Übungsblatt 1 Aufgabe 1: Grenzen Sie die Makro

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Übungsblatt 1
Aufgabe 1:
Grenzen Sie die Makro- von der Mikroökonomie ab und beschreiben Sie jeweils Akteure und
Zielsetzungen.
Antwort:
Die Mikroökonomie beschäftigt sich mit dem Verhalten einzelner Haushalte und
Unternehmen. Hierbei ist auf Haushaltsseite die Nutzenmaximierung das Ziel und auf
Unternehmensseite die Kostenminimierung.
Die Makroökonomie hingegen beschäftigt sich mit gesamtwirtschaftlichen Größen, Größen,
die eine gesamte Volkswirtschaft betreffen bzw. das Verhältnis von Volkswirtschaften
zueinander.
Aufgabe 2:
Unterscheiden Sie die Markt- von der Planwirtschaft.
Antwort:
In einer Marktwirtschaft führt der Marktmechanismus zu einem Ausgleich von Angebot und
Nachfrage, dies geschieht durch Preisanpassungen, die solange stattfinden bis die angebotene
Menge der nachgefragten entspricht. Die Marktsteuerung in der Marktwirtschaft erfolgt
dezentral durch die einzelnen Anbieter und Nachfrager.
In der Planwirtschaft hingegen werden die angebotene Menge sowie der zu zahlende Preis
zentral von einer Planungsbehörde vorgegeben und in langfristigen Plänen festgeschrieben.
Aufgabe 3:
Wofür nutzt man Modelle in der Volkswirtschaftslehre?
Antwort:
Modelle sind eine auf die wesentlichen Aspekte reduzierte Darstellung der Realität. In der
Volkswirtschaftslehre werden Modelle eingesetzt um einen zu untersuchenden Sachverhalt
insoweit zu vereinfachen, dass er nur solche Aspekte betrachtet werden, die einen Einfluss
haben, so dass sich die Schwierigkeit und Komplexität der Analyse reduziert.
Übungsblatt 2
Aufgabe 1:
Ordnen Sie die verschiedenen makroökonomischen Theorieansätze gemäß ihres zeitlichen
Horizonts an.
Antwort:
Aktienmarktanalyse
Sehr kurzfristig
IS-LM-Modell
Kurz- bis mittelfristig
Geldmarktanalyse
Kurz- bis mittelfristig
Arbeitsmarktanalyse
Mittelfristig
Außenwirtschaftstheorie
Mittelfristig
Konjunkturtheorie
Mittelfristig
Bondsmarktanalyse
Mittel- bis langfristig
Wachstumstheorie
Sehr langfristig
Aufgabe 2:
Wie funktionieren Modelle? Müssen Annahmen realistisch sein?
Antwort:
Da Modelle eine reduzierte Abbildung der Realität sind ist es teilweise notwendig Annahmen
zu treffen, die zu einer Einschränkung auf den wesentlichen Sachverhalt führen. Hierbei
werden Annahmen getroffen, die auch realitätsfremd sein können. Die Ergebnisse einer
Untersuchung mittels des genutzten Modells sind immer unter Berücksichtigung der
getroffenen Annahmen auszuwerten.
Aufgabe 3:
Beschreiben Sie die Funktionsweise von Märkten. Was ist die "unsichtbare Hand"? Wieso
spricht man von Marktgleichgewicht?
Antwort:
Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Durch eine Anpassung der
Preise kommt es zu einem Ausgleich der angebotenen und der nachgefragten Menge, daher
spricht man auch von einem Gleichgewicht. Die Anpassung der Preise erfolgt dezentral durch
die einzelnen Akteure, um diesen Prozess allerdings vorstellbarer zu machen wird die
unsichtbare Hand als Pseudoakteur eingeführt, die durch Vorgabe von Preise im Verlauf für
einem Ausgleich von Angebot und Nachfrage sorgt.
Aufgabe 4:
Worin unterscheidet sich eine komparativ-statische von einer dynamischen Analyse? Gehen
Sie auf endogene und exogene Größen sowie auf das Marktgleichgewicht ein.
Antwort:
Bei einer komparativ-statischen Analyse werden unterschiedliche Momente miteinander
verglichen, während bei einer dynamischen Analyse der Anpassungsprozess als solcher im
Vordergrund steht.
Exogene Größen sind von außerhalb eines Modells vorgegeben und werden als Konstanten
innerhalb des Modells betrachtet während endogene Größen als Variablen innerhalb eines
Modells anzusehen sind und innerhalb des Modells bestimmt werden.
Übungsblatt 3:
Aufgabe 1:
a) Was versteht man unter Angebot und Nachfrage und wie finden diese zum Ausgleich?
b) Wie entstehen Angebots- und Nachfragekurve?
c) Diskutieren Sie Vor- und Nachteile einer linearen Darstellung des Markts.
Antwort:
a)
Unter dem Angebot versteht man die Unternehmen welche die betrachteten Güter zur
Verfügung stellen. Unter der Nachfrage versteht man die Haushalte, die die von den
Unternehmen angebotenen Güter zu Konsumzwecken nachfragen.
b)
Angebotskurve = Grenzkostenkurve der Unternehmen
Nachfragekurve ergibt sich aus allen möglichen Haushaltsoptima
c)
Vorteil: Mathematisch sehr einfach zu handhaben
Nachteil: Sehr vereinfachte Form, zum Teil realitätfremd
Aufgabe 2:
Welche Aussagen können mit Hilfe der Elastizität über das Verhalten der Konsumenten und
Produzenten getroffen werden? Welche Auswirkung kann, abhängig von der Elastizität, die
Einführung einer Steuer auf die Nachfrage von Gütern haben?
Antwort:
Die Angebots-/Nachfrage-Elastizität gibt am um wie viel Prozent sich das Angebot-/die
Nachfrage ändert wenn sich der Preis um 1% erhöht.
Durch Einführung kann sich die Nachfrage der Güter reduzieren wenn eine hohe Elastizität
vorliegt oder sie bleibt gleich wenn eine sehr niedrige Elastizität vorliegt.
Aufgabe 3:
Welche Arten von Produktionsfunktionen und Inputfaktoren gibt es und wie lassen sich diese
einteilen?
Antwort:
Leontieff-PF
komplementäre Güter
Klassische-PF
substitutive Güter
Cobb-Douglas-PF
CES-PF
Übungsblatt 4:
Aufgabe 1:
Warum führen Mindestlöhne zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit? Argumentieren Sie
anhand des Marktmodells und anhand der ökonomischen Wirkungskette. In welchen
Branchen kann ein gegensätzlicher Effekt eintreten?
Antwort:
Siehe entsprechende Folien aus dem Folienset zur Übung Perret
Ein gegensätzlicher Effekt kann in solchen Branchen auftreten, in denen das Mehreinkommen, das durch Mindestlöhne generiert wird auch wieder in diese Branchen zurück fließt.
Aufgabe 2:
Der Kaufkraftparitätenwechselkurs ist nur langfristig als passend anzusehen. Warum kann er
trotz allem auch eine Hilfe für mittelfristige Entscheidungen sein?
Antwort:
Wenn der aktuelle Wechselkurs unterhalb/oberhalb des KKP-Wechselkurses liegt ist
anzunehmen, dass er mittelfristig wieder steigen/fallen wird, da im Durchschnitt der KKPWechselkurs eingehalten wird.
Aufgabe 3:
Was bedeutet Vollbeschäftigung und warum ist dies nicht mit einer Arbeitslosigkeit von 0%
bzw. der Tatsache, dass jeder Arbeit hat gleich zu setzen? Ist Vollbeschäftigung stets positiv
und wünschenswert?
Antwort:
Vollbeschäftigung bedeutet, dass jeder der Arbeit will auch Arbeit hat, was nicht notwendigerweise bedeutet, dass jeder Arbeit hat.
Vollbeschäftigung ist nur dann wünschenswert, wenn die Wirtschaft auch sonst eine positive
Entwicklung aufweist und die Vollbeschäftigung nicht auf Kosten anderer Faktoren erreicht
wurde.
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