Pressemitteilung_Stefanie_Bisch of

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Evangelisches Dekanat Groß-Gerau
Öffentlichkeitsarbeit/ Heidi Förster
09.08.2013
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PRESSEMITTEILUNG 50/ 2013
Neue Pfarrvikarin Stefanie Bischof in Nauheim
„Ich möchte Menschen vermitteln, dass Kirche wichtig ist“, sagt die neue Pfarrvikarin
Stefanie Bischof aus Nauheim. Eine Erfahrung, die sie selbst als Jugendliche, aufgewachsen
in Lübbenau im Spreewald, gemacht hat, denn in ihrer Gemeinde war das Pfarrhaus immer
offen und die Pfarrerin stets Ansprechpartnerin. „Wir wurden ernst genommen und hatten im
Pfarrgemeindehaus einen Ort, wo wir uns treffen konnten, egal wann“, so Stefanie Bischof.
In Marburg und Leipzig studierte sie Theologie und sammelte erste Praxiserfahrungen als
Gastvikarin in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in der
Kirchengemeinde Oestrich-Winkel. „Der Pfarrberuf ist wie kein anderer lebensbegleitend, sei
es im Gottesdienst, in der Kinder- und Jugendarbeit bis hin zur Sterbebegleitung“, schwärmt
die 31-Jährige.
Wer Stefanie Bischof trifft, begegnet einer fröhlichen und zugewandten Frau, deren Augen
hinter ihrer Brille leuchten, zum Beispiel wenn sie von ihren Erfahrungen aus Kenia und Peru
erzählt. In Kenia war sie zwei Monate Praktikantin in der deutschen Gemeinde in Nairobi.
Dort hatte sie allerdings wenig Berührung mit den Einheimischen. Deshalb wählte sie für ihr
Spezialvikariat, für das sie ein Jahr nach Peru ging, eine Stelle in einer evangelischlutherischen und spanisch-sprachigen Gemeinde. Finanziert aus dem Ausland arbeitet diese
Gemeinde mit Menschen, die in einfachsten Verhältnissen in den Stadtrandgebieten der
Hauptstadt Lima leben. Vor Ort erlernte sie schnell die spanische Sprache, in der sie
schließlich auch schon nach fünf Monaten predigen konnte. Doch von Anfang an habe sie
gemerkt, dass in der Kommunikation nicht nur Worte, sondern vor allem auch Körpersprache
zählten. „Ich kann gut auf Menschen zugehen, mit einer Offenheit, die die Menschen gut
annehmen können“, sagt die junge Theologin selbstbewusst. Ihre Offenheit und
Selbstsicherheit schöpft sie auch aus ihrem Glauben: „Für mich ist Glaube die Zuversicht als
gründendes Fundament und zugleich immer auch eine Suche“, so die Theologin. Auch in
ihrer neuen Kirchengemeinde in Nauheim möchte sie Menschen dazu ermutigen: „der Frage
auf der Spur zu bleiben: Was hat Gott mit meinem Leben vor. Denn das Leben jedes
Einzelnen auf der Erde hat einen Sinn und Gott hat sich etwas dabei gedacht“, so Bischof.
Dass der Glaube Menschen, die in armen und unsicheren Verhältnisse leben, stark macht,
diese bereichernde Erfahrung hat sie in Peru immer wieder machen können. Strahlend
erzählt sie, wie sich beispielsweise eine Gruppe peruanischer Frauen dafür einsetzten, dass
ihre sandige und bei Regen matschige Straße im ärmlichen Vorort Limas in eine befestigte
Straße umgebaut wurde.
Sich einmischen und immer dort laut werden, wo sich ungerechte Strukturen verfestigen,
darin sieht Stefanie Bischof eine wichtige Aufgabe von Kirche.
In Nauheim wird sie daher auch für einen guten Kontakt mit der politischen Gemeinde
eintreten. In ihrer neuen Kirchengemeinde fühlt sie sich seit 1. Juli 2013 freundlich
aufgenommen und freut sich auf ihre Amtseinführung (Ordination) am 15. September und
auf das traditionelle Nußbaumfest am 8. September 2013.
Die Kirchengemeinde Nauheim hat in der Nachfolge von Pfarrerin Birgit Schlegel, die seither
Dekanin in Groß-Gerau ist, wieder einmal eine engagierte und herzensoffene Pfarrvikarin.
Unterstützt wird sie von Pfarrerin Andrea Schätzler-Weber, die seit 1. Juli 2013 zusätzlich zu
ihrer halben Stelle in Mörfelden eine 0,25 Vakanzvertretung in Nauheim übernommen hat.
Passend zur Musikgemeinde Nauheim ist Stefanie Bischof zudem eine leidenschaftliche
Musikerin und wird vielleicht auch schon bald mit Blockflöte, Trompete oder Saxophon in der
Kirche zu hören sein.
Heidi Förster/
Öffentlichkeitsarbeit
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