Gesundheitsrisiken Wohlfühlgewicht

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Übergewicht als
Gesundheitsrisiko
Definition
• Als Übergewicht wird ein hohes
Körpergewicht in Relation zur Körpergröße
bezeichnet
Berechnungsformeln
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Body Mass Index (BMI)
Broca Index
Ponderal Index
Taille-Hüft Verhältnis
Bauchumfang
BMI
Gewicht, geteilt durch die Größe im Quadrat
„WHO Norm Werte“
• Normalgewicht mit einem BMI von 18,5–
24,9
• Untergewicht: BMI von weniger als 18,5
„WHO Norm Werte“
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Präadipositas
Adipositas Grad I
Adipositas Grad II
Adipositas Grad III
25–29,9
30–34,9
35–39,9
> 40
Hüft Bauch Umfang
Quotient aus Bauchumfang und Hüftumfang
auch als HBU bezeichnet
Der Bauchumfang wird in der Mitte zwischen
Beckenkamm und Rippenbogen parallel
zum Boden gemessen
Der Hüftumfang ist das größte Maß über
dem Gesäß
Hüft Bauch Umfang
Normalgewicht
Übergewicht
Adipositas
Frauen
< 0,8
0,8–0,84
> 0,85
Männer
< 0,9
0,9–0,99
> 1,0
Ursachen
• Überernährung
• Bewegungsmangel (und damit geringer
Energieverbrauch)
• genetische Faktoren
• hoher Fructose Anteil (Fertigprodukte)
stimuliert die Einlagerung von Fetten
• psychologische Faktoren (Depressionen,
Essstörung)
Ursachen
• Befriedigungsverhalten (Naschen)
• Nebenwirkung von Medikamenten wie
z. B. bei Kortison oder einiger
Psychopharmaka
• Stoffwechselstörungen
• Schlafmangel und Nachtarbeit
• Lebensmittelunverträglichkeit
Fakten
• Sehr wesentlich ist die immerwährende
und kostengünstige Verfügbarkeit von
insbesondere hochkalorischen
Nahrungsmitteln
Fakten
• Die verringerte körperliche Aktivität ist
verantwortlich dafür, dass wir einen
geringeren Energieverbrauch haben
• Es wird also mehr Energie verzehrt als
benötigt wird
Vorkommen von Übergewicht
• Übergewicht
– industrialisierten Ländern
– wenige Menschen harte körperliche
Arbeit
– Nahrung im Überfluss
– höchsten Zuwachsraten
Übergewichtiger an der
Gesamtbevölkerung insbesondere
Jugendliche ---- SCHWELLENLÄNDER
Kinder
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genetische Faktoren
hohes Geburtsgewicht
Schlafmangel
geringe körperliche Aktivität
lange Zeiten vor Fernseher und Computer
Rauchen der Mutter während der SS
übermäßig kalorienreiche Ernährung
Empfehlungen
• regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten
mit Obst, Gemüse, Ballaststoffen (ohne
Fett, Weißmehl und Zucker)
• viel gemeinsame Bewegung und Sport
Systeme und Erkrankungen
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Herz-Kreislauf-System
Respiratorisches System (Lunge)
Magen-Darm-System
Reproduktives System
Urologisches System
Knochen, Muskeln und Gelenke
Endokrines System
Mentales System
Krebs
Lebenserwartung
Herz-Kreislauf-System
• Höheres Risiko der Entwicklung einer HerzKreislauf-Erkrankung durch globale
Hypertrophie des Herzmuskels
• Erhöhter Blutdruck durch nervale
Überstimulation der Blutgefäße
• Herzkranzgefäßerkrankung 3 Mal höher bei
Frauen mit einem BMI > 29 im Vergleich zu
Frauen mit BMI < 29
Herz-Kreislauf-System
• Niedriges HDL-Cholesterin (gutes)
• Selbst ohne Diabetes hoher Blutdruck und
Arteriosklerose sind Veränderungen im
Herzmuskel signifikant und können zu
Herzversagen führen
• Hüftumfang entscheidend für Fettverteilung und
Entwicklung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung
Magen-Darm-System
• Entstehung Leberverfettung mit ähnlichem
Verlauf wie durch chronischen Alkoholismus
• Abnormale Leberenzyme
• Gallenblasenerkrankungen
• BMI weniger als 24 normale Verteilung der
Entstehung von Gallensteinen
Magen-Darm-System
• Erhöhtes Risiko für die Entstehung von
Gallensteinen bei BMI bis 30
• Signifikante Erhöhung des Risikos der
Entstehung von Gallensteinen bei BMI über 30
• Leberverfettung erhöht die Produktion von LDL
(böses) was auch durch erhöhte
Insulinsekretion
Reproduktives &
urologisches System
• Veränderung der Hormonsekretion zur
Steuerung der Monatsblutung insbesondere LH,
FSH was zur Anovulation führt
• Irreguläre Perioden
• Stressinkontinenz
Reproduktives &
urologisches System
• Polyzystische Ovarien
• Unfruchtbarkeit
• Männer haben erhöhtes Risiko eine erektilen
Dysfunktion zu erleiden
• Häufigere Kaiserschnitte mit nachfolgender
Wundheilungsstörung und damit Risiko für
Kind und Mutter (Antibiotika)
Respiratorisches System
• Veränderung der Lungenfunktion ohne
pathologisches Korrelat (Asthma, Fibrose)
• Haupteffekt Verminderung des
Residualvolumens durch erhöhten abdominalen
Druck vom Zwerchfell
Respiratorisches System
• Schlafapnoe mit Senkung der
Sauerstoffkonzentration daraus folgend
regelmäßiges Aufwachen und verstärkte
Tagesmüdigkeit
• Schnarchen
• Erhöhter Nackenumfang kann zur
lebensbedrohlichen obstruktiven Schlafapnoe
führen
Knochen, Muskeln und
Gelenke
• Arthritis besonders von Knie- und Fußgelenken
die durch Trauma oder Gewicht verursacht
werden können
• Gelenke der oberen Extremitäten ebenso von
Degeneration betroffen - vermutlich veränderter
Knochen und Knorpelmetabolismus
• Suboptimale Energieversorgung des Muskels
durch Insulinresistenz
Krebs
• Männer haben ein erhöhtes Risiko für die
Entwicklung eines Karzinoms des Kolons,
Prostata, Rektum
• Frauen haben ein erhöhtes Risiko für die
Entwicklung von Gallenblasenkrebs und des
reproduktiven Systems (Ovarien,
Gebärmutter)
Krebs
• Man vermutet, dass die erhöhte Sekretion von
Östrogen durch die Fettzellen den Krebs zum
Wachsen stimuliert
• Vermehrtes viszerales Fett korreliert mit
erhöhtes Risiko der Entwicklung von
Brustkrebs wie Studien gezeigt haben
Endokrines System
• Insulinresistenz, vermehrte Insulinsekretion,
metabolisches Syndrom
• Entwicklung Typ II DM steigt mit der Länge des
Übergewichts und der Fettdistribution
• Risiko Diabetes zu entwickeln von
normalgewichtigen Frauen (BMI 22) zu BMI von
35 sind 4000 Prozent, von Männern über BMI
über 35 sind 6000 Prozent
• BMI korreliert mit erhöhter Insulinsekretion
Endokrines System
• Hyperinsulinämie erhöht Produktion von LDL
(böses) TG (Fett)
• Viszerale Fettfreisetzung verhindert Abbau des
Insulins durch die Leber
• Verminderte Produktion von Adiponektin
verhindert die Mobilisation von Fettsäuren zur
Energiegewinnung
• Ein erhöhter Leptingehalt verhindert das
Sättigungsgefühl und verstärkt Hunger und
Appetit als Konsequenz
Mentales System
• Stigmatisierung von Übergewicht in der
Gesellschaft – Depressionen - Schönheitsideal
• Isolierung in Beruf, Freundeskreis und
Gesundheitssystem
• Gewichtsreduktion zeigte Verbesserungen der
Symptome in allen Bereichen
Lebenserwartung
• BMI mehr als 25 3,3 Jahre weniger
Lebenserwartung bei Frauen
• BMI mehr als 25 3.1 Jahre weniger
Lebenserwartung bei Männern
• BMI mehr als 30 7 Jahre weniger
Lebenserwartung bei beiden Geschlechtern
• Optimaler BMI für längste Lebenserwartung
zwischen 23 und 25
Medizinisch empfohlenes Basistraining
Ausdauer
• Training an 3 Tagen der Woche mit mindestens
einem trainingsfreien Tag dazwischen
• Beginn mit je 15´ Trainingsdauer
(Trainingsherzfrequenz)
• Erhöhen der Trainingsdauer alle 6 Wochen um
je 5 Minuten, bis 3 x 40 - 60´ (und eine WNTZ
von 2 – 3 Stunden) erreicht sind.
• Gehen (5 km/h) 1 h an 5 Tagen (statt Sitzen
oder Stehen)
Dies wird lebenslänglich beibehalten
Prof. Haber
Medizinisch empfohlenes Basistraining
Muskelkraft
• Training an 2 Tagen der Woche mit mindestens
einem trainingsfreien Tag dazwischen
• 1 Trainingseinheit besteht aus 8 - 10 Übungen
für eben so viele Muskelgruppen
• Pro Trainingseinheit 1 – 2 Sätze pro
Muskelgruppe á 10 – 15 Wiederholungen bis zur
lokalen Erschöpfung
• Richtiges Gewicht anpassen
Dies wird lebenslänglich beibehalten
Prof. Haber
Empfehlungen für Kinder
• Für optimale Gesundheitswirksamkeit sollen
Kinder und Jugendliche mindestens 60
Minuten täglich körperlich aktiv sein
• Dabei ist auf altersadäquates Angebot zu
achten!
Dr. Windhaber J.
Empfehlungen für Kinder
• Der Hauptanteil der täglich mindestens 60 Minuten
sollte eine Ausdauerbelastung von mindestens
mittlerem Anstrengungsgrad sein. An 3 Tagen der
Woche sollten Aktivitäten mit höherer Intensität
dabei sein.
• An mindestens drei Tagen der Woche sollten bei
den täglichen 60 Minuten muskelkräftigende
Übungen, Übungen zur Entwicklung der
Knochenmasse sowie Übungen zur
Verbesserung der Geschicklichkeit enthalten
sein
Dr. Windhaber J.
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