Mustervorlage zur Erstellung der Antragsskizze

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Leitfaden für Antragskizzen
zur Phase II – Konzeptentwicklung
der Richtlinien zur Förderung von Projekten zu
„Innovationen für die individualisierte Medizin“
1. Wen kann ich ansprechen?
2. Was wird gefördert?
3. Wie wird gefördert?
4. Wer kann gefördert werden?
5. Wie werden die Fördermittel beantragt?
6. Was geschieht nach der Einreichung des Antrags?
7. Mustervorlage für die Gliederung der Antragsskizze
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1. Wen kann ich ansprechen?
Es wird dringend empfohlen, zur Antragsberatung Kontakt mit dem Projektträger im DLR, Gesundheitsforschung, bzw. dem Projektträger VDI/VDE-IT, Gesundheitswirtschaft, aufzunehmen. Weitere Informationen und Erläuterungen sind dort erhältlich. Ansprechpartnerinnen
sind:
Dr. Ulrike Bußhoff ([email protected]; 0228 3821-1266),
Dr. Nanette Kälin ([email protected]; 0228 3821-1251),
Dr. Bettina Peters ([email protected]; 0228 3821-1222),
PD Dr. Ute Preuss ([email protected]; 0228 3821-1281) oder
Dr. Caroline Steingen ([email protected]; 0228 3821-1781).
Ansprechpartnerinnen für das Aktionsfeld Gesundheitswirtschaft im Modul Diagnostik sind:
Frau Dr. Anne Dwertmann, PT VDI/VDE-IT ([email protected], 030 310078-427),
Frau Dr. Kristina Hartwig, PT VDI/VDE-IT ([email protected], 030 310078-265).
2. Was wird gefördert?
Die Förderrichtlinie „Innovationen für die individualisierte Medizin“
(http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4504.php) ist Teil des Aktionsplans „Individualisierte Medizin“. Hier werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert, die neue diagnostische und therapeutische Verfahren und Produkte für eine Biomarker-basierte Stratifizierung und Individualisierung der medizinischen Behandlung ermöglichen. Die Projekte sollen
darauf ausgerichtet sein, krankheits- und therapierelevante Gene, Proteine und anderen Moleküle als Biomarker für eine Stratifizierung und Individualisierung nutzbar zu machen. So sollen
spezifische, evidenzbasierte Diagnose- und Therapieverfahren entwickelt werden, die bei jedem einzelnen Patienten optimal wirksam sind und so wenige Nebenwirkungen wie möglich
hervorrufen.
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Grundsätzlich ist in dieser Fördermaßnahme die im Aktionsplan „Individualisierte Medizin“
verwendete Definition für individualisierte Medizin zu beachten:
Die individualisierte Medizin erfasst biologische Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, den
Verlauf und die Heilung von Krankheiten sowie auch die Wirkung von Therapien bei jedem Menschen in
einer einzigartigen und damit charakteristischen Variante bestimmen. Erfolge sind zunächst zu erhoffen
für Gruppen von Patienten mit identischen oder ähnlichen Merkmalen und damit für eine sogenannte
stratifizierte Medizin. Durch eine genaue Erforschung der Faktoren selbst und ein besseres Verständnis
der komplexen Wechselwirkungen eröffnet sich die Chance, für den Einzelnen maßgeschneiderte Präventions- und Therapieverfahren zu entwickeln, die Nebenwirkungen von Arzneien zu minimieren und
damit einen deutlich besseren Therapieerfolg zu erzielen. Der Aktionsplan und die abgeleiteten Aktivitäten berücksichtigen vorrangig den Einfluss von krankheits- und therapierelevanten Genen, Proteinen
und anderen Molekülen, aber auch weitergehende Anwendungen, wie individuelle apparative Lösungen
etwa in der Medizintechnik (therapeutische Unikate). Der Begriff „Individualisierte Medizin“ ist erst vor
wenigen Jahren entstanden, eine allgemeingültige Definition gibt es bislang nicht.
In dieser Fördermaßnahme werden ausdrücklich nicht gefördert
- chirurgische Methoden und Strahlentherapie,
- psychologische Behandlungsverfahren
- Entwicklung von Tiermodellen,
- klinische Studien ab der Phase III,
- individuelle Heilversuche,
- Identifizierung von Biomarkern,
- Entwicklung spezifischer Assays oder Testsysteme,
- pharmakokinetische Verfahren ohne Bezug zu individuellen Patientenfaktoren,
- CE-Zertifizierungen und Zulassungen oder
- de novo Aufbau von Forschungsressourcen und -infrastruktur, z. B. Neuanlage von Materialsammlungen.
Dieser Leitfaden dient als Hilfestellung zur Gestaltung einer beurteilungsfähigen Antragsskizze
für die Phase II - Konzeptentwicklung.
In der Phase II – Konzeptentwicklung können ausgewählte Teams ihre Projektideen konkretisieren. Sie erhalten so die Möglichkeit, einen Forschungs- und Entwicklungsplan sowie eine konkrete Strategie zur wirtschaftlichen Verwertung der Ergebnisse auszuarbeiten.
Nach Abschluss der Phase II – Konzeptentwicklung können sich die Konsortien mit dem ausgearbeiteten Konzept um eine Förderung in der Phase III – Realisierung bewerben.
In der Realisierungsphase werden die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der besten Konzepte sowie die weitere Umsetzung der Strategie zur wirtschaftlichen Verwertung gefördert.
3. Wie wird gefördert?
Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss für einen
Zeitraum von in der Regel sechs Monaten gewährt. Zuwendungsfähige Ausgaben bzw. Kosten
für die Konzeptentwicklung einer Projektidee werden in Höhe von jeweils bis zu 50.000 Euro
(inkl. Projektpauschale bzw. Gemeinkosten) gefördert.
Zuwendungsfähig sind Personal- und Sachausgaben für die Vernetzung der relevanten Akteure, für die Erstellung neuartiger Geschäftsmodelle sowie zur Konzeption konkreter kooperativer Maßnahmen und Forschungsprojekte.
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Folgende Ausgaben/ Kosten für notwendige Aufträge an Dritte zur Unterstützung der Konzepterstellung können beispielsweise als zuwendungsfähig anerkannt werden:
- qualifizierte Rechtsberatung zu Konsortialabkommen und Schutzrechten,
- externe Beratung für die Genehmigung der klinischen Prüfung und die Erstellung klinischer
Studienprotokolle.
Nicht gefördert werden Ausgaben bzw. Kosten für grundfinanziertes Stammpersonal, für Investitionen und sonstige Gegenstände, Rechnerleistungen und Mieten.
4. Wer kann gefördert werden?
Antragstellende für eine Zuwendung zur Ausarbeitung eines Forschungs- und Entwicklungsplans für die Phase II – Konzeptentwicklung ist eine beteiligte Institution des geplanten Projektes bzw. Verbundes.
Antragsberechtigt sind deutsche staatliche und nicht-staatliche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Sie können bis zu 100% ihrer projektbezogenen Ausgaben
bzw. Kosten beantragen.
Hochschulen kann zudem die sogenannte „Projektpauschale“ (20% der Zuwendung) gewährt
werden. Weitere Hinweise dazu finden Sie unter:
https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank
=bmbf&menue=block (Menüpunkt „Zuwendungen auf Ausgabenbasis“). Die Projektpauschale
ist in der Kalkulation der Finanzplanung zu berücksichtigen. Die Zuwendungsobergrenze inklusive der Projektpauschale liegt bei jeweils 50.000 Euro.
Ebenfalls antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit FuE-Kapazität
in Deutschland. Für sie gilt in der Regel eine Förderquote von bis zu 50% der projektbezogenen Kosten. Für die Konzeptphase ist zur Vereinfachung und Beschleunigung vorgesehen, die
50.000 € pauschal als 100% der anfallenden Ausgaben zu fördern. Dieses Verfahren ist auf
die Konzeptphase beschränkt und hat keine Auswirkungen auf die Förderpraxis in Phase III –
Realisierung.
5. Wie werden die Fördermittel beantragt?
Die Antragsskizzen müssen elektronisch über das Internet-Portal pt-outline (https://www.ptit.de/ptoutline/application/indimed_phase2) spätestens bis zum
02. Dezember 2013
beim Projektträger im DLR eingereicht werden.
Entscheidend für die Fristwahrung ist die auf elektronischem Wege im Internet-Portal verbindlich eingereichte Antragsskizze. Eine Vorlage per E-Mail oder FAX ist nicht möglich.
Eine vollständige Antragsskizze umfasst eine Übersicht (ausgefülltes und verbindlich eingereichtes Internet-Formular) und eine als PDF-Dokument hochgeladene Antragsskizze.
Die Antragsskizze muss den Vorgaben und der Formatierung der Mustervorlage entsprechen (siehe Punkt 7.) und in englischer Sprache verfasst werden. Der Umfang der Antragsskizze darf zehn einseitig beschriebene DIN A4-Seiten nicht überschreiten (Schriftart Arial,
Schriftgrad 11, Zeilenabstand 1,5 Zeilen). Antragsskizzen, die diese Vorgaben nicht erfüllen,
können von der Bewertung ausgeschlossen und ohne weitere Begründung abgelehnt werden.
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6. Was geschieht nach der Einreichung des Antrags?
Die eingegangenen Antragsskizzen werden von einem unabhängigen, mit Vertreterinnen und
Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft interdisziplinär besetzten Begutachtungsgremium
bewertet. Dabei werden u. a. die folgenden Kriterien zugrunde gelegt:
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Bezug der Antragsskizze zum Gegenstand der Förderung,
klinische und gesundheitswirtschaftliche Relevanz der Fragestellung,
innovatives Potenzial der Fragestellung,
Herausforderungen und Erfolgsaussichten des Projektes,
Aussichten zur Implementierung und wirtschaftlichen Verwertung und
Exzellenz und Expertise der Antragsstellenden und der beteiligten Partnerinnen und Partner mit Bezug zum Thema.
Auf der Grundlage der Bewertung des Gremiums werden die für eine Förderung in der Konzeptentwicklungsphase geeigneten Projekte ausgewählt. Antragstellende können den Projektträger aus Gründen direkter wirtschaftlicher Konkurrenz bitten, Experten bestimmter Unternehmen von der Begutachtung auszunehmen. Die Antragstellenden werden über das Ergebnis informiert.
Antragsskizzen, die vom Begutachtungsgremium als nicht förderwürdig beurteilt werden oder
die nicht den Vorgaben entsprechen, können nicht gefördert werden.
7. Mustervorlage für die Gliederung der Antragsskizze
Die unten dargestellte Mustervorlage zur Erstellung der Antragsskizze kann auch als editierbare Word-Datei hier heruntergeladen werden.
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[ACRONYM of the proposal]
Description of the project
Die Beschreibung der Antragsskizze darf 10 Seiten nicht überschreiten.
1. GENERAL INFORMATION
1.1. Title of the project
max. 140 Zeichen
1.2. Principal investigator of the project
Bitte gegen Sie Name, Institution und Adresse an.
1.3. Involved and designated partners
Bitte geben Sie Name, Institution und Expertise an.
2. BACKGROUND
2.1. Relevance and aim of the project
Nennen Sie die wesentlichen Ziele des Projektes. Neben der Relevanz der Fragestellung ist
die Breite der Anwendung von besonderer Bedeutung. Welcher übergreifende Beitrag wird zur
Verbesserung der individualisierten Medizin geleistet? Wer wird primär von den erzielten Ergebnissen profitieren?
2.2. Present state of the art in the field
Stellen Sie den für Ihr Projekt relevanten Stand der Forschung und Wissenschaft dar.
2.3. Innovation, novelty and future impact
Beschreiben Sie den Innovationsgehalt Ihres Projektes. Inwieweit haben Ihre erwarteten Ergebnisse einen Einfluss auf die klinische Forschung/ Praxis und auf die individualisierte Medizin?
2.4. Previous work
Stellen Sie kurz die wissenschaftlichen Vorarbeiten und die fachliche Kompetenz der an dem
Verbund beteiligten Partnerinnen und Partner dar. Diese kann durch max. 5 Publikationen aus
den letzten fünf Jahren unterstützt werden. Bitte keine Lebensläufe.
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[ACRONYM of the proposal]
3. EXPLOITATION
Gehen Sie auf die wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Verwertungsziele ein.
Beschreiben Sie, wie die Ergebnisse des Projektes verwertet werden sollen.
4. ETHICAL CONSIDERATIONS
Nehmen Sie Stellung zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten des Forschungsansatzes.
5. CONCEPT DEVELOPMENT PHASE (max. duration: 6 months)
5.1. Strategic approach and aim
Wo stehen Sie und wo wollen Sie hin?
5.2. Work plan
Kurzgefasste Darstellung der geplanten Arbeiten und Erläuterung der benötigten Fördermittel
für die maximal sechsmonatige Phase II - Konzeptentwicklung.
5.3. Collaboration (if applicable)
Bitte nennen Sie Ihre Partnerinnen und Partner bzw. noch erforderliche Partnerinnen und
Partner für die Entwicklung des Konzeptes.
6. OTHER FUNDING
Wenn der gleiche Antrag auf finanzielle Förderung oder Teile desselben bereits bei anderen
Einrichtungen eingereicht wurden, muss dies hier angegeben werden. Nennen Sie die Dritten,
die Mittel, kostenfreie Dienste oder Verbrauchsmaterialien für das Projekt bereitstellen werden.
Falls nicht, verwenden Sie bitte folgende Formulierung:
”A request for funding of this project has not been submitted to any other addressee. In case I
submit such a request I will inform the Federal Ministry of Education and Research immediately.”
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