Der Österreichische Walddialog

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Der Österreichische Walddialog
Konsensfindung auf nationaler Ebene
Dr. Georg Rappold
Forstsektion, Abteilung Waldpolitik und Waldinformation
INHALT - Überblick
1. Der Österreichische Walddialog
ƒ Beweggründe
ƒ Ziele
2. Struktur des Österreichischen Walddialogs
ƒ Prinzipien
ƒ Organisation
ƒ Mitwirkung
3. Ablauf und Ergebnisse des Walddialogs
4. Erfahrungen und Erkenntnisse
ƒ Schnittstelle zu politischen EntscheidungsträgerInnen
ƒ Neue Ordnung der Politikgestaltung (Good Governance)
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Der österreichische Wald wächst !
Warum darüber reden?
¾ 47 % Waldfläche, nur 2/3 des jährlichen Zuwachses wird genutzt!
¾ Starker rechtlicher Rahmen ist vorhanden
¾ Forstgesetz 1975 (i.d.g.F 2002)
Ständig wachsende und sich ändernde Herausforderungen
ƒ Großer gesellschaftlicher Wert des Waldes
ƒ Eigentümerstruktur – 81% Privatwald, 19% öffentlicher Wald
ƒ Multifunktionalität – Vielzahl verschiedener Nutzungsansprüche –
Interessenkonflikte
ƒ Ausgleich der öffentlichen und privaten Interessen am Wald
ƒ Schutz der biologischen Vielfalt, Klimaschutzpolitik (Holzbiomasse, CO2
Senke), Schutz v. Naturgefahren
ƒ Sektorübergreifende Koordination
ƒ Ursachen von Problem liegen oft außerhalb des Waldsektors
ƒ Föderalismus
ƒ verschiedene Ländergesetze haben einen Waldbezug
ƒ Globalisierung
ƒ laufend neue internationale Vereinbarungen mit Auswirkungen auf den
Wald (Rio-Konventionen, UNFF, MCPFE, EU etc)
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Ziele
des Österreichischen Walddialogs
ƒ Strategien zur Sicherung der ökonomischen, ökologischen
und sozialen Funktionen des Waldes erarbeiten
ƒ Förderung und Optimierung der nachhaltigen
Waldbewirtschaftung
ƒ Darstellung der Bedeutung von Wald und Forstwirtschaft für
die Gesellschaft und die nachhaltige Entwicklung
ƒ Bedürfnisse der Interessengruppen aufzeigen
ƒ Win-Win-Situationen schaffen – breit getragene Lösungen
erarbeiten
ƒ Koordinierung mit anderen Sektoren
ƒ Synergien erzeugen und nützen
ƒ Umsetzung internationaler Vereinbarungen
ƒ Forstpolitische Leitaussagen zu wichtigen Handlungsfeldern
ƒ Darstellung von Handlungsbedarf
ƒ Vereinbarung von überprüfbaren Zielen und
ƒ konkreten umsetzungsorientierte Maßnahmen
Ö Österreichisches Waldprogramm
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Struktur des ÖWAD-Prozesses
(ab 2006)
Lebensministerium
Entscheidungsgremium
Waldforum
Runder
Tisch
Zentrales
Koordinationsgruppe
43 Organisationen
Inhaltliche und redaktionelle Arbeiten
81 Organisationen
Workshops Workshops Workshops
Prozessverantwortung, Prozessmanagement
Schnittstellenfunktion
Breite Bürgerbeteiligung
Veranstaltungen, Internet, ÖWAD-Newsletter, Medien, etc.
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Phasen und Ergebnisse
des Österreichischen Walddialogs
Ist-Zustand
Evaluierungsbericht (2009)
Evaluierung
Ziele
(Leitbild)
1.Umsetzungsbericht (2008)
Maßnahmen
Umsetzung
1. Österreichisches Waldprogramm
Arbeitsprogramm (lebendes Dokument)
April 03
Jan. 04
Nov. 04
Dez. 05
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Erfahrungen und Erkenntnisse
Nutzen für Verwaltung und politische EntscheidungsträgerInnen
¾ Sichtbarmachung von Konflikten
¾ Identifizierung der TN mit den Ergebnissen
(Themen/Ziele/Maßnahmen)
¾ Wissensaggregierung
¾ Information über Werte, Einstellungen und Interessen
¾ Thematisierung aktueller Themen – umfassendes
Meinungsbild
¾ Pragmatische, umsetzungsorientierte Strategieprogramme
¾ Strukturierter Rahmen zur Themenbehandlung – größere
Legitimität
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Erfahrungen und Erkenntnisse
Schnittstelle zu politischen EntscheidungsträgerInnen
¾ Politische Parteien im Runden Tisch vertreten
(Parlamentklubs)
¾ Alle relevanten Ministerien im Runden Tisch vertreten
¾ Waldrelevante Sozialpartner im Runden Tisch vertreten
ƒ Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung kooperativer
Entscheidungsfindung – effektive Schnittstellenfunktion:
ƒ Gute Gesprächskultur (über politische Grenzen hinweg) als
Basis für den Dialog
ƒ Kommunikation und Vertrauen zwischen den (politischen)
Akteuren
ƒ Bejahung gemeinsamer Werte, Normen und Regeln
ƒ Aktive Information der eigenen Klientel
ƒ Politischer Wille und kontinuierliche interne und externe
politische Unterstützung
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Erfahrungen und Erkenntnisse
Neue Ordnung der Politikgestaltung (Good Governance)
ƒ Nachhaltige Politik hat Partizipation als Voraussetzung,
dass heißt: Nachhaltigkeit verlangt eine neue Ordnung
der Politikgestaltung
¾ Parlament: Politikentscheidung und Vorgabe des Politikrahmens
¾ Verwaltung: Politikaufbereitung, Politikumsetzung und Politik-
vorbereitung
¾ Beteiligungsplattformen: Politikaufbereitung, Politikvorbereitung und
Politik(vor)entscheidung
ƒ Öffentlichkeitsbeteiligung ist kein Ersatz für
bestehende politische Instrumenten und Einrichtungen
aber eine sinnvolle und wichtige Ergänzung
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Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
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