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Jahresbericht/Rapport annuel 2011
Schweizerischen Philosophische Gesellschaft
Wissenschaftliche Tätigkeit
Die Schweizerische Philosophische Gesellschaft ist die Dachorganisation für die regionalen philosophischen Gesellschaften der Schweiz, in denen die eigentlichen Aktivitäten
mit Vortragsreihen und Publikationen stattfinden. Die Gesellschaft organisiert jedes
zweite Jahr ein Symposium. In das Berichtsjahr fiel die Planung des Symposiums 2012
(siehe unten Planung).
Internationale Beziehungen
Dem neuen Präsidenten liegen keine Angaben über Aktivitäten vor.
Koordination, Planung
Statutenkonform haben in diesem Jahr zwei Vorstandssitzungen und eine Generalversammlung stattgefunden. Die Vorstandssitzungen dienten der Vorbereitung der anschliessenden Generalversammlung und der Vorbereitung des Symposiums. Das Symposium 2012 wird in Zusammenarbeit mit der Sektion Zürich durchgeführt (10.- 12. Mai
2012, Universität Zürich). Es trägt den Titel «Die Anthropologische Wende». Im
deutschsprachigen Raum wird die Bezeichnung ‚Philosophische Anthropologie’ immer
noch hauptsächlich für die von Scheler begründete Schule verwendet. Aber in den vergangenen zehn Jahren hat in der Philosophie ein viel breiterer und international angelegter ‚anthropological turn’ stattgefunden. Dazu beigetragen haben Entwicklungen sowohl innerhalb der Philosophie – z.B. der Aufstieg der Philosophie des Geistes – als
auch innerhalb empirischer Disziplinen wie Evolutionstheorie, Neurowissenschaft, Verhaltensforschung und Künstliche Intelligenz. Über bestimmte Fähigkeiten, die einst ausschliesslich dem Menschen zugebilligt wurden sollen auch Tiere, Computer oder Roboter verfügen. Dadurch ist es zu einer allgemeinen Krise im Selbstverständnis des Menschen gekommen. Bedenkt man ausserdem, dass sich durch neue medizinische Technologien viele Teile von Menschen durch Prothesen oder Implantate ersetzen lassen, so
stellt sich die Frage danach, was das eigentlich Menschliche ausmacht in noch pointierterer Form. In der neuen Debatte geht es um klassische Themen wie anthropologische
Konstanten und anthropologische oder Mensch-Tier Differenzen, um neuartige Herausforderungen wie die Idee des trans- oder post-humanen, und um methodologische Probleme wie das Verhältnis zwischen philosophischer und empirischer Anthropologie und
den Stellenwert der Anthropologie innerhalb der Philosophie. Das Symposion soll diese
und andere Fragen aus möglichst vielen methodischen und disziplinären Perspektiven
beleuchten. Es wurde eine internationale Ausschreibung gemacht und eine Selektionskommission für die Beiträge zusammengestellt. Diese besteht aus den Mitgliedern des
Vorstands und Vertreterinnen und Vertretern der Sektion Zürich.
An seiner Sitzung am 24. September, Ethikzentrum, UZH, diskutierte der Vorstand noch
einmal den Aussschreibungstext des Symposiums und wählte die Selektionskommission: H. Glock, F. Cheneval, A. Leist ; P. Schaber ; S. Tietz ; C. Steiner ; A. Kottmann ;
A. Wunder. Die nächste Sitzung des Vorstands findet am 17. März 2012 zur Selektion
der Texte statt.
Quelle: http://www.sagw.ch/jahresbericht
Jahresbericht/Rapport annuel 2011
An der Generalversammlung vom 14. Mai gab es Wahlen:
Prof. Dr. Francis Cheneval, Präsident
Jean-Pierre Schneider, vice-président
Christophe Calame, trésorier
Wiederwahl der Redaktoren der Studia Philosophica Curzio Chiesa und Anton
Hügli
Vérificateurs des comptes: Daniel Brühlmeyer (ZH), Hugues Poltier (VD)
Wiederwahl des übrigen Vorstandes en bloc
Die Redaktoren der Studia Philosophica haben an der Vorbereitung eines Bandes zur
Demokratie gearbeitet, der im nächsten Jahr erscheint.
Reform des Schweizerischen Philosophischen Gesellschaft
Die einschneidenden Änderungen in der Organisation und Finanzierung der Gesellschaften durch die SAGW machen eine grundlegende Reform der SPG erforderlich. Zu
diesem Zweck hat am 14. September ein Treffen des Präsidenten Prof. Francis Cheneval mit dem Generalsekretär Dr. Markus Zürcher und dem Stellvertreter Dr. Beat Immenhauser in Bern stattgefunden. Anwesend war auch Prof. Anton Hügli als Redaktor
der Studia Philosophica. Im Nachgang dieses Treffens wurden systematisch Informationen über die lokalen Gesellschaften gesammelt und es sind drei Reform-Szenarien in
Vorbereitung.
Quelle: http://www.sagw.ch/jahresbericht
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