Kennzeichnung von Funktion und Qualifikation von

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Kennzeichnung
der
Funktion
Feuerwehrführungskräften
und
Qualifikation
von
1. Problemdarstellung
Die eindeutige Kennzeichnung der FM (SB) hinsichtlich ihrer
Funktion im Einsatzdienst sowie ihrer Qualifikation ist von
eminenter
Wichtigkeit
gerade
an
Großeinsatzstellen.
Sie
erleichtert aber auch in alltäglichen Einsatzsituationen die
Orientierung über die laufenden Tätigkeiten und Standorte der
verschiedenen Führungsebenen.
Fehler, Unsystematiken oder schlechte Erkennbarkeit in dieser
Kennzeichnung können sehr schnell zu gravierenden Problemen in
den Steuerungsmöglichkeiten des fließenden Einsatzprozesses
führen.
Dies wurde sehr eindringlich in Fire International 11/93 anhand
der Erfahrungen aus dem Flugzeugabsturz der El-Al-Maschine in
Amsterdam beschrieben.
Dort heißt es unter anderem, daß die Erkennbarkeit der
Führungskräfte (Anm. des Autors: Feuerwehr, Katastrophenschutz
und Nicht-Uniformierte), die gerade in der Einsatzstelle tätig
waren (also nicht nur zu "Besuch"/Besichtigung anwesend waren)
nicht optimal war. Außerdem sei die Aufgabenverteilung der
"Offiziere"
(offensichtlich
gemeint:
Abschnittsleiter)
den
Einsatzleitern (Mehrzahl !?!) nicht immer klar gewesen. Speziell
tagsüber, als viele Offiziere vor Ort tätig waren, führte dies
im Einsatzverlauf zu großen Problemen.
Spätestens seitdem findet sich das Problem in nahezu allen
ehrlichen Auswertungen aller größeren Einsätze!
Grundsätzlich sollte auch eine funktionale Kennzeichnung von
Fahrzeugen, Plätzen und (taktischen) Räumen erfolgen. Die feste
Beschriftung eines Fahrzeugs mit EINSATZLEITUNG ist dabei
kontraproduktiv! Österreich hat hier gute Erfahrungen mit einer
roten
Rundumkennleuchte
auf
dem
Fahrzeug
in
dem
die
EINSATZLEITUNG
sitzt
gemacht.
Ggf.
werden
zusätzlich
Leuchtballons benutzt (die aber bei größeren Windstärken nicht
mehr anwendbar und auch nicht gerade preiswert sind).
2. Istzustand
Eine umfassende Auswertung des Istzustandes erfolgte im Auftrag
2
des Verfassers durch folgende beide Abschnittsarbeiten:
BA Dipl.-Ing. Valentin Thielen, Vergleichen Sie kritisch die
einzelnen
Systeme
zur
Kennzeichnung
der
Funktion
und
Qualifikation von FM (SB) in der BRD
sowie
BA
Dipl.-Ing.
Guido
Volkmar,
Kennzeichnungssysteme
Funktion und Qualifikation von FM (SB) außerhalb der BRD
von
Die Arbeiten stehen sowohl im IdF in Heyrothsberge, an der
Universität
Karlsruhe
gegen
Kopiergebühren
sowie
in
der
Bibliothek der Feuerwehr Düsseldorf zur Einsichtnahme bereit.
2.1 Kennzeichnung der Qualifikation
Die Qualifikationskennzeichnung beschreibt den Ausbildungsstand
eines FM (SB) hinsichtlich seiner Laufbahnausbildung als Beamter
des
feuerwehrtechnischen
Dienstes
bzw.
innerhalb
der
Freiwilligen Feuerwehr.
Helm:
In der Regel sind zur Kennzeichnung der Qualifikation rote
Balken oder Streifen, seitlich, vorne oder umlaufend angebracht.
Je nach Art der Anbringung sind sie nicht von allen Seiten und
schon gar nicht bei schlechter Sicht oder auf größere Entfernung
(> 10 m) zu erkennen.
In einigen Fällen wird auch durch verschiedene Helmfarben auf
die unterschiedliche Qualifikation der Träger hingewiesen.
Einsatzkleidung:
In den Fällen, in denen die Dienstkleidung gleichzeitig
Einsatzkleidung
ist,
findet
sich
auf
den
Jacken
das
entsprechende
Dienstgradabzeichen
mit
einer
Aussage
zur
Qualifikation; in der Regel bei den Laufbahnen mD/gD/hD bzw.
Äquivalenten der FF in Verbindung einer farbigen Unterscheidung
der Ärmelabzeichen. Dies ist aber nur an einem Ärmel bzw. in
einigen Fällen auch auf den Schultern angebracht und wird z.B.
durch den Handschuhstulpen bzw. PA-Begurtung oder Warnwesten
schon verdeckt.
Dienstkleidung/Uniform:
Auf den Jacken findet sich das entsprechende Dienstgradabzeichen
mit einer Aussage zur Qualifikation; in der Regel bei den
Laufbahnen mD/gD/hD bzw. Äquivalenten der FF in Verbindung einer
farbigen Unterscheidung der Ärmelabzeichen.
Zusätzlich findet sich meist noch ein Anhaltspunkt in der Farbe
und Ausführung der Mützenschnur bzw. des Symbols auf dem Barett.
Da
"Uniformen"
aber
an
Einsatzstellen
ohnehin
nur
sehr
3
eingeschränkt bzw. gar nicht verwendet werden können sollen hier
keine weiteren Ausführungen erfolgen.
2.2 Kennzeichnung der Funktion
Funktionskennzeichnungen
dienen
dazu,
Funktionen
im
Einsatzdienst - z.B. Gruppenführer, Zugführer, Verbandsführer,
Einsatzleiter etc. - von den anderen eingesetzten FM (SB) zu
unterscheiden.
Helm
Neben
unterschiedlichen
Helmfarben
(z.B.
bei
einigen
Werkfeuerwehren) werden schon lange vor allem in Bayern flexible
Helmbänder aus Gummi in verschiedenen Farben und Breiten (in
Bayern: schwarz schmal = GrFü, schwarz breit = ZF, rot schmal =
Abschnittsleiter, rot breit = Einsatzleiter) eingesetzt.
Diese Helmbänder färben aber bei längerer Trageweise bzw.
Erwärmung auf dem Helm ab und auch ohne Band wird der Eindruck
einer - dann allerdings immer schwarzen - Kennzeichnung erzeugt.
Außerdem ist die Unterscheidbarkeit schwarz/rot bei schlechter
Sicht nicht gut und auf größere Entfernung (> 10 m) auch nicht
zu erkennen.
In einigen Fällen werden auf dem Helm Aufschriften - in der
Regel vorn - fest angebracht (z.B. BF Düsseldorf: AD, BD, CD).
Diese sind dann aber auch nur aus einer Richtung zu erkennen.
Einsatzkleidung:
In einigen Fällen werden abnehmbare Koller, Reflexstreifen bzw.
verschiedenfarbige Westen eingesetzt (z.B. BF Hamburg: weiße
Koller mit verschiedenen Aufschriften).
2.3 Bewertung des Istzustandes
Neben
den
vielen
Unzulänglichkeiten
der
bestehenden
Kennzeichnungen
(zu
klein,
zu
schlecht
erkennbar,
fest
angebracht wo Flexibilität erforderlich wäre etc.) finden "1001"
verschiedene Ausführungen ihre Anwendung innerhalb der föderalen
Struktur der bundesdeutschen Feuerwehr.
Bei schlechter Sicht, auf größere Entfernung und an größeren
Einsatzstellen sind Führungskräfte in den Feuerwehren oder den
anderen Hilfsorganisationen (inkl. THW) Deutschlands deshalb
praktisch - von wenigen Ausnahmen abgesehen - nicht als solche
zu erkennen. Besonders problematisch wird dies an Einsatzstellen
an denen verschiedene Feuerwehren (evtl. noch "zusätzlich"
Berufsfeuerwehren, Freiwillige Feuerwehren und Werkfeuerwehren
gemeinsam mit Hilfsorganisationen und dem THW) gemeinsam
eingesetzt werden (z.B. große Wald- oder Industriebrände).
Besonders problematisch ist es aber auch, an Großeinsatzstellen
4
den jeweils diensthabenden Polizeiführer zu finden. Hier spielen
zum einen die aus den anders gearteten Aufgaben und durchaus
verständliche Scheu der Polizei vor der Kennzeichnung der
Führungskräfte eine Rolle (Persönlichkeitsschutz der Beamten,
Polizeistruktur soll dem jeweiligen "Gegner" möglichst lange
verborgen bleiben), aber auch die völlig andere Führungsstruktur
(Polizei wird i.d.R. "von hinten" geführt), die dann z.B. in
Aussagen einzelner Polizisten "hier ist jeder von uns der Chef"
gipfelt.
Dies führt zu unnötigen Problemen in der Führbarkeit der
jeweiligen Einheiten bzw. in der Leitung des gesamten Einsatzes.
Eine Behebung ist mit einfachen und relativ preiswerten Mitteln
gerade im Zuge der Umstellung auf hochwertigere Einsatzkleidung
nach EG-Normen bzw. ähnlichen Anforderungskatalogen möglich.
2.4 Umsetzung in Konzepte seit 1996
Seit 1996 gab es beginnend mit mehreren Veröffentlichungen des
Autors mehrfach Versuche von Seiten der verschiedensten Gremien,
einheitliche Lösungen zu finden.
Der m.W. schnellste (und bis heute m.E. immer noch
Vorschlag zu einer einheitlichen Funktionskennzeichnung
sich in einer auf der Grundlage eines Vorschlags des
herausgegebenen Empfehlung des IM NW von 1998:
Einsatzleiter:
Gelb
Abschnittsleiter (inkl. LNA): Weiß
Presse:
Grün
Anmerkungen:
- Wichtigste Funktionen sind erfasst. Sollte ggf. noch um
bzw. Gruppenführer" ergänzt werden.
- Leider nur empfehlender Charakter.
beste)
findet
LFV-NW
"Zug-
Das IM NW bzw. der LFV NW beschreiten mit der jüngsten
Novellierung zur LVO FF leider wieder eine Mischung aus
Funktions- und Qualifikationskennzeichnung, die von der "Basis"
absolut
nicht
nachvollzogen
werden
kann
und
permanent
mißverstanden wird. Dies kann man aus den zahlreich und hitzig
geführten
Diskussionen
in
den
einschlägigen
Newsgroups
(www.feuerwehr.de und www.feuerwehrmann.de) bereits heute erkennen.
So werden (zusätzlich zum Dienstgradabzeichen?!?) am Ärmel dann
sogenannte "Funktionsabzeichen" eingeführt (vgl. Anhang II).
"Verwaltungs-"
bzw.
Führungs-"Funktionen"
innerhalb
einer
Feuerwehr werden dabei mit Begriffen aus der Einsatzlehre
(Gruppenführer, Zugführer) belegt und auch noch bis in die
Stellvertreterebene hinein gekennzeichnet.
Preisfrage: Wer hat denn dann eigentlich an einer Einsatzstelle
das
Kommando?
Der
als
Abschnittsleiter
gekennzeichnete
entsprechend
qualifizierte
Zugführer
oder
der
am
Ärmel
5
entsprechend gekennzeichnete und vermutlich sogar höherrangige
"Verwaltungs"-Zugführer?.
Der DFV empfiehlt mittlerweile in brandschutz, 04/2001 folgendes
System, das gegenüber der Ursprungsempfehlung in 112, 10/99 in
den kritisierten Punkten (Ausnahme: Rettungsdienst fehlt nach
wie vor) geändert wurde:
Einsatzleiter
= gelb
Abschnittsleiter/Techn. Leiter
= weiß
Abschnittsleiter RettD = OrgL = (Keine Empfehlung)
Zugführer
= rot
Presse, andere Fachberater
= grün
Anmerkungen:
- Leider werden die wichtigen Funktionen im Rettungsdienst (LNA,
OrgL) trotz aller Notwendigkeit gar nicht erwähnt.
In Baden-Württemberg ist man besonders "regelungsfreudig" oder
eher "kennzeichnungswütig", nach Recherche im Internet durch
Abfrage in der Newsgroup von www.feuerwehr.de hier nur einige
wenige Beispiele:
Farbe
LFS-Empfehlung RL des Rhein- Private HiOrgsi
Neckar-Kreises
Gelb
Einsatzleiter
Einsatzleiter
Leuchtneongelb Einsatzleiter
RD
LNA
OrgL Rett
Weiß
Abschnittsleite Einsatzabschnit r
ts-führer
Silber
Abschnittsleite
r
Abschnittsführe
r
Rot
Pressesprecher Pressesprecher
Einsatzführung
Fachberater
FB Chemie
RD-Leiter
Seelsorger
Psych.
Betreuung
Grün
Zugführer
Zugführer
Zugführer
blau
Gruppenführer
Fahrzeugführer
Gruppenführer
Führer SEG
hellrot
KBM und dessen Stellvertreter
Grau
Einsatzabschnit
ts-leiter
Die Hilfsorganisationen wollen darüber hinaus die Qualifikation
i
Vereinbarung ASB, Bergwacht Schwarzwald, Bundesverband Rettungshundewesen, DLRG, DRK, JUH,
MHD mit grundsätzlicher Zustimmung des Sozialministeriums!?!
6
noch mit flexiblen farbigen Armbinden kennzeichnen (blau:
RettAss; leuchtgrün: RettSan bzw. RettHelfer).
Anmerkungen:
- Wieso verschiedene "Gelb"-Töne für die Einsatzleiterfunktion?
- Auch in einem Bundesland mit getrennten Zuständigkeiten für
Brandschutz und THL auf der einen Seite (Feuerwehr ggf.
zusätzlich THW) und Rettungsdienst (private HiOrgs) auf der
anderen Seite kann und darf es an einer Einsatzstelle immer
nur EINEN Einsatzleiter geben. Ein Einsatzleiter-RD neben
einem
EINSATZLEITER
(der
Feuerwehr)
ist
absolut
kontraproduktiv und sorgt nur für Verwirrung.
- Abschnittsleiter
sind
als
solche
seit
langem
in
der
Führungstheorie und Einsatzpraxis bekannt, was sind aber bitte
ist im Rhein-Neckar-Kreis ein Einsatzabschnittsführer (weiß)
bzw. Einsatzabschnittsleiter (grau). (Den Unterschied konnte
man mir auch auf Nachfrage nicht erklären....) Die Farbgebung
für
Abschnittsleiter
sollte
auch
nicht
unterschiedlich
zwischen Feuerwehr (weiß) und RD (silber) sein.
- Ein "RD-Leiter" oder eine "Einsatzführung Rettungsdienst" ist
neben OrgLRett bzw. LNA absolut überflüssig!
- Grün und blau für Zug- bzw. Gruppenführer sowie rot für die
Pressesprecher (und Fachberater) unterscheiden sich von den
bundesweiten bzw. älteren Empfehlungen des DFV in eklatanter
Weise!
- Die farbliche Kennzeichnung von Fachberatern (noch dazu
identisch zu den Pressesprechern) ist m.E. weder erforderlich
(die sitzen doch im Regelfall in einer räumlich begrenzten TEL
und sind dann dort auch als solche namentlich vorzustellen und
einzuführen) noch in der Form sinnvoll, weil gerade die
Pressesprecher sich von allen anderen (ebenso wie der
Einsatzleiter) abheben sollten, um eben der Presse klar und
deutlich als einzige Ansprechpartner erkennbar zu sein.
- Welche Funktion übt ein KBM an einer Einsatzstelle aus? Entweder er ist Einsatz- oder Abschnittsleiter, oder er hat
keine Funktion, dann braucht er auch nicht gekennzeichnet zu
werden.
- Seelsorger, Fachberater gemeinsam mit Pressesprechern gleich
zu kennzeichnen kann fatal für die Arbeit der Seelsorger etc.
sein.
Der
sicherlich
oft
gut
gemeinten
und
engagierten
Umsetzungsvorschläge fehlt es also nicht, allein das Ziel wird
bisher noch nicht erreicht!
3. Anforderungskatalog für eine optimale Kennzeichnungssystematik
Kennzeichnungssysteme sollten sich m.E. möglichst auf vorhandene
Strukturen bzw. Symboliken stützen, um schnell erlernbar und
leicht wiedererkennbar zu sein.
7
Kennzeichnungen müssen gut unterscheidbar und gut erkennbar
sein.
Dies
muß
möglichst
auch
bei
eingeschränkten
Sichtverhältnissen
(Dämmerung,
nachts)
sowie
auf
größere
Entfernungen und möglichst auch von allen Seiten erfüllt werden.
Zur Ausführung bietet sich demzufolge fast ausschließliche
reflektierendes
Material
in
unterschiedlichen
Farben
und
Ausführungen an.
Optimale Erkennbarkeit wird erreicht, wenn die Kennzeichnungen
an bewegten Körperteilen angebracht ist (Arme und Beine), vgl.
Warnkleidung.
In
Verbindung
mit
der
Reflexion
wird
dabei
auch
die
erforderliche Warnwirkung erreicht. Dabei muß dem Anwender klar
sein, daß durch kaum eine Einsatzkleidung (Ausnahme: Kleidung
nach HuPF, die hier ungefähr gleichwertig zu setzen ist) die im
Straßenverkehr bei Arbeiten/Einsätzen vorgeschriebene Warnweste
ersetzt
werden
kann,
da
hierbei
auch
noch
zusätzliche
Anforderungen an Art und Anbringung der Reflexstreifen sowie der
Farbe des Untergrundmaterial gestellt werden.
Jede Form der Kennzeichnung, die im Straßenraum getragen werden
soll, muß daher mindestens die Anforderungen der HuPF an Art und
Umfang der Reflexkennzeichnung gleichwertig erfüllen, da sonst
die Warnwesten darüber getragen werden müssten, was natürlich
den Kennzeichnungseffekt aufheben würde.
Zusätzlich können ggfs. auch Brust und Rückenbereiche mit
Reflexstreifen versehen werden.
Diese werden dann aber nicht mehr unbedingt zur Unterscheidung
benötigt und können daher im Rahmen des "Corporate Identity" für
alle Kräfte gleich sein.
Werden aufgenähte Kennzeichnungen bzw. deren "Grundplatten" bei
Anwendung
von
Klettstreifen
verwendet,
so
ist
auf
die
Waschbarkeit bzw. Reinigungsmöglichkeit im Rahmen der üblichen
Wäsche/Reinigung der Schutzkleidung zu achten.
3.1
Kennzeichnung der Qualifikation
Die Kennzeichnung der Qualifikation dient dazu, den erreichten
Ausbildungsstand des FM (SB) sichtbar zu machen, um damit einen
"Grundlevel"
in
der
Unterscheidbarkeit
der
verschiedenen
Führungsebenen zu erreichen.
Die Kennzeichnung der Qualifikation muß dabei fest angebracht
sein, da sie quasi "immer" vorhanden ist.
Als Anbringungsort bietet sich die Einsatzkleidung sowie der
Helm an. Die Uniform bleibt hier außen vor, da sie für den
Einsatzdienst nur sehr beschränkt bzw. gar nicht geeignet ist.
8
An größeren Einsatzstellen mit längerer Einsatzdauer und mit
einer Vielzahl an eingesetzten Kräften verschiedenster Einheiten
ist es damit möglich, z.B. relativ einfach aus dem vorhandenen
Kräftepotential zusätzliche Führungskräfte herauszufiltern und
für bestimmte Aufgaben einzusetzen (z.B. Abschnittsleiter mit
bestimmten Aufgaben).
Werden überörtliche Einsätze größeren Ausmaßes durchgeführt
(Katastrophenschutzeinsätze, Waldbrände etc.) sollte hier eine
Einheitlichkeit angestrebt werden.
Helm:
Der Helm wird nicht bei allen Einsätzen getragen (z.B.
verschiedene Suizidversuchen, Einsätze an und auf Gewässern,
diverse "Arbeitseinsätze" nach Weisung des Einsatzleiters etc.)
und eignet sich von daher nur bedingt für eine optimale
Kennzeichnung der Qualifikation, die ja immer erkennbar sein
sollte.
Außerdem werden die Helme im Laufe der Jahre (v.a. der "normale"
Feuerwehrhelm) durch Rauch und Schmutzpartikel "geschwärzt", so
daß wieder eine "Vereinheitlichung" gegeben ist. Außerdem ist
die Frage der nachleuchtenden Farbe zu klären, die lange nicht
durch alle Farben darstellbar ist.
Einsatzkleidung:
Die Einsatzkleidung wird bei Einsätzen in der Regel getragen
(zumindest die Hose, wenn bei Arbeitseinsätzen auf Weisung des
Einsatzleiters auf die Jacke verzichtet werden kann, dito bei
Einsätzen an und auf Gewässern etc.).
Die Hose und die Jacke bietet sich sowieso zur Anbringung von
Reflexmaterial an, um die Einsatzkräfte besser erkennbar zu
machen und damit im Verkehrsraum abzusichern.
Vorschlag für eine Kennzeichnung der Qualifikation:
Bei der Feuerwehr werden im wesentlichen 3 Führungsebenen
unterschieden:
- "Mannschaftsdienstgrade" inkl. Unterführer ("Gruppen"- bzw.
Fahrzeugführer)
- "Zug"-führer (bzw. Führer von Einheiten vergleichbarer Größe)
- Verbandsführer, Einsatzleiter
Als
Unterscheidungsmerkmal
werden
seit
Jahrzehnten
(drei)
verschiedene Farben eingesetzt.
Als Farben bieten sich dafür die ohnehin eingeführten Farben (in
den meisten Bundesländern ähnlich) der Dienstgradabzeichen an.
Anbringungsort:
Jacke - Ärmel,
oberhalb
des
durch
den
Handschuhstulpen
verdeckten Bereiches.
Hose - Hosenbein, oberhalb des Bereiches der durch den Gummizug
9
am Beinende in Falten geworfen wird.
Dies ist aber wegen der HuPF schwierig bis unmöglich.
Alternativ:
Helmfarben.
Dies
schließt
Funktionskennzeichnung über Helme aus.
dann
aber
die
Insgesamt ist aber natürlich die Qualifikationskennzeichnung bei
weitem nicht so wichtig, wie eine eindeutige, aussagekräftige
und
allen
bekannte
und
von
allen
auch
so
angewendete
Funktionskennzeichnung!
3.2 Kennzeichnung der Funkion
Mit der Funktion ist hier die tatsächliche Ausübung einer
bestimmten Tätigkeit während einer Schicht der BF bzw. des
Einsatzes der FF oder des Rettungsdienstes gemeint.
Die Funktionskennzeichnung muß deshalb flexibel sein, da in der
Regel immer verschiedene Einsatzkräfte gleicher Qualifikation
zur Erfüllung der Aufgabe/Funktion zur Verfügung stehen. Eine
feste Anbringung macht auch bei höheren Chargen keinen Sinn, da
damit
an
größeren
Einsatzstellen
nur
Unübersichtlichkeit
erreicht wird, wenn plötzlich mehrere "EINSATZLEITER" vor Ort
sind.
Damit die Art der flexiblen Funktionskennzeichnung auch von den
FM (SB) akzeptiert und verwendet wird, muß sie leicht und
schnell anzubringen und zu entfernen sein.
Helm:
Werden verschiedene Helmfarben verwendet, so ist dies ohnehin
nur
bei
hauptamtlichen
Kräften
mit
morgendlicher
Aufgabeneinteilung durchführbar, da dann jeder 2 Helme benötigt
(einen "normalen" und einen in der Farbe der zu besetzenden
Funktion).
Werden flexible Bänder verwendet (Modell Bayern), so wird zwar
die Anforderung an die Flexiblität erfüllt, nicht jedoch die
nach
guter
Erkennbarkeit
(vgl.
oben),
außerdem
färben
Gummibänder auf den Helm ab und werden damit auf Dauer sinnlos
als flexible Kennzeichnung.
Einsatzkleidung:
An der Einsatzkleidung können entweder zusätzliche Teile
befestigt (mit Klettverschlüssen oder Druckknöpfen) werden oder
Westen übergestreift werden (die dann gleichzeitig auch die
Anforderung an Warnwesten bzw. an die HuPF zu erfüllen haben).
Es
bietet
sich
die
Ausführung
als
verschiedenfarbige
Schulterkoller (vgl. BF Hamburg) bzw. als verschiedenfarbige
Warnwesten an. Dabei werden Warnwesten von den Einsatz(führungs-)kräften
z.T.
nicht
so
gut
akzeptiert
wie
Schulterkoller. Als Gründe werden hierfür persönliche Eindrücke
("Vergleich mit Kanarienvogel") sowie der relativ schlechte
10
Tragekomfort über längere Zeit angegeben.
Vorschlag für eine Kennzeichnung der Funktion:
Die Einsatzführungsstruktur hat in der Gefahrenabwehr immer
Pyramidenform. D.h. die Einsatzführung ist hierarchisch
gegliedert. Es kann und darf an Einsatzstellen immer nur einen
Einsatzleiter geben! Demzufolge sollte auch bei der
„Namensvergabe“ darauf geachtet werden, daß der Begriff
„Einsatzleiter“ nicht mehrfach und damit falsch vergeben wird!
Es kann keinen „Einsatzleiter-Rettungsdienst“ neben einem
„Einsatzleiter-Feuerwehr“ geben. Hier handelt es sich allenfalls
um Abschnittsleiter, aber auch dann ist auf die deutliche
Benennung und Unterstellung zu achten (vgl. Cimolino, U. et al,
im Flughafenbericht, 1997; Cimolino, U.,
Führungskräftekennzeichnung, 1996). Derartige übergeordnete
Führungskräfte müssen eindeutig gekennzeichnet sein!
Vorgeschlagen wird daher eine Funktionskennzeichnung, die sich
an den vorhandenen Systematiken und Farben orientiert. Die
Grundlagen werden in mehreren Empfehlungen und Entwürfen
mittlerweile in einigen Bundesländern zumindest diskutiert. Als
Hilfsmittel zur Kennzeichnung haben sich international Koller,
Überwürfe oder Funktionswesten bewährt.
Die wichtigsten Farben werden hier kurz angegeben und finden
sich in den entsprechenden Übersichtsgrafiken wieder:
Einsatzleiter
= gelb
Abschnittsleiter
= weiß
Abschnittsleiter RettD = OrgL = weiß mit blauerii Aufschrift
Gruppenführer/Einheitsführer = rot
Presse
= grün
In NW ist dies weitgehend umgesetzt. Eine verpflichtende
Regelung wäre allerdings besser als eine Empfehlung.
Mittlerweile gibt es auch in Europa Bestrebungen, dies zu
vereinheitlichen (vgl. Anhang I). Auch in neuerer allgemeiner
Ausbildungsliteratur finden sich analoge Einteilungen (vgl.
Cimolino, U. (Hrsg.), 1999/2000).
Zur Sicherstellung der Warnfunktion bei den Mannschaften bzw.
den FM (SB) ohne tatsächliche Funktion (z.B. der HBM im
Angriffstrupp) sollten weitere fest angebrachte Reflexstreifen
im Brust und Rückenbereich dienen.
ii
Der OrgL gilt hier als Abschnittsleiter Rettungsdienst, daher mit weißer Kennzeichnungsfarbe, die
Rücken- und Brustschilder (klettbar) mit der Aufschrift OrgL sollten aber entsprechend den häufigsten
europäischen Farbgebungen im Rettungsdienst in blau gehalten werden. Gleiches gilt für den LNA.
11
3.3
Weitere Kennzeichnungen
Weitere Kennzeichnungen können für bestimmte Aufgaben (z.B.
Presse/Info). erforderlich werden.
Da dies Sonderfunktionen sind, die relativ selten auftreten,
sollten hier Überwurfwesten (vgl. Warnwesten) Verwendung finden,
die am besten auf den entsprechenden Führungs-/Sonderfahrzeugen
verlastet werden können.
Zusätzlich zu den verschiedenen Farben sollten die Westen auf
jeden Fall wörtlich einem Schriftfeld die Aufgabenbeschreibung
enthalten, da sie vermutlich recht selten eingesetzt werden,
dann jedoch von großer Wichtigkeit sind.
Mit den oben dargestellten und begründeten Vorschlägen lassen
sich meiner Auffassung nach ohne großen Aufwand viele der
vorhandenen Kennzeichnungsproblematiken "erschlagen".
Von
besonderer
Wichtigkeit
ist
dabei,
daß
wirklich
einsatzbezogen gekennzeichnet wird. Kommt z.B. wie bei der
Polizei auch bei der Feuerwehr der prüfungslose Aufstieg ohne
weitere Ausbildung (z.B. in den gDFeu), dann dürfen diese
Kollegen nicht mit den Qualifikationskennzeichnungen des gDFeu
versehen
werden,
da
hier
nur
eine
besoldungsrelevante
Beförderung
erfolgte,
die
sich
mangels
Ausbildung
im
Einsatzdienst nicht niederschlagen darf!
3.4 Räume und Plätze
Bestimmte Räume und Plätze sollten gerade bei größeren und
länger andauernden Einsätzen ebenfalls gekennzeichnet werden.
- Einsatz- bzw. Abschnittsleitungen (TEL etc. natürlich ebenso)
- Krankenwagenhalteplatz
- Bereitstellungsraum
Bei sehr langen Einsätzen (z.B. Hochwasser bzw. ausgedehnte
Waldbrände) kann es hilfreich sein, auch Wege zu kennzeichnen.
Hierzu bieten sich dann die üblichen taktischen Zeichen und
Schilder an, die sich dann natürlich ebenso auf den (taktischen)
Karten wiederfinden sollten.
Ein großes Problem werden hier in der Praxis die fehlenden
Kenntnisse in diesem Bereich sein...
4 Ausführung
Wie
schon
mehrfach
kurz
angedeutet
muß
jede
Form
der
Kennzeichnung folgende Punkte erfüllen:
- Sie muß den auftretenden Belastungen an die Einsatzkleidung
gewachsen
sein,
d.h.
insbesondere
die
feste
Qualifikationskennzeichnung muß dabei z.B. die Anforderungen
der HuPF erfüllen.
12
-
-
Sie muß die Warnanforderungen mindestens der HuPF, besser noch
der EN 471 erfüllen.
Das Trageverhalten muß im Sommer wie im Winter, bei Sonne,
aber auch bei Regen möglichst angenehm und komfortabel sein.
Die sonstigen "technischen" Anforderungen an Führungskräfte
müssen ermöglicht bzw. unterstützt werden. Z.B. ist bei den
verschiedenen Konzepten zur Einsatzstellenkommunikation ist
immer an einer Stelle eine Schnittstelle vorhanden, wo an
einer Führungskraft 2 FuG erforderlich sind (vgl. Cimolino,
Einsatzstellenkommunikation,
2000).
Außerdem
sollte
der
Zugriff auf weitere Führungsutensilien (und sei es nur Papier
und Bleistift) möglich sein.
Das
Waschund
Reinigungsverhalten
sollte
dem
der
Schutzkleidung angenähert sein, möglichst aber mit einer
einfachen Wäsche, ggf. inkl. Imprägnierung, auskommen. Dies
betrifft
v.a.
die
Haltbarkeit
und
Formfestigkeit
der
Reflexkennzeichnungen.
13
5 Ausblick
Trotz aller frustierenden Erfahrungen im Zuge der für eine
einheitiche Gefahrenabwehr erforderlichen Eindeutigkeit der
Führungskräftekennzeichnung
und
im
mehr
als
schwierigen
Kommunizieren mit den verschiedensten Verbänden der föderalen
Struktur (Feuerwehr-)Deutschlands habe ich die Hoffnung noch
immer nicht aufgegeben, daß wir VOR der nächsten wirklichen
Großschadenslage eine einheitliche Lösung finden und diese dann
auch von allen akzeptiert und umgesetzt wird.
Literatur:
Anderson, Norma:
Many lessons learned from El Al crash, fire
international, 11/1993
Cimolino, U. (Hrsg.); Aschenbrenner, D.; Lembeck, Th. und
Südmersen, J.: Atemschutzeinsatz, ecomed-Verlag,
Landsberg, 1999/2000
Cimolino,
U.
(Hrsg.);
Hußmann,
Th.;
Kronenberg,
H.
und
Schneider,
S.:
Einsatzstellenkommunikation,
ecomed-Verlag, Landsberg, 2000
Cimolino, U.; Graeger, A.: Führungsmittel, Vortrag vfdbJahresfachtagung, Stuttgart, 2000
Cimolino, U.: Auswertung des Flughafeneinsatzes, in: 112
Sonderheft, 1997
Cimolino, Ulrich:
Kennzeichnungsvorschriften
von
Führungskräften, in: SEG-Magazin, Nr. 6, Stumpf &
Kossendey, Edewecht, 1996
Cimolino, Ulrich:
Führungskräftekennzeichnung, in: 112, 5/96
efb-Verlag, Erlensee, 1996
Deutscher Feuerwehrverband: Kennzeichnung von Führungskräften,
in 112, Magazin der Feuerwehr, 10/99, efb-Verlag,
1999
DIN EN 471:
Warnkleidung, Beuth Verlag, Berlin, 1994
Domke, Jürgen:
Universelle
Feuerwehrschutzbekleidung
für
die Feuerwehren, in: brandschutz 2/1998, Verlag
W. Kohlhammer, Stuttgart, 1998
IM NW: Runderlaß zur Führungskräftekennzeichnung, II C 4 –
4.421- 16 vom 13.02.1998
Thielen, Valentin: Vergleichen
Sie
kritisch
die
einzelnen
Systeme
zur
Kennzeichnung
der
Funktion
und
Qualifikation
von
FM
(SB)
in
der
BRD,.
Abschnittsarbeit für den gDFeu, BF Düsseldorf,
1994
Volkmar, Guido:
Kennzeichnungssysteme
von
Funktion
und
Qualifikation von FM (SB) außerhalb der BRD,.
Abschnittsarbeit für den gDFeu, BF Düsseldorf,
1994
14
Verfasser:
OBR Cimolino
Dipl.-Ing. Sicherheitstechnik
Feuerwehr Düsseldorf
15
Anhang I:
Beispiel-Modell zur Führungskräftekennzeichnung, EU-Vorschlag
der BF-Aachen (ausgearbeitet von BA M. Unterhalt, jetzt FF
Friedrichshafen):
Funktionsfarben:
Einsatzleiter:
gelb (ggf. auch Weste komplett in gelb)
Abschnittsleiter:
weiß
Info:
Grün
Zug- bzw. GrFü:
Rot (ggf. durch Reflexstreifen unterschieden)
Organisationsfarben:
Feuerwehr:
rot
Rettungsdienst:
blauiii
KatS (THW):
orangeiv
Polizei:
schwarz
Zusatzerläuterungen grundsätzlich durch Schriftfelder.
THW
Info
Einsatzleiter
Polizei
AL 1
AL 2
AL RD
ZF 1
ZF 2
Behandlung
ZF 3
THW 1
Betreuung
GrFü 1
KHP
iii
iv
Entspricht der häufigsten europäischen Farbvorstellung für den RD.
Orange ist die europäische bzw. internationale Farbe für KatS-Einheiten.
LNA
16
Anhang II: (Quelle: www.feuerwehrmann.de)
Funktionsabzeichen
Funktionsabzeichen nach
Grundtuch
blau / oval55/65
§18 LVO FF neu
Funktion
Getragen am linken Unterarm oberhalb des
Dienstgradabzeichens
Stellvertretende/r
Gruppenführer/in
Rand: Rotsilber
gedrillt
Stern: rot, einer
Gruppenführer/in
Rand: Rotsilber
gedrillt
Stern: rot, zwei
Stellvertretende/r Zugführer
Rand: Silber
Stern: Silber, einer
Zugführer/in
Rand: Silber
Stern: Silber, zwei
Stellvertretende/r Gemeinde/Stadtbrandmeister/in
Kranz: Silber
Stern: Silber, einer
17
Funktionsabzeichen nach
§18 LVO FF neu
Funktion
Funktionsabzeichen
Grundtuch blau / oval55/65
Getragen am linken Unterarm oberhalb des
Dienstgradabzeichens
Gemeinde/Stadtbrandmeister/in
Kranz: Silber
Stern: Silber, zwei
Stellvertretende/r
Kreisbrandmeister/in
Kranz: Gold
Stern: ohne
Kreisbrandmeister/in
Kranz: Gold
Stern: Gold, einer
Stellvertretende/r
Bezirksbrandmeister/in
Kranz: Gold
Stern: Gold, zwei
Bezirksbrandmeister/in
Kranz: Gold
Stern: Gold, drei
18
Funktionsabzeichen
für die JF NRW
Funktion
Funktionsabzeichen
Grundtuch blau / oval 55/65
Getragen am linken Unterarm oberhalb des
Dienstgradabzeichens.
Jugendfeuerwehrwart und
Stellvertreter
Rand: rot
Gemeindejugendfeuerwehrwart
und
Stellvertreter
Rand: rotsilber
Emblem: DJF
Emblem: DJF
Jugendfeuerwehrwart mit
mehreren Jugendfeuerwehren in
einer kreisangehörigen
Gemeinde oder Stadt.
Stadtjugendfeuerwehrwart und
Stellvertreter in einer
kreisfreien Stadt
Rand: Silber
Emblem: DJF
Kreisjugendfeuerwehrwart und
Stellvertreter
Landesjugendfeuerwehrwart und
Stellvertreter
Rand: Gold
Emblem: DJF
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