II Methoden

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Inhaltsverzeichnis
I
Einleitung
1.1 Allgemeine Hinweise und Ablaufsplan des Versuchstages
1.2 Gruppeneinteilung und Zuordnung zu dem jeweiligen Experiment
II
Methoden
2.1 Übung zum Gebrauch von Mikroliterpipetten
2.2 Vorarbeiten und theoretischer Hintergrund - Nachweis von Fischsorten mittels
molekularbiologischer Methoden, aber wie?
2.3 DNA-Isolierung aus Fischfilet- und Fischstäbchenproben
2.3.1 Hintergrundinformation zum Thema: Zentrifugation
2.4 Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) – theoretischer Hintergrund
2.5 Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) – praktischer Teil
2.6 Agarose-Gelelektrophorese
III
Ergebnisse
IV
Anhang
4.1 Aufgabenstellungen
4.2 Materialien
4.2.1 DNA-Präparation
4.2.2 Polymerase-Kettenreaktion
4.2.3 Agarose-Gelelektrophorese
4.3 Exemplarische Ergebnisse
4.3.1 Gelelektrophorese genomischer DNA
4.3.2 Gelelektrophorese der PCR-Produkte
4.4 Literaturverzeichnis
-1-
3
I Einleitung
1.1
Allgemeine Hinweise und Ablaufplan des Versuchstages
„Der am stärksten überfischte Speisefisch „
Der Kabeljau wurde in den vergangenen Jahren zum Synonym für die Krise der Fischerei. Ende der 1960er Jahre zogen die Fischer jährlich noch drei Millionen Tonnen dieser Fischart aus dem Meer. Doch bereits Anfang der 1970er
Jahre war in „Grzimeks Tierleben“ zu lesen: „Die gegenwärtig erzielten Fangmengen drohen das vertretbare Maß
einer biologisch sinnvollen Nutzung zu überschreiten.“
[…]
Die Rote Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN(International Union for Conservation of Nature and Natural
Resources) stuft den Kabeljau (Gadus morhua) als „gefährdet“ ein. Seine Bestandsgröße ist in den vergangenen 40
Jahren um 90 Prozent zurückgegangen. In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren erlebte der Kabeljau einen
der dramatischsten Einbrüche, die je in der Geschichte der Fischerei beobachtet wurden. Die kanadische Regierung
musste den Kabeljaufang im Juli 1992 ganz untersagen, weil die Bestände bis zu Beginn der 1990er Jahre um 99 Prozent zurückgegangen waren. Trotz dieses noch immer gültigen Fang-Moratoriums hat sich der Kabeljaubestand vor
Kanada bis heute nicht wieder erholt.
In der Nordsee zeichnet sich seit Jahren eine ähnliche Katastrophe zum Kabeljaukollaps in Kanada ab. Hier sinkt nicht
nur Zahl und Größe der Bestände, im Jahr 2001 erreichte auch die Biomasse der Tiere ein historisches Tief. Nur noch
30.000 bis 50.000 Tonnen so genannte Laicherbiomasse (fortpflanzungsfähige Fische) des Kabeljau sind im Jahr 2006
noch in der Nordsee vorhanden. Das bedeutet den Verlust von rund 90 Prozent der fortpflanzungsfähigen Fische
innerhalb von 40 Jahren.
Eine langfristig gesicherte Fischerei würde in etwa das Dreifache an Kabeljau benötigen. Eine nachhaltige Bewirtschaftung ist daher nicht mehr möglich. Der einstmals wertvollste Fisch der Nordsee befindet sich ganz deutlich außerhalb „sicherer biologischer Grenzen“, wie der Internationale Rat für Meersforschung ICES (International Council
for the Exploration of the Sea) Jahr für Jahr warnt.
Eine weitere Bedrohung: Neben der „offiziellen“ Überfischung dezimiert die „IUU-Fischerei“ – illegal, unreguliert und
undokumentiert – die Fischbestände weltweit. Die Wissenschaftler des ICES gehen davon aus, dass seit 2002 allein in
den nordostarktischen Gewässern 90.000 bis 115.000 Tonnen Kabeljau pro Jahr unregistriert entnommen wurden.
Für die Ostsee werden 30 bis 45 Prozent höhere Fangmengen pro Jahr kalkuliert, als offiziell verlautbart wurden.
Grundsätzlich führen die unerkannten und millionenschweren Fangerträge der Piratenfischer dazu, dass auch die
wissenschaftlichen Schätzungen für Größe und Entwicklung von Beständen auf wackeligen Beinen stehen.
[…]“
WWF, Küsten & Meere, Artenlexikon, Kabeljau/Dorsch, o.J.
http://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/kabeljau/ Zugriff am 04.01.2015
Eine weitere Problematik bei der Überwachung der Fangquote versteckt sich innerhalb der verarbeitenden Lebensmittelindustrie denn ist der Fisch erstmal zu Fischstäbchen, Fischburgern oder „Schlemmerfilet“ verarbeitet, so ist
dem Nahrungsprodukt die Art des verarbeiteten Speisefisches nicht mehr anzusehen.
-2-
3
Ziel des hier durchgeführten Projektes ist der Nachweis
von Fisch verschiedener Spezies in Fischstäbchen verschiedener
Anbieter mit dem Ziel, eine eventuell vorhandene Verbrauchertäuschung festzustellen.
Aus aktuellem Anlass steht heute der Nachweis von eventuell vorhandenem Kabeljaufleisch in Fischstäbchen an.
Die Spezies des Kabeljaus ist derzeit besonders vom Aussterben bedroht. Viele Fischer (darunter auch Piratenfischer) fischen dennoch den Kabeljau ohne auf die Gefährdung dieses Fisches Rücksicht zu nehmen. Aus diesen
Gründen sollte der Kabeljau nicht zur Lebensmittelproduktion verwendet werden.
Schematischer Ablauf des Versuchstages
I
Begrüßung und Sicherheitsbelehrung
II
Einleitung in die Thematik, Versuchsbesprechung Teil I
III
Gruppenbildung, Versuche Teil I (Pipettentest und Präparation der DNA)
IV
Versuchsbesprechung Teil II
V
Versuche Teil II (Polymerasekettenreaktion)
VI
Versuchsbesprechung Teil III (Agarosegelelektrophorese) - Gelerstellung
-
PAUSE –
VII Versuche Teil III (Vorbereitung der Proben für und Beladen der Proben auf das Agarosegel)
VIII Aufräumen, Bearbeitung der Aufgabenstellungen I
IX
Abbau der Gelelektrophorese und Überführung in die Färbelösung
X
Bearbeitung der Aufgabenstellungen II, Versuchsbesprechung Teil IV (Auswertung und Diskussion)
-3-
3
1.2
Gruppeneinteilung und Zuordnung zum jeweiligen Experiment
Je nach Kursstärke werden unterschiedlich viele Gruppen aus 4 Schülerinnen und Schülern gebildet. Innerhalb jeder
Vierergruppe präparieren zwei Schüler genomische DNA aus unterschiedlichen Fischstäbchensorten (Iglo Fischstäbchen, Eskimo Fischstäbchen) und die jeweils anderen zwei Schüler genomische DNA aus je einem Fischfilet (Lachs,
Kabeljau).
Gruppe 1 (4 SuS)
Präparation von: Iglo-Fischstäbchen-DNA (i) mit anschließender PCR mit Lachsprimern, (2 SuS) und
Präparation von: Kabeljau-DNA (K) mit anschließender PCR mit Lachsprimern, (2 SuS)
Gruppe 2 (4 SuS)
Präparation von: Iglo Fischstäbchen DNA (i) mit anschließender PCR mit Kabeljauprimern, (2 SuS) und
Präparation von: Kabeljau-DNA (K) mit anschließender PCR mit Kabeljauprimern (2 SuS)
Gruppe 3 (4 SuS)
Präparation von: Eskimo-Fischstäbchen-DNA (E) mit anschließender PCR mit Kabeljauprimern, (2 SuS) und
Präparation von: Kabeljau-DNA (K) mit anschließender PCR mit Kabeljauprimern (2 SuS)
Gruppe 4 (4 SuS)
Präparation von: Eskimo-Fischstäbchen-DNA (E) mit anschließender PCR mit Lachsprimern (2 SuS) und
Präparation von: Lachs-DNA (L) mit anschließender PCR mit Lachsprimern (2 SuS)
Gruppe 5 (4SuS)
Präparation von: Iglo-Fischstäbchen-DNA (i) mit anschließender PCR mit Lachsprimern, (2 SuS) und
Präparation von: Kabeljau-DNA (K) mit anschließender PCR mit Lachsprimern, zweite PCR mit Iglo Fischstächen-DNA als Template
(2 SuS)
Gruppe 6 (4 SuS)
Präparation von: Iglo-Fischstäbchen-DNA (i) mit anschließender PCR mit Kabeljauprimern, (2 SuS) und
Präparation von: Kabeljau-DNA (K) mit anschließender PCR mit Kabeljauprimern (2 SuS)
Gruppe 7 (4 SuS)
Präparation von: Eskimo-Fischstäbchen-DNA (E) mit anschließender PCR mit Kabeljauprimern, (2 SuS) und
Präparation von: Kabeljau-DNA (K) mit anschließender PCR mit Kabeljauprimern (2 SuS)
Gruppe 8 (4 SuS)
Präparation von: Eskimo-Fischstäbchen-DNA (E) mit anschließender PCR mit Lachsprimern (2 SuS) und
Präparation von: Lachs-DNA (L) mit anschließender PCR mit Lachsprimern (2 SuS)
-4-
3
II Methoden
2.1
Übung zum Gebrauch von Mikroliterpipetten
Mikroliterpipetten gibt es für unterschiedliche Voluminabereiche. Wir benutzen am Projekttag hauptsächlich eine
Mikroliterpipette, die im Bereich von 0,5 bis 10µL pipettiert und eine Pipette der Volumina von 100 bis 1000µL, wobei 1 µL einem tausendstel Milliliter (1x10-3mL) also einem Millionstel Liter (1x10-6L) entspricht. Andere Mikroliterpipetten umfassen die Voluminabereiche von z.B. 2,0 bis 20µL und 20 bis 200µL.
Das zu pipettierende Volumen wird eingestellt, indem man den Kolben nach links bzw. rechts dreht. Das eingestellte
Volumen kann am „Sichtfenster“ abgelesen werden.
Achtung: Pipetten dürfen niemals überdreht oder unterdreht werden, d.h. bei der 0,5-10µL Pipette darf niemals
unter 005 bzw. über 100 eingestellt und bei der 1000der Pipette niemals über 100 bzw. unter 010µL eingestellt werden.
Übung:
Mikroliterpipetten werden niemals ohne Einwegspitze benutzt, haben zwei Druckpunkte und meist einen weiteren
Druckknopf zum Abwerfen der Spitze.
Versuche zuerst die Druckpunkte der Pipetten zu identifizieren. Nehme dann die passende Pipette, um auf den Filterpapierstreifen die angezeigten Volumina innerhalb der Kreise zu pipettieren. Gehe folgendermaßen vor:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Einstellen des zu pipettierenden Volumens am Stellrad und Aufstecken der passenden Pipettenspitze durch Andrücken der Spitze.
Drücken des Kolbens bis zum ersten Druckpunkt.
Eintauchen der Pipettenspitze mit gedrücktem Kolben in die zu pipettierende Flüssigkeit.
Den Druck vom Kolben langsam lösen, so dass dieser nach oben geht und die entsprechende
Menge an Flüssigkeit angesaugt wird.
Mittig über die Kreismarkierung des Filterpapierstreifens gehen und durch Drücken bis zum
zweiten Druckpunkt sämtliche Flüssigkeit aus der Spitze entleeren. Pipette vom Filterpapier
entfernen während der Kolben noch gedrückt bleibt.
Finger vom Kolben nehmen und den Spitzenabwurf über dem Abfallgefäß betätigen.
Muster:
Auftrag in µL
Pipettentest
erwartete Größe
1 µL
2 µL
4 µL
8 µL
20 µL
40 µL
80 µL
-5-
3
2.2
Vorarbeiten und theoretischer Hintergrund - Nachweis von Fischsorten mittels molekularbiologischer Methoden, aber wie?
Vorlage für diesen Versuch ist die Publikation „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ von Katja Brinkert, Sonja V. Bergner und
Michael Hippler [2013].
Primer Sequenzen
Lachs forward:
5‘ ACG GGC TCC GTC TTT ACC CA 3‘
Lachs reverse:
5‘ ACT GCT GGG TTT CCT TGG GGG T 3‘
Kabeljau forward:
5‘ AGC GAG GGC CTC TGC CTC AA 3‘
Kabeljau reverse:
5‘ GCC AGG CTT CCC ACG GTG AG 3‘
2.3
DNA-Isolierung aus Fisch- und Fischstäbchenproben
Die Isolierung der genomischen Tier-DNA erfolgt zum einen aus Filet von Lachs und Kabeljau zum anderen aus Fischstäbchenproben (Iglo, Eskimo). Verwendet wird hier eine kommerzielle Methode der Firma „Peqlab“, die nach der
Lyse der Zellen auf der spezifischen Absorption der DNA an einer in einer Säule gebunden Matrix beruht. Von dem
Säulenmaterial wird die DNA nach einigen Waschschritten (s. u.) durch Zugabe eines Elutionspuffers und anschließender Zentrifugation in ein 1,5mL Eppendorfgefäß (Eppi) eluiert (gelöst).
Infos zum „Eppi“:
Unter dem im Laborslang üblichen Begriff des „Eppis“ versteht man Reaktionsgefäße
für kleine Probenvolumina im Mikroliterbereich, die ursprünglich 1962 von der Firma
Eppendorf Gerätebau Netheler & Hinz entwickelt wurden. Die Gefäße bestehen aus
Polypropylen und werden in verschiedenen Größen und Farben angeboten.
Infos zur Zentrifuge:
Zentrifugiert wird unterschiedlich lang und unterschiedlich schnell. Die Umdrehungsgeschwindigkeit wird häufig in
der Angabe der Erdbeschleunigung angegeben, diese ist das „g“. Sowohl Zeit als auch Zentrifugalkraft können an der
Zentrifuge individuell eingestellt werden. Damit Proben nicht durcheinander geraten, sollten nur beschriftete Gefäße
in die Zentrifuge gestellt werden.
Wichtig: Die Zentrifuge muss immer austariert beladen werden. Da heißt, dass sich immer gleichschwere Eppis im
Rotor einander gegenüber befinden müssen.
-6-
3
Für die DNA-Isolierung werden die Fischstäbchen (ohne Panade) sowie die Fischfilets
in 0,5cm x 0,5cm große Stückchen geschnitten.
L: Lachs-DNA
K: Kabeljau-DNA
E: Eskimo-Fischstäbchen-DNA
i: Iglo-Fischstäbchen-DNA
-7-
3
2.3.1
Hintergrundinformation zum Thema: Zentrifugation
(www.wikipedia.de)
Die Zentrifuge ist ein technisches Gerät, das unter Ausnutzung der Massenträgheit arbeitet; die Funktionsweise beruht auf der Zentrifugalkraft, die aufgrund einer gleichförmigen Kreisbewegung des zu zentrifugierenden Gutes zustande kommt. Das wird zur Stofftrennung genutzt.
Partikel oder Medien mit höherer Dichte wandern aufgrund der höheren Trägheit nach außen bzw. unten. Dabei
verdrängen sie die Bestandteile mit niedrigerer Dichte, die hierdurch zur Mitte bzw. nach oben gelangen. Der Prozess
ist gegenüber der Sedimentation durch die Schwerkraft wesentlich schneller oder wird überhaupt erst möglich - Gegenkräfte wie die Adhäsion, die thermische Molekularbewegung oder die Viskosität werden überwunden. Die Sedimentationszeit ist bei der Zentrifugation abhängig zum einen von der Drehgeschwindigkeit und zum anderen von der
Zeit.
I) Differentielle Zentrifugation
Die differentielle Zentrifugation ist ein Trennverfahren, bei dem zelluläre Bestandteile durch mehrere serielle Zentrifugationen bei immer höheren Geschwindigkeiten aufgetrennt werden. Man macht sich zunutze, dass Zentrifugation
Zellkomponenten auf der Basis ihrer Größe und Dichte auftrennen. Große und dichte Komponenten wandern dabei
am schnellsten, setzen sich also schon bei verhältnismäßig niedrigen Geschwindigkeiten ab und bilden ein Pellet.
Abbildung 1: Schematische Darstellung einer differentiellen Zentrifugation
Ein Zellhomogenisat wird (1) bei niedrigen Geschwindigkeiten zentrifugiert. Das entstandene Pellet (grün) besteht
aus großen schweren Bestandteilen. Der Überstand wird abgenommen und bei etwas höherer Geschwindigkeit zentrifugiert (2). Dieser Vorgang wird wiederholt und bei jeder Zentrifugation die Geschwindigkeit gesteigert. Zur Auftrennung zellulärer Bestandteile gelten die folgenden Faustregeln: Zellkerne sedimentieren bei Zentrifugation mit
1.000 g für 5 - 10 min; Mitochondrien mit 10.000 g für 15 min und Peroxisomen/Microbodies bei 100.000 g für 1h.
II) Dichtegradientenzentrifugation
Die Dichtegradientenzentrifugation gehört zu den physikalischen Trennverfahren von Partikeln anhand der Sedimentation in einem Dichtegradienten. Verschiedene gelöste Makromoleküle werden in einer Ultrazentrifuge anhand
ihrer Bewegungsgeschwindigkeit (Sedimentationsgeschwindigkeit) oder Dichte unter dem Einfluss starker Zentrifugalkräfte sortiert.
Für die Dichtegradientenzentrifugation ist ein Lösungsmittel erforderlich, das infolge eines Konzentrationsgefälles
eines darin gelösten Stoffes eine von oben nach unten ansteigende Dichte aufweist (kontinuierlicher Gradient). Das
Konzentrationsgefälle verläuft von unten nach oben, weil sich die unterschiedlich dichten Schichten im Schwerefeld
der Erde ausrichten und die meisten für einen Gradienten verwendeten Stoffe eine höhere Dichte aufweisen als die
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3
Probe. Der Konzentrationsgradient wird erzeugt, indem das Zentrifugenglas mit einem ansteigenden Gradienten
einer Lösung gefüllt wird. Eine Möglichkeit, einen kontinuierlichen Dichtegradienten vor einer Zentrifugation zu erzeugen, ist der Gradientenmischer. Die zentrifugierten Partikel sammeln sich hier im Bereich des Dichtegradienten
an, der ihrer eigenen Dichte entspricht.
Durch vorsichtiges Übereinanderschichten von Lösungen mit sinkender Dichte können auch mehrstufige Gradienten
aufgebaut werden, ein Gradientenmischer wird zur Erzeugung solcher diskontinuierlicher Gradienten nicht benötigt.
Die zentrifugierten Partikel sammeln sich bei geeigneter Dichte des Gradienten an einer der Grenzschichten zwischen
zwei Dichtebereichen an. Die zu untersuchende Probe wird vor der Zentrifugation auf die Oberfläche dieser Lösung
mit dem Gradienten gegeben. Während der mehrstündigen Trennung „sedimentieren“ die Moleküle mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in der Lösung. Die Trennung erfolgt, solange die Dichte der Probe größer ist als die
Dichte des Lösungsmittels und umso schneller, je größer der Dichteunterschied ist. Nach Einstellung des Gleichgewichts erhält man unterschiedliche Banden der Bestandteile der Probe.
Bei Erreichen einer Dichte, die der des Moleküls entspricht, endet die Wanderung und die zentrifugierte Probe befindet sich im Gleichgewicht.
Abbildung 2: Fuoreszenz von DNA mit Ethidiumbromid im Cäsiumchlorid-Gradienten
Für jede Molekülsorte kann eine Sedimentationskonstante K bestimmt werden. Sie ist als Quotient von Sedimentationsgeschwindigkeit und Zentrifugalbeschleunigung definiert und wird als Svedberg-Einheit (S) angegeben. So besteht
z. B. das bakterielle Ribosom aus zwei größeren Untereinheiten, 30 S und 50 S (zusammen 70 S) und das der Eukaryoten aus 40 S und 60 S (zusammen 80 S). Kleinere Viren wie Picornaviren haben eine Sedimentationskonstante von
150 S.
-9-
3
2.4
Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) – theoretischer Hintergrund
Die Polymerase Chain Reaction (PCR, Abb. 3) dient der exponentiellen Amplifikation (Vermehrung bzw. Anreicherung) von DNA in vitro (d. h. „im Reagenzglas“), entspricht aber im Weitesten der DNA-Replikation in der lebenden
Zelle (in vivo). Benötigt werden dazu synthetische Primer, die spezifisch an das „gene-of-interest“ binden, und das zu
amplifizierende DNA Fragment – hier die Acrosin-DNA - flankieren. Neben den Primern, dem DNA-Fragment (auch
Matrize oder template genannt) werden für die PCR-Reaktion weiterhin eine thermostabile DNA Polymerase (z.B. die
DNA Polymerase von Thermophilus aquaticus; die TaqPolymerase), Desoxynukleotidtriphosphate (dATP + dTTP +
dCTP + dGTP = dNTPs) und ein geeigneter Reaktionspuffer der divalente Metall-Ionen enthält, die für die Aktivität
der Polymerase notwendig sind, benötigt. Die PCR wird ermöglicht durch die Tatsache, dass DNA bei hohen Temperaturen „denaturiert“ (d.h. der Doppelstrang trennt sich in zwei Einzelstränge), die TaqPolymerase aber dennoch ihre
Aktivität behält. Der Reaktionsansatz wird einer Folge von zyklischen Temperaturänderungen unterworfen (Abb. 4).
In der ersten Phase wird das Gemisch auf 95°C aufgeheizt, dadurch werden die Wasserstoffbrücken, die die zwei
Stränge der DNA Doppelhelix zusammenhalten, aufgebrochen und es entstehen DNA-Einzelstränge („Denaturierung“). In der zweiten Phase eines Zyklus wird die Temperatur gesenkt, was eine Bindung komplementärer DNA
Stränge wieder erlaubt. Im Reaktionsgemisch werden die Primer im Überschuss zugegeben, so dass die meisten freiwerdenden DNA Stränge der Template-DNA sich nun mit den Primern paaren („Annealing“). Die Temperatur des
Annealing-Schrittes ist oft kritisch. Wenn die Temperatur zu hoch ist, kommt es nicht zur Bindung der Primer, ist die
Temperatur aber zu niedrig, können die Primer auch unspezifisch binden, sich also an Bereiche des templates anlagern, dessen Sequenz nicht vollständig komplementär zur Primersequenz ist. In diesem Fall würde es zur Amplifikation unerwünschter DNA Fragmente kommen. Je nach Länge und GC-Gehalt der Primer (und der damit korrelierenden
Anzahl an Wasserstoffbrückenbindungen) liegt die Annealing-Temperatur meist zwischen 50 und 60°C. In der dritten
und letzten Phase eines Zyklus wird das Gemisch auf 72°C aufgeheizt, da diese Temperatur das TemperaturOptimum der TaqPolymerase darstellt. In dieser Phase werden die Primer verlängert und die zur Template komplementären DNA Stränge synthetisiert („Elongation“). Dann werden die DNA Moleküle wieder getrennt und der Zyklus
wiederholt. Das führt zu einer exponentiellen Amplifikation von DNA Fragmenten, deren Sequenzen von einem Primer zum andern reichen.
„Es war ein Geistesblitz – bei Nacht, unterwegs auf einer mondbeschienenen Bergstraße, an einem
Freitag im April 1983. Ich fuhr gemächlich mit meinem Wagen zu den Mammutbaumwäldern im Norden
Kaliforniens, als
aus einem unglaublichen Zusammentreffen von
Zufällen, Naivität und glücklichen Irrtümern
plötzlich die Eingebung kam: zu jenem Genkopierverfahren, das heute als
Polymerase-Kettenreaktion (PCR) bekannt ist."
Mit diesen Worten beschrieb Karry B. Mullis seine Entdeckung der Polymerase-Kettenreaktion (Saiki et al., 1988).
Dieser Geistesblitz revolutionierte in den nächsten Jahren die Molekularbiologie und bescherte Mullis 1993 den Nobelpreis für Chemie.
Heute ist die Methode aus der Molekularbiologie nicht mehr wegzudenken, da mittels der PCR zum einen größere
Mengen an DNA für Klonierungszwecke hergestellt werden können, Methoden wie der Vaterschaftstest und die Täterüberführung mittels DNA-Spur auf ihr beruhen, zum anderen aber auch physiologische Prozesse bzw. genregulatorische Prozesse mit der PCR nachvollzogen werden können (s. real-time PCR, quantitative PCR, reversetranskriptions PCR).
- 10 -
3
Nach 25 – 36 Zyklen
ist die Zielregion millionenfach amplifiziert
Abbildung 3: Ablauf einer Polymerase-Kettenreaktion
- 11 -
3
2.5
Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) – praktischer Teil
Alle „Zutaten“, die ihr für die PCR benötigt bis auf die von euch präparierte template-DNA (s. Methode 2.3), befinden
sich in den mit einem Deckel versehenen Kühlracks, die die Temperatur der in ihnen befindlichen Flüssigkeiten für
mehrere Stunden bei 4°C hält. Die Stoffe (s. u. „Pipettierschema“) werden nacheinander – natürlich immer mit einer
neuen Spitze an der Pipette - in das farblose 0,2mL Eppi pipettiert. Hierbei ist es sinnvoll das Eppi aus dem Rack zu
nehmen und den Pipettiervorgang in Augenhöhe zu betrachten. Sollte der Inhalt der Eppis aus den Kühlracks gefroren sein, muss dieser zwischen zwei Fingern kurz aufgetaut werden. Alle „Zutaten“ müssen sich nachher zusammen
am Grunde des Eppis befinden! Zwischendurch und am Ende das Eppi wieder in das Kühlrack stellen!
Die Deckel der Primer-Eppis der einzelnen Gruppen sind nochmals farblich markiert. Rot steht für die beiden Lachsprimer (1+4+5+8) und blau für forward und rerverse Primer von Kabeljau (Gruppen 2+3+6+7). Bitte kontrollieren!
Erst wenn alle Gruppen ihre PCR-Ansätze fertig gestellt haben, werden sämtliche Proben zum Thermocycler gebracht
und die PCR (Programm s. u., Abbildung 4) gestartet.
Pipettierschema für die PCR-Ansätze
Was?
DNA-template
dNTPs
Forward Primer
Reverse Primer
10x Reaktionspuffer
Wasser
taq-DNA-Polymerase
Summe
Wodrin?
1,5 mL Eppi
gelbes Eppi
grünes Eppi
rosa Eppi
orange Eppi
blaues Eppi
pinkes Eppi
farbl. Eppi
(0,2 mL)
(0,2 mL)
(0,2 mL)
(0,2 mL)
(0,2 mL)
(0,2 mL)
(0,2 mL)
Wieviel?
2,0 µL
5,0 µL
5,0 µL
5,0 µL
2,5 µL
3,5 µL
2,0 µL
25 µL
Achtung:
Wie bei allen Arbeiten mit Nukleinsäuren (DNA oder RNA) ist beim Pipettieren der PCR-Reaktionen auf größte Sauberkeit am Arbeitsplatz zu achten. Des weiteren sollten Handschuhe getragen werden, um Kontaminationen mit
DNAsen und RNAsen von menschlichen Hautschuppen zu vermeiden.
Weiterhin muss sehr achtsam gearbeitet werden, da schon kleine Ungenauigkeiten beim Pipettieren das Gelingen
des gesamten Experiments gefährden können.
Abbildung 4: Fotografie des Temperatur-Zeitprogramms der hier verwendeten PCR-Methode.
- 12 -
3
2.6
Agarose-Gelelektrophorese
Die Agarose-Gelelektrophorese ist eine analytische Methode, bei der DNA-Fragmente ihrer Größe nach (entspricht
der Anzahl der Nukleotide bzw. der Basenpaare [bp]) aufgetrennt werden.
Im Praktikum wird die Methode genutzt, um die PCR-Ansätze zu analysieren. Dazu wird zunächst ein 2%iges Agarosegel hergestellt. Agarose ist eine Reinform von Agar, der wiederum aus Algen gewonnen wird. Agarosegele besitzen
eine siebartig-poröse Struktur, durch die die negativ geladenen DNA-Fragmente im elektrischen Feld wandern. Entsprechend ihrer Größe wandern die DNA-Fragmente dabei unterschiedlich schnell im Gel in Richtung Pluspol. Nach
Beendigung der Elektrophorese erscheinen die DNA-Fragmente unterschiedlicher Größe als distinkte Bereiche (Banden) im Gel. Kleinere DNA-Fragmente befinden sich weiter unten und größere DNA-Fragmente dementsprechend
weiter oben im Gel. Die genaue Größe bzw. Länge der doppelsträngigen DNA-Fragmente (PCR-Produkte) kann im
Vergleich mit einem kommerziellen Größenstandard (s. u.) in Form der Anzahl der vorhandenen Basenpaaren ermittelt werden.
Abbildung 5: Schematische Darstellung einer Elektrophorese ( http://www.biokurs.de/skripten/13/bs13.html) und DNA-Größenstandard
(100bp-Leiter und 500bp-Leiter, Firma Roth)
Methode:
Für das 2%ige Agarosegel werden 100mL Tris-Acetat-EDTA-Puffer (TAE-Puffer) abgemessen und zusammen mit abgewogenen 2g Agarose in der Mikrowelle im 300mL Erlenmeyerkolben erhitzt, bis die Agarose geschmolzen ist. Die
Flüssigkeit wird, nachdem sie sich auf ca. 55°C abgekühlt hat, in den abgedichteten Gelschlitten mit einem Kamm für
je 10 Taschen gegossen. Nach Erstarren der Agarose werden die Dichtungen und der Kamm entfernt und das Gel in
die mit TAE-Puffer gefüllte Laufkammer gegeben.
Protokoll: Auftrag der PCR-Ansätze
Zu den PCR-Ansätzen werden je 3µL Gelladepuffer (blaugefärbt, klares 0,5 mL Eppi) pipettiert, die Stoffe durch
mehrmaliges Auf- und Abpipettieren vermischt, und anschließend 13µL der angefärbten PCR-Ansätze sowie 13µl des
DNA-Größenstandards in jeweils eine Tasche des Gels pipettiert. Die Auftragung der Proben erfolgt entsprechend
des Musters (Abb. 6).
Gelelektrophorese, Anfärbung und Auswertung
Die Elektrophorese erfolgt für 45 Minuten bei 100 Volt. Das Gel bzw. die DNA wird anschließend mit Ethidiumbromid
angefärbt. Bei Ethidiumbromid handelt es sich um ein starkes Mutagen.
Alle Arbeiten mit Ethidiumbromid dürfen nur vom Betreuer durchgeführt werden!!!
- 13 -
3
Das Gel wird zum Anfärben für 10 Minuten in verdünnter Ethdiumbromidlösung gefärbt, anschließend muss es um
Hintergrundstrahlung zu minimieren für 2 mal 5 Minuten in Wasser entfärbt werden. Anschließend erfolgt die Visualisierung des an die DNA gebundenen Ethidiumbromids durch Anregung mit UV-Licht. Mithilfe der Kamera wird das
Gel dokumentiert und ein Ausdruckerstellt.
M
Gruppe
DNA
Primer
2
3
4
5
1
i
M
Gruppe
DNA
Primer
1
1
i
K
i
Lachs
2
3
5
K
i
Lachs
6
7
8
M1
2
K
i
4
5
K
i
K
i
Kabeljau
6
7
6
K
i
Kabeljau
2
3
4
5
6
3
K
8
K
E
K
E
Kabeljau
M1 2
3
7
E
K
E
Kabeljau
7
8M
4
K
E
4
5
K
E
L
E
Lachs
6
7
8
L
E
Lachs
L
8M
L
Abbildung 6: Vorlage zur Auftragung der PCR-Proben auf das Agarosegel, M= DNA Größenstandard
III Ergebnisse
Klebe hier ein Foto des fertigen
Agarosegels
der Gelelektrophorese ein
Erläuterungen:
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
_______________
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3
IV Anhang
4.1
Aufgabenstellungen
1. Erkläre, was das Besondere an der sogenannten TaqPolymerase ist und aus welchem Lebewesen (Gattung Art) diese ursprünglich gewonnen wurde.
_______________________________________________________________________________________
_______________________________________________________________
2. Die Agarose-Gelelektrophorese trennt DNA-Fragmente ihrer Größe nach auf. Erkläre kurz das zugrundeliegende Trennprinzip und erläutere wo sich in einem Agarosegel nach Elektrophorese die kleinen bzw.
großen DNA-Fragmente befinden.
_______________________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________________
_______________________________________
3. Erkläre, warum die Annealing-Temperatur bei der PCR von Versuch zu Versuch variiert.
_______________________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________________
___________________________________________________
4. Erkläre die Bedeutungen der Abkürzungen: bp, g, µL
_______________________________________________________________________________________
_______________________________________________________________
5. Zu welchem Pol wandert die DNA während der Elektrophorese?
___________________________________________________________________________
6. Leite von dem folgenden DNA-Stück die Primer (10 Nukleotide) für eine PCR ab.
5´- GGATCGATGGCTCGATCGATCGATGGATCGGATCGAGTCAGCTATGATCTAGC -3´
3´- CCTAGCTACCGAGCTAGCTAGCTACCTAGCCTAGCTCAGTCGATACTAGATCG - 5´
Primer 1: __________________________________________________________________
Primer 2: __________________________________________________________________
8. Wieso ist es möglich mit der Methode der PCR Fleisch einer bestimmten Spezies in Fleischprodukten mit
Fleisch unterschiedlicher Herkunft zu identifizieren?
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3
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9. Wer bekam wann den Nobelpreis für die Idee der Methode der PCR?
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10. In einem Lehrbuch steht: “Nukleotid-Polymerasen arbeiten unidirektional“. Erläutere die Bedeutung
dieser Aussage.
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11. In wie fern kann die PCR mit sich anschließender Agarosegelelektrohorese dazu genutzt werden, um z.
B. potentielle Väter zu identifizieren?
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12. Wie ist die „Svedberg“-Einheit definiert? Welche Svedbergzahl haben die Ribosomen von Pro- und Eukaryoten?
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- 16 -
3
13. Wer ist der Vater – eins, zwei oder drei?
Aufgetrennt sind hier mittels Agarose-Gelelektrophorese bestimmte Bereiche eines menschlichen Gens,
die mittels PCR mit aus Körperzellen extrahierter DNA als Template amplifiziert wurden.
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? Vater 1
? Vater 2
? Vater 3
Mutter
Kind
Wieso ist bei dem potentiellen Vater Nr. 1 nur eine Bande zu sehen und bei den anderen Personen zwei?
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14. Bei der PCR wird die DNA zunächst denaturiert. Erläutere, warum der Begriff „Denaturierung“ eigentlich unpassend ist und wie die „Denaturierung“ bei der DNA-Replikation in der Zelle erfolgt.
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15. Die Enden eines DNA-Stranges werden mit 3´- und 5´- bezeichnet. Erläutere den Unterschied dieser
Enden und die Bedeutung der Zahlen „3“ und „5“.
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- 17 -
3
16. Sortiere folgende Zellorganellen aufsteigend entsprechen ihrer Dichte:
Mitochondrien, Peroxisomen, Zellkerne
17. Beschrifte folgendes Diagramm und beschreibe die Bedeutung des hier angewendeten PCR-Programms
(Abb. 5) in eigenen Worten.
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18. Berechne die Anzahl der amplifizierten DNA-Fragmente bei einem Template-Molekül und 37 PCRZyklen.
19. Warum ist es so „schlimm“, wenn Kabeljaufleisch zu Fischstäbchen verarbeitet wird?
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20. In welchem Dichtebereich sammeln sich die zentrifugierten Partikel im Dichtegradienten an?
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- 18 -
3
4.2
Materialien
4.2.1 DNA-Präparation (pro Vierergruppe)
Geräte
Pipetten:
1 x 100-1000µL
2 x 0-10µL, 2 x 10- 100µL
Pipettenständer
1x
Eppi-Ständer
2x
Mikropistill
2x
Tischmülleimer
2x
(pro Kurstag)
Summe
8 Stück
16 Stück
8 Stück
16 stück
16 Stück
16 Stück
Zentral: Tischzentrifuge, Wasserbad oder Heizblock
Chemikalien und Verbrauchsmaterialien:
Eppis mit Gewebe
1 x Fischfleisch,
1 x Fischstäbchen
Puffer FS1
2 x 500µL
Puffer FS2
2 x 500µL
Proteinase K
2 x 30µl
Puffer FS3
2 x 500µL
Waschpuffer 1
2 x 1100µL
Waschpuffer 2
2 x 1300µL
Elutionspuffer
2 x 300µL
Säule im 2.0mL Eppi 2 x 1 Stück
Pipettenspitzen
Eppendorfgefäße
2 x 100-1000µL
2 x 0-10µL
2 x 10- 100µL
2 x 1,5mL
Zentral: Latex-Handschuhe
4.2.2
im
im
im
im
im
im
im
im
1,5mL Eppi
1,5mL Eppi
1,5mL Eppi
1,5mL Eppi
1,5mL Eppi
1,5mL Eppi
1,5mL Eppi
1,5mL Eppi
8x2= 16 Stück
16 Stück
16 Stück
16 Stück
16 Stück
16 Stück
16 Stück
16 Stück
16 Stück
Box
16 Stück
Box
beschriftet mit: i, E, K oder L
16 Stück
16 Stück
1 x S, M, L
Polymerase-Kettenreaktion (pro Vierergruppe)
Geräte
Pipetten:
Pipettenständer
Eppi-Kühlracks
Tischmülleimer
2 x 0-10µL
1x
2x
2x
16 Stück
8 Stück
16 Stück
16 Stück
Zentral: Thermocyler, Zentrifuge
Chemikalien und Verbrauchsmaterialien
DNA-Template
2 x Fischfleisch
und Fischstäbchen im
1,5mL Eppi (aus Versuch 2.3)
dNTP´s
2 x 15µL
im
gelben
0,2mL Eppi
forward Primer 2 x 15µL
im
grünen
0,2mL Eppi
reverse Primer
2 x 15µL
im
rosanen
0,2mL Eppi
10 x Puffer
2 x 5µL
im
orangenen
0,2mL Eppi
taqPolymerase 2 x 6µL
im
pinken
0,2mL Eppi
Wasser
2 x 100µL im
blauen
0,2mL Eppi
Gelladepuffer
2 x 10µL
im
klaren
0,5mL Eppi
PCR-Eppis
2 x 2 Stück im
klaren
0,2mL Eppis
- 19 -
16 Stück
16 Stück
8x(L,K)
8x(L,K)
16 Stück
16 Stück
16 Stück
16 Stück
32 Stück
3
4.2.3
Agarose-Gelelektrophorese (pro Vierergruppe)
Geräte
300mL Erlenmeyerkolben (4 Stück), 100mL Messzylinder (4 Stück), Thermometer (4 Stück), Hot-Hands (4 Stück),
Löffelspatel (4 Stück)
Powersupply, Gellaufkammer, Färbeschalen, Wagen, Geldokumentation (UV-Transilluminator, Foto-apparat, PC und
Drucker)
Chemikalien und Verbrauchsmaterialien
TAE-Puffer, bp-Marker, Gelladepuffer, Agarose, Wägeschälchen, Ethidiumbromid
Alle Materialien für die Agarose-Gelelektrophorese stehen zentral zusammen auf einem Tisch!
4.3
4.3.1
Exemplarische Ergebnisse
Gelelektrophorese genomischer DNA
M
1
2
3
Abbildung 7 (exemplarisch):
Agarosegelelektrophorese von genomischer DNA. Spur 1: Pferd, Spur 2: Lamm, Spur 3: Rind. 0,6%iges Agarosegel,
Aufgetragen wurden jeweils 10 µL DNA, M = Marker (100 bp-Leiter), Ethidiumbromid gefärbt.
- 20 -
3
4.3.2
Gelektrophorese der PCR-Produkte
Abbildung 8: Agarosegelelektrophorese von PCR-Produkten mit genomischer Fisch DNA bzw. Fischstäbchen DNA als
Matrize. 2%iges Agarosegel, Aufgetragen wurden jeweils 6 µL DNA, M = Marker (500 bp-Leiter), Ethidiumbromid
gefärbt.
M
1
Marker L+Lp
2
K+Kp
3
E+Kp
4
i+Kp
5
E+Lp
6
i+Lp
7
8
M
L+Kp K+Lp Marker
L = Lachs DNA
Lp = Lachs-Primer
K = Kabeljau DNA
Kp = Kabeljau-Primer
i = Iglo-Fischstäbchen DNA
E = Eskimo-Fischstäbchen DNA (Discounter)
4.4
Literaturverzeichnis
WWF, [o.J.]
http://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/kabeljau/ letzter Zugriff am 04.01.2015
Saiki, R.K.; Gelfand, D.H.; Stoffel, S.; Scharf, S.J.; Higuchi, R.; Horn, G.T.; Mullis, K.B.; Erlich, H.A. (1988)
Primer directed enzymatic amplification of DNA with a thermostable DNA polymerase.
Science, 239, 487-491
Publikation von Brinkert, Bergner, Hippler – “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!” [2013]
- 21 -
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