch jung, 60 weil ich zweimal am Tag 5 Minuten Gymnastikübungen mache.“ Währenddessen sie das sagte, beugte sie sich vorn über und berührte mit beiden Handflächen den Boden. Danach machte sie aus einer stehenden Haltung seitliche Sprünge und Bewegungen, sie ging auf die Knie und machte auf dem Rücken liegend einige Übungen. Auch nach soviel Jahren erinnere ich mich noch stets an ihre tatkräftige Ausstrahlung. Die Tage danach hat mich die Frage beschäftigt: Hat diese Frau von Natur aus soviel Energie, bleibt sie deshalb jung und hat sie darum die Energie um die Übungen zu machen, oder kann jeder diese Übungen machen und kriegt dann jeder diese Energie und bleibt man dann auch so jung? Ich habe die Antwort für Sie: Wenn Sie die richtigen Übungen machen, kriegen Sie Energie und Ihr Körper bekommt eine viel bessere Kondition. Sie werden auch bemerken, dass sich Müdigkeit und Energielosigkeit in Lebenslust und Energie verändern. Es lohnt sich auf jeden Fall Programme mit solcher Wirkung durchzuhalten. Sie kriegen viel dafür zurück. Die Übungstherapie, wie sie im Folgenden beschrieben wird, funktioniert, weil die Energieblockaden durch die Übungen wieder durchgänglich gemacht werden für die Körperenergie. Sie werden fühlen, wie Sie wieder in Ihrem Körper Platz nehmen können. Durch diesen energetischen Prozess werden Geist und Körper auf allen Ebenen besser funktionieren. Deshalb, wenn Sie Übungen gefunden haben, die für Sie gut ausführbar sind, versuchen Sie dann einen Modus zu finden um sie konsequent durchzuführen. Ich habe jahrelang an das Beispiel zurückgedacht, dass diese Patientin mir gegeben hat. Was ich nicht verstand, war, woher diese Frau täglich wieder die Energie nehmen konnte um diese Übungen zu machen. Ich war enttäuscht von mir selbst, als ich nach drei Tagen Morgengymnastik wieder aufhörte. Erst in den letzen Jahren habe ich entdeckt, warum diese Frau diese Übungen ständig wiederholte, tagein tagaus. Der Grund ist der, dass das Ausführen dieser Übungen für sie eine angenehme Körperwahrnehmung war. Sie hatte eine gutes Gespür für Ihren Körper und sie fühlte während der Übungen die wohltuenden Effekte. Ich werde es noch ein bisschen näher erläutern, indem ich ein Beispiel von mir selbst gebe. Zu dieser Zeit arbeitete ich als Assistenzarzt im Krankenhaus. Ich hatte damals noch keine Ahnung das so etwas wie Körperwahrnehmung besteht. Ich hatte keinen Kontakt mit mir selbst und mit meinem Körper, ich lebte nur äußerlich. Ich verrichtete meine medizinische Arbeit sorgfältig, war ständig beschäftigt mit den Krankheiten und den Leben von Patienten. Ich hatte keine Zeit für meine eigene Existenz. Ich kam nach Hause und schlief sofort 61 ein. Ich fühlte mich ziemlich gut, ich war stolz auf meine Arbeit und hatte keine medizinischen Beschwerden. Ich hatte zu wenig Grund den Kontakt mit mir selbst zu verbessern. Wenn jemand es mir erklärt hätte, hätte ich vielleicht überhaupt nicht begriffen, was es bedeutet. Selbst wenn ich den Wunsch gehabt hätte, den Kontakt zu verbessern, hatte ich damals noch kein Wissen über die Möglichkeiten, die das ermöglichten. Außerdem wäre ich auch der Meinung gewesen, dass ich keine Zeit hätte um das zu realisieren. Aber trotzdem machte ich in dieser Zeit einige Male den Versuch von täglicher Morgengymnastik. Weil ich praktisch gar kein Körpergefühl hatte, waren die Übungen nur anstrengend und zeitraubend. Den positiven Effekt der Fitness und des Energie-Habens bemerkte ich noch nicht direkt. Trotzdem ich vom Nutzen überzeugt war, stoppte ich jeden Startversuch meistens nach 3 bis 4 Tagen. Meine Schlussfolgerung ist: Derjenige, der tägliche Gymnastik und Streck- und Dehnübungen nicht genießen kann, sitzt nicht gut in seinem Körper. Gerade für diese Personen ist es sinnvoll viel Energie in die Verbesserung des Kontakts zu investieren, so dass ein ständiges Gefühl für den Körper entstehen kann. Erst dann ist es angenehm die täglichen Übungen zu tun. Deshalb, jeden Tag Morgengymnastik muss sein. Tägliche Dusche, Sauna oder schwimmen Die innerliche Empfindung und den Energiefluss können wir auch fühlen und aktivieren durch äußerliche Reize auf der Haut. Es sind allerlei äußerliche Reize möglich, variierend zwischen einer leichten zärtlichen Berührung und kräftigen Schlägen oder zwischen warmen und eiskalten Anwendungen. Alle diese Reize helfen mit, dass Körperbewusstsein zu verbessern. Einige praktische Anwendungen sind: Nehmen Sie morgens eine kalte Dusche oder erst eine warme und dann eine kalte Dusche. Die kalte Dusche sollte mindestens eine Minute dauern. Diese Temperaturveränderung wird durch Körper stark wahrgenommen und Sie werden sich Ihrer Haut und Ihres Körpers mehr bewusst. Gewiss fühlen Sie sich einige Stunden fiter und wacher. Jedoch hat nicht jeder eine so gute Gesundheit um in seiner Kraft zu bleiben unter einer kalten Dusche. Dann ist die Kälte nicht heilsam. Wenn Sie merken, dass Ihnen die Kälte nicht gut tut, beenden Sie die kalte Dusche und genießen die Wärme eines warmen Wannenbades oder einer warmen Dusche. Wenn Sie die Möglichkeit haben ein Thermalbad zu besuchen, nutzen Sie diese Möglichkeit. Die meisten Thermalbäder haben spezielles Quellwasser mit energetischem Wert (Sole-Wasser). Für die meisten Menschen ist die Wirkung des Badens in diesem Wasser deutlich fühlbar als ein Prickeln und ein warmes Gefühl im Körper. In Deutschland gibt es viele Kurorte mit der sogenannten Kneipp-Therapie. Bei dieser Therapie machen Sie eine Wanderung durch eine Reihe von Wassergräben, die mit 20 - 40 cm tiefem kalten Wasser gefüllt sind und auf deren Boden Kieselsteine liegen. Die Reizung der Fußsolen durch die Kieselsteine und die Hautreizung durch das kalte Wasser erzeugen Körperbewusstsein. Wenn Sie zu Hause barfuß laufen, machen Sie eigentlich ein bisschen Therapie. 62 Wechselbäder für die Füße Wechselbäder sind sehr wirksam, wenn Sie Ihre Füße nicht fühlen oder wenn sie immer kalt sind. Sie nehmen 2 Waschbecken, das eine füllen Sie mit Wasser, so heiß wie möglich, das andere mit Wasser, so kalt wie möglich. Sie gehen dann für 2 Minuten in das warme Becken, eine Minute in das kalte, das können Sie einige Male wiederholen. Wenn Sie enden wollen, nehmen Sie zuletzt das warme Becken. Jeden Tag sollte etwas mit Wasser getan werden, es kann alles sein, was vorstehend genannt wurde. Jeden Tag müssen Sie sich einen Moment Ruhe nehmen, minimal 10 Minuten In diesen Momenten versuchen Sie zu fühlen wie Ihr Körper sich anfühlt und wessen Sie sich gewahr werden. Fühlen Sie auch, wie Sie sich psychisch fühlen und wo Ihre Gedanken ständig hinwandern. Kehren Sie jedoch immer zu Ihrem Körpergefühl zurück. Machen Sie eventuell Atemübungen um sich des Körpergefühls besser gewahr zu werden. Versuchen Sie zu fühlen, welche Kraft und welches Gefühl bei den Plätzen sind, die blockiert sind. Probieren Sie, ob es möglich ist die Muskelspannung loszulassen. Denken Sie über sich selbst nach, geben Sie sich selbst Anerkennung und probieren Sie Wärme und Liebe für sich selbst zu haben. Nehmen Sie jeden Tag mindestens diese 10 Minuten für sich selbst. Wenn während des Tages Emotionen nach oben kommen, weil Sie zum Beispiel etwas unangenehmes erlebt haben, nehmen Sie dann auch eine Pause. Wenn Sie eine Emotion fühlen, fühlen Sie etwas innerhalb von ihrem Körper. Probieren Sie es deutlich zu fühlen. Oft sind es Emotionen, wie Sie sie fühlten, als Sie noch ein kleines Kind waren. Nehmen Sie sich die Ruhe und trösten Sie den Teil des Kindes in Ihnen, der Angst hat, sich verstoßen fühlt oder in der Kälte steht. Es wichtiger, dass Sie erst das Gefühl in Ihrem Körper trösten und dann aktiv werden um die Situation anzupacken. Trösten Sie erst das „Kindergefühl“, setzen Sie sich kurz hin und sprechen Sie tröstende Worte an das Kind in Ihnen selbst. Das Ausfüllen von ungenutzten Momenten, lassen Sie diese nicht verloren gehen. Im täglichen Leben gibt es viele Momente in denen Sie aufgehalten werden in Ihrer Tätigkeit: Wenn Sie in einem Geschäft in der Reihe vor der Kasse stehen, wenn Sie im Stau stehen, wenn Sie an der Ampel warten, wenn Sie auf jemanden oder auf etwas warten. Wenn Ihre Aufmerksamkeit in der materiellen Welt nicht absolut notwendig ist, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit dann nach innen, zu Ihrer Körperwahrnehmung oder auf die Stille in Ihnen. Wenn Sie das regelmäßig tun, wird das Ausrichten der Aufmerksamkeit nach innen zu einer Gewohnheit, die dann automatisch und unbewusst stattfindet. Wenn Sie die Zeit dazu haben, versuchen Sie dann sich regelmäßig bewusst zu sein, wo Ihre Aufmerksamkeit ist und probieren Sie sich der Qualität Ihrer Aufmerksamkeit bewusst zu werden. Probieren Sie vor allem bedingungslose Liebe in diese Aufmerksamkeit zu legen, versuchen Sie angenehm warme Aufmerksamkeit zu haben, sowohl für sich selbst als auch für Ihre Umgebung. 63 Zusammengefasst: - Jeden Tag Morgengymnastik - Jeden Tag etwas mit Wasser machen - Jeden Tag einen Moment Ruhe nehmen, minimal 10 Minuten . - Wenn Sie Emotionen fühlen, setzen Sie sich und nehmen Sie sich Zeit dafür. - Füllen Sie ungenutzte Momente aus, lassen Sie diese nicht verloren gehen. - Machen Sie sich regelmäßig bewusst, wo Ihre Aufmerksamkeit anwesend ist und verschenken Sie liebevolle Aufmerksamkeit an sich selbst und Ihre Umgebung. 64 Kapitel 8 Hilfe und Therapien bei der Suche nach sich selbst In diesem Kapitel will ich einige Therapien beschreiben und erklären, womit Ihre Gesundheit verbessert werden kann. Crit Keulen, eine Kollege von mir, der Hausarzt und Arzt für Naturheilverfahren ist, erklärte seine Arbeitsweise wie folgt: „Ich helfe meinem Patienten dabei die verschlossenen Türen wieder zu öffnen.“ Sie verstehen sicherlich, dass er hiermit meinte: Die Energieblockaden wieder durchgänglich zu machen. Alle Therapien haben gemeinsam, dass sie wirken, weil sie Energieblockaden wieder durchgänglich machen und dadurch das Bewusstsein sowie unsere Aufmerksamkeit Zugang zu einem größeren Gebiet in und um unseren Körper herum haben. Die einfachste, jedoch sehr effektive Behandlung, ist die Massagetherapie. Jeder kann massieren. Massage hat wenig Erfolg, wenn sie aus dem Denken ausgeführt wird. Ihr Kopf kann nicht massieren. Ihr Körpergefühl ist ein Meister im Massieren. Die Motorik in Ihren Händen weiß, wie und wo Sie massieren müssen. Es ist auch wichtig, dass der Masseur mit seiner Aufmerksamkeit sowohl bei sich selbst und bei seinem Gefühl ist, als auch beim Körpergefühl der Person, die massiert wird. Für denjenigen, der mehr über Massage wissen will, gibt es diverse Kurse und Ausbildungen. Es gibt verschiedene Massagetherapien: Sportmassage, intuitive Massage, Shiatsumassage, Druckpunktmassage, Bindegewebsmassage, Meridianmassage usw. In der regulären Physiotherapie wird Massage regelmäßig angewandt. Eine der Massagetherapien, Ayurveda, die traditionelle indische Heilkunde, möchte ich beschreiben. Ayurveda arbeitet mit intensiven Massagebehandlungen, daneben gibt es auch Ernährungsberatung und Kräuter. Mit Hilfe einer Massagebehandlung, die oft von mehreren Therapeuten gleichzeitig ausgeführt wird, wird Aufmerksamkeit an alle Plätze des Körpers gebracht. Auf eigentlich alle Gesundheitsprobleme hat diese Behandlung einen sehr positiven Effekt. Die ayurvedische Heilkunde macht intensiven Gebrauch von der Massage. Ich will Ihnen die ayurvedische Heilkunde etwas näher erläutern, indem ich Ihnen von der Krankengeschichte eines Patienten aus meiner Hausarztpraxis erzähle. Es geht um einen Ingenieur, der mit 50 Jahren aus heiterem Himmel, eine vollständige Lähmung seiner linken Körperhälfte erlitt. In einem der wichtigsten 65 Blutgefäße in der rechten Gehirnhälfte war ein Blutgerinnsel entstanden. Die Folge war eine vollständige Lähmung des linken Armes und Beines. Auch seine emotionale Stabilität hatte er verloren. Sein Leben war von einem Tag auf den anderen zusammengestürzt. Er wurde langwierig behandelt, erst im Krankenhaus, dann viele Monate in einer Rehabilitationsklinik. Nach monatelangem Training lernte er wieder selbstständig zu laufen. Er kam wieder nach Hause und versuchte sich auf den Beinen zu halten, sowohl im übertragenen als auch im eigentlichen Sinne. Der Mann war nicht mehr im Stande seine Arbeit als Ingenieur wieder aufzunehmen. Die Fabrik, in der er ein unentbehrlicher Arbeitnehmer war, lieferte Produkte in die ganze Welt. Regelmäßig kamen Kunden aus fernen Ländern zu der Fabrik. Als unser Patient noch gesund war, hatte er Besprechungen mit Kunden aller Nationalitäten. Ein aus Süd-Indien stammender Kunde hörte von seiner halbseitigen Lähmung und besuchte unseren Patienten in der Reha-Klinik. Nachdem der Inder sich die Rehabilitationsweise in dem westlichen Reha-Zentrum genau angesehen hatte, nahm er Kontakt mit der Direktion der Fabrik auf. Er erklärte ihnen, dass eine, so wie in Indien durchgeführte Rehabilitationsmethode, viel effektiver für unseren Patienten sein würde. Als Betriebsarzt wurde ich zu einer Besprechung mit dem Inder und der Direktion zum Thema einer Rehabilitation für unseren Patienten in Indien eingeladen. Wir beschlossen ihn als Patient bei der Klinik in Indien anzumelden. Nach einer Wartezeit von einem Jahr kam die Mitteilung über ein Aufnahmedatum für die Ayurveda-Klinik in Kotikkal in Kerala (Südwest-Indien). Durch die Umstände bedingt gab es niemanden, der mit ihm nach Indien hätte gehen können. Die Direktion bat mich ihn zu bringen. Zwei Wochen später kamen wir bei der Klinik in Kotikkal an. Unser Patient ist dort 6 Wochen lang mit Kräutern, täglichen Massagen und Kräuterpackungen behandelt worden. Es sind keine Wunder geschehen, aber er bekam einen besseren Kontakt mit seinem Körper. Damals startete ich einen ersten Versuch um seinen Körper zu erfahren und zu fühlen. Er war im Zweiten Weltkrieg geboren, in einer Zeit, in der seine Eltern viele Sorgen, Ängste und Entbehrungen erlitten. Es ist anzunehmen, dass er in seinen jungen Jahren von den Kriegsproblemen viel mitbekommen hat, wodurch er in seiner späteren Lebenszeit den Kontakt mit seinem Gefühl nicht wieder vollständig aufnehmen konnte. Niemals zuvor konnte er einen guten Kontakt zu seiner linken Körperhälfte, die Körperhälfte, die vor allem mit dem Gefühlsleben verbunden ist, herstellen. Meiner Meinung nach war der unvollständige Kontakt mit seiner linken Körperhälfte mit ursächlich für die Lähmung der linken Körperhälfte. In der Klinik wurde gerade die linke Körperhälfte intensiv mit Kräutern und Ölpackungen behandelt. Zugleich wurde er täglich eine Stunde am ganzen Körper massiert. Obwohl er kein Gefühl für die linke Seite hatte, wurde diese Seite am meisten behandelt. Auf diese Weise soll laut der Ayurveda-Lehre die Lebensenergie in seinen Körper zurückkehren. Ich selbst habe während des Aufenthalts für drei Wochen die Ayurvedische Heilkunst studiert, die Kräutergärten besucht und die Ärzte bei ihren Visiten in der Klinik begleitet. Den größten Unterschied zu unserer westlichen Herangehensweise fand ich in der Behandlung eines Patienten mit Beschädigung des Rückenmarks, einer Querschnittslähmung. In der westlichen Heilkunde sagen wir: Eine Querschnittslähmung kann nicht geheilt werden und wir besorgen dem 66 Patienten einen Rollstuhl. Der Arzt, der mir während der Visite Erklärungen gab, erzählte mir beinahe entschuldigend: „ Dieser Patient hat eine Beschädigung des Rückenmarks durch einen Autounfall erlitten. Er liegt hier schon 5 Wochen, aber ich schätze, dass es noch 3 Monate dauern wird, bis er wieder laufen kann.“ Durch tägliche Behandlungen und gleichzeitige Aktivierung der gelähmten Beinen erzielen sie gute Ergebnisse beim Behandeln einer Querschnittslähmung. Für einen westlichen Arzt eine nicht zu glaubende Geschichte. Ich habe diesen Patienten bedingt durch meine begrenzte Aufenthaltsdauer nicht laufen gesehen, aber ich habe schon mit Patienten gesprochen, die nach einer zweimonatigen Behandlung in dieser AyurvedaKlinik von ihrer Lähmung geheilt waren. Die Schlussfolgerung aus diesem Beispiel ist, dass unglaubliche Heilungen stattfinden können, wenn es gelingt, das entsprechende Körperteil wieder mit der richtige Menge von Körperenergie durchströmen zu lassen. Angewandte Kinesiologie. Diese Methode wird auch Muskeltest genannt. Viele Therapeuten arbeiten mit dieser Methode. Ich selbst erfahre das Arbeiten mit den Muskeltesten als einfache, deutliche und effektive Testmethode. Mit Hilfe dieser Methode kann der Therapeut Informationen aus dem Körper des Patienten, der getestet wird, erlangen. Der Patient muss einen Arm oder ein Bein anspannen, der Therapeut gibt dann Gegendruck und kann so eine Einschätzung der Muskelkraft vornehmen. Wenn wir den Patienten bitten an etwas Schönes zu denken, spüren wir mehr Muskelkraft. Wenn sich der Patient an etwas Unangenehmes erinnert, spüren wir weniger oder gar keine Muskelkraft. Wenn wir einen Platz am Körper berühren, der energielos ist, finden wir beim Muskeltest eine verminderte oder abwesende Muskelkraft. Es ist sogar möglich Fragen an den Körper zu stellen, z. B. : Sind diese Kräuter oder Blütendüfte geeignet für diesen Patienten? Eine Zunahme der Muskelkraft bedeutet eine positive Antwort auf die Frage. Diese Methode kann man in einigen Tagen Unterricht erlernen. In der Praxis arbeite ich täglich damit. Bioenergie-Therapie Bei der Bioenergie-Therapie wird durch intensive Körperbewegung Bewusstsein in den Körper gebracht. Hierdurch wird eine starke Verbesserung der Körperwahrnehmung erreicht und die Energieblockaden werden durchgänglich gemacht. Eingelagerte Emotionen kommen ins Bewusstsein, alter Schmerz, Kummer, Einsamkeit usw. kommen nach oben. Wenn wir unseren Körper intensiv bewegen und belasten, hat unser Bewusstsein keine Wahl und geht von selbst zu den Stellen im Körper, die intensiv in Bewegung gebracht werden. Ein Therapeut, der für den Patienten eine sichere und entspannte Atmosphäre kreiert und den Patienten immer wieder aufs Neue ermutigt zu fühlen, was in seiner Wahrnehmung auftaucht, ist die beste Hilfe. Es gibt nicht so viele Therapeuten, die die Bioenergie-Therapie anwenden. Sie müssen deshalb etwas suchen, wenn Sie sich für diese erfolgreiche Therapie entscheiden. Gesprächstherapie 67 Es gibt verschiedene Arten der Gesprächstherapie. Durch Gespräche kann ein Patient Einsicht erlangen in seine Situation und sein Verhalten und kann so die Ursachen hinter seinen oder ihren Problemen entdecken. Der Patient erlangt so verstandesmäßig Einsicht in seine Probleme oder Krankheit, in sein eigenes Funktionieren und in seine Interaktionen mit seiner Umgebung. Der Therapeut kann mit ihm überprüfen, ob er ausreichend Selbstsicherheit hat um einen Platz in unserer Gesellschaft zu kreieren, ob genügend Selbstwert vorhanden ist, usw. Zusammen mit dem Therapeuten kann der Patient die Möglichkeiten der Therapie untersuchen. Aber schließlich muss der Patient, zwar mit ein wenig Hilfe, es doch selbst tun. Darum sind Einsicht und Verstehen sehr wichtig. Bei einer anderen Form der Gesprächstherapie kann der Therapeut mit dem Patienten zu Zeiten zurückgehen, in denen Emotionen entstanden, die im Körper eingelagert wurden, weil sie damals zu schwer waren um sie ins Bewusstsein zu lassen. Wenn der Patient sich sicher und durch den Therapeuten unterstützt fühlt, können diese Emotionen im Nachhinein zugelassen und verarbeitet werden. Wenn ein Therapeut eine Situation der Ruhe und der Sicherheit kreieren kann (indem er oder sie in Harmonie mit sich selbst ist), ist es für den Patienten viel einfacher sich zu trauen die Emotion, die aufkommt zu fühlen. Der Patient kann wieder Kind sein und die Situation von damals, wird noch einmal erlebt. Unser erwachsenes Ich kann dem Kind in uns Erklärungen geben und trösten. Oft sind Therapeuten in der einen oder der anderen Form der Therapie spezialisiert. Therapien bei verringertem Bewusstseinszustand Wir kennen alle den Bewusstseinszustand, wenn wir wach werden, wenn wir noch irgendwo zwischen schlafen und Wachsein schweben. Wir kennen auch unser verringertes Bewusstsein, wenn wir einen spannenden Film anschauen und es nicht bemerken, dass jemand ins Zimmer kommt. Dieser Zustand des verringerten Bewusstseins wird auch „Trance“ genannt. Wenn unser Bewusstsein auf ein etwas träumerisches, schwebendes Niveau gebracht ist, dann ist es meistens viel einfacher zu entdecken, welche Emotionen den meisten Einfluss ausüben und wo diese Emotionen entstanden sind. Es ist auch möglich bei verringertem Bewusstsein Emotionen und Ereignisse aus der Vergangenheit positiver zu machen oder zu heilen. Einige Therapien, die mit diesen Techniken arbeiten, sind: Hypnotherapie, Rückführungstherapie und Reinkarnationstherapie, aber auch Therapien, die wir von den Indianern gelernt haben und die „Heilungsreise“ von Brandon Bays arbeiten mit verringertem Bewusstsein. Wenn die tieferen Ursachen der Emotionen bei Ihnen nicht erreichbar sind, können sie darüber nachdenken, einen Termin bei einem Therapeuten, der fachkundig in einer dieser Behandlungsmethoden ist, zu machen. (Bach)Blütentherapie Eine Blütenessenz ist ein Heilmittel, das in der Naturheilkunde angewandt wird um Harmonie und Entspannung in die Emotionen zu bringen. Es wird zusammengestellt aus Blüten von Pflanzen und Bäumen. Die wirksame Kraft aus den Blüten ist auf das Wasser übertragen worden, für die Haltbarkeit ist 68 Alkohol zugefügt worden. Wasser ist im Stande die Information der Pflanzen und Bäume festzuhalten. Blütenmittel wirken auf verschiedene Emotionen, z. B. Angst, Ratlosigkeit, Verzweiflung, Schrecken, Unruhe und Depression. Der Mehrzahl unserer Blockaden der Körperenergie liegen emotionale Verkrampfungen zugrunde. Eine Blütenessenz kann die Emotion mildern oder auflösen. Unser Körper muss dann die Emotion nicht mehr blockieren, die Körperenergie wird dann nicht mehr zurückgehalten und kann wieder fließen. Unsere Gesundheit kann dann wieder zurückkehren. Feinfühlige Menschen merken, dass in der Natur eine energetische Wirkung von Bäumen, Pflanzen und Blumen ausgeht. Diese feinfühligen Menschen sind im Stande die heilende Energie der Blüten und Pflanzen auf Wasser zu übertragen und schließlich Fläschchen mit Blütenessenzen von einer großen Vielfalt heilender Wirkungen herzustellen. Ein (Bach)Blütentherapeut hat eine Arbeitsweise, mit der bestimmt werden kann, welche Emotionen den Blockaden zugrunde liegen. Der Therapeut kann aus verschiedenen Blüten ein Mittel zusammenstellen, angepasst an die Probleme des Patienten. Anschließend bekommt der Patient ein Fläschchen mit den richtigen Blüten mitgegeben um es täglich zu gebrauchen. Ich selbst benutze die angewandte Kinesiologie, wie bereits beschrieben, um zu bestimmen welche Blütenessenzen am wirksamsten für den Patienten sind. Aromatherapie Aromatherapie ist eine Behandlung mit dem Aroma oder mit dem duftenden Teil einer Pflanze, Blume oder eines Baums. Das Aroma wird meistens durch Destillation oder durch Auspressen der Pflanzen oder Bäume gewonnen. Jedes Aroma hat eine spezielle Wirkung auf unseren Körper und darauf, wie wir uns fühlen. Die Aromaflüssigkeit kann verdampft oder vernebelt werden, so dass der Duft im Raum verbreitet wird. Manche Aromen können auch in kleinen Mengen eingenommen werden. Ich selbst gebe den Patienten oft eine Kombination aus verschiedenen Aromen in einer Ölbasis mit, damit sie als Massageöl gebraucht werden können. Die meisten Menschen können die entspannende Wirkung von Aroma schnell und deutlich wahrnehmen. Die Aromen wirken direkt an dem Platz, an dem sie angebracht wurden und verbessern dort den Energiedurchfluss. Manuelle Therapie, Chiropraktik, Osteopathie Bei diesen Techniken werden die Rückenwirbel und Gelenke, die starr und wenig oder unbeweglich geworden sind, erneut beweglich und flexibel gemacht. Die Behandlung kann auch zur Folge haben, dass die Wirbel zueinander einen besseren Stand haben. Meistens kommen die Patienten zu diesen Behandlern, weil sie Rücken- oder Gelenkschmerzen haben. In der Osteopathie werden neben Gelenken und Wirbeln auch Bindegewebe und andere Strukturen gelockert und flexibel gemacht. Durch die Behandlung verschwinden die Schmerzbeschwerden, aber es geschieht noch viel mehr. Ein nicht beweglicher Wirbel oder ein nicht bewegliches Gelenk sind heftige Blockierungen für den Fluss der Lebensenergie. Nach einer Behandlung, bei der Wirbel und Gelenke wieder gelockert wurden, kommt der Fluss der Lebensenergie in Gang. Das ist 69 spürbar als ein prickelndes und fließendes Gefühl im Körper. Nach einigen Behandlungen ist der Körper gelöster und wir fühlen ein freies und angenehmes Gefühl im Körper. Ein großer Teil dieser Patienten gibt an, dass sie sich nach einigen Behandlungen besser und vitaler fühlen. Diese Behandlung fordert deshalb auch zugleich das Niveau unserer Gesundheit. Es ist wichtig, dass die Gelöstheit des Körpers danach durch tägliche Übungen erhalten wird, so kann die Mobilität und die dazugehörige Gesundheit erhalten bleiben. Kraniosakraltherapie Die Kraniosakraltherapie bringt ein Gefühl der Entspannung und Weite in den Körper, indem Sie in Kontakt gebracht werden mit Ihren oft unbewussten Gefühlen. Der Therapeut behandelt das Gebiet des Gehirns und Rückenmarks, indem er durch leichte Manipulationen Einfluss auf den Fluss der Hirnflüssigkeit und auf die Elastizität der Hirnhäute ausübt. Menschen, die sich nicht trauen Gefühle wie alten Schmerz, Kummer oder Angst zuzulassen, können das durch Kraniosakraltherapie-Behandlungen lernen. Orthomanuelle Therapie Bei der Orthomanuellen Therapie werden der Stand der Wirbel und Gelenke sowie die Struktur der Knochen untersucht und behandelt. Bei der Behandlung wird mit den Händen und manchmal sogar mit einer Art Hammer der Stand der Wirbel, Gelenke und Knochen korrigiert. Wenn unsere Wirbel nicht symmetrisch auf einander stehen, können Gewebe und Muskeln an dieser Stelle schmerzhaft und angespannt sein. Aber nicht nur allein unsere Wirbel können Energie blockieren, sondern auch unsere Knochen können unseren Energiedurchfluss stoppen. Viele Knochen in unserem Körper bestehen aus mehreren Knochenstücken. Diese knöchernen Teile hängen an einander durch ein sehr stabiles Bindegewebe fest. An diesen Bewegungsstellen ist ein kleiner Bewegungsraum. Als Beispiele nenne ich unseren Schädel, das Brustbein, das Becken mit dem Kreuzbein und dem Steißbein. Wir denken, dass diese Knochengerüste ein knöcherndes Gesamtgebilde sind, aber in Wirklichkeit sind es einzelne Knochenstrukturen, die zu einander in Bewegung stehen. Die Bewegungen sind minimal, aber es bewegt sich. Sogar in unserem Steißbein, wo alle fünf einzelnen Teile vollständig mit einander verwachsen sind, haben diese Teile eigenständige Bewegungsmöglichkeiten. Wenn die Bewegung in diesen Verbindungsstellen begrenzt ist, wenn die Knochenstrukturen zu einander nicht den richtigen Stand haben oder wenn die Verbindungsstelle unter Spannung stehen, kann die natürliche Bewegungsmöglichkeit und dadurch unser Energiedurchfluss an diesen Stellen stark eingedämmt werden. Wir sind deshalb geneigt zu denken, dass unsere Knochen massiv und starr sind, aber es sind lebende und bewegliche Organe. Auf die gleiche Weise wie unsere Muskeln und unser Bindegewebe Spannungen festhalten können, geschieht das auch in unseren Wirbeln und Knochen. Ich empfehle jedem, egal ob Patient oder gesunder Mensch, einige Behandlungen bei diesen Therapeuten zu nehmen. Es gibt viel zu wenige Therapeuten, die das Fach, der des Lösens und Einrenkens von Knochen 70 beherrschen. Die Methode wurde in den Niederlanden durch Frau Dr. M. Sickesz eingeführt. Eine Untersuchung (in 1990) unter 2000 Patienten zeigte bei Zweidrittel eine Verbesserung. Die Patienten bekamen einen immer besseren Einblick darin, welche Therapien wirklich helfen. Diese wertvolle medizinische Behandlung wird in der Zukunft den Platz kriegen, den sie verdient. Ich möchte noch einige Sätze aus dem Lehrbuch von Frau Sickesz zitieren: “Ich habe begriffen auf welche Art und Weise das Sakrum (= Steißbein) behandelt werden kann. Dieses Verständnis verdanke ich allein der Tatsache, dass ich alles bestehende Wissen in Zweifel gezogen habe und allein davon ausgegangen bin, was ich selbst wahrgenommen habe und ausschließlich daraus meine Schlussfolgerungen gezogen habe. Das Steißbein reagiert nicht wie ein großer Knochen, sondern wie fünf lose Wirbel. Seitdem ich diese Kenntnis erworben habe, sind alle Probleme in diesem Gebiet durch Therapie zu lösen.“ Ich zitiere dieses Stück um Ihnen zu zeigen, wie unser Denken durch vorhandenes Wissen blockiert wird. Ich will Sie darauf aufmerksam machen, wie schwierig es für einen Arzt ist, der auf der Universität die „großen medizinischen Wahrheiten“ gelernt hat, das Funktionieren des menschlichen Körpers aus absolut anderen Gesichtspunkten zu betrachten. Es scheint, als ob wir sehr verwachsen sind mit einigen angelernten (Schein) Wahrheiten. Ein Direktor muss von Außen seinen Betrieb betrachten. Dann kann er mehr überblicken und kann besser leiten. So müssen auch wir Ärzte einen breiteren Horizont entwickeln, danach erneut die Naturheilkunde betrachten. Neuraltherapie Bei der Neuraltherapie wird ein Mittel für lokale Betäubung ( zum Beispiel die lokale Betäubung, die beim Zahnarzt angewandt wird) mit einer dünnen Nadel an die Stellen gespritzt, wo die Signalübertragung des autonomen Nervensystems blockiert ist. Neuraltherapie wird auch therapeutische LokalAnästhesie oder Störfeld-Behandlung genannt. Die Plätze auf und in unserem Körper, die kein oder fast gar kein Körperbewusstsein haben, sind meistens auch die Stellen, an denen das autonome Nervensystem gestört ist. Aus der Sicht der Naturheilkunde sind das die Stellen, die die Lebensenergie blockieren. Diese Energie-blockierenden Plätzen im Körper entstehen um schwere und unangenehme Emotionen vom Bewusstsein abzuschließen. Eine Blockade in der Signalübertragung des autonomen Nervensystems ist deshalb ein Schutzmechanismus gegen Emotionen. Die Neuraltherapie ist eine effektive Methode die energetische Signalübertragung durch Aktivierung des blockierten Gewebes wiederherzustellen. Der Therapeut sucht die wahrscheinlichsten Blockadeplätze und gibt dort eine Injektion mit Lokal-Anästhetikum. Jedes Lokal-Anästhetikum ist für die Neuraltherapie geeignet. Ich selbst benutze Procain, Xylocain, Scandicain oder Ketanest, aber es gibt noch viel mehr Sorten. Die LokalAnästhetika haben keine Nebenwirkungen oder allergischen Reaktionen zur Folge. Die Neuraltherapie ist meiner Meinung nach eine der schnellsten und kraftvollsten Methoden, um jemand wieder mit seinem Gefühl in Verbindung zu bringen. Innerhalb einiger Minuten nach einer Injektion ist bei 90 % der Patienten ein Energiefluss deutlich spürbar und bei mehr als 50 % sind 71 Emotionen wahrnehmbar. Es gibt verschiedene Erklärungen für die Wirkungsweise der Neuraltherapie. Wenn man hellfühlend ist, kann man Folgendes wahrnehmen: Ein bestimmtes Gebiet fühlt sich kalt und gefühllos an. In diesem Gebiet müssen wir die Stelle finden, die blockiert ist. Nach dem Festlegen der Energie-blockierenden Stelle injiziert der Therapeut an Ort und Stelle eine kleine Menge des Lokal-Anästhetikums. Bevor die Injektion gegeben wird, fühlt es sich an, als ob der Körper die blockierende Energie mit beiden Händen aufrechterhält. Bereits kurz nachdem die Injektion gegeben wurde, wird die Verkrampfung an Ort und Stelle losgelassen. Weil die Energie nun frei fließen kann, kommen alte verborgene Gefühle und Emotionen aus dem abgeschlossenen Gebiet oft nach oben, in das Bewusstsein des Patienten. Nach einigen Tagen ist die Verkrampfung oft wieder zurück, jedoch in geringerem Maße. Nach fünf Behandlungen können Blockaden zum größten Teil verschwunden sein. Neuraltherapie ist eine großartige Methode mit der man viele verschiedene Krankheiten heilen kann. Vor allem für Patienten, die wenig fühlen und mit ihrem Körper schlecht verbunden sind, ist es eine gute Methode den Weg zum Körper und zum Gefühl zurück zu finden. Bei vielen Menschen besteht eine Blockade bei den Halsmandeln oder bei der Narbe, die nach einer Halsmandel-Operation geblieben ist. Auch das Kiefergebiet ist ein bekannter Blockadeplatz. Eine einzige Injektion in diese Stellen bringt oft eine sehr starke Verbesserung des Körperbewusstseins. Um die Neuraltherapie noch deutlicher zu machen, möchte ich zwei Beispiele geben. Das erste Beispiel ist aus der Zeit, in der ich in beobachtender Haltung die erste Neuraltherapie-Behandlung anwandte. Ein 45 jähriger Mann besuchte die Frühsprechstunde. Es war das erste Mal, dass er in der Praxis war. Er bekam schon seit einiger Jahren Unterstützung vom Staat, weil er nicht mehr im Stande war zu arbeiten. Er hatte sich nach einer schweren Herzoperation nicht mehr richtig erholt. Er kam wegen einer leichten Erkrankung. Zugleich erzählte er mir, dass er nach der Herzoperation in einem großen Maße erschöpft geblieben war und dass er darum nicht arbeiten konnte. Es war eine schwere Operation gewesen. Es gab Komplikationen und darum wurde während der Herzoperation auch sein Bauch operiert. Er hatte eine Narbe von seinem Hals bis unter seinen Nabel. Einige Wochen zuvor hatte ich einen Kurs für Neuraltherapie besucht, bei dem uns beigebracht wurde, dass eine Narbe eine Blockade für die Körperenergie ist. Wenn die Narbe durch Einspritzung des Mittels Procain behandelt wird, verändert sich etwas im Narbengewebe. Dadurch wird die Körperenergie wieder durchgelassen. Ich erzählte ihm von diesem Kurs und der Patient wollte augenblicklich eine Behandlung. Mehr als zehn oberflächliche Injektionen waren notwendig, um die ganze Narbe mit Procain zu infiltrieren. Nach ungefähr einer Minute berichtete der Patient: „Ich habe das Gefühl in Ohnmacht zu fallen und dass mein Körper zu meinen Beinen gezerrt wird. Alles beginnt zu prickeln, vor allem meine Beine.“ Nach ungefähr 15 Minuten wurde das Prickeln weniger und der Patient konnte der Patient wieder aufstehen. Nach einer Woche kam er begeistert zurück, bereit für eine zweite Behandlung. Er erzählte, dass er durch die vorige Behandlung um die Hälfte weniger erschöpft gewesen sei. Er war zum ersten Mal in fünf Jahren wieder im Stande gewesen einige Stunden am Tag zu arbeiten. Noch zweimal wiederholte ich die Injektionen. Zur vierten Injektion konnte der Patient nicht kommen, denn er hatte eine Arbeit 72 angenommen und arbeitete nun 40 Stunden in der Woche. Danach habe ich ihn noch ein paar mal wiedergesehen. Er sagte jedes Mal: „ Ich bin wiedergeboren und ich sprudel nur so vor Energie.“ Die Injektionen des lokalen Betäubungsmittels in seine Narben haben auf die eine oder andere Weise etwas in seinem Körper verändert. Eine Erklärung, aus Sicht der fernöstlichen Heilkunde ist, dass ein blockierter Durchfluss der Lebensenergie einen Menschen vollständig ermatten kann. Durch die Behandlung der Narben wurde bei ihm eine schwere Energieblockade aufgehoben. Dadurch kam der Energiedurchfluss in Gang und die Kraft kehrte in seinen Körper zurück. Die Theorien über die Behandlung von Lebensenergie-Blockaden scheinen in der Praxis zu funktionieren. In einem zweiten Beispiel möchte ich Ihnen verdeutlichen, wie Neuraltherapie in Kombination mit anderen Therapien angewandt wird. Die Neuraltherapie wird oft vorab vor anderen Methoden genutzt. Die Injektionen mit dem Betäubungsmittel heben einen Teil der Energieblockaden auf, wodurch Gefühle und Emotionen ins Bewusstsein kommen. Anschließend können diese Gefühle und Emotionen behandelt werden. Es ist verständlich, dass diese Gefühlssachen erst dann behandelt werden können, wenn sie bewusst und fühlbar geworden sind. Das zweite Beispiel betrifft eine Frau von 41 Jahren. Telefonisch hatte sie schon berichtet, dass sie seit zwei Jahren unter einer Dystrophie in ihrem linken Fuß und Knöchel litt. Die Dystrophie (auch posttraumatische Dystrophie genannt) ist eine ernsthafte Erkrankung, bei der an einem Arm oder Bein heftige Schmerzen, Funktionsverlust und eine blau/lila Verfärbung der Haut auftreten. Meistens fühlt sich das betreffende Körperteil kalt an, manchmal ist es jedoch auch warm und der Körper transpiriert an dieser Stelle. Wenn die Dystrophie in ernstzunehmendem Maße besteht, kann ständig ein heftiger Schmerz vorhanden sein. Der Patient traut sich manchmal, aus Angst vor dem Schmerz, den angegriffenen Körperteil nicht mehr zu bewegen. Das Leben des Patienten wird dann vollständig durch die Krankheit beherrscht und die Dystrophie hat dann Invalidität zur Folge. Vor Ort ist eine ernste Störung der Durchblutung und des Stoffwechsels entstanden. Diese Erscheinungen entstehen meistens einige Wochen nach einer Prellung, Verstauchung, Knochenbruch oder nach einem orthopädischen oder chirurgischem Eingriff. Manchmal fällt das Entstehen der Dystrophie zusammen mit einer Periode, die von starkem Stress oder psychischer Belastung geprägt ist. Es besteht auch die Vermutung, dass ein zu straffer Verband oder zu straffer Gips die Dystrophie verursachen kann. Die medizinische Wissenschaft hat bis heute keine Erklärung für Dystrophie finden können. Doch wir wissen, dass es eine ernste Desorganisation des sympathischen und parasympathischen Nervensystems betrifft. Dieser Teil des Nervensystems funktioniert selbständig. Mit unserem Willen können wir keinen Einfluss auf diesen Teil unseres Nervensystems ausüben. Bei unserer Patientin war die Dystrophie entstanden, nachdem sie einige Wochen wegen eines Bruchs eines Mittelfußknochens mit einem Gipsverband behandelt wurde. Nachdem der Gips entfernt wurde war, entstand ein starker Schmerz im gesamten Fuß und im Knöchel. Der Fuß blieb kalt und die Haut war dunkellila verfärbt. Sogar kurze Spaziergänge waren nicht mehr möglich, da der Schmerz nach Anspannung sehr heftig wurde. Sie wurde vom Hausarzt 73 an den Orthopäden zurücküberwiesen, der den Mittelfußknochen handelt hatte. Dieser beruhigte sie, es wäre nichts. Die Patientin hatte zwischenzeitlich einen Flyer der Dystrophie-Vereinigung gelesen und erkannte die in dem Flyer genannten Symptome. Anschließend wurde sie vom Hausarzt zum Neurologen überweisen. Dieser bestätigte die Diagnose Dystrophie und schlug Infusionsbehandlungen vor. Die Patientin beschloss jedoch zu einem Zentrum für Dystrophie zu gehen. In diesem universitären Zentrum erhielt sie diverse Behandlungen und Vorschläge zur Anpassung des Lebensstils. Der Zustand ihres Fußes veränderte sich nicht und sie hatte noch stets viele Schmerzen. Ihr Spezialist teilte ihr mit, dass Dystrophie manchmal ausheilt und manchmal nicht. Es würde sicherlich ein langwieriger Prozess werden. Sie blieb ein Jahr in Behandlung bei diesem Zentrum und blieb leider ohne Besserung. Schlotternd kam diese Frau in die Praxis, die Anspannung vom Laufen vom Parkplatz bis zur Praxis war ihr im Gesicht abzulesen. Mein erstes Gefühl über sie war, dass sie fortwährend mit all ihrer Aufmerksamkeit beim Freud und Leid von anderen war, dass sie abwesend von sich selbst war und ständig damit beschäftigt, es den anderen recht zu machen. Ihr Körper fühlte sich energielos an und und um ihren Fuß herum hing ein Gefühl der Angst. Angst, dass jemand den Fuß berühren könnte oder versehentlich dagegen stoßen würde. Eigentlich ist es ganz einfach ihr Bein zu heilen. Genügend Durchfluss der Lebensenergie im Bein ist das Einzige, was notwendig ist. Bei unserer Patientin musste sich die Behandlung darauf richten die Aufmerksamkeit und den Energiefluss, die nach Außen gerichtet waren auf sich selbst zu richten und auf ihr Bein. Um die Energie mehr auf ihr Innerstes zu richten gab ich ihr ein Blütenmittel. Das Blütenmittel enthielt unter anderem Blüten mit der Eigenschaft Angst vor Zurückweisung durch andere abzubauen. Aus Angst keine Unterstützung aus ihrer Umgebung zu erfahren, war sie fortwährend damit beschäftigt es anderen recht zu machen. Nach der Gabe des Blütenmittels fühlte sie ein leichtes Prickeln in ihrem Körper als Folge des veränderten Energiedurchflusses. Sie bekam das Blütenmittel in einer Flasche mit nach Hause um ein paar mal am Tag einige Tropfen einzunehmen. Um diesen Energiefluss besser fühlen zu können und die Energie besser fließen zu lassen, war es auch nötig eine Energieblockade im Halsgebiet zu behandeln. Hierfür ist die Neuraltherapie eine sehr gute Behandlung. Nach Injektionen in ihren Unterkiefer und in die Narben nach einer HalsMandelOperation kam ein kräftiger Energiefluss in ihrem Körper in Gang. Die Emotionen, die als Folge dieser Behandlung frei wurden, wurden mit der Blütentherapie behandelt. Die Kombination der Blütentherapie und der Neuraltherapie hatte zur Folge, dass sie ein müdes, schweres und prickelndes Gefühl in ihrem Körper spürte und eine Wärme durch ihren Körper fließen fühlte. Als sie eine Woche später zurück kam, erzählte sie, dass sie Zuhause sehr emotional gewesen sei und dass sie sich danach vitaler und wacher gefühlt habe. Es war ihr auch aufgefallen, dass sie in den letzten Tagen spontan lachen konnte, was seit zwei Jahren nicht mehr so gewesen sei. Während der zweiten Behandlung wurde das Halsgebiet noch einmal mit Neuraltherapie behandelt, zusätzlich erhielt sie eine Dreifach-Procain-Injektion in das Knie und in das Unterbein. Beim dritten Besuch kam sie zusammen mit ihrem Ehepartner. Dieser erzählte, dass seine Ehefrau wieder eine Arbeit gefunden hatte, weil sie wieder laufen konnte. Die Schmerzbeschwerden im Bein waren fast verschwunden und die 74 Farbe der Haut war genauso, wie die des gesunden Fußes. Die Patientin erzählte, dass sich beide Füße gleich anfühlten, dass sie sich aber manchmal noch kalt anfühlten. Mir fiel auf, dass die Frau einen sanfteren und liebevolleren Eindruck machte. Ich fragte ihren Ehemann, ob er bemerkt hätte, dass sie sanfter und gefühlvoller geworden wäre. Augenblicklich antwortete er: „ Ja, gewiss“ und seine Frau fügte fügte hinzu: „ Er sagt bestimmt zwanzig mal am Tag zu mir: Ich liebe dich. Du bist meine wunderbare Frau.“ Offensichtlich haben diese zwei Behandlungen schon ganz viel verändert, nicht nur an ihrem Fuß sondern auch in ihrem Gefühlsleben. Während der dritten Behandlung habe ich mit Hilfe der angewandten Kinesiologie ihren Körper nach eventuelle Ursachen der Dystrophie gefragt. Ihr Körper gab augenblicklich eine emotionale Ursache im 16. Lebensjahr an. Ich bin jedes Mal erstaunt, dass es mit der angewandten Kinesiologie so einfach ist verborgene Emotionen aus der Vergangenheit aufzuspüren. Noch erstaunlicher finde ich es, wenn ich feststelle, dass der Patient gleichzeitig mit dem Therapeuten die „Bilder“ und die Emotionen der damaligen Zeit sehen bzw. fühlen kann. Unsere Patientin erlebte erneut, wie sie in der Küche ihres elterlichen Hauses stand. Ihre Mutter stand auch in der Küche. Ihr Vater war nicht da. Sie hatten den Realschul-Lehrer auf den Fahrrad ankommen sehen. Er kam von hintenherum durch einen kleinen Flur in ihr Haus. Der Lehrer kam in die Küche. Unsere Patientin stand da, wie an den Boden genagelt. Ihr Körper fühlte sich versteift an, ihre Beine fühlten sich an, als ob alles Leben aus ihnen herausgeflossen wäre und in ihren Unterbeinen war ein ungewöhnlich angespanntes Gefühl anwesend. Ihr Füße fühlten sich an, als ob der unterste Teil aus Eis bestünde. Es fühlte sich an, als ob sie nicht mehr beweglich wären, es schien fast fühlbar zu sein, dass sie auf einem sehr kalten Betonboden stand. Sie sagte zu dem Lehrer: „ Ich weiß, dass Sie gekommen sind um mitzuteilen, dass ich durch die Abschlussprüfung gefallen bin.“ Der Lehrer antwortete: „ In der Tat, du bist durchgefallen.“ Ihre Mutter war still und hatte nicht viel zu diesem Gespräch bei zutragen. Sie hatte ihrer Tochter keinen Halt gegeben in dieser schwierigen Situation. Es war, als ob die Mutter sich selbst nicht zu helfen wusste in dieser Situation. Außerdem fühlte die Mutter die hilfeabwehrende Haltung ihrer Tochter. In diesem Alter wollen Kinder oft nicht unterstützt werden, obwohl sie es eigentlich brauchen. Die Emotionen wurden während der dritten Behandlung durch die Patientin erneut erlebt und dadurch verarbeitet. Während der Sitzung bekam sie einige Blütenmittel, die die Emotionen sanfter und erträglicher machten. Diese Behandlung ist keine Hypnosebehandlung, aber das Bewusstsein ist fast gar nicht mehr im Jetzt anwesend. Das Bewusstsein und das Erleben sind größten Teils beim Geschehen im 16. Lebensjahr. Nach der Gabe der Blütenmittel und nach dem erneuten Erleben der Emotionen entspannte sich das Gefühl, das sie damals hatte, die Versteiftheit und die Erschrockenheit verschwanden. Anschließend haben wir unsere Aufmerksamkeit aus der vergangenen Zeit wieder in das Jetzt zurückgebracht. Die junge Frau stellte fest, dass sich ihre Füße warm und entspannt anfühlten, ein Gefühl, das sie jahrelang nicht gehabt hatte. In der dritten Sitzung wurde ihr klar, dass die Dystrophie entstanden war, weil sie das kalte Gefühl, das sie seit ihrem 16. Lebensjahr hatte, niemals losgelassen hatte. Für ihr Empfinden ging die Welt damals unter, als der Lehrer nach Hause kam um mitzuteilen, dass sie durch die Prüfung gefallen war. Die Emotion wurde damals nicht verarbeitet sondern eingelagert und weggesteckt vor allen in den Knöcheln und Füßen. 75 Diese eingelagerte Verkrampfung verursachte, gemeinsam mit dem Schmerz des Knochenbruchs und dem straffen Gipsverband, die Dystrophie-Symptome in ihrem Bein. Die Neuraltherapie war bei dieser Behandlung unentbehrlich, weil die Patientin vor allem dadurch im Stande war den Kontakt zu ihrem Körper herzustellen und die alten Emotionen zu fühlen. Die echte Heilung liegt im Akzeptieren und im Zulassen-Können der Emotionen, wenn man durch die Abschlussprüfung gefallen ist und der Emotionen, wenn man keine Unterstützung erfahren hat. Auch aus diesem Beispiel können wir viel lernen. Ein erster Lernpunkt: Für jede Krankheit gibt es eine Ursache, die man mit ein wenig Einsatz aufspüren kann. Suchen Sie nach der Ursache und nehmen Sie nur symptomunterdrückende Medizin, wenn die Beschwerden zu stark sind. Weiterhin sehen wir, dass es wichtig ist mit unseren Menschen mitzuleben, mitzufühlen und wenn nötig dem anderen auch Unterstützung zu geben. Unterstützung bzw. Halt sind eine starke Medizin. Und wenn Sie selbst Unterstützung nötig haben, bitten Sie jemand anderen um Hilfe und nehmen Sie die Unterstützung an, die Ihnen angeboten wird. Wenn es für Sie schwierig ist, die Unterstützung anzunehmen, lernen Sie dann um Hilfe zu bitten und Unterstützung anzunehmen. Ein weiterer Lernpunkt: Als Eltern müssen wir unsere Kinder immer bedingungslos unterstützen, auch wenn sie schon 16 Jahre oder älter sind. Sie brauchen unsere Unterstützung und Fürsorge dringend um später selbstbewusst und sicher im Leben zu stehen. Die vorangegangene Beschreibung von Therapien ist weit entfernt von Vollständigkeit. Doch gibt Ihnen diese Beschreibung mehr Einsicht in die Art und Weise einer naturheilkundlichen Behandlung. Ich arbeite selbst als Behandler, habe mich aber auch oft durch TherapeutenKollegen behandeln lassen. Oft habe ich den wohltuenden Effekt des Loslassens von Emotionen erfahren. Bei jeder Behandlung hat die Wärme und das freie und entspannte Gefühl in meinem Körper zugenommen. Ich habe das Gefühl, dass ich sicher und entspannt bin in einem warmen und geschmeidigen Körper. Ich fühle die Welt, die Menschen, die Tiere und die Natur um mich herum. Ich habe das Gefühl mehr „eins“ zu sein mit allem um mich herum. In zunehmendem Maße ist das Leben warm, sanft und entspannt. Ich bin begeistert über die Möglichkeiten, die es gibt um „eins“ zu werden mit unserem wahren Selbst, mit dem Göttlichen in uns. In meinem Leben habe ich allerlei Ziele verfolgt. Seitdem mein Wissen über diese Materie zugenommen hat, habe ich dem Weg zu mir selbst eine höhere Priorität eingeräumt. Alle Sachen, die in unserer Leistungsgesellschaft zählen, sind nicht mehr so wichtig oder komplett unwichtig geworden. 76 Kapitel 9 Machen Sie einen Plan und setzen Sie ihn kontinuierlich um Wir haben auf den vorangegangenen Seiten diverse Methoden gesehen, die hilfreich sein können beim Verbessern des Kontakts mit uns selbst. Wir haben Beispiele von Menschen gesehen, die krank und/oder unglücklich waren, weil sie keinen guten Kontakt mit ihrem Körper hatten. Sie haben gesehen, dass es besser ist nicht wegzulaufen vor den Emotionen und Gefühlen, die Ihnen auf Ihrem Lebensweg begegnen. Es ist gut im Leben zu stehen und alles zu fühlen und sich trauen zu fühlen. Bleiben Sie dicht bei sich selbst und schweben Sie nicht zu weit nach draußen. Sie müssen durch das Leben und nicht drumherum. Es ist wichtig, dass Sie sich täglich daran erinnern, indem Sie sich damit beschäftigen, durch Bücher, Kurse, Übungen usw.. Nehmen Sie sich die Zeit, streichen Sie eine Anzahl Verpflichtungen aus Ihrem Kalender und schreiben Sie auf den freigewordenen Platz: Diese Zeit ist ganz für mich allein. Es ist gut ein tägliches Programm, wie in Kapitel 7 beschrieben, zu entwerfen, evtl. angereichert mit Methoden aus dem 6. Kapitel. Daneben rate ich Ihnen sich einen Therapeuten zu suchen, der Ihnen hilft und Sie berät um effektiver an der Verbesserung des Kontakts mit Ihrem Körper und mit Ihrem wahren Selbst zu arbeiten. Welche Personen haben den größten Nutzen davon, wenn sie an sich selbst arbeiten oder welche Handlungen oder Therapien sind es, die Gesundheit bringen? Regelmäßig sehe ich Klienten, die sich innerhalb kurzer Zeit viel besser fühlen. Selbstverständlich stelle ich Ihnen einen Haufen Fragen, um so genau wie möglich zu analysieren, wovon sie den größten gesundheitlichen Nutzen erfahren haben. Eine Patientin, eine Frau von 45 Jahren erzählte mir das Folgende: „ Immer wenn ich mehr in meiner Praxis als Schonheitsspezialistin arbeitete, bekam ich wieder Schlafstörungen, tagsüber hatte ich zunehmend Probleme mit Angstanfällen und Müdigkeit. Sobald ich Atemübungen machte und mehr Fitness machte, ging es wieder etwas besser. Um mich besser zu fühlen, habe ich dann beschlossen, intensiver an meiner Gesundheit zu arbeiten und einige Tage zu versuchen jede freie Minute zu nutzen um Bewegungsübungen mit meinem Körper zu tun, die Aufmerksamkeit auf mein Körpergefühl zu richten und evtl. auch Atmungsübungen zu machen. Ich fühlte mich dann unmittelbar besser und anschließend habe ich eine Art Gewohnheit daraus gemacht, um regelmäßig innerhalb der Tätigkeiten mit 77 meiner Aufmerksamkeit beim Gefühl in meinem Körper zu sein. Es geht eigentlich ganz von selbst. In den letzten Wochen und ich fühle mich herrlich.“ Ein zweites Beispiel betrifft einen jungen Mann von 25 Jahren, ein ÖkonomieStudent, der länger als ein halbes Jahr leicht überspannt war. Er hatte einige unangenehme Dinge mitgemacht und sein Studium fiel ihm schwer. Er war äußerst interessiert in die Erklärungen, die ich ihm über die Möglichkeiten der Naturheilkunde gab. Nach zwei Behandlungen Neuraltherapie und einer Gabe von Blütenmitteln sah ich ihn nach einem Monat zum dritten Mal. Er fühlte sich gut und berichtete: „Ja, ich arbeite viel daran: 3 mal am Tag nehme ich das Blütenmittel, danach lege ich mich 15 Minuten hin und versuche jeden Platz in meinem Körper zu fühlen. Ich habe so gut geübt, dass ich jetzt, ohne etwas zu tun, meinen Körper sehr gut fühle. Ich habe ein prickelndes und warmes Gefühl von Innen. Ich stehe morgens fit auf und habe eine Tagesplanung, in der sich studieren und entspannen mit einander abwechseln.“ Kurzum, jeder wird seinen eigenen Weg und seine eigene Art entdecken. Oft sehe ich, wenn Menschen „besser in Ihren Körper kommen“, dass sie allerlei Dinge in ihrem Leben noch einmal überdenken. Danach reorganisieren sie ihr Leben auf eine Art und Weise, dass ihr Leben angenehmer und lebenswerter wird. Oft schaue ich dann mit Freude darauf, wie diese Menschen an ihrem Leben bauen und ihr Leben genießen. Jeder hat seine eigene Methode um bei sich selbst anzukommen. Ich möchte Ihnen jedoch ein allgemeines Schema zeigen. Das Programm beginnt mit dem Erlangen der Körperwahrnehmung. Sie müssen im Stande sein zu erfahren, wie sich ihr Körper von Innen anfühlt. Also nicht nur den Körper fühlen, wenn es irgendwo schmerzt oder verkrampft ist, sondern auch wenn keine körperlichen Beschwerden bestehen. Dadurch, dass Sie an sich arbeiten, werden Sie Wärme in Ihrem Körper, ein sanft prickelndes Gefühl in Ihrem Körper und eine Art Gefühl von Präsens und Raum fühlen. Einige Beispiele für Hilfsmittel um diese Wahrnehmung zu erlangen: Das Leben „entschleunigen“ und Zeit für Sie selbst nehmen, akzeptieren Sie sich selbst, wenn Sie faul sind und nichts leisten, machen Sie Sport, Gymnastikübungen, Atemübungen, Meditation, warme oder kalte Bäder, saunieren Sie. Seien Sie ausreichend im Licht, in der Sonne und in der Natur. Hilfe von anderen kann z. B. das Empfangen von Aufmerksamkeit und Liebe, körperliche Berührung oder Massage, das Erfahren von Geborgenheit, Harmonie und Freundschaft sein. Unterziehen Sie sich Therapien, wobei das Erden ein wichtig Punkt ist. Der folgende Schritt im Schema ist: Wenn es genügend Körperwahrnehmung gibt, können wir unsere eingelagerten Emotionen entdecken und erfahren. Anschließend können wir all unsere eingelagerten und verdrängten Schwierigkeiten zulassen, vergeben und akzeptieren. Es klingt einfach, aber es ist meistens ein sehr intensiver Prozess. Ich empfehle Ihnen hierbei einen Therapeuten, Heiler oder Coach um Hilfe zu fragen. Durch den Therapieprozess erlangen wir inneren Raum, innere Weite, und wir erfahren ein warmes Gefühl in Brust, Bauch und Gliedmaßen. Wir sehen uns selbst, wir kriegen Selbstvertrauen und wir erfahren unseren Eigenwert. Wir fühlen uns dann angenehm und gesund und erfahren in unserem Innersten ein liebevolles Gefühl. 78 Erst dann, wenn wir guten Kontakt mit unserem Innersten haben und wenn wir Raum, Wärme und Liebe in uns haben, werden wir das Wichtigste in unserem Leben meistern können: Das Geben und Empfangen von Liebe. Auf www.hoogers.com finden Sie Informationen über unsere Praxis für Naturheilkunde. Ein Jeder, der denkt, einem Anderen mit diesem Buch etwas Gutes zu tun, kann das Buch gern per Email weiterleiten. Nachwort Wenn Sie mich fragen, was das Wesentliche ist, was ich in den 25 Jahren medizinischer Erfahrung entdeckt habe, dann antwortete ich darauf: „ Unser Körper wird von Lebensenergie durchströmt. Unsere Gesundheit ist zum großen Teil von diesem Durchfluss abhängig.“ Ein guter Kontakt mit unserem Bewusstsein und unserem Körper ist bestimmend für diesen Durchfluss und Voraussetzung für Gesundheit und Heilung. Es bedeutet, dass Ihre Seele und Ihr Bewusstsein anwesend sind in jedem Teil Ihres Körpers und dass Sie fortwährend Ihren Körper und die darin vorhandenen Gefühle und Emotionen wahrnehmen. Es ist eine schwierige Aufgabe diesen Kontakt zu realisieren. Es ist schon schwierig zu erklären, was es bedeutet mit seinem Körper in Kontakt zu sein. Es ist auch ein Muss, dass innerhalb unserer Erziehung und Bildung diesem Thema viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es sollte noch ein weiteres Fach in den Schulen eingeführt werden: Lebenslehre. Dieses Buch versucht Sie darin zu schulen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf dem manchmal schwierigen Weg zu Harmonie und Glück. Jan Hoogers , www.hoogers.com Lomm-Venlo, 2001 - 2010 Vielen Dank auch an Nadine Albrecht, die die Übersetzung ins Deutsche verfertigt hat ! Thesen 1. Ein großer Teil unserer Persönlichkeit entwickelt sich in den ersten fünf Lebensjahren. Kinder absorbieren die Stimmungen und Gefühle Ihrer Eltern und derer, die sie aufziehen. Die Verbindung mit dem Körper kann sich verschlechtern durch negative, schmerzhafte oder für die Seele zu schwere Emotionen. Für werdende Eltern sind Informationen über die Fürsorge, die ein Kind braucht und über die Empfindsamkeit und die Verletzlichkeit von Kindern notwendig. 2. In unserer Schulzeit trainieren wir vor allem unser Denken und schenken unserem Körper und unserem Gefühl wenig Aufmerksamkeit. Dadurch bekommt unser Denken die Oberhand und wir lernen zu wenig unser Gefühl zu gebrauchen. Unsere Verbindung mit unserem Körper verschlechtert sich durch die Schulausbildung. Es ist wünschenswert, dass eine Studiengruppe 79 eingerichtet wird, mit dem Ziel: Wie kann Schulunterricht realisiert werden, bei dem dem Kontakt mit dem Körper und dem Gefühl Aufmerksamkeit gegeben wird. 3. Mehr Forschungen nach den Effekten der elektromagnetischen Strahlung ( schnurlose Telefone, mobile Telefone, drahtlose Internetverbindung) auf die Gesundheit ist gewünscht, elektromagnetische Strahlung ist ein Trojanisches Pferd für unsere Gesellschaft. Wir holen es zu uns und sehen die Gefahren nicht. 4. Durch das Leben in unserer westlichen Gesellschaft verlieren wir immer mehr den Kontakt mit unserem Körper und unserem Gefühl. Unsere Gesellschaft ist für viele von uns stressvoll und verhärtet. Viele Erwachsene fühlen sich nicht gut, sie sind ungesund und sie sind unglücklich. Die Politiker sollten mehr Kenntnis haben über die Gesundheit und Naturheilverfahren, sie können einen positiven Einfluss ausüben. Sie können „ Gesundheitsversorgung 2010“ entwickeln und umsetzen. 5. Es muss Vergünstigungen und Unterstützungen geben für Unterricht, der lehrt mit dem Körper und mit dem Gefühl verbunden zu sein. Dieser Unterricht muss aus Steuergelder finanziert werden und ist darum gratis. Therapien, die Sie weiter von sich selbst entfernen sind gratis, Naturheilkunde, die allein Symptome behandelt, ist nicht mehr gratis! 6. In jeder medizinischen Berufsausbildung muss ein Fach geben, das die Heilverfahren und die Ursachen von Krankheiten behandelt. 80