XXV. Jahrgang Nr.10-11

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Joh. E. Keller
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Weg zur Wahrheit XXV. Jahrgang Heft Nr.10 u. 11
Das vierte Weltreich
am Tag des Herrn
„Ich sah fortwährend zu um der großartigen
Reden willen, die das Horn führte; ich sah zu, bis
daß das Tier getötet und sein Leib umgebracht
und dem Feuer zur Verbrennung überliefert ward.
Auch der andern Tiere Gewalt verging, und ihre
Lebensdauer ward ihnen auf Zeit und Stunde
bestimmt.“ (Dan.7,11-12)
Inhaltsverzeichnis
Seitenzahl im Jahrgangsheft
1. Das Vernichtungsgericht über die vierte Weltreichsherrschaft am Abschluß
Übergangszeit im Krieg zu Harmagedon
a) Das Wirken der vier Gerichtswinde für die Vollendung des Zorngerichts
Gottes
b) Die geistige Ausgestaltung zur Gerichtsreife
c) Die Vollendung des Zornes Gottes in den sieben letzten Plagen
d) Der letzte Kriegszug des letzten Königs des vierten Weltreiches nach
dem Südreich Äypten
e) Die Zeit des Untergangs des vierten Weltreiches
f) Das Vernichtungsgericht über die gottfeindlichen Völker der vierten
Weltreichsherrschaft
g) Das Vernichtungsgericht über das Volk Assur
h) Das Vernichtundgericht über das Volk Babel
i) Die geistige Bedeutung des Wortes „Babel“ und das geistige Gericht
über Babel
k) Das Vernichtungsgericht über den Fürsten Gog
l) Das Vernichtungsgericht über das Volk Edom
m) Das Vernichtungsgericht über das Volk Ägyptens
n) Das Vernichtungsgericht über das Volk Moab
o) Das Vernichtungsgericht über die Philister
p) Das Vernichtungsgericht über die Völker Tyrus und Sidon
q) Das Gericht über das Land des Flügelgeschwirrs
r) Das Vernichtungsgericht über Arabien, Elam und anderen Völker
s) Das Vernichtungsgericht über das Volk Ammon
t) Das Vernichtungsgericht über das Syrervolk
der
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(Fortsetzung von Heft Nr.06 u. 07, XXV. Jahrgang)
Seite 326 im Jahrgang entsprechen dem Jahrgangsheft mit älterer Schrift
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Das „vierte Weltreich“, das „Volk Gottes“
und die „christliche Gemeinde“
am Abschluß der Übergangszeit
von der vierten Weltreichsherrschaft zum
ewigen Reiche Gottes
Jahrgang XXV/10-11
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1. Das Vernichtungsgericht über die vierte
Weltreichsherrschaft am Abschluß der
Übergangszeit im Krieg zu Harmagedon
a. Das Wirken der vier Gerichtswinde für die
Vollendung des Zorngerichtes Gottes
1. Das Nordreich Syrien – Vorbild und Erfüllung
Die Übergangszeit von der vierten Weltreichsherrschaft zum ewigen Reich Gottes ist
eine an Ereignissen reich ausgefüllte Zeit, wie es vordem, seitdem Menschen auf der
Erde wohnen, keine solche gegeben hat.
Dieser Abschnitt der letzten dreieinhalb Jahre dieser Weltzeit hat als Abschluß der
Übergangszeit besonders darum so große Bedeutung, weil in demselben sich alle
Gerichte auswirken, die von den Propheten, Jesus und den Aposteln für das Ende der
Weltzeit geweissagt wurden. Diese Übergangszeit hat Gott in erster Linie zu dem Zweck
bestimmt, daß in dieser letzten Epoche der Herrschaftszeit des vierten Weltreiches die
Völker dieses Reiches, sowie das im Götzendienst abgefallene Volk Gottes und der
fleischlich gesinnte Teil der christlichen Gemeinde sich bis zur vollen Gerichtsreife
entwickeln sollen. Nach Gottes Ratschluß ist es aber auch die Zeit, in der sich an allen
Völkern der vier Weltreiche alle Gerichte auswirken müssen, die einerseits zur
Vernichtung alles gottlosen Wesens dienen und anderseits zur Aufrichtung des ewigen
Reiches Gottes mitwirken müssen.
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Wir kommen darum in der Weiterbetrachtung zu den Schriftzeugnissen, in denen
dieses Gericht Gottes ausführlich geweissagt ist. Nach einer Erklärung über die
Bedeutung der vier Winde für diese Gerichtszeit ist das Gericht über das vierte Weltreich,
als über das Tier mit sieben Häuptern und zehn Hörnern und alle übrigen Völker
behandelt.
Über die Machtstellung des kleinen Hornes und Tieres bezeugt der Prophet Daniel in
Kap.8,9:
„Das (kleine Horn) tat außerordentlich groß gegen den Süden und gegen den
Aufgang und gegen das herrliche Land.“
Derselbe Prophet schildert in Kapitel 11 das Ereignis des „Endes“ als Kampf des
südlichen mit dem nördlichen König in unmittelbarem Anschluß an die Schilderung der
Zerteilung des Reiches Alexanders des Großen in vier Teile und des Weiterbestehens
von zwei derselben, dem des Nordens (Dan.11,40) und dem des Südens (Dan.11,25.29.40).
Man kann die Verse 21-35 vorbildlicherweise in Antiochus Epiphanes, dem syrischen
König, erfüllt sehen; zugleich ist man aber genötigt, die Ereignisse in der letzten Zeit erst
in ihrer Erfüllung zu sehen, schon darum, weil mit dem Greuel der Verwüstung auf die
letzte Jahrwoche von Dan.9,27 hingewiesen ist.
Von Vers 36 ab haben wir es aber unzweideutig nur mit dem letzten Weltherrscher
des letzten Weltreiches zu tun; denn das dort Gesagte steht in direktem Zusammenhang
mit dem in Kapitel 12 geschilderten Ereignis, wenn sich der Fürst Michael zur
Wiederherstellung des Volkes Gottes erhebt.
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Dieser Übergang von dem syrischen zum letzten Herrscher des vierten Weltreichs
wundert uns nicht, wenn wir sehen, wie Israel in der Endzeit im „Lande des Nordens bei
der Tochter Babel“ wohnt (Sach.2,11; Mich.4,10; Jes.48,20; Jer.50,8). Auch das syrische
Nordreich besteht eben in den Völkern Assur-Babel-Chaldäa des römischen Reiches
weiter. Wenn Israel in den germanischen Völkern Europas vorhanden ist, dann muß
seine Verwandtschaft auch in der syrisch-assyrisch-chaldäischen Völkergruppe der
romanischen Völker Europas erkannt werden.
2. Das Nordreich Syrien und das Südreich Ägypten am Ende
des vierten Weltreiches
Wie aber im alten römischen Reich die syrischen und römischen Länder eine Auflockerung ihrer Macht bedingten, die dann in der Teilung in West- und Ostrom zutage
trat, so daß das Reich von Anfang an in der Zweiteilung der Schenkel dastand – so birgt
die letzte Fassung desselben in der Form der sieben Häupter und zehn Hörner noch viel
mehr der zerstörenden Keime in sich, seitdem das Kernstück Ostroms, Kleinasien,
bestehend aus den Provinzen Pontus, Galatien, Kappadocien, Asien, Bithynien und
Cicilien von den Türken eingenommen worden ist. Die Türken sind aber die Träger des
Islams, der Religion Ismaels, dessen Mutter Hagar eine Ägypterin
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war, die ihm auch ein Weib aus Ägypten nahm (1.Mos.16,1; 21,21; 25,12). Seitdem ist die
Türkei die führende Macht der islamitischen Welt geworden, zu der auch Ägypten, die
Macht Hams gehört (Ps.78,51; 105,23.27; 106,22), die seither von der Türkei repräsentiert
worden ist, welche zugleich auch in Ost-Rom noch eines der sieben Häupter darstellt.
Genau so wie in West- und Ostrom und wie bis zum Ende des Krieges im Dreibund
und im Vierverband der neueren europäischen Großmächte, so offenbart sich auch am
Ende wieder der Zwiespalt der beiden Füße des Standbildes Nebukadnezars in diesem
Auseinanderfallen in eine Nord- und Südmacht (Dan.11,40-43), nachdem das Tier mit
sieben Häuptern und zehn Hörnern für kurze Zeit Macht gehabt hat über alle Völker,
Nationen, Zungen und Sprachen (Offb.13,7).
3. Die vier Völkerrichtungen und ihre geistigen Winde
Vier Hörner, das ist der Vierverband, versprengten Juda, Israel und Jerusalem; und
vier Schmiede, als vier weitere Mächte, werden diesen ersten Vierverband, der Juda so
versprengt hatte, daß niemand mehr sein Haupt erheben durfte, abschrecken und die
Hörner dieser Völker niederwerfen, die ihre Hand gegen das Land Juda erhoben haben,
es zu versprengen (Sach.2,1-4).
Nach dem Sieg über den südlichen König wird der nördliche König durch Gerüchte
von Osten und Norden erschreckt (Dan.11,44). Es treten also zu zwei vorhandenen
Mächten noch zwei hinzu, so daß im ganzen ihrer vier auf dem Plane sind, geradeso wie
Alexanders Reich nicht nur in zwei, sondern in vier Teile zerfallen war, in denen die vier
Weltreiche überhaupt einzeln schon vorbildlich dargestellt waren, und diese im
Verborgenen als bis ans Ende weiter bestehend in der Schrift gezeigt sind und mit-
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einander vernichtet werden, wie sie auch in dem letzten Tier als Panther-, Bären- und
Löwenleib dargestellt sind.
Vorher hat er großgetan gegen den Süden, den Aufgang und das herrliche Land
(Dan.8,9), jetzt tritt als dritte Himmelsrichtung zum Osten und Süden der Norden hinzu
(Dan.11,40.44). Wenn in Verbindung mit Israels Sammlung und Wiederherstellung eine
Völkerbewegung in Europa vom Westen nach dem Osten stattfindet – man nennt Europa
das Abendland –, so sind alle vier Himmelsrichtungen oder „Winde“ vertreten.
Wie einst das einheitliche griechische Reich nach dem Tode des großen Alexander in
vier Stücke ging, so tritt es hier schon vor dem Untergang dieses letzten Herrschers in
vier Teile zerspalten auf.
All’ dieser Reiche Gewalt vergeht nun, denn ihre Lebensdauer ward ihnen auf Tag
und Stunde bestimmt (Dan.7,12).
Die „vereinigten sozialistischen Sowjetrepubliken Rußlands“ im Kampf gegen Gott im
Norden,
das „christlich sein wollende Abendland oder Europa“ im Westen,
die „Welt des Islam mit Vorderasien als Haupt der afrikanischen Völker“ im
Süden,
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die „brahmanisch-buddhistische Welt Ostasien mit Japan an ihrer Spitze“ im
Osten,
das sind heute vier Mächte, die seit der Schwächung des britischen Imperiums
(Kaiserreichs) und des Zerbrochenwerdens der germanischen Völker vor
unseren Augen um die Weltherrschaft ringen.
In ihnen treten die vier Winde zutage, die einst auf das Völkermeer losbrachen und
die vier Weltreiche entstehen ließen (Dan.7,2). Wie die Wasserwogen die Völker sind, so
sind die bewegenden Winde die Geistmächte in den kriegerischen Ereignissen, die eine
Völkerherrschaft durch die andere verdrängen. Die kriegerischen Ereignisse sind die
Offenbarungen der hinter den Völkern stehenden, sie drängenden und treibenden
Geistmächte, der Engelfürsten, die den betreffenden Völkern zugeordnet sind, die wir in
Daniel 10 als die Fürsten des zweiten und dritten Weltreichs Medo-Persien und
Griechenland bereits früher kennengelernt haben (Dan.10,13.20).
So finden wir diese vier Winde auch am Ende auf dem Plan, um einerseits dem von
oben kommenden Reich Gottes zu widerstehen und anderseits für dasselbe zu wirken.
Sacharja zeigt sie uns als vier Wagen mit roten, schwarzen, weißen und gefleckten
starken Rossen, die Offenbarung als vier Reiter mit einem weißen, einem roten, einem
schwarzen und einem fahlen Pferd (Sach.6,1-8; Offb.6,1-8). In dem sogen. Buch Henoch ist
die Geburt Sems, Hams und Japhets als eines weißen, eines schwarzen und eines roten
Rindes geschildert. So entsprechen diese Rosse auch dem Fleisch, das diese
Geistmächte gebrauchen, dessen sie sich vorzugsweise bedienen, der semitischen,
hamitischen und japhetischen Völker.
Das erste Weltreich Assur-Babel entspricht dem weißen Fleisch der semitischen
Völker und der ersten herrschenden Geistmacht; denn Assur ist der zweite Sohn von
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Sem, und Arpakschad der dritte Sohn (1.Mos.10,22), wobei bekannt sein muß, daß
Abraham aus Ur in Chaldäa, der Heimat der Babylonier, kommt (1.Mos.11,31). Assur-Babel
entspricht dem von Mitternacht kommenden Verderber, und ist in der Gesinnung eines
Sanherib und Nebukadnezars wiederzuerkennen (Jes.14,31; Jer.1,14-16; 4,6-7; 6,1-6.26; 10,22;
13,20; 15,12; 22,7; 25,9; 46,20; 47,2-4; Hes.26,7-12; Zeph.2,13).
Das zweite Weltreich der Meder und Perser, Madai’s, des dritten Sohnes Japhets
(1.Mos.10,2), entspricht dem mittelfarbigen Fleisch, der japhetitischen Völker, die Gott
ausgebreitet hat, um sie als Zuchtrute und zerstörende Macht für Sem zu gebrauchen.
Durch sie wurde das babylonische Reich zertrümmert. Der Name „Perser“ weist auf
„Zerreißer“ hin. Zwar sind die Meder auch als von Norden über Babel zu seinem Verderben hereinbrechend bezeichnet (Jer.50,3.41; 51,48), aber der Sitz der Perser gegenüber
Babel und Israel war der Osten, ebenso gegenüber Elam, mit der Hauptstadt Susa, über
das der Herr die vier Winde kommen lassen wollte, um es nach allen vier Winden zu
zerstreuen (Jer.49,36). Im fernen Osten entfaltet sich heute an Stelle der früheren
Mächte des Ostens, des tracisch-bithynischen Reiches (312-280 v.Chr.), des
Partherreiches (250 v.Chr. bis 200 n.Chr.), des neupersischen Reiches (200-600 n.Chr.),
des Mongolenreiches (1200-1900), die Macht Japans. Der Geist dieser Völker
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ist in den Söhnen Japhets, nämlich Gomer, Magog, Madai, Javan, Tubal, Mesech und
Tiras zu suchen (1.Mos.10,2). Er entspricht dem von Osten kommenden Gericht, das einen
neuen Morgen ankündigt (Jes.27,8; Jer.18,17; Hos.13,15).
Das dritte Weltreich entspricht dem zu der Nordmacht Sems hier neu hinzukommenden hamitischen Volk der Ägypter, der Nachkommen Mizraims, zunächst der
Patrositer, also dem dunkelfarbigen Fleisch. Sein Geist ist in den Pharaonen Ägyptens
verkörpert, in der Macht, welche heißt „Ungetüm, das still sitzt“ (Jes.30,7), er entspricht der
von Süden kommenden Erschlaffung.
Das vierte Weltreich Rom entspricht den in ihm vereint um die Herrschaft ringenden
drei Völkergruppen der Söhne Noahs und des aus den übrigen Völkern abgesonderten
Israels, das am Ende als Wind des Herrn, von Westen kommend, endgültig jede frühere
Herrschaft vernichtet und seine eigene erlangt (Jes.59,19; vgl. 2.Mos.10,19; 15,10; Dan.2,3435.44-45; 7,11-12).
So zeigt uns die Offenbarung diese vier Winde an den vier Ecken der Erde zuerst
festgehalten (Offb.7,1), dann gelöst, wodurch ein Reiterheer von zweihundert Millionen
entfesselt wird, das bestimmt ist, den dritten Teil der Menschen zu töten zur Zeit der
sechsten Posaune, also der ersten Hälfte der letzten Jahrwoche (Offb.9,14-21).
Die Engel von Offb.9,14 sind gebunden an dem großen Strom Euphrat. Der Euphrat
bezeichnet im Gegensatz zum Nil in der Schrift die Nordmacht Sems im Gegensatz zu
der Südmacht Hams (Jes.7,20; 11,15; 19,24-25; Jer.2,18.36; 46,6.10; Klgl.Jer.5,6; Mich.7,12;
Zeph.2,13). Zuerst ist die Herrschaft in allen Weltteilen an diese semitischen Völker, die
Söhne Sems: Elam, Assur, Arpakschad, Lud, Aram, Uz, Chul, Geter und Masch
gebunden (1.Mos.10,22-23; 1.Chr.1,17); darum wird sie erschüttert, am Ende trifft die sechste
Zornschale den großen Strom Euphrat, wodurch sein Wasser vertrocknet, auf daß der
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Weg bereitet würde den Königen von Aufgang der Sonne (Offb.16,12). Es gehören zu den
Semiten aber auch die Kinder Ebers, die Kinder Nahors, die Kinder Lots, die Kinder
Jakobs, sowie die übrigen Kinder Abrahams, Ismaels und Esaus (1.Mos.10,25-29; 16,15;
24,3; 25,1-4.13-15; 36,4-5.11-13; 22,21-24; 19,36-38; 1.Chr.1,20-23.28-37).
Jesaja redet auch von vier Mächten „an jenem Tag“, wenn das Dreschen ist von den
Fluten des Stromes Euphrat bis an den Bach Ägypten wenn die große Posaune geblasen
wird: Der Leviathan, die flüchtige Schlange (Assur), der Leviathan, die gewundene
Schlange (Babel), das Krokodil am Meer (Ägypten) und das harte, große und starke
Schwert des Herrn (das letztrömische Weltreich) (Jes.27,1).
Der Prophet Bileam redet von fünf Mächten: Von Amalek, Kenas, Assur, Chittim und
Eber (4.Mos.24,21-24). In Amalek und Kenas können wir als dem ersten und dem fünften
Sohn des Eliphas, des Sohnes Esaus und Edoms, eine führende Macht des Südens
sehen, denn Edom ist am Ende auch im Süden (1.Mos.36,12.15; Jes.34,5; 63,1-6; Jer.49,7-22;
Hes.35,1-15). In Assur erkennen wir die Nord- und Westmacht Sems. In Eber können wir
zu einem kleinen Teil Israel sehen, das von ihm kommt, nämlich die Ebräer; ein anderer
Teil aber ist, das von den romanisierten Iberern,
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den Bewohnern des Ebrolandes Spaniens, kolonisierte Südamerika. Chittim, der dritte
Sohn Javans (1.Mos.10,4), ist nach alter Überlieferung der Name der Insel Zypern, nach
1.Makk.1,1 aber der Name des Landes, aus dem Alexander der Große gegen Persien
zog, also Mazedoniens und Griechenlands. Wir können in ihm deshalb die Westmacht
des zerteilten griechischen Reiches, das griechisch-mazedonische Reich Kassanders
und der Antigoniden sehen, fernerhin die Westmacht des vierten Weltreichs, das
„Abendland“; dann als Feinde Assurs natürlich eine germanisch-israelitische Macht, oder
die Macht des „fernen Westens“ unserer Tage, das germanisch-israelitische
Nordamerika, schließlich noch in den Schiffen von „Chittim“ ebensolche, die von der Insel
Zypern als ihre derzeitigen Besitzer kommen; das sind gegenwärtig die Engländer. Auf
Antiochus Epiphanes stießen seinerzeit von Zypern her auf den Hilferuf Ägyptens die
Römer mit der eben erbeuteten mazedonischen Flotte und zwangen den Syrerkönig
Antiochus Epiphanes in Ägypten alle Eroberungen herauszugeben und unverzüglich
umzukehren. Desto größeren Zorn übte er am Heiligen Land aus. „Zyprische Schiffe“
werden den „nördlichen König“ ebenfalls zwingen, von Ägypten abzulassen, und
wiederum wird dieser König nach der Rückkehr seinen maßlosen Zorn das heilige Volk
entgelten lassen (Dan.11,30). Sobald er aber mit seinem Kriegsheer abläßt, das Volk
Gottes zu bedrängen, entweihen zurückgebliebene Truppen das Heiligtum, und damit ist
die Mitte der Trübsalsjahrwoche eingetreten und das „Tier“ ist vollends aus dem
„Abgrund“ heraufgekommen (Dan.11,31; Offb.11,7; 17,8), um durch das Zorngericht Gottes
mit allen Geschlechtern, Völkern, Zungen und Nationen gerichtet zu werden.
b) Die geistige Ausgestaltung zur Gerichtsreife
Die klare Angabe der letzten dreieinhalb Jahre der Übergangszeit von dem vierten
Weltreich zu dem ewigen Reich Gottes und die ausführliche Schilderung der Ereignisse,
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die diese Zeit ausfüllen, sind der beste Beweis dafür, wie Gott in seinem ewigen
Ratschluß das Ende des vierten Weltreiches und die Zeit seines ewigen Reiches
bestimmt hat. Gott gibt in dieser Zeit dem Fürsten dieser Welt die letzte Möglichkeit,
seine Macht zu entfalten. Diese Gelegenheit nützt er in dem Tierreich mit den sieben
Häuptern und zehn Hörnern gründlich aus. Doch diese Zeit muß dem gottgewollten
Zweck dienen, daß sich zuerst alle Völker in ihrer Stellung dem wirkenden Dracheneinfluß gegenüber entscheiden müssen, dann das Volk Gottes und zuletzt auch die
christliche Gemeinde. Auf diese Weise reifen alle Menschen für das göttliche Gericht
heran. Und zuletzt wird der Weizen vom Unkraut auf diesen drei Gebieten geschieden.
Am Ende der Weltzeit, das ist das Ende des vierten Weltreiches, wird das Unkraut in
diesen letzten dreieinhalb Jahren der Übergangszeit gesammelt und dann mit Feuer
verbrannt (Matth.13,29-30; 25,31-46; Mal.3,19.21).
„Des Menschen Sohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem
Reiche sammeln alle Aergernisse und die da Unrecht tun und werden sie in den
Feuerofen werfen; daselbst wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Alsdann werden die Gerechten wie die Sonne leuchten in ihres Vaters Reich.“
(Matth.13,41-43)
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Auf diese Zeit ist noch mit den Worten hingewiesen:
„Wiederum ist das Himmelreich gleich einem Netz, das ins Meer geworfen ward
und Fische von allerlei Gattung zusammenbrachte. Als es nun voll geworden,
zogen sie es an das Gestade, setzten sich und sammelten die guten in Gefäße,
die faulen aber warfen sie weg. Also wird es am Ende der Weltzeit sein. Die
Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und sie in
den Feuerofen werfen. Daselbst wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“
(Matth.13,47-50)
„Wie es aber zu Noahs Zeiten war, also wird es auch bei der Zukunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sündflut aßen und tranken,
freieten und sich freien ließen bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging und
merkten nichts, bis die Sündflut kam und raffte sie alle dahin; also wird auch die
Zukunft des Menschensohnes sein. Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer
wird angenommen und der andere wird verstoßen. Zwei werden auf der Mühle
mahlen; eine wird angenommen und die andere wird verstoßen.“ (Matth.24,3741)
Diese Scheidung wird auf allen drei Gebieten: in der Weltherrschaft, im Volk Gottes
und in der christlichen Gemeinde durch den herrschenden Dracheneinfluß bewirkt (vgl.
Offb.14,15-20). Deshalb ist diese Zeit für alle Menschen die wichtigste, weil von dieser Zeit
an die Stellungnahme bei jedem einzelnen seine Erfahrung bestimmt, die er durch das
Gericht machen muß.
c) Die Vollendung des Zornes Gottes in den
sieben letzten Plagen
Wenn unter der herrschenden Drachenmacht und dem falschen Propheteneinfluß die
ganze Menschheit zum Gericht heranreift, wird der Zorn Gottes durch die sieben letzten
Plagen als den sieben Zornschalengerichten vollendet (Offb.15,1). Wenn diese sieben
letzten Plagen sich erfüllen, kann dadurch die Zeit erkannt werden, in der dieses
abschließende Gericht und der Untergang des vierten Weltreiches erfolgen.
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Die erste Zornschale gilt den Abgefallenen im Volk Gottes; es trifft die Erde und die
Menschen auf ihr, die trotz der ausgerufenen Reichsgottesherrschaft das Tier doch
anbeten (Offb.16,2). Die Scheidung zwischen denen, die das Tier anbeten und denen, die
es nicht anbeten, wirkt sich während der zweiundvierzig Monate langen Tierherrschaft
aus (Offb.13,4-5.8.14-17; 14,9). In dieser Zeit sind die Heiligen des Allerhöchsten zur
Bedrückung
„in seine Hand gegeben … eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.“ (Dan.7,25)
„Eine Frist, zwei Fristen und eine halbe“
dauert es, bis die Zerstreuung der Macht des heiligen Volkes vollendet ist (Dan.12,7).
Durch die Zornschalengerichte beginnt das letzte Gericht an denen, die von Gott
abgefallen sind und das Tier anbeten (Offb.16,2).
Wenn die zweite Plage das (Völker-) Meer trifft, so daß nun das ganze Meer zu Blut
wird wie von einem Toten und alle lebendigen Wesen sterben (Offb.16,3),
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so ist das die Zeit, in der das geistige Leben in der Völkerwelt als Folge ihrer Stellung zur
Tier- und Drachenherrschaft in den letzten dreieinhalb Jahren vollständig erloschen ist.
Die dritte Plage trifft die Flüsse und die Wasserquellen, die auch zu Blut werden
(Offb.16,4), d.h. die angeblichen christlichen Lehren dieser Völker haben sich dem verführerischen Lehreinfluß des falschen Propheten und der abgefallenen Babylon hingegeben, wodurch das geistige Leben zerstört wird.
Die vierte Plage ist durch die Sonne der Gerechtigkeit wirksam (Offb.16,8), und zwar
zu der Zeit, wenn die zwei Zeugen in ihrem dreieinhalb Jahre langen Todeszustand durch
den Geist des Lebens aus Gott auf ihre geistigen Zeugnisfüße gestellt werden und in den
Himmel steigen (Offb.11,11-12). Durch diese Stellung und geistige Erfahrung verkündigen
sie ihr Zeugnis nun zum wahren Heil des geretteten Überrestes des Volkes Israel. Dieses
Zeugnis fügt dann den von Gott Abgefallenen zu ihren bisherigen Geschwüren und
Qualen noch eine vermehrte Gerichtsglut und verzehrende Feuerflamme hinzu (Offb.11,11;
16,9).
Die fünfte Plage verfinstert die Tierherrschaft und das ganze Reich (Offb.16,10). Auf
Grund dieser Plage steigert sich ihre Gotteslästerung in einem solchen Ausmaß, daß
keine Heilung mehr möglich ist (Offb.6,10-11).
Durch die sechste Plage vertrocknet das Wasser des Stromes Euphrat, das ist das
assyrische Volk des Tierreiches, d.h. die Hauptkriegsmacht dieses Reiches zerfällt nun in
sieben gegeneinanderstrebende Mächte, damit den Königen vom „Aufgang der Sonne“
der Weg bereitet werde. Drei unreine Geister aus dem Munde der satanischen
Dreieinigkeit: des Drachen, des Tieres und des falschen Propheten, veranlassen nun
durch ihre verführerischen Zeichen, daß die Könige des ganzen Erdkreises zum letzten
entscheidenden Kampf versammelt werden an dem Ort „Harmagedon“, dem „Gebirge
von Megiddo“ als dem Schlachtfeld, auf dem sich die Geschicke des Heiligen Landes
schon oft entschieden haben (Offb.16,12-16; vgl. Rcht.5,19; 2.Kön.23,29-30).
Nun ist aber des Herrn Stunde für sein gewaltiges, machtvolles Eingreifen
gekommen. Jetzt erfüllen sich die Worte:
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„Jehova wird ausziehen wie ein Held, wie ein Kriegsmann den Eifer anfachen; er
wird jauchzen und ein Kriegsgeschrei erheben, er wird seinen Feinden den
Meister zeigen. Ich habe lange geschwiegen, bin stille gewesen und habe an
mich gehalten. Aber jetzt will ich stöhnen wie eine Gebärende und schnauben
und nach Luft schnappen zumal. Ich will Berge und Hügel verwüsten und all ihr
Gras dürr machen; ich will Ströme in Inseln verwandeln und Seen austrocknen.“
(Jes.42,13-15)
„Ich bin ja der Herr, dein Gott, der das Meer aufregt, daß seine Wellen brausen,
dessen Name ist Jehova der Heerscharen.“ (Jes.51,15)
„Zu jener Zeit wird der große Fürst Michael sich erheben, der über den Kindern
deines Volkes steht; denn es wird eine Zeit der Not sein, wie noch keine war,
seitdem ein Volk besteht, bis zu dieser Zeit. Aber zu der Zeit soll dein Volk
gerettet werden, alle, die man im Buche eingeschrieben findet.“ (Dan.12,1)
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„Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich mit dem Schatten meiner
Hand bedeckt, um den Himmel auszuspannen und die Erde zu gründen und zu
Zion zu sagen: Du bist mein Volk!“ (Jes.51,16)
Mit der siebenten Plage wird der Zorn Gottes vollendet (Offb.16,17). Nun wird zuerst
die geistliche Stadt Babel gerichtet, welche die Könige der Erde und alle Völker verführt
hatte (Offb.16,18-19; 17,2.15; 19,3). Das Tier vereint mit den zehn Hörnern hassen nun die
Hure, verlassen sie, machen sie wüst, verzehren ihr Fleisch und verbrennen sie mit
Feuer (Offb.17,16-17).
d) Der letzte Kriegszug des letzten Königs des vierten
Weltreiches nach dem Südreich Ägypten
Wir haben bereits gesehen, daß es dem König des Tierreiches in der kurzen Zeit von
dreieinhalb Jahren gelingt, seine Macht in den Grenzen der sieben Häupter und der zehn
Hörner und über alle Geschlechter, Völker, Zungen und Nationen so auszubreiten, daß
es die Verwunderung der ganzen Erde hervorruft (Offb.13,1-3.7). Sie beten den Drachen
und das Tier an und sprechen:
„Wer ist dem Tiere gleich, und wer vermag mit ihm zu streiten?“ (Offb.13,4)
Während die Menschen, als Werkzeuge der Drachenmacht glauben, daß sie auf der
Höhe ihrer Macht angelangt seien, hat auch der allmächtige Gott schon alles zu ihrem
Untergang zubereitet (Ps.2,1-9). Diesem Untergang geht nun das vierte Weltreich in seiner
letzten Form entgegen, wenn die dreieinhalb Jahre der Übergangszeit von diesem Reich
bis zum ewigen Reich Gottes dem Ende zuneigen. Den Anfang zu diesem
abschließenden Ringen macht das Südreich Ägypten, das von der hamitischen Macht
her immer gegen die semitische Macht von Assur-Babel-Syrien-Rom im Kampfe war.
Daniel schildert den Anfang dieses abschließenden Ringens, das zum Zusammenbruch
des Tierreiches und aller übrigen Reiche führt und der Aufrichtung des ewigen Reiches
Gottes den Platz bereitet, mit den Worten:
Am Ende aber wird der südliche König mit ihm zusammenstoßen (Der südliche König
ist der König von Ägypten (Jes.30,6-7; Jer.46,20). Der nördliche König ist der Tierkönig
(Jer.6,4-7; 15,12; 46,20). Da wird dann der nördliche König mit Wagen, Reitern und vielen
Schiffen auf ihn losstürmen und in seine Länder eindringen und sie überschwemmen und
überfluten. Er wird auch in das herrliche Land kommen, und Zehntausende werden
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unterliegen. Diese aber werden vor ihm verschont bleiben: Edom, Moab und die
Überreste der Kinder Ammons. Er wird seine Hand nach den Ländern ausstrecken, und
auch Ägyptenland wird nicht entrinnen; sondern er wird sich der Gold- und Silberschätze
bemächtigen und aller Kleinodien Ägyptens, auch werden Libyer und Äthiopier zu seinem
Gefolge gehören. (Dan.11,40-43)
e) Die Zeit des Untergangs des vierten Weltreiches
Der große Sieger über den südlichen König wird nun durch ein Gerücht aus „Osten“
und „Norden“ erschreckt. Daniel berichtet darüber:
„Es werden ihn Gerüchte aus Osten und Norden erschrecken; daher
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wird er in großer Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vertilgen. Und er
wird sein Palastzelt aufschlagen zwischen dem Meer und dem lieblichen Berge
des Heiligtums. Aber er wird zu seinem Ende kommen, und niemand wird ihm
helfen!“ (Dan.11,44-45)
Dieses Gericht erfolgt, wenn
„sich die beschlossene Vertilgung über den Verwüster ergießen wird.“ (Dan.9,27)
Wenn es zweitausenddreihundertmal Abend und Morgen geworden ist, das ist nach
tausendeinhundertundfünfzig Tagen (Dan.8,14), dann wird dieser letzte Krieg beginnen,
der dazu führt, daß dieser König des Tierreiches ohne Menschenhand
zusammenbrechen wird (Dan.8,25).
Daniel sagt darüber weiter:
„Das Gericht wird sich setzen und ihm die Gewalt wegnehmen, sie endgültig zu
vertilgen und zu vernichten.“ (Dan.7,26)
„Ich sah fortwährend zu um der großartigen Reden willen, die das Horn führte; ich
sah zu, bis daß das Tier getötet und sein Leib umgebracht und dem Feuer zur
Verbrennung überliefert ward. Auch der andern Tiere Gewalt verging, und ihre
Lebensdauer ward ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.“ (Dan.7,11-12)
Johannes schildert dieses Gericht in der Offenbarung mit den Worten:
„Ich sah einen Engel in der Sonne stehen, der rief mit lauter Stimme und sprach
zu allen Vögeln, die mitten am Himmel fliegen: ‚Kommt und versammelt euch zu
dem großen Mahle Gottes, daß ihr verzehret das Fleisch der Könige und das
Fleisch der Heerführer und das Fleisch der Starken und das Fleisch der Pferde
und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Knechte, der
Kleinen und Großen!’ Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre
Heere versammelt, Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferde saß, und mit
seinem Heer. Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der
die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des
Tieres angenommen und sein Bild anbeteten; lebendig wurden die Beiden
geworfen in den Feuersee, der mit Schwefel brennt. Und die Uebrigen wurden
getötet durch das Schwert, das aus dem Munde dessen geht, der auf dem Pferde
sitzt, und alle Vögel sättigen sich von ihrem Fleische.“ (Offb.19,17-21)
Dieses Gericht kann aber in seiner vollen Auswirkung nur recht verstanden werden,
wenn wir das in späteren Abschnitten folgende Schriftzeugnis der Propheten dazu
beachten, die noch auf mannigfaltige Weise von diesem Gericht weissagen.
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f) Das Vernichtungsgericht über die gottfeindlichen Völker
der vierten Weltreichsherrschaft
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Das große Vernichtungsgericht, das über das Tier aus dem Meer und somit über das
vierte Weltreich ergeht, füllt im Zeugnis der Heiligen Schrift einen großen Raum aus. Alle
Propheten, die von dem Untergang des vierten Weltreiches weissagen, bezeugen
denselben in der Ordnung, daß mit dem Gericht über das vierte Weltreich auch alle
übrigen Völker auf der Erde um ihrer gottfeindlichen Stellung willen von Gott gerichtet
werden.
Zur Vollstreckung dieses großen Völkergerichtes führt Gott alle Völker in das Tal
Harmagedon zusammen (Offb.16,14.16). Der Ratschluß der Völker besteht aber zu dieser
Zeit darin, den Ratschluß Gottes in der Aufrichtung seiner ewigen Reichsherrschaft durch
sein auserwähltes Volk der zwölf Stämme Israels zunichtezumachen (Ps.2,1-3; 32,10). In
dieser Gesinnung wird aber das Maß ihrer Sünde voll und ihre Gottlosigkeit offenbar
(Dan.8,23). Aus diesem Grunde müssen sie nun alle das Gericht erfahren (Ps.2,4-12), wie es
die folgenden Worte Gottes zeigen.
Wir betrachten zuerst die Schriftzeugnisse, in denen das Vernichtungsgericht im
Krieg zu Harmagedon ganz allgemein über alle Völker ausgesprochen ist. Im weiteren
wird das Gericht über die einzelnen Völker der vierten Weltreichsherrschaft geschildert.
Weil sich das Volk Gottes zu der Zeit, wenn die Völker den Ratschluß Gottes vereiteln wollen, in großer Not befindet, betet der Prophet:
„Ach daß du den Himmel zerrissest und führest herab, daß die Berge vor dir
erbebeten (wie Feuer Reisig entzündet und Wasser wallen macht), auf daß du
kundtätest deinen Namen deinen Feinden und die Völker vor dir erzittern müßten;
indem du furchtbar eingriffest, unerwartet herabführest, daß vor deinem
Angesicht die Berge erbebeten, so, wie man’s von Ewigkeit her nie gehört, nie
vernommen, kein Auge es gesehen hat, daß ein Gott tat denen, die auf ihn
warteten, außer dir allein!“ (Jes.64,1-3)
Der Psalmist kann dann über die göttliche Gerichtsvollstreckung bezeugen:
„Der Herr zu deiner Rechten wird Könige zerschmettern am Tage seines Zorns.
Er wird richten unter den Völkern, der Leichname viel machen, wird Häupter zerschmettern über weites Land hin.“ (Ps.110,56)
Der Prophet sagt von dem Gericht:
„Er legte Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzte den Helm des Heils auf
sein Haupt. Er zog die Kleider der Rache an und hüllte sich in Eifer wie in einen
Mantel. Wie mans verdient, so wird er bezahlen: Zorn seinen Widersachern, Vergeltung seinen Feinden! Ja, den Inseln wird er den verdienten Lohn geben.“
(Jes.59,17-18)
„Ich will den Himmel und die Erde erschüttern und will Königsthrone umstoßen
und die Macht der heidnischen Königreiche zertrümmern und will auch
Kriegswagen umstürzen samt ihren Reitern, daß Roß und Mann zu Boden sinken
und einer umkomme durch des andern Schwert.“ (Hgg.2,21-22)
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Der Herr führt dieses Gericht durch seinen Knecht aus. Von Serubabel als dem
Vorbild dieses Knechtes heißt es:
„An jenem Tage, spricht der Herr, will ich dich, Serubabel, den Sohn Sealtiels,
meinen Knecht, nehmen und dich anstecken wie einen Siegelring; denn dich
habe ich erwählt, spricht Jehova Zebaoth.“ (Hgg.2,23)
Über die Art und Weise, wie der Knecht des Herrn das Gericht an den Völkern
ausübt, sagt Gottes Wort:
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„Wer erweckte den von Osten her, dem Gerechtigkeit begegnet auf Schritt und
Tritt? Wer gibt Völker vor ihm hin und unterwirft ihm Könige? Es macht sie zu
Staub sein Schwert, sein Bogen zu verwehender Spreu. Er verfolgt sie, zieht hin
im Frieden, einen Pfad, den er mit seinen Füßen nie (zuvor) betrat. Wer hat es
bewirkt und ausgeführt? Der die Geschlechter von Anfang an rief, Ich, Jehova,
der ich der Erste und auch bei den Letzten derselbe bin!“ (Jes.41,2-4)
„Also spricht der Herr zu Kores, seinem Gesalbten, welchen ich bei seiner
rechten Hand ergriffen habe, daß ich Völker vor ihm niederwerfe und die Lenden
der Könige entgürte, daß die Türen vor seinem Angesicht aufgetan und die Tore
nicht sollen geschlossen bleiben: Ich will vor dir herziehen und das Bergige
ebnen; ich will eherne Türen zerbrechen und eiserne Riegel zerschlagen.“
(Jes.45,1-2)
„Ich habe von Norden her einen erweckt und er kommt – von Sonnenaufgang
her, der meinen Namen anruft, und er wird über Fürsten kommen wie über Lehm
und wird sie zertreten, wie ein Töpfer den Ton.“ (Jes.41,25)
Es ist dann die Zeit der Flut und der großen Wasser (Ps.32,6), wo sich die Worte
erfüllen:
„Jehova wird die Völker richten.“ (Ps.7,9)
„Wenn man sich nicht bekehrt, so wetzt er sein Schwert, hält seinen Bogen
gespannt und zielt und richtet auf jenen tödliche Geschosse, brennende Pfeile
schleudert er! Siehe, da hat einer Böses im Sinn: er geht mit Unheil schwanger
und wird Trug gebären! Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt und fällt in
die Grube, die er gemacht hat. Das Unheil, das er angerichtet, kehrt auf sein
Haupt zurück, und das Unrecht, das er begangen, wird auf seinen Scheitel
fallen.“ (Ps.7,13-17)
„Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker.“ (Jes.60,2)
In dieser Zeit des Gerichtes beweist es sich nun, daß die Worte Gottes wahr sind:
„Siehe, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer, und wie ein Stäublein in den
Waagschalen sind sie geachtet; siehe, er hebt die Inseln auf wie ein
Sandkörnlein! Der Libanon reicht nicht hin zum Feuer, und seine Tiere wären
nicht genugsam zum Brandopfer. Alle Völker sind vor ihm wie nichts, weniger als
nichts und für gar nichts sind sie geachtet vor ihm!“ (Jes.40,15-17)
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Zu dieser Zeit erfüllen sich auch die Worte:
„Höret mir schweigend zu, ihr Inseln, und die Völker sollen neue Kraft gewinnen;
sie sollen herzukommen und alsdann reden; wir wollen zusammenkommen um
miteinander zu rechten!“ (Jes.41,1)
Im Blick auf diese Gerichtszeit sagt Gottes Wort:
„Warum toben die Heiden und brüten die Völker eitle Pläne? Die Könige der Erde
stehen zusammen, und die Fürsten verabreden sich wider den Herrn und wider
seinen Gesalbten: ‚Wir wollen ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns
werfen!’“ (Ps.2,1-3)
„Der im Himmel thronet lacht, der Herr spottet ihrer. Dann wird er zu ihnen reden
in seinem Zorn und sie schrecken in seinem Grimm.“ Ps.2,4-5)
„Jehova macht zunichte den Ratschluß der Heiden, er vereitelt die Gedanken der
Völker.“ (Ps.33,10)
„Ich nahm meinen Stab ‚Huld’ und zerbrach ihn, um meinen Bund zu brechen,
den ich mit allen Völkern gemacht hatte.“ (Sach.11,10)
„Ich bin sehr erzürnt auf die übermütigen Nationen; denn ich war nur ein wenig
erzürnt, sie aber halfen zum Unglück!“ (Sach.1,15)
„Ich will ihr Blut rächen, das ich nicht gerächt hatte.“ (Joel 4,21)
„Sie (Israel) sollen sicher darin wohnen, Häuser bauen und Weinberge pflanzen;
ja, sie werden sicher wohnen, wenn ich an allen denen rings um sie her, welche
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sie verachten, Strafgerichte vollziehen werde. Alsdann werden sie erfahren, daß
ich, Jehova, ihr Gott bin.“ (Hes.28,26)
„Ich will allen Völkern den Garaus machen, unter die ich dich verstoßen
habe.“(Jer.46,28)
„Darum sollen alle, die dich fressen, gefressen werden, und man wird alle deine
Feinde gefangen führen; alle, die dich plündern, sollen geplündert werden, und
alle, die dich berauben, will ich zum Raube machen.“ (Jer.30,16)
„Wenn sie aber nicht gehorchen wollen, so will ich ein solches Volk gänzlich ausrotten und vertilgen.“ (Jer.12,17)
So werden die Schläger des Volkes Israel geschlagen und seine Mörder
ermordet (Jes.27,7). Gott will zu der Zeit alle ihre Peiniger unterdrücken
(Zeph.3,19). Er läßt durch die Propheten verkündigen:
„Siehe, ich trockne mit meinem Schelten das Meer aus; ich mache Ströme zur
Wüste, daß ihre Fische vor Wassermangel faulen und vor Durst sterben!“
(Jes.50,2)
„Die dich zerstört und verwüstet haben, sollen sich davonmachen!“ (Jes.49,17)
„Die dich verschlingen wollten, werden ferne von dir sein.“ (Jes.49,19)
„So spricht der Herr Jehova: Darum und deswegen, weil man euch verwüstet und
von allen Seiten nach euch geschnappt hat, als wäret ihr den übrigen Völkern
zum Erbteil geworden, und weil ihr den
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Leuten ins Maul gekommen und zum Gespött geworden seid: deswegen, o ihr
Berge Israels, höret das Wort des Herrn Jehova! So spricht der Herr Jehova zu
den Bergen und Hügeln, zu den Gründen und Tälern, zu den öden Trümmern
und verlassenen Städten, welche den umwohnenden übrigen Völkern zum Raub
und Gespött geworden sind – ja, darum spricht der Herr Jehova: Fürwahr, ich
rede in meinem feurigen Eifer wider die übrigen Völker und wider das ganze
Edom, welche sich mein Land zum Erbteil genommen haben und die sich von
ganzem Herzen und mit übermütiger Verachtung gefreut haben, sie auszustoßen
und zu berauben. Deswegen weissage über das Land Israel, und sprich zu den
Bergen und Hügeln, zu den Gründen und zu den Tälern: So spricht der Herr
Jehova: Wahrlich, in meinem Eifer rede ich und in meinem grimmigen Zorn, weil
ihr Schmach von den Völkern erlitten habt! Darum spricht der Herr Jehova also:
Ich hebe meine Hand auf (zum Schwur), daß die Völker, die um euch her
wohnen, ihre eigene Schmach tragen sollen!“ (Hes.36,3-7)
„Nahe ist der Tag Jehovas über alle Völker.“ (Obdj.15.)
„Gleichwie ihr auf meinem heiligen Berge getrunken habt, so sollen alle Völker
beständig trinken; sie sollen trinken und schlürfen und sein, als wären sie nie
gewesen.“ (Obdj.16.)
Im Blick auf dieses schwere Gericht über die Völker mußte der Prophet Jeremjas
weissagen:
„Also sprach Jehova, der Gott Israels zu mir: ‚Nimm diesen Kelch voll Glutwein
aus meiner Hand und tränke damit alle Völker, zu welchen ich dich sende, daß
sie trinken und taumeln und toll werden vor dem Schwert, das ich unter sie
sende!’“ (Jer.25,15-16)
„‚Trinket und werdet trunken und speiet aus und fallet also hin, daß ihr nicht
wieder aufstehen möget vor dem Schwert, das ich unter euch senden werde!’
Sollten sie sich aber weigern, den Kelch aus deiner Hand zu nehmen und daraus
zu trinken, so sollst du also zu ihnen sagen: So spricht Jehova Zebaoth: ‚Ihr müßt
dennoch trinken! Denn fürwahr, an der Stadt, die nach meinem Namen genannt
ist, fange ich an Uebels zu tun, und ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr sollt nicht
ungestraft bleiben, sondern ich rufe das Schwert über alle Bewohner der Erde’,
spricht Jehova Zebaoth.“ (Jer.25,27-29)
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„Der Herr wird brüllen von der Höhe und von seiner heiligen Wohnung her seine
Stimme erschallen lassen; er wird laut brüllen über seine Aue, ein Jauchzen wie
die Keltertreter wird er anstimmen über alle Bewohner der Erde. Es dringt ein
Lärm bis an die Enden der Erde; denn Jehova hat einen Streit mit den Völkern, er
rechtet mit allem Fleisch, die Gottlosen übergibt er dem Schwert, spricht der Herr.
So spricht Jehova der Heerscharen: Siehe, es geht Unglück aus von einem Volke
zum andern, und ein gewaltiger Sturm erhebt sich von den Enden der Erde her,
und es wird Erschlagene
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des Herrn geben an jenem Tage von einem Ende der Erde bis zum andern, die
nicht beklagt, nicht gesammelt und nicht begraben, sondern zum Dünger auf dem
Lande werden sollen. Heulet ihr Hirten und schreiet, wälzet euch in Asche, ihr
Beherrscher der Herde! Denn nun ist eure Zeit da, daß man euch schlachte, und
ihr sollt zerschmettert und hingeworfen werden wie kostbare Gefäße. Da gibts
keine Zuflucht mehr für die Hirten und kein Entrinnen für die Beherrscher der
Herde. Man hört die Hirten schreien und die Beherrscher der Herde heulen, weil
der Herr ihre Weide verwüstet hat, und weil die Auen des Friedens verwüstet sind
von der Zornglut des Herrn. Er hat sein Dickicht verlassen wie ein junger Löwe,
also, daß ihr Land zur Wüste geworden ist vor seinem grausamen Schwert und
vor seines Zornes Glut.“ (Jer.25,30-38)
„Siehe, es wird sich eine Rotte zusammenrotten, aber nicht von mir. Wer sich
aber wider dich rottet, der wird an dir zu Falle kommen. – Fürwahr, ich habe den
Schmied gemacht, der die Kohlen zu einem Feuer anbläst und eine Waffe
hervorbringt nach seiner Kunst. Aber ich habe auch den Zerstörer gemacht, der
sie vernichten wird; keiner Waffe, die wider dich geschmiedet ist, wird es
gelingen, und alle Zungen, die sich wider dich vor Gericht erheben, wirst du
Lügen strafen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit
von mir, spricht Jehova.“ (Jes.54,15-17)
In Verbindung mit dem Gericht, das Gott über die Völker ausüben will, sagt er ihnen:
„Kommt herzu, ihr Völker, daß ihr höret, und ihr Nationen, merket auf! Die Erde
soll hören und was sie erfüllt, der Weltkreis samt all seinen Geschöpfen. Denn
der Herr ist zornig über alle Völker und ergrimmt über ihr ganzes Heer. Er hat sie
dem Bann und der Schlachtung überliefert. Ihre Erschlagenen sollen hingeworfen
werden, und der Gestank ihrer Leichname wird aufsteigen, und die Berge werden
von ihrem Blute fließen. Alles Heer des Himmels wird zerrinnen, und die Himmel
werden zusammengewickelt wie ein Buch, und all ihr Heer wird verwelken, wie
das Laub am Weinstock verwelkt und wie die Blätter am Feigenbaum verdorren.
Denn trunken geworden ist mein Schwert im Himmel; siehe, es fährt herab auf
Edom, auf das von mir zum Gericht gebannte Volk. Das Schwert des Herrn ist
voll Blut; es ist geölt mit dem Fett, dem Blut der Lämmer und Böcke, mit dem
Nierenfett der Widder; denn der Herr hält ein Opferfest zu Bozra und ein großes
Schlachten im Lande Edom. Da werden die Büffel mit ihnen fallen, und die Farren
mit den starken Stieren; ihr Land wird mit Blut getränkt und ihr Boden mit Fett
gedüngt.“ (Jes.34,1-7)
„Siehe, ein Sturmwind von Jehova, Zornglut wird ausgehen, ein wirbelnder Sturm
sich stürzen auf der Gottlosen Kopf! Die Zornglut des Herrn wird nicht
nachlassen, bis er die Gedanken seines
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Herzens ausgeführt und zustande gebracht hat; am Ende der Tage werdet ihrs
völlig inne werden.“ (Jer.30,23-24)
„Noch diesen einen kleinen Augenblick, so erschüttere ich den Himmel und die
Erde, das Meer und das Trockene; und ich will auch alle Völker erschüttern.“
(Hgg.2,6-7)
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„Siehe in jenen Tagen und zu jener Zeit, wann ich die Gefangenen Judas und
Jerusalems wiederbringen will, da werde ich alle Völker versammeln und sie ins
Tal Josaphat hinabführen und mit ihnen daselbst rechten wegen meines Volkes
und meines Erbteils Israel, daß sie es unter die Völker zerstreut und mein Land
verteilt haben.“ (Joel 4,1-2)
„Siehe, ich mache Jerusalem zum Taumelkelch für alle Völker ringsum, und auch
gegen Juda wird es gehen bei der Belagerung Jerusalems. Und es soll geschehen, an jenem Tage will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker; alle,
die ihn heben wollen, werden sich Schaden zufügen, und es werden sich gegen
sie alle Völker der Erde versammeln. An jenem Tage, spricht der Herr, will ich
alle Rosse mit Scheu und ihre Reiter mit Wahnsinn schlagen; über das Haus
Juda will ich meine Augen offen halten, aber alle Rosse der Völker mit Blindheit
schlagen.“ (Sach.12,2-4)
„Rufet solches aus unter den Völkern: Erkläret feierlich den Krieg! wecket die Helden auf! alle Krieger sollen einrücken und ausziehen! Schmiedet euere Hauen zu
Schwertern um und euere Rebmesser zu Spießen! Der Schwache spreche: Ich
bin stark! Eilet und kommet herbei, alle Völker ringsum, und versammelt euch!
Dahin führe, Herr, deine Helden hinab! Die Völker sollen sich aufmachen und in
das Tal Josaphat hinaufziehen! Daselbst will ich sitzen, zu richten alle Völker
ringsum. Sendet die Sichel! denn die Ernte ist reif. Kommt und tretet! denn die
Kelter ist voll, die Kufen fließen über; denn ihre Bosheit ist groß. Scharen um
Scharen im Tal der Entscheidung, denn nahe ist der Tag Jehovas im Tale der
Entscheidung. Sonne und Mond trauern, und die Sterne verlieren ihren Schein.“
(Joel 4,9-15)
„Jetzt haben sich viele Völker wider dich versammelt und sagen: ‚Sie soll
entweiht werden, damit unsre Augen ihre Lust an Zion sehen!’ Sie wissen aber
nicht, was der Herr im Sinne hat, und merken seinen Ratschluß nicht, daß er sie
zusammen gebracht hat wie Garben auf der Tenne. Mach’ dich auf und drisch,
du Tochter Zion! Denn ich mache dir ein eisernes Horn und eherne Hufe, daß du
viele Völker zermalmest und weihest ihren Raub dem Herrn und ihr Vermögen
dem Beherrscher der ganzen Erde.“ (Mich.4,11-13)
Gott läßt den Völkern die sein Volk geplündert haben, durch den Propheten Sacharja
sagen:
„Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an. Denn siehe, ich hebe meine
Hand gegen sie auf, daß sie denen zur Beute werden sollen, die ihnen gedient
haben; so werdet ihr erfahren, daß Jehova Zebaoth mich gesandt hat.“
(Sach.2,12-13)
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„Siehe, es kommt ein Tag für den Herrn, da man deine Beute in dir verteilen wird!
Da werde ich alle Völker bei Jerusalem zum Kriege versammeln und die Stadt
soll erobert, die Häuser sollen geplündert und die Weiber geschändet werden;
und die Hälfte der Stadt muß in die Gefangenschaft wandern, der Rest aber soll
nicht ausgerottet werden aus der Stadt.“ (Sach.14,1-2)
„Es wird geschehen an jenem Tage, da wird der Herr ein Dreschen anstellen von
den Fluten des Stromes (Euphrat) bis zum Bach Aegyptens.“ (Jes.27,12)
„An jenem Tage wird der Herr mit seinem harten, großen und starken Schwert
heimsuchen den Leviathan, die flüchtige Schlange (Assur), und den Leviathan,
die gewundene Schlange (Babel), und wird das Krokodil am Meere (Aegypten)
töten.“ (Jes.27,1)
„Gott kommt von Teman her und der HeiIige vom Berge Paran; sein Glanz
bedeckt den Himmel, und seines Ruhmes ist die Erde voll. Ein Glanz entsteht wie
Sonnenlicht; Strahlen gehen aus von seiner Hand, und daselbst ist seine Kraft
verborgen. Vor ihm her geht Pestilenz, und Seuche folgt ihm auf dem Fuß. Tritt
Er auf, so muß die Erde erbeben; sieht er die Völker an, so schreckt er sie auf,
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und die uralten Berge zerstieben, es sinken die ewigen Hügel; er wandelt ewige
Pfade. In Nöten sehe ich Kuschans Hütten, es zittern die Zelte des Landes
Midian. Ist Jehova über die Ströme ergrimmt? ergießt sich über die Ströme dein
Zorn oder über das Meer dein Eifer, daß du einherfährst auf deinen Rossen,
deinen Siegeswagen? Blank, entblößt ist dein Bogen, du hast deinen Köcher
gesättigt mit Pfeilen; durch Ströme zerteilst du das Land. Die Berge sehen dich
und erzittern, stromweise fallen die Wasser hernieder, der Ozean läßt sein Tosen
hören, seine Wellen fahren hoch empor. Sonne und Mond bleiben verborgen
beim Leuchten deiner Pfeile, die ausgehen, beim Glanz deines blitzenden
Speeres. Im Grimm schreitest du über die Erde, im Zorn zerdrischest du die
Heiden. Du ziehest aus zum Heil deines Volkes, zur Hilfe deines Gesalbten; du
zerschmetterst das Haupt von dem Hause des Gottlosen, entblößest den Grund
bis an den Hals. Du durchbohrst mit ihren eigenen Speeren das Haupt seiner
Scharen; sie stürmten einher, um mich in die Flucht zu schlagen, und erhoben ihr
Freudengeschrei, als wollten sie den Elenden im Verborgenen verzehren. Du
beschreitest das Meer mit deinen Rossen, die schäumenden Wassermassen.“
(Hab.3,3-15)
„Auf allen hohen Bergen und auf allen erhabenen Hügeln werden Bäche,
Wasserströme entspringen am Tag der großen Schlacht, da die Türme fallen
werden.“ (Jes.30,25)
„Siehe, der Name des Herrn kommt von Ferne! Sein Zorn brennt, mächtiger
Rauch steigt auf; seine Lippen sind voll Grimm und seine Zunge wie ein
verzehrendes Feuer; sein Odem wie ein überfließender Wasserstrom, der bis an
den Hals reicht, daß er die
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Nationen schwinge in dem Sieb der Vernichtung und den irreführenden Zaum an
die Kinnbacken der Völker lege.“ (Jes.30,27-28)
„Aber die Menge deiner Feinde wird sein wie dünner Staub, und die Menge der
Tyrannen wie zerstiebende Spreu, und das plötzlich, in einem Augenblick. Vom
Herrn der Heerscharen wird Strafe geübt werden mit Donner und Erdbeben und
mit großem Krachen, Sturmwind und Ungewitter und mit verzehrenden Feuerflammen. Also wird die Menge aller Völker, die wider Ariel ausziehen, und aller,
die wider ihn und seine Bollwerke kriegen und ihn ängstigen, wie ein
Traumgesicht sein, das in der Nacht erscheint. Wie wenn einem Hungrigen
träumt, er esse, und wenn er erwacht, ist sein Verlangen noch ungestillt; oder wie
wenn einem Durstigen träumt, er trinke, und wenn er erwacht, so ist er matt und
seine Seele lechzt, – also wird es der Menge der Völker ergehen, welche wider
den Berg Zion kriegen.“ (Jes.29,5-8)
„Die Völker werden vor deiner Donnerstimme fliehen und die Nationen, wenn du
dich erhebst, zerstreuet werden.“ (Jes.33,3)
Vom Herrn, als dem Gerichtsvollstrecker heißt es nun:
„Wie der Löwe und der junge Löwe über seiner Beute knurrt, wenn man gegen
ihn die ganze Menge der Hirten zusammenberuft, und vor ihrem Geschrei nicht
erschrickt, noch vor ihrer Menge sich duckt, also wird auch der Herr der Heer
scharen auf den Berg Zion und auf dessen Höhe herabkommen zu streiten. Wie
Vögel mit ihren Fittichen tun, so wird der Herr der Heerscharen Jerusalem
beschützen; beschirmen wird ers und erretten, verschonen wird ers und
befreien.“ (Jes.31,4-5)
„Der Herr wird ausziehen und streiten wider jene Völker wie ehemals, da er
kämpfte am Tage der Schlacht. Und seine Füße werden an jenem Tage auf dem
Oelberg stehen, der vor Jerusalem gegen Morgen liegt. Da wird sich der Oelberg
in der Mitte spalten, daß es von Sonnenaufgang nach dem Meere hin ein sehr
großes Tal geben und die eine Hälfte des Berges nach Norden, die andere nach
Süden weichen wird.“ (Sach.14,3-4)
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Im Blick auf diesen Sieg fragt der Prophet:
„Wer kommt dort von Edom her, in tiefroten Kleidern von Bozra? Prächtig sieht er
aus in seinem Gewand, stolz tritt er auf in der Fülle seiner Kraft.“ (Jes.63,1)
Die Antwort lautet:
„Ich bin’s, der in Gerechtigkeit redet und mächtig ist zum Retten!“ (Jes.63,1)
Wieder fragt der Prophet:
„Woher ist denn das Rot an deinem Gewand und sehen deine Kleider aus wie
eines Keltertreters?“ (Jes.63,2)
Darauf erklärt der Herr:
„Ich habe die Kelter allein getreten, und von den Völkern stand
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mir niemand bei; und so habe ich sie in meinem Zorne getreten und in meinem
Grimm zerstampft, daß ihr Saft an meine Kleider spritzte und ich alle meine
Gewänder (mit ihrem Blut) besudelte. Denn ich hatte mir einen Tag der Rache
vorgenommen, das Jahr meiner Erlösung war gekommen. Und ich sah mich um,
aber da war kein Helfer, und ich entsetzte mich, aber niemand unterstützte mich;
da half mir mein Arm, und mein Grimm, der unterstützte mich! Also habe ich die
Völker in meinem Zorn zertreten und sie berauscht mit meinem Grimm und ihren
Saft auf die Erde rinnen lassen.“ (Jes.63,3-6)
„Der Herr hat Jakob erlöst und ihn aus der Hand dessen befreit, der ihm zu
mächtig war.“ (Jer.31,11)
Von der Zeit dieses gewaltigen Kampfes mit den gottfeindlichen Völkern und dem
Sieg über dieselben heißt es:
„An jenem Tage wirds nicht helle sein, die glänzenden Sterne werden sich verhüllen. Und es wird ein einziger Tag sein – er ist dem Herrn bekannt – weder Tag
noch Nacht; und es wird geschehen, zur Abendzeit wird es licht werden.“
(Sach.14,6-7)
„Es wird dazu kommen, daß alle Uebriggebliebenen von all den Völkern, die
gegen Jerusalem gezogen sind, Jahr für Jahr heraufkommen werden, um
anzubeten den König Jehova Zebaoth, und das Laubhüttenfest zu feiern. Wer
aber von den Geschlechtern der Erde nicht hinaufziehen wird nach Jerusalem,
anzubeten den König Jehova Zebaoth, über die wird es nicht regnen. Und wenn
das Geschlecht Aegyptens nicht hinaufziehen will, sollte dann nicht auch über sie
die Plage kommen und auf ihnen sein, mit welcher der Herr die Völker schlagen
wird, die nicht hinaufziehen wollen, das Laubhüttenfest zu feiern? Das wird die
Strafe der Aegypter und die Strafe aller Völker sein, welche nicht hinaufziehen
wollen, das Laubhüttenfest zu feiern.“ (Sach.14,16-19)
Das Gericht über die Völker schildert auch der Psalmist mit den Worten:
„Als Völker tobten und Königreiche wankten, ließ er seine Stimme erschallen, –
da verzagte die Erde.“ (Ps.46,7)
„Kommt her, schauet die Werke des Herrn, der auf Erden Verheerungen angerichtet hat, – der den Kriegen ein Ende macht auf der ganzen Erde, Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt! Seid stille und
erkennet, daß ich Gott bin; ich will erhaben sein unter den Völkern, ich will
erhaben sein auf Erden.“ (Ps.46,9-11)
„Er läßt regnen über die Gottlosen; Stricke, Feuer, Schwefel und Glutwind teilt er
ihnen zu.“ (Ps.11,6)
„Deine Hand wird alle deine Feinde finden, deine Rechte wird finden deine
Hasser. Du wirst sie gleich einem feurigen Ofen machen zur Zeit deines
Erscheinens, Jehova wird sie in seinem Zorn verschlingen, das Feuer wird sie
fressen. – Du wirst ihre Frucht
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Jahrgang XXV/10-11
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vom Erdboden vertilgen und ihren Samen aus den Menschenkindern. Wenn sie
wider dich Arges hegen, Pläne schmieden, so werden sie es nicht ausführen können. Du machst, daß sie den Rücken zeigen; mit deiner Bogensehne zielst du
gegen ihr Angesicht. Erhebe dich, Herr, in deiner Kraft, so wollen wir deine
Stärke besingen und preisen!“ (Ps.21,9-14)
„Du hast die Heiden gescholten, die Gottlosen umgebracht, ihren Namen
ausgetilgt auf immer und ewig. Die Feinde sind vernichtet, – Ruinen für immer,
und die Städte hast du zerstört, ihr Andenken ist dahin. Aber Jehova bleibt ewig,
er hat seinen Thron aufgestellt zum Gericht. Und er wird den Erdkreis richten mit
Gerechtigkeit und den Völkern das Urteil sprechen, wie es billig ist.“ (Ps.9,6-9)
„Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie gemacht; ihr Fuß hat sich
gefangen in dem Netz, das sie heimlich gestellt. Der Herr hat sich kund gegeben,
hat Gericht gehalten; der Gottlose ist in dem Werk seiner Hände verstrickt! Die
Gottlosen müssen zur Hölle kehren, alle Heiden, die Gottes vergessen.“ (Ps.9,1618)
Das Gebet des Psalmisten ist nun erhört:
„Steh’ auf, o Herr, daß der Sterbliche nicht zu mächtig werde, daß die Heiden
gerichtet werden vor deinem Angesicht! Herr, jage ihnen Schrecken ein, damit
die Heiden erkennen, daß sie Menschen sind!“ (Ps.9,20-21)
Gottes Sieg über die Völker ist mit den Worten bezeugt:
„Siehe, die Könige haben sich verbündet, miteinander sind sie herangezogen. Sie
haben sich verwundert, als sie solches sahen; sie erschraken und flohen davon.
Zittern ergriff sie daselbst, Angst wie eine Gebärerin. Durch den Ostwind
zerbrichst du Tarsisschiffe.“ (Ps.48,5-8)
Auch ist nun die Hoffnung des Psalmisten erfüllt, die er in den Worten ausspricht:
„Die Frommen sollen frohlocken in Herrlichkeit, sie sollen jauchzen auf ihren
Lagern. In ihrem Munde sei Gottes Lob und ein zweischneidiges Schwert in ihrer
Hand, daß sie Rache üben an den Völkern, Strafe an den Nationen, ihre Könige
zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, – daß sie an ihnen das
Gericht vollstrecken, das geschrieben ist. Das ist eine Ehre für alle seine Frommen.“ (Ps.149,5-9)
Kurz zusammengefaßt ist über das Vernichtungsgericht der gottfeindlichen Völker im Tal
Harmagedon am Ende der vierten Weltreichsherrschaft im prophetischen Wort das
Folgende gesagt:
1. Der Herr zerschmettert am Tage seines Zorns Könige und Häupter über
weites Land hin (Ps.110,5-6).
2. Durch das Gericht unter den Völkern gibt es viele Leichname (Ps.110,5-6).
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3. Das Gericht entsteht, wenn der Herr den Himmel zerreißt und herabfährt,
daß vor seinem Angesichte Berge erbeben (Jes.64,1-3).
4. Das Gericht erfolgt zu der Zeit, wenn der Herr zu seinem Tempel, den
vollendeten Gläubigen kommt, die auf ihn warten und die Scheidung
zwischen dem Ueberrest des Volkes Israel und den Tieranbetern erfolgt
(Mal.3,1).
5. Wenn sich zu dieser Zeit der über dem Volk Israel stehende große Fürst
Michael zur Rettung seines Volkes erhebt, dann ist eine solche Not, wie
noch keine war, seitdem ein Volk besteht (Dan.12,1; Matth.24,21).
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6. Der Herr selbst führt dieses Gericht an den Völkern aus, die seine
Widersacher und Feinde sind; es ist ihr verdienter Lohn (Jes.59,17-18).
7. Wenn der Herr Himmel und Erde erschüttert, dann stößt er die Königsthrone um und zertrümmert die Macht der heidnischen Königreiche. Einer
kommt durch des andern Schwert um (Hgg.2,21-22; vgl. Vers 6-7).
8. Serubabel ist des Herrn Knecht, der das göttliche Gericht an den Völkern
vollstreckt (Hgg.2,23).
9. Der Herr unterwirft seinem in Gerechtigkeit von Osten kommenden Knecht
die Völker (Jes.41,2-4).
10. Gott wirft Völker vor seinem Gesalbten, Kores, nieder und entgürtet die
Lenden der Könige (Jes.45,1-2).
11. Der von Norden kommende Knecht des Herrn kommt vom Sonnenaufgang
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
über Fürsten wie über Lehm und zertritt sie, wie ein Töpfer den Ton
(Jes.41,25).
Wenn Gott die Völker richtet, dann fällt ihr Unheil, das sie angerichtet
haben, auf ihren Kopf (Ps.9,13-17).
Die Völker sind von Gott für nichts geachtet (Jes.40,17).
Wenn die Könige sich wider den Herrn und seinen Gesalbten verabreden,
redet der Herr mit ihnen in seinem Zorn und schreckt sie in seinem Grimm
und macht ihren Ratschluß zunichte (Ps.2,1-2.5; 33,10).
Der Herr bricht seinen Bund mit den Völkern (Sach.11,10.16).
Der Herr ist über die Nationen erzürnt, weil sie mit zu Israels Unglück
verholfen haben (Sach.1,15).
Der Herr rächt sein Volk (Joel 4,21).
Gott übt an den Völkern, die sein Volk Israel verachten, Strafgericht
(Hes.28,26).
Gott macht den Völkern den Garaus, unter die das Volk Israel verstoßen
war (Jer.46,28).
Alle Völker, die das Volk Israel fressen, plündern und berauben, werden
gefressen, geplündert und beraubt (Jer.30,16).
Jedes Volk, das Gott nicht gehorcht, wird ausgerottet und vertilgt (Jer.12,17).
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22. Die Schläger des Volkes Israel werden geschlagen und seine Mörder
ermordet (Jes.27,7).
23. Gott trocknet das Völkermeer und macht die Völkerströme zur Wüste
(Jes.50,2-3).
24. Die Völker, die das Volk Israel verwüstet haben und verschlingen wollten,
müssen sich davonmachen und fernemachen (Jes.49,17-19).
25. Gott redet in seinem feurigen Eifer und grimmigen Zorn mit den Völkern,
die sein Volk Israel ausgestoßen und ihr Land zum Erbteil genommen
haben (Hes.36,3-7).
26. Dieses Gericht ist der Tag Jehovas über alle Völker (Obdj.15).
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27. Die Völker sollen trinken und schlürfen als wären sie nie gewesen (Obdj.16).
28. Die Völker müssen trinken, taumeln und toll werden vor dem Schwert, das
der Herr unter sie sendet (Jer.25,15-16.27-29).
29. Der Herr als Keltertreter hat einen Streit mit den Völkern und übergibt die
Gottlosen dem Schwert. Es gibt Erschlagene von einem Ende der Erde bis
zum andern. Die Beherrscher der Erde werden geschlachtet, zerschmettert
und hingeworfen, wie kostbare Gefäße (Jer.25,30-38).
30. Wenn sich eine Rotte wider das Volk Israel zusammenrottet, wird sie mit
ihrer Waffe zerstört (Jes.54,15-17).
31. Der Herr hat alle Völker dem Bann der Schlachtung überliefert, die Berge
fließen von ihrem Blut. Es ist das Opferfest, das große Schlachten im
Lande Edom (Jes.34,1-7).
32. Der Herr verwüstet Berge (Völker) und Hügel (Völker) und macht ihr Gras
(das Volk) dürr. Ströme (Völker) werden zu Inseln und werden trocken
(Jes.42,13-25; Hag.2,6-7).
33. Gott rechtet im Tal Josaphat mit allen Völkern, die sein Volk unter die
Völker zerstreut und ihr Land verteilt haben (Joel 4,1-2.9-15; Sach.14,1-2).
34. Jerusalem ist der Taumelkelch für alle Völker, die sich gegen sie versammeln und sich Schaden zufügen, weil Gott sie mit Wahnsinn schlägt
(Sach.12,2-4).
35. Gott macht seinem Volk Israel ein eisernes Horn und eherne Hufe, daß es
viele Völker zermalme und ihren Raub und ihr Vermögen dem Beherrscher
der ganzen Erde weihe (Mich.4,11-13).
36. Die Völker, denen das Volk Israel gedient hat, müssen ihm zur Beute
werden (Mich.2,12-13).
37. Das Völkerdreschen des Herrn ist vom Strome Euphrat bis zum Bache
Ägypten, wenn der Herr mit seinem Schwert Assur-Babel und Ägypten
heimsucht (Jes.27,1-12).
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38. Gott sieht die Völker an und sie zerstieben; er zerteilt das Land durch die
Völkerströme und zerdrischt im Zorn die Heiden; er zerschmettert das
Haupt vom Hause des Gottlosen (Hab.3,3-15).
39. Am Tage der großen Schlacht fallen die Türme (Jes.30,25).
40. Der Herr führt die Völker irre und vernichtet die Nationen (Jes.30,27-28).
41. Die Menge der Feinde des Volkes Israel, die wider den Berg Zion kriegen,
ist wie dünner Staub, der wie Spreu zerstiebt, wenn der Herr sie straft mit
Donner, Erdbeben, großem Krachen, Sturmwind, Ungewitter und
verzehrenden Feuerflammen (Jes.29,5-8).
42. Die Völker fliehen vor der Donnerstimme des Herrn und die Nationen
werden zerstreut, wenn sich der Herr erhebt (Jes.33,3).
43. Der Herr streitet für sein Volk Israel auf dem Berge Zion (Jes.31,4-5).
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44. Der Herr zieht aus und streitet wider die Völker und seine Füße stehen auf
dem Ölberg, der sich spaltet, daß sein Volk Israel in das Tal der Berge
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fliehen kann (Sach.14,3-5).
In seinem Zorn hat der Herr die Völker am Tag der Rache getreten und in
seinem Grimm zerstampft (Jes.63,3-6).
Diese Gerichtszeit ist der Tag, der nur dem Herrn bekannt ist (Sach.14,6-7).
Der Herr läßt seine Stimme erschallen. Wenn die Völker toben und die
Königreiche wanken, dann verzagt die Erde (Ps.46,7).
Der Herr richtet auf der ganzen Erde Verheerungen an, er macht den
Kriegen ein Ende, zerbricht Bogen, zerschlägt Spieße und verbrennt die
Wagen mit Feuer. Gott läßt über die Gottlosen Stricke, Feuer, Schwefel
und Glutwind regnen (Ps.46,9-10).
49. Die Hand des Herrn findet seine Feinde und seine Hasser, er macht sie zu
einem feurigen Ofen; der Herr verschlingt sie, sie werden von der Erde
vertilgt (Ps.21,9-14).
50. Der Herr richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit und spricht den Völkern das
Urteil, wie es billig ist, wenn er die Heiden schilt und die Gottlosen umbringt
und ihre Namen für ewig austilgt (Ps.9,6-9).
51. Wenn der Herr Gericht hält, sind die Heiden in der Grube versunken,
gefangen im Netz, das sie heimlich gestellt haben (Ps.9,6-18).
52. Die Könige verbünden sich und ziehen heran, aber sie zittern aus Angst
vor dem Ostwind, erschrecken und fliehen (Ps.48,5-8).
53. Die Frommen üben Rache an den Völkern und Strafe an den Nationen, sie
binden ihre Könige und Edlen und vollstrecken das Gericht (Ps.149,5-9).
g) Das Vernichtungsgericht über das Volk Assur
Nebst den Schriftzeugnissen, die das Gericht und den Untergang des gesamten
vierten Weltreiches schildern, zeigt uns Gottes Wort auch das Gericht über einzelne
Völker, die zum vierten Weltreich gehören.
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Besonders ausführlich ist das Gericht über Assur, den größten Feind des Volkes Gottes,
geschildert. Wenn die Entwicklung richtig verstanden werden soll, die das Volk Israel
durchmachen muß, bis Gott seine Absichten mit seinem Volk zustande gebracht hat und
sein ewiges Reich aufrichten kann, muß die Verbindung des Volkes Gottes mit dem Volk
Assur bis zu seinem endgültigen Zusammenbruch in Gottes Wort verfolgt werden.
Von dem Endgericht des Volkes Assur, das dessen Zusammenbruch bedeutet,
weissagen die Propheten auf die folgende Weise:
„Wenn einst der Herr sein ganzes Werk am Berge Zion und an Jerusalem vollendet haben wird, so will ich (spricht der Herr) an der Frucht des Hochmuts des
assyrischen Königs und an dem, worauf seine hohen Augen so stolz blicken,
Vergeltung üben!“ (Jes.10,12)
„Der Herr der Heerscharen wird eine Geißel über ihn schwingen, wie er Midian
schlug an dem Felsen Oreb; und er wird seinen Stab über das Meer erheben, wie
einst in Aegypten.“ (Jes.10,26)
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„Der Herr der Heerscharen hat also geschworen: Fürwahr, es soll gehen, wie ich
mir vorgenommen, und soll zustande kommen, wie ichs beschlossen habe: Assur
soll in meinem Lande zusammenbrechen, und ich will ihn auf meinen Bergen zertreten.“ (Jes.14,24-25)
„So spricht der Herr: ‚Wenn sie auch sicher und ihrer noch so viele sind, so sollen
sie doch abgehauen werden, und es wird vorüber sein mit ihnen…’ Gegen dich
(Assur) aber hat der Herr den Befehl erlassen: ‚dein Name soll nicht mehr fortgepflanzt werden, vom Hause deines Gottes rotte ich gemeißelte und gegossene
Bilder aus; ich will dir dein Grab herrichten, denn du bist zu leicht erfunden
worden!’“ (Nah.1,12.14)
„Wehe Dir, du Verwüster, der doch nicht verwüstet worden ist, du Räuber, den
man doch nicht beraubt hat! Wenn du dein Verwüsten wirst vollendet haben, so
sollst auch du verwüstet werden; wenn du deinen Raub erlangt hast, so wird man
dich berauben!“ (Jes.33,1)
Der Prophet Micha nennt das Volk Assur die Feindin des Volkes Gottes (Mich.7,10).
Von der Zeit, wenn Israel gerettet wird, sagt er:
„Sie wird nun zertreten werden wie Kot auf der Gasse.“ (Mich.7,10)
„Dem Bedrücker ist ein Ziel gesetzt, das Zerstören wird aufhören, die Gewalttätigen werden von der Erde weggefegt werden.“ (Jes.16,4)
„Assur wird fallen durchs Schwert, nicht eines Mannes; ein Schwert wird ihn fressen, aber nicht eines Menschen; und wird er dem Schwerte entfliehen, so sollen
seine Reisigen zu Fronarbeitern werden. Sein Fels wird vor Furcht vergehen, und
seine Fürsten werden vor dem Panier erschrecken, spricht Jehova, der zu Zion
sein Feuer und zu Jerusalem seinen Feuerherd hat.“ (Jes.31,8-9)
Von der Zeit, wenn Assur gerichtet wird, sagt der Prophet Micha:
„Wenn Assur in unser Land kommt und unsere Paläste betritt, so werden wir sieben Hirten und acht Menschenfürsten aufstellen gegen
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ihn; die werden das Land Assur mit dem Schwert abweiden und das Land Nimrod
mit ihren bloßen Waffen; und so wird er uns von dem Assyrer erretten, wenn derselbe in unser Land kommt und unser Gebiet betritt.“ (Mich.5,4-5)
Der Prophet Jesajas kündet das Gericht über Assur mit den Worten an:
„An jenem Tage wird der Herr mit seinem harten, großen und starken Schwerte
heimsuchen den Leviatan, die flüchtige Schlange (Assur), und den Leviatan, die
gewundene Schlange (Babel).“ (Jes.27,1)
„Es wird geschehen an jenem Tage, da wird der Herr ein Dreschen anstellen von
den Fluten des Stromes (Euphrat) bis zum Bach Aegyptens.“ (Jes.27,12)
In Verbindung mit dem letzten Kriegszug des Volkes Assur schildert der Prophet den
Untergang dieses Volkes mit den Worten:
„Er kommt über Ajat, zieht durch Migron, bei Michmas legt er seine Geräte
nieder; sie passieren den Engpass; ‚Geba sei unser Nachtquartier!’ Rama
erzittert, Gibea Sauls flieht; schreie laut, du Tochter Gallim! horch, Laischa! –
armes Anatot! Madmena irrt umher, die Bewohner Gebims suchen Zuflucht. Noch
heute nimmt er Aufstellung in Nob; er wird seine Hand ausstrecken gegen den
Berg der Tochter Zion, die Höhe von Jerusalem! – Siehe, da haut der Herrscher,
Jehova der Heerscharen, die Aeste mit furchtbarer Gewalt herunter; die
Hochgewachsenen werden umgehauen und die Erhabenen erniedrigt! Der dichte
Wald wird mit dem Eisen niedergeschlagen und der Libanon durch einen
Herrlichen fallen.“ (Jes.10,28-34)
„Der Herr wird seine majestätische Stimme hören lassen und seinen drohenden
Arm sehen lassen mit Zornesbrausen und verzehrenden Feuerflammen, Wolkenbruch, Platzregen und Hagelsteinen. Da wird der Assyrer sich fürchten vor der
Stimme des Herrn, der ihn mit der Rute schlagen wird. Und jeder Streich der ihm
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verordneten Schläge, den der Herr auf ihn herabsausen läßt, wird unter Pauken
und Harfenspiel erfolgen, und in Kämpfen mit geschwungenem Arm wird gegen
ihn gekämpft werden. Denn das Tophet (der abscheuliche Ort) ist längst bereit,
auch für den König ist es hergerichtet; man hat den Scheiterhaufen tief und weit
gemacht, Feuer und Holz ist genug vorhanden, der Odem des Herrn wird ihn
anzünden wie ein Schwefelstrom.“ (Jes.30,30-33)
Und weiter schildert der Prophet das Gericht über Assur mit den Worten:
„Der Heillose wird forthin nicht mehr über dich herkommen, er ist gänzlich
vertilgt!“ (Nah.2,1)
„Die feste Stadt ist einsam geworden, eine verworfene und verlassene Wohnung,
gleich der Wüste. Kälber weiden und lagern sich daselbst und fressen ihre
Büsche ab. Wenn deren Zweige verdorren, werden sie abgebrochen, es kommen
Weiber und zünden sie an; denn es ist ein Volk ohne Einsicht. Darum erbarmt
sich seiner sein Schöpfer nicht, und der es gebildet hat, wird es nicht
begnadigen.“ (Jes.27,10-11)
„Deine Seile sind locker geworden, daß sie weder ihren Mastbaum festhalten
noch die Segel ausbreiten können! Alsdann wird Raub in Menge verteilt werden,
daß auch die Lahmen Beute machen.“ (Jes.33,23)
So ergeht es der Frucht des Hochmuts des assyrischen Königs, wenn in der Entwicklung dieses Volkes bis ans Ende des vierten Weltreichs, aus der Wurzel der
Schlange eine Natter gewachsen und deren Frucht ein fliegender Drache geworden ist
(Jes.10,12; 14,29). Die Entwicklung der Machtentfaltung des Hochmuts des assyrischen
Königs entfaltet sich in diesem Volk Assur so, daß dem letzten König des vierten Weltreiches, der (fliegende) Drache seine Kraft und seinen Thron und große Macht geben
kann (Offb.13,3). Doch wie Assur für Israel die Rute in Gottes Hand war, muß dieses Volk
nun auch auf die gründlichste Weise die Rute, Gottes Geißel, erfahren (Jes.30,31; 10,26),
denn das stolze Assur wird gestürzt (Sach.10,11).
„Das ist der Ratschluß, beschlossen über die ganze Welt, und dies die Hand,
über alle Völker ausgestreckt! Denn Jehova der Heerscharen hats beschlossen,
wer will’s vereiteln? – und seine Hand ist ausgestreckt, wer will sie abwenden?“
(Jes.14,26-27)
In Verbindung mit dem Vernichtungsgericht über Assur sind in Gottes Wort die
folgenden Namen und Bezeichnungen von Assur bezeugt:
Treiber (Jes.9,3),
Joch und Stecken Israels
Räuber (Jes.33,1),
der Heillose (Nah.2,1),
(Jes.9,3; 10,27; 14,25; Nah.1,13),
Rute meines Zorns (Jes.10,5; 14,29),
Stecken meines Grimms (Jes.9,3; 10,5),
Bedrücker (Jes.16,4),
Zerstörer (Jes.16,4),
Verwüster (Jes.33,1),
der Feind Israels (Zeph.3,15; Mich.7,8.10),
Leviathan (Jes.27,1),
die feste Stadt (Jes.27,10),
die Feindin (Mich.7,8.10).
Kurz zusammengefaßt ist von dem Vernichtungsgericht über das Volk Assur im Tal
Harmagedon am Ende der vierten Weltreichsherrschaft im prophetischen Wort das
Folgende gesagt:
1. Der Herr übt Vergeltung an der Frucht des Hochmuts des assyrischen
Königs zu der Zeit, wenn er am Berge Zion und an Jerusalem sein ganzes
Werk vollendet hat (Jes.10,12).
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2. Der Zorn des Herrn kehrt sich zu ihrer Vernichtung, wenn er eine Geißel
über Assur schwingt wie über Midian und Ägypten (Jes.10,25).
3. Wenn sie auch sicher und ihrer noch so viele sind, werden sie doch
abgehauen (Nah.1,12).
4. Assurs Name soll nicht fortgepflanzt werden. Vom Hause seines Gottes
rottet der Herr gemeißelte und gegossene Bilder aus und richtet sein Grab
her, denn er ist zu leicht erfunden (Nah.1,14).
5. Dieser Verwüster und Räuber wird nach getaner Arbeit auch verwüstet und
beraubt (Jes.33,1).
6. Assur wird zertreten wie Kot auf der Gasse (Mich.7,10).
7. Das Zerstören durch die Bedrücker hört auf und die Gewalttätigen werden
von der Erde weggefegt (Jes.16,4).
8. Assur fällt durchs Schwert, das nicht eines Mannes oder eines Menschen
Schwert ist. Sie fliehen und werden Fronarbeiter. Sein Fels vergeht vor
Furcht, und die Fürsten erschrecken vor dem Panier (Israels), weil Jehova
zu Zion sein Feuer und zu Jerusalem seinen Feuerherd hat (Jes.31,8-9).
9. Sieben Hirten und acht Menschenfürsten werden gegen Assur aufgestellt,
wenn er Israels Land betritt, die das Land Assur und Nimrod mit dem
Schwert abweiden (Mich.4,5).
10. Dieses Gericht ist das harte, große und starke Schwert des Herrn, mit dem
der Herr Assur-Babel und Ägypten heimsucht (Jes.27,1).
11. Es ist des Herrn Dreschen von den Fluten des Stromes Euphrat bis zum
Bach Ägyptens (Jes.27,12).
12. Der Herrscher, Jehova der Heerscharen, haut die Äste mit furchtbarer
Gewalt herunter und erniedrigt die Erhabenen (Jes.10,28-34).
13. Zusammen mit Assur fällt auch das gerichtsreife, weil gottlos gebliebene
Israel. Dieser Libanon stellt den Teil vom Volk Israel dar, der durch das
Anbeten des Tieres mit Assur-Babel unter dem Einfluß des Erdentieres und
falschen Propheten im Bunde geblieben ist (Jes.10,34).
14. Der Herr läßt in diesem Gericht seine majestätische Stimme hören und
seinen drohenden Arm sehen mit Zornesbrausen, verzehrenden Feuerflammen, Wolkenbruch, Platzregen und Hagelsteinen. Der Assyrer fürchtet
nun die Stimme des Herrn, der ihn mit der Rute schlägt, und der
Scheiterhaufen, den der Odem des Herrn anzündet, ist für den König
hergerichtet (Jes.30,30-33).
15. Der Heillose ist nun vertilgt (Nah.2,1).
16. Die feste Stadt ist eine Wüste und der Schöpfer begnadigt dieses Volk
nicht (Jes.27,10-11).
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17. Die Seile sind locker geworden; sie können weder den Mastbaum noch die
Segel festhalten und Raub wird in Menge verteilt, daß auch die Lahmen
des Volkes Israel Beute machen (Jes.33,23).
17. Das ist der Ratschluß, den der Herr über die ganze Welt, über alle Völker,
beschlossen hat, und den niemand vereiteln kann (Jes.14,27).
h) Das Vernichtungsgericht über das Volk Babel
Wie über das Volk Assur das Endgericht von den Propheten besonders geweissagt
wurde, mußten sie auch das Vernichtungsgericht über das Volk Babel-Chaldäa auf
mannigfaltige Weise verkündigen. So wie Assur, ist auch das Babel-Chaldäervolk als
großer Feind des Volkes Gottes und des göttlichen Ratschlusses von den Propheten
gezeigt. Wir haben dieses Volk in unseren Betrachtungen als das Eisenvolk und den
Träger der vierten Weltherrschaft kennengelernt (Dan.2,33-35.40-45). Babel ist der Vertreter
der vierten Weltreichsherrschaft. Aus seiner Mitte kommt der letzte Herrscher dieses
Weltreiches, dem für die letzten dreieinhalb Jahre dieser Weltzeit alle Macht übergeben
wird (Dan.7,7-8.24-25; 8,9; 9,26; Offb.13,1-2.7). Dieses Babelvolk hält das Volk Gottes zur Zeit
ihrer Reinigung und Wiederherstellung noch in der Gefangenschaft (Jes.48,20). Nur wenn
wir diese gottfeindliche Stellung und Gesinnung des Babelvolkes, vornehmlich seiner
Herrscher und Könige, beachten und kennen, wird uns das schwere Gericht über dieses
Volk am Ende der vierten Weltreichsherrschaft leicht verständlich.
Es muß noch darauf geachtet werden, daß beim Volk Babel in der gleichen Weise
wie beim Volk Assur das von der Vergangenheit dieses Volkes redende geschichtliche
Zeugnis mit seiner prophetischen Zukunft so verbunden ist, daß es nicht in jedem Fall
möglich ist, die Endzeitgerichte von den der Vergangenheit angehörenden Gerichten zu
unterscheiden. Wir müssen aber die Gerichte, die der Geschichte angehören, als
vorbildlich für die Zeit des Endes ansehen.
In ganz klarer Weise ist das letzte Gericht durch den Propheten als Ausspruch wider
Babel wie folgt verkündigt:
„Errichtet ein Panier auf kahlen Höhen, rufet ihnen laut, winket mit der Hand, daß
sie zu den Toren der Fürsten kommen! Ich habe meinen Geheiligten Befehl
erteilt, meine Helden berufen zu meinem Zorngericht, meine vor Stolz
Frohlockenden. Man hört einen Lärm in den Bergen, wie von einem großen Volk;
man hört ein Getöse von Königreichen, von versammelten Nationen! Jehova der
Heerscharen mustert ein Kriegsheer. Sie kommen aus einem fernen Lande, vom
Ende des Himmels, Jehova und die Werkzeuge seines Zorns, um die ganze Erde
zu verderben. Heulet! Denn der Tag des Herrn ist nahe, er kommt als Gewalttat
von dem Gewaltigen! Darob werden aller Hände schlaff, und die Herzen aller
Sterblichen verzagen. Sie sind bestürzt, Krämpfe und Wehen ergreifen sie, sie
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winden sich wie eine Gebärende; einer starrt den andern an, ihre Angesichter
sind feuerrot. Siehe, der Tag des Herrn kommt! Unbarmherziger, überfließender
und glühender Zorn, die Erde zur Wüste zu machen und die Sünder von ihr zu
vertilgen. Ja, die Sterne des Himmels und seine Sternbilder werden nicht mehr
glänzen; die Sonne wird sich bei ihrem Aufgang verfinstern und der Mond sein
Licht nicht leuchten lassen. Und ich werde heimsuchen an der Welt ihre Bosheit
und an den Gottlosen ihr Unrecht, und will die Prahlerei der Uebermütigen zum
Schweigen bringen und den Hochmut der Gefürchteten erniedrigen. Die
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Sterblichen will ich seltener machen als Gold und die Menschen teurer als
Schätze von Ophir. Zu dem Ende will ich den Himmel erschüttern, und die Erde
soll von ihrer Stelle beben vor der Zornflut Jehovas der Heerscharen, am Tage
der Glut seines Zorns. Und sie werden wie verscheuchte Gazellen und wie
Schafe, die niemand sammelt, sich wenden, ein jeder zu seinem Volke, und
fliehen, ein jeglicher in sein Land. Wen man aber erwischt, der wird erstochen,
und wer ergriffen wird, fällt durchs Schwert. Ihre Kinder werden vor ihren Augen
zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Weiber geschändet werden.“
(Jes.13,2-16)
Aus diesem prophetischen Zeugnis ist leicht zu ersehen, daß am Tag des Herrn, als
dem Gerichtstag über alles gottlose Wesen, auch ein furchtbares Gericht über das Volk
Babel ergeht. Das ist die Zeit, wenn Gott alle Sünder vertilgt und sein ewiges Reich
aufrichtet.
Vom 22. bis 27.Vers dieses Kapitels ist ohne Unterbrechung in der Schilderung
Babels dessen Untergang und damit das Ende des ersten Weltreiches gezeigt. Wenn die
ersten 16 Verse dieses Kapitels nicht so klar vom Ende des vierten Weltreiches reden
würden, so würde man es gar nicht wagen, den ersten Teil des Kapitels auf das Ende
des vierten Weltreiches zu beziehen. Wenn aber solche Verbindungen bestehen, so
müssen sie auch eine bestimmte Bedeutung haben. Diese Verbindung zwischen der
geschichtlichen Vergangenheit, d.h. dem Anfang des Volkes Babel unter dem König
Nebukadnezar und dem prophetischen Zeugnis, das von diesem Volk am Ende des
Zeitalters redet, tritt in dem ausführlichen Zeugnis des Propheten Jeremjas, in den
Kapiteln 50 und 51, noch viel klarer in Erscheinung. Es kommt dabei weniger darauf an,
daß man aus dem Buchstabensinn der Schilderung des Propheten genau unterscheiden
kann, was sich auf den Untergang des ersten Weltreiches bezieht, indem die Meder und
Perser das Volk Babel-Chaldäa besiegt haben, sondern es muß aus dem prophetischen
Zeugnis der Geist dieses Volkes erkannt werden; denn dieser Geist ist in diesem BabelChaldäervolk dem Volk Israel gegenüber bis ans Ende des vierten Weltreiches wirksam.
Der Prophet Jeremjas schildert diese Stellung sehr klar. In einem späteren Abschnitt wird
davon noch ausführlicher die Rede sein. Jetzt wollen wir nur darauf achten, daß das
Gericht über das Volk Babel, das der Prophet Jeremjas so ausführlich schildert, mit dem
Untergang des ersten Weltreiches Babel nicht restlos erfüllt ist und deshalb der Prophet
noch von einer andern Zeit reden muß.
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Bei der Betrachtung des Gerichtes, das das Volk Israel am Ende des vierten Weltreiches um seiner Reinigung und Wiederherstellung willen durchmachen muß, ersehen
wir, daß dieses Volk Babel das Volk Israel gefangenhält (Jer.50,4-8.17-20.33-34; 51,5-6.3536.45-46.50-51; Jes.48,20; Micha 4,10; Sach.2,11). Aus diesem Grunde muß Babel am Ende des
vierten Weltreiches wieder so gerichtet werden, wie dies am Ende der siebzigjährigen
babylonischen Gefangenschaft des Südreichs Juda geschehen ist, als Gott sein Volk aus
der Gewalt des Babelvolkes befreite.
Damals waren die Meder und Perser die Werkzeuge, die Gott benutzte, um das
herrschende Babelreich zu zertrümmern (Dan.6,1). Weil aber die Geschichte so eng mit
dem letzten Gericht zusammenhängt, durch das das Volk Babel wieder vernichtet wird,
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liegt der Gedanke sehr nahe, daß die gleichen Völker am Ende des vierten Weltreiches
ein ähnliches, aber wirkungsvolleres Vernichtungsgericht am Volk Babel ausführen
müssen (Jer.51,11.27-28; Jes.13,17-23). Der Prophet sagt:
„Siehe, ich erwecke ein Heer von großen Völkern und lasse sie aus dem
Nordland heraufziehen gegen Babel, daß sie dasselbe belagern, und von dort
aus wird es erobert werden; ihre Pfeile sind wie eines gewandten Schützen, der
nicht leer heimkehrt. Also soll Chaldäa zur Beute werden, daß alle, die es
plündern, genug bekommen werden, spricht der Herr.“ (Jer.50,9-10)
Wenn das Gericht an Babel vollstreckt wird, dann ist das für das Volk Israel das
Zeichen, daß sie aus Babels Mitte ziehen und aus dem Land der Chaldäer gehen sollen
(Jer.50,8; 51,6). Dieser Auszug des Volkes Israel ist aber nicht am Ende des ersten
Weltreichs vor Babels Einnahme durch die Meder und Perser erfolgt, denn erst der König
Kores hat das in Babel gefangene Juda in ihr Land Palästina heimziehen lassen,
nachdem er im zweiten Weltreich die Herrschaft bereits im ersten Jahr angetreten hatte.
Das erfolgte zu der Zeit, als der Herr sein Wort an dem Propheten Jeremjas erfüllen
wollte, indem er den Geist des Königs Kores erweckte und ihn auf diese Weise
veranlaßte, das Volk Juda in sein Land heimkehren zu lassen (Esr.1,1). Das zeigt aber,
daß das Gericht, das Jeremjas über das Volk Babel weissagt, das Gericht ist, das am
Ende des vierten Weltreiches stattfindet, denn es bewirkt, daß das Volk Israel aus
seinem Gefängnis unter dem Volk Babel nach Zion verlangt (Jer.50,5.8). In dieser Zeit
nimmt Gott erst in der rechten Weise an diesem Volk Rache, weil es in zwiefachem Trotz,
geistig und irdisch, Gottes Ewigkeitswillen und Ratschluß entgegensteht (Jer.50,15.21.28;
51,6.11.23.35). Darum lautet das Zeugnis über Babels Gericht weiter:
„Stellet euch ringsum wider Babel auf, ihr Bogenschützen alle! Schießet auf sie,
sparet die Pfeile nicht! Denn sie hat wider den Herrn gesündigt. Erhebet
Kriegsgeschrei wider sie ringsumher! Sie muß sich ergeben, ihre Grundfesten
fallen, ihre Mauern werden geschleift. Denn das ist die Rache des Herrn. Rächet
euch an ihr, tut ihr, wie sie getan! Rottet von Babel den Sämann aus und den, der
zur Zeit der Ernte die Sichel führt!“ (Jer.50,14-16)
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„Zieh hinauf wider das „Land des zwiefachen Trotzes“ und wider die „Bewohner
der Heimsuchung!“ Zieh das Schwert hinter ihnen her und banne sie, spricht der
Herr, und tue ihnen ganz, wie ich dir befohlen habe! Kriegslärm ist im Lande und
gewaltiger Zusammenbruch! Wie ist doch der Hammer der ganzen Erde
zerschlagen und zerbrochen, wie ist Babel unter den Völkern zum Entsetzen
geworden! Ich habe dir Schlingen gelegt, Babel, und du bist auch gefangen
worden, ohne daß du es merktest; du bist ertappt und ergriffen worden, denn du
hast dich wider den Herrn aufgelehnt. Der Herr hat seine Rüstkammer aufgetan
und seine Zorneswaffen hervorgeholt; denn im Lande der Chaldäer hat der Herr,
Jehova der Heerscharen, eine Arbeit zu tun. Kommt über sie von allen Enden!
Oeffnet ihre Kornhäuser, schüttet es (alles) auf einen Haufen wie Garben und
vernichtet es, daß nichts davon übrigbleibe! Stechet alle ihre Farren nieder und
führet sie zur Schlachtbank hinab! Wehe ihnen; denn ihr Tag ist gekommen, die
Zeit ihrer Heimsuchung!“ (Jer.50,21-27)
„Berufet Schützen nach Babel, alle, die den Bogen spannen! Lagert euch rings
um sie her, daß niemand entrinne! Vergeltet ihr nach ihrem Verdienst, tut ihr
gerade so, wie sie getan; denn wider den Herrn hat sie vermessen gehandelt,
wider den Heiligen Israels! Darum sollen ihre jungen Männer auf ihren Straßen
fallen und alle ihre Kriegsleute vertilgt werden an jenem Tage, spricht der Herr.
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Nun will ich an dich, du „Frechheit“! ist der Spruch des Herrn Jehova Zebaoth.
Denn gekommen ist dein Tag, die Zeit deiner Heimsuchung! Und die „Frechheit“
wird straucheln und fallen, und niemand wird sie aufrichten, und ich will in ihren
Städten ein Feuer anzünden, das ihre ganze Umgebung verzehren soll.“
(Jer.50,29-32)
Wenn Gott sagt:
„So spricht der Herr der Heerscharen: Die Kinder Israels und die Kinder Judas
leiden miteinander Gewalt, und es halten sie alle, die sie gefangen genommen
haben, fest und wollen sie nicht loslassen. Aber ihr Erlöser ist stark, er heißt
Jehova Zebaoth; der wird ihre Sache mit Ernst durchführen, daß er der Erde
Ruhe schaffe, aber den Bewohnern von Babel Unruhe bereite“ (Jer.50,33-34),
und er, um dieses Ziel zu erreichen, das Babelvolk vernichten läßt, so geschieht das erst
zu der Zeit, wenn Gott sein Volk zur wahren Ruhe seines ewigen Reiches führt
(Jer.50,34). Dieses Gericht muß ein ganz gründliches sein, deshalb heißt es weiter:
„Das Schwert über die Chaldäer und über die Bewohner von Babel, spricht der
Herr, über ihre Fürsten und über ihre Weisen! Das Schwert über die Schwätzer,
daß sie zu Narren werden; das Schwert über ihre Helden, daß sie verzagen! 37.
Das Schwert über ihre Rosse und über ihre Wagen und über die Söldner in ihrer
Mitte, daß sie zu Weibern werden! Das Schwert über ihre Schätze, daß sie
geplündert werden! Die Dürre über ihre
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Wasser, daß sie vertrocknen! Denn es ist ein Götzenland, und der Schreckgestalten rühmen sie sich. Deswegen sollen Wildkatzen mit Schakalen darin wohnen
und Strauße daselbst hausen; aber es soll nimmermehr besiedelt werden,
sondern für und für unbewohnt bleiben. Wie Gott Sodom und Gomorra völlig
zerstört hat samt ihrer Nachbarschaft, so soll auch daselbst niemand wohnen und
kein Menschenkind sich dort aufhalten! spricht der Herr.
Siehe, es kommt ein Volk von Mitternacht her, und ein großes Volk und mächtige
Könige erheben sich von den Enden der Erde. Sie tragen Bogen und Spieße,
sind grausam und unbarmherzig; ihr Lärmen ist wie das Tosen des Meeres, sie
reiten, wie ein Mann zum Kampfe gerüstet, auf Rossen wider dich, du Tochter
Babel, heran. Wenn der König von Babel Kunde von ihnen erhält, so läßt er seine
Hände sinken, es ergreift ihn Angst, Wehen wie eine Gebärende. Siehe, wie
wenn ein Löwe heraufkommt aus dem Dickicht des Jordan zu der immergrünen
Weide, so plötzlich will ich sie von ihr wegtreiben, und wer erwählt ist, den werde
ich über sie setzen. Denn wer ist mir gleich, und wer will mich zur Rechenschaft
ziehen, oder welcher Hirte kann vor mir bestehen?“ (Jer.50,35-44)
Wenn Gott dieses Gericht am Volke Babel zu dem Zweck ausführt, um das Wort zu
erfüllen: „ … wer erwählet ist, den werde ich über sie setzen“ (Jer.50,44), so hängt das mit
der Königsherrschaft zusammen, die der Herr durch sein Volk aufrichtet. Die gleichen
Worte beziehen sich auf Edom (Jer.49,19) und auf den gottlosen Frevler, den Fürsten
Israels. Das beweist, daß der Prophet auch dem Volk Babel den gleichen
Herrscherwechsel zeigt. Der Prophet fährt mit seinen Gerichtsweissagungen über Babel
fort und sagt:
„Höret den Ratschluß des Herrn, den er über Babel beschlossen, und seine
Absichten, die er über das Land der Chaldäer hat: Wahrlich, man soll sie fortschleppen als die geringsten der Schafe; wahrlich ihre Aue soll sich über ihnen
entsetzen! Von dem Geschrei: ‚Babel ist eingenommen!' erbebt das Erdreich, und
Wehgeschrei wird unter den Völkern vernommen.“ (Jer.50,45-46)
„So spricht der Herr: Siehe, ich erwecke wider Babel und wider die Bewohner des
‚Herzens meiner Widersacher’ den Geist eines Verderbers, und ich will Worfler
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gegen Babel schicken, welche sie worfeln und ihr Land auskehren sollen. Wenn
die von allen Seiten wider sie kommen werden am Tage des Unglücks, dann soll
der Bogenspanner (zu Babel) seinen Bogen nicht spannen und nicht in seinem
Panzer sich brüsten! Schonet der jungen Mannschaft nicht, vernichtet ihr ganzes
Heer! Sie sollen erschlagen im Lande der Chaldäer fallen und auf ihren Gassen
erstochen werden!“ (Jer.51,1-4)
„Schärfet die Pfeile, leget die Schilde an! Der Herr hat den Geist der Könige der
Meder erweckt; denn seine Gedanken stehen wider Babel, daß er sie verderbe;
ja, das ist die Rache des Herrn, die Rache für seinen Tempel. Gegen die Mauern
Babels
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erhebet das Panier, verstärket die Schildwachen, bestellet Wächter, leget einen
Hinterhalt! Denn was der Herr sich vorgenommen, was er geredet hat wider die
Bewohner von Babel, das wird er auch tun. Die du an großen Wassern wohnst
und viele Schätze hast, es kommt dein Ende, die Elle, wo man dich abschneidet!
Der Herr der Heerscharen hat bei sich selbst geschworen: Ich will dich mit
Menschen füllen wie mit Heuschrecken, die sollen über dir den Kelterruf
anstimmen!“ (Jer.51,11-14)
„Nun aber will ich Babel und allen Bewohnern Chaldäas all das Uebel vergelten,
das sie Zion angetan haben, vor euern Augen, spricht der Herr. Siehe, an dich,
du Berg des Verderbens, der du die ganze Erde verdarbst, an dich, spricht der
Herr, lege ich meine Hand und wälze dich von den Felsen herunter und mache
dich zu einem ausgebrannten Krater, daß man weder Eckstein noch Grundstein
von dir nehmen soll, sondern du sollst eine ewige Wüste sein, spricht der Herr.
Erhebet ein Panier auf der Erde, blaset die Posaune unter den Völkern, heiliget
die Völker wider sie, berufet die Königreiche Ararat, Minni und Askenas gegen
sie, bestellet Heerführer wider sie, lasset Rosse anrücken, den borstigen Heuschrecken gleich! Heiliget Völker wider sie, die Könige von Medien, ihre
Statthalter und ihre Landvögte samt dem ganzen Lande ihrer Herrschaft! Da wird
die Erde zittern und beben, wenn der Ratschluß des Herrn wider Babel zustande
kommt, die Landschaft Babel zur Wüste zu machen, daß niemand mehr darin
wohne. Die Helden Babels stehen vom Kampfe ab, sie sitzen in ihren Burgen,
ihre Kraft ist versiegt, sie sind zu Weibern geworden, ihre Wohnungen werden in
Brand gesteckt, ihre Riegel zerbrochen! Ein Schnelläufer läuft dem andern
entgegen und ein Bote dem andern, um dem König von Babel zu melden, daß
seine Stadt eingenommen sei an allen Enden, und daß die Furten genommen
und die Sümpfe ausgetrocknet seien durchs Feuer und die Kriegsleute den Mut
verloren haben. Denn also spricht Jehova Zebaoth, der Gott Israels: Die Tochter
Babel ist wie eine Tenne zur Zeit, da man sie festtritt: in kurzem wird die Zeit ihrer
Ernte kommen! Nebukadnezar, der König von Babel, hat uns gefressen und
verjagt, er hat uns wie ein leeres Gefäß hingestellt, er hat uns verschlungen wie
ein Drache, er hat seinen Bauch gefüllt mit unsern Gütern, hat uns
hinausgestoßen.“ (Jer.51,24-34)
„Darum spricht der Herr also: Siehe, ich will deine Sache führen und Rache für
dich nehmen und will ihr Meer austrocknen und ihre Quelle versiegen lassen, und
Babel soll zum Steinhaufen werden, zur Behausung der Schakale, zum
Entsetzen und zum Gespött, weil niemand mehr darin wohnt. Sie brüllen alle wie
die jungen Löwen und knurren wie die Löwenkätzchen; in ihrer Hitze will ich
ihnen ein Trinkgelage zurichten und sie trunken machen, damit sie lustig werden
und in ewigen Schlaf sinken, davon sie nicht mehr erwachen sollen, spricht der
Herr. Ich führe sie wie Lämmer zur Schlachtbank
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hinab, wie Widder samt den Böcken. Wie ist Sesach erobert und die
Weltberühmte eingenommen worden! Wie ist Babel zum Entsetzen geworden
unter den Völkern! Das Meer ist über Babel gegangen, von seinen brausenden
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Wellen wurde es bedeckt. Seine Städte sind zur Einöde geworden, zu einem
dürren und wüsten Lande, zu einem Lande, darin niemand wohnt und das kein
Mensch durchzieht.“ (Jer.51,36-43)
Um sein Volk vor dem Gericht zu schützen, das über das Volk Babel kommt, fordert
Gott sein Volk auf, in der Zeit am Ende des vierten Weltreiches aus Babel auszugehen,
daß jeder sein Leben retten soll vor dem grimmigen Zorn des Herrn. Er fordert noch
besonders auf:
„Daß nur euer Herz nicht verzage und ihr euch nicht fürchtet vor dem Gerücht,
das man im Lande hören wird, wenn im einen Jahr dieses und im andern Jahr
jenes Gerücht kommt und Gewalt verübt wird und ein Herrscher sich wider den
andern erhebt!“ (Jer.51,46)
Über den Auszug aus dem Gefängnis des Volkes Babel vor der Vernichtung, die über
dieses Volk kommt, heißt es nun:
„So zieht nun hin, die ihr dem Schwerte entronnen seid, und steht nicht still!
Gedenket des Herrn in der Ferne, und Jerusalem laßt euch im Herzen sein!“
(Jer.51,50)
Nach diesem Auszug des Volkes aus Babel erfüllen sich dann die Worte:
„Es erschallt ein Geschrei aus Babel und ein großes Krachen aus dem Lande der
Chaldäer; denn der Herr zerstört Babel und vertilgt aus ihr das laute Gelärme, es
brausen ihre (der Feinde) Wogen heran wie von gewaltigen Wassern, man vernimmt das Getöse ihrer Stimmen. Denn der Verwüster ist über sie, über Babel
gekommen; ihre Helden sind gefangen und ihre Bogen zerbrochen worden; denn
Jehova ist ein Gott der Vergeltung, er wird sicherlich bezahlen. Und zwar will ich
ihre Fürsten und ihre Weisen, ihre Statthalter, ihre Vögte und ihre Helden trunken
machen, daß sie in ewigen Schlaf sinken, davon sie nicht mehr erwachen sollen,
spricht der König, welcher Jehova Zebaoth heißt. So spricht Jehova Zebaoth:
Babel soll von seinen breiten Mauern gänzlich entblößt werden, seine hohen
Tore sollen mit Feuer verbrannt werden. Also arbeiten die Völker umsonst und
die Nationen mühen sich fürs Feuer ab!“ (Jer.51,54-58)
Diese letzten Worte:
„Also arbeiten die Völker umsonst, und die Nationen mühen sich fürs Feuer ab“
(Jer.51,58),
stehen noch im Propheten Habakuk (Hab.2,13) und weisen immer auf das Gerichtsfeuer
hin, durch das die Völker am Ende des vierten Weltreiches vernichtet werden. Deshalb
beweisen auch diese Worte, daß der Prophet hier dem Volk Babel dieses Gericht für die
Endzeit verkündet.
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Das leitet uns in der Betrachtung des Gerichts, das über das Volk Babel-Chaldäa
kommt zu dem, was der Prophet Habakuk von diesem Gericht sagt. Weil dieses Chaldäa,
der Gerichtsvollstrecker vom Volk Israel (Hab.1,6.12), das Maß überschreitet und sich
selbst verschuldet – seine Kraft macht es zu seinem Gott (Hab.1,11) – deshalb lautet das
göttliche Gerichtsurteil:
„Du hast beschlossen, was deinem Hause zur Schande gereicht, die Vertilgung
vieler Völker, und durch deine Sünden hast du deine Seele verwirkt; denn es wird
der Stein aus der Mauer schreien, und die Sparren aus dem Holzwerk werden
ihm antworten. Wehe dem, der die Stadt mit Blut baut und die Burg mit
Ungerechtigkeit befestigt! Seht doch, kommt es nicht vom Herrn der
Heerscharen, daß Völker fürs Feuer arbeiten und Nationen sich umsonst
abmühen?“ (Hab.2,10-13)
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„Wehe dem, der seinem Nächsten zu trinken gibt, indem er seinen Grimm darein
mischt und ihn sogar trunken macht, damit er seine Blöße sehe! Du hast dich an
Schande gesättigt, statt an Ehre; trinke auch du und entblöße dich! Die Reihe
wird auch an dich kommen, den Becher zu nehmen aus der rechten Hand des
Herrn, und Schande kommt auf deine Herrlichkeit. Denn der Frevel am Libanon
wird auf dir lasten, und die Verheerung der wilden Tiere wird dich schrecken, um
des vergossenen Menschenblutes willen und der Vergewaltigung des Landes,
der Stadt und aller ihrer Bewohner.“ (Hab.2,15-17)
„Gewiß wird Gott das Haupt seiner Feinde zerschmettern, den Haarscheitel dessen, der sich in seinen Sünden ergeht.“ (Ps.68,22)
„Du zerschmetterst das Haupt von dem Hause des Gottlosen, entblößest den
Grund bis an den Hals. Du durchbohrst mit ihren eigenen Speeren das Haupt seiner Scharen; sie stürmten einher, um mich in die Flucht zu schlagen, und
erhoben ihr Freudengeschrei, als wollten sie den Elenden im Verborgenen
verzehren.“ (Hab.3,13-14)
Der Prophet Jesajas verkündet dieses Gericht über das Volk Babel noch mit den
Worten:
„Bel hat sich gebeugt; Nebo sinkt zusammen; ihre Bilder sind den Tieren und
dem Vieh aufgelegt; eure Tragbilder sind ihnen zur schweren Last geworden und
machen sie müde. Sie haben sich miteinander gekrümmt und gebeugt, sie vermochten die Last nicht zu retten; sie selbst müssen in die Gefangenschaft wandern.“ (Jes.46,1-2)
„Um euretwillen habe ich gen Babel geschickt und habe alle ihre Flüchtlinge und
die Chaldäer in die Schiffe ihrer Lust hinuntergejagt …“ (Jes.43,14)
„Gefallen, gefallen ist Babel, und alle ihre Götzenbilder hat er zu Boden
geschmettert! Du mein zerdroschenes Volk, mein Tennensohn, was ich von dem
Herrn der Heerscharen, dem Gott Israels, gehört habe, das verkündige ich euch!“
(Jes.21,9-10)
Der Psalmist sagt vom Gericht über Babel:
„Tochter Babel, du Verwüsterin, wohl dem, der dir vergilt,
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was du uns angetan! Wohl dem, der deine Kindlein ergreift und sie zerschmettert
am Felsgestein.“ (Ps.137,8-9)
Wenn zuletzt der Herr seinem Volk Ruhe verschafft hat von seiner Qual und Unruhe,
und von dem harten Dienst, der ihm auferlegt war, dann wird er dieses Spottlied auf den
letzten König des Volkes Babel anstimmen:
„Wie feiert nun der Treiber, hat aufgehört die Erpressung! – Der Herr hat den
Stab der Gottlosen zerbrochen, das Zepter des Tyrannen, der die Völker in
seinem Uebermute schlug mit unaufhörlichen Schlägen, der im Grimm Nationen
niedertrat mit schonungsloser Zertretung. Jetzt ruht und ist stille die ganze Erde;
man bricht in Jubel aus. Selbst die Cypressen und Cedern Libanons freuen sich
deinethalben und sagen: ‚Seitdem du darniederliegst, kommt niemand herauf, der
uns umhaue.’ Der Scheol drunten gerät in Aufregung vor dir in Erwartung deines
Kommens; er weckt dir die Schatten auf: alle Fürsten der Erde läßt er aufstehen
von ihren Thronen, alle Könige der Völker. Sie alle heben an und sprechen zu dir:
‚Auch du bist schwach geworden wie wir, uns bist du gleich geworden? Deine
Pracht und das Rauschen deiner Harfen ist auch zum Scheol gefahren; Maden
werden dein Lager und Würmer deine Decke sein! Wie bist du vom Himmel
gefallen, glänzender Morgenstern! wie bist du zur Erde gefällt, der das Los über
die Völker warf! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will
zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen
und mich niederlassen auf dem Götterberg im äußersten Norden; ich will
emporsteigen über die in Wolken gehüllten Höhen, dem Allerhöchsten gleich! Ja,
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zum Scheol bist du hinabgefahren, in die tiefste Grube! Die dich sehen, werden
dich verwundert anschauen, dich betrachten und sagen: Ist das der Mann, der
die Erde erzittern und die Königreiche erbeben machte, der den Erdkreis
verwüstete und die Städte niederriß, der seine Gefangenen nicht heimkehren
ließ? Alle Könige der Völker ruhen mit Ehren, ein jeder in seinem Hause; du aber
bist hingeworfen, fern von deinem Grabmal, wie ein verachteter Schößling,
bedeckt mit Erschlagenen, die mit dem Schwert erstochen sind, die man in eine
Grube warf und mit Steinen bedeckte wie ein zertretenes Aas. Du wirst nicht mit
jenen vereinigt werden im Grabe, denn du hast dein Land verderbt und dein Volk
erwürgt; von dem Samen der Uebeltäter wird man gar nicht mehr sprechen!
Richtet eine Schlachtbank her für seine Söhne, um ihrer Väter Missetat willen,
daß sie nicht wieder aufkommen und die Erde erobern und den Erdkreis voller
Städte machen! Ich will wider sie aufstehen, spricht der Herr der Heerscharen,
und ausrotten von Babel Namen und Nachkommen, Schoß und Sproß! Und ich
will es zum Besitztum der Igel und zu
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Wassersümpfen machen und will es wegfegen mit dem Besen des Verderbens,
spricht Jehova Zebaoth!’“ (Jes.14,4-23)
„Der Tyrann nimmt ein Ende, und der Spötter verschwindet, und es sollen ausgerottet werden alle, die auf Unrecht lauern; die einen Menschen auf ein bloßes
Wort hin verurteilen, dem Schlingen legen, der sie im Tore straft, und den
Gerechten ohne Ursache niederdrücken.“ (Jes.29,20-21)
„Wo bleibt aber der Grimm des Bedrückers?“ (Jes.51,13)
In Verbindung mit dem Vernichtungsgericht über Babel sind in Gottes Wort die
folgenden Namen und Bezeichnungen von Babel bezeugt:
Zwiefacher Trotz (Jer.50,21),
Bewohner der Heimsuchung (Jer.50,21),
Frechheit (Jer.50,31-32),
Herz meiner Widersacher (Jer.51,1),
Hammer der ganzen Erde (Jer.50,23;
51,20),
ausgebrannter Krater (Jer.51,25),
Tochter Babel (Jer.51,33),
eine Tenne (Jer.5,33),
mein Tennensohn (Jes.21,10),
der Tyrann (Jer.29,20; Jes.14,5),
die Weichliche (Jes.47,1),
die Tochter der Chaldäer (Jes.47,4),
die Gebieterin (Jes.47,7),
die Witwe (Jes.47,8.9),
Berg des Verderbens (Jer.51,25),
Sesach (Jer.51,41),
goldener Becher (Jer.51,7),
Bel (Jer.50,2; 51,44),
Merodach (Jer.50,2),
ewige Wüste (Jer.51,26),
ein Steinhaufe (Jer.51,37),
Behausung der Schakale (Jer.51,37),
der Spötter (Jes.29,20),
mein zerdroschenes Volk (Jes.21,10),
die Verzärtelte (Jes.47,1),
die Beherrscherin der Königreiche (Jes.47,5),
die Üppige (Jes.47,8).
Kurz
zusammengefaßt
ist
von
dem
Vernichtungs
gericht über das Volk Babel am Ende der vierten Weltreichsherrschaft im prophetischen
Wort das Folgende gesagt:
1. Auf kahlen Höhen muß ein Panier errichtet werden, der Herr hat seinen
Geheiligten Befehl erteilt, seine Helden zu seinem Zorngericht berufen. Es
ist der Lärm eines großen Volkes und ein Getöse von Königreichen, von
versammelten Nationen. Jehovas Kriegsheer und die Werkzeuge seines
Zornes kommen von einem fernen Lande, vom Ende des Himmels, um die
ganze Erde zu verderben (Jes.13,2-5).
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2. Das ist der Tag des Herrn als Gewalttat von dem Gewaltigen, wenn alle
Hände schwach werden und die Herzen aller Sterblichen verzagen
(Jes.13,6-8).
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3. Der Tag des Herrn ist die Zeit, wenn unbarmherziger, überfließender und
glühender Zorn die Erde zur Wüste macht und die Sünder von ihr vertilgt
(Jes.13,9).
4. Die Sterne des Himmels und ihre Sternbilder glänzen nicht mehr. Die
Sonne verfinstert sich bei ihrem Aufgang, und der Mond läßt sein Licht
nicht leuchten (Jes.13,10).
5. Der Herr sucht zu dieser Zeit an der Welt ihre Bosheit heim, an den
Gottlosen ihr Unrecht und bringt die Prahlerei der Übermütigen zum
Schweigen und erniedrigt den Hochmut der Gefürchteten (Jes.13,11).
6. Die Sterblichen werden seltener als Gold und die Menschen teurer als
Schätze von Ophir (Jes.13,12).
7. Der Herr erschüttert den Himmel, und die Erde bebt von ihrer Stelle vor der
Zornflut Jehovas der Heerscharen, am Tage der Glut seines Zornes
(Jes.13,13).
8. Jeder Mensch wendet sich zu seinem Volk und flieht in sein Land, und wer
erwischt wird, wird erstochen und fällt durchs Schwert. Ihre Kinder werden
zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Weiber geschändet
(Jes.13,14-16).
9. Der Herr erweckt ein Heer aus großen Völkern und läßt sie aus dem
Nordland gegen Babel ziehen, es belagern und erobern (Jer.50,9-10).
10. Babel ist das „Land des zwiefachen Trotzes“, die „Bewohner der Heimsuchung“, und sein Fall ist die Rache des Herrn (Jer.50,14-21).
11. Kriegslärm ist im Lande und gewaltiger Zusammenbruch. Babel, der
Hammer der ganzen Erde, ist zerschlagen und zerbrochen und unter den
Völkern zum Entsetzen geworden (Jer.50,22-23).
12. Am Tage der Heimsuchung wird Babel zur Schlachtbank hinabgeführt
(Jer.50,27).
13. Es wird ihr nach ihrem Verdienst vergolten, sie hat wider den Herrn vermessen gehandelt, deshalb werden ihre jungen Männer und Kriegsleute
vertilgt (Jer.50,29-30; 51,4).
14. Der Herr nennt Babel die „Frechheit“ zur Zeit seiner Heimsuchung, wenn er
in ihren Städten ein Feuer anzündet und die ganze Umgebung verzehrt
(Jer.50,31-32).
15. Wenn der Herr dem Volk Israel Ruhe schafft, dann schafft er den
Bewohnern von Babel Unruhe. Das ist die Zeit, wenn das Schwert über
ihre Fürsten kommt, ihre Weisen, die Schwätzer, die Helden, die Rosse
und Wagen, die Söldner und über die Schätze, daß Babel, wie Sodom und
Gomorra, völlig zerstört wird und dort niemand mehr wohnt (Jer.50,34-40).
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16. Wenn ein großes Volk und mächtige Könige von Mitternacht über Babel
kommen, dann wird der über Babel gesetzt, der vom Herrn dazu erwählt ist
(Jer.50,41-46).
17. Der Herr nennt Babel das „Herz seiner Widersacher“. Er sendet wider sie
den Geist eines Verderbers. Worfler worfeln sie und kehren ihr Land aus
am Tage seines Unglücks (Jer.51,1-4).
18. Die Könige der Meder werden wieder den Kelterruf über Babel anstimmen
(Jer.51,11-14).
19. Babel ist der „Berg des Verderbens“, der die ganze Erde verderbt hat. Nun
wird Babel und allen Bewohnern Chaldäas alles Übel vergolten, was sie
Zion angetan haben, es wird eine ewige Wüste (Jer.51,26-34.36-43.54-58).
20. Daß die Völker umsonst arbeiten und die Nationen fürs Feuer sich
abmühen, beweist, daß das vorbildliche Gericht über Babel sich am Ende
des vierten Weltreiches wiederholt (Jer.51,58).
21. Babel überschreitet das Maß und verschuldet sich, weil es seine Kraft zu
seinem Gott macht. Um seines Unrechtes willen wird er (der König) mit
Schande gesättigt (Hab.1,10-13; 2,15-17).
22. Gott zerschmettert das Haupt seiner Feinde (Ps.68,22; Hab.3,13-14; Jes.21,910).
23. Gott richtet Babels Götzendienst (Jes.46,1-2; 43,14).
24. Der Verwüsterin Babel werden ihre Kindlein zerschmettert (Ps.137,8-9).
25. Der König von Babel wollte dem Allerhöchsten gleich werden und ist zum
Scheol in die tiefste Grube gefahren (Jes.14,4-23).
26. Der Tyrann, der Spötter und die auf Unrecht lauern, werden ausgerottet
(Jes.29,20-21).
i) Die geistige Bedeutung des Wortes „Babel“ und das
geistige Gericht über Babel
Nun muß aber noch auf die geistige Seite dieses Volkes Babel in Verbindung mit
diesem Gericht geachtet werden. Die geistige Bedeutung dieses Volkes liegt schon in
dem Namen, den dieses Volk trägt. Der Name Babel ist zu der Zeit entstanden, als Gott
zum ersten Male sein Mißfallen über das Tun der Menschen bekundet hat, als sie nach
der Sündflut im Lande Sinear eine Stadt und einen Turm bauen wollten, dessen Spitze
bis an den Himmel reichen sollte. Weil Gott diesen Geist der Überhebung, der diese
Menschen leitete, nicht billigte, verwirrte er ihre Sprache, daß sie einander nicht mehr
verstehen konnten und dadurch über die ganze Erde zerstreut wurden. Die aber unter
diesem Einfluß entstandene Stadt nannten sie nach diesen dabei gemachten
Erfahrungen Babel oder Verwirrung (1.Mos.11,1-9). Das zeigt uns, daß dieser Name nicht
Menschen bezeichnet,
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wie die meisten Völkernamen den Namen ihrer Stammeshäupter entsprechen. Mit dem
Namen „Babel“ ist kein Stammeshaupt und deshalb auch kein Volk unter den
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vorhandenen Völkern nach seiner Herkunft bezeichnet. Wenn dieser Name dennoch zu
einer Volksbezeichnung geworden ist, so kann dieses Volk Babel von einem oder von
verschiedenen Völkern abstammen, die sich nach ihren Familienhäuptern entwickelt
haben. Moses hat für die Völker die Ordnung bezeugt:
„Als der Allerhöchste den Völkern ihr Erbe austeilte und die Kinder der Menschen
voneinander sonderte, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der
Kinder Israels.“ (5.Mos.32,8)
Wenn nun für alle Völker eine solche göttliche Ordnung besteht, so muß auch das
Volk Babel, das unter den Völkern einen so hervorragenden Platz hat, daß ihm das erste
der vier Weltreiche von Gott zugeteilt wurde, in diese Ordnung hineingehören. Wenn aber
dieses Volk keine übliche Volksbezeichnung nach seiner Abstammung trägt, sondern
nach der gottfeindlichen Geistwirkung der Verwirrung bezeichnet ist, so muß diese
Geistwirkung, die durch diesen Namen unter den Völkern auf diese Weise verewigt
wurde, daß ein Volk der Träger davon werden mußte, auch für alle Zeiten von größter
Bedeutung sein.
Aus diesem Volk Babel-Chaldäa ist aber in den Nachkommen ihres Stammvaters
Abrahams auch das Volk Gottes hervorgegangen. Durch sein Volk hat Gott auf dem
Mittelpunkt der Erde (Hes.38,12) Jerusalem zur Hauptstadt seines Volkes und zu seiner
Wohnung und zum Thron seiner Herrlichkeit erwählt (Sach.2,16; 12,6; 14,10-11; Jer.30,18; Joel
4,20). Auf diese Weise stehen diese beiden Städte und ihre Namen, ihrer Bedeutung und
Bestimmung entsprechend, einander gegenüber. Jerusalem ist die Verkörperung des
göttlichen Willens und Ratschlusses, und Babel im Lande Sinear ist der Wohnplatz der
immer Gott und seinem Willen entgegenstehenden und entgegenwirkenden Bosheit.
Sinear ist eine weitere Bezeichnung für Babel und Chaldäa und heißt auf deutsch
„ein verhaßter Feind“. Das sagt, daß Babel, Chaldäa und Sinear, die von Gott verhaßte
Feindschaft der Verwirrung darstellt.
Das Volk aber, das der Träger dieses Namens ist, ist auch der Träger dieses Geistes,
und zwar in ganz besonderer Weise, so wie auch das Volk Israel von Gott dazu bestimmt
ist, der Träger seines Geistes zu sein. Aus dieser Tatsache ergibt sich nun, daß das
Gericht über das Volk Babel-Chaldäa nicht nur ein Gericht über dieses Volk ist, das
diesen Namen trägt, sondern vielmehr über den Geist, der in diesem Volk ist und von
demselben aus sich auswirkt. Deshalb kommt in diesem Gericht über das Babelvolk im
besonderen die geistige Seite in Betracht. Wir kennen in den sieben Gemeinden die
Entwicklung von dem Weibe, das ein Geheimnis ist:
„Babylon die Große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde“. (Offb.17,5)
Seite 365
Von ihr heißt es:
„Das Weib, das du gesehen hast, ist die große Stadt, welche königliche Macht
über die Könige der Erde besitzt.“ (Offb.17,18)
Der Prophet Jesajas nennt dieses Weib die Tochter Babel. Das gleiche Gericht, das
Johannes von der abgefallenen Babylon der Großen, schaut, bezeugt auch der Prophet
Jesajas mit den Worten:
„Steige herab und sitze in den Staub, o Jungfrau, du Tochter Babel! Setze dich
auf die Erde und nicht auf den Thron, du Tochter der Chaldäer! Denn man wird
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dich nicht mehr die Weichliche und Verzärtelte nennen! Nimm die Mühle hervor
und mahle Mehl; nimm deinen Schleier ab und hebe auf die Schleppe, entblöße
die Schenkel, wate durch die Flüsse! Deine Blöße wird enthüllt und deine
Schande gesehen werden; Rache will ich nehmen und keines Menschen
schonen.“ (Jes.47,1-3)
„Setz dich in einen Winkel und schweige still, du Tochter der Chaldäer! Denn
man wird dich nicht mehr die Beherrscherin der Königreiche nennen.“ (Jes.47,5)
„Du hast gedacht: ‚Ich werde ewiglich Gebieterin sein,’ und hast dabei solches
nicht zu Herzen genommen und nicht gedacht, wie es hernach gehen würde. Nun
aber höre, du Üppige, die sorglos sitzet, die in ihrem Herzen also spricht: ‚Ich
bins und niemand sonst! ich werde keine Witwe werden, noch die Beraubung
meiner Kinder erfahren!’ Und dennoch wird dir dieses beides auf einen Tag
unversehens begegnen, daß du deiner Kinder beraubt und eine Witwe werden
wirst; sie werden dich mit großer Macht überfallen trotz der Menge deiner
Zaubereien und der großen Anzahl deiner Beschwörungen. Denn du hast dich in
deiner Bosheit sicher geglaubt und gesprochen: ‚Es sieht mich niemand!’ Deine
Weisheit und deine Wissenschaft hat dich verführt, daß du bei dir selbst gedacht
hast: ‚Ich bins und niemand sonst!’ Darum wird Unglück über dich kommen, das
du nicht wegzaubern kannst; und Verderben wird dich überfallen, das du nicht
abzuwenden vermagst; plötzlich wird eine Verwüstung über dich kommen, deren
du dich nicht versiehst. Tritt doch hin mit deinen Bannsprüchen und mit der
Menge deiner Zauberformeln, womit du dich von deiner Jugend an abgemüht
hast! Vielleicht kannst du etwas ausrichten, vielleicht Schrecken einjagen. Du bist
müde geworden von der Menge deiner Ratschläge. So laß nun herzutreten und
dich erretten, die den Himmel abteilen, die Sternseher, die monatlich kundtun,
was über dich kommen soll. Siehe, sie sind geworden wie Stoppeln, welche das
Feuer verbrannt hat; sie werden ihre Seele von der Gewalt der Flammen nicht
erretten; es wird keine Glut sein, daran man sich wärmen, und kein Herdfeuer,
dabei man sitzen könnte. So ist es ergangen mit denen, um welche du dich
bemüht, mit denen du Handel getrieben hast von deiner Jugend an. Ein jeder irrt
auf seinem eigenen Wege davon, und keiner hilft dir!“ (Jes.47,7-15)
Seite 366
Johannes hörte eine Stimme aus dem Himmel, die sprach:
„Gehet aus von ihr, mein Volk, damit ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, und
damit ihr nicht von ihren Plagen empfanget! Denn ihre Sünden reichen bis zum
Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeit gedacht. Vergeltet ihr, wie auch sie
euch vergolten hat, und messet ihr zwiefach zu nach ihren Werken; in dem
Becher, in welchem sie euch eingeschenkt, schenket ihr doppelt ein! In dem
Maße, wie sie sich selbst herrlich machte und Wollust trieb, gebet ihr nun Pein
und Leid! Denn sie spricht in ihrem Herzen: ‚Ich throne als Königin und bin keine
Witwe, und werde kein Leid sehen.’ Darum werden an einem Tage ihre Plagen
kommen, Tod und Leid und Hunger, und sie wird mit Feuer verbrannt werden;
denn stark ist Gott, der Herr, der sie richtet.“ (Offb.18,4-8)
Im Blick auf diese geistige Stellung sagt der Prophet Jeremjas:
„Babel ist eingenommen, Bel ist zuschanden geworden. Merodach ist zerschmettert, ihre Bilder sind zuschanden geworden und ihre Götzen zerschmettert!“
(Jer.50,2)
Auf die gleiche Stellung weist der Prophet Jesajas mit den Worten hin:
„Bel hat sich gebeugt; Nebo sinkt zusammen; ihre Bilder sind den Tieren und
dem Vieh aufgelegt; eure Tragbilder sind ihnen zur schweren Last geworden und
machen sie müde. Sie haben sich mit einander gekrümmt und gebeugt, sie vermochten die Last nicht zu retten; sie selbst müssen in die Gefangenschaft wandern.“ (Jes.46,1-2)
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Dieser geistige Einfluß der Lüge und Bosheit, der eigenen Gerechtigkeit als der
Ungerechtigkeit, steht der göttlichen Ordnung der Gottesgerechtigkeit als „Frechheit“
„Herz der Widersacher“ (Jer.51,1) und „zwiefacher Trotz“ (Jer.50,21) in diesem
Babelvolk gegenüber. In dieser geistigen Stellung ist Babylon die Große, ein Gefängnis
für das Volk Gottes, das aus diesem Gefängnis der Lüge und Bosheit der eigenen
Gerechtigkeit noch mehr entfliehen muß, wenn es Gott in seiner ewigen Gerechtigkeit
und in seinem ewigen Reich dienen will, als das natürliche Volk Israel aus dem
Gefängnis des wirklichen Babelvolkes entfliehen muß. Die Vergeltung und Rache, die der
Herr auf diese Weise an diesem Volke Babel übt, gewinnt in diesem Lichte gesehen, eine
besondere Bedeutung. Das Volk Babel-Chaldäa muß in dieser Verbindung mit dem
kommenden Reich Gottes in besonderer Weise im Lichte des göttlichen Waltens
gesehen werden. Wenn es heißt:
„Man hört die Stimme derer, die aus dem Lande Babel entflohen und entronnen
sind, daß sie zu Zion die Rache des Herrn, unseres Gottes ankündigen, die
Rache für seinen Tempel“ (Jer.50,28),
(Jer.50,31)
so kann das so gründliche Gericht an diesem Volk und der großen Babylon, die das
Zustandekommen des göttlichen Tempels und die Reinigung und Wiederherstellung des
Volkes Gottes verhindern wollen, besser verstanden werden.
Seite 367
„Babel war ein goldener Becher in der Hand des Herrn, der die ganze Welt
trunken machte; die Völker haben von ihrem Wein getrunken, darum sind sie
unsinnig geworden. Babel ist plötzlich gefallen und zertrümmert worden. Heulet
über sie, bringet Balsam für ihre Wunden, vielleicht kann sie geheilt werden! Wir
haben Babel heilen wollen, aber sie ist nicht heil geworden! Verlasset sie und
gehen wir ein jeder in sein Land! Denn ihr Gericht reicht bis zum Himmel und
steigt empor bis zu den Wolken. Der Herr hat unsere gerechte Sache an den Tag
gebracht; kommt, wir wollen zu Zion das Werk des Herrn, unsres Gottes,
erzählen!“ (Jer.51,7-10)
Diese Stellung und Erfahrung dieses Volkes muß im Lichte des Hauses Gottes, das
im geistigen Jerusalem im Volke Gottes zustande kommt, verstanden werden. Wenn Gott
dieses Volk und die große Babylon richtet, so rächt er dadurch alles, was die geistige
Babylon und das irdische Volk Babel dem Tempel Gottes und dem Volke Gottes getan
haben. Wenn das Volk Gottes nicht der Sünden dieser geistigen Babylon teilhaftig
werden will, dann muß es diesen Einfluß fliehen und aufrichtig nach Zion verlangen und
das Angesicht dahin richten (Jer.50,5).
In diesem Lichte gewinnt die Frage:
„Wer bist du, großer Berg vor Serubabel?“,
und die Antwort:
„Du sollst zur Ebene werden, und er wird den Schlußstein hervorbringen unter
dem Zuruf der Menge: ‚Gnade, Gnade mit ihm!’“ (Sach.4,7),
eine besondere Bedeutung, denn dieser Berg des Volkes Babel, steht der Vollendung
des göttlichen Tempels im Wege. Aber Gott macht diesen Berg zur Ebene ohne Heer
und ohne Kraft, allein durch seinen Geist. Zuletzt erfüllt es sich:
„Du hast die Stadt zum Steinhaufen gemacht, die feste Burg zum Trüm
merhaufen; der Palast der Fremden, er soll keine Stadt mehr sein, ewiglich nicht
mehr erbaut werden.“ (Jes.25,2)
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„Er hat erniedrigt die, so in der Höhe wohnten, und warf nieder die hochgelegene
Stadt; er warf sie zu Boden und stürzte sie in den Staub, daß sie mit Füßen zertreten wird, mit den Füßen der Elenden, mit den Tritten der Schwachen!“
(Jes.26,5-6)
„Sie, die nun tot sind, werden nicht wieder lebendig, Schatten stehen nicht wieder
auf; denn darum hast du sie gerichtet und ausgerottet und jede Erinnerung an sie
vernichtet.“ (Jes.26,14)
Die Worte sind nun erfüllt:
„So spricht dein Herr Jehova und dein Gott, der sein Volk rächen wird: Siehe, ich
will den Taumelbecher aus deiner Hand nehmen, den Kelch meines Grimmes,
daß du hinfort nimmermehr daraus trinken mußt; sondern ich will ihn deinen Bedrückern in die Hand geben, die zu deiner Seele gesprochen haben: Bücke dich,
daß wir über dich wegschreiten können; mache deinen Rücken der Erde gleich
und wie eine Gasse für die, so darüber gehen!“ (Jes.51,22-23)
Seite 368
Gott beantwortet nun die Frage:
„Kann auch einem Riesen sein Raub genommen werden oder eines Gewaltigen
Beute entkommen?“ (Jes.49,24),
mit den Worten:
„Die Gefangenen sollen dem Riesen genommen werden, und der Raub des
Tyrannen soll entrinnen; denn ich will hadern mit dem, der mit dir hadert, und
deine Kinder will ich erretten. Ich will deine Bedrücker mit ihrem eigenen Fleische
speisen und mit ihrem eigenen Blute tränken wie mit Most. Und alles Fleisch soll
erkennen, daß ich, Jehova, dein Heiland bin, und dein Erlöser der Starke
Jakobs.“ (Jes.49,25-26)
Kurz zusammengefaßt ist von der geistigen Bedeutung über das Gericht an Babel am
Ende
der
vierten
Welt
reichsherrschaft im prophetischen Wort das Folgende gesagt:
1. Die geistige Auswirkung von Babel stellt die Babylon, die Große dar, die
Mutter der Huren und Greuel der Erde (Offb.17,5).
2. Diese geistige Babel soll keine Beherrscherin der Königreiche mehr sein.
Verderben und Verwüstung wird sie überfallen (Jes.47,1-3.7-15).
3. Nach ihren Werken soll ihr zwiefach vergolten werden. An einem Tag
kommen ihre Plagen, Tod, Leid und Kummer, und sie wird mit Feuer
verbrannt; denn stark ist Gott, der Herr, der sie richtet (Offb 18,4-8).
4. Das Gericht über Babel ist auch das Gericht über ihre Götzen (Jer.50,2;
Jes.46,1-2).
5. Babel hat die ganze Welt trunken gemacht. Ihr Gericht reicht bis zum
Himmel. Dieses Gericht ist die göttliche Rache für seinen Tempel (Jer.50,28;
51,7-8).
6. Gott macht den Berg Babel zur Ebene, wenn er den Schlußstein seines
Tempels herzubringt (Sach.4,7).
7. Wenn die Stadt zum Steinhaufen, die feste Burg zum Trümmerhaufen wird,
dann hat Gott alle, die in der babylonischen, geistigen Höhe der Bosheit
wohnten, zu Boden gestürzt (Jes.25,2; 26,5-6).
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8. Babel muß den Taumelbecher aus Israels Hand nehmen und denselben
trinken, das ist der Kelch des göttlichen Grimmes (Jes.51,22-23).
k) Das Vernichtungsgericht über den Fürsten Gog
Zu der Zeit des Endes, wenn das Volk Israel sein Reinigungs- und Läuterungsgericht
durchgemacht hat, dem Schwert entronnen (Hes.38,8) und aus dem babylonischen
Gefängnis entflohen ist (Jer.51,50), ist es aus den Völkern ausgeführt und wohnt nun in
Sicherheit auf dem Mittelpunkt der Erde, auf den Bergen Israels, die beständig verödet
waren. Sie wohnen da
Seite 369
sicher ohne Mauern und haben weder Riegel noch Tore (Hes.38,11), besitzen Vieh und
Güter.
Doch zu dieser Zeit überziehen die Völker Israel wie ein Ungewitter, wie eine finstere
Wolke (Hes.38,9.16) um Beute zu machen und Raub zu kriegen (Hes.38,12), Silber und
Gold, Vieh und Güter wegzuführen.
Diese Absicht der Völker veranlaßt Gott selbst. Doch er tut es nur zu dem Zweck, um
bei dieser Gelegenheit sein Zorngericht an diesen Völkern auszuführen.
Eine besondere Stellung in den Gerichten, die über das Volk Israel und über die
Völker am Ende des vierten Weltreichs ergehen, nimmt Gog, im Lande Magog ein; es ist
der Fürst von Rosch, Mesech und Tubal (Hes.38,2-3; 39,1). Dieser Fürst hat eine gut
ausgerüstete Kriegsmacht. Darüber heißt es:
„Perser, Aethiopier und Libyer mit ihnen, alle mit Schild und Helm; Gomer samt
allen seinen Truppen, das Land Togarma, der äußerste Norden mit allen seinen
Truppen, große Völker mit dir!“ (Hes.38,5-6)
Der Prophet Joel schildert dieses Heer mit den Worten:
„Ein Volk hat mein Land überzogen, das ist mächtig und ohne Zahl; es hat Zähne
wie Löwenzähne und ein Gebiß wie die Löwin.“ (Joel 1,6)
„Der Tag des Herrn ist gekommen, er ist nah! Ein Tag der Finsternis und tiefen
Dunkels, ein Tag der Wolken und Gewitternacht. Wie Morgenrot breitet sich über
die Berge aus ein großes, mächtiges Volk, desgleichen nicht gewesen ist von
Ewigkeit her und auch in künftigen Zeiten nicht mehr sein wird. Fressendes Feuer
geht vor ihm her, und hinter ihm her versengende Flamme; das Land ist vor ihm
wie der Garten Eden und hinter ihm eine öde Wüste, und man kann ihm nicht
entrinnen! Sie sehen aus wie Rosse und rennen wie Reiter. Sie rasseln wie
Wagen über die Berge daher und prasseln wie eine Feuerflamme, die Stroh
verzehrt; sie gleichen einem mächtigen Heer, das zum Streit gerüstet ist. Vor ihm
erzittern die Völker, alle Angesichter entfärben sich. Sie laufen wie Helden,
besteigen die Mauern wie Krieger, jeder geht seines Weges, und keiner kreuzt
des andern Pfad. Keiner drängt den andern, jeder wandelt seine Bahn, sie
stürzen sich zwischen die Lanzen und lassen sich nicht aufhalten. Sie laufen
herum in der Stadt, rennen auf der Mauer, erklimmen die Häuser, steigen zum
Fenster hinein wie ein Dieb. Vor ihnen erbebt die Erde, der Himmel zittert, Sonne
und Mond kleiden sich in Trauer, und die Sterne verlieren ihren Schein. Und der
Herr läßt seine Stimme ertönen vor seinem Kriegsvolk her; denn sein Heerlager
ist sehr groß, und gewaltig ist, der seinen Befehl vollstreckt. Ja, groß ist der Tag
des Herrn und sehr schrecklich, wer kann ihn ertragen?“ (Joel 2,1-11)
„Ach, was für ein Tag! Ja, des Herrn Tag ist nahe, er kommt wie eine Verwüstung
vom Allmächtigen! Ist nicht vor unsern Augen die Nahrung weggenommen
worden, Freude und Frohlocken
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von dem Hause unsres Gottes? Die Samenkörner sind unter ihren Schollen verdorrt, die Speicher stehen leer, die Scheunen zerfallen, denn das Korn ist
verwelkt! O wie stöhnt das Vieh, wie sind die Rinderherden verstört, weil sie
keine Weide haben; auch die Schafherden gehen zugrunde!“ (Joel 1,15-18)
„Was der Nager (Gasam) übrig gelassen, das hat die Heuschrecke (Arweh)
gefressen, und was die Heuschrecke übrig gelassen, das hat der Fresser (Jelek)
verzehrt, und was der Fresser verschont hat, das hat der Verwüster (Chasil) vollends vernichtet.“ (Joel 1,4)
Von dem Gericht über Gog und seine Heerscharen heißt es:
„Den von Mitternacht gekommenen (Heuschreckenschwarm) aber will ich ferne
von euch treiben und ihn verstoßen in ein dürres und wüstes Land, seinen
Vortrab ins östliche Meer und seinen Nachtrab ins westliche Meer, und sein
Gestank soll aufsteigen und sein Modergeruch emporkommen; denn er hat
großgetan!“ (Joel 2,20)
„In meinem Eifer, im Feuer meines Zornes rede ich: Wahrlich, an jenem Tage
wird ein großes Erdbeben sein über das Land Israel hin. Die Fische im Meere
werden vor mir erbeben, die Vögel des Himmels, die Tiere des Feldes, auch alles
Gewürm, das auf dem Erdboden kriecht, und alle Menschen, die auf Erden sind.
Auch die Berge sollen einstürzen, die Felswände fallen und alle Mauern zu
Boden sinken. Da will ich alle Schrecken wider ihn aufrufen, spricht der Herr
Jehova: eines jeglichen Schwert wird gegen seinen Bruder gerichtet sein. Ich will
ihn mit Pest und Blut richten; ich will auf ihn und all sein Heer, auf die vielen
Völker, welche mit ihm sind, Platzregen und Hagelsteine, Feuer und Schwefel
regnen lassen. Also will ich mich groß und heilig erweisen und mich kund
machen vor den Augen vieler Völker, und sie sollen erfahren, daß ich Jehova
bin.“ (Hes.38,19-23)
„Ich will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und die Pfeile aus deiner
rechten Hand fallen lassen. Du sollst fallen auf den Bergen Israels, samt allen
deinen Scharen und den Völkern, die bei dir sind; daselbst will ich dich den
Raubvögeln aller Art und den wilden Tieren des Feldes zur Speise geben. Du
sollst auf dem weiten Felde fallen! Ich habe es geredet, spricht der Herr Jehova.
Ich will an Magog und an die, welche an den Meeresküsten sicher wohnen, Feuer
legen, damit sie erfahren, daß ich Jehova bin.“ (Hes.39,3-6)
„Du Menschensohn, so spricht der Herr Jehova: Sage zu den Vögeln aller
Gattungen und zu allen wilden Tieren: Versammelt euch und kommt! Sammelt
euch von allen Seiten zu meinem Schlachtopfer, das ich euch geschlachtet habe!
Es ist ein großes Schlachtopfer auf den Bergen Israels; esset Fleisch und trinket
Blut! Ihr sollet das Fleisch der Helden essen und das Blut der Fürsten der Erde
trinken, der Widder, der Lämmer, der Böcke und
Seite 371
Stiere, Mastvieh Basans allesamt! Esset das Fette, bis ihr satt werdet, und trinket
das Blut, bis ihr trunken werdet von meinen Schlachtopfern, welche ich euch
geschlachtet habe! Sättiget euch an meinem Tische von Rossen und Reitern, von
Helden und allerlei Kriegsleuten! spricht der Herr Jehova.“ (Hes.39,17-20)
Aus den Worten, daß das
„nach langer Zeit“,
„zur letzten Zeit“ (Hes.38,8),
„am Ende der Tage“ (Hes.38,16)
geschehen soll, wird häufig gefolgert, daß es sich bei diesem Gericht um die Erfüllung
von dem handle, was am Ende des Tausendjährigen Reiches nach Offb.20,7-9
geschieht. Das ist aber eine falsche Auffassung von diesem Gericht und den damit
verbundenen Begleitumständen. Dieses Gericht vollstreckt Gott nicht in der Zeit, wenn
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das Volk Israel bereits während der langen Zeit von tausend Jahren in seinem Land war,
sondern es ist durch seine Flucht aus Babel und die Sammlung aus den Völkern am
Anfang der tausend Jahre dahin gekommen. Dieses Gericht muß dem Zweck dienen,
daß es alle Völker sehen und die Hand, die Gott an sie gelegt hat, erkennen und er auf
diese Weise seine Herrlichkeit beweisen kann (Hes.39,21). Darum gelten diesen Völkern
die Worte:
„Die Völker sollen erkennen, daß das Haus Israel wegen seiner Missetat in
Gefangenschaft geraten ist, weil sie sich gegen mich vergangen hatten, so daß
ich mein Angesicht vor ihnen verbarg und sie ihren Feinden in die Hände gab,
daß sie alle mit dem Schwert erschlagen wurden.“ (Hes.39,23)
Das können aber die Völker nicht am Ende des Tausendjährigen Reiches erkennen,
sondern sie müssen es zu der Zeit einsehen, wenn das Volk Israel gereinigt und
wiederhergestellt wird. Auch dem Volke Gottes gelten nun die Worte:
„Meinen heiligen Namen will ich unter meinem Volk Israel kundtun und meinen
heiligen Namen hinfort nicht mehr entweihen lassen, sondern die Völker sollen
erfahren, daß ich Jehova, der Heilige in Israel bin!“ (Hes.39,7)
In dieser Gerichtszeit werden sich die Worte erfüllen:
„Die Bewohner der Städte Israels werden herauskommen und die Waffen anzünden und verbrennen, Schilde und Tartschen, Bogen und Pfeile, Keulen und
Speere, und sieben Jahre lang damit Feuer machen. Man wird kein Holz vom
Felde holen und keines in den Wäldern abhauen; sondern man wird die Waffen
als Brennstoff benützen. Sie werden die berauben, welche sie beraubt haben,
und diejenigen plündern, welche sie geplündert haben, spricht der Herr Jehova.
Und zu derselben Zeit will ich dem Gog einen Ort daselbst zum Begräbnis geben
in Israel: das Tal Abarim östlich vom Toten
Seite 372
Meer, und man wird die Mündung des Tales absperren. Daselbst wird man Gog
begraben und all sein Volk und wird es nennen ‚Tal von Gogs Heerhaufen’. Das
Haus Israel wird sie sieben Monate lang begraben, um das Land zu reinigen. Und
zwar wird das ganze Volk des Landes sie begraben, und das wird ihnen zum
Ruhm gereichen an dem Tage, da ich mich verherrlichen werde, spricht der Herr
Jehova. Dann wird man Männer erwählen, die beständig das Land durchziehen,
um zur Reinigung desselben die auf der Erdoberfläche noch liegen gebliebenen
toten Fremdlinge zum Begräbnis zu bringen; nach Verlauf von sieben Monaten
sollen sie Nachforschung halten. Und wenn sie auf ihrer Reise durchs Land ein
Menschengebein sehen, so werden sie dabei ein Mal errichten, bis daß es die
Totengräber im ‚Tal von Gogs Heerhaufen’ begraben haben. Daselbst wird auch
eine Stadt ‚Hamona’ (Haufen) sein. Also werden sie das Land reinigen.“
(Hes.39,9-16)
Auch in Verbindung mit diesem Gericht ist Israels Reinigung und Wiederherstellung
bezeugt. Es ist besonders zu beachten, daß der Herr von diesem Fürsten sagt:
„Bist du nicht der, von welchem ich vor Zeiten durch meine Knechte, die
Propheten Israels, die damals viele Jahre lang weissagten, geredet habe, daß ich
dich wider sie heraus führen werde?“ (Hes.38,17)
„Das ist der Tag, von welchem ich geredet habe.“ (Hes.39,8)
Kurz zusammengefaßt ist über die Vernichtung Gogs am Ende der vierten
Weltreichsherrschaft im prophetischen Wort das Folgende gesagt:
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1. Gog im Lande Magog ist der Fürst von Rosch, Mesech und Tubal. Er
kommt mit seinen Völkern, einem mächtigen Heer, vom äußersten Norden
2.
3.
4.
5.
6.
in das Land Palästina (Hes.38,1-7.14-16; 39,1-3).
Das Volk Israel ist zu der Zeit aus den Völkern und aus Babels Gefängnis
in sein Land zurückgekehrt (Hes.38,8).
Sie wohnen in Sicherheit ohne Mauern, Riegel und Tore (Hes.38,11).
Sie besitzen Vieh und Güter und wohnen auf dem Mittelpunkt der Erde
(Hes.38,12).
Diese Güter will der Fürst Gog vom Volk Israel wegführen (Hes.38,13).
Das Gericht über dieses Kriegsheer ist ein großes Erdbeben über das Land
Israel. Die Berge (Reiche) stürzen ein, die Felswände fallen, alle Mauern
sinken zu Boden. Eines jeden Schwert wird gegen seinen Bruder gerichtet.
Der Herr richtet mit Pest und Blut, Platzregen, Hagelsteinen, Feuer und
Schwefel (Hes.38,18-22).
7. Durch dieses Gericht sollen die Völker Jehova erkennen (Hes.38,16.23;
39,7.21-23).
8. Gog muß auf den Bergen Israels fallen (Hes.39,4-5).
Seite 373
9. Sie werden den Raubvögeln und den wilden Tieren zur Speise. Dieses
Gericht ist das Schlachtopfer des Herrn auf den Bergen Israels für alle
Vögel und alle wilden Tiere (Hes.39,4-5.17-20).
10. Die Kriegsgeräte, die auf dem Kampfplatze liegen bleiben, daß das Volk
Israel sieben Jahre genug Brennstoff damit hat und kein Holz aus dem
Walde braucht und daß sie die Toten sieben Monate lang im Tal von Gogs
Heerhaufen begraben, sind Beweise dafür, daß diese Völker zusammen
mit allen andern Völkern gerichtet werden und nicht erst am Ende des
Tausendjährigen Reiches (Hes.39,9-16).
11. Weil Gog der Fürst ist, von dessen Endgericht alle Propheten geweissagt
haben, so muß sein Gericht dasselbe sein, das in der gleichen
Ausführlichkeit über Assur-Babel verkündet ist (Hes.38,17).
l) Das Vernichtungsgericht über das Volk Edom
Bei dem Vernichtungsgericht der Völker wird das Volk Edom in besonderer
Weise betroffen (Jes.34,1-4; 63,6; Jer.40,10). Das Wort des Herrn von dem Gericht
über Edom lautet:
„Trunken geworden ist mein Schwert im Himmel; siehe, es fährt herab auf Edom,
auf das von mir zum Gericht gebannte Volk. Das Schwert des Herrn ist voll Blut;
es ist geölt mit dem Fett, dem Blut der Lämmer und Böcke, mit dem Nierenfett
der Widder; denn der Herr hält sein Opferfest zu Bozra und ein großes
Schlachten im Lande Edom.“ (Jes.34,5-6)
„Ein Tag der Rache ist es, ein Jahr der Vergeltung, zur Rache für Zion.“
(Jes.34,8)
„Weil Edom am Hause Juda Rachsucht geübt und sich verschuldet hat, da es
sich an ihnen rächte, darum spricht der Herr Jehova also: ‚Ich will meine Hand
wider Edom ausstrecken und will Menschen und Vieh darin ausrotten und will es
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zur Wüste machen: von Teman an bis gen Dedan sollen sie durchs Schwert
fallen.’“ (Hes.25,12-13)
„Weil du ewige Feindschaft hältst und die Kinder Israels der Schärfe des Schwertes überliefert hast zur Zeit ihres Unglücks, zur Zeit der endlichen Abrechnung,
darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr Jehova, will ich dich zu Blut machen,
und Blut soll dich verfolgen; durch Bluttat hast du dich verschuldet, so soll auch
dich Blut verfolgen!“ (Hes.35,5-6)
„Weil du gesagt hast: ‚Diese beiden Völker und diese beiden Länder müssen
mein werden, und wir wollen sie einnehmen!’ obgleich der Herr daselbst gewesen
ist, darum spricht der Herr Jehova: So wahr ich lebe, ich will mit dir umgehen
nach deinem Zorn und nach deiner Eifersucht, womit du aus Haß gegen sie
gehandelt hast; und ich werde mich unter ihnen offenbar machen, wenn ich dich
richten
Seite 374
werde. Du aber sollst erfahren, daß ich, Jehova, alle deine Lästerungen gehört
habe, welche du wider die Berge Israels ausgestoßen hast, als du sprachest: ‚Sie
sind verwüstet und uns zum Fraße gegeben!’ Also habt ihr mit eurem Maul wider
mich großgetan und eures Redens wider mich viel gemacht, – Ich habe es
gehört! So spricht der Herr Jehova: Wenn das ganze Land sich freut, will ich dich
zur Wüste machen! Wie du dich gefreut hast über das Erbe des Hauses Israel,
weil es verwüstet ward, also will ich dir auch tun. Du sollst verwüstet werden,
Gebirge Seir, samt dem ganzen Edom; so wird man erfahren, daß ich Jehova
bin!“ (Hes.35,10-15)
„Edom (soll) zu einer öden Steppe werden, wegen der Mißhandlung der Kinder
Judas, daß sie in deren Lande unschuldiges Blut vergossen haben.“ (Joel 4,19)
„Ich will ihr Blut rächen, das ich nicht gerächet hatte!“ (Joel 4,21)
„Weil er seinen Bruder mit dem Schwert verfolgt und sein Erbarmen erstickt und
seinem Zorn stets den Lauf gelassen und seinen Grimm allezeit behalten hat.
Darum will ich Feuer über Teman senden, welches die Paläste von Bozra verzehren soll.“ (Am.1,11-12)
„Um der Grausamkeit willen gegen deinen Bruder Jakob soll dich Schmach bedecken und sollst du auf ewig ausgerottet werden. Denn an jenem Tage, als du
dabei standest, am Tage, da Fremde seine Habe wegführten und Ausländer zu
seinen Toren einzogen und das Los über Jerusalem warfen, da warst auch du
wie einer von ihnen! Du solltest aber deine Lust nicht sehen am Tage deines
Bruders, am Tage seines Mißgeschicks, und solltest dich nicht freuen über die
Kinder Judas am Tage ihres Untergangs und nicht großsprecherisch reden am
Tage der Not. Du solltest auch nicht zum Tore meines Volkes kommen am Tage
seiner Not, und auch nicht dich freuen über sein Unglück an seinem
Schicksalstage, und solltest nicht deine Hand ausstrecken nach seinem Gut am
Tage seines Verderbens. Du solltest dich auch nicht beim Scheideweg aufstellen,
um seine Flüchtlinge niederzumachen, und solltest auch seine Entronnenen nicht
ausliefern am Tage der Not!“ (Obdj.10-14)
„Wie du getan hast, so soll dir getan werden; dein Tun wird auf deinen Kopf
zurückkehren.“ (Obdj.15)
Dieses Gericht schaut der Psalmist im Geiste, wenn er sagt:
„Herr, vergiß den Kindern Edoms nicht den Tag Jerusalems, die da sprachen:
‚Zerstöret, zerstöret sie bis auf den Grund!’“ (Ps.137,7)
Wenn der Herr alle Nationen dem Bann und der Schlachtung überliefert, dann ist das
auch der völlige Untergang des Hauses Edom, der ihm von den Propheten wie allen
andern Völkern verkündet worden ist (Jer.25,15-16.21; Jes.34,1-15; Jer.49,7-22; Hes.25,12-14; Joel
4,19.21; Am.1,11-12; Obdj.1-21; Jer.9,24; Jes.63,1-6).
Wenn Gott sein Volk Israel als Werkzeug braucht, um alle Völker
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zu besiegen, so erfüllt sich das am Volk Edom in der gleichen Weise. Das Zeugnis davon
lautet:
„Das Haus Jakob wird ein Feuer sein, und das Haus Joseph eine Flamme, aber
das Haus Esau wird zu Stoppeln werden, und jene werden sie anzünden und verzehren, daß dem Hause Esau kein Entronnener bleiben wird; denn der Herr hats
geredet!“ (Obdj.18.)
Gott richtet Edom so gründlich, daß er diesem Volk nicht so, wie manch andern
Völkern, eine spätere Rettung verheißt. Was aber doch noch eine Zukunft auch für das
Volk Edom nach diesem gründlichen Gericht andeutet, sagen die Worte:
„Verlaß deine Waisen! Ich will sie am Leben erhalten, und deine Witwen sollen
auf mich vertrauen!“ (Jer.49,11)
„Befreier werden nach dem Berge Zion hinaufziehen, das Gebirge Esau zu
richten. Aber die Königsherrschaft wird dem Herrn gehören!“ (Obdj.21.)
Wer erwählt ist, den wird Gott auch über das Volk Edom setzen. Es bleibt nun für
ewige Zeiten, daß der ältere Bruder Esau dem jüngeren Jakob dient (1.Mos.25,23) und
Esau wird das Joch seines jüngeren Bruders nicht mehr von seinem Halse reißen, um
sich von seiner Herrschaft zu befreien (1.Mos.27,40).
Kurz zusammengefaßt ist von dem Vernichtungsgericht über Edom am Ende der vierten
Weltreichsherrschaft im prophetischen Wort das Folgende gesagt:
1. Edom ist das vom Herrn zum Gericht gebannte Volk. Das Schwert des
Herrn ist voll Blut; es ist geölt mit dem Fett, dem Blut der Lämmer und
Böcke, dem Nierenfett der Widder. Es fährt vom Himmel herab auf Edom,
wo der Herr sein Opferfest, sein großes Schlachten zu Bozra hält (Jes.34,56).
2. Das Gericht über Edom ist der Tag der Rache, das Jahr der Vergeltung für
Zion (Jes.34,8).
3. Der Herr will Menschen und Vieh von Edom ausrotten und es zur Wüste
machen (Hes.25,12-13).
4. Weil das Volk Edom mit dem Volk Israel ewige Feindschaft hält und es
dem Schwert überliefert, deshalb wird es auch mit Blut verfolgt (Hes.35,5-6).
5. Weil Edom die beiden Völker Israel und ihre Länder einnehmen will, und im
Zorn, in der Eifersucht und im Haß gegen sie handelt, deshalb macht der
Herr ihr Land zur Wüste (Hes.35,10-15).
6. Weil Edom die Kinder Judas mißhandelt und in ihrem Land unschuldiges
Blut vergossen hat, werden sie zu einer öden Stätte (Joel 4,19).
7. Der Herr rächt sein Blut an Edom (Joel 4,21).
8. Edom hat seinen Bruder mit dem Schwert verfolgt, sein Erbarmen erstickt,
seinem Zorn den Lauf gelassen, seinen Grimm behalten, deshalb muß
Feuer Teman und Bozra, ihre Hauptstädte, verzehren (Am.1,11-12).
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9. Um Edoms Grausamkeit willen gegen seinen Bruder Jakob wird er mit
Schmach bedeckt und ausgerottet (Obdj.1-15).
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10. Weil Edom Israels Zerstörung wünschte, deshalb soll der Herr Edoms
Gericht nicht vergessen (Ps.137,7).
11. Das Haus Esau (Edom) wird vom Volk Israel so gerichtet, daß niemand
entrinnen kann (Obdj.18).
12. Für Edoms Waisen und Witwen sorgt der Herr (Jer.49,11).
13. Edom wird von Zion aus gerichtet, wenn die Königsherrschaft dem Herrn
gehört (Obdj.21).
14. Der vom Herrn erwählte Knecht beherrscht Edom (Jer.49,19).
15. Der ältere Bruder Esau muß dem jüngeren Bruder Jakob immer untertan
sein (1.Mos.25,23).
m) Das Vernichtungsgericht über das Volk Ägypten
Das Land Ägypten gehört zu den Völkern, die in der Zeit der vier Weltreiche vereint
mit Syrien und Rom die Weltherrschaft ausüben. Dieses Volk war dem Hause Israel ein
Rohrstab. Darum muß auch über dieses Volk um seiner gottfeindlichen Gesinnung willen
das Vernichtungsgericht Gottes am Ende der vierten Weltreichsherrschaft ergehen. Der
Herr spricht von Ägypten:
„Wenn sie (das Volk Gottes) dich in die Hand nahmen, so zerknicktest du und
durchstachest ihnen die ganze Schulter; und wenn sie sich auf dich lehnten, so
zerbrachest du und machtest, daß ihnen ihre Lenden wankten.“ (Hes.29,7)
Weil Israel unter dem Schutz Pharaos Zuflucht suchte (Jes.3,1-5), deshalb sagt Gott:
„Die Aegypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde sind Fleisch und
nicht Geist; der Herr braucht nur seine Hand auszustrecken, so wird der Helfer
straucheln, und der, welchem geholfen werden sollte, wird fallen, daß sie alle miteinander umkommen.“ (Jes.31,3)
In diesem Gericht gibt Gott Ägypten als Lösegeld für sein Volk Israel (Jes.43,3). Es
ist das Krokodil am Meer, das Gott tötet, wenn er mit seinem harten und großen Schwert
den Leviathan, die flüchtige Schlange Assur und den Leviathan, die gewundene
Schlange Babel heimsucht (Jes.27,1). Dann reicht das Dreschen, das der Herr anstellt, von
den Fluten des Stromes Euphrat bis zum Bach Ägyptens (Jes.27,12). Ägyptens Macht wird
gleich der Macht der übrigen Völker gänzlich vernichtet. Der Ratschluß des Herrn lautet:
„Ich will Aegypten in die Gewalt eines strengen Herrn
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überliefern und ein harter König soll sie beherrschen, spricht der Herr, Jehova der
Heerscharen.“ (Jes.19,4)
Der Untergang der Macht Ägyptens ist im Zeugnis der Propheten ausführlich
geschildert (Jes.19,1-16; Jer.9,24-25; 25,19; Hes. 29,5.8-15; 32,1-16; Joel 4,19; Hab.3,7; Zeph.2,12;
Sach.10,11). In diesem Gericht ist die Stellung und das Verhältnis des Volkes Israel
gegenüber dem Volke Ägypten mit den Worten bezeugt:
„Es wird auch das Land Juda den Aegyptern ein Schrecken sein; jede
Erwähnung desselben wird sie in Furcht versetzen ob dem Ratschluß des Herrn
der Heerscharen, den er gegen sie beschlossen hat.“ (Jes.19,17)
Wenn aber in diesem Gericht die Macht dieses Volkes Ägypten vernichtet ist, dann ist
diesem Volk seine Wiederherstellung mit den Worten verheißen:
„Wenn die vierzig Jahre vollendet sind, will ich die Aegypter aus den Völkern,
unter welche sie zerstreut gewesen sind, wieder zusammenbringen. Ich will die
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gefangenen Aegypter wiederbringen, ja in das Land Patros, in das Land ihres
Ursprungs, will ich sie bringen, daß sie daselbst ein geringes Königreich seien.
Ja, es soll geringer sein als andere Königreiche, daß es sich hinfort nicht über die
Völker erhebe. Denn ich will sie also mindern, daß sie nicht mehr über die Völker
herrschen können. Sie werden auch dem Hause Israel hinfort keine Zuflucht sein,
die sie an ihre Missetat erinnert, wenn sie sich zu ihnen wenden. Und sie sollen
erfahren, daß ich der Herr Jehova bin.“ (Hes.29,13-16)
„Zu jener Zeit werden fünf ägyptische Städte die Sprache Kanaans reden und
dem Herrn der Heerscharen schwören; eine derselben wird Irheres heißen. Zu
jener Zeit wird für Jehova mitten im Lande Aegypten ein Altar und hart an seiner
Grenze für den Herrn eine Säule stehen; die wird dem Herrn der Heerscharen im
Lande Aegypten ein Zeichen und Zeugnis sein. Wenn sie zu ihm schreien
werden wegen ihrer Bedrücker, so wird er ihnen einen Retter und Streiter
senden, der sie erlöse. Da wird sich Jehova den Aegyptern offenbaren, und die
Aegypter werden den Herrn erkennen an jenem Tage und Schlachtopfer und
Speisopfer darbringen, sie werden dem Herrn Gelübde tun und bezahlen. Also
wird der Herr Aegypten schlagen und heilen. Sie werden sich zum Herrn
bekehren, und er wird sich von ihnen erflehen lassen und sie heilen. Alsdann wird
von Aegypten eine Bahn nach Assyrien gehen; der Assyrer wird nach Aegypten,
und der Aegypter nach Assyrien kommen, und die Aegypter werden mit den
Assyrern (Jehova) dienen. Zu derselben Zeit wird sich Israel als drittes zu
Aegypten und Assur gesellen und ein Segen inmitten der Erde sein, zu welchem
es der Herr der Heerscharen setzt, indem er sagen wird: ‚Gesegnet bist du,
Aegypten,
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mein Volk, und du, Assur, meiner Hände Werk, und du, Israel, mein Erbteil!’“
(Jes.19,18-25)
Wie hartnäckig aber der Widerstand der Aegypter gegen den Herrn und gegen sein
Volk ist, zeigt ihr Verhalten, das sie auch nach dem Gericht noch an den Tag legen.
Darüber muß der Prophet Sacharja die Worte aussprechen:
„Wer aber von den Geschlechtern der Erde nicht hinaufziehen wird nach Jerusalem, anzubeten den König Jehova Zebaoth, über die wird es nicht regnen. Und
wenn das Geschlecht Aegyptens nicht hinaufziehen will, sollte dann nicht auch
über sie die Plage kommen und auf ihnen sein, mit welcher der Herr die Völker
schlagen wird, die nicht hinaufziehen wollen, das Laubhüttenfest zu feiern? Das
wird die Strafe der Aegypter und die Strafe aller Völker sein, welche nicht hinaufziehen wollen, das Laubhüttenfest zu feiern.“ (Sach.14,17-19)
Kurz zusammengefaßt ist von dem Vernichtungsgericht über das Volk Ägypten am Ende
der
vierten
Welt
reichsherrschaft im prophetischen Wort das Folgende gesagt:
1. Ägypten ist für das Volk Israel ein Rohrstab, der sie verwundet und wankend macht (Hes.29,7).
2. Israel muß einsehen, daß die Ägypter Menschen sind und nicht Gott,
deshalb müssen sie zusammen mit dem Volk Israel, das sich auf Ägypten
verläßt, straucheln, fallen und umkommen (Jes.31,3).
3. Gott gibt Ägypten als Lösegeld für sein Volk Israel (Jes.43,3).
4. Ägypten wird als Krokodil am Meer getötet, wenn das Dreschen vom Strom
Euphrat bis zum Bach Ägyptens reicht (Jes.27,1.12).
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5. Der Herr gibt Ägypten in die Gewalt eines strengen Herrn und ein harter
König beherrscht sie (Jes.19,4).
6. Den Ägyptern ist das Land Juda ein Schrecken und der Ratschluß des
Herrn versetzt sie in Furcht (Jes.19,19).
7. Ägypten bekehrt sich und wird wieder hergestellt und mit Assur und Israel
für die tausendjährige Reichsgottesherrschaft verbündet sein, wenn ihr
Widerstand gegen Gott und das Volk Israel völlig gebrochen ist (Jes.19,1825; Jer.46,26; Sach.14,17-19).
n) Das Vernichtungsgericht über das Volk Moab
Auch an dem Volk Moab übt Gott am Ende der vierten Weltreichsherrschaft um
seiner feindlichen Gesinnung willen sein Vernichtungsgericht. Über die Stellung dieses
Volkes heißt es:
„Wir haben gehört, daß der Hochmut Moabs sehr groß ist, seine Hoffart, sein
Stolz und Uebermut, sein unwahrhaftiges Prahlen.“ (Jes.16,6)
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„Wir haben vom Hochmut Moabs gehört, daß er sehr groß sei, von seinem Hochmut, seiner Hoffart, seinem Uebermut und dem Stolz seines Herzens. Ich kenne
seinen Uebermut wohl, spricht der Herr; schlecht steht ihm sein Prahlen an,
unziemlich hat es sich benommen.“ (Jer.48,29-30)
Von der Stellung, die Moab gegen das Volk Israel eingenommen hat, lautet Gottes
Wort:
„Es hat groß getan!“ (Jer.48,26)
Der Herr richtet die Frage an Moab:
„Ist dir nicht Israel zum Gespött gewesen? Wurde es etwa unter den Dieben
ertappt, daß du nur mit Kopfschütteln von ihm sprichst? ölVerlasset die Städte
und schlaget eure Wohnung in der Felsenkluft auf, ihr Bewohner Moabs, und seid
den Tauben gleich, die dort drüben am Rande des Abgrunds nisten!“ (Jer.48,2728)
Sie sprachen:
„Siehe, das Haus Juda ist geworden wie alle Völker!“ (Hes.25,8)
Darum sagt ihnen der Herr:
„Ich habe die Beschimpfung Moabs und die Lästerungen der Kinder Ammons
gehört, womit sie mein Volk geschmäht und sich gerühmt haben wider sein
Gebiet.“ (Zeph.2,8)
Auch haben sie die Gebeine des Königs zu Edom zu Kalk verbrannt (Am.2,1).
Um dieser Stellung willen, die das Volk Moab hatte, lautet die Gerichtsbotschaft:
„Weil du dich auf deine Werke und deine Schätze verlassen hast, so wirst auch
du eingenommen werden, und Kamos muß in die Gefangenschaft wandern,
seine Priester und seine Fürsten zumal.“ (Jer.48,7)
„Darum soll Moab in sein eigenes Gespei hineinfallen und zum Gespött werden,
ja auch es!“ (Jer.48,26)
„Also wird Moab vertilgt, daß es kein Volk mehr sei, weil es sich gerühmt hat
wider den Herrn.“ (Jer.48,42)
„Ich (will) Moabs Bergrücken entblößen von den Städten, von seinen Städten an
seinen Grenzen, welche eine Zierde des Landes sind, nämlich Beth-Jesimot,
Baal-Meon und Kirjataim.“ (Hes.25,9)
„Darum will ich Feuer über Moab senden, das die Paläste von Kerijot verzehren
soll, und Moab soll sterben im Getümmel, im Kriegslärm und beim
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Posaunenschall. Und ich will den Richter aus seiner Mitte vertilgen und alle seine
Fürsten mit ihm umbringen, spricht der Herr.“ (Am.2,2-3)
„Solches soll ihnen widerfahren für ihren Hochmut, daß sie gelästert und großgetan haben wider das Volk des Herrn Zebaoth. Jehova wird gewaltig über ihnen
sein.“ (Zeph.2,10-11)
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Die Vernichtung der Moabiter ist mit den Worten angezeigt:
„Ueber die entronnenen Moabiter kommt ein Löwe, über den Rest, der noch im
Lande ist.“ (Jes.15,9)
„Mit Moabs Ruhm ist’s aus; in Hesbon sinnt man wider sie schlimme Pläne aus:
‚Kommt, laßt uns sie ausrotten, daß sie kein Volk mehr seien!’ Auch du, Madmen,
wirst verstummen müssen, das Schwert kommt hinter dir her! Von Horonaim her
vernimmt man Geschrei: ‚Sturz und Zerstörung! Moab ist zusammengebrochen!’
Man hört sein Geschrei bis nach Zoar hin.“ (Jer.48,2-4)
„Es wird über jegliche Stadt ein Verwüster kommen, und keine Stadt wird entrinnen; das Tal wird verderbt und die Ebene verwüstet werden, wie Jehova es
gesagt hat.“ (Jer.48,8)
„Wie dürft ihr sagen: Wir sind Helden und kriegstüchtige Männer? Er, der Moab
und seine Städte verwüstet, steigt hinauf; seine (Moabs) auserlesene junge
Mannschaft aber muß zur Schlachtbank hinuntersteigen, spricht der König, der
Jehova Zebaoth heißt. Moabs Verderben ist nahe herbeigekommen, und sein
Unglück läuft gar schnell!“ (Jer.48,14-16)
„Herunter von deinem Ehrenplatz, setz dich in die Dürre, Bewohnerin, Tochter
Dibons! Denn der Verwüster Moabs ist zu dir hinaufgekommen, er hat deine
Festungen zerstört. Tritt an den Weg und spähe, du Einwohnerschaft von Aroer!
Frage den Flüchtling und den Entronnenen, sprich: Was ist geschehen? Moab ist
zuschanden geworden, ja zusammengebrochen ist es; heulet und schreiet und
verkündiget am Arnon, daß Moab verwüstet ist!“ (Jer.48,18-20)
„Deinen Herbst und deine Weinlese hat ein Verwüster überfallen.“ (Jer.48,32)
„So vertilge ich aus Moab, wer zur Opferhöhe hinaufsteigt und seinem Gott räuchert, spricht Jehova.“ (Jer.48,35)
„So spricht der Herr: Siehe, wie ein Adler fliegt er daher und breitet seine Flügel
über Moab aus! Die Städte werden eingenommen und die Burgen erobert, und
der Mut der moabitischen Helden wird an jenem Tage sein wie der Mut eines
geängstigten Weibes. Also wird Moab vertilgt, daß es kein Volk mehr sei, weil es
sich gerühmt hat wider den Herrn. Grauen, Grube und Garn kommen über dich,
der du in Moab wohnst, spricht der Herr. Wer dem Grauen entrinnt, wird in die
Grube fallen; und wer aus der Grube heraufsteigt, der wird im Garn gefangen
werden. Denn solches werde ich über Moab bringen im Jahre seiner
Heimsuchung, spricht der Herr. Im Schatten von Hesbon stehen erschöpft die
Fliehenden. Denn von Hesbon ist ein Feuer ausgegangen und eine Flamme aus
Sihons Palast, die hat Moabs Antlitz verzehrt und den Scheitel der Söhne des
Getümmels. Wehe dir Moab! Verloren ist das Volk des Kamos! Denn sie haben
deine Söhne in die Verbannung geführt und deine Töchter in die Gefan
genschaft.“ (Jer.48,40-46)
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Daß Gott das Volk besonders streng und hart richtet, beweisen die Worte:
„Verflucht sei, wer des Herrn Werk lässig treibt, und verflucht, wer sein Schwert
zurückhält vom Blutvergießen!“ (Jer.48,10)
„An Moab will ich Gerichte vollstrecken; so werden sie erfahren, daß ich Jehova
bin!“ (Hes.25,11)
„So wahr ich lebe, spricht Jehova Zebaoth, der Gott Israels, soll Moab wie Sodom
werden.“ (Zeph.2,9)
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„ … Nämlich ein Besitztum von Nesseln und eine Salzgrube und eine ewige
Wüstenei; die Uebrigen meines Volkes sollen sie berauben und der Rest meiner
Nation sie beerben. Solches soll ihnen widerfahren für ihren Hochmut, daß sie
gelästert und großgetan haben wider das Volk des Herrn Zebaoth. Jehova wird
gewaltig über ihnen sein; denn er läßt alle Götter der Erde aussterben, und es
werden ihn anbeten alle Inseln der Heiden, ein jegliches von seinem Orte aus.“
(Zeph.2,9-11)
Dieses Gericht muß auch das Volk Moab zu der Zeit auskosten, wenn der Herr die
Macht aller Völker vernichtet. (Jes.15,1-9; 16,1-13; Jer.9,24-25; 25,15-16.21; 48,1-46; Hes.25,8-11;
Am.2,1-3; Zeph.2,8-11).
„Moab aber wird unter ihm zertreten werden, wie Stroh in der Mistlache zertreten
wird. Und es wird seine Hände darin ausbreiten, wie ein Schwimmer sie
ausbreitet, um zu schwimmen; er aber niedrigt seinen Hochmut trotz der
Kunstgriffe seiner Hände. Deine festen, hohen Mauern wird er niedrigen, beugen
und in den Staub zu Boden werfen.“ (Jes.25,10-12)
Dem Volk Moab wird aber noch eine Zukunft verheißen mit den Worten:
„Doch will ich Moabs Gefängnis in den letzten Tagen wieder wenden, spricht der
Herr.“ (Jer.48,47)
„In drei Jahren, wie sie der Tagelöhner zählt, wird die große Menge, deren sich
Moab rühmt, geringe werden, und es bleibt nur eine kleine Wenigkeit übrig, ohne
alle Macht.“ (Jes.16,13)
Israel soll sich der moabitischen Flüchtlinge in ihrer großen Gerichtsnot erbarmen.
Darüber sagt das Wort Gottes:
„Gib Rat, lege Fürbitte ein, mach deinen Schatten am hellen Mittag gleich der
dunklen Nacht, verbirg die Verjagten, verrate die Flüchtlinge nicht! Laß die
Flüchtlinge Moabs bei dir einkehren, sei ihnen ein Schirm vor dem Verderber!
Denn dem Bedrücker ist ein Ziel gesetzt, das Zerstören wird aufhören, die
Gewalttätigen werden von der Erde weggefegt werden.“ (Jes.16,3-4)
Das geschieht alles in der Zeit, wenn sich die Worte erfüllen:
„Dann wird durch Gnade ein Thron gefestigt werden und in Beständigkeit einer in der
Hütte Davids darauf sitzen, der recht richten, des Rechts sich befleißen und die
Gerechtigkeit befördern wird.“ (Jes.16,5)
Seite 382
Kurz zusammengefaßt ist von dem Vernichtungsgericht über das Volk Moab am Ende
der
vierten
Welt
reichsherrschaft im prophetischen Wort das Folgende gesagt:
1. Die Kennzeichen von dem Volk Moab sind sein Hochmut, seine Hoffart,
sein Stolz und Übermut und sein unwahrhaftiges Prahlen (Jes.16,6; 48,29-30).
2. Das Volk Israel ist den Moabitern zum Gespött geworden; sie haben es
beschimpft, gelästert und geschmäht und sich wider sein Gebiet gerühmt
(Zeph.2,8).
3. Das Volk Moab hat sich auf seine Werke und seine Schätze verlassen,
deshalb werden sie eingenommen und müssen in die Gefangenschaft
(Jer.48,7).
4. Moabs Städte werden mit Feuer verbrannt und ihre Richter und Fürsten
werden vertilgt (Hes.25,9; Am.2,2-3).
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5. Es kommt ein Löwe über den Rest der Moabiter. Über jede Stadt kommt
ein Verwüster. Ihre auserlesene junge Mannschaft muß zur Schlachtbank
6.
7.
8.
9.
hinuntersteigen. Moab ist zusammengebrochen und verwüstet und zu
einem Besitztum von Nesseln, einer Salzgrube und ewigen Wüstenei
geworden (Jes.15,9; Jer.48,2.4-8.14-16.18-20.32.35.40-46; Zeph.2,9).
Der Herr verflucht den, der sein Werk in Moabs Gericht lässig treibt und
sein Schwert vom Blutvergießen zurückhält (Jer.48,10).
Moab wird durch dieses Gericht gleichwie Sodom (Zeph.2,9).
Der Rest des Volkes Israel wird Moab berauben und beerben (Zeph.2,9).
Moab wird vom Herrn wie Stroh in der Mistlache zertreten, seine hohen,
festen Mauern werden erniedrigt, gebeugt und in den Staub zu Boden
geworfen (Jes.25,11-12).
10. In den letzten Tagen wird das Gefängnis Moabs gewendet, ihre kleine
Wenigkeit, ohne Macht, wird dann von Israels Herrschaft geschützt
(Jer.48,47; Jes.16,3-5.13).
o) Das Vernichtungsgericht über die Philister
Wenn Gott die Völker richtet, so trifft das Vernichtungsgericht auch die Philister. Von
der Stellung der Philister und dem Gericht, das Gott über sie bringt, sagt das Wort
Gottes:
„ … weil die Philister aus Rachsucht gehandelt und Rache geübt haben mit Verachtung, von Herzen, um zu verderben aus alter Feindschaft.“ (Hes.25,15)
„ … weil sie Gefangene in Menge gemacht und an Aram (die Syrer) ausgeliefert
haben.“ (Am.1,6)
Seite 383
„So spricht der Herr Jehova also: Siehe, ich will meine Hand gegen die Philister
ausstrecken und die Kreter ausrotten und alle Uebrigen an der Meeresküste
umbringen. Ich will große Rache an ihnen üben durch grimmige Züchtigungen; so
werden sie erfahren, daß ich Jehova bin, wenn ich meine Rache an ihnen
nehme.“ (Hes.25,16-17)
„Darum will ich Feuer in Gazas Mauern senden, das seine Paläste verzehren soll.
Und ich will die Bewohner von Asdod ausrotten und von Askalon den, der das
Scepter hält, und will meine Hand wider Ekron wenden, daß umkommen soll, was
von den Philistern noch übrig ist, spricht der Herr Jehova.“ (Am.1,7-8)
Die Philister hatten ihre Hoffnung auf die nördlichen Nachbarvölker Tyrus und Sidon
gesetzt, deshalb heißt es von ihnen zu der Zeit, wenn der Herr diese Völker richtet:
„Askalon wird solches schauen und schaudern, und Gaza wird heftig zittern, auch
Ekron, weil seine Hoffnung zu Schanden geworden ist; und der König von Gaza
wird umkommen, und Askalon wird unbewohnt bleiben. Und zu Asdod werden
Mischlinge wohnen, und ich will den Stolz der Philister brechen.“ (Sach.9,5-6)
Wenn Assur früher der Philister Rute war, die sie schlug und diese Rute zerbrochen
ist, so sollen sich die Philister darüber nicht freuen. Aus der Wurzel dieser Schlange
wächst eine Natter und ihre Frucht ist ein fliegender Drache. In der Zeit, wenn das
Meertier seine Herrschaft ausübt, ist dieser Drache dann für die Philister von Mitternacht
eine lückenlose Schar, und der Herr tötet zu dieser Zeit seine Wurzel durch Hunger und
bringt seinen Überrest um (Jes.14,30-31). Ihr Gericht ist ihnen mit den Worten angekündigt:
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„Gaza wird verlassen und Askalon verödet werden, Asdods Volk soll am hellen
Mittag ausgetrieben und Ekron gänzlich zerstört werden. Wehe den Bewohnern
der Meeresküste, dem Kretervolk! Dies ist das Wort des Herrn wider dich,
Kanaan, du Philisterland: Ich will dich also zu Grunde richten, daß niemand mehr
da wohnen soll!“ (Zeph.2,4-5) (Jes.14,28-31; Jer.25,15-16.20; Hes.25,15-17; Am.1,6-8;
Zeph.2,4-7; Sach.9,5-7)
Zu der Zeit wird man aber den Boten des Volkes antworten:
„Der Herr hat Zion gegründet, und daselbst werden die Elenden seines Volkes
Zuflucht finden.“ (Jes.14,32)
Auch für dieses Volk besteht eine Zukunft. Darauf weisen die Worte hin:
„Es soll die Meeresküste zu Hirtenauen, das Kreterland zu Schafhürden werden;
es soll den Uebrigen vom Hause Juda als Erbteil zufallen, am Meere werden sie
weiden und sich des Abends in den Häusern von Askalon lagern; denn Jehova,
ihr Gott, wird sie heimsuchen und ihr Gefängnis wenden.“ (Zeph.2,6-7)
„ … ihr Blut von ihrem Munde tun und ihre Greuel zwischen ihren Zähnen hinweg,
daß auch sie unserm Gott überbleiben und sein sollen wie ein Geschlecht in
Juda, und Ekron wie die Jebusiter.“ (Sach.9,7)
Seite 384
Kurz zusammengefaßt ist von dem Vernichtungsgericht über die Philister am Ende der
vierten Weltreichsherrschaft im prophetischen Wort das Folgende gesagt:
1. Die Philister sind alte Feinde des Volkes Israel, deshalb handeln sie aus
Rachsucht und üben Rache an diesem Volk (Hes.25,15).
2. Sie haben in Menge Gefangene vom Volk Israel gemacht und sie an die
Syrer ausgeliefert (Am.1,6).
3. Aus diesem Grunde nimmt auch der Herr an den Philistern Rache und
rottet sie an der Meeresküste aus (Hes.25,16-17).
4. Feuer verzehrt ihre Städte und es soll alles umkommen, was von den
Philistern noch übrig ist (Am.1,7-8).
5. Weil sie ihre Hoffnung auf die nördlichen Nachbarvölker Tyrus und Sidon
gesetzt hatten, wird durch das Gericht dieser Städte ihre Hoffnung
zuschanden und sie kommen um durch Assur, die Rute, die auch Israel
geschlagen hat (Sach.9,5-6; Jes.14,30-31; Zeph.2,4-5).
6. Gott wendet aber das Gefängnis der Philister, daß sie werden wie ein
Geschlecht aus Juda (Zeph.2,6-7; Sach.9,7).
p) Das Vernichtungsgericht über die Völker Tyrus
und Sidon
Auch die Völker Tyrus und Sidon haben ihren Platz unter den Völkern, deren Gericht
und endgültige Vernichtung um ihrer gottfeindlichen Stellung willen im Wort Gottes
bezeugt ist. Tyrus hat über Jerusalem gesprochen:
„Ha, ha, die Türe zu den Völkern ist erbrochen, öffnet sich mir zu; ich will mich
bereichern an der Verlassenen!“ (Hes.26,2)
„ … weil sie Gefangene in Menge gemacht und an Aram ausgeliefert haben und
des Bruderbundes nicht gedacht.“ (Am.1,9)
Gott macht sie auf ihr Verhalten gegen ihn mit den Worten aufmerksam:
„Was wollt denn ihr mit mir, Tyrus und Sidon und sämtliche Bezirke der Philister?
Wollt ihr mir Geschehenes heimzahlen, oder wollt ihr etwas unternehmen gegen
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mich? Schnell, unverzüglich bringe ich euer Tun auf euern Kopf! Die ihr mein Silber und mein Gold genommen und meine besten Kleinodien in eure Tempel verbracht und Kinder Judas und Kinder Jerusalems an die Jonier verkauft habt, um
sie weit weg zu bringen von ihrer Heimat.“ (Joel 4,4-6)
Um dieser Stellung willen kündet ihnen Gott ihr Gericht mit den Worten an:
„Darum will ich Feuer in die Mauern von Tyrus senden, das ihre Paläste
verzehren soll.“ (Am.1,10)
Seite 385
„Siehe, ich wecke sie auf an dem Ort, dahin ihr sie verkauft habt, und will
vergelten euer Tun auf euern Kopf und will eure Söhne und eure Töchter in die
Hand der Kinder Judas verkaufen, daß sie dieselben den Sabäern, einem Volk,
das weit weg wohnt, verkaufen sollen; denn der Herr hats geredet.“ (Joel 4,7-8)
„So spricht der Herr Jehova: O Sidon, siehe, ich will an dich und mich ver
herrlichen in deiner Mitte, daß man erfahre, daß ich Jehova bin, wenn ich Gericht
an ihr vollstrecken und mich an ihr heilig erweisen werde. Denn ich will Pest und
Blutvergießen auf ihre Gassen schicken, und es sollen Erschlagene in ihr fallen
durchs Schwert, das von allen Seiten wider sie vordringt, und so sollen sie
erfahren, daß ich Jehova bin.“ (Hes.28,22-23)
„Also spricht der Herr Jehova: Wenn ich dich zur verwüsteten Stadt mache, wie
die unbewohnten Städte, wenn ich die Flut über dich aufsteigen lasse und dich
die großen Wasser bedecken, so will ich dich hinabstoßen mit denen, welche in
die Grube fahren, zu dem Volke der Vorzeit, und will dich in der Unterwelt
wohnen machen, in den uralten Einöden, mit denen, welche in die Grube
hinabgefahren sind, daß du unbewohnt bleibest und dich nicht mehr erhebest im
Lande der Lebendigen. Ein Ende mit Schrecken will ich dir bereiten, und du sollst
nicht mehr sein! Man wird dich suchen, aber du sollst ewiglich nicht mehr
gefunden werden, spricht der Herr Jehova!“ (Hes.26,19-21)
Durch dieses Gericht haben sie auch den Platz bei denen, die in die Grube hinabgefahren sind (Hes.32,30; vgl. Jes.23,1-18; Jer.25,15-16.22; Hes.26,1-21; 28,1-24; Am.1,9-10; Joel 4,48; Sach.9,2-4).
Die diesen Völkern Tyrus und Sidon verheißene Wiederherstellung ist mit den Worten
bezeugt:
„An jenem Tage wird Tyrus für siebenzig Jahre in Vergessenheit geraten, so
lange ein König(shaus) regieren mag. Nach siebzig Jahren aber wird es Tyrus
ergehen, wie es im Lied von der Dirne heißt: Nimm die Harfe, zieh in der Stadt
herum, du vergessene Dirne! Spiele gut, singe viel, daß man deiner wieder
gedenke!’ Also wird es nach Verlauf der siebenzig Jahre gehen; der Herr wird
Tyrus heimsuchen, und sie wird wieder zu ihrem Verdienst kommen und wird
buhlen mit allen Königreichen der Welt, die auf dem ganzen Erdboden sind. Aber
ihr Erwerb und Verdienst wird dem Herrn geweiht; er wird nicht angesammelt
noch aufgespeichert werden, sondern ihr Erwerb wird denen, die vor dem Herrn
wohnen, zu reichlicher Ernährung und zu stattlicher Bekleidung dienen.“
(Jes.23,15-18)
„Dem Hause Israel aber soll hinfort kein stechender Dorn noch schmerzender
Stachel mehr sein von allen denen, die rings um sie her sind und sie verachten,
und so sollen sie erfahren, daß ich der Herr Jehova bin.“ (Hes.28,24)
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Kurz zusammengefaßt ist von dem Vernichtungsgericht über die Völker Tyrus und Sidon
am Ende der vierten Weltreichsherrschaft im prophetischen Wort das Folgende gesagt:
1. Tyrus will sich am Volk Israel bereichern (Hes.26,2).
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2. Sie haben vom Volk Israel Gefangene in Menge gemacht und an Aram
ausgeliefert, ohne des Bruderbundes zu gedenken (Am.1,9).
3. Das Silber und Gold vom Volk Israel haben sie in ihren Tempel gebracht
und die Kinder Judas und Jerusalems an die Jonier verkauft; deshalb
verkauft sie der Herr in die Hand der Kinder Judas, damit diese sie den
Sabäern verkaufen, einem Volk, das weit weg wohnt (Joel 4,4-8).
4. Feuer verzehrt ihre Paläste, und durch Pest, Blutvergießen und das
Schwert fallen sie (Am.1,10; Hes.28,22-23).
5. Tyrus wird zur verwüsteten Stadt und fährt in die Grube hinab und wird sich
im Lande der Lebendigen nicht erheben (Hes.26,19-21).
6. Wenn Tyrus wieder hergestellt ist, dann dient ihr Erwerb denen, die vor
dem Herrn wohnen, zur reichlichen Ernährung und stattlichen Bekleidung
(Jes.23,17-18).
q) Das Gericht über das Land des Flügelgeschwirrs
Jenseits der Ströme Äthiopiens liegt das Land des Flügelgeschwirrs (Jes.18,1). Dieses
Volk entsendet seine Boten in Papyrusschiffen über den Wasserspiegel und ist ein
hochgewachsenes und glattes Volk genannt, das als gebieterische und tyrannische
Nation weit und breit gefürchtet ist (Jes.18,2). Weltbewohner und Inhaber der Erde sind sie
genannt, und ihr Land ist dadurch gekennzeichnet, daß es von Strömen durchschnitten
wird (Jes.18,3). Alle diese Kennzeichen sind noch ein zweites Mal wiederholt (Jes.18,7), und
dadurch als besonders wichtig hervorgehoben. Dieses in so besonders geheimnisvoller
Art geschilderte Volk, wie es in keinem zweiten Volk im Worte Gottes so zu finden ist,
kann nur in dieser Weise dargestellt sein, weil Gott dieses Volk zur Erfüllung des
göttlichen Ratschlusses in der Aufrichtung seines Reiches besonders zubereitet und
gebrauchen wird. Die Mission dieses Volkes soll nicht früher offenbar werden, bis die
Zubereitung durch das göttliche Gericht erfolgt ist. Dieses Gericht an diesem Volk wird
dadurch angekündigt, daß das Panier auf den Bergen aufgeworfen wird. Dieses Panier
ist der Wurzelsproß Isais, der Knecht, den der Herr als Werkzeug zur Aufrichtung seines
Reiches braucht (Jes.11,10). Wenn dieses Panier für die Völker aufgesteckt wird (Jes.11,12;
31,9; 49,22; 62,10) und für das aus Babel fliehende Volk Israel nach Zion gerichtet wird
(Jer.4,6), dann ist das auch für das Land des Flügelgeschwirrs das Zeichen für sein
Gericht. Die Worte des Propheten Jesajas über dieses Gericht lauten:
„Also hat der Herr zu mir gesprochen: Ich will ruhig zuschauen von meinem
Thronsitz bei brennender Hitze im Sonnenschein, bei
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Taugewölk in der Ernteglut. Denn vor der Ernte, wenn die Blüte abfällt und die
Knospe zur reifenden Traube wird, alsdann schneidet er die Ranken mit einem
Rebmesser ab, ja, er schneidet auch die Schößlinge ab und zerknickt sie. Und
sie werden also den Vögeln der Berge und den Tieren des Feldes überlassen,
daß die Raubvögel darauf sömmern und alle Tiere des Feldes darauf
überwintern.“ (Jes.18,4-6)
Dieses Gericht hat aber zur Folge, daß sich auch die weitere Verheißung für dieses
Volk erfüllt:
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„Alsdann werden dem Herrn Geschenke dargebracht werden von dem hochgewachsenen und glatten Volke und von dem weit und breit gefürchteten Volke, der
gebieterischen und tyrannischen Nation, deren Land Ströme durchschneiden, –
an den Ort des Namens des Herrn der Heerscharen, zum Berge Zion.“ (Jes.18,7)
Die Weltbewohner und Inhaber der Erde weisen darauf hin, daß Abraham und sein
Same durch die Gottesgerechtigkeit die Verheißung bekamen, der Welt Erbe zu sein
(Röm.4,13). Nach dieser Ordnung müssen wir in diesem Volk des Flügelgeschwirrs einen
Teil von dem Samen Abrahams sehen, der auf dem Boden der göttlichen Gerechtigkeit
die Verheißungen für das Welterbe besitzt. Diese Stellung in der Gottesgerechtigkeit ist
dem Stamm Gad zugesprochen. Nur diesem Stamm ist die Führerstellung im
Vollstrecken von Jehovas Gerechtigkeit und seinem Gericht an der Spitze des Volkes
Israel zugesprochen. Zu diesem Zweck wird diesem Stamm weiter Raum geschaffen.
Gottes Wort sagt darüber:
„Von Gad sprach er: Gepriesen sei, der Gad weiten Raum schafft. Wie eine
Löwin lagert er und zerreißt Arm und Scheitel. Und er ersah sich ein
Erstlingsgebiet, daselbst lag ein Anführersteil bereit; und er trat an die Spitze des
Volkes, vollstreckte Jehovas Gerechtigkeit und seine Gerichte, vereint mit Israel.“
(5.Mos.33,20-21)
Es ist aber begreiflich, daß diese Stellung erst dann eingenommen werden kann und
dieser Dienst nur dann ausgerichtet wird, wenn dieser Stamm in dem göttlichen Gericht
dafür gereinigt und zubereitet ist. Die Gerichtsschilderung über dieses Volk zeigt, daß
Gott mit diesem Volk auch ganz anders umgeht, als mit andern Völkern, die in ihrer
Machtstellung alle vernichtet werden. Dieses Volk kommt dagegen durch das Gericht in
die Stellung, daß sie selbst als gebieterische und tyrannische Nation, die weit und breit
gefürchtet ist, dem Herrn an dem Ort des Namens des Herrn zum Berge Zion Geschenke
bringen (Jes.18,7).
Wenn dieses Land jenseits Äthiopiens liegt, so muß darunter verstanden werden,
daß es jenseits der Volksstämme der Nachkommen Hams, des jüngsten Sohnes von
Noah, liegt. Die Nachkommen Hams sind aber hauptsächlich in der Zeit der vier Weltreiche im Südreich Ägypten in ihrer Macht. Das weist auf die Lage dieser Völker, vornehmlich in Afrika hin. Jenseits davon müßte dann der Stamm Gad seinen Wohnplatz in
Amerika haben, wo er als ein Teil des Volkes Israel im Gericht für seinen Führerdienst
zur Vollstreckung der göttlichen Gerechtigkeit und
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seiner Gerichte vereint mit dem übrigen, Gott ergebenen Israel, zubereitet wird. Der
Prophet Zephania sagt die Worte:
„Von jenseits der Ströme Aethiopiens werden meine Anbeter, meine zerstreute
Gemeinde, mir Speisopfer bringen.“ (Zeph.3,10)
Wenn das Wort Gottes dieses Volk jenseits der Ströme Äthiopiens Anbeter Gottes
nennt und sie zu seiner zerstreuten Gemeinde gehören, so ist das ein klarer Beweis
dafür, daß dieses Volk ein Teil vom Volke Israel ist. Denn nur dieses Volk ist die
Gemeinde Gottes. Ein solches Volk wird auch von dem Fürsten des Volkes Israel, dem
Gebieter der Völker, der der Träger der göttlichen Gerechtigkeit ist, berufen und ohne
sich gegenseitig zu kennen, folgen sie um des Herrn, seines Gottes, und um des heiligen
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Israels willen, diesem Ruf und bringen wohl auf diese Weise ihre Geschenke zum Berge
Zion, an den Ort des Namens des Herrn der Heerscharen (Jes.55,4-5; 18,7).
Wenn Ströme das Land dieses Volkes durchschneiden, so muß auch die Tatsache
festgestellt werden, daß in keinem Land wie in diesem solche Freiheit für die Entfaltung
des Wortes Gottes je bestanden hat und deshalb auch in keinem andern Volk solche
Ströme von Lehrrichtungen und Lehreinflüssen vorhanden sind. Wohl steht dieses Volk
im Blick auf diese geistigen Lehrrichtungen unter dem Urteil:
„Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ (Joh.1,47)
Doch da erfüllt sich auch das Wort:
„Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle
Dinge möglich.“ (Mark.10,27; Matth.19,26; Luk.18,27)
Was sich Gott mit allen Völkern vorgenommen hat, das führt er auch aus. Auf jeden
Fall hat die Lehrfreiheit in diesem Land und bei diesem Volk Möglichkeiten in der Stellung
zum Wort Gottes erschlossen, wie sie zu keiner Zeit in keinem anderen Land vorhanden
gewesen sind.
Die Papyrusschiffe weisen dann darauf hin, daß dieses Volk in der Verbreitung des
Wortes Gottes nach all den vertretenen Richtungen auf dem Völkermeer eifrig tätig ist.
Kurz zusammengefaßt ist von dem Gericht über das Land des Flügelgeschwirrs am Ende
der vierten Weltreichsherrschaft im prophetischen Wort das Folgende gesagt:
1. Das Land des Flügelgeschwirrs liegt jenseits der Ströme Äthiopiens
(Jes.18,1).
2. Dieses Volk ist in der Zeit der Erntehitze, wenn die Traube reift, im Gericht.
Die Ranken und Schößlinge werden nun abgeschnitten und zerknickt. Die
Vögel der Erde und die Tiere des Feldes sömmern und überwintern darauf
(Jes.18,4-6).
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3. Durch dieses Gericht wird dieses Volk zubereitet, um seine Geschenke
dem Herrn auf den Berg Zion zu bringen, wo er zu dieser Zeit seine
Herrschaft hat (Jes.18,7).
4. Weil Abraham durch die Gottesgerechtigkeit der Welt Erbe ist, so haben
alle, die diese Gottesgerechtigkeit annehmen, mit ihm das gleiche
Welterbe, und das hat, allen andern des Volkes Israel voran, der Stamm
Gad.
5. Der Stamm Gad wird für seine Führerstellung in der Gottesgerechtigkeit
jenseits der Ströme Äthiopiens, in Amerika, durch sein Gericht von Gott
zubereitet.
6. Als ein Teil des Volkes Gottes gehört dieser Stamm zu den Anbetern der
zerstreuten Gemeinde des Herrn (Zeph.3,10).
7. Der König des Volkes Israel beruft ein solches, ihm zwar unbekanntes
Volk, das dem Ruf willig folgt und sich dem Herrn zum Geschenk und
Opfer bringt (Jes.55,4-5).
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8. Die Ströme können auf die Lehrrichtungen dieses Volkes hinweisen. Durch
diesen Dienst verbreitet dies Volk das Wort Gottes in der Völkerwelt.
r) Das Vernichtungsgericht über Arabien, Elam und
andere Völker
Bei einigen Völkern ist nur die Vernichtung ihrer Macht zusammen mit allen übrigen
Völkern bezeugt, ohne daß es ausgesprochen ist, daß die Ursache davon in ihrer
Stellung liegt, die sie zum Volk Israel gehabt haben. So ist z.B. die Vernichtung von
Arabien mit den Worten angedeutet:
„Vor den Schwertern sind sie geflohen, vor dem gezückten Schwert, vor dem
gespannten Bogen und vor dem harten Krieg. Denn also hat der Herr zu mir
gesprochen: Noch ein Jahr, wie die Jahre eines Tagelöhners, so wird alle
Herrlichkeit Kedars dahin sein, und der übergebliebenen tapfern Bogenschützen
Kedars werden sehr wenige sein. Jehova, der Gott Israels, hats geredet.“
(Jes.21,15-17; vgl. Jer.49,28-33)
Auch über das Volk Elam spricht Jehova Zebaoth das Gericht aus mit den Worten:
„Siehe, ich will den Bogen Elams zerbrechen, ihre vornehmste Stärke, 36. und
will über Elam die vier Winde kommen lassen von den vier Himmelsgegenden
und sie nach allen diesen Windrichtungen zerstreuen, also daß es kein Volk
geben wird, wohin nicht elamitische Flüchtlinge kommen. Und ich will die Elamiter
in Schrecken versetzen vor ihren Feinden und vor denen, die ihnen nach dem
Leben trachten. Ich will Unglück über sie bringen, die Glut meines Zorns, und das
Schwert hinter ihnen her senden bis zu ihrer Vernichtung, spricht der Herr. Und
ich will meinen Thron
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in Elam aufstellen und will den König und die Fürsten daraus vertilgen, spricht der
Herr.“ (Jer.49,35-38)
Das Gericht über die folgenden Völker ist mit den Worten bezeugt:
„Aethiopien, Libyen, Lydien, alles Mischvolk und Kub und die Söhne des Bundeslandes werden samt ihnen durchs Schwert fallen.“ (Hes.30,5)
Das göttliche Urteil über Elams Stellung in der Unterwelt schildert der Prophet mit
den Worten:
„Da ist auch Elam und alle seine Menge rings um sein Grab, welche alle erschlagen, durchs Schwert gefallen, unbeschnitten in die Unterwelt hinabgefahren sind,
die einst Schrecken verbreiteten im Lande der Lebendigen und nun ihre
Schmach tragen mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind. Man hat ihn mit
aller seiner Menge unter die Erschlagenen gelegt. Seine Gräber sind rings um ihn
her. Alle sind unbeschnitten, mit dem Schwert erschlagen; weil sie Schrecken
verbreiteten im Lande der Lebendigen, müssen sie ihre Schande tragen samt
denen, die zur Grube hinabfahren; man hat sie mitten unter die Erschlagenen
gelegt.“ (Hes.32,24-25)
Über die Zukunft von Arabien sagt das Wort Gottes nichts, dagegen ist von Elam
gesagt:
„In den letzten Tagen will ich Elams Gefangenschaft wenden, spricht der Herr.“
(Jer.49,39)
Der Prophet Jeremjas nennt nächst den Völkern, die den Glutwein aus seinem Kelch
trinken mußten, und deren Gericht ausführlich geschildert ist, noch solche Völker, die ihn
in der gleichen Weise trinken müssen, ohne daß ihr Gericht im Wort Gottes näher
geschildert ist. Uz, Dedan, Thema und Bus gehören zum Volk Edom (Jer.25,23). Dann ist
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noch die Rede von den Mischvölkern (Jer.25,24), vom Volk Medien (Jer.25,25), vom Volk
Simri (Jer.25,25), von den Königen der Inseln (Jer.25,22) und von den Königen des Nordens
(Jer.25,26).
s) Das Vernichtungsgericht über das Volk Ammon
In dem vernichtenden Völkergericht ist auch das Volk Ammon eingeschlossen. Bei
diesem Volk kommt die Stellung zum Ausdruck, die es gegen das Volk Israel eingenommen hat. Von dieser Stellung sagt Gott:
„Ich habe … die Lästerung der Kinder Ammons gehört, womit sie mein Volk
geschmäht und sich gerühmt haben wider sein Gebiet.“ (Zeph.2,8)
„Weil du Jubelgeschrei erhoben hast über mein Heiligtum, daß es entweiht ward,
und über das Land Israel, daß es verwüstet ward, und über das Haus Juda, daß
sie gefangen weggeführt wurden.“ (Hes.25,3)
„Weil du mit den Händen geklatscht und mit den Füßen gestampft, ja, dich im
Herzen mit aller Verachtung über das Land Israel gefreut hast.“ (Hes.25,6)
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„Weil sie die Schwangeren in Gilead aufgeschlitzt haben, um ihr eigenes Gebiet
zu erweitern.“ (Am.1,13)
Der Herr muß fragen:
„Hat Israel keine Kinder, oder hat er keinen Erben? Warum hat denn Milkom Gad
beerbt und wohnt sein Volk in dessen Städten?“ (Jer.49,1)
Aus diesem Grunde droht der Herr dem Volk Ammon mit den folgenden Worten das
Gericht an:
„So wahr ich lebe, spricht Jehova Zebaoth, der Gott Israels, sollen…die Kinder
Ammons Gomorra gleich, nämlich ein Besitztum von Nesseln und eine Salzgrube
und eine ewige Wüstenei; die Uebrigen meines Volkes sollen sie berauben und
der Rest meiner Nation sie beerben. Solches soll ihnen widerfahren für ihren
Hochmut, daß sie gelästert und großgetan haben wider das Volk des Herrn Zebaoth. Jehova wird gewaltig über ihnen sein.“ (Zeph.2,9-11)
„Siehe, ich will dich den Morgenländern zum Erbe geben; die sollen ihre Zeltlager
in dir errichten und ihre Wohnungen in dir aufschlagen, sie sollen deine Früchte
essen und deine Milch trinken. Ich will Rabba zur Trift für Kamele machen und
das Ammoniterland zu einem Lager der Herden, damit ihr erfahret, daß ich
Jehova bin!“ (Hes.25,4-5)
„Siehe, ich will meine Hand gegen dich ausstrecken und dich den Völkern zum
Raub übergeben und dich aus den Nationen ausrotten und dich aus den Ländern
umbringen und will dich vernichten; so wirst du erfahren, daß ich Jehova bin!“
(Hes.25,7)
„Darum will ich Feuer anzünden in den Mauern von Rabba, das ihre Paläste verzehren soll, im Kriegslärm am Tage der Schlacht und im Wetter am Tage des
Sturms. Und ihr König muß in die Gefangenschaft wandern und seine Fürsten
samt ihm, spricht der Herr.“ (Am.1,14-15)
„Darum siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich die Rabba der
Ammoniter will Kriegslärm hören lassen, daß sie zu einem Schutthaufen wird und
ihre Dörfer mit Feuer verbrannt werden, und Israel soll seine Erben wieder
beerben, spricht der Herr!“ (Jer.49,2)
Das Volk Ammon erfährt wie alle Völker, die eine feindliche Stellung zum Volke Israel
eingenommen haben, völlige Vernichtung (Jer.9,24-25; 25,15-16.21; 49,1-5; Hes.21,33-37; 25,17.10; Am.1,13-15; Zeph.2,8-11).
Von der Zukunft dieses Volkes sagt das Wort Gottes:
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„Aber darnach will ich die Gefangenen der Kinder Ammons wiederbringen, spricht
der Herr.“ (Jer.49,6)
t) Das Vernichtungsgericht über das Syrervolk
Auch das Syrervolk hat an dem Vernichtungsgericht seinen Anteil. Über seine
Stellung zum Vollk Israel sagt das Wort Gottes:
„ … weil sie Gilead mit eisernen Dreschschlitten zerdroschen haben. Darum will
ich Feuer in das Haus Hasaels senden, das die Paläste
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Benhadads verzehren soll, und will den Riegel von Damaskus zerbrechen und
die Bewohner des Freveltals ausrotten samt dem, der das Zepter im Lusthause
hält; und das Syrervolk soll nach Kir in die Verbannung wandern, spricht der
Herr.“ (Am.1,3-5; vgl. Jer.49,23-27)
„Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern eine verfallene Ruine
werden. Verlassen werden die Städte Arams, den Herden werden sie zuteil, die
lagern sich daselbst ungestört. Es ist aus mit der Wehrhaftigkeit Ephraims, und
die Damascenerherrschaft ist zu Ende.“ (Jes.17,1-3)
Doch auch das Syrer-Volk muß eine Wiederherstellung erfahren, denn es heißt:
„Jehova gehören die Städte Syriens wie alle Stämme Israels.“ (Sach.9,1)
„Was aber noch übrigbleibt von Syrien, wird für die Herrlichkeit der Kinder Israels
sein“ (Jes.17,3)
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N06.11.09
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