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2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
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2.3 Informationsdarstellung mit
Textdokumenten
2.3.1 Vorüberlegungen
Didaktisch-methodische Vorüberlegungen
Im Kapitel 2.2 haben die Schüler Graphiken zur Darstellung von Information kennen gelernt
− eine Möglichkeit, die schon in der Frühzeit der Menschheit genutzt wurde. Bilder und einfache Sprache waren zunächst das einzige Mittel, Botschaften weiterzugeben. So sind beispielsweise in Höhlenzeichnungen und Felsritzungen Jagdszenen abgebildet, mit denen
Kenntnisse über Beutetiere an die Nachkommen überliefert werden konnten.
Erst mit der Entwicklung der Schrift als weitere Möglichkeit zur Informationsdarstellung
wurde der Weg frei für die Entfaltung von Hochkulturen. Texten kam im Lauf der Zeit eine
immer größere Bedeutung zu. Die Erfindung des Buchdrucks trieb diese Art der Informationsdarstellung weiter voran und legte die Grundlage für die Verbreitung und alltägliche Nutzung von Schrift. Auch heute noch ist die Weitergabe von Information durch Text eines der
am häufigsten gebrauchten Verfahren, wobei elektronische Darstellungsformen mit Hilfe des
Computers immer mehr das Arbeiten mit Papier ablösen. Die Textverarbeitung ist in unserem
Leben nicht mehr wegzudenken und leistet natürlich auch im Schulalltag wichtige Hilfsdienste – vom Schreiben eines Aufsatzes bis hin zum Erstellen eines Flyers oder einer Klassenliste.
Auf Grund der hohen Verfügbarkeit von häuslichen Computern können etliche Schüler bereits in der Unterstufe einfach gestaltete Texte mit einem Textverarbeitungsprogramm verfassen. So fertigen sie im Fach Natur und Technik der Jahrgangsstufe 5 vielfach mit dem Computer Versuchsberichte an oder dokumentieren Ergebnisse im Rahmen des Schwerpunkts Naturwissenschaftliches Arbeiten. Allerdings fehlt den Schülern in der Regel ein fundiertes und
tragfähiges Konzept, wie man Information in Textdokumenten möglichst aussagekräftig darstellt. Ebenso mangelt es an produktunabhängigen Grundkenntnissen, um Textverarbeitungssysteme adäquat nutzen zu können.
Im Informatikunterricht der Jahrgangsstufe 6 erkennen die Schüler bei der Untersuchung von
Beispieltexten, dass eine gute Strukturierung, z. B. mit Hilfe von Absätzen oder Hervorhebungen, die leichte Lesbarkeit und damit die Effektivität der Informationsweitergabe erhöht.
Sie stellen fest, dass sich die bei Graphiken erlernten Begriffe der objektorientierten Analyse
auch zum Strukturieren von Textdokumenten eignen. Somit erweist sich die objektorientierte
Sichtweise erneut als sinnvolles und tragfähiges Konzept, das deshalb auch in diesem Kapitel
wieder aufgegriffen, vertieft und ausgebaut wird. Der Übergang von den sehr anschaulichen
Klassen der Graphik zu denen der Texte bereitet Schülern dabei erfahrungsgemäß keine Probleme.
Um Textstrukturen zu beschreiben, werden Objekte verschiedener neuer Klassen benötigt.
Dies führt zunächst auf die grundlegenden Klassen ZEICHEN, ABSATZ und TEXTDOKUMENT. Die Schüler nennen häufig auch Klassen wie WORT oder SATZ. Letztere werden
aber nicht weiter thematisiert, da sie Modellierungen aus Sicht der deutschen Sprache sind,
die keinen wesentlichen Niederschlag in Textverarbeitungssystemen finden. Auch die von
den Schülern oft genannte Klasse SEITE wird aus Zeitgründen nicht behandelt. Dies erscheint
vertretbar, da Objekte der Klasse SEITE meist nur beim Druck oder bei entsprechenden Seitenansichten auf Grund der gewählten Seitenränder und anderer Einstellungen automatisch
erzeugt werden.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
47
Eine Behandlung von Klassen wie TABULATOR oder TABELLE bietet sich für eine Fortführung und Vertiefung beispielsweise im Wahlunterricht an. Selbstverständlich ist es möglich, auch im Pflichtunterricht in leistungsstarken Klassen kurz darauf einzugehen.
Die gemeinsame Verwendung von Graphiken und Texten in einem Dokument wird erst im
anschließenden Bereich „Informationsdarstellung mit Multimediadokumenten“ ausführlich
aufgegriffen.
Anhand verschiedener, vorgegebener Textdokumente entdecken die Schüler die Attribute und
Methoden der Klassen ZEICHEN und ABSATZ. Die für sie zunächst nicht so offensichtlichen Attribute der Klasse ABSATZ lassen sich durch zusätzliche Skizzen veranschaulichen;
insbesondere werden die Gestaltungsmöglichkeiten des Attributs Ausrichtung sowie die Verwendung der Attribute zu den Einzügen und den Zeilen- bzw. Absatzabständen eingehender
untersucht.
Bei der Beschreibung von Texteigenschaften erweist sich die Punktnotation auch in diesem
Kapitel als eine hilfreiche, abkürzende Schreibweise, auf die später immer wieder zurückgegriffen wird. Man sollte sie aber auch hier nur als Hilfsmittel verwenden und nicht als eigentliches Thema dieses Abschnitts auffassen.
Den Schülern fällt bei der Betrachtung der gesamten Textstruktur auf, dass Textdokumente
aus Absätzen bestehen und diese wiederum aus Zeichen. Hier werden in Textdokumenten
erstmals Beziehungen zwischen Objekten bzw. Klassen entdeckt: Objekte einer Klasse können Objekte einer anderen Klasse enthalten. Man wird zunächst versuchen, die Beziehungen
zwischen den einzelnen Objekten in einem Objektdiagramm darzustellen. Die Schüler erkennen dabei, dass eine Beschreibung von gleichartigen Beziehungen zwischen den Objekten
verschiedener Klassen in einem Klassendiagramm wesentlich übersichtlicher und erkenntnisreicher wiedergegeben werden kann.
In Zusammenhang mit der Enthält-Beziehung, die mit der Sprechweise „enthält“ bzw. „ist
Teil von“ eingeführt wird − je nach Leserichtung −, ist es zweckmäßig, die Kardinalität didaktisch vereinfacht darzustellen. Will man ausdrücken, dass beispielsweise ein Absatz viele
Zeichen enthalten kann („Eins-zu-viele-Beziehung“), kennzeichnet man die Beziehungslinie
zur Klasse ZEICHEN im Klassendiagramm am Ende mit einem dicken Punkt. Auf die Angabe der sonst üblichen Schreibweise der 1:n-Kardinalität mit dem Buchstaben „n“ wird dabei
verzichtet. Nicht erwähnt werden in der Unterstufe die Fachbegriffe Assoziation (für Klassenbeziehung) und Aggregation (für Enthält-Beziehung).
Die Schüler stellen fest, dass es in ihrer Erfahrungswelt sehr viele Beispiele für Zusammenhänge gibt, die man als Beziehungen zwischen Objekten bzw. den zugehörigen Klassen auffassen kann, etwa „Eine Firma enthält beliebig viele Abteilungen“ oder „In einer Abteilung
sind viele Mitarbeiter beschäftigt“. Die im Informatikunterricht kennen gelernten Begriffe
sollen helfen, Strukturen und Zusammenhänge zu erfassen und zu beschreiben. Sie sind damit
in vielen, auch nicht informatischen Bereichen anwendbar.
Anforderungen an die verwendeten Werkzeuge
In nahezu allen gängigen Textverarbeitungssystemen sind die Klassen und Objekte dieses
Themenbereiches in der für die unterrichtliche Umsetzung notwendigen Weise implementiert.
Meist kann man in Textverarbeitungsprogrammen die Objektattribute leicht erkennen, deren
Werte übersichtlich einsehen und problemlos ändern. In der Regel werden in den verschiedenen Programmen sogar gleiche oder ähnliche Bezeichnungen für die Attribute verwendet.
Textverarbeitungsprogramme gehören seit längerem zur standardmäßigen Ausstattung eines
Computers; in allen Office-Paketen – auch in kostenlosen – befinden sich sehr leistungsfähige, für den Unterricht der Jahrgangsstufe 6 geeignete Textverarbeitungssysteme. Einfache,
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
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notizblockähnliche Editoren, die die Attributwerte meist nur eingeschränkt darstellen bzw.
einige wesentliche Attribute nicht anbieten, genügen hingegen den Anforderungen nicht.
Dem Wunsch vieler Eltern und Schüler nach Erlernen des Maschinenschreibens mit zehn
Fingern kann im Rahmen des Pflichtunterrichts nicht nachgekommen werden. Tastschreiben
ist kein Inhalt des Informatikunterrichts am Gymnasium. Schülern, die im Selbststudium das
10-Finger-Tastschreiben erlernen wollen, kann man allerdings Hinweise auf entsprechende
Lernprogramme geben (vgl. Kapitel 2.3.3: Zusammenstellung „Lernprogramme zum
10-Finger-Tastschreiben“ bzw. Datei 10-Finger-Tastschreiben.pdf).
2.3.2 Vorschläge zur unterrichtlichen Umsetzung
Die unterrichtliche Umsetzung lässt sich in folgende Abschnitte gliedern:

Darstellung von Information in Texten (1 Stunde)
Durch den Vergleich eines Fließtextes mit einem „gestalteten“ Text erkennen die
Schüler den Unterschied im Informationsgehalt und damit die Bedeutung der
Strukturierung von Textdokumenten. Sie erfassen, mit welchen Objekten die Gestaltung im Textdokument vorgenommen wird.

Die Klasse ZEICHEN (1 Stunde)
Die in Textdokumenten wichtige Klasse ZEICHEN wird einführend behandelt.
Dazu gehört die Erarbeitung der wesentlichen Attribute, ihrer sinnvollen Werte
sowie einiger Methoden und deren Anwendungen in einer Übung.

Die Klasse ABSATZ (1 Stunde)
Als weitere grundlegende Klasse in Textdokumenten wird die Klasse ABSATZ
mit einigen wesentlichen Attributen und Methoden eingeführt und in einer Übung
vertieft.

Vertiefung der Klassen ZEICHEN und ABSATZ (2 Stunden)
Die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten, die sich durch die Klassen
ZEICHEN und ABSATZ ergeben, werden anhand zweier Textdokumente vertieft.
Dabei wird auch das Markieren von Objekten wiederholt und das Kopieren bzw.
Verschieben von Textstellen aufgegriffen.

Beziehungen zwischen Klassen; die Klasse TEXTDOKUMENT (3 Stunden)
In Objekt- und Klassendiagrammen werden Enthält-Beziehungen dargestellt sowie die Eins-zu-viele-Beziehung, die Eins-zu-eins-Beziehung und die Viele-zueins-Beziehung angesprochen. Als neue Klasse wird die Klasse TEXTDOKUMENT eingeführt.
Darstellung von Information in Texten (1 Stunde)
Im einleitenden Unterrichtsgespräch wird herausgearbeitet, dass eine Graphik nicht immer die
beste Darstellungsform für Information ist. Häufig ist es günstiger, Informationen in schriftlicher Form auszudrücken und weiterzugeben. Der Autor eines Textes muss dabei seine Gedanken mit einem gewissen Abstraktionsgrad in Worte fassen. Anschließend interpretiert der
Leser den Text und versucht, möglichst gut die ursprüngliche Information wiederzugewinnen.
Diese Interpretation wird stark von der formalen Gestaltung des Textes beeinflusst.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
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Um die Auswirkungen der formalen Gestaltung zu verdeutlichen, stellen die Schüler anfangs
an einer Textvorlage, die auf Papier oder am Computer vorgegeben ist, Überlegungen zum
Zusammenhang zwischen der Darstellung von Information und dem Informationsgehalt an.
Im Unterrichtsgespräch wird anhand zweier Einladungsschreiben für eine Geburtstagsparty
(vgl. Datei K-Geburtstagseinladung.pdf bzw. K-Geburtstagseinladung.gif) erarbeitet, aus welchem Schreiben sich leichter Informationen über die Party gewinnen lassen. Dabei analysieren die Schüler die Strukturen der Textdokumente und stellen fest, dass der zweite Text besser zu lesen ist und einen höheren Informationsgehalt bietet. Er ist übersichtlicher gestaltet,
hat Hervorhebungen und deutet z. B. durch die gewählte Schriftart die Stimmung und den
Verlauf der Feier an. Alternativ kann auch ein unstrukturierter Text vorgegeben werden, der
dann durch Vorschläge der Schüler schrittweise verbessert werden muss.
(Anmerkung zur Geburtstagseinladung: Hier treten die Schriftarten „Cracked Johnnie“,
„Curlz MT“ und „Keystrokes MT“ auf, die aber jederzeit durch andere ersetzt werden können.)
Durch die Beschäftigung mit den beiden unterschiedlich gestalteten Einladungsschreiben erkennen die Schüler, dass Texte Strukturen besitzen. Sie erinnern sich, dass bei Graphiken die
Strukturen durch Begriffe der objektorientierten Sichtweise beschrieben worden sind, und
übertragen diese Sichtweise jetzt auch auf Textdokumente. Zunächst findet man Objekte der
Klasse ZEICHEN, aber auch die Klasse ABSATZ kann bereits erwähnt werden.
Beide Texte der Geburtstagseinladung bestehen aus Buchstaben, Ziffern, Satz- und Sonderzeichen, die unter dem einen Begriff Zeichen zusammengefasst sind, da deren Unterscheidung für ein Textverarbeitungssystem nicht nötig ist. Im Unterrichtsgespräch wird in diesem
Zusammenhang die Frage beantwortet, warum überhaupt eine unterschiedliche Gestaltung der
Zeichen, insbesondere verschiedene Schriftarten und Schriftgrößen, sinnvoll ist.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
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Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass mit Texten Information auf verschiedene Arten
dargestellt werden kann, die die Wiedergewinnung der Information jeweils unterschiedlich
gut unterstützen.
Hefteintrag:
Wie gut man Information aus Texten gewinnen kann, hängt stark von der Strukturierung durch Absätze und der Gestaltung der Schriftzeichen ab.
Die Klasse ZEICHEN (1 Stunde)
Zu Beginn der Stunde wird noch einmal wiederholt, warum man bei Textverarbeitungsprogrammen eher von Zeichen als nur von Buchstaben sprechen sollte.
Hefteintrag:
In Texten kommen Objekte der Klasse ZEICHEN vor. Dies können Buchstaben,
Ziffern, Leerzeichen und Sonderzeichen (z. B. @, ?, §) sein.
Die Schüler erarbeiten am Computer, beispielsweise an den Textbeispielen der letzten Stunde,
mögliche Attribute der Klasse ZEICHEN und beginnen mit der Erstellung eines Klassendiagramms, wie sie es bereits von der Behandlung der Graphikklassen kennen. Bei allen Textverarbeitungssystemen lassen sich im Menüpunkt „Format – Zeichen“ Begriffe für die Bezeichner von Attributen finden. Diese weichen bei den verschiedenen Produkten allerdings
geringfügig voneinander ab, so wird z. B. die Größe der Zeichen im einen Fall als Schriftgröße, im anderen Fall als Schriftgrad benannt.
Im Unterrichtsverlauf stellen die Schüler auch fest, dass sich Objekte der Klasse ZEICHEN
sowohl einzeln als auch in Zeichenketten markieren lassen und daraufhin deren Attributwerte
verändert werden können. Das Vorgehen beim Aufruf der entsprechenden Methoden ähnelt
stark dem Verfahren, das die Schüler bereits bei Graphikobjekten verwendet haben, so dass
sich auf diese Weise wichtige Methoden der Klasse ZEICHEN finden lassen. Einige der von
den Schülern dabei im Unterrichtsgespräch genannten Methoden werden dann schrittweise in
das Klassendiagramm eingetragen.
Hefteintrag:
ZEICHEN
Inhalt
Schriftart
Schriftgrad
Schriftfarbe
Fett
Kursiv
Unterstreichung
Markiert
…
SchriftartSetzen(...)
InhaltSetzen(...)
SichZeichnen()
Markieren()
...
 Klasse
 Attribute (Eigenschaften)
 Methoden
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
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Anschließend werden im Unterrichtsgespräch anhand des Textbeispiels die jeweils möglichen
Attributwerte erarbeitet.
Die Bedeutung des Attributs Inhalt sollte man mit den Schülern ausführlich diskutieren. Beim
Drücken einer Taste, beispielsweise der Taste a wird ein Zeichen erzeugt; der Wert des Attributs Inhalt wird mit einer speziellen Kennung belegt, d. h. durch eine Zahl kodiert. Je nach
gewählter Schriftart stellt sich dann das Zeichen unterschiedlich dar, z. B. in Textschriftarten
wie ein a oder a, in Symbolschriftarten als ,  oder .
Ein vorgegebener Text, in dem einige Werte der Zeichenattribute geändert werden sollen,
dient den Schülern als Übung. Er kann passend zum Fachunterricht gewählt werden oder aber
man verwendet ein Textbeispiel, in dem sehr viele Änderungen vorzunehmen sind, wie im
nachfolgenden „Lügengedicht“.
Arbeitsauftrag:
Das Lügengedicht „Finster war’s“ wird als Datei (vgl. Kapitel 2.3.3: Kopiervorlage „Übung zur Zeichenformatierung“ und Datei U-Finster_wars.doc) auf die
Schülercomputer verteilt. Es soll mit einem Textverarbeitungsprogramm nach den
jeweiligen Vorgaben bearbeitet werden.
Der folgende Ausschnitt stellt nur eine mögliche Lösung dar, die die Datei
L-Finster_wars.doc zur Verfügung stellt.
Lügengedicht
Finster war's, der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur,
als ein Wagen BLITZESCHNELLE
LANGSAM um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschoss’ner Hase
auf der Sandbank Schlittschuh
lief.
Schriftarten spielen für die Gestaltung eines Textes eine wichtige Rolle. Daher können, wenn
es die Zeit erlaubt, die wichtigsten Schriftfamilien kurz besprochen werden.
Entsprechend zu Objekten in Graphikdokumenten haben auch die Objekte in den Textdokumenten eindeutige Bezeichner. Es bietet sich bei kurzen Texten an, die Zeichen durchzunummerieren und dann Namen wie Zeichen47 oder kurz Z47 zu vergeben. Dabei ist zu beachten, dass auch Leerzeichen als Objekte der Klasse ZEICHEN aufgefasst werden.
Ebenso bewährt sich die bei Graphikdokumenten eingeführte Punktschreibweise, um Attributwerte von Objekten anzugeben. Im Beispiel des Lügengedichts ergibt sich etwa:
Z1.Inhalt = ‚L’
Z1.Schriftart = Arial
Z1.Schriftgrad = 18 pt
Z1.Schriftfarbe = schwarz
Z1.Kursiv = nein
Z1.Fett = ja
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
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Treffen für mehrere Zeichen dieselben Attributwerte zu, so kann folgende verkürzte Schreibweise verwendet werden:
Für alle Zeichen der Zeichenkette „saßen“
Schriftart = Arial
Schriftgrad = 18 pt
Schriftfarbe = schwarz
Kursiv = ja
Fett = nein
Die Klasse ABSATZ (1 Stunde)
Die Schüler wissen bereits, dass Absätze einen Text strukturieren. An längeren Textbeispielen
erkennen sie, dass dadurch zusammengehörige Gedanken gruppiert und Texte inhaltlich gegliedert werden. Um dies zu unterstützen, sind in einem Textdokument für Absätze spezielle
Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden.
Zur näheren Untersuchung der Klasse ABSATZ dient ein Arbeitsblatt, in dem verschiedene
Absatzattribute unterschiedliche Werte haben und so deutlich erkannt und angesprochen werden können. Hier kann beispielsweise ein Text zu einem gerade behandelten Thema aus dem
anderen Schwerpunkt, der Biologie, verwendet werden.
Die Schüler lernen zunächst nur einige Absatzattribute kennen, ein systematischer Überblick
folgt später.
Hefteintrag:
Absätze werden zur Gliederung von Texten in inhaltlich zusammenhängende Bereiche verwendet. Auch Überschriften und leere Absätze sind Objekte der Klasse
ABSATZ.
Im Unterrichtsgespräch wird anschließend folgendes Klassendiagramm erarbeitet und sukzessive als Hefteintrag festgehalten:
ABSATZ
Ausrichtung
EinzugLinks
EinzugRechts
EinzugErsteZeile
AbstandVor
AbstandNach
Zeilenabstand
Rahmen
Hintergrundschattierung
Markiert
…
AusrichtungSetzen(...)
EinzugLinksSetzen(...)
ZeilenabstandSetzen(...)
...
Die Möglichkeiten zur Gestaltung von Absätzen durch Ausrichtung, Einzug, Zeilen- und Absatzabstände sind so wesentlich für eine gute Textdarstellung, dass sie genauer betrachtet
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
53
werden müssen. Um einen Überblick über einige Absatzattribute bzw. Attributwerte zu erhalten, folgt eine tabellarische Darstellung von Werten der Attribute Ausrichtung, EinzugLinks,
EinzugRechts und EinzugErsteZeile.
Das Absatzattribut „Ausrichtung“ mit seinen Attributwerten
Ausrichtung = linksbündig
(im Flattersatz)
Ausrichtung = rechtsbündig
(im rechtsbündigen Flattersatz)
Ausrichtung = zentriert
Ausrichtung = Blocksatz
Dieser Absatz ist linksbündig ausgerichtet.
Die Zeilen sind so angeordnet, dass alle
tet.
Zeilenanfänge
links senkrecht untereinander
stehen, während die Zeilenenden frei
auslaufen, d. h. flattern.
Dieser Absatz ist rechtsbü ndig ausgerichtet.
Die Zeilen sind so angeordnet, dass alle
Zeilenenden rechts senkrecht untereinander
stehen, während die Zeilenanfänge frei
flattern.
Dieser Absatz ist zentriert . Die Zeilen sind
mittig zwischen den Rändern ausgerichtet.
Die einzelnen Zeilen sind symmetrisch zur
Mittelachse angeordnet.
Dieser Absatz ist im Blocksatz geschrieben. Die Zeilen sind so angeordnet, dass
alle Zeilenanfänge links und rechts (bis
auf die letzte Zeile) senkrecht untereinander stehen. Dabei werden die Leerzeichen entsprechend verbreitert.
Absatzattribute zum Thema „Einzug“ (Beispiele)
EinzugLinks = 1,25 cm
EinzugRechts = 1 cm
EinzugErsteZeile = 1,5 cm
(positiver Erstzeileneinzug)
EinzugErsteZeile = -1 cm
EinzugLinks = 1 cm
Dieser Absatz ist links eingezogen.
Ein zusätzlicher Abstand zum normalen Rand ist links eingerichtet.
Alle Zeilen sind links eingerückt.
Dieser Absatz ist rechts eingezogen.
Ein zusätzlicher Abstand zum normalen Rand ist rechts eingerichtet. Alle
Zeilen sind rechts eingerückt.
Bei diesem Absatz ist nur die erste Zeile links eingezogen. Die erste Zeile
besitzt einen zusätzlichen Rand zum normalen Rand. Die erste Zeile beginnt weiter
rechts als die restlichen Zeilen.
Bei diesem Absatz sind alle Zeilen außer
der ersten Zeile links eingezogen,
d. h., der erste Absatz ist hängend.
Die erste Zeile beginnt weiter links
als die restlichen Zeilen.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
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Diese Kopiervorlage (vgl. Kapitel 2.3.3: Kopiervorlage „Absatzattribute“, Datei
K-Absatzattribute.pdf) veranschaulicht das Absatzattribut Ausrichtung mit seinen Attributwerten sowie Absatzattribute zum Thema „Einzug“. Das Zusammenspiel der Absatzattribute
EinzugErsteZeile und EinzugLinks zur Erzeugung eines hängenden Einzugs ist stark produktabhängig, gegebenenfalls müssen die Werte angeglichen werden.
Hintergrundinformation
Bei den Werten der Attribute Schriftgrad (Schriftgröße), Zeilenabstand, Absatzabstand und
Einzug erfolgt die Angabe meist in der aus dem Buchdruck stammenden Einheit Punkt. Es
gilt:
1 Zoll (1 ”, 1 inch) = 2,54 cm = 72 Punkt (72 pt)
1 pt = 1/72 Zoll  0,353 mm
Werte für eine normale Buchstabenhöhe:
12 pt = 1/6 Zoll = 1-zeilig (1 ze) = 1 Pica  0,423 cm
Im Jahr 1785 wurde als deutsch-französische Maßeinheit des Buchdrucks 1 typographischer
Punkt auf 0,376 mm festgelegt, die oben beschriebene angelsächsische Maßeinheit weicht
etwas davon ab.
Diese Zahlenwerte dienen den Schülern lediglich zur Information, sollten aber nicht zum Inhalt von Prüfungen gemacht werden.
Vertiefung der Klassen ZEICHEN und ABSATZ (2 Stunden)
Zur Vertiefung und gegenseitigen Abgrenzung von Zeichen- und Absatzformatierungen werden in einem Arbeitsblatt die Zeichen- und Absatzattribute wiederholt.
Arbeitsauftrag:
Das Arbeitsblatt „Zeichen- und Absatzattribute“ wird ohne Computer bearbeitet
(vgl. Datei K-Mozart.pdf und die Lösung Datei L-Mozart.pdf). Auf diesem Arbeitsblatt sind am linken Rand die Zeichenattribute und am rechten Rand die Absatzattribute einzutragen bzw. deren Werte zu ergänzen.
Zusätzlich kann der Mozart-Brief als Dokument (vgl. Datei U-Mozart.doc) auf dem Computer
bereitgestellt werden. Die vorgeschlagene Lösung des Arbeitsblatts dient zur Kontrolle, ist
aber nur eine von vielen möglichen Lösungen.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
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Ausschnitt aus diesem Arbeitsblatt:
Anhand von vorgegebenen Texten üben nun die Schüler am Textverarbeitungssystem, die
vorhandenen Methoden zur Änderung von Zeichen- und Absatzeigenschaften aufzurufen und
geeignet einzusetzen. Hierbei sollen vorgefertigte Texte nach bestimmten Vorgaben gestaltet
werden.
Arbeitsauftrag:
Der auf alle Schüler-Computer kopierte Übungstext „Katze und Maus” ist zu bearbeiten (vgl. Kapitel 2.3.3: Übung „Katze und Maus“, Datei U-Katze.doc). Zur
Kontrolle steht die Lösung der Übung „Katze und Maus” zur Verfügung (vgl. Kapitel 2.3.3: „Lösung zur Übung Katze und Maus“, Datei L-Katze.doc).
Der folgende Textausschnitt zeigt den Anfang der Übung „Katze und Maus”:
Übung „Katze und Maus“
In der folgenden kleinen Geschichte sollen Attribute für Zeichen und Absätze dazu benutzt
werden, die Handlung zu „illustrieren“. Der Text wird am Computer bearbeitet, indem
durch Methoden die Attributwerte verändert werden.
Absatz-
zu bearbeitender Text
Bezeichner
A1
A2
A3
Katze und Maus
Die Katze überlegte eines Tages, wie sie ihre Jagdmethoden für Mäuse
verbessern könnte. Als erstes beschloss sie, immer in der Mitte des
Raums zu sitzen, um sofort auf eine Maus aufmerksam zu werden.
Katze
Die Schüler sehen bei dieser Übung, dass die Punktnotation als Kurzschreibweise von Attributen und Methoden bei Objekten in der Textverarbeitung zweckmäßig ist und wie bei Graphikobjekten verwendet werden kann.
Die nächste Aufgabe eignet sich sowohl als Lernzielkontrolle als auch zur Vertiefung der
Kenntnisse über Zeichen- und Absatzattribute.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
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Lernzielkontrolle bzw. weiterer Arbeitsauftrag:
Die Aufgabe der Kopiervorlage „Aufgabe zu Zeichen- und Absatzattribute“ (vgl.
Kapitel 2.3.3: Kopiervorlage „Aufgabe zu Zeichen- und Absatzattributen“, Datei
K-Aufgabe_A_oder_Z.doc) kann mit oder ohne Computer bearbeitet werden.
Ausschnitt aus der Kopiervorlage (Datei K-Aufgabe_A_oder_Z.doc):
Aufgabe zu Zeichen- und Absatzattribute
Ergänze zu jedem Absatz die Antwortsätze auf der Punktreihe und schreibe in die gegebenen Klammern [ ] ein „A“, wenn es sich um ein Absatzattribut handelt, bzw. ein „Z“ für ein
Zeichenattribut, also [A] oder [Z].
Nr.
Musterabsätze
Antworten
1]
Das ist der erste Absatz. Das ist Unterstreichung ist ein [ ] -Attribut.
der erste Absatz. Das ist der
erste Absatz. Das ist der erste Der Wert der Ausrichtung [ ] ist . . . . . . . . . . . . .
Absatz. Das ist der erste Der Wert von Einzug Rechts [ ] ist . . . . . . . . . .
Absatz.
2]
Das ist der zweite Absatz. Das Der Wert der Ausrichtung [
ist der zweite Absatz. Das ist
Das Attribut fett ist ein [
Der Zeilenabstand [
der zweite Absatz. Das ist der
zweite Absatz. Das ist der
] ist . . . . . . . . . . . . .
]-Attribut.
] hat den Wert . . . . . . . . . .
Der Wert des Attributs Schriftfarbe [
]
ist . . . . . . . . . . . . .
zweite Absatz.
Markieren, Kopieren und Verschieben von Objekten bei Texten
Häufig ist es notwendig, Texte zu verändern. Bevor Zeichen innerhalb eines Textes bewegt
werden können, müssen sie ausgewählt, also markiert werden. Daher wird die Verwendung
der aus der Graphik bekannten Methode „MarkierungSetzen“ an einem Text wiederholt.
Für einzelne Zeichen kann die Botschaft „Markierung setzen” durch Überfahren mit gedrückter Maustaste ausgelöst werden. Auf die gleiche Art kann auch für eine zusammenhängende
Folge von Zeichen, eine Zeichenkette, diese Botschaft formuliert werden. Beim Markieren
werden häufig mehrere Objekte gleichzeitig markiert, beispielsweise werden beim Markieren
eines ganzen Absatzobjektes durch Überfahren mit gedrückter Maus auch alle Zeichen ausgewählt, die in diesem Absatz enthalten sind. Verschiedene Verfahren des Markierens, sei es
durch Mausbedienung oder Tastatureingabe, sind in allen Textverarbeitungsprogrammen vorhanden.
Auf markierte Objekte lassen sich die von Graphikprogrammen bekannten Methoden Ausschneiden, Kopieren und Einfügen anwenden. In diesem Zusammenhang bietet sich die Gelegenheit, nochmals die Vorgänge in der Zwischenablage zu thematisieren.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
57
Nun folgen zwei Aufgaben, an denen die Schüler einüben können, wie Textstellen verschoben
bzw. kopiert werden.
Arbeitsauftrag:
Die Übung „Verschieben” zum Thema „Bedienung eines Kassettenrekorders“
wird als Datei auf die Schülerrechner verteilt (vgl. Kapitel 2.3.3: Übung „Verschieben – Bedienung eines Kassettenrekorders“, Datei U-Kassettenrekorder.doc,
Lösung zur Übung Datei L-Kassettenrekorder.doc)
Der Text stellt eine Vorgangsbeschreibung dar, bei der die Absätze in die richtige Reihenfolge gebracht werden müssen. Das Verschieben kann durch unterschiedliche Methodenaufrufe
realisiert werden.
Arbeitsauftrag:
Das Gedicht „fünfter sein“ von Ernst Jandl, das die Situation in einem Wartezimmer beschreibt, soll durch den geschickten und effizienten Einsatz mehrerer Methodenaufrufe vervollständigt werden (vgl. Kapitel 2.3.3: Übung „Kopieren –
fünfter sein“, Datei U-fuenfter_sein.doc, Lösung zur Übung Datei
L-fuenfter_sein.doc).
fünfter sein
tür auf
einer raus
einer rein
vierter sein
tür auf
einer raus
einer rein
dritter sein
(usw.)
Bei diesem Gedicht ist nur eine Strophe vorgegeben, die restlichen sollen ausschließlich
durch Kopieren von Strophen und Ändern einzelner Wörter erzeugt werden.
Beziehungen zwischen Klassen; die Klasse TEXTDOKUMENT (3 Stunden)
Anhand eines geeigneten Beispiels erkennen die Schüler, dass Objekte miteinander in Beziehung stehen. So enthält etwa eine selbstgebaute Burg aus Spiel-Bausteinen viele einzelne
Bausteine. Umgekehrt kann ein Baustein Teil einer solchen Burg sein.
Auch in der Textverarbeitung findet man Beziehungen zwischen Objekten verschiedener
Klassen. Textdokumente enthalten Absätze und diese wiederum Zeichen. Beziehungen, die
mit „enthält“ oder umgekehrt mit „ist Teil von“ umschrieben werden, heißen EnthältBeziehungen. Dieses „Enthaltensein“ erkennen die Schüler schnell am Beispiel des Absatzes:
Wenn ein Absatz kopiert wird, dann werden auch alle Zeichen, die im Absatz enthalten sind,
kopiert.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
58
Hefteintrag:
Ein Objekt der Klasse ABSATZ kann viele Objekte der Klasse ZEICHEN enthalten. Jedes einzelne Objekt der Klasse ZEICHEN ist Teil von einem Absatz.
Zwischen den Objekten der Klassen bestehen also Beziehungen.
Objektdiagramm:
enthält
Z24: ZEICHEN
enthält
Z12: ZEICHEN
A3: ABSATZ
Das Objektdiagramm wird folgendermaßen gelesen: „Das Objekt A3 der Klasse ABSATZ
enthält das Objekt Z24 und das Objekt Z12 der Klasse ZEICHEN.“
Je ein Objekt der Klasse ABSATZ kann viele Objekte der Klasse ZEICHEN enthalten (Einszu-viele-Beziehung). Diese grundsätzliche Aussage lässt sich auch im Klassendiagramm darstellen, welches alle möglichen Objektbeziehungen beschreibt.
Hefteintrag:
Eins-zu-viele-Beziehung im Klassendiagramm:
Ein Absatz enthält kein, ein oder viele Zeichen.
enthält >
ABSATZ
< ist Teil von
ZEICHEN
Wenn zwischen den Objekten von Klassen die Beziehung „enthält“ bzw. „ist Teil
von“ vorliegt, nennt man dies eine Enthält-Beziehung.
Das Symbol „>“ gibt dabei die Leserichtung an, der fette Punkt steht für das Wort „viele“.
Diese Darstellung der Kardinalität mittels Punkt ist eine didaktische Reduktion gegenüber der
UML-Konvention. In umgekehrter Leserichtung (Symbol „<“) ist beschrieben, dass ein Objekt der Klasse ZEICHEN Teil von genau einem Objekt der Klasse ABSATZ ist. Deshalb
endet die Beziehungslinie hier ohne Punkt.
An dieser Stelle ist die Frage nahe liegend, ob auch Absätze wiederum in einem anderen Objekt enthalten sind. Dies führt auf die Objekte der Klasse TEXTDOKUMENT sowie deren
Attribute (z. B. Autor, Seitenränder) und deren Methoden (z. B. SeitenAnzeigen(), SpeichernUnter(Dateiname)).
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
59
Hefteintrag:
Jeder Absatz ist Teil eines Objektes der Klasse TEXTDOKUMENT
TEXTDOKUMENT
Autor
Seitenformat
SeitenrandLinks
SeitenrandOben
...
SeitenrandRechtsSetzen(...)
SpeichernUnter(Dateiname)
SeitenAnzeigen()
...
Die Schüler formulieren anschließend auch Beziehungen zwischen den Objekten des Alltags
und den zugehörigen Klassen. Zu diskutieren sind dabei jeweils die Kardinalität und die Frage, ob es sich um eine Enthält-Beziehung handelt.
Beispiel 1:
Beate: SCHÜLER
besucht >
< hat
XY-Gymnasium: SCHULE
Michael: SCHÜLER
Beispiel 2:
besucht >
< hat
enthält >
AUTO
RAD
< ist Teil von
Aufgaben:
Formuliere die Beziehung zwischen den folgenden Klassen. Denke dabei auch an
die Vielfachheit. In welchen Fällen liegt eine Enthält-Beziehung vor?
a)
BAUM
b)
AUTO
FAHRRAD
c)
LEHRER
SCHÜLER
d)
SCHULKLASSE
e)
ZIMMER
AST
SCHÜLER
WOHNUNG
HAUS
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
60
Auch bei den Graphikobjekten treten Enthält-Beziehungen auf. Eine Gruppierung von Graphikobjekten fasst man als Objekt der Klasse GRUPPIERUNG auf, das mehrere Graphikobjekte enthält.
Erweiterte Punktnotation
Die Enthält-Beziehung ermöglicht das leichtere Auffinden eines bestimmten Objekts, z. B.
eines Objekts der Klasse ZEICHEN in einem größeren Dokument.
Nach bisheriger Vereinbarung wurden die Zeichen des ganzen Textes durchnummeriert, Z123
war das 123. Zeichen des gesamten Textes. Ist dieses Zeichen das 4. Zeichen im 3. Absatz, so
schreibt man unter Verwendung der erweiterten Punktnotation „A3.Z4“. Die Bezeichner von
Zeichen werden also nur noch innerhalb eines Absatzes durchnummeriert. Anhand eines geeigneten Textes (vgl. Datei U-Erw_PNotation.doc, Zitat aus einem Brief von Mozart) bearbeiten die Schüler folgende Aufgabenstellungen:
Aufgabe:
o
V n Wasserburg aus glaubte ich in der Tat, meinen Hintern nicht ganz nach
München bringen zu können!
Er war ganz schwielig und vermutlich feuerrot. Zwei ganze Posten fuhr ich, die
Hände auf dem Polster gestützt und den Hintern in Lüften haltend.
Doch genug davon, das ist nun schon vorbei! Aber zur Regel wird es mir
sein, lieber zu Fuß zu gehen als in einem Postwagen zu fahren ...
Vervollständige:
a) A___.Z5.Inhalt = a
b) A___.Z___._____________ = Courier New
c) A1.Z2.Schriftgröße = _____________
Generelle Regeln zur Gestaltung von Texten
Bei Interesse kann auch über grundlegende Gestaltungsregeln von Texten gesprochen werden.
Dabei ist es sinnvoll, die wichtigsten Grundsätze als Empfehlungen in den laufenden Unterricht einfließen zu lassen. Diese Regeln können aber auch, wenn es die Unterrichtszeit erlaubt, zusammengefasst in einer Übersicht behandelt werden.
Die Kopiervorlage „Empfehlungen zum Schreiben mit Textverarbeitungsprogrammen“ (vgl.
Kapitel 2.3.3: Kopiervorlage „Empfehlungen zum Schreiben mit Textverarbeitungsprogrammen“, Datei K-Empfehlungen_zum_Schreiben.doc) gibt den Schülern einen Überblick, nach welchen grundlegenden Regeln ein Textdokument erstellt und gestaltet werden
sollte und kann zugleich der Lehrkraft als Orientierungshilfe dienen.
Zum Abschluss des Kapitels „Informationsdarstellung mit Textdokumenten“ sollte man sich
noch einmal die Ziele dieser Unterrichtseinheit vor Augen führen. Wesentliche Ziele wurden
erreicht, wenn die Schüler eine strukturierte Sicht der Objekte und Klassen in Texten und der
wechselseitigen Beziehungen erhalten haben sowie die Fähigkeit zur Verbesserung der Informationsdarstellung durch geeignete Änderungen von Attributwerten vermittelt wurde.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
61
2.3.3 Materialien
Lernprogramme zum 10-Finger-Tastschreiben
Hier sind einige Lernprogramme genannt, die es zum Teil kostenlos im Internet gibt.

Tippsy2 – Schreibmaschinenübungsprogramm (Link zur Beschreibung:
http://www.kabelmax.de/winsoft.html, Link zum Download:
http://www.kabelmax.de/tippsy2.zip)

TippRapid von Lapptronic (Freeware, Link zur Beschreibung:
http://www.lapptronic.de/tipp.htm, Link zum Download:
http://www.lapptronic.de/tipp.exe)

10-Finger Tipptrainer (von Stoffels, Freeware, Link zur Beschreibung:
http://koeln.gmxhome.de/html/tipptrainer.html, Link zum Download:
http://www.mbild.de/tipptrainer/setupTT.exe)

Pingos TippTrainer (GPL-Lizenz - Freeware, Link zur Linux-Version:
http://www.pingos.org/, Link zur Windows-Version:
http://www.mesw.de/tipptrainer/)

Der Schreibtrainer (Lizenziertes Programm, im Internet unter
http://www.neuber.com/schreibtrainer/, Testversion ist Shareware)

Lernprogramm TASTstar 4.0 (Lizenziertes Programm, im Internet unter
http://www.tastschreiben.de/)

KP Typing Tutor (engl. Shareware, Link:
http://www.fonlow.com/zijianhuang/kp/downloade.html)

Maschinenschreiben online (Das Programm ist online im Internet zu benutzen unter
http://members.aon.at/haid/deutsch.htm; nur mit MS Internet Explorer.)
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
62
Kopiervorlage „Übung zur Zeichenformatierung“
Übung „Finster war’s“
a) Überprüfe in diesem Gedicht, welche Attributwerte Schriftart und Schriftgröße
haben.
Antwort: Schriftart = ................................... , Schriftgröße = ............ pt (Punkt)
b) Ändere bei jedem Zeichen die Schriftart auf „Arial“ und die Schriftgröße auf 14
Punkte.
c) Die Überschrift sollte etwas größer und fett sein.
d) In jeder Strophe des Lügengedichts kommen mindestens zwei Gegensatzpaare
vor – schau dir das Gedicht daraufhin durch. Hebe jeweils die passenden gegensätzlichen Textstellen durch gleichartige Werte der Zeichenattribute hervor. Beispielsweise könnten die ersten zwei Stellen durch „Kapitälchen“ hervorgehoben
werden, die nächsten Stellen durch die Schriftfarbe „Orange“, dann durch „Fett“,
anschließend durch „Kursiv“ usw.
Lügengedicht
Finster war's, der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur,
als ein Wagen blitzeschnelle
langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschoss’ner Hase
auf der Sandbank Schlittschuh lief.
Und auf einer grünen Bank,
die gelb angestrichen war,
saß ein blondgelockter Knabe
mit kohlrabenschwarzem Haar.
Neben ihm 'ne alte Schrulle,
zählte kaum erst sechzehn Jahr,
in der Hand 'ne Butterstulle,
die mit Schmalz bestrichen war.
Droben auf dem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume,
und an Nüssen noch genug.
Rings herum herrscht tiefes Schweigen
und mit fürchterlichem Krach
spielen in des Grases Zweigen
zwei Kamele lautlos Schach.
Und zwei Fische liefen munter
durch das blaue Kornfeld hin.
Endlich ging die Sonne unter
und ein grauer Tag erschien.
Von der regennassen Straße
wirbelte der Staub empor.
Und ein Junge bei der Hitze
mächtig an den Ohren fror.
Beide Hände in den Taschen
hielt er sich die Augen zu;
denn er konnte nicht ertragen,
wie nach Veilchen roch die Kuh.
Holder Engel, süßer Bengel,
furchtbar liebes Trampeltier,
du hast Augen wie Sardellen,
alle Ochsen gleichen dir.
mündlich überliefert, Autor unbekannt
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
63
Kopiervorlage „Absatzattribute“
Das Absatzattribut „Ausrichtung“ mit seinen Attributwerten
Ausrichtung = linksbündig
(im Flattersatz)
Dieser Absatz ist linksbündig ausgerichtet. Die
Zeilen sind so angeordnet, dass alle Zeilenanfänge links senkrecht untereinander stehen, während die Zeilenenden frei auslaufen, d. h. flattern.
Ausrichtung = rechtsbündig
(im rechtsbündigen Flattersatz)
Dieser Absatz ist rechtsbündig ausgerichtet. Die
Zeilen sind so angeordnet, dass alle Zeilenenden
rechts senkrecht untereinander stehen, während
die Zeilenanfänge frei flattern.
Ausrichtung = zentriert
Ausrichtung = Blocksatz
Dieser Absatz ist zentriert. Die Zeilen sind mittig
zwischen den Rändern ausgerichtet. Die einzelnen Zeilen sind symmetrisch zur Mittelachse
angeordnet.
Dieser Absatz ist im Blocksatz. Die Zeilen sind
so angeordnet, dass alle Zeilenanfänge links und
alle Zeilenenden rechts (bis auf die letzte Zeile)
senkrecht untereinander stehen. Dabei werden
die Leerzeichen entsprechend verbreitert.
Absatzattribute zum Thema „Einzug“ (Beispiele)
EinzugLinks = 1,25 cm
EinzugRechts = 1 cm
EinzugErsteZeile = 1,5 cm
(positiver Erstzeileneinzug)
EinzugErsteZeile = -1 cm
EinzugLinks = 1 cm
Dieser Absatz ist links eingezogen. Ein
zusätzlicher Abstand zum normalen Rand
ist links eingerichtet. Alle Zeilen sind
links eingerückt.
Dieser Absatz ist rechts eingezogen. Ein
zusätzlicher Abstand zum normalen Rand
ist rechts eingerichtet. Alle Zeilen sind
rechts eingerückt.
Bei diesem Absatz ist nur die erste Zeile
links eingezogen. Die erste Zeile besitzt einen
zusätzlichen Abstand zum normalen Rand. Die
erste Zeile beginnt weiter rechts als die restlichen Zeilen.
Bei diesem Absatz sind alle Zeilen außer der
ersten Zeile links eingezogen, d. h., der
Absatz ist hängend. Die erste Zeile beginnt
weiter links als die restlichen Zeilen.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
64
Kopiervorlage Übung „Katze und Maus“
In der folgenden kleinen Geschichte sollen Attribute für Zeichen und Absätze dazu
benutzt werden, die Handlung zu „illustrieren“. Der Text wird am Computer bearbeitet, indem durch Methoden die Attributwerte verändert werden.
Absatz-
zu bearbeitender Text
Bezeichner
A1
Katze und Maus
A2
Die Katze überlegte eines Tages, wie sie ihre Jagdmethoden für Mäuse
verbessern könnte. Als erstes beschloss sie, immer in der Mitte des
Raums zu sitzen, um sofort auf eine Maus aufmerksam zu werden.
A3
Katze
A4
Als sie sah, dass eine Maus aus einem Loch in der rechten Wand spitzte, sprang sie schnell dorthin.
A5
Katze
A6
Die Maus hatte dies jedoch rechtzeitig bemerkt und war im Loch verschwunden: die Katze machte einen Buckel und lauerte der Maus auf.
A7
Katze
A8
Als die Maus endlich ihr Versteck verließ, setzte ihr die Katze in großen Sprüngen nach.
A9
Die Katze jagt die Maus.
A10
Die Katze jagt die Maus.
A11
Die Katze jagt die Maus.
A12
Die Katze jagt die Maus.
A13
Die Maus bekam große Angst, ihr standen die Haare zu Berge.
A14
Die Katze jagt die Maus.
A15
Die Maus versuchte sogar, die Wand hochzuklettern oder sich in einer
Fußbodenritze zu verstecken.
A16
Die Katze jagt die Maus.
A17
Die Katze jagt die Maus.
A18
Doch es half ihr nichts, die Katze zerzauste ihr Fell mit ihren Pfoten.
A19
Die Katze jagt die Maus.
A20
Schließlich machte sich die Maus ganz klein.
A21
Die Katze jagt die Maus.
A22
Doch auch das half ihr nichts: Die Katze fraß sie auf.
A23
Die Katze jagt die Maus.
A24
Sie kam sich danach großartig vor und ruhte sich nun vollgefressen
aus.
A25
Katze
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
Führe folgende Methodenaufrufe durch:
Für alle Zeichen in A1
FettSetzen(ja)
SchriftgrößeSetzen(22 pt)
A1.AbstandVorSetzen(24 pt)
A1.AbstandNachSetzen(24 pt)
A3.AusrichtungSetzen(zentriert)
Für alle Zeichen im Absatz A3
UnterstreichungSetzen(ja)
A5.AusrichtungSetzen(rechtsbündig)
Für alle Zeichen des Wortes in A7
FettSetzen(ja)
Für die Zeichenfolge „atz“ in A7
ZeichenpositionSetzen(hochgestellt)
A7.AusrichtungSetzen(rechtsbündig)
A9.EinzugLinksSetzen(4 cm)
A10.EinzugLinksSetzen(3 cm)
A11.EinzugLinksSetzen(2 cm)
A12.EinzugLinksSetzen(1 cm)
Für alle Zeichen des Wortes „Maus“ in A14
KursivSetzen(ja)
A16.AusrichtungSetzen(rechtsbündig)
Für alle Zeichen des Wortes „Maus“ in A16
ZeichenpositionSetzen(hochgestellt)
Für alle Zeichen des Wortes „Maus“ in A17
ZeichenpositionSetzen(tiefgestellt)
A17.AusrichtungSetzen(linksbündig)
Für die Zeichen „M“ und „u“ des Wortes „Maus“ in A19
ZeichenpositionSetzen(hochgestellt)
Für die Zeichen „a“ und „s“ des Wortes „Maus“ in A19
ZeichenpositionSetzen(tiefgestellt)
Für alle Zeichen des Wortes „Maus“ in A21
SchriftgrößeSetzen(8 pt)
Für alle Zeichen von „die Maus“ in A23
DurchgestrichenSetzen(ja)
A25.AusrichtungSetzen(zentriert)
Für alle Zeichen des Wortes in A25
SchriftgrößeSetzen(24 pt)
FettSetzen(ja)
KapitälchenSetzen(ja)
65
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
66
Kopiervorlage Lösung zur Übung „Katze und Maus“
In der folgenden kleinen Geschichte sollen Attribute für Zeichen und Absätze dazu
benutzt werden, die Handlung zu „illustrieren“. Der Text wird dazu am Computer bearbeitet, indem durch Methoden die Attributwerte verändert werden.
AbsatzBezeichner
zu bearbeitender Text
A1
Katze und Maus
A2
A3
A4
A5
A6
A7
A8
A9
A10
A11
A12
A13
A14
A15
A16
A17
A18
A19
A20
A21
A22
A23
A24
A25
Die Katze überlegte eines Tages, wie sie ihre Jagdmethoden für
Mäuse verbessern könnte. Als erstes beschloss sie, immer in der
Mitte des Raums zu sitzen, um sofort auf eine Maus aufmerksam zu
werden.
Katze
Als sie sah, dass eine Maus aus einem Loch in der rechten Wand
spitzte, sprang sie schnell dorthin.
Katze
Die Maus hatte dies jedoch rechtzeitig bemerkt und war im Loch
verschwunden: die Katze machte einen Buckel und lauerte der
Maus auf.
Katze
Als die Maus endlich ihr Versteck verließ, setzte ihr die Katze in
großen Sprüngen nach.
Die Katze jagt die Maus.
Die Katze jagt die Maus.
Die Katze jagt die Maus.
Die Katze jagt die Maus.
Die Maus bekam große Angst, ihr standen die Haare zu Berge.
Die Katze jagt die Maus.
Die Maus versuchte sogar, die Wand hochzuklettern oder sich in
einer Fußbodenritze zu verstecken.
Die Katze jagt die Maus.
Die Katze jagt die Maus.
Doch es half ihr nichts, die Katze zerzauste ihr Fell mit ihren Pfoten.
Die Katze jagt die Maus.
Schließlich machte sich die Maus ganz klein.
Die Katze jagt die Maus.
Doch auch das half ihr nichts: Die Katze fraß sie auf.
Die Katze jagt die Maus.
Sie kam sich danach großartig vor und ruhte sich nun vollgefressen
aus.
KATZE
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
67
Kopiervorlage zur „Aufgabe zu Zeichen- und Absatzattributen“
Ergänze zu jedem Absatz die Antwortsätze auf der Punktreihe und schreibe in die
gegebenen Klammern [ ] ein „A“, wenn es sich um ein Absatzattribut handelt, bzw.
ein „Z“ für ein Zeichenattribut, also [A] oder [Z].
Nr.
Musterabsätze
Antworten
1]
Das ist der erste Absatz. Das ist der Unterstreichung ist ein [ ]-Attribut.
erste Absatz. Das ist der erste Absatz. Das ist der erste Absatz. Das Der Wert der Ausrichtung [ ] ist . . . . . . . . . . . . .
ist der erste Absatz.
Der Wert von EinzugRechts [ ] ist . . . . . . . . . . .
2]
Das ist der zweite Absatz. Das ist Der Wert der Ausrichtung [
der zweite Absatz. Das ist der
Das Attribut fett ist ein [
zweite Absatz. Das ist der zweite Der Zeilenabstand [
Absatz. Das ist der zweite Absatz.
] ist . . . . . . . . . . . . .
]-Attribut.
] hat den Wert . . . . . . . . . . .
Der Wert des Attributs Schriftfarbe [
]
ist . . . . . . . . . . . . .
3]
Das ist der dritte
satz. Das ist der dritte
satz. Das ist der dritte
satz. Das ist der dritte
satz. Das ist der dritte
satz. Das ist der dritte
satz.
AbAbAbAbAbAb-
Der Schriftgrad [
] hat den Wert . . . . . . . . . . . . . .
Die Ausrichtung [
] hat den Wert . . . . . . . . . . . . .
Der Schriftneigung wird durch das
Attribut . . . . . . . . . . . [ ] ausgedrückt.
Der Wert von EinzugLinks [
] ist . . . . . . . . . . . . .
Der Wert des Attributs Erstzeileneinzug [
]
ist . . . . . . . . . . . . . . . .
4]
DAS IST DER VIERTE ABSATZ. DAS
IST DER VIERTE ABSATZ.
DAS
IST DER
VIERTE
ABSATZ. DAS IST DER
VIERTE ABSATZ. DAS IST
DER VIERTE ABSATZ.
Der Wert des Attributs Ausrichtung [
]
ist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Der Wert des Schriftgrad [
] ist . . . . . . . . . . . . . . .
Das Attribut Großbuchstaben ist
ein [
]-Attribut.
Der Wert des Erstzeileneinzugs [
] ist . . . . . . . . . .
Der Wert von EinzugRechts [ ] ist . . . . . . . . . . . . .
Der Wert von EinzugLinks [
] ist . . . . . . . . . . . . . .
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
68
Kopiervorlage zur Übung „Verschieben“
In folgender Bedienungsanleitung (Vorgangsbeschreibung) sind die einzelnen Absätze durcheinander geraten.
Diese sind in die richtige Reihenfolge zu bringen, indem eine oder mehrere unterschiedliche Methoden zum Verschieben von Absätzen durchgeführt werden.
Bedienung eines Kassettenrekorders
Sucht man später eine bestimmte Stelle auf dem Tonband, dann würde es viel zu lange dauern, bis diese Stelle bei normaler Ablaufgeschwindigkeit erreicht ist. Daher gibt es einen
schnellen Vor- und Rücklauf. Um eine bestimmte Stelle leichter finden zu können, benutzt
man das vorhandene Zählwerk. Sinnvoll ist es, bei Bandanfang den Zähler auf „000“ zu stellen und bei Beginn bzw. auch während der Aufnahme den genauen Zählerstand zu notieren.
Vor der anschließenden Wiedergabe muss das Band zurückgespult werden. Die auf dem Band
festgehaltenen magnetischen Aufzeichnungen werden als Stromschwankungen dem eingebauten Lautsprecher zugeleitet und in Schalldruckschwankungen umgewandelt.
Will man als Erstes eine Aufnahme machen, wird die Aufnahmetaste zusammen mit der Wiedergabetaste gedrückt. Über das eingebaute Mikrophon oder direkt von anderen Tonquellen
kann aufgenommen werden. Ein bereits bespieltes Band wird auf diese Weise gleichzeitig
gelöscht. Die Lautstärke der Aufnahme wird mit dem Aufnahmeregler eingestellt oder sie
erfolgt automatisch.
Die Tonwelle nach dem Tonkopf bewirkt den gleichmäßigen Transport des Bandes. Diese
Welle wird vom Motor des Laufwerks angetrieben und sorgt dafür, dass das Band an den
Köpfen mit gleichmäßiger Geschwindigkeit vorbeigezogen wird. Eine Gummiandruckrolle
drückt das Tonband an die Welle.
In den Kassettenschacht wird eine Kassette eingelegt, wobei sich im Allgemeinen die volle
Spule links befindet. Das Tonband läuft von der linken Spule, zuerst am Löschkopf, dann am
kombinierten Aufnahme-/Wiedergabe-Kopf (sog. Tonkopf) vorbei, zur rechten Spule.
Die verschiedenen Funktionen des Geräts werden durch Drucktasten gesteuert. Es gibt eine
Taste, die den Kassettenschacht öffnet, zwei Tasten für den schnellen Bandlauf (links und
rechts), je eine für die Aufnahme und Wiedergabe und eine Stopptaste. Außerdem findet sich
noch eine Pausetaste, mit der man den Bandlauf bei Aufnahme oder Wiedergabe durch einen
kurzen Tastendruck unterbrechen kann, ohne dass die eingeschaltete Betriebsart – Aufnahme
oder Wiedergabe – aufgehoben wird.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
69
Kopiervorlage zur Übung „Kopieren“
fünfter sein
Von Ernst Jandl gibt es ein Gedicht, das beschreibt, wie jemand im Wartezimmer
sitzt und darauf wartet, an die Reihe zu kommen. Die erste Strophe ist gegeben.
tür auf
einer raus
einer rein
fünfter sein
Diese Strophe ist fünfmal zu kopieren.
Dann ändert man das Wort „fünfter“ nacheinander in „vierter“, „dritter“, „zweiter“ und
„nächster“. In der sechsten Strophe heißt die dritte Zeile „selber rein“, die letzte Zeile
„tagherrdoktor“.
Abschließend sind von der ersten Strophe drei Zeilen zu löschen, so dass nur die
Überschrift stehen bleibt. Das komplette Gedicht ist dann fertig.
2.3 Informationsdarstellung mit Textdokumenten
70
Kopiervorlage „Empfehlungen zum Schreiben mit Textverarbeitungsprogrammen“
Texteingabe:
 Beim Schreiben wird die Eingabe-Taste
nicht an jedem Zeilenende, sondern nur am
Absatzende betätigt.
 Als Zeichen für Null darf nur „0” und nicht
der Buchstabe „O” verwendet werden.
 Dezimale Teilungen kennzeichnet man mit
einem Komma (z. B. 80,75 €), nichtdezimale Teilungen mit einem Punkt (z. B.
15.37 Uhr) oder bei Uhrzeiten auch mit
Doppelpunkt (z. B. 15:37:30 Uhr).
 Das Datum wird zweistellig geschrieben,
z. B. 31.12.03 oder 2003-12-31 (internat.)
 Abschnittsnummern zur Gliederung eines
Textes erhalten am Ende keinen Punkt
(z. B. 2.1.3 Überschrift 3).
 Vor Satzzeichen steht nie ein Leerzeichen,
nach Satzzeichen immer. Nach Abkürzungspunkten innerhalb mehrerer Abkürzungszeichen steht ein schmales Leerzeichen, wie bei „z. B.“ oder „d. h.“ (z. B. ein
geschütztes Leerzeichen in halber Größe).
 Trennstriche am Zeilenende sind als „bedingte“ Trennstriche einzugeben.
 Tabellen werden nicht mit Leerzeichen
erzeugt, sondern mit der Tabulatorfunktion
oder besser noch mit der Tabellenfunktion.
Zeichenformatierung:
 Gut leserliche Schriftarten sind zu wählen,
wenn möglich Proportionalschrift mit Serifen, z. B. Times. (Times, 1931 für die Londoner Zeitung „Times“ entworfen, ist die
am meisten verwendete Antiquaschrift.) Für
eine moderne Textgestaltung wählt man eine serifenlose Schrift, z. B. Arial.
 Es sollten nicht zu viele verschiedene
Schriftarten und Schriftauszeichnungen innerhalb eines Dokuments verwendet werden.
 Hervorhebungen kann man mit dem
Schriftschnitt „kursiv“ oder sehr auffällig
mit „fett“ vornehmen. Anstelle von
GROSSBUCHSTABEN bietet sich der
Schriftstil „KAPITÄLCHEN“ beispielsweise
für Eigennamen an. G e s p e r r t e
S c h r i f t und Unterstreichungen sind eigentlich verboten.
 Normale Texte erhalten einen Schriftgrad
von 10 bis 12 Punkten (pt).
 Überschriften erhalten einen Schriftgrad
von 14 bis 24 Punkten (pt).
 Kopfzeilen, Fußzeilen und Fußnoten erhalten einen kleineren Schriftgrad (10 pt oder
weniger).
Absatzformatierung:
 Eine optimal lesbare Zeile hat unabhängig
von der Schriftgröße zwischen 60 und 70
Zeichen (einschließlich Leerzeichen).
 Auf Blocksatz kann bei kurzen Texten verzichtet werden. Bei Zeilenlängen mit maximal 30 Zeichen ist die Ausrichtung
„linksbündig“, auch „Flattersatz“ genannt,
zu wählen.
 Beim linksbündigen Satz können die ersten
Zeilen der Absätze eingerückt werden; ein
positiver Erstzeileneinzug, der mindestens
der Breite von drei Zeichen entspricht, wird
eingestellt.
 Überschriften sind linksbündig oder zentriert zu schreiben. Bei mehrzeiligen Überschriften sollten die Zeilen ungefähr gleich
lang sein.
 Vor Überschriften kann zusätzlich eine
Leerzeile oder ein leerer Absatz stehen.
 Der Zeilenabstand, der sog. Durchschuss,
soll ungefähr das 1,2-fache des Schriftgrades betragen, beispielsweise gehört zum
Schriftgrad 12 Punkte (12 pt) ein Zeilenabstand von 14,4 pt  14 pt.
 Zwischen den Absätzen sollte ein größerer
Abstand (Absatz-Durchschuss) eingestellt,
aber keine Leerzeile eingegeben werden:
Der Abstand vor und nach einem Absatz
(Anfangs- oder Endeabstand) soll 40 bis
100 Prozent des Zeilenabstands betragen.
Als Empfehlung nehme man für den Absatzabstand den halben Zeilenabstand, bei
14 pt Zeilenabstand sind das 7 pt. Dieser
Abstand kann vor und/oder nach einem Absatz eingerichtet werden.
Seiteneinrichtung:
 Die Seitenzahlen (Paginierung) werden mit
arabischen Ziffern geschrieben.
 Die Seitenränder kann man entweder nach
dem klassischen Verhältnis einstellen:
links : oben : rechts : unten = 2 : 3 : 4 : 5,
z. B. 1 cm : 1,5 cm : 2 cm : 2,5 cm, oder alle Ränder gleich groß mit jeweils 2 bis
2,5 cm. Für eine Heftung oder Lochung der
Seiten ist ein zusätzlicher Bundsteg von
ungefähr 1 cm hinzuzurechnen.
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