Übersetzung von St.15

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Übersetzung von St.15
Über den Staat
Ein Staat ist die Angelegenheit eines Volkes.
Ein Volk aber ist die Zusammenkunft einer Menge,
die vereint ist durch eine Übereinstimmung im Recht(sempfinden)
und durch einen gemeinsamen Nutzen.
Der erste Grund dieser Vereinigung ist ein natürlicher Gemeinschaftstrieb der
Menschen.
Diese Menschengruppen haben zuerst an einem festen Ort einen Platz für ihre
Behausungen festgelegt. Wenn sie ihn durch natürliche Gegebenheiten und
Handarbeit abgegrenzt hatten, nannnten sie eine solche Gruppierung von Häusern
eine kleine oder große Stadt.
Immer wenn bei einem Einzelnen die Leitung aller Dinge liegt, nennen wir jenen
Einen „König“ und „Monarchie“ (Königsherrschaft) die Verfassung dieses Staates.
Wenn aber der König anfängt, ungerecht zu sein, geht jene Staatsform zugrunde
und eben jener ist ein Tyrann.
Wenn ein Volk von sich aus einen Tyrannen umbringt oder hinauswirft, ist es zuerst
gemäßigt, freut sich über seine Tat und will den von ihm begründeten Staat erhalten.
Wenn aber das Volk einem gerechten König Gewalt angetan hat, ihn seiner Herrschaft
beraubt und den ganzen Staat umgestürzt hat, dann geschieht das, wovon Platon
gesagt hat:
Ein solches Volk tadelt die Beamten und führenden Leute und nennt sie Tyrannen.
Diejenigen aber, die den Beamten und Autoritäten gehorchen, werden von diesem
Volk gehetzt und freiwillige Sklaven genannt.
Schließlich sind in dieser Art Staaten alle Verhältnisse voller Willkür, so dass auch
jedes private Haus ohne eine feste Hand ist, dass der Vater den Sohn fürchtet und der
Sohn den Vater nicht ehrt, dass es keinen Unterschied macht, ob du ein Bürger bist
oder ein Fremdling. Dadurch geschieht es, dass sie auch anfangen, die Gesetze zu
vernachlässigen, so dass sie völlig ohne Leitung sind.
Über die Schlacht bei Cannae
Die Konsuln hatten bei Cannae das Heer so in Schlachtordnung aufgestellt:
Auf dem rechten Flügel hatten sie die römischen Reiter postiert, danach die
Infanteristen. Den linken Flügel belegte die Reiterei der Bundesgenossen, danach die
Fussoldaten. Die mittlere Schlachtreihe bildeten die römischen Legionen.
Die Konsuln selbst befehligten die Flügel. Der eine stand dem linken Flügel vor, der
andere dem rechten.
Hannibal aber hatte seine Leute in der Schlachtordnung folgendermaßen aufgestellt:
Die Flügel befehligten Hasdrubal und Maharbal,
die mittlere Schlachtreihe Hannibal persönlich.
Die Sonne stand schräg zu beiden Heeren,
weil die Römer in Richtung Süden standen, die Punier in Richtung Norden.
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