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http://www.kongo-kinshasa.de/index.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Republik_Kongo
DR KONGO
Gruppe 3
PS: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten !
Allgemeines
Amtssprache
Hauptstadt
Staatsform
Präsident
Einwohnerzahl
Bevölkerungsdichte
Unabhängigkeit
Währung
Zeitzone
Nationalhymne
Autokennzeichen
Internet-TLD
Vorwahl
Französisch
Kinshasa
Präsidialrepublik seit 1978
Joseph Kabila
58.317.930 (Stand Juli 2004)
24 Einwohner pro km²
von Belgien am 30.Juni 1960
Kongo-Franc
UTC +1 bis +2
Debout Kongolaise
CD
.cd
+243
Geographische Lage
Lage: Äquatorialafrika
Fläche: 2.345.410 km² (ca. 6,6x so
groß
wie
Deutschland,
siehe Größenvergleich DRKongoEuropa unter Karten)
Nachbarländer: Kongo (Brazzaville),
Zentralafrikanische
Republik,
Sudan, Uganda, Ruanda, Burundi,
Tansania, Sambia, Angola
Ausdehnung: West - Ost: 1900 km
Nord - Süd: 2100 km
Küstenlänge:40 km
Längster Fluß: Kongo, 4374 km
Höchster Berg: Peak Margherita
(5119 m) im Ruwenzori
Größenvergleich
Das Gebiet der Demokratischen
Republik Kongo umfaßt als
drittgrößter Staat Afrikas
2.345.410 km²
Die DRKongo ist ungefähr:
6,6 x so groß wie Deutschland,
28,0 x so groß wie Österreich,
56,8 x so groß wie die Schweiz
und
76,9 x so groß wie das
ehemalige Mutterland Belgien
Bevölkerung
Die Bevölkerung setzt sich aus 12 ethnischen
Hauptgruppen zusammen, die sich wiederum
in 240 kleinere Gruppen aufteilen. Die größten
Bevölkerungsgruppen bilden die Kongo,
Mongo, Luba und Lunda. Sie gehören den
Bantuvölkern an, die etwa 80 % der
Bevölkerung bilden. 18 % stammen von
Sudangruppen ab, die sich vor allem im Norden
vorfinden. Minderheiten sind die Niloten im
Nordosten sowie die Pygmäen und Hamiten im
Osten.
30 % der Einwohner leben in städtischen Gebieten.
Lebenserwartung: 49,7 Jahre (Männer) / 52,3
Jahre (Frauen). Die Hauptstadt sowie größte
Stadt des Landes ist Kinshasa mit etwa 7,8 Mio.
Einwohnern.
Amtssprache ist Französisch. Außerdem existieren
noch vier weitere Hauptsprachen sowie 200
verschiedene Sprachen, die im Kongo
gesprochen werden.
80 % der Bevölkerung gehören dem Christentum an (42 % Katholiken, 25 % Protestanten).
Daneben gibt es kleine muslimische und jüdische Gemeinden sowie ca. 120.000 Zeugen Jehovas.
Der Rest der Bevölkerung gehört traditionellen afrikanischen Religionen oder auch
synkretistischen Bewegungen (christliche Elemente mit traditionellen Religionen vermischt) an.
Wirtschaft I
Obwohl das Land über die größten Naturreichtümer Afrikas verfügt, gehört es zu den ärmsten der
Welt. Hauptursache hierfür sind die mehr als drei Jahrzehnte Misswirtschaft und Korruption durch
das Mobutu-Regime gefolgt von schweren kriegerischen Auseinandersetzungen bis in die
Gegenwart.
Das Wirtschaftswachstum betrug von 1965 bis 1985 nur 1 % jährlich. Seitdem geht die
Wirtschaftsleistung ständig zurück. 1971 wurde der Bau einer riesigen Stromleitung vom äußersten
Nordwesten des Landes vom Inga-Staudamm quer durch das Land in den Südosten in die
Kupferregion Shaba (Katanga) beschlossen. Großfirmen aus den USA und Europa schlossen sich
zu einem Konsortium zusammen und vergaben die Kredite. 1983 war die offizielle Einweihung,
aber die Kosten waren explodiert.
Die Bergbauindustrie, der wichtigste Industriezweig, (Kongo wurde auch das Kupferland
genannt) war 1974 vom drastischen Verfall des Weltmarktpreises für Kupfer schwer betroffen.
Anfang der 1990er Jahre brach die Wirtschaft völlig zusammen. Es herrschte Hyperinflation (1994
7400 %). Durch Unruhen unter den Arbeitern sanken die Exporterlöse, die Infrastruktur im
Transportwesen zerfiel, die Auslandsschulden stiegen auf 10 Mrd. Euro. Das Land war
anschließend auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Das Bruttoinlandsprodukt betrug 1998 4.653
Mio. Euro.
Bekannt ist die DR Kongo auch für die reichen Coltan-Vorkommen. Coltan enthält zwei der
begehrtesten Metallerze (Columbit und Tantalit), die Niob und Tantal enthalten. Tantal ist für die
Produktion von Handys, Computerchips, Videokameras und diversen Geräten aus der
Unterhaltungselektronik von großer Bedeutung. Niob dient der Herstellung hitzebeständiger
Materialien, wie Raketen, Düsenjets und Weltraumkapseln.
Weitere Bodenschätze, die gefördert werden, sind Gold, Silber, Diamanten, Erdöl, Kobalt
(Weltspitze), Mangan, Zink, Zinn, Cadmium, Germanium und Beryllium. Diese Vorkommen
sind einer der Gründe, warum von den Nachbarn Uganda, Ruanda und Burundi durch Besetzung
der östlichen Provinzen der Bürgerkrieg immer wieder aufs Neue angefacht wird.
Wirtschaft II
Zwei Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, die fast ein Drittel
zum Bruttoinlandsprodukt beisteuert. Große Gebiete sind landwirtschaftlich nutzbar, es werden
aber nur rund 3 % kultiviert. Haupterzeugnisse sind Maniok, Obst, Melonen, Kochbananen,
Zuckerrohr, Erdnüsse, Bananen und Süßkartoffeln. Außerdem werden noch Reis, Kartoffeln,
Hülsenfrüchte, Kaffee, Kautschuk, Baumwolle und Kakao angebaut.
Nachdem Mitte der 1970er Jahre viele kleinere Plantagen verstaatlicht wurden, die sich in
ausländischen Besitz befanden, ging der Verkauf von Agrarprodukten merklich zurück. In vielen
Landesteilen gibt es nur noch eine Selbstversorger-Landwirtschaft. Viehzucht ist auf höher
gelegene Gebiete beschränkt. Da die Transportwege zerstört sind, können die Produkte nicht in die
verschiedenen Provinzen gebracht werden und verderben.
Der industrielle Sektor hat sich vor allem um die Verarbeitung der vorhandenen Bodenschätze
entwickelt. Bedeutend sind auch noch die Ölraffinerien sowie die Herstellung von Zement und
Schwefelsäure. Wichtige Erzeugnisse sind Reifen, Schuhe, Textilien, Zigaretten, Nahrungsmittel
und Bier.
Der gesamte Bereich wurde durch den wirtschaftlichen Niedergang, vor allem der rasenden Inflation,
seit 1990 schwer geschädigt. Es herrscht ein großer Devisenmangel, der den Import von
Rohstoffen und Ersatzteilen verhindert.
Bis Anfang der 1990er Jahre war Kupfer noch der wichtigste Exportartikel, der die Hälfte der
jährlichen Exporterlöse einbrachte. Innerhalb von nur drei Jahren verringerte sich der Kupferexport
jedoch um drei Viertel. Heute bilden Diamanten, Rohöl, Kobalt und Kaffee die wichtigsten
Exportgüter. Auch die positive Handelsbilanz kann die sinkende Wirtschaftsleistung nicht
aufhalten. Die wichtigsten Handelspartner sind Belgien, Südafrika, Chile, USA, Deutschland
und Indien.
Hauptstromquelle des Kongo sind seine Wasserkraftwerke. Sie sind vor allem in der Nähe von Minen
vorzufinden.
Bruttosozialprodukt pro Einwohner: 92 Euro (Stand 1998)
Pro-Kopf-Einkommen im Jahr (BSP): 100 Euro
Geschichte I
Ursprünglich war das Land Heimat mehrerer Königreiche,
herausragend unter ihnen war das im 14.Jahrhundert
gegründete Königreich Kongo, eines der größten
afrikanischen Staatswesen überhaupt.
Mit der "Entdeckung" durch die Portugiesen begann nach einer
kurzen Phase annähernd gleichberechtigten Umgangs zwischen
Kongo und Portugal die bis zum Ende des 17.Jhdts völlige
Zerstörung des Königreiches sowie seine Ausbeutung und
Plünderung durch Sklavenjäger, die nach dem Zerfall der
portugiesischen Vorherrschaft durch Holländer und Engländer
fortgeführt wurde.
König Leopold II.
Der Engländer Henry Morton Stanley war es auch, der als erster Europäer den Kongo
umfassend bereiste, sein Vorschlag, den Kongo dem englischen Kolonialreich anzugliedern,
wurde von der englischen Regierung aber abgelehnt. Der belgische König Leopold II. jedoch,
von dem Gedanken an ein Kolonialreich seit langem fasziniert, wollte die Gelegenheit nutzen.
Da aber auch in Belgien die Stimmung eher gegen Kolonien war, vereinnahmte Leopold den
Kongo 1885 als seinen "Privatbesitz". Dieser Status jenseits allen Völkerrechts war in der
ganzen Kolonialgeschichte einzigartig. Da mit dem Kongo zugleich auch alle seine Bewohner
als rechtloser Privatbesitz angesehen wurden, kam es bei der wirtschaftlichen Ausbeutung
(insbesondere Kautschuk) zu (selbst für diese Zeit) solch grausamen Exzessen, dass sie als so
genannte "Kongogräuel“ 1908 international für Aufsehen und Empörung sorgten und Leopold
zur Übergabe des Kongo als "normale" Kolonie an den belgischen Staat zwangen.
Geschichte II
Zwar verbesserten sich die Verhältnisse nun
ein wenig, aber nach wie vor wurden der
Kongo und seine Bevölkerung von der
autoritären
Kolonialmacht
Belgien
ausgebeutet. Mit den weltweit in den
Kolonien
zunehmenden
Patrice E. Lumumba Unabhängigkeitsbestrebungen wuchs
auch im Kongo der Druck nach staatlicher Selbstbestimmung.
Nach ersten Unruhen in der Hauptstadt und unter dem Druck der
Weltöffentlichkeit zog sich Belgien Anfang 1959 schlagartig aus
Joseph Mobutu
dem Kongo zurück und hinterließ ein infrastrukturelles Chaos. Der
bedeutende Panafrikanist und Führer der kongolesischen Unabhängigkeitsbewegung Patrice
E. Lumumba wurde der erste Ministerpräsident des jungen Landes, das er allerdings
aufgrund mangelnder Fachkräfte und angesichts sezessionistischer Bestrebungen insbesondere
in der Provinz Katanga nicht zusammenzuhalten vermochte. Insbesondere die kontinuierlichen
Interventionen Belgiens, der USA, aber auch der Sowjetunion führten zu einem allmählichen
Zerreißen der jungen Nation. Nach nur 18 Monaten Unabhängigkeit putschte der frühere
Assistent Lumumbas, Joseph Mobutu, unterstützt von den USA und Belgien gegen ihn und
errichtete in den folgenden Jahrzehnten eine der längsten und grausamsten Diktaturen Afrikas.
Lumumba konnte zwar der Haft kurz entfliehen, wurde aber kurze Zeit später wieder ergriffen
und seinem Gegner Moise Tshombé, Sezessionistenführer in Katanga, ausgeliefert und von
dessen Kräften ermordet. Es gilt als gesichert, dass der Mord an Lumumba von Belgien und
den USA direkt unterstützt wurde.
Humanitäre Intervention
Die ‚humanitäre Intervention’ bezeichnet ein „gewaltsames Eingreifen eines oder
mehrerer Staaten auf dem Hoheitsgebiet eines anderen Staates zum Schutz fremder
Staatsangehöriger vor schweren Menschenrechtsverletzungen“.
(KIMMINICH Otto / HOBE Stephan, Einführung in das Völkerrecht, A. Francke Verlag, 7.Auflage Tübingen 2000 )
Die ‚Humanitäre Intervention’ ist im heutigen Völkerrecht nicht anerkannt. Es
existieren weder völkervertragliche noch völkergewohnheitsrechtliche
Regelungen zu ihrer Legitimation. Zudem widersprechen einer solchen auch das
völkerrechtliche Interventionsverbot sowie das Gewaltverbot der SVN.
Da sich ersteres an der Staatensouveränität orientiert, und diese jedoch bei
Verletzung fundamentaler Menschenrechtsnormen keine Immunität mehr gewährt,
erscheint die ‚Humanitäre Intervention’ gegenüber dem Interventionsverbot
rechtfertigbar.
Das Gewaltverbot stellt aber aufgrund der ursprünglichen Idee der SVN zu einem
‚Friedensvölkerrecht’ gegenüber allen anderen die höherrangige Norm dar. Eine
humanitäre Intervention ließe sich daher nur als eine Ausnahme von diesem
legitimieren. Eine solche gibt es aber aufgrund der, von Mißbrauch gezeichneten,
bisherigen Staatenpraxis nicht.
Die Anwendung von Gewalt im internationalen Bereich muß daher nach wie vor
der Beurteilung durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorbehalten
bleiben.
Unruhen und „Unabhängigkeit“ I
"Wenn auch die Unabhängigkeit im Einvernehmen mit
Belgien, einem Land, mit dem wir von nun an von gleich
zu gleich verhandeln werden, proklamiert wird, so sollte
kein Kongolese, der dieses Namens würdig ist, vergessen,
daß sie durch einen Kampf erreicht wurde. (...) Wir haben
Ironien, Beleidigungen und Schläge erlebt, die wir morgens
mittags und abends erleiden mußten, nur weil wir Neger
waren" (Patrice E. Lumumba).
Belgien hatte die Emanzipation Kongos gebilligt, ohne die
Kongolesen auf die daraus folgende Verantwortung
vorzubereiten - wohl, wie es der zuständige
Kolonialminster De Schrijver im Herbst 1959 einem
Gesprächspartner anvertraut hatte, um im entstehenden
Chaos „um Hilfe gerufen zu werden“. Dieses eklatante
Versäumnis hatte das Fehlen von kongolesischen
Präsident Kasavubu
Fachkräften für die Verwaltung und für die Armee
unmittelbar nach der Ausrufung der Republik zur Folge.
Die Einheit Kongos währte jedoch nur wenige Tage. Die durch das Parlament am 24. Juni
1960 demokratisch gewählte Regierung Lumumbas geriet unmittelbar nach der
Unabhängigkeit durch den Aufstand der Soldaten der "Force Publique" unter Druck, ein
Aufstand, dem eine hitzige Diskussion zwischen dem Kommandeur dieser Truppe, General
Janssens, und den Soldaten bezüglich der Besserstellung der letzteren vorausging. General
Janssens schrieb an die Tafel: "nach der Unabhängigkeit = vor der Unabhängigkeit". Im
Klartext heißt das, die Berufung von Afrikanern auf Offiziersposten ist in absehbarer Zeit
ausgeschlossen. Der Sturm der fast fünfjährigen "Kongowirren" begann. Janssens wurde
entlassen und durch Mobutu als Generalstabschef ersetzt. Es folgte am 11.07.1960 die
Besetzungen einiger kongolesischer Städte und die Bombardierung von Matadi durch das
belgische Militär.
Unruhen und Unabhängigkeit“ II
Mit tatkräftiger Unterstützung des Westens, der Lumumba
"Moskaunähe" vorwarf, erklärte Tshombe, am 11. Juli 1960,
die rohstoffreiche Katangaprovinz (später Shaba), in der
parallel zur Matadi-Bombardierung belgische Truppen
interveniert hatten, für unabhängig. In der Folge brach ein
fast dreijähriger Krieg aus. Der Sicherheitsrat der Vereinten
Nationen forderte am 12.07.1960 den Abzug der belgischen
Truppen und beschloß den Einsatz von UNO-Soldaten. Am
8.8.1960 rief Kalondji - wohl als Reaktion auf Lumumbas
Weigerung, seinen MNC-Flügel an der Zentralregierung zu
beteiligen -, die Unabhängigkeit von Süd-Kasai aus und
erklärte sich zum Kaiser.
Im Herbst 1960, als das ohnedies brüchige Bündnis zwischen
Kasavubu und Lumumba in ihre gegenseitige Entlassung
mündete und die Staatsführung völlig blockierte, nützte
Mobutu das Machtvakuum aus, übernahm im Namen der
Armee die Macht und zwang dem Staatspräsidenten, der im
Amt blieb, das von ihm kontrollierte Kommissarskollegium als
Kontrollorgan (Regierung) auf. Als Reaktion darauf erklärte
sich Antoine Gizenga, der stellvertretende Ministerpräsident
unter Lumumba, am 13.12.1960 zum Ministerpräsidenten und
ernannte Stanleyville (heute Kisangani) zur Hauptstadt. Am
9.1.1961 marschierten Pro-Lumumba-Soldaten in den Nordteil
Katangas ein. Die von der UNO in den Kongo entsandten
Truppen verhinderten den Ausbruch eines Bürgerkrieges.
Unruhen und „Unabhängigkeit“ III
Im Rahmen eines sorgfältig vorbereiteten Komplotts, bei dem auch die UNO eine durchaus
zwielichtige Rolle spielte, wurde Lumumba, der auf dem Weg nach Kisangani durch MobutuSoldaten mit Hilfe der USA-Botschaft in Kinshasa, die ihre Hubschrauber zur Verfügung
stellte, verhaftet, zuerst in Thysville interniert und dann nach Katanga geschickt, wo er im
Januar 1961 von Tshombe-Getreuen umgebracht wurde. Die genauen Umstände seines Todes
und der seiner Mitkämpfer (Mpolo und Okito) sind bis heute nicht geklärt.
Zur Erinnerung: Dag Hammarskjöld (1905-1961), der damalige UNGeneralsekretär, dessen Rolle in den Kongowirren umstritten geblieben ist,
kam 1961 auf dem Weg zu Vermittlungsgesprächen im Kongo bei einem
Flugzeugabsturz in Ndola/Sambia ums Leben.
Nachdem Präsident Kasavubu das unter der Führung von Mobutu
regierende Kommissarskollegium im Februar 1961 entließ und eine neue
provisorische Regierung mit Ileo als Ministerpräsident einsetzte, zog sich
Dag Hammarskjöld
Mobutu auf seinen militärischen Posten zurück;
Katangas Sezessionsversuch wurde durch UNO-Intervention im Januar 1963 beendet und
Tshombe ging ins Exil nach Spanien; der Simba-Aufstand 1964, an dem auch Kabila maßgeblich
beteiligt war, konnte von Mobutus Armee nur mit Unterstützung aus Belgien und den USA sowie
von Söldnern und den Katanga-Gendarmen Tshombes niedergeschlagen werden, nachdem
Tshombe 1964 mit der Bildung der neuen Zentralregierung betraut wurde.
Tshombe, seit 1964 Regierungschef in Kinshasa, bildete in Vorbereitung der allgemeinen
Wahlen im Frühjahr 1965 eine zerbrechliche Koalition und errang eine Mehrheit. Nachdem er
seine Kandidatur für die im gleichen Jahr stattfindenden Präsidentschaftswahlen
angekündigt hatte, wurde er von Staatspräsident Kasavubu seines Amtes enthoben. Es kam
wieder zum offenen Konflikt zwischen dem Staatspräsidenten (Kasavubu) und dem
Ministerpräsidenten (Tshombe). Mit Hilfe der Armee und mit Unterstützung der USA ergriff
Mobutu, der sich durch "Säuberungen" in der Armee zum unangefochtenen Chef der Streitkräfte
machte, im November 1965 die Macht, stürzte Kasavubu, übernahm selbst das Amt des
Präsidenten und verbot alle politischen Aktivitäten für die Dauer von 5 Jahren.
ONUC
Opération des Nations Unies au Congo
Resolution 143 (1960), Resolutionen 161 (1961)
und Resolution 169 (1961)
HAUPTQUARTIER Leopoldville
DAUER
Juli 1960–Juni 1964
AUFGABE
Ursprünglich eingerichtet, um für den Rückzug der belgischen Truppen zu sorgen, die
Regierung bei der Wahrung von Recht und Ordnung zu unterstützen und technische
Hilfe zu leisten. Die Aufgabenstellung des ONUC wurde später modifiziert, um die
territoriale Unversehrtheit und politische Unabhängigkeit des Kongo zu gewährleisten,
den Ausbruch eines Bürgerkriegs zu verhindern und sicherzustellen, dass alle
ausländischen militärischen, paramilitärischen und Beraterkräfte, die nicht den Vereinten
Nationen unterstehen, sowie alle Söldner aus dem Kongo abziehen.
PERSONALSTÄRKE Höchstkontingent: 19.828 Soldaten aller Dienstgrade (Juli 1961)
TRUPPEN STELLENDE BEITRAGSLÄNDER
Argentinien, Äthiopien, Brasilien, Burma, Ceylon, Dänemark, Ghana, Guinea, Indien,
Indonesien, Iran, Irland, Italien, Jugoslawien, Kanada, Liberia, Malaya, MaliFöderation, Marokko, Niederlande, Nigeria, Norwegen, Österreich, Pakistan,
Philippinen, Schweden, Sierra Leone, Sudan, Tunesien und Vereinigte Arabische
Republik [Von Februar 1963 bis zum Ende des Einsatzes war ein Bataillon der
kongolesischen Nationalarmee dem ONUC angegliedert]
TODESOPFER
250
AUSGABEN
$400,1 Millionen
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Dragon_Rouge_&_Dragon_Noir
Operation Dragon Rouge & Dragon Noir I
Schon kurz nach dem 1. Juli 1960 meuterten kongolesiche
Soldaten, überfielen weisse Siedler, plünderten und
verwüsteten mit Hilfe von zivilen Aufständischen das
Land. Das am 16. Juli entsandte UN-Kontingent
stabiliserte die Lage zunächst. Im März 1964 zogen die
UN Kräfte ab, Stammesrivalitäten und Aufruhr gegen die
Regierung entfachten erneut und wurden zur
Tagesordnung.
Anfang November 1964 unternahm die Regierung mit
Hilfe afrikanischer und europäischer Söldner eine
Offensive gegen die von China unterstützten Rebellen
(Simbas). Diese hatten mittlerweile eine 'Volksrepublik
Kongo' ausgerufen und verschanzten sich Größtenteils in
Stanleyville (heute Kisangani). Der Anführer der
Rebellen verkündete er habe 60 Amerikaner und 800
Belgier als Geiseln und hoffte so ein weiteres Vorgehen
der Regierung zu verhindern.
Zu dieser Zeit werden Pläne, von Belgiern und Amerikanern, zur Befreiung der Geiseln durch eine
gezielte Bewaffnete Aktion ausgearbeitet. Dies geschah in völliger Geheimhaltung da zur gleichen
Zeit versucht wurde die Situation mit Hilfe von diplomatischen Kanälen zu deeskalieren.
Trotz der Drohung der Rebellen, rückten die Söldner der Regierung auf die Rebellenhauptstadt
vor um sie am 22. November zu gewinnen. Entsprechender Geheimdienstberichte, wurden dort ca.
800 Belgier, 20 amerikanische Zivilisten und 5 US-Konsulatsbeamte missbraucht und mit dem
Tode bedroht. Wenn die Geiseln Überleben sollten waren sofort ausserordentliche Massnahmen
notwendig.
Operation Dragon Rouge & Dragon Noir II
Am 18. November um 15.05 Uhr landete nach einigen Verzögerungen die erste C-130 auf der Insel
Ascension - die Operation 'Dragon Rouge' hatte begonnen .
Die UNO warnt Belgien nicht das Leben der Geisel aufs Spiel zu setzen.
00.45 Uhr 24.November, die ersten 5 Maschinen mit 320 Fallschirmjägern sind in der Luft. Sie
erreichen ihre Absprungzohne um 04.50 Uhr, zehn Minuten vor Sonnenaufgang.
Kurz vor Eintreffen am Victoria Hotel geben die Rebellenführer den Befehl zur Exekution der
Geiseln. Die Paras kommen eine Minute zu spät. ca. 600 Geiseln sammeln sich vor dem Hotel, 28
sind erschossen worden darunter der Amerikaner Dr. Carlson.
Zweieinhalb Stunden nach dem Absprung werden die ersten Geiseln zum Flugplatz gebracht.
Die Evakuierung dauerte 2 Tage, es wurden dabei ca. 2.000 Geiseln und Flüchtlinge ausgeflogen.
Am 25. November erhalten die Einsatzkräfte den Befehl eine ähnliche Operation (Dragon Noir) in
der Stadt Paulis (ca. 300km nord-östlich) durchzuführen. Dies geschah in den Morgenstunden des
26. In den nächsten 3 Tagen können weitere 355 Geiseln Befreit werden.
Verluste / Dragon Rouge
5 verwundete, 2 gefallene belgische Soldaten
einige Angehörige der Regierungstruppen
60 getötete Geiseln
Gerettete: ca. 2000 Geiseln und Flüchtlinge
Verluste / Dragon Noir
6 verwundete, 1 gefallener belgische Soldaten
22 getötete Geiseln
Gerettete: ca. 375 Personen
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