3. Installation der Software STEP 7 Professional V11 (TIA

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für die durchgängige Automatisierungslösung
Totally Integrated Automation (TIA)
Siemens Automation Cooperates with Education
TIA Portal Modul 010-010
Startup Programmierung mit SIMATIC S7-1200
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Passende SCE Trainer Pakete zu diesen Lehrunterlagen
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SIMATIC S7-1200 AC/DC/RELAIS 6er "TIA Portal"
Bestellnr: 6ES7214-1BE30-4AB3
SIMATIC S7-1200 DC/DC/DC 6er "TIA Portal"
Bestellnr: 6ES7214-1AE30-4AB3
SIMATIC S7-SW for Training STEP 7 BASIC V11 Upgrade (for S7-1200) 6er "TIA Portal"
Bestellnr. 6ES7822-0AA01-4YE0
Bitte beachten Sie, dass diese Trainer Pakete ggf. durch Nachfolge-Pakete ersetzt werden.
Eine Übersicht über die aktuell verfügbaren SCE Pakete finden Sie unter: siemens.de/sce/tp
Fortbildungen
Für regionale Siemens SCE Fortbildungen kontaktieren Sie ihren regionalen SCE Kontaktpartner
siemens.de/sce/contact
Weitere Informationen rund um SCE
siemens.de/sce
Verwendungshinweis
Die SCE Lehrunterlage für die durchgängige Automatisierungslösung Totally Integrated Automation (T I A)
wurde für das Programm „Siemens Automation Cooperates with Education (SCE)“ speziell zu
Ausbildungszwecken für öffentliche Bildungs- und F&E-Einrichtungen erstellt. Die Siemens AG übernimmt
bezüglich des Inhalts keine Gewähr.
Diese Unterlage darf nur für die Erstausbildung an Siemens Produkten/Systemen verwendet werden. D.h. sie
kann ganz oder teilweise kopiert und an die Auszubildenden zur Nutzung im Rahmen deren Ausbildung
aushändigt werden. Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage und Mitteilung ihres Inhalts ist innerhalb
öffentlicher Aus- und Weiterbildungsstätten die Zwecke der Ausbildung gestattet.
Ausnahmen bedürfen der schriftlichen Genehmigung durch die Siemens AG Ansprechpartner: Herr Roland
Scheuerer [email protected].
Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadensersatz. Alle Rechte auch der Übersetzung sind vorbehalten,
insbesondere für den Fall der Patentierung oder GM-Eintragung.
Der Einsatz für Industriekunden-Kurse ist explizit nicht erlaubt. Einer kommerziellen Nutzung der Unterlagen
stimmen wir nicht zu.
Wir danken der Fa. Michael Dziallas Engineering und allen Personen für die Unterstützung bei der Erstellung der
Lehrunterlagen.
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SEITE:
1.
2.
2.1
Vorwort ....................................................................................................................................................... 4
Hinweise zur Programmierung der SIMATIC S7-1200 ............................................................................... 6
Automatisierungssystem SIMATIC S7-1200 .............................................................................................. 6
2.2
Programmiersoftware STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11) ............................................................ 6
3.1
Installation der Software STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11) ........................................................ 7
Installation von aktuellen Updates zu STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11 ...................................... 7
3.2
Aktualisierung des Hardwarekataloges in STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11 mit Hardware
3.
Support Packages (HSP) ..................................................................................................................................... 8
4.
5.
5.1
Über TCP/IP mit der CPU verbinden und rücksetzen auf Werkseinstellung ............................................ 14
Was ist eine SPS und wofür werden SPSen verwendet? ........................................................................ 21
Was bedeutet der Begriff SPS?................................................................................................................ 21
5.2
Wie steuert die SPS den Prozess? .......................................................................................................... 21
5.3
Woher bekommt die SPS Informationen über Prozesszustände? ........................................................... 22
5.4
Wo liegt der Unterschied zwischen Öffnern und Schließern? .................................................................. 22
5.5
Wie spricht die SIMATIC S7-1200 einzelne Ein-/Ausgangssignale an?................................................... 23
5.6
Wie wird in der SPS das Programm bearbeitet? ...................................................................................... 24
5.7
Wie sehen logische Verknüpfungen im SPS- Programm aus? ................................................................ 25
5.7.1
UND- Verknüpfung........................................................................................................................... 25
5.7.2
ODER- Verknüpfung ........................................................................................................................ 27
5.7.3
Negation ........................................................................................................................................... 28
5.8 Wie wird das SPS-Programm erstellt? wie kommt es in den Speicher der SPS? ................................... 29
6.
7.
8.
Aufbau und Bedienung der SIMATIC S7-1200 ......................................................................................... 30
Beispielaufgabe Pressensteuerung .......................................................................................................... 34
Programmierung der Presse für die SIMATIC S7-1200 ........................................................................... 35
8.1. Portalansicht ............................................................................................................................................. 35
8.2. Projektansicht ........................................................................................................................................... 36
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1.
Vorwort
Das Modul SCE_DE_010-010 ist inhaltlich der Lehreinheit ‚Grundlagen der SPS- Programmierung’
zugeordnet und stellt einen Schnelleinstieg in die Programmierung der SIMATIC S7 1200 mit dem TIAPortal dar.
Grundlagen SPSProgrammierung
Module 10, Module 20
Anlagensimulation
SIMIT Module 150
Weiterführende Fkt. zur
SPS-Programmierung
Module 30
Weitere
Programmiersprachen
Module 40
Sicherheitstechnik
Module 80
PROFIBUS
Module 60
PROFINET
Module 70
Sensortechnik
Module 110
Prozessvisualisierung
(HMI) Module 90
AS-Interface
Module 50
Antriebstechnik
Module 100
Lernziel:
Der Leser soll in diesem Modul das Programmieren einer Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS)
SIMATIC S7-1200 mit dem Programmierwerkzeug TIA-Portal erlernen. Das Modul vermittelt die
Grundlagen und zeigt in den folgenden Schritten die Vorgehensweise anhand eines ausführlichen
Beispiels.




Installation der Software und Einstellen der Programmierschnittstelle
Erläuterung was eine SPS ist und wie diese arbeitet
Aufbau und Bedienung der SPS SIMATIC S7-1200
Erstellen, Laden und Testen eines Beispielprogramms
Voraussetzungen:
Für die erfolgreiche Bearbeitung dieses Moduls wird folgendes Wissen vorausgesetzt:

Kenntnisse in der Handhabung von Windows
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Benötigte Hardware und Software
1
PC Pentium 4, 1.7 GHz 1 (XP) – 2 (Vista) GB RAM, freier Plattenspeicher ca. 2 GB
Betriebssystem Windows XP Professional SP3 / Windows 7 Professional / Windows 7 Enterprise /
Windows 7 Ultimate / Windows 2003 Server R2 / Windows Server 2008 Premium SP1, Business
SP1, Ultimate SP1
2
Software STEP7 Professional V11 SP1 (Totally Integrated Automation (TIA-) Portal V11)
3
Ethernet- Verbindung zwischen PC und CPU 315F-2 PN/DP
4
SPS SIMATIC S7-1200, z.B. CPU 1214C.
Die Eingänge müssen auf ein Schaltfeld herausgeführt sein.
2 STEP7 Professional
V11 (TIA-Portal)
1 PC
3 Ethernet- Verbindung
4 S7-1200 mit CPU
1214C
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2.
Hinweise zur Programmierung der SIMATIC S7-1200
2.1
Automatisierungssystem SIMATIC S7-1200
Das Automatisierungssystem SIMATIC S7-1200 ist ein modulares Kleinsteuerungssystem für den
unteren und mittleren Leistungsbereich.
Es gibt ein umfassendes Baugruppenspektrum zur optimalen Anpassung an die
Automatisierungsaufgabe
Die S7-Steuerung besteht aus einer Stromversorgung, einer CPU und Ein- bzw. Ausgangsbaugruppen
für digitale und analoge Signale besitzt.
Gegebenenfalls kommen noch Kommunikationsprozessoren und Funktionsmodule für spezielle
Aufgaben wie z.B. Schrittmotoransteuerung zum Einsatz.
Die Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) überwacht und steuert mit dem S7- Programm eine
Maschine oder einen Prozess. Die E/A-Baugruppen werden dabei im S7-Programm über die
Eingangsadressen (%E) abgefragt und Ausgangsadressen (%A) angesprochen.
Programmiert wird das System mit der Software STEP 7.
2.2
Programmiersoftware STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11)
Die Software STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11) ist das Programmierwerkzeug für die
Automatisierungssysteme
-
SIMATIC S7-1200
-
SIMATIC S7-300
-
SIMATIC S7-400
-
SIMATIC WinAC
Mit STEP 7 Professional V11 können die folgenden Funktionen für die Automatisierung einer Anlage
genutzt werden:
-
Konfigurierung und Parametrierung der Hardware
-
Festlegung der Kommunikation
-
Programmierung
-
Test, Inbetriebnahme und Service mit den Betriebs-/Diagnosefunktionen
-
Dokumentation
-
Erstellung von Visualisierungen für die SIMATIC Basic Panels mit dem integrierten WinCC Basic.
-
Mit weiteren WinCC –Paketen können auch Visualisierungslösungen für PCs und andere Panels
erstellt werden
Alle Funktionen werden durch eine ausführliche Online Hilfe unterstützt.
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3.
Installation der Software STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11)
STEP 7 Professional wird auf DVD ausgeliefert.
Um nun STEP 7 Professional zu installieren, gehen Sie bitte folgendermaßen vor:
1.
Legen Sie die DVD von STEP 7 Professional in das DVD- Laufwerk ein.
2.
Das Setup-Programm wird nun automatisch gestartet. Falls nicht, starten Sie es, indem Sie auf die
Datei ‚ START.exe’ doppelklicken.
3.
Das Setup-Programm führt Sie durch die gesamte Installation von STEP 7 Professional
4.
Für die Nutzung von STEP 7 Professional ist auf Ihrem Rechner ein License Key erforderlich.
Diesen License Key können Sie im Verlauf der Installation von einem mitgelieferten USB- Stick auf ihren
Rechner übertragen. Im Nachhinein ist es mit der Software ‚ Automation License Manager’ mögliche
diesen License Key wieder auf andere Datenträger zu verschieben. Dieser License Key kann sich auch
auf einem anderen Rechner befinden und über ein Netzwerk abgefragt werden.
3.1
Installation von aktuellen Updates zu STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11
Da es häufiger zu Aktualisierungen in STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11) kommt um neue
Produkte optimal einzubinden, werden entsprechende Updates im Internet zur Verfügung gestellt.
Die entsprechende Webpage ist:
http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/59604410
Dort kann man sich die Updates herunterladen um diese auf dem PC oder Laptop zu speichern.
Danach können diese folgendermaßen installiert werden:
1.
Zuerst wird von den gespeicherten Dateien die ‚Anwendung’ per Doppelklick gestartet. Hier das
Update 4 zur Version 11 Service Pack 2 ‚SIMATIC_TIAP_V11_0_SP2_UPD4‘. ( 
SIMATIC_TIAP_V11_0_SP2_UPD4)
Hinweis:
Es sollten unbedingt vorher die Softwarevoraussetzungen überprüft werden. In diesem Fall wird ein
bereits installiertes Softwarepaket STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11) SP2 vorausgesetzt.
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2.
Im zweiten Schritt wird die Setupsprache gewählt. (  Setupsprache: Deutsch  Weiter)
3.
Im dritten Schritt kann der „Temp“- Ordner zum entpacken des Pakets gewählt werden. (  Weiter)
4.
Im vierten Schritt können weitere Produktinformationen eingesehen werden . ( 
Produktinformationen lesen  Weiter)
5.
Im fünften Schritt müssen die Lizenzvereinbarungen akzeptiert werden und die Securityhinweise
bestätigt werden. ( 
3.2

 Weiter)
6.
Im sechsten Schritt werden die Sicherheitshinweise akzeptiert. ( 
 Weiter)
7.
Im siebten Schritt wird die Installation gestartet. (  Installieren)
8.
Zum Anschluss der Installation des Updates muss der Computer neu gestartet werden. (  Neu
starten )
Aktualisierung des Hardwarekataloges in STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal
V11 mit Hardware Support Packages (HSP)
Um neue Baugruppen im Hardwarekatalog von STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11) einzubinden
werden im Internet Hardware Support Packages (HSP) angeboten.
Die entsprechende Webpage ist:
http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/54164095
Eine Beschreibung zur Installation der Hardware Support Packages (HSP) finden Sie unter:
http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/54163659
Hier wird nun gezeigt wie eine neue Baugruppen in STEP 7 Professional V11 (TIA-Portal V11) installiert
werden kann:
1.
Zuerst muss die heruntergeladene Datei im Windows Explorer ‚extrahiert‘ werden. ( 
HSP_V11SP2_00…..  Alle extrahieren …)
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2.
Im zweiten Schritt wird im TIA-Portal der Punkt ‚Installierte Software‘ ausgewählt. (  Installierte
Software)
3.
Im dritten Schritt wählen wir ‚Weitere Informationen zu installierter Software‘. (  Weitere
Informationen zu installierter Software)
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4.
Im vierten Schritt wählen wir unter ‚Installation von Support Packages’ den Button ‚Aus dem
Dateisystem hinzufügen‘. (  Installation von Support Packages  Aus dem Dateisystem
hinzufügen)
5.
Im fünften Schritt wählen wir das gewünschte Hardware Support Package im Format ‚*.isp11‘ und
öffnen es. (  *.isp11  Öffnen)
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6.
Im sechsten Schritt wählen wir unter ‚Installation von Support Packages’ das gewünschte
Hardware Support Package und installieren es. (  Installation von Support Packages 
Installieren)

7.
Sollte die folgende Fehlermeldung angezeigt werden, so muss im Hintergrund das TIA-Portal
geschlossen werden, wobei das Meldefenster geöffnet bleiben muss. Dann kann man die
Installation wieder fortsetzen. (  Fortsetzen)
8.
Der Status der Installation wird angezeigt bis zuletzt der Hinweis erscheint, dass das TIA-Portal neu
gestartet werden muss. (  Fertigstellen)
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4.
Über TCP/IP mit der CPU verbinden und rücksetzen auf Werkseinstellung
Um vom PC, dem PG oder einem Laptop aus eine SIMATIC S7-1200 programmieren zu können, wird
eine TCP/IP- Verbindung benötigt.
Damit PC und SIMATIC S7-1200 miteinander kommunizieren können ist noch wichtig, dass die IPAdressen bei beiden Geräten zusammenpassen.
Zuerst soll hier gezeigt werden wie die IP- Adresse des Rechners eingestellt werden kann.
9.
Aus der ‚Systemsteuerung’ die ‚Netzwerkverbindungen’ aufrufen und dort die ‚Eigenschaften’
der LAN- Verbindung wählen. (  Start  Einstellungen  Systemsteuerung 
Netzwerkverbindungen  Local Area Connection  Eigenschaften)
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10. Wählen Sie die ‚Eigenschaften’ vom ‚Internet Protocol (TCP/IP)’
(  Internet Protocol (TCP/IP)  Eigenschaften)
11. Dann können Sie die ‚IP-Adresse’ und die ‚Subnetzmaske’ einstellen und mit ‚OK’ übernehmen.
(  Folgende IP- Adresse verwenden  IP-Adresse: 192.168.0.99  Subnetzmaske
255.255.255.0  OK  Schließen)
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Hinweise zur Vernetzung am Ethernet ( Weitere Informationen im Anhang V der Lehrunterlage):
MAC- Adresse:
Die MAC-Adresse besteht aus einem festen und einem variablen Teil. Der feste Teil ("Basis-MACAdresse") kennzeichnet den Hersteller (Siemens, 3COM, ...). Der variable Teil der MAC-Adresse
unterscheidet die verschiedenen Ethernet-Teilnehmer und sollte weltweit eindeutig vergeben werden.
Auf jeder Baugruppe ist eine werksseitig vorgegebene MAC- Adresse aufgedruckt.
Wertebereich für IP-Adresse:
Die IP-Adresse besteht aus 4 Dezimalzahlen aus dem Wertebereich 0 bis 255, die durch einen Punkt
voneinander getrennt sind; z.B. 141.80.0.16
Wertebereich für Subnetzmaske:
Diese Maske wird verwendet, um erkennen zu können, ob ein Teilnehmer bzw. dessen IP- Adresse zum
lokalen Subnetz gehört oder nur über einen Router erreichbar ist.
Die Subnetzmaske besteht aus 4 Dezimalzahlen aus dem Wertebereich 0 bis 255, die durch einen
Punkt voneinander getrennt sind; z.B. 255.255.0.0
Die 4 Dezimalzahlen der Subnetzmaske müssen in ihrer binären Darstellung von links eine Folge von
lückenlosen Werten "1" und von rechts eine Folge von lückenlosen Werten "0" enthalten.
Die Werte "1" bestimmen den Bereich der IP-Adresse für die Netznummer. Die Werte "0" bestimmen
den Bereich der IP-Adresse für die Teilnehmeradresse.
Beispiel:
richtige Werte:
255.255.0.0 Dezimal
= 1111 1111.1111 1111.0000 0000.0000 0000 Binär
255.255.128.0 Dezimal = 1111 1111.1111 1111.1000 0000.0000 0000 Binär
255.254.0.0 Dezimal
= 1111 1111.1111 1110.0000 0000.0000.0000 Binär
falscher Wert:
255.255.1.0 Dezimal
= 1111 1111.1111 1111.0000 0001.0000 0000 Binär
Wertebereich für Adresse des Netzübergangs (Router):
Die Adresse besteht aus 4 Dezimalzahlen aus dem Wertebereich 0 bis 255, die durch einen Punkt
voneinander getrennt sind; z.B. 141.80.0.1.
Zusammenhang IP-Adressen, Adresse des Routers und Subnetzmaske:
Die IP-Adresse und die Adresse des Netzübergangs dürfen nur an den Stellen unterschiedlich sein, an
denen in der Subnetzmaske "0" steht.
Beispiel:
Sie haben eingegeben: für Subnetzmaske 255.255.255.0; für IP-Adresse 141.30.0.5 und für die Adresse
des Routers 141.30.128.1.
Die IP-Adresse und die Adresse des Netzübergangs dürfen nur in der 4. Dezimalzahl einen
unterschiedlichen Wert haben. Im Beispiel ist aber die 3. Stelle schon unterschiedlich.
Im Beispiel müssen Sie also alternativ ändern:
- die Subnetzmaske auf: 255.255.0.0 oder
- die IP- Adresse auf: 141.30.128.5 oder
- die Adresse des Netzübergangs auf: 141.30.0.1
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Die IP- Adresse der SIMATIC S7-1200 wird folgendermaßen eingestellt.
12. Wählen Sie hierzu das ‚Totally Integrated Automation Portal’, das hier mit einem Doppelklick
aufgerufen wird. (  TIA Portal V11)
13. Wählen Sie den Punkt ‚Online & Diagnose’ aus und öffnen danach die ‚Projektansicht’. (
Online & Diagnose  Projektansicht)
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14. In der Projektnavigation wählen Sie dann unter ‚Online-Zugängen’, die Netzwerkkarte die bereits
vorher eingestellt wurde. Wenn Sie hier auf ‚Erreichbare Teilnehmer aktualisieren’ klicken, dann
sehen Sie die MAC- Adresse der angeschlossenen SIMATIC S7-1200. Wählen Sie hier ‚Online &
Diagnose’. (  Online-Zugänge  … Network Connection  Erreichbare Teilnehmer aktualisieren
 MAC= …..  Online & Diagnose )
Hinweis:
Wurde bei der CPU bereits vorher eine IP- Adresse eingestellt, so sehen Sie diese anstelle der MACAdresse.
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15. Unter ‚Funktionen’ finden Sie den Punkt ‚IP-Adresse zuweisen’. Geben Sie hier ‚IP-Adresse’ und
‚Subnetz-Maske’ ein. Klicken Sie dann auf ‚IP-Adresse zuweisen’ und Ihrer SIMATIC S7-1200
wird diese neue Adresse zugewiesen. (  Funktionen  IP-Adresse zuweisen  IP-Adresse:
192.168.0.1  Subnetz-Maske: 255.255.255.0  IP-Adresse zuweisen)
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16. Wählen Sie nun unter ‚Funktionen’ ‚Rücksetzen auf Werkseinstellungen’. Die Einstellung
lassen Sie auf ‚IP-Adresse beibehalten’ und klicken dann auf ‚Rücksetzen’. (  Funktionen 
Rücksetzen auf Werkseinstellungen  IP-Adresse beibehalten  Rücksetzen)
17. Bestätigen Sie die Frage ob Sie wirklich Rücksetzen auf Werkseinstellung durchführen möchten mit
‚OK’. (  OK)
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5.
Was ist eine SPS und wofür werden SPSen verwendet?
5.1
Was bedeutet der Begriff SPS?
SPS ist die Abkürzung für Speicherprogrammierbare Steuerung. Dies beschreibt ein Gerät das einen
Prozess ( z.B. eine Druckmaschine zum Drucken von Zeitungen, eine Abfüllanlage zum Abfüllen von
Zement, eine Presse zum Pressen von Kunststoffformteilen, etc ... ) steuert.
Dies geschieht entsprechend den Anweisungen eines Programms das in einem Speicher des Gerätes
steht.
Programm geladen im
Speicher der SPS......
.... steuert die
Maschine
Speicher
Programm mit
Anweisungen
Maschine
SPS
5.2
Wie steuert die SPS den Prozess?
Die SPS steuert den Prozess, indem so genannte Aktoren von den als Ausgängen bezeichneten
Anschlüssen der SPS mit einer Steuerspannung von z.B. 24V beschaltet werden. Dadurch können
Motoren ein- und ausgeschaltet, Ventile aus- und eingefahren oder Lampen ein- und ausgeschaltet
werden.
M
Lampe leuchtet
24V
Die Ausgänge der SPS steuern die Aktoren
durch Schalten der Steuerspannung !
Ausgänge
0V
Lampe leuchtet nicht
SPS
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5.3
Woher bekommt die SPS Informationen über Prozesszustände?
Informationen über den Prozess erhält die SPS von den so genannten Signalgebern, die auf die
Eingänge der SPS verdrahtet sind. Diese Signalgeber können z.B. Sensoren sein, die erkennen ob ein
Werkstück an einer bestimmten Position liegt oder auch einfache Schalter oder Taster, die offen oder
geschlossen sein können. Dabei wird noch zwischen Öffnern, die unbetätigt geschlossen, und
Schließern, die unbetätigt offen sind, unterschieden.
24V
Schalter geschlossen
24V
Die Eingänge der SPS erfassen die
Informationen über Zustände im Prozess !
Eingänge
0V
Schalter offen
SPS
5.4
24V
Wo liegt der Unterschied zwischen Öffnern und Schließern?
Bei den Signalgebern wird zwischen Öffnern und Schließern unterschieden.
Der hier gezeigte Schalter ist ein Schließer, d.h. er ist genau dann geschlossen wenn er betätigt wurde.
Schließer
unbetätigt
Schließer
offen
Schließer
betätigt
Schließer
geschlossen
Der hier gezeigte Schalter ist ein Öffner, d.h. er ist genau dann geschlossen wenn er nicht betätigt
wurde.
Öffner
unbetätigt
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betätigt
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5.5
Wie spricht die SIMATIC S7-1200 einzelne Ein-/Ausgangssignale an?
Die Angabe eines bestimmten Ein- oder Ausgangs innerhalb des Programms bezeichnet man als
Adressierung.
Die Ein- und Ausgänge der SPSen sind zumeist in 8er-Gruppen auf Digitaleingabe- bzw.
Digitalausgabebaugruppen zusammengefasst. Diese 8er- Einheit bezeichnet man als Byte. Jede solche
Gruppe erhält eine Nummer als so genannte Byteadresse.
Um nun einen einzelnen Ein- oder Ausgang innerhalb eines Bytes anzusprechen wird jedes Byte in acht
einzelne Bits zerlegt. Diese werden von Bit 0 bis Bit 7 durchnummeriert. So erhält man die Bitadresse.
Die hier dargestellte SPS hat nun die Eingangsbytes 0 und 1 sowie die Ausgangsbytes 0 und 1.
14 integrierte Digitaleingänge
Byte 0 Bit 0 bis 7 und Byte 1 Bit 0 bis 5
10 integrierte Digitalausgänge
Byte 0 Bit 0 bis 7 und Byte 1 Bit 0 bis 1
Um nun den z.B. fünften digitalen Eingang anzusprechen gibt man die folgende Adresse an:
%E
0.4
%E kennzeichnet hier den Adresstyp als Eingang, 0 die Byteadresse und 4 die Bitadresse.
Byteadresse und Bitadresse sind immer durch einen Punkt getrennt.
Hinweis:
Für die Bitadresse steht hier beim fünften Eingang eine 4, weil bei 0 begonnen wird zu
zählen.
Um nun den z.B. zehnten Ausgang anzusprechen gibt man die folgende Adresse an:
%A
1.1
%A kennzeichnet hier den Adresstyp als Ausgang, 1 die Byteadresse und 1 die Bitadresse.
Byteadresse und Bitadresse sind immer durch einen Punkt getrennt.
Hinweis:
Für die Bitadresse steht hier beim zehnten Ausgang eine 1, weil bei 0 begonnen wird zu zählen.
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5.6
Wie wird in der SPS das Programm bearbeitet?
Die Programmbearbeitung in einer SPS geschieht zyklisch mit folgendem Ablauf:
1.
2.
3.
4.
Im ersten Schritt wird der Status aus dem Prozessabbild der Ausgänge (PAA) an die Ausgänge
übertragen und diese ein- bzw. ausgeschaltet.
Danach fragt der Prozessor, der praktisch das Gehirn der SPS darstellt, ab ob die einzelnen
Eingänge Spannung führen oder nicht. Dieser Status der Eingänge wird in dem Prozessabbild der
Eingänge (PAE) gespeichert. Dabei wird für die Spannung führenden Eingänge die Information 1
oder „High“, für die keine Spannung führenden die Information 0 oder „Low“ hinterlegt.
Dieser Prozessor arbeitet dann das im Programmspeicher hinterlegte Programm ab. Dies besteht
aus einer Liste von logischen Verknüpfungen und Anweisungen, die nacheinander abgearbeitet
werden. Dabei wird für die benötigte Eingangsinformation auf das bereits vorher eingelesene PAE
zugegriffen wird und die Verknüpfungsergebnisse in ein so genanntes Prozessabbild der Ausgänge
(PAA) geschrieben. Auch auf andere Speicherbereiche z.B. für Lokaldaten der Unterprogramme,
Datenbausteine und Merker wird während der Programmbearbeitung gegebenenfalls vom
Prozessor zugegriffen.
Abschließend werden noch interne Aufgaben des Betriebssystems wie Selbsttest und
Kommunikation ausgeführt. Danach geht es weiter mit Punkt 1.
1. Status aus dem PAA an die
Ausgänge übertragen.
2. Status der Eingänge im PAE
speichern.
3. Abarbeiten des
Programms
Anweisung für
Anweisung mit
Zugriff auf PAE und
PAA
Programm der SPS im
Programmspeicher
PAE
1. Anweisung
2. Anweisung
3. Anweisung
4. Anweisung
...
Lokaldaten
Merker
Datenbausteine
letzte Anweisung
PAA
4. Interne Aufgaben des Betriebssystems
ausführen.
(Kommunikation, Selbsttest etc…)
Hinweis:
Die Zeit die der Prozessor für diesen Ablauf benötigt nennt man Zykluszeit.
Diese ist wiederum abhängig von Anzahl und Art der Anweisungen und der Prozessorleistung.
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5.7
Wie sehen logische Verknüpfungen im SPS- Programm aus?
Logische Verknüpfungen werden dazu verwendet um Bedingungen für das Schalten eines Ausgangs
festlegen zu können.
Im SPS- Programm können diese in den Programmiersprachen Kontaktplan (KOP) oder-, Funktionsplan
(FUP) erstellt werden.
Der Anschaulichkeit halber wollen wir uns hier auf FUP beschränken.
Es gibt eine Vielzahl verschiedener logischer Verknüpfungen die in SPS- Programmen zur Anwendung
kommen können.
UND- sowie ODER- Verknüpfung und die NEGATION eines Eingangs werden jedoch am häufigsten
verwendet und sollen deshalb hier kurz anhand von Beispielen erläutert werden.
Hinweis: Informationen zu weiteren logischen Verknüpfungen können sehr schnell und übersichtlich
aus der Online- Hilfe bezogen werden.
5.7.1 UND- Verknüpfung
Beispiel einer UND- Verknüpfung:
Eine Lampe soll leuchten, wenn gleichzeitig zwei Schalter als Schließer betätigt sind.
Schaltplan:
S1
S2
24V
P1
M
Erläuterung:
Die Lampe leuchtet genau dann, wenn beide Schalter betätigt sind.
Wenn also die Schalter S1 und S2 betätigt sind leuchtet die Lampe P1.
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Beschaltung der SPS:
Um diese Logik in einem SPS- Programm umzusetzen, müssen natürlich beide Schalter an Eingängen
der SPS angeschlossen werden. Hier ist S1 an den Eingang E 0.0 und S2 an den Eingang E 0.1
verdrahtet.
Außerdem muss die Lampe P1an einem Ausgang z.B. A 0.0 angeschlossen sein.
24V
Schalter S1
%E 0.0
Eingänge
24V
%E 0.1
Schalter S2
M
SPS
Lampe P1 soll
leuchten, wenn die
Schalter S1 und S2
betätigt sind.
Ausgänge
%A 0.0
UND- Verknüpfung im FUP:
Im Funktionsplan FUP wird die UND- Verknüpfung durch bildliche Darstellung programmiert und sieht
folgendermaßen aus:
Eingänge der UNDVerknüpfung.
Hier können auch
mehr als 2
Eingänge stehen!
%E 0.0
Ausgang, dem die
Zuweisung
zugeordnet wird!
&
%E 0.1
Bildliche Darstellung
der logischen UNDVerknüpfung!
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%A 0.0
=
Zuweisung des
Ergebnisses der
logischen
Verknüpfung!
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5.7.2 ODER- Verknüpfung
Beispiel einer ODER- Verknüpfung:
Eine Lampe soll leuchten, wenn einer oder beide von zwei Schaltern als Schließer betätigt sind.
Schaltplan:
S1
24V
S2
24V
P1
M
Erläuterung:
Die Lampe leuchtet genau dann, wenn einer oder beide Schalter betätigt sind.
Wenn also der Schalter S1 oder S2 betätigt wird leuchtet die Lampe P1.
Beschaltung der SPS:
Um diese Logik in einem SPS- Programm umzusetzen, müssen natürlich beide Schalter an Eingängen
der SPS angeschlossen werden. Hier ist S1 an den Eingang E 0.0 und S2 an den Eingang E 0.1
verdrahtet.
Außerdem muss die Lampe P1an einem Ausgang z.B. A 0.0 angeschlossen sein.
24V
Schalter S1
%E 0.0
Eingänge
24V
%E 0.1
Schalter S2
M
Ausgänge
SPS
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%A 0.0
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Lampe P1 soll
leuchten, wenn
Schalter S1 oder
S2 betätigt sind.
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ODER- Verknüpfung im FUP:
Im Funktionsplan FUP wird die ODER- Verknüpfung durch bildliche Darstellung programmiert und sieht
folgendermaßen aus:
Eingänge der ODERVerknüpfung.
Hier können auch
mehr als 2 Eingänge
stehen!
%E 0.0
Ausgang, dem die
Zuweisung
zugeordnet wird!
%A 0.0
>
%E 0.1
=
Zuweisung des
Ergebnisses der
logischen
Verknüpfung!
Bildliche Darstellung
der logischen ODERVerknüpfung!
5.7.3 Negation
In logischen Verknüpfungen wird es öfters benötigt abzufragen ob ein Schließer NICHT betätigt oder
ob ein Öffner betätigt wurde und somit keine Spannung an dem entsprechenden Eingang anliegt.
Dies geschieht durch Programmierung einer Negation am Eingang der UND- bzw. ODERVerknüpfung.
Im Funktionsplan FUP wird die Negation eines Eingangs an einer UND- Verknüpfung durch die folgende
bildliche Darstellung programmiert:
Eingang der UNDVerknüpfung, der
negiert werden soll!
%E 0.0
%E 0.1
Bildliche Darstellung
der Negation!
&
%A 0.0
=
Der Ausgang %A 0.0 hat hier also genau dann Spannung anliegen, wenn %E 0.0 nicht beschaltet und
%E 0.1 beschaltet ist.
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5.8
Wie wird das SPS-Programm erstellt? wie kommt es in den Speicher der SPS?
Das SPS- Programm wird mit der Software STEP 7 auf einem PC erstellt und dort zwischengespeichert.
Nachdem der PC mit der TCP/IP- Schnittstelle der SPS verbunden wurde, kann das Programm mit einer
Lade- Funktion in den Speicher der SPS geladen werden.
Für die weitere Abarbeitung des Programms in der SPS ist der PC nun nicht mehr notwendig.
1. SPSProgramm mit
STEP 7 auf PC
erstellen.
PC mit STEP 7
3. Programm von
PC in Speicher
der SPS laden.
2. PC mit TCP/IPSchnittstelle
der SPS
verbinden.
SPS S7-1200
Hinweis:
Der genaue Ablauf wird Schritt für Schritt in den folgenden Kapiteln beschrieben.
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6.
Aufbau und Bedienung der SIMATIC S7-1200
Baugruppenspektrum:
Die SIMATIC S7-1200 ist ein modulares Automatisierungssystem und bietet das folgende
Baugruppenspektrum:
-
Zentralbaugruppen CPU mit unterschiedlicher Leistung, integrierten Ein-/Ausgängen und
PROFINET- Schnittstelle (z.B. CPU1214C)
-
Netzteil PM mit Eingang 120/230V AC, 50Hz / 60Hz, 1.2A / 0.7A und Ausgang 24V DC / 2.5A
-
Signalboards SB zum Hinzufügen analoger oder digitaler Ein-/Ausgänge, wobei die CPU-Baugröße
unverändert bleibt. (Signalboards können bei den CPUs 1211C / 1212C und 1214C eingesetzt
werden.)
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-
Signalbaugruppen SM für digitale und analoge Ein- und Ausgänge (Bei den CPUs 1212C können
max. 2 SMs und bei 1214C max. 8 SMs eingesetzt werden.)
-
Kommunikationsbaugruppen CM für serielle Kommunikation RS232 / RS 485
(Bei den CPUs 1211C / 1212C und 1214C können bis zu 3 CMs eingesetzt werden.)
-
Compact Switch Module CSM mit 4x RJ45- Buchsen 10/ 100 MBit/s
-
SIMATIC Speicherkarten 2MB oder 24 MB zum Speichern der Programmdaten und einfachen
Austausch der CPUs im Wartungsfall
Hinweis:
Für dieses Modul wird lediglich eine beliebige CPU mit integrierten Digitaleingängen und
Digitalausgängen benötigt.
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Wichtige Elemente der CPU:
Mit einer integrierten Spannungsversorgung (Anschluss 24V) und integrierten Eingängen und
Ausgängen ist die S7-1200 CPU ohne weitere Komponenten direkt einsatzbereit.
Für die Kommunikation mit einem Programmiergerät verfügt die CPU über einen integrierten TCP/IPPort.
Über ein ETHERNET- Netzwerk kann die CPU so mit HMI- Bediengeräten oder anderen CPUs
kommunizieren.
①
Anschluss 24V
②
Steckbarer Klemmenblock für die Anwenderverdrahtung (hinter den Abdeckklappen)
③
Status- LEDs für die integrierten E/A und den Betriebszustand der CPU
④
TCP/IP- Anschluss (auf der Unterseite der CPU)
Die SIMATIC Speicherkarte / Memory Card (MC) speichert Programm, Daten, Systemdaten, Dateien
und Projekte. Sie kann verwendet werden für:
- Übertragung eines Programms in mehrere CPUs
- Firmware-Update von CPUs, Signalbaugruppen SM und Kommunikationsbaugruppen CM
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Betriebszustände der CPU
Die CPU hat die folgenden drei Betriebszustände:
● Im Betriebszustand STOP führt die CPU das Programm nicht aus und Sie können ein Projekt laden.
● Im Betriebszustand STARTUP führt die CPU einen Anlauf durch.
● Im Betriebszustand RUN wird das Programm zyklisch ausgeführt. Im Betriebszustand RUN der CPU
kann kein Projekt geladen werden.
Die CPU verfügt nicht über einen physischen Schalter zum Ändern des Betriebszustands.
Mit der Schaltfläche auf dem Bedienpanel der Software STEP7 Basic ändern Sie den Betriebszustand
(STOP bzw. RUN). Außerdem enthält das Bedienpanel eine Schaltfläche MRES zum Urlöschen des
Speichers und zeigt die Status- LEDs der CPU an.
Die Status- LED RUN/STOP auf der Vorderseite der CPU gibt durch die Farbe der Anzeige den
aktuellen Betriebszustand der CPU an.
● Gelbes Licht zeigt den Betriebszustand
STOP an.
● Grünes Licht zeigt den Betriebszustand
RUN an.
● Ein Blinklicht zeigt den Betriebszustand
STARTUP an.
Zusätzlich gibt es hier noch die LEDs ERROR zur Anzeige von Fehlern und MAINT zur Anzeige eines
Wartungsbedarfs.
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7.
Beispielaufgabe Pressensteuerung
Für unser erstes Programm soll eine Pressensteuerung programmiert werden.
Eine Presse mit Schutzeinrichtung soll nur dann mit einem START- Taster S3 ausgelöst werden, wenn
das Schutzgitter geschlossen ist. Dieser Zustand wird mit einem Sensor Schutzgitter geschlossen B1
überwacht.
Ist dies der Fall wird ein 5/2 Wegeventil M0 für den Pressenzylinder angesteuert damit eine
Kunststoffform gepresst werden kann.
Die Presse soll wieder hochfahren, wenn der NOT-HALT-Taster (NC) betätigt wird oder der Sensor
Schutzgitter B1 nicht mehr anspricht oder der Sensor Zylinder B2 ausgefahren anspricht.
Zuordnungsliste:
Adresse
%E 0.1
%E 0.3
%E 0.4
%E 0.5
%A 0.0
Symbol
Kommentar
NOT-HALT
S3
B1
B2
M0
NOT-HALT-Taster NC
Start- Taster S3 NO
Sensor Schutzgitter geschlossen NO
Sensor Zylinder ausgefahren NO
Zylinder A ausfahren
NOT-HALT
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8.
Programmierung der Presse für die SIMATIC S7-1200
Die Projektverwaltung und Programmierung erfolgt mit der Software ‚Totally Integrated Automation
Portal’.
Hier werden unter einer einheitlichen Oberfläche die Komponenten wie Steuerung, Visualisierung und
Vernetzung der Automatisierungslösung angelegt, parametriert und programmiert.
Für die Fehlerdiagnose stehen Online- Werkzeuge zur Verfügung.
Die Software ‚Totally Integrated Automation Portal’ besitzt zweierlei Ansichten die Portalansicht und
die Projektansicht.
8.1.
Portalansicht
Die Portalansicht bietet eine aufgabenorientierte Sicht der Werkzeuge zur Bearbeitung des Projektes.
Hier können Sie schnell entscheiden, was Sie tun möchten und das Werkzeug für die jeweilige Aufgabe
aufrufen. Falls erforderlich, wird für die ausgewählte Aufgabe automatisch zur Projektansicht
gewechselt. Vor allem der Einstieg und die ersten Schritte sollen hier erleichtert werden.
Hinweis:
Links unten kann von der Portalansicht zur Projektansicht gesprungen werden!
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8.2.
Projektansicht
Die Projektansicht ist eine strukturierte Sicht auf alle Bestandteile des Projekts. Dabei gibt es
standardmäßig oben die Menüleiste mit den Funktionsleisten, links die Projektnavigation mit sämtlichen
Bestandteilen eines Projektes und rechts die so genannten ‚Task- Cards’ mit z.B. Anweisungen und
Bibliotheken.
Wird in der Projektnavigation ein Element (Hier zum Beispiel der Programmbaustein FC1) ausgewählt
so wird dieser in der Mitte angezeigt und kann dort bearbeitet werden.
Hinweis:
Links unten kann von der Projektansicht zur Portalansicht gesprungen werden!
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In den folgenden Schritten kann für die SIMATIC S7-1200 ein Projekt angelegt und die Lösung zu der
Aufgabenstellung programmiert werden:
1.
Das zentrale Werkzeug ist das ‚Totally Integrated Automation Portal’, das hier mit einem
Doppelklick aufgerufen wird. (  Totally Integrated Automation Portal V11)
2.
Programme für die SIMATIC S7-1200 werden in Projekten verwaltet. Ein solches Projekt wird nun
in der Portalansicht angelegt (  Neues Projekt erstellen  startup  Erstellen)
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3.
Nun werden ‚Erste Schritte’ zur Projektierung vorgeschlagen. Wir wollen zuerst ‚ein Gerät
konfigurieren’. (  Erste Schritte  ein Gerät konfigurieren)
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4.
Dann werden wir ein ‚neues Gerät hinzufügen’ mit dem ‚Gerätename Steuerung Presse’. Aus
dem Katalog wählen wir hierzu die ‚CPU1214C’ mit der passenden Bestellnummer. (  neues
Gerät hinzufügen  Steuerung Presse  CPU1214C  6ES7 …….  Hinzufügen)
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5.
Nun wechselt die Software automatisch zur Projektansicht mit der geöffneten
Hardwarekonfiguration. Hier können nun weitere Module aus dem Hardware-Katalog (rechts!)
hinzugefügt und in der ‚Geräteübersicht’ die Adressen der Ein-/ Ausgänge eingestellt werden. Hier
haben die integrierten Eingänge der CPU die Adressen %E0.0 - %E1.5 und die integrierten
Ausgänge die Adressen %A0.0 - %A1.1 (  Geräteübersicht  DI14/DO10  0…1)
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6.
Damit die Software später auf die richtige CPU zugreift muss deren IP-Adresse und die
Subnetzmaske eingestellt werden. ( Eigenschaften  Allgemein  PROFINET- Schnittstelle 
IP-Adresse: 192.168.0.1  Subnetzmaske: 255.255.255.0)
(siehe auch: Kapitel 3 zu Einstellung der Programmierschnittstelle.)
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7.
Da bei moderner Programmierung nicht mit absoluten Adressen, sondern mit Variablen
programmiert wird, müssen hier die globalen PLC-Variablen festgelegt werden.
Diese globalen PLC-Variablen sind beschreibende Namen mit Kommentar für jene Eingänge und
Ausgänge, die im Programm Verwendung finden. Später kann bei der Programmierung über diesen
Namen auf die globalen PLC-Variablen zugegriffen werden.
Diese globalen Variablen sind im gesamten Programm in allen Bausteinen verwendbar.
Wählen Sie hierzu in der Projektnavigation die ‚Steuerung Presse[CPU1214C DC/DC/DC]’ und
dann ‚PLC-Variablen’. Offnen Sie die ‚Standard-Variablentabelle’ mit einem Doppelklick und
tragen dort wie unten gezeigt die Namen für die Ein- und Ausgänge ein.
(  Steuerung Presse[CPU1214C DC/DC/DC]’  PLC-Variablen Standard-Variablentabelle)
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8.
Der Programmablauf wird in so genannten Bausteinen geschrieben. Standardmäßig ist bereits der
Organisationsbaustein OB1 vorhanden.
Dieser stellt die Schnittstelle zum Betriebssystem der CPU dar und wird automatisch von diesem
aufgerufen und zyklisch bearbeitet.
Von diesem Organisationsbaustein aus können wiederum zur strukturierten Programmierung
weitere Bausteine wie z.B. die Funktion FC1 aufgerufen werden.
Dies dient dazu um eine Gesamtaufgabe in Teilprobleme zu zerlegen. Diese sind dann einfacher zu
lösen und in ihrer Funktionalität zu testen.
Programmstruktur des Beispiels:
Organisationsbaustein
OB1
Zyklisch vom
Betriebssystem
aufgerufener Baustein.
Hier steht der Aufruf
der Funktion FC1
Funktion
FC1
Beinhaltet in diesem
Beispiel das
eigentliche Programm
für die Pressensteuerung. Wird vom
OB1 aufgerufen.
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9.
Um die Funktion FC1 zu erstellen wählen Sie in der Projektnavigation die ‚Steuerung
Presse[CPU1214C DC/DC/DC]’ und dann ‚Programmbausteine’. Dann führen Sie einen
Doppelklick auf ‚Neuen Baustein hinzufügen’ aus. (  Steuerung Presse[CPU1214C
DC/DC/DC]’  Programmbausteine  Neuen Baustein hinzufügen)
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10. Wählen Sie in der Auswahl ‚Funktion (FC)’ und vergeben den Namen ‚Programm Presse’. Als
Programmiersprache wird Funktionsplan ‚FUP’ vorgegeben. Die Nummerierung erfolgt
automatisch. Da dieser FC1 später sowieso über den symbolischen Namen aufgerufen wird, spielt
die Nummer keine so große Rolle mehr. Übernehmen Sie die Eingaben mit ‚OK’. (  Funktion
(FC)  Programm Presse  FUP  OK)
Hinweis:
Normalerweise müsste bei einer speichernden Funktion ein Funktionsbaustein mit zugehörenden
Instanz-Datenbaustein verwendet werden.
Da aber in unserem Programmbeispiel die Speicherung außerhalb des Bausteins über eine OUT
Variable und somit im PAA stattfindet, kann hier mit einer Funktion (FC) gearbeitet werden.
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11. Der Baustein ‚Programm Presse[FC1]’ wird dann automatisch geöffnet. Bevor das Programm
geschrieben werden kann muss die Schnittstelle des Bausteins deklariert werden.
Bei der Deklaration der Schnittstelle werden die, nur in diesem Baustein bekannten, lokalen
Variablen festgelegt.
Die Variablen unterteilen sich in zwei Gruppen:
 Bausteinparameter, die die Schnittstelle des Bausteins für den Aufruf im Programm bilden.
Typ
Bezeichnung Funktion
Eingangsparameter
Input
Parameter, deren Werte der
Baustein liest.
Funktionen, Funktionsbausteinen und
einigen Arten von
Organisationsbausteinen
Ausgangsparameter
Output
Parameter, deren Werte der
Baustein schreibt.
Funktionen und Funktionsbausteinen
Parameter, deren Wert der
Baustein beim Aufruf liest und
nach der Bearbeitung wieder in
denselben Parameter schreibt.
Funktionen und Funktionsbausteinen
Durchgangsparameter InOut
Verfügbar in
 Lokaldaten, die zum Speichern von Zwischenergebnissen dienen.
Typ
Bezeichnung Funktion
Verfügbar in
Temporäre Lokaldaten Temp
Variablen, die zum Speichern
von temporären
Funktionen, Funktionsbausteinen und
Zwischenergebnissen dienen.
Organisationsbausteinen
Temporäre Daten bleiben nur für
einen Zyklus erhalten.
Statische Lokaldaten
Variablen, die zum Speichern
von statischen
Zwischenergebnissen im
Instanz-Datenbaustein dienen.
Statische Daten bleiben so lange Funktionsbausteinen
erhalten, bis sie neu
geschrieben werden, auch über
mehrere Zyklen hinweg.
Static
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12. Bei der Deklaration der lokalen Variablen werden in unserem Beispiel folgende Variablen benötigt.
Input:
not_halt
start_signal
schutzgitter_geschlossen
zylinder_ausgefahren
Hier wird die NOT- HALT- Funktion eingelesen
Hier wird der Startbefehl eingelesen
Hier wird das geschlossene Schutzgitters abgefragt
Hier wird der ausgefahrene Zylinder abgefragt
Output:
zylinder_aus_einfahren
Hier wird ein Zustand zum Ausgang Pressenzylinder geschrieben
Dabei sind sämtliche Variablen vom Typ ‚Bool’ , das heißt binäre Variablen die nur den Zustand‚ 0’
(false) oder ‚1’ (true) haben können.
Sämtliche lokalen Variablen sollten zum besseren Verständnis kleingeschrieben und auch mit einem
ausreichenden Kommentar versehen werden.
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13. Nachdem die lokalen Variablen deklariert wurden kann nun mit der Programmierung begonnen
werden. Die Programmierung erfolgt der besseren Übersicht wegen in Netzwerken. Ein neues
Netzwerk kann durch einen Mausklick auf das Symbol
‚Netzwerk einfügen’ eingefügt
werden. Jedes Netzwerk sollte ebenso wie der Baustein selbst zumindest in der Titelzeile
dokumentiert werden. Wird ein längerer Text für die Beschreibung benötigt so kann auch das
‚Kommentar’-feld verwendet werden. (
)
Bei der Erstellung unserer Lösung benötigen wir nun ein ‚S’ zum Ausgang setzen. Dieses Finden Sie
unter ‚Anweisungen’ in dem Ordner ‚Bitverknüpfungen’. Wenn Sie mit der Maus auf ein Objekt wie
z.B. das S zeigen erhalten Sie eine Detailinfo zu diesem Objekt.
( Anweisungen  Bitverknüpfung  S)
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14. Wenn Sie ein Objekt markieren und dann auf der Tastatur Ihres PCs die Taste ‚F1’ drücken so
erhalten Sie die Online- Hilfe zu diesem Objekt in einem Fenster angezeigt. (  F1)
Hinweis:
Informieren Sie Sich an dieser Stelle in der Online-Hilfe ausgiebig zu Funktion und Beschaltung des S
(Ausgang setzen).
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15. Nun ziehen Sie das S mit der Maus unter den Kommentar im Netzwerk 1. (  S)
Hinweis:
Durch Klicken in die orangefarbene obere rechte Ecke, kann auch nachträglich über ein Menü die
Funktion des Bausteins verändert werden.
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16. Als nächstes markieren wir links den Eingang des S- Bausteins und doppelklicken auf das
UND in den Favoriten. (  linker Eingang  Favoriten 
UND)
Hinweis:
Durch Klicken auf den gelben Stern unten links können zusätzliche Eingänge angefügt werden.
Durch Klicken in die orangefarbene obere rechte Ecke, kann auch hier über ein Menü die Funktion
des Bausteins verändert werden.
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17. Genauso platzieren wir im Netzwerk 2 das
ODER an das R für Ausgang rücksetzen (  R 
ODER )
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18. Nun werden die lokalen Variablen eingetragen. Dabei genügt es den ersten Buchstaben der lokalen
Variablen in die Felder an den Befehlen einzutragen. Dann kann aus einer Liste die gewünschte
Variable ausgewählt werden. Lokale Variablen sind immer durch das Symbol ‚#’ vor dem Namen
gekennzeichnet. (  #zylinder_ein_ausfahren ).
Die Lokalen Variablen können auch aus der Schnittstelle gezogen werden.
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19. Ergänzen Sie ebenso die anderen lokalen Variablen. An dem UND bzw. dem ODER Baustein
müssen noch weiterere Eingange eingefügt werden. Klicken Sie auf den gelben Stern oder
markieren Sie hierzu den untersten Eingang mit der rechten Maustaste und wählen ‚Eingang
einfügen’. (  Eingang einfügen)
20. Soll ein Eingang invertiert werden, markieren Sie hierzu den Eingang und klicken Sie auf
oder ziehen Sie einfach das Symbol
Negation aus den ‚Favoriten’ auf den Eingang
Programm in Funktionsplan (FUP):
Funktionsbeschreibung des FC Bausteins
Der Zylinder soll ausfahren, wenn der Startbefehl gegeben wird und das Schutzgitter geschlossen ist
und nicht der Zylinder bereits ausgefahren ist und nicht Not-Halt ansteht.
Der Zylinder soll wieder eingefahren werden, wenn der Zylinder ausgefahren ist oder wenn das
Schutzgitter nicht mehr geschlossen ist oder wenn Not-Halt ansteht.
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Programm in Kontaktplan (KOP):
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21. Dann werden die ‚Eigenschaften’ des zyklisch bearbeiteten Bausteins ‚Main[OB1]’ gewählt.
Eigenschaften der Bausteine können verändert werden. (  Eigenschaften  Main[OB1])
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22. Wählen Sie in den Eigenschaften die Programmier-‚Sprache’ Funktionsplan ‚FUP’.
(  FUP  OK)
Eine weitere Möglichkeit ist Programmiersprache umschalten.
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23. Wie bereits vorher erwähnt muss der Baustein „Programm Presse“ aus dem Programmbaustein
Main[OB1] aufgerufen werden. Ansonsten würde der Baustein gar nicht bearbeitet werden. Öffnen
Sie mit einem Doppelklick auf ‚Main[OB1]’ diesen Baustein. (  Main[OB1] )
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24. Der Baustein „Programm Presse“ kann dann einfach per Drag&Drop in Netzwerk 1 des Bausteins
Main[OB1] gezogen werden. Vergessen Sie nicht auch im Baustein Main[OB1] die Netzwerke zu
dokumentieren. (  Programm Presse)
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25. Die Schnittstellenparameter des Bausteins „Programm Presse“ müssen nun mit globalen PLCVariablen beschaltet werden. Dabei genügt es den ersten Buchstaben einzutragen und aus Liste
den gewünschten Operanden auszuwählen. (  „NOT-HALT“ ) oder Sie markieren die StandardVariablentabelle und ziehen die Variablen aus der Detailansicht an den Baustein.
Hinweis
Der NOT-HALT ist ein Öffner (NC) und muss deshalb negiert werden, d. H. wird NOT-HALT
betätigt, so steht an dem Eingang E0.1 kein Signal mehr an. Beim Beschalten der Bausteine mit
echten Adressen müssen die Geber (NO, NC) beachtet werden.
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26. Durch einen Mausklick auf
(
wird dann das Projekt gespeichert.
)
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27. Um Ihr gesamtes Programm in die CPU zu laden, markieren Sie zuerst den Ordner ‚Steuerung
Presse’ und klicken dann auf das Symbol
Laden in Gerät . ( Steuerung Presse 
)
28. In dem folgenden Dialog wählen Sie nun ‚PN/IE’ als Typ der PG/PC-Schnittstelle und dann die
bereits vorher eingestellte Netzwerkkarte als PG/PC-Schnittstelle aus. Nach dem ‚Aktualisieren’
der Erreichbaren Teilnehmer sollten Sie Ihre CPU mit der Adresse 192.168.0.1 sehen und als
Zielgerät auswählen können. Klicken Sie dann auf ‚
’. (  Typ der PG/PC-
Schnittstelle: PN/IE  PG/PC-Schnittstelle: ……  Aktualisieren 
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29. Während des Ladevorgangs wird der Status in einem Fenster angezeigt.
30. Das erfolgreiche Laden wird nun in einem Fenster angezeigt. Klicken Sie nun mit der Maus auf
‚Fertigstellen’. (  Fertigstellen)
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31. Starten Sie nun die CPU mit einem Mausklick auf das Symbol
.(
)
32. Bestätigen Sie die Frage ob Sie die CPU wirklich starten wollen mit ‚OK’. (  OK)
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33. Durch einen Mausklick auf das Symbol
Beobachten ein/aus können Sie beim Testen des
Programms den Zustand der Ein- und Ausgangsvariablen am Baustein „Programm Presse“
beobachten. ( 
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