Faszientechniken für das Hinterbein PROBING und BEHANDLUNG

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Faszientechniken für das Hinterbein
PROBING und BEHANDLUNG DES FUSSES
Squeeze Test
Kompression der Metatarsalköpfchen (distal) und der Metatarsalbasis.
- Seitlich palpieren, ist wie Schwamm ausdrücken.
Hier auf die Beweglichkeit der Faszien achten.
Test der Aponeurosis plantaris
- Sprunggelenk mit einer Hand, Mittelfuß und Sprunggelenk
gelenknah umgreifen.
- Passiv in Pronation - Supination, Flexion - Extension,
Abduktion – Adduktion untersuchen.
 Auf den Spannungszustand der Faszie achten! Das Ende
der Gewebsbeweglichkeit finden!
 Geht in Unwinding-Behandlung über (da, wo es nicht so
gut geht)
Unwinding-Behandlung des Fußes
Die Bewegung, bei der sich Barrieren gezeigt haben, weiter durchführen bis zum Lösen der
Barriere.
Longitudinalstretch – Test
- Mit einer Hand am Mittelfuß halten
- mit der anderen Hand unterhalb des Zehengrundgelenks
umgreifen.
- Zug in Verlängerung des Strahles (II bis V)
Ist wie Traktion, aber auf Gewebe achten und ziehen, mit der
einen Hand nicht wirklich fixieren, nur halten.
Longitudinalstretch – Behandlung
Dort, wo Restriktionen festgestellt wurden, wird ein Stretch bis zum Release durchgeführt.
Griff wie beim Test.
Gut für Hunde, die Fehlbelastung machen.
1
Untersuchung und Behandlung der Tenderpoints auf plantarer Seite des Fußes
Tenderpoints = Quellung, Verdickung
- Mit dem Daumen entlang des Strahles II bis V der Metatarsalen gleiten. = Test
- Bei Quellung oder Verdickung mit Daumen verweilen und passiv alle Zehen des Hundes auf
einmal bewegen. = Behandlung
Wiederholung des Squeeze-Tests
Kontrolle, ob sich die Beweglichkeit des Gewebes verändert hat.
2
PROBING DER FASZIEN DER HINTERGLIEDMASSEN
Zug über Fußrücken in Extension
Test für die cranialen Faszien
Knie möglichst in Extension und Hüftgelenk leicht in Extension
Zug über Fußrücken in Supination
Test für die lateralen Faszien
Zug über Calcaneus in Flexion
Test für die rückwärtigen Faszien
 Der Zug bzw. Schub erfolgt in Richtung cranial.
Test der Unterschenkelfaszie mit Schub nach proximal und distal
- beginnen mit Schub vom Knie zum Sprunggelenk, ist angenehmer
- danach auch umgekehrt
- lateral, aber auch caudal, cranial und medial
 Dort, wo die Bewegung leicht weggeht, ist kein Problem.
Alternative zu den Zug-Tests
ist eher Test für die Faszien um die Gelenke
Test der Oberschenkelfaszie mit Schub nach proximal und distal
- Schub vom Hüftgelenk in Richtung Knie und umgekehrt
- lateral, auch caudal, cranial und medial
 Dort, wo die Bewegung leicht
weggeht, ist kein Problem.
Alternative zu den Zug-Tests
ist eher Test für die Faszien um die
Gelenke
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BEHANDLUNG DER FASZIEN DER HINTERGLIEDMASSE
Laterale Unterschenkelfaszie
- am Knie beginnend in Richtung Sprunggelenk bewegen
- mit dem Daumen vom Condylus lateralis tibiae nach distal gleiten
- zur Behandlung von Tenderpoints im Sprunggelenk bewegen
Hierbei wird die Verschieblichkeit der Faszie getestet bzw. behandelt.
Caudale, plantare Unterschenkelfaszie
- am Knie beginnend in Richtung Sprunggelenk bewegen
- mit den Fingerkuppen von proximal nach distal gleiten
- Behandlung von Tenderpoints zusammen mit Bewegung des
Sprunggelenks
Hierbei wird die Verschieblichkeit der Faszie getestet bzw. behandelt.
Membrana interossea
- den Daumenballen (ev. Fingerkuppen bei sehr kleinen Hunden) lateral
auf Fibula legen und in Richtung Tibia federn
- bei erhöhter Spannung verweilen, bis die Spannung nachlässt.
- die Zehen des Hundes können dabei passiv bewegt werden
Twist-Technik am Unterschenkel
- beide Hände um Unterschenkel legen und gegenseitig wringen
- kann auch nur mit einer Hand ausgeführt werden (= beide Hände
halten, nur eine Hand dreht)
- bis zur Barriere gehen und dort verweilen, bis Spannung nachlässt (=
Release abwarten)
Kann an allen Unterschenkelfaszien sowie an den anderen
Gliedmaßenfaszien durchgeführt werden.
Eher fürs Grobe, wenn Faszien stark gespannt sind.
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Longitudinale Impulstechnik an der Unterschenkelfaszie
- mit beiden Händen den Unterschenkel im Gabelgriff umgreifen, ev. nur eine Hand bei sehr
kleinen Hunden
- schneller Schub in Richtung Sprunggelenk (= Impuls)
- schneller Schub in Richtung Knie (= Impuls)
 Eher fürs Grobe
 Ist sehr effektiv, bringt Faszien bis in die Tiefe zum Schwingen.
 Impulstechnik gut geeignet, wenn Hund nicht lange liegenbleibt.
 direkt und indirekt möglich
Triggerpunkt M. popliteus
U: lateral Femurcondylus
A: medial Tibia
F: Flexion und Innenrotation des Kniegelenks
- Knie von vorne stabilisieren bzw. unterlagern
- In der Kniekehle zwischen den M. gastrocnemius-Köpfen nach distal gleiten
- wenn dort Triggerpunkt, dann mit Daumen oder Finger auf Punkt bleiben
- passiv das Knie in Extension bringen und Druck auf Triggerpunkt beibehalten, bis Spannung
nachlässt
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Twisttechnik für Unterschenkel- und Oberschenkelfaszie / Knie
- wird bei Narben und Immobilität durchgeführt
- eine Hand liegt oberhalb der Patella auf der Oberschenkelfaszie
- andere Hand liegt unterhalb der Patella auf der Unterschenkelfaszie
- gegenseitiges Wringen der Faszien
Faszia ischiadica
ist häufig gereizt und überträgt dies auf den N. ischiadicus
diese Technik anwenden, wenn H. lahmt, aber weder röntgenologische noch neurologische
Untersuchung etwas zeigt. Bringt häufig Verbesserung.
- mit den Fingerkuppen vom Tuber ischiadicum in die Loge zwischen M. biceps femoris und M.
semimembranosus / M. semitendinosus gleiten
- langsam in die Tiefe gehend bis zur Fossa poplitea (= im Verlauf des Nervs)
- zwischen den Bäuchen des M. gastrocnemius bis zur Achillessehne
 Zeit lassen, um etwas zu spüren!
Hamstrings-Logen-Technik
diese Technik anwenden, wenn H. lahmt, aber weder röntgenologische noch neurologische
Untersuchung etwas zeigt. Bringt häufig Verbesserung.
- mit beiden Händen distal des Tuber ischiadicum in die Loge der Faszia ischiadica einsinken
- dort leichten Längszug mit den Fingerkuppen ausführen
- auch leichter Querzug möglich
- auch caudal des proximalen Unterschenkels
6
Federnde Faszientechnik des M. biceps femoris
die meisten Probleme treten lateral, aber auch caudal an diesem
Muskel auf, häufig auch Zerrungen des Muskels.
- in die Loge der Hamstrings gleiten, Finger gestreckt und im
Grundgelenk gebeugt
- federnde Bewegungen mit den Fingern ausführen
- dabei mit den Fingern von proximal nach distal gleiten oder
umgekehrt
Laterale Faszientechnik des M. biceps femoris
- mit den Finger- oder Daumenkuppen im Fell- und Muskelverlauf
von proximal nach distal gleiten
 Häufigste Läsionen sind im distalen Bereich zu palpieren.
Adduktorenfaszientechnik
Adduktoren sind häufig betroffen.
Sollten intensiv bei Hunden mit Rückenbeschwerden behandelt
werden.
Anwendung auch bei Hunden, die sehr engspurig gehen.
- vom M. gracilis nach medial-cranial in die Loge gleiten
- dort in Längs- und Querrichtung arbeiten
Twisttechnik an der Oberschenkelfaszie
- den Oberschenkel medial-lateral und / oder caudal-cranial mit den
Händen flächig umgreifen
- gegenseitiges Wringen der Hände bis zum Release
 kann rundherum gemacht werden, wenn nötig
 bei großem Hund mehrere kleinere Partien greifen
7
Longitudinale Impulstechnik an der Oberschenkelfaszie
- mit beiden Händen oder einer Hand den Oberschenkel im
Gabelgriff umgreifen
- schneller Schub in Richtung Hüftgelenk (= Impuls)
- schneller Schub in Richtung Kniegelenk (= Impuls)
 direkt und indirekt möglich
 eher fürs Grobe
 Ist sehr effektiv, bringt Faszien bis in die Tiefe zum Schwingen.
 Impulstechnik gut geeignet, wenn Hund nicht lange liegenbleibt.
Unwinding der Hintergliedmaße
- Hintergliedmaße am Sprunggelenk und am Kniegelenk unterlagern bzw. stabilisieren
- die Gliedmaße in gestrecktem Zustand von der Hüfte aus in alle Richtungen bewegen
 Flexion, Extension, Abduktion, Adduktion, ARO, IRO
 Hüftgelenk wird bewegt, auch kleine Bewegungen möglich
 Nicht ans Bewegungsende des Gelenks, sondern ans Bewegungsende der Faszie gehen
Die fasziale Barriere beachten!
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