ARNOLD SCHÖNBERG · VARIATIONEN FÜR ORCHESTER OP. 31

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Arnold Schönberg · Variationen
für Orchester op. 31 · Moderato
Staatsk apelle Berlin · Gustav
Mahler · Sinfonie Nr. 5 cis-moll
Daniel Barenboim · Am 02.02.2007
Trauermarsch · In gemessenem
Schritt · Scherzo · Kräftig, nicht
zu schnell · Adagietto · Allegro
Rondo · So klingt nur Dortmund.
2,50 E
KONZERTHAUS DORTMUND · Freitag, 02.02.2007 · 20.00
Dauer: ca. 2 Stunden inklusive Pause
Staatskapelle Berlin
Daniel Barenboim Dirigent
Abo: Meisterkonzerte
Wir bitten um Verständnis, dass Bild- und Tonaufnahmen während der Vorstellung nicht
gestattet sind.
gefördert durch förderkreis des handwerks e.v.
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Arnold Schönberg (1874 –1951)
Variationen für Orchester op. 31
Introduktion: Mäßig, ruhig
Thema: Molto moderato
1. Variation: Moderato
2. Variation: Langsam
3. Variation: Mäßig
4. Variation: Walzertempo
5. Variation: Bewegt
6. Variation: Andante
7. Variation: Langsam
8. Variation: Sehr rasch
9. Variation: L‘istesso tempo; aber etwas langsamer
Finale: Mäßig schnell
-Pause-
Gustav Mahler (1860 –1911)
Sinfonie Nr. 5 cis-moll
Trauermarsch. In gemessenem Schritt. Streng. Wie ein Kondukt
Stürmisch bewegt. Mit größter Vehemenz
Scherzo. Kräftig, nicht zu schnell
Adagietto. Sehr langsam
Rondo – Finale. Allegro
Arnold Schönberg in seiner Wiener Wohnung mit seinem selbstgemalten Mahler-Protrait an der Wand (um 1911)
Gastspiel der Staatskapelle Berlin
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Programm
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Kühne Ideen Arnold Schönberg Variationen für Orchester op. 31
Schönberg war zum Professor ernannt worden, in Berlin. Sein Vertrag enthielt jedoch zwei
Sonderklauseln: zum einen durfte er daheim in seiner Wohnung unterrichten, zum anderen hatte
er sich genehmigen lassen, ein halbes Jahr lang fern von Berlin zu bleiben, notfalls auch länger,
sofern er den versäumten Unterricht nachzuholen bereit sei.
Unter diesen Bedingungen fand Schönberg erstmals in seinem Leben Zeit, sich ein wenig
um seine Gesundheit zu kümmern. Er hatte bis dahin einen Lebenswandel geführt, der ihn im
heutigen Krankenkassensystem zu einem Risikopatienten abstempeln würde: Nikotin, Alkohol,
dazu chronisches Asthma und ein Übermaß an Medikamentengebrauch.
So also fuhr das Ehepaar Schönberg im Juli 1926 nach Pörtschach am Wörther See, wo auch
Brahms schon einige Sommerurlaube verbracht hatte. In jene Zeit fällt die engere gedankliche
Auseinandersetzung mit einem neuen Orchesterwerk, den »Variationen für Orchester«, die später
unter der Opuszahl 31 firmieren sollten.
Zwei Jahre arbeitet er an diesem Werk. Es ist die Zeit des dritten Streichquartetts, das 1927
von der amerikanischen Mäzenatin Elizabeth Sprague-Collidge in Auftrag gegeben wurde, es ist
die Zeit der Suite op. 29 und der »Vier Stücke für gemischten Chor«, in denen Schönberg die
zwölftönige Reihentechnik erstmals auch auf den Vokalsatz überträgt. Bis dato hatte er diese
Technik lediglich in der Kammermusik erprobt, mit den »Variationen« wendet er sie erstmals
für großes Orchester an. Für den Bereich der reinen Orchestermusik sollte es das einzige Werk
dieser Art bleiben. Die Schwierigkeiten, seine kühnen Ideen auch auf das Orchester übertragen
zu können, bestanden vor allem in dem Tabu der Oktavverdopplung. Gerade im Orchesterklang
spielt aber dieses Intervall eine herausgehobene Rolle. Der Introduktion und dem Thema
folgen neun Variationen, die einen jeweils durch Rhythmus, Klang und Auswahl der Instrumente
bestimmten, eigenen Charakter haben, der trotz der großen Besetzung immer noch eine gewisse
Nähe zur Kammermusik verrät.
Vier Phrasen des ›Themas‹ sind als kontrastierende Ableitung gewonnen, sie werden zum einen
reguliert durch Umkehrungen, die quasi im Hintergrund ablaufen, zum anderen entwickelt durch
genau geplante rhythmische Modifikationen. So entsteht eine Dialektik im Sinne von Identität
– einer einzigen Ausgangsreihe – und Nicht-Identität – der Ableitung in einzelne musikalische
Gestalten. So unterscheiden sich die einzelnen Variationen in puncto Ausdruck, Klang und Form
auffallend schroff voneinander. Da ist die siebte als aufgelöstes Adagio, da ist die achte als wildes
Beben mit ihrem Höhepunkt im dreifachen Forte, und da ist die neunte, die nicht nur stufenweise
alle thematischen Gestalten vereint, sondern auch ein Motiv zitiert, das bereits in der Introduktion
auftauchte: an drei Stellen verwendet Schönberg die Tonfolge B-A-C-H – wie sie bereits von
Krebs bis Ravel und von Liszt bis Reger immer wieder Eingang in die Musikgeschichte fand.
Arnold Schönberg, komponierend in Los Angeles (ca. 1935)
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Werke
Es ist eine Huldigung an den musikalischen Erzvater Bach, aus dessen Werk Schönberg
nach eigener Aussage das kontrapunktische Denken gelernt hat. Der große Musikgelehrte Carl
Dahlhaus hielt dazu fest: »Kontrapunkt und Harmonik, die Logik der Stimmführung und die der
Akkordverbindung, greifen bei Bach so eng ineinander wie nirgends sonst. Und die Tatsache, dass
die Wechselwirkung der beiden Momente das Problem war, um das Bachs musikalisches Denken
kreiste, genügte bereits, um verständlich zu machen, warum Schönberg die Erinnerung an Bach
beschwor, als er in der Dodekaphonie ein Mittel erkannte, das musikalische Material ›in der
Horizontalen und in der Vertikalen‹ zu durchdringen.«
Die Uraufführung am 2. Dezember 1928 mit den Berliner Philharmonikern unter Wilhelm
Furtwängler wurde oft als Skandal bezeichnet. Die Reaktionen waren gespalten. Alban Berg
kommentierte das Geschehen für das »Neue Wiener Journal« mit den Worten: »Was ist wirklich
geschehen? Schönbergs Werk ist ungestört zu Ende gespielt worden, und nachher hat ein Teil
des Publikums gepfiffen, der andere hat applaudiert. Ist das schon etwas Furchtbares? Kann man
den Leuten verbieten, Mißfallenskundgebungen zu veranstalten, wenn sie sich dazu durch ihr
Urteil bewogen fühlen? Ich bin nicht dieser Ansicht.« Schönberg selbst sah das jedoch anders und
notierte handschriftlich am Rand dieses Artikels: »Ich bin nicht dieser Ansicht. Ich finde Applaus
und Zischen gleichermaßen beleidigend und entwürdigend.«
»Ein verfluchtes Werk« Gustav Mahler Sinfonie Nr. 5 cis-moll
»Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand capiert sie.« Freude über eigene Werke liest sich
anders. Gustav Mahler hielt diese Zeilen zerknirscht nach einer im März 1905 in Hamburg dirigierten
Aufführung fest. Seinen Zeitgenossen erschien dieses Werk zu kühn, zu radikal – vielleicht
auch zu wenig erklärt. Denn den so genannten »Wunderhorn«-Sinfonien Nr. 2 bis 4 waren nicht
nur programmatische Erläuterungen zugefügt worden, auch die größere Bildhaftigkeit und eine
plastischere Tonsprache hatten offenbar einen leichteren Zugang ermöglicht.
Mahlers Fünfte wird nach ihrer Tonart als »Sinfonie Nr. 5 in cis-moll« angeführt. Mahler, der
genauestens über die Publikation seiner Werke wachte, war allerdings mit dieser Angabe nicht
ganz einverstanden. Bei den Verhandlungen über die Drucklegung des Werkes durch den C.F.
Peters-Verlag brachte er Einwände zur Geltung, aus denen ein wenig die Struktur der Sinfonie
hervorgeht: »Es ist nach Disposition der Sätze (von denen der gewöhnliche 1. Satz erst an 2. Stelle
kommt) schwer möglich, von einer Tonart der ›ganzen Symphonie‹ zu sprechen, und bleibt, um
Missverständnissen vorzubeugen, lieber eine solche unbezeichnet.
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DANIEL BARENBOIM STAATSKAPELLE BERLIN
Mahler´s
Achttausender
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Der Hauptsatz (Nro. 2) ist in a-moll – Das Andante (Nro 1) ist in cis-moll. Man nennt eine
Symphonie nach dem Hauptsatz – aber nur wenn er an erster Stelle steht, was bisher immer der
Fall war – mit einziger Ausnahme dieses Werkes.«
Nicht nur die Stellung der Sätze wirft ein neues Licht auf Mahlers bisheriges Werk, insgesamt
betreten wir innerhalb des Kosmos seiner neun Sinfonien einen neuen Bezirk. Die ersten vier
Sinfonien hat Mahler selbst immer wieder als Tetralogie bezeichnet. Die Sinfonien Nr. 5 bis 7
gelten als die mittleren Instrumentalsinfonien, abgesondert von der eigenständigen Achten und
den zum Spätwerk zugeordneten Sinfonien Nr. 9 und 10. Wie sehr sich Mahler selbst mit seiner
Fünften auf einem neuen Weg sah, erklärt sich aus der Tatsache, dass er ihre Instrumentierung
noch kurz vor seinem Tod revidierte. »In einem Brief an den Dirigenten Georg Göhler weiß er
auch, warum er sich, für ihn unfassbar, als 40-jähriger Komponist auf dem Höhepunkt seiner
Schaffenskraft so anfängerhaft hatte irren können: Die in den ersten vier Sinfonien erworbene
Routine ließ ihn im Stich – ein neuer Stil bedurfte einer neuen Technik« (Jens Malte Fischer).
An Göhler heißt es: »Die 5. habe ich fertig – sie musste faktisch völlig um-instrumentiert werden.
Es ist unfassbar, wie ich damals wieder so völlig anfängerhaft irren konnte.«
Bereits im ersten Satz mit seinem einleitenden Trauermarsch wird die neue Welt, in die Mahler
nun eintritt, deutlich: Wurde der Tod in der Vierten noch romantisch verklärt, erscheint er nun als
ernstes, ja beängstigendes Ereignis. Insofern trägt diese Sinfonie auch autobiografische Züge,
denn im Februar 1901 wäre Mahler fast an den Folgen eines heftigen Blutsturzes gestorben.
Wenige Monate nach seiner Erkrankung begann er mit den Arbeiten an dieser Sinfonie. Das
klagende zweite Thema der Violinen enthält Anklänge an das erste der »Kindertotenlieder« und an
das »Wunderhorn«-Lied vom ›Tamboursg‘sell‹. Losgelöst vom romantischen Kontext der Arnim/
Brentanoschen Vorlage wird daraus eine Meditation über die Allgegenwart des Todes.
Allerdings sollte man im Umgang mit den autobiografischen Bezügen auch Vorsicht walten
lassen. Denn in die Entstehungszeit fällt ebenso die Bekanntschaft mit Alma Schindler. Im November
1901 lernten sie sich kennen, am 9. März des darauf folgenden Jahres wurde geheiratet. Die
Fünfte als Ausdruck von Liebesgefühlen? Wohl kaum. Es ist vielmehr erstaunlich, wie sehr sich
Mahler während der Komposition seiner Werke abkapselte und sich in eine eigene Welt verkroch.
Allmorgendlich verschwand Mahler in sein abseits vom Haus in Maiernigg gelegenes Komponierhäuschen und fuhr fort, anhand seiner Skizzen die noch fehlenden Sätze – zwei waren vor der
Eheschließung bereits fertig gestellt worden – zu vollenden. Nicht, dass Mahler die Wirklichkeit
um ihn herum nicht zur Kenntnis genommen hätte, im Gegenteil: Er war ein akribischer Zeitungsleser, doch schaut man sich seine Briefe oder seine Werke an, dann ist von aktuellen Bezügen
so gut wie nichts zu merken. Und so tangieren auch die durch seine Heirat hervorgerufenen
NEU
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Daniel Barenboim signiert seine CDs
im Anschluss an das Konzert im Foyer
Werke
Veränderungen seine Welt des Denkens und der Töne nicht wirklich. Mahler selbst hat beispielsweise seiner Freundin Natalie Bauer-Lechner gegenüber erklärt, dass das Scherzo nichts
Romantisches oder gar Mystisches enthalte. Es sei lediglich der Ausdruck unerhörter Kraft. Im
vollen Selbstgefühl – bei Mahler ein wahrlich seltener Moment – gesteht er: »Es ist das vollendete
Mannesalter; wenn die Begeisterung auch nicht den Höhepunkt von einst erreicht, ist an ihre Stelle
die volle Kraft, das ganze Können getreten. Ich fühle, daß ich alles vermag und daß mir meine
Mittel auf lange hinaus gehören und gehorchen.« So gesehen ist die Fünfte tatsächlich etwas
wie das Opus summum dessen, was Mahler zu jener Zeit zu leisten imstande war. In ihr finden
sich »erschütternde Größe, burleske Leichtigkeit, tief empfundene Ruhe und furioser Taumel«
(Michael Kube) kunstvoll miteinander verwoben, aber ohne Programm, in starken Kontrasten
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12:34
Uhr Seite 1
voneinander
abgesetzt, doch stets01.09.2005
in diskretem Bezug
zueinander.
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Werke
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Biografien
Staatskapelle Berlin
Die Staatskapelle Berlin gehört mit ihrer seit 1570 bestehenden Tradition zu den ältesten
Orchestern der Welt. Von 1742 bis heute im Opernhaus Unter den Linden beheimatet, prägten
die bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten ihre instrumentale und interpretatorische Kultur:
Mit Felix Mendelssohn-Bartholdy, Giacomo Meyerbeer, Richard Strauss, Erich Kleiber, Wilhelm
Furtwängler, Herbert von Karajan und Otmar Suitner sind nur einige wenige aufgezählt.
Die Werke Richard Wagners, der die »königlich preußische Hofkapelle« 1844 bei der Berliner
Erstaufführung des »Fliegenden Holländers« und 1876 bei der Vorbereitung der ersten Berliner
»Tristan«-Premiere selbst leitete, bilden seit dieser Zeit eine der Säulen des Repertoires von
Staatsoper und Staatskapelle.
Seit 1992 steht Daniel Barenboim als Generalmusikdirektor an der Spitze des Klangkörpers.
Bei zahlreichen internationalen Gastspielen, für die beispielhaft der Zyklus sämtlicher Sinfonien
und Klavierkonzerte Beethovens unter anderem in Wien, Tokio, Paris, London und New York, die
Zyklen der Sinfonien von Schumann und Brahms und die dreimalige Aufführung von Wagners
»Ring« in Japan 2002 genannt seien, hat sich die internationale Spitzenstellung des Ensembles
erneut bewiesen. Die Staatskapelle Berlin wurde 2000 zum »Orchester des Jahres« gewählt.
2003 folgte die Auszeichnung mit dem »Furtwängler-Preis«. Im Jahr 2004 und 2005 wurde sie
wiederholt zum »Orchester des Jahres« gewählt.
Eine ständig wachsende Zahl von Schallplatten- und CD-Aufnahmen dokumentiert die Arbeit
des Orchesters, dabei wurde etwa die Einspielung sämtlicher Beethoven-Sinfonien 2002 mit
dem »Grand Prix du Disque« ausgezeichnet, Wagners »Tannhäuser« 2003 mit dem »Grammy«.
Daniel Barenboim
Daniel Barenboim wurde 1942 in Buenos Aires geboren. Ersten Klavierunterricht erhielt er
5-jährig von seiner Mutter, später von seinem Vater, der sein einziger Klavierlehrer blieb. 1952
zog er mit seinen Eltern nach Israel. Mit elf Jahren nahm Daniel Barenboim in Salzburg an
Dirigierklassen von Igor Markevich teil und spielte Wilhelm Furtwängler vor. 1955–56 studierte
er Harmonielehre und Komposition bei Nadia Boulanger in Paris. 10-jährig gab Barenboim sein
internationales Pianistendebüt in Wien und Rom, später in Paris (1955), London (1956) und in
New York (1957). Seitdem unternahm er regelmäßig Tourneen in Europa, den USA, in Südamerika,
Australien und Fernost.
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Seit seinem Dirigierdebüt 1967 in London mit dem Philharmonia Orchestra dirigiert Barenboim
alle führenden Orchester der Welt.
Von 1975 bis 1989 war er Chefdirigent des Orchestre de Paris. 1973 debütierte Barenboim
als Operndirigent beim »Edinburgh Festival«.
1981 dirigierte er zum ersten Mal in Bayreuth und war dort bis 1999 jeden Sommer tätig.
Barenboim war Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra (1991–2006), dessen Ehrendirigent
auf Lebenszeit er auch ist. Seit 1992 ist er Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den
Linden in Berlin, von 1992 bis 2002 außerdem deren Künstlerischer Leiter.
2000 wählte ihn die Staatskapelle Berlin zum Chefdirigenten auf Lebenszeit. Weltweite
Beachtung fand die zyklische Aufführung aller Opern Richard Wagners an der Staatsoper sowie
die Darbietung aller Sinfonien Beethovens und Schumanns.
Für 2007 ist ein Zyklus der Sinfonien Mahlers geplant. Neben dem großen klassisch-romantischen
Repertoire widmen sich Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin der Zeitgenössischen
Musik, u.a. der Uraufführung von Elliott Carters einziger Oper »What next?« an der Lindenoper
und Werken von Boulez, Rihm, Mundry, Carter und Höller.
2003 wurde Daniel Barenboim mit der Staatskapelle und dem Staatsopernchor für die Einspielung von Wagners Oper »Tannhäuser« ein »Grammy« verliehen.
1999 gründete Barenboim mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said
den West-Eastern Divan Workshop, der junge Musiker aus Israel und den arabischen Ländern
jeden Sommer zum gemeinsamen Musizieren zusammenführt.
2005 gab das West-Eastern Divan Orchestra in der palästinensischen Stadt Ramallah ein
Konzert von historischer Bedeutung. Musiker der Staatskapelle sind aktive Partner in der Gründung
eines musikalischen Kindergartens, den Daniel Barenboim im September 2005 in Berlin etablierte.
Barenboims Engagement für Völkerverständigung wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. im Jahr
2002 mit dem spanischen »Príncipe de Asturias«-Preis und dem bundesdeutschen »Großen
Verdienstkreuz mit Stern«.
2004 erhielt er den Preis der israelischen »Wolf Foundation« für die Künste in der Knesset
in Jerusalem. 2006 wurde Barenboim mit dem »Kulturgroschen« geehrt, der höchsten Auszeichnung des Deutschen Kulturrats, ebenso wie mit dem internationalen »Ernst von Siemens
Musikpreis«.
Mit Beginn der Spielzeit 2007/08 geht Daniel Barenboim eine enge Zusammenarbeit mit
dem Teatro alla Scala in Mailand im Bereich Oper und Konzert ein. Barenboim veröffentlichte
seine Biografie »Musik – Mein Leben« und, gemeinsam mit Edward Said, »Parallelen und
Paradoxien«.
Biografien
Staatskapelle Berlin
Kontrabass
Manfred Pernutz · Christoph Anacker · Mathias Winkler · Joachim Klier
Axel Scherka · Robert Seltrecht · Alf Moser · Harald Winkler · Martin
Ulrich · Christoph Krüger
Generalmusikdirektor
Daniel Barenboim
Intendant
Peter Mussbach
Harfe
Alexandra Clemenz · Stephen Fitzpatrick
Geschäftsführender Direktor
Georg Vierthaler
Flöte
Thomas Beyer · Claudia Stein-Cornaz · Christiane Hupka · Christiane Weise
Konzertdirektion
Antje Werkmeister Persönliche Referentin des GMD
Oboe
Volkmar Besser · Gregor Witt · Fabian Schäfer · Tatjana Winkler · Peter
Ulrich · Gerd-Albrecht Kleinfeld
Assistent der Konzertdirektion
Tabaré Perlas
Klarinette
Orchestermanager
Thomas Küchler
Matthias Glander · Heiner Schindler · Tillmann Straube · Unolf Wäntig
Hartmut Schuldt · Sylvia Schmückle-Wagner
I. Violine
Wolf-Dieter Batzdorf · Thorsten Rosenbusch · Lothar Strauß · Axel Wilczok
Ulrike Eschenburg · Christian Trompler · Susanne Schergaut · Lothar
Weltzien · Susanne Dabels · Michael Engel · Henny-Maria Rathmann
Titus Gottwald · André Witzmann · Eva Römisch · David Delgado · Andreas
Jentzsch · Petra Schwieger · Tobias Sturm · Lothar Friedrich · Serge
Verheylewegen
Fagott
Holger Straube · Mathias Baier · Ingo Reuter · Robert Dräger · Sabine
Müller · Frank Heintze
Horn
Ignacio García · Hans-Jürgen Krumstroh · Markus Bruggaier · Thomas
Jordans · Sebastian Posch · Axel Grüner · Christian Wagner · Frank Mende
Frank Demmler
Klaus Peters · Knut Zimmermann · Mathis Fischer · Johannes Naumann
Sascha Riedel · Wolf-Dietrich Eulitz · Detlef Krüger · Ellen Bogisch · André
Freudenberger · Beate Knappe · Franziska Uibel · Sarah Michler · Milan
Ritsch · Barbara Weigle · Laura Volkwein · Wolfgang Löwe
Trompete
Rainer Auerbach · Christian Batzdorf · Peter Schubert · Dietrich Schmuhl
Felix Wilde · Boris Kertsman · Bassam Mussad
Posaune
Jürgen Heinel · Joachim Elser · Curt Lommatzsch · Peter Schmidt · Ralf
Zank · Martin Reinhardt · Csaba Wagner
Tuba
Torsten Schönfeld · Ernst-Wilhelm Hilgers
Pauken
Thomas Keller · Gerald Kulinna
Schlagzeug
Andreas Haase · Matthias Petsch · Matthias Marckardt · Dominic Oelze
Orchesterwarte
Michael Frohloff · Dietmar Höft · Ekkehart Axmann · Uwe Krotil
II. Violine
Viola
Violoncello
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Felix Schwartz · Yulia Deyneka · Holger Espig · Boris Bardenhagen · Matthias
Wilke · Katrin Schneider · Bernd Mögelin · Franz Pleyl · Clemens Richter
Friedemann Mittenentzwei · Wolfgang Hinzpeter · Volker Sprenger
Andreas Greger · Sennu Laine · Claudius Popp · Michael Nellessen · Nikolaus
Hanjohr-Popa · Isa von Wedemeyer · Elena Cheah · Timothy Park · Horst
Schönfeld · Egbert Schimmelpfennig · Ute Weltzien Marumo Sasaki · Tonio
Henkel · Dorothee Gurski
Biografien
festtage
2007
01 12 APRIL
Grosse Orchester zu Gast in Dortmund
Deutsch-italienische Liaison
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Leitung des Stardirigenten Riccardo
Muti bringt Werke von Schubert, Strauss und Hindemith zur Aufführung.
Sa 10.02.07 · 20.00
Daniel Barenboim
Pierre Boulez
Spätromantische Klänge
Das Rotterdam Philharmonic Orchestra ist erneut in Dortmund zu Gast, dieses Mal mit seinem
charismatischen Chefdirigenten Valery Gergiev. Werke von Richard Wagner und Gustav Mahler
stehen auf dem Programm.
So 04.03.07 · 16.00
Staatskapelle Berlin
GUSTAV MAHLER
Sämtliche Sinfonien
Zyklus mit Orchesterliedern
Zehn Konzerte in der Philharmonie
TICKETS 030 - 20 35 45 55
www.staatsoper-berlin.de
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Texte Dr. Christoph Vratz
Tourneeleitung Konzert-Direktion Hans Adler
Fotonachweise
Titel © Warner
S. 4 © Monika Ritterhaus
S. 8 © Monika Ritterhaus
S. 18 © Chris Lee
S. 22 © Chris Lee
Herausgeber KONZERTHAUS DORTMUND
Geschäftsführer und Intendant Benedikt Stampa
Redaktion Claudia Beißwanger · Franziska Graalmann
Konzeption Kristina Erdmann
Anzeigen Milena Ivkovic · T 0231-22696-161
Druck Gustav Kleff GmbH & Co. KG · Dortmund
Wir danken den beteiligten Künstleragenturen und Fotografen für die freundliche Unterstützung.
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Impressum
Konzerthaus dortmund
philharmonie für westfalen
brückstrasse 21 I 44135 Dortmund
t 0231- 22 696 200 I f 0231- 22 696 222
[email protected]
www.konzerthaus-dortmund.de
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