Übersicht über das Migrieren des Benutzerstatus

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Migrieren des Benutzerstatus
(Engl. Originaltitel: Migrating User State)
Migrieren des Benutzerstatus
Beim Migrieren von Clientcomputern von früheren Windows-Versionen zum Betriebssystem Microsoft®
Windows XP ist es wichtig, dass Benutzerdaten und -einstellungen gespeichert und dann wiederhergestellt
werden. Dieser Vorgang wird als Migrieren des Benutzerstatus bezeichnet. Durch sorgfältige Planung und
Implementierung der Benutzerstatusmigration können Sie Zeitaufwand für das IT-Personal reduzieren, wichtige
Daten beibehalten, die Migration bei Bedarf skalieren und die Kosten minimieren, während
Benutzerproduktivität und Arbeitsfähigkeit gleich bleiben.
Verwandte Informationen in den Windows Server 2003 Resource Kits
(englischsprachig)


Informationen zur Verwendung von Remote Installation Services (RIS) finden Sie unter "Designing
RIS Installations" im Abschnitt Automating and Customizing Installations dieses Kits.
Informationen zur Skripterstellung für Windows finden Sie im Microsoft® Windows®Server 2003
System Administration Scripting Guide im Web unter
http://www.microsoft.com/windows/reskits/default.asp (englischsprachig).
Übersicht über das Migrieren des Benutzerstatus
Bei jeder Neuinstallation von Windows XP auf einer Clientarbeitsstation sollten Sie den Benutzerstatus
migrieren, um Benutzern die Arbeit mit dem neuen System zu erleichtern und so ihre Produktivität zu erhalten.
Der Benutzerstatus besteht aus den Benutzerdaten – den Dateien, die Benutzer erstellen und für die Ausführung
ihrer Arbeit benötigen – und den Benutzereinstellungen, die anwendungs- und benutzerspezifische
Informationen enthalten. Darüber hinaus stellen die Anwendungseinstellungen den Benutzern Verknüpfungen,
Menüs und sonstige Informationen bereit, die von größter Bedeutung für die Benutzerproduktivität sein können.
Wenn der Benutzerstatus nicht migriert wird, können einem Unternehmen Kosten dadurch entstehen, dass
Benutzer wertvolle Produktionszeit mit dem Neukonfigurieren ihrer Anwendungen und anderen Einstellungen
verbringen. Unternehmen müssen für die Migration der verschiedenen migrierbaren Elementtypen die
Kosten/Nutzen-Verhältnisse auswerten. Sie müssen die Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit Migration
verstehen und daran denken, die Benutzer hinsichtlich der Aspekte zu schulen, die vor und nach der Migration
zu erwarten sind.
Das von Ihnen für die Bereitstellung von Windows XP gewählte Verfahren wirkt sich auf den Migrationsplan für
den Benutzerstatus aus. Im Idealfall kann ein Unternehmen eine parallele Bereitstellung oder eine vollständige
Neuinstallation durchführen und dabei den erfassten Benutzerstatus in einer bereinigten Umgebung
wiederherstellen.
Die Wahl des Verfahrens zum Erfassen und Wiederherstellen des Benutzerstatus ist für den Erfolg und die
Effizienz seiner Migration von entscheidender Bedeutung. Um die hohen Kosten für eine ausschließlich
manuelle Migration zu vermeiden, kann ein Unternehmen:



Die Migration teilweise per Skript steuern und dabei die Nichtstandardelemente der Entscheidung des
einzelnen Benutzers oder des IT-Personals überlassen;
Migrationstools verwenden, die häufig verwendete Einstellungen automatisieren und gleichzeitig die
Anpassung unterstützen;
Eigene interne benutzerdefinierte Tools erstellen.
Der Grad, bis zu dem ein Unternehmen die Benutzerstatusmigration automatisieren sollte, hängt von einer
Vielzahl von Faktoren ab, z. B. davon, wie viele Benutzer zu migrieren und wie weit diese verstreut sind; wie
zentralisiert der IT-Aufwand des Unternehmens ist; bis zu welchem Grad die Benutzer einen allgemeinen
Desktop, die Ordnerhierarchie und die Datenverarbeitungsanforderungen gemeinsam nutzen; welche ITFachkenntnisse als Hilfe und zur Unterstützung bei der Migration verfügbar sind; und ob mit der Bereitstellung
eine gleichzeitige Domänenmigration verbunden ist.
Prozess der Benutzerstatusmigration
Die richtige Planung ist von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche Migration des Benutzerstatus.
Identifizieren Sie in Ihrem Migrationsplan die besten Methoden zum Erfassen, Speichern und Wiederherstellen
von Daten zum Benutzerstatus. Beziehen Sie Verfahren zur Vorbereitung von Daten für die Migration ein.
Identifizieren Sie, welche Daten und Einstellungen zu migrieren sind und wo dieser Status während der
Migration gespeichert werden soll. Überlegen Sie sich, wie Sie die Benutzer im Hinblick auf die von ihnen
erwarteten Aufgaben schulen können, und vergessen Sie nie, einen Pilottest Ihres Migrationsprozesses
durchzuführen, bevor Sie eine umfangreiche Migration starten. Abbildung 7.1 zeigt die Planungstasks für eine
vollständige Benutzerstatusmigration.
Abbildung 7.1 Prozess zum Migrieren des Benutzerstatus
Tools für die Benutzerstatusmigration
Einige große Organisationen entwickeln ein eigenes Migrationstool. Dieses bietet dem Benutzer häufig eine
hervorragende Migrationserfahrung, da ein solches Tool an die spezifische Umgebung angepasst ist. Wenn neue
Anwendungen bereitgestellt oder Fehler gefunden werden, lassen sich Korrekturen schnell durchführen. Ein
derartiges Tool kann Benutzereinstellungen und -dateien erfassen und wiederherstellen.
Diese Option erfordert normalerweise relativ viel Entwicklungszeit. Wenn Ihr Unternehmen nicht über eigenes
Personal verfügt, das ein Migrationstool erstellen kann, können die Kosten für das Engagieren der dazu
erforderlichen Programmierer untragbar sein. Auch wenn sich unter Ihren Mitarbeitern Programmierer befinden,
sollten Sie die Kosten für die Toolentwicklung mit anderen verfügbaren Methoden vergleichen.
Viele der zurzeit verfügbaren Nicht-Microsoft-Tools können die meisten erforderlichen Einstellungen
verarbeiten und für die Anwendungseinstellungen in Ihrem Unternehmen erweitert werden. Diese Tools bieten
oft mehrere Arten von Regeln, mit denen die zu migrierenden Dateien angegeben werden können. Obwohl sie
relativ gründlich sind, orientieren sich solche Tools jedoch nicht an der spezifischen Umgebung, und die
anfänglichen Kosten können hoch sein.
Microsoft stellt zwei Tools bereit, die speziell zum Migrieren des Benutzerstatus in einer Windows-Umgebung
entwickelt wurden:


Assistent zum Übertragen von Dateien und Einstellungen
User State Migration Tool (USMT oder Benutzerstatus-Migrationstool)
Beide Tools automatisieren die Migration der grundlegenden Anwendungs-, Betriebssystem- und
Benutzereinstellungen und unterstützen weitere Anpassungen.
Assistent zum Übertragen von Dateien und Einstellungen
Beim Assistenten zum Übertragen von Dateien und Einstellungen handelt es sich um ein Windows XP-Zubehör,
das im Menü Programme unter Zubehör in der Gruppe Systemprogramme zur Verfügung steht. Es bietet
Benutzern die Möglichkeit zum Migrieren von persönlichen Anzeigeeigenschaften, Ordner- und
Taskleistenoptionen, Internetbrowser- und -maileinstellungen sowie bestimmten Dateien oder ganzen Ordnern,
wie z. B. Eigene Dateien, Eigene Bilder und Favoriten, von ihrem bisherigen Computer auf ihren neuen, ohne
dass irgendeine manuelle Konfiguration erforderlich ist. Der Assistent zum Übertragen von Dateien und
Einstellungen wurde zwar in erster Linie für Privatbenutzer und die Benutzer in kleinen Büros entwickelt, ist
aber auch in einer Firmennetzwerkumgebung für solche Mitarbeiter nützlich, die einen neuen Computer
bekommen und ihre eigenen Dateien und Einstellungen ohne die Unterstützung einer IT-Abteilung oder eines
Helpdesks migrieren müssen. Informationen zur Verwendung des Assistenten zum Übertragen von Dateien und
Einstellungen finden Sie im Hilfe- und Supportcenter von Windows XP.
User State Migration Tool (USMT)
USMT wurde für IT-Administratoren entwickelt, die große Bereitstellungsprojekte des Betriebssystems
Microsoft® Windows XP Professional in einer Unternehmensumgebung durchführen. Es stellt dieselbe
Funktionalität wie der Assistent zum Übertragen von Dateien und Einstellungen bereit, dies jedoch auf breiter
Basis, die auf die Migration mehrerer Benutzer abzielt. Mit USMT können Administratoren bestimmte
Einstellungen präzise anpassen, z. B. einmalige Änderungen an der Registrierung.
USMT wird zum Automatisieren der Tasks des Erfassens und Migrierens von Benutzerdaten und -einstellungen
für Windows-basierte Clientcomputer eingesetzt. Dieses Tool verwendet folgende Dateien:






Scanstate.exe erfasst den Benutzerstatus.
Loadstate.exe stellt den Benutzerstatus wieder her.
Migapp.inf ermittelt, welche Anwendungseinstellungen migriert werden.
Migsys.inf ermittelt, welche Betriebssystemeinstellungen migriert werden.
Miguser.inf ermittelt, welche Benutzereinstellungen migriert werden.
Sysfiles.inf definiert Dateien, die trotz aller anderen Regeln nicht migriert werden dürfen. Dies sind
Betriebssystemdateien, bei denen es mit der neueren Version der Dateien in Windows XP zu einem
Konflikt kommen wird. Die Datei Sysfiles.inf sollte nicht geändert werden, außer um weitere Dateien
zur Liste der Dateien hinzuzufügen, die unter keinen Umständen migriert werden sollen.
Diese Dateien gehören zum Lieferumfang von Windows XP im Ordner ValueAdd\Msft\USMT.
Die Tabellen 7.1–7.3 enthalten eine Auflistung der Dateitypen, Ordner, Einstellungen und Anwendungen, die
standardmäßig mithilfe von USMT migriert werden.
Tabelle 7.1 Dateitypen und Ordner, die standardmäßig mithilfe von USMT migriert werden
.doc
Migrierte Dateitypen
.xl?
.dif
Migrierte Ordner
Ordner Desktop
.dot
.csv
.ppt
Ordner Eigene Dateien
.rtf
.iqy
.pps
Ordner Eigene Bilder
.txt
.dqy
.pot
Ordner Favoriten
.mcw
.oqy
.sh3
Ordner Cookies
.wps
.rqy
.ch3
.scd
.wk?
.pre
.wri
.wq1
.ppa
.wpd
.slk
Tabelle 7.2 Benutzereinstellungen, die standardmäßig mithilfe von USMT migriert werden
Eingabehilfen
Migrierte Benutzereinstellungen
Ordner Eigene Bilder
Allgemeine Office-Dateitypen
Netzwerktreiber und -drucker
Ordner Cookies
Outlook Express-Einstellungen und -Speicher
Ordner Desktop
Outlook-Einstellungen und Speicher
DFÜ-Verbindungen
Telefon- und Modemoptionen
Ordner Favoriten
Ländereinstellungen
Ordneroptionen
Bildschirmschonerauswahl (nicht die eigentliche Datei)
Schriftarten
Verknüpfungen (Shelltools, Netzwerkelemente usw.)
Internet Explorer-Einstellungen
Soundeinstellungen (nicht die eigentlichen Dateien)
Microsoft Office-Einstellungen
Benutzerzertifikate (persönliche, E-Mail-, Internet Explorer-Sicherheit
usw.)
Maus- und Tastatureinstellungen
Taskleisteneinstellungen
Ordner Eigene Dateien
Tabelle 7.3 Systemeinstellungen/Komponenten, die standardmäßig mithilfe von USMT migriert werden
Eingabehilfen
Migrierte Systemeinstellungen und Komponenten
Outlook Express
Schriftarten
Anzeigeeigenschaften
Maus und Tastatur
Bildschirmschonerauswahl
Internetoptionen
Ordneroptionen
Lokalisierung/Internationale Einstellungen Taskleiste
Sounds und Multimedia
Klassischer Desktop
USMT kann auf einfache Weise angepasst werden und bietet mehrere Optionen zur Einbeziehung verschiedener
Dateitypen und Einstellungen in die Benutzerstatusmigration. Standardmäßig erfasst USMT nur eine begrenzte
Gruppe an Daten und Einstellungen; die Administratoren sollten sich darauf einrichten, dass diese
Standardgruppe noch angepasst werden muss. Für die Anpassung ist technisches Personal mit Kenntnissen in
Bezug auf die Registrierung erforderlich.
Dieses Kapitel beschreibt, wie die Migration des Benutzerstatus geplant und getestet wird, enthält aber keine
Einzelheiten zur Verwendung von USMT. Informationen zur Verwendung von USMT finden Sie im Hilfe- und
Supportcenter von Windows XP.
Ein Word-Dokument mit detaillierten Anweisungen und Codebeispielen als Hilfe bei der Anpassung der von
USMT verwendeten INF-Dateien finden Sie in "USMT Customization" (USMT INF Commands.doc) auf der
Begleit-CD von Microsoft® Windows® Server 2003 Deployment Kit oder unter
http://www.microsoft.com/windows/reskits/default.asp (englischsprachig).
Wählen einer Benutzerstatus-Erfassungsmethode
Der erste Schritt beim Planen einer Migration besteht darin, das beste Verfahren festzulegen, mit dem der Status
in Ihrer Umgebung erfasst werden soll (Abbildung 7.2). Es sind vier Benutzerstatus-Migrationsmethoden
verfügbar, die verschiedene Automatisierungsgrade umfassen:




Manuelle Migration
Skriptbasierte manuelle Migration
Zentralisierte Automatisierung
Benutzergesteuerte Migration
Abbildung 7.2 Wählen einer Benutzerstatus-Erfassungsmethode
Die gewählte Bereitstellungsmethode für Windows XP wirkt sich auf das Migrationsverfahren für den
Benutzerstatus aus, wie in Tabelle 7.4 erläutert wird.
Tabelle 7.4 Auswirkungen der Windows XP-Bereitstellungsmethoden auf die Benutzerstatusmigration
Bereitstellungsmethode
Vollständige Neuinstallation. Die Festplatte des
Computers wird vor der Installation von Windows XP neu
formatiert. Dies ist die bevorzugte
Bereitstellungsmethode, wenn die vorhandene Hardware
für die Ausführung von Windows XP ausreicht. Sie stellt
eine bereinigte Plattform bereit, auf der Anwendungen
und Einstellungen wiederhergestellt werden sollen.
Parallele Bereitstellung. Der ursprüngliche Computer
wird durch einen neuen Computer unter Windows XP
ersetzt. Dies ist eine allgemeine Bereitstellungsstrategie,
wenn die Hardwarekapazität des vorherigen Computers
für die Ausführung von Windows XP nicht ausreicht. Der
ursprüngliche Computer kann so lange weiter eingesetzt
werden, bis Sie sicher sind, dass der neue Computer
vollständig funktionsfähig ist.
Aktualisierung des Betriebssystems. Der ursprüngliche
Computer wird während der Installationsphase der
Windows XP-Bereitstellung über die
Aktualisierungsoption aktualisiert. Auf diese Weise
bleiben die Dateien, Ordner, Einstellungen und
installierten Anwendungen des Benutzers unverändert
erhalten.
Migrationsauswirkungen
Stellt eine vollständig bereinigte Umgebung bereit, in
der der Benutzerstatus wiederhergestellt werden soll.
Empfohlen.
Stellt eine vollständig bereinigte Umgebung bereit, in
der der Benutzerstatus wiederhergestellt werden soll.
Wird häufig verwendet, wenn die Bereitstellung von
Windows XP mit dem Computeraustausch zeitlich
abgestimmt ist, wie bei einem Leasing-Rollover.
Empfohlen.
Stellt keine bereinigte Umgebung bereit und erhöht
dadurch die Support- und Verwaltungskosten. Die
Migration von Systemrichtlinien,
Registrierungseinträgen, Dateien, Treibern, DLLs
und Ordnerhierarchien kann Probleme verursachen
und zu Nichtstandardinstallationen führen. Wird in
Produktionsumgebungen nicht empfohlen.
Wenn Sie die beste Erfassungsmethode für Ihre spezifische Situation ermitteln, sollten Sie folgende Faktoren
abwägen:






Größe Ihrer Organisation
Anzahl der zu migrierenden Benutzer
Art und Weise der bereits implementierten Desktopverwaltung
Einheitlichkeit der Dateipfade auf Arbeitsstationen
Art des technischen Personals, das als Hilfe bei der Migration verfügbar ist
Zeitraum, der für den Migrationsprozess reserviert werden kann
Jede Migrationsmethode ist für bestimmte Szenarien besonders gut geeignet. Eine große
Unternehmensbereitstellung wird wahrscheinlich mehrere dieser Szenarien enthalten und eine Mischung aus
Migrationsmethoden verwenden.
Manuelle Migration
Bei einer manuellen Migration beaufsichtigt ein Techniker vor Ort jeden Computer persönlich und führt in der
Regel folgende Tasks aus:





Sicherstellen, dass der Computer des Benutzers zur Migration bereit ist (beispielsweise überprüfen, ob
sich alle wichtigen Dateien in den zu migrierenden Ordnern befinden).
Das Programm Scanstate.exe ausführen, um die Umgebung des Benutzers zu erfassen.
Windows XP bereitstellen, indem entweder ein neuer Computer unter Windows XP zur Verfügung
gestellt oder aber eine vollständige Neuinstallation für Windows XP durchgeführt wird. (Remote
Installation Services [RIS] bietet ein bequemes Verfahren zum Bereitstellen eines allgemeinen
Windows XP-Abbildes.)
Wiederherstellen des Benutzerstatus durch Ausführung von Loadstate.exe.
Als Hilfe bei eventuellen Problemen zur Verfügung stehen, während der Benutzer überprüft, ob alles
ordnungsgemäß migriert wurde.
Weil die Kosten für den Techniker, der die manuelle Erfassung von Statusdaten durchführt, sehr hoch sein
können, ist es oft vorteilhaft, die manuelle Erfassung mit dem Einsatz automatisierter Skripts zu kombinieren.
Tabelle 7.5 fasst die Vor- und Nachteile der manuellen Migration des Benutzerstatus zusammen. Aufgrund der
dort aufgeführten Nachteile wird eine ausschließlich manuelle Methode nicht empfohlen.
Tabelle 7.5 Vor- und Nachteile der manuellen Benutzerstatusmigration
Vorteile der manuellen Migration
• Ein Techniker steht bei unerwarteten Problemen
direkt zur Verfügung.
Nachteile der manuellen Migration
• Teuer aufgrund von hohen Personalkosten.
• Langsam, weil ein Techniker jeden Computer
• Die Benutzer sind beruhigt, einen Ansprechpartner einzeln aufsuchen muss.
zu haben, dem sie während der Migration Fragen stellen
können.
• Höheres Risiko von Benutzerfehlern als bei
automatisierten Methoden.
• Kann auf Szenarien mit verteilten Standorten oder
Remoteniederlassungen nicht skaliert werden.
Skriptbasierte manuelle Migration
Indem Sie eine manuelle Bereitstellung durch die Skripterstellung ergänzen, können Sie die Kosten für eine
ausschließlich manuelle Methode senken und gleichzeitig auf besondere Situationen flexibel reagieren.
Die Skripterstellung beschleunigt den Prozess der Statusmigration für jeden einzelnen Computer und ermöglicht
es so einem Techniker, mehrere Computer in demselben physischen Bereich gleichzeitig zu migrieren. Dadurch
wird einerseits das Risiko von Benutzerfehlern erheblich reduziert und andererseits der Vorteil beibehalten, dass
eine Person vor Ort zur Verfügung steht, die sich mit unerwarteten Fehlern befassen kann. Während
skriptbasierter manueller Migrationen können Sie auch weniger qualifizierte Techniker für die Vor-Ort-Phase
der Migration einsetzen.
Der skriptbasierte manuelle Migrationsprozess für eine vollständige Neuinstallation, bei der die Festplatte des
Computers vor dem Installieren des neuen Betriebssystems neu formatiert wird, unterscheidet sich geringfügig
von demjenigen für eine parallele Bereitstellung.
Migrationsprozess in einer vollständigen Neuinstallation
Verwenden Sie in einem Windows XP-Bereitstellungsszenario mit vollständiger Neuinstallation folgende
Kombination aus skriptbasierten und manuellen Schritten:
1.
2.
3.
Erstellen Sie Skripts zum Erfassen und Wiederherstellen des Benutzerstatus.
Lassen Sie einen Techniker folgende Tasks auf jedem Computer ausführen:
a. Das Skript zum Erfassen des Benutzerstatus ausführen.
b. Die Festplatte des Computers formatieren und RIS ausführen, um das neue
Betriebssystemabbild zu installieren.
c. Als Administrator anmelden und das Wiederherstellungsskript ausführen.
Veranlassen Sie, dass sich der Benutzer des Computers anmeldet und überprüft, ob die Daten und
Einstellungen ordnungsgemäß wiederhergestellt wurden.
Migrationsprozess in einer parallelen Bereitstellung
Das Szenario der parallelen Windows XP-Bereitstellung profitiert ebenfalls von der Verwendung automatisierter
Skripts. Führen Sie folgende Schritte aus, um den Benutzerstatus in einem Szenario der parallelen Bereitstellung
zu migrieren:
1.
2.
3.
4.
Erstellen Sie zwei Skripts für jeden zu ersetzenden Computer – das eine Skript zum Erfassen des
Benutzerstatus und das andere zum Wiederherstellen des Benutzerstatus.
Führen Sie auf dem zu ersetzenden Computer das Skript zum Erfassen des Benutzerstatus aus.
Führen Sie auf dem neuen Computer folgende Schritte aus:
a. Installieren Sie Windows XP.
b. Melden Sie sich als Administrator an, und führen Sie das Skript zum Wiederherstellen des
Benutzerstatus aus.
Veranlassen Sie, dass sich der Benutzer an dem neuen Computer anmeldet und überprüft, ob die Daten
und Einstellungen ordnungsgemäß wiederhergestellt wurden.
Tabelle 7.6 fasst die Vor- und Nachteile der Verwendung einer skriptbasierten manuellen Methode zum
Migrieren des Benutzerstatus zusammen. Die skriptbasierte manuelle Migration ist die empfohlene Methode für
eine parallele Bereitstellung.
Tabelle 7.6 Vor- und Nachteile der skriptbasierten manuellen Benutzerstatusmigration
Vorteile der skriptbasierten manuellen Migration Nachteile der skriptbasierten manuellen Migration
• Ein Techniker steht bei unerwarteten Problemen
• Erfordert es, dass ein Techniker vor Ort verfügbar
direkt zur Verfügung.
ist, der physischen Zugang zu jedem zu migrierenden
Computer hat.
• Die Benutzer sind beruhigt, einen Ansprechpartner
zu haben, dem sie während der Migration Fragen stellen • Erfordert es, dass Skriptdateien erstellt werden.
können.
• Kann nicht auf Szenarien mit verteilten Standorten
• Geringeres Risiko von Benutzerfehlern als bei einer oder Remoteniederlassungen skaliert werden.
ausschließlich manuellen Migrationsmethode.
Zentralisierte Automatisierung
Die zentralisierte Automatisierung baut auf dem Erfolg der skriptbasierten manuellen Methode zum Migrieren
des Benutzerstatus auf. Zum Zentralisieren der Automatisierung optimieren Sie die Skripts so, dass keine
Eingabe durch einen Techniker vor Ort erforderlich ist. Die Skripts werden in eine Bereitstellungsinfrastruktur
einbezogen, damit sie durch IT-Techniker von einem Remotestandort aus auf Zielcomputern bereitgestellt
werden können.
Die zentralisierte Automatisierung ermöglicht enorme Kosteneinsparungen sowie eine gleichzeitige
unternehmensweite Migration. Aufgrund der Komplexität beim Ermitteln des Ziels und der
Zielcomputeradressen für eine große Anzahl an Computern funktioniert sie nicht gut in parallelen
Bereitstellungen, ist aber für vollständige Neuinstallationen ideal geeignet.
Die wichtigsten Herausforderungen bei Migrationen mit zentralisierter Automatisierung umfassen:




Zielgruppenadressierung und Bereitstellen von Skripts.
Zuordnen des Benutzerstatus zu einem bestimmten Computer.
Automatisches Bereitstellen des Windows XP-Abbildes, ohne dass eine Person den Remotecomputer
physisch beaufsichtigen muss (zum Übernehmen des RIS-Abbildes).
Sicheres Ausführen des Wiederherstellungsskripts im Administratorkontext, ohne dass eine Person den
Remotecomputer physisch beaufsichtigen muss (zum Anmelden).
Zielgruppenadressierung und Bereitstellen von Skripts
Beachten Sie beim Anwenden von automatisierten Skripts folgende Regeln:



Die Skripts müssen unter dem Anmeldekonto des Benutzers ausgeführt werden.
Bei der Ausführung eines Skripts sollte der Benutzer nicht an seinem Computer arbeiten.
Bei der Ausführung eines Skripts dürfen keine Anwendungen ausgeführt werden.
Es stehen mehrere Methoden für die automatische Ausführung eines Skripts zu einem bestimmten Zeitpunkt und
unter dem Anmeldekonto des Benutzers zur Verfügung. Am besten ist die Verwendung einer
Verwaltungslösung, wie z. B. Microsoft® Systems Management Server (SMS). SMS bietet erweiterte Optionen
für die Zielgruppenadressierung, enthält strukturelle Komponenten für die Softwarebereitstellung und kann
Pakete gezielt so senden, dass sie zu bestimmten Zeiten in bestimmten Kontexten ausgeführt werden. Andere
Optionen umfassen Abmeldeskripts, E-Mail-Nachrichten, die das Skript enthalten (der Mailclient wird vom
Skript automatisch heruntergefahren) oder die über eine Website gelieferte Bereitstellungsautomatisierung.
Weitere Informationen zu Systems Management Server finden Sie unter "SMS Product Description" auf der
Seite "Web Resources" unter http://www.microsoft.com/windows/reskits/webresources/ (englischsprachig).
Zuordnen des Benutzerstatus zu einem Computer
Ermitteln Sie bei der Bereitstellung eines Standardabbildes für eine Reihe von Computern im Voraus, welcher
Benutzerstatus für welchen Computer angewendet werden soll. Zwei allgemeine Methoden zur Identifizierung
von Computern sind die MAC-Adresse (Media Access Control) für den Netzwerkadapter sowie die
Seriennummer des Prozessors.
Beispielsweise können Sie ein Skript schreiben, um sowohl die MAC-Adresse des Netzwerkadapters des
Computers als auch den Anmeldenamen des Benutzers zu erfassen. Dieses Datenpaar wird in einer zentralen
Datenbank zusammen mit der Zuordnung des Speicherorts für den Benutzerstatus gespeichert. Beim
Wiederherstellen des Status sucht das Skript nach der MAC-Adresse des Netzwerkadapters, um den
Anmeldenamen des Benutzers und den Speicherort für den Status zu finden. Anschließend stellt es den Status für
den entsprechenden Computer wieder her.
Erfassen des Benutzerstatus
Sie können dieselben Skripts verwenden, mit denen Sie den Benutzerstatus in der skriptbasierten manuellen
Methode bei der zentralisierten Automatisierung erfassen – mit einer einzigen Änderung: Sie müssen die
Position hinzufügen, an der der Benutzerstatus gespeichert wird. Eine gute Lösung hierfür ist das Anhängen des
Benutzeranmeldenamens an den Stammspeicherpfad (z. B. \\Servername\Status\Benutzername). Wenn der
Benutzer über mehrere Computer verfügt, verwenden Sie sowohl den Computernamen als auch den
Anmeldenamen des Benutzers (z. B. \\Servername\Status\Benutzername\Computername).
Automatisieren der Installation des Windows XP-Abbildes
Microsoft bietet mehrere Möglichkeiten für die Bereitstellung von Betriebssystemen. Vollständige
Informationen zum Automatisieren der Bereitstellung eines Windows XP-Abbildes finden Sie unter Custom and
Automated Installations (englischsprachig) dieses Kits.
Wiederherstellen des Benutzerstatus
Das für die skriptbasierte manuelle Methode verwendete Wiederherstellungsskript kann bei der zentralisierten
Automatisierung eingesetzt werden – mit einer einzigen Änderung: Legen Sie das Skript so fest, dass es den
Speicherpfad für den Benutzerstatus aus der zentralen Datenbank liest, in die das Erfassungsskript Daten
geschrieben hat, und stellen Sie den Benutzerstatus aus dem entsprechenden Speicherort wieder her.
Tabelle 7.7 fasst die Vor- und Nachteile der Verwendung von zentralisierter Automatisierung zum Migrieren des
Benutzerstatus zusammen. Die zentralisierte Automatisierung ist die ideale Lösung für vollständige
Neuinstallationen.
Tabelle 7.7 Vor- und Nachteile der zentralisierten Automatisierung der Benutzerstatusmigration
Vorteile der zentralisierten Automatisierung
Nachteile der zentralisierten Automatisierung
• Kann den Benutzerstatus für eine große Anzahl an
• Erfordert es, dass Skriptdateien erstellt werden.
Computern gleichzeitig migrieren (Begrenzung nur
durch die Netzwerkbandbreite und den Serverspeicher). • Funktioniert nicht gut bei parallelen
Bereitstellungen.
• Liefert replizierbare Ergebnisse und eine
gemeinsame Benutzererfahrung.
• Kann auf Szenarien mit verteilten Standorten oder
Remoteniederlassungen gut skaliert werden.
Benutzergesteuerte Migration
Führen Sie eine benutzergesteuerte Benutzerstatusmigration durch, wenn keine zentrale Verwaltung für eine
Bereitstellung installiert wurde oder wenn Benutzer eine Verbindung zum Netzwerk des Unternehmens von
einem Remotestandort aus herstellen.
Lassen Sie den Benutzer bei einer benutzergesteuerten Migration den Assistenten zum Übertragen von Dateien
und Einstellungen ausführen, um den Benutzerstatus zu erfassen und wiederherzustellen. Der Benutzer kann
dazu dieselben angepassten INF-Dateien verwenden, die Sie zusammen mit USMT bei anderen Migrationsarten
verwenden. Beim Assistenten zum Übertragen von Dateien und Einstellungen kann der Benutzer entscheiden,
welche Anwendungen und Komponenten migriert werden sollen (obwohl die Standardeinstellungen von Ihnen
festgelegt werden), und er kann Dateien und Ordner zu der zu migrierenden Gruppe hinzufügen und/oder daraus
entfernen. Denken Sie daran, diesen Benutzern eine Schulung zur Verwendung des Assistenten und der INFDateien anzubieten.
Tabelle 7.8 fasst die Vor- und Nachteile einer benutzergesteuerten Migration des Benutzerstatus zusammen. Die
benutzergesteuerte Migration ist die empfohlene Methode für nicht verwaltete Umgebungen und
Remotebenutzer.
Tabelle 7.8 Vor- und Nachteile der benutzergesteuerten Benutzerstatusmigration
Vorteile der benutzergesteuerten Migration
• Vordefiniertes Tool, mit dem der Benutzer den
eigenen Migrationsprozess besser steuern kann.
• Kann die erfassten Daten über benutzerdefinierte
INF-Dateien verwenden.
Nachteile der benutzergesteuerten Migration
• Das IT-Personal ist in die eigentliche Migration nicht
einbezogen; es verlässt sich auf die Beurteilung des
Benutzers.
• Kein Standardspeicherort.
• Minimale Kontrolle über die zu migrierenden
Elemente; dies führt zu einem weniger standardisierten
Desktop.
Identifizieren des Migrationsinhalts
Nach der Ermittlung der Migrationsmethode müssen Sie genau identifizieren, welcher Benutzerstatus migriert
werden soll. Der Benutzerstatus besteht aus Benutzerdaten und Benutzereinstellungen. Es sollte überlegt werden,
bei welchen Daten und Einstellungen sich das Migrieren lohnt und welche nicht genügend Vorteile bieten, um
die Migrationskosten zu rechtfertigen. Identifizieren Sie zunächst die zu migrierenden Benutzerdateien und ordner und anschließend die wichtigsten Benutzereinstellungen, wie in Abbildung 7.3 gezeigt wird.
Abbildung 7.3 Prozess zum Identifizieren des Migrationsinhalts
Anmerkung Zum Identifizieren des Migrationsinhalts gehört auch die Erkenntnis, dass ein
temporärer Speicherplatz für alle zu migrierenden Elemente bereitgestellt werden muss.
Achten Sie darauf, dass genügend Platz zur Verfügung steht, um den zusammengestellten
Inhalt während der Migration zu speichern. Informationen zum Einschätzen der erforderlichen
Speicherkapazität finden Sie unter "Ermitteln der Speicheranforderungen" weiter unten in
diesem Kapitel.
Identifizieren der zu migrierenden Benutzerdaten
Berücksichtigen Sie beim Identifizieren der zu migrierenden Daten folgende Fragen:


Speichern die Benutzer ihre Dateien in einem einzigen Ordner oder in Dateien, die über die ganze
Festplatte verteilt sind?
Mit welchen Datendateien arbeiten die Benutzer regelmäßig?
Eine Möglichkeit zum Ermitteln der zu migrierenden Ordner sind vordefinierte Speicherorte. Dabei kann es sich
um die dem System bekannten Speicherorte, z. B. die Ordner Eigene Dateien und Favoriten, oder um vom
Unternehmen angegebene Speicherorte handeln, z. B. \BauplanEntwurf oder C:\Daten.
Eine andere Möglichkeit zum Ermitteln der zu migrierenden Dateien besteht darin, die von den Benutzern
verwendeten Anwendungen zu identifizieren und dann nach Dateien mit den entsprechenden Dateitypen zu
suchen. In Unternehmen werden häufig ein E-Mail-Paket und eine Produktivitätssuite, wie z. B.
Microsoft® Office, eingesetzt. Diese Anwendungen verwenden normalerweise festgelegte
Dateinamenerweiterungen. So verwendet Microsoft® Word in erster Linie die Dateinamenerweiterung "DOC".
Weniger häufig verwendet Word jedoch auch andere Dateitypen, wie Vorlagendateien (DOT) und
Hypertextdateien (HTM).
Erstellen Sie eine Liste der wichtigen Dateitypen auf der Grundlage der in Ihrem Unternehmen verwendeten
Anwendungen. Ein guter Ausgangspunkt zum Identifizieren der zu migrierenden Dateitypen besteht darin, sich
die registrierten Dateitypen auf dem standardisierten Desktopimage anzusehen, das installiert werden soll. Die
registrierten Dateitypen werden in Ordneroptionen aufgeführt.
So zeigen Sie eine Liste der registrierten Dateitypen an
1.
2.
3.
Doppelklicken Sie auf dem Desktop auf das Symbol Arbeitsplatz.
Klicken Sie im Menü Extras auf Ordneroptionen.
Klicken Sie auf die Registerkarte Dateitypen, um die registrierten Dateitypen anzuzeigen.
Wichtig Versuchen Sie nicht, die diesen Dateitypen zugeordneten Anwendungen zu
migrieren. Installieren Sie die Anwendungen stattdessen erneut von einem SoftwareVerteilungspunkt aus, oder beziehen Sie sie in das Standard-Desktopabbild mit ein.
Identifizieren der zu migrierenden Benutzereinstellungen
Berücksichtigen Sie beim Identifizieren der zu migrierenden Benutzereinstellungen folgende Fragen:




Erfolgt die Migration zu einer besser verwalteten Umgebung? Welche Einstellungen können die
Benutzer in dieser neuen Umgebung ändern?
Welche Einstellungen benötigen die Benutzer, um ihre Arbeit zu erledigen?
Welche Einstellungen machen die Arbeitsumgebung für Benutzer angenehm und steigern so ihre
Produktivität?
Welche Einstellungen werden die Anzahl der Helpdesk-Calls nach der Migration verringern?
Identifizieren der wichtigsten Einstellungen für die Benutzerproduktivität
Listen Sie die wichtigen Einstellungen auf, die der Benutzer benötigt, um nach der Migration sofort produktiv zu
arbeiten. Diese Einstellungen können beispielsweise einen E-Mail-Server und ein E-Mail-Konto, RASVerbindungen, Internetverbindungen und Eingabehilfen umfassen. Eine gute Möglichkeit zum Ermitteln der
relevanten Einstellungen ist das für neue Benutzer vorgesehene Systemkonfigurationshandbuch Ihres
Unternehmens.
Die Suche nach anwendungsspezifischen Einstellungen kann zeitaufwendig sein, weil verschiedene
Anwendungen die Einstellungen an verschiedenen Positionen speichern. Beschränken Sie diese Liste daher auf
Einstellungen, die der Benutzer unbedingt benötigt, um seine Produktivität zu erhalten.
Einige Anwendungen, wie z. B. die in der Microsoft Office-Suite, stellen Tools bereit, die die Registrierung
durchsuchen und dann die Einstellungen und ihren Speicherort in einem einfach lesbaren Format anzeigen.
Andere Anwendungen erfordern es, dass Sie die Registrierungseinträge vor und nach einer Installation
miteinander vergleichen, um die Einstellungen nachzuverfolgen.
Die Benutzereinstellungen für eine Anwendung werden in der Registrierung im Unterschlüssel
HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\<Firmenname>\<Anwendungsname> gespeichert. Zum
Vergleichen von vor und nach der Migration erstellten Abbildern der Registrierung, um die aktualisierten
Einträge zu suchen, können Sie das Tool Sysdiff.exe verwenden. Dieses ist vollständig dokumentiert und steht
unter "Resource Kit Tools" auf der Seite "Web Resources" unter
http://www.microsoft.com/windows/reskits/webresources/ (englischsprachig) zum Download bereit.
Vorsicht Bearbeiten Sie die Registrierung nur, wenn es keine andere Alternative gibt. Der
Registrierungs-Editor umgeht Standardsicherungsvorrichtungen, so dass Einstellungen das
System beschädigen können oder Windows sogar erneut installieren werden muss. Wenn Sie
die Registrierung unbedingt bearbeiten müssen, sichern Sie sie zunächst. Lesen Sie dazu die
Registrierungsreferenz auf der Begleit-CD von Microsoft® Windows® Server 2003
Deployment Kit oder unter http://www.microsoft.com/windows/reskits/default.asp
(englischsprachig).
Auswerten der Kosten im Vergleich zu den Vorteilen der Migration von
Einstellungen
Das Erfassen und Wiederherstellen aller benutzerspezifischen Registrierungseinstellungen ist nicht immer
kostengünstig. Wägen Sie bei der Entscheidung über die zu migrierenden Einstellungen die Kosten des
Produktivitätsverlusts während des Zeitraums, in dem die Benutzer ihre Einstellungen erneut erstellen, gegen die
IT-Kosten für deren Migration ab.
So ermitteln Sie die Kosteneffektivität für das Erfassen von Einstellungen
1.
2.
Führen Sie folgende Berechnungen durch:
a. Ermitteln Sie die Anzahl der Benutzer, deren Status migriert werden soll.
b. Multiplizieren Sie diese Zahl mit der durchschnittlichen Zeit, die ein Benutzer zum
Neukonfigurieren der Einstellungen benötigt.
c. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit dem durchschnittlichen Stundenlohn der Benutzer.
Vergleichen Sie diese Kosten mit denjenigen, die mit dem Nachverfolgen, Erfassen und
Wiederherstellen der Einstellungen verbunden sind.
Tabelle 7.9 zeigt die Benutzerkostenberechnungen für ein Unternehmen mit 5.000 Benutzern bei einem
durchschnittlichen Stundenlohn von 20 € auf der Grundlage einer geschätzten Neukonfigurationszeit von
2 Stunden pro Benutzer. Die Gesamtbenutzerkosten für die Nichtmigration der Benutzereinstellungen werden
mit den geschätzten IT-Kosten für die Migration der Einstellungen verglichen. Das Ergebnis wird in der letzten
Spalte angegeben.
Tabelle 7.9 Beispielkostenvergleich zwischen der Migration und der Nichtmigration von
Benutzereinstellungen
Benutzeranzahl
5.000
Benutzerzeit für
Neukonfiguration
2 Stunden
Durchschnittlicher Gesamtbenutzerkosten
Stundenlohn
20,00 €
200.000,00 €
Verglichen mit
geschätzten ITKosten
50.000 €
Schlechter messbar, doch ebenso wichtig ist die Zeit, die die IT-Fachleute und Helpdeskmitarbeiter dadurch
verlieren, dass sie den Benutzern beim Neukonfigurieren ihrer Desktops helfen, wenn deren persönliche
Einstellungen nicht migriert werden.
Das Nichtmigrieren von Einstellungen kann zu Produktivitätsverlust und schlechterer Arbeitsmoral führen.
Anhand der vertrauten Desktopeinstellungen können Benutzer das neue System leichter kennenlernen, so dass
weniger Helpdeskanrufe erforderlich sind. Obwohl der Wert des Migrierens bestimmter persönlicher
Einstellungen möglicherweise nicht sofort ersichtlich ist, lohnt es sich dennoch, die Einstellungen zu erfassen,
die neue Computer den Benutzern vertraut und angenehm machen – z. B. Desktopeinstellungen,
Anzeigeeinstellungen und Ordneroptionen. Wenn solche Einstellungen nicht migriert werden, sinkt die
Produktivität während des Zeitraums, in dem die Benutzer die Anpassung an die von ihnen bevorzugte
Arbeitsweise durchführen.
Bei einigen Einstellungen muss unter Umständen eine bestimmte Datei verschoben werden. Wenn der Benutzer
beispielsweise ein Foto seiner Tochter oder seines Sohns für den Desktophintergrund verwendet, verschieben Sie
entweder die Bilddatei während der Migration, oder informieren Sie den Benutzer, dass das Bild nach der
Migration ersetzt werden muss.
Vorbereitungen für die Migration
Überprüfen Sie nach dem Auswählen einer Erfassungsmethode und dem Identifizieren der zu migrierenden
Inhalte die mit einer erfolgreichen Migration verbundenen technischen Details, und entwerfen Sie einen
detaillierten Migrationsplan, der die einzelnen Probleme berücksichtigt. Abbildung 7.4 zeigt die mit der Planung
der Benutzerstatusmigration verbundenen Tasks.
Abbildung 7.4 Prozess zur Vorbereitung der Migration
Lösen von Speicher- und Datenproblemen
Da der Prozess der Benutzerstatusmigration aus dem Verschieben von Daten besteht, ist der erste Schritt bei
deren Vorbereitung das Identifizieren und Lösen von Speicher- und Datenproblemen, die eine Verschiebung mit
sich bringt. Sie müssen eine entsprechende Größe des Zwischenspeicherplatzes für die zu verschiebenden Daten
einplanen. Dabei müssen Sie überprüfen, ob Ihre Auswahl der zum Migrieren vorgesehenen Benutzerdaten und einstellungen sowohl vollständig als auch kostengünstig ist. Außerdem sollten Sie planen, wie eventuell während
der Migration auftretende Dateinamenskonflikte oder andere Probleme bei der Neuzuordnung von Dateien zu
lösen sind.
Ermitteln der Speicheranforderungen
Ermitteln Sie, wie viel Festplattenspeicherplatz zum Zwischenspeichern des Benutzerstatus erforderlich ist.
Verwenden Sie als Grundlage Ihrer Berechnungen das Volumen von E-Mail-Nachrichten, persönlichen
Dokumenten und Systemeinstellungen für jeden Benutzer. Das beste Verfahren zum Veranschlagen dieser Größe
besteht darin, ein paar durchschnittliche Desktops zu untersuchen, um den durchschnittlichen Speicherbedarf in
Ihrer Umgebung zu schätzen.
Wichtig Berücksichtigen Sie einen Mindestpuffer von 20 % zusätzlichem Platz für das
Zwischenspeichern. Legen Sie den Zwischenspeicherort zur Verbesserung der Leistung auf
Hochgeschwindigkeitslaufwerken fest. Stellen Sie sicher, dass die Zwischenspeicherung des
Benutzerstatus der einzige vom Speicher ausgeführte Task ist und dass dafür eine optimierte
(Hochleistungs-)Netzwerkverbindung besteht.
E-Mail
Wenn Benutzer mit großen Mengen von E-Mail-Nachrichten arbeiten oder E-Mail-Nachrichten auf ihren lokalen
Computern statt auf einem Mailserver speichern, können diese genauso viel Festplattenspeicherplatz wie alle
anderen Benutzerdateien zusammen belegen. (Dieser Faktor ist irrelevant, wenn die E-Mail-Nachrichten nur auf
einem Server gespeichert werden.) Stellen Sie vor dem Migrieren von Benutzerdaten sicher, dass Benutzer, die
E-Mail-Nachrichten lokal speichern, eine Synchronisation mit ihrem Mailserver durchführen.
Benutzerdokumente
Die in einem Unternehmen verwendeten Dokumenttypen können bei den Speicheranforderungen sehr viel
ausmachen. So benötigt beispielsweise ein Architekturbüro, das in erster Linie CAD-Dateien (Computer-Aided
Design) verwendet, viel mehr Speicherplatz als eine Anwaltskanzlei, die sich hauptsächlich mit
Textverarbeitungsdokumenten befasst. Wenn die Benutzer bereits viele Dokumente auf Dateiservern mithilfe
von Mechanismen wie der Ordnerumleitung speichern und nach der Migration Zugriff auf diese Speicherorte
haben werden, müssen Sie diese Dokumente nicht migrieren.
Benutzersystemeinstellungen
In der Regel reichen 5 MB zum Speichern der Registrierungseinstellungen eines Benutzers aus. Diese
Anforderung kann aufgrund der Anzahl der Anwendungen, die während der Lebensdauer des Computers
installiert wurden, Schwankungen unterliegen. Allerdings überschreitet die Speichergröße für die Registrierung
nur selten 5 MB.
Überprüfen der getroffenen Auswahl für Datenerfassung und wiederherstellung
Wenn Sie das User State Migration Tool (USMT, Benutzerstatus-Migrationstool) verwenden, werden Sie in den
meisten Fällen die in das Tool integrierten INF-Dateien anpassen, um die zu migrierenden Betriebssystem- und
Anwendungseinstellungen zu begrenzen und um zusätzliche Dateitypen und Ordner mit einzubeziehen.
Bei der Anpassung der INF-Dateien ist es wichtig, eine Sicherungskopie der Originaldateien aufzubewahren und
die vorgenommenen Anpassungen gründlich zu testen. Zur Erzielung der besten Ergebnisse gestalten Sie die
Regeln in der INF-Datei so einfach wie möglich.
Informationen zu den von USMT migrierten Standarddateien und -einstellungen finden Sie unter "Tools für die
Benutzerstatusmigration" weiter oben in diesem Kapitel.
Ein Word-Dokument mit detaillierten Anweisungen und Codebeispielen als Hilfe bei der Anpassung der von
USMT verwendeten INF-Dateien finden Sie unter "USMT Customization" (USMT INF Commands.doc) auf der
Begleit-CD von Microsoft® Windows® Server 2003 Deployment Kit oder im Web auf der Seite "USMT
Customization" unter http://www.microsoft.com/windows/reskits/default.asp (englischsprachig).
Lösen von Problemen bei der Neuzuordnung von Dateien
Das Neuzuordnen von Dateien kann den Zugriff auf migrierte Daten und Einstellungen beeinträchtigen. Darüber
hinaus kann die erweiterte Sicherheit von Windows XP bedeuten, dass Registrierungseinstellungen, die unter
dem Betriebssystem Microsoft® Windows® 95 oder Microsoft® Windows® 98 zugänglich waren, nun nicht
mehr zugänglich sind.
Wenn Sie die Festplattenkonfiguration des Computers während der Migration ändern, können Sie Dateien
möglicherweise nicht auf demselben Laufwerk oder in derselben Verzeichnisstruktur wiederherstellen, von dem
bzw. in der sie erfasst wurden. Werden z. B. zwei kleine Laufwerke durch ein großes Laufwerk ersetzt, so steht
das zweite Laufwerk zum Empfangen der erfassten Benutzerdaten nicht mehr zur Verfügung. In diesem Fall
müssen Sie die Dateien neu zuordnen.
Eine neu zugeordnete Datei könnte in einen Ordner geschrieben werden, der bereits eine Datei mit demselben
Namen enthält. Dies führt zu einem Namenskonflikt. USMT behebt dieses Problem, indem es "(1)" an den
Originaldateinamen anhängt und diese Zahl für jede neue gleichnamige Datei inkrementiert. Wenn
beispielsweise zwei Dateien mit dem Namen Beispiel.doc in ein Verzeichnis geschrieben werden, das bereits
eine Datei namens Beispiel.doc enthält, werden die Dateien mit Beispiel(1).doc und Beispiel(2).doc benannt.
Ein Verfahren zur Vermeidung von Dateinamenskonflikten beim Verschieben von Dateien besteht darin, so
viele Originalpfadangaben wie möglich für den neuen Speicherort zu duplizieren. Wenn beispielsweise der
vollständige Pfad und Dateiname der Originaldatei D:\BauplanEntwurf\beispiel.doc und das neue
Stammverzeichnis C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Eigene Dateien lautet, erstellen Sie den
neuen Pfad und Dateinamen C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Eigene
Dateien\BauplanEntwurf\beispiel.doc.
Identifizieren von Sicherheitsproblemen
Die Beibehaltung der Sicherheit während und nach der Benutzerstatusmigration ist ein wichtiges Thema.
Berücksichtigen Sie insbesondere Folgendes:



Zugriffssteuerungslisten (Access Control Lists oder ACLs) werden nicht migriert. Deshalb müssen diese
Listen wiederhergestellt oder erneut erstellt werden.
EFS-Informationen (Encrypting File System oder Verschlüsselndes Dateisystem) werden nicht migriert,
und die während der Migration erfolgende Verschlüsselung wirkt sich darauf aus, wer die Dateien an
ihren neuen Zielen lesen kann.
In einigen Unternehmen wird es als wichtig erachtet, den Zugriff auf den Benutzerstatus während einer
Migration zu beschränken.
Wiederherstellen von verloren gegangenen Zugriffssteuerungslisten
Angenommen, Zugriffssteuerungslisten (ACLs) werden während der Benutzerstatusmigration nicht migriert.
Mehrere Faktoren wirken sich auf die Migration von ACLs aus:



USMT und der Assistent zum Übertragen von Dateien und Einstellungen migrieren keine ACLs –
stattdessen werden jedem auf dem Zielcomputer erstellten Ordner Standard-ACLs zugewiesen.
Falls Benutzer während einer Migration Domänen wechseln, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit,
dass die Original-ACLs nur dann funktionieren werden, wenn Sie ein Tool, wie z. B. SIDHistory, als
Bestandteil des Benutzermigrationsprozesses verwenden. Eine vollständige Erläuterung dieses Aspekts
finden Sie unter
http://www.microsoft.com/WINDOWS2000/techinfo/reskit/samplechapters/dgbf/dgbf_upg_hpyr.asp
(englischsprachig).
Beim Migrieren einer Windows NT-Arbeitsstation, die ein NTFS-Laufwerk (NT File System) einsetzt,
können Dateien individuelle ACLs besitzen, die häufig nicht zusammen mit ihnen migriert werden.
Stattdessen erben die Dateien die Standard-ACLs des Ordners, in den sie kopiert werden.
Verwalten der Datenverschlüsselung während der Migration
EFS-Zertifikatsdaten (Encrypting File System) werden nicht mit USMT oder dem Assistenten zum Übertragen
von Dateien und Einstellungen migriert.


Der Assistent zum Übertragen von Dateien und Einstellungen entschlüsselt verschlüsselte Dateien
während der Migration und schreibt sie als entschlüsselt (es sei denn, er schreibt sie in einen
verschlüsselten Ordner).
USMT entschlüsselt verschlüsselte Dateien während der Migration. Wenn jedoch der temporäre
Speicher verschlüsselt ist, wird die Datei unter den Anmeldeinformationen des Benutzers verschlüsselt
(da Scanstate.exe im Kontext des Benutzers ausgeführt wird). Wenn der Ordner, in den eine Datei
geschrieben wird, verschlüsselt ist, wird die wiederhergestellte Datei möglicherweise ebenfalls
verschlüsselt. Weil die Datei unter den Anmeldeinformationen des Administrators in den Ordner
geschrieben wird, kann sie nur vom Administrator und nicht vom Benutzer gelesen werden.
Gehen Sie generell davon aus, dass Dateien während einer Benutzerstatusmigration nicht durch Verschlüsselung
geschützt sind. Weil EFS-Zertifikate nicht migriert werden, kann der Benutzer eine während der Migration
verschlüsselte Datei nur dann lesen, wenn das EFS-Zertifikat aus dem Netzwerk wiederhergestellt wurde.
Informationen zur Ausführung dieser Operationsart finden Sie unter "Encrypting File System" in der
Windows® XP Professional Resource Kit Documentation (oder im Web auf der Seite "Encrypting File System"
unter der Adresse http://www.microsoft.com/windows/reskits/default.asp (englischsprachig).
Sichern des Benutzerstatus während der Migration
In einigen Unternehmen besteht ein mögliches Problem darin, sicherzustellen, dass die Sicherheit des
Benutzerstatus von dem IT-Techniker, der die Migration durchführt, nicht gefährdet wird. Im Allgemeinen
sollten IT-Techniker natürlich vertrauenswürdige Personen sein.
Wenn der Zugriff des IT-Technikers auf den Benutzerstatus ein Sicherheitsproblem für Sie darstellt, führen Sie
folgende Schritte aus:



Lassen Sie den Benutzer die Migration mithilfe von USMT oder einer skriptbasierten manuellen
Methode selbst durchführen. Bei der skriptbasierten manuellen Methode muss der Benutzer den
Benutzerstatus wiederherstellen können, indem er sich als Administrator anmeldet.
Sorgen Sie beim Sichern des Status im temporären Speicher dafür, dass – bei zulässigem vollständigem
Benutzerzugriff auf den Stammordner – die einzelnen Benutzerordner nur dem IT-Techniker und dem
jeweiligen Benutzer den Zugriff erlauben.
Schützen Sie die Daten bei der Übermittlung im Netzwerk mithilfe von IPSec oder anderen Protokollen
für die Netzwerksicherheit.
Übersetzen und Neuzuordnen von Registrierungseinträgen
Weil der Name oder die Position einiger Registrierungseinträge für das Betriebssystem in späteren WindowsVersionen geändert wurde, müssen viele Registrierungswerte während der Migration übersetzt und andere Werte
innerhalb der Registrierung neu zugeordnet werden. Dies gilt auch bei verschiedenen Versionen einiger
Anwendungen.
So verursacht beispielsweise das Kopieren des Unterschlüssels HKEY_CURRENT_USER\Control
Panel\Desktop\WindowsMetric während der Migration Probleme, weil Einträge wie IconFont nicht korrekt
übersetzt werden.
USMT führt automatisch die Übersetzung und Neuzuordnung der Betriebssystemeinstellungen für den
migrierten Status durch. Um Probleme bei benutzerdefinierten Einstellungen zu vermeiden, migrieren Sie
entweder keine Einträge, die für eine bestimmte Version einer Anwendung eindeutig sind und Probleme
verursachen, oder passen Sie den Eintrag mithilfe der USMT-Funktionen zum Umbenennen und Neuzuordnen
an. Sie können USMT nicht zum Übersetzen von Registrierungsschlüsselwerten verwenden; die beste Lösung
für diesen Änderungstyp ist das Schreiben von benutzerdefiniertem Code.
Sie können Tools wie Sysdiff.exe im Microsoft® Windows® XP Professional Resource Kit verwenden, um
Abbilder der Registrierung vor und nach der Migration miteinander zu vergleichen. Dieses Tool hilft beim
Suchen von Registrierungsänderungen zwischen verschiedenen Versionen einer Anwendung oder zwischen
derselben Version der Anwendung, die unter verschiedenen Windows-Versionen ausgeführt wird.
Einschränkungen bei der Windows XP-Registrierung
Unter Windows XP hat ein Benutzer ohne Administratorberechtigungen (je nach den
Standardsicherheitseinstellungen) Schreibzugriff auf nur drei Pfade: die Teilstruktur
HKEY_CURRENT_USER der Registrierung, das Benutzerprofil und einen Pfad für gemeinsame
Dokumente. Benutzer können Einstellungen außerhalb dieser Pfade ohne Administratorberechtigungen nicht
ändern.
Wenn eine Anwendung Einstellungen außerhalb von HKEY_CURRENT_USER schreibt, können die Benutzer
die Anwendung nach der Migration nicht mehr ausführen. Sie sollten sich mit diesen Anwendungen fallweise
beschäftigen. Manchmal ist es akzeptabel, dass die Zugriffsrechte für einen Teil der Registrierung geändert
werden; in anderen Fällen kann dadurch ein nicht akzeptabler Zugriff auf die Registrierung gewährt werden. Die
optimale Lösung besteht in der Zusammenarbeit mit dem Softwareanbieter oder dem internen Entwickler, um
die Migrationsanforderungen bei der Einführung einer überarbeiteten Anwendungsversion zu ermitteln.
Planen einer gleichzeitigen Domänenmigration
Die Domänenmigration bringt zusätzliche Probleme für die Benutzerstatusmigration mit sich. Mit den in USMT
verfügbaren Befehlszeilenoptionen können der Domänenname und der Benutzername während einer Migration
auf einfache Weise geändert werden. Diese Optionen lösen jedoch keine Probleme im Zusammenhang mit
Sicherheits-IDs (Security Identifiers oder SIDs) während der Domänenmigration.
Das Active Directory Migration Tool (ADMT oder Active Directory-Migrationsprogramm) löst Probleme, die
USMT nicht beheben kann. Mithilfe dieses Tools können Sie eventuelle Probleme diagnostizieren, bevor die
Migrationsvorgänge gestartet werden.
ADMT bietet folgende Funktionen:



Mithilfe von taskbasierten Assistenten können Sie Benutzer, Gruppen und Computer migrieren, die
korrekten Dateiberechtigungen festlegen sowie die Postfächer für Microsoft® Exchange Server
migrieren.
Mit der Berichtsfunktion des Tools können Sie die Auswirkung der Migration sowohl vor als auch nach
den Verschiebevorgängen beurteilen.
Darüber hinaus bietet das Tool Unterstützung für parallele Domänen, so dass Sie die vorhandenen
Domänen unter dem Betriebssystem Microsoft® Windows NT®, Version 4.0, beibehalten können,
während Sie eines der Betriebssysteme Microsoft® Windows® 2000, Microsoft®
Windows® Server 2003, Standard Edition, Windows® Server 2003, Enterprise Edition, oder
Windows® Server 2003, Datacenter Edition, bereitstellen.
Informationen zu Problemen im Zusammenhang mit der Migration von Domänenbenutzerobjekten sowie zur
Auswirkung der Domänenmigration auf die Migration des Benutzerstatus finden Sie unter "ADMT Cookbook"
auf der Seite "Web Resources" unter http://www.microsoft.com/windows/reskits/webresources/
(englischsprachig).
Planung der Migration
Berücksichtigen Sie die Auswirkungen der Migration auf die Netzwerkbandbreite. Der Benutzerstatus
durchquert das Netzwerk, während er an einen temporären Speicherort auf einem Netzwerkserver verschoben
wird.
Um die Auswirkungen zu minimieren, befolgen Sie die nachstehenden allgemeinen Richtlinien:



Minimieren Sie die Auswirkungen auf das Netzwerk, während es von anderen Personen benutzt werden
muss, indem Sie Migrationen für Zeiträume außerhalb der Bürostunden planen.
Der Versuch, zu viele Benutzer gleichzeitig zu verschieben, kann zu Netzwerkkonflikten führen.
Ermitteln Sie die optimale Anzahl an Benutzern, die gleichzeitig verschoben werden sollen.
Minimieren Sie die Nutzung der Netzwerkkapazität, indem Sie die Speicherserver in der Nähe der
Clients (z. B. in demselben Teilnetz) platzieren.
Bedenken Sie die einfache Auswirkung einer Migration auf den normalen Geschäftsablauf. Arbeiten Sie mit den
zu migrierenden Teams zusammen, um sicherzustellen, dass wichtige Projekte durch die Migration nicht
gefährdet werden. Ermitteln Sie, ob Teams als eine Gruppe migriert werden müssen.
Schulung der Benutzer
Zum Minimieren von Produktivitätsverlusten und Supportkosten sollten Sie vor der Migration sicherstellen, dass
die Erwartungen der Benutzer die Ergebnisse aus den Pilottests nicht überschreiten.
Stellen Sie einen Zeitplan bereit, der angibt, wann der Computer des jeweiligen Benutzers migriert wird, und der
klare Richtlinien enthält, die genau mitteilen, was der Benutzer zum Vorbereiten der Migration ausführen muss.
Ihr Migrationsplan muss die Sicherung der Benutzerdateien, die Überprüfung, ob Anwendungen (wie z. B. EMail), die Synchronisationsmechanismen verwenden, ebenfalls gesichert werden, sowie Vorbereitungen für
Änderungen am Desktop umfassen.
Vorbereiten von Dateien und Ordnern für die Migration
Der Zeitraum vor der Migration eignet sich gut für Benutzer, ihre Dateien in einen stabilen Zustand zu bringen.
Wenn beispielsweise Software für die Versionsüberprüfung verwendet wird, stellen Sie sicher, dass alle
Benutzer alle ausgecheckten Dateien wieder einchecken. Wenn Benutzer alle zurzeit bearbeiteten Dokumente in
einem bestimmten Netzwerkordner speichern sollen, stellen Sie sicher, dass sie darin sämtliche relevanten
Dateien speichern.
Wenn die Benutzerstatuserfassung Daten nur innerhalb eines bekannten Ordners (z. B. Eigene Dateien) abruft,
veranlassen Sie, dass die Benutzer alle wichtigen Dokumente in diesen Ordner verschieben. Wenn es sich bei
dem Ordner, der alle diese Dateien enthält, um eine Netzwerkfreigabe handelt, ist keine Migration der Dateien
erforderlich, solange das neue, migrierte System auf diese Freigabe zugreifen kann.
Vorbereiten von E-Mail und anderen Anwendungen, die synchronisiert werden müssen
Es wird empfohlen, dass die Benutzer alle ausstehenden E-Mail-Nachrichten vor der Migration senden.
Zusammen mit E-Mail müssen Aktenkoffer, Microsoft® Outlook®, Microsoft® Notes und jede andere
Anwendung oder jedes Feature, die/das Synchronisation verwendet, vor der Migration synchronisiert werden.
Vorbereiten von Benutzern auf Änderungen am Desktop
Je besser die neue Umgebung der Benutzer mit ihrer vorherigen Umgebung übereinstimmt, desto weniger
Support werden sie benötigen und desto schneller können sie wieder produktiv werden. Wenn die Migration mit
Änderungen am Desktop verbunden ist, bereiten Sie die Benutzer auf diese Änderungen vor.
Falls keine spezifischen Einstellungen migriert werden sollen, teilen Sie den Benutzern im Voraus mit, welche
Einstellungen sie erneut eingeben und welche Dateien sie in diesem Zusammenhang möglicherweise migrieren
müssen (z. B. ein persönliches Foto, das auf dem Desktop des Benutzers als Hintergrund verwendet wird). Legen
Sie die Erwartungen frühzeitig und verständlich fest, um die eventuelle Unzufriedenheit der Benutzer sowie
Helpdesk-Calls zu verringern.
Wenn Sie den Benutzerstatus auf den neuen Luna-Desktop von Windows XP migrieren, weisen Sie die Benutzer
auf die zu erwartende Änderung hin. Bei Verwendung von USMT können Sie wahlweise den "klassischen
Desktop" migrieren, wenn Sie diese Änderung so lange aufschieben müssen, bis die Benutzer im Umgang mit
dem neuen Luna-Desktop geschult worden sind.
Testen des Migrationsprozesses
Bevor Sie die Migration bei einer großen Anzahl an Computern durchführen, testen Sie den Prozess zunächst in
einem kontrollierten Laborumfeld, und führen Sie im Anschluss daran einen Pilottest durch. Abbildung 7.5 zeigt
die erforderlichen Tasks im Testvorgang.
Abbildung 7.5 Schritte beim Testen des Migrationsprozesses
Selbst mit gründlichem Testen vor der Migration können Sie den Prozess oft noch dadurch verbessern, dass Sie
im Laufe der Migration erforderliche Anpassungen vornehmen. Die Migration lässt sich am besten durchführen,
indem Gruppen von Benutzern in mehreren Phasen verschoben werden. Migrieren Sie nur eine Gruppe oder ein
Team, und überzeugen Sie sich von der erfolgreichen Migration, bevor Sie mit der nächsten Gruppe beginnen.
Damit erhalten Sie die Möglichkeit, Ihren Plan bezüglich der weiteren Gruppen nach Bedarf zu ändern.
Durchführen von Labortests
Passen Sie Ihre Testumgebung im Labortest weitgehend an Ihr tatsächliches Netzwerk an:



Verwenden Sie in der Testumgebung denselben Servertyp wie in der realen Umgebung. Wenn Sie
Benutzer aus einer vorherigen Domäne in eine neue Domäne migrieren werden, beziehen Sie sowohl
den vorherigen als auch den neuen Servertyp in die Testumgebung mit ein.
Führen Sie eine Testmigration von mindestens einem Computer unter dem jeweiligen Betriebssystem
durch, unter dem Sie migrieren werden. Wenn Sie beispielsweise einige Computer unter dem
Betriebssystem Windows 98, einige unter Microsoft® Windows NT® Workstation, Version 4.0, und
einige unter Microsoft® Windows® 2000 Professional migrieren werden, testen Sie mindestens einen
Computer unter dem jeweiligen Betriebssystem.
Erstellen Sie Sicherungskopien der Daten, die auf den zum Migrieren des Benutzerstatus vorgesehenen
Computern gespeichert sind, damit Sie alle auftretenden Probleme auf einfache Weise reproduzieren
können. Wenn Sie ein benutzerdefiniertes Skript zum Lösen eines Problems anpassen, lässt es sich nur
unter Schwierigkeiten ermitteln, ob das Problem durch die Änderung tatsächlich gelöst wurde, wenn Sie
es nicht reproduzieren können.
Durchführen eines Pilottests
Führen Sie nach dem gründlichen Testen der Prozesse zur Erfassung des Benutzerstatus, Bereitstellung des
Betriebssystems und Wiederherstellung des Benutzerstatus einen Pilottest an einer kleinen Gruppe von
Benutzern in einer Produktionsumgebung durch.
Konzentrieren Sie sich im Pilottest auf folgende Bereiche:



Vergewissern Sie sich, dass alle Daten und Einstellungen erwartungsgemäß migriert werden.
Notieren Sie sich die Speicherplatzanforderungen für die Pilotdaten, und passen Sie Ihre
Anfangsberechnungen entsprechend an.
Beheben Sie unerwartet auftretende Probleme, bevor Sie den Test fortsetzen.
Erstellen Sie genauso wie während der Labortests Sicherungskopien Ihrer Quellcomputer, damit Sie alle
auftretenden Probleme auf einfache Weise für Testzwecke reproduzieren können.
Erst wenn Sie mit dem Erfolg Ihres Pilottests uneingeschränkt zufrieden sind, sollten Sie mit einer vollständigen
Migration beginnen.
Weitere Ressourcen
Die nachstehend aufgeführten Ressourcen enthalten zusätzliche Informationen im Zusammenhang mit der
Benutzerstatusmigration für Windows XP.
Verwandte Informationen in den Resource Kits

Informationen zur Verwendung von Remote Installation Services (RIS) finden Sie unter "Designing
RIS Installations" im Abschnitt Automating and Customizing Installations dieses Kits
(englischsprachig).
Verwandte Informationen außerhalb der Resource Kits


Informationen zur Skripterstellung für Windows finden Sie im Microsoft® Windows® Server 2003
System Administration Scripting Guide im Web unter
http://www.microsoft.com/windows/reskits/default.asp (englischsprachig).
Englischsprachiger Artikel Q321197, "Description of the User State Migration Tool for Windows XP
Professional", in der Microsoft Knowledge Base enthält Anweisungen zur Verwendung von USMT
sowie des Assistenten zum Übertragen von Dateien und Einstellungen.
Verwandte Tools

User State Migration Tool (USMT oder Benutzerstatus-Migrationstool)
Dieses Befehlszeilentool erfasst die Dokumente und Einstellungen eines Benutzers vor einer Migration
des Betriebssystems von einer früheren Windows-Version zu Windows XP und stellt sie nach der
Installation wieder her. Um weitere Informationen zu USMT zu erhalten, klicken Sie im Hilfe- und
Supportcenter auf Tools und dann auf Resource Kit Tools Help (englischsprachig).

Assistent zum Übertragen von Dateien und Einstellungen
Mithilfe des Assistenten zum Übertragen von Dateien und Einstellungen können Benutzer persönliche
Anzeigeeigenschaften, Ordner- und Taskleistenoptionen, Internetbrowser- und Maileinstellungen sowie
spezifische Dateien oder ganze Ordner, wie z. B. Eigene Dateien, Eigene Bilder und Favoriten, ohne
manuelle Konfiguration selbst migrieren. Weitere Informationen zum Assistenten zum Übertragen von
Dateien und Einstellungen finden Sie im Hilfe- und Supportcenter von Windows XP.

Sysdiff.exe
Sysdiff.exe ist ein automatisiertes Installationstool, mit dessen Hilfe Sie Anwendungen im Rahmen
einer automatisierten Installation vorinstallieren können. Dazu gehören auch Anwendungen, die die
skriptbasierte Installation nicht unterstützen. Weitere Informationen zu Sysdiff.exe finden Sie unter
"SMS Product Description" auf der Seite "Web Resources" unter
http://www.microsoft.com/windows/reskits/webresources/ (englischsprachig).

Windows 2000 Active Directory Migration Tool (ADMT oder Active Directory-Migrationsprogramm)
Das Active Directory-Migrationsprogramm wird für die Migration zum Windows 2000 Active
Directory-Dienst verwendet. Es stellt einen taskbasierten Assistenten zum Migrieren von Benutzern,
Gruppen und Computern, zum Festlegen der ordnungsgemäßen Dateiberechtigungen sowie zum
Migrieren der Microsoft Exchange Server-Postfächer bereit. Weitere Informationen zu ADMT finden
Sie unter http://www.microsoft.com/germany/ms/windows2000/migration/admt.htm bzw.
http://www.microsoft.com/windows2000/downloads/tools/admt/default.asp (englischsprachig).
Verwandte Aufgabenhilfen

"USMT Customization" (USMT INF Commands.doc)
Beta-Disclaimer
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wesentlichen Änderungen unterzogen werden kann, und stellt vertrauliche Informationen im Besitz der
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