Vaastu-Architektur, Ein Überblick - vaastu-raum

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Architektur ◾ Raum im Raum
Dipl.-Ing. Doris Buchner
architect
Vaastu
Vaastu Purusha Mandala
Ein Überblick
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d.buchner@vaastu-raum.at
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Inhalt
Architektur ◾ Raum im Raum
Dipl.-Ing. Doris Buchner
architect
Vaastu - Ziel, Kern der Lehre
Planungsgrundlagen
Vaastu ............................................................................ 3
Innenraum
Brahmasthan................................................................. 24
Ziel ................................................................................. 3
Außenraum
Zwischenwände ............................................................ 24
Kern der Lehre ................................................................ 3
Grundstück - Form, Ausrichtung ....................................12
Lage der Zimmer........................................................... 25
Vaastu außerhalb Indiens ................................................ 4
Gefälle ...........................................................................12
Einrichtung ................................................................... 27
Stand 21. Februar 2007
Sonnenlicht ....................................................................12
Lage zur Straße ..............................................................12
Günstige Zeitpunkte
Gewässer .......................................................................12
Zeremonien .................................................................. 28
Theoretische Prinzipien
Bäume ..........................................................................13
Vastu - Vaastu ................................................................. 5
Andere Gebäude ...........................................................13
Resonanz, Harmonie ....................................................... 5
Wasser ...........................................................................13
Mensch in Resonanz mit Vastu und Vaastu ...................... 6
Abstände .......................................................................13
Vaastu Purusha Mandala ................................................. 7
Garage, Autoabstellplatz ................................................14
Energieraster .................................................................. 8
Sonneneinstrahlung ........................................................ 8
Gebäudehülle
Die 5 Elemente................................................................ 9
Orientierung ..................................................................15
Analogie zum menschlichen Körper ...............................10
Ayadi-Berechnung ..........................................................16
Maßeinheiten .................................................................17
Motherwall und Erweiterungen .......................................18
Raster ............................................................................18
Grundrissform ...............................................................19
Proportionen .................................................................19
Haupteingang und Öffnung vis-à-vis ............................. 20
Navaratnam .................................................................. 20
Fenster ..........................................................................21
Höhengliederung .......................................................... 22
Vaastu - Ein Überblick
Gebäudehöhe ............................................................... 22
Dachform ..................................................................... 23
Dachreiter ..................................................................... 23
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Vaastu - Ziel, Kern der Lehre
Architektur ◾ Raum im Raum
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Vaastu
Ziel
Möglicherweise erscheinen manche der folgenden Gedan-
Vaastu ist traditionelles, zeitloses Wissen über Architektur
Die obersten Ziele von Vaastu sind, ein Gebäude so zu pla-
ken für das moderne westliche Verständnis ungewöhnlich.
mit dem Ziel, Wohlergehen und Wohl-Sein der Bewohner zu
nen, dass es dem
Bei genauer Betrachtung ist jedoch eine innere Logik er-
unterstützen.
Vaastu bietet Werkzeuge um gute Häuser zu schaffen,
Häuser, die in Resonanz mit den Menschen und dem allumfassenden Raum stehen.
Vaastu ist unabhängig von Kultur und Baustil überall
anwendbar - es ist keine Anpassung für den Westen erforStand 21. Februar 2007
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derlich.
•
materiellen Wohlergehen und
kennbar und selbst für das westliche Verständnis ist gut
•
geistigen Wohl-Sein
vorstellbar, dass die Anwendung der Grundsätze einen Ein-
seiner Bewohner dient.
fluss auf das Gebäude und seine Bewohner hat.
Vaastu ist keine Mode. Nach Vaastu werden keine auffälligen, in erster Linie optisch außergewöhnlichen Gebäu-
Kern der Lehre
de errichtet.
Nach der Lehre von Vaastu sind überall im all-umfassenden
Ein Vaastu-Gebäude steht mit seinen Bewohnern und
dem all-umfassenden Raum in Resonanz. Vaastu geht da-
Raum kleinste Teilchen von Energie, genannt Paramanu,
enthalten.
von aus, dass das Gebäude dadurch den darin lebenden,
Auch in jedem lebendigen Organismus, also auch im
wohnenden oder arbeitenden Menschen hilft, ein gesun-
Menschen, sind diese Energieteilchen enthalten; dadurch
des, friedvolles und erfülltes Leben zu führen.
lebt der Mensch.
In dem Raum, der von einem Gebäude umschlossen
wird, sind diese kleinsten Teilchen ebenfalls enthalten.
Durch die Anwendung der Regeln von Vaastu entsteht
in einem Gebäude ein Raum, der aus dem Gebäude einen
lebendigen Organismus macht.
Das Gebäude wird so geplant, dass es mit dem umfassenden Raum und den darin lebenden Menschen, in Resonanz, in Harmonie steht.
Diese Harmonie dient gemäß der Lehre von Vaastu dem
materiellen Wohlergehen und geistigen Wohl-Sein seiner
Vaastu - Ein Überblick
Bewohner.
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Vaastu - Ziel, Kern der Lehre
Architektur ◾ Raum im Raum
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Vaastu außerhalb Indiens
Im Folgenden werden die wesentlichsten Elemente von
Die Prinzipien von Vaastu sind universell. Selbst in Europa,
Vaastu erklärt. Die Basis für die nachfolgenden Prinzipien
wo dieses Wissen nicht bekannt ist, scheinen mehrere der
sind die Erläuterungen des Kapitels Kern der Lehre.
Prinzipien in so manchen alten Gebäuden eingeflossen zu
Die Beschreibung erfolgt in den zwei Abschnitten:
sein.
Auch in Österreich sind immer wieder Beispiele zu finden, bei denen Vaastu-Prinzipien erkennbar sind.
•
Theoretische Prinzipien
•
Planungsgrundlagen
Alle Erklärungen beruhen auf dem überlieferten, Jahrtau-
Vaastu - Ein Überblick
Stand 21. Februar 2007
sende alten Gedankengut der Lehre von Vaastu.
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Theoretische Prinzipien
Raum - Resonanz
Architektur ◾ Raum im Raum
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Vaastu basiert auf theoretischen, philosophischen Gedanken und Ideen. Diese theoretischen Prinzipien sind die
Grundlage für die Anwendung von Vaastu in der Planung.
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Die Prinzipien und Grundlagen gehen alle von der An-
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wendung auf der Nordhalbkugel unserer Erde aus. Auf der
Südhalbkugel erfolgt eine Spiegelung um die West-Ost-Ach-
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Stand 21. Februar 2007
se, darauf wird jedoch hier nicht näher eingegangen.
Vastu - Vaastu
Resonanz Vastu - Vaastu
Vastu - Vaastu
Resonanz, Harmonie
Vastu = Raum
Vastu (der weite, allumfassende Raum) ist voll von Energie.
Vaastu = Raum
Vaastu (der Raum, der von einem Gebäude umschlossen
Vastu ist der Raum, den wir überall vorfinden. Vastu um-
wird) ist ebenso mit Energie erfüllt. Beide Räume sollen zu-
gibt alles und ist in allem enthalten. Vastu ist Energie.
einander in Resonanz stehen.
Vaastu ist der Raum, der von einem Gebäude umschlossen wird. Vaastu ist Materie. Vaastu entsteht aus Vastu.
Wir errichten ein Gebäude und schneiden so einen Teil
des ganzen, allumfassenden Raumes heraus. Wir bauen einen Raum im Raum.
So besteht zwischen Vastu und Vaastu kein Unterschied
- Vaastu ist ein Teil von Vastu, Vaastu entsteht aus Vastu.
Als Vergleich dafür kann die Resonanz von zwei gleich
gestimmten Saiteninstrumenten in einem Raum betrachtet
werden. Wird eine Saite des einen Instruments gezupft,
schwingt die gleiche Saite des anderen Instruments mit.
Vaastu wird so geplant, dass Vaastu mit Vastu in Resonanz steht und somit beide Räume in Harmonie sind. Diese angestrebte Resonanz zwischen Vastu und Vaastu wird
durch geeignete Abmessungen des Gebäudes erreicht. Die
Berechnung erfolgt mit Hilfe der so genannten Ayadi-Kal-
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kulation.
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Stand 21. Februar 2007
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Theoretische Prinzipien
Mensch im Raum
Architektur ◾ Raum im Raum
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Mensch in Resonanz mit Vastu und Vaastu
Mensch in Resonanz mit Vastu und Vaastu
Im menschlichen Körper ist Raum eingeschlossen. Sein
Resonanzverhalten wird durch die Geburtsdaten des Menschen bestimmt.
Die Abmessungen eines Hauses sollen auf seine Bewohner abgestimmt sein, sodass Haus und Bewohner in Resonanz stehen. Diese Abstimmung auf die Bewohner erfolgt
mit Hilfe der Ayadi-Kalkulation.
So sind die Bewohner eines Gebäudes sowohl mit
Vaastu - Ein Überblick
Vaastu als auch mit Vastu in Harmonie.
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Theoretische Prinzipien
Vaastu Purusha Mandala
Architektur ◾ Raum im Raum
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architect
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Stand 21. Februar 2007
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Vaastu Purusha Mandala
Vaastu Purusha Mandala
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Vaastu Purusha Mandala
Vaastu Purusha bedeutet verkörperte Energie, Energie,
Damit die innere Aufteilung eines Gebäudes die Resonanz
die in allen materiellen, lebenden Objekten enthalten ist.
in den Zimmern ermöglicht, wird dem Entwurf eines Bau-
Vaastu Purusha wird als Wesen in menschlicher Form dar-
werks ein Raster (meist 9x9) zu Grunde gelegt. Dieser Ras-
gestellt.
ter wird als Vaastu Purusha Mandala bezeichnet.
Das Modul, das sich aus dem zu Grunde gelegten Raster ergibt, wird für die Planung des gesamten Gebäudes
und die Freiraumgestaltung verwendet. Das Modul ist auf
das Gebäude abgestimmt entweder quadratisch oder recht-
Vaastu - Ein Überblick
eckig.
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Theoretische Prinzipien
Einflüsse von außen
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Stand 21. Februar 2007
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Energieraster
Bewegung Sonne
Energieraster
Sonneneinstrahlung
Die Erde ist - ähnlich wie die Längen- und Breitengrade -
Die Sonne ist eine wichtige Energiequelle für uns Menchen.
mit einem Netz von Energielinien überzogen. Sie erzeugen
Daher ist es sehr wichtig, dass ein Gebäude von der Sonne
einen unendlich feinen Energieraster auf der Erdoberfläche.
beschienen werden kann - dies gilt vor allem für die Mor-
Die Energie, die im Zentrum der Erde konzentriert ist, brei-
gensonne aus dem Osten. Auch der Einfluss der Sonne aus
tet sich durch diesen Raster über die ganze Erde aus.
dem Nordosten, bevor sie aufgeht, ist von Bedeutung.
Dieser Energieraster ist für die Orientierung von Gebäuden sehr wichtig. Sind die Achsen eines Gebäudes geografisch auf Nord/Süd bzw. Ost/West ausgerichtet, so liegt das
Gebäude parallel zum Energieraster der Erde. Der Raum,
der von dem Gebäude umschlossen ist, ist so in Resonanz
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mit dem Energieraster der Erde.
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Theoretische Prinzipien
Die 5 Elemente
Architektur ◾ Raum im Raum
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Stand 21. Februar 2007
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Die 5 Elemente
Die 5 Elemente
Die 5 Elemente sind in allem auf der Welt enthalten, auch
Das gesamte Universum ist laut den alte indischen Texten
in einem Gebäude. In einem Gebäude sind 4 Elemente den
aus den 5 Elementen zusammengesetzt:
Eckzonen und 1 Element dem Zentrum zugeordnet.
Die 4 Elemente Luft, Feuer, Wasser, Erde sind in den
•
Äther (= Raum) und
•
den 4 anderen Elementen:
vier Eckzonen stärker konzentriert. Jeder Bereich hat den
Luft, Feuer, Wasser und Erde.
Elementen entsprechende Qualitäten und wird unterschied-
Äther ist die Quelle von allem Sichtbaren und Hörbaren.
lich genutzt.
Der Äther umgibt das Universum und in jedem Lebewesen
Das Element Äther ist im Zentrum des Gebäudes kon-
ist ein Teilchen davon enthalten. Dieses kleine Raumparti-
zentriert, hier herrscht die höchste Energie. Von hier brei-
kel ist das Innere Sein.
tet sich die Energie im Gebäude aus. Dieses Zentrum wird
Die 4 anderen Elemente entstehen aus Äther. Anders
Brahmasthan genannt.
ausgedrückt, verwandelt sich Äther (Raum) in Materie. Je-
Vaastu - Ein Überblick
des Element entsteht aus dem Vorhergehenden:
•
aus Äther entsteht Luft
•
aus Luft entsteht Feuer
•
aus Feuer entsteht Wasser
•
aus Wasser entsteht Erde
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Theoretische Prinzipien
Analogie zum menschlichen Körper
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Stand 21. Februar 2007
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Vergleich Mensch - Gebäude
Proportionen menschlicher Körper
Gliederung Gebäude
Analogie zum menschlichen Körper
Auch das Vaastu Purusha Mandala mit seinem 9x9 Raster
Ein Gebäude wird in groben Zügen ähnlich dem Menschen
Ein Gebäude wird als ein lebendiger Organismus gesehen.
hat einen Bezug zum menschlichen Körper.
gegliedert. Es hat einen Sockel (Fuß), die Wände (Körper),
Ein Gebäude kann mit dem menschlichen Körper verglichen
werden.
Die senkrechte Achse des Menschen wird Brahma Sutra genannt. Brahma Sutra bedeutet soviel wie Lichtfaden,
Als Grundmaß des menschlichen Körpers nimmt man
das Dach (Kopf) und einen Dachreiter (Schopf).
den Abstand zwischen Stirn und Kinn. Dieses Maß entspricht einer Handspanne und lässt sich 9 mal auf den
menschlichen Körper auftragen.
Lichtstrahl. Brahma Sutra ist die Verbindung zwischen
Scheitel - Stirn
¼
Himmel und Erde.
Stirn - Kinn
1
Hals
¼
die tragende Struktur, das Skelett betrachtet. Ein Gebäude
Oberkörper
2
soll im Zentrum unbebaut sein - “hohl” sein und ein Brahma
Hüfte
1
Sutra haben.
Oberschenkel
2
Knie
¼
Unterschenkel
2
Füße
¼
Der menschliche Körper ist innen hohl, wenn man nur
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Planungsgrundlagen
Architektur ◾ Raum im Raum
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Aufbauend auf den theoretischen Prinzipien bietet Vaastu
Hilfsmittel um diese Prinzipien bei der Planung von Gebäuden anzuwenden. Sie beziehen sich auf die Gestaltung des
Gebäudes selbst, die innere Aufteilung des Gebäudes und
auch auf die Gestaltung der Außenanlagen.
Im Folgenden werden die wesentlichsten Planungsgrundlagen dargestellt:
Vaastu - Ein Überblick
Stand 21. Februar 2007
Außenraum
Hier sind jene Planungsgrundlagen beschrieben, die den
äußeren Raum um das Gebäude betreffen.
•
Grundstück
•
Um das Haus
Innenraum
Hier sind jene Planungsgrundlagen beschrieben, die das In-
Gebäudehülle
nere eines Gebäudes betreffen.
Hier sind jene Planungsgrundlagen beschrieben, die das
•
Gliederung
Äußere eines Gebäudes betreffen; die Gebäudehülle ist so-
•
Zimmer
zusagen die Grenze zwischen Außenraum und Innenraum.
•
Einrichtung
•
Orientierung
•
Maße, Resonanz
Günstige Zeitpunkte
•
Form
Hier sind jene Zeitpunkte, zu denen eine Zeremonie geplant
•
Maueröffnungen
werden soll, beschrieben.
•
Höhe
•
Oberer Abschluss
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Planungsgrundlagen
Außenraum - Grundstück
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Stand 21. Februar 2007
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Beispiel Korrektur Grundstück
Grundstück mit Gefälle
Beispiel Straße
Grundstück - Form, Ausrichtung
Gefälle
sollen im Norden, Nordosten oder Osten die Sonnenein-
Das Grundstück soll nach Möglichkeit rechteckig oder qua-
Ein Grundstück kann eben sein oder ein Gefälle haben.
strahlung behindern.
dratisch sein und auf die Haupthimmelsrichtungen ausge-
Ein ebenes Grundstück ist in jedem Fall gut.
richtet sein.
Ein Gefälle hat bei einem sehr großen Grundstück oder
Lage zur Straße
Ist das Grundstück nicht entsprechend ausgerichtet
bei sehr starker Neigung je nach Richtung positive oder ne-
Damit ein Haus oder ein kleines Grundstück nicht „zer-
oder hat es nicht die ideale Form, kann es durch kleine
gative Auswirkungen. Ein Grundstück mit Gefälle hat po-
schnitten“ wird, soll keine Straße direkt darauf zulaufen.
Abgrenzungen - wie z.B. Pflanzen, Blumentröge, niedriges
sitive Auswirkungen, wenn der West-, Südwest-, oder Süd-
Mäuerchen, etc. - auf dem Grundstück korrigiert werden.
Bereich höher ist.
Ist der südwestliche Bereich höher, kann die morgendliche Sonne auf das Gebäude einwirken und das dem Süd-
Gewässer
Ein großer See oder das Meer sollen mindestens ca. 300 m
vom Grundstück entfernt sein.
westen zugeordnete Element Erde, das für Schwere und
Halt steht, ist entsprechend genutzt.
Bäume
Vaastu - Ein Überblick
Am Grundstück sollen keine dornigen oder riesige, schwere
Sonnenlicht
Bäume gepflanzt werden. Auf der Achse des Haupteingan-
Der Einfall des morgendlichen Sonnenlichts vom Osten ist
ges sollen keine Bäume stehen. Bäume vor dem Hauptein-
von großer Bedeutung. Auch der Einfluss der Sonne aus
gang würden den Energiefluss in das Haus behindern.
dem Nordosten, bevor sie aufgeht ist sehr wichtig.
Kein Berg, keine großen Bäume oder hohen Gebäude
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Planungsgrundlagen
Außenraum - Um das Haus
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Stand 21. Februar 2007
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Beispiel Baum
Beispiel Brunnen, Swimmingpool
Abstand zwischen Nachbarn
Andere Gebäude
Wasser
Abstände
Ein Wohnhaus soll nicht zu nahe an öffentlichen Gebäuden
Im Nordost-Bereich ist das Element Wasser angesiedelt.
Damit sich die Energien der Häuser und Bewohner nicht
oder Einrichtungen wie Theater, Veranstaltungshalle, Kir-
Brunnen oder Wasserquellen sollen daher im nordöstlichen
gegenseitig beeinflussen, ist ein Gebäude am besten ein
che, Kloster, Friedhof, etc. errichtet werden.
Quadranten (vom Gebäude aus betrachtet) liegen. Brunnen
Modul des Gebäuderasters (siehe auch „Vaastu Purusha
sollen nicht auf einer Türachse liegen.
Mandala“ und „motherwall und Erweiterungen“) von der
Ein Wohnhaus soll auch nicht in der Nähe einer Gerberei o.ä. Gebäuden errichtet werden.
Ein Swimmingpool liegt am Besten an der Ost-Seite des
Hauses.
Grundgrenze entfernt; ist dies nicht möglich, soll zwischen
zwei Gebäuden ein Abstand von mindestens 30 cm sein.
Beim Neubau von einem Gebäude mit mehreren Wohnungen, Büros, etc. gilt dieser Abstand für die motherwalls,
Nebenräume liegen zwischen zwei motherwalls und bilden
den erforderlichen Abstand (siehe „motherwall und Erwei-
Vaastu - Ein Überblick
terungen“).
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Planungsgrundlagen
Außenraum - Um das Haus
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Stand 21. Februar 2007
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Beispiel für Lage Garage, Autoabstellplatz
Garage, Autoabstellplatz
Die Garage oder der Autoabstellplatz soll - vom Brahmasthan
aus gesehen - links vom Haupteingang am Grundstück liegen.
Die Garage kann auch im Kellergeschoss liegen. Im Kel-
Vaastu - Ein Überblick
lergeschoss ist es egal, wo die Garage liegt.
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Planungsgrundlagen
Gebäudehülle - Orientierung
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Stand 21. Februar 2007
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Beispiel Orientierung - Haupteingang im Osten
Orientierung
Ein Gebäude soll auf den Energieraster der Erde ausgerichtet werden. Dazu werden die Achsen eines Gebäudes auf
die Haupthimmelsrichtungen ausgerichtet und zur Feinabstimmung um ± 1° bis 7° gedreht. Die Drehung erfolgt je
nach Lage des Haupteingangs entweder im oder gegen den
Uhrzeigersinn.
Die Orientierung auf die Haupthimmelsrichtungen ist
ein äußerst wichtiges Prinzip.
Soll ein bestehendes Gebäude entsprechend den
Vaastu-Grundsätzen adaptiert werden, so ist eine Drehung
Vaastu - Ein Überblick
bis ca. 10° akzeptabel.
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Planungsgrundlagen
Gebäudehülle - Maße, Resonanz
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Stand 21. Februar 2007
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Ayadi-Zahlen
rote Ayadi-Zahlen auf Bewohner abgestimmt (Beispiel)
Ayadi-Berechnung
Maßeinheiten) multipliziert werden, Gebäudeumfänge er-
ren ist, die Zahlen 73 und 93 aus denen sich die Umfänge
Die Berechnung des Gebäudeumfanges - und somit die Ab-
geben, die mit Vastu in Resonanz stehen.
61,19 m und 77,95 m ergeben, verwendet werden.
stimmung der Resonanzen der Räume - ist das wichtigste
Element einer Planung gemäß Vaastu.
Die Ayadi-Berechnung ist ein Hilfsmittel um die Resonanzen zwischen den drei Räumen
- Vastu,
Zum Beispiel ergeben sich aus den Ayadi-Zahlen 73, 81,
Wird eine dieser speziellen Zahlen für den Umfang des
85, 93 und 99 Umfänge von 61,19 m, 67,89 m, 71,25 m,
Gebäudes verwendet, dann ist dieses sowohl auf Vastu als
77,95 m und 82,98 m. Der Umfang eines Gebäudes mit ei-
auch auf die Bewohner abgestimmt und alle drei Räume
nem dieser Werte ist auf Vastu abgestimmt, aber noch nicht
stehen zueinander in Resonanz.
auf die Bewohner.
- Vaastu und
- Bewohner bzw. Hauptperson
abzustimmen.
Vaastu - Ein Überblick
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Um Vaastu auf die Bewohner abzustimmen, können
des zu ermitteln, besteht darin - analog zu dem oben be-
von allen berechneten Umfängen nur jene Werte verwendet
schriebenen Verfahren - nur ein Modul zu berechnen und
werden, die auf die Geburtsdaten der Bewohner bzw. der
dieses dann zu vervielfachen.
Man geht davon aus, dass diese drei Räume - Vastu,
Hauptperson abgestimmt sind. Zur Abstimmung wird das
Vaastu und der Raum im Menschen - jeweils Wellenlängen
Nakshatra (Lage des Mondes zum Zeitpunkt der Geburt
haben, die aufeinander abgestimmt werden sollen.
des Menschen) der Bewohner bzw. der Hauptperson heran-
Um Vaastu mit Vastu abzustimmen, soll das Gebäude
gezogen. Die Berechnung des Nakshatras kann aber auch
einen bestimmten Umfang haben. Mit der Ayadi-Berech-
für den ersten Laut des Namens, des Namens der Firma, für
nung werden spezielle Zahlen ermittelt, die, wenn sie mit
das Gründungsdatum, etc. erfolgen.
dem traditionellen Längenmaß Hasta oder Angula (oder
Von den oben angeführten Ayadi-Zahlen können z.B.
Bruchteilen ( , ...) oder Vielfachen (2, ...) - siehe Kapitel
für einen Menschen, der am 4.8.1964 um 905 Uhr gebo-
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/2
Eine weitere Möglichkeit, die Wellenlänge eines Gebäu-
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Planungsgrundlagen
Gebäudehülle - Maße, Resonanz
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Maßeinheiten
Maßeinheiten
Die Berechnung eines Maßes erfolgt aus der entsprechenden Ayadi-Zahl mit Hilfe des traditionellen Längenmaßes
Hasta.
Ein Hasta ist ca. 83,82 cm (genau 33 Zoll). Es wird in 24
Teile geteilt. Diese 24 Teile repräsentieren die 24 Stunden
Erdrotation an einem Tag.
1
/24
Hasta heißt Angula und ist ca. 3,493 cm (genau
11
/8
Zoll) lang. Dies entspricht in etwa der Länge des mittleren
Glieds des Mittelfingers.
Von jeder Einheit können Bruchteile (1/2, 1/4, 1/8, etc.) oder
Vielfache (2, 4, 8, etc.) verwendet werden. Abhängig von
der Größe des Objekts und der möglichen Genauigkeit der
Vaastu - Ein Überblick
Ausführung wird eine entsprechende Einheit gewählt.
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Beispiel für Motherwall und Erweiterungen
9x9 Raster - Vaastu Purusha Mandala
Motherwall und Erweiterungen
Raster
Jedes Gebäude, Wohnung, Büro, etc. hat eine so genannte
Einer Gebäudeplanung wird das Vaastu Purusha Mandala
motherwall. Der Hauptteil des Gebäudes, Wohnung, Büro,
zu Grunde gelegt. Bei Profanbauten (weltlichen Bauten) ist
etc. und dessen Proportion wird durch die motherwall
es ein 9x9 Raster. Bei Tempeln, Kirchen, etc. ist es ein 8x8
definiert. Sie bildet gleichzeitig den Umfang des Vaastu
Raster.
Purusha Mandalas.
Vaastu - Ein Überblick
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Der Raster erstreckt sich innerhalb der motherwall. Das
Das Gebäude kann über die motherwall hinaus im Ras-
1x1 Modul, das sich daraus ergibt, wird für die Planung
ter erweitert werden. Die Ecken der motherwall müssen er-
des gesamten Gebäudes verwendet. Für die Freiraumge-
halten bleiben. Innerhalb der motherwall liegen Schlafzim-
staltung wird der Gebäuderaster auf das ganze Grundstück
mer, Küche und Meditations-/ Andachtsraum.
erweitert.
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Planungsgrundlagen
Gebäudehülle - Form
Architektur ◾ Raum im Raum
Dipl.-Ing. Doris Buchner
architect
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Stand 21. Februar 2007
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Grundrissformen allgemein
Gebäudetypen
Proportionen Gebäude
Grundrissform
Gebäudetypen
Proportionen
Je nach Verwendungszweck können verschiedene Gebäu-
Ausgehend vom Quadrat/Rechteck gibt es 3 verschiedene
Folgende Proportionen eines rechteckigen Grundrisses
degrundformen verwendet werden.
Gebäudetypen:
werden gemäß Vaastu als gut angesehen:
Quadrat oder Rechteck
•
1:1
mit oder ohne offenem Innenhof
•
1:1,25
L-Form
•
1:1,5
jede Art von Gebäude verwendet werden. Das Quadrat oder
die offene Seite des L’s muss nach Nordosten
•
1:1,75
Rechteck wird insbesondere für Wohnhäuser verwendet.
weisen
•
1:2
•
Quadrat, Rechteck
Das Quadrat oder die erweiterte Form Rechteck, kann für
•
•
U-Form
Achteck
die offene Seite des U’s muss nach Norden oder
Das Achteck wird für Gebäude, in denen Aktivität stattfin-
Osten weisen
det, verwendet; z.B. Theater, Tanztheater, Fitnesszentrum.
Kreis
Vaastu - Ein Überblick
Ein kreisförmiger Grundriss wird für Gebäude mit sehr viel
Aktivität verwendet; z.B. Theater, Markthalle, Einkaufszentrum, Sportstadium.
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Planungsgrundlagen
Gebäudehülle - Maueröffnungen
Architektur ◾ Raum im Raum
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Stand 21. Februar 2007
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mögliche Lagen Haupteingang
Navaratnam
Haupteingang und Öffnung vis-à-vis
Navaratnam
Der Haupteingang eines Wohnhauses soll an einer guten
Das Navaratnam besteht aus 9 verschiedenen Edelsteinen.
Stelle auf einem der markierten Bereiche liegen. Bei Ge-
Edelsteine sind die Essenz der Erde und helfen daher, die
bäuden, bei denen viel Publikum erwünscht ist, kann der
Energie der Erde ins Gebäude zu bringen. Ein Navaratnam
Haupteingang auch auf den Achsen des Gebäudes liegen.
wird im Haus eingebaut. Bei Wohnhäusern wird es unter
Vis-à-vis des Haupteingangs soll eine Tür oder Fenster
dem Türrahmen des Haupteinganges verlegt. Bei größeren
liegen. Die Verbindung zwischen diesen beiden Maueröff-
Gebäuden wird das Navaratnam in der Mitte des Nordost-
nungen bildet das „Rückgrat“ des Hauses, das durch kei-
Bereichs unter dem Fundament eingegraben.
ne Wand gestört werden soll. Hier fließt die Lebensenergie
(Prana) des Hauses.
Vor dem Haupteingang und vor der vis-à-vis liegenden
Tür bzw. Fenster soll kein Baum oder Säule stehen. Bäume oder Säulen vor dem Haupteingang würden den Ener-
Vaastu - Ein Überblick
giefluss in das Haus behindern.
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Planungsgrundlagen
Gebäudehülle - Maueröffnungen
Architektur ◾ Raum im Raum
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Stand 21. Februar 2007
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Beispiel Fenster
Fenster
Die Lage der Fenster ist sowohl im Grundriss als auch in der
Ansicht an den Raster angepasst.
Die Mitte eines Fensters liegt im Grundriss genau auf
der Mitte eines Moduls. In der Ansicht liegt z.B. die Oberkante des Fensters auf einer Rasterlinie des Moduls.
Die Länge und Breite des Fensters ist ein Vielfaches ei-
Vaastu - Ein Überblick
ner Modulseite.
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Planungsgrundlagen
Gebäudehülle - Höhe
Architektur ◾ Raum im Raum
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Stand 21. Februar 2007
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Gliederung Gebäudehöhe
Gebäudehöhe - Vielfaches der Gebäudebreite
Gebäudehöhe - Vielfaches der Modulbreite
Höhengliederung
Gebäudehöhe
Gebäudehöhe ist ein Vielfaches der Modulbreite
Ein Gebäude wird in groben Zügen ähnlich einem Menschen
Es gibt zwei unterschiedliche Methoden um die Gebäude-
Die Gebäudehöhe ist ein Vielfaches der Modulbreite des
gegliedert. Es hat einen Sockel (Fuß), die Wände (Körper),
höhe zu berechnen. Bei der einen Methode ist die Gebäu-
Grundrissrasters. Das Gebäude wird sozusagen mit ganzen
das Dach (Kopf) und einen Dachreiter (Schopf).
dehöhe ein Vielfaches der Gebäudebreite, bei der anderen
Modulen gefüllt, es sollen keine „gebrochenen“ Module vor-
Methode ist sie ein Vielfaches der Modulbreite. Ein Gebäu-
kommen.
de soll nicht mehr als sieben Geschosse haben.
Die Gebäudehöhe wird hier von der Basis des Gebäudes
bis zum oberen Abschluss (First oder Flachdach) oder bis
Gebäudehöhe ist ein Vielfaches der Gebäudebreite
•
Höhe = Breite
•
Höhe = Breite x 1,25
•
Höhe = Breite x 1,5
•
Höhe = Breite x 1,75
•
Höhe = Breite x 2
zur letzten Geschossdecke gemessen.
Die Gebäudehöhe wird hier vom Niveau neben dem Gebäu-
Vaastu - Ein Überblick
de bis zum First (= höchste Kante des Daches) bzw. bis zum
Dachreiter gemessen.
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Planungsgrundlagen
Gebäudehülle - Oberer Abschluss
Architektur ◾ Raum im Raum
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Stand 21. Februar 2007
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Beispiele Dachformen
Beispiele Dachreiter
Dachform
Dachreiter
Das Gebäude soll als obersten Abschluss einen Dachrei-
Flachdach
ter haben. Ein Dachreiter ist ein Zierelement in Form eines
An ein Flachdach gibt es keine speziellen Anforderungen.
spitz auslaufenden Türmchens. Er ist ca. 30 cm hoch.
Vaastu - Ein Überblick
Ein Dachreiter ist ähnlich wie beim Menschen der Schopf
Geneigtes Dach
am Kopf. Durch den Dachreiter entsteht im Gebäude eine
Ein geneigtes Dach kann folgende Proportionen haben:
Verbindung zwischen Himmel und Erde.
•
3:4:5 oder
•
5:12:13
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Planungsgrundlagen
Innenraum - Gliederung
Architektur ◾ Raum im Raum
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Stand 21. Februar 2007
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Brahmasthan
Schema Lage Zwischenwände
Brahmasthan
Zwischenwände
Das Brahmasthan (3x3 Module) ist das Zentrum des Hau-
Alle Zwischenwände liegen auf dem berechneten 9x9 Ras-
ses; man kann es auch als die „Lunge“ des Hauses bezeich-
ter oder auf einer 1/3 Teilung davon.
nen. Der energetische Raum, der die Erde umgibt, gelangt
durch das Brahmasthan ins Haus und verteilt sich in alle
Richtungen.
Im Brahmasthan sollen sich daher keine Wände, Säulen
etc. befinden. Das Brahmasthan soll nicht Teil des Schlafzimmers sein.
Das bedeutet nicht, dass ein Gebäude einen Innenhof
Vaastu - Ein Überblick
haben muss.
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Planungsgrundlagen
Innenraum - Zimmer
Architektur ◾ Raum im Raum
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Stand 21. Februar 2007
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Lage der wichtigsten Räume
Lage der Zimmer
Weitere Räume bzw. Nutzungen, bei denen auf die Lage zu
Dem Südwesten ist das Element Erde zugeordnet,
Die folgende Beschreibung der Zimmer und ihrer Lage be-
achten ist:
das u.a für Ruhe und Unterstützung steht. Dem
zieht sich in erster Linie auf Wohnhäuser:
•
WC
Nordosten ist das Element Wasser zugeordnet, das
Schlafzimmer - im Südwesten
liegt nicht im Brahmasthan oder in den direkten
u.a. für Kreativität steht.
Dem Südwesten ist das Element Erde zugeordnet,
Ecken eines Gebäudes
•
•
Gästezimmer - im Nordwesten
Stiege
Dem Nordosten ist das Element Luft zugeordnet,
Küche - im Südosten
liegt nicht im Brahmasthan oder in den direkten
das u.a. für Bewegung und Austausch steht.
Dem Südosten ist das Element Feuer zugeordnet,
Ecken eines Gebäudes; gewendelte und mehrläu-
das für Hitze und Feuer steht.
fige Stiegen drehen sich im Uhrzeigersinn (beim
Bei anderen Gebäudenutzungen wie z.B. Firmengebäude,
Meditations-/Andachtsraum - im Nordosten
Hinaufgehen)
Hotels, Schulen, etc. erfolgt die Anordnung der Räume ent-
Kinderzimmer - nicht im Südwesten und nicht im
sprechend der unterschiedlichen Gebäudenutzungen.
das u.a. für Ruhe und Schwere steht.
•
•
Dem Nordosten ist das Element Wasser zugeord-
•
•
net, das u.a. als Quelle der Kraft steht.
•
Wohnzimmer - jede Lage ist geeignet.
Südosten
Der Südwesten ist für Kinder nicht geeignet, da sie
in einem leichteren Bereich als die Eltern schlafen
Vaastu - Ein Überblick
sollen. Der Südosten, dem das Element Feuer zugeordnet ist, ist zum Schlafen nicht geeignet.
•
Büro, Arbeitszimmer - im Südwesten oder Nordosten
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Planungsgrundlagen
Innenraum - Zimmer
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Stand 21. Februar 2007
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Lage Ofen, Kamin
Ofen, Kamin
Kamin und Ofen sollen im Südbereich zwischen Südwesten
und Südosten liegen.
Ein Notkamin kann auch im Nordwest-Bereich liegen.
Vaastu - Ein Überblick
Weder Ofen noch Kamin sollen im Brahmasthan liegen.
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Planungsgrundlagen
Innenraum - Einrichtung
Architektur ◾ Raum im Raum
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Stand 21. Februar 2007
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Schlafrichtung
Küche - Lage Herd, Spüle
Arbeitsplatz im Haus
Einrichtung
Küche - Lage Spüle, Herd
Büro, Arbeitszimmer
Das Element Feuer ist dem Südosten zugeordnet. Deshalb
Befindet sich ein Arbeitszimmer im Südwesten des Gebäu-
befindet sich der Herd am besten im Südosten der Küche.
des, dann ist die beste Blickrichtung beim Arbeiten nach
Brahmasthan Zimmer
Jedes Zimmer hat - analog zum Gebäude - in seinem Zen-
Das Element Wasser ist dem Nordosten zugeordnet.
trum ein Brahmasthan. Das Brahmasthan des Zimmers soll
Deshalb wird die Spüle am besten im Nordosten der Küche
nach Möglichkeit frei sein.
situiert.
Norden.
Befindet sich ein Arbeitszimmer im Nordosten des
Gebäudes, dann ist die beste Blickrichtung beim Arbeiten
nach Osten.
Farben
Vaastu sieht keine bestimmten Farben für bestimmte Nutzungen oder Richtungen vor. Die Farbgestaltung erfolgt
individuell nach eigenem Geschmack. Es werden Weiß und
sanfte Gelb-, Grün- und Blautöne verwendet.
Schlafrichtung
Vaastu - Ein Überblick
Das Bett steht so, dass der Kopf nicht nach Norden weist.
Die beste Schlafrichtung ist Ost/West.
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Planungsgrundlagen
Günstige Zeitpunkte
Architektur ◾ Raum im Raum
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Stand 21. Februar 2007
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Tage mit Glück verheißenden Perioden
Zeremonien
Es gibt drei wichtige Phasen während eines Hausbaus, bei
denen eine Zeremonie statt finden soll:
•
Baubeginn, Grundsteinlegung
•
Einbau des Türrahmens des Haupteinganges
•
Hauseinweihung
Jede Zeremonie soll zu einem Glück verheißenden Zeitpunkt beginnen. Ein solcher Zeitpunkt ist 8x im Jahr. Die
Zeitpunkte errechnen sich aus dem Panchanga (indischer
Kalender) und sind in unserem gregorianischen Kalender
Vaastu - Ein Überblick
jedes Jahr leicht unterschiedlich.
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