Hui Chun Gong - Michaela Lindemann

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Hui Chun Gong Teil 1
(z) Füße zusammen
(w) Füße schulterbreit auseinander
1. Eröffnung (z)
Hände steigen rechts und links des Körpers, Fersen heben sich mit dem
Heben der Arme, wenn die Hände sich über dem Kopf aneinanderlege,
ist der Körper gestreckt. (beim Steigen der Arme einatmen)
Hände sinken, bis die Fingerspitzen sich unter der Nase befinden (beim
Sinken ausatmen)
In dieser Position bewusst einatmen und ausatmen. Beim Ausatmen die
Hände langsam sinken lassen.
Diese Übung 8 mal wiederholen.
2. Schulteröffnung (w)
Hände streichen auf den Oberschenkeln entlang bis über die Knie, dabei
das Gesäß etwas absetzen. Der Körper hebt sich, die Fersen und die
Schultern heben sich. Die Schultern drehen nach hinten, unten. (Öffnen
im Brustraum- Ellbogen während der Übungs passiv hängen lassen),
dann erneut die Hände auf die Oberschenkel legen und die Übung wie
beschrieben beginnen.
Diese Übung 8 mal wiederholen
3. Rückkehr des Frühling (w)
In den Knien federn, so dass der ganze Körper vibriert, den Mund leicht
öffnen, leise Geräusche von sich geben. Dabei spüren, wo noch
Festigkeit im Körper ist, diese sanft lösen, auch Spannung, Gedanken
und Sorgen in der Vorstellung aus dem Körper lösen und abschütteln.
Diese Übung 164 mal wiederholen (eine Weile lang).
4. Schulterkreisen (w)
Den Oberkörper so drehen, dass die linke Schulter nach vorne zeigt, nun
zugleich die linke Schulter und die rechte Ferse anheben, Schultern so
weit drehen, dass nun die rechte Schulter nach vorne zeigt. Bewusst und
gleichzeitig Schultern und Ferse absetzen. Nun schaut die rechte
Schulter nach vorne. Beim Anheben jeweils einatmen, beim Absetzen
ausatmen. Es wird nur das Becken gedreht, die Wirbelsäule bleibt
gerade.
Diese Übung 8 mal zu jeder Seite wiederholen.
5. Vitalenergie (w)
Ballhaltung, rechte Hand oben, linke Hand untern vor dem Nabel. Rechte
Hand vor das Herz (Thymusdrüse) linke Hand ausstrecken, in die
geöffnete linke Hand schauen, jeden Finger einzeln einrollen, Hand
drehen – nun zeigt die Handinnenfläche vom Körper weg – Energie aus
der Handwurzel wegschieben, die Finger bleiben lang und entspannt –
das Gewicht verlagert sich auf das linke Bein, das rechtes (leere) Bein
hebt sich und das rechte Knie streicht die Innenseite des linken
Standbein-Knie’s entlang. Das Gewicht nun gleich wieder auf beide
Beine verteilen, in den Schultern lösen und die Armhaltung wechseln.
Nun kommt die linke Hand zurück und bleibt vor der Brust, während die
rechte Hand ausgestreckt wird. Der Blick geht zur rechten Handfläche.
Die Yang-Hand gibt Energie weg, die Yin-Hand sammelt und bewahrt
vor der Brust die Energie.
Diese Übung 8 mal zu jeder Seite wiederholen.
6. Der Vogel Rock fliegt (w)
Ballhaltung, linke Hand unten, rechte Hand oben. Die linke Hand auf
Bogenlinie hinter das linke Ohr führen, die rechte Hand bleibt unterhalb
des linken Ohres in Kontakt zur rechten Hand, die Laogong-Punkte
schauen sich an. Die linke Hand geht in einem großen Bogen nach oben
und dann nach unten vom Körper weg zur anderen Seite.Die rechte
Hand vollzieht den Bogennach unten und dann nach oben hinter das
rechte Ohr. Jetzt steht die linke Hand im Kontakt zur rechten Hand etwas
tiefer davor. Etwa wie in einer Ball haltenden Haltung mit versetzten
Händen vor dem rechten Ohr. Der Kopf dreht sich nach links. Das
Gewicht ist erst 50:50, danach ist es etwa 70:30 und zwar befindet sich
immer dort, wo die Hände sind, auch etwas mehr Gewicht.
Diese Übung 8 mal nach jeder Seite wiederholen.
7. Pumpen des Yin (z)
Hände rechts und links an die Taille legen. Etwas die Knie beugen, so
dass das Gewicht auf den Vorderfuß kommt, also auf den sprudelnden
Quell –Punkt stellen, dann den Körper wieder leicht in einer
Wellenbewegung nach hinten bringen, dabei den ganzen Fuß belasten
und den unteren Rückenbereich entspannen. Nun wieder die Knie
beugen und auf den Vorderfuß gehen.
Diese Übung 8 mal wiederholen.
8. Stärkung der Nieren (z)
Die Hände bilden Fäußte, die Mittelfinger stehen etwas vor. Beide
Fäuste so auf den Rücken legen, dass die Mittelfinder auf Höhe des
Mingmen liegen. Die Knie sinken entspannt vor, der Körper bildet
dadurch eine Bogenform. Langsam nach hinten beugen, dabei beugen
sich die Knie gleichzeitig. Den Hals nicht zu weit überdehnen. Nicht zu
extrem in die Bogenform gehen, ein sanftes und elastisches hin-und
herschwingen in der Bewegung üben.
Diese Übung 8 mal wiederholen.
9. Das Herz beleben (z)
Hände wie zum Gebet vor der linken Brustseite aneinanderlegen, Knie
ebenfalls aneinander anlehnen, Hände nun nach rechts schieben, dabei
bewegen sich die Knie und der Körper von selbst zum Ausgleich nach
links. Die Hände acht Mal zu jeder Seite schieben.
Hui Chun Gong Teil 2
(z) Füße zusammen
(w) Füße schulterbreit
1. Drachenschwimmen (z)
Die Hände sind aneinandergelegt, links vor der Brust. Mit den geschlossenen Händen einen Kreis
über den Kopf beschreiben , dann absteigend ein S vor dem Körper zeichnen, aufsteigend aus dem S
eine 8 zeichnen, danach wieder erneut die Hände einen Kreis über dem Kopf zeichnen lassen, ein S
vor dem Körper, aus dem S eine 8 zeichnen und so weiter.
Diese Übung 8 mal wiederholen.
2. Himmelskreise 1 (w)
Die Hände mit parallel vor dem Körper ausgestreckten Armen langsam aufsteigen lassen, über dem
Kopf die Handflächen locker wenden, so dass die Laogong nun nach oben schauen vier Kreise über
dem Kopf zeichnen, danach die Richtung ändern und weitere vier Kreise zeichnen. Die Arme sinken
langsam wie fallende Blätter vor dem Körper.
3. Himmelsreise 2 (w)
Die Füße stehen in einem kleinen Bogenschritt. Die Hände sind in der Ballhaltung, wir zeichnen mit
diesem Ball einen großen Kreis vor unserem Körper. Wenn wir im Bogenschritt nach links stehen, so
verlagern wir automatisch das Gewicht etwas nach links vorne um Schwung zu holen, damit die
Hände steigen können. Es erfolgt dann ein Fußwechsel und der Ball kreist zur rechten Seite.
Die Übung wird 4 mal zu jeder Seite ausgeführt.
4. Erdenkreise (w)
Die Füße stehen ebenfalls in einem kleinen Bogenschritt, wir rollen den Ball, viermal nach der linken
Seite, danach viermal nach der rechten Seite. Ebenfalls auf die Gewichtsverlagerung achten. Die
Hände sind jeweils auf Hüfthöhe.
Die Yin-Kräfte der Hände nehmen das Yin der Erde auf, dadurch werden die Yang-Kräfte gestärkt.
Gedanklich: ich segne alles was in der Erde wächst, ich verbinde meine Yin Kräfte mit der Yin Kraft
der Erde.
5. Die Schildkröte zieht den Kopf ein (w)
Die Füße stehen in einem kleinen Bogenschritt. Ballhaltung, rechte Hand über der linken Hand, den
Ball nach links tragen, linke Hand ist oben, rechte Hand ist unten, beide Hände entspannen sich,
dabei zeigt die Handinnenfläche der oberen, linken Hand nach unten , ebenso die Handinnenfläche
der unteren, rechten Hand. Die rechte Hand kommt auf einer Bogenlinie zur linken Hand (untere Hand
kommt zur oberen Hand) Die Arme befinden sich nun parallel mit nach unten gewandten Handflächen
vor der Brust (die Hände bilden den Kopf der Schildkröte). Die Hände Finger für Finger nach innen
einrollen (die Schildkröte zieht den Kopf ein), die Handflächen sind noch zum Himmel gewandt
(yanghände), am Körper entlang nach unten vor das Dantian (Nabel) ziehen. Das Gewicht verlagert
sich bei dieser Bewegung auf das hintere Bein, beide Hände, die Handflächen wenden sich mit einer
Drehung der Handgelenke vor dem Dantan nach unten und die Arme gehen erneut im Bogen vor die
Brust nach oben (die Hände bilden wieder den Kopf der Schildkröte). Das Gewicht wieder auf das
vordere Bein verlagern, mit den erhobenen Händen den Körper nach hinten beugen, Schultern nach
hinten fallen lassen, fallende, lösende Kräfte im Rücken, (die Schildkröte zieht den Kopf nach hinten
ein), die Hände vor dem Körper sinken lassen, die linke Hand balltragend über die rechte Hand
führen, den Ball nach rechts tragen.
Die Übung viermal zu jeder Seite ausführen.
6. Froschschwimmen (z)
Schwimmbewegung, im Uhrzeigersinn vor den Hüften beginnen, Fersen heben und wenn sich der
Kreis vor den Hüften schließt,wieder absetzten. Mit den Armen unten bleiben, nicht hochschwimmen
lassen. Dann „Rückwärtsschwimmen“, die Bewegung gegen den Uhrzeigersinn ausführen, Fersen
heben und wieder absetzen. Den Rücken jeweils gut wieder entspannen.
Die Übung 8 mal in jede Richtung wiederholen.
7. Der Phönix breitet sich seine Flügel aus (w)
Die Füße stehen in einem kleinen Bogenschritt. Ballhaltung, linke Hand oben, rechte Hand unten.
Hände auseinanderziehen, wie beim Ball tragen, erst der oberen Hand nachschauen, dann den Blick
zur unteren Hand lenken, diese drehen und in die Hand schauen, in einer großen Kreisbewegungen
die untere Hand steigen und die obere Hand sinken lassen. Die Hände zum Dantian (zum Bauch hin)
verdichten zu einem kleinen Ball, dabei das Gewicht etwas zurückverlagern. Dann gehen die Hände
vor der Mitte aneinander vorbei, eine Hand steigt, eine Hand sinkt wieder zur balltragenden Haltung,
wie beschrieben. Die untere Hand dreht sich erneut, beide Hände zeichnen wieder einen großen
Kreis, u.s.w. Der Richtungswechsel erfolgt indem die untere balltragende Hand beim schließen des
Schritts nicht steigt, sondern unten bleibt und die andere Hand die obere Ballseite berührt. Nun kann
das Gewicht verlagert werden und die Bewegung zur anderen Seite wie beschrieben ausgeführt
werden.
8. Drei hohe Sterne (z)
Bei dieser Atemübung die Hände langsam parallel mit ausgestreckten Armen und nach unten
gewandten Hanflächen vor dem Körper steigen lassen bis über den Kopf, dabei einatmen. Die Hände
klappen über dem Kopf entspannt nach hinten, die Handflächen schauen nach oben, die Arme und
die Hände dann langsam mit nach unten gewandten Handflächen sinken lassen und gleichzeitig
ausatmen.
Diese Übung 8 mal wiederholen.
9. Der Adler schärft seine Krallen (z)
Beide Hände werden zwischen den Knien eingeklemmt. Linke Ferse hoch, rechte Hand nach unten,
die Fingerspitzten der linken Hand liegen dabei an der Handwurzel der rechten Hand. Dann reiben die
Hände aneinander vorbei, bis die Finger der rechten Hand an der Handwurzel der linken Hand liegen.
Dabei die linke Ferse absetzen und die rechte Heben. So entsteht eine „aneinanderwetztende“
Krallenkraft durch das reiben der Hände und das wechselseitige Heben der Fersen. Die Bewegung
wirkt sich, locker ausgeführt, in den Hüften und in den Schultern aus.
Diese Übung 8 mal wiederholen.
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