V O R W O R T

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VORWORT
Um den Sinn einer solchen Unternehmung zu verstehen
muß man erst die Menschen verstehen die diese
Unternehmungen machen.
Zu aller erst möchte ich Uwe Korndörfer die
Verantwortung für dieses Unternehmen übernehmen.
Ich bin auch dafür verantwortlich zu machen das der
eine oder andere an so manchen Berg oder im
Gegenwind schimpfte auf den Verrückten der das
Inserat von dieser Fahrt veröffentlicht hat.
Zum besseren verstehen Außenstehender, ich bin ein so
genannter Camper.Wir fahren meist mit viel Gebäck am
Rad durch die Gegend und erwecken damit die
Aufmerksamkeit der Bevölkerung die uns dann
belächelt.
Mit solchen Leuten wollte ich diese Fahrt starten.
Das Ziel als solches war als Nordkap bekannt und ist
auch in der heutigen Zeit noch eine echte
Herausforderung für Radfahrer unserer Gilde.
Auf so einer Reise kann man sehen was die Natur an
Reizen bietet aber auch die menschlichen Stärken und
Schwächen treten offen zu tage.Davon blieben wir nicht
verschont, jedoch die Gemeinschaft war stärker, so das
es eine Schöne aber auch sehr anstrengende Fahrt
wurde.Zu meinem Bedauern war für mich am Kap die
Reise zu Ende.So das zwei Begleiter ohne mich über
Finnland,Schweden und Polen zurück fahren
mussten.Ich dachte jedoch die ganze Zeit an diese
Beiden da wir sehr gut ausgekommen waren.
1
Reisetagebuch
Norwegen 2003
Begleiter:Ulrich(Uli)Käppel
Ralph Ludwig
Hans Karnikowski
Start: 13508 Km
Strecke: 2397,8 Km
Ende:15906 Km
Zeit: 155 h
Durchschnitt:15,47 km/h
Höhenmeter:28306 m
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub03.jpg
Datum: 21.07.2003
Start: 20.07.2003 13.30 Uhr Kiel Fährhafen
Ankunft: 21.07.2003 12.05 Camping Bokstad
Zeit: 1.38 h
(Fährhafen Oslo-Campingplatz)
Km:
16,2
Durchs.
11,74 km/h
Strecke:Fährhafen Oslo-Stadtgebiet –Camping Bokstad
2
Besonderheiten:Zum ersten Mal erlebten wir die Natur von Norwegen
pur.Leider sahen wir auch die ersten Berge die auf unseren Weg zum ständigen
Begleiter werden sollten.Vor dem Campingplatz wurden wir von einem
Gewitterguss überrascht der es in sich hatte.Nachdem es vorbei war begann ich
mit der Suche von Uli und Ralph die schon da sein wollten und nach einer
Platzrunde es auch waren.Mir gingen gemeinsam Essen um uns besser kennen
zu lernen da wir uns fremd waren.Die meisten brauchten es nicht da wir wussten
was zu tun war.Camper bleibt Camper.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub014.jpg
Datum:22.07.2003
Start
Ankunft
Zeit:
Km:
Durchschn.
08.15 Camping Bokstad
18.00 Jönnes
7.09 h
110,0
15,5 km/h
Strecke:Camping Bokstad-Oslo-E168-E 16-Hohnefoss über die E 35 zur E245
Richtung Dokka.
Besonderheiten:Um für uns “Neue”unangenehme Steigungen zu vermeiden
wurde kurzerhand die Route geändert und wir fuhren nicht durch den Wald
sondern wählten E-Straßen.Das Ersparte uns unangenehme Anstiege ,hatte aber
zur Folge, das Hans uns in den Ohren lag die Autos führen ihm die Pedale ab.
Wir also wieder einen anderen weg gesucht wo wir fern von Hauptstraßen
waren jedoch ging es ihm dann nicht schnell genug so das wir E-Straßen wieder
benutzen durften.BisHonefoss war zum Glück nur eine einzige Steigung
vorhanden und diese war 63,0 km lang es ging stetig Berg auf.In Honefoss
wurde eine Rast an einer Bäckerei gemacht wo wir neugierigen Blicken
ausgesetzt waren
Für die Nacht fanden wir bei Norwegern einen Platz zum Schlafen an ihrer
Hofauffahrt.Wir schliefen alle sehr beruhigt ein den ersten Tag überstanden zu
haben.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub022.jpg
3
Datum:
23.07.2003
Start:
08.30 Jönnes
Ankunft:
18.15Lillehammer
Zeit:
8.04 h
Km:
104,0
Durchschn.:13,61 km/h
Strecke:Jönnes-Dokka-Lillehammer
Besonderheiten:Obwohl diese Etappe als Landschaftlich wundervoll einzustufen
war der Weg führte die letzten 40 km an dem Fjört von Honefoss bis Dokka
entlang und wahr sehenswert.Uns waren auch noch Gedanken fremd das das
Buch welches mir als Ratgeber diente nicht die Wahrheit sagen könnte das war
unser Fehler.Im Buch waren 10 km sanfte Anstiege beschrieben das trieb uns
auch dazu die ersten 10 km voll zu fahren das war unser nächster Fehler der
sich böse rächte.Leider sagte das Buch nichts über die nachfolgenden 12 km
Steigungen von 7-10%.Wir waren den Tränen nahe wenn wir um eine Kurve
kamen und der Berg ging immer noch weiter es war zum Heulen zu den Bergen
kam auch noch ein Hungerloch dazu das einfach nichts mehr ging.Meine Platten
von den Radschuhen blendeten mich schon da sich zwischen meinem Mund und
den Schuhen nur ein großes Loch befand..Das Wetter war wunderbar kein
Regen oder Gegenwind.
Morgen geht es nach Ringebü damit beginnt die Route die Uli ausgearbeitet hat.
Wir (Camper)sprachen am Abend immer die Strecke für den nächsten Tag ab.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub041.jpg
Datum:
24.07.2003
Start:
09.00 Uhr Lillehammer
Ankunft:
18.00 Uhr Mäsaplassen
Zeit:
6,40 h
Km:
76,0
Durchschn.:11,88 km/h
Strecke:Lillehammert-Faberg-Ringebü-Mäsaplassen
Besonderheiten:Die Stadt Lillehammer ist wunderbar da die Altstadt sehr gut
erhalten wurde.Sie lädt zum Bummeln ein leider trifft diese Aussage nicht für
den Campingplatz zu.Für sowenig Service wollten die Betreiber auch noch Geld
für das Laden vom Handy haben.
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http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub039.jpg
Es ging gemütlich von hier über Faberg nach Ringebü.Fahren ließ es sich gut
obwohl der Belag alles andere als gut war.Hier begann der Ernst der
Reise,knallharte Berge 13 km lang und bis zu 10%Steigung.Stillschweigend und
von den Fehlern des Vortages gelernt gingen wir mit unserer Energie nicht
mehr so sorglos um und begannen zu schieben wenn es über 9% wurden.Wie
man so schön sagt,lernt man die Kameraden erst in der Not kennen.Uli und
Ralph gehören zu der Klasse von Menschen die man kennen sollteMan mag mir
nachsagen was man will aber hier begann sich schon abzuzeichnen das Hans
nicht bereit war sich uns anzuschließen er fuhr als Sputnik ständig vorraus und
wir waren gezwungen so lang zu fahren bis wir ihn gefunden hatten und konnten
nicht dann Campen wenn wir einen schönen Platz gefunden hatten oder das
Bein von Uli Ruhe benötigte.Dieser Fehler meiner Planung zog sich durch die
ganze Reise und wurde immer schlimmer.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub046.jpg
Datum:
25.07.2003
Start:
Ankunft:
Zeit:
Km:
Durchsch.:
08.45 Mäsaplassen
18.00 Alvtal
7,0 h
96,0
13,7 km/h
Strecke:Mäsaplassen-Atna-Alvtal
Besonderheiten:Die Etappe begann genauso wie sie endete.Wir versuchten gar
nicht erst zu fahren,da wir sowieso wieder vom Rad gemusst hätten(über
9%).Mit etwas Schweiß und Ausdauer erreichten wir aber doch die Hochebene
in über 1200 m.Sie lag über der Baumgrenze was zu mindest für mich mit dem
Rad das erste Mal war.Auf dem Plattou angekommen empfing uns die Natur mit
allem was sie hatte:Gegenwind,Starker Regen und kalten Temperaturen.Es kam
wahrscheinlich bei keinen von uns hochgefühle auf trotz der schönen Natur die
alles bot..Wir hofften aber insgeheim dass uns solches Wetter nicht bis zum Kap
verfolgten darf.Im nachhinein weiß ich wie es war nur damals war es
unbekannt.Für eine Abwechslung sorgten natürlich die zahlreichen Berge,die es
in ungezählter Menge gab.Viel war nicht zu sehen bei dem Regen,nur die
Pausen dazwischen wurden zum Fotostopp genutzt.Bei der Abfahrt wurden wir
5
noch zum Abschluss richtig Eingeweicht.Die Natur beschränkte sich auf der
Hochebene auf Flechten und Moose.Es war unser erster Regentag.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub049.jpg
Datum:
26.07.2003
Start:
09.00 Alvdal
Ankunft:
18.00 Orvos
Zeit:
5,19 h
Km:
91,4
Durchschn. 17,1 km/h
Hm:
Strecke:Alvdal-Tynset-Tolga-Röros-Orvos
Besonderheiten:Es war nach der anstrengenden Etappen die Erste die wir
wieder auf einer Autostraße fuhren.Sobald wir die E-Straßen benutzten waren
die Berge nicht sehr hoch(später wurde auch das anders)und wir konnten Meter
machen.Die daraus gewonnene Zeit nutzten wir zu einem Bummel durch die
Bergarbeiterstadt im Osten von Norwegen.Wie es im laufe der Zeit so ist hat
auch die Zeit hier einiges verwandelt.Es wird nicht mehr produziert und das
wird sich sicher positiv auf die Gesundheit der Einwohner auswirken da die
Schlackehaufen bis 2m an die Häuser heran geschüttet waren.
Für uns bedeutete es eher aus dem Sattel zu kommen und wieder auf Füßen die
Umwelt zu bedrachten.Nur ein einziges Ereignis war negativ man wollte für
einen Kirchenbesuch noch Geld haben wir verzichteten darauf.Man kann sagen
was man will der Besuch in dieser Stadt war es wert auch wenn die Altstadt
Historischen wert hat ist die Zeit nicht stehen geblieben.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub111.jpg
Datum:
27.07.2003
Start:
09.15 Orvos
Ankunft:
16.00 Stören
Km:
98,6
Zeit:
5,0 h
Durchschn.:19,7 km/h
Hm:520m
6
Strecke:Orvos-E-30-Stören
Besonderheiten:Wir fuhren wie schon gestern auf Autostraße um Meter zu
machen,das geht hier sehr gut da die Autofahrer rücksichtsvoll mit uns Radlern
sind.Auf der ganzen Strecke hat nur ein einziges Auto gehuppt,leider war es ein
Deutscher der sein Statussymbol zeigen musste.Mit etwas Rücksicht war das
kein Abenteuer sondern normal.
Da auf dem Weg keine Hindernisse in Form von Bergen waren nahm ich mir die
Zeit die Natur besser zu betrachten.Wer schon mal in Norwegen war weiß von
der Vielzahl wunderbarer Kirchen zu berichten.Wir sahen davon jede Menge in
den Abgelegenen Orten die hier im Süden noch Orte waren.Sobald wir nur ein
wenig aus den Ortschaften heraus waren begann das Spiel der Natur von
vorn.Wir sahen Wasserfälle jeder Größe und Ausmaße und alle sind schön.
Auf dem Campingplatz angekommen ging ich ein wenig im nahen Flussbett
spazieren und fand ohne zu suchen Eisenerz haltige Steine.Leider dachte ich
damals noch später welches zu finden was aber nicht war.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub118.jpg
Datum:
28.07.2003
Start:
09.00 Stören
Ankunft:
18.30 Fjölvik
Km:
71,3
Zeit:
5,3 h
Hm.: 740m
Durchschn.:12,9 km/h
Strecke:Stören-E-30-Trondheim-Fjölvik
Besonderheiten:Die Strecke ließ sich leicht fahren.Wettermäßig wusste es aber
nicht was es wollte mal Regen mal Sonne.
Was für mich unmöglich erschien passierte wirklich an einer wirklich leichten
Steigung gab mein Ritzel den Geist auf.Es war aber nicht ganz so problematisch
wie es für den ersten Moment erschien.Es war erstens ein Montag und zweitens
war Trondheim nicht mehr allzu weit entfernt.Da sich meine Gedanken jetzt bei
meinem Gefährt waren überspringe ich die Stelle wo sonst die Natur ist und
begebe mich gleich nach Trondheim in eine Werkstatt um das Problem zu
beheben.Der Rest der Truppe huldigte in dieser Zeit dem großen Mac um den
Hunger zu bekämpfen was mir natürlich erspart blieb da ich in der Werkstatt
auf den Mechaniker wartete.Das Ritzel zog es vor sich zu zerlegen und so ging
die Montage schnell.Genauso schnell wechselten dafür auch 378Nkr.Was sollte
ich machen 100 DM für das Teil oder Aufhören?Ich fuhr weiter.In Trondheim
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war auch unser erste Fähre dran.Für mich war es jedes Mal ein Roulett ,wird es
gut gehen oder kann ich Neptun opfern.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub134.jpg
Datum:
29.07.2003
Start:
08.45 Fjölvik
Ankunft:
18.00 Strömnes
Km:
92,0
Zeit:
6,12 h
Durchschn: 15,03
Hm:
Strecke:Fjölnik-E-715/720-Malm-Strömnes
Besonderheiten:Es war eine der wenigen Etappen die sich leicht fahren ließ
trotz der vielen“Hügel“.Die Natur sparte nicht mit ihren Reizen wobei wir
immer wieder verwundert waren über eine neue Steigerung von Schönheit.
.Eigentlich kann man es nicht beschreiben was man sieht und selbst Fotos geben
nicht das alles wieder wie es real ist.Manch einer der noch nicht in Norwegen
war wird sich denken der hohe Norden da wächst nichts es ist alles kahl der irrt
gewaltig.Trotz oder weil das Land so hart ist bemerkt man diese Schönheit
besser als zu Hause.Ich glaube nicht das jemand an einen Berg steht und ihn
bewundert jedoch hier gibt es so vielfältige Formen und Farben des Gesteines
das man glauben könnt ein Maler hätte seinen Farbkasten verschüttet.Auf
Grund von massiven Zeitmangel war es nicht möglich lange an einem Ort zu
stehen und dieses Schauspiel zu bewundern.Es war schon deshalb unmöglich da
man nach ein paar Metern ein neues Schauspiel erlebte.
In dieser Nacht schliefen wir an einen Ausläufer des Beitstadfjorden ein
wunderschöner Fjört.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub145.jpg
Datum:
30.07.2003
Start:
Ankunft:
Km:
Zeit:
09.15 Strömnes
21.15Hofles
114,0
7,25 h
Hm:1382m
8
Durchsch.: 15,4 km/h
Strecke:Strömnes-E 769-Hofles
Besonderheiten:Die Strecke war durch Hammerharte Anstiege gekennzeichnet
aber die Natur wusste wie sie uns zu entschädigen hatte mit einer wunderbaren
Natur.Ein besonderer Höhepunkt war für uns immer wenn wir über eine Brücke
fuhren und im Fjört unter uns war gerade Gezeitenwechsel.Für so manchen
Binnenländler wie mich ein beeindruckendes Ereignis.Diese Wassermaßen
ließen Strudel entstehen und zeigten die Kraft des Wassers in seiner vollen
Schönheit.Bei so einen Anblick vergaßen wir die Zeit und sahen einfach zu.Es
blieben aber nicht die einzigen Bewundernswerten Anblicke in dieser
Traumwelt.Bei jeden Fjört in dem wir Einfuhren war das selbe Schauspiel zu
sehen.Viele kleine Inseln zum Teil bewohnt mit wilden bewuchs und dann in
einer Nische das kleine Haus der Bewohner an einen Fels gebaut das der kalte
Winterwind keine Angriffsfläche hat ein Traum für jeden Naturfreak wie uns.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub147.jpg
Datum:
31.07.2003
Start:
08.30 Hofles
Ankunft:
17.00 Vennesund
Km:
80,0
Zeit:
5,41 h
Hm:1262m
Durchschn.:14,0 km/h
Strecke:Hofles-E 17-Vennesund
Besonderheiten:Wir fahren immer noch in kurzer Radbekleidung,,für uns fast
unvorstellbar da wir uns langsam aber sicher dem Polarkreis nähern.Vor
Beginn der Tour hätte es keiner geglaubt.Die Bekleidung ist aber auch von
nöten,da wir wieder wie auch vorher und auch später wieder einen Berg von
vielen Km zum kurbeln hatten auch die Steigung war nicht von schlechten
Eltern.Für eine Überraschung sorgte eine Gruppe von Britten die uns auf dem
Berggipfel entgegen kamen und so für einen Smalltalk sorgten.Auf der ganzen
Reise sind uns sicher nicht mehr als 15 Camper begegnet,dass war schon
Besorgnis erregend wo der Rest dieser Gruppe blieb.
Zum Andenken an diese Reise erfüllte mir Ralph die Bitte mich für die Ewigkeit
zu verewigen.Sonst bin ich zurückhaltend aber die natur veranlasst mich zu
solchen Leichtsinn.
9
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen- urlaub158.jpg
Datum:
01.08.2003
Start:
08.30 Vennesund
Ankunft:
18.00 Stokka
Km:
104,6
Zeit:
5,27 h
Durchschn.: 19,1 km/h
Hm.594 m
Strecke:Vennesund-E17-Stokka
Besonderheiten:Heute ist auch wieder ein Tag an dem die Fähren unseren Weg
kreuzen.Sie kürzen unseren Weg zügig ab und dienen auch ein wenig zum
Erholen unserer strapazierten Knochen.Leider wird es keiner zugeben das es so
ist.
Wir bewegen uns langsam aber sicher in Richtung Polarkreis.Die Etappen wo
es Hilfsmittel wie Fähren gibt werden dann wahrscheinlich weniger werden.An
deren Stelle werden Tunnel oder Brücken treten die wieder andere
Anforderungen an uns stellen werden.Es ist kaum zu glauben aber die Natur ist
immer noch nicht am Ende mit ihrem Zauber,im Gegenteil sie überrascht immer
wieder Neu.Der heutige Rastplatz war im Krieg und jetzt Flugplatz.Ihm
gegenüber ein ganz bekanntes Klettergebiet in Norwegen.Auf dem Bild nicht zu
sehen es sind sieben Berge die man besteigen kann.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub166.jpg
Datum:
02.08.2003
Start:
09.00 Stokka
Ankunft:
20.00 Mo i Rana
Km:
115,8
Zeit:
7,0
Durchschn.: 16,54 km/h
Strecke:Nur auf E-17 nach Mo i Rana
Besonderheiten:Der Tag war nicht ganz einfach gewesen.Die Berge waren hart
zu fahren.Immer wieder werden wir von diesen Unterbrechungen in unseren
täglichen Kampf auf dem Rad gemartert.Vielleicht denken viele der normalen
10
Radler wahrscheinlich an aufhören bei mir war es nicht der Fall.Bei erreichen
der Bergkrone gab es nur den nächsten Gang zum Raufschalten und der Berg
war Geschichte,Existierte nur noch in der Karte oder hier im Bericht.Seit ich
soweit bin stört mich kein Berg mehr!
In Mo i Rana angekommen wollte Hans in einer Jugendherberge übernachten,er
hatte deshalb die Seite des Jugendherbergsverzeichnis bis nach Norwegen
transportiert.Nach diesen harten Weg war aber keine Jugendherberge
vorhanden.Er begann wieder wie so oft zu toben wobei ich ihm das Auswärtige
Amt als Beschwertestelle empahl.Der Höhepunkt war eine Begegnung mit zwei
deutschen Mädels.Wir unterhielten uns bei Tee und Gebäck bis wir müde
waren.Es war für alle ein Erlebnis besonderer Art,Landsleute in der Fremde zu
treffen.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub169.jpg
Datum:
03.08.2003
Start:
09.00 Moila Rana
Ankunft:
20.30 Polar Camping Pokland
Km:
118,0
Zeit:
7,5 h
Durchschn.15, 73 km/h
Strecke:Mo i Rana-E6-Polar Camping Pokland
Besonderheiten:Am Morgen trennten sich unsere Wege,das heißt,die beiden
Mädchen fahren den Weg zurück den wir gestern gekommen sind und unser Weg
führt uns gen Norden.Nachdem wir der Stadt den Rücken gekehrt hatten
begannen 83 km sanfter Anstieg zum Polarsenter.Es war ein angenehmes
fahren,da die Steigung im unteren Skalenbereich blieb.Sollte sich doch einmal
eine andere verirrt haben,wurde sie als Abwechslung angesehen.Wir merkten
aber immer mehr das es nörlich ging.Je höher es ging desto niedriger wurde die
Baumwuchsgrenze.Es war allmählich nur Moos und Flechten was wir
fanden.Solte es aber eine Windgeschützte Stelle geben wachsen Büsche und
kleine derbe Bäume (Birken).Auf der Beerenjagt merkten wir auch den
Unterschied zu Früher,die Süße der Früchte fehlte.
Am Polarcirkelsenter angekommen war der erste Griff warme Bekleidung da es
auf den letzten Kilometern kälter geworden war.Auf der Fahrt zum Rastplatz
wurden wir noch gewaltig gewässert.Regenschauer überfielen uns und wir
hofften das kein Schnee fällt.Das letztere kam nicht!
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub206.jpg
11
Datum:
04.08.2003
Abfahrt:
09.00 Polar Camp
Ankunft:
18.00 Straumen
Km:
83,5
Zeit:
4,56 h
Hm:589
Durchschn.: 16,9 km/h
Strecke:Polar Camp-E6-Fauske-Straumen
Besonderheiten:Die Strecke verlief durch eine Märchenlandschaft.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub216.jpg
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub224.jpg
Datum:
05.08.2003
Abfahrt:
09.00 Straumen
Ankunft:
16.30 Mösvikbotn Camp
Km.
76,3
Zeit:
5,42 h
Hm:1483m
Durchschn.:13,3 km/h
Strecke:Straumen-E6-Umgehung(alte E6)-Mösvikbotn Camp
Besonderheiten:Nach relativ „ruhigen“Etappen ging es heute richtig zur Sache.
Jetzt beginnen die Etappen mit Tunnel.Die Fähren auf dem Land um
Hindernisse zu umgehen.Die gefahrene Strecke zeigt nichts von den belastungen
die wir zu bewältigen hatten.Besonders hart traf es uns auf einer
Umgehungsstraße da der reguläre Tunnel für Radler gesperrt war mussten wir
diesen Weg wählen.Ob der Tunnel auch so bescheiden wie dieser Weg gewesen
wäre wir wissen es nicht,unserer war hart.Gleich nach den verlassen der Straße
kamen Steigungen der Höhepunkt aber war eine mehrere Kilometer lange
10%Steigung.Sie verlangte auch wieder alles ab aber der Absolute Hammer
sollte noch kommen.Ihr werdet es nicht glauben es war ein Tunnel den die
meisten unterschätzt hatten.Wir dachten er ist nur kurz somit war bei den
meisten das Licht nicht an jedoch er war nicht beleuchtet.Als dann auch noch
die Fahrer mit Dynamo anhielten war es ganz aus nur noch finstere Nacht und
keiner wußte wo es raus geht bis Ralph Licht sah.Für uns war es eine neue
Erfahrung die bei den Meisten haften bleiben wird.
12
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub219.jpg
Datum:
06.08.2003
Abfahrt:
09.00 Mösvikbotn Camp
Ankunft:
18.00 Bognes
Km:
82,0
Zeit:
5,50 h
Hm.1461m
Durchschn.:15,5 km/h
Strecke: E6
Besonderheiten:Blaubeerenjagt,Nieselregen und eine Auskunft von
Einheimischen die uns zu grübeln gab.Was verstehen sie unter flach?Wir
mussten diese nichtvorhandenen Steigungen bekämpfen.Hier waren es
„nur“4km mit 7%.Nach rasanter Abfahrt mit Regen war unsere Laune fast am
Nullpunkt angelangt dies änderte sich aber Schlagartig als Hans seinen Burger
bekam.Da er auf seiner Art bestellt hatte fiel sein Burger 10 Kr.teurer (1,25€)als
unserer aus.Als Schnorrer war das ein Kriegserklärung an diese Kneipe.Ich
empfahl das Auswärtige Amt als Beschwertestelle.Uns war mächtig zum Lachen
zu Mute nur der Schnorrer tobte.In der Rolle vom Rumpelkäppchen war er
Super.Zum Glück fanden wir eine norwegische Gesprächspartnerin.Die junge
Frau war in Deutschland zum Studium daher war ihr Deutsch so gut.Auf dem
Bild ist eine der vielen von uns überfahrenen Brücken darin sind die Norweger
wirklich genial.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub174.jpg
Datum:
07.08.2003
Abfahrt:
08.35 Bognes
Ankunft:
17.00 Narvik
Km.
89.1
Zeit.
5,5
Durchschn.:15,3km/h
Hm.1170m
13
Strecke:Bognes-Fähre-E6-Narvik
Besonderheiten:Nach der morgendlichen Hecktig von Hans sahen wir das
Rumpelkäppchen schon wieder am Fähranleger.Wir hatten die Fähre um ca.10
min.verpaßt was ihm wieder zum toben bewegte.Wie arm muss man sein um sich
so zu verhalten?Er ist ein kleines grünes Arschloch.Wenn er nicht so gedrängt
hätte wären wir nicht so zeitig am Fähranleger gewesen und brauchten nicht so
lange zu warten.
Mit erreichen von Narvik hatten wir ca.2/3 der Reise geschaft.Für mich war es
ein erhebender Moment an der Entfernungsangaben-Schild zu stehen.Ja es war
so.Du stehst da im hohen Norden und siehst was du alles schon zurück gelegt
hast und du siehst nur noch den Rest des Weges.
Vor ein paar Tagen wusste ich nicht ob ich überhaupt mit meiner Zeit so weit
fahren kann oder vorzeitig umkehren muss oder auf ein Hilfsmittel zurückgreifen
muss um bis hoch zu kommen.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub175.jpg
Datum:
08.08.2003
Abfahrt:
09.00 Narvik
Ankunft:
18.00 Setermoen
Km:
97,0
Zeit:
6,29 h
Hm.1457
Durchschn.: 15,0 km/h
Strecke:Narvik-E6-Setermoen
Besonderheiten:Es begann wie so oft mit Anstiegen die nicht Verzeichnet oder
Angezeigt wurden.Vielleicht meint jemand 3,5 km und 7% sind ein Kinderspiel
so das man sie übersehen kann?Wir kommen uns dann wie beim Roulett vor,war
es der letzte Berg für heute oder geht es noch schlimmer weiter?Niemand gibt
uns die Antwort damit wir unsere Kräfte einteilen können.Somit fahren wir
immer etwas verhalten um vor Überraschungen wie am Anfang gefeit zu
sein.Auch haben wir Aufgehört die Berge zu zählen es wäre sinnlos.Man senkt
einfach den Kopf und beginnt zu kurpeln.Es gibt dabei eine Menge an das man
denkt und worüber nachgedacht wird,aber an eines wird nicht gedacht ,das es
ein Scheiß Berg ist!!!Ja es ist so am Scheitelpunkt angekommen wird der
nächste Gang eingelegt und der Berg ist schon Geschichte gab es Nie.!So geht
es viele Stunden in Sonne Regen und Wind.Was jeder denkt ist uninteresant.Bei
der nächsten Rast wird darüber wieder Gelacht und es ist vergessen..Das geht
14
aber nur mit gescheiten Kumpels wie die beiden Ralph und Uli da macht fahren
Spaß.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub181.jpg
Datum:
09.08.2003
Abfahrt:
09.30 Setermoen
Ankunft:
18.10 Hatteng(Oteren)
Km:
110,0
Zeit:
6,44
Hm.837m
Durchschn.:16,4 km/h
Strecke:
Setermoen-E6-E87-E6-Oteren
Besonderheiten:Auf Grund vom Regen begann der Tag etwas später.Natürlich
ging unsere Fahrt weiter da der Regen nicht sehr stark war.Die Entscheidung
war richtig es hörte nach ca.20 km auf zu regnen so das es sich besser fahren
ließ.Der Tag wurde noch schön es gab auch Sonnenschein pur.Jedoch diese
Freude währte nicht allzu lang da wurde es Schlagartig Kalt.Die Temperatur
fiel von 20°C auf 12-14°C .Es kam auch starker Gegenwind auf so das wir Berg
ab treten mussten.Bei einer Rast sprach ich meinen Wunsch aus in einer Hütte
warme Brühe mit Ei zu machen wegen den Temperaturen.Alle fanden es gut bis
auf Hans.Für ihm waren Eier zu schwer und zu sperrig beim Transport!!
Na ja es gab dann auch Brühe mit Ei außer bei Hans.Wie kann man etwas essen
was man nicht Transportieren will das geht nicht.Vielleicht begreift er es in 1
Mio.Jahren wenn Darwin recht hat.Auf dem Zeltplatz konnten wir wieder
Waschen da es für manche Sachen nötig waren damit diese nicht brechen.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub183.jpg
Datum:
10.08.2003
Abfahrt:
09.35 Oteren
Ankunft:
16.10 Lyngenfjord Camping
Km:
69,3
Zeit:
4,46
Hm. 709m
Durchschn.: 14,5 km/h
Strecke:Oteren-E6-868-E6-Lyngenfjord Camping
15
Besonderheiten Wir haben heute die E6 verlassen müssen um nicht für 4km
30km Umweg zu fahren.Dazu brauchten wir nur auf der linken Seite des Fjordes
fahren.Der Weg war schön nicht allzu hart die Anstiege und das Wetter spielte
auch mit.Die Natur Entschädigte uns für die in der letzten Zeit erlittenen
Strapatzen.Beim Blick über den Fjört erleben wir immer wieder wunderbare
Spiele der Sonnenstrahlen am Berghang.Leider bleiben diese Eindrücke den
meisten Reisenden verborgen da sie mit dem Auto oder Bus unterwegs sind und
nur oberflächlich alles betrachten.
Wir werden von Bergen begleitet die Schneekuppen tragen diese werden wir
auch heute Abend wieder sehen.Nur ist bis dahin noch eine Menge Meter zu
fahren auch ein Tunnel musste noch durchfahren werden gegen den Willen von
Hans wurde er durchfahren.Es gab einen Weg der Außenherum
führte.Tunnelfahren mit Rad ist eine Anstrengende Sache man sieht das
Fahrzeug was von hinten kommt nicht und denkt es ist ein Schnellzug.Ein Höllen
Lärm der auf die Nerven geht.
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Datum:
11.08.2003
Abfahrt:
09.00 Djupvik
Ankunft:
17.30 Sekkemo
Km.
96,2
Zeit:
6.34
Durchschn.:14,7 km/h
Hm.1267 m
Strecke:Djupvik-E6-Sekkemo
Besonderheiten:Berge ohne Ende(7km-7-8%) alles nicht angezeigt dafür gab es
die ersten Elche zum knipsen muss mich korrigieren waren sicher Renntiere und
keine Elche.Für den ersten Moment dachte ich es ab Hammerfest gab es
Renntiere satt aber Elche auf der ganzen Reise Fehlanzeige.
Ich kann es immer nur wiederholen die Natur hier ist wunderschön.Der Gott der
Radfahrer Jack ist auf unserer Seite.
Beim Kaffeetrinken im Rasthaus waren unsere Räder wieder Anziehungspunkt
für die Besucher diese bestaunten unsere Fahrzeuge wie Außerirdische.Für uns
war dieser Rast gleichzeitig auch die Möglichkeit das Panorama in aller Ruhe
zu genießen bei Kaffee und Kuchen das war eine Marotte von Uli die ich gern
übernahm da wir zum Frühstück nur Tee trinken ist eine Tasse Kaffee eine
Abwechslung da wir nicht in Zeitdruck waren wie die vielen Busreisenden.
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http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub202.jpg
Datum:
12.08.2003
Abfahrt:
Ankunft:
Km:
Zeit:
Durchschn.:
Hm.
Stecke:
Besonderheiten:Wie ihr am Datum seht ist ein Tag Pause.Richtig wir haben
einen Ruhetag eingelegt.Erstens war das Wetter nicht danach es goss in
Strömen so das es mit Regenklamotten nichts vernünftiges geworden wäre
außerdem war Uli mit einem Ruhetag dran damit er sein Bein entlasten
konte.Hans war natürlich gegen diesen Ruhetag auch vertrat er die Meinung
wenn wir zeitig am Abend ankommen gilt es schon als Ruhetag.Mir ist in vielen
Dingen was dieser Typ tat nicht klar was er außer seinen Erfolg will?
In dieser Lage und bei dem Wetter bleibt uns nichts anderes übrig als die meiste
Zeit im Bett zu verbringen.Wir liegen zwischen zwei Ortschaften und weit und
breit nichts vernünftiges zum unternehmen.Als Ansicht sehen wir schon den
Anstieg der am anderen Tag erwartet und der eine oder andere von uns hofft es
werde nicht sehr hart werden den was wir sehen richt nach mächtig kurbeln.
Zum Glück dürfen wir uns morgen selbst überzeugen wie der Berg ist als warten
wir es ab.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub226.jpg
Datum:
13.08.2003
Abfahrt:
09.45 Sekkemo
Ankunft:
18.00 Alta
Km.
128,9
Zeit:
8,0
Durchschn.. 16,2 km/h
Hm.1437 m
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Strecke:Sekkemo-E6-Alta
Besonderheiten:Wie ich gestern schon sagte begann der Tag mit einer
Knüppelharten Steigung mit 6km und 7% Steigung.Wir wie so oft Kopf nach
unten und los.Die hier angegebenen Prozentzahlen sind Schätzungen von uns
wenn keine Staatlichen Angaben vorhanden sind.Es war sehr „schön“ zu fahren
denn danach kamen 30km mit Gegenwind.Die Straße hatte harte Steigungen
2km 9% und außerdem gab es das Waschbrett-Relief also ständiger tritt
Wechsel.Nach dem Gegenwind fahren haben wir auf den Rückenwind gehofft
wurden aber Enttäuscht der Wind schlief ein.Diese Etappe war bis dahin die
längste die wir fuhren.Nur so war es möglich die Disdance für morgen etwas zu
verringern da es über ein Hochplattou gehen wird und wir die Strapazen nicht
einzuschätzen sind.Hans war wieder weit vor uns er wollte nach Alta um Pizza
zu essen egal wie.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub180.jpg
Datum:
14.08.2003
Abfahrt:
09.10.Alta
Ankunft:
17.00 Skaidi
Km:
88,7
Zeit:
5,42
Durchschn.:15,5 km/h
Hm. 866 m
Strecke:Alta-E6-Skaidi
Besonderheiten:Es ging wie befürchtet auf ein Hochplatou und wir waren
wieder über der Baumgrenze angelangt und die letzten Bäume oder das was
man dafür hält traten zurück und machte Moosen und niedrigen
Büschen(Blaubeeren und Preiselbeeren)Platz auch oder trotz der bescheidenen
Flora gibt es wunderbare Farbspiele der Gräser und anderen Pflanzen.Auf
dieser Etappe die schon viele Kilometer auf der E6 verlief erlebten wir das erste
Mal das die Straße einen Schotterweg wurde.Zur Verteidigung der Norweger es
wurde an der Straße gebaut um die restlichen Kilometer fertig zu stellen dieser
Weg führte stetig Bergauf und war dem Wind voll ausgesetzt und um alles
abzurunden begann es auch noch zu Regnen.
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Dafür führte der Weg einer wilden Renntierherde direkt an der Straße entlang
so das Ralph und ich noch zu ein paar Fotos kamen.Wir mussten uns voll auf die
Strecke konzentrieren um nicht zu stürzen oder Pannen hervor zu rufen.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub258.jpg
Datum:
15.08.2003
Abfahrt:
Ankunft:
Km:
Zeit:
Durchschn.:
Strecke:
Besonderheiten:Dieser Tag war als Ruhetag für Uli gedacht gewesen und der
Rest von uns nutzte diese Möglichkeit um die nördlichste Stadt der Welt zu
besuchen wenn die Norweger von einer Stadt sprechen müssen wir unsere
Vorstellungen von einer Stadt nach europäischen Maßstäben beiseite legen denn
es leben „nur“ 6000 Menschen hier diese verteilen sich hauptsächlich am Fjord
sowie einer kleinen Bucht die dem Besucher meist verborgen bleibt.Auf unserer
Reise haben wir jede Menge gesehen um uns einen Eindruck von diesen Land
machen zu können nur in der Winterzeit möchte ich nicht dort leben.Zumal es
die Polarnacht gibt dem Gegenstück des Polartages wo es nie Dunkel wird.In
den früheren Jahren muss dies wirklich ein einziger Kampf ums überleben
gewesen sein.Auch im letzten Jahrhundert wurden diese Menschen hart geprüft
da der Österreicher auch dort seinen Wahnsinn der Weltherrschaft auslebte als
Ergebnis dessen war Hammerfest nur an den Straßen zu erkennen alle Häuser
und Boote waren kaputt.
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Datum:
16.08.2003
Abfahrt:
08.40 Skaidi
Ankunft:
19.30 Nordkapp Camp
Km.:
135,8
Zeit:
8,48
Hm.1350 m
Durchschn.:15,4 km/h
Strecke:Skaidi-Olderfjord-E69-Skipsfjord
Besonderheiten:Die vorletzte Etappe wurde geprägt von einigen
„Einmaligkeiten“ so mussten wir durch den längsten und tiefste Tunnel der Welt
fahren.Er verlief 211 m unter dem Meeresspiegel und war über 7,2 km lang.
Die Etappe begann mit moderaten Steigungen so das wir unser Ziel weiter nach
vorn verlegen konnten bis wir am Tunnel standen normalerweise wollten wir ihn
am nächsten Tag fahren aber es ging besser als wir dachten.Vor unseren
Sprung durch den Tunnel gab es eine außerplanmäßige Stärkung in Form von
Brühe mit frischen Bachwasser und Brot so gestärkt war der Tunnel fast
geschenkt wenn da nicht die 10% bei der Ausfahrt wären.Am anderen Ende
angekommen suchten wir uns einen Platz zum Schlafen fanden ihn aber nicht da
mussten wir weiter fahren.Eine am Straßenrand als frei(ledig)offerierte Hütta
war schon belegt und wir mussten die paar Kilometer zum Nordkapp Camping
noch fahren.Die erste Sorge war auf dem Platz unsere Übernachtung danach
kam der Magen dran.Als wir beim lösen des zweiten Problems ein super Hotel
fanden wo wir für nur 150 Kr. schlemmen durften waren wir Selig.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub257.jpg
Datum:
17.08.2003
Abfahrt:
09.30 Nordkapp Camping
Ankunft:
12.20 Nordkapp
Km.
53,1(25,0)
Zeit:
4,25
Hm. 1329 m
Durchschn.:12,0 km/h
Strecke:Nordkapp Camping-Nordkapp und zurück
Besonderheiten:Der letzte Tag der Reise ist angebrochen und wir sind noch
25Km vom Ziel entfernt.Für uns waren die paar Kilometer keine Disdance die
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man Fürchten muss zumal zu beginn gleich 1,5 Km mit 9% sein solten.Noch
konnten wir lachen aber auch das sollte uns vergehen denn die Realität sah bei
weitem anders aus.Von den 25 verbleibenden Km waren sicher 18 mit
Steigungen von 7-9% bestückt.Als Abrundung des ganzen wurde der Wind
stärker und auf den letzten Km begann es auch noch Nass zu werden.Wir fuhren
im Nebel was hinauf noch ging da wir am Felsen fahren konnten aber bergab
ging es ohne Leitplanken und Seitenwind die Serpentinen hinab.Manchmal war
es eng wenn ein Bus versuchte uns zu überholen da kommst du ins Rudern.
Der schönste Moment war aber als wir am Mauthäuschen vorbeigewunken
wurden als Anerkennung unserer Leistung brauchten wir keinen Eintritt zu
zahlen.Wir hatten ein wenig Glück mit dem Wetter für die Fotos war der Nebel
verschwunden kehrte aber zurück so das keine Bilder mehr möglich waren.
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub262.jpg
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub265.jpg
http://gallerie.nordkapfahrerpedalritter.de/albums/upload/norwegen/norwegen-urlaub268.jpg
Mit dem heutigen Tag geht für mich die Reise zum Nordkap zu Ende da mein
Urlaub nicht ausreicht um mit Ralph und Uli über Finnland,Schweden und
Polen weiter zu fahren.Ich würde es sehr gerne tuen aber nicht auf dieser
Reise.Mir bleibt nur ein Dankeschön an diese Beiden zu sagen denn es waren
gute Wegbegleiter bei dieser Reise.Von den einem oder anderem habe ich
einiges lernen können bzw.habe Inspirationen erhalten die mein Rad noch
verbessern für die nächste Reise.
Zu Beginn waren wir vier Radler die das Abenteuer wagten von Oslo zum
Nordkap zu kommen.Im laufe der Zeit stellte sich aber heraus was geht und was
nicht.Mit Hans hatte ich einen Fehler gemacht der sich je länger die Reise
dauerte um so deutlicher herauskistalisiert das er nicht in der Lage ist, sich in
eine Gemeinschaft einzugliedern er ist nur auf sich bezogen und hat die
Gemeinschaft benötigt um ihn die Sorge der Übernachtung und Verpflegung
abzunehmen.Er war nur zum Schlafen und Essen bei uns die andere Zeit fuhr er
sein „RENNEN“
Die meiste Zeit verbrachten wir drei Camper gemeinsam ob am Berg bei der
Rast oder in der Hütte.
Bei meinen Bemühungen für meine Rückkehr nach Deutschland das Gesehene in
Bilder festzuhalten wird mir nicht gelingen da es nur kleine Ausschnitte
darstellen wird und nicht das Ganze belichtet.
Unsere Reise begann in Oslo und führte uns quer durch dieses Land.Wir
wählten nicht nur Strecken die sich bequem fahren ließen sondern haben das
ganze Programm genutzt sind am Berg ‚gehangen,’haben viele Anstiege
gekurbelt, mussten Fähren benutzen, haben im Tunnel Berge durchfahren.
Wobei keiner von den Außenstehenden weis wie sehr eine Tunnelfahrt an die
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Nerven geht.Man fährt in den Tunnel ein und wenn ein Fahrzeug von hinten
kommt und man es nicht sieht ist es als fahre ein D-Zug von hinten auf einen
drauf.In diesem Augenblicken hofft man nur noch, das das Rücklicht leuchtet
und man nicht ins straucheln kommt dabei ist die Sicht trotz Beleuchtung sehr
Bescheiden und ich war jedes mal Froh wieder am Tageslicht zu sein
Auf Anraten von Einheimische wählten wir einen Teil des Weges von Trondheim
nach Mo i Rana an der Küste entlang dieser Weg hatte auch seine Berechtigung
denn so lernten wir auch einen Teil der Küste kennen bevor wir dann Endgültig
den Weg zum Kap auf der E6 einschlugen.
Es war ein wunderbares Gefühl nachdem wir uns an die hellen Nächte gewöhnt
hatten, in der Nacht kein Licht zu benötigen um zu Sehen.Je weiter wir nach
Norden kamen um so heller war es bei meiner Rückreise erlebte ich dann in
Bodö das es wieder „Nacht“ wird hatte es schon vergessen das es so etwas gibt.
Uns ist es auch aufgefallen das wir während der Reise sehr wenige Tiere
gesehen haben die bei Bauern ausgenommen.Wir glaubten daran Elche in
Rudeln vorzufinden gesehen haben wir keine.Im hohen Norden in der Nähe von
Hammerfest gab es dann Renntiere in Massen diese haben die selben Freiheiten
wie in Indien die Kühe.Sie sind auch die ökologischen Rasenmäher in den
Ortschaften wo sie heimisch sind.Solte nicht ein Zaun ein Grundstück abgrenzen
gibt es keine Grenzen für diese Tiere.Alles wird für die Nahrungssuche verwand
ob es der Rasen bei ein Denkmal ist oder ein kleiner Rasen vor einer Firma
dabei wird gleich noch die Hecke gestutzt alles in einem Arbeitsgang.
Aufgefallen ist uns auch trotz des rauen Klimas die Vielfältigkeit der Natur in
ihrer Farbenbracht.An so manchen Kilometer unseres Weges waren Blumen und
andere wild durcheinander blühende Gewächse vorzufinden was im Kontrast zu
der sonst so kargen Natur.
Vielen Dank auch an die zahlreichen Einwohner Norwegens die uns trotz
unserer Vergangenheit ohne Vorurteile unterstützt haben in der vielfältigsten
Form ob es nur eine Auskunft war oder wenn wir wieder auf der Suche nach
irgend- etwas waren oder uns Tipps für die Tour gaben auch erweckten wir
oftmals die Neugier der Bewohner wenn wir mit unseren Rädern ankamen
stahlen wir jedem Motorrad die Show.
Wir lernten viele Leute kennen am Fjölvik trafen wir Manfred einen
Mopedfahrer aus Köln wir freuten uns über seine Bekanntschaft er litt am
Einsamkeits Syntrom.Wenn er anfing zu erzählen hatten wir nur eine Chance ein
Wort zu sagen wir mussten ihn Abstellen!!Auf dem Weg nach Norden kreuzten
sich unsere Wege nochmals für einen kurzen Smalltalk.Die Mädchen in Mo i
Rana erwähnte ich schon aber am Kap sind uns Rosentaler über den Weg
gelaufen und uns am Abend auf einen Schnaps eingeladen.
Alles was hier beschrieben wurde rechtfertigt meinen Entschluss zu dieser
Fahrt.Meine Pläne für die nächste Tour sind schon fertig vielleicht wird es auch
wieder so schön wie diese Reise.
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Vielen Dank an meine Begleiter und Sie die sich die Mühe machten meine
Gedanken zu lesen.
Uwe Korndörfer.
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