Protokoll HPLC Ziel: Bestimmung des Coffeingehaltes in Lebensmittel mittels HPLC nach Kalibrierung mit einem internen Standard. 1. Grundlagen zum Versuch Anlage HPLC = Hochdruckflüssigkeitchromatografie (auch Hochleistungsflüssigkeits-chromatographie) Chromatografie Eine mobile Phase durchläuft eine stationäre Phase, wobei die mobile Phase durch unterschiedliche Wechselwirkungen mit der stationären Phase in ihre Einzelbestandteile aufgetrennt wird. Umkehrphasen- Verwenden der Umkehrphasentechnik (stationäre Phase = unpolar; chromatografie stationäre Phase = polar) Kenngrößen (Brutto-)Retentionszeit tR: der Zeit, nach der ein Stoff die Apparatur durchlaufen hat Chromatografie Totzeit t0: Zeit, die das Lösungsmittel braucht um die Apparatur zu durchlaufen Nettroretentionszeit tR,n: Zeit die der Stoff länger brauchte als das Lösungsmittel tR,n tr tn Peakbreite w Breite des Peaks auf Höhe der Basislinie (oft: w0,5: Breite des Peaks auf halber Peakhöhe Trennstufenzahl N Gibt an, wie oft die Stoffe theoretische getrennt wurden 2 tR N5 ,54 w 0,5 Kapazitätsfaktor k: Gibt an, wie stark ein Stoff zurückgehalten wurde k t R,n t0 Porosität : Gibt das Volumenverhältnis zwischen mobiler und stationärer Phase an 4vt0 d2 l Auflösung R: Gibt an, wie gut zwei Stoffe getrennt wurden tR tR 2 1 R 1 , 18 w w 0 ,5 1 Kalibrierung mit 0 ,5 2 Sollte größer als 1,5 sein, weil dann nur noch 0,5% der Peakflächen überlagern In die Berechnung fließt nur das Signalverhältnis von Analyt 1/9 internem Standard O UV-Detektor mit Diodenarray Niederdruckvermischung und internem Standard ein Proben werden stets mit der gleichen Menge eines Stoffes versehen, der möglichst gleiche chemische und physikalische Eigenschaften hat, wie der Analyt Bei Problemen der Probenvorbereitung eingesetzt, da das Verhältnis zwischen internem Standard und Analyt konstant bleibt Hier Standard für Coffein gesucht: Coffein: Theobromin: Theophyllin: O O O H N N N N HN N N N N O N O N N UV-Vis Licht wird durch Elutionsstrom geschickt Nachher an Gitter oder Prisma in einzelne Bestandteile aufgeschlossen Dann trifft das Licht auf einen Diodenarray, wobei eine Reihe stets einer bestimmten Wellenlänge entspricht Daher wird ständig das gesamte Spektrum aufgenommen Per Computer kann man sich bestimmte Wellenlängen heraussuchen Eluenten werden vor der Pumpe gemischt (Gradienten leicht herstellbar) Hier wurden die Elution isokratisch (ohne Gradient) durchgeführt 2. Durchführung Probenvorbereitung (Feststoffe) Eiwiegen von ca. 1g Feststoff auf Analysenwaage Kurzes aufkochen mit 25ml Theophyllinlösung (500mg/l) Durch Feinfilter ziehen Befüllen der Vials 1. Vial mit 50μl Thioharnstoff Stammlösung und 950μl Wasser (Chromatogramm „THIOH“) 2. Vial mit 50μl Theobromin Stammlösung und 950μl Wasser (Chromatogramm „TBRO“) 3. Vial mit 50μl Theophyllin Stammlösung und 950μl Wasser (Chromatogramm „TPHY“) 4. Vial mit 50μl Theobromin Stammlösung, 50μl Theophyllin Stammlösung, 50μl Coffein und 850μl Wasser (Chromatogramm „TTCOFF“) 5. Vial mit 50μl Coca Cola und 950μl Wasser (Chromatogramm „COLA“) 6. Vial 20μl Coffein Stammlösung, 50μl Theophyllin Stammlösung und 930μl Wasser (Chromatogramm „S2“) 7. Vial 40μl Coffein Stammlösung, 50μl Theophyllin Stammlösung und 910μl Wasser (Chromatogramm „S4“) 2/9 8. Vial 60μl Coffein Stammlösung, 50μl Theophyllin Stammlösung und 890μl Wasser (Chromatogramm „S6“) 9. Vial 80μl Coffein Stammlösung, 50μl Theophyllin Stammlösung und 870μl Wasser (Chromatogramm „S8“) 10. Vial 100μl Coffein Stammlösung, 50μl Theophyllin Stammlösung und 850μl Wasser (Chromatogramm „S10“) 11. Vial 10μl Tee-Auszug und 990μl Wasser (Chromatogramm „P1“) 12. Vial 10μl Kaffee-Auszug und 990μl Wasser (Chromatogramm „P2“) 13. Vial mit 50μl deit Cola-Mix, 50μl Theophyllin Stammlösung und 900μl Wasser (Chromatogramm „P3“) 14. Vial mit 50μl Schwip Schwap Cola-Mix, 50μl Theophyllin Stammlösung und 900μl Wasser (Chromatogramm „P4“) 15. Vial mit 50μl Kinder-Cola, 50μl Theophyllin Stammlösung und 900μl Wasser (Chromatogramm „P5“) 16. Vial mit 50μl Coca Cola, 50μl Theophyllin Stammlösung und 900μl Wasser (Chromatogramm „P6“) 3. Totzeitbestimmung mit Gerätekontrolle a) Auswertung mit Berechnungen Struktur Thioharnstoff: S H2N NH2 Zur Totzeitbestimmung geeignet, da alle Bindungen polar sind und nur unpolare Verbindungsteile zur Retention führen 3-Maliges injizieren: Bestimmung des relativen und absoluten Fehlers der Retentionszeit und des Injektionsvolumenens Totzeit Präzision der Peakfläche Peakfläche Thioharnstoff 1033,02 Thioharnstoff 1030,76 Thioharnstoff 1033,11 Mitelwert 1032,297 s 1,332 Präzision der Retentionszeit tr s Thioharnstoff 1,692 0,0015 Thioharnstoff 1,689 Thioharnstoff 1,690 Mitelwert 1,690 t-Wert 4,30 abs. Fehler rel. Fehler in % 3,31 0,3204 t-Wert 4,30 abs. Fehler rel. Fehler in % 0,00379 0,2245 Bestimmung der Fehler mit einem Signifikanzniveau von 95% Beispielrechnung: tR,1 = 1,692 s tR,2 = 1,689 s tR,3 = 1,690 s xi i x n 3/9 ( 1 , 692 1 , 689 1 , 690 ) s t 0 3 t0 1,690 s x x ( 1 , 690 1 , 690 ) ( 1 , 6902 1 , 690 ) ( 1 , 689 1 , 690 ) 2 i i s n 1 2 2 2 2 0,0015s f n 1 3 1 2 P 0 ,95 t( 0 ,95 ;2 ) 4 ,30 t(P ;f)s 4 ,30 0 ,002 m m 1 ,690 s n 3 1 s(P=0,95) m ,690 0 ,004 abs . Eehler 0 , 004 rel . Fehler 100 % 100 % 0 , 32 % 1 , 690 x Bestimmung der Porosität: l = 12,5cm d =0,2 cm v = 0,25ml/min t0=1,69min 4 v t ml ml 0 , 25 1 , 69 0 4 mob mob 2 1 , 08 2 ml ml d l ( 0 , 2 ) 12 , 5 stat stat b) Diskussion der Ergebnisse Die Porosität von 1,08 entspricht einem Anteil von 52% an mobiler Phase. Die 2% über 50% können vom Volumen der Schläuche herrühren, wonach ziemlich genau ein Verhältnis von 1:1 mobiler zu stationärer Phase herscht. Dies ist ein akzeptabler Wert, da bei höherem Anteil an staionärer Phase der Fluss zu stark gehindert ist und bei höherem Anteil von mobiler Phase die Gefahr besteht, dass die Trennung zu schlecht wird, weil weniger Kontakt zwischen mobiler und stationärer Phase besteht. Der verwendete Thioharntoff ist zur Totzeitbestimmung geeignet, da alle Bindungen polar sind und nur nach außen unpolare Verbindungsteile zur Retention führen. Außerdem ist er klein genug um durch die Poren zu wandern. Die gefundenen relativen Fehler für die Integration (0,22%) und die Retentionszeit (0,32%) sind jeweils sehr gering. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Anlage reproduzierbare Ergebnisse liefert. Der niedrige relative Fehler bei der Integration lässt auf ein sehr gutes Injektionssystem schließen, da es immer gleiche Mengen injiziert. Da die Kurven numerisch nach einer Polynomischen Iteration der Kurve erfolgt sind hier ebenfalls kleine Schwankungen zu erwarten. Diese sind jedoch deutlich geringer als die hier gemessenen Schwankungen. Der niedrige relative Fehler bei der Rentionszeit lässt auf eine sehr konstante Fließgeschwindigkeit in der Säule schließen 4/9 4. Wahl des internen Standards a) Auswertung mit Berechnungen Chromatogramm aus „ttcoff“, „tbro“ und „tphy“ tR in min Stoff 1,650 Wasserschlieren 2,364 Theobromin 3,254 Theophyllin 4,284 Coffein o Hieraus würde man Theophyllin als internen Standard wählen, da die Retentionszeit näher an der des Coffein ist, als es bei Theobromin der Fall ist (Theophyllin ist demnach chemisch änlicher) o Peak bei 1,650 min kommt durch Wasserschlieren zustande, da die Proben mit Wasserverdünnt wurden, aber ein Ethanol-Wasser Gemisch das Elutionsmittel ist (vor Totzeit, da Wasser polarer ist als Thioharnstoff) Chromatogramm aus „ttcoff“ und „cola“ tR in min Stoff 0,900 Zucker aus Cola 1,650/1,652 Wasserschlieren 2,347 Cola-Bestandteil 2,384 Theobromin 3,254 Theophyllin 4,284 (2) Coffein Im Peakbereich von Theobromin liegt ein Cola-Peak, bei Theophyllin nicht Hieraus würde man Theophyllin als internen Standard wählen Theophyllin ist demnach als interner Standard geeignet b) Diskussion der Ergebnisse Theobromin besitzt eine nicht-methylierte Aminogruppe zwischen zwei Carbonylgruppen. Dies lässt diese Funktionaniltät nach außen sehr polar wirken, was eine geringe Retention bei der hier angewandten Umkehrphasen-Chromatografie zur Folge hat. Ist die Aminogruppe jedoch methyliert, wie bei Theophyllin und Coffein, hat das Molekül einen unpolaren Rest in dieser polaren Gruppe, weswegen es stärker retardiert wird. Theophyllin wird trotzdem noch schwächer retardiert als Coffein, da die weitere Amino-Funktionalität in den Molekülen beim Theophyllin nicht methyliert ist, jedoch beim Coffein und beim Theobromin. Dort sind aber keine weiteren elektronenziehenden Gruppen in der Nachbarschaft, weswegen der Effekt weniger stark ist. Das Cola-Chromatogramm zeigt einen breiten Peak von 0,9 bis 1,5. Dies ist der in der Cola enthaltene Zucker, der hochpolar ist und deswegen so zeitig kommt. Außerdem ist das Zuckermolekül im vergleich zu Wasser, Methanol und Thioharnstoff relativ groß, weswegen es keine „Umwege“ über die Poren geht, sondern auf direktem Weg durch die Säule, weswegen es noch vor Wasser und damit auch vor Thioharnstoff erscheint. 5/9 5. Kalibrierung a) Auswertung mit Berechnungen Es wurde der Mittelwert für die Integrationen (I) von Theophyllin gewählt, da die Menge immer gleich sein sollte, aber die Messwerte Schwankungen aufweisen c(Coff) I(Theophyllin) I(Coffein) Quotient mg/l 2 391,16 141,30 0,36 4 370,05 275,72 0,71 6 401,77 402,91 1,03 8 379,42 533,60 1,37 10 407,20 666,05 1,71 Mittelwert 389,92 Kalibriergerade (gegen Standard) I(Coff)/I(Standard) I(Coff)/I(Theoph) 1,80 1,60 1,40 1,20 1,00 0,80 0,60 0,40 0,20 y = 0,1676x + 0,03 R2 = 0,9999 2 Linear (I(Coff)/I(Theoph)) 4 6 c in mg/l 8 10 Beispielrechnung für „Quot.“ I 141 , 30 Coffein Quot . 0 , 36 , 16 I Theophylli n 391 Fehler für I(Theoph)(Berechnung analog 3a): Theophyllin Theophyllin Theophyllin Theophyllin Theophyllin Mittelwert I(Theoph) 391,16 370,05 401,77 379,42 407,20 389,92 s 13,752 t-Wert 2,57 abs. Fehler 14,43 rel. Fehler 3,70 b) Diskussion der Ergebnisse Der Korrelationskoeffizient der Kalibriergerade ist sehr hoch, was für eine sehr gute Kalibrierung spricht. Allerdings schwanken die Integrationswerte für Theophyllin recht stark (rel. Fehler 3,7%), was deutlich über den gerätebedingten Schwankungen liegt (siehe 3a). Daher muss der Fehler hierfür in der Probenvorbereitung liegen. Hierbei gibt es mehrere Einflüsse. Zum einen hat die verwendete Mikroliterpipette einen gewissen Spielraum beim ansaugen, aber auch beim herausspritzen, da manchmal geringe Mengen an der Plastik hängen bleiben. Desweiteren gab es geringe Schwankungen in der Bedienung der Pipette. Da wir zum zweiten Mal mit einer 6/9 solchen Pipette arbeiteten sind geringe unregelmäßigkeiten in der Bedienung nicht auszuschließen. Ebenfalls ist es möglich, dass wir schlecht gespülte Vials unserer Vorgänger verwendeten, dies ist aber unwahrscheinlich. Der Hauptgrund für die Schwankungen liegt in der Adsorption des Theophyllins an der Glaswand des Vials. Da nicht auf ein konsequent senkrechtes einspritzen der Reagenzien in die Vials geachtet wurde und auch die Reihenfolge nicht immer gleich war ist manchmal mehr und manchmal weniger Theophyllin (und auch Coffein) an der Glaswand adorbiert worden. Einmal adsorbiertes Theophyllin geht recht langsam wieder in Lösung. Dieser Effekt spielt bei unseren geringen Konzentrationen eine Rolle. Beim Coffein ist dieser Effekt wegen der immer höher werdenden Konzentration nicht sichtbar. Durch die Mittelwertbildung ist der Einfluss dieses Fehlers auf die Kalibriergerade minimiert worden. 6. Coffeinbestimmung in den Proben a) Auswertung mit Berechnungen Umstellen der Gleichung für die Kalibriergerade x y0,03 , 0,1676 Probe Tee Tchibo "Grand Cafe Melange" deit Classic "Cola Mix Citrus" Schip-Schwap "Cola Mix" Kinder-Cola Coca-Cola I(Theoph) I(Coff) Quot. 303,82 295,42 385,31 732,33 388,88 375,91 576,26 376,48 211,70 952,66 0,00 314,03 1,90 1,27 0,55 1,30 0,00 0,84 c in Vial in mg/l 11,14 7,42 3,10 7,58 0,00 4,81 Verdünnung c in Probe in mg/l 100,00 1114 100,00 742 20,00 62,0 20,00 152 20,00 0,0 20,00 96,1 Anmerkunkung: Die Spalte „c in Probe“ gibt den Gehalt in der Probenlösung an, was bei Flüssigkeiten gleich der Konzentration in der Probe ist. Für die Proben 1 und 2 muss die Konzentration in den Proben noch errechnet werden. Zur besseren Vergleichbarkeit der Werte wurde der ungefähre Wert für die Konzentration von Koffein in 1l Getränk errechnet. Zusatz für Feststoffe: Probe Tee Kaffee c in Probe V(Wasser) mCof f ein in Probe m (Probe) c in FS m für 1l Getänk mCof f ein in 1l in mg/l in l in mg in mg/g in g (ungefähr) in mg 1113,8 0,025 27,84 0,9867 28,2 4,5 127 742,5 0,025 18,56 1,0337 18,0 40 718 Beispielrechnung: I ( Coff ) 576 , 26 0 , 03 0 , 03 I ( Theoph ) 303 , 82 c ( Vial ) 11 , 14 mg l 0 , 1676 0 , 1676 c (Pr obe ) c ( Vial ) Verdünnung 11 , 14 100 1114 mg l m (Pr obe ) c v ( 1114 0 , 025 ) 27 , 84 mg Coffein m (Pr obe ) 27 , 84 Coffein c ( Feststoff ) 28 , 2 mg g Coffein m (Pr obe )0 , 9867 7/9 b) Diskussion der Ergebnisse Beim herstellen der Proben wurde genauso verfahren, wie bei den Kalibrierstandards, daher sind hier die gleichen Fehler und Schwankungen zu erwarten. Diese werden beim Vergleich der Integrationen für Theophyllin bei den Proben 3, 5 und 6 auch sichtbar. Aus diesem Grund wurden die Ergebnisse auf eine Stelle nach dem Komma (bei den Feststoffen bis zur letzten Stelle vor dem Komma) gerundet um keine höhere Genauigkeit vorzutäuschen. Andere Einflüsse auf die Genaigkeit (Temperaturfehler, Volumenkontraktion, u.ä.) können vernachlässigt werden. Bei den Proben 1 und 2 fällt auf, dass das Integral für Theophyllin beide male relativ niedrig ausfällt. Dies kann man damit erklären, dass sich ein Verteilungsgleichgewicht zwischen den Kaffeeteilchen (bzw. Teeteilchen) und dem Theophyllin einstellt, genauso wie für Coffein. Des weiteren ist es möglich, dass das Theophyllin (und Coffein) an den Kaffee/Teeteilchen adsorbiert und damit zusammen mit den Teilchen vom Filter zurückgehalten wird. Bei Probe 4 fällt auf, dass die Werte für Theophyllin und Coffein abnorm hoch sind. Dies lässt sich nur auf einen groben Fehler in der Probenvorbereitung zurückführen (doppelte Zugabe der Probe oder/und des Theophyllins, zu wenig Wasser...). Da dieser nicht mehr rekonstruierbar ist kann keine Korrektur des Ergebnisses erfolgen, was eine Wiederholungsmessung nötig machen würde, was allerdings nicht möglich ist. Dem Ergebnis von Probe 4 (Schipp Schwapp Cola-Mix) ist demnach nicht zu trauen. Schwarzer Tee hat einen höheren Koffeingehalt als Kaffee, da man allerdings für 1 Liter Kaffee deutlich mehr Kaffee (ca. 40g nach eigener Messung) als Tee (ca. 4,5g bei 3 Beuteln á 1,5g) nimmt, ist Kaffee das Getränk mit dem deutlich höheren Koffeingehalt. Weiterhin ist festzustellen, dass 1l schwarzer Tee immernoch einen höheren Koffeingehalt als Coca-Cola hat. Bei der Kinder-Cola wurde erwartungsgemäß kein Coffein gefunden. Das Produkt hat den Titel „Kinder-Cola“ also zurecht. Der deit Cola-Mix hat einen geringeren Koffein-Gehalt als Coca-Cola. Dies ist logisch, da beim deit Cola-Mix der Cola noch Orangenlimonde beigemengt ist, welche normalerweise kein Koffein enthält. 7. Bestimmung von chromatografischen Größen für Theophyllin und Coffein a) Auswertung mit Berechnungen Beispielrechnungen: tr t0 w0,5 Einheit s s s Theophyllin 3,25 1,69 0,173 Coffein 4,28 1,69 0,185 k --0,92 1,53 N --1955 2965 R --3,39 t , 25 1 , 69 R , n 3 k 0 , 92 Theophylli n t 1 , 69 0 2 t 3 , 25 R N 5 , 54 5 , 54 1955 Theophylli n w 0 , 173 0 , 5 2 t t 4 , 28 3 , 25 R R 2 1 R 1 , 18 1 , 18 w w 0 , 173 0 , 185 0 , 5 0 , 5 1 2 b) Diskussion der Ergebnisse 8/9 Die Auflösung von 3,9 ist gut im optimalen Bereich, da alle Werte über 1,5 für eine gute Trennung stehen. Dies zeigt, dass Theophyllin immernoch unterschiedlich genug gegenüber Coffein ist und für die HPLC als interner Standard verwendet werden zu können, da um die Peakflächen ins Verhältnis sezten zu können, diese auch getrennt sein müssen. Die Kapazitätsfaktoren für Theophyllin und Coffein sind in Ordnung. Die Kapazitätsfaktoren sollten nicht zu hoch sein um den Peak nicht zu stark zu verbreitern, jedoch sollten sie hoch genug sein um eine gute Auflösung zu erhalten, was hier der Fall ist. Trennstufen von 1000-8000 sind normale Werte für die HPLC, womit Theophyllin mit 1955 und Coffein mit 2965 in diesem Bereich liegen, wenn auch am im unteren Segment. Eine höhere Trennstufenzahl ist gleichbedeutend mit einer besseren Trennleistung der Säule und bedeutet eine höhere Auflösung. Da die Auflösung hier aber ausreicht, ist die Trennstufenzahl genügend. ___________ Jens Gaitzsch ___________ Axel Gottwald ___________ René Hedrich 9/9 ___________ Markus Laube