Magnettechnische Informationen Magna-C

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Magnettechnische Informationen
von Magna-C
A) Die Magnetfeldausbildung hängt ab von:
•
Magnetmaterial
N
N
S
z.B. Neodym
•
S
z.B. AlNiCo
Magnetisierungsart
isotrop
anisotrop
Isotrope Magnete lassen sich in allen Richtungen gleich gut magnetisieren. Bei anisotropen Magneten
hingegen wird bereits bei der Herstellung des Magneten eine Vorzugsrichtung in einem Magnetfeld eingeprägt.
Diese bewirkt, daß sich anisotrope Magnete in der Vorzugsrichtung stärker magnetisieren lassen als isotrope
(Sie haben eine höhere Remanenz). Die Unterscheidung zwischen isotropen und anisotropen Magneten ist nur
für Hartferrite von Bedeutung. AlNiCo, Samarium-Cobalt und Neodymmagnete werden nur als anisotrope
Magnete hergestellt.
•
Techniken der Haftkraftverstärkung
N
S
N
S
offenes System: Faktor 1
Weitere Techniken zur Haftkraftverstärkung:
streifenförmige Magnetisierung
axiale Magnetisierung mit U-Profil
axiale Magnetisierung mit zwei Polplatten
mit Polplatte: Faktor 1,3
– bis zu Faktor 3
– bis zu Faktor 5
– bis zu Faktor 18
Magna-C GmbH, Wendlingen - Tel.: 07024-4057-0 - Fax: 07024-4057-20 - E-Mail: [email protected]
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•
Einbausituation (in Eisen/Stahl)
N
S
N
S
kein Luftspalt:
magnetischer Kurzschluß
Luftspalt
zu großer Luftspalt:
zu flache Feldlinien
N
S
optimaler Luftspalt
•
Einbausituation in anderen Materialien wie Eisen und Stahl:
Andere Materialien als Stahl verhalten sich in Bezug auf die magnetische Wirkung wie Luft. Sie beeinflussen
das Magnetfeld nicht und wirken deshalb auch nicht wie magnetische Isolatoren.
•
Polabstand
Der Polabstand beeinflußt sie Magnetfeldtiefe. Schmale Pole bilden ein niederes Feld, große Pole dagegen ein
tiefes Feld.
N S N S N S N S
schmale Pole
•
N S N S N S
N
mittlere Pole
S
N
S
große Pole
Polsprung (Polabstand in Abhängigkeit von der Stärke der Polplatten und Magnete)
Polplatten
NS SN NS SN NS SN NS
kleiner Polsprung
bewirkt ein flaches Feld
NS
SN
NS
SN
NS
großer Polsprung
bewirkt ein tieferes Feld
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B) Speziell für Halte, Haft- und Kranmagnete:
Haft-, bzw. Haltemagnete dienen dazu Werkstücke temporär zu befestigen, Kranmagnete um Lasten zu
transportieren. Für beide Anwendungen sind die Magnetsysteme so ausgelegt, daß sie eine große Kraft erzeugen.
Damit diese große Kraft im Werkstück genutzt werden kann, bedarf es einer mindestens so großen Materialstärke
des Haftgrundes, daß alle Magnetfeldlinien dort wirken können. Die Systemauslegung erzeugt dazu ein tiefes Feld.
Dabei nimmt die Haftkraft mit zunehmender Entfernung des Magnetsystems vom Haftgrund ab. Diese
Haftkraftabnahme verläuft nicht linear zum Abstand.
Die „Ausbildung“ der Haftkraft hängt ab von:
-
•
Luftspalt
Magnetfeldausbildung
Materialstärke
Oberflächenbeschaffenheit
Materialqualität (Legierungsbestandteile)
Wärmebehandlung
Einsatz, bzw. Werkstücktemperatur
Luftspalt (Abstand des Magnetsystems von der Haftfläche)
kein Luftspalt
N
S
F
große Haftkraft
Luftspalt
N
S
F
kleine Haftkraft
Der Luftspalt kann entstehen durch:
-
Grat
Öl
Verschmutzungen
Oberflächenbeschichtungen
Schutzmatten oder ähnliches
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Haftkraft in Abhängigkeit vom Luftspalt
•
Magnetfeldausbildung des Magnetsystems
N S N S N S N S
N S N S N S
N
niedriges Feld für
dünne, kleine Werkstücke
z.B.: Bleche
mittelhohes Feld für:
für normalgroße Werkstücke
z.B.: Flachmaterialien
S
N
S
tiefes Feld für:
für schwere Werkstücke
z.B.: massive Stahlplatten
Die Magnetfeldausbildung kann durch die Magnetabmessungen und durch zusätzliche Rückschluß- oder
Polplatten in der gewünschten Weise beeinflußt werden. Weiterhin kann durch die Anordnung der Magnete bei
Flächensystemen das erforderliche Feld eingestellt werden.
•
Materialstärke des Werkstückes
Liegt die Materialstärke des Haftgrundes im optimalen Bereich kann die maximale Haftkraft erreicht werden.
Bei dieser Materialstärke werden dann alle Feldlinien des Magnetfeldes „gebunden“ und „genutzt“. Eine
weitere Vergrößerung der Materialstärke erhöht die Hafkraft nicht. Eine Verringerung der Materialstärke führt
jedoch zu einer Abnahme der Haftkraft.
N
S
N
S
nicht optimal
„ungenutzte“ Feldlinien
N
S
N
S
optimal
alle Feldlinien werden „genutzt“
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Haftkraft in Abhängigkeit der Materialstärke
Werte für optimale
Materialstärke entnehmen
Sie bitte den jeweiligen
Produktbeschreibungen
•
Oberflächenbeschaffenheit der Haftfläche
Die Art der Oberfächenbearbeitung hat einen starken Einfluß auf die Haftkraft. Je geringer die Rauheit der
Oberfläche (d.h. je glatter die Oberfläche ist) desto eher kann die maximal erzielbare Haftkraft erreicht werden.
Oberflächenbeschichtungen wirken wie ein Luftspalt. Sie verringern die maximal mögliche Haftkraft.
Galvanische Aufträge sind aufgrund Ihrer geringen Stärke im µ-Bereich in der Regel unkritisch. Lackierungen
oder Kunststoffbeschichtungen dagegen nicht.
N
S
N
S
N
rauhe Oberfläche:
große Spitzen erzeugen Luftspalt
Folge: reduzierte Magnetkraft
S
N
S
geschliffene Oberfläche
flache Spitzen:
Folge: deutlich höhere Magnetkraft
Haftkraft in Abhängigkeit der Oberflächenbeschaffenheit
N
S
N
unbehandelte
Oberfläche
20% - 50%
S N
S
N
S N
S
N
S N
S
N
gefräste
gedrehte
Oberfläche
feingedrehte
Oberfläche
geschliffene
Oberfläche
50% - 70%
70%- 80%
80% - 90%
S
der theoretisch maximal erzielbaren Haftkraft
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•
Materialqualität
In Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Materials des Haftgrundes reduziert sich die Haftkraft gegenüber
der maximal erzielbaren Kraft bei technisch reinem Eisen. Mit Zunahme der Legierungsbestandteile verringert
sich dieser Wert. (Als Basis für die Haftkraftangaben in unseren Unterlagen gilt – sofern nicht anders
angegeben - ST 37)
NE-Metalle (Nicht-Eisen-Metalle)
0%
GG (Grauguß)
30%
20 Mn Cr 5 (hoch legierter Stahl)
50%
St 50
75%
St 37 (niedrig legierter Stahl)
95%
100%
technisch reines Eisen
•
Wärmebehandlung
Durch eine Wärmebehandlung verändert sich das Gefüge der Werkstoffe. Dadurch sinkt die
Fähigkeit der Werkstücke „Magnetismus“ aufnehmen; d.h. die erzielbare Haftkraft sinkt gegenüber
dem nicht behandelten Werkstück.
W erkzeugstahl
gehärtet
W erkzeugstahl
vergütet
44%
49%
W erkzeugstahl
angelassen
St 37
angelassen
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84%
100%
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C) Speziell für Separatoren:
Eisenteile werden von Magneten angezogen und festgehalten. Diese Eigenschaft nutzen die magnetischen
Separationssysteme zur Reinigung. Die Separatoren filtern also aus Schüttgütern, Flüssigkeiten oder als
Überbandmagnete Eisenteile aus einem Vorprodukt. Je nach Anwendungsfall werden Stab- oder
Plattenseparatoren einzeln oder in Kombination als Systeme eingesetzt.
Man unterteilt in drei Kategorien:
a) Feinstpartikel wie Abrieb (bis in den µ-Bereich); das Feld wird so eingestellt, daß im Bereich der
Magnetsystemoberfläche ein möglichst ebenes und homogenes Feld erzeugt wird. Die Anordnung der
Magnete wird dabei optimal eingestellt. Da die Magnetwirkung in der dritten Potenz zum Abstand abnimmt, ist
die Feldtiefe ist relativ gering. Der Arbeitsbereich reicht bis ca. 10mm über die Oberfläche der
Separationssysteme. Gerade bei Feinstpartikeln muß darauf geachtet werden, daß eine bestimmte
Mindesteinwirkdauer auf das Eisenteilchen eingehalten wird, so daß dieses vom Separator beeinflußt und an
diesen gebunden werden kann.
b) Mittlere bis kleine Eisenteile in feinem bis mittleren Schüttgut; ein mitteltiefes Feld wird bei diesen System
eingestellt, so daß Teile bis zu einer Entfernung von ca. 30mm wirksam gebunden werden können. Diese
Systeme eignen sich für langsame bis mittlere Bewegungsgeschwindigkeiten der zu filternden Materialien.
Gefiltert werden Teile in der Größe von Spänen bis zu mehreren mm.
c) Große Eisenteile in grobem Schüttgut; durch großen Polabstand wird dabei ein tiefes Feld erzeugt. Die
dabei auszufilternden Teile erreichen Größen von Nägeln, Schrauben, Muttern oder anderen Eisenteilen. Die
Feldtiefe reicht je nach System bis zu 100 mm über die Oberfläche der Magnetsysteme. Größere Systeme für
Steinbrechergut oder Geröll können deutlich stärkere und tiefere Felder erreichen.
Plattenseparationsmagnet
Stabseparator
Ausführungen:
-
-
Je nach Erfordernissen werden Separationssysteme für den einzelnen Anwendungsfall konzipiert. Ebene,
mit Edelstahlblechen verkleidete Wirkflächen sind Standard. Je nach Anwendungsfall können die
Systeme dicht verschweißt werden; sie sind damit für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie ebenso
geeignet wie im Bereich der chemischen Erzeugung oder der Holzverarbeitung.
Sie können mit zusätzlichen Haltevorrichtungen oder Reinigungsklappen ausgestattet werden.
Kombinationen aus mehreren Plattenseparationsmagneten werden zumeist bei hohen Fördergeschwindigkeiten trockenen Materials als Überbandmagnete eingesetzt.
Kombinationen aus Stabseparatoren werden in Rohrleitungssystemen als Filterroste oder in Flüssigkeiten
verwendet.
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Felder von Plattensystemen:
a) niedriges Feld für:
Kleinstpartikel
(Abrieb, µ-Bereich)
b) mittelhohes Feld für:
kleine bis mittlere Teile
(Späne)
Rückschlußplatte
Rückschlußplatte
N S N S N S N S
N S N S N S
c) tiefes Feld für:
große Eisenteile
(Schrauben, Nägel)
Rückschlußplatte
N
S
N
S
Feldtiefe
Felder von Stabseparatoren:
flaches, superstarkes Feld für:
Kleinstpartikel
(Abrieb, µ-Bereich)
NS
SN
NS
SN
NS
SN
NS
SN
mittleres Feld für:
kleine bis mittlere Teile
(Späne)
NS
SN
NS
tiefes Feld für:
große Eisenteile
(Schrauben, Nägel)
SN
NS
SN
Folgende Faktoren beeinflussen die Auslegung eines Separationssytems:
• Art des Schüttgutes (Pulver/Granulat/Flüssigkeit/Körner)
• Größter Ø der Schüttgut-Teile
• Schüttgutmenge/-strom
• Anfall (kontiniuerlich/stoßweise)
• Zuführung des Schüttgutes (über Trichter, Fließband, etc.)
• Zustand des Schüttgutes (trocken, leicht feucht, naß)
• Temperatur des Schüttgutes
• Umgebung (in der Halle/draußen)
• Umgebungstemperatur
• Anteil der erwarteten Eisenteile im Schüttgut
• max. Größe (ø) der erwarteten Eisenteile im Schüttgut
• zur Verfügung stehender Bauraum oder Wunschgröße
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