THE LAST KING OF SCOTLAND

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Fox Searchlight Pictures, DNA Films und FilmFour präsentieren
In Zusammenarbeit mit dem UK Film Council und Scottish Screen
eine Cowboy Films/Slate Films Produktion
mit Tatfilm
IN DEN FÄNGEN DER MACHT
(THE LAST KING OF SCOTLAND)
Forest Whitaker
James McAvoy
Kerry Washington
Simon McBurney
und Gillian Anderson
Regie .......................................... KEVIN MACDONALD
Drehbuch.................................... PETER MORGAN and
................................................... JEREMY BROCK
Nach einem Roman von ............ GILES FODEN
Produzenten ............................... ANDREA CALDERWOOD
................................................... LISA BRYER
................................................... CHARLES STEEL
Ausführende Produzenten ......... TESSA ROSS
................................................... ANDREW MACDONALD
................................................... ALLON REICH
Kamera....................................... ANTHONY DOD MANTLE DFF BSC
Produktionsdesign ..................... MICHAEL CARLIN
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Schnitt ........................................ JUSTINE WRIGHT
Line Producer ............................. ANDREW WOOD
Musik .......................................... ALEX HEFFES
Filmlänge ca. 123 Minuten
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DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND
Kurzinhalt:
Der junge schottische Arzt Nicholas Garrigan (James McAvoy) ist in Uganda am Ziel
seiner Wünsche angelangt: Eine fremde Kultur und die Möglichkeit, das
Gesundheitssystem mit aufzubauen, wecken seine Abenteuerlust. Unerwartet wird er
zu einem Verkehrsunfall gerufen, in den der Staatspräsident Idi Amin (Forest
Whitaker) verwickelt ist. Schnell steigt er zu dessen Leibarzt auf und gehört bald zum
Kreis der engsten Vertrauten. Verwöhnt und vom Luxus berauscht, übersieht
Garrigan zunächst die Gräueltaten, die um ihn herum geschehen. Als er dann doch
endlich Stellung bezieht, ist es beinahe schon zu spät. Und obendrein wendet der
Diktator sich gegen seinen einstigen Schützling ...
Pressenotiz:
Die Verfilmung des preisgekrönten Romans THE LAST KING OF SCOTLAND von
Giles Foden bietet einen tiefen Einblick in die Innenwelt einer Diktatur. Forest
Whitakers brillante Darstellung des Idi Amin liefert ein differenziertes Porträt der
Verführbarkeit des Menschen durch die Macht und nimmt das Publikum mit auf eine
spannungsgeladene Reise in ein Land am Rande des Untergangs.
DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND ist eine ebenso lehrreiche wie
dramatische „Geschichtsstunde“, für die Regisseur Kevin Macdonald („Ein Tag im
September“) und sein vorzüglicher Kameramann Anthony Dod Mantle („Dogville“) vor
Ort in Uganda die perfekten Bilder gefunden haben.
Über die Produktion
„Ich selbst halte mich jedenfalls für den mächtigsten Mann der Welt“
 Idi Amin 
Eigentlich sollte es ein wildes Abenteuer in einem abgelegenen Land werden, aber
den naiven jungen Arzt, der 1970 auf der Suche nach Spaß, Sonnenschein und
beruflicher Betätigung in Uganda eintrifft, wird seine Reise in den dunkelsten
Abgrund der Welt führen: in die menschliche Seele. Darum geht es in DER LETZTE
KÖNIG VON SCHOTTLAND, einem kraftvollen Thriller, der das Uganda unter der
wahnsinnigen Diktatur Idi Amins für die Leinwand wiederauferstehen lässt. In dieser
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immer noch hochaktuellen Mixtur aus Fakt und Fiktion liefert Forest Whitaker als
Amin eine wahre Tour de Force ab. Der Film zeichnet dabei zwei unvergessliche
Porträts: Auf der einen Seite einen charismatischen, aber psychopathischen
Anführer, der sein Land ins Verderben stürzte, und auf der anderen Seite einen
Zeitzeugen, der erst zum Ende den Mut findet, für seine Überzeugungen
einzustehen.
Die Geschichte beginnt mit dem gutaussehenden schottischen Arzt Nicholas
Garrigan (James McAvoy), der sich frisch von der Universität nach Uganda aufmacht
und hofft, dort jede Menge aufregende und romantische Dinge zu erleben und einem
Land zu helfen, das seine medizinische Fachkenntnis bitter nötig hat. Schon kurz
nach seiner Ankunft wird er zu einem bizarren Unfall gerufen: Idi Amin, gerade
mächtigster Mann im Staat geworden, hat eine Kuh mit seinem Maserati überfahren.
Amin ist beeindruckt von der Forschheit, mit der Garrigan die chaotische Situation
unter Kontrolle bringt. Auch dank seiner Besessenheit von schottischer Geschichte
und Kultur schließt Amin Garrigan schnell ins Herz und bietet ihm die Stelle seines
persönlichen Leibarztes an.
Ein solch unglaubliches Angebot kann der junge Schotte gar nicht ablehnen – und
damit beginnt seine Reise ins Innerste eines der grausamsten Terrorregimes Afrikas.
Erst ist Garrigan nur von Amins berühmtem Charme und dessen ehrgeizigen Plänen
für Uganda begeistert – von dessen Leidenschaften für schnelle Autos, schöne
Frauen und glamouröse Partys ganz zu schweigen. Doch mit der Zeit strebt auch
Garrigan nach immer mehr Macht. Er wird der Vertraute und die rechte Hand des
Diktators, was ihn zum Zeugen schrecklicher Ereignisse macht – Entführungen,
Hinrichtungen und weitere unsägliche Grausamkeiten, an denen er womöglich eine
Mitschuld trägt. Umgeben von Amins mörderischem Größenwahn verliert Garrigan
beinahe seine Seele. Als er endlich versucht, dem Irrsinn ein Ende zu bereiten, findet
er sich in einem verzweifelten Überlebenskampf wieder.
Der hochgelobte Dokumentarfilmer Kevin Macdonald (TOUCHING THE VOID („Sturz
ins Leere“, 2003), ONE DAY IN SEPTEMBER („Ein Tag im September“, 1999))
führte Regie bei DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND, der Verfilmung des
gleichnamigen, preisgekrönten Romans von Giles Foden, den Peter Morgan und
Jeremy Brock für die Leinwand adaptierten. Der Film ist mit Forest Whitaker, James
McAvoy, Kerry Washington, Simon Burney und Gillian Anderson hochkarätig besetzt
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und wurde von Andrea Calderwood (THE CLAIM („Das Reich und die Herrlichkeit“,
2000)) von Slate Films und von Lisa Bryer und Charles Steel von Cowboy Films
(WASP (2003), THE HOLE (2001), GOODBYE CHARLIE BRIGHT (2001))
produziert. Als Ausführende Produzenten fungierten Tessa Ross (BILLY ELLIOT
(„Billy Elliot – I Will Dance“, 2000), ENDURING LOVE (2004)) von Film Four, Andrew
Macdonald (28 DAYS LATER (2002), TRAINSPOTTING („Trainspotting – Neue
Helden“, 1995)) und Allon Reich (THE FOUR FEATHERS („Die vier Federn“, 2002)
DIRTY PRETTY THINGS (2002)) von DNA.
Die Dreharbeiten fanden in Großbritannien und in Uganda statt, mit großer
Unterstützung der Bevölkerung Ugandas. Die seltenen Einblicke in die Welt Idi Amins
werden von einem Team ermöglicht, dem Kameramann Anthony Dod Mantle
(MILLIONS, 2004; 28 DAYS LATER, 2002), Produktionsdesigner Mike Carlin
(ADVENTURES IN DIGITAL COMICS), die mit einem British Independent Award
ausgezeichnete Cutterin Justine Wright (TOUCHING THE VOID, („Sturz ins Leere“,
2003), ONE DAY IN SEPTEMBER („Ein Tag im September“, 1999)) und
Kostümdesigner Michael O’Connor (HARRY POTTER AND THE CHAMBER OF
SECRETS („Harry Potter und die Kammer des Schreckens“, 2002), PROOF OF
LIFE, („Lebenszeichen – Proof of Life“, 2000)) angehörten.
Ins Herz der Finsternis eines Diktators:
Die Geschichte von DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND
Wie würden Sie auf den verführerischen Einfluss von Macht reagieren? Würden Sie
sich ihr beugen oder Ihre moralischen Überzeugungen hinter sich lassen, um Macht
zu gewinnen? Wie ist es mit denen, die ihren Weg voller guter Absichten einschlagen
und am Ende zu blutrünstigen Einzelgängern werden? Mit diesen Fragen beschäftigt
sich der packende Thriller DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND, der das
Publikum auf eine Reise in die Welt eines der faszinierendsten und zugleich
furchteinflößendsten Anführer aller Zeiten einlädt: In die Welt Idi Amins, der berühmt
war für sein Charisma und dessen brutale Herrschaft dennoch rund einer halben
Million seiner Untertanen das Leben kostete.
Der Film ist gleichzeitig das erste fiktionale Werk des Oscar®-gekrönten
Dokumentar-Filmers Kevin Macdonald. Sein Talent, Spannung zu erzeugen, stellte
Macdonald schon mit seinen beiden vorherigen Filmen unter Beweis, mit der
atemberaubenden Story vom Überlebenskampf eines Bergsteigers in TOUCHING
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THE VOID („Sturz ins Leere“, 2003) ebenso wie mit dem von der Academy
ausgezeichneten ONE DAY IN SEPTEMBER („Ein Tag im September“, 1999), einer
sorgfältigen Untersuchung der Geiselnahme während der Olympischen Spiele in
München. Macdonald spürte beim Lesen von Giles Fodens preisgekröntem, auf
Tatsachen basierendem Roman The Last King of Scotland, dass diese Geschichte
die Dramatik einer realistischen Erzählung über Terror und das Überleben hatte,
dazu einen tiefen Einblick in die menschliche Natur gewährte und wie ein fiktionaler
Thriller aufgebaut war.
„Für mich war es die klassische Geschichte eines jungen Mannes, der eigentlich auf
Abenteuer aus ist, dann aber viel mehr durchleben muss, als er sich je gedacht hat,
und während dieser Prüfungen dahinterkommt, was für ein Mensch er wirklich ist“,
erklärt Macdonald. „Einerseits könnte es dabei um jeden beliebigen Tyrannen auf der
Welt gehen, aber die Sache interessierte mich vor allem, weil noch nie jemand einen
ähnlichen Film speziell über Afrika gemacht hat.“
Macdonald fährt fort: „Ich fühlte mich schon immer von Projekten angezogen, die den
Zuschauern neue Schauplätze eröffnen, die sie einer Welt aussetzen, die sie nicht
kennen. Auch wenn man noch nie von Idi Amin gehört hat, kann man hoffentlich
neue Einsichten aus DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND mitnehmen.“
So erging es mit Sicherheit vielen der Leser von Giles Fodens 1998 veröffentlichtem
Roman. Das Buch gewann neben dem prestigeträchtigen Whitbread First Novel
Award noch den Somerset Maugham Award, den Betty Trask Award und den
Winifred Holtby Memorial Prize. Foden war mit fünf Jahren von England nach Afrika
gezogen und verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Uganda. Die Idee, einen
Roman über das furchterregende Regime Idi Amins zu schreiben, hatte er schon früh
und fand dann den geeigneten Weg, den Fallstricken all der Mythen zu entkommen,
die sich um Amin ranken, und zum Kern der Legende vorzustoßen: Er entwarf die
Figur eines jungen Arztes, der sich mit dem Diktator anfreundet, aber bald erkennen
muss, dass er in einem Königreich gefangen ist, das mit jedem Tag brutaler wird und
immer mehr außer Kontrolle gerät.
Indem er das moralische Dilemma des fiktionalen Nicholas Garrigan und
schockierende Tatsachenberichte miteinander verknüpfte, konnte Foden nicht nur
einen Einblick in Ugandas Vergangenheit gewähren, sondern auch die Frage danach
stellen, wie sich gewöhnliche Menschen im Angesicht abgrundtiefer Grausamkeit
verhalten. Er nannte den Roman The Last King of Scotland, entsprechend einer von
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Amins größenwahnsinnigen Selbstbezeichnungen (dessen andere Titel für sich
selbst waren beispielsweise „Eroberer des British Empire“ und „Herr aller Tiere der
Erde und Fische des Meeres“).
Produzentin Lisa Bryer erkannte sofort das filmische Potenzial in Fodens Buch. „Der
Stoff passt für mich hervorragend zu all den klassischen Kinothrillern mit
historischem Hintergrund wie etwa SALVADOR (1985) oder MISSING („Vermisst“,
1981)“, sagt sie. „Er hat aber auch eine allgemeine Aussage – jeder, der eine gute
Story mag, wird gefesselt sein. Außerdem hat der Roman wirklich politische
Relevanz, solche Dinge passieren auch heute noch jeden Tag.“
Bryers Partner Charles Steel war ebenso fasziniert. „Es ist einfach eine zeitlose
Erzählung von einem jungen Mann auf der Suche nach einem Abenteuer, der sich
auf diesem Wege verliert und dann doch noch Erlösung findet“, sagt Steel. „Und
dann hat man auch noch diese wunderbare Beziehung – beinahe eine
Liebesgeschichte – zwischen Nicholas und Idi Amin, eine Geschichte wie ‚Die
Schöne und das Biest‘.“
Bryer und Steel präsentierten die Idee Andrea Calderwood, die zu dieser Zeit die
Abteilung Drama bei BBC Schottland leitete, das Projekt in Angriff nahm und auch
noch Andrew Macdonald und Allon Reich von DNA sowie Tessa Ross von FilmFour
an Bord holte. Calderwood war sehr angetan von dem Thema und wollte es
unbedingt trotz aller absehbarer Schwierigkeiten auf die Leinwand bringen. „Die
Story von DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND ist absolut einzigartig und
bedeutungsvoll“, sagt sie. „Sie ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch höchst
originell, keine Neuauflage von irgendetwas, das wir alle schon mal gesehen haben.
Aber gleichzeitig geht sie auch ein Wagnis ein mit der Feststellung, Idi Amin sei auch
nur ein Mensch gewesen – offensichtlich ein Mensch voller Fehler, aber ein Mensch.“
Die Entwicklung des Projekts nahm mehrere Jahre in Anspruch, bis schließlich die
zwei britischen Autoren Peter Morgan und Jeremy Brock ein packendes Drehbuch
ablieferten. „Die Adaption war sehr schwierig“, stellt Bryer fest. „Man musste das
Mitgefühl der Zuschauer für diesen Nicholas Garrigan irgendwie aufrechterhalten,
weil er derjenige ist, der einen in die Welt dieses brutalen Diktators führen soll. Der
Schlüssel war, das empfindliche Gleichgewicht zwischen der Unschuld eines jungen
Mannes und der Arroganz und Brutalität eines Verrückten zu finden.“
Nach Beendigung des Drehbuchs suchten die Produzenten nach einem Regisseur,
der willens war, sich in das filmisch völlig unerschlossene Uganda zu begeben.
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Obwohl die relativ geringe Erfahrung Kevin Macdonalds für solch einen schwierigen
Stoff ein zusätzliches Risiko bedeutete, fanden die Verantwortlichen schnell heraus,
dass er bestens zu dem Thema passte. „Kevin ist großartig“, kommentiert Bryer, „ich
habe noch nie mit jemandem wie ihm gearbeitet. Er ist sehr belesen und intelligent
und dank seines Hintergrunds als Dokumentarfilmer ist er hervorragend in der
Recherche. Wir hätten den Film nicht ohne ihn machen können.“
Es gab noch eine weitere große Herausforderung, bevor man ernsthaft mit der
Produktion beginnen konnte. Macdonald war sich mit den Produzenten einig, dass
der Film unbedingt in Uganda gedreht werden sollte. Doch noch vor nicht allzu langer
Zeit trauten sich nur wenige Europäer oder Amerikaner dorthin, und Idi Amin ist bis
heute eine kontroverse Figur geblieben, die gefährliche Emotionen auslösen kann.
Außerdem fehlt es dem Land an der für Dreharbeiten unabdingbaren Infrastruktur, so
dass man auf die Zusammenarbeit mit den höchsten Regierungskreisen angewiesen
war. Gab es diese Möglichkeit überhaupt? Mit großen Bedenken arrangierten die
Filmemacher ein Treffen mit dem ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni – in der
Hoffnung, er werde dem Projekt seinen Segen geben.
„Von dem Treffen mit Präsident Museveni hing alles ab“, erinnert sich Bryer. „Wir
waren auf seine volle Unterstützung angewiesen, sowohl künstlerisch als auch
finanziell. Es dauerte Wochen, bis wir mit seinem Büro ein Treffen vereinbart hatten.
Als der Tag dann gekommen war, instruierte uns der Medienberater des Präsidenten,
John Nagenda, wie wir uns zu kleiden und zu verhalten hatten. Schließlich saßen wir
in einem riesigen Raum voller ugandischer Flaggen: Kevin, wir Produzenten, Line
Producer Andrew Wood und unsere ugandische Beraterin Emily Mabonga. Uns
gegenüber waren acht Minister und ein strahlender Präsident, das Ganze wurde von
Fernsehkameras und Pressefotografen festgehalten.“
Bryer fährt fort: „Ungefähr nach der Hälfte des Treffens fragte Museveni mich
plötzlich, woher denn mein Stamm komme. ‚Israel und Südafrika, Mr. President‘,
antwortete ich in der Hoffnung, damit nicht alles zu ruinieren. Zwei Stunden später
wurden wir alle hinauskomplimentiert, aber die Minister sagten uns, dass der
Präsident nicht nur unglaublich glücklich sei, dass wir in seinem Land filmen würden,
sondern dass wir auch die volle Unterstützung der Armee, des Parlaments und des
Kabinetts bekämen!“
Macdonald war hingerissen. „Jeder dachte, wir müssten schon ein bisschen verrückt
sein, zum Filmen nach Uganda zu kommen, aber ich war sicher, dass wir den Film
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nur hier würden machen können“, fasst er zusammen. „Uganda hat eine ganz eigene
Atmosphäre und eine großartige moderne Architektur aus den 50er und 60er Jahren,
wie zum Beispiel das Parlamentsgebäude oder das Mulago Hospital. Ich glaube,
dieses untypische, realistischere Bild von Afrika wird viele Leute überraschen. Und
sobald wir in Uganda eingetroffen waren, holte uns die Geschichte wieder ein. Fast
jeder, den wir trafen, hatte unter Idi Amin irgendetwas Bedeutsames erlebt. Es hatte
schon eine gewaltige Bedeutung, an dem Ort zu sein, wo sich alles zugetragen
hatte.“
Ein Mann voller Widersprüche und schockierender Extreme:
Forest Whitaker porträtiert Idi Amin
Nur wenige Namen in der Geschichte der Menschheit sind so berüchtigt wie der
Name Idi Amin. Er hat sich zu Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, Saddam Hussein und
anderen Diktatoren gesellt, die anscheinend keine Grenzen kannten. Aber Amin ist
ein einzigartiger Fall – ein Ex-Boxer und Soldat, der sich buchstäblich aus dem
Nichts nach oben gekämpft hat und mit seinem Stolz und seiner Persönlichkeit viele
glauben machte, er könne das gerade unabhängig gewordene Uganda zu einer
echten afrikanischen Nation machen. Nach seinem erfolgreichen Putsch von 1971
gegen den korrupten und pro-kommunistischen Milton Obote wurde ihm weltweite
Unterstützung zuteil – das britische Außenministerium nannte ihn einen „vorzüglichen
Mann und guten Fußballer“. Doch dann wurde deutlich, dass er seine Gegner
rücksichtslos ermorden ließ und die Regierung nach seinen eigenen bizarren
Wünschen, mystischen „Visionen“ und paranoiden Ängsten ausrichtete.
Amins gefährliche Natur kam zum Vorschein, als er zum extremen Nationalisten
wurde, der Ugandas 50.000 Asiaten des Landes verwies, kriegerische Scharmützel
mit Nachbarstaaten auslöste oder die PLO bei der Entführung eines Airbus der Air
France unterstützte. Er war für Umstände verantwortlich, die Hunderttausende
Ugander das Leben oder die Freiheit kosteten. Im Exil wurden Übelkeit erregende
Geschichten von Folter und Grausamkeit zu Protokoll gegeben, es gab sogar
Gerüchte über Kannibalismus in den höchsten Regierungskreisen.
Dennoch gibt es auch heute noch Menschen in Uganda, die die Verdienste Amins
loben. Kevin Macdonald stellte fest: „Wir fanden heraus, dass in Uganda viele Leute
immer noch großen Respekt vor Amin haben. Menschen aus dem Westen verstehen
nicht, dass er neben seinem massiven Gewalteinsatz auch als unglaublich starke
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Persönlichkeit gesehen wurde. Seine attraktivste und gleichzeitig gefährlichste
Eigenschaft war die Unberechenbarkeit. Er startete mit großartigen Absichten, wurde
aber von seinen eigenen Charakterfehlern zu Fall gebracht. Die Leute hielten ihn
anfangs für freundlich und witzig. Sie dachten, er könne keiner Fliege was zuleide
tun. Diese Widersprüche sind schon faszinierend.“
Von
Anfang
an
war
klar,
dass
es
eine
unglaubliche
schauspielerische
Herausforderung bedeutete, die Paradoxe Amins zum Leben zu erwecken – und all
das im Rahmen eines straff strukturierten Thrillers. Die Produzenten von DER
LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND hatten für diese Aufgabe immer nur einen
Mann im Kopf: Forest Whitaker, der nicht nur als einer der talentiertesten
Schauspieler der Gegenwart gilt, sondern auch eine geradezu unheimliche
Ähnlichkeit mit Amin hat. Whitaker hat sich mit Rollen in so unterschiedlichen Filmen
wie Clint Eastwoods Jazz-Epos BIRD (1988), Neil Jordans Oscar®-gekröntem THE
CRYING GAME (1992) oder Jim Jarmuschs GHOST DOG („Ghost Dog: Der Weg
des Samurai“, 1999) einen Ruf als anspruchsvoller und vielseitiger Darsteller
gemacht.
In DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND kann Whitaker die gespaltene
Persönlichkeit des Diktators – seinen Reiz und die Bedrohung, die von ihm
ausgingen – so überzeugend verkörpern, dass sich manche am Set regelrecht
gruselten. „Forests Darstellungskunst war phänomenal“, meint Charles Steel. „Er
konnte sowohl die Größe als auch die Gefahr dieses Mannes einfangen. Seine
Performance hatte eine unglaubliche Bandbreite und Authentizität.“
Als Whitaker zu dem Projekt kam, hatte er die typischen Vorstellungen von Idi Amin
als Clown und Massenmörder im Kopf, doch seine Perspektive sollte sich schnell
erweitern. „Anfangs hatte ich nur ein sehr dunkles Bild von diesem Mann“, gibt er zu.
„Für mich war er ein großer, zorniger Irrer. Aber nachdem ich den Roman gelesen
und selbst noch etwas recherchiert hatte, sah ich ihn in einem anderen Licht. Ältere
Aufnahmen zeigen ihn als einen Mann, der eben auch äußerst charmant war. Für
mich als Schauspieler bestand die Herausforderung also darin, einen facettenreichen
Charakter darzustellen, nicht nur ein stereotypes Abbild.“
Durch seine Recherche über die persönliche Geschichte Amins kam Whitaker zu
dem Schluss, dass dieser Mann ein Visionär sein wollte, aber an seinen eigenen
Täuschungen
scheiterte.
Er
bemerkt:
„Er
ist
nicht
nur
aus
der
Armut
emporgekommen, sondern von ganz, ganz unten nach wirklich ganz oben. Es hieß
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oft, er sei nicht besonders intelligent, aber er sprach zehn verschiedene Sprachen.
Und ich glaube tatsächlich, dass er mehr Schulen und Krankenhäuser und bessere
Straßen bauen wollte – aber er fand nicht den richtigen Weg, das anzupacken. Und
als er dann um seine Macht fürchten musste, wurde er hochgradig paranoid und zu
einer viel dunkleren Figur.“
Diese Entwicklung führte schließlich zur Entstehung von
Gerüchten über
Kannibalismus und blutige Rituale, die aber nie schlüssig belegt werden konnten.
Heute fragen sich Historiker sogar, ob Amin unter einer Krankheit gelitten haben
könnte, die zu seinem unmenschlichen Verhalten führte. Aber Whitaker wollte sich
nicht zu vielen Spekulationen hingeben, sondern entwickelte seinen Ansatz, indem er
sich auf die menschlichen Aspekte von Amins gescheiterten Träumen und
zügellosen Ängsten konzentrierte. Ohne Amin wieder einmal zum Stereotyp zu
machen, versuchte sich Whitaker an einer eigenen Interpretation der Rolle.
„Ich wollte ihn nicht direkt und in allen Details nachahmen“, erklärt er dazu, „aber
natürlich habe ich mir Aufzeichnungen von Amin angesehen, um ihn als Mensch
besser zu verstehen. Ich untersuchte, wie er sprach, und lernte Suaheli, seine
Muttersprache. Mich hat am meisten interessiert, so etwas wie einen persönlichen
Kern herauszuarbeiten, um den Eindruck zu erwecken: Was auch immer er sonst
gewesen sein mag, er war ein Mensch aus Fleisch und Blut.“
In Uganda wurde Whitaker ständig daran erinnert, wie gespalten die Bevölkerung
immer noch ist durch ihre ganz unterschiedlichen Gefühle in Bezug auf den Diktator.
„Ich traf einen General, der mit Amin zusammengearbeitet hatte“, erinnert er sich,
„und der sagte mir: ‚Sicher, Amin hat meinen Vater getötet, aber auch wundervolle
Dinge für dieses Land getan.‘ So sehen ihn viele Leute heute noch.“
Whitaker wusste, dass die Verkörperung Amins ihn mit Grausamkeiten konfrontieren
und ihn in beängstigende Untiefen bringen würde  und dass ihn das bis ins Innere
erschüttern würde. „Ich war mir darüber im Klaren, dass diese Rolle einen großen
Einfluss auf mich haben würde und meine Sicht auf Afrika und die Welt verändern
würde“, sagt der Schauspieler.
Ein lebensfroher junger Arzt findet sich in einem Albtraum wieder:
James McAvoy als der fiktionale Nicholas Garrigan
Genauso wichtig wie die Rolle Idi Amins war die seines Gegenparts, die Rolle des
jungen, lebensfrohen Mediziners, der sich als Amins Leibarzt anheuern lässt und
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keine Ahnung hat, worauf er sich da einlässt. Die Filmemacher besetzten hierfür den
aufstrebenden
schottischen
Jungstar
James
McAvoy,
der
dem
britischen
Fernsehpublikum durch seine Rolle in der Verfilmung von Zadie Smiths berühmtem
Roman White Teeth und durch seine preisgekrönte Darstellung eines Autodiebs in
der Komödie „Shameless“ (2004) von Channel Four bestens bekannt ist. Das
deutsche Publikum konnte ihn in WIMBLEDON („Wimbledon  Spiel, Satz und ...
Liebe“, 2004) und THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND
THE WARDROBE („Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“, 2005) sehen,
wo er die Schlüsselrolle des Fauns Mr. Tumnus spielte.
Die ursprüngliche Figur des Garrigan in der Vorlage wurde von Giles Foden auf der
Grundlage mehrerer westlicher Personen zusammengesetzt, die Idi Amin nahe
waren, so etwa eines ehemaligen britischen Soldaten, der als einer der engsten
Vertrauten Amins galt. Der Charakter wurde aber auch dadurch inspiriert, dass Amin
tatsächlich einen schottischen Leibarzt hatte.
McAvoy fand sofort Gefallen an der Rolle. „Das Drehbuch war fantastisch, es ist sehr
kraftvoll und menschlich“, sagt er. „Nicholas reizte mich, weil er eine riesige
Bandbreite von Emotionen und Umständen durchlebt, er ist ein sehr komplexer,
differenzierter Charakter. Nicholas ist so was wie die Verkörperung aller, die sich in
das Monster Idi Amin verliebt haben und irgendwann aufwachen und sehen mussten,
dass sie in einen Albtraum verwickelt waren.“
Aber McAvoy wollte seiner Figur Nicholas nicht nur eine Beobachterrolle geben –
dieser Charakter sollte vielmehr über jede Menge jugendlichen Elan und Witz
verfügen, damit das Publikum ihn auf seiner Reise in die Dunkelheit bereitwillig
begleiten würde. „Meine Herausforderung war, Nicholas als einzigartigen Menschen
zu sehen und nicht nur als den Erzähler, der einem die Geschichte näher bringt“,
sagt McAvoy. „Er sollte von Anfang an interessant wirken, denn es würde jede
Menge Arbeit bedeuten, ihn später all die schwierigen und verachtenswerten Dinge
tun zu lassen. Obwohl es ihn nicht wirklich gibt, musste er doch wahrhaftig
rüberkommen.“
Je mehr er sich in seine Rolle hineinversetzte, desto verständlicher schien McAvoy
die Freude, die Nicholas an Amins Begleitung empfand. „Garrigan will die Welt
sehen, in Abenteuer verwickelt werden, und sein erster Job in einem ugandischen
Krankenhaus scheint ihm anfangs so gar nicht aufregend und glamourös. Er hat
Angst, sein Leben könne in die Langeweile abdriften“, bemerkt er. „Aber als er dann
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Idi Amin trifft, sind seine Abenteuerlust und Leidenschaft wiedererweckt. Diese
riesige, ikonenhafte Figur sagt ihm, er sei tapfer, etwas Besonderes, habe
hervorragende Ideen und dass er etwas im Land bewegen könne. Dem kann
Nicholas kaum widerstehen. Diese Art von Macht ist betäubend.“
Am Ende, so McAvoy, werde Nicholas zu einem „hässlichen Schotten“, der durch
seine Naivität viel mehr in Uganda anrichtet, als er je beabsichtigt habe. „Nicholas
macht riesige Fehler, man kann an ihm sehen, wie ein Mann ohne Absicht
unglaublich zerstörerisch sein kann“, fährt er fort. „Seine Selbstherrlichkeit und seine
Eitelkeit lassen ihn den Karren voll gegen die Wand fahren. Das Faszinierende an
dem Film ist, dass er zeigt, dass böse Menschen nicht immer Schlechtes und gute
Menschen nicht immer Gutes tun – und dass der Untergang eines ganzen Landes
ein sehr komplexer Vorgang ist, in dem sich gute und böse Absichten vermischen.“
Die Filmemacher waren begeistert von der Hingabe, mit der McAvoy spielte. „James
war in fast jeder Szene im Film“, bemerkt Charles Steel. „Seine Performance war
wunderbar, er machte es nachvollziehbar, wie leicht verführbar man in einer solchen
Situation sein kann. Er zeigt, was passiert, wenn man irgendwann die rosarote Brille
abnehmen und die Bedrohung erkennen muss.“
In den drastischsten Szenen mit McAvoy geht es um körperliche Folter – die dadurch
noch schlimmer wird, dass sie durch einen alten Freund geschieht. Der Schotte
musste hier an seine schauspielerischen Grenzen gehen. „Diese Folterszenen zogen
sich über Tage hin und waren emotional extrem auszehrend“, sagt er. „Es war aber
auch sehr interessant. Wenn Forest als Idi Amin sagt ‚ich werde dich töten‘, dann
dachte ich mir ‚ja, ja, vielleicht solltest du das auch, egal ob du ein Monster bist oder
nicht, denn ich bin echt verabscheuungswürdig‘. Das war alles sehr intensiv, und es
war nicht so einfach, danach wieder normale Szenen zu drehen. – ‚Wie, ich muss
ihm jetzt die Hand schütteln und Hallo sagen? Wo ist all der Schmerz geblieben, die
Angst, dieses furchtbare Gefühl von Verrat und Hilflosigkeit? ‘“
McAvoy war während des Drehs vor allem von Whitakers Darstellung begeistert. „Er
zeigt wirklich den ganzen Amin“, bemerkt er, „seine guten Seiten und seine
Menschlichkeit genauso wie den anderen Teil seiner Persönlichkeit. Man konnte nie
sicher sein, ob er gleich einen Lachanfall bekommen oder dich umbringen würde. Bei
Amin musste man ständig achtsam sein, und Forest spielt das absolut brillant. Forest
gilt ja als ruhiger, sanfter Mensch, aber es gibt nichts Furchteinflößenderes als einen
guten Mann, der seine bösen Seiten zeigt.“
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Zwei Frauen in Idi Amins Uganda:
Gillian Anderson und Kerry Washington stoßen zur Besetzung
Schon vor seiner Bekanntschaft mit Idi Amin sorgt Nicholas Garrigan für Ärger – er
beginnt eine Affäre mit Sarah, der schönen, einsamen Frau seines Chefarztes. Für
diese kleine, aber bedeutende Rolle wählten die Filmemacher Gillian Anderson,
einem breiten Publikum bekannt durch ihre Darstellung der Dana Scully in der
Erfolgsserie „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“, die zahlreiche Golden Globes
und Emmys gewann. Hier spielt sie einen völlig anderen Charakter – die stille,
übersättigte Ehefrau eines Mannes, dessen Sanftheit und Freundlichkeit es ihr
unmöglich machen, ihre eigenen unerfüllten Begierden zu artikulieren.
Anderson war sehr daran interessiert, durch das Skript mehr über die mythologisierte
Figur Idi Amins zu erfahren. „Das Drehbuch reizte mich, weil die Geschichte wirklich
die Jekyll-und-Hyde-Natur von Idi Amin zum Vorschein bringt“, sagt sie. „Man sieht
sowohl den verführerischen Mann, der genauso geliebt wie gehasst wurde, als auch
den zornigen, verblendeten Diktator, einen gefährlichen Verrückten.“
Auch in Sarahs kurzes Techtelmechtel mit Nicholas konnte sie sich einfühlen. „So
wie ich sie sehe, hat Sarah einfach eine große Sehnsucht nach allem, was aus dem
Westen kommt, nach neuer und aufregender Gesellschaft. Zwischen Nicholas und
ihr funkt es sofort“, sagt Anderson. „Aber als er sie verlässt, um für Idi Amin zu
arbeiten, sieht sie ihn in einem anderen Licht.“
Nachdem er ein fester Bestandteil von Amins Stab geworden ist, lässt Garrigan sich
auf eine andere, weitaus gefährlichere Affäre ein: mit Kay Amin, einer der Frauen des
polygamen Diktators. Er fühlt sich von ihrer Standhaftigkeit angezogen und ist
wütend über Amins brutale Behandlung ihres unter Epilepsie leidenden Sohnes, so
dass er bei ihr nach Trost sucht, als sein Weltbild zu bröckeln beginnt.
Kay wird von Jungstar Kerry Washington dargestellt, die durch ihre Rolle neben
Jamie Foxx als Ray Charles’ Ehefrau in dem hochgelobten RAY (2004) auf sich
aufmerksam machte. Außerdem trat sie noch in Filmen wie MR. & MRS. SMITH
(2005) und FANTASTIC FOUR (2005) auf. Die Geschichte, die auf einer wahren
Person basiert, faszinierte Washington. Die echte Kay Amin wird als schöne und
intelligente Studentin beschrieben, die nach einer kurzen Affäre zur zweiten Frau
Amins wurde. Ihr Leben endete auf rätselhafte Weise, man fand ihre Leiche im
Kofferraum eines Wagens. Eine Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass sie an
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den Folgen einer Abtreibung gestorben war, die von ihrem Liebhaber, einem
ugandischen Arzt, durchgeführt worden war.
Aber es war nicht nur Kays Geschichte, die Washington begeisterte; das Drehbuch
von DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND entführte sie in eine Welt, die sie nie
vorher gesehen hatte. „Die Story ist eine wunderbare historische Erzählung,
scheinbar über bestimmte geschichtliche Vorgänge in Uganda, aber für mich geht es
vielmehr um menschliche Beziehungen und die Auswirkungen all dieser Vorgänge
darauf. Also um die privaten, persönlichen und emotionalen Folgen von Gewalt“, so
Washington.
James McAvoy genoss besonders die Vielschichtigkeit der Beziehung zwischen
seinem Charakter und Washingtons Kay – die in einer Schwangerschaft Kays gipfelt.
„Es geht nicht nur um zwei Menschen, die sich inmitten größter Gefahr ineinander
verlieben“, bemerkt er. „Die beiden hätten sich noch nicht einmal füreinander
interessiert, wären sie nicht beide in großer Not gewesen, auf der Suche nach einem
Rettungsanker. Für sie ist es nicht nur Leidenschaft, sondern Überlebenswille. Kerry
ist mit ihrer Komplexität und Vielseitigkeit perfekt für diese Rolle.“
Diese Chemie zwischen den beiden war am Set zu spüren. „Ihre gemeinsamen
Szenen gehören zu den sinnlichsten, die ich je gesehen habe“, sagt Produzentin Lisa
Bryer.
Die Möglichkeit, in Afrika zu drehen, war ein weiterer Punkt, der Washington an dem
Projekt reizte. „Ich stamme aus einer Akademikerfamilie, da ist es immer besonders
interessant, wenn man sich in eine völlig neue soziokulturelle Umgebung stürzen
kann“, erklärt sie. „Ich habe es wirklich genossen, mich mit der Kultur vertraut zu
machen und ihren Einfluss auf Kays Gefühlswelt nachzuvollziehen.“
Während der Dreharbeiten arbeitete der örtliche Berater Charles Mulekwa – ein
ugandischer Dramatiker, der bereits in den USA tätig war und so eine Verbindung
zwischen den Kulturen herstellen konnte – sehr eng mit den Darstellern zusammen.
Er konnte sie noch näher an die ugandische Kultur und Sprache heranführen.
„Sobald ich an Bord war, habe ich sofort mit den amerikanischen Schauspielern
gesprochen, um sie darüber zu informieren, was sie in diesem Land zu erwarten
hatten. Dann fingen wir an, am Akzent zu arbeiten“, sagt er. „Weder Kerry noch
Forest waren jemals in Afrika. Also mussten sie erst einmal den Unterschied
zwischen amerikanischem und ugandischem Englisch lernen. Als Kerry das Land
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verließ, beherrschte sie afrikanisches Englisch und Forest hatte sehr, sehr gut
Suaheli gelernt.“
Auf nach Kampala: Die Dreharbeiten in Uganda
Der größte Teil von DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND wurde in und um
Kampala, Uganda, gedreht. Kampala ist eine Stadt, die in den letzten Jahren mit
gewaltigen Problemen zu kämpfen hatte, mittlerweile aber zu einer einzigartigen und
einer der belebtesten Metropolen Afrikas geworden ist. Die Stadt wurde auf sieben
fruchtbaren Hügeln erbaut und hat beeindruckende Beispiele moderner Architektur
zu bieten.
Für den ugandischen Berater Charles Mulekwa bot DER LETZTE KÖNIG VON
SCHOTTLAND die Möglichkeit, Stadt und Land aus einem neuen Blickwinkel zu
zeigen, der so gar nicht den typischen Nachrichtenbildern entspricht. „Ich habe mich
sehr auf den Film gefreut, denn als ich Kevin Macdonald das erste Mal traf, sagte er
mir: ‚Wenn ich diesen Film mache, möchte ich auch die Schönheit Ugandas zeigen,
nicht nur all die Krankheiten und die furchtbaren Bilder von verhungernden Kindern,
die man aus den Nachrichten kennt, sondern eben auch die guten Seiten.‘ Das hat
mich sehr gefreut, der fertige Film zeigt nun wirklich das komplette Uganda mit
seinen positiven, negativen und schrecklichen Aspekten und wird dem Land so
wirklich gerecht!“
Die Filmemacher hatten die Möglichkeit, an vielen Originalschauplätzen zu drehen,
etwa im Mulago Hospital  unter Amin das Prunkstück des ugandischen
Gesundheitssystems , im Parlamentsgebäude im Herzen Kampalas oder am
Entebbe Airport, der durch eine Geiselnahme berühmt wurde, die 1970 die Welt in
Atem hielt. Doch trotz dieses Potenzials war die logistische Organisation der
Dreharbeiten das reine Chaos, da in Uganda normalerweise keine Filme produziert
werden.
„Der enorme Einsatz des ganzen Teams, deren Hingabe an das Projekt, die
Bereitschaft, all die Herausforderungen anzunehmen und mit so vielen Menschen zu
arbeiten, die keinerlei Erfahrung mit Film hatten, die ganze Energie und der Humor –
ohne das hätten wir es in Uganda nicht schaffen können“, sagt Andrea Calderwood
dazu.
Schon am ersten Tag der Dreharbeiten nahm das Unheil seinen Lauf. Calderwood
erinnert sich: „Wir hatten schon alles für eine bestimmte Einstellung vorbereitet,
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sämtliche Autos, alle Statisten standen parat – und dann ist der Rettungswagen nicht
angesprungen. Anscheinend hatte uns jemand über Nacht den Sprit geklaut, also
mussten wir den Wagen ins Bild hineinschieben – in der allerersten Einstellung des
Films. Es gab jeden Tag andere Kleinigkeiten, die uns aufhielten. Viele von den
Fahrzeugen, die wir verwendet haben, waren seit Jahren nicht angerührt worden und
fuhren nicht mehr vernünftig. Oft verschwand Benzin. Vieles aus der Requisite war
noch nie für einen Film benutzt worden, also dauerte damit alles doppelt so lange.
Aber das Team hatte eine fantastische Einstellung, und ich glaube, wir können alle
stolz sein auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.“
Charles Steel war besonders beeindruckt von dem Austausch, der zwischen der
Crew und den Dutzenden afrikanischer Trainees entstand. „Es hat sich wirklich
gelohnt, die Ugander im Filmemachen auszubilden“, sagt er. „Manchmal war es auch
schwierig und frustrierend, aber letztendlich war es eine bereichernde Erfahrung. Ich
hoffe, dieser gemeinschaftliche Geist und die Synergieeffekte der gemeinsamen
Arbeit verschiedener Kulturen finden sich irgendwie im Film wieder.“
Immer wieder wurden die Filmemacher auch von der nackten Realität um sie herum
überwältigt. Calderwood meint dazu: „Als wir im Mulago Hospital filmten, war es dort
völlig überfüllt, wir haben viele Schwerkranke gesehen, während der Dreharbeiten
wurden Leichen an uns vorbeigeschoben. In Momenten wie diesen wurde uns
wirklich klar, dass hinter dem fiktionalen Film eine wahre Geschichte voller Schmerz
und Leiden steckt. Wir wurden ständig an diese Bedeutung unserer Erzählung
erinnert.“
Um in DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND sowohl einen erhellenden Einblick
in das Land Uganda als auch die visuelle Spannung eines Thrillers zu gewährleisten,
arbeitete Kevin Macdonald sehr eng mit Kameramann Anthony Dod Mantle
zusammen, der für seine Arbeiten an den Dogma-Filmen von Thomas Vinterberg und
Lars von Trier ebenso bekannt ist wie für Danny Boyles gefeierte Apokalypse-Saga
28 DAYS LATER (2002). Mantle hatte schon einige Male in Afrika und Uganda
gedreht – etwa die surreale „Flugkrankheit“-Sequenz in Thomas Vinterbergs IT’S ALL
ABOUT LOVE (2002) – und kannte daher bereits die krassen Extreme und die
landschaftliche Schönheit.
„Ich wollte an dem Film mitarbeiten, weil ich das Drehbuch hervorragend fand mit
seinem Mix aus Unterhaltung, Spannung und den Einblicken in extreme
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Verhaltensweisen – und es schien mir auch visuell interessant umsetzbar“,
beschreibt Mantle seine erste Reaktion.
Bei der Arbeit mit Macdonald stieß er auch schnell auf kreative Synergien. „Wir
haben beide mit Dokumentarfilmen angefangen und ich glaube, dass wir so offener
für exzentrische, ungestylte Bilder sind. Wir halten immer Ausschau nach dem
Ungewöhnlichen und Unentdeckten“, fügt er hinzu.
Zu Mantles Aufgabe gehörte es unter anderem auch, dem Film einen starken,
mutigen Stil zu verpassen, mit dem er trotz seines historischen Themas die
Standards eines zeitgenössischen Thrillers erfüllen konnte. Charles Steel bemerkt
dazu: „Anthony ist ein Genie, der Look, den er mit Kevin entworfen hat, wirkt sehr viel
rauer, als man es in einer normalen Geschichte über Afrika erwarten würde. Sie
hatten sich darauf verständigt, auf Kamerawagen oder Kräne zu verzichten, sondern
dafür Steadycams zu benutzen. Dieser viel freiere, fließende Stil und die Leistungen
der Schauspieler haben einen sehr intensiven und wunderschönen Film geschaffen.“
Die Möglichkeit, vor Ort zu drehen, war für Mantle das Entscheidende. „Wenn wir in
Südafrika oder in Kenia gedreht hätten, dann hätten wir nie die besondere Magie
einfangen können, dort zu sein, wo sich alles abgespielt hat“, meint er. „Ich denke,
das ist im Film auch sichtbar, ohne dass man es genau nachweisen könnte. Es gab
einfach eine gewisse Energie um die Kamera und die gesamte Szenerie. In einem
Raum des Parlaments zu sitzen, der voller Einschusslöcher ist oder auf einem Stuhl,
den möglicherweise auch Amin benutzt hat, machte die Arbeit immer wieder aufs
Neue interessant.“
Mantles Spontaneität und Flexibilität kamen den Herausforderungen der Arbeit in
einem Dritte-Welt-Land sehr entgegen. Kevin Macdonald sagt dazu: „Anthony ist
bekannt dafür, dass ihn nichts so leicht aus der Ruhe bringt, das konnte er während
der Produktion auch wirklich unter Beweis stellen. Trotz unserer bescheidenen
Ressourcen und der geringen Zeit hat er einen wunderbaren Look für den Film
geschaffen.“
Mantle liebt zwar die Landschaften Ugandas, fand aber auch heraus, dass Forest
Whitakers Gesicht ebenfalls eine ganz eigene Geografie zur Verfügung stellt. „Forest
durchs Objektiv zu beobachten, ist beeindruckend“, stellt er fest. „Mir ist aufgefallen,
dass es ganz bestimmte Unterschiede zwischen den beiden Hälften seines Gesichts
gibt. Die Bandbreite seines Ausdrucks ist unglaublich, gerade auch ohne dass er viel
sprechen müsste. Seine Darstellung ist meiner Meinung nach so effektiv, weil er
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eigentlich an der Oberfläche eine sehr sanfte, freundliche Person ist. Wenn dann das
Irrationale aus ihm hervorbricht, wirkt das umso monströser.“
Den Verletzungen der Vergangenheit auf den Grund gehen
Die ugandischen Reaktionen auf DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND
Idi Amin ging 1979 ins saudische Exil und verstarb dort im Jahre 2003, doch sein
Vermächtnis erschüttert Uganda noch immer. Da fast jeder Bürger des Landes von
seiner Herrschaft beeinflusst worden war, fürchtete Kevin Macdonald zunächst, an
sehr schmerzhafte Emotionen und Erinnerungen rühren zu müssen. Doch schon bei
seiner ersten Reise nach Uganda fiel ihm auf, dass die Einheimischen begierig
waren, über Amin zu sprechen – sie wollten der Welt ihre Geschichten und die ihres
Landes erzählen und sie so mit jemandem teilen.
„Ich machte mir vor allem Sorgen um die, die während dieser Zeit Verwandte
verloren hatten“, so Macdonald. „Aber seltsamerweise hat sich das vor Ort geändert,
weil die Menschen so offen und differenziert über das Thema sprachen – nicht nur in
schwarz und weiß. Es gab niemanden, der uns gesagt hätte: ‚Warum wollt ihr einen
Film über unsere Geschichte machen, was wisst ihr denn schon?‘ Im Gegenteil, jeder
wollte uns von dieser Geschichte erzählen, mit all ihren Widersprüchen, das war sehr
erfreulich. Die Ugander nahmen mir meine Befürchtungen.“
Durch die Arbeit mit so vielen Einheimischen ging viel von deren Geist in den Film
mit ein. Einer ihrer Stars ist Stephan Rwangyezi, der den loyalen, aber dennoch dem
Untergang geweihten Minister Wasswa spielt. Rwangyezi arbeitet darüber hinaus mit
einer Darstellergruppe in Uganda, die jungen Musikern, Tänzern oder Schauspielern
zu Auftritten verhilft. Daher freute er sich besonders über die Produktion von DER
LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND in Kampala, schließlich gab sie vielen seiner
Studenten die langersehnte Möglichkeit, an einem Film mitzuarbeiten.
Mit vielen seiner Landsleute teilt Rwangyezi dunkle Erinnerungen an die 70er, aber
auch er setzte sich dafür ein, die gesamte Geschichte Amins zu erzählen. „Dieser
Film wirft einen neuen Blick auf Amin und die Kräfte, die ihn umgaben“, sagt er. „Ich
hatte immer Probleme damit, wenn Amin einfach als Irrer dargestellt wurde. Zu
seinem ersten Kabinett, dem auch meine Figur angehörte, gehörten engagierte
Intellektuelle, die einfach die Nase voll von dem hatten, was im Land vorging, und
hofften, die Dinge ändern zu können.“
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Er fährt fort: „Idi Amin war nicht einfach ein Unfall, sondern in gewisser Weise eine
logische Konsequenz aus unserer Geschichte. Das Land Uganda wurde unter der
kolonialen Herrschaft einfach irgendwie zusammengeschustert, und aus diesem
Durcheinander konnte eine Figur wie Amin entstehen.“
Mit der heute vergleichsweise stabilen politischen Situation wird man in Uganda
immer optimistischer, die Zukunft in die eigenen Hände nehmen zu können. „Die
Ugander haben ein neues Kapitel aufgeschlagen“, meint Rwangyezi. „Ich hoffe, dies
ist nicht der letzte Film, der von dem Land erzählt. Ich denke, DER LETZTE KÖNIG
VON SCHOTTLAND wird ein rundes, wahres Bild von Uganda abliefern, denn es gibt
eben auch sehr viele positive Dinge an unserem Land.“
Die Fakten hinter der Fiktion:
Über Idi Amins Uganda
DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND ist ein fiktionaler Thriller – doch hinter der
erzeugten Spannung liegt die wahre Geschichte Ugandas unter der Herrschaft von
Idi Amin. Obwohl für den Film einiges zusammengefasst werden musste und
fiktionale
Charaktere
wie
Nicholas
Garrigan
dazukamen,
sind
einige
der
furchterregenden Ereignisse tatsächlich so geschehen, wie sie geschildert werden.
Hier nun eine kurze Zusammenfassung von Amins Leben und der Geschehnisse in
Uganda unter seiner Herrschaft.
1925:
Idi Awo-Ongo Ongoo wird als Mitglied des Kakwa-Stammes in
Koboko in Nordwest-Uganda geboren. Sein Vater ist Farmer und
seine Mutter eine Kräuterexpertin, die man für eine Zauberin hält.
1930:
Nach der Trennung seiner Eltern wird Idi in Buganda von seiner
Mutter aufgezogen. Während seiner nur rudimentären
Schulausbildung kommt sein sportliches Können ans Licht. Er
konvertiert zum Islam und nennt sich fortan Amin Dada.
1946:
Als junger Mann tritt Amin den King’s African Rifles bei, einem
Regiment der britischen Kolonialarmee, die über Uganda
befehligt. Zwei Jahre später wird er zum Korporal befördert, 1958
zum Befehlshaber seiner Einheit.
1951:
Amin erntet seinen ersten Ruhm im Boxring als
Halbschwergewichtsmeister von Uganda – er wird diesen Titel
neun Jahre lang verteidigen.
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1952:
Amin schlägt mit der britischen Armee die brutale „Mau Mau“Revolte in Kenia nieder. Seine Offiziere beschreiben ihn als
„geborenen Anführer“.
1961:
Mit der Ernennung zum Leutnant wird Amin einer von nur zwei
einheimischen Offizieren, die unter der britischen Herrschaft in
diesen Rang befördert wurden.
1962:
Truppen unter Amins Kommando werden beschuldigt, in der
kenianischen Region Turkana ein Massaker mit Folter und
weiteren abscheulichen Taten (z. B. Lebendbegräbnissen)
ausgeübt zu haben. Die Verantwortlichen entscheiden sich aber,
Amin nicht vor ein Kriegsgericht zu stellen.
1962:
Uganda wird am 9. Oktober unabhängig und von nun an von
Premierminister Milton Obote geführt. In dieser Zeit unterzieht
sich Amin in Israel einer Ausbildung als Fallschirmjäger.
1964:
Amin wird zum stellvertretenden Befehlshaber des Heeres und
der Luftwaffe von Uganda ernannt.
1966:
Unter dem Druck eines Finanzskandals setzt Obote die
ugandische Verfassung außer Kraft, lässt die Hälfte seines
Kabinetts verhaften und ernennt sich zum Präsidenten auf
Lebenszeit. Amin etabliert sich unterdessen als Held der Nation
durch einen siegreichen Angriff auf den König von Buganda,
Anführer des einflussreichsten Clans im Land. Später wird Amin
seinen Erfolg damit erklären, dass er nicht von Kugeln verletzt
werden könne.
1969:
Nach einigen im letzten Moment verhinderten Attentaten lässt ein
nervöser Obote Idi Amin von dessen Befehlshaberposten
entfernen.
1971:
Mit der Unterstützung Großbritanniens führt Amin einen
erfolgreichen Putsch gegen Obote durch, die Nation feiert in der
Hoffnung auf eine neue Ära. Amin ernennt sich zum Präsidenten
und erhält massive Unterstützung durch seine Versprechungen,
die Geheimpolizei abzuschaffen, alle politischen Gefangenen
freizulassen, die Wirtschaft zu reformieren und freie Wahlen
abzuhalten. Die internationale Reaktion auf seine Herrschaft ist
anfänglich überwältigend positiv.
1971:
Sechs Wochen nach der Machtübernahme Amins explodiert eine
Bombe im Makindye Prison in Kampala und tötet 32 in einer
einzelnen Zelle zusammengepferchte Offiziere. Schätzungen
gehen davon aus, dass Amin innerhalb eines Jahres zwei Drittel
der alten ugandischen Armee töten ließ. Amin setzt
Todesschwadronen unter dem Banner des sogenannten „State
Research Bureau“ ein und sorgt für die Ermordung und
21
Hinrichtung (üblicherweise durch Kopfabschlagen) aller, die er
noch für Unterstützer Obotes hält.
1972:
Amin verweist die gesamte asiatische Bevölkerung Ugandas des
Landes, weil Uganda ein „Land für Schwarze“ sein soll. Mehr als
50.000 indische und pakistanische Familien haben nur 90 Tage
Zeit zur Evakuierung und dürfen nur das mitnehmen, was sie mit
beiden Händen tragen können.
1972:
Amins Feldzug gegen seine angeblichen Feinde verschärft sich
weiter, Hunderttausende werden entführt und umgebracht. Unter
ihnen sind nicht nur seine eigenen Minister und Beamte, sondern
auch Richter, Geistliche, Professoren, Journalisten,
Geschäftsleute und alle weiteren Bürger, die aus irgendeinem
Grund verdächtig scheinen.
1972:
Großbritannien und Israel ziehen ihre Unterstützung für Amin
zurück. Er wendet sich nun an Libyen und die Sowjetunion und
bittet um Hilfe.
1973:
Die USA schließen ihre Botschaft in Uganda.
1974:
Die verstümmelte Leiche von Idis zweiter Frau Kay Amin wird im
Kofferraum ihres Liebhabers, eines ugandischen Arztes,
gefunden, der sie anscheinend vergiftet hatte. Eine
zufriedenstellende Erklärung für den grausamen Fund bleibt aus.
1975:
Amin ist immer noch sehr beliebt in ganz Afrika und wird
folgerichtig Präsident der Organisation für Afrikanische Einheit
(OAU).
1976:
Ein „Air France“-Jet mit Israelis und Juden an Bord wird auf dem
Weg nach Paris von pro-palästinensischen Terroristen entführt
und landet auf dem Entebbe Airport, nachdem Amin sichere
Zuflucht angeboten hat. Er nimmt persönlich an den
Verhandlungen mit den Geiselnehmern teil, wird aber am 4. Juli
von israelischen Sondereinheiten überrascht, die durch eine
erfolgreiche Stürmung die meisten Passagiere befreien können.
Während des stundenlangen Einsatzes werden zwei Geiseln
erschossen und eine zurückgelassen: Die britisch-israelische
Großmutter Dora Bloch, die später brutal hingerichtet wird. Als
Reaktion bricht Großbritannien die diplomatischen Beziehungen
zu Uganda ab.
1978:
Der Anstieg der Inflation führt Uganda tiefer in den Abgrund,
bewaffnete Aufstände brechen aus und es kommt immer wieder
zu Putschversuchen. Um von diesen Problemen abzulenken,
greift Amin das Nachbarland Tansania an.
1979:
Siegreiche Truppen aus Tansania nehmen Kampala ein und
Amin flieht mit vier Ehefrauen, 30 Geliebten und mindestens
22
zwanzig seiner Kinder nach Libyen. Von dort aus geht er kurz in
den Irak, um sich bald für den Rest seines Lebens in Jeddah in
Saudi-Arabien niederzulassen.
1980:
Milton Obote übernimmt wieder die Macht in Uganda, aber sein
Regime ist so brutal wie das von Amin. Im Norden des Landes
bricht ein Bürgerkrieg aus, der bis heute Abertausende das
Leben gekostet hat.
1986:
Yoweri Museveni, der in der 70ern ins Exil gegangen war, wird
Präsident Ugandas und macht sich an die schwierige Aufgabe,
ein zerstörtes Land neu aufzubauen.
1989:
Idi Amin unternimmt einen letzten Rückkehrversuch nach
Uganda, wird aber in Kinshasa im damaligen Zaire gestoppt und
gewaltsam nach Saudi-Arabien zurückgebracht.
2003:
Idi Amin stirbt in Saudi-Arabien an Nierenversagen.
2006:
Der Fortschritt in Uganda hat zu einem spürbaren
Wirtschaftswachstum und zu einer Verbesserung der Lage im
Kampf gegen das HI-Virus und bei der Schulausbildung geführt.
Der bewaffnete Aufstand aus den 80ern schwelt aber immer
noch im Norden des Landes und sorgt immer wieder für
Entführungen, Angriffe und schwere humanitäre Krisen.
ÜBER DIE DARSTELLER
FOREST WHITAKER (Idi Amin)
Forest Whitaker ist einer der bekanntesten Schauspieler/Regisseure/Produzenten
Hollywoods, der sein vielseitiges Talent schon in einer Vielzahl herausfordernder
Rollen beweisen konnte.
So hat er etwa die Aufmerksamkeit der Kritiker mit seiner Performance in der TVSerie „The Shield“ (2002) mit Michael Chiklis auf sich gezogen. Darüber hinaus
spielte er in dem gerade fertiggestellten Thriller VANTAGE POINT mit Dennis Quaid
und Matthew Fox. Seine zukünftigen Projekte sind unter anderem der für 2008
angekündigte WHERE THE WILD THINGS ARE von Regisseur Spike Jonze, einer
Adaption von Maurice Sendaks Kinderbuch, die ein Mix aus Realfilm, Zeichentrick
und Puppenfilm werden soll. Man wird ihn auch als Teil des Ensembles von THE AIR
I BREATHE neben Kevin Bacon und Andy Garcia sehen.
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Whitaker fungierte bei Anne Rices „Feast of all Saints“ (2001) für Showtime als
Ausführender Produzent. Außerdem hat er in Filmen wie „Witness Protection“ (1999)
für HBO, LIGHT IT UP (1999), PHENOMENON („Phenomen – Das Unmögliche wird
wahr“, 1996), SPECIES (1995), SMOKE (1995), READY TO WEAR („Prêt-à-Porter“,
1994), JASON’S LYRIC (1994), PLATOON (1986), GOOD MORNING VIETNAM
(1987), CONSENTING ADULTS („Gewagtes Spiel“, 1994), STAKEOUT („Die Nacht
hat viele Augen“, 1987), THE COLOR OF MONEY („Die Farbe des Geldes“, 1986),
JOHNNY HANDSOME („Johnny Handsome – Der schöne Johnny“, 1989),
DOWNTOWN (1989), DIARY OF A HIT MAN („Keiner kommt hier lebend raus“,
1991), BODY SNATCHERS (1993), VISION QUEST („Crazy For You“, 1984) oder
FAST TIMES AT RIDGEMONT HIGH („Ich glaub, ich steh im Wald“, 1981)
mitgewirkt.
Der bei Kritik und Publikum äußerst erfolgreiche WAITING TO EXHALE („Waiting to
Exhale – Warten auf Mr. Right“, 1995) markierte Whitakers ersten Kinofilm als
Regisseur, nachdem er bereits für sein Debüt „Strapped“ (1993) für HBO als „Best
New Director“ auf dem Filmfestival von Toronto ausgezeichnet worden war. Bei
HOPE FLOATS („Eine zweite Chance“, 1998) mit Sandra Bullock führte er ebenfalls
Regie. Für alle diese Filme produzierte er auch den jeweiligen Soundtrack, konnte
insgesamt über zwölf Millionen Alben verkaufen und 14 Grammy-Nominierungen
einheimsen.
JAMES McAVOY (Nicholas Garrigan)
James McAvoy ist in der Rolle des Fauns Mr. Tumnus in THE CHRONICLES OF
NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE („Die Chroniken von
Narnia: Der König von Narnia“, 2005) bestens bekannt. Vor diesem Film machte er
durch seine Darstellung des Leto II in der Sci-Fi-Channel-Serie „Children of Dune“
(2003) nach den Büchern von Frank Herbert auf sich aufmerksam.
Demnächst kann man McAvoy in der romantischen Komödie STARTER FOR TEN,
der zeitgemäßen Fabel PENELOPE, der Jane-Austen-Biografie BECOMING JANE
und in ATONEMENT neben Keira Knightley sehen. 2007 wird er mit Regisseur Timur
Bekmambetov (NIGHTWATCH, „Wächter der Nacht – Nochnoi dozor“, 2004;
DAYWATCH, 2006) den Film WANTED drehen.
Zu Hause in Großbritannien hat der junge Schotte für den BBC-1-Thriller „State of
Play“ (2003) und für „Early Doors“ (2003) auf BBC-2 das Lob der Kritik geerntet.
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Vorher drehte er „White Teeth“ (2002) für Channel Four, wo er auch in „Shameless“
(2004) zu sehen war. In Stephen Frys Film BRIGHT YOUNG THINGS (2003) mit
Peter O’Toole und Stockard Channing spielte er die Hauptrolle, trat neben Kirsten
Dunst, Paul Bettany und Sam Neill in der romantischen Komödie WIMBLEDON
(„Wimbledon – Spiel, Satz und ... Liebe“, 2004) auf und spielte den an multipler
Sklerose erkrankten Rory O’Shea in RORY O’SHEA WAS HERE („Inside I’m
Dancing“, 2004).
Zu seinen früheren Arbeiten gehören Rollen in BOLLYWOOD QUEEN (2002),
TRENCH HORROR (2002) und REGENERATION („Der Preis der Ehre“, 1997) mit
Jonathan Pryce. Fernsehauftritte hatte er unter anderem in der preisgekrönten
Miniserie „Band of Brothers“ („Band of Brothers – Wir waren wie Brüder“, 2001) von
HBO, die von Tom Hanks und Steven Spielberg produziert wurde. Für die BBC
drehte er zum Beispiel „Inspector Lynley Mysteries“ (2001), „Murder in Mind“ (2001)
und „Lorna Doone“ (2000). Noch bevor McAvoy, der aus Scotstoun im Westen
Glasgows stammt, sein Studium an der renommierten Royal Scottish Academy of
Music and Drama antrat, hatte er im Alter von 16 Jahren sein Debüt in dem britischen
Film THE NEAR ROOM („Die Hölle nebenan“, 1995) gegeben.
KERRY WASHINGTON (Kay Amin)
Kerry Washington, die bei den NAACP Image Awards 2005 für ihre Rolle in RAY
(2004) als „Outstanding Actress in a Motion Picture“ ausgezeichnet wurde und für
den Film LIFT (2000) für einen Independent Spirit Award als Beste Schauspielerin
nominiert war, ist eine der am meisten beschäftigten Darstellerinnen Hollywoods.
Kürzlich konnte man sie im Komödienhit LITTLE MAN (2006) der Brüder Wayans, in
einem der Sommerblockbuster des letzten Jahres, MR. & MRS. SMITH (2005) mit
Brad Pitt und Angelina Jolie, sowie in Tim Storys Verfilmung der beliebten MarvelComics um die FANTASTIC FOUR (2005) sehen. Außerdem spielte sie in der
berühmten TV-Serie „Boston Legal“ (2004), die seit diesem Herbst auf VOX zu sehen
ist, die Rolle der Chelina Hall.
Bevor sie in RAY als Partnerin von Jamie Foxx Ray Charles’ Ehefrau Della darstellte,
übernahm sie die Hauptrolle in Spike Lees SHE HATE ME (2004) mit Anthony
Mackie. Außerdem trat sie gemeinsam mit Ellen Barkin, Glenn Close und Maggie
Gyllenhaal in Sidney Lumets HBO-Film „Strip Search“ (2004) und neben Tom Everett
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Scott, Dulé Hill, Anne Heche und Azura Skye in der Independent-Produktion
SEXUAL LIFE (2004) auf.
Andere Filme, in denen sie mitwirkte, sind AGAINST THE ROPES („Die Promoterin“,
2004) mit Meg Ryan; THE UNITED STATES OF LELAND (2002), wo sie neben Don
Cheadle, Kevin Spacey und Ryan Gosling spielte; THE HUMAN STAIN („Der
menschliche Makel“, 2003) mit Nicole Kidman und Sir Anthony Hopkins sowie Jerry
Bruckheimers BAD COMPANY („Bad Company – Die Welt ist in guten Händen“,
2002), in dem sie neben Chris Rock und Sir Anthony Hopkins unter der Regie von
Joel Schumacher auftrat. Große Anerkennung bekam sie für ihre Rolle in SAVE THE
LAST DANCE (2000) mit Julia Stiles, für die Washington einen Teen Choice Award
für die „Best Breakthrough Performance“ erhielt. Davor spielte sie in dem ebenso
begeistert aufgenommenen Independent-Film OUR SONG (1999).
In ihrer Freizeit unterstützt Washington die Organisation Creative Coalition, die sich
für die Bedeutung der Künste in der Schulausbildung und das Recht auf freie
Meinungsäußerung einsetzt.
SIMON McBURNEY (Stone)
Simon McBurney arbeitet als Schauspieler, Autor und Regisseur und war zuletzt
neben Jennifer Aniston und Frances McDormand in FRIENDS WITH MONEY
(„Freunde mit Geld“, 2006) zu sehen. Zu seinen anderen Spielfilmarbeiten zählen
THE HUMAN STAIN („Der menschliche Makel“, 2003), Jonathan Demmes THE
MANCHURIAN CANDIDATE („Der Manchurian Kandidat“, 2004), Paul McGuigans
THE RECKONING (2003), die Hauptrolle in EISENSTEIN (2000), Tim Burtons
SLEEPY HOLLOW (1999), TOM AND VIV („Tom und Viv“, 1994), BEING HUMAN
(1994), MESMER (1994), COUSIN BETTE (1997), ONEGIN (1999), SKAGERRAK
(2003) und BRIGHT YOUNG THINGS (2003).
Außerdem war er kürzlich an Story und Produktion des BEAN-Nachfolgers FRENCH
BEAN („Bean 2“) beteiligt, der nächstes Jahr in die Kinos kommt.
McBurney ist aber auch einer der führenden Theaterregisseure Europas. Als
Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Theatre de Complicte hat er an über 30
Produktionen als Regisseur oder Darsteller mitgewirkt, an zahlreichen Welttourneen
teilgenommen und mehrere internationale Theaterpreise gewonnen. Neben anderen
Auszeichnungen erhielt „Mnemonic“ einen Time Out Live Award, einen Drama Desk
Award als „Unique Theatrical Experience“, einen Lucille Lortel Award und den Critics
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Circle Award als Bestes neues Stück. Zu seinen Theaterarbeiten gehören ebenso
„The Elephant Vanishes“ am Lincoln Center und „The Resistible Rise of Arturo Ui“
mit Al Pacino, Paul Giamatti, Billy Crudup, Steve Buscemi, John Goodman und
Charles Durning. Für seine Broadway-Inszenierung „The Chairs“ wurde er für einen
Tony nominiert. In London war er kürzlich als Regisseur und Darsteller an „Measure
for Measure“ und „A Minute Too Late“ am National Theatre beteiligt.
GILLIAN ANDERSON (Sarah Merrit)
Gillian Anderson ist eine preisgekrönte Schauspielerin, die für Film, Fernsehen und
Theater arbeitet. Zu ihren hochgelobten Darstellungen gehören die Rollen von
Special Agent Dana Scully in der langlebigen Serie „Akte X: Die unheimlichen Fälle
des FBI“ (19932002) und der vom Schicksal geschlagenen Upper Class Lady Lily
Bart in Terence Davies’ Meisterwerk THE HOUSE OF MIRTH („Haus Bellomont –
Die verborgene Leidenschaft der Lily Bart“, 2000). Zu ihren neueren Arbeiten zählen
der irische Hit THE MIGHTY CELT (2005) und ein amüsanter Cameo-Auftritt in
Michael Winterbottoms A COCK AND BULL STORY („Tristram Shandy: A Cock and
Bull Story“, 2005). Außerdem ist sie dem britischen Publikum als Lady Dedlock in der
erfolgreichen BBC-Produktion von Charles Dickens’ „Bleak House“ (2005) bekannt.
Demnächst kann man sie in Dan Reeds Thriller STRAIGHTHEADS (2006) sehen.
2003 gewann Anderson für ihr Debüt am West End in Michael Wellers „What the
Night Is For“ den Publikumspreis der Website Whatsonstage.com. Danach trat sie
noch am Londoner Royal Court in Rebecca Gilmans Stück „The Sweetest Thing in
Baseball“ auf.
Anderson wurde durch „Akte X: Die unheimlichen Fälle des FBI“ zum Superstar. Zu
ihren Auszeichnungen für diese Serie gehören unter anderen ein Golden Globe
(1999), ein Emmy (1997), der Saturn Award (1997) und zwei SAG Awards (1996 und
1997).
Über die Filmemacher
KEVIN MACDONALD (Regie)
Kevin Macdonalds erster Film ONE DAY IN SEPTEMBER („Ein Tag im September“,
1999), der die Geiselnahme während der Olympischen Spiele in München unter die
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Lupe nimmt, gewann 2000 den Oscar® als Beste Dokumentation. Der Nachfolger
TOUCHING THE VOID („Sturz ins Leere“, 2003) basiert auf der wahren Geschichte
eines Bergsteigers und dessen Überlebenskampf in den peruanischen Anden. Er
wurde mit dem BAFTA als Bester britischer Film und dem Evening Standard Award
ausgezeichnet. Kein anderer Dokumentarfilm hatte in Großbritannien jemals mehr
Kinozuschauer.
Macdonald war Mitherausgeber von Imagining Reality: The Faber Book Of
Documentary (1997) und schrieb Emeric Pressburger: The Life and Death of a
Screenwriter (Faber, 1994), das als Buch des Jahres vom British Film Institute
ausgezeichnet wurde. Seine journalistischen Arbeiten werden in mehreren
Publikationen veröffentlicht, unter anderem in The Guardian, The Observer und The
Telegraph.
PETER MORGAN (Drehbuch)
Autor Peter Morgan hat zuletzt seine Zusammenarbeit mit Regisseur Stephen Frears
durch den Film THE QUEEN (2006) mit Helen Mirren als Königin Elizabeth II. und
Michael Sheen als Premierminister Tony Blair fortgesetzt. Davor waren beide an dem
mehrfach ausgezeichneten TV-Film „The Deal“ (2003) für Channel 4 beteiligt. Für die
Produzenten Scott Rudin und Alison Owen hat Morgan kürzlich den BestsellerRoman The Other Boleyn Girl für die Leinwand adaptiert und arbeitet an „Longford“
(2006) mit Jim Broadbent, einer Ko-Produktion von HBO und Channel 4.
Nachdem er an der Universität schon mehrere Theaterstücke verfasst hatte, brachte
ihn die gemeinsame Arbeit mit dem britischen Regisseur John Schlesinger an
MADAME SOUSATZKA (1988) zum Drehbuchschreiben. Nach „Shalom Joan
Collins“ (1989) kam der Durchbruch 1990 mit dem Kurzfilm DEAR ROSIE. Die Regie
übernahm Peter Cattaneo (THE FULL MONTY, „Ganz oder gar nicht“, 1997), DEAR
ROSIE wurde für einen Oscar® und einen BAFTA als Bester Kurzfilm nominiert.
Zu seinen anderen Arbeiten gehören die preisgekrönte Fernsehserie „Rik Mayall
presents Micky Love“ (1993), die berühmte britische Romantik-Komödie MARTHA,
MEET FRANK, DANIEL AND LAURENCE („Martha trifft Frank, Daniel und
Laurence“, 1998) mit Monica Potter und Joseph Fiennes, der mit einem Emmy
ausgezeichnete „Henry VIII“ (2003) mit Ray Winstone und THE SILENT TOUCH
(1992) mit Max von Sydow unter der Regie des polnischen Altmeisters Krzysztof
Zanussi.
28
Morgans neuestes Stück „Frost/Nixon“, bei dem Michael Grandage Regie führt, läuft
zurzeit im Donmar Warehouse Theatre in London.
JEREMY BROCK (Drehbuch)
Jeremy Brock stellte kürzlich mit DRIVING LESSONS (2006) den ersten Film fertig,
bei dem er Autor und Regisseur in Personalunion war. Hauptrollen haben Julie
Walters und Laura Linney übernommen. Seine erste Arbeit als Drehbuchautor, MRS.
BROWN („Ihre Majestät Mrs. Brown“, 1997), wurde mit großem Erfolg in der Reihe
„Un Certain Regard“ des Festivals von Cannes gezeigt. Brock gewann dafür den
Drehbuchpreis vom Evening Standard, der Film wurde für zwei Oscars® und acht
BAFTA
Awards
nominiert,
darunter als
Bester
Film
und für
das
Beste
Originaldrehbuch.
Für CHARLOTTE GRAY („Die Liebe der Charlotte Gray“, 2001) adaptierte er den
Roman von Sebastian Faulkes. Unter der Regie von Gillian Armstrong spielten unter
anderen Cate Blanchett, Billy Crudup und Michael Gambon in dem Film.
1985 begann Brocks Karriere mit dem Stück „In Times Like These“, das am Bristol
Old Vic mit Greta Scacchi und Tim Woodward in den Hauptrollen uraufgeführt wurde.
Außerdem adaptierte er 1990 Dickens’ „Oliver Twist“ für die Inszenierung von
Phyllida Lloyd am selben Haus. Gemeinsam mit Paul Unwin entwickelte er die
erfolgreichste langlebige britische Dramaserie „Casualty“ (1986), die kürzlich auf
BBC-1 mit „Holby City“ einen Ableger bekam. Seine Serie „Plotlands“ wurde 1997
ebenfalls auf BBC-1 ausgestrahlt. Zu seinen anderen Arbeiten fürs Fernsehen zählen
„The Widowmaker“ (1990) unter der Regie von John Madden, der für einen BAFTA
Award nominiert wurde und der von der Kritik hochgelobte „15: The Life and Death of
Philip Knight“ (1993), der ihm einen Prix Europa einbrachte.
GILES FODEN (Romanvorlage)
Giles Foden kam in Warwickshire auf die Welt, wuchs aber teilweise in Afrika auf. Er
arbeitete in den Redaktionen von The Times Literary Supplement und The Guardian.
Sein erster Roman The Last King of Scotland gewann 1998 den Whitbread First
Novel Award, den Somerset Maugham Award, einen Betty-Trask-Preis und den
Winifred Holtby Memorial Award. Sowohl sein zweiter Roman Ladysmith als auch
sein dritter, Zanzibar, standen mehrere Wochen auf den Bestsellerlisten.
29
Giles Fodens non-fiktionales Buch Mimi and Toutou’s Big Adventure wurde im Herbst
2004 mit großem Erfolg veröffentlicht und war „Radio 4 Book of the Week“.
ANDREA CALDERWOOD (Produktion)
Andrea Calderwood war Chefin der Abteilung Drama bei BBC Schottland, wo unter
ihrer Führung Hitserien wie „Hamish Macbeth“ (19951997) und „The Crow Road“
(1996) sowie Kinofilme wie SMALL FACES (1995) von Gillies MacKinnon und der
Oscar®-nominierte MRS. BROWN („Ihre Majestät Mrs. Brown“, 1997) von John
Madden entstanden. Als Produktionschefin bei Pathé Pictures war sie Ausführende
Produzentin von acht Filmen, darunter Lynne Ramsays RATCATCHER (1999),
Michael Winterbottoms THE CLAIM („Das Reich und die Herrlichkeit“, 2000) und des
Teenie-Horrorfilms THE HOLE (2001).
2000
wurde
von
Calderwood
und
Vicki
Patterson
die
Film-
und
TV-
Produktionsgesellschaft Slate gegründet. Hier produzierte man Shane Meadows
humorvollen Spaghetti-Western ONCE UPON A TIME IN THE MIDLANDS, der 2002
für die Director’s Fortnight beim Festival von Cannes ausgewählt wurde, und Mike
Figgis’ HOTEL (2001). Zusätzlich zu der Arbeit an DER LETZTE KÖNIG VON
SCHOTTLAND hat Slate kürzlich an der britisch-spanisch-schwedischen KoProduktion CARGO (2006) mitgewirkt, die für das Sundance Festival 2006
ausgewählt wurde. Dieser Thriller, der auf einem Frachtschiff auf dem Weg von
Afrika nach Europa spielt, ist das Spielfilmdebüt des mit einem BAFTA
ausgezeichneten Dokumentaristen Clive Gordon. Der Film wurde von Paul Laverty
geschrieben und ist mit Daniel Brühl, Peter Mullan und Luis Tosar besetzt.
Calderwood ist Mitglied des PACT Council und seit 2006 dort zweite Vorsitzende der
Arbeitsgruppe Filmpolitik.
LISA BRYER (Produktion)
Lisa Bryer ist Geschäftsführerin der in London beheimateten Gesellschaft Cowboy
Films, die Musikvideos, Werbespots und Kinofilme produziert.
Sie selbst betreute 1993 Tim Popes preisgekrönten Kurzfilm PHONE und war
Ausführende Produzentin bei dem 2005 mit einem Oscar® ausgezeichneten Kurzfilm
WASP von Andrea Arnold. Zu ihren Langfilmen gehören Nick Loves Debüt
GOODBYE CHARLIE BRIGHT (2001) und der erfolgreiche Hit THE HOLE (2001)
30
von Pathé, der von Nick Hamm inszeniert wurde und mit Keira Knightley und Thora
Birch besetzt ist.
CHARLES STEEL (Produktion)
Charles Steel erhielt seine Ausbildung im Bereich Filmproduktion am Royal College
of Art in London. Direkt nach dem Abschluss gründete er Tapson Steel Films, wo er
sein Debüt als Produzent mit SWEPT FROM THE SEA („Amy Foster – Im Meer der
Gefühle“, 1997) gab, in dem Ian McKellen und Rachel Weisz unter der Regie von
Beeban Kidron spielten. Gemeinsam mit Lisa Bryer und Cowboy Films machte er
sich dann an die Arbeit zu GOODBYE CHARLIE BRIGHT (2001), dem Debüt von
Nick Love, während er gleichzeitig NEW YEAR’S DAY (2000), THE LOST LOVER
(1999) und THE SOUL KEEPER (2002) koproduzierte. Seine momentanen Projekte
sind unter anderen POPPY SHAKESPEARE, bei dem John Maybury Regie führen
wird, und die Adaption des preisgekrönten Buchs How I Live Now, für die Thomas
Vinterberg als Regisseur gewonnen werden konnte.
TESSA ROSS (Ausführende Produktion)
Im Dezember 2002 wurde Tessa Ross an die Spitze von FilmFour berufen. Ihr
Aufgabenbereich erweiterte sich im November 2004, als sie die Leitung der Abteilung
Drama bei Channel 4 übernahm. In ihrer Position bei FilmFour hat sie sich um eine
Restrukturierung der Entwicklung und Produktion gekümmert. In den letzten Jahren
erhielten beispielsweise diese Veröffentlichungen von FilmFour viel Lob von der Kritik
und dem Publikum: Walter Salles’ THE MOTORCYCLE DIARIES („Die Reise des
jungen Che“, 2003), Kevin Macdonalds’ TOUCHING THE VOID („Sturz ins Leere“,
2003), Shane Meadows’ DEAD MAN’S SHOES (2004) und Roger Michells
ENDURING LOVE (2004), der neun Nominierungen für den BAFTA erhielt, zwei
dieser Kategorien auch gewinnen konnte und mit zwei Oscars® ausgezeichnet
wurde.
2005 gewann FESTIVAL von Annie Griffin den Preis als Bester Film bei den BAFTA
Schottland. FilmFour konnte zwei Jahre in Folge den Oscar® für den Besten Kurzfilm
nach Großbritannien holen, 2005 mit Andrea Arnolds WASP und ein Jahr später mit
Martin McDonaghs SIX SHOOTER.
Zu den aktuellen Projekten gehören THE KING (2005) von James Marsh mit Gael
García Bernal und William Hurt, BROTHERS OF THE HEAD (2005) von Keith Fulton
31
und Louis Pepe, der über Tartan vertrieben wird, ISOLATION (2005) von Billy
O’Brien im Verleih von Lionsgate, DEEP WATER (2006) von Jerry Rothwell oder
THIS IS ENGLAND (2006) von Shane Meadows. Darüber hinaus MISCHIEF NIGHT
(2006) von Penny Woolcock, VENUS (2006) von Roger Michell, STRAIGHTHEADS
(2006) von Dan Reed, HALLAM FOE (2007) von David McKenzie mit Jamie Bell und
Sophia Miles, BRICK LANE von Sarah Gavron sowie Julien Temples „Joe
Strummer“-Projekt.
Von Oktober 2000 an war Tessa Ross schon einmal Chefin der Abteilung Drama bei
Channel 4, während dieser Schaffensphase konnte sie im Haus eine neue Strategie
durchsetzen, die innovativen und auch durchaus riskanten Produktionen eine
Chance gab. Zu diesen gehörten „Shameless“ (2004), „Teachers“ (2001), „Sex
Traffic“ (2004), „Not Only But Always“ (2004), „Omagh“ (2004), „Bodily Harm“ (2002),
„White Teeth“ (2002), „No Angels“ (2004), „The Navigators“ (2001), „Buried“ (2003),
„Forty“ und „Second Generation“ (2003).
Andere Highlights des Jahres 2006, die unter Ross’ Verantwortung entstanden, sind
Michael Winterbottoms THE ROAD TO GUANTANAMO, „Longford“ mit Jim
Broadbent und Samantha Morton, „Bradford Riots“, THE MARK OF CAIN und „All in
the Game“ mit Ray Winstone. Zu ihren mehrfach preisgekrönten Filmen und
Miniserien gehören „Elizabeth I“ (2005), „The Queen’s Sister“ (2005), „A Very Social
Secretary“ (2005), der BAFTA-Gewinner „Sex Traffic“ (2004), Paul Greengrass’
„Omagh“ (2004), „The Hamburg Cell“ (2003) und Peter Kosminskys „The
Government Inspector“ (2004).
Bevor Tessa Ross zu Channel 4 stieß, hatte sie von Oktober 1993 an bei der
Independent Commissioning Group der BBC die gleiche Position inne, wo unter ihrer
Leitung eine komplett neue Abteilung im Bereich Drama entstand, die einen
jährlichen Output von über 120 Stunden Film für Kino und Fernsehen hatte.
Während dieser Zeit war sie an den Produktionen von BILLY ELLIOT („Billy Elliot – I
Will Dance“, 2000), LIAM (2000), OUR BOY (1997), „Clocking Off“ (20002003),
„Hearts and Bones“ (2000), „In a Land of Plenty“ (2001), „Talking Heads 2“ (1998),
„Playing the Field“ (19982002), „Births, Marriages and Deaths“ (1999), „The Gift“
(1998), „Stone, Scissors, Paper“ (1997), „Eskimo Day“ (1997) und „Sex, Chips and
Rock ‘n’ Roll“ (1999) beteiligt.
Vor ihrer Zeit bei der BBC war sie drei Jahre bei British Screen für die
Stoffentwicklung zuständig, wo sie zahlreiche Drehbücher in Auftrag gab und
32
mitentwickelte
und
als
Ausführende
Produzentin
eine
Kurzfilmreihe
in
Zusammenarbeit mit Channel 4 verantwortete. Außerdem war sie Dramaturgin bei
BBC Schottland im Bereich Fernsehdrama und Literaturagentin bei Anthony Sheila
Associates.
Sie saß im Produktionskomitee des British Film Institute, war Gastprüferin für den
Studiengang Drehbuch an der Northern Film School und ist momentan Präsidentin
der National Film and Television School.
ANDREW MACDONALD (Ausführende Produktion)
Im Alter von 27 Jahren produzierte Macdonald 1993 seine erste Kinoarbeit
SHALLOW GRAVE („Kleine Morde unter Freunden“) für Channel 4. Der von John
Hodge geschriebene Film wurde unter der Regie von Danny Boyle zu einem
Kassenschlager und gewann den BAFTA für den Besten britischen Film.
Dieses Team stellte noch eine Reihe gemeinsamer Projekte auf die Beine: die bei
Publikum
und
Kritik
gleichermaßen
beliebte
Irvine-Welsh-Verfilmung
TRAINSPOTTING („Trainspotting – Neue Helden“, 1995), A LIFE LESS ORDINARY
(„Lebe lieber ungewöhnlich“, 1997), den 30-minütigen Science-Fiction-Film ALIEN
LOVE TRIANGLE (2002) und die Leinwandadaption von Alex Garlands Buch The
Beach (2000) mit Leonardo DiCaprio.
Seit 1997 ist Macdonald Geschäftsführer von DNA Films, die 2003 ein Joint Venture
mit Fox Searchlight Pictures eingingen, einer Tochterfirma von Twentieth Century
Fox. Die Firma produziert britische Filme und bietet diesen Zugang zu einem
Netzwerk internationaler Verleiher.
Bei DNA hat Macdonalds folgende Produktionen betreut: BEAUTIFUL CREATURES
(2000), STRICTLY SINATRA (2001), THE FINAL CURTAIN (2002), THE PAROLE
OFFICER (2001), HEARTLANDS (2002), SEPARATE LIES („Geliebte Lügen“, 2005),
NOTES ON A SCANDAL (2006) und THE HISTORY BOYS (2006).
Für DNA Films und Fox Searchlight hat Macdonald ebenfalls den höchst
erfolgreichen 28 DAYS LATER (2002) sowie kürzlich den Science-Fiction-Thriller
SUNSHINE (2006) produziert. Für beide schrieb Alex Garland das Drehbuch, und
Danny Boyle übernahm die Regie.
ALLON REICH (Ausführende Produktion)
33
Allon Reich kam 2002 von Miramax zu DNA. Bei Miramax war er für den britischen
Film verantwortlich und als vorheriger Chef der Filmabteilung bei Miramax-HAL Films
in London an allen Produktionen der Firma HAL beteiligt.
Davor arbeitete Reich acht Jahre in der Stoffentwicklung und der Produktion bei
FilmFour. In diesen Funktionen war er unter anderen an folgenden Filmen beteiligt:
FOUR WEDDINGS AND A FUNERAL („Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, 1993),
SHALLOW GRAVE („Kleine Morde unter Freunden, 1993), THE MADNESS OF
KING GEORGE („King George – Ein Königreich für mehr Verstand“, 1994),
BRASSED OFF („Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten“, 1996) und
TRAINSPOTTING („Trainspotting – Neue Helden“, 1995).
Bei Miramax kümmerte sich Reich um Oliver Parkers IMPORTANCE OF BEING
EARNEST („Ernst sein ist alles“, 2002) und war Ausführender Produzent von
Shekhar Kapurs FOUR FEATHERS („Die vier Federn“, 2002), Damien O’Donnells
HEARTLANDS (2002) und Stephen Frears DIRTY PRETTY THINGS (2002).
ANTHONY DOD MANTLE (Kamera)
Anthony Dod Mantle kam in Oxford zur Welt. In den Anfängen seiner Karriere als
Kameramann arbeitete er an vielen dänischen Filmen mit, so etwa THE
TERRORISTS! („Die Terroristen!“, 1992), FREDENS PORT (engl. „Portal to Peace“,
1996) und NONNEBORN (engl. „Agnus Die“, 1997). Durch zahlreiche Arbeiten für
die Dogma-Serie wurde er zum wohl wichtigsten Kameramann dieser Bewegung. Er
nahm unter anderem FESTEN („Das Fest“, 1998) für Thomas Vinterberg und
MIFUNES SIDSTE SANG („Mifune“, 1999) auf. 1999 arbeitete er mit dem
energiegeladenen amerikanischen Talent Harmony Korine an JULIEN DONKEYBOY, der 2000 für einen Spirit Award nominiert war.
Nachdem er 2000 bei DANCER IN THE DARK mit Björk noch selbst die Kamera
geführt hatte, war er von da an Director of Photography bei allen hochgelobten
Filmen Lars von Triers. Dazu gehören etwa DOGVILLE (2003) mit Nicole Kidman
und dessen Nachfolger MANDERLAY (2005). Seine Kameraarbeit in Danny Boyles
postapokalyptischem Film 28 DAYS LATER (2002) erhielt ebenfalls viel Lob. 2003
nahm er seine Zusammenarbeit mit dem Dogma-Regisseur Thomas Vinterberg
wieder auf und drehte mit ihm IT’S ALL ABOUT LOVE mit Sean Penn, Claire Danes
und Joaquin Phoenix sowie zwei Jahre darauf das Dandy-Drama DEAR WENDY.
Zwischen diesen Filmen nahm er Danny Boyles MILLIONS (2004) auf. Zu seinen
34
neuesten Arbeiten gehören BROTHERS OF THE HEAD (2005) und TRIP TO ASIA:
QUEST FOR HARMONY („Trip to Asia“).
Mantle war auch bei vielen Werbespots für Ikea, Carlsberg und Sky Digital sowie
einigen Dokumentarfilmen als Kameramann tätig, so etwa bei der Lars-von-TrierBiografie TRANSFORMER. 2003 erhielt er im Rahmen der Verleihung der
Europäischen Filmpreise den Europäischen Kamerapreis.
MICHAEL CARLIN (Produktionsdesign)
Produktionsdesigner Michael Carlin hatte in Perth und Sydney Bildhauerei studiert
und als Künstler gearbeitet, bevor er in den späten 80ern nach London zog, um eine
Karriere beim Film zu starten. Er wirkte in verschiedenen Funktionen bei
Independent-Filmen wie Peter Greenaways THE COOK, THE THIEF, HIS WIFE
AND HER LOVER („Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“, 1989),
Richard Stanleys DUST DEVIL (1992) und Iain Softleys Beatles-Film BACKBEAT
von 1994 mit. Gleichzeitig gestaltete er auch Werbespots und Musikvideos, etwa für
Michael Jackson, Duran Duran, Elton John und George Michael.
Sein erster Film als Produktionsdesigner war FEVER PITCH (1997) von David Evans
mit Colin Firth in der Hauptrolle. Darauf folgten Filme wie Tim Roths THE WAR
ZONE (1998) mit Ray Winstone, Sandra Goldbachers ME WITHOUT YOU („Meine
beste Freundin“, 2001) und Julian Jarrolds „Crime and Punishment“ (2002), für den
er den Royal Television Society Award für das Beste Produktionsdesign gewann.
Nach der Arbeit an Thaddeus O’Sullivans THE HEART OF ME (2002) mit Paul
Bettany und Helena Bonham Carter gestaltete Carlin WHAT A GIRL WANTS („Was
Mädchen wollen“, 2003) und NEW YORK MINUTE („Ein verrückter Tag in New
York“, 2004) für Warner Brothers und Regisseur Dennie Gordon.
Den größten Teil des Jahres 2005 verbrachte Carlin in Afrika, wo er vier Monate in
Mozambique und Südafrika an Danny Glovers Historienepos TOUSSAINT arbeitete.
Unglücklicherweise wurde das Projekt verschoben.
Zuletzt hat Carlin mit Steve Bendelack an der Working-Title-Produktion FRENCH
BEAN („Bean 2“, 2007) mitgewirkt. Zwischen den Filmproduktionen gestaltet er
weiterhin Werbespots.
JUSTINE WRIGHT (Schnitt)
35
Justine Wright war zuletzt für den Schnitt von DEEP WATER (2006) verantwortlich.
Zu ihren anderen Arbeiten gehören TOUCHING THE VOID („Sturz ins Leere“, 2003)
von Regisseur Kevin Macdonald, THE FINAL CURTAIN (2002) mit Peter O’Toole,
LATE NIGHT SHOPPING (2001), der auf der Berlinale mit dem Preis der
Vereinigung der internationalen Filmkunsttheater ausgezeichnet wurde, sowie ONE
DAY IN SEPTEMBER („Ein Tag im September“, 1999), der 2000 den Oscar® für den
Besten Dokumentarfilm gewann.
Wright hat noch an vielen weiteren Dokumentarfilmen mitgearbeitet, darunter „The
Game of Their Lives“ (2002), der bei den British Television Awards zur Besten
Sportdokumentation gekürt wurde, „Being Mick“ (2001) von Kevin Macdonald oder
THE NAME OF THIS FILM IS DOGME 95 (2000).
ANDREW WOOD (Line Producer)
Andrew Wood wurde zwar in England geboren, wuchs aber in Kenia, Simbabwe und
Südafrika auf, ehe er als Schauspieler am aufstrebenden South African National
Theatre anheuerte. Später kehrte er nach London zurück, um dort als Schauspieler
und Agent zu wirken.
Er trat am Royal National Theatre, dem Bristol Old Vic, für Prospect Productions und
viele andere Theatergesellschaften auf und erschien in zahlreichen Beiträgen für
Film, Fernsehen und Radio.
1980 begann seine Karriere als Regieassistent bei THE GODSEND. Obwohl er für
seine Arbeit bereits die ganze Welt bereist hat, so konnte er doch durch
Produktionen in Marokko, Senegal, Kenia, Ruanda, Uganda, Simbabwe und
Südafrika besonders dem afrikanischen Kontinent treu bleiben. Er nimmt gerne die
Herausforderung an, erstmalig in einem Land ohne filmische Infrastruktur zu drehen
und die einheimischen Talente zu fördern.
In naher Zukunft wird ALMOST ADULT von Yousaf Ali Khan in die Kinos kommen.
Außerdem hat Wood als Line Producer noch Filme wie TWILIGHT TIME
(„Dämmerung“, 1982), JINNAH (1998), LIGHT HOUSE HILL (2004), CHAOS &
CADAVERS (2003), SCHOOL FOR SEDUCTION (2004) und Michael Caton-Jones’
SHOOTING DOGS (2005) betreut.
ALEX HEFFES (Soundtrack)
36
Berühmt wurde Alex Heffes durch seinen Score für Kevin Macdonalds Oscar®gekrönten ONE DAY IN SEPTEMBER („Ein Tag im September“, 1999). Seitdem
konnte er durch zahlreiche Filme seine musikalische Vielseitigkeit unter Beweis
stellen. So wirkte er etwa mit an dem BAFTA-Gewinner TOUCHING THE VOID
(„Sturz ins Leere“, 2003), DEAR FRANKIE („Lieber Frankie“, 2004), Steve Coogans
THE PAROLE OFFICER (2001) und dem Psychothriller TRAUMA (2004) mit Colin
Firth und Mena Suvari.
Zuletzt konnte man seine Arbeit im Kino in IMAGINE ME AND YOU („Hochzeit zu
Dritt“, 2005) mit Piper Perabo und Lena Headey hören.
Wenn Heffes keine Filmmusik komponiert, schreibt er Stücke, die an so
unterschiedlichen Orten wie dem Sangat Music Festival in Indien, der Symphony Hall
Birmingham und dem London Jazz Festival aufgeführt werden. 2003 wurde er in das
Sultanat Oman eingeladen, um dort der Uraufführung einer seiner Ouvertüren für das
Royal Symphony Orchestra beizuwohnen. Er hat auch bereits mit Elton John an
dessen Filmmusik zu WOMEN TALKING DIRTY (1999) und mit Mitgliedern der
britischen Band Blur zusammengearbeitet.
37
CAST
Idi Amin
Nicholas Garrigan
Kay Amin
Sarah Merrit
Stone
Dr. Junju
Jonah Wasswa
Masanga
Dr. Merrit
Bonny
Tolu
Perkins
Times Journalist
Mrs Garrigan
Dr Garrigan (senior)
Kay Amin’s servant
Mackenzie Amin
Campbell Amin
British Journalist 1
British Journalist 2
Italian Journalist
German Journalist
American journalist
Asian Tailor
Secretary
Joy
Malyamu Amin
Nora Amin
White Businessman
Air force Commander
Guards
Bagpiper
Chanteuse at Nightclub
FOREST WHITAKER
JAMES MCAVOY
KERRY WASHINGTON
GILLIAN ANDERSON
SIMON MCBURNEY
DAVID OYELOWO
STEPHEN RWANGYEZI
ABBY MUKIIBI
ADAM KOTZ
SAM OKELLO
SARAH NAGAYI
CHRIS WILSON
DR. DICK STOCKLEY
BARBARA RAFFERTY
DAVID ASHTON
DANIEL SSETTABA
APOLLO OKWENJE OMAMO
LOUIS ASEA
GILES FODEN
ANDY WILLIAMS
MARTINA AMATI
RENE PEISSKER
STERN JEDIDIAN
DAVE A TARUN
CLARE WANDERA
CLEOPATRA KOHEIRWE
JOANITTA B WANDERA
CONSODYNE BUZABO
PETER SALMON
MICHAEL WAWUYO
WILBERFORCE MUTETE
HARUNA WALUSIMBI
MUHAMMED KAWEESA
GRACE MUGENYI
JOHN BOSCO OBIYA
JOHN OLIMA
ANGELA KALULE
Band at Nightclub
Bass & Keyboards
SAM NAMATITI
African Xylophone & Lyre
Guitar
MATHIAS MUWONGE
JOSEPH KAHIRIMBANYI
Idi’s Doubles
Band at Party
AFRIGO BAND
Dancers at Rally
NDERE TROUPE
Choir at Parliament
THE NYONZA SINGERS
CREW
Stunt & Boxing Co-ordinator
Eddie Stacey
First Assistant Director
Second Assistant Director
George Every
Eliot Mathews
38
Assistant Directors Uganda
Raymond Kalisa
Sande Philip Sengi
Praem-Marie Metha
Isabel Pike
Simon Rwemba Iyarwema
Emile Dinneen
Supervising Art Director
Art Director
Standby Art Director
Set Decorator
Art Researcher
Draftsman
Assistant Art Director
Art Department Runner
Storyboard Artist
Lynne Huitson
Joannah Stutchbury
Joshua Barraud
Tina Jones
Kathy Heaser
Keneth Mugabi
Frederick Mpuuga
David Kalemera
Hazel Crampton
Camera Operator/
Steadicam Operator
Focus Pullers
Stuart Howell
Loader
Video Assistant Operator
Camera Assistant
Camera Trainee
Pim Tjujerman
Derek William Carlow
Won-Suk Park
Julius Ssentongo
Francis Bbosa
Joe Alexander
Script Supervisor
Cathy Doubleday
Sound Mixer
Boom Operator
Sound Assistant
Michael Wollmann
Fred Pietzner
Hosea Jemba
Gaffer
Best Boy
Electricians
Thomas Neivelt
Markus Wiebecke
Harun Gitau Mbochi
Francis Wanyandeh Ouma
Timothy Serwada Byakatonda
Samuel Mwanja
Gabriel Nduati Mugo
Jan Brun
Philip Rath
Sulaiman Mohammed Wafula
Genny-Op
Grips
Grip Best Boy
Property Master
Prop Buyer Uganda
Production Buyer UK
Assistant Prop Buyer
Prop Assistant
Standby Props
Storeman
Dressing Props
Muffin Green
Vittoria Sogno
Kimberley Fahey
Eva Tumwesigye
Elizabeth Nyagah
Apollo Asea
Mohammed Hatibu
Lawrence Umon
Gustavas Matovu-Wasswa
Joseph Oketch
Edmond Etyang
39
Elijah Serwanja
Assistant Costume Designer
Wardrobe Mistress
Costume Buyer UK
Costume Assistant
Costume Buyer
Costume Researcher
Wardrobe Assistants
Shane Kingdon
Georgina Gunner
Tim Aslam
Brenda Nanyonjo
Sandra Kyomugisha
Juliet Mbabali
Elizabeth Chepkurui
Kevin Zziwa
Janet Nalujja
Carol Kabatanya
Ali Mutebi
Elizabeth Nakawungu
Farouk Myombi
Phiona Mucho
Tony Mutengu
Make-up & Hair Designer
Make-up Artists
Sharon Martin
Helen Speyer
Suzy Belcher
Keloy Kemigisha
Irene Nabuuma
Hairdressers
Supervising Location Manager
Location Manager
Production Coordinator
Unit Manager
Assistant Location Manager
Location Assistants
Unit Assistant
Unit Electrician
SFX Supervisor
SFX Technician
Construction Manager
Armourer
Producer’s Assistant
Production Accountants
Post Production Accountant
Assistant Accountant
Accounts Assistants
Co-ordinator for UK
Crispin Buxton
Emily Mabonga
Sarah-Jane Wheale
Chris Wilding
Michael Wawuyo
Ayuub Kasasa
Ibrahim Senfuma
Wilberforce Musolo Mutya
Alistair Baggaley
Godfrey Ssali
Andrew Kalyango
Sebastian Bulst
Dirk Lange
John Silva
Walter Wissman
Livia Burton
Debbie Moore
Shaw Statham
John Miles
Natalie Moore
Hassy Tebugulwa
Docus Acan
Franziska Hoch
Consultant to the Director Uganda Charles Mulekwa
Production Liason Uganda
Richard Kawesa
Assistants to Co-ordinator
Chris Nsubuga-Mugga
Sara Mutamba
Personal Assistant
Daniel Ssettaba
to Mr. Whitaker
40
Business Affairs Germany
Accountant Germany
Assistant Accountant
Legal Consultant Germany
Producer’s Assistant
Co-ordinator for Germany
Helga Binder
Brigitte Hariman
Christian Woeltche
Stefan Rüell
Steffi Brachmann
Gioia von Thun
Casting Uganda
Casting Assistant UK
Casting Assistants Uganda
Joanitta Bewulira-Wandera
Robin Hudson
Irene Kintu
Consodyne Buzabo
Kaya Kagimu Mukasa
Andy Williams
Bob Easton
Casting Consultant Uganda
Dialect Coach for Mr. Whitaker
Unit Photographer
Unit Publicists
Neil Davidson
Kate Lee / John Dunning
Freud Communications
Set Carpenter
Construction
Carpenters
Samson Meitamei
Paul Muiga Kinajui
Paul Njonjo
Frederick Kago
Stanley Chege Kariuki
John Kimani Njoroge
Macharia Naftali Mwangi
John Mwangi Maina
Musa Mugera
Heron Mwangi
Stephan Mwenda Kimani
Unit Runners
Moses Masaba
Mike Mayeku
Moses Baba Rukundo
Shanti Butteri
H & S Officer
Unit Nurse
Vehicle Coordinators
Malcolm Holt
Elizabeth Florence Naigaga
Jerry Komagum
Canada Jahwila
Nasser Ssenyondo
Celestine Harelimana
Jason Sandy
Simon Katongole
Joseph Tamale
James Zamukoreka
David Hategeka
Patrick Gataama
Edward Yiga
Godfrey Matangi
Bob Kyazze
Set Mechanic
Transport Co-ordinator
Transport Captain
Drivers
41
Augustine Bigirimana
Patrick Kabengwa
Fred Bbossa
Bob Nsereko
Colin Sendaula
Sinaani Kitaita
Faizal Lule
Harvey Damulira
Fred Male
Adrian Ntirengwa
Abby Shalif
Eriya Mubiru
Ramathan Mubiru
Stephan Waigumba Kamya
Muhamadi Ibrahim
Sam Wanabwa
Asuman Mugulusi
Ismael Salim
Isa Abiriga
Arthur Tuhumwire
Ramathan Mugalu
Prim Mbabazi
Yassin Mukasa
John Kiggundu
Frank Lubowa
Herbert Masembe
Innocent Matete
Jackson Ndyomugenyi
Jjuko Mugaga
John Kiggundu
Milton Mwesigye
Moses Lubowa
Musa Kawoya
Will Lugolobi
Catering Manager
Presidential Guard Coordinator
Ugandan Army Coordinators
Rolf Schmid
Lt. Michael Kanyamunyu
Captain Tinkamanyire Absolom
Captain Chris Bagana
(2ND Unit)
Second Unit Director
Assistant Directors Uganda
Focus Puller
Loader
Location Manager
Bus Driver
Mini Bus Driver
Drivers
Mechanic
Jonathan Bloom
Michael Muganga
Andrew Mutungi
Richard Tooro
Telfer Barnes
Manuel Khalid
Michael Wawuyo
Kimuli Nurudini
Paul Zziwa
Edwin Muhanguzi Twine
Arthur Twine
Kinarwa Swaibu
42
Scottish Unit
Co Producer for Slate North
Ros Borland
Director of Photography
Production Manager
Eigil Bryld
Angela Murray
Stunt Co-ordinator
Gary Connery
Second Assistant Directors
Loader
Camera Trainee
Grip
Assistant Grip
Ben Burt
Ashley Jackman
Derek Ritchie
Mags Horsepool
Rebecca Alleway
Christine Gibson
Cath Carruthers
Alan Ballany
Julie Bills
Simon Surtees
Julia Robinson
Peter Keith
Stuart Bunting
Tim Critchell
Sound Recordist
Boom Operator
Sound Trainee
Stuart Bruce
Fiona Carlin
Joanna Lee
Prop Master
Dressing Props
Tony Sheridan
Stewart Cunningham
David Weatherstone
Liam Collins
Jim McCallum
Dan Roberts
Euan Kinghorn
David Roy
Third Assistant Director
Art Director
Set Decorator
Production Buyer
Standby Art Director
Art Department Assistant
Focus Pullers
Standby Props
Props Driver
Striking Props
Assistant Costume Designer
Wardrobe Assistants
Alison Mitchell
Craig Walker
Amelie Harper-Gow
Graham Hunter
Make-up Artist
Dianne Jamieson
Make-up Trainee (Scottish Screen) Vivienne Simpson
Location Manager
Production Co-ordinator
Assistant Location Manager
Location Trainee (Scottish Screen)
Production Assistants
Trainee Production Assistant
Assistant Accountant
Production Runners
Floor Runner
Kenny Forsyth
Samantha Sheridan
Mark McGhee
Neil Murray
Louise Orr
Brian Coffey
Christopher Sanderson
Moyra Statham
Mark Davitt
Fiona Gillan
Claire Mckay
43
Electricians
Riggers
Supervising Painter
Painters
Ross Granger
Callum Milne
Scott Napier
Chris Belcourt
Billy Wilson
Chargehand Carpenter
Carpenter
Jane Harvie
James Shovelin
John Hughes
James Stilly
Derek Fraser
Brian Boyne
Unit Nurse
Clare Gerrard
GT Facilities: Ops Manager
Mr McAvoy’s Driver
Sharron Mcguire
Jim Gangel
Ms Anderson’s Driver
Wayne Wright
Drivers
Mick Ward
Les Quinn
Alan Murray
Alex Devine
John Mckay
Catering
Argyll Catering Ltd
Post Production Supervisor
Jonathan Haren
Music Supervisor
Abi Leland
Assistant Editors
Post Production Co-ordinator
Ted Guard
Stephen Haren
Asha Radwan
Sound Supervisor/FX
Christian Conrad
Re-recording Mixer
Martin Steyer
Dialogue Editor
Foley Editor
Sound by
Dominik Schleier
Noemi Hampel
Elektrofilm Postproduction Facilities
Digital Intermediate by Framestore CFC
Colourist
Producer
Digital Grading Assistant
Film Editorial
Production Executive
Scanning and Recording Manager
Scanning and Recording
Digital Clean Up
Adam Inglis
Marcus Alexander
Mike Morrison
Donna Smith
Jan Hogevold
Andy Burrow
Jason Burnett
Paul Doogan
Joe Godfrey
Dan Perry
Oliver Deen
Adam Hawkes
Aaron Lear
44
Data Operators
Systems Development
Film Mastering Engineers
Titles designed by
Stuart Nippard
Lyndall Spagnoletti
Nick Stanley
Annabel Wright
Charlie Habanananda
Maria Michalopoulou
Joe Cleave
Alistair Hamer
Kevin Lowery
Matt Curtis
Visual Effects by Machine - London
Visual Effects Supervisors
Compositors
Texture Painter
Negative Cutter
Negative Development and Rushes
Post Production Laboratory
Colour Timer
Legal Services
John Lockwood
Steve Street
Philip Bland
Dominique Ortoli
Hayley Easton
Cutting Edge
TelecineCinePostproduction
Deluxe Laboratory
Neil Hurford
Lee and Thompson
Bond
Insurance
Film Finances
Media Insurance
For FilmFour
Head of Business Affairs
Head of Production
Head of Development
Development Executive
Production Coordinator
Paul Grindey
Tracey Josephs
Katherine Butler
Jeremy Page
Gerardine O’Flynn
For DNA Films
General Manager
Post Production Supervisor
Executive Producer Assistants
Production Assistant
For Scottish Screen
Head of Production
Business Affairs
Joanne Smith
Clare St. John
Carey Berlin
Tanya Phegan
Jacob Melton
Claire Chapman
Anita Cox
Mary Brehony
For Cowboy Films
Associate Producer
Accountant
Runner
Suzanne Warren
Louise Gow
Sheleena Naidoo
For Slate Films
Associate Producer
Vicki Patterson
45
Accountant
Bill Godfrey
Freight UK
Dynamic International
Freight Germany
Freight Uganda
Multilogistics
JM Freight
"Deep Throat" footage provided by Arrow Productions, Ltd
“General Idi Amin Dada” director Barbet SCHROEDER, LES FILMS DU LOSANGE 1974.
BBC Motion Gallery
ITN Archive
OXFORD SCIENTIFIC (OSF)
Archive Stills provided by Camerapix
Conductor – Alex Heffes
Orchestrator – Julian Kershaw
Music Editor – Sam Southwick
Score Recorded at Air Lyndhurst Studios
Recording Engineer Geoff Foster
Scoring Assistant – Tom Silvester
Score Mixed by Andy Richards
Orchestra Leader – David Juritz
Musicians contracted by Hilary Skewes, Buick Production LTD
Music Preparation by Vic Fraser
Vocal solos - Kawesa
Nyatiti & Filimbi solos – Dirk Cambell
African Percussion – Paul Clarvis & Dach Zziwa
“NAKAWUNDE”
WRITTEN BY MIKE MUSOKE AND HERMAN SEWANYANA
COPYRIGHT CONTROL
PERFORMED BY PERCUSSION DISCUSSION AFRIKA
LICENSED COURTESY OF PERCUSSION DISCUSSION AFRIKA
“TOKO”
PERFORMED BY MOMO WANDEL
WRITTEN BY MOMO WANDEL
PUBLISHED BY FONTI MUSICALI
LICENSED COURTESY OF FONTI MUSICALI
“OTOLE DANCE MUSIC”
PERFORMED BY THE NDERE DANCE TROUPE
ARRANGED BY STEPHEN RWANGEYZI
“FEVER”
PERFORMED BY JINGO
WRITTEN BY I. JINGO
PUBLISHED BY AFRO ROCK MUSIC
LICENSED COURTESY OF KONA RECORDS
46
“AFRO DISCO BEAT”
PERFORMED BY TONY ALLEN
WRITTEN BY TONY ALLEN
PUBLISHED BY PLANET WOO SARL
REPRESENTED BY ERIC TROSSET
LICENSED COURTESY OF ANTHONY OLADIPO ALLEN
“BUTUUSE NO 1”
PERFORMED BY AFRIGO BAND
PRODUCED BY ALEX HEFFES
WRITTEN BY MOSES MATOVU
PUBLISHED BY MOSES MATOVU OF AFRIGO BAND
“GRAZING IN THE GRASS”
PERFORMED BY HUGH MASEKELA
WRITTEN BY PHILEMON M HOU & HARRY ELSTON
PUBLISHED BY MONCUR STREET MUSIC LTD
LICENSED COURTESY OF GEFFEN RECORDS UNDER LICENSE FROM UNIVERSAL
OPERATIONS LTD.
“THE BONNIE BANKS O’ LOCH LOMOND”
PERFORMED BY NYZONZA SINGERS
CHOIR MASTER: WASSANYI SERUKENYA
ARRANGED BY ALEX HEFFES
“ME AND BOBBY MCGEE”
PERFORMED BY ANGELA KALULE
WRITTEN BY KRIS KRISTOFFERSON & FRED FOSTER
USED BY PERMISSION OF EMI PUBLISHING LTD
ENGINEERED BY STEVE JEAN
PRODUCED BY ALEX HEFFES
“SAVE ME”
PERFORMED BY E.T. MENSAH & THE TEMPOS BAND
WRITTEN BY ARETHA FRANKLIN, CAROLYN FRANKLIN & CURTIS OUSLEY
PUBLISHED COTILLION MUSIC INC./ WARNER/CHAPPELL MUSIC LTD.
LICENSED COURTESY OF AFRODISIA LTD
“KASONGO”
PERFORMED BY AFRIGO BAND
PRODUCED BY ALEX HEFFES
WRITTEN BY KASONGO WAKENEMA
PUBLISHED BY KASONGO WAKENEMA
“BUKOM MASHIE”
PERFORMED BY OSCAR SULLEY & THE UHURU DANCE BAND
WRITTEN BY OSCAR SULLEY
PUBLISHED BY SOUNDWAY MUSIC
LICENSED COURTESY OF SOUNDWAY RECORDS
“LOVE IS YOU”
PERFORMED BY OFO THE BLACK COMPANY
WRITTEN BY IFEDIORAMA, KAMSON & SHOTADE
PUBLISHED BY AFRODISIA LTD
47
LICENSED COURTESY OF AFRODISIA LTD
“THE LAST SCOTTISH RITE 1-4”
PERFORMED BY FOREST WHITAKER
WRITTEN BY SUZIE KATAJAMA
LICENSED COURTESY OF DANIEL SSETTABA OF ROOTS AFRIKA
“KAY’S LAMENT”
PERFORMED BY FOREST WHITAKER
WRITTEN BY SUZIE KATAJAMA
LICENSED COURTESY OF DANIEL SSETTABA OF ROOTS AFRIKA
“ACHOLI POT SONG”
PERFORMED BY THE NDERE DANCE TROUPE
SOLO VOICE BETTY AKIDI
WRITTEN BY THE NDERE DANCE TROUPE
ARRANGED BY STEPHEN RWANGYEZI
PUBLISHED BY STEPHEN RWANGYEZI ON BEHALF OF THE NDERE DANCE TROUPE
THE PRODUCERS WISH TO THANK THE FOLLOWING
FOR THEIR ASSISTANCE
John Nagenda, Habib Kagimu, Colonel Leopold Kyanda
Dr. Nsaba Buturo, Natasha Museveni
William Pike, John & Lesley Magnay, Mario Zvan
Simon Channing Williams, Mahendra Mehta Dana Shangereyeva Anthony
Rowel, Paul Webster, Jackie Lwanga
Sounds of the Universe Kampala City Council, Parliament of Uganda
National Forestry Authority of Uganda, Uganda Telecom
Sugar Corporation of Uganda Ltd, Jinja Municipal Council
Civil Aviation Authority of Uganda
Lenses And Cameras By
Equipement Hire
Stock
PANAVISION
FGV RENTAL SCHMIDLE
KODAK MUNICH
LONDON FILM STOCK
Filmed with Panavision
Colour by DELUXE
KODAK
DOLBY SRD
MPAA 42504
This film was made entirely on Location in Uganda and Scotland
A UK-Germany Co Production
A Cowboy Films/Slate Films Production with Tatfilm For
DNA Films and FilmFour
In association with the UK Film Council and Scottish Screen
48
Made with the support of the National Lottery through the UK Film Council
and Scottish Screen
(c) DNA FILMS LTD and CHANNEL FOUR TELEVISION CORPORATION 2006
Although this motion picture was suggested by historical events, certain persons and
occurrences depicted in it are fictitious and/or dramatised. Any similarity of fictitious persons
to actual persons is coincidental and unintentional. All real persons depicted have been
fictionalised.
FILM FOUR, DNA FILMS, UK FILM COUNCIL, SS, FOX
RELEASED BY TWENTIETH CENTURY FOX
_______©2006 Twentieth Century Fox. All rights reserved. Property of Fox. Permission is granted to newspapers and
periodicals to reproduce this text in articles publicizing the distribution of the Motion Picture. All other use is strictly prohibited,
including sale, duplication, or other transfer of this material. This press kit, in whole or in part, must not be leased, sold, or given
away.
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