Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen OBLIGATORISK FORSIDE Prescribed front page HJEMMEOPGAVER, PROJEKTER, SYNOPSER M. MUNDTLIGT FORSVAR Home Assignments, Project Reports, Synopses with oral defence INSTITUT FOR SPROG OG ERHVERVSKOMMUNIKATION Department of Language and Business Communication NAVN: Name (If writing in groups, please state names of all group members) CPR-NR.: Danish ID-Number (If writing in groups, please state ID-numbers of all group members) EKSAMENSNR. (PÅ STUDERENDE): Student Exam No.: (6 digits at the top left corner of you Student ID-card) FAGETS NAVN: Course/Exam Title VEJLEDER: Name of Supervisor Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen SHREK 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Von: Marie Baun Jeppesen Prüfungsnummer: Datum der Abgabe: den 5. Mai, 2010 Mentor: Tina Paulsen Christensen Anschläge dieser Aufgabe (ohne Abstand): 49822 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Inhaltsverzeichnis 1. EINLEITUNG........................................................................................................ 1 1.1. Struktur .................................................................................................................................................... 2 1.2. Praktische Anmerkungen......................................................................................................................... 2 2. THEORIE ............................................................................................................. 3 2.1. Übersetzungstheorie ............................................................................................................................... 3 2.1.1. Roman Jakobson ............................................................................................................................. 3 2.1.2. Vinay & Darbelnet ........................................................................................................................... 4 2.1.3. Die Skopostheorie ........................................................................................................................... 5 2.1.3.1. Christiane Nord und die Skopostheorie .................................................................................. 6 2.1.3.2. Die textexternen Faktoren ...................................................................................................... 7 2.2. Übersetzungsstrategien ........................................................................................................................... 7 2.2.1 Scholdagers Ansatz über Übersetzungsstrategien ........................................................................... 8 2.2.1.1. Scholdagers Ansatz über Makrostrategien ............................................................................. 8 2.2.1.2. Scholdagers Ansatz über Mikrostrategien .............................................................................. 9 2.3 Untertitel und Synchronisation ..............................................................................................................11 2.3.1. Untertitel ......................................................................................................................................12 2.3.2. Synchronisation ............................................................................................................................13 2.4. Zusammenfassung .................................................................................................................................14 3. METHODE UND EMPIRIE .................................................................................. 16 3.1. Der Ausgangstext und die Zieltexte .......................................................................................................16 3.1.1. Die textexternen Faktoren des Ausgangstextes .............................................................................16 3.1.2. Die Zieltexte....................................................................................................................................18 3.1.2.1. Untertitel ...............................................................................................................................18 3.1.2.2. Synchronisation .....................................................................................................................18 3.2. Die Transkriptionsmethode ...................................................................................................................19 3.3. Die Analysemethode..............................................................................................................................20 4. ANALYSE .......................................................................................................... 23 4.1. Untersuchungsergebnisse .....................................................................................................................23 4.2. Diskussion ..............................................................................................................................................24 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 4.2.1. Analyse der Sätze ..........................................................................................................................24 4.2.1.1. Untertitel ...............................................................................................................................24 4.2.1.2. Synchronisation.....................................................................................................................26 4.2.2. Der Grund für die Anwendung der betreffenden Mikrostrategien ..............................................27 4.2.3. Kritik der Methode ........................................................................................................................28 6. SCHLUSSFOLGERUNG ....................................................................................... 30 7. SUMMARY ....................................................................................................... 32 8. BIBLIOGRAPHIE ................................................................................................ 34 9. ANLAGEN ......................................................................................................... 36 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 1. EINLEITUNG In dieser Aufgabe werde ich eine empirische Analyse von der Anwendung von Mikrostrategien bei der Übersetzung von Untertitel und Synchronisation durchführen. Erstens habe ich einen Film – Shrek 2 – ausgesucht, der sowohl deutsche Untertitel als auch Synchronisation hat. Zweitens wäre es interessant die Untertitel und Synchronisation zu vergleichen. Ich vermute, dass in Deutschland Untertiteln nicht so allgemein verbreitet als Synchronisation sind, weil alle deutsche Filme, Folgen usw., die ich gesehen habe, immer synchronisiert sind. Deshalb wäre es interessant zu untersuchen, ob es Unterschiede zwischen den deutschen Untertiteln und der deutschen Synchronisation gibt. Zuerst möchte ich die Problemformulierung dieser Aufgabe darstellen. Danach werde ich die Struktur der Aufgabe erörtern und schließlich werde ich einige praktische Anmerkungen erläutern. Auf der Basis des Films Shrek 2 werde ich untersuchen, welche Übersetzungsstrategien bei der Übersetzung (Synchronisation und Untertitel) aus dem Englischen ins Deutsche angewandt worden sind, und ob zwischen Synchronisation und Untertitel Unterschiede feststellbar sind. Der Zweck dieser Aufgabe ist zu untersuchen, welche Mikrostrategien bei der Übersetzung von Untertitel und Synchronisation in Shrek 2 angewandt worden sind. Man redet hier von einer Übersetzung im traditionellen Sinne (interlinguale Übersetzung) – die Übersetzung ist aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Anschließend werde ich eine komparative Analyse von ihnen durchführen. Der Schwerpunkt dieser Übersetzung ist die semantischen Unterschiede zwischen zwei Sprachen, englisch und deutsch, und die Untersuchungsgegenstände sind die deutschen Übersetzungen in Untertitel und Synchronisation. Später in dieser Aufgabe werden Beispiele von Untertitel und Synchronisation betrachtet, um die Unterschiede zu untersuchen. Da diese Aufgabe nicht umfassend genug ist den ganzen Film zu analysieren, habe ich eine Szene von dem Film ausgewählt. Ich habe Szene 10 ausgewählt, weil ich unmittelbar viele semantische Schwerpunkte in der Übersetzung gefunden haben. Deshalb bildet die Szene 10 die Grundlage in 1/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen meinem Analyseteil. Anhand von etwa 4 transkribierten Minuten und 12 Sekunden werde ich 26 Redebeiträge beurteilen. 1.1. Struktur der Aufgabe Zuerst enthält diese Aufgabe in Kapitel 2 die relevanten Theorien und Übersetzungsstrategien von Jakobson, Vinay & Darbelnet, Nord und Scholdager sowie auch eine Definition von Untertitel und Synchronisation. In Kapitel 3 werde ich die Methode meiner Arbeit erläutern und auch eine Kurzdarstellung von dem Film Shrek 2 darstellen - der Film Shrek 2 ist in DVD Format ganz hinten in dieser Aufgabe zu finden. Die Untersuchungsergebnisse werden in Kapitel 4 dargestellt und diskutiert, und hier werden auch Kritiken der Methode erläutert. Schließlich in Kapitel 5 werde ich eine Schlussfolgerung meiner Arbeit zusammenfassen. Transkription Szene 10 und die Untersuchungsergebnisse sind im Anhang 1, 2 und 3 zu sehen. Darüber hinaus ist auch ein kurzes Resümee von Shrek 2 in Anlage 4 zu finden. 1.2. Praktische Anmerkungen In dieser Aufgabe werden die englischen Bezeichnungen von Scholdagers Übersetzungsstrategien verwendet. Ich habe die Bezeichnungen nicht ins Deutsche übersetzt um mögliche Änderungen in der eigentlichen Bedeutung des Wortes zu vermeiden. Die Termen sind mit kursiver Schrift hervorgehoben. Die Termen makrostrategie (Makrostrategie) und mikrostrategie (Mikrostrategie) sind doch übersetzt worden. Die Wörter ‚Mikrostrategie‘ und ‚Strategie‘ werde ich willkürlich verwenden um die Sprache der Aufgabe zu variieren. Wichtig zu wissen ist, dass die Begriffe immer Mikrostrategie bezeichnen. Makrostrategie wird dauernd mit Makrostrategie bezeichnet. 2/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 2. THEORIE In diesem Kapitel werde ich mich zuerst mit Übersetzungstheorien beschäftigen. Danach werde ich die Übersetzungsstrategien erläutern auf die meine Analyse basiert ist. Schließlich werde ich in diesem Kapitel Untertitel und Synchronisation definieren. 2.1. Übersetzungstheorie Ich werde mich in diesem Abschnitt zuerst mit Roman Jakobsons Definition von „Übersetzung“ beschäftigen, damit man erkennen kann, wie die interlinguale Übersetzung - mit der ich mich beschäftige - sich von den zwei anderen Übersetzungstypen unterscheidet. Danach werde ich Vinay und Darbelnets Ansatz über Übersetzungsmethoden – Direct und Oblique Übersetzung – erläutern. Ihr Ansatz ist relevant, weil er die Inspirationsquelle Scholdagers Mikrostrategien ist. Danach werde ich die Skopostheorie erklären, weil sie die Situation des Zieltextes ins Blickfeld rückt, und weil sie maßgeblich der Übersetzung ist. 2.1.1. Roman Jakobson Laut Roman Jakobson (Jakobson 2004: 139) gibt es drei verschiedene Formen von Übersetzungen, die als Semiotische Termen definiert werden. Die drei Formen gehen aus den unten angeführten Punkten hervor: - Die Intralinguale Übersetzung: Wenn eine Sprache in dieselbe Sprache übersetzt worden ist, wird es Intralinguale Übersetzung genannt (Jakobson 2004: 139). Ein Beispiel dafür sind zwei verschiedene Dialekte. - Die Interlinguale Übersetzung: Wenn eine Sprache in eine andere Sprache übersetzt worden ist, nennt man es eine Interlinguale Übersetzung (Jakobson 2004: 139). Ein Beispiel ist, wenn ein Text vom Englischen ins Deutsche übersetzt worden ist. - Die Intersemiotische Übersetzung: Bei Intersemiotische Übersetzung versteht man, dass verbale Zeichen mit non-verbalen Zeichen übersetzt worden ist (Jakobson 2004: 139). Ein Beispiel liegt vor, wenn ein wichtiger Effekt wie alle schweigen auftritt. 3/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 2.1.2. Jean-Paul Vinay und Jean Darbelnet Vinay und Darbelnet unterscheiden zwei Formen von Übersetzungsmethoden – direct und oblique translation (Vinay; Darbelnet 2004: 128). Wenn der übergeordnete Eindruck der Botschaft zwischen Ausgangstext und Zieltext gleichartig ist, spricht man von einer direct translation Übersetzungsmethode. Das bedeutet, dass die Struktur der zwei Texte parallel ist, und dass der Übersetzter versucht hat, so nah wie möglich an den Inhalt des Ausgangstextes zu kommen, bei metalinguistische parallelen zu benutzen (Vinay; Darbelnet 2004: 128). Wenn es dagegen strukturelle und metalinguistische Unterschiede zwischen dem Ausgangstext und Zieltext gibt, spricht man von einer oblique translation Methode. (Vinay; Darbelnet 2004: 128). Laut Vinay und Darbelnet ist der Ausgangstext bei einer Übersetzung wichtig, und der Zieltextinhalt muss dem Ausgangstextinhalt angepasst werden. Die Methoden Vinay und Darbelnets bestehen aus sieben Übersetzungsprozeduren: Borrowing, Calque und Literal Übersetzung, die alle unter direct translation gehören, und Transposition, Modulation, Equivalence und adaptation, die alle unter oblique translation gehören. Direct translation: - Borrowing (Vinay; Darbenet 2004: 129) ist eine einfache Übersetzungsmethode. Wenn man borrowing anwendet, wird ein Word direkt vom Ausgangstext zum Zieltext transferiert, um einen stilistischen Effekt zu erreichen. - Calque (Vinay; Darbelnet 2004: 129) ist eine spezielle Form von Borrowing. Ein Ausdruck oder eine Struktur wird vom Ausgangstext entlehnt und Wortwörtlich im Zieltext übersetzt. - Literal (Vinay; Darbelnet 2004: 129) Übersetzung ist eine Methode, die benutzt wird, wenn ein Wort-für-Wort Verfahren angewendet worden ist, wo alle grammatischen und idiomatischen Ausdrücke vom Ausgangstext zum Zieltext korrekt übersetzt worden sind. Oblique translation: - Transposition ist wenn man eine Wortklasse durch eine andere Wortklasse ersetzt, ohne die Meinung der Botschaft des Textes zu ändern (Vinay; Darbelnet 2004: 129). 4/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen - Bei Modulation wird die semantische Meinung ein bisschen geändert (Vinay; Darbelnet 2004: 129). - Equivalence ist wenn eine Situation im Zieltext, im Vergleich zum Ausgangstext, mit verschiedenen Stilistischen und Strukturellen Methoden übersetzt worden ist (Vinay; Darbelnet 2004: 129). - Adaptation wird benutzt wenn der Übersetzer kulturelle Referenzen ersetzen will (Vinay; Darbelnet 2004: 129). Adaptation kann auch als eine spezielle Form von Equivalence beschrieben werden. Diese Theorie ist relevant weil sie die Hauptquelle zu Scholagers Mikrostrategie ist (Scholdager 2008: 91), die in Abschnitt 2.2.1.2. weiter erklärt wird. 2.1.3. Die Skopostheorie Eine analytische Struktur muss für die Übersetzungsarbeit ausgeführt werden um Übersetzung zu praktizieren und zu verstehen. Eine relevante Theorie auf diesem Feld ist die funktionsorientierte Skopostheorie (Reis; Vermeer 2002: 216). Das Wort „Skopos“ stammt von Griechenland und bedeutet Zweck, Ziel oder Funktion, und die Theorie wurde in 1984 von Reiß und Vermeer eingeführt. Der Kerngedanke dieser Skopostheorie ist: „Die Dominante aller Translation ist deren Zweck“ (Reiß; Vermeer 2002:96). Diese Theorie ist ausgeprägt Zieltext-orientiert, und die Skopostheorie ermittelt, dass eine Übersetzung nicht nur Ausgangstext-orientiert ist. Laut die Skopostheorie soll man sich vom Ausgangstext lösen und den Text so übersetzen, dass er zur Situation der Zielrezipienten angepasst wird (Vermeer 1989/2000: 231). Jeder Mensch gehört in seiner Kultur an, und darum müssen verschiedene kulturspezifische Verhaltensweisen und die Unterschiede zwischen Ausgangskultur und Zielkulturrezipienten berücksichtigt werden – um den Zieltext verständlich zu machen muss er immer zu den Zielrezipienten angepasst werden (Scholdager 2008: 157). 5/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 2.1.3.1. Christiane Nord und die Skopostheorie Christiane Nord ist eine deutsche Übersetzungstheoretikerin, die ihre Arbeit auf Reis und Vermeer’s Skopostheorie basiert hat. Nord findet es für notwendig, dass der Zieltext sich zu den Zielrezipienten angepasst wird, und dass alle Formen von Übersetzungen einen Zweck haben. Nord unterscheidet zwei Formen von Übersetzung; eine Instrumentelle Übersetzung und eine Dokumentarische Übersetzung (Nord 1993: 24 f.) Nach Nord ist die Hauptfunktion eines dokumentarischen Zieltextes metatextuell1 (Scholdager 2008: 167). Ein Text wird auf Basis eines anderen Textes hergestellt, und die kommunikative Funktion des Ausgangstextes wird nicht geändert. Nords Definition von einer dokumentarischen Übersetzung lautet: „Producing in the target language a kind of document of (Certain aspects of) a communicative interaction in which a source-culture sender communicates with a sourceculture audience via the source text under source-culture conditions.” (Nord 2001: 47) Die Aufgabe des Übersetzers ist einen Zieltext herzustellen, der auf Basis des Ausgangstextes produziert worden ist. Keine Informationen dürfen verloren gehen, und deutlich ist es, woher der Text stammt. Die dokumentarische Übersetzungsstrategie ist darum Ausgangstext-orientiert (Nord 1993: 24 f.). Der Zweck der instrumentellen Übersetzungsstrategie ist ein Instrument für die Kommunikation zwischen Ausgangstextsender und Zielrezipienten herzustellen. Der Übersetzer muss den Zweck der Übersetzung in Betracht nehmen – nämlich dass der Ausgangstext auf lokaler Ebene instrumentell übersetzt werden muss (Nord 1993: 24 f.). Nords Definition einer instrumentellen Übersetzung lautet: „… aims at producing in the target language an instrument for at new communicative interaction between the source-culture sender and a target-culture audience, using (certain aspects of) the source text as a model.” (Nord 2001: 47) 1 Ein Text wird auf Basis eines anderen Textes produziert (Scholdager 2008: 167) 6/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Es ist die Aufgabe des Übersetzers die verschiedenen kulturspezifischen Verhaltensweisen und Unterschiede zwischen Ausgangskultur und Zielkulturrezipienten zu berücksichtigen – sonst wird die Übersetzung nicht verständlich. Deshalb ist die instrumentelle Funktion ausgeprägt Zieltext orientiert (Nord 1993: 24 f.). 2.1.3.2. Die textexterne Faktoren Nord hat ein Modell gestellt, das die kommunikative Situation des Ausgangstextes beleuchtet, um den Skopos der Übersetzung zu finden. Das Modell rückt die kommunikative Situation ins Blickfeld, mithilfe von acht W-Fragen die auf die konkrete Situation fokussieren. Die acht textexternen Faktoren sind (Nord 1995: 41): Wer vermittelt den Text? Wozu ist der Text produziert? Für wen ist der Text produziert? Über welches Medium ist der Text präsentiert? Wo ist der Text produziert? Wann ist der Text produziert? Warum wurde der Text produziert? Welche Funktion hat der Text? Die textexternen Faktoren sind in Abschnitt 3.1.1. Ausgangspunkt der Ausgangstextanalyse des Filmes Shrek 2. 2.2. Übersetzungsstrategien In diesem Abschnitt werde ich Scholdagers Makro- und Mikrostrategien erläutern. Ihre Mikrostrategien liegen meiner Analyse in Kapitel 4 zu Grunde. 7/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 2.2.1. Scholdager Ansatz über Übersetzungsstrategien In diesem Abschnitt werde ich Scholdagers Ansatz über Makro- und Mikrostrategien erläutern. Laut Scholdager (Scholdager 2008) ist eine Makrostrategie, wie man übergeordnet einen Text übersetzt, und eine Mikrostrategie ist, wie man einzelne Wörter, Phrasen und Sätze übersetzen kann. 2.2.1.1. Scholdagers Ansatz über Makrostrategien Scholdager unterscheidet zwei Formen von Makrostrategien; eine source-text oriented Makrostrategie und eine target-text oriented Makrostrategie. Wenn der Fokus auf den Inhalt und die Form des Ausgangstextes liegt, redet man von einer source-text oriented Makrostrategie. Wenn bei der Übersetzung der Fokus dagegen auf den Effekt des Zieltextes liegt, spricht man von einer target-text oriented Makrostrategie (Scholdager 2008: 71). Darüber hinaus entspricht die source-text oriented Makrostrategie der dokumentarischen Übersetzungsstrategie von Nord, wogegen die target-text oriented Makrostrategie der instrumentellen Übersetzungsstrategie von Nord entspricht (Nord 1993: 24 f.). Die Wahl der Makrostrategie hängt somit vom Zweck der Übersetzung ab, und der Übersetzer muss drei Aspekte betrachten, um die geeignete Makrostrategie zu finden (Scholdager 2008: 71). Die drei Aspekte gehen aus der unten angeführten Abbildung hervor: Source-text oriented Makrostrategie Fokus auf die Form und den Inhalt des Ausgangstextes Zweck: Kommunikation einer anderen Person zu vermitteln. Overt Übersetzung Target-text oriented Makrostrategie Fokus auf den Effekt des Zieltextes Zweck: Kommunikation zwischen primären Partien zu vermitteln Covert Übersetzung Abbildung. 1. Ein Modell von Makrostrategien (Scholdager 2008: 72) Der Übersetzer muss sich entscheiden, ob er auf den Inhalt und die Form des Ausgangstextes fokussieren soll oder sich auf den Effekt des Zieltextes konzentrieren soll. 8/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Darüber hinaus muss der Übersetzer entscheiden, ob es eine Overt oder Covert Übersetzung ist – ist es den Rezipienten klar– oder sind sie darin interessiert – dass es eine Übersetzung ist, die sie hören/lesen. Nach Scholdager hat eine overt Übersetzung folgende Kennzeichen(Scholdager 2008: 31): Die Rezipienten wissen dass sie eine Übersetzung lesen/hören. Die Kultur vom Ausgangstext verbleibt im Zieltext intakt, und es ist den Rezipienten klar von wo der Ausgangtext stammt. Die Elemente des Ausgangstextes müssen in den Zieltext übertragen werden. Eine Covert Übersetzung hat folgende Kennzeichnen (Scholdager2008: 31 f.): Die Rezipienten sind sich dessen bewusst - oder es ist ihnen egal - dass sie eine Übersetzung lesen/hören. Der Sender des Ausgangstextes ist nicht von den Rezipienten gekannt, weil der Zieltext keine Ausgangstextkultur enthält. Ein „kultureller Filter“ wird zwischen Ausgangs- und Zieltext eingesetzt, weil es nicht nötig ist die Elemente des Ausgangstextes zu übertragen. Wenn der Übersetzer eine overt Übersetzung durchführt, weil der Rezipient ein Interesse am Thema hat, kommuniziert der Übersetzer Kommunikation einer anderen Person. Wenn er dagegen als Vermittler zwischen primären Partien fungiert, ist es seine Aufgabe den Zieltext den Rezipienten anzupassen und kulturspezifische Ausdrücke zu ändern, so dass es nicht eine covert Übersetzung ist. In Scholdagers Makrostrategie sind weder die source-text oriented noch die target-text oriented Makrostrategie vorgezogen, die Wahl von Makrostrategie, hängt nur vom Zweck der Übersetzung ab (Scholdager 2008: 81). 2.2.1.2. Scholdagers Ansatz über Mikrostrategien Eine Mikrostrategie ist nötig, wenn der Übersetzer einzelne Wörter, Phrasen und Sätze übersetzen soll. Scholdager hat 12 Mikrostrategien entwickelt (Scholdager 2008: 91-110), die der Übersetzer 9/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen bei der Übersetzung verwenden kann. Untenstehend werden die 12 Mikrostrategien von Scholdager näher erklärt. Wenn ich Beispiele für nötig halte, werde ich sie beziehen. 1. Direct transfer: Bei direct transfer wird ein Wort aus dem Ausgangstext unverändert im Zieltext übertragen (Scholdager 2008: 93). Ein Beispiel aus Shrek 2 sind die Namen der Tiere - sie werden direkt in den Zieltext übertagen. 2. Calque: Wenn man eine Calque Übersetzung macht, trägt man die Struktur des Ausgangstextelementes in die Zielsprache über, sodass die Übersetzung nichtidiomatisch wird (Scholdager 2008: 94). Bei idiomatischer Übersetzung spricht man von direct translation. 3. Direct translation: Bei direct translation wird ein Ausgangstextelement idiomatisch und korrekt übersetzt. Hier spricht man von einem Wort-für-Wort Verfahren, und oft werden Äquivalente dafür verwendet (Scholdager 2008: 95). Nach einigen Theoretikern ist Direct translation im Normalfall die beste Übersetzungslösung und nur wenn diese Lösung nicht befriedigend ist, soll der Übersetzer die anderen Mikrostrategien benutzen (Scholdager 2008: 96). 4. Oblique translation: Bei oblique translation versucht der Übersetzer Sinn im Text zu erreichen. Obwohl oblique translation der direct translation ähnlich ist, unterschieden sie sich, weil die direct translation eine Wort-für-Wort Strategie ist und die obique translation nur den Kontext des Ausgangstextes vermittelt (Scholdager 2008: 97). 5. Explicitation: Diese Strategie wird verwendet, wenn der Übersetzer die Informationen, die im Ausgangstext implizit sind, explicit ausdrücken will (Scholdager 2008: 99). 6. Paraphrase: Für eine Paraphrasing gilt, dass die Meinung des Ausgangstextes beibehalten wird, sonst kann der Übersetzer die Ausgangstextelemente in einer freien Form übersetzen (Scholdager 2008: 100). 7. Condensation: Bei condensation überführt der Übersetzer die Meinung des Ausgangstextelementes auf den Zieltext, sie wird aber verkürzt. Einige explizite Informationen im Ausgangstext werden dabei im Zieltext implizit (Scholdager 2008: 102). 10/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 8. Adaptation: Diese Strategie ist den oblique und paraphrasing Strategien ähnlich. Adaptation ist aber kreativer. Man benutzt oft adaptation um kulturelle Referenzen zu ersetzen (Scholdager 2008: 103). 9. Addition: Es kann für den Übersetzer nötig sein, Informationen dem Zieltext hinzuzufügen, die im Ausgangstext nicht zu finden sind – diese Strategie heißt addition (Scholdager 2008: 104-105). 10. Substitution: Wenn der Übersetzer die Meinung des Ausgangstextes ändert, benutzt er substitution. Die semantische Meinung ist geändert und die Zieltextelemente sind offensichtliche Übersetzungen (Scholdager 2008: 106). 11. Deletion: Deletion bedeutet, dass Ausgangstextelemente im Zieltext nicht vorkommen. Im Gegensatz zu Condensation sind die Elemente ganz verschwunden und kommen nicht implizit vor (Scholdager 2008: 108). 12. Permutation: Permutation kommt vor, wenn es nicht möglich für den Übersetzer ist, wegen linguistischer und stilistischer Gründe, Effekte des Ausgangstextes nachzuschaffen. Dabei wird der Effekt des Ausgangstextes im Zieltext geändert (Scholdager 2008: 109). Diese 12 Mikrostrategien sind von Vinay und Darbelnet inspiriert (Scholdager2008: 89). Der Unterschied liegt darin, dass Scholdager die direct und oblique translation für Mikrostrategien hält, wogegen Vinay und Darbelnet sie als Makrostrategien verstehen. 2.3. Untertitel und Synchronisation Im folgenden Abschnitt werde ich zwei Übersetzungsformen des Fernsehen Mediums introduzieren – Untertitel und Synchronisation. Um die Analyse durchführen zu können, muss ich aber zuerst definieren, wie Untertitel sich von Synchronisation unterscheidet. Die Sprache stößt auf vielen Barrieren, und um die Dialoge der Filme überbringen zu können, haben die Filmgesellschaften zwei Möglichkeiten diese Barrieren zu bewältigen: (1) den Film zu synchronisieren oder (2) Untertitel zu formulieren (Gottlieb 2008: 207). Ich werde in diesem Abschnitt die zwei Formen charakterisieren und auf generelle Probleme, die für sie relevant sind, fokussieren. 11/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 2.3.1. Untertitel Untertitel sind Transkriptionen von Dialoge, die während eines Filmes ganz unten des Bildschirmes stehen. Gottlieb Definition von Untertitel lautet (Gottlieb 2008: 208): “Translation in the form of one or more lines of written text presented on the screen in sync with the original dialogue”. Viele Länder ziehen Untertitel statt Synchronisation vor (Gottlieb 2008: 208), primär weil Untertitel mehr kostengünstig als Synchronisation sind. Heute sind Sprachexperten sich weiterhin uneinig, ob Untertitel als Übersetzung definiert werden können. Ihr Zweifel beruht auf zwei Gründen (Gottlieb 2008: 209-210): 1. Condensation – Untertitel in zwei Zeilen können nur aus max. 70 Buchstaben bestehen, damit genug Lesezeit ist, den Untertitel zu lesen. Diese Platzbeschränkung kann verursachen, dass einige sehr wichtige Züge verloren gehen – und deshalb kann es schwierig sein, Untertitel als Übersetzung zu definieren, weil der Übersetzer condensate muss und dann werden explizite Sätze implizite formuliert um sie kürzer zu machen. 2. Shift of language mode – Bei Übersetzung verstehen viele Menschen dass ein schriftlicher Text einer Sprache in einer anderen Sprache transferiert wird. Es kann problematisch sein, den Kode von Sprache in Schrift zu ändern, weil Sprache und Schrift in zwei verschiedenen semiotische Systeme sind. Nach Gottlieb gibt es mindestens sieben verschiedenen Formen von Untertitel (Gottlieb 2008: 209). Ich will sie nicht besprechen, aber nur erleuchten, dass Deutschland hier nicht erwähnt ist. In Deutschland sind Untertitel, im Großen und Ganzen im Gegensatz zu alle anderen Ländern, nicht so ausgebreitet. In Deutschland zieht man Synchronisation statt Untertitel vor (Gottlieb 2008: 239). Ein Untertitel ist eine offensichtliche Übersetzung, da die Rezipienten Zugang zu dem Ausgangstext haben. Deshalb ist ein Untertitel immer eine overt Übersetzung. Es ist den Rezipienten des Untertitels klar, dass sie mit einer overt Übersetzung zu tun haben, aber sie erwarten dass die Untertitel zum audiovisuellen Inhalt passen. Deshalb ist es die Aufgabe des 12/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Übersetzers die Untertitel zu implementieren und dafür zu sorgen, dass sie ein natürlicher Teil vom Film sind. “When an audience stops being aware of reading the subtitles, the subtitler has achieved a major goal. In effect, the material substance of the subtitles shrinks and vanishes before our very eyes, leaving only the message.” (Remeal, S. 147, 2001) Ein guter Untertitel muss also so nahe wie möglich am Ausgangstext liegen. Wenn er nicht bemerkt wird, und wenn man fühlt, dass man den Ausgangstext versteht, ist es dem Übersetzer gelungen einen guten Untertitel zu machen. 2.3.2. Synchronisation Synchronisation ist eine Alternative zum Untertitel, aber im Verhältnis zu Untertiteln kostet es ungefähr 15-mal mehr einen Film zu synchronisieren (Vestergaard 1999: 44). Synchronisation ist in Deutschland sehr populär, und Deutschland ist dafür bekannt, alle ausländischen TV-Programme zu synchronisieren (Gottlieb 2008: 239). Wenn man einen Film synchronisiert, werden alle Stimmen der Schauspieler von Schauspielern von demselben Geschlecht und mit derselben Stimmenqualität ersetzt. Wenn Synchronisation stattfindet, ist es wichtig, dass die Stimmen die dazu benutzt werden, zu den originalen Stimmen passen. Der Instrukteur strebt eine covert Übersetzung nach, und deshalb ist es wichtig dass die Stimmen glaubwürdig sind (Gottlieb 2008: 216). Normalerweise ist es nicht möglich zu verbergen, dass ein Film synchronisiert worden ist, wegen Bewegungen der Lippen. Trotzdem bedeutet dieser Faktor nicht sehr viel, wenn man von Zeichentrickfilmen spricht, weil man vorher schon die Bewegungen justiert hat, und weil sie authentische Menschenbewegungen ähneln (Thomsen 2009: 18). Nichtsdestoweniger versucht man im Zieltext so viel Lippensynchronie wie möglich zu erreichen. Nach Orero gibt es drei Regeln, wenn man eine gute Synchronisation ausführen will (Orero 2004: 3-7). Die erste Regel ist, dass bei Nahaufnahmen muss die Lippenbewegungen respektiert werden - diese Regel heißt lipsynchrony. Die Zweite Regel ist kinetic synchronisation genannt – die Körperbewegungen müssen zum Dialog passen. Schließlich gibt es den Respekt für die Redezeit. 13/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Diese Regel heißt issynchrony und bedeutet, dass die Dialoge die selbe Länge haben müssen wie der originale Ausgangstext, so dass die Stimme nicht weiterspricht wenn den Mund geschlossen ist (Orero 2004: 3-7). Ein Film ist ein Zusammenspiel von Sprache und Bild, und es ist wichtig, dass sie zusammenpassen um dem Zuschauer ein gutes Erlebnis zu geben. Da Shrek 2 ein Zeichentrickfilm ist, ist es leichter diese Regeln zu bewältigen. Wenn die Personen in dem Film Menschen wären, wären die Lippenbewegungen schwieriger zu interpretieren sein. Synchronisation gibt Kinder die Möglichkeit den Film zu genießen und sie bekommen auch einen Einblick in andere Kulturen wenn diese kulturspezifischen Ausdrücke nicht mit äquivalenten deutschen Kulturreferenzen ersetzt sind. Deshalb ist Kultur ein wichtiger Faktor, wenn man von Synchronisation in Zeichentrickfilmen spricht, weil man als Übersetzer die Möglichkeit hat, den Inhalt der deutschen Kultur anzupassen. 2.4. Zusammenfassung Um eine gute Übersetzung zu machen, muss man der Übersetzter auf viele Aspekte Rücksicht nehmen. Nach Jakobson beschäftige ich mich mit der Interlingualen Übersetzung, weil die Originalsprache in Shrek 2 Englisch ist und ins Deutsche übersetzt worden ist. Laut Vinay und Darbelnet ist es wichtig, dass der Übersetzer den Ausgangstext ins Blickfeld rückt, obwohl es erfordert strukturelle und metalinguistische Unterschiede zwischen dem Ausgangstext und Zieltext zu machen. Dagegen findet Nord es wichtig, dass man zwischen eine dokumentelle und instrumentelle Übersetzung unterscheidet. Alle Übersetzungen haben einen Zweck, und man muss sich vor dem Übersetzen entscheiden, welche Übersetzung zur Situation passt –dazu kann man die W-Fragen benutzen. Wenn man herausgefunden hat, ob die Übersetzung dokumentarisch oder instrumental sein muss, kann man Scholdagers Makro- und Mikrostrategien benutzen. Diese Strategien entscheiden wie man den Text übersetzt und auch wie einzelne Wörter übersetzt werden können. Was bei Scholdagers Mikrostrategien beachtlich ist, ist dass sie die direct und oblique translation für Mikrostrategien hält, wogegen Vinay und Darbelnet sie für Makrostrategien betrachten. 14/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Die verschiedenen Strategien gehen aus der unten angeführten Abbildung hervor, um sie Überschaubarer zu machen: Vinay & Darbelnet Direct Übersetzung Oblique Übersetzung Nord, Christiane Documentary Übersetzung Instrumentary Übersetzung Scholdager, Anne Source-text oriented Übersetzung Target-text oriented Übersetzung Abbildung 2: Einige Tabelle Diese Tabelle zeigt, dass die direct Übersetzungsmethode die dokumentarische Übersetzungsstrategie und die source-text oriented Makrostrategie entspricht, wogegen die oblique Übersetzungsmethode die instrumentelle Übersetzungsstrategie und die target-text oriented Makrostrategie entspricht (Scholdager, S. 70, 2008). Schließlich muss eine gute synchonisation drei Regeln respektieren muss, nämlich lipsynchrony, kinetic synchronisation und issynchrony. Auch die Kultur ist wichtig, wenn man von Zeichentrickfilmen spricht. Ein guter Untertitel muss sich dagegen so nahe wie möglich an den Ausgangstext legen muss, und er darf nicht bemerkt werden. 15/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 3. METHODE UND EMPIRIE In diesem Abschnitt werde ich erklären, wie ich die Analyse praktisch durchführen werde. Ich habe mich von Anfang an entschlossen, eine empirische Analyse von der Anwendung von Mikrostrategien bei der Übersetzung von Untertitel und Synchronisation durchzuführen. Als ich mein empirisches Material finden sollte, habe ich sofort an „Shrek“ gedacht, weil ich wusste, dass dieser Film sehr humoristisch ist und, dass Humor schwierig zu übersetzen sein kann. Danach habe ich Shrek 1, 2 und 3 durchgesehen, um herauszufinden, mit welchem Film ich mich beschäftigen wollte. Ich habe Shrek 2 ausgewählt, wo in Szene 10 die Mikrostrategien sich anscheinend in Untertitel und Synchronisation differenzieren. Ich habe mich angesichts dessen entschlossen, Beispiele von Untertiteln mit Beispielen von Synchronisationen aus Shrek 2 zu vergleichen (Kapitel 4). 3.1. Der Ausgangstext und die Zieltexte In diesem Abschnitt werde ich eine Kurzdarstellung von dem Film Shrek 2 geben, um zu zeigen, mit welchem Material ich mich befasse. Diese Darstellung ist teils auf einer Ausgangstextanalyse und teils auf einer Zielpräsentation basiert. Darüber hinaus ist ein kurzes Resümee des Filmes Shrek 2 in Anlage 4 zu finden. 3.1.1. Die textexternen Faktoren des Ausgangstextes Die Ausgangstextanalyse rückt die textexternen Faktoren des Filmes – Faktoren der konkreten Situation, in welcher der Text als Kommunikationsinstrument fungiert – ins Blickfeld (Nord 1995: 45). Die W-Fragen, wer, wozu, wem, welches Medium, wo, wann, warum und welche Funktion sind nach Nord wichtige Stichwörter, wenn man von den textexternen Faktoren spricht. Die acht W-Fragen sind hierunter in 5 Fragen arrangiert, um den Durchgang überschaubarer zu machen. Absender Shrek 2 und die zwei andere Shrekfilme sind auf einem Märchenbilderbuch basiert, das auch „Shrek“ heißt. Das Buch ist von William Steig geschrieben, aber 1995 hat Dreamworks Animation Studio die Rechte für das Buch bekommen (Shrek.com). Der Film Shrek wurde 2004 von 16/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Dreamworks Animation SKG produziert, und ist von Aron Warner, David Lipman und John H. Williams inszeniert (Shrek 2). Zeit und Ort des Ausgangstextes Der Film Shrek 2 stammt aus den USA und hatte dort am 15. Mai 2004 Premiere (shrek.com). Ungefähr zwei Monate später, am 1. Juli 2004, erschien der Film zum ersten Mal in Deutschland mit sowohl deutscher Synchronisation als deutschen Untertiteln (Wikipedia.de: Shrek – der Tollkühne Held kehrt zurück). Die beabsichtigten Rezipienten Die beabsichtigten Rezipienten des Ausgangstextes Shrek 2 sind Kinder aller Altersgruppen in englisch sprechenden Ländern. Der Film richtet sich also an Kinder, aber heutzutage appellieren Animationsfilme auch an Erwachsene und Teenager, welches der Produzent auch in Betracht nehmen muss, wenn er den Film produziert (filmz.dk). Das Medium Shrek 2 wurde in DVD Format distribuiert. Dieses Format ist auch als audiovisuelles Medium bekannt, weil es sowohl Laut als bewegliche Bilder enthält. Man kann sagen, dass ein DVD ein flexibles Medium ist, weil man als Zuschauer viele Wahlmöglichkeiten hat. Man kann zwischen verschiedene Sprachen wählen, die sowohl als Synchronisation und als Untertitel zugänglich sind. Absichten des Ausgangstextes Shrek 2 gehört zum Genre Zeichentrickfilm. Shrek 2 ist eine Komödie und ein humoristischer Animationsfilm, und deren Absicht ist es – außer Geld zu verdienen - dem Zuschauer zu unterhalten. 17/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 3.1.2. Die Zieltexte In diesem Abschnitt werde ich mich mit den zwei Zieltexten – Synchronisation und Untertitel beschäftigen. Ich werde hier die Übersetzungssituation in Untertitel und Synchronisation ins Blickfeld rücken, und die Relevanz der Skopostheorie der Übersetzung erörtern. 3.1.2.1 Untertitel Die Untertitelung ist von einem Übersetzer namens Jürgen Kohlmeier ausgeführt worden. Ich habe keine weiteren Informationen über den Übersetzer ausfindig machen können. Die Relevanz der Skopostheorie für die Untertitel ist, dass sie sich auf den intendierten Zweck der Übersetzung konzentriert. In den Untertiteln ist der Zweck bei der Übersetzung ein kommunikatives Instrument für den Zielrezipienten herzustellen. Das bedeutet, dass Jürgen Kohlmeier wahrscheinlich den Ausgangstext auf lokaler Ebene instrumentell übersetzt hat, weil es davon handelt den Zieltext zur Situation der Rezipienten anzupassen. Die Untertitel haben, aus den obenstehenden Erwägungen, eine target-text oriented Makrostrategie. Die Untertitel sind overt aber es ist wichtiger, dass man auf die semantische Meinung auf lokaler Ebene fokussiert, als eine Wort-für-Wort Übersetzung durchzuführen. 3.1.2.2. Synchronisation Berliner Synchron hat die deutsche Synchronisation synchronisiert (Shrek 2 – Szene 20) und die Synchonisation ist von Michael Nowka übersetzt worden (Wikipedia.de). Berliner Synchron hat mehr als 55 Jahre Erfahrung und gehört zu den führenden Synchron-Studios in Deutschland (berliner-synchron.de). Es ist ein professionelles Unternehmen und es produziert für TV-Filme, Serien, Dokumentationen usw. Schauspieler wie Sascha Hehn (Shrek), Esther Schweins (Fiona), Randolf Kronberg (Esel), Benno Fürmann (Der gestiefelte Kater), Marie-Luise Marjan (Die Königin) und Thomas Danneberg (Der König) sind alle bekannte und respektierte Schauspieler in Deutschland (Wikipedia.de). 18/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Als Berliner Synchron Shrek 2 synchronisiert hat, wurde wahrscheinlich an den Effekt bekannte Schauspieler zu benutzen gedacht, weil ihre Stimmen den Film attraktiver machen würden, denn die Rezipienten können sich mit den Stimmen identifizieren. Die Relevanz der Skopostheorie ist vermutlich auch hier ein kommunikatives Instrument für den Zielrezipienten herzustellen. Der Übersetzer hat wahrscheinlich den Zweck der Übersetzung in Betracht genommen – nämlich dass der Ausgangstext auf lokaler Ebene instrumentell übersetzt werden soll. Damit ist gemeint, dass der Ausgangstext nicht direct übersetzt werden soll, aber in einer freien Form übersetzt werden soll. Die Synchronisation hat wahrscheinlich eine target-text oriented Makrostrategie, weil sie covert ist und Fokus auf dem Zieltexteffekt hat und weil es davon handelt den Zieltext zur Situation der Rezipienten anzupassen. 3.2. Die Transkriptionsmethode Zuerst ist es relevant Szene 10 zu transkribieren um eine Analyse durchführen zu können. Die Szene 10 dauert 4 Minuten und 12 Sekunden und besteht aus 26 Redebeiträgen, die insgesamt aus 50 Sätzen bestehen. Ein Redebeitrag ist eine sprachliche Einheit, die anfängt wenn eine Person beginnt zu reden, und endet wenn die Person ihre Rede endet. Ein Redebeitrag kann aus mehreren Sätzen bestehen. Bei einem Satz versteht man „einen sprachlichen, nach bestimmten Regeln aufgebauten, sinnvollen Ausdruck“, der zwischen zwei Satzmarköre wie Punkt, Fragezeichen und ähnliches steht (Wahrig, Gerhard 1986/1989). Alle Redebeiträge sind Wort-für-Wort in Anlage 1-3 eingetragen worden. In Anlage 1 habe ich die ausgangssprachliche Version, die deutschen Untertitel und Synchronisation nebeneinander aufgestellt, damit sie leicht vergleichbar sind. Die 50 Redebeiträge werde ich in Anlage 2 und 3 analysieren, um zu erfahren, welche Mikrostrategie bei der Übersetzung von Untertiteln und Synchronisation angewandt worden sind. Es gibt verschiedene Methoden, womit man eine Transkription durchführen kann, wobei die Entscheidung der Transkriptionsmethode immer vom Zweck der Analyse abhängen sollte. In einigen Fällen ist es wichtig alle Aspekte zu berücksichtigen, z.B Pausen, Töne und Intonation 19/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen (Jacobsen 2002: 85 f.). In dieser Aufgabe bin ich nur an den semantischen Aspekten der Übersetzung interessiert, weil Gegenstand meiner Betrachtung nur die Mikrostrategien sind. Es ist für meine Analyse nicht relevant dass die Aspekte, die Jacobsens erwähnt, in der Transkription notiert werden. 3.3. Die Analysemethode In diesem Abschnitt werde ich erklären, wie ich meine empirische Analyse von Szene 10 durchgeführt habe. Der Zweck dieser Analyse ist es eine komparative Analyse der deutschen Synchronisation und den Untertiteln durchzuführen. Ich habe anhand von Scholdagers Mikrostrategien die gewählten Strategien bei der Übersetzung (Untertitel und Synchronisation) der Szene 10 vergleicht (siehe Anlage 2 und 3), um herauszufinden ob eine unterschiedliche Mikrostrategien angewandt wurde. Bei der Analyse der Mikrostrategien habe ich alle in den jeweiligen Redebeiträgen enthaltenen Sätze definiert als Texten zwischen zwei Satzmarköre wie Punkt, Fragezeichen und ähnliches (Wahrig, Gerhard 1986/1989) analysiert. Ich habe für jeden Satz untersucht welche Mikrostrategie auf Satzebene realisiert wurde um herauszufinden, ob bei den Untertiteln und der Synchronisation verschiedene Mikrostrategien zur Anwendung gekommen sind. Ich werde dabei auf die Häufigkeit der angewandten Mikrostrategien eingehen. Das Ziel dieser Analyse ist festzustellen welche Mikrostrategien der Übersetzer am häufigsten benutzt hat in sowohl der Synchronisation als auch in den Untertiteln, um dabei eventuelle Unterschiede festzustellen. Ergebnisse finden sich in der Anlage 2 (Untertitel) und 3 (Synchronisation). Bei dem Operationalisieren der Analyse bin ich auf mehreren Zweifelsfällen der Mikrostrategien von Scholdager gestoßen. Deshalb finde ich es wichtig den Grund für meine Anwendung der betreffenden Mikrostrategien zu beleuchten, weil die Mikrostrategien viele Ähnlichkeiten haben, und es kann schwierig sein, sie zu unterscheiden. Ich werde hier einige von den Zweifelsfällen erklären. 20/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Der erste Zweifelsfall ist in Anlage 2 (Untertitel) in Redebeitrag 3 (Satz 5) zu finden. Der englische Originaltext lautet: „I guess it means it will affect Fiona, too” und ist in dem Untertitel mit “Es wirkt bei Fiona auch“ übersetzt worden. Ich habe hier beurteilt, dass diese Übersetzung ein Beispiel von condesation ist, weil sie verkürzt ist, aber die Meinung des Ausgangstextes ist immer noch beibehalten. Mein Zweifel liegt darin, dass ich hier zwischen condensation und deletion nicht unterscheiden kann. Der Teil „I guess“ kommt nicht im Zieltext vor - auch nicht implizit. Dieser Teil ist ziemlich wichtig, weil es nicht sicher ist, dass der Trank auf bei Fiona wirkt. Das Problem mit condensation und deletion kommt in der Analyse mehrmalig vor, aber nur in den Untertiteln, weil ich keine Beispiele von condensation in den Synchronisation gefunden habe. Ein anderer Zweifelsfall ist in Anlage 3 (Synchonisation) in Redebeitrag 21 (Satz 39) zu finden. Die englische Version lautet „I think you grabbed the „farty ever after” potion” und ist in der Synchronisation mit „Der Meister hat gesprochen, du bist ein Zauberer. Du kannst warme Luft zum stinken bringen“ übersetzt worden. Ich vermute, dass diese Übersetzung paraphrased ist. Die Ausgangstextelemente sind in einer freien Form übersetzt, aber es kann diskutiert werden, ob die Meinung des Ausgangstextes beibehalten ist, oder ob sie geändert ist, und mit substitution übersetzt worden ist. Die Übersetzung ist offensichtlich, aber ich finde, dass eine paraphrasing hier passend ist, weil sie immer noch von dem Trank spricht, und deshalb ist die Meinung des Ausgangstextes (meiner Meinung nach) beibehalten. Der dritte Zweifelsfall, auf den ich gestoßen bin, ist in Anlage 3 (Synchronisation) in Redebeitrag 1 (Satz 1) zu finden. Der Originaltext lautet „Happily ever after potion“ und ist in der Synchronisation mit „Hier steht es. Es ist ein happy-end Trank.“ übersetzt worden. Die paraphrasing Mikrostrategie ist, meiner Meinung nach, hier zur Anwendung gekommen. Es kann auch diskutiert werden ob die addition Mikrostrategie hier verwendet worden ist. Die Übersetzung ist in einer freien Form übersetzt und das entspricht der paraphrasing Mikrostrategie. Der Satz „Hier steht es.“ ist im Zieltext eingeführt und entspricht der addition Mikrostrategie. Der vierte Zweifelsfall ist in Anlage 2 (Untertitel) Redebeitrag 1 (Satz 2) zu finden. Hier lautet die englische Version „Maximum strength, for you and your true love“ und ist mit „Maximale Wirkung. Für Sie und ihre wahre Liebe“ übersetzt worden. Die Übersetzung ist direct translation mit 21/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Ausnahme des Wortes Wirkung. Es kann hier diskutiert werden ob die Übersetzung ein Beispiel von einer calque translation ist, weil die Struktur immer noch übertragen worden ist, nur das Wort Wirkung ist nichtidiomatisch in Verhältnis zum Ausgangstext. Ich habe mich trotzdem entschlossen den Satz als direct translation zu definieren weil es nicht Bedeutung auf dem Inhalt hat und weil es nur ein Wort ist und nicht der ganze Satz. Der letzte Zweifelsfall, den ich hier hervorheben will, ist in Anlage 2 (Untertitel) in Redebeitrag 8 (Satz 17) zu finden. Die originale englische Version „I don’t think so“ ist mit „Vergiss es“ übersetzt worden. Ich habe beurteilt, dass diese Übersetzung die Mikrostrategie condensation ist. Sie ist kurz aber die Meinung des Ausgangstextes ist überführt. Mein Zweifel liegt hier darin, dass es auch oblique translation oder paraphrasing sein könnten. Oblique translation weil der Kontext des Ausgangstextes weiter vermittelt ist und paraphrasing weil die Meinung des Ausgangstextes in einer freien Form übersetzt worden ist. 22/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 4. ANALYSE In diesem Kapitel werde ich meine Untersuchungsergebnisse vorstellen. Die 50 Sätze in Szene 10 wurden auf Basis Scholdagers Mikrostrategien analysiert. Ich werde hier meine Untersuchungsergebnisse darstellen, die Häufigkeit der Mikrostrategien erläutern und auch die Analyse diskutieren. In der Diskussion werde ich die Analyse der Sätze diskutieren und Beispiele dafür vorstellen, Gründe für die Anwendung der betreffenden Mikrostrategien geben und auch die Methode kritisieren. 4.1. Untersuchungsergebnisse Von den transkribierten Redebeiträgen in Szene 10 gibt es einen klaren Unterschied zwischen Untertitel und Synchronisation. Ich habe jedes Satz der Redebeiträge analysiert und die angewandten Mikrostrategien beurteilt. Bei den Untertiteln war die häufigste Mikrostrategie die direct translation (15 Mal), gefolgt von condensation (10 Mal), paraphrasing (10 Mal), oblique translation (8 Mal) und deletion (7 Mal) (Siehe Anlage 2). Die Erwartung die ich hatte entspricht dem Ergebnis, nämlich dass die direct translation am häufigsten auftritt. Die Untertitel werden in 10 Fälle mithilfe der condensation Mikrostrategie verkürzt, und es gibt auch 7 Fällen von deletion. Was mich bei der Analyse überrascht hat, sind die 10 Fälle von paraphrasing, ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Beispiele von paraphrasing geben würde. Die oblique translation ist der direct translation ähnlich, es hätte mich nicht überrascht, wenn sie auch vorkommen würde. Oblique translation ist in Fällen wo kein Wort-für-Wort Verfahren möglich war angewendet, und nur der Kontext des Ausgangstextes vermittelt wird. Bei der Synchronisation war die häufigste Mikrostrategie paraphrasing (19 Mal) gefolgt von direct translation (17 Mal), oblique translation (11 Mal), addition (2 Mal) und direct transfer (1 Mal) (Siehe Anlage 3). Die Analyse der Synchronisation ergibt, dass die Segmente hauptsächlich in einer freien Form und mithilfe der paraphrasing übersetzt worden sind. Falsch war meine Erwartung, dass die direct translation nicht so häufig vorkommen würde. Direct translation und die ähnliche 23/46 oblique Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen translation kommen insgesamt 28 Mal vor. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Beispiele von ihnen geben würde, weil der Übersetzer bei der Übersetzung der Synchronisation die Freiheit hat viele Änderungen zu machen. Von allen Untersuchungsergebnissen geht hervor, dass Szene 10 von dem Film Shrek 2, viele Unterschiede, beim Vergleich von Untertitel und Synchronisation auf Mikroniveau, hat. In den Untertiteln wird die direct translation häufig angewendet, wogegen die paraphrasing am öftesten in der Synchronisation vorkommt. Meine Untersuchungsergebnisse zeigen nur, wie Szene 10, und nicht der ganze Film, übersetzt worden ist. Wenn man den ganzen Film analysiert, würden die Ergebnisse möglicherweise anderes aussehen. 4.2. Diskussion In diesem Abschnitt werde ich die Mikrostrategien, anhand von Beispielen vergleichen, beurteilen und erklären, warum ich die Sätze so analysiert habe, und auch Gründe für die Anwendung der betreffenden Mikrostrategien mithilfe von Beispielen geben. Anschließend werde ich Kritikpunkte der Methode erläutern. 4.2.1 Analyse der Sätze Ich habe insgesamt 100 Sätze analysiert – 50 Sätze in den Untertiteln (Abbildung 3) und 50 Sätze in der Synchronisation (Abbildung 4). Ich werde in diesem Abschnitt die analysierten Sätze anhand von Beispielen vorstellen. 4.2.1.1. Untertitel Um die angewandten Mikrostrategien in den Untertiteln überschaubarer zu machen, gehen sie aus der unten angeführten Abbildung hervor: Direct translation Condensation Paraphrasing Deletion Oblique 15 10 10 7 8 Abbildung. 3 Ergebnisse von der Analyse Szene 10: Untertitel (Siehe Kapitel 4 + Anlage 2) 24/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Wenn es sich um Untertitel handelt, habe ich die übergeordnete Mikrostrategie als direct translation klassifiziert. Der Grund für diese Klassifizierung ist, dass direct translation die häufigste Mikrostrategie ist, und weil die meisten Sätze direkt wiedergegeben werden, z.B. „Shrek, nein! Warte!“ (Redebeitrag 21 – Satz 37). Es gibt aber in diesem Redebeitrag drei verschiedenen Mikrostrategien und die zwei anderen sind deletion (nichts ist weitergegeben) und paraphrasing („Du hast wohl den Furze-glücklich für-alle-Zeit-Trank erwischt.“). Die Strategien deletion und condensation kommt insgesamt 17 Mal vor. Diese Mikrostrategien kommen bei Untertitelung, wegen der Platzbeschränkung, häufig vor. Bei condensation führt der Übersetzer die Meinung des Ausgangstextes auf den Zieltext über, sie wird aber verkürzt, z.B. „Das ist mir nicht geheuer“ (Redebeitrag 4 – Satz 6), wogegen deletion kommt vor wenn Ausgangstextelemente nicht im Zieltext zu finde sind. Im Gegensatz zu condensation sind die Ausgangstextelemente ganz verschwunden und kommen auch nicht implizit vor, z.B. in Redebeitrag 8 (Satz 16), 13 (Satz 27) und 16 (Satz 31) nichts weitergeben ist. Die Oblique translation Strategie ist 8 Mal verwendet. Sie ist aber der direct translation ähnlich, sie unterscheidet sich, weil direct translation eine Wort-für-Wort Übersetzung ist und die oblique translation vermittelt nur den Kontext des Ausgangstextes, z.B. „Nur einer muss es zu sich nehmen, und beiden wird Glück, Trost und Schönheit gegeben“ (Redebeitrag 1 – Satz 3). Der Grund für die Anwendung von direct translation, Oblique translation und condensation ist wahrscheinlich auch, dass man bei der Übersetzung den semantischen Inhalt beibehalten möchte und ihn deshalb oft verwendet. Obwohl die Untertitel übergeordnet direct translation sind, habe ich 10 Sätze als Paraphrasing Definiert. Bei Paraphrasing sind Sätze in einer freien Form übersetzt worden sind. Paraphrasing ist normalerweise nicht mit Untertiteln verbunden, weil sie den Rezipienten stören können, wenn es zu viele Änderungen im Zieltext im Verhältnis zum gesprochenen Ausgangstext gibt. Aber der Übersetzer muss oft paraphrasing anwenden, um eine korrekte und zusammenhängende Übersetzung zu erreichen und weil es davon handelt den Zieltext zur Situation der Rezipienten anzupassen. Ein Beispiel ist „Du bist noch derselbe alte Esel“ (Redebeitrag 11 – Satz 24). 25/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 4.2.1.2. Synchronisation Die angewandten Mikrostrategien in der Synchronisation gehen aus der unten angeführten Abbildung hervor: Paraphrasing Oblique translation Direct translation Addition Direct transfer 19 11 17 2 1 Abbildung. 4 Resultat von der Analyse Szene 10 (Siehe Anlage 3) Wenn es sich dagegen um Synchronisation handelt, habe ich die übergeordnete Mikrostrategie als paraphrasing klassifiziert. Der Grund für diese Klassifizierung ist, dass paraphrasing die häufigste Mikrostrategie ist, und weil die meisten Sätze in einer freien Form wiedergegeben sind, z.B. „Oh Allmächtiger, sei mir gnädig!“ (Redebeitrag 24 – Satz 47). Bei Synchronisation sind die meisten Übersetzungen von Paraphrasing geprägt, was ich auch erwartet habe. Es ist die Aufgabe des Übersetzers auf den Effekten des Ausgangstextes zu fokussieren und nicht auf Form und Inhalt und es handelt davon den Zieltext zur Situation der Rezipienten anzupassen. Bemerkenswert ist es, dass direct translation 17 Mal und oblique translation 11 Mal vorkommen. Die direct translation ist verwendet, wenn die Sätze direkt wiedergegeben sind, z.B. „Du bist allergisch gegen das Zeug“ (Redebeitrag 6 – Satz 12), und wenn eine Wort-für-Wort Übersetzung nicht möglich ist, hat der Übersetzer die oblique translation verwendet, z.B. „Ich schätze das wird auch Auswirkung auf Fiona haben“ (Redebeitrag 3 – Satz 5). Ich vermute, dass der Übersetzer diese Strategien angewendet hat, wenn es einen guten Sinn ergibt - wenn es nicht notwendig wäre die Meinung des Ausgangstextes zu ändern, gäbe es keinen Sinn es zu tun. Die Addition Strategie wird auch 2 Mal verwendet. In diesen zwei Fällen gehe ich davon aus, dass der Übersetzer es für nötig hält, Informationen im Zieltext hinzuzufügen, die nicht im Ausgangstext zu finden sind, z.B. „Oh, nein, nein, nein, nein, nein“ (Redebeitrag 8 – Satz 16). Der Übersetzer hat drei ‚nein‘ hinzugefügt, aber das bedeutet in diesem Fall nichts, weil Esel sehr schnell redet. Schließlich hat der Übersetzer Namen direkt überführt, und hat dazu die direct transfer verwendet. 26/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 4.2.2. Der Grund für die Anwendung der betreffenden Mikrostrategien Bei den Untertiteln sind oft die direct translation und oblique translation verwendet worden. Der Grund für Anwendung dieser Strategien ist wahrscheinlich, dass man bei der Übersetzung den Inhalt des Ausgangstextes beibehalten möchte. Es gibt keinen Sinn den Ausgangstext zu ändern wenn es nicht nötig wäre, und dies geht aus den Untertiteln hervor, wenn der Übersetzer die direct translation und oblique translation angewendet hat. Viele Sätze in den Untertiteln sind mit condensation und deletion übersetzt worden. Der Grund ist sicherlich, dass der Übersetzer dazu gezwungen war, die Sätze zu verkürzen, und es nicht möglich wäre den ganzen Ausgangstext im Untertitel weiterzugeben. Erstens geht es darum, dass der Platz und die Zeit von Untertitel begrenzt sind, und deshalb muss etwas ausgelassen werden (Gottlieb 2008: 209-210). Wegen Kulturunterschiedlichkeiten kann es für den Übersetzer nötig sein, den Ausgangstext zu paraphrase, so dass die deutschen Zielrezipienten den englischen Film verstehen können. Obwohl paraphrasing nicht bei Untertiteln allgemein ist, gehe ich davon aus, dass der Übersetzer es nötig gefunden hat den Ausgangstext zu ändern. Ich vermute, dass die direct translation verwendet wird, wenn es nicht gemeint ist, dass die deutschen Rezipienten nicht auf die Kulturunterschiedlichkeiten fokussieren sollen. Wenn der Übersetzer die Untertitel nur mit der direct translation weitergegeben hätte, würden die deutschen Rezipienten auf den englischen kulturverbundenden Ausdrücke fokussieren statt sich auf der Meinung/Bedeutung des Ausdruckes zu konzentrieren. Bei der Synchronisation sind die meisten Übersetzungen von der paraphrasing Mikrostrategie geprägt. Der Übersetzer aber hat auch die Freiheit den Ausgangstext in einer freien Form zu übersetzen, weil weder der englisch gesprochene Ausgangstext noch die deutschen Untertitel zu hören/lesen sind. Es gibt aber auch insgesamt 29 Fällen von direct translation und oblique translation in der Synchronisation. Der Grund ist wahrscheinlich, dass, wie früher erwähnt, es nicht nötig wäre den Ausgangstext zu ändern, aber es kann dagegen nötig sein, einzelne Wörter mit Äquivalenten zu 27/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen ersetzen – was auch bei direct translation erlaubt ist. Wenn keine Wort-für-Wort Übersetzung möglich wäre, gehe ich davon aus, dass der Übersetzer gewählt hat den Kontext des Ausgangstextes weiterzuvermitteln, und die direct translation ähnliche Mikrostrategie oblique translation verwendet hat. Schließlich habe ich beurteilt, dass der Übersetzer die addition Mikrostrategie zwei Mal verwendet hat. Der Grund für die Anwendung dieser Mikrostrategie ist, dass der Übersetzer wahrscheinlich beurteilt hat, diese zusätzlichen Informationen hinzuzufügen. Ein anderer Grund kann auch sein, dass sie nur das Gespräch fließender machen. 4.2.3. Kritik der Analysemethode Es gibt eine Reihe von Kritikpunkten, auf die ich in meiner Analyse aufmerksam geworden bin. Z.B. ist es ein Kritikpunkt, dass ich nicht wissen kann, ob die Untertitel eine Interlinguale oder Intralinguale Übersetzung sind. Aber bei meiner Analyse bin ich davon ausgegangen, dass für beide die englische Originalversion als Ausgangstext gedient hat, obwohl es durchaus möglich ist, dass die Synchronisation als Ausgangstext der Untertitel gedient hat. Ein anderer Kritikpunkt ist, dass es möglich wäre, dass meine Untersuchungsergebnisse zu andere Ergebnisse geführt hätten, wenn ich eine längere Szene – oder mehrere Szenen – ausgewählt hätte. Es gibt nur 26 Redebeiträge, die aus 50 Sätze bestehen, in Szene 10, und das ist wahrscheinlich nicht ausreichend um eine komparative Analyse, die auch glaubwürdig sein muss, durchführen zu können. Positiv ist aber, dass die direct translation am häufigsten in den Untertiteln zu finden war und dass paraphrasing in der Synchronisation in den meisten Fällen auftratt, wie ich auch erwartet hatte. Es kann auch sein, dass die Untersuchungsergebnisse anders aussehen würden, wenn ich eine andere Szene analysiert hätte, aber es fehlte mir leider die Zeit eine neue Analyse durchzuführen. Ein Kritikpunkt ist auch, dass ich mir nicht sicher bin, dass meine Transkription ganz korrekt ist. Ich habe es z.B. schwierig gefunden zu hören was in Redebeitrag 17 gesagt wird, weil Esel sehr schnell spricht (Siehe Anlage 3 – die Synchronisation). 28/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Darüber hinaus ist diese Arbeit nicht früher durchgeführt worden (soweit ich weiß) und es gibt kein eigentliches Ergebnis, das korrekt ist. Ich gehe in dieser Arbeit nur von meinen eigenen Beurteilungen und Ergebnisse, die auf Scholdagers Theorie basiert sind, aus. Wie ich in dem obenstehenden Abschnitt (Der Grund für die Anwendung der betreffenden Mikrostrategien) klar macht habe, habe ich in einigen Fällen Schwierigkeiten gehabt die Mikrostrategien zu unterscheiden. Diese Zweifel könnten bedeuten, dass eine andere Person andere Ergebnisse erreichen würden als ich. Ich habe die Mikrostrategie gewählt, die ich in dem Zusammenhang für logisch halte. Schließlich wäre es vielleicht auch leichter gewesen, eine Analyse, die auf einem dänischen Film basiert ist, durchzuführen. Meine Muttersprache ist dänisch und nicht englisch, und deshalb hätte ich wahrscheinlich die semantischen Kulturausdrücke besser erkennen können. Es war aber nicht möglich einen dänischen Film zu finden, der sowohl Untertitel als auch Synchronisation hat, und den ich interessant gefunden habe zu analysieren. 29/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 6. SCHLUSSFOLGERUNG In dieser Aufgabe habe ich eine empirische Analyse davon gemacht, mit welchen Mikrostrategien sich Untertitel und Synchronisation in einer interlingualen Übersetzung übersetzen lassen. Die Grundlage dieser Analyse war Szene 10 in dem Film Shrek 2, weil er sowohl Untertitel als auch Synchronisation enthält. Meine Erwartung war, dass die Untertitel mithilfe der direct translation Mikrostrategien übersetzt waren, und dass die Synchronisation mithilfe der paraphrasing Strategie übersetzt waren. Es hat sich allerdings erwiesen, dass die Untertitelung hauptsächlich mithilfe der direct translation Mikrostrategie übersetzt war, aber auch Fällen von condensation, oblique translation, paraphrasing und deletion kamen vor. Bei der Synchronisation hat sich erwiesen, dass sie hauptsächlich mithilfe der paraphrasing Mikrostrategie übersetzt war, aber hier waren andere Fälle von Mikrostrategien auch verwendet; direct translation, oblique translation und substitution. Meine Untersuchungsergebnisse sind aufgrund von 26 Redebeiträge, die aus 50 Sätze bestehen, zu Stande gekommen, und der Zweck dieser Ergebnisse war festzustellen welche Mikrostrategien bei der Übersetzung (Untertitel und Synchronisation) aus dem Englischen ins Deutsche angewandt worden sind, und ob zwischen Untertitel und Synchronisation Unterschiede feststellbar sind. Es hat sich erwiesen, dass es Unterschiede gibt, obwohl sie beide target-text oriented sind. Nur verschiedene Mikrostrategien sind dafür verwendet um den gewünschten Effekt zu erreichen. Die target-text oriented Makrostrategie ist in sowohl Synchronisation als Untertitel dominierend, weil die Effekte des Filmes wichtiger waren als eine wortwörtliche Übersetzung. Der Zweck in Untertitel und Synchronisation ist auch ein kommunikatives Instrument für den Zielrezipienten herzustellen, und die Übersetzer haben deshalb den Ausgangstext auf lokaler Ebene instrumentell übersetzt, weil es davon handelt den Zieltext zur Situation der Rezipienten anzupassen. Es hat sich auch erwiesen, dass viele semantische Probleme entstehen können, wenn man eine Sprache in eine andere Sprache übersetzt. Dafür sind Scholdagers Mikrostrategien sehr praktisch, weil man dann die Möglichkeit hat, den semantischen Inhalt und die Meinung des Ausgangstextes zu ändern, um den Zieltext zur Situation der Rezipienten anzupassen. 30/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Die Untersuchungsergebnisse meiner Analyse sind interessant, weil unerwartete Mikrostrategien angewendet sind. Z.B. die paraphrasing in den Untertiteln und die direct translation in der Synchronisation hatte ich nicht vorausgesehen, dass sie so oft vorkommen würden. Aber trotzdem gibt es nach der Analyse Sinn, dass sie angewandt worden sind. Darüber hinaus habe ich herausgefunden dass die 12 Mikrostrategien schwierig zu unterscheiden sein können. Sie sind in einigen Fällen sehr ähnlich und deshalb habe ich beurteilt, dass eine andere Person wahrscheinlich nicht dieselben Ergebnisse erreichen würde. Ich habe die Analyse anhand von Scholdagers Mikrostrategien und meine eigenen Beurteilungen basiert, da diese Analyse nicht früher durchgeführt worden ist und es kein endgültiges Resultat der Analyse gibt. 31/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 7. SUMMARY This thesis takes its departure in differences and similarities between subtitling and dubbing. As the title – Eine komparative Analyse von Mikrostrategien – emphasizes, is this study carried out through a comparison of Microstrategies, which have been applied to the German translations in Shrek 2 (Scene 10). When translating a movie the translator should take its target audience into consideration before translating, and therefore it seems relevant and interesting to answer the following Question: Auf der Basis des Films Shrek 2 werde ich untersuchen, welche Übersetzungsstrategien bei der Übersetzung (Synchronisation und Untertitel) aus dem Englischen ins Deutsche angewandt worden sind, und ob zwischen Synchronisation und Untertitel Unterschiede feststellbar sind. In this way, the purpose of this thesis is to reach an understanding of and an insight into how the Mikrostategies are being used. This examination is relevant since wrong use of Mikrostrategies can be argued to affect the target audience and their understanding of the movie. The movie Shrek is originally an English movie and has been translated into German (interlingual translation = a translation between two languages) and it can be difficult to translate certain cultural references and expressions from one language to another. In order to reach a conclusion to which strategies has been used in the German versions (subtitles and dubbing), an empirical study of Shrek 2 (scene 10) has been carried out. Based on this, the thesis begins with an introduction in chapter one. The introduction makes my primary aim with this thesis clear – to understand the differences and similarities between subtitles and dubbing. Next in the introduction, my problem statement, demarcation, purpose, structure and at last some practical remarks. In chapter two relevant theories are being examined. The first one is Roman Jakobson (intralingual, interlungual and intersemiotic translation). Second is Vinay und Darbelnet (direct 32/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen und oblique translation) who’s theory is Scholdagers main source of inspiration for her taxonomy. Next, the skopos theory, which focuses on the aim of translation, is explained. Finally Scholdagers Makro- and Mikrostrategies are explained in details. To be exact, a Makrostrategy is either sourcetext oriented or target-text oriented, and the 12 Mikrostrategies are called direct transfer, calque, direct translation, oblique translation, explicitation, paraphrase, condensation, adaptation, addition, substitution and deletion. Scholdagers Mikrostrategies will in chapter form the foundation of my analysis. Furthermore subtitling and dubbing are being defined. Chapter three goes into choice of method. First, the source text (the English version of Shrek 2) and target texts (German subtitles and dubbing) are being presented. Next, the transcription method and analysis method is explained. The analysis and discussion are carried out in chapter four. Here the results are presented, the analysis of the sentences is discussed, reasons for the chosen Mikrostrategies are given and finally the method is discussed and criticized. In conclusion, I have assessed the Makrostrategy to be target-text oriented in both subtitles and dubbing since the effects of the movies are more important than a literal translation. In the subtitles I have assessed that the translation has been carried out with help from mainly the direct translation but also condensation, oblique translation, paraphrasing und deletion. The dubbed version on the other hand was translated with help from mainly paraphrasing but also direct translation, oblique translation und substitution. Number of characters: 49.822 33/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 8. BIBLIOGRAPHIE Primäre Literatur: • Gottlieb, H. (2008): Screen translation. In: Schjoldager, Anne; et al. (2008): Understanding translation. Gylling (Academica). • Jakobson, Roman (2004): On linguistic aspects of translation. In: Venuti, Lawrence (Hrsg.): The Translation Studies Reader. Cornwall (Routledge), S. 138-143. • Nord, Christiane (1993): Einführung in das funktionale Übersetzen – Am Beispiel von Titeln und Überschriften. Tübingen (Francke Verlag Tübingen und Basel). • Nord, Christiane (1995): Textanalysis und Übersetzen: theoretische Grundlagen, Methode und didaktische Anwendung einer übersetzungsrelevanten Textanalyst. Heidelberg (Julius Gross) 3. Auflage. • Orero, Pilar (2004): Topics in Audiovisual Translation. John Benjamins Publishing Company. Zugänglich: http://site.ebrary.com.www.baser.dk/lib/stats/docDetail.action?docID=10067167 (Zur Verfügung den 20 März, 2010) • Reis, Katarina und Vermeer, Hans J. (1984:96): Vorlesung III, Allgemeine Übersetzungstheorie. In: Salevsky, Heidemarie (Hrsg.): Translationswissenschaft – Ein Kompendium. Frankfurt am Main (Peter Lang GmbH Europäischer Verlag der Wissenschaft) S. 151-255. • Remeal, Aline. (2001): Some Thoughts on the Study of Multimodal and Multimedia Translation. In: Gambier, Yves (2001): Media Translation. Statsbiblioteket (online). Zugänglich: http://site.ebrary.com.www.baser.dk/lib/stats/docDetail.action?docID=5004953 (Zur Verfügung den 15 März, 2010). • Schjoldager, Anne; et al. (2008): Understanding translation. Gylling (Academica). • Shrek 2 – Der Tollkühne Held kehrt zurück. Dreamworks Animation SKG (2004) 34/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen • Thomsen, Jane Elisabeth (2009): Shrek – a comparative analysis of macro- and microstrategies in subtitling and dubbing. Handelshøjskolen i Aarhus. • Vermeer, Hans J. (2004): A methodology for translation. In: Venuti, Lawrence (Hrsg.): The Translation Studies Reader. Cornwell (Routledge), S. 227-238. • Vestergaard, Lisbeth. (1999): TV‐Tekstning eller dubbing? – en sammenligning af to teknikker til billedmedieoversættelse med speciel reference til Fawlty Towers. Handelshøjskolen i Aarhus • Vinay, Jean-Paul; Darbelnet, Jean (2004): A methodology for translation. In: Venuti, Lawrence (Hrsg.): The Translation Studies Reader. Cornwell (Routledge), S. 128-137. • Wahrig, Gerhard (1986/1989): Wahrig Deutsches Wörterbuch. München (Mosaik Verlag). Internetquellen: • (berliner-synchron.de) Zugänglich: http://www.berliner-synchron.de/index.php?article_id=4&clang=0 • (filmz.dk) Zugänglich: http://filmz.dk/film/shrek-2/biograf • (shrek.com) Zugänglich: http://www.shrek.com/franchise/ (Drücken Sie auf „history“.) • (wikipedia.de) Zugänglich: http://de.wikipedia.org/wiki/Shrek_2_%E2%80%93_Der_tollk%C3%BChne_Held_kehrt_zur%C3%B Cck 35/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 9. ANLAGEN Anlage 1: Untertitel und Synchronisation Redebeitrag 1 Redner Die originale Version Die Version mit Untertitel „Glücklich für alle Zeit. Maximale Wirkung“. Für Sie und ihre wahre Liebe. Nur einer muss es zu sich nehmen, und beiden wird Glück, Trost und Schönheit gegeben. Shrek Happily ever after potion. Maximum strength, For you and your true love. If one of you drinks this You both will be fine Happiness, comfort and beauty divine. 2 Esel You both will be fine? 3 Shrek I guess it means it will affect Fiona, too. 4 Esel Hey, man, this doesn’t feel right. My donkey senses are tingling all over. Drop that o´voodoo and let’s get out of here. Das ist mir nicht geheuer. Meine Eselsglocken läuten Alarm. Vergiss dieses Wodu-Gesöff. Verschwinden wir. 5 Shrek It says “beauty divine”. How bad can it be? “Göttliche Schönheit.” Das kann nichts Schlechtes sein. 6 Esel See? You’re allergic to that stuff. You’ll have a reaction and if you think Siehst du? Du bist allergisch auf das Zeug. Denk nur Beiden wird Schönheit gegeben? Es wirkt bei Fiona auch. 36/46 Die Version mit Synchronisation Hier steht es. Es ist ein Happy-end Trank. Maximale Wirksamkeit. Für Sie und ihre wahre Liebe. Wenn einer von euch diesen Trank verzehrt, wird Glück, Trost und göttliche Schönheit verehrt. Das heißt euch beiden wird’s gut gehen. Ich schätze das wird auch Auswirkung auf Fiona haben. Hey Mann, die Sache ist nicht koscher. Meine Eselsglocken klingeln Alarm, also schmeiß den Wodusauber weg und lass und schnellsten von hier verschwinden. Aber hier steht was von göttlicher Schönheit. Das dürfte ja nicht schlimmes sein. Aha, siehst du? Du bist allergisch gegen das Zeug. Du wirst noch Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen I’ll be smearing Vapo Rup all over your chest, think again. 7 Pussycat 8 Esel 9 10 Shrek Esel 11 Pussycat 12 Shrek 13 Esel 14 Shrek nicht, dass ich dir die Brust mit Wick Vaporup einreibe! Ausschlag kriegen und wenn du glaubst dass ich dich mit Vapo-rup deine Brust einschmiere, dann hast du dich geschnitten. Boss, just in case there Nur für den Fall, dass Boss, nur für den Fall, is something wrong with mit dem Trank etwas dass etwas mit dem the potion, allow me to nicht stimmt… Lass Trank nicht stimmen take a sip. mich ihn vorher sollte. Ich bitte mich It would be an honor to probieren. einmal erstes zu lay my life on the line Es wäre mir eine Ehre kosten. Es ist mir ein for you. mein Leben für dich zu Ehre mein Leben für riskieren. dich auf Spiel zu setzen. Oh, no, no. I don’t think Vergiss es. Wenn hier Oh, nein, nein, nein, so. If there’ll going to be Tierversuche nein, nein. Daraus wird any animal testing, I’m stattfinden, dann mit nichts. Wenn es hier going to do it. That’s the mir. Diese Ehre gebührt um Tierversuche gibt, best friend’s job. Now dem besten Freund. will ich als erste an der give me the bottle. Hier mit der Flasche. Reihe. Das ist die Aufgabe des besten Freundes. Und jetzt her mit der Flasche. How do you feel? Wie fühlst du dich? Na, wie fühlst du dich? I don’t feel any Wie immer. Also un-unverändert different… I look any Hab ich mich äußerlich würde ich sagen. Sehe different? verändert? ich anders aus? You still look like an ass Du bist noch derselbe Immer noch wie ein to me. alte Esel. alter Sack. Maybe it doesn’t work Vielleicht wirkt es bei Vielleicht wirkt das on donkeys. Eseln nicht. Zeug bei Eseln nicht. Well here is to us, Fiona. Auf uns zwei, Fiona. Also, auf uns, Fiona. Shrek! Danach gibt es kein Shrek! Wenn du das You drink that, there is Zurück mehr. trinkst gibt es kein no going back. Zurück I know. Ich weiß Ich weiß 37/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 15 Esel 16 17 Shrek Esel 18 19 Shrek Esel 20 Shrek 21 Esel No more wallowing in the mud. I know. No more itchy butt crack. I know. But you love being an ogre. I know! But I love Fiona more. Shrek, no! Wait! Kein Suhlen im Schlamm mehr Kein Jucken am Hintern mehr. Du liebst es, ein Oger zu sein! Ich weiß! Aber Fiona liebe ich mehr. Shrek, nein! Warte! Got to be… I think you grabbed the “farty ever after” potion. 22 Pussycat 23 Shrek 24 Esel 25 Shrek 26 Esel Kein rumwälzen im Schlamm mehr. Ich Weiß Und auch keine Juckende Hinter. Ich weiß Aber du bist doch gern ein Oger. Ich weiß! Aber die liebe zu Fiona ist stärker. Shrek, nein! Warte! Du hast wohl den Hmm… Der Meister Furze-glücklich-für-alle- hat gesprochen du bist Zeit-Trank erwischt. ein Zauberer. Du kannst warme Luft zum stinken bringen. Maybe it’s a dud. Vielleicht bewirkt er Vielleicht ist es nur ein gar nichts. Placebo. Or maybe Fiona and I Vielleicht sollen Fiona Oder vielleicht waren were never meant to be. und ich einfach nicht wir nie für einander zusammenkommen. bestimmt. Uh-oh. What did I tell Wusst ich’s doch. Oh, oh was habe ich you. I feel something Da bahnt sich was an. dir gesagt? coming on. I don’t want Ich will nicht sterben. Da ist doch was im to die. I don’t want to Ich will nicht sterben! Anzug. die. I don’t want to die. Habt Erbarmen mit mir. Shrek, ich will nicht Oh sweet sister, mother Ich schmelze! sterben. Ich will nicht of mercy, I’m melting! Ich schmelze! sterben. Ich will nicht I’m melting! sterben! Oh Allmächtiger, sei mir gnädig! Ich schmelze. Ich schmelze! It’s just the rain donkey. Es regnet doch nur. Das ist doch bloß regen Esel. Oh… Oh, aha… 38/46 Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Anlage 2: Untertitel Redebeitrag 1 Redner Shrek 2 Esel 3 Shrek 4 Esel 5 6 7 Shrek Esel Pussycat Die originale Version Die Version mit Untertitel 1. Happily ever after 1. „Glücklich für alle potion. Zeit. 2. Maximum strength, 2. Maximale Wirkung“. For you and your true Für Sie und ihre wahre love. Liebe. 3. If one of you drinks 3. Nur einer muss es zu this sich nehmen, und You both will be fine beiden wird Glück, Happiness, comfort and Trost und Schönheit beauty divine. gegeben. 4. You both will be fine? 4. Beiden wird Schönheit gegeben? 5. I guess it means it will 5. Es wirkt bei Fiona affect Fiona, too. auch. 6. Hey, man, this 6. Das ist mir nicht doesn’t feel right. geheuer. 7. My donkey senses 7. Meine Eselsglocken are tingling all over. läuten Alarm. 8. Drop that o´voodoo 8. Vergiss dieses and let’s get out of Wodu-Gesöff. here. Verschwinden wir. 9. It says “beauty 9. “Göttliche divine”. Schönheit.” 10. How bad can it be? 10. Das kann nichts Schlechtes sein. 11. See? 11. Siehst du? 12. You’re allergic to 12. Du bist allergisch that stuff. auf das Zeug. 13. You’ll have a 13. Denk nur nicht, reaction and if you think dass ich dir die Brust I’ll be smearing Vapo mit Wick Vapo-rup Rup all over your chest, einreibe! think again. 14. Boss, just in case 14. Nur für den Fall, 39/46 Mikrostrategie 1. Paraphrasing 2. Direct translation 3. Oblique translation 4. Oblique translation 5. Condensation 6. Condensation 7. Paraphrasing 8. Condesation 9. Condensation 10. Oblique translation 11. Oblique translation 12. Direct translation 13. Condensation 14. Oblique translation Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen there is something wrong with the potion, allow me to take a sip. 8 9 10 Esel Shrek Esel 11 Pussycat 12 Shrek 13 Esel 14 15 Shrek Esel 16 17 Shrek Esel 18 Shrek 15. It would be an honor to lay my life on the line for you. 16. Oh, no, no. 17. I don’t think so. 18. If there’ll going to be any animal testing, I’m going to do it. 19. That’s the best friend’s job. 20. Now give me the bottle. 21. How do you feel? 22. I don’t feel any different… 23. I look any different? 24. You still look like an ass to me. 25. Maybe it doesn’t work on donkeys. 26. Well here is to us, Fiona. 27. Shrek! 28. You drink that, there is no going back. 29. I know. 30. No more wallowing in the mud. 31. I know. 32. No more itchy butt crack. 33. I know. dass mit dem Trank etwas nicht stimmt… Lass mich ihn vorher probieren. 15. Es wäre mir eine Ehre mein Leben für dich zu riskieren. 16. 17. Vergiss es. 18. Wenn hier Tierversuche stattfinden, dann mit mir. 19. Diese Ehre gebührt dem besten Freund. 20. Hier mit der Flasche. 21. Wie fühlst du dich? 22. Wie immer. 15. Paraphrasing 16. Deletion 17. Condensation 18. Oblique translation 19. Paraphrasing 20. Condensation 21. Direct translation 22. Condensation 23. Hab ich mich äußerlich verändert? 24. Du bist noch derselbe alte Esel. 25. Vielleicht wirkt es bei Eseln nicht. 26. Auf uns zwei, Fiona. 23. Paraphrasing 27. 28. Danach gibt es kein Zurück mehr. 29. Ich weiß 30. Kein Suhlen im Schlamm mehr 31. 32. Kein Jucken am Hintern mehr. 33. 27. Deletion 28. Condensation 40/46 24. Paraphrasing 25. Direct translation 26. Direct translation 29. Direct translation 30. Direct translation 31. Deletion 32. Paraphrasing 33. Deletion Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 19 Esel 34. Du liebst es, ein Oger zu sein! 35. Ich weiß! 36. Aber Fiona liebe ich mehr. 37. Shrek, nein! Warte! 34. Direct translation Esel 34. But you love being an ogre. 35. I know! 36. But I love Fiona more. 37. Shrek, no! Wait! 20 Shrek 21 Pussycat 23 Shrek 41. Or maybe Fiona and I were never meant to be. 24 Esel 42. Uh-oh, what did I tell you. 43. I feel something coming on. 44. I don’t want to die. 38. 39. Du hast wohl den Furze-glücklich-für-alleZeit-Trank erwischt. 40. Vielleicht bewirkt er gar nichts. 41. Vielleicht sollen Fiona und ich einfach nicht zusammenkommen. 42. Wusst ich’s doch. 38. Deletion 39. paraphrasing 22 38. Got to be… 39. I think you grabbed the “farty ever after” potion. 40. Maybe it’s a dud. 43. Da bahnt sich was an. 44. Ich will nicht sterben. 45. Ich will nicht sterben! 46. 47. Habt Erbarmen mit mir.Ich schmelze! 43. Oblique translation 48. Ich schmelze! 49. Es regnet doch nur. 48. Direct translation 49. Condensation 50. 50. Deletion 45. I don’t want to die. 25 Shrek 26 Esel 46. I don’t want to die. 47. Oh sweet sister, mother of mercy, I’m melting! 48. I’m melting! 49. It’s just the rain donkey. 50. Oh… 41/46 35. Direct translation 36. Direct translation 37. Direct translation 40. Paraphrasing 41. Oblique translation 42. Direct translation 44. Direct translation 45. Direct translation 46. Deletion 47. Paraphrasing Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Anlage 3: Synchronisation Redebeitrag 1 Redner Shrek 2 Esel 3 Shrek 4 Esel 5 6 Shrek Esel Die originale Version Die Version mit Synchronisation 1. Happily ever after 1. Hier steht es. Es ist potion. ein Happy-end Trank. 2. Maximum strength, 2. Maximale For you and your true Wirksamkeit. Für Sie love. und ihre wahre Liebe. 3. If one of you drinks 3. Wenn einer von this you both will be fine euch diesen Trank Happiness, comfort and verzehrt, wird Glück, beauty divine. Trost und göttliche Schönheit verehrt. 4. You both will be fine? 4. Das heißt euch beiden wird’s gut gehen. 5. I guess it means it will 5. Ich schätze das wird affect Fiona, too. auch Auswirkung auf Fiona haben. 6. Hey, man, this 6. Hey Mann, die doesn’t feel right. Sache ist nicht koscher. 7. My donkey senses are 7. Meine Eselsglocken tingling all over. klingeln Alarm, 8. Drop that o´voodoo 8. also schmeiß den and let’s get out of here. Wodu-sauber weg und lass und schnellsten von hier verschwinden. 9. It says “beauty 9. Aber hier steht was divine”. von göttlicher Schönheit. 10. How bad can it be? 10. Das dürfte ja nicht schlimmes sein. Mikrostrategie 11. See? 12. You’re allergic to that stuff. 11. Oblique translation 12. Direct translation 11. Aha, siehst du? 12. Du bist allergisch gegen das Zeug. 42/46 1. Paraphrasing 2. Oblique translation 3. Paraphrasing 4. Paraphrasing 5. Oblique translation 6. Paraphrasing 7. Paraphrasing 8. Paraphrasing 9. Paraphrasing 10. Paraphrasing Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 13. You’ll have a reaction and if you think I’ll be smearing Vapo Rup all over your chest, think again. 7 8 Pussycat Esel 9 Shrek 10 Esel 11 Pussycat 12 Shrek 13. Du wirst noch Ausschlag kriegen und wenn du glaubst dass ich dich mit Vapo-rup deine Brust einschmiere, dann hast du dich geschnitten. 14. Boss, just in case 14. Boss, nur für den there is something Fall, dass etwas mit wrong with the potion, dem Trank nicht allow me to take a sip. stimmen sollte. Ich bitte mich einmal erstes zu kosten. 15. It would be an honor 15. Es ist mir ein Ehre to lay my life on the line mein Leben für dich for you. auf Spiel zu setzen. 16. Oh, no, no. 16. Oh, nein, nein, nein, nein, nein. 17. I don’t think so. 17. Daraus wird nichts. 18. If there’ll going to be 18. Wenn es hier um any animal testing, I’m Tierversuche gibt, will going to do it. ich als erste an der Reihe. 19. That’s the best 19. Das ist die Aufgabe friend’s job. des besten Freundes. 20. Now give me the 20. Und jetzt her mit bottle. der Flasche. 21. How do you feel? 21. Na, wie fühlst du dich? 22. I don’t feel any 22. Also undifferent… unverändert würde ich sagen. 23. I look any different? 23. Sehe ich anders aus? 24. You still look like an 24. Immer noch wie ass to me. ein alter Sack. 25. Maybe it doesn’t 25. Vielleicht wirkt das 43/46 13. Paraphrasing 14. Paraphrasing 15. Paraphrasing 16. Addition 17. Oblique translation 18.Paraphrasing 19. Direct translation 20. Direct translation 21. Direct translation 22. Oblique translation 23. Direct translation 24. Paraphrasing 25. Oblique translation Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 13 Esel 14 15 Shrek Esel 16 17 Shrek Esel 18 19 Shrek Esel 20 Shrek 21 Esel 22 Pussycat 23 Shrek 24 Esel work on donkeys. 26. Well here is to us, Fiona. 27. Shrek! 28. You drink that, there is no going back. Zeug bei Eseln nicht. 26. Also, auf uns, Fiona. 27. Shrek! 28. Wenn du das trinkst gibt es kein Zurück 29. I know. 29. Ich weiß 30. No more wallowing 30. Kein rumwälzen im in the mud. Schlamm mehr. 31. I know. 31. Ich Weiß 32. No more itchy butt 32. Und auch keine crack. Juckende Hinter. 33. I know. 33. Ich weiß 34. But you love being 34. Aber du bist doch an ogre. gern ein Oger. 35. I know! 35. Ich weiß! 36. But I love Fiona 36. Aber die liebe zu more. Fiona ist stärker. 37. Shrek, no! Wait! 37. Shrek, nein! Warte! 38. Got to be… 38. Hmm… 39. I think you grabbed 39. Der Meister hat the “farty ever after” gesprochen du bist ein potion. Zauberer. Du kannst warme Luft zum stinken bringen. 40. Maybe it’s a dud. 40. Vielleicht ist es nur ein Placebo. 41. Or maybe Fiona and 41. Oder vielleicht I were never meant to waren wir nie für be. einander bestimmt. 42. Uh-oh, what did I tell 42. Oh, oh was habe you. ich dir gesagt? 43. I feel something 43. Da ist doch was im coming on. Anzug. 44. I don’t want to die. 44. Shrek, ich will nicht sterben. 44/46 26. Oblique translation 27. Direct transfer 28. Oblique translation 29. Direct translation 30. Direct translation 31. Direct translation 32. Paraphrasing 33. Direct translation 34. Oblique translation 35. Direct translation 36. Paraphrasing 37. Direct translation 38. Paraphrasing 39. Paraphrasing 40. Paraphrasing 41. Oblique translation 42. Direct translation 43. Oblique translation 44. Addition Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen 45. I don’t want to die. 46. I don’t want to die. 25 Shrek 26 Esel 47. Oh sweet sister, mother of mercy, I’m melting! 48. I’m melting! 49. It’s just the rain donkey. 50. Oh… 45. Ich will nicht sterben. 46. Ich will nicht sterben! 47. Oh Allmächtiger, sei mir gnädig! Ich schmelze. 48. Ich schmelze! 49. Das ist doch bloß regen Esel. 50. Oh… 45/46 45. Direct translation 46. Direct translation 47. Paraphrasing 48 Direct translation 49. Direct translation 50. Direct translation Shrek 2 - Eine komparative Analyse von Mikrostrategien in Untertitel und Synchronisation Marie Baun Jeppesen Anlage 4: Resümee von Shrek 2 Shrek und Fiona sind Ogers und leben in dem Land weit weit weg. Sie sind gerade verheiratet geworden, und sie sind eben von einer romantischen Flitterwoche nach Hause gekommen. Sie müssen jetzt Fionas Eltern (den König und die Königin) besuchen, und diese sind von ihrem neuen Schwiegersohn nicht begeistert, sie wollten lieber dass ihre Tochter Prinz Charming heiraten würde. Der König will Shrek los werden und beauftragt einen Auftragsmörder – einen gestiefelten Kater die Aufgabe auszuführen. Der Kater wird statt dessen Shreks treuer Begleiter, und zusammen mit Shreks treuen Freund Esel, berauben sie der guten Fee einen Zaubertrank. Shrek wird zu einem attraktiven jungen Mann verhext und sieht plötzlich aus wie ein Mensch. Shrek muss sich jetzt beeilen Prinzessin Fiona zu küssen, bevor es ein anderer tut, so dass sie glücklich zusammen werden können. Prinzessin Fiona wird eingebildet dass Prinz Charming der neue und verbesserte Shrek ist und sie küsst ihn. Aber nichts passiert, denn der König hat eingesehen wie sehr Fiona Shrek liebt, und hat selber den Zaubertrink getrunken und wird dadurch in einen Frosch verwandelt. Shrek kommt, und Fiona sieht, dass er ihr Prinz ist. 46/46