Sauberes Trinkwasser zu jeder Zeit

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Sauberes Trinkwasser zu jeder Zeit
Die WEW Westerwälder Eisenwerk GmbH ist ein führender
Anbieter von Tankcontainern
Ob Forschungsstation in der Antarktis oder die Bundeswehr im
Einsatz: Die Tankcontainer der Westerwälder Eisenwerke sind
im Einsatz, wenn es auf besondere Zuverlässigkeit ankommt.
Weitefeld. Auf dem Hof stehen dutzende einachsige
Tankcontainer. „Alle in diesem bestimmten Grün gestrichenen
fallen unter das Kriegswaffenkontrollgesetz“, sagt Jan Gerhardde Vries. Was denn mit den drei anderen sei, rechts daneben?
„Die nicht“, kommt die Antwort. Aber die würden sich doch
gleichen? „Bis auf die letzte Schraube – nur, die sind sandgelb.“
Und der Unterschied hat Folgen: Der Tankcontainer in sandgelb
ist ein normales Industrieprodukt, ein grüner kann, wie es das
Kriegswaffenkontrollgesetz vorschreibt, nur mit Genehmigung
des Bundesministers für Wirtschaft verkauft werden. Doch den
damit verbundenen Aufwand nimmt die WEW Westerwälder
Eisenwerk GmbH gern in Kauf – denn der anspruchsvolle
Kundenkreis ist eine Auszeichnung für die Produkte.
Das Unternehmen aus dem östlichen Westerwald ist nämlich
einer der weltweit führenden Anbieter von speziellen
Tankcontainern für gefährliche Flüssigkeiten und Gase sowie
flüssige Lebensmittel. Im militärischen Bereich sind es vor allem
Tankcontainer für Wasser und Kraftstoff, die für viele Armeen
der Welt in der Gemeinde Weitefeld entwickelt und gebaut
werden.
„Angefangen hat das im Grunde genommen mit den ersten
Auslandseinsätzen der Bundeswehr im Kosovo“, so
Geschäftsführer Gerhard-de Vries. Mit einer damals schon über
30-jährigen Erfahrung im Spezial-Tankcontainerbau konnte das
Unternehmen den hohen Anforderungen der Bundeswehr
gerecht werden. Die Westerwälder bauen seitdem als einziger
Anbieter sowohl Trinkwasser- als auch besonders sichere,
doppelwandige Kraftstofftankcontainer für die deutschen
Soldaten im Auslandseinsatz, etwa in Afghanistan.
Die US-Armee kauft Tankcontainer im Westerwald
Besonders stolz ist Gerhard-de Vries darüber, dass selbst die
US-Armee ihre Tankcontainer aus der deutschen Provinz
bezieht. „Bei den zwei laufenden Trinkwasserprogrammen sind
wir zwar nicht der ‚Prime Contractor’ (dies sind Firmen in den
USA, die Komplettierungsarbeiten ausführen), allerdings weiß
die US Army, welchen hohen Entwicklungs- und
Fertigungsanteil wir haben.“ Auch wenn derzeit ein
amerikanischer Wettbewerber einen Nachfolgeauftrag
bekommen hätte, ist man im Westerwald optimistisch, „dass wir
auch in Zukunft wieder in beiden Wasserprogrammen in den
USA mitspielen werden. Zumal wir zwischenzeitlich auch eine
Tochterfirma jenseits des Atlantiks gegründet haben“, so der
Firmenchef.
Die Anforderungen an die Produkte, die die 130 Mitarbeiter der
WEW mit modernsten Produktionsmethoden herstellen und
vertreiben, sind vielfältig: So muss ein Tankcontainer allen nur
möglichen transporttechnischen Bestimmungen entsprechen.
Er muss weltweit legal einsetzbar sein und die rauen
Transportbeanspruchungen schadlos ertragen. Der Optimismus
der Weitefelder ist aber durchaus begründet: „Unsere
Tankcontainer haben sowohl die vielfältigen Erprobungen der
Bundeswehr als auch ein Testprogramm der US Armee im
Testzentrum in Aberdeen bestens bestanden und die
Erwartungen der Auftraggeber oft übertroffen“, so Gerhard-de
Vries.
Auch radioaktiv verseuchtes Wasser wird wieder trinkbar
Vor allem die Trinkwassertankcontainer sind mehr als nur
Wasserbehälter. Je nach Anforderung sind sie mit
Stromerzeugern, Technik für die Erhaltung der Wasserqualität,
Heiz- und Kühlsystemen oder kompletten
Wasseraufbereitungseinheiten ausgerüstet. Das Ergebnis:
„Egal, welche Wasserqualität in Brunnen, Flüssen, Seen oder
Teichen die Soldaten vor Ort vorfinden, mit unseren Systemen
lässt sich überall sauberes Trinkwasser herstellen.“ Das gilt
sogar für radioaktiv verseuchtes Wasser. „Mit Hilfe solcher
Anlagen“, sagt der Geschäftsführer, ließe sich auch das
Problem mit dem radioaktiv verseuchten Wasser in Fukushima
lösen.“
Die Tankcontainer würden gegenüber Einwegverpackungen
natürlich eine höhere Investition bedeuten. Im Verhältnis mit der
„Lebensdauer und der Rationalisierung, die der Transport in
solchen Systemen ermöglicht“, seien sie, auf die Lebensdauer
bezogen, jedoch eine „wirtschaftlich interessante Alternative“.
Die Lebenserwartung beträgt zwischen 20 und 30 Jahren,
betont Gerhard-de Vries, daher würden immer mehr zivile und
militärische Logistiker in diese Systeme investieren. „Die USArmee hatte beispielsweise berechnet, dass ein Liter Wasser,
wäre es in den USA in Plastikflaschen abgefüllt und zu den
Truppen im Irak transportiert worden, rund 90 Dollar gekostet
hätte.“
Treibstofftanks für Forschungsstationen in der Antarktis
Die Spezialisierung auf Tanksysteme begann bei dem 1939 als
Schweißerei gegründeten Betrieb Ende der 1960er Jahre.
Damals fing man in Weitefeld an, die Tankcontainer zu bauen,
ein System, das die Logistik weltweit revolutionierte. Dabei
wurden Tanks für unterschiedlichste Stoffe in Rahmen
eingesetzt, die die Maße von ISO-Containern haben. Die lassen
sich somit stapeln und auf Lkws, Zügen oder Schiffen
transportieren. Die unterschiedlichen Tanksysteme der WEW
sind für mehr als 2.000 Substanzen, vom einfachen Wasser bis
zu hochbrisanten Chemikalien, zugelassen. „Unsere
Tankcontainer gehören zu den vielseitigsten, langlebigsten und
sichersten der Welt“, sagt Jan Gerhard-de Vries. So finden sich
beispielsweise doppelwandige Treibstofftanks auf mehreren
Forschungsstationen im hochsensiblen Bereich der Antarktis,
darunter das deutsche Alfred-Wegener-Institut.
Eine weitere Spezialität der Westerwälder sind Tankcontainer,
die von unterschiedlichen Transportfahrzeugen nicht nur
transportiert, sondern auch selbstständig auf- und abgeladen
werden können. So verwenden Armeen, Feuerwehren und
Katastrophenschutzorganisationen, wie beispielsweise das
THW, zunehmend Einsatzfahrzeuge, die mit einem genormten
Hakenliftsystem ausgerüstet sind. Das macht einen
hochflexiblen und häufigeren Einsatz der teuren Fahrzeuge
möglich, da diese in der Lage sind, Hakenliftcontainer aller Art
zu transportieren. So können beispielsweise bei
Naturkatastrophen zivile Feuerwehrsysteme auf militärischen
Fahrzeugen eingesetzt werden, während gleichzeitig blaue Lkw
des THW grüne militärische Tankcontainer transportieren. Dass
die dann, aufgrund ihrer Farbe, dem Kriegswaffenkontrollgesetz
unterliegen, dürfte in solchen Fällen allerdings unerheblich sein.
Ansprechpartner:
WEW Westerwälder Eisenwerk GmbH
Julia Wilkens
Tel: 02743 – 9222 73
[email protected]
Fotos zum Artikel
Eine neue Entwicklung der WEW: ein
Spezial-Tankcontainer für den
Transport von Brom
Zum Schweißen müssen die
Mitarbeiter schon mal in den Tank
An einem Stahltank werden die
Schweißnähte geglättet
Nach längerem Einsatz werden Tanks,
hier mit einer Anlage zur Erhaltung der
Wasserqualität, bei der WEW
runderneuert
Fotos: Gesamtmetall/Pit Junker
Die Bilder können Sie auf unserer Internet-Seite (www.gesamtmetall.de,
Presse → Veröffentlichungen → Unternehmensreportagen) herunterladen.
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