Kapitel 1

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Hilfe bei der Arbeit an Euch selbst
J. Hoogers, Arzt für Naturheilverfahren,
www.hoogers.com
Lomm-Venlo 2010
.
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Inhalt
Einleitung
Teil 1
Kapitel 1
Erfahrungen aus der Praxis
Kapitel 2
Zweck dieses Buches
Kapitel 3
Wer sind wir, was ist unser Bewusstsein
Kapitel 4
Was ist mit uns geschehen?
Teil 2
Kapitel 5
.
Wie bringen wir und halten wir unser
Bewusstsein in Kontakt mit unserem Körper?
Kapitel 6
.
Methoden um die Verbindung zu Ihrem Körper
wieder herzustellen
Kapitel 7
Die täglichen Übungen
Kapitel 8
Hilfe und Therapien bei der Suche nach sich selbst
Kapitel 9
.
Entwerfen Sie einen Plan und setzen Sie ihn in
die Tat um
Nachwort und Schlussfolgerungen
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Einleitung
Dieses Buch enthält Wissenswertes für jeden, der an sich selbst arbeiten
will, um glücklicher und gesünder zu werden.
Wir gehen jahrelang zur Schule und kriegen dort viel Lehrstoff angeboten.
Wir lernen aber sehr wenig darüber, wie wir glücklich leben und eine gute
Gesundheit realisieren können. Mit diesem Buch versuche ich einen
Beitrag für Ihre Lebensweisheit zu leisten.
Es hat mich viel Energie gekostet diese Erkenntnisse zu sammeln. Ich
hatte erwartet, durch mein Medizinstudium mehr Einsicht in alle Aspekte
des Menschen zu erlangen. Aber in den acht Jahren meiner
Arztausbildung habe ich lediglich gelernt Krankheiten zu erkennen, eine
Diagnose zu erstellen und Behandlungen durchzuführen. Ich lernte wenig
über den Menschen selbst und über die echten Ursachen von Gesundheit
und Krankheit. Zu tieferen Einsichten zu gelangen war schwierig, weil ich
nicht wusste, wo ich das dieses Wissen finden konnte und weil ein Teil
dieses Wissens allein durch Lebenserfahrung erlangt werden kann.
In der Zeit in der ich meinen Doktortitel erwarb und gleichzeitig arbeitete,
verstand ich wenig vom Leben und hatte noch wenig Einsicht in die
Gesundheit. Weil mir meine begrenzte Einsicht und Kenntnis ständig
bewusst war, bin ich immer auf der Suche geblieben. Viele Erkenntnisse
erlangte ich durch das Studium der fernöstlichen Heilkunde. Ich erlangte
auch mehr Einsicht, indem ich mein Einfühlungsvermögen und meine
Intuition entwickelte. Viel lernte ich von verschiedenen Magnetiseuren
und Hellsehern. Sie sahen und fühlten tiefere Hintergründe von
Problemen und Krankheiten.
Mit Hilfe dieses Buches möchte ich diese erworbenen Kenntnisse,
Einsichten und Erfahrungen mit Ihnen teilen.
Es ist meine Überzeugung, dass jeder gute Ergebnisse erreichen kann,
der die Verantwortung für seine Gesundheit und sein Glück übernimmt
und täglich daran arbeitet.
Jan Hoogers
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Kapitel 1
Erfahrungen aus der Praxis
Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich in meiner medizinischen
Praxis zu viele Menschen sehe, die nicht wohl in ihrer Haut fühlen, die
mehr oder weniger unglücklich und nicht gesund sind. In meiner Praxis
als Hausarzt und Arzt für Naturheilkunde habe ich viele Menschen
beobachten können. Den größten Eindruck haben Menschen auf mich
gemacht, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie nicht gut mit ihrem
Körper verbunden waren. Ich hatte das Gefühl, dass da ein Roboter vor
mir saß, der sich hölzern bewegte und mit unwirklicher Stimme sprach.
Der Mensch, das wahre Selbst von dieser Person, war in dem Körper fast
nicht anwesend. Möglicherweise ist nicht ganz deutlich, was ich hiermit
meine, aber im weiteren Verlauf des Buches soll das eine oder andere
noch deutlicher werden.
Bei den Meisten von uns ist die Situation nicht so ernst, doch bei allen
von uns ist der Kontakt mit unserem Körper in kleinerem oder größerem
Maße blockiert.
Das Einzige, was ich Ihnen in diesem Buch deutlich machen möchte, ist,
dass Gesundheit, Selbstvertrauen, Glück, Harmonie usw. nur erreicht
werden können, indem der Kontakt mit unserem Körper verbessert und
wiederhergestellt wird. Sie können innerhalb einer kurzen Zeitspanne
erfahren, dass Sie durch einen besseren Kontakt mit Ihrem Körper,
kräftiger, gesünder und glücklicher werden. Wenn Sie Ihren Kontakt mit
Ihrem Körper verbessern, verbessern Sie gleichzeitig den Kontakt mit
Ihren Gefühlen und mit Ihrem wahren Selbst. Ihr wahres Selbst ist eine
unerschöpfliche Quelle von Energie, Gesundheit, Harmonie und
Glücksgefühl.
Befolgen Sie die praktischen Hinweise nur, wenn Ihnen klar ist, warum
diese Hinweise sinnvoll sind. Darum möchte ich Ihnen zu den Hinweisen
auch die erforderlichen Erklärungen anbieten.
Im ersten Teil dieses Buches werde ich Ihnen diese Erklärungen geben.
Im zweiten Teil finden Sie dann die praktischen Hinweise.
Die Erklärungen resultieren einerseits aus Einsichten, die ich durch
Studium der östlichen Heilkunde gewonnen habe, andererseits aus dem
Gebrauch von Intuition und Einfühlungsvermögen innerhalb der
medizinischen Praxis, wodurch ich Krankheiten und Probleme von
Menschen besser verstehen konnte. Bei der theoretischen Erklärung sind
Beispiele nötig. Darum nun zuerst Beispiele und Erfahrungen aus der
Praxis.
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Beispiel 1
Eine 35jährige Hausfrau kam humpelnd zur Sprechstunde.
Das Heben einer schweren Last hatte plötzlich einen heftigen Schmerz in
ihrem Rücken ausgelöst. Der Schmerz strahlte in ihr rechtes Bein aus.
Sie hatte weniger Muskelkraft in dem Fuß und ein Teil des Beines war
ohne Gefühl. Ich führte einige neurologische Tests durch und erzählte ihr,
dass die Untersuchung auf eine Bandscheiben-Hernie in ihrem Rücken
hindeutet. Ich begann eine Überweisung an den Neurologen im
Krankenhaus zu schreiben. Während ich schrieb, hatte ich das Gefühl,
dass die Patientin vor Angst in sich zusammensackte. Offensichtlich hatte
ich etwas von ihrem Gefühlsleben mitbekommen. Ich unterbrach das
Schreiben der Überweisung. Ich schlug ihr statt dessen vor mit Hilfe von
angewandter Kinesologie ( das ist eine naturheilkundliche Testmethode
bei der man Körper-Informationen durch Muskeltests erlangt ) zu testen,
ob auch für dieses ernste Problem eine Behandlung im Rahmen der
Naturheilkunde möglich sei. Aus dem Kinesologie-Test ging hervor, dass
in ihrem Hals, Bauch und unterem Rücken massive emotionale
Blockaden vorhanden waren. Der Fluss der Lebensenergie war hierdurch
stark blockiert.
Ich gab ihr ein Mittel aus der Blütentherapie (Erklärungen zur
Blütentherapie folgen später im Buch) um ihre Gefühle in Bewegung zu
bringen und hielt sie ca. 10 Minuten fest, eine Hand auf ihrem Hals und
die andere Hand auf ihrem rechten Knie.
Durch das Mittel der Blütentherapie und durch das Festhalten fühlte die
Patientin, dass Wärme durch ihren gesamten Körper hindurchströmte.
Nach 10 Minuten fühlte sich ihr Körper warm und gut durchblutet an. Wir
verblieben so, dass sie am folgenden Tag wegen der Überweisung für
das Krankenhaus wiederkommen sollte, wenn keine Verbesserung
eintreten sollte. Am folgenden Tag kam die Patientin wieder in die
Sprechstunde, jedoch um mir mitzuteilen, dass sie beinahe
beschwerdefrei war. Nach der Behandlung hatte sie gespürt wie Gefühle
und Tränen in ihr aufstiegen. Auf dem Heimweg ( Sie wohnte 200 Meter
von der Praxis entfernt) hatte sie probiert die Tränen zu unterdrücken. Auf
halbem Wege gelang es ihr nicht mehr die Gefühle unter Kontrolle zu
halten. Heftig weinend war sie zu Hause angekommen, den ganzen Tag
über kamen ständig Tränen.
Am folgenden Morgen war sie beinahe beschwerdefrei. Nach einigen
Wochen war sie völlig beschwerdefrei.
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Eine Erklärung aus der Sicht der östlichen Heilkunde ist folgende:
Dadurch, dass in dem angegriffenen Gebiet die Körperenergie wieder
zum Fließen gebracht wurde, füllte sich dieses Gebiet mit Lebensenergie
und Bewusstsein. Die Gefühle, die in dem angegriffenen Gebiet
eingelagert sind, werden gleichsam durch die fließende Körperenergie
aktiviert und gelangen schließlich ins Bewusstsein. Dadurch kommen die
vorher blockierten Emotionen frei. Wenn die Gefühle gelebt und teilweise
verarbeitet oder losgelassen werden, dann ist es nicht mehr so schwierig
sich den Gefühlen zu stellen. Nachdem die Gefühle gelebt und
verarbeitet wurden, ist es nicht mehr nötig, sie bewusst und unbewusst zu
unterdrücken oder zu blockieren. Allmählich hört der Körper damit auf
den Energiefluss zu blockieren. Weil der Körper Angst davor hat die
Gefühle zu leben, werden diese Gefühle durch die Energieblockaden
ständig außerhalb unseres Bewusstseins gehalten. Offenbar wählen wir
unbewusst, aus unserem Körper und aus dem Jetzt wegzugehen, wenn
das Leben schwierig und anstrengend für uns ist. Unser wahres Selbst
zieht sich zurück und wir errichten Blockaden, so dass wir nicht ohne
weiteres zurück können.
Wenn nach einer Behandlung die Lebensenergie wieder frei durch den
Körper und durch das angegriffene Gebiet fließen kann, haben
Krankheiten die Möglichkeit auszuheilen, selbst so eine ernste
Erkrankung wie eine Rücken-Hernie.
Die Ängste liegen nicht mehr abgeschlossen in dem kranken Gebiet
sondern dringen bis in unser Bewusstsein durch. Dadurch wird auch der
Kern des Problems für uns deutlich. Wir können dann probieren diese
Ängste an die Oberfläche kommen zu lassen.
Beispiel 2
Dies betrifft einen 60 jährigen Mann, der die Sprechstunde besuchte
wegen eines Prostata-Karzinoms. Diesen Patienten empfand ich als
einen kalten, kühlen, alles kontrollierenden und über jeden urteilenden
Mann. Seine Stimme klang kalt und monoton und kam nur aus seinem
Hals. Ich konnte mich nur schwer auf das konzentrieren, was er sagte,
denn ich wurde durch die Kälte und die Kühle, die er bei sich hatte, so
stark abgelenkt. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, wie es möglich sein
kann, dass ein ursprünglich warmer Mensch durch sein Leben so
verändert werden kann, fragte ich ihn nach seiner Herkunft, seiner
Jugend und seinen Eltern. Er kam aus einer streng religiösen Familie.
Sein Vater war aktiver Pfarrer gewesen, der keine Zeit für seine Familie
gehabt hatte und seine Mutter war eine strenge, kalte Grundschullehrerin.
Mit Beiden fühlte er sich nicht verbunden. Er selbst war ein
anspruchsvoller und strenger Naturkunde-Lehrer geworden.
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Angesichts seines naturwissenschaftlichen Hintergrunds versuchte ich
ihm einige technische Erklärungen für die Existenz von Lebensenergie zu
geben. Ich erzählte ihm von der Sichtweise der fernöstlichen Heilkunst,
bei der man davon ausgeht, dass wir alle energetische Wesen sind,
verbunden mit einem Körper. Ich erzählte ihm, dass ich bei ihm lediglich
einen denkenden und urteilenden Kopf fühlte und nicht einen Menschen,
der eine warme Verbundenheit mit seinem Körper und seiner Umgebung
hat. Ich erklärte ihm, dass durch den Energiemangel in seinem Körper
auch sein Immunsystem geschwächt sei und dass ein schlecht
funktionierendes Abwehrsystem auch eine Rolle bei der Entstehung von
Krebs spielen kann. Daraufhin erzählte er, dass er unlängst einen
Hellsehender konsultiert hatte. Dieser Hellsehende hatte ihm
buchstäblich dieselbe Erklärung gegeben und ein schriftliches Protokoll
von jener Sitzung erstellt. Er hatte jedoch noch nichts damit gemacht.
Einen Monat später sah ich ihn wieder. Sein PSA (der Tumormarker von
seinem Prostata-Karzinom) war von 50 auf 60 gestiegen. Das
bedeutete, dass der Tumor wuchs. Ich riet ihm zu einer Bio-EnergeticaTherapie (nähere Erläuterung folgt in Teil 2), durch die er den Kontakt mit
seinem Körper verbessern könne. Einen Monat später sah ich ihn wieder.
Er war bei jemand anderem in Behandlung und wusste ganz sicher, dass
der Krebs nicht mehr weiter wächst. Ich fühlte jedoch keine Veränderung
in seinem energetischen Muster. Immer noch war seine ganze Energie in
seinem Kopf, er hatte es nicht gewagt Kontakt mit seinem Körper und den
darin vorhandenen Gefühlen zu machen. Dieses Gefühl von Leere war
immer noch vorhanden. Eine Woche später kam das Ergebnis eines
neuen PSA-Tests: gestiegen auf 68. Also, ein doch aktiver und kein
ruhiger Krebs.
Warum versuchte der Patient nichts an seinem energetischen Zustand zu
verändern? Er war begeistert über die Tatsache, dass er von dem
Hellsehenden und von mir eine identische Erklärung für seiner
körperlichen Zustand bekommen hatte. Offensichtlich war bei ihm die
Angst etwas zu fühlen größer als die Schmerzen und die Probleme der
Krankheit. Außerdem ist es für viele Menschen nicht einfach zu erkennen
wie wichtig ein guter Kontakt mit dem eigenen Körper ist. Wäre es für
diesen Patienten heilsam, den Kontakt mit seinem Körper zu verbessern?
Ein sich im Körper ausbreitender Tumor ist ein schwierig zu stoppender
Prozess. Es besteht die glaubhafte Annahme, dass ein schwacher Körper
leichter einem Krebs erliegt als ein Körper, der ein gewisses Maß von
Gesundheit und Widerstandskraft hat. Das ist ein guter Grund um nach
besserem Kontakt mit seinem Körper zu streben. Außerdem ist jede
Krankheit ein Anzeichen dafür, dass unsere Seele in Problemen steckt.
Wenn wir mit den kranken Stellen in unserem Körper Kontakt aufnehmen,
können die dort gespeicherten Probleme an unser Bewusstsein
durchgegeben werden.
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Kurzum, dieser Patient war bei vielen Ärzten und Therapeuten in
Behandlung und probierte viele Anschauungsmodelle und
Behandlungsweisen. Ich habe ihn nicht mehr wiedergesehen, darum
kann ich nicht sagen, wie es mit ihm weitergegangen ist.
Es ist schwierig aus diesem Beispiel einen Schluss zu ziehen. Ich sehe in
meiner Praxis, dass ein Mensch, der keinen Kontakt mit seinem Körper
hat, anfälliger für Krankheiten, z. B. auch für Krebs ist. Weiterhin wurde
mir bei diesem Patienten klar, wie stark der Einfluss unserer Eltern darauf
ist, wie wir selbst später im Leben stehen. Eltern, die selbst nicht
verbunden mit ihrem Gefühl sind, setzen durch eine unterkühlte
Erziehung ungewollt und unbewusst kalte und emotional blockierte
Menschen in die Gesellschaft. Diese sind ihrerseits wiederum kalt zu sich
selbst und zu ihrer Umgebung. Es sind Menschen, die keinen echten
Kontakt mit ihrem Körper und mit ihrem Leben auf der Erde haben. Sie
fühlen sich oft lebenslang unglücklich. So geht das Elend von einer
Generation an die nächste Generation über.
Beispiel 3
Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Krankheit, die durch das EpsteinBarr-Virus verursacht wird. Bei dieser Krankheit tritt durch die
Virusinfektion eine heftige Entzündung in den Rachenmandeln und in den
Lymphknoten des Halsgebietes auf. Daneben kann die Krankheit auch in
anderen Gebieten des Körpers aktiv sein, z. B. in der Leber und in der
Milz. Das Gewebe wird an den betroffenen Stellen durch die Entzündung
verändert. An den Plätzen, wo die Entzündung aktiv gewesen ist, bleibt
nach der Ausheilung der Krankheit eine Blockade im Fluss der
Lebensenergie zurück. Das Gewebe verliert seine normale Funktion, oft
verbleibt an Ort und Stelle noch lange Zeit eine Schwellung und eine
Gefühllosigkeit. Alle diese Patienten haben fast ein identisches
Körpergefühl. Beim Einfühlen erfahre ich eine etwas abwesende
Persönlichkeit und ein Gefühl von Energiemangel und Kälte in diesem
Körper. Das Halsgebiet fühlt sich geschwollen und schwer an.
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Mit Hilfe meines Einfühlungsvermögens erfahre ich das, als ob jemand
einen dicken, schweren Wollschal umhat. Wenn man bei diesen
Patienten eine Laboruntersuchung im Hinblick auf diese Krankheit
durchführt, dann erhält man Ergebnisse, die zu einem nicht mehr aktiven
Pfeifferschen Drüsenfieber passen, man findet hinreichend Antikörper
gegen die Krankheit. Die westliche Heilkunde sagt dann: „Diese Krankheit
ist geheilt.“ Nach Ansicht der fernöstlichen Heilkunde besteht jedoch eine
ernst zunehmende energetische Störung. Alle diese Patienten erhalten
durch energetische Behandlungen, z. B. Akupunktur, Homöopathie oder
Neuraltherapie, ihre Energie zurück und werden so beschwerdefrei.
Die Behandlung besteht darin, das Halsgebiet wieder durchgängig zu
machen für die Körperenergie. Bei der Neuraltherapie werden örtliche
Injektionen mit lokaler Betäubung in das Halsgebiet gesetzt. Beinahe
augenblicklich fühlen die Patienten dann ein warm prickelndes Gefühl im
Körper und sagen: „Das Gefühl von Schweben und Benommenheit ist
verschwunden, ich bin zurück auf der Erde und stehe sicher auf beiden
Beinen.“
Die Lehre, die wir aus diesem Beispiel ziehen können, ist, dass wir weiter
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denken müssen als die reguläre Heilkunde. Viele Patienten, wie in
diesem Beispiel, werden jahrelang durch Hausärzte und Internisten
erfolglos behandelt. Die Laboruntersuchungen zeigen an, dass die
Krankheit nicht mehr aktiv ist und dass keine Ursache für die Müdigkeit
zu finden ist. „Es muss von selbst besser werden oder sie müssen eben
lernen damit zu leben“, wird dann gesagt. Die reguläre Heilkunde begreift
nicht, was Energieblockaden sind. Weil diese Blockaden mit
konventionellen Apparaturen nicht gemessen oder sichtbar werden
können, wird ihre Existenz nicht anerkannt. Mit der Begründung, dass die
einzige Wahrheit in der regulären Heilkunde liegt, wird unzähligen
Patienten eine gute medizinische Versorgung vorenthalten.
In diesem Beispiel richtete das Epstein-Barr-Virus Schaden im Körper an,
wodurch eine Energieblockade entstanden ist.
Ein zweiter Punkt ist: Viren, Bakterien und andere Krankheitsverursacher
können massiven Schaden in Ihrem Körper anrichten. Sorgen Sie
deshalb dafür, dass sie stets genügend Gesundheit und Lebensenergie in
Ihrem Körper haben, denn dann funktioniert Ihr Immunsystem gut. Viren,
Bakterien und andere Krankheitsverursacher haben kaum eine Chance.
Diese Eindringlinge müssen Sie außerhalb Ihres Körpers halten, sie sind
gefährlich, einer mehr als der andere, aber sie richten immer Schaden an.
Beispiel 4
Eines Morgens bekam ich einen Anruf aus dem lokalen Krankenhaus
von einem Assistenzarzt der Kinderheilkunde aus der Ersten-HilfeAbteilung. Seufzend erzählt er: „Schon wieder ist Frau Pieters mit ihrem
Kind in der Ersten-Hilfe-Abteilung. Jedes Mal kommt sie direkt zur ErstenHilfe und oft wird das Kind aufgenommen, weil unser Krankenhaus kein
Risiko eingehen will. Ich habe das Kind untersucht und es ist nichts
Ernstes zu entdecken. Eigentlich müssen wir das Kind nicht aufnehmen.“
Ich sehe in meinem Terminkalender, dass nachmittags ein Termin frei ist
und bitte den Assistenzarzt Frau Pieters mitzuteilen, dass diesen
Nachmittag zu mir in Praxis kommen kann.
Frau Pieters hatte eine sehr schwierige Kindheit und hatte von einem
schweren Unfall viele psychische Probleme zurückbehalten. Sie ist
eigentlich selbst Patient. Sie findet ein wenig Stabilität darin, enorme
Mengen an Essen in sich aufzunehmen, sie ist klein, wiegt aber 135 kg.
Das erste was mir auffällt, ist, dass sie ihr Kind auf die
Untersuchungsliege wirft, als ob es ein Gegenstand ist. Ich fühle keinen
Kontakt zwischen Mutter und Kind. Das Kind fühlt sich leer an und ist
kurzatmig. Als ich meine Hände auf den kleinen Brustkörper lege, fühle
ich die Energie aus meinen Händen zu dem Kind fließen. Ein warmer
Kontakt mit einer liebevollen Mutter ist die einzige Medizin, die hier nötig
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ist. Ich erkläre der Mutter, dass es gut wäre das Kind einige Male am Tag
am Rücken und auf der Brust zu massieren, so dass das Kind durch die
Entspannung weniger Beschwerden mit der Kurzatmigkeit haben wird.
Ich zeige ihr eine einfache Massage. Grob und ohne jedes Gefühl führt
sie die Massage aus. Doch das ist besser für das Kind als gar keine
Massage oder Kontakt. Ich vereinbare mit der Mutter, dass sie täglich mit
dem Kind in die Praxis kommt.
In den folgenden Tagen habe ich der Mutter eine Massage auf ihrem
Rücken vorgemacht, sie verstand nun besser, was die Massage für ihr
Kind bedeutete. Allmählich fühlte ich den Kontakt zwischen Mutter und
Kind wachsen. Bereits nach einer Woche massierte sie ihr Kind mit mehr
Gefühl. Jedes Mal wenn sie in die Praxis kam, war ein besserer Kontakt
zwischen Mutter und Kind fühlbar. Nach einer Woche vereinbarte ich mit
ihr, dass sie jeden zweiten Tag kommen kann und danach kam sie ein
Mal pro Woche um das Kind vorzustellen. Einen Monat später war ich in
der Nähe von ihrer Wohnung und beschloss kurz reinzugehen. Durch die
Hintertür kam ich ins Wohnzimmer. Auf dem Fernseher lief ein
Musikprogramm und Frau Pieters war auf der Couch eingeschlafen. Auf
ihrem Bauch, jedoch, lag ihr Kind und schlief sicher und ruhig. Ich bin
geräuschlos wieder nach draußen gegangen, ich war glücklich über die
Ruhe und den Frieden, die ich in dem Haus fühlte. Das Kind ist in den
Jahren danach nicht mehr im Krankenhaus gewesen.
Ich denke regelmäßig mit einem warmen Gefühl zurück an diese
Behandlung. Bei Frau Pieters habe ich gesehen, dass Eltern, die nicht
wissen, wie sie eine warme und sichere Verbindung mit ihrem Kind
aufbauen können, dies doch lernen können.
Beispiel 5
Eine junge Frau ruft wegen eines Termins an. Sie sagt:“ Eine Freundin
hat mir empfohlen einen Termin mit ihnen zu machen. Seit meinem
achtzehnten Lebensjahr habe ich Multiple Sklerose. Jedes Jahr ist die
Krankheit einige Wochen aktiv und jedes Mal verschlimmern sich die
Symptome.“ Während sie das erzählt, fühle ich, dass ein Teil ihrer Person
- aus Angst vor etwas - sich nicht traut anwesend zu sein.
Nach drei Wochen kommt sie mit ihrer Freundin. Als ich ihr erzähle, dass
ich das Gefühl habe, dass in ihrem Leben etwas geschehen ist, wodurch
sich eine ständige Angst in ihrem Körper festgesetzt hat, antwortet sie: „
Ich hatte eine gute Kindheit und ein Leben ohne Schwierigkeiten. Mein
einziges Problem ist die Multiple Sklerose.“ Daraufhin bitte ich sie ihre
Aufmerksamkeit auf ihren Körper zu richten und zu spüren welches
Gefühl darin anwesend ist. Sie fühlt kurz und dann flieht sie weg mitsamt
ihrer Aufmerksamkeit. Auf meine Bitte hin noch einmal zu fühlen, wird sie
plötzlich still und sie starrt vor sich hin. Kurz darauf kann sie ihren
Kummer und ihre Angst nicht mehr bezwingen. Sie beginnt heftig zu
weinen. Ich frage sie daraufhin, was sie fühlt. Sprechen jedoch kann sie
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nicht, sie kann es nicht erzählen. „Möchten sie das vielleicht ihrer
Freundin erzählen?“, frage ich sie. „Ja“ antwortet sie „Ich will es
probieren“. Eine Viertelstunde braucht sie um ihrer Freundin zu erzählen,
dass ein sechszehnjähriger Neffe mit ihr sexuelle Spielchen spielte als sie
zwölf war. Sie war dafür noch zu jung. Es war nicht viel geschehen, aber
das alles hatte in ihr eine tiefe Angst entstehen lassen. Sie konnte mit
niemanden darüber sprechen, auch nicht mit ihren Eltern, sie fühlte, dass
Sexualität für ihre Eltern ein Tabuthema war. Die Angst in ihrem Körper
blieb. Die Lebensenergie konnte hierdurch nicht mehr gut fließen mit der
Folge, dass alle Organsysteme incl. Immunsystem schlecht
funktionierten. Nach meinem Gefühl war bei ihr eine stark blockierend
wirkende Emotion anwesend, die schließlich den Körper lahmlegte. Ich
bin sicher, dass diese Emotionen bei ihr die Ursache sind für das
Entstehen der Multiple Sklerose. Nach der Sitzung sagt die Patientin,
dass sie sich nun wieder an dieses Ereignis erinnern kann, aber sie fügt
zu: “Ich hatte es echt vergessen“
Bei diesem Beispiel sehen wir, dass ernste invalidisierende Krankheiten
entstehen können durch unverarbeitete Emotionen. Außerdem sehen wir
bei diesem Beispiel, dass schwierig zu verarbeitende Emotionen
vollständig aus unserem Gedächtnis verschwunden sein können. Je
heftiger die Emotion, desto heftiger die Blockade, je heftiger die Blockade
um so ernster ist der Schaden, der der Gesundheit zu gefügt wird.
Beispiel 6
Dies ist ein Beispiel bei dem mein eigenes Handeln eine Rolle spielte; ein
Beispiel das mich selbst erschrecken ließ, doch wovon ich auch lernte.
Pauline kam zur Sprechstunde wegen asthmatischer Beschwerden. Beim
Untersuchen der Lungen war eine Kurzatmigkeit deutlich spürbar. Die
naturheilkundliche Testmethode, die sogenannte Kinesiologie, zeigte an,
dass verschiedene emotionelle Probleme die Ursache des Asthmas
waren. Ich bat sie sich auf die in ihrem Körper anwesende Spannung zu
konzentrieren. Danach wandte ich eine Behandlungsmethode an, bei der
der Patient einen leichten Bewusstseinsrückgang erfährt, eine Art
Hypnose. Sowohl die Patientin als auch ich erleben dann die Emotion
von Neuem.
Die folgende Emotion wurde erneut erlebt:
Pauline besuchte einen Arzt, weil ihre Menstruation ausblieb. Die
Praxisassistentin hatte bereits einen Schwangerschaftstest gemacht und
der war positiv. Der Arzt hatte Pauline gerade das Ergebnis des Tests
mitgeteilt. Beim erneuten Erleben war diese Emotion von vor zwei Jahren
deutlich zu spüren, für sie ging die Welt unter und vor ihr tat sich ein
Abgrund auf. Und was sagte der Arzt dann? Der war sauer auf sie und
nannte sie einen Trottel. Ich fühlte zugleich, dass ich der Arzt gewesen
war. Vor zwei Jahren war Pauline in meine Sprechstunde gekommen
wegen dieser ungewollten Schwangerschaft. Ein halbes Jahr zuvor hatte
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ich ihr, nachdem sie um eine „Pille-danach“ gebeten hatte, die
Antibabypille verschrieben. Ihre Mutter hatte die Pillen entdeckt und ihr
verboten sie zu nehmen. Sie war daraufhin ungewollt schwanger
geworden. Ich war böse auf ihre Mutter und auf die Tatsache, dass sie
schwanger war. Das Ergebnis des Schwangerschaftstest aber auch
meine schroffe Reaktion waren für sie nicht zu verarbeiten. Weil sie diese
Emotionen in jenem Moment nicht verarbeiten konnte, wurden sie durch
den Körper blockiert. Ihre asthmatischen Beschwerden waren eine
direkte Folge von dieser Blockade. Durch das erneute Erleben dieser
Emotionen wurden diese teilweise verarbeitet. Danach wird die
Energieblockade kleiner und das Asthma schwächer werden. Die Lehre,
die ich für mich daraus zog, war: Probiere besser in Kontakt mit deinem
Gefühl und vollständig im Jetzt zu sein, dann bist du besser im Stande zu
fühlen, was mit deinen Mitmenschen los ist. Dann ist das Risiko, dass
jemand verletzt wird viel geringer.
Was die Beispiele betrifft, will ich es hierbei belassen. Jedoch möchte ich
noch etwas nennen, was auf alle Beispiele gleichermaßen zu trifft. All die
Menschen aus den Beispielen sind auf die eine oder andere Weise nicht
glücklich. Sie sind nicht vollständig in ihrem Körper anwesend, sie leben
nicht im Jetzt. Sie schleppen sich durch das Leben, weil sie nun mal
geboren wurden, um die Zeit hier auf der Erde rumzukriegen, weil sich
das eben so gehört. Echtes Glück, Wärme und Harmonie sind
größtenteils abwesend.
Das ist das, was mich berührt in all den Jahren, in denen ich medizinisch
tätig bin.
Diese Probleme haben mich motiviert zum Verfassen dieses Buches.
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Kapitel 2
Ziel dieses Buches
Wie schlecht ist es um uns bestellt? Jedes Mal wenn ich durch meinem
Einfühlungsvermögen erfahre wieviel Körperwahrnehmung jemand hat,
fühle ich bei einem großen Teil der Menschen Leere und Abwesenheit in
ihrem Körper. Oft fehlt es in Brustkorb, Bauch und Beinen an Gefühl.
Zugleich ist dann deutlich wahrnehmbar, dass das Körpergefühl eines
sicheren und warmen Körpers abwesend ist. Wo ist ihre Energie hin? Die
Energie ihres Wesens ist oft in ihrem immerfort denkenden Kopf und bei
allerlei Dingen, die weit außerhalb von ihnen sind. Weil bestimmte Ziele
unbedingt erreicht werden müssen, ist alle Energie bei diesen Zielen, alle
Lebensenergie fließt aus dem Körper heraus, hin zu Dingen außerhalb
von uns. Unsere westliche Gesellschaft hat vor allem Respekt vor uns,
wenn wir ganz weit oben auf der Skala der Leistungsgesellschaft stehen.
Ein dickes Gehalt, geschäftliche Erfolge, ein großes Haus, teure Autos
und ein volles Bankkonto. Leistungen, die uns von anderen Menschen
unterscheiden, sind das was zählt.
Der innere Zustand, etwas was von außen nicht direkt sichtbar ist, zählt
nicht mit bei den Leistungsbewertungen von Supermann und Superfrau.
Wenn jedoch die äußerlichen und die materiellen Dinge in Gefahr
geraten, werden alle Mittel benutzt um diese Dinge zu beschützen. Wir
haben eine große Auswahl an Methoden um unsere Errungenschaften zu
beschützen und/oder sie noch auszuweiten: Freundliche und legale
Methoden, aber auch Methoden mit verbaler und/oder körperlicher
Gewalt, Täuschung, Diebstahl, Unterdrückung, Diskriminierung bis hin zu
Morden und Kriegen. Weil viele von uns nicht mehr mit ihrem Gefühl
verbunden sind und nicht mehr durch Emotionen und Gefühle geleitet
werden, tut es nicht mehr weh, wenn wir über die Grenzen unserer
Mitmenschen hinweggehen, wenn wir sie verletzen oder sie sogar töten.
Der Mensch weiß nicht mehr, dass er sein Zuhause, und dadurch auch
sein Glück verloren hat. Und darum ist dieser Mensch auf die Suche
gegangen nach ein wenig Harmonie und Glück zwischen all dem
Glamour und Glitter unserer Gesellschaft. Krampfartig versucht er es zu
sichern. Leider sucht er nicht am richtigen Platz, das echte Glück kann
man nämlich nicht außerhalb seines Körpers finden.
Unsere Aufmerksamkeit bzw. unser Bewusstsein kann aus
verschiedenen Gründen aus unserem physischen Körper weggehen. Ich
will einige Gründe nennen.
- Angst ist die weit verbreiteste Ursache für das Nicht-anwesend-sein in
einem Körper. Die Angst kann derartig heftig sein, dass die Seele den
Körper beinahe ganz verlässt.
- Begierde ist eine zweite wichtige Ursache dafür, dass wir uns selbst
verlassen. Das Begehren kann derart stark sein, dass sich all unsere
Aufmerksamkeit auf dasjenige konzentriert, was wir besitzen wollen und
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auf die Strategie den Besitz zu erwerben. Ein Ziel zu haben, das wir
anstreben, ist nicht verkehrt. Durch Langeweile und Ziellosigkeit
verschwindet unsere Aufmerksamkeit oft oder unsere Aufmerksamkeit
schwebt weit weg. Allzu schnell findet unsere Aufmerksamkeit das jenige,
mit dem wir uns beschäftigen nicht mehr interessant. Es ist wichtig, dass
sich unsere Aufmerksamkeit auf irgend etwas richten kann. Ein Ziel im
Leben zu haben und sich mit etwas Schönem beschäftigen, stimuliert
unser Bewusstsein und bringt uns in das Jetzt. Aber wenn das Ziel alle
Aufmerksamkeit erfordert, so dass wir selbst ohne Energie sind, wird der
Kontakt mit uns selbst geschädigt.
- Unser Bewusstsein kann auch bei Sorgen über die Zukunft anwesend
sein. Besorgtheit geht hervor aus Angst. Die Aufmerksamkeit ist dann
irgendwo in unserer Gedankenwelt und in der Zukunft, nicht bei unserem
Körper und nicht im Jetzt. Wenn man in der Zukunft ist, kann man nicht
mit seinem Körper verbunden sein.
- Ein anderes Beispiel ist Ärger und Wut bei sich selbst entstehen zu
lassen. Diese Emotionen sind echte Energiefresser.
Manchmal sind Menschen böse und wütend auf einen Mitmenschen, eine
große Menge Energie fließt dann weg aus dem Körper zu der anderen
Person. Sie richten dann ihre Aufmerksamkeit auf jemanden, aber in
einer negativen Weise. Es ist nicht gut auf diese Weise Energie zu
verschwenden.
Außerdem verbleibt ein Teil des erzeugten Ärgers im eigenen Körper,
wodurch Energieblockaden entstehen und sich die eigene Gesundheit
verschlechtert. Wenn jedoch Ärger erzeugt wurde und darum im Körper
anwesend ist, ist es gesund diesem Ärger auch Luft zu machen. Auch
diese Energie muss fließen. Das Nicht-äußern von Ärger und das
Blockieren und Einsperren dieser Energie, kostet wiederum sehr viel
Energie. Zusammengefasst: Wenn es nicht notwendig ist, dann erzeuge
keinen Ärger. Wenn der Ärger jedoch schon da ist, dann äußere ihn.
- Unser Bewusstsein kann bei Problemen aus der Vergangenheit
anwesend sein, mit denen wir uns noch stets unbewusst beschäftigen
und herumplagen.
- Alte unverarbeitete Gefühle wie Ärger, Kummer, Einsamkeit usw. sind in
unserem Körper eingelagert. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf unser
Innerstes richten, fühlen wir uns nicht wohl, weil wir mit diesen
unverarbeiteten Emotionen konfrontiert werden.
Unbewusst richten wir darum unsere Aufmerksamkeit nicht auf das
Innenleben unseres Körpers, wir verschließen uns vor unserem Innersten
und entfernen uns von uns selbst.
Viele Menschen leben wie aus einem Körper heraushängende Wesen,
die über einem kalten, starren und verlassenen Körper schweben. Man
kann kein Fließen von Wärme und Liebe zum Körper hin wahrnehmen.
Deutlich kann man fühlen, dass die Menschen nicht mit sich selbst
verbunden sind und keine Wärme und Liebe geben können, weder an
andere noch an sich selbst. Jedoch sind sie oft missbilligend, streng und
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verletzend gegen sich selbst und andere. Sie werten sich selbst ab und
verletzen sich selbst, sie werten ihre Mitmenschen ab und verletzen
diese. Sie sind meistens sehr beschäftigt mit allerlei Aktivitäten und
stehen gut da unserer Gesellschaft. Manchmal ist das Fliehen vor sich
selbst so extrem, dass Menschen das Leben eines anderen anstelle ihres
eigenen Lebens leben. Sie beschäftigen sich mit allen Dingen des
anderen und kennen sich selbst und ihr eigenes Leben nicht.
Unsere Gesellschaft ist zu einem Teil aus dieser Art von Menschen
aufgebaut, die nicht bei sich selbst sind, Menschen, die sich unbewusst
mit unverarbeiteten Emotionen herumplagen und die sich verirrt haben im
äußeren Schein und in der durch die Gemeinschaft aufgebauten
Fiktionen und Luftschlösser. Je länger ich darüber nachdenke, desto
unglaublicher finde ich es immer wieder, dass wir in so einer kranken
und ziellosen Gesellschaft leben.
Die wichtigsten Möglichkeiten gesünder und glücklicher zu werden liegen
darin, an der Heilung der eigenen unbewussten und unverarbeiteten
Emotionen zu arbeiten und in einem Leben aus dem Gefühl heraus. Der
Zweck dieses Buches ist Ihnen Einsicht zu gewähren und sie zu beraten
bei diesem Prozess. Einige Maßnahmen sind:
1) Dass Sie lernen Ihre Aufmerksamkeit von all den unwichtigen Dingen
und Sorgen um sie herum abzuwenden und dass Sie lernen Ihre
Aufmerksamkeit auf Ihren Körper und Ihr Gefühl zu richten.
2) Dass Sie lernen Ihre Aufmerksamkeit von der Vergangenheit und von
der Zukunft abzuwenden und dem Hier und Jetzt sowie Ihrem Körper
zuzuwenden.
3) Dass Sie verstehen, was Körperwahrnehmung ist und dass Sie
wissen, was Sie tun können um Körperwahrnehmung zu erreichen. Im
zweiten Teil dieses Buches werde ich Ihnen einige Methoden erklären,
mit denen Sie Ihr Körperbewusstsein verbessern können. – Dass
Sie ein Stück voran kommen auf dem Weg Ihren Körper besser
wahrzunehmen, dass Sie das Gefühl kriegen mehr verbunden zu sein
mit Ihrer Brust, Ihrem Bauch und Ihren Beinen und dort mehr
anwesend zu sein als in Ihrem Kopf und außerhalb Ihres Kopfs. Dass
Sie sanfter und liebevoller werden, wenn Sie bei Ihrem Körper und bei
Ihrem Gefühl anwesend sind und dass Sie hierdurch zugleich mehr
Selbstwert und Selbstvertrauen bekommen, wir dürfen sein.
4) Dass Sie begreifen, dass auch Sie viele unverarbeitete Gefühle und
Emotionen in sich tragen und dass dadurch der Kontakt mit Ihrem
wahren Selbst teilweise unterbrochen ist. Dass Sie erkennen, dass Ihr
Denken und Ihr Handeln teilweise durch Erlebnisse aus Ihrer Kindheit
beeinflusst werden.
17
5) Dass Sie den Mut aufbringen um schwierigen Emotionen oder
Situationen nicht auszuweichen oder zu entfliehen, sondern dass Sie
sich ihnen stellen. Dass Sie sich den Emotionen, die in Ihrem Körper
fühlbar sind, hingeben. Dass Sie lernen, dass Sie durch die Gefühle
des Lebens hindurch und nicht drum herum müssen.
6) Dass Sie erkennen, dass urteilen und verurteilen aus Angst
entstehende Aktionen eines uns Schaden bringenden Denkens sind.
Dass Sie bedingungslose Liebe für sich selbst und für Ihre Umgebung
finden können, wenn Sie die Erfahrung machen Ihr Bewusstsein auf
Ihren Körper und Ihr Gefühl zu richten.
7) Dass Sie die Täuschungen und die Gefahren unserer
Leistungsgesellschaft erkennen und dass Sie in dieser Gesellschaft
kraftvoll Ihren eigenen Weg gehen.
8) Dass Sie ein wenig Kenntnis von naturheilkundigen Therapien
entwickeln, die hilfreich sein können beim Herstellen des Kontakts
zwischen Ihrem Körper und Ihrem wahren Selbst. Es gibt viele
Therapien, die diesen Kontakt herstellen und so Heilung bringen
können.
9) Dass Sie lernen sich auch für weniger angenehme Gefühle und
Emotionen zu öffnen und dass Sie sich trauen sie zu erfahren und zu
durchleben. Dass Sie so immer mehr Blockaden wegräumen und sich
mehr entspannen können und dass der Kontakt mit Ihrem wahren
Selbst stetig besser wird. Dass Sie schließlich lernen zu genießen,
Wärme und Liebe zu empfangen von und zu geben an die Welt um
Sie herum, wenn sie beginnen aus Ihrem wahren Selbst und aus Ihrer
Körperwärme heraus zu leben.
10)
Dass Politiker eine breitere Einsicht in das Gefühlsleben des
Menschen und in die Naturheilkunde kriegen, wodurch die
energetische Naturheilkunde zweifellos mehr Beachtung und ein
höheres Budget erhalten wird.
11)
Dass das Wissen über den energetischen Anteil von lebenden
Wesen bis in alle medizinischen Universitäten, medizinischen und
paramedizinischen Ausbildungsinstitute vordringt. Dass das Wissen
über den energetischen Anteil von lebenden Wesen ein Bestandteil
dieser Ausbildungen wird, so dass der Patient eine vollständigere
Diagnostik und Therapie erhalten kann.
12)
Dass Krankenhäuser innerhalb kurzer Zeit auch über eine
Abteilung Ganzheitliche Heilkunde verfügen und dass Patienten davon
Gebrauch machen können, ohne zusätzliche Kosten zu haben.
18
Kapitel 3
Wer sind wir, was ist unser Bewusstsein?
Unser Leben beginnt mit BEWUSSTSEIN:
Unser Bewusstsein ist eine Energiebündelung, die Informationen und
Energien enthält. Herkunft, Ursache, Ziel, Zusammensetzung usw. sind
für uns nicht zu verstehen. Bewusstsein ist nicht stofflich, es hat keine
Masse und ist nicht sichtbar. Es ist durchsichtig und kristallklar. Man kann
es nur vage wahrnehmen als etwas in uns, was seine Aufmerksamkeit
auf etwas richten kann. Wir müssen uns mit der Tatsache abfinden, dass
Bewusstsein ein für uns nicht erklärbares Phänomen ist. Aber wir können
die Eigenschaften unseres Bewusstseins und seine Wechselwirkung mit
seiner Umgebung untersuchen. Es besteht eine direkte Verbindung und
eine Wechselwirkung zwischen dem Bewusstsein und dem Körper. Das
Bewusstsein tauscht Energien mit unserem stofflichen Körper aus und ist
durch diesen Energietausch mit unserem Körper verbunden.
Wahrscheinlich verfügt unser stofflicher Körper an einem oder mehreren
Plätzen über Umwandelstellen, die die Körper-Energie in „Bewusstseins“Energie oder auch umgekehrt umwandeln, so dass unser Bewusstsein
dadurch in direktem Kontakt mit unserem Körper stehen kann. Diese Art
der Verbindung können Sie vergleichen mit ferngesteuerten
Verbindungen, die wir aus der modernen Technik kennen, wie z. B. die
kabellose Verbindung mit dem Internet oder die Verbindung zwischen
einem Modelflugzeug und der dazugehörigen Fernbedienung. Beim
Menschen ist diese Verbindung sehr weiträumig und intensiv. Unser
Bewusstsein ist verbunden mit vielen Aspekten unseres menschlichen
Wesens und kann darum den Kontakt herstellen zu allen Gefühlen,
Emotionen, Erinnerungen, Informationen unserer Sinnesorgane und
unseres Denkens. Bei manchen Menschen ist das Bewusstsein mit dem
gesamten Körper verbunden, bei anderen besteht lediglich eine
schwache Verbindung. Viele Menschen sind überwiegend verbunden mit
den Denkfunktionen und weniger mit den Gefühlsfunktionen. Die
Zusammenarbeit von Körper und Bewusstsein besteht also in der Welt.
Sie manifestiert sich durch die eigene Existenz und als ein Mensch mit
einem Ich, der sich unterscheidet von anderen Menschen. In der
folgenden Abbildung finden Sie eine Darstellung der Verbindungen
zwischen Bewusstsein, Körper, Ich und alles außerhalb des Ichs.
19
Dieses System, wie in der oben stehenden Abbildung dargestellt,
funktioniert gut, wenn eine harmonische Verbindung zwischen den
Schichten besteht. Das bedeutet: eine gute Verbindung zwischen
Bewusstsein, Körper und dem Ich und weiterhin eine gute Verbindung
zwischen Bewusstsein/Körper/Ich und der Außenwelt.
Der Ausgangspunkt für einen auf der Erde lebenden Menschen ist:
Bindung von Bewusstsein und Körper
Die Anwesenheit des Bewusstseins im Körper ist nach einiger Übung für
jeden wahrnehmbar. Das Bewusstsein erweckt im Körper ein
Wahrnehmungsgefühl, das meistens als ein fließendes, prickelndes und
warmes Gefühl erfahren wird. Es ist ein Wahrnehmungsgefühl, durch das
wir uns in unserem Körper als anwesend fühlen. Wir erfahren die
Vereinigung von Bewusstsein und Körper als ein sicheres, beruhigendes
und angenehmes Gefühl. Bei jedem ist das Bewusstsein den einen
Moment mehr und den anderen Moment weniger im Körper anwesend.
Diese Anwesenheit ist im wahrsten Sinne des Wortes das
Grundlegendste unseres Erdenleben und unserer Gesundheit.
Wenn das Bewusstsein nicht ausreichend im Körper anwesend ist, wo ist
das Bewusstsein dann hin? Das ist eine wichtige Frage, die wir uns
stellen müssen. Wo ist mein Bewusstsein geblieben? Zur Beantwortung
dieser Frage können wir in die Abbildung schauen.
Unser Bewusstsein kann in jeden anderen Kreis gelangen. Also zum
Körper, zum Ich oder zu allem außerhalb davon (wie Ereignisse und
20
Emotionen aus früheren Leben, zu allem und jedem, dem wir begegnen
in unserem heutigen Leben oder in der Zukunft.)
Bewusstsein gelangt teilweise zum Ich:
Weil wir als Menschen denken, dass wir durch unsere Gesellschaft nur
anerkannt werden, wenn wir viele Leistungen erbracht haben, die in
unserer Gesellschaft geschätzt werden, benutzen wir einen großen Teil
unseres Bewusstseins um ein großes und starkes Ich aufzubauen. Die
Gesellschaft hilft uns mit vielen Ratschlägen turmhohe Ichs zu bauen. Wir
verurteilen uns selbst, wenn wir allen perfektionistischen Maßstäben, die
von der Gesellschaft als Idealbild vorgetäuscht werden, nicht genügen.
Es gibt viele Hilfsmittel: große Häuser, schöne Autos, viele „Freunde“ und
große Leistungen. Unser Bewusstsein schwebt irgendwo herum zwischen
all diesem Ge-Ich. Aber ein „Ich“ ist notwendig; ohne ein „Ich“ haben wir
keinen eigenen Patz in der Gesellschaft. Es ist wichtig zu einem
funktionellen „Ich“ zu gelangen, ohne ein Dieb unseres Bewusstseins zu
sein.
Bewusstsein gelangt teilweise zu allem außerhalb von uns:
Um auf der Erde leben zu können, muss ein Teil unseres Bewusstseins
und unserer Aufmerksamkeit bei allerlei Sachen außerhalb von uns sein.
Aufmerksamkeit für Schule und Ausbildung, Aufmerksamkeit für die
Laufbahn, Arbeit und Broterwerb, Aufmerksamkeit für Unterkunft,
Aufmerksamkeit für Nahrung und Kleidung, Zuwendung für die Familie,
für Freunde und Bekannte, Aufmerksamkeit für die lokale, die Landesund Weltpolitik. Meine Bitte an Sie ist, lassen Sie nicht zu viel
Bewusstsein an all diese Dinge verloren gehen, denn so wichtig sind die
Sachen außerhalb von Ihnen selbst nicht.
Sie sind nicht verpflichtet allem Aufmerksamkeit zu schenken.
Richten Sie erst die Aufmerksamkeit auf Ihr wahres Selbst und auf Ihren
Körper. Sie laufen Gefahr in ein „Burnout“ zu geraten, wenn Sie sich
selbst zu viel weggeben an die Umgebung und an Ihr irdisches Ich.
Bewusstsein ist unbewusst weit weg von uns
Wenn wir in unserer Kindheit Sorgen hatten, wird ein Teil unseres
Bewusstseins noch stets durch diese Sorgen beherrscht. Wir sind uns
dessen jedoch nicht bewusst, weil wir vergessen haben, dass wir früher
Sorgen hatten. Das ist schwierig zu verstehen, doch Sie lesen richtig: Sie
haben es vergessen, aber doch ist ein Teil von Ihrem Bewusstsein noch
bei den alten Sorgen. Noch schwieriger zu begreifen ist, dass unser
Bewusstsein auch beherrscht sein kann durch Sorgen, Ängste oder
andere Emotionen, die nicht von uns selbst aber von Eltern, Großeltern
oder noch älteren Generationen stammen. Am Beispiel der
Regressionstherapie sehen wir, dass unser Bewusstsein selbst bei
früheren Leben verblieben sein kann.
21
Kapitel 4
Was ist mit uns geschehen?
Unser wahres Selbst scheint ein sehr verletzliches und empfindliches
Wesen zu sein. Es hat das Bedürfnis nach Wärme, Anerkennung,
Geborgenheit und Harmonie. Ungewissheit, Unsicherheit, Verurteilung
und Disharmonie erfahren wir als unangenehm. Bedrohung und
Ablehnung machen uns Angst. Wenn die Disharmonie und der Schmerz
für einen bestimmten Menschen zu stark sind und wenn der Mensch sich
selbst außerdem noch als wertlos beurteilt, dann ist dieser Mensch
schnell geneigt den Kontakt mit seinem Körper, seiner stofflichen
Inkarnation, zu unterbrechen. Der große Vorteil besteht darin, dass das
Elend und der Schmerz weniger oder nicht mehr zu spüren sind. Wir
erleben dann, dass wir einen größeren Abstand zu den unangenehmen
Gefühlen in unserem Körper haben, wir können das Gefühl haben, dass
wir schweben und dass wir nicht mehr so fest auf beiden Beinen stehen.
Die Welt um uns herum fühlt sich verschwommener und unwirklich an.
So wie in den Beispielen aus dem Kapitel 1 wiedergegeben, ergeht es
uns allen. Die meisten Blockaden errichten wir selbst und einen Teil der
Blockaden nehmen wir aus unserer Umgebung auf. Es beginnt schon bei
unserem ersten Kontakt mit unserer irdischen Welt. Unser wahres Selbst
hat die Liebe erfahren und genossen von unseren Eltern, aber auch ihre
Disharmonie, ihr Streiten, ihre Verzweiflung und ihr Kummer. Als Baby
und Kleinkind nehmen wir alles wahr, was zwischen den Eltern geschieht,
selbst in der Gebärmutter nehmen wir ihre Emotionen und Gefühle wahr.
Nach unserer Geburt leben wir jahrelang wie ein Schwamm, der Gefühle
und Emotionen aufsaugt. Viele Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern
sind durch diese hohe Empfänglichkeit erklärbar. Das Kind wird krank
durch absorbierten Stress und Disharmonie der Eltern. Das Kind wird
gesund, wenn die Spannungen bei den Eltern sich beruhigen.
Wie die Eltern sich im Innern fühlen oder das Gefühl der Eltern für ihre
Körperwahrnehmung,
wird also von dem Kind absorbiert. Dieses Gefühl kann zwischen starkem
Stress oder Angst und nicht verbunden sein mit dem Körper bis hin zu
einem Gefühl von Harmonie, Entspannung, Wärme und Zufriedenheit
variieren. Das Körpergefühl, welches die Eltern bei sich haben, ist die
Grundlage für das Körpergefühl, das das Kind aufbaut.Wenn jemand eine
Mutter hatte, die unruhig und immer ängstlich war, dann werden die
Kinder dieses Gefühl in größerem oder kleinerem Maße immer bei sich
tragen. Es kann sogar ein Gefühl oder eine Emotion sein, die durch viele
Generationen von Eltern auf Kinder weitergegeben wurde. Eltern, die
entspannt und glücklich sind, geben dieses schöne Gefühl als ein
lebenslanges Geschenk an ihre Kinder mit. Ich möchte Ihnen eine eigene
22
Erfahrung über das Weiterreichen von Emotionen von einer Generation
auf eine folgende berichten. Während eines Kurses empfing ich eine
Probebehandlung der Rebalance Therapie. Die Therapeutin gab mir eine
entspannende Rückenmassage und ging danach zu einer lokale
Massage eines verspannten Rückenmuskels über. Nach einigen Minuten
spürte ich Kummer aufkommen, zugleich fühlte ich, dass es nicht mein
eigener Kummer war. Ich war Teilnehmer des Kummers und des
Denkens von jemand anderem. Die Tränen liefen und ich sagte immer zu:
„Es wird nie wieder gut, es wird nie wieder gut.“ Die Therapeutin
bemerkte während ich weinte: “Das ist nicht aus dem Jetzt. Das ist alter
Kummer.“ In diesem Moment fühlte ich mich verbunden mit dem Schmerz
meiner Urgroßmutter, die ich nur von einem alten Foto kenne, sie lag
weinend im Bett in einem Raum, den ich erkannte. Es war ein Raum in
unserem Elternhaus, der durch die Jahre hinweg nicht viel verändert war.
Und dann verstand ich, was geschehen war. Ich kannte die Geschichte,
dass mein Urgroßvater einen Betriebsunfall in seiner Bierbrauerei gehabt
hatte. Drei Tage nach dem Unfall war er gestorben (1893). Der Kummer,
den ich erneut erlebte, war der Kummer meiner Großmutter nach dem
Unfall ihres Mannes. Auf ihrer Sterbeurkunde sah ich später, dass sie
einen Monat nach ihm verstorben war. Ich denke, dass Kummer und
Verzweiflung wichtige Ursachen für ihren Tod waren. Nach meinem
Weinkrampf war der Schmerz in meinem Rücken, der jahrelang
angespannt und hart war, vollständig zur Entspannung gekommen.
Seitdem habe ich ein herrlich lockeres und entspanntes Gefühl in meinem
Rücken. Jahrelang habe ich dieses Familienerbe mit mir herumgetragen.
Und ich werde wohl noch mehr von meinen Vorfahren mit mir tragen,
sowohl schöne Sachen als auch weniger schöne Dinge.
Unser Körpergefühl, die Art und die Intensität, mit der unsere Seele mit
unserem Körper verbunden ist, haben wir also zu einem Teil von unseren
Eltern, Großeltern und auch von denen, die um uns herum waren, als wir
aufwuchsen, übernommen. Den anderen Teil unseres Körpergefühls
haben wir selbst erschaffen. Unsere Seele trägt viel dazu bei, indem sie
einen guten oder nicht so guten Kontakt mit dem Körper eingeht.
Emotionen können wir nur fühlen, wenn das, was sie in unserem Körper
bewirken, wahrnehmen. Die verschiedenen Emotionen sind an
verschiedenen Stellen des Körpers spürbar. Erschrecken fühlen wir zum
Beispiel auf der Brust, Angst fühlen wir in den Armen und in den Beinen,
Kummer spüren wir meistens im Bauch. Wenn es angenehm ist, kommt
unsere Seele in Kontakt mit diesen Gefühlen in unserem Körper. Wenn
wir die Emotion nicht verkraften können oder wenn es unangenehm ist,
hat unsere Seele die Neigung den Kontakt zu unterbrechen. Die
unangenehmen Sachen schließen wir aus unserem Bewusstsein aus, wir
errichten Blockaden um unser Bewusstsein zu verschließen vor den
Stellen, an denen im Körper die negativen Emotionen fühlbar sind. Der
Körper hat viele unbewusste Mechanismen um die Körperwahrnehmung
zu blockieren, zum Beispiel durch das Anspannen von Muskeln, durch
23
oberflächliches Atmen, durch blockierende Haltung der Wirbelsäule,
durch das Unbeweglichmachen von Schädelknochen. Krankheiten
können auch mithelfen beim Errichten von Blockaden. Nach einer
schweren Krankheit haben wir manchmal für eine kurze oder längere Zeit
kein Körpergefühl. Bei den Beispielen haben wir auch das Pfeiffersche
Drüsenfieber besprochen. Gelenkabnutzung führt zu
Schmerzbeschwerden und blockiert durch diesen Schmerz das Fließen
der Körperenergie und die Körperwahrnehmung. Aber auch von Außen
kommende Ursachen wie Brandwunden, Unfälle mit Narben und
Knochenbrüchen können unserem Bewusstsein helfen die
Körperwahrnehmung zu blockieren. Mir drängt sich jeweils die Frage auf:
Warum erleidet die eine Person Krankheiten und Unfälle und ein Anderer
nicht? Werden die krankmachenden Bakterien, wenn es nötig ist, durch
den Blockierungsmechanismus zu Hilfe gerufen? Besteht ein
Zusammenhang zwischen dem Blockierungsmechanismus und
Unfällen/Krankheiten?
Ich habe oft den Eindruck, dass ein Zusammenhang besteht. Der Körper
fragt unbewusst darum, wie eine Art Verzweiflungsaktion, um ein ernstes
Unglück zu erleiden, wodurch wiederum langanhaltende und starke
Blockierungen im Körper erschaffen werden.
Das Blockieren unseres Bewusstseins kann auch bewusst erfolgen: In
unserer Gesellschaft wird uns von Klein an beigebracht Ereignisse in
unserem Leben zu rationalisieren und nicht zu fühlen. Wir versuchen
Gefühle, Verlangen und Emotionen mit unserem Denken zu beschreiben
und zu beherrschen.Was wir in Wirklichkeit tun, ist, dass wir diese
Erfahrungen mit Hilfe unseres Intellekts abmildern und unterdrücken.
Meistens blockieren wir schwierige Emotionen und Erinnerungen jedoch
unbewusst.
In unserem Körper ist ein Mechanismus wirksam, der Emotionen
verwischt und blockiert, mit denen wir uns schwer tun. Wenn jedoch eine
Emotion verwischt wird, verwischt nicht die Emotion selbst, sondern
unser Bewusstsein und unsere Wahrnehmung davon. Es scheint als ob
die Emotion schwächer geworden ist. In Wirklichkeit haben wir einen Teil
unseres Bewusstseins und unserer Wahrnehmung abgeschlossen. Das
Rationalisieren und das Verschließen vor Gefühlen ist also eine Aktion,
die unser Bewusstsein Schritt für Schritt verschließt und verkleinert.
Unser Bewusstsein zieht sich zurück von den Lebenswahrnehmungen in
unserem Körper. Wenn wir uns absperren, indem unser Körper die
Emotionen verwischt und blockiert, entstehen allerlei Phänomene als
Folge der Sperre, wie Schläfrigkeit, extreme Müdigkeit, Zerstreutheit,
Verwirrtheit, depressiv sein oder sehr beschäftigt sein.
Der Verteidigungsmechanismus gegen die schweren Emotionen ist
nachvollziehbar und verständlich. So bleibt unser Bewusstsein frei von
24
dem unangenehmen Teil der irdischen Erfahrungen. Wir erfahren nur
Freude und Harmonie, das Elend gelangt so nicht nach Innen. Hier haben
wir jedoch ein großes Problem. Denn, das was unser wahres Selbst als
Elend sieht und wovor es sich verschließt, kommt doch durch unsere
Sinnesorgane in unseren Körper und wird auf diversen Plätzen
eingelagert. Die negative Energie strömt in unseren Körper und nistet
sich auf dem für die Emotion geeigneten Platz ein. Wenn wir die Emotion
nicht fühlen und nicht verarbeiten, dann behält die Emotion ihre Energie.
Die Energie der Emotion kann nicht weg, sie wird als das Wahre
konserviert und vor Ort eingelagert. Der betroffene Körperteil behält
jahrelang diese Energie und Information. Die Emotion nimmt so einen Teil
des Raumes unseres Körpers ein.
Um den Mechanismus von Verarbeiten oder Einlagern zu verdeutlichen
noch ein paar Beispiele. Zuerst ein Beispiel für Verarbeiten:
Ich fuhr allein im Auto auf einer Hauptstraße. Ein anderes Auto, eine
grüne hässliche Ente, kam aus einer Seitenstraße von rechts auf die
Hauptstraße. Ich riss das Steuer herum und wich so der plötzlichen
Gefahr über die linke Straßenseite aus. Aber, nach dem Ausweichen
25
setzte sich die Drehbewegung fort. Ich drehte um 360 Grad und kam auf
der Mitte der Straße zum Stehen. Ich kann mich erinnern, dass ich
beinahe automatisch in einen kleineren Gang zurückschaltete und
weiterfuhr. Im Spiegel sah ich, dass sich die hässliche Ente noch immer
an der selben Stelle auf der rechten Straßenseite befand. Bereits
weiterfahrend begann ich zu realisieren, dass das gut abgelaufen war, für
die Ente und für mich. Ich dachte noch, sollte ich nicht besser kurz
anhalten? Aber es war ja nichts geschehen, also einfach weiterfahren.
Ungefähr anderthalb Minuten später bemerkte ich, dass meine Beine
anfingen zu zittern. Ich erinnere mich, dass ich mich voller Überraschung
über das Zittern für dieses Gefühl öffnete. Ein wenig später bemerkte ich,
dass ich vollständig zitterte, vom Kopf bis zu den Zehen. Ich konnte
jedoch weiterhin fahren. Das Zittern war stark aber nicht unangenehm.
Ich war überrascht, dass der Körper so reagierte auf das BeinaheUnglück. Die Emotion konnte durchfließen und wurde durch den Körper
verarbeitet. Die Energie der Emotion des Erschreckens wurde
umgewandelt in Zittern. Auf diese Art entlud sich die Energie der
Emotion. Diese Emotion behindert mich nicht mehr.
Nun ein Beispiel für Einlagern:
Wenn ich mit der grünen hässlichen Ente zusammengestoßen wäre und
wenn ich Verwundungen davon getragen hätte, dann hätte ich diesen
Stress nicht durchfließen lassen. Das habe ich in der Hausarzt-Praxis oft
gesehen. Menschen, die einen Unfall mit Verwundungen erleben, sind
durch den Schreck, den Schmerz oder durch anderes körperliches
Unbehagen so in Beschlag genommen, dass sie die Emotionen nicht
durchlassen. Im Durchschnitt einmal in zwei Wochen wird ein Patient in
die Praxis gebracht, der einen Unfall erlitten hat. Ächzend und stöhnend
kam so ein Patient in die Praxis. Ich war jedes Mal mehr berührt durch
den Schreck und das angespannte Gefühl, dass sie mitbrachten, als
durch die Prellungen und Verwundungen. Wenn der Patient auf der
Untersuchungsliege lag, ermutigte ich ihn oder sie sich zu entspannen,
bevor ich mir die Verwundungen ansah. Wenn das Entspannen nicht
ausreichend glückte, gab ich ein Aromatherapie-Mittel (Rescue Remedie
von Healing Herbs oder Terra von Bram Zaalberg zu Horst) um zu helfen,
die Emotionen für diese Person annehmbar zu machen. Weil die Atmung
durch der Schreck meist stark eingeschränkt war, bat ich den Patienten
darum einige Male tief durchzuatmen. Wenn der Patient sich ausreichend
entspannen konnte, sah ich eine tiefere Atmung und machmal kam auch
ein Weinkrampf. Kurz nachdem die Spannung, die durch das Blockieren
aufgebaut war, begann abzufallen, startete ich meine reguläre
medizinische Untersuchung. Ich dachte mir: , Es soll für einen Arzt in der
Unfallstation unbegreiflich sein, dass zuerst die Emotionen und danach
die Schnittwunden und Prellungen‘. Ich konnte jedoch nicht anders, und
meine Patienten hatten nach der Behandlung keine Spannung und
26
keinen Schrecken vom Unglück mehr bei sich. Weil Emotionen nicht
sichtbar gemacht werden können mit Labor- oder
Röntgenuntersuchungen und weil sie in kurzer Zeit keinen sichtbaren
Schaden anrichten, wird die Daseinsberechtigung der Emotionen durch
die Schulmedizin und die Erste Hilfe nicht anerkannt. Jährlich habe ich
dutzende von Patienten gesehen, deren Verwundungen zwar geheilt
waren, aber nicht der eingelagerte Schrecken und die Angst. Wenn man
nichts von einem Unglück zurückbehalten will, dann hat auch das
Emotionelle Aufmerksamkeit und Pflege nötig.
Das waren zwei Beispiele für den Umgang mit Emotionen. Das erste
Beispiel von dem Beinahe-Zusammenstoß mit der hässlichen Ente, wo
die Spannungen in meinem Körper zittern konnten. Die Emotion verlor
ihre Energie durch das Zittern. Das zweite Beispiel, die verletzten
Patienten, die durch den Stress und durch die Spannung nicht im Stande
waren ohne Hilfe, die Spannung loszulassen. Emotionen wie in diesen
zwei Beispielen erfahren von Klein an in unserem Leben. Die
unangenehmen Gedanken oder Emotionen werden entweder verarbeitet
oder sie werden eingelagert. Wenn wir die Emotionen annehmen und
verarbeiten können, verlieren sie ihre Energie und sie verschwinden
anschließend.Wenn sie eingelagert werden, weil es für diesen Moment zu
viel oder zu schwer ist, behalten sie ihre Kraft und nehmen einen Teil
unseres Körpers in Beschlag. Das ist tausende Male mit uns passiert.
Jedes Mal von Neuem unterdrücken wir unser Gefühl, so dass wir den
Schmerz, den wir in unserer traumatischen Umgebung und traumatischen
Gesellschaft, nicht fühlen müssen. Jedes Mal verliert unser wahres Selbst
den Kontakt mit jeweils einem anderen Stück unseres Körpers.
Weil unser irdisches Bewusstsein bestimmt wird durch die Menge
unseres Körpers, über die wir verfügen, wird unser Bewusstsein stets
kleiner. Jeder verspannte Muskel in unserem Antlitz ist verbunden mit
einem nicht verarbeiteten Erlebnis. Wenn Ihr Körper starr und
unbeweglich durch die verspannten Muskeln ist, dann haben Sie zuviel
angesammelt.
Wir wollen keine unangenehmen Dinge fühlen, deshalb blockieren wir
unser Gefühl. Wir werden gefühllos und dadurch unnahbar und kalt. Oft
reicht es noch weiter als nur das Gefühl zu blockieren: Wir wollen auch
keine unangenehmen Gedanken haben, deshalb blockieren wir unser
Denken. Das Resultat ist dann, dass wir vergesslich werden und dass
unser Denkvermögen, unsere Intelligenz abnimmt.
Was ist mit uns geschehen? Wir konnten verschiedene Emotionen und
Erlebnisse, denen wir auf unserem Lebensweg begegnet sind, nicht
annehmen. Wir waren dem Leben auf dieser Erde nicht gewachsen. Wir
konnten Situationen nicht durchleben, die Konfrontation war zu schwer für
27
uns. Mit uns allen ist viel geschehen, wir haben alles sicher eingelagert
und konserviert in unseren Körpern.
Es sind übrigens nicht nur die traumatischen Ereignisse die uns Schaden
können, zum Beispiel auch das nicht zur Ruhe kommen können und das
nicht Selbst sein können. Es ist für ein Kind notwendig, dass es Ruhe hat
und Zeit für sich selbst um die Verbindung der Seele mit dem Körper zu
erfahren und zu festigen. Wenn ein Elternteil unruhig oder besorgt ist,
dann kann eine Situation entstehen, in der der Elternteil beinahe
kontinuierlich auf das Kind einspricht und diese Einmischung den ganzen
Tag andauert. Das Kind kann dann kein Gefühl entwickeln mit seinem
eigenen Körper und es wird behindert, darin es Selbst zu sein. Auch eine
strenge autoritäre Erziehung, in der das Kind nicht in irgendeiner Art und
Weise seinen eigenen Weg und seine eigene Richtung bestimmen kann,
kann ernste Schäden an diesem jungen Leben anrichten. Außerdem
sehen wir oft, dass später ein Partner gewählt wird, der die gleichen
Eigenschaften hat, wie ein oder beide Elternteile. Scheinbar fühlt es sich
für uns gut und sicher an, einen Partner zu haben mit den gleichen
Eigenschaften wie unsere Eltern. Jedoch wird so ein krankmachender
Einfluss unserer Eltern unbewusst durch einen Partner mit den gleichen
Eigenschaften fortgesetzt.
Viele von uns verweilen schließlich in einem Zustand, in dem der Körper
verlassen ist und eine Rückkehr in den Körper blockiert ist. In diesem
Zustand ist es für unser wahres Selbst nicht möglich einen guten Kontakt
mit dem Leben zu haben und wir haben auf allerlei Weise
Einschränkungen in unserem Funktionieren. Wir haben eine mäßige
körperliche und geistige Gesundheit, wir können uns nicht in Situationen
einfühlen, wir sind weniger intuitiv, aber vor allem fühlen wir uns nicht gut
und entspannt. So fühlen wir uns nicht glücklich.
„Was ist mit uns geschehen“; Zusammenfassung:
Die Art und Weise wie wir im Leben stehen und der Kontakt, den wir mit
uns selbst und mit unserem Körper haben, haben wir zum Teil
übernommen von unseren Eltern, Großeltern und denen, die uns
erzogen. In unseren jungen Jahren konnten wir uns nur schwer
verschließen vor ihren Emotionen und Gefühlen und wir haben von ihnen
diverse Eigenschaften übernommen.
Aber auch wir selbst haben unser Bewusstsein begrenzt: Unser
Bewusstsein ist verbunden mit unserem Körper und erfährt das Gefühl
und die Emotionen, die darin anwesend sind. Wenn die Emotionen zu
schwer waren, haben wir diese durch das Errichten von Blockaden
außerhalb von unserem Bewusstsein gehalten. Dadurch waren die
Körperwahrnehmung und die betreffende Emotion nicht mehr spürbar.
28
In unserem Körper sind Emotionen eingelagert, die wir nicht verarbeitet
haben und auch gar nicht kennen. Die Stelle, an der sie eingelagert sind,
ist für unser Bewusstsein und unsere Lebensenergie nicht mehr
zugänglich. Die nicht gut funktionierende Versorgung mit Lebensenergie
an diesen Stellen kann bis zu Krankheiten führen.
Haben wir ausreichend Raum, Freiheit, Geborgenheit und Ruhe von
denen, die uns groß zogen bekommen, um eine eigene Persönlichkeit zu
entwickeln und um ein Gefühl von innerer Sicherheit und Harmonie zu
erfahren? Und bringen diesen Respekt auch unseren Mitmenschen und
unseren Nachkommen entgegen?
Kapitel 5
Wie können wir unser Bewusstsein in Kontakt
bringen mit unserem Körper und unserem
wahren Selbst und wie können wir diesen
Kontakt aufrecht erhalten?
Teil 1 dieses Buches hat Ihre Vorstellung verbessert von unserem
Bewusstsein und der Verbindung, die das Bewusstsein mit unserem
Körper und mit der Wahrnehmung der Energie in unserem Körper und um
ihn herum hat. Von nun an werde ich neben dem Wort Bewusstsein auch
regelmäßig den Begriff Aufmerksamkeit verwenden. Denn „Bewusstsein“
ist das Gleiche wie „unsere Aufmerksamkeit“.
29
Wir werden in Teil 2 unsere Vorstellung von Bewusstsein vertiefen und
erweitern in Richtung erfahren und fühlen. Das bedeutet, dass wir uns
von nun an nicht mehr auf die theoretische Betrachtungsweise
beschränken können. Wir müssen der Theorie einen Erfahrungsteil
hinzufügen. Nachstehend folgt eine Auflistung von Begriffen, Ratschlägen
und Erwägungen, die wir für den praktischen Teil brauchen:
Körpergefühl, fühlen, gewahr werden: Lernen zu fühlen und lernen die
Körperwahrnehmung zu erkennen. Viele von uns verstehen nicht, was
Körpergefühl ist. In Kursen höre ich regelmäßig Sätze, wie „Ich fühle
nichts, was muss ich denn fühlen?“ Wir sollten Übungen machen, bei
denen allerlei Gefühle der Körperwahrnehmung erweckt werden, die von
jedem deutlich wahrgenommen werden. Wenn Menschen dann etwas
von der Körperwahrnehmung erfahren, sind sie oft beunruhigt darüber.
Sie sagen: „Meine Arme und Beine fühlen sich so schwer an und es ist,
als ob sie leicht prickeln, ist das in Ordnung?“ Oder: „Es ist jedes Mal so
sonderbar, wenn ich meinen Körper fühle, ich bin dann so emotionell und
beginne immer zu weinen ohne zu wissen warum.“ Das elementarste
Gefühl, das Sie erfahren können, ist das Körpergefühl. In einem späteren
Stadium gibt es noch andere subtilere Gefühle und Erfahrungen zu
beobachten, wie das Energiefeld um unseren Körper herum sowie die
Information, die wir als Intuition wahrnehmen. Jedoch ist es am
wichtigsten die Körperwahrnehmung fühlen zu lernen.
Menschen, die nichts fühlen:
Ich schätze, dass ungefähr 30 % der Menschen überhaupt kein Gefühl für
ihren oder mit ihrem Körper haben. Wenn ich an die Zeit meiner ersten
Kurse Naturheilkunde denke, erinnere ich mich, dass die meisten
Teilnehmer mehr fühlten und eine viel bessere körperliche Wahrnehmung
hatten als ich selbst. Ich verstand überhaupt nichts davon. Ich traute mich
in dieser Gruppe auch nicht darüber zu sprechen. Erst jetzt verstehe ich,
was die Ursache dafür war. In meinen jungen und allerjüngsten Jahren
hatte sich meine ängstliche und sensible Seele weit aus meinem Körper
zurückgezogen. Meine Seele konnte den Stress, die Emotionen und
diverse Sorgen meiner Eltern zusätzlich zu dem Stress in meiner
Umgebung, nicht mehr verarbeiten. Mein Aufenthaltsort war nun in
meinem Kopf und außerhalb davon. In meinem Körper war ich fast gar
nicht anwesend. Nun erst verstehe ich, warum ich in meiner Kindheit
keine gute Gesundheit hatte. Oft war mir schwindelig und hyperventilierte
ich, weil in meinem Körper fast keine Lebensenergie anwesend war. Ich
kann nun erklären, warum ich eine hölzerne Motorik hatte und schlecht in
Gymnastik war. Nach vielen Kursen und Übungsstunden habe ich gelernt
in meinem Körper anwesend zu sein, ich habe gelernt in mir drin zu
fühlen. Auch Patienten habe ich so in ihren Körper zurückkehren sehen.
30
Der Prozess verlief niemals von selbst. Jedes Mal war ein aktiver Einsatz
des Patienten und des Therapeuten notwendig.
Menschen, die monatelang nichts fühlen, trotz der Versuche mit sich
selbst in Kontakt zu kommen, müssen einfach weitermachen den Kontakt
wieder herzustellen. Der Kontakt mit Ihrem Gefühl kommt, das Arbeiten
an sich selbst wird belohnt. Menschen, die nichts fühlen sind seit weit
entfernt von ihrem Körper und das Gefühl scheint dann verborgen zu
liegen in einem Betonbunker mit meterdicken Mauern. Sie besuchen
diverse Therapeuten und sind durch jeden Misserfolg mehr enttäuscht.
Doch es ist für jeden möglich mit seinem Körpergefühl in Kontakt zu
kommen. Derjenige, dem es nicht gelingen will, muss es weiterhin
versuchen und probieren.
Der Begriff „loslassen“: Wenn wir unsere Körperwahrnehmung fühlen
und erkennen, werden wir bemerken, dass Teile unseres Körpers wenig
bzw. gar keine Wahrnehmung haben. Der Zugang zu diesem Gebiet ist
versperrt durch eine beständig anwesende Kraft, die einen Teil des
Körpers angespannt hält, so dass der Teil unseres Körpers hinter der
angespannten Stelle nicht mehr wahrzunehmen ist. Auch eine
oberflächliche Atmung, eine Hypoglykämie, Müdigkeit oder
Schwindelgefühl und Bewusstseinsrückgang können BlockadeMechanismen sein, durch die wir unbewusst unser Bewusstsein trüben.
Die im Körper eingelagerten Gefühle, die durch das angespannte Gebiet
oder durch ein getrübtes Bewusstsein blockiert werden, sind zum Beispiel
ein großer Kummer, Einsamkeit, ein starker Ärger oder ein Panikgefühl.
Der Begriff loslassen bedeutet in der Naturheilkunde das Freiwerden und
Verarbeiten dieser für unser Wesen schwer zu verarbeitenden
Emotionen. Loslassen bedeutet sich zu trauen die anwesenden
Emotionen wie Angst, Kummer, Einsamkeit und Ärger usw. zu fühlen und
zuzulassen in unserer Erfahrungswelt. Wenn die Emotionen einfach sein
können, werden sich die durch unseren Körper aufgebauten Blockaden
auflösen. Vollständiges Loslassen von Emotionen funktioniert erst, wenn
wir aus einem Gefühl von Geborgenheit verbunden mit einem warmen
und liebevollen Gefühl auf unsere Emotionen schauen und sie wieder
erleben. Wenn andere Personen von diesen Emotionen betroffen waren,
können wir ihnen liebevolle Aufmerksamkeit schenken und wir können
liebevoll vergeben. Der Prozess des Loslassens ist nicht einfach.
Geborgenheit, Wärme und viel Liebe sind notwendige Voraussetzungen
dafür.
Das Erschaffen eines warmen, angenehmen Körpergefühls und das
Erden: Wenn wir mit alten schmerzvollen Emotionen in Kontakt kommen,
die eingelagert in unserem Körper liegen, können wir derart erfasst
werden, dass wir aus unserer Balance oder in Panik geraten, sogar unser
Denken kann verwirrt sein. Unser Bewusstsein wird schnell alle
Sicherheitsklappen runterlassen und hermetisch abschließen, so dass die
zu schwere Emotion oder der Schmerz nicht mehr wahrnehmbar sind.
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Wenn wir mit schweren Emotionen oder Schmerz in Kontakt kommen, ist
es notwendig, dass unser Körper ein sicherer Ruheplatz für uns sein
kann. Ein warmes Gefühl innerhalb unseres Körpers kann als Ruheplatz
und Heimatort dienen, an dem wir sicher sind und einfach sein können.
Wenn wir in unserem Körper ein angenehmes und warmes Körpergefühl
spüren, dann ist es möglich sich auch zu behaupten, wenn schwierige
emotionelle Situationen ins Bewusstsein kommen. Sie fühlen sich stärker
und sind viel weniger verletzlich, wenn Sie ein richtig angenehmes Gefühl
in Ihrem Körper erfahren. Es ist von großer Wichtigkeit Methoden und
Körperübungen zu kennen und zu praktizieren, mit denen Sie dieses
angenehme und sichere Gefühl im Körper erschaffen können. Mit diesem
Körpergefühl meine ich das Gefühl, dass ein Sportler nach einigen
Stunden intensiven Sports hat oder dass ein früherer Landwirt hatte,
nachdem er den ganzen Tag auf dem Feld gearbeitet hatte. Dieses
Gefühl hilft unserem wahren Selbst mit unserem Körper verbunden zu
sein. Ein anderes Gefühl, das auch Sicherheit bringt, ist das Gefühl mit
beiden Beinen fest auf der Erde zu stehen. Dieses Gefühl entsteht, wenn
ein Teil unserer Aufmerksamkeit im Becken, in den Beinen und in den
Füßen verweilt. Wenn wir ausreichend Körperwahrnehmung in diesen
Gebieten haben und wir unsere Füße fühlen, dann sind wir geerdet. Es
gibt verschiedene Übungen um die Aufmerksamkeit nach unten zu
richten und dadurch besser geerdet zu sein. Liebevolle Menschen um
uns herum, die uns gutheißen und die uns Geborgenheit erfahren lassen,
sind selbstverständlich eines der kraftvollsten Hilfsmittel um uns
beizustehen wenn schwierige Emotionen in unserem Bewusstsein
zulassen.
Wenn wir in eine schwierige Situation geraten und wir haben dieses
warme, sichere und einigermaßen geerdete Gefühl nicht, dann kann die
Seele zu einem Teil aus unserem Körper wegfließen. Weil wir dann viel
weniger verbunden mit unserem Körper sind, haben wir das Gefühl, dass
wir nicht mehr in der Realität sind, als ob wir einer Traumwelt leben.
Dadurch werden wir ängstlicher und flüchten noch weiter aus unserem
Körper weg. Wir nennen dieses Phänomen Hyperventilation. Unser
Körper transpiriert und bebt, manchmal entstehen Krämpfe und
Schmerzen. Alle Übungen, die in diesem Buch beschrieben sind, helfen
mit, Wärme und Sicherheit in unseren Körper zu bringen und darum auch
Hyperventilation entgegenzuwirken.
Die Konfrontation aufnehmen mit alten Schmerzen und Emotionen
Wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit in unseren Körper gehen, spüren
wir neben der Wahrnehmung unseres Körpers auch allerlei andere
Gefühle. Unsere Gefühle sind ja nicht im Gehirn eingelagert sondern
können auf jedem Fleck unseres Körpers eingelagert liegen. Es gibt
Plätze an denen nichts zu fühlen ist und es gibt Plätze wo schöne
Gefühle anwesend sind. Aber es gibt auch Plätze, wo ängstliche,
32
schmerzvolle, kummervolle und und noch viele andere Sorten
unangenehmer Gefühle spürbar sind. Die ersten Male ist es ein großer
Schritt sich zu trauen zu fühlen und die unangenehmen Gefühlen
zuzulassen. Unsere Seele oder unsere Aufmerksamkeit wird allein dann
einen Kontakt herstellen mit unserem Körper, wenn unsere
Aufmerksamkeit der Erfahrung gewachsen ist oder wenn diese Erfahrung
angenehm ist. Weil die irdischen Erfahrungen oft unangenehm sind,
können wir einen Vorteil davon haben, wenn wir lernen wir selbst zu
bleiben, so bald wir mit negativen und schmerzvollen Gefühlen
konfrontiert werden. Wir können Übungen machen, bei denen wir die
Konfrontation eingehen mit Schmerz, Kälte, Kummer, Angst, Einsamkeit
und auch weniger starke Emotionen wie Langeweile, Enttäuschung,
Armut usw. Diese Übungen sind schwierig; eine Begleitung durch einen
Therapeuten, der Erfahrung hat darin, Emotionen nach oben kommen zu
lassen, ist zu empfehlen. Danach wird das Wagen die Emotionen zu
fühlen einfacher und die Blockaden können einfacher aufgelöst werden.
Der Prozess erfordert Mut:
Die eine Person bekommt schnell Angst, ein anderer hingegen hat viel
Mut. Wenn wir viel Mut haben, dann fühlen wir selten Angst. Um alte
Ängste und Emotionen von neuem vor Augen zu haben, ist Mut
erforderlich. Auch um Veränderungen und Erneuerungen im Leben
umzusetzen, ist Mut erforderlich. Wenn wir alte sichere Gewohnheiten
und Bräuche loslassen, erfahren wir Angst. Wenn wir es nicht wagen
durch diese Angst hindurch zu gehen, halten wir weiterhin an unserem
vertrauten und sicher blockierten Körper fest mit allen Begrenzungen und
Nachteilen. Manchmal hat jemand im Leben keine Wahl, er oder sie wird
durch die Umstände gezwungen durch ein angsteinflößendes Geschehen
hindurchzugehen. Oft hilft der Ansporn eines Therapeuten um sich gegen
die Angst zu behaupten. Auch eine Aromatherapie kann helfen die Angst
loszulassen. Wenn Sie Angst fühlen, schauen Sie dann ob wirklich
Gefahr besteht. Wenn keine echte Gefahr besteht, lassen Sie sich dann
durch die Angst nicht von Ihrem Weg abbringen.
Der Prozess erfordert Kraftaufwand:
Es ist ein Lernprozess. Wenn Sie das Auto Ihrer Eltern in deren
Begleitung fahren durften, haben Sie auf eigene Art und Weise fahren
gelernt. Wenn sie danach bei einer Fahrschule Fahrstunden nehmen,
kostet es viele Lerneinheiten um die angelernten Fehler zu verlernen und
die richtige Art und Weise des Autofahrens zu erlernen. Unser Verstand
weiß, wie wir fahren müssen. Jedoch, unser Körper muss lernen welche
Bewegungen wir mit dem Lenkrad machen müssen, unser Körper lernt
Einschätzungen vorzunehmen usw. Der Lernprozess um die Verbindung
33
mit dem Körper herzustellen, ist vergleichbar mit dem Lernprozess des
Autofahrens, jedoch ist er noch etwas komplizierter. Das ist eine
Erklärung, warum wir es nicht einfach in ein paar Stunden lernen können.
Lernen regelmäßig, mehrere Male am Tag zu kontrollieren, ob unsere
Seele ausreichend in Kontakt mit unserem Körper steht:
Anders gesagt: Es zu bemerken lernen, wenn unsere Aufmerksamkeit
den Kontakt mit dem Körper und mit dem Jetzt unterbricht. Durch Angst,
Sorgen, Verlangen, unzufrieden sein, Ärger und noch viele andere
Emotionen lösen wir uns von unserem Körper. Gebrauchen Sie dann
Ihren Verstand um diese Situation zu erkennen und um zu beschließen
wieder in das Gefühl und in das Hier und Jetzt zurück zu gehen. Wenn
Sie durch Emotionen zu einem Platz weit außerhalb Ihres Körpers gehen,
bemerken Sie das bei sich selbst und beurteilen Sie, ob es für Sie
sinnvoll ist. Ein Beispiel: Wenn Sie auf jemanden wütend sind, dann
können Sie sich von dieser Emotion in Beschlag nehmen lassen und weit
außerhalb von Ihnen selbst sein oder von Sinnen sein. Jedoch verlieren
Sie so den Kontakt mit sich selbst und Sie schaden sich selbst mehr als
demjenigen auf den Sie wütend sind. Wenn sich so eine Situation
einstellt, bemerken Sie es dann und beurteilen Sie dann die
Zweckmäßigkeit des wütend seins für Sie selbst. Ein zweites Beispiel:
Wenn Sie den ganzen Arbeitstag die Aufmerksamkeit auf Ihre Arbeit
lenken, geht das auf Kosten der Aufmerksamkeit für Sie selbst und für
Ihren Körper. Finden Sie heraus auf welche Art Sie sich selbst
regelmäßig ein wenig Aufmerksamkeit schenken können, wenn Sie viel
beschäftigt sind. Erschaffen Sie im Zeitschema Ihrer Arbeit Momente der
Aufmerksamkeit für sich selbst. Ein drittes Beispiel: Untersuchen Sie
kritisch, ob Ihr Bewusstsein nicht mehr bei anderen Personen als bei
Ihnen Selbst ist. Es gibt Menschen, die ständig mehr mit dem Leben
anderer verbunden sind, als mit ihrem eigenen Leben. Sie fühlen, was
andere erleben, sie lenken andere und helfen anderen. Ihr Bewusstsein
ist ihr ganzes Leben lang nicht bei ihnen selbst sondern eigentlich bei
dem Anderen. Für die Außenwelt erscheinen diese Personen als ein
liebevoller Ehepartner, sorgsame Eltern oder sich selbst aufopfernde
Sozialarbeiter. In Wirklichkeit sind es Menschen, die ihr eigenes Leben
nicht annehmen und fühlen wollen. Sie verlagern ihre Aufmerksamkeit auf
Kinder oder unselbständige bzw. hilfsbedürftige Mitmenschen und sie
entziehen diesen ihre Selbständigkeit. Durch ihre Neigung sich überall
einzumischen und durch ihren lenkenden Einfluss machen sie den
Anderen unselbständig und noch abhängiger. Mit solch einer Hilfe
schaden Sie unbewusst und ungewollt dem Leben des Anderen und Sie
schaden sich selbst, weil Sie niemals mit sich selbst in Kontakt kommen,
wenn Ihr Bewusstsein immer bei anderen verweilt.
Zusammengefasst: Tragen Sie Sorge für einen guten Kontakt mit Ihrem
eigenen Körper und kontrollieren Sie das mehrere Male am Tag. Sie
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sollten ständig „online“ sein mit Ihrem Körper und mit der Harmonie und
dem Frieden tief in sich selbst.
Auch empfehle ich Ihnen eine Pause für sich selbst zu nehmen, wenn Sie
bedrückende oder schmerzvolle Emotion fühlen. Jedes Mal wenn eine
negative Emotion auftaucht, hat ein Mensch die Neigung wieder etwas
mehr Abstand zu nehmen von seinem Gefühl. Das müssen wir
verhindern. Wenn ich eine Emotion wie Sckrecken oder Kummer fühle,
dann ziehe ich mich einige Minuten zurück. Ich setze mich und probiere
das Gefühl zu fühlen. Ich spreche dem Gefühl in mir selbst zu und sage
zum Beispiel, entspanne dich, hab keine Angst vor dem Schrecken oder
dem kummervoller Gefühl. Meine Emotionen lösen sich und werden nicht
in meinem Körper eingelagert. Derjenige, bei dem das Herstellen des
Kontakts mit dem Körper nicht so gut funktioniert, kann probieren sich
selbst als Kind vorzustellen. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit zu Ihnen
als Sie Kind waren, probieren Sie sich selbst vorzustellen, so wie Sie als
Kind waren. Es ist dann meistens direkt zu spüren, welche Emotionen ein
Kind hat. Danach beruhigen Sie das ängstliche oder bekümmerte Kind.
Nehmen Sie das Kind in Gedanken auf den Schoß und streicheln Sie ihm
oder ihr über das Köpfchen. Sie werden die Wirkung spüren sowohl für
das Kind als auch für Sie selbst.
Ich selbst habe die Idee, dass diese Ruhepausen eine enorme Hilfe sind,
um besser in meinen Leib zukommen, wenn ich zu hastig tätig bin oder
Emotionen fühle.
Zusammengefasst: Sich Zeit nehmen für sich selbst und Pausen einfügen
bei Stress und Emotionen ist eine Empfehlung.
Probieren Sie das Leben in unserer westlichen Gesellschaft zu verstehen
und lernen Sie, wie Sie in dieser Gesellschaft leben können.
Es ist wichtig, dass Ihnen bewusst wird, dass wir in einer
krankmachenden und falsches Glück bringenden Gesellschaft leben.
Unlängst erzählte mir ein Patient von seinen Plänen nach Neuseeland zu
emigrieren. Sein Beweggrund: „In dieser Gesellschaft ist es unmöglich
wirklich zu leben und richtig glücklich zu sein. In dem noch einfachen und
unbedarften Zusammenleben dort habe ich mich, während eines
sechswöchigen Besuchs meiner Familie dort, das erste Mal in meinem
Leben wieder glücklich gefühlt und ich war ich selbst. In unserer
fordernden Gesellschaft bin ich nur depressiv, ungeachtet der Tatsache,
dass ich alles habe, was sich ein Mensch nur wünschen kann.“ Schon in
unserer Erziehung wird das spielerische und unbedarfte Kind in uns
verletzt und kaputt gemacht. Schließlich stehen wir dann als Erwachsene
35
in der Gesellschaft, haben eine Maske auf und in unserem Inneren viel
Schmerz und Kummer. Doch, the show must go on, die Vorstellung geht
weiter. Wir jagen allerlei scheinbarem Glück hinterher, wir erfüllen die
vielen Verpflichtungen, die die Gesellschaft uns auferlegt, und das ist es
dann. Eines ist sicher: Wenn wir ein wenig glücklich werden wollen,
müssen wir eine Lebensgemeinschaft suchen, in der wir mehr wir selbst
sein können oder wir müssen unsere Gesellschaft durchschauen und uns
wappnen gegen die Gefahren, die unsere westliche Gesellschaft in sich
trägt.
Kennen Sie sich selbst oder lernen Sie sich selbst kennen. Erstellen Sie
eine Liste von dem, was Sie selbst in Ihrer Erziehung an Verzerrungen,
Verpflichtungen, Schuldgefühlen und Verurteilungen mitbekommen
haben. Vielleicht sehen Sie sich selbst ständig als minderwertig und
verurteilen sich selbst in vielen Punkten. Oft finden wir einen anderen
schöner und besser als uns selbst und richten darum ständig die
Aufmerksamkeit nach draußen, auf Personen, die wir mehr schätzen als
uns selbst. Vielleicht laufen Sie gebückt von dem schweren
Leistungsdrang, weil Sie von Ihren Eltern, Ihrer Familie oder der ganzen
Gesellschaft gesehen werden wollen. Vielleicht sind Sie unbewusst damit
beschäftigt Ihr Ego auszubauen und zu unterscheiden von den Egos um
Sie herum. Vielleicht haben Sie Ihr ganzes Leben vergessen zu
genießen. Achten Sie mal auf Ihre Körperhaltung. Laufen Sie gebückt
unter schweren Druck? Fühlen Sie mal, ob Ihre Schultermuskeln
angespannt sind, durch das, was Sie auf Ihre Schultern laden. Vielleicht
sind die verspannten Muskeln eine Panzerung für Sie. Haltung und
Muskelspannung erzählen viel darüber, was mit Ihnen ist. Untersuchen
Sie die Rolle, die Sie auf der Bühne unserer Gesellschaft spielen. Ihnen
wird auffallen, dass es viel über selbst zu entdecken gibt. Erforschen Sie
sich selbst und wählen Sie dann für Ihr Leben gesunde Visionen und
Emotionen. Fragen Sie sich selbst oder fühlen Sie bei sich selbst, was sie
nun eigentlich gerne wollen, was ist Ihr Ziel im Leben. Finden Sie heraus,
ob Sie ein falsch großgezogenes Schaf sind, das mit der Herde mitläuft.
Entscheiden Sie, ob Sie ein Schaf bleiben wollen oder ob Sie Ihren
eigenen Weg wählen.
Sich Zeit nehmen für sich selbst: Für viele Menschen gilt, dass unsere
Gesellschaft, unsere Umgebung, aber auch unsere eigene
Zwangsmäßigkeit und das Pflichtbewusstsein, uns wenig Zeit für uns
selbst lassen. Wenn Sie an sich selbst arbeiten wollen, ist das erste
Erfordernis: Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst. Reservieren Sie Zeit um
es zu ermöglichen an sich selbst zu arbeiten. Sprechen sie etwas mit sich
selbst ab, zum Beispiel: „Ich gehe abends 15 Minuten früher ins Bett und
stehe morgens 15 Minuten früher auf.“ Vor oder nach dem Frühstück
haben Sie dann 15 Minuten Zeit für sich selbst.
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Noch ein Tip um Zeit für sich selbst zu kriegen: Wollen Sie nicht zu viel:
Unsere Gesellschaft zeigt uns allerlei Süßes und andere Verführungen.
Wir rennen allerlei Produkten aus unserer materialistischen Gesellschaft
hinter. Dadurch wird unsere Aufmerksamkeit von uns selbst wegholt und
wir haben keine Zeit mehr für uns selbst.
Noch ein Beispiel: Heute in der Mittagspause ging ich zusammen mit
einem Therapeuten-Kollegen in ein Restaurant. Wir bestellten Kaffee und
ein Omelett mit Brot. Wir besprachen einige Dinge, die in kurzer Zeit
abgearbeitet werden müssen. Wir hatten nur eine halbe Stunde Pause,
nach 20 Minuten bekamen wir unsere Bestellung. In diesem Moment
begriff ich, dass nur noch 10 Minuten übrig waren von der ganzen
Mittagspause. Zugleich fühlte ich ein hastiges Gefühl in mir und ich
bemerkte, dass meine Aufmerksamkeit noch bei allen so eben
besprochenen Tätigkeiten war. Danach richtete ich meine
Aufmerksamkeit nach innen und fühlte, dass mein Körper sich nicht
schwer anfühlte, ich fühlte meine Füße nicht auf der Erde. Nach dieser
Erkenntnis, dass es nicht so gut mit mir war, entschied ich alles
loszulassen. Dann genoss ich das Omelett und das träge und schwere
Gefühl in meinem Körper. Nur 5 Minuten später als geplant begann ich
mit der Nachmittagssprechstunde.
Motivation um an sich selbst zu arbeiten:
Alle die zuvor genannten Punkte haben gemeinsam, dass ein Teil
unserer Aufmerksamkeit aus der irdischen Welt in unser Innerstes
verlegt werden muss. Die Tatsache, dass Sie dieses Buch lesen, zeigt
schon mal, dass Sie Interesse daran haben, den Kontakt mit Ihrem
Körper und mit Ihrem Gefühl zu verbessern. Jedoch, die Erfahrung lehrt
uns, dass Interesse allein nicht genug ist um Sie anzutreiben, bis dieser
Kontakt realisiert ist.
Die Menschen, bei denen ich beobachten konnte, dass Sie eine bessere
Bindung an Ihren Körper realisiert haben, waren gezwungen durch hohen
Leidensdruck von Krankheiten oder von schwere psychischen
Beschwerden. Diese Patienten bemerkten eine Linderung ihrer
Beschwerden nachdem sie durch die Therapie an der Verbesserung des
Kontakts mit dem Körper und mit dem Gefühl gearbeitet hatten. Sie
wurden dadurch motiviert weiter an sich selbst zu arbeiten. Daneben
habe ich einige Menschen gesehen, die zum Arbeiten an sich selbst
motiviert wurden, nachdem sie mit einer kurzen Therapie das wohltuende
und energiereiche Gefühl einer guten Verbindung mit ihrem Körper
erfahren hatten. Auch Hochleistungssportler und Topmanager wurden
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motiviert, nachdem sie festgestellt hatten, dass sich ihr
Leistungsvermögen verbesserte.
Motivation muss schon genügend vorhanden sein. Wenn das nicht der
Fall ist, entscheidet sich die Mehrheit für ein Leben mit einem
Bewusstsein außerhalb des Körpers. Oft ist es angenehm in der Welt um
uns herum. Solange es dort schön ist und es geht uns ausgezeichnet, ist
unser Bewusstsein zufrieden. Auf dem Weg nach Innen, wenn wir fühlen,
welche Emotionen in uns eingelagert sind, begegnen wir unverarbeiteten
Emotionen, die oft nicht angenehm sind. Das Erfahren alter Schmerzen
und alten Kummers im Nachhinein ist zeitweise schwer. Mancher Patient,
den ich mit Neuraltherapie oder Bio-Energie behandelte, wo bei dann alte
Emotionen nach oben kamen, hörte ich noch sagen: „ Ich will diesen
Kummer nicht noch einmal, ich habe meinen Anteil schon, ich will nicht
noch mehr fühlen.“ Außerdem kostet es Zeit und Geld den
Gesundheitskursen zu folgen oder eine Therapie zu erhalten. Warum
sollten wir den beschwerlichen Weg nach Innen wählen?
Regelmäßig höre ich: „Warum soll ich an mir selbst arbeiten. Es geht mir
ganz gut und ich bin erfolgreich in unserer Gesellschaft. Ich bin eigentlich
zufrieden.“ Das scheinen oft Menschen zu sein, die nur mäßig in ihrem
Körper sitzen und die das Letzte aus sich heraus holen um sich als
Bestandteil unserer Leistungsgesellschaft behaupten zu können. Sie sind
so beschäftigt, dass sie nicht die Zeit haben um über ihr Dasein
nachzudenken. Erst wenn dann Probleme kommen, welcher Art auch
immer, beginnt man nachzudenken über das Dasein und die Art und
Weise, wie man im Leben steht.
Wenn wir ungenügend mit unserem Körper verbunden sind, ist der
Energiedurchfluss in unserem Körper ungenügend. Es mangelt dann am
Fluss oder es besteht ein Mangel an Lebensenergie. Das wird schließlich
zu körperlichen und physischen Krankheiten führen. Aus präventiver
Sicht sollten wir über genügend Motivation verfügen um an unserer
Gesundheit zu arbeiten.
Wenn wir gut mit unserem Körper verbunden sind, hat unser Bewusstsein
eine größere Kapazität um zu fühlen. Alle Emotionen, sowohl die
negativen als auch die positiven, sind auf Gefühlsniveau anders. Angst,
Kummer, Einsamkeit, Wut, aber auch Freude und Glück, rufen dann
lediglich ein warmes, fließendes und/oder prickelndes Gefühl hervor. Das
Beängstigende und das Schmerzhafte ist dann weggefallen. Der
Stempel, den wir mit unserem Denken aufgedrückt hatten, hat nun kein
Existenzrecht mehr in dieser Gefühlswelt. Wir erfahren lediglich eine
Ganzheit und dadurch fühlen wir uns warm, sicher und geborgen. Wir
können dann echt beginnen zu leben.
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Wenn wir einen schlechten Kontakt mit unserem Körper haben, ist unser
wahres Selbst vor allem mit unserem Kopf verbunden. Alle Energie sitzt
dann im Kopf, unser Körper ist energielos. Das Resultat ist ein kalter
gefühlsloser Körper und ein überbelasteter Kopf, durch den jedes Mal von
Neuem ungewollt die Gedanken und die Ängste hindurchströmen. Wir
kommen nicht zur Ruhe und erschöpfen durch den nicht zu stoppenden
Denkprozess. Wir fühlen uns unsicher und haben jedes Mal die
Bestätigung der Außenwelt nötig. Wir haben wenig Energie und probieren
fast immer unbewusst Energie von anderen zu absorbieren.
Wenn wir in Verbindung mit unserem Körper leben, haben wir auch
einfacher Kontakt mit dem Gefühl von Frieden und Einheit tief in uns und
einen tieferen Kontakt mit dem Leben rund um unseren Körper. Es
scheint, als ob unser Wahres Selbst besser in Resonanz steht mit allem
um uns herum. Wir fühlen uns besser ein in Menschen und Situationen.
Wir entscheiden und lenken unser Leben mehr intuitiv, unser Leben wird
einfacher.
Das Ausbauen unseres Egos, das Ansammeln von materiellem
Reichtum, trägt schon etwas zu unserem Glück bei, aber wenn wir es
erreicht haben, merken wir doch das es nicht das ist, was wir davon
erwartet hatten. Es trägt nicht wesentlich zu unserem Glück bei. Der Weg
zu unserem wahren Selbst scheint ein wesentlicherer Beitrag für unser
Glück zu sein.
Mein persönlicher Grund um an mir selbst zu arbeiten besteht darin, dass
ich nicht ein äußerlich perfektes Wesen sein will, das innerlich traurig,
einsam, bekümmert und kalt ist.
Ich will kein Häufchen Elend sein, das in funkelndes Geschenkpapier
eingewickelt ist. Ich will wirklich leben, ich will Wärme, Liebe und
Harmonie im Innern sein und auch ein bisschen, soweit notwendig, in der
Gesellschaft leben.
Wenn Sie beschließen an sich selbst zu arbeiten, sitzt da eine Menge
Energie drin. Wissen ansammeln, täglich sich damit beschäftigen, viele
Übungen machen und einer Therapie folgen. Schlussendlich muss das
In-sich-selbst-Leben eine Lebensweise werden, ein neues Leben.
Beim Aufstellen eines Planes um mit sich selbst zu beginnen, kann eine
Abwägung von Vor- und Nachteilen des An-sich-selbst-arbeiten
motivierend sein.
39
Kapitel 6
Die Praxis
Methoden und Werkzeuge um die
Verbindung mit Ihrem Körper
wiederherzustellen
Wir verwenden im Allgemeinen wenig Aufmerksamkeit auf unseren Körper.
Viele Stellen in unserem Körper fühlen wir nicht und kennen wir nicht. Wenn wir
besser mit unserem Leben zu recht kommen wollen, müssen wir unsere
40
Aufmerksamkeit zu unbekannten Gebieten innerhalb unseres Körpers
verlagern. Bei vielen ist das Gebiet auch blockiert, weil wir unbewusst das darin
vorhandene Gefühl und die eingelagerten Emotionen nicht fühlen wollen. Weil
wir bereits jahrelang diese Plätze mit unserem Bewusstsein und unserer
Aufmerksamkeit gemieden haben, ist es für uns schwierig diese Plätze ins
Bewusstsein und in die Wahrnehmung zurückzubringen. Wenn wir diese
Gebiete ins Bewusstsein bringen, werden wir Emotionen fühlen, die wir nicht
fühlen wollen. Wir haben dann die Neigung das Bewusstsein in diesen
Gebieten erneut zu blockieren und unbewusst zu machen.
Es ist eine schwierige Aufgabe den Kontakt mit unserem Körper herzustellen.
Es kostet viel Zeit, viel Kraftaufwand und viel Mut. Hiernach folgt eine Auflistung
von brauchbaren Methoden.DIE METHODEN
Massage
Mit Hilfe der Massage können Sie üben zu fühlen und die KörperWahrnehmung zu erkennen. Sie erreichen die besten Resultate, wenn Sie von
jemand anderem massiert werden und wenn Sie mit Ihrer ganzen
Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung achten können. Massage ist eine der
einfachsten und der meist bekanntesten Methoden um die Körperwahrnehmung
zu erwecken und zu erfahren. Wenn es niemanden gibt, der Sie massieren
könnte, können Sie sich auch selbst massieren. Nehmen Sie sich Zeit, setzen
Sie sich ruhig hin und fühlen Sie dann, welcher Teil Ihres Körpers am meisten
schmerzt oder am stärksten angespannt ist. Massieren geduldig Sie diesen Teil
ein Zeit lang. Verwenden Sie dann ein wenig Zeit um nachzufühlen, welche
Empfindungen der Körperwahrnehmung vorhanden sind. Das große Ziel
besteht darin, dass Sie an allen Plätzen Ihres Körpers eine ständig vorhandene
Körperwahrnehmung entwickeln.
Wenn Sie nichts fühlen, wenn es nicht gelingt, die heilsame Wirkung der
Massage zu erfahren, dann kann es sinnvoll sein in Ihrem Wohnort bzw.
Wohnbezirk nach einem Kurs oder eine Ausbildungsmöglichkeit für Massage zu
suchen.
Eine andere Möglichkeit für Menschen, die nichts fühlen, ist es sich eine sehr
kraftvolle und schmerzhafte Massage zu geben oder geben zu lassen. Wenn
Sie zum Beispiel kein Gefühl in Ihren Beinen haben, können Sie das Folgende
tun: Nehmen Sie einen Stock oder einen Teppichklopfer und geben Sie sich
selbst einige kräftige aber dosierte Schläge auf die gefühllosen Stellen. Fühlen
Sie danach den Schmerz, der in den geschlagenen Stellen entstanden ist. Es
ist sehr ungewöhnlich sich selbst so zu behandeln, aber Sie werden sehen, es
wirkt. Wenn Sie diese harte Methode nur einmal anwenden, wirkt sie nicht, aber
nach ein paar Wochen tut sich etwas.
Yoga
Gute Formen des Yogas bestehen aus Übungen, die alle Körperteile kräftig
bewegen, recken und strecken. Dadurch wird eine starke Körperwahrnehmung
geweckt. Unsere Aufmerksamkeit kann so einfach von unserem denkenden
Kopf zur Wahrnehmung in unserem Körper verlagert werden. Durch
regelmäßige Yoga-Übungen bessert sich der Kontakt mit Ihrer Körper. Das
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Wichtigste am Yoga ist, dass Sie sich die Ruhe nehmen um nach den Übungen
nachzufühlen, was Sie in Ihrem Körper wahrnehmen können. Wenn in Ihrer
Umgebung Yoga-Kurse gegeben werden, machen Sie dann einen Abend mit
und finden Sie heraus, was Yoga für bedeuten kann.
An der Körperhaltung arbeiten
Eine entspannte und gute Körperhaltung lässt einen optimalen Fluss der
Lebensenergie zu. Mit guter Haltung spiele ich auf eine stolze Haltung mit
einem aufrechten Rücken an. Es ist gut vor einem großen Spiegel nach der
eigenen Körperhaltung zu schauen. Sie können selbst Veränderungen
bewirken, indem Sie auf Ihre Körperhaltung achten und Streck- und
Dehnübungen machen. Wenn das nicht gelingt, können Sie zum Beispiel einen
Physiotherapeuten oder einen Caesar- oder Menschendieck-Therapeuten um
Rat fragen. Die beiden letzteren Therapeuten sind auf Probleme mit der
Körperhaltung spezialisiert. Andere kraftvolle Methoden um die Haltung zu
verbessern sind, die Orthomanuelle Therapie und Techniken aus der
Osteopathie. Haltungsabweichungen entstehen durch zu viel oder zu wenig
Spannung im Rücken und in den Beinmuskeln. Die Muskelspannungen sind
abhängig von einem komplizierten Mechanismus, bei dem auch die
Energieblockaden eine Rolle spielen.
Der Körper benutzt unbewusst unsere Körperhaltung um den Durchfluss der
Lebensenergie zu blockieren. Die Stellen, wo oft eine Blockade durch die
Haltung vorhanden ist, sind die Halswirbelsäule, der untere Rücken und das
Becken. Durch einen zu gebogenen Stand in der Halswirbelsäule können wir
uns zu einem großen Teil von Gefühlen, die unserem Körper vorhanden sind,
abschließen. Manchmal finden wir sehr bizarre Knicke in der Halswirbelsäule,
durch die die betroffene Person eine effektive Blockade für die Lebensenergie
handhaben kann. Ein abweichender Stand der zwei obersten Halswirbel kann
den Energiefluss so stark blockieren, dass die betroffene Person ernsthafte
psychische Beschwerden bekommt und das Gefühl hat, nicht mehr auf der Erde
anwesend zu sein. Durch die Blockaden im unteren Rücken und in den
Beckengelenken können wir unser Becken zusperren und blockieren so die
Verbindung zum Becken und den Beinen. Wir verschließen uns für Sexualität
und stehen schwebend und schlapp auf unseren Beinen. Wenn die Blockade im
Halsgebiet vorhanden ist, dann schließen wir uns beinahe vor unserem
gesamten Körper und auch vor unserem Gefühlsleben ab. Wenn wir unser
Bewusstsein in unseren Körper zurückholen wollen, dann ist eine weiche,
bewegliche Halswirbelsäule notwendig. Der Fluss der Lebensenergie wird
besser, wenn die Haltung verbessert wird. Umgekehrt sehen wir, wenn wir
besser in unseren Körper kommen, verbessert sich unsere Haltung von selbst.
Um die Haltung zu verbessern ist neben einer Therapie zur Verbesserung der
Haltung auch meistens eine psychische Unterstützung notwendig. Menschen,
die überzeugt sind von sich selbst und die nicht ängstlich oder devot sind,
haben automatisch eine stolze und aufrechte Haltung.
Übung zum Ausprobieren: Eine Haltungsübung, die erdend wirkt. Stellen Sie
sich vor, dass einer kleiner Ball in Ihrem Becken ist. Wenn Sie das Becken
bewegen, können Sie den Ball von links nach rechts und von vorne nach hinten
rollen lassen. Es gibt nur einen Punkt, an dem der Ball gut liegt. Nur so kann die
Körperenergie gut durchfließen. Suchen Sie den richtigen Platz für den
42
gedachten Ball, indem das Becken bewegen und fühlen sie anschließend den
Effekt.
Gymnastikübungen, Sport treiben, Frühsport
Unsere Aufmerksamkeit verlagert sich von unserem Kopf mehr zu unserem
Körper hin, wenn wir den Körper bewegen und durch leichte körperliche
Anspannung. Wenn unsere Rückenwirbel durch die Gymnastik besser und
geschmeidiger bewegen können, fließt die Lebensenergie viel einfacher durch
die Wirbelsäule, mit dem Ergebnis eines entspannten und weiten Gefühl im
gesamten Körper. Durch das Ermüden der Muskeln und das Dehnen des
Bindegewebes und der Muskeln werden wir uns unseres Körpers gewahr. Es
wird einfacher unseren Körper zu fühlen. Wenn Sie an sich selbst arbeiten
wollen, dann machen zumindest Frühsport! Einen Sport zu wählen oder mit
Fitness-Training zu beginnen, unterstützt Ihre Gesundheit zusätzlich. Durch die
Körperanspannung beim Sport entsteht ein schönes und warmes Gefühl in
unserem Körper, wo durch wir uns mehr anwesend, sicherer, ruhiger und
weniger verletzbar fühlen. Körperbewegung wird nicht allein nur von
Naturheilkundigen angeraten. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht
unumstößlich hervor, dass schon eine tägliche, leichte körperliche Aktivität von
30 Minuten einen sehr wichtigen Beitrag zur Verbesserung Ihrer Gesundheit
liefert. Wissenschaftlich belegt ist, dass das Risiko als Folge von Herz- und
Kreislaufkrankheiten zu sterben durch diese tägliche Körperbewegung stark
vermindert wird.
Durch diese Untersuchungen steht der Arzt in der Pflicht seine Patienten auf die
Notwendigkeit von Körperbewegung und die positiven Effekte davon
hinzuweisen.
Atemübungen
Den Atem können wir als einen Verstärker von Aufmerksamkeit geben
benutzen. Wenn man sich vorstellt, dass die eingeatmete Luft zu einem
bestimmten Platz oder einer Region fließt und wenn man sich bei der
Ausatmung vorstellt, dass der Atem wieder dort hinaus fließt, erhält dieses
Gebiet mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein. Mit Hilfe unserer Atmung kann
unsere Aufmerksamkeit an jeden willkürlichen Platz des Körpers gelenkt
werden. Der Atem ist eine Art Träger der Aufmerksamkeit. Wenn wir bemerken,
dass wir in bestimmten Gebieten unseres Körpers keine Wahrnehmung haben,
können wir probieren mit diesen Atemübungen das Bewusstsein zu verbessern.
Hierdurch entsteht mehr Wahrnehmung bzw. Bewusstsein in diesem Gebiet.
Die meisten Menschen fühlen, wie bereits nach 3 oder 4 gerichteten
Atemzügen ein prickelndes Gefühl in dem entsprechenden Körperteil entsteht.
Wenn wir zum Beispiel einige Minuten schnell tief ein- und ausatmen bzw.
hyperventilieren können wir unser gesamtes Bewusstsein vertiefen. Wir fühlen
dann oft allerlei Emotionen nach oben kommen.
Wenn Sie bei sich selbst Stress und Anspannung wahrnehmen, beobachten Sie
dann Ihre Atmung. Sie werden sehen, dass vor allem der oberste Teil Ihres
43
Brustkorbs atmet. Ihr Bauch bewegt sich fast gar nicht. Legen Sie in dieser
Situation eine Hand auf Ihren Bauch und versuchen Sie Ihre Atemzüge bis in
Ihren Bauch zu bringen. Mit etwas Übung gelingt das. Wenn Ihre Atmung in
Ihren Bauch „gesackt“ ist, werden Sie Ruhe und Entspannung fühlen. Das ist
eine einfache und effektive Methode um bei Prüfungen und oder anderen
Stresssituationen Ruhe und Entspannung zurückzukriegen.
Es gibt Therapeuten, die spezialisiert sind auf Atemübungen. Der Effekt eines
Trainings für Atemübungen ist wohltuend. Die Techniken, die Ihnen ein
erfahrener Atmungstherapeut beibringen kann, haben einen sehr kraftvollen
Effekt auf die Verbesserung unserer Gesundheit. Bei einer gesunden Atmung
bewegt sich im Prinzip der ganze Körper mit. Bei den meisten Menschen
bewegt allerdings nur ein Teil des Brustkorbs und der Körper bleibt steif und
bewegungslos. Ein Atemtherapeut bringt Ihnen bei mit dem ganzen Körper zu
atmen. Das Resultat ist, dass Ihre Lebensenergie in alle Gebiete des Körpers
fließt. Dadurch entsteht mehr Körpergefühl und unsere Gesundheit verbessert
sich.
Ein Patient, der häufig hyperventilierte und Angstanfälle hatte, erzählte mir: „ Ich
habe 10 Sitzungen Atemübungen nach der Methode „Dixhoorn“gehabt. Der
Therapeut hat mir beigebracht auf verschiedene Arten und Weisen zu atmen,
wobei ich jeweils probieren sollte mir meines Körpers bewusst zu werden. Zwei
Atemmethoden habe ich schließlich
übernommen.
Die erste: Wenn ich morgens aufstehe, dann strecke ich meinen Körper einige
Male und hole gleichzeitig tief Luft. Für mich ist das ein guter Start in den Tag,
es gibt mir Kraft.
Die zweite: Im Büro hatte ich jedes Mal Probleme mit Hyperventilation. Ich habe
einen Stuhl mit einer harten Holzsitzfläche gekauft. So hart, dass ich den
ganzen Tag einen leichten Schmerz an meinem Gesäß fühle. Ich nehme nun
mein Gesäß und meine Sitzhöcker wahr, da sie schmerzen. Ich probiere
zwischen den Tätigkeiten regelmäßig durch meine Sitzhöcker ein- und
auszuatmen. Für mich ist es, als ob ein Wunder geschehen wäre, denn ich
seitdem habe keine Beschwerden mehr mit einer Hyperventilation. Außerdem
fühle ich mich stärker und selbstsicherer.
Singen, Gesangsunterricht
Wenn wir mit unserem Körper und unserem Gefühl gut verbunden sind, dann
klingt unser Gesang voll und warm. Wenn wir nicht verbunden sind, ist unser
Gesang schrill und kalt. Gesangsunterricht beginnt mit Atemübungen. Es geht
darum zuerst aus dem Bauch atmen zu lernen und dann aus Brust und Bauch
singen zu lernen. Mein Vorschlag ist, dass Sie in der kommenden Zeit einmal
probieren mit Ihrem Gefühl Sängerinnen und Sängern zuzuhören. Prüfen Sie,
ob die Sänger gut in Ihrem Körper sitzen. Sie können es an ihrem Gesang
erkennen. Überlegen sie, ob Ihnen vielleicht auch Gesangsunterricht helfen
könnte. Mit ein wenig Übung sind Sie im Stande an Ihrem eigenen Gesang zu
hören, wie es um sie bestellt. Bei einem guten Gesangslehrer oder -lehrerin
werden sie zugleich lernen, besser mit Ihrem Körper verbunden zu sein.
Chanten
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Chanten ist das Singen von Tönen und Tonserien über eine längere Zeit. Es ist
eine gute Methode um unsere Aufmerksamkeit aus dem Denken in unseren
Körper zu verlegen, weil wir unsere Aufmerksamkeit auf die Schwingungen und
die Resonanz der Töne in unserem Körper richten. Im Buddhismus wird das
Chanten benutzt um auf den Weg zu seinem wahren Selbst zu kommen.
Musik hören
Wenn wir Musik hören, lassen wir unbewusst ein Teil von unserem Denken los.
Wir entspannen uns und erfahren unseren Körper. Die verschieden Tonhöhen
der Musik erzeugen Resonanzen in verschiedenen Stellen unseres Körpers.
Musik kommt nicht allein durch unsere Ohren, sondern auch durch unseren
gesamten Körper nach Innen. Manchmal entspannen wir uns so tief, dass wir
mit unserem Bewusstsein zu den eingelagerten Emotionen gelangen.
Emotionen können durch Musik an die Oberfläche gelangen.
Es ist die Kunst die Musik in Ihren Körper hinein zu lassen. Wenn Menschen die
Musik nicht schätzen, wird das dadurch verursacht, dass sie wegen des einen
oder des anderen Grundes die Musik nicht nach innen lassen können. Wenn
Sie Musik benutzen wollen um in besseren Kontakt mit sich selbst zu kommen,
kann es sein, dass Sie erst ein wenig üben müssen um wirklich Musik „hören“
zu können.
Musik ist eine kraftvolle Unterstützung des Tanzes. Mit unserem Verstand
können wir nicht tanzen. Nur unser Körper kann tanzen. Wenn wir die Musik
richtig einsetzen, dann haben wir das Gefühl, dass nicht wir selbst sondern die
Musik uns „tanzt“.
Wandern in der Natur
Wandern ist eine Aktivität, die entspannend für unseren Körper ist. Vor allem für
Menschen, die den ganzen Tag mit ihrem Kopf arbeiten, ist es heilsam die
Beine arbeiten zu lassen. Die Beine haben bei der Mehrheit der Menschen
einen Mangel an Energie. Der Weg von Kopf bis zu den Beinen ist der längste
Weg. Ein anderer Grund für den Energiemangel in den Beinen ist die Tatsache,
dass die meisten Menschen während ihrer Arbeit die Arme mehr gebrauchen
als ihre Beine. Für die Tatsache, dass Arteriosklerose niemals in den Armen
aber meistens in den Beinen auftritt, kann zu einem großen Teil der
Energieunterschied zwischen den Armen und Beinen ursächlich sein. Wenn Sie
eine Veranlagung zur Arteriosklerose haben und ein Teil Ihres Körpers ist
energielos, dann besteht in diesem Teil ein erhöhtes Risiko für die Blutgefäße.
Wenn die Energie gut fließt, ist das Risiko kleiner. Selbstverständlich haben
auch die Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, rauchen, Übergewicht, Diabetes,
Stress und zu hohes Cholesterin Einfluss auf diesen Prozess. Durch das
Wandern wird sich unsere Lebensenergie zum Teil von unserem Kopf in unsere
Beinen verlagern. Eine Wanderung in der Natur hat noch einen anderen Effekt
auf unsere Entspannung und unser Wohlbefinden, weil die Bäume, Pflanzen
und Blumen direkt auf unseren Energiekörper einwirken. Sie werden bemerken,
dass in dem Maße, in dem Sie besser mit Ihrem Körper verbunden sind, Sie
auch mehr Kontakt haben mit der Natur. Sie werden die Schönheit der Natur
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stets mehr sehen und fühlen und Sie werden die harmonisierende Wirkung
erkennen.
Meditation
Meditation ist eine Technik, mit der wir Ruhe in unser Denken bringen können.
Es gibt verschiedene Formen der Meditation. Die am besten geeignete Art ist
eine Form bei der wir in Gedanken ständig ein Wort oder einen Ton
wiederholen. Das Wort oder der Ton werden Mantra genannt. Meistens wird
nach einem Mantra gesucht, das am besten bei der Person wirkt. Wir erhalten
das „Mantra“ von demjenigen, der uns die Meditation lehrt. Schon nach der
ersten Meditationsübung ist für fast jeden ein Gefühl der Ruhe und der
Entspannung wahrnehmbar. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht
hervor, dass Meditation einen sehr günstigen Effekt hat auf unsere Gesundheit
und auf unser Wohlbefinden. Wenn es in Ihrer Umgebung die Möglichkeit gibt
einem Meditationskurs zu besuchen, erfragen Sie einige Informationen über
diesen Kurs. Wir können die Meditation auch dazu benutzen, um den Kontakt
mit unserem Körper zu verbessern. Dann richten wir unsere Aufmerksamkeit
nicht auf das Mantra sondern auf einen Teil unseres Körpers. Wenn wir täglich
für einige Zeit unsere Aufmerksamkeit auf einen Teil unseres Körpers richten,
dann wird unser Bewusstsein sich teilweise zu diesen Stellen verlagern.
Versuchen Sie mal für mindestens einige Tage folgende Übung: Setzen Sie
sich entspannt hin und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit ständig erneut auf Ihre
Brust, auf das Gebiet hinter Ihrem Brustbein. Es schwierig, die Aufmerksamkeit
ständig bei diesem Platz zu halten, weil die Aufmerksamkeit immer wieder
wegfließt und weil wir ständig an etwas anderes denken. So funktioniert unser
Denken nunmal. Wenn Sie bemerken, dass Ihre Aufmerksamkeit wieder
woanders ist, richten Sie dann erneut Ihre Aufmerksamkeit auf die Stelle hinter
Ihrem Brustbein, auch wenn dort nichts wahrnehm- oder fühlbar ist. Manchmal
hilft es eine Hand zeitweise auf den Brustkorb zu legen. Manchmal direkt und
manchmal nach einigen Tagen werden wir Spannungen und Emotionen fühlen,
die durch diese Meditation aus dem Gebiet freiwerden. Zugleich beginnen wir
auch die Ruhe und das sanfte und herzliche Gefühl zu erfahren, dass wir alle in
diesem Gebiet mit uns tragen. Das Gebiet des Brustkorbs ist das Gebiet von
dem aus wir liebevoll zu allem um uns herum sein können. Schon allein mit
dieser Technik können Sie Ihr Bewusstsein aus Ihrem Kopf in Ihren Brustkorb
verlagern mit der Folge, dass Sie sich ruhiger und sanfter fühlen werden,
anstatt gehetzt und angespannt zu sein. Ich rate Ihnen diese Übung in Ihr
Programm aufzunehmen, vielleicht erfahren Sie sie als sehr angenehm und Sie
machen diese Übung dann für eine längere Zeit.
Vergeben
Ärger, Groll, Abscheu und andere negative Emotionen verursachen viel
negative Energie, die auf die Außenwelt gerichtet ist. Jedoch verursachen diese
Emotionen auch in unserem Inneren eine starke negative Energie. Durch diese
negative Energie verlieren wir Wärme, Energie, wir verlieren unsere Sanftheit
und Liebe. Unser Körper verkrampft sich und schmerzt. Das wollen wir jedoch
nicht. Darum ... was machen wir damit? Das Elend wegräumen!
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Aber wie tun wir das? Das Vergeben von heftigen, gemeinen oder absichtlichen
Taten ist nicht so einfach. Ein Teil der Patienten ist absolut nicht bereit zu
vergeben. „Niemals werde ich ihm vergeben, bis in alle Ewigkeit nicht“ höre ich
regelmäßig.
Aber ich werde jetzt eine Methode vorstellen, die das Vergeben selbst für sehr
böse Personen möglich macht. Es ist eine Methode, die aus Hawaii stammt, der
Name lautet Ho‘ Oponopono.
Jedem wurde Unrecht angetan, dem einen mehr dem anderen weniger. Die
eine Person ist stark betroffen durch das Unrecht, ein Anderer hat weniger
Probleme damit. Während der Behandlung mache ich Patienten aufmerksam
auf anwesenden Ärger. Ich erkläre Ihnen den Zusammenhang zwischen Ihren
Beschwerden und dem Ärger. Manchmal sind sich die Patienten nicht einmal
mehr des in ihnen anwesenden Ärgers bewusst. Sie sind daran gewöhnt, es ist
ein Teil von ihnen geworden.
Ich erzähle ihnen von Beispielen, bei denen die Heilung von Patienten
begonnen hatte, nachdem diese heftige Dinge vergeben konnten. Wenn der
Patient Einsicht in seinen Ärger und die negativen Effekte davon gewonnen hat,
erkläre ich diese Methode des Vergebens. Beim Ho‘ Oponopono geht man
davon aus, dass jeder von uns sein Leben kreiert aus seinem eigenen
Bewusstsein. Sie kreieren alles selbst, die materiellen Dinge, die Menschen, die
Sie treffen, die Ereignisse, die Sie erleben, Ihre Gesundheit, Ihr Glück oder Ihr
Pech. Alles ist deshalb in Ihnen anwesend und geht aus Ihnen selbst hervor.
Ihre Welt ist eine Kreation Ihres Bewusstseins.
Auch derjenige, der Ihnen etwas angetan hat, ist in Ihnen und stammt aus
Ihnen selbst.
Wenn Sie jemandem vergeben, dann vergeben Sie jemandem in sich selbst
oder Sie vergeben einem Teil von Ihrem eigenen Bewusstsein.
Die Technik funktioniert wie folgt: Sitzen oder liegen Sie an einem Ort, wo Sie
nicht gestört werden. Versuchen Sie denjenigen, mit dem Sie Probleme haben
in sich selbst zu sehen, irgendwo in Ihrem Innern. Realisieren Sie, dass diese
Person ein Teil von Ihnen selbst ist. Sprechen Sie diese Person freundlich an
und sagen Sie: „Ich vergebe dir.“ Realisieren Sie erneut, dass es sich um einen
Teil von Ihnen selbst handelt. Danach sagen Sie aus Ihrem Herzen heraus: „Ich
liebe dich.“ und senden Liebe zu dem „negativen verirrten“ Teil von Ihrem
Bewusstsein. Etwas später werden Sie einen Strom warmer Energie durch
Ihren Körper hin wahrnehmen. Sie werden selbst erfahren, dass Vergeben mit
Ho‘ Oponopono wirklich funktioniert.
Wärme
Die chinesische Heilkunde sagt: Lebensenergie kann durch Kälte, Wind und
Feuchte blockiert werden. Wärme hebt Energieblockaden auf und lässt die
Energie wieder fließen. Vor allem Menschen mit einer nicht so guten
Gesundheit müssen vorsichtig sein mit Kälte, Wind und Feuchte. Um die
Energie besser fließen zu lassen, ist alles was Wärme bringt ein Hilfsmittel, wie
ein beheiztes Wasserbett, eine Wärmflasche, ein Heizkissen, eine InfrarotSauna, eine Sonnenbank, aber auch der Sommer oder ein Urlaub in einem
warmen sonnigen Land. Diese leichtzugänglichen „Wärmequellen“ sind sehr
wertvoll. Gebrauchen Sie sie deshalb.
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Die chinesische Heilkunde hat auch die sogenannte Moxa-Therapie. Hierbei
wird buchstäblich Wärme in den Körper gebracht. Ein Stäbchen aus gepressten
Fasern oder gepresster Kohle wird angezündet und erzeugt schließlich eine
intensiv wärmende Glut. Es wird mit einem kurzen Abstand über die Haut
gehalten und bringt so die Wärme an Ort und Stelle in das Gewebe. Das
angenehme warme Gefühl ist manchmal sogar noch nach einigen Tagen
fühlbar. Die chinesische Heilkunde benutzt auch Salben und Cremes, die ein
Wärmegefühl erzeugen und die Durchblutung der Haut stimulieren. Diese
Salben werden oft bei Rückenschmerzen und Muskelschmerzen eingesetzt.
Licht
Licht ist Energie und es gibt uns Energie. Wenn der Sommer beginnt oder wir
eine Woche in die Sonne fliegen, dann fühlen wir uns stets besser. Die meisten
Menschen sind nach einem Sonnen-Urlaub wieder wie neugeboren. Das Licht
der Sonne, die Wärme, die Ruhe und keine Verpflichtungen sind die Zutaten für
einen guten Urlaub. Der heilsame Effekt der Sonne ist wahrscheinlich nicht
allein dem sichtbaren Licht, sondern auch der Sonnenstrahlung in nicht
sichtbaren Frequenzen zu danken. Wenn wir draußen sind, aber nicht in der
direkten Sonnenstrahlung, können wir trotzdem einen heilsamen Effekt
wahrnehmen. Auch künstliches Licht kann einen heilsamen Effekt auf unsere
Gesundheit haben. Eine kleine Kur auf der Sonnenbank trägt dazu bei, dass wir
uns besser fühlen. Kinder, die im Winter oft erkältet sind, haben großen Nutzen
von einer kleinen Kur auf der Sonnenbank. Psychiater verschreiben bei schwer
zu behandelnden Depressionen Lichtkuren. Auf Island sind die Tage in der
Winterperiode sehr kurz und die Menschen kriegen wenig Licht. Die Anzahl der
depressiven Patienten ist im Winter auf Island sehr hoch. Benutzen Sie deshalb
alles künstliche und Sonnenlicht um Ihre Kondition zu verbessern. Leider
müssen wir jedoch für das Sonnenlicht und auch für die Sonnenbank eine
Warnung geben. Achten Sie auf die Menge, die Intensität und den UV-Gehalt
des Lichts, denn das Licht kann unserer Haut auch Schaden zufügen. Diese
Schäden können Hautkrebs verursachen.
Zusammengefasst: Sonne und frische Luft tragen zu Ihrer Gesundheit und
Ihrem Wohlbefinden bei. Wenn die Sonne ihre Energie über die Erde ausstrahlt,
benutzen Sie sie dann. Versuchen Sie täglich, auch wenn es nur zehn Minuten
sind, Sonnenstrahlung aufzunehmen.
Sauna
Die intensive Wärme gefolgt von einem kalten Tauchbad und einer kalten
Dusche, ergeben eine deutliche Wahrnehmung der Haut und des Körpers. Die
Durchblutung verbessert sich und die Muskeln entspannen sich. Wir fühlen
unseren Körper mehr. Deshalb ist die Sauna eine prächtige Methode um besser
in unseren Körper zu kommen. Es ist ein guter Beitrag zum Realisieren einer
langanhaltenden Körperwahrnehmung und zum Realisieren eines schönen und
warmen Gefühls in unserem Körper. In den skandinavischen Ländern wird viel
Gebrauch gemacht von der Sauna. Viele Menschen haben sogar eine Sauna
im Haus.
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Wasser
Die meisten von uns wissen nicht, dass Wasser ein lebendes Element ist und
viele Informationen enthält. Es wurden viele Untersuchungen gemacht, die
zeigen, dass Wasser lebt und dass es Energie und Information enthält. Wenn
Wasser für längere Zeit in den Wasserleitungen verbleibt, ist es weniger vital.
Sprudelndes Wasser aus einem Bergbach enthält einen Überfluss an Energie.
Unser Körper besteht zu 70 % aus Wasser und kann deshalb auch beeinflusst
werden durch die Information, die unser Trink- und Badewasser enthält. Wenn
wir eine Dusche nehmen mit energiearmem Wasser verlieren wir
Körperenergie, wir kommen kraftlos aus der Dusche. Wenn unser Duschwasser
vital ist, fühlen wir uns nach einer Dusche vital und kraftvoll. Es gibt Apparate im
Handel, die die natürliche Energie und Vitalität an das Leitungswasser
zurückgeben. Finden Sie selbst die Qualität Ihres Wassers heraus und
unternehmen Sie etwas, wenn es nötig ist. Im Rahmen meiner Praxis kann ich
Sie über Methoden der Wasservitalisierung informieren.
Eine kalte Dusche
Die erste Herausforderung besteht darin, nicht durch die unschöne Erfahrung
der Kälte getrieben den Körper vollständig mit seinem Bewusstsein zu
verlassen. Wenn wir unsere gesamte Aufmerksamkeit im Körper zentrieren,
haben wir keine Probleme mit der Kälte. Nach der kalten Dusche bemerken wir
eine angenehm frische Körperwahrnehmung, die ein Nachfolge-Effekt ist. Das
funktioniert nicht bei jemandem, bei dem der Energiefluss und die Gesundheit
unzureichend sind. Dann wirkt die Kälte energieblockierend. Wenn jedoch ein
guter Energiefluss besteht, ist diese Kälte ein Reiz, der den Körper neben
einem besseren Energiefluss auch zur eigenen Wärmeproduktion anspornt.
Probieren Sie einmal aus in Ihrer Kraft zu bleiben, wenn das kalte Wasser über
Ihren Körper strömt. Sie können auch probieren für einige Minuten nur mit Ihren
Unterbeinen in einer Tonne mit kaltem Wasser zu stehen. Hierdurch kann die
Körperwahrnehmung in den Beinen stark zunehmen. In Deutschland wird das
oft als Behandlung angewandt, es wird Kneipp-Therapie genannt. Für
Menschen, die nichts fühlen, ist das ein sehr zu empfehlendes Experiment.
Ein warmes Bad
Die Japaner nehmen oft ein warmes Bad um sich zu entspannen. Sie arbeiten
hart und haben lange Arbeitstage. Sie können sich vorstellen wie
energieraubend ihre Lebensweise ist. Der japanische Arbeiter weiß, wie er den
Tag hinter sich lassen und entspannen kann.
Ihre Bäder sind ausgestattet mit Zeitschaltuhr und Thermostat. Wenn sie von
der Arbeit nach Hause kommen, hat die Zeitschaltuhr dafür gesorgt, dass das
Wasser im Bad behaglich warm ist. Das Wasser bleibt im Bad und wird einmal
in der Woche gewechselt. Nach einer kurzen Dusche, um sich zu waschen,
setzt sich der japanische Arbeiter für eine Stunde in das warme Bad. Diese
Stunde ist heilig, er darf nicht gestört werden. Die Ruhe und das warme Wasser
bringen Entspannung, der schwer belastete Arbeiter kann auf diese Weise
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wieder zu sich selbst kommen. Danach genießt er oder sie entspannt das
Abendessen.
Kürzlich besuchte eine 55 jährige unverheiratete Sekretärin meine
Sprechstunde. Nach einer Entlassung vor einigen Jahren war sie in ein tiefes
Loch gefallen. Ich konnte
ihr seinerzeit aus der Depression helfen. Für einen Check-up kommt sie jetzt
noch einmal pro Jahr in meine Praxis, zur Zeit geht es ihr sehr gut. Ich bat sie
mir alle Faktoren aufzuzählen, die dazu beigetragen haben, dass es ihr nun so
gut geht. Als erstes sagte sie: „Mindestens 4 Tage in der Woche ist der ganze
Abend für mich selbst. Ich ziehe den Telefonstecker aus der Steckdose und
gehe für eine Stunde in ein warmes Wannenbad. Danach sitze ich entspannt
auf der Couch mit einem Buch. Das warme Wannenbad hat mir seinerzeit durch
meine schwierige Zeit geholfen. Sie hatten mir damals von den Japanern
erzählt, die nach der Arbeit in ein warmes Bad gingen.“ Sie fährt fort: „ Das
warme Bad tut mir gut, aber auch die Tatsache, dass ich mir alle
Aufmerksamkeit schenke. Früher verwendete ich all meine Aufmerksamkeit und
Zeit für andere, für mich selbst blieb ständig wenig Zeit übrig. Jetzt verschenke
ich nur noch Aufmerksamkeit an echte Freunde. Außerdem tut es mir gut, dass
ich auf Arbeit nette Kollegen habe und, dass ich einige echte Freunde habe.
Wenn es Frühling und Sommer wird, geht es mir noch besser durch die Wärme
der Sonne.“
Reinigungsdiät
Das Ziel einer Reinigungsdiät ist das bessere Funktionieren des
Verdauungstraktes aber auch eine Reinigung von Spannungen und Emotionen.
Durch die Diät werden Ihre Därme gründlich entleert und es fühlt sich an, als ob
Ihr Magen und Ihre Därme gereinigt und aktiviert werden. Die psychische
Reinigung entsteht wahrscheinlich durch den veränderten Stoffwechsel
während der Diät, wir bemerken Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und
emotionale Instabilität. Der Körper kriegt keine Nahrung angeboten und muss
deshalb die Nahrung aus dem eigenen Körper (Fettgewebe) holen. Es scheint,
dass der Körper durch das Hungern die Verkrampfungen und Blockaden nicht
mehr so gut festhalten kann. Wir sehen oft, dass Emotionen während des
Hungerns freiwerden und dass Verkrampfungen und Spannungen losgelassen
werden.
Es gibt viele Arten von Reinigungsdiäten. Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Essen
Sie für eine Woche keine feste Nahrung sondern nehmen Sie nur noch
Getränke wie Tee, frischgepresste Fruchtsäfte und Wasser zu sich. Eventuell
nehmen Sie zu Beginn der Kur ein Abführmittel, um den Darm zu reinigen.
Nach einer Woche beginnen Sie wieder vorsichtig mit fester Nahrung.
Selbstverständlich verträgt Ihr Magen/Darm zu diesem Zeitpunkt keine schwere
Mahlzeit. Beginnen Sie zum Beispiel mit einigen Zwieback und einem
geraspeltem Apfel.
Diese Reinigungsdiät oder eine Variante davon ist eine Behandlung, die Sie
selbst machen können. Am besten wählen Sie dazu eine Zeit aus, in der Sie
nicht arbeiten müssen. Die Reinigungsdiät kommt dann besser zur Geltung.
Auch eine ruhige Umgebung kann einen positiven Effekt auf diese Woche ohne
Nahrung haben.
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Gesunde Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Stärkungsmittel
1.
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3.
4.
5.
In unserem Körper finden zahlreiche chemische Prozesse statt. Wir können das
Funktionieren unseres Körpers aus biochemischer Sicht betrachten, wir können
das Funktionieren auf zellulärer Ebene untersuchen oder wir können das Ganze
aus atomarer Sicht betrachten. Verschiedene Vitamine, Mineralien und andere
chemische Stoffe sind notwendig damit die Stoffwechselprozesse stattfinden
können. Unser Stoffwechsel und unser Körper sind von diesen Prozessen
abhängig. Bei Mängeln können sowohl körperliche als auch psychische
Beschwerden entstehen. Die Zusammenstellung und die Aufnahme unserer
Nahrung sind darum sehr wichtig.
Einige Ratschläge:
Essen Sie abwechslungsreich und ausreichend frisches Gemüse. Nahrung hat
neben seinem Nahrungsgehalt auch einen energetischen Wert. Frische
Produkte haben neben dem Nahrungswert einen höheren energetischen Wert.
In Fabriken verarbeitete Nahrungsmittel sind oft energiearm.
Kauen Sie Ihre Nahrung gut durch. Für eine gute Nahrungsverwertung ist es
unerlässlich, dass Ihre Nahrung feingekaut ist. Die Verdauungssäfte können
erst wirksam sein, wenn sie mit kleinen Nahrungsteilchen in Kontakt kommen.
Größere Stücken werden nur an der Oberfläche verdaut, der Kern des
Nahrungsbrocken gelangt unverdaut in den Dickdarm und durchläuft dort einen
Fäulnisprozess. Die Abfallstoffe von so einem Fäulnisprozess können sich
anschließend in unserem Körper ausbreiten und schädlich sein.
Essen Sie in Maßen, hören Sie auf zu essen kurz bevor Sie das Gefühl
haben, dass Ihr Magen ausreichend gefüllt ist.
Nehmen Sie täglich mindestens ein gutes Multivitamin-, Vitamin C- und
eventuell Vitamin B-Präparat zu sich (vor allem für Vegetarier ist die zusätzliche
Einnahme von Vitamin B sehr wichtig).
Falls notwendig nehmen Sie zusätzlich Kräuter oder Supplemente um die
Körperfunktionen zu stimulieren. Ginseng, Ginkgo, Biloba, Ingwer,
Kräuterpräparate aus der tibetanischen Ayurveda- oder chinesischen
Heilkunde, Mariadiestel, Rosmarin, Knoblauch, Melantonin, DHEA usw.
Schauen Sie sich einmal in einer Apotheke, einer Drogerie oder einem
Reformhaus um und probieren Sie etwas aus. Womöglich bemerken Sie von
einem oder mehreren Mitteln einen positiven Effekt auf Ihr Wohlbefinden.
Pflegen Sie Ihre Zähne
Ihr Gebiss brauchen Sie für das Kauen Ihrer Nahrung. Ihr Gebiss ist jedoch
gleichzeitig auch sehr wichtig als Durchlaufstation der Körperenergie.
Entzündete Zähne oder Zahnwurzeln behindern den Energiefluss durch Ihren
Körper. Darum ist es wichtig, dass Ihr Gebiss gut gepflegt wird, sowohl von
Ihnen selbst als auch von Ihrem Zahnarzt. Bei Zahnärzten sollten Sei
aufmerksam sein. Auch Zahnärzte sollten etwas wissen über das energetische
funktionieren von Zähnen und Kiefern. Sie sollten auch komplett aufhören
Amalgan als Füllung für Zähne zu benutzen. Amalgan ist eine Mischung aus
Silber und Quecksilber. Ein mit dieser Substanz gefüllter Zahn sendet Energien
aus, die sich blockierend auf die Energiebahn, die den Zahn betrifft, auswirkt.
Außerdem gibt das Amalgan ständig kleine Mengen von Quecksilber ab, was
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für unseren Körper giftig ist. Warum sollten Sie ein Giftdepot implantieren
lassen, wenn es sicheres Füllmaterial gibt, das fast genauso haltbar ist wie
Amalgan. Was ist zu tun, wenn Sie bereits Amalgan- Füllungen haben? Gehen
Sie zu Ihrem Zahnarzt und bitten Sie ihn alle Amalgan- Füllungen zu entfernen.
Fragen sie auch nach einer Amalgan- Ausleitungs-Therapie und führen sie
diese parallel durch.
Ihre Wohnumgebung, Ihr Haus und Ihr Telefon
Es ist sehr wichtig, dass Sie sich in Ihrem Haus wohlfühlen. Wenn sie eine
Wohnung/ein Haus aussuchen, versuchen sie während der Besichtigung für
einen kleinen Moment bei Ihrem Gefühl zu sein. Versuchen Sie zu fühlen,
welche Erfahrung in Ihrem Köper fühlbar ist. Ein Haus müssen Sie auswählen
mit der Wahrnehmung, die in Ihrem Körper aufsteigt, wenn Sie durch das Haus
laufen. Daneben können Sie auch ein wenig Ihren Verstand gebrauchen. Wenn
es sich kalt und angespannt anfühlt, suchen Sie dann weiter bis Sie in ein Haus
kommen, in dem Sie das Gefühl nach Hause zu kommen oder zu entspannen.
Schauen Sie danach wie viele Garagen es gibt und wie die Maße der Zimmer
und der Küche sind. Achten Sie auf die Einrichtung und die Farben. Fühlen Sie
jedes Mal, ob Sie sich gut fühlen. Wenn Sie Ihr Schlafzimmer oder Ihr
Wohnzimmer neu tapezieren oder anders streichen wollen, versuchen Sie sich
dann vorzustellen, dass Sie sich in dem Zimmer mit den neuen Farben befinden
und fühlen Sie dann, was die Farben mit Ihnen machen. Verändern Sie die
Farben so lange bis es sich für Sie gut anfühlt. Den Platz auszusuchen, an den
Ihr Bett gestellt wird, ist danach von größtem Belang. Jeder Platz hat seine
eigene Energie-Ausstrahlung. Es gibt Plätze, wo Energien herrschen, die sehr
schädlich und unangenehm sind für alle lebenden Wesen, egal ob es nun
Menschen, Tiere oder Pflanzen sind. Wir nennen diese Erscheinungen
„geopathische Störung“. Das bedeutet: Aus der Erde krankmachend. Ich kann
Ihnen versichern, dass diese lokalen Energien bestehen und, dass Sie darauf
gut achten müssen. Meistens achten wir nicht auf unser Gefühl, wenn in einen
Raum treten. Wenn wir uns plötzlich unwohl fühlen, sehen wir jedoch keinen
Zusammenhang zwischen der Energie des Raumes und unserem Unwohlsein
oder unserem Blackout. Um geopathische Störungen zu untersuchen habe ich
mich eingefühlt in verschiedene geopathisch schwer belastete Häuser. Ich hatte
das Gefühl, dass ich wegsackte und musste mich festhalten. Danach bemerkte
ich, dass es mich Anstrengung kostete um wach und klar zu bleiben. Ich
bemerkte, dass ich nicht ein einziges Gefühl in meinem Körper erspüren
konnte, alles schien in meinen Kopf gedrückt zu werden. Beim Verlassen des
Zimmers kam ich wieder zu mir. Und jedes Mal, wenn ich wieder diesen
ungesunden Raum besuchte, bemerkte ich das unangenehme Gefühl und
verlor ich wieder teilweise den Kontakt mit meinem Körper. Für mich war klar,
dass eine Person, die in dieser Energie lebte, kein Körpergefühl haben konnte
und extrem müde und abwesend sein musste. Ein Aufenthalt von mehreren
Wochen in dieser negativen Energie macht den Körper energielos, einige
Monate in dieser Energie würden sicherlich zu Krankheiten führen. Derjenige,
der selbst nicht im Stande ist den energetischen Zustand seines Schlafplatzes
zu fühlen, kann dazu auch einen Therapeuten oder einen so genannten
Wünschelruten-Gänger um Rat fragen. Mit der Wünschelrute oder mit einer so
genannten Lecher-Antenne können positive und negative Energiebahnen
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aufgespürt werden. Es gibt Wünschelruten-Gänger, die raten das Bett
außerhalb der Energiebahnen zu stellen, andere haben Methoden die schlechte
Strahlung zu blockieren oder zu neutralisieren. Ich habe gesehen und gefühlt,
wie ein Haus mit bestimmten Salzen entstört wurde, es funktioniert wirklich! Der
Unterschied ist extrem und ich denke, dass beinahe jeder mit ein bisschen
Übung den Unterschied vor und nach Entstörung fühlen kann. Ein unbehaglich
unruhiges und kühles Gefühl wird durch die Korrektur verändert in ein warmes
und angenehmes Gefühl.
Es ist ebenfalls wichtig, elektrische Leitungen und Kabel einige Meter außerhalb
des Schlafplatzes zu halten. Also keine elektrisch verstellbare Matratze, keine
Lampe, kein elektrischer Wecker oder ein mobiles Telefon ganz dicht neben
Ihrem Bett. Ich sah Patienten mit ernsthaften Erkrankungen genesen nachdem
elektrische Geräte oder elektrischen Kabel, die neben oder unter dem Bett
lagen, entfernt wurden. Meiner Meinung nach gibt es viel zuwenig
Aufmerksamkeit für Erforschungen über die Erscheinungen der geopathischen
Störung. Zahlreiche körperliche und psychische Probleme entstehen, weil
geopathische Störungen unbemerkt die Chance kriegen ihren Schaden
anzurichten. Ich frage mich selbst ständig, wie es möglich sein kann, dass die
landesweit Verantwortlichen für das Gesundheitswesen dieses wichtige Gebiet
nicht kennen und nicht sehen. Auch sehen wir nicht, oder wollen wir nicht
sehen, welcher Gesundheitsschaden angerichtet wird, durch die Impulse, die
wir aufnehmen durch Handys, drahtlose Telefone und kabellose
Internetverbindungen. Weil es kaum wahrzunehmende Impulse sind und weil
der schädliche Effekt erst allmählich eintritt, bemerken wir den Zusammenhang
zwischen elektromagnetischen Wellen und den Gesundheitsschäden nicht.
Auch wissenschaftlich ist der negative Effekt von elektromagnetischer Strahlung
schwierig nachzuweisen. Hierzu ein Beispiel. Einen Vormittag bin ich mit
jemandem mitgegangen, der Häuser auf schädliche Strahlung verschiedener
Arten untersucht. Die direkte Veranlassung gab ein sieben Monate altes Baby,
das monatelang Ekzeme und Ohrenentzündungen hatte. Wir hatten ein Gerät
dabei, das elektromagnetische Strahlung hörbar macht und das gleichzeitig die
Intensität misst. Beim Vermessen des Kinderzimmers wurde ein kräftiger Impuls
hörbar, die nach weiterer Untersuchung aus dem drahtlosen Haustelefon kam.
Jede Sekunde meldet sich das Gerät bei der Hauptstation an und die
Hauptstation beantwortet diesen elektromagnetischen Impuls. Ich hatte dabei
das Gefühl, das Baby würde jede Sekunde an seinem ganzen Rumpf angetippt,
wobei es gleichzeitig probierte diesem Antippen auszuweichen.
Um dieses unangenehme „Antipp-Gefühl“ weniger zu spüren, hatte das junge
Kind schon starke Blockaden errichtet um nicht zu fühlen. Für mich selbst war
plötzlich klar, warum das Kind krank war. Für die Eltern war es genauso
deutlich. Die Telefon-Station wurde ausgeschaltet und ich habe gehört, dass
das Kind einige Wochen später beschwerdefrei war. In meinem eigenen Haus
habe ich die drahtlosen Telefone entfernt. Wir haben wieder altmodische
Telefone mit einem Kabel. Wir finden es schon etwas unpraktisch, aber früher
ging es auch ohne drahtloses Haustelefon.
Geborgenheit
Das Gefühl von Geborgenheit ist ein sehr kraftvolles Hilfsmittel, durch das wir
optimal mit unserem Körper in Kontakt kommen können. Wenn wir uns
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geborgen und sicher fühlen, wenn Angst und Furcht abwesend sind, können wir
das Angespanntsein loslassen. Durch unschöne und schwierige
Lebenserfahrungen haben wir begonnen uns unsicher zu fühlen. Unsere
Geborgenheit haben wir verloren und dadurch ist unser Körper angespannt und
blockiert geworden. Das Maß der Blockierung können wir ablesen an dem Maß,
wie unsere Muskeln angespannt sind, unsere Haltung erstarrt ist und einer
oberflächlichen Atmung.
Das Maß der Geborgenheit in unserem Erwachsenenleben wird auch zu einem
großen Teil mitbestimmt durch das Maß der Harmonie und Geborgenheit, die in
unserer elterlichen Familie anwesend waren. Wenn die Eltern ein Gefühl der
Geborgenheit hatten, haben die Kinder dieses Gefühl übernommen. Genauso
gut ist es auch möglich, dass wir unbewusst ein Gefühl der Unsicherheit von
einem oder beiden Elternteilen übernommen haben.
Das Fehlen der Geborgenheit oder die Anwesenheit des Gefühls der
Unsicherheit und von ständig wachsam sein zu müssen, sind einige der
größeren Gesundheitsgefahren. Um die Gefühle der Unsicherheit und Angst
außerhalb unserer Wahrnehmung zu halten, errichten wir an verschiedenen
Stellen Blockaden für die Körperenergie. Hierdurch wird der Durchfluss der
Körperenergie zum Gerinnen gebracht und gestört. Wir fühlen uns nicht gut und
in einem späteren Stadium wird unser Körper krank.
Doch was macht die Geborgenheit mit uns? Wenn wir Geborgenheit erfahren,
erfahren wir ein Gefühl von Sicherheit und wir entspannen uns. Wir hören auf
den Energiefluss zu blockieren und unsere Energie beginnt zu fließen. Wir
beginnen uns gut zu fühlen und unser Körper wird gesünder.
Geborgenheit ist eine der besten Medizinen. Wenn Sie etwas Gutes für die
Gesundheit eines anderen lebenden Wesen, Mensch, Tier oder sogar eine
Pflanze tun wollen, dann geben Sie ihnen eine ordentliche Portion
Geborgenheit. Ein gutes Beispiel ist die Geborgenheit, die die meisten Eltern für
ihre Kinder kreieren, dadurch, dass sie im Stande sind bedingungslose Liebe an
ihre Kinder zu geben. Es ist egal, wie schlecht oder negativ das Kind ist,
meistens geben die Eltern weiterhin Liebe an ihre Kinder. Das Risiko, dass das
Kind abgewiesen wird, ist sehr klein. Weil das Kind bedingungslose Liebe
empfängt, kann es sich sicher und geborgen fühlen. Unsere Mitmenschen sind
nicht unsere Kinder. Wenn wir uns in unserer Alltagswelt umsehen, dann
müssen wir leider feststellen, dass es augenscheinlich schwierig ist solch eine
bedingungslose Liebe und Geborgenheit an unsere Mitmenschen zu verteilen.
Manche Menschen fühlen mit ihren Mitmenschen und sind im Stande Mitgefühl
zu haben. Aber wir sehen und kennen auch alle das andere Extrem: Menschen,
die kein Gefühl für ihre Mitmenschen haben.
Doch ist die Tatsache, dass wir nicht optimal mit unseren Mitmenschen
umgehen, die Ursache für unsere Unsicherheit, unsere Einsamkeit, unsere
Armut, unsere Krankheiten, für unser Unglück usw. Lassen Sie uns weiterhin
auf eine bessere Welt hoffen!
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Wenn Sie selbst ungenügend im Fluss sind, sich nicht gut fühlen, probieren Sie
dann auf jeden Fall Geborgenheit zu erlangen. Suchen Sie die Geborgenheit
auf, es wirkt unglaublich.
Kokosmatte
Für einen Tag habe ich einmal einen Psychiater begleitet, der seinen Patienten
anriet regelmäßig eine halbe Stunde nackt unter einem dünnen Laken mit dem
Rücken auf einer harten Kokosmatte zu liegen. Eine Haltung, bei der die Beine
auf einem Stuhl liegen und der Rücken auf der Kokosmatte soll die beste sein.
Seiner Erfahrung nach verbesserte sich hierdurch das Körperbewusstsein.
Probieren Sie es einmal aus!
Entspannen, genießen, Urlaub, Freunde
Wenn wir in einer Umgebung mit freundlichen, sanften Menschen um uns
herum, ohne Verpflichtungen und Aufgaben verkehren, dann ist diese Situation
einladend und sicher für unsere Seele um intensiven Kontakt mit unserem
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Körper herzustellen. Außerdem machen wir im Urlaub oft Dinge, die unser
Körper schön findet und die wir genießen können: gutes Essen, schwimmen,
wandern, Rad fahren, saunieren usw. Durch das Genießen kommen wir wieder
mehr in Kontakt mit unserem Körper. Eine andere Ursache der entspannenden
Wirkung des Urlaubs besteht darin, dass wir für eine Zeit weit weg sind von
unseren Aufgaben und Verpflichtungen. Bei Menschen, die überarbeitet sind
und die keinen Kontakt mit ihrem Körper haben, wodurch die Körperenergie
über den obersten Teil des Körpers aus dem Körper weg, hin zu einer Vielfalt
von Aufgaben und Verpflichtungen schwebt, kann eine Woche Urlaub oft
Wunder bewirken.
Noch eine Anmerkung zum Genießen: Ich höre regelmäßig das Folgende: „Ich
kann nicht genießen, ich habe es niemals getan und ich habe das niemals
gelernt. Ich habe früher zu Hause immer sehr hart arbeiten müssen und ich
habe nur meinen Vater und meine Mutter als Vorbild gesehen, die beide ihr
Leben lang hart gearbeitet haben. Ich habe nicht gelernt für mich Zeit zu
nehmen und zu genießen.“ Wenn Sie darin etwas von sich selbst erkennen,
realisieren Sie dann, dass Sie den Automatismus zum Genießen bei sich
haben. Sie können das nur verändern, wenn Sie beginnen das bewusste
Genießen in Ihr Leben einplanen und üben. Das klinkt etwas ungewöhnlich,
aber ganze Volksstämme können nicht wirklich genießen. Genießen ist jedoch
eines der wichtigsten Hilfsmittel um gut mit dem Körper verbunden zu sein und
es ist eine unserer wichtigsten Quellen unserer Lebensenergie. Lassen Sie
diese Art der Energiegewinnung deshalb nicht ungenutzt.
Mein Rat: Schreiben Sie auf, was Sie echt genießen können, wählen Sie aus
und planen Sie Genusszeiten ein.
Liebe, Beziehung
Das Wertvollste um das Band mit Ihnen selbst wieder herzustellen, kann eine
Beziehung sein. Die bedingungslose Liebe, die Anerkennung, jeder körperliche
Kontakt, die Aufmerksamkeit für den Körper und die Sexualität sind kraftvolle
Mittel zu sich zu kommen. Je intensiver die Liebe, desto einfacher strömt die
Energie durch unseren Körper. Es ist der optimale Energiefluss, der das
angenehme Gefühl der Verliebtheit entstehen lässt.
Alleinstehend zu sein ist ungesund. Sie lassen dann wirklich eines der
wirkungsvollsten Mittel um mit sich selbst in Kontakt zu kommen außer acht.
Wenn Sie alleinstehend sind, ist einer Ihrer Handlungspunkte: Suchen sie
intensiv nach Menschen mit denen Sie eine Freundschaft oder eine Beziehung
aufbauen können. Verwenden Sie einen großen Teil Ihrer Zeit dafür. Selbst
eine mäßige Beziehung ist oft besser als keine Beziehung. Ein Mensch ist ein
Wesen, das Kontakt äußerst nötig hat.
Für manche ist es schwierig sich in einer Beziehung sicher zu fühlen und sich
an einen anderen hinzugeben. Oft spielen alte Ängste eine Rolle, die uns daran
hindern uns vollständig hinzugeben. Vor allem viele Frauen, aber auch Männer
haben Angst vor Sexualität und Intimität. Selbst einfache traumatische
Erfahrungen in ihren jungen Leben können die Ursache von Ängsten und
Blockaden sein, die die Intimität und Sexualität betreffen. Leider wird in unserer
Gesellschaft dem Behandeln dieser Blockaden sehr wenig Aufmerksamkeit
geschenkt. Außerdem sind die Therapien um diese Blockaden zu behandeln
schwierig und intensiv. Diese unverarbeiteten Emotionen und Blockaden sind
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jedoch die Ursache, dass der Energiefluss zum Becken und zu den Beinen
nicht möglich ist. Der Energiefluss zum Becken und den Beinen ist sehr wichtig,
dadurch fühlen wir uns gut. Ein guter Energiefluss in Becken und Beinen gibt
uns ein sicheres und ruhiges Gefühl. Wir erfahren dann das Gefühl, dass wir
kraftvoll auf unseren Beinen sicher in dieser Welt stehen.
Darum ist eine Behandlung von sexuellen Blockaden und Ängsten nicht nur
wichtig um die Sexualität zu verbessern, auch unsere gesamte Gesundheit
davon abhängig und auf diesem Fundament aufgebaut.
Eine Beziehung ist übrigens eine komplizierte Konstruktion: Nach einiger Zeit
scheinen wir nicht mehr nur bedingungslose Liebe in die Beziehung
einzubringen sondern auch als das Elend, das wir in unserem Leben erfahren
und nicht verarbeitet haben. Dann sind die positiven Effekte der Beziehung oft
schwer zu finden. Wir können erst dann wirklichen Nutzen aus einer Beziehung
ziehen, wenn wir in unserem Wachstumsprozess zum Heilsein, in dem Prozess
einen guten Kontakt mit unserem Körper und mit unserem Gefühl zu erlangen,
gefordert sind. Erst dann können wir gegenseitig erspüren welche der
Bedürfnisse und der Lebensideale von unserem Partner sind.
Egal, was für eine Beziehung Sie auch führen, probieren Sie aus den Aspekten,
die Sie genießen können, Nutzen zu ziehen und dadurch mehr zu sich selbst zu
kommen.
Probieren Sie das alltägliche Leben zu fühlen und zu erfahren, denn dann
sind Sie in Ihrem Körper. Weichen Sie nicht aus und entfliehen Sie dem Fühlen
nicht. Wenn wir fühlen und erleben, wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit in
unserem Körper anwesend sind, erfahren wir eine andere Welt als wenn wir nur
mit unserem Kopf und unserem Denken in Verbindung stehen. Ein erster Schritt
hin zu - Bewusstsein - ist es sich selbst bewusst zu werden, dass Ihr
Bewusstsein vor allem in Ihrem denkenden Kopf und minimal in Ihren Körper
anwesend ist. Jedes Mal wenn wir erneut die Aufmerksamkeit vom Denken
abwenden und auf den Körper richten, verbleiben wir stets häufiger und länger
in unserem Körper. Schließlich bleibt ein Teil unseres Bewusstseins beständig
mit unserem Körper verbunden, ohne dass wir uns bewusst darum bemühen
müssen.
Was können wir tun um in Zukunft auf keinen Fall noch mehr außerhalb von
uns selbst zu leben? Oder, wie verhindern wir, dass wir noch mehr
unverarbeitete Dinge in unserem Körper einlagern? Die Antwort ist einfach:
Halten Sie Kontakt mit Ihrem Körper. Probieren Sie jede Stelle Ihres Körpers zu
fühlen. Halten Sie die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet. Beschäftigen Sie
sich nicht stundenlang mit Aktivitäten außerhalb Ihres Körpers und richten Sie
Ihre Aufmerksamkeit nicht stundenlang auf Dinge außerhalb Ihres Körpers.
Begrenzen Sie stundenlanges Arbeiten, stundenlanges Grübeln über Probleme
außerhalb von Ihnen, stundenlanges Fernsehen und alle andere Dinge
außerhalb Ihres Körpers. Schränken Sie alles ein, wobei Ihr Körper nicht mit
einbezogen wird. Wenn die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet ist, dann ist
es unmöglich eine Emotion oder einen unangenehmen Gedanken nicht zu
fühlen. Die Emotionen werden eine Empfindung im Körper erwecken, eine
Schwingung, eine Wärmegefühl, ein Prickeln oder eine andere Wahrnehmung.
Wenn Sie auf dem Niveau der Wahrnehmung bleiben, verarbeiten Sie und Sie
lagern nichts ein.
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Nehmen Sie keine Mittel, die das Band mit Ihrem Körper vermindern oder ganz
aufheben, wie z. B. Alkohol, Beruhigungsmittel, Drogen, Kokain usw. Diese
Mittel unterbrechen den Kontakt zwischen Ihrem Bewusstsein und Ihrem Körper
und erlösen Sie dadurch kurzzeitig von Ihren schmerzvollen Gefühlen in Ihrem
Körper. Wenn die Wirkung des Mittels aufhört, kommen Sie wieder zurück auf
die Erde, wieder in Ihren Körper. Die Verbindung ist dann oft beschädigt und die
Gefühle sind nur noch schlechter und schmerzvoller geworden. Konsumieren
Sie deshalb keine bewusstseinserweiternden und süchtig machenden Mittel.
Ich selbst habe wenig Erfahrung mit diesen Mitteln. Jedoch hatte ich einmal
eine Erfahrung mit diesen Mitteln, die meine Vorstellungskraft stark erweitert
hat. Davon möchte ich Ihnen berichten: Ein Therapeuten-Kollege trug ein sehr
besonderes Schmuckstück an einer Halskette auf seiner Brust. Er erklärte, dass
es ein energetisches Schmuckstück wäre, dass Guus de Jager hergestellt
hätte. Guus de Jager war ein Goldschmied, der sich spezialisiert hatte auf das
Herstellen von energetischen Schmuckstücken. Ich konnte das Schmuckstück
festhalten und fühlte sofort die Ausstrahlung von Wärme und Energie. Ich war
neugierig geworden und eine Woche später besuchte ich diesen besonderen
Künstler gemeinsam mit zwei meiner Kollegen. Er erzählte etwas über die
Hintergründe und die Wirkungsweise von diesen Schmuckstücken, über andere
Dimensionen und andere Energien. Ich konnte es nicht vollständig verstehen.
Um es noch besser verstehen zu können, schlug Guus vor, dass ich einen Blick
in eine andere Dimension werfen sollte.
Er schlug vor, dass ich einen Zug von einer kleinen Pfeife nehmen sollte, die
mit Grashalmen einer Pflanze gestopft war, die helfen kann andere
Dimensionen zu betreten. Er erzählte, dass es genauso ein Mittel sei, wie die
bewusstseinserweiternden Mittel, die die Indianer bei Ritualen gebrauchen.
Eines seines Schmuckstücke musste ich meinen Händen halten und so
mitnehmen in die andere Dimension. Nach zwei tiefen Zügen war ich nicht mehr
in Kontakt mit der Welt. Es war eine sehr seltsame Empfindung. Ich sah das
Zimmer und die anderen Personen nicht mehr, hörte aber sehr wohl in der
Ferne Guus de Jager sprechen. Es war sehr eigenartig, aber ich hatte keine
Angst. Jedoch machte ich mir Sorgen um meinen Körper. Ich fühlte ihn nicht
mehr und fragte mich, ob mein Körper weiterhin atmen würde. Ich konnte es
überhaupt nicht kontrollieren. Auch der Kontakt mit Guus bestand nicht mehr.
Mein Denkvermögen war genauso wie immer. Ich fühlte, dass ich aus einer Art
kristallklarer Energie bestand; ich konnte sehen, denken und meine
Aufmerksamkeit auf Dinge außerhalb von mir selbst richten. Das Schmuckstück
in meinen Händen war wunderschön und es kamen ganze Bündel von Strahlen
in allerlei Farben aus ihm hervor. Ich fühlte eine sehr starke Neugier. Ich hatte
eine Art Boden unter mir, den ich mit Hilfe meiner Gedanken in seiner Farbe
verändern konnte und den ich sich bewegen lassen konnte. Ich war erstaunt
über die Tatsache, dass nichts von mir übrig war außer der Geist, der ein sehr
großes Wissen über viele Sachen hatte und der mit seiner Aufmerksamkeit
überall hingelangen konnte. Ich hatte keine Masse, ich war kristallklar aber ich
war komplett anwesend mit all diesem Wissen und mit dem Verlangen das alles
noch besser verstehen zu können. Nach einiger Zeit begann ich allmählich
zurückzukehren von dieser Reise. Allmählich kam ich wieder in Kontakt mit
meinem Körper. Langsam erkannte ich wieder Guus de Jager, meine Kollegen
und das Zimmer. Das Bewusstsein baute wieder eine Verbindung mit meinem
Körper auf und nach ungefähr 45 Minuten fühlte ich mich wieder ein bisschen
normal. Das Wiederherstellen der Verbindung an meinen Körper war sehr
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außergewöhnlich. Ich weiß nicht wie lange es gedauert hat. Später erzählte mir
Guus, dass ich ungefähr 20 Minuten nicht ansprechbar gewesen sei.
Am Tag danach bemerkte ich keine Nachwirkungen von diesem Ausflug in eine
andere Dimension, aber ich war um eine Erfahrung reicher. Durch diese
Erfahrung habe ich selbst eine bessere Einsicht gewonnen, was Bewusstsein
ist. Ich habe das Experiment nicht mehr wiederholt. Ich bin doch etwas
ängstlich, was diese Mittel betrifft, vor allem weil auch Mittel dazwischen sein
können, die süchtig machen. Soviel zu dieser Erfahrung.
Noch einmal möchte ich Sie warnen, vor allem vor harten Drogen: Einmal
probiert und es ist bereits geschehen, der Ruf nach mehr ist da und der
Konsument ist süchtig. Deshalb, besser die Finger davon lassen.
Die sog. sanften Drogen sind etwas weniger gefährlich, aber es bleibt wichtig,
dass Sie erst Informationen einholen vor dem Gebrauch. Ich selbst rate Ihnen
auch davon ab. Es gibt genügend andere Mittel und Wege, die helfen können
sich besser zu fühlen.
Wie sieht es nun mit der Sucht rauchen aus? Rauchen hilft Ihnen sich besser
zu fühlen und nimmt etwas Spannung weg. Eigentlich ist es ein gutes Mittel,
wenn da nicht die starken negativen Nebenwirkungen auf unsere Gesundheit
wären. Die Nebenwirkungen sind so stark, dass es besser ist nicht zu rauchen.
Der Ratschlag an alle noch rauchenden Menschen: Probieren Sie auf andere
Art und Weise ein angenehmes Körpergefühl zu kriegen. Ich denke, dass das
Rauchen jeweils kurzzeitig einen besseren Energiedurchfluss bringt und
dadurch Stress und Spannungen durchfließen können. Es entsteht dann eine
bessere Energieverteilung, hierdurch fühlen wir uns sofort kurzzeitig besser.
Die Sucht nach Süßigkeiten: Alle Leckereien, die wir konsumieren, helfen uns
uns besser zu fühlen. Wenn das jedoch zu Übergewicht führt, dann gilt
dasselbe wie für das Rauchen: Probieren Sie auf andere Art und Weise das
angenehme Körpergefühl zu erlangen. Manchmal naschen wir, weil wir wenig
Aufmerksamkeit und Liebe kriegen. Versuchen Sie auf jeden Fall die Ursache
für Ihre Naschsucht zu entdecken.
Nun will ich Ihnen vorschlagen ans Werk zu gehen, allein oder mit Begleitung,
individuell oder in einer Gruppe.
Wir üben Massage, Gymnastik, Atmungstechniken und andere Techniken, die
uns ansprechen. Wir probieren bei jeder Übung aufmerksam die
Wahrnehmungen in unserem Körper zu erfahren und von unserem Kopf in
unseren Körper zu sacken. Wir versuchen die Erfahrungsübungen kräftig und
eindringlicher zu machen, so dass wir sie tiefer in unserem verlassenen Körper
fühlen können. Versuchen Sie das irdische Leben auch mit seinem Schmerz,
seiner Einsamkeit, seinem Kummer, seiner Angst, seiner Wut usw. zu
akzeptieren und sich damit zu identifizieren. Nach und nach werden einige
unter Ihnen durch die Übungen erfahren, dass hinter den Blockaden und
Absperrungen eine große Vielfalt unverarbeiteter Emotionen liegt. Dieser
Einlagerungsplatz für Emotionen kann als eine beängstigende Empfindung
spürbar sein. Es ist wichtig, dass Sie stark und kräftig genug sind um diese
Emotionen zu fühlen und zu spüren, um sie danach wieder loszulassen. Es ist
wichtig, dass Sie sich von innen gut und stabil fühlen. Wenn wir nicht stark
genug sind, haben wir nicht genügend Kraft um uns von der Fülle der
59
Emotionen zu distanzieren. Diese können so heftig auf unser Bewusstsein
einwirken, dass es nicht mehr anständig funktionieren kann. Für diejenigen, die
sich nicht gut von den unverarbeiteten Emotionen lösen können, ist es von
Belang, dass sie Ablenkung suchen in Dingen, die die Aufmerksamkeit von dem
Gefühlsberg ablenken. Es ist auch ratsam einen erfahrenen Therapeuten um
Hilfe zu bitten.
Je mehr wir im Stande sind die Konfrontation mit unseren Emotionen
einzugehen und diese zu verarbeiten, um so häufiger und intensiver können wir
uns mit unseren Gefühlen konfrontieren.
Kapitel 7
Die täglichen Übungen
Körperbewegung, Dusche, Sauna, ruhig sitzen und fühlen
In unserer Gesellschaft mit all ihren Merkmalen und Regeln ist es schwierig gut
mit unsrem Körper verbunden zu bleiben. Wenn Sie nach einer bestmöglichen
Verbindung mit Ihrem Körper streben, dann müssen Sie täglich etwas dafür
tun. Der zentrale Punkt besteht darin, dass Sie zu fühlen lernen müssen. Die
folgenden Aktivitäten dienen dazu, dass Sie Ihren Körper mehr fühlen können.
Morgengymnastik Als erstes will ich das Thema Morgengymnastik
besprechen. Sie haben gewiss schon einmal gesehen, wie ein Tier sich beginnt
sich zu bewegen, zu recken und zu strecken nachdem es aufgewacht ist. Beim
Menschen nennen wir das Morgengymnastik. Einige Reck- und Streckübungen
für ein paar Minuten sind ausreichend Morgengymnastik und liefert einen
wichtigen Beitrag zur Verbesserung und zur Aufrechterhaltung des Kontakts mit
Ihrem Körper.
Obwohl ich im 2. Teil dieses Buches kein Beispiel geben wollte, möchte ich
Ihnen dennoch die folgende Anekdote berichten. In 1982 habe ich ein halbes
Jahr als Assistenzarzt in der Abteilung - Rheumatologie - des De Wever
Krankenhauses in Heerlen gearbeitet. Ein Teil meiner Arbeit bestand aus
poliklinischen Sprechstunden. Die Sekretärin brachte mir jeweils die
medizinischen Dossiers der Patienten, die im Wartezimmer Platz genommen
hatten. Wenn ein Patient das Sprechzimmer betrat, kontrollierte ich die
Korrektheit des Dossiers durch Erfragen des Geburtsdatums.
So wollte ich auch das Geburtsdatum von einer ungefähr 60 jährigen Frau
überprüfen. Ich hatte jedoch ein Dossier mit der Jahreszahl 1896. Die Arbeiten
der Sekretärinnen enthielten ab und zu ein paar „Schönheitsfehler“. Deshalb
lief ich leicht ärgerlich in ihr Büro und bat um das richtige Dossier. Sie beharrten
jedoch weiterhin darauf, dass ich das richtige Dossier bekommen hätte. Es
blieb mir nichts anderes übrig, als zur Patientin zurückzugehen und sie selbst
zu fragen: „Was ist ihr Geburtsdatum?“ Ich erhielt eine Antwort von einigen
Minuten: „Natürlich, ich bin aus dem vorigen Jahrhundert, aber ich noch jung,
60
weil ich zweimal am Tag 5 Minuten Gymnastikübungen mache.“
Währenddessen sie das sagte, beugte sie sich vorn über und berührte mit
beiden Handflächen den Boden. Danach machte sie aus einer stehenden
Haltung seitliche Sprünge und Bewegungen, sie ging auf die Knie und machte
auf dem Rücken liegend einige Übungen.
Auch nach soviel Jahren erinnere ich mich noch stets an ihre tatkräftige
Ausstrahlung. Die Tage danach hat mich die Frage beschäftigt: Hat diese Frau
von Natur aus soviel Energie, bleibt sie deshalb jung und hat sie darum die
Energie um die Übungen zu machen, oder kann jeder diese Übungen machen
und kriegt dann jeder diese Energie und bleibt man dann auch so jung?
Ich habe die Antwort für Sie: Wenn Sie die richtigen Übungen machen, kriegen
Sie Energie und Ihr Körper bekommt eine viel bessere Kondition. Sie werden
auch bemerken, dass sich Müdigkeit und Energielosigkeit in Lebenslust und
Energie verändern. Es lohnt sich auf jeden Fall Programme mit solcher Wirkung
durchzuhalten. Sie kriegen viel dafür zurück.
Die Übungstherapie, wie sie im Folgenden beschrieben wird, funktioniert, weil
die Energieblockaden durch die Übungen wieder durchgänglich gemacht
werden für die Körperenergie. Sie werden fühlen, wie Sie wieder in Ihrem
Körper Platz nehmen können. Durch diesen energetischen Prozess werden
Geist und Körper auf allen Ebenen besser funktionieren. Deshalb, wenn Sie
Übungen gefunden haben, die für Sie gut ausführbar sind, versuchen Sie dann
einen Modus zu finden um sie konsequent durchzuführen. Ich habe jahrelang
an das Beispiel zurückgedacht, dass diese Patientin mir gegeben hat. Was ich
nicht verstand, war, woher diese Frau täglich wieder die Energie nehmen
konnte um diese Übungen zu machen. Ich war enttäuscht von mir selbst, als ich
nach drei Tagen Morgengymnastik wieder aufhörte. Erst in den letzen Jahren
habe ich entdeckt, warum diese Frau diese Übungen ständig wiederholte,
tagein tagaus. Der Grund ist der, dass das Ausführen dieser Übungen für sie
eine angenehme Körperwahrnehmung war. Sie hatte eine gutes Gespür für
Ihren Körper und sie fühlte während der Übungen die wohltuenden Effekte. Ich
werde es noch ein bisschen näher erläutern, indem ich ein Beispiel von mir
selbst gebe. Zu dieser Zeit arbeitete ich als Assistenzarzt im Krankenhaus. Ich
hatte damals noch keine Ahnung das so etwas wie Körperwahrnehmung
besteht. Ich hatte keinen Kontakt mit mir selbst und mit meinem Körper, ich
lebte nur äußerlich. Ich verrichtete meine medizinische Arbeit sorgfältig, war
ständig beschäftigt mit den Krankheiten und den Leben von Patienten. Ich hatte
keine Zeit für meine eigene Existenz. Ich kam nach Hause und schlief sofort
61
ein. Ich fühlte mich ziemlich gut, ich war stolz auf meine Arbeit und hatte keine
medizinischen Beschwerden. Ich hatte zu wenig Grund den Kontakt mit mir
selbst zu verbessern. Wenn jemand es mir erklärt hätte, hätte ich vielleicht
überhaupt nicht begriffen, was es bedeutet. Selbst wenn ich den Wunsch
gehabt hätte, den Kontakt zu verbessern, hatte ich damals noch kein Wissen
über die Möglichkeiten, die das ermöglichten. Außerdem wäre ich auch der
Meinung gewesen, dass ich keine Zeit hätte um das zu realisieren.
Aber trotzdem machte ich in dieser Zeit einige Male den Versuch von täglicher
Morgengymnastik. Weil ich praktisch gar kein Körpergefühl hatte, waren die
Übungen nur anstrengend und zeitraubend. Den positiven Effekt der Fitness
und des Energie-Habens bemerkte ich noch nicht direkt. Trotzdem ich vom
Nutzen überzeugt war, stoppte ich jeden Startversuch meistens nach 3 bis 4
Tagen.
Meine Schlussfolgerung ist: Derjenige, der tägliche Gymnastik und Streck- und
Dehnübungen nicht genießen kann, sitzt nicht gut in seinem Körper. Gerade für
diese Personen ist es sinnvoll viel Energie in die Verbesserung des Kontakts zu
investieren, so dass ein ständiges Gefühl für den Körper entstehen kann. Erst
dann ist es angenehm die täglichen Übungen zu tun.
Deshalb, jeden Tag Morgengymnastik muss sein.
Tägliche Dusche, Sauna oder schwimmen
Die innerliche Empfindung und den Energiefluss können wir auch fühlen und
aktivieren durch äußerliche Reize auf der Haut. Es sind allerlei äußerliche Reize
möglich, variierend zwischen einer leichten zärtlichen Berührung und kräftigen
Schlägen oder zwischen warmen und eiskalten Anwendungen. Alle diese Reize
helfen mit, dass Körperbewusstsein zu verbessern. Einige praktische
Anwendungen sind:
Nehmen Sie morgens eine kalte Dusche oder erst eine warme und dann eine
kalte Dusche. Die kalte Dusche sollte mindestens eine Minute dauern. Diese
Temperaturveränderung wird durch Körper stark wahrgenommen und Sie
werden sich Ihrer Haut und Ihres Körpers mehr bewusst. Gewiss fühlen Sie sich
einige Stunden fiter und wacher. Jedoch hat nicht jeder eine so gute
Gesundheit um in seiner Kraft zu bleiben unter einer kalten Dusche. Dann ist
die Kälte nicht heilsam. Wenn Sie merken, dass Ihnen die Kälte nicht gut tut,
beenden Sie die kalte Dusche und genießen die Wärme eines warmen
Wannenbades oder einer warmen Dusche.
Wenn Sie die Möglichkeit haben ein Thermalbad zu besuchen, nutzen Sie diese
Möglichkeit. Die meisten Thermalbäder haben spezielles Quellwasser mit
energetischem Wert (Sole-Wasser). Für die meisten Menschen ist die Wirkung
des Badens in diesem Wasser deutlich fühlbar als ein Prickeln und ein warmes
Gefühl im Körper. In Deutschland gibt es viele Kurorte mit der sogenannten
Kneipp-Therapie. Bei dieser Therapie machen Sie eine Wanderung durch eine
Reihe von Wassergräben, die mit 20 - 40 cm tiefem kalten Wasser gefüllt sind
und auf deren Boden Kieselsteine liegen. Die Reizung der Fußsolen durch die
Kieselsteine und die Hautreizung durch das kalte Wasser erzeugen
Körperbewusstsein. Wenn Sie zu Hause barfuß laufen, machen Sie eigentlich
ein bisschen Therapie.
62
Wechselbäder für die Füße
Wechselbäder sind sehr wirksam, wenn Sie Ihre Füße nicht fühlen oder wenn
sie immer kalt sind. Sie nehmen 2 Waschbecken, das eine füllen Sie mit
Wasser, so heiß wie möglich, das andere mit Wasser, so kalt wie möglich. Sie
gehen dann für 2 Minuten in das warme Becken, eine Minute in das kalte, das
können Sie einige Male wiederholen. Wenn Sie enden wollen, nehmen Sie
zuletzt das warme Becken.
Jeden Tag sollte etwas mit Wasser getan werden, es kann alles sein, was
vorstehend genannt wurde.
Jeden Tag müssen Sie sich einen Moment Ruhe nehmen, minimal 10
Minuten
In diesen Momenten versuchen Sie zu fühlen wie Ihr Körper sich anfühlt und
wessen Sie sich gewahr werden. Fühlen Sie auch, wie Sie sich psychisch
fühlen und wo Ihre Gedanken ständig hinwandern. Kehren Sie jedoch immer zu
Ihrem Körpergefühl zurück. Machen Sie eventuell Atemübungen um sich des
Körpergefühls besser gewahr zu werden.
Versuchen Sie zu fühlen, welche Kraft und welches Gefühl bei den Plätzen
sind, die blockiert sind. Probieren Sie, ob es möglich ist die Muskelspannung
loszulassen. Denken Sie über sich selbst nach, geben Sie sich selbst
Anerkennung und probieren Sie Wärme und Liebe für sich selbst zu haben.
Nehmen Sie jeden Tag mindestens diese 10 Minuten für sich selbst. Wenn
während des Tages Emotionen nach oben kommen, weil Sie zum Beispiel
etwas unangenehmes erlebt haben, nehmen Sie dann auch eine Pause. Wenn
Sie eine Emotion fühlen, fühlen Sie etwas innerhalb von ihrem Körper.
Probieren Sie es deutlich zu fühlen. Oft sind es Emotionen, wie Sie sie fühlten,
als Sie noch ein kleines Kind waren. Nehmen Sie sich die Ruhe und trösten Sie
den Teil des Kindes in Ihnen, der Angst hat, sich verstoßen fühlt oder in der
Kälte steht. Es wichtiger, dass Sie erst das Gefühl in Ihrem Körper trösten und
dann aktiv werden um die Situation anzupacken. Trösten Sie erst das
„Kindergefühl“, setzen Sie sich kurz hin und sprechen Sie tröstende Worte an
das Kind in Ihnen selbst.
Das Ausfüllen von ungenutzten Momenten, lassen Sie diese nicht verloren
gehen.
Im täglichen Leben gibt es viele Momente in denen Sie aufgehalten werden in
Ihrer Tätigkeit: Wenn Sie in einem Geschäft in der Reihe vor der Kasse stehen,
wenn Sie im Stau stehen, wenn Sie an der Ampel warten, wenn Sie auf
jemanden oder auf etwas warten. Wenn Ihre Aufmerksamkeit in der materiellen
Welt nicht absolut notwendig ist, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit dann nach
innen, zu Ihrer Körperwahrnehmung oder auf die Stille in Ihnen. Wenn Sie das
regelmäßig tun, wird das Ausrichten der Aufmerksamkeit nach innen zu einer
Gewohnheit, die dann automatisch und unbewusst stattfindet. Wenn Sie die
Zeit dazu haben, versuchen Sie dann sich regelmäßig bewusst zu sein, wo Ihre
Aufmerksamkeit ist und probieren Sie sich der Qualität Ihrer Aufmerksamkeit
bewusst zu werden. Probieren Sie vor allem bedingungslose Liebe in diese
Aufmerksamkeit zu legen, versuchen Sie angenehm warme Aufmerksamkeit zu
haben, sowohl für sich selbst als auch für Ihre Umgebung.
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 Zusammengefasst:
- Jeden Tag Morgengymnastik
- Jeden Tag etwas mit Wasser machen
- Jeden Tag einen Moment Ruhe nehmen, minimal 10 Minuten
.
- Wenn Sie Emotionen fühlen, setzen Sie sich und nehmen Sie sich Zeit
dafür.
- Füllen Sie ungenutzte Momente aus, lassen Sie diese nicht verloren
gehen.
- Machen Sie sich regelmäßig bewusst, wo Ihre Aufmerksamkeit
anwesend ist und verschenken Sie liebevolle Aufmerksamkeit an sich
selbst und Ihre Umgebung.
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Kapitel 8
Hilfe und Therapien bei der Suche nach sich selbst
In diesem Kapitel will ich einige Therapien beschreiben und erklären, womit Ihre
Gesundheit verbessert werden kann. Crit Keulen, eine Kollege von mir, der
Hausarzt und Arzt für Naturheilverfahren ist, erklärte seine Arbeitsweise wie
folgt: „Ich helfe meinem Patienten dabei die verschlossenen Türen wieder zu
öffnen.“ Sie verstehen sicherlich, dass er hiermit meinte: Die Energieblockaden
wieder durchgänglich zu machen.
Alle Therapien haben gemeinsam, dass sie wirken, weil sie Energieblockaden
wieder durchgänglich machen und dadurch das Bewusstsein sowie unsere
Aufmerksamkeit Zugang zu einem größeren Gebiet in und um unseren Körper
herum haben.
Die einfachste, jedoch sehr effektive Behandlung, ist die Massagetherapie.
Jeder kann massieren. Massage hat wenig Erfolg, wenn sie aus dem Denken
ausgeführt wird. Ihr Kopf kann nicht massieren. Ihr Körpergefühl ist ein Meister
im Massieren. Die Motorik in Ihren Händen weiß, wie und wo Sie massieren
müssen.
Es ist auch wichtig, dass der Masseur mit seiner Aufmerksamkeit sowohl bei
sich selbst und bei seinem Gefühl ist, als auch beim Körpergefühl der Person,
die massiert wird. Für denjenigen, der mehr über Massage wissen will, gibt es
diverse Kurse und Ausbildungen.
Es gibt verschiedene Massagetherapien: Sportmassage, intuitive Massage,
Shiatsumassage, Druckpunktmassage, Bindegewebsmassage,
Meridianmassage usw. In der regulären Physiotherapie wird Massage
regelmäßig angewandt. Eine der Massagetherapien, Ayurveda, die traditionelle
indische Heilkunde, möchte ich beschreiben. Ayurveda arbeitet mit intensiven
Massagebehandlungen, daneben gibt es auch Ernährungsberatung und
Kräuter. Mit Hilfe einer Massagebehandlung, die oft von mehreren Therapeuten
gleichzeitig ausgeführt wird, wird Aufmerksamkeit an alle Plätze des Körpers
gebracht. Auf eigentlich alle Gesundheitsprobleme hat diese Behandlung einen
sehr positiven Effekt.
Die ayurvedische Heilkunde macht intensiven Gebrauch von der Massage. Ich
will Ihnen die ayurvedische Heilkunde etwas näher erläutern, indem ich Ihnen
von der Krankengeschichte eines Patienten aus meiner Hausarztpraxis erzähle.
Es geht um einen Ingenieur, der mit 50 Jahren aus heiterem Himmel, eine
vollständige Lähmung seiner linken Körperhälfte erlitt. In einem der wichtigsten
65
Blutgefäße in der rechten Gehirnhälfte war ein Blutgerinnsel entstanden. Die
Folge war eine vollständige Lähmung des linken Armes und Beines. Auch seine
emotionale Stabilität hatte er verloren. Sein Leben war von einem Tag auf den
anderen zusammengestürzt.
Er wurde langwierig behandelt, erst im Krankenhaus, dann viele Monate in
einer Rehabilitationsklinik. Nach monatelangem Training lernte er wieder
selbstständig zu laufen. Er kam wieder nach Hause und versuchte sich auf den
Beinen zu halten, sowohl im übertragenen als auch im eigentlichen Sinne.
Der Mann war nicht mehr im Stande seine Arbeit als Ingenieur wieder
aufzunehmen. Die Fabrik, in der er ein unentbehrlicher Arbeitnehmer war,
lieferte Produkte in die ganze Welt. Regelmäßig kamen Kunden aus fernen
Ländern zu der Fabrik. Als unser Patient noch gesund war, hatte er
Besprechungen mit Kunden aller Nationalitäten. Ein aus Süd-Indien
stammender Kunde hörte von seiner halbseitigen Lähmung und besuchte
unseren Patienten in der Reha-Klinik. Nachdem der Inder sich die
Rehabilitationsweise in dem westlichen Reha-Zentrum genau angesehen hatte,
nahm er Kontakt mit der Direktion der Fabrik auf. Er erklärte ihnen, dass eine,
so wie in Indien durchgeführte Rehabilitationsmethode, viel effektiver für
unseren Patienten sein würde.
Als Betriebsarzt wurde ich zu einer Besprechung mit dem Inder und der
Direktion zum Thema einer Rehabilitation für unseren Patienten in Indien
eingeladen. Wir beschlossen ihn als Patient bei der Klinik in Indien anzumelden.
Nach einer Wartezeit von einem Jahr kam die Mitteilung über ein
Aufnahmedatum für die Ayurveda-Klinik in Kotikkal in Kerala (Südwest-Indien).
Durch die Umstände bedingt gab es niemanden, der mit ihm nach Indien hätte
gehen können. Die Direktion bat mich ihn zu bringen. Zwei Wochen später
kamen wir bei der Klinik in Kotikkal an.
Unser Patient ist dort 6 Wochen lang mit Kräutern, täglichen Massagen und
Kräuterpackungen behandelt worden. Es sind keine Wunder geschehen, aber
er bekam einen besseren Kontakt mit seinem Körper. Damals startete ich einen
ersten Versuch um seinen Körper zu erfahren und zu fühlen. Er war im Zweiten
Weltkrieg geboren, in einer Zeit, in der seine Eltern viele Sorgen, Ängste und
Entbehrungen erlitten. Es ist anzunehmen, dass er in seinen jungen Jahren von
den Kriegsproblemen viel mitbekommen hat, wodurch er in seiner späteren
Lebenszeit den Kontakt mit seinem Gefühl nicht wieder vollständig aufnehmen
konnte. Niemals zuvor konnte er einen guten Kontakt zu seiner linken
Körperhälfte, die Körperhälfte, die vor allem mit dem Gefühlsleben verbunden
ist, herstellen. Meiner Meinung nach war der unvollständige Kontakt mit seiner
linken Körperhälfte mit ursächlich für die Lähmung der linken Körperhälfte.
In der Klinik wurde gerade die linke Körperhälfte intensiv mit Kräutern und
Ölpackungen behandelt. Zugleich wurde er täglich eine Stunde am ganzen
Körper massiert. Obwohl er kein Gefühl für die linke Seite hatte, wurde diese
Seite am meisten behandelt. Auf diese Weise soll laut der Ayurveda-Lehre die
Lebensenergie in seinen Körper zurückkehren.
Ich selbst habe während des Aufenthalts für drei Wochen die Ayurvedische
Heilkunst studiert, die Kräutergärten besucht und die Ärzte bei ihren Visiten in
der Klinik begleitet.
Den größten Unterschied zu unserer westlichen Herangehensweise fand ich in
der Behandlung eines Patienten mit Beschädigung des Rückenmarks, einer
Querschnittslähmung. In der westlichen Heilkunde sagen wir: Eine
Querschnittslähmung kann nicht geheilt werden und wir besorgen dem
66
Patienten einen Rollstuhl. Der Arzt, der mir während der Visite Erklärungen gab,
erzählte mir beinahe entschuldigend: „ Dieser Patient hat eine Beschädigung
des Rückenmarks durch einen Autounfall erlitten. Er liegt hier schon 5 Wochen,
aber ich schätze, dass es noch 3 Monate dauern wird, bis er wieder laufen
kann.“ Durch tägliche Behandlungen und gleichzeitige Aktivierung der
gelähmten Beinen erzielen sie gute Ergebnisse beim Behandeln einer
Querschnittslähmung. Für einen westlichen Arzt eine nicht zu glaubende
Geschichte. Ich habe diesen Patienten bedingt durch meine begrenzte
Aufenthaltsdauer nicht laufen gesehen, aber ich habe schon mit Patienten
gesprochen, die nach einer zweimonatigen Behandlung in dieser AyurvedaKlinik von ihrer Lähmung geheilt waren. Die Schlussfolgerung aus diesem
Beispiel ist, dass unglaubliche Heilungen stattfinden können, wenn es gelingt,
das entsprechende Körperteil wieder mit der richtige Menge von Körperenergie
durchströmen zu lassen.
Angewandte Kinesiologie.
Diese Methode wird auch Muskeltest genannt. Viele Therapeuten arbeiten mit
dieser Methode. Ich selbst erfahre das Arbeiten mit den Muskeltesten als
einfache, deutliche und effektive Testmethode. Mit Hilfe dieser Methode kann
der Therapeut Informationen aus dem Körper des Patienten, der getestet wird,
erlangen. Der Patient muss einen Arm oder ein Bein anspannen, der Therapeut
gibt dann Gegendruck und kann so eine Einschätzung der Muskelkraft
vornehmen. Wenn wir den Patienten bitten an etwas Schönes zu denken,
spüren wir mehr Muskelkraft. Wenn sich der Patient an etwas Unangenehmes
erinnert, spüren wir weniger oder gar keine Muskelkraft. Wenn wir einen Platz
am Körper berühren, der energielos ist, finden wir beim Muskeltest eine
verminderte oder abwesende Muskelkraft. Es ist sogar möglich Fragen an den
Körper zu stellen, z. B. : Sind diese Kräuter oder Blütendüfte geeignet für
diesen Patienten? Eine Zunahme der Muskelkraft bedeutet eine positive
Antwort auf die Frage. Diese Methode kann man in einigen Tagen Unterricht
erlernen. In der Praxis arbeite ich täglich damit.
Bioenergie-Therapie
Bei der Bioenergie-Therapie wird durch intensive Körperbewegung Bewusstsein
in den Körper gebracht. Hierdurch wird eine starke Verbesserung der
Körperwahrnehmung erreicht und die Energieblockaden werden durchgänglich
gemacht. Eingelagerte Emotionen kommen ins Bewusstsein, alter Schmerz,
Kummer, Einsamkeit usw. kommen nach oben. Wenn wir unseren Körper
intensiv bewegen und belasten, hat unser Bewusstsein keine Wahl und geht
von selbst zu den Stellen im Körper, die intensiv in Bewegung gebracht werden.
Ein Therapeut, der für den Patienten eine sichere und entspannte Atmosphäre
kreiert und den Patienten immer wieder aufs Neue ermutigt zu fühlen, was in
seiner Wahrnehmung auftaucht, ist die beste Hilfe. Es gibt nicht so viele
Therapeuten, die die Bioenergie-Therapie anwenden. Sie müssen deshalb
etwas suchen, wenn Sie sich für diese erfolgreiche Therapie entscheiden.
Gesprächstherapie
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Es gibt verschiedene Arten der Gesprächstherapie. Durch Gespräche kann ein
Patient Einsicht erlangen in seine Situation und sein Verhalten und kann so die
Ursachen hinter seinen oder ihren Problemen entdecken. Der Patient erlangt so
verstandesmäßig Einsicht in seine Probleme oder Krankheit, in sein eigenes
Funktionieren und in seine Interaktionen mit seiner Umgebung. Der Therapeut
kann mit ihm überprüfen, ob er ausreichend Selbstsicherheit hat um einen Platz
in unserer Gesellschaft zu kreieren, ob genügend Selbstwert vorhanden ist,
usw. Zusammen mit dem Therapeuten kann der Patient die Möglichkeiten der
Therapie untersuchen. Aber schließlich muss der Patient, zwar mit ein wenig
Hilfe, es doch selbst tun. Darum sind Einsicht und Verstehen sehr wichtig.
Bei einer anderen Form der Gesprächstherapie kann der Therapeut mit dem
Patienten zu Zeiten zurückgehen, in denen Emotionen entstanden, die im
Körper eingelagert wurden, weil sie damals zu schwer waren um sie ins
Bewusstsein zu lassen. Wenn der Patient sich sicher und durch den
Therapeuten unterstützt fühlt, können diese Emotionen im Nachhinein
zugelassen und verarbeitet werden. Wenn ein Therapeut eine Situation der
Ruhe und der Sicherheit kreieren kann (indem er oder sie in Harmonie mit sich
selbst ist), ist es für den Patienten viel einfacher sich zu trauen die Emotion, die
aufkommt zu fühlen. Der Patient kann wieder Kind sein und die Situation von
damals, wird noch einmal erlebt. Unser erwachsenes Ich kann dem Kind in uns
Erklärungen geben und trösten. Oft sind Therapeuten in der einen oder der
anderen Form der Therapie spezialisiert.
Therapien bei verringertem Bewusstseinszustand
Wir kennen alle den Bewusstseinszustand, wenn wir wach werden, wenn wir
noch irgendwo zwischen schlafen und Wachsein schweben. Wir kennen auch
unser verringertes Bewusstsein, wenn wir einen spannenden Film anschauen
und es nicht bemerken, dass jemand ins Zimmer kommt. Dieser Zustand des
verringerten Bewusstseins wird auch „Trance“ genannt. Wenn unser
Bewusstsein auf ein etwas träumerisches, schwebendes Niveau gebracht ist,
dann ist es meistens viel einfacher zu entdecken, welche Emotionen den
meisten Einfluss ausüben und wo diese Emotionen entstanden sind. Es ist auch
möglich bei verringertem Bewusstsein Emotionen und Ereignisse aus der
Vergangenheit positiver zu machen oder zu heilen. Einige Therapien, die mit
diesen Techniken arbeiten, sind: Hypnotherapie, Rückführungstherapie und
Reinkarnationstherapie, aber auch Therapien, die wir von den Indianern gelernt
haben und die „Heilungsreise“ von Brandon Bays arbeiten mit verringertem
Bewusstsein. Wenn die tieferen Ursachen der Emotionen bei Ihnen nicht
erreichbar sind, können sie darüber nachdenken, einen Termin bei einem
Therapeuten, der fachkundig in einer dieser Behandlungsmethoden ist, zu
machen.
(Bach)Blütentherapie
Eine Blütenessenz ist ein Heilmittel, das in der Naturheilkunde angewandt wird
um Harmonie und Entspannung in die Emotionen zu bringen. Es wird
zusammengestellt aus Blüten von Pflanzen und Bäumen. Die wirksame Kraft
aus den Blüten ist auf das Wasser übertragen worden, für die Haltbarkeit ist
68
Alkohol zugefügt worden. Wasser ist im Stande die Information der Pflanzen
und Bäume festzuhalten. Blütenmittel wirken auf verschiedene Emotionen, z. B.
Angst, Ratlosigkeit, Verzweiflung, Schrecken, Unruhe und Depression. Der
Mehrzahl unserer Blockaden der Körperenergie liegen emotionale
Verkrampfungen zugrunde. Eine Blütenessenz kann die Emotion mildern oder
auflösen. Unser Körper muss dann die Emotion nicht mehr blockieren, die
Körperenergie wird dann nicht mehr zurückgehalten und kann wieder fließen.
Unsere Gesundheit kann dann wieder zurückkehren. Feinfühlige Menschen
merken, dass in der Natur eine energetische Wirkung von Bäumen, Pflanzen
und Blumen ausgeht. Diese feinfühligen Menschen sind im Stande die heilende
Energie der Blüten und Pflanzen auf Wasser zu übertragen und schließlich
Fläschchen mit Blütenessenzen von einer großen Vielfalt heilender Wirkungen
herzustellen.
Ein (Bach)Blütentherapeut hat eine Arbeitsweise, mit der bestimmt werden
kann, welche Emotionen den Blockaden zugrunde liegen. Der Therapeut kann
aus verschiedenen Blüten ein Mittel zusammenstellen, angepasst an die
Probleme des Patienten. Anschließend bekommt der Patient ein Fläschchen mit
den richtigen Blüten mitgegeben um es täglich zu gebrauchen. Ich selbst
benutze die angewandte Kinesiologie, wie bereits beschrieben, um zu
bestimmen welche Blütenessenzen am wirksamsten für den Patienten sind.
Aromatherapie
Aromatherapie ist eine Behandlung mit dem Aroma oder mit dem duftenden Teil
einer Pflanze, Blume oder eines Baums. Das Aroma wird meistens durch
Destillation oder durch Auspressen der Pflanzen oder Bäume gewonnen.
Jedes Aroma hat eine spezielle Wirkung auf unseren Körper und darauf, wie wir
uns fühlen.
Die Aromaflüssigkeit kann verdampft oder vernebelt werden, so dass der Duft
im Raum verbreitet wird. Manche Aromen können auch in kleinen Mengen
eingenommen werden. Ich selbst gebe den Patienten oft eine Kombination aus
verschiedenen Aromen in einer Ölbasis mit, damit sie als Massageöl gebraucht
werden können. Die meisten Menschen können die entspannende Wirkung von
Aroma schnell und deutlich wahrnehmen. Die Aromen wirken direkt an dem
Platz, an dem sie angebracht wurden und verbessern dort den
Energiedurchfluss.
Manuelle Therapie, Chiropraktik, Osteopathie
Bei diesen Techniken werden die Rückenwirbel und Gelenke, die starr und
wenig oder unbeweglich geworden sind, erneut beweglich und flexibel gemacht.
Die Behandlung kann auch zur Folge haben, dass die Wirbel zueinander einen
besseren Stand haben. Meistens kommen die Patienten zu diesen Behandlern,
weil sie Rücken- oder Gelenkschmerzen haben. In der Osteopathie werden
neben Gelenken und Wirbeln auch Bindegewebe und andere Strukturen
gelockert und flexibel gemacht. Durch die Behandlung verschwinden die
Schmerzbeschwerden, aber es geschieht noch viel mehr. Ein nicht beweglicher
Wirbel oder ein nicht bewegliches Gelenk sind heftige Blockierungen für den
Fluss der Lebensenergie. Nach einer Behandlung, bei der Wirbel und Gelenke
wieder gelockert wurden, kommt der Fluss der Lebensenergie in Gang. Das ist
69
spürbar als ein prickelndes und fließendes Gefühl im Körper. Nach einigen
Behandlungen ist der Körper gelöster und wir fühlen ein freies und angenehmes
Gefühl im Körper. Ein großer Teil dieser Patienten gibt an, dass sie sich nach
einigen Behandlungen besser und vitaler fühlen. Diese Behandlung fordert
deshalb auch zugleich das Niveau unserer Gesundheit. Es ist wichtig, dass die
Gelöstheit des Körpers danach durch tägliche Übungen erhalten wird, so kann
die Mobilität und die dazugehörige Gesundheit erhalten bleiben.
Kraniosakraltherapie
Die Kraniosakraltherapie bringt ein Gefühl der Entspannung und Weite in den
Körper, indem Sie in Kontakt gebracht werden mit Ihren oft unbewussten
Gefühlen. Der Therapeut behandelt das Gebiet des Gehirns und Rückenmarks,
indem er durch leichte Manipulationen Einfluss auf den Fluss der Hirnflüssigkeit
und auf die Elastizität der Hirnhäute ausübt. Menschen, die sich nicht trauen
Gefühle wie alten Schmerz, Kummer oder Angst zuzulassen, können das durch
Kraniosakraltherapie-Behandlungen lernen.
Orthomanuelle Therapie
Bei der Orthomanuellen Therapie werden der Stand der Wirbel und Gelenke
sowie die Struktur der Knochen untersucht und behandelt. Bei der Behandlung
wird mit den Händen und manchmal sogar mit einer Art Hammer der Stand der
Wirbel, Gelenke und Knochen korrigiert. Wenn unsere Wirbel nicht symmetrisch
auf einander stehen, können Gewebe und Muskeln an dieser Stelle
schmerzhaft und angespannt sein. Aber nicht nur allein unsere Wirbel können
Energie blockieren, sondern auch unsere Knochen können unseren
Energiedurchfluss stoppen. Viele Knochen in unserem Körper bestehen aus
mehreren Knochenstücken. Diese knöchernen Teile hängen an einander durch
ein sehr stabiles Bindegewebe fest. An diesen Bewegungsstellen ist ein kleiner
Bewegungsraum. Als Beispiele nenne ich unseren Schädel, das Brustbein, das
Becken mit dem Kreuzbein und dem Steißbein. Wir denken, dass diese
Knochengerüste ein knöcherndes Gesamtgebilde sind, aber in Wirklichkeit sind
es einzelne Knochenstrukturen, die zu einander in Bewegung stehen. Die
Bewegungen sind minimal, aber es bewegt sich. Sogar in unserem Steißbein,
wo alle fünf einzelnen Teile vollständig mit einander verwachsen sind, haben
diese Teile eigenständige Bewegungsmöglichkeiten. Wenn die Bewegung in
diesen Verbindungsstellen begrenzt ist, wenn die Knochenstrukturen zu
einander nicht den richtigen Stand haben oder wenn die Verbindungsstelle
unter Spannung stehen, kann die natürliche Bewegungsmöglichkeit und
dadurch unser Energiedurchfluss an diesen Stellen stark eingedämmt werden.
Wir sind deshalb geneigt zu denken, dass unsere Knochen massiv und starr
sind, aber es sind lebende und bewegliche Organe. Auf die gleiche Weise wie
unsere Muskeln und unser Bindegewebe Spannungen festhalten können,
geschieht das auch in unseren Wirbeln und Knochen.
Ich empfehle jedem, egal ob Patient oder gesunder Mensch, einige
Behandlungen bei diesen Therapeuten zu nehmen. Es gibt viel zu wenige
Therapeuten, die das Fach, der des Lösens und Einrenkens von Knochen
70
beherrschen. Die Methode wurde in den Niederlanden durch Frau Dr. M.
Sickesz eingeführt. Eine Untersuchung (in 1990) unter 2000 Patienten zeigte
bei Zweidrittel eine Verbesserung. Die Patienten bekamen einen immer
besseren Einblick darin, welche Therapien wirklich helfen. Diese wertvolle
medizinische Behandlung wird in der Zukunft den Platz kriegen, den sie
verdient.
Ich möchte noch einige Sätze aus dem Lehrbuch von Frau Sickesz zitieren: “Ich
habe begriffen auf welche Art und Weise das Sakrum (= Steißbein) behandelt
werden kann. Dieses Verständnis verdanke ich allein der Tatsache, dass ich
alles bestehende Wissen in Zweifel gezogen habe und allein davon
ausgegangen bin, was ich selbst wahrgenommen habe und ausschließlich
daraus meine Schlussfolgerungen gezogen habe. Das Steißbein reagiert nicht
wie ein großer Knochen, sondern wie fünf lose Wirbel. Seitdem ich diese
Kenntnis erworben habe, sind alle Probleme in diesem Gebiet durch Therapie
zu lösen.“
Ich zitiere dieses Stück um Ihnen zu zeigen, wie unser Denken durch
vorhandenes Wissen blockiert wird. Ich will Sie darauf aufmerksam machen,
wie schwierig es für einen Arzt ist, der auf der Universität die „großen
medizinischen Wahrheiten“ gelernt hat, das Funktionieren des menschlichen
Körpers aus absolut anderen Gesichtspunkten zu betrachten. Es scheint, als ob
wir sehr verwachsen sind mit einigen angelernten (Schein) Wahrheiten.
Ein Direktor muss von Außen seinen Betrieb betrachten. Dann kann er mehr
überblicken und kann besser leiten. So müssen auch wir Ärzte einen breiteren
Horizont entwickeln, danach erneut die Naturheilkunde betrachten.
Neuraltherapie
Bei der Neuraltherapie wird ein Mittel für lokale Betäubung ( zum Beispiel die
lokale Betäubung, die beim Zahnarzt angewandt wird) mit einer dünnen Nadel
an die Stellen gespritzt, wo die Signalübertragung des autonomen
Nervensystems blockiert ist. Neuraltherapie wird auch therapeutische LokalAnästhesie oder Störfeld-Behandlung genannt. Die Plätze auf und in unserem
Körper, die kein oder fast gar kein Körperbewusstsein haben, sind meistens
auch die Stellen, an denen das autonome Nervensystem gestört ist. Aus der
Sicht der Naturheilkunde sind das die Stellen, die die Lebensenergie blockieren.
Diese Energie-blockierenden Plätzen im Körper entstehen um schwere und
unangenehme Emotionen vom Bewusstsein abzuschließen. Eine Blockade in
der Signalübertragung des autonomen Nervensystems ist deshalb ein
Schutzmechanismus gegen Emotionen.
Die Neuraltherapie ist eine effektive Methode die energetische
Signalübertragung durch Aktivierung des blockierten Gewebes
wiederherzustellen. Der Therapeut sucht die wahrscheinlichsten Blockadeplätze
und gibt dort eine Injektion mit Lokal-Anästhetikum. Jedes Lokal-Anästhetikum
ist für die Neuraltherapie geeignet. Ich selbst benutze Procain, Xylocain,
Scandicain oder Ketanest, aber es gibt noch viel mehr Sorten. Die LokalAnästhetika haben keine Nebenwirkungen oder allergischen Reaktionen zur
Folge.
Die Neuraltherapie ist meiner Meinung nach eine der schnellsten und
kraftvollsten Methoden, um jemand wieder mit seinem Gefühl in Verbindung zu
bringen. Innerhalb einiger Minuten nach einer Injektion ist bei 90 % der
Patienten ein Energiefluss deutlich spürbar und bei mehr als 50 % sind
71
Emotionen wahrnehmbar. Es gibt verschiedene Erklärungen für die
Wirkungsweise der Neuraltherapie. Wenn man hellfühlend ist, kann man
Folgendes wahrnehmen: Ein bestimmtes Gebiet fühlt sich kalt und gefühllos an.
In diesem Gebiet müssen wir die Stelle finden, die blockiert ist. Nach dem
Festlegen der Energie-blockierenden Stelle injiziert der Therapeut an Ort und
Stelle eine kleine Menge des Lokal-Anästhetikums. Bevor die Injektion gegeben
wird, fühlt es sich an, als ob der Körper die blockierende Energie mit beiden
Händen aufrechterhält. Bereits kurz nachdem die Injektion gegeben wurde, wird
die Verkrampfung an Ort und Stelle losgelassen. Weil die Energie nun frei
fließen kann, kommen alte verborgene Gefühle und Emotionen aus dem
abgeschlossenen Gebiet oft nach oben, in das Bewusstsein des Patienten.
Nach einigen Tagen ist die Verkrampfung oft wieder zurück, jedoch in
geringerem Maße. Nach fünf Behandlungen können Blockaden zum größten
Teil verschwunden sein. Neuraltherapie ist eine großartige Methode mit der
man viele verschiedene Krankheiten heilen kann. Vor allem für Patienten, die
wenig fühlen und mit ihrem Körper schlecht verbunden sind, ist es eine gute
Methode den Weg zum Körper und zum Gefühl zurück zu finden.
Bei vielen Menschen besteht eine Blockade bei den Halsmandeln oder bei der
Narbe, die nach einer Halsmandel-Operation geblieben ist. Auch das
Kiefergebiet ist ein bekannter Blockadeplatz. Eine einzige Injektion in diese
Stellen bringt oft eine sehr starke Verbesserung des Körperbewusstseins.
Um die Neuraltherapie noch deutlicher zu machen, möchte ich zwei Beispiele
geben.
Das erste Beispiel ist aus der Zeit, in der ich in beobachtender Haltung die erste
Neuraltherapie-Behandlung anwandte. Ein 45 jähriger Mann besuchte die
Frühsprechstunde. Es war das erste Mal, dass er in der Praxis war. Er bekam
schon seit einiger Jahren Unterstützung vom Staat, weil er nicht mehr im
Stande war zu arbeiten. Er hatte sich nach einer schweren Herzoperation nicht
mehr richtig erholt.
Er kam wegen einer leichten Erkrankung. Zugleich erzählte er mir, dass er nach
der Herzoperation in einem großen Maße erschöpft geblieben war und dass er
darum nicht arbeiten konnte. Es war eine schwere Operation gewesen. Es gab
Komplikationen und darum wurde während der Herzoperation auch sein Bauch
operiert. Er hatte eine Narbe von seinem Hals bis unter seinen Nabel. Einige
Wochen zuvor hatte ich einen Kurs für Neuraltherapie besucht, bei dem uns
beigebracht wurde, dass eine Narbe eine Blockade für die Körperenergie ist.
Wenn die Narbe durch Einspritzung des Mittels Procain behandelt wird,
verändert sich etwas im Narbengewebe. Dadurch wird die Körperenergie
wieder durchgelassen. Ich erzählte ihm von diesem Kurs und der Patient wollte
augenblicklich eine Behandlung. Mehr als zehn oberflächliche Injektionen
waren notwendig, um die ganze Narbe mit Procain zu infiltrieren. Nach
ungefähr einer Minute berichtete der Patient: „Ich habe das Gefühl in Ohnmacht
zu fallen und dass mein Körper zu meinen Beinen gezerrt wird. Alles beginnt zu
prickeln, vor allem meine Beine.“ Nach ungefähr 15 Minuten wurde das Prickeln
weniger und der Patient konnte der Patient wieder aufstehen. Nach einer
Woche kam er begeistert zurück, bereit für eine zweite Behandlung. Er erzählte,
dass er durch die vorige Behandlung um die Hälfte weniger erschöpft gewesen
sei. Er war zum ersten Mal in fünf Jahren wieder im Stande gewesen einige
Stunden am Tag zu arbeiten. Noch zweimal wiederholte ich die Injektionen. Zur
vierten Injektion konnte der Patient nicht kommen, denn er hatte eine Arbeit
72
angenommen und arbeitete nun 40 Stunden in der Woche. Danach habe ich ihn
noch ein paar mal wiedergesehen. Er sagte jedes Mal: „ Ich bin wiedergeboren
und ich sprudel nur so vor Energie.“ Die Injektionen des lokalen
Betäubungsmittels in seine Narben haben auf die eine oder andere Weise
etwas in seinem Körper verändert. Eine Erklärung, aus Sicht der fernöstlichen
Heilkunde ist, dass ein blockierter Durchfluss der Lebensenergie einen
Menschen vollständig ermatten kann. Durch die Behandlung der Narben wurde
bei ihm eine schwere Energieblockade aufgehoben. Dadurch kam der
Energiedurchfluss in Gang und die Kraft kehrte in seinen Körper zurück. Die
Theorien über die Behandlung von Lebensenergie-Blockaden scheinen in der
Praxis zu funktionieren.
In einem zweiten Beispiel möchte ich Ihnen verdeutlichen, wie Neuraltherapie in
Kombination mit anderen Therapien angewandt wird. Die Neuraltherapie wird
oft vorab vor anderen Methoden genutzt. Die Injektionen mit dem
Betäubungsmittel heben einen Teil der Energieblockaden auf, wodurch Gefühle
und Emotionen ins Bewusstsein kommen. Anschließend können diese Gefühle
und Emotionen behandelt werden. Es ist verständlich, dass diese
Gefühlssachen erst dann behandelt werden können, wenn sie bewusst und
fühlbar geworden sind.
Das zweite Beispiel betrifft eine Frau von 41 Jahren. Telefonisch hatte sie
schon berichtet, dass sie seit zwei Jahren unter einer Dystrophie in ihrem linken
Fuß und Knöchel litt. Die Dystrophie (auch posttraumatische Dystrophie
genannt) ist eine ernsthafte Erkrankung, bei der an einem Arm oder Bein
heftige Schmerzen, Funktionsverlust und eine blau/lila Verfärbung der Haut
auftreten. Meistens fühlt sich das betreffende Körperteil kalt an, manchmal ist
es jedoch auch warm und der Körper transpiriert an dieser Stelle. Wenn die
Dystrophie in ernstzunehmendem Maße besteht, kann ständig ein heftiger
Schmerz vorhanden sein. Der Patient traut sich manchmal, aus Angst vor dem
Schmerz, den angegriffenen Körperteil nicht mehr zu bewegen. Das Leben des
Patienten wird dann vollständig durch die Krankheit beherrscht und die
Dystrophie hat dann Invalidität zur Folge. Vor Ort ist eine ernste Störung der
Durchblutung und des Stoffwechsels entstanden. Diese Erscheinungen
entstehen meistens einige Wochen nach einer Prellung, Verstauchung,
Knochenbruch oder nach einem orthopädischen oder chirurgischem Eingriff.
Manchmal fällt das Entstehen der Dystrophie zusammen mit einer Periode, die
von starkem Stress oder psychischer Belastung geprägt ist. Es besteht auch die
Vermutung, dass ein zu straffer Verband oder zu straffer Gips die Dystrophie
verursachen kann. Die medizinische Wissenschaft hat bis heute keine
Erklärung für Dystrophie finden können. Doch wir wissen, dass es eine ernste
Desorganisation des sympathischen und parasympathischen Nervensystems
betrifft. Dieser Teil des Nervensystems funktioniert selbständig. Mit unserem
Willen können wir keinen Einfluss auf diesen Teil unseres Nervensystems
ausüben.
Bei unserer Patientin war die Dystrophie entstanden, nachdem sie einige
Wochen wegen eines Bruchs eines Mittelfußknochens mit einem Gipsverband
behandelt wurde. Nachdem der Gips entfernt wurde war, entstand ein starker
Schmerz im gesamten Fuß und im Knöchel. Der Fuß blieb kalt und die Haut
war dunkellila verfärbt. Sogar kurze Spaziergänge waren nicht mehr möglich,
da der Schmerz nach Anspannung sehr heftig wurde. Sie wurde vom Hausarzt
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an den Orthopäden zurücküberwiesen, der den Mittelfußknochen handelt hatte.
Dieser beruhigte sie, es wäre nichts.
Die Patientin hatte zwischenzeitlich einen Flyer der Dystrophie-Vereinigung
gelesen und erkannte die in dem Flyer genannten Symptome. Anschließend
wurde sie vom Hausarzt zum Neurologen überweisen. Dieser bestätigte die
Diagnose Dystrophie und schlug Infusionsbehandlungen vor. Die Patientin
beschloss jedoch zu einem Zentrum für Dystrophie zu gehen. In diesem
universitären Zentrum erhielt sie diverse Behandlungen und Vorschläge zur
Anpassung des Lebensstils. Der Zustand ihres Fußes veränderte sich nicht und
sie hatte noch stets viele Schmerzen. Ihr Spezialist teilte ihr mit, dass
Dystrophie manchmal ausheilt und manchmal nicht. Es würde sicherlich ein
langwieriger Prozess werden. Sie blieb ein Jahr in Behandlung bei diesem
Zentrum und blieb leider ohne Besserung.
Schlotternd kam diese Frau in die Praxis, die Anspannung vom Laufen vom
Parkplatz bis zur Praxis war ihr im Gesicht abzulesen. Mein erstes Gefühl über
sie war, dass sie fortwährend mit all ihrer Aufmerksamkeit beim Freud und Leid
von anderen war, dass sie abwesend von sich selbst war und ständig damit
beschäftigt, es den anderen recht zu machen. Ihr Körper fühlte sich energielos
an und und um ihren Fuß herum hing ein Gefühl der Angst. Angst, dass jemand
den Fuß berühren könnte oder versehentlich dagegen stoßen würde.
Eigentlich ist es ganz einfach ihr Bein zu heilen. Genügend Durchfluss der
Lebensenergie im Bein ist das Einzige, was notwendig ist. Bei unserer Patientin
musste sich die Behandlung darauf richten die Aufmerksamkeit und den
Energiefluss, die nach Außen gerichtet waren auf sich selbst zu richten und auf
ihr Bein. Um die Energie mehr auf ihr Innerstes zu richten gab ich ihr ein
Blütenmittel. Das Blütenmittel enthielt unter anderem Blüten mit der Eigenschaft
Angst vor Zurückweisung durch andere abzubauen. Aus Angst keine
Unterstützung aus ihrer Umgebung zu erfahren, war sie fortwährend damit
beschäftigt es anderen recht zu machen. Nach der Gabe des Blütenmittels
fühlte sie ein leichtes Prickeln in ihrem Körper als Folge des veränderten
Energiedurchflusses. Sie bekam das Blütenmittel in einer Flasche mit nach
Hause um ein paar mal am Tag einige Tropfen einzunehmen. Um diesen
Energiefluss besser fühlen zu können und die Energie besser fließen zu lassen,
war es auch nötig eine Energieblockade im Halsgebiet zu behandeln. Hierfür ist
die Neuraltherapie eine sehr gute Behandlung.
Nach Injektionen in ihren Unterkiefer und in die Narben nach einer HalsMandelOperation kam ein kräftiger Energiefluss in ihrem Körper in Gang. Die
Emotionen, die als Folge dieser Behandlung frei wurden, wurden mit der
Blütentherapie behandelt. Die Kombination der Blütentherapie und der
Neuraltherapie hatte zur Folge, dass sie ein müdes, schweres und prickelndes
Gefühl in ihrem Körper spürte und eine Wärme durch ihren Körper fließen
fühlte. Als sie eine Woche später zurück kam, erzählte sie, dass sie Zuhause
sehr emotional gewesen sei und dass sie sich danach vitaler und wacher
gefühlt habe. Es war ihr auch aufgefallen, dass sie in den letzten Tagen
spontan lachen konnte, was seit zwei Jahren nicht mehr so gewesen sei.
Während der zweiten Behandlung wurde das Halsgebiet noch einmal mit
Neuraltherapie behandelt, zusätzlich erhielt sie eine Dreifach-Procain-Injektion
in das Knie und in das Unterbein.
Beim dritten Besuch kam sie zusammen mit ihrem Ehepartner. Dieser erzählte,
dass seine Ehefrau wieder eine Arbeit gefunden hatte, weil sie wieder laufen
konnte. Die Schmerzbeschwerden im Bein waren fast verschwunden und die
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Farbe der Haut war genauso, wie die des gesunden Fußes. Die Patientin
erzählte, dass sich beide Füße gleich anfühlten, dass sie sich aber manchmal
noch kalt anfühlten. Mir fiel auf, dass die Frau einen sanfteren und liebevolleren
Eindruck machte. Ich fragte ihren Ehemann, ob er bemerkt hätte, dass sie
sanfter und gefühlvoller geworden wäre. Augenblicklich antwortete er: „ Ja,
gewiss“ und seine Frau fügte fügte hinzu: „ Er sagt bestimmt zwanzig mal am
Tag zu mir: Ich liebe dich. Du bist meine wunderbare Frau.“ Offensichtlich
haben diese zwei Behandlungen schon ganz viel verändert, nicht nur an ihrem
Fuß sondern auch in ihrem Gefühlsleben. Während der dritten Behandlung
habe ich mit Hilfe der angewandten Kinesiologie ihren Körper nach eventuelle
Ursachen der Dystrophie gefragt. Ihr Körper gab augenblicklich eine
emotionale Ursache im 16. Lebensjahr an. Ich bin jedes Mal erstaunt, dass es
mit der angewandten Kinesiologie so einfach ist verborgene Emotionen aus der
Vergangenheit aufzuspüren. Noch erstaunlicher finde ich es, wenn ich
feststelle, dass der Patient gleichzeitig mit dem Therapeuten die „Bilder“ und die
Emotionen der damaligen Zeit sehen bzw. fühlen kann.
Unsere Patientin erlebte erneut, wie sie in der Küche ihres elterlichen Hauses
stand. Ihre Mutter stand auch in der Küche. Ihr Vater war nicht da. Sie hatten
den Realschul-Lehrer auf den Fahrrad ankommen sehen. Er kam von
hintenherum durch einen kleinen Flur in ihr Haus. Der Lehrer kam in die Küche.
Unsere Patientin stand da, wie an den Boden genagelt. Ihr Körper fühlte sich
versteift an, ihre Beine fühlten sich an, als ob alles Leben aus ihnen
herausgeflossen wäre und in ihren Unterbeinen war ein ungewöhnlich
angespanntes Gefühl anwesend. Ihr Füße fühlten sich an, als ob der unterste
Teil aus Eis bestünde. Es fühlte sich an, als ob sie nicht mehr beweglich wären,
es schien fast fühlbar zu sein, dass sie auf einem sehr kalten Betonboden
stand. Sie sagte zu dem Lehrer: „ Ich weiß, dass Sie gekommen sind um
mitzuteilen, dass ich durch die Abschlussprüfung gefallen bin.“ Der Lehrer
antwortete: „ In der Tat, du bist durchgefallen.“
Ihre Mutter war still und hatte nicht viel zu diesem Gespräch bei zutragen. Sie
hatte ihrer Tochter keinen Halt gegeben in dieser schwierigen Situation. Es war,
als ob die Mutter sich selbst nicht zu helfen wusste in dieser Situation.
Außerdem fühlte die Mutter die hilfeabwehrende Haltung ihrer Tochter. In
diesem Alter wollen Kinder oft nicht unterstützt werden, obwohl sie es eigentlich
brauchen. Die Emotionen wurden während der dritten Behandlung durch die
Patientin erneut erlebt und dadurch verarbeitet. Während der Sitzung bekam sie
einige Blütenmittel, die die Emotionen sanfter und erträglicher machten. Diese
Behandlung ist keine Hypnosebehandlung, aber das Bewusstsein ist fast gar
nicht mehr im Jetzt anwesend. Das Bewusstsein und das Erleben sind größten
Teils beim Geschehen im 16. Lebensjahr.
Nach der Gabe der Blütenmittel und nach dem erneuten Erleben der Emotionen
entspannte sich das Gefühl, das sie damals hatte, die Versteiftheit und die
Erschrockenheit verschwanden. Anschließend haben wir unsere
Aufmerksamkeit aus der vergangenen Zeit wieder in das Jetzt zurückgebracht.
Die junge Frau stellte fest, dass sich ihre Füße warm und entspannt anfühlten,
ein Gefühl, das sie jahrelang nicht gehabt hatte. In der dritten Sitzung wurde ihr
klar, dass die Dystrophie entstanden war, weil sie das kalte Gefühl, das sie seit
ihrem 16. Lebensjahr hatte, niemals losgelassen hatte. Für ihr Empfinden ging
die Welt damals unter, als der Lehrer nach Hause kam um mitzuteilen, dass sie
durch die Prüfung gefallen war. Die Emotion wurde damals nicht verarbeitet
sondern eingelagert und weggesteckt vor allen in den Knöcheln und Füßen.
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Diese eingelagerte Verkrampfung verursachte, gemeinsam mit dem Schmerz
des Knochenbruchs und dem straffen Gipsverband, die Dystrophie-Symptome
in ihrem Bein. Die Neuraltherapie war bei dieser Behandlung unentbehrlich, weil
die Patientin vor allem dadurch im Stande war den Kontakt zu ihrem Körper
herzustellen und die alten Emotionen zu fühlen. Die echte Heilung liegt im
Akzeptieren und im Zulassen-Können der Emotionen, wenn man durch die
Abschlussprüfung gefallen ist und der Emotionen, wenn man keine
Unterstützung erfahren hat.
Auch aus diesem Beispiel können wir viel lernen. Ein erster Lernpunkt: Für jede
Krankheit gibt es eine Ursache, die man mit ein wenig Einsatz aufspüren kann.
Suchen Sie nach der Ursache und nehmen Sie nur symptomunterdrückende
Medizin, wenn die Beschwerden zu stark sind. Weiterhin sehen wir, dass es
wichtig ist mit unseren Menschen mitzuleben, mitzufühlen und wenn nötig dem
anderen auch Unterstützung zu geben. Unterstützung bzw. Halt sind eine
starke Medizin. Und wenn Sie selbst Unterstützung nötig haben, bitten Sie
jemand anderen um Hilfe und nehmen Sie die Unterstützung an, die Ihnen
angeboten wird. Wenn es für Sie schwierig ist, die Unterstützung anzunehmen,
lernen Sie dann um Hilfe zu bitten und Unterstützung anzunehmen. Ein weiterer
Lernpunkt: Als Eltern müssen wir unsere Kinder immer bedingungslos
unterstützen, auch wenn sie schon 16 Jahre oder älter sind. Sie brauchen
unsere Unterstützung und Fürsorge dringend um später selbstbewusst und
sicher im Leben zu stehen.
Die vorangegangene Beschreibung von Therapien ist weit entfernt von
Vollständigkeit. Doch gibt Ihnen diese Beschreibung mehr Einsicht in die Art
und Weise einer naturheilkundlichen Behandlung.
Ich arbeite selbst als Behandler, habe mich aber auch oft durch TherapeutenKollegen behandeln lassen. Oft habe ich den wohltuenden Effekt des
Loslassens von Emotionen erfahren. Bei jeder Behandlung hat die Wärme und
das freie und entspannte Gefühl in meinem Körper zugenommen. Ich habe das
Gefühl, dass ich sicher und entspannt bin in einem warmen und geschmeidigen
Körper. Ich fühle die Welt, die Menschen, die Tiere und die Natur um mich
herum. Ich habe das Gefühl mehr „eins“ zu sein mit allem um mich herum. In
zunehmendem Maße ist das Leben warm, sanft und entspannt. Ich bin
begeistert über die Möglichkeiten, die es gibt um „eins“ zu werden mit unserem
wahren Selbst, mit dem Göttlichen in uns.
In meinem Leben habe ich allerlei Ziele verfolgt. Seitdem mein Wissen über
diese Materie zugenommen hat, habe ich dem Weg zu mir selbst eine höhere
Priorität eingeräumt. Alle Sachen, die in unserer Leistungsgesellschaft zählen,
sind nicht mehr so wichtig oder komplett unwichtig geworden.
76
Kapitel 9
Machen Sie einen Plan und setzen Sie ihn
kontinuierlich um
Wir haben auf den vorangegangenen Seiten diverse Methoden gesehen, die
hilfreich sein können beim Verbessern des Kontakts mit uns selbst. Wir haben
Beispiele von Menschen gesehen, die krank und/oder unglücklich waren, weil
sie keinen guten Kontakt mit ihrem Körper hatten. Sie haben gesehen, dass es
besser ist nicht wegzulaufen vor den Emotionen und Gefühlen, die Ihnen auf
Ihrem Lebensweg begegnen. Es ist gut im Leben zu stehen und alles zu fühlen
und sich trauen zu fühlen. Bleiben Sie dicht bei sich selbst und schweben Sie
nicht zu weit nach draußen. Sie müssen durch das Leben und nicht
drumherum. Es ist wichtig, dass Sie sich täglich daran erinnern, indem Sie sich
damit beschäftigen, durch Bücher, Kurse, Übungen usw.. Nehmen Sie sich die
Zeit, streichen Sie eine Anzahl Verpflichtungen aus Ihrem Kalender und
schreiben Sie auf den freigewordenen Platz: Diese Zeit ist ganz für mich allein.
Es ist gut ein tägliches Programm, wie in Kapitel 7 beschrieben, zu entwerfen,
evtl. angereichert mit Methoden aus dem 6. Kapitel.
Daneben rate ich Ihnen sich einen Therapeuten zu suchen, der Ihnen hilft und
Sie berät um effektiver an der Verbesserung des Kontakts mit Ihrem Körper und
mit Ihrem wahren Selbst zu arbeiten.
Welche Personen haben den größten Nutzen davon, wenn sie an sich selbst
arbeiten oder welche Handlungen oder Therapien sind es, die Gesundheit
bringen? Regelmäßig sehe ich Klienten, die sich innerhalb kurzer Zeit viel
besser fühlen. Selbstverständlich stelle ich Ihnen einen Haufen Fragen, um so
genau wie möglich zu analysieren, wovon sie den größten gesundheitlichen
Nutzen erfahren haben. Eine Patientin, eine Frau von 45 Jahren erzählte mir
das Folgende: „ Immer wenn ich mehr in meiner Praxis als
Schonheitsspezialistin arbeitete, bekam ich wieder Schlafstörungen, tagsüber
hatte ich zunehmend Probleme mit Angstanfällen und Müdigkeit. Sobald ich
Atemübungen machte und mehr Fitness machte, ging es wieder etwas besser.
Um mich besser zu fühlen, habe ich dann beschlossen, intensiver an meiner
Gesundheit zu arbeiten und einige Tage zu versuchen jede freie Minute zu
nutzen um Bewegungsübungen mit meinem Körper zu tun, die Aufmerksamkeit
auf mein Körpergefühl zu richten und evtl. auch Atmungsübungen zu machen.
Ich fühlte mich dann unmittelbar besser und anschließend habe ich eine Art
Gewohnheit daraus gemacht, um regelmäßig innerhalb der Tätigkeiten mit
77
meiner Aufmerksamkeit beim Gefühl in meinem Körper zu sein. Es geht
eigentlich ganz von selbst. In den letzten Wochen und ich fühle mich herrlich.“
Ein zweites Beispiel betrifft einen jungen Mann von 25 Jahren, ein ÖkonomieStudent, der länger als ein halbes Jahr leicht überspannt war. Er hatte einige
unangenehme Dinge mitgemacht und sein Studium fiel ihm schwer. Er war
äußerst interessiert in die Erklärungen, die ich ihm über die Möglichkeiten der
Naturheilkunde gab. Nach zwei Behandlungen Neuraltherapie und einer Gabe
von Blütenmitteln sah ich ihn nach einem Monat zum dritten Mal. Er fühlte sich
gut und berichtete: „Ja, ich arbeite viel daran: 3 mal am Tag nehme ich das
Blütenmittel, danach lege ich mich 15 Minuten hin und versuche jeden Platz in
meinem Körper zu fühlen. Ich habe so gut geübt, dass ich jetzt, ohne etwas zu
tun, meinen Körper sehr gut fühle. Ich habe ein prickelndes und warmes Gefühl
von Innen. Ich stehe morgens fit auf und habe eine Tagesplanung, in der sich
studieren und entspannen mit einander abwechseln.“
Kurzum, jeder wird seinen eigenen Weg und seine eigene Art entdecken. Oft
sehe ich, wenn Menschen „besser in Ihren Körper kommen“, dass sie allerlei
Dinge in ihrem Leben noch einmal überdenken. Danach reorganisieren sie ihr
Leben auf eine Art und Weise, dass ihr Leben angenehmer und lebenswerter
wird. Oft schaue ich dann mit Freude darauf, wie diese Menschen an ihrem
Leben bauen und ihr Leben genießen.
Jeder hat seine eigene Methode um bei sich selbst anzukommen. Ich möchte
Ihnen jedoch ein allgemeines Schema zeigen.
Das Programm beginnt mit dem Erlangen der Körperwahrnehmung. Sie
müssen im Stande sein zu erfahren, wie sich ihr Körper von Innen anfühlt. Also
nicht nur den Körper fühlen, wenn es irgendwo schmerzt oder verkrampft ist,
sondern auch wenn keine körperlichen Beschwerden bestehen. Dadurch, dass
Sie an sich arbeiten, werden Sie Wärme in Ihrem Körper, ein sanft prickelndes
Gefühl in Ihrem Körper und eine Art Gefühl von Präsens und Raum fühlen.
Einige Beispiele für Hilfsmittel um diese Wahrnehmung zu erlangen:
Das Leben „entschleunigen“ und Zeit für Sie selbst nehmen, akzeptieren Sie
sich selbst, wenn Sie faul sind und nichts leisten, machen Sie Sport,
Gymnastikübungen, Atemübungen, Meditation, warme oder kalte Bäder,
saunieren Sie. Seien Sie ausreichend im Licht, in der Sonne und in der Natur.
Hilfe von anderen kann z. B. das Empfangen von Aufmerksamkeit und Liebe,
körperliche Berührung oder Massage, das Erfahren von Geborgenheit,
Harmonie und Freundschaft sein. Unterziehen Sie sich Therapien, wobei das
Erden ein wichtig Punkt ist.
Der folgende Schritt im Schema ist: Wenn es genügend Körperwahrnehmung
gibt, können wir unsere eingelagerten Emotionen entdecken und erfahren.
Anschließend können wir all unsere eingelagerten und verdrängten
Schwierigkeiten zulassen, vergeben und akzeptieren. Es klingt einfach, aber
es ist meistens ein sehr intensiver Prozess. Ich empfehle Ihnen hierbei einen
Therapeuten, Heiler oder Coach um Hilfe zu fragen. Durch den
Therapieprozess erlangen wir inneren Raum, innere Weite, und wir erfahren ein
warmes Gefühl in Brust, Bauch und Gliedmaßen. Wir sehen uns selbst, wir
kriegen Selbstvertrauen und wir erfahren unseren Eigenwert. Wir fühlen uns
dann angenehm und gesund und erfahren in unserem Innersten ein liebevolles
Gefühl.
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Erst dann, wenn wir guten Kontakt mit unserem Innersten haben und wenn wir
Raum, Wärme und Liebe in uns haben, werden wir das Wichtigste in unserem
Leben meistern können: Das Geben und Empfangen von Liebe.
Auf www.hoogers.com finden Sie Informationen über unsere Praxis für
Naturheilkunde. Ein Jeder, der denkt, einem Anderen mit diesem Buch etwas
Gutes zu tun, kann das Buch gern per Email weiterleiten.
Nachwort
Wenn Sie mich fragen, was das Wesentliche ist, was ich in den 25 Jahren
medizinischer Erfahrung entdeckt habe, dann antwortete ich darauf: „ Unser
Körper wird von Lebensenergie durchströmt. Unsere Gesundheit ist zum
großen Teil von diesem Durchfluss abhängig.“
Ein guter Kontakt mit unserem Bewusstsein und unserem Körper ist
bestimmend für diesen Durchfluss und Voraussetzung für Gesundheit und
Heilung. Es bedeutet, dass Ihre Seele und Ihr Bewusstsein anwesend sind in
jedem Teil Ihres Körpers und dass Sie fortwährend Ihren Körper und die darin
vorhandenen Gefühle und Emotionen wahrnehmen. Es ist eine schwierige
Aufgabe diesen Kontakt zu realisieren. Es ist schon schwierig zu erklären, was
es bedeutet mit seinem Körper in Kontakt zu sein. Es ist auch ein Muss, dass
innerhalb unserer Erziehung und Bildung diesem Thema viel mehr
Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es sollte noch ein weiteres Fach in den
Schulen eingeführt werden: Lebenslehre. Dieses Buch versucht Sie darin zu
schulen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf dem manchmal schwierigen Weg zu
Harmonie und Glück.
Jan Hoogers ,
www.hoogers.com
Lomm-Venlo, 2001 - 2010
Vielen Dank auch an Nadine Albrecht, die die Übersetzung ins Deutsche
verfertigt hat !
Thesen
1.
Ein großer Teil unserer Persönlichkeit entwickelt sich in den ersten fünf
Lebensjahren. Kinder absorbieren die Stimmungen und Gefühle Ihrer Eltern
und derer, die sie aufziehen. Die Verbindung mit dem Körper kann sich
verschlechtern durch negative, schmerzhafte oder für die Seele zu schwere
Emotionen. Für werdende Eltern sind Informationen über die Fürsorge, die ein
Kind braucht und über die Empfindsamkeit und die Verletzlichkeit von Kindern
notwendig.
2.
In unserer Schulzeit trainieren wir vor allem unser Denken und schenken
unserem Körper und unserem Gefühl wenig Aufmerksamkeit. Dadurch
bekommt unser Denken die Oberhand und wir lernen zu wenig unser Gefühl zu
gebrauchen. Unsere Verbindung mit unserem Körper verschlechtert sich durch
die Schulausbildung. Es ist wünschenswert, dass eine Studiengruppe
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eingerichtet wird, mit dem Ziel: Wie kann Schulunterricht realisiert werden, bei
dem dem Kontakt mit dem Körper und dem Gefühl Aufmerksamkeit gegeben
wird.
3.
Mehr Forschungen nach den Effekten der elektromagnetischen Strahlung (
schnurlose Telefone, mobile Telefone, drahtlose Internetverbindung) auf die
Gesundheit ist gewünscht, elektromagnetische Strahlung ist ein Trojanisches
Pferd für unsere Gesellschaft. Wir holen es zu uns und sehen die Gefahren
nicht.
4.
Durch das Leben in unserer westlichen Gesellschaft verlieren wir immer mehr
den Kontakt mit unserem Körper und unserem Gefühl. Unsere Gesellschaft ist
für viele von uns stressvoll und verhärtet. Viele Erwachsene fühlen sich nicht
gut, sie sind ungesund und sie sind unglücklich. Die Politiker sollten mehr
Kenntnis haben über die Gesundheit und Naturheilverfahren, sie können einen
positiven Einfluss ausüben. Sie können „ Gesundheitsversorgung 2010“
entwickeln und umsetzen.
5.
Es muss Vergünstigungen und Unterstützungen geben für Unterricht, der lehrt
mit dem Körper und mit dem Gefühl verbunden zu sein. Dieser Unterricht muss
aus Steuergelder finanziert werden und ist darum gratis. Therapien, die Sie
weiter von sich selbst entfernen sind gratis, Naturheilkunde, die allein
Symptome behandelt, ist nicht mehr gratis!
6.
In jeder medizinischen Berufsausbildung muss ein Fach geben, das die
Heilverfahren und die Ursachen von Krankheiten behandelt.
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