Objektpermanenz - Psychologie Lexikon der Argumente

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Zusammenfassung
Slater I 86
Objektpermanenz/Baillargeon:
These: Piaget (1954)(1)
Objektpermanenz - ein
Bewusstsein, dass ein Objekt
weiter existiert, wenn es nicht
für die Sinne verfügbar ist
(wörtlich "aus den Augen, aus
dem Sinn") - wurde erst
vollständig erworben, als das
zweite Lebensjahr das Denken
über die frühe kindliche
Wahrnehmung dominiert hatte.
BaillargeonVsPiaget:
>
> Baillargeon, Objektp Baillargeon, Spelke(2)und
Wasserman (1985) zeigten,
Renée
ermane dass Säuglinge im Alter von 5
nz
Monaten und später im Alter
von 3,5 Monaten (Baillargeon
1987(3)), sich an den
Fortbestand von versteckten
Objekten zu erinnern schienen
und sich bewusst waren, dass
sie einige ihrer physikalischen
Eigenschaften beibehalten
haben.
Der Schlüssel war, sich von
Piagets Kriterien des aktiven
Abrufs (z.B. Greifen) nach
einem versteckten Objekt als
Maß für Wissen zu entfernen.
Metadaten
Baillargeon, Renée
Slater I
Alan M. Slater
Paul C. Quinn
Developmental Psychology.
Revisiting the Classic Studies
London 2012
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Lösung/Baillargeon: Sie
benutzte das so genannte
Paradigma der Verletzung der
Erwartung (VoE): Es basiert auf
der Idee, dass sich Säuglinge
mehr an neuen oder
überraschenden Ereignissen
orientieren als an bekannten
oder erwarteten (siehe
Charlesworth, 1969)(4).
Slater I 87
Insbesondere stellte
[Baillargeon] fest, dass
Säuglinge im Alter zwischen 3,5
und 12 Monaten empfindlich auf
die Höhe reagierten
(Baillargeon, 1987(3);
Baillargeon & Graber 1987(5)),
und auf den Standort
(Baillargeon & Graber, 1988)(6)
und die Solidität von
versteckten Objekten
(Baillargeon, Graber, DeVos, &
Black, 1990)(7). Baillargeon und
Kollegen haben auch das
Verständnis der physikalischen
Unterstützungsbeziehungen, die
zwischen nebeneinander oder
übereinander platzierten
Objekten bestehen können,
allmählich zusammengeführt
(Baillargeon, 2004(8); Needham
& Baillargeon, 1993(9), 2000(10)).
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Experiment/ZugbrückenStudie/HaithVsBaillargeon:
(Haith 1998)(11) Die
Schlussfolgerung der
Zugbrückenstudie ist ein
Produkt der "reichen
Interpretation" (Haith 1998)
seitens der Forscher und nicht
der reichen konzeptionellen
Fähigkeiten junger Säuglinge.
Slater I 88
Haith: Es gab immer eine
sparsamere
Wahrnehmungserklärung für die
Reaktionen der Säuglinge.
>Objektpermanenz/Haith.
Zugbrückenstudie/VsBaillargeo
n: Rivera, Wakeley und Langer
(1999)(12) These: Junge
Säuglinge haben einfach eine
allgemeine Präferenz, die 180Grad-Rotation aus kognitiv
uninteressanten Gründen (z.B.
länger anhaltende Bewegung)
zu betrachten. Wie Haith: Die
Ergebnisse von Baillargeon
lassen sich ohne jede
Zuschreibung auf die Fähigkeit,
über ein unsichtbares Objekt
nachzudenken, erklären.
VsBaillargeon: Bogartz,
Shinskey und Schilling
(2000)(13): Die relativ hohen
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Blickzeiten auf das 180-Grad
unmögliche Ereignis in den
ursprünglichen
Zugbrückenstudien spiegelten
eher eine einfache
Vertrautheitsvorliebe als eine
mentale Darstellung eines
versteckten Objekts wider.
Slater I 89
Nach fast zwei Jahrzehnten des
Streites in der Literatur und zwei
mit Spannung erwarteten
Debatten zu diesem Thema auf
großen Konferenzen (Haith vs.
Spelke in der Society for
Research in Child Development
(SRCD), 1997; Baillargeon vs.
Smith auf der International
Conference for Infant Studies
(ICIS), 1998) wurde deutlich,
dass Verhaltensmethoden allein
keinen wissenschaftlichen
Konsens erzeugen würden.
Zwei Schlüsselfragen, die sich
aus diesen Debatten ergeben
haben, sind
(1) Was ist eigentlich der
Nachweis der Objektpermanenz
(d.h. genügt eine passive
Überraschung oder ist ein
aktives Engagement
erforderlich?) und
(2) Wo und wie entsteht diese
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Kompetenz?
>Objektpermanenz/Neurowisse
nschaften,
>Objektpermanenz/Konnektioni
smus.
1. Piaget, J. (1954). The
construction of reality in the
child. New York: Basic Books.
2. Baillargeon, R., Spelke, E. S.,
& Wasserman, S. (1985).
Object permanence in fivemonth-old infants. Cognition,
20, 191–208.
3. Baillargeon, R. (1987). Object
permanence in 3 1/2-and 4 1/2month-old infants.
Developmental Psychology, 23,
655–664.
4. Charlesworth, W. R. (1969).
The role of surprise in cognitive
development. In D. Elkind & J.
Flavell (Eds), Studies in
cognitive development. Essays
in honor of Jean Piaget (pp.
257–314). Oxford: Oxford
University Press.
5. Baillargeon, R., & Graber, M.
(1987). Where’s the rabbit? 5.5month-old infants’
representation of the height of a
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hidden object. Cognitive
Development, 2, 375–392.
6. Baillargeon, R., & Graber, M.
(1988). Evidence of location
memory in 8-month-old infants
in a nonsearch AB task.
Developmental Psychology, 24,
502–511.
7. Baillargeon, R., Graber, M.,
DeVos, J., & Black, J. (1990).
Why do young infants fail to
search for hidden objects?
Cognition, 36, 255–284.
8. Baillargeon, R., (2004).
Infants’ reasoning about hidden
objects. Evidence for eventgeneral and event-specific
expectations. Developmental
Science, 7, 391-414.
9. Needham, A., & Baillargeon,
R. (1993). Intuitions about
support in 4.5-month-old infants.
Cognition, 47, 121–48.
10. Needham, A., & Baillargeon,
R. (2000). Infants’ use of
featural and experiential
information in segregating and
individuating objects: A reply to
Xu, Carey and Welch (2000).
Cognition, 74, 255–284.
11. Haith, M. M. (1998). Who
put the cog in infant cognition?
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Is rich interpretation too costly?
Infant Behavior and
Development, 21, 167–179.
12. Rivera, S. M., Wakeley, A.,
& Langer, J. (1999). The
drawbridge phenomenon:
Representational reasoning or
perceptual preference?
Developmental Psychology, 35,
427–435.
13. Bogartz, R. S., Shinskey, J.
L., & Schilling, T. H. (2000).
Object permanence in five-anda-half-month-old infants?
Infancy, 1, 403–428.
Denis Mareschal and Jordy
Kaufman, „Object permanence
in Infancy. Revisiting
Baillargeon’s Drawbridge
Experiment“ in: Alan M. Slater &
Paul C. Quinn (eds.) 2012.
Developmental Psychology.
Revisiting the Classic Studies.
London: Sage Publications
_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern
geben die Quelle an, arabische
Ziffern die Seitenzahl. Die
entsprechenden Titel sind rechts
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unter Metadaten angegeben. ((s)…):
Kommentar des Einsenders.
> Gegenargumente gegen Baillargeon
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