architectum Brick Award 2016

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BRICK
AWARD
2016
www.architectum.com
I N T E R N AT I O N A L E S M A G A Z I N F Ü R Z I E G E L A R C H I T E K T U R
WIENERBERGER
BRICK AWARD
2016
Uwe Strasser
02 | EDITORIAL | IMPRESSUM
CHRISTOF DOMENIG
CEO CLAY BUILDING MATERIALS EUROPE
LIEBE LESERINNEN UND LESER,
Seit Jahrtausenden steht Ziegel im Fokus des Bauens. Der Naturbaustoff war schon immer
„state of the art“ und ist dank laufender Produktentwicklungen eines der zukunftsfähigsten
Baumaterialien. Die steigende Anzahl an Einreichungen zum Wienerberger Brick Award,
zeugt von dessen Attraktivität für Architekten, denn Ziegel gilt als äußerst nachhaltig, vielfältig und energieeffizient. Zum siebten Mal in Folge bietet Wienerberger mit diesem Architekturpreis einen Einblick in die facettenreiche Welt des Ziegels. Als international führender
Hersteller keramischer Ziegelprodukte sehen wir es als unsere Aufgabe, den Baustoff kontinuierlich weiterzuentwickeln, um den Bedürfnissen zeitgenössischer Architektur zu entsprechen und mit bahnbrechenden Innovationen Impulse zu setzen.
Diese architectum Sonderausgabe nimmt Sie mit auf eine aufregende Reise um die Welt,
die Ihnen einen Einblick in die herausragende Ziegelarchitektur der Wienerberger Brick
Award 2016 Gewinner bietet. Das Magazin beschäftigt sich auch mit dem aktuellen Thema
der Urbanisierung, dem das Symposium zur Preisverleihung gewidmet wurde und zeigt mit
ein paar Eindrücken die Highlights des Brick Award 2016 Events in Wien.
Mein besonderer Dank gilt der Jury des Brick Awards, die nach eingehender Begutachtung einer Vielzahl an Projekten, mit viel Enthusiasmus und anregenden Diskussionen eine
spannende Auswahl getroffen hat, sowie den Sprechern und Gästen des Architektursymposiums, die den Wienerberger Brick Award wieder zu einem großartigen Erlebnis gemacht
haben.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und freue mich schon jetzt auf inspirierende
Einreichungen zum Wienerberger Brick Award 2018.
Herzlichst Ihr
Christof Domenig
IMPRESSUM
HERAUSGEBER Wienerberger AG, 1100 Wien VERLAG Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien
CHEFREDAKTION Beatrix Schiesser (Wienerberger AG) MITARBEIT Andrea Blama (Wienerberger AG), Bianca Murphy (DE)
GRAFIK UND DESIGN Sibylle Exel-Rauth & Simon Jappel (Österreichischer Wirtschaftsverlag) DRUCK Stiepan & Partner Druck
GmbH, Hirtenbergerstraße 31, 2544 Leobersdorf PRODUKTION Ueberreuter Print & Packaging GmbH, 2100 Korneuburg,
Industriestraße 1
WIENERBERGER AG
CLAY BUILDING MATERIALS EUROPE
A-1100 Wien, Wienerberg City
Wienerbergstraße 11
T +43 (1) 601 92-10551
[email protected]
www.clay-wienerberger.com
twitter.com/architectum
youtube.com/wienerbergerofficial
Christian Dusek
EINLEITUNG | 03
DER AWARD
Der Wienerberger Brick Award bietet eine einzigartige Plattform für die Würdigung herausragender Ziegelarchitektur von internationaler Qualität. Es liegt inzwischen mehr als zehn
Jahre zurück, dass der erste Award im Jahr 2004 ausgerichtet wurde. Seither fand der
Wettbewerb alle zwei Jahre statt und hat in der internationalen Architekturszene wachsende Beachtung gefunden.
Der Award umfasst unterschiedliche Kategorien, die abhängig von Trends und aktuellen
Themen variieren können. Der Wienerberger Brick Award 2016 wurde in den folgenden Kategorien vergeben: Residential Use, Public Use, Re-Use, Urban Infill und Special S
­ olution.
In diesem Jahr wurde auch das Einreichungsverfahren geändert: erstmals konnten nicht
nur Architekturkritiker und Journalisten, sondern auch Architekten selbst ihre Projekte vorschlagen. Um diese einzureichen, kam ein neues benutzerfreundliches Online-Tool zum
Einsatz. Dies führte zu einer Rekordzahl von mehr als 600 Beiträgen aus 55 Ländern weltweit. Die Ideen, Verwendungszweck und das Design der eingereichten Projekte waren
ebenso vielfältig wie ihre Herkunft. Damit spiegeln sie die individuellen Hintergründe der
Architekten und die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse wider und veranschaulichen die
enorme Vielseitigkeit des Baustoffs Ziegel.
Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Verwendung von Hintermauerziegeln, Sichtziegeln und Pflasterklinkern bis hin zum kreativen Einsatz von Dachziegeln und keramischen
Fassadenplatten. Die Nutzung von Wienerberger Produkten ist kein entscheidendes Kriterium für eine Teilnahme. Aufgrund der großen Vielfalt der Projekte war es für die unabhängige Vor-Jury kein Leichtes, die Zahl der Einreichungen auf 50 Nominierungen einzugrenzen.
Aus dieser engeren Wahl kürte eine Jury aus international anerkannten Architekten die
Gewinner des Hauptpreises und der einzelnen Kategorien.
Zu den Bewertungskriterien gehört die herausragende Verwendung des Baustoffs Ziegel
in Bezug auf Ästhetik, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Weitere wichtige Beurteilungskriterien waren neben der ästhetischen und allgemeinen architektonischen
Qualität auch die Nachhaltigkeit und Flexibilität des Gebäudes. Besonderes Augenmerk
wurde auf den Einfluss des Bauwerks auf sein Umfeld sowie den innovativen Charakter
und neue Ansätze gerichtet. Kontroverse Punkte, wie Ästhetik gegenüber Innovation und
neue Gebäudekonzepte führten zu zahlreichen lebhaften Diskussionen und der Entscheidung, zwei Hauptgewinner zu wählen und zusätzlich einen Sonderpreis zu vergeben. Obwohl der Entscheidungsprozess langwierig war und zu einer Revision der Entscheidung
und einer erneuten Auswahl führte, war es dennoch eine lohnenswerte Herausforderung
für alle Beteiligten, wie das auf den folgenden Seiten gezeigte Resultat veranschaulicht.
Das begleitende Architekturbuch „BRICK 16“ stellt alle Gewinner und Nominierten im Detail
vor. Ein Film über die Siegerprojekte einschließlich der Erklärungen von Architekten und
Juroren steht allen Interessierten auf brickaward.com zur Verfügung. Die Gewinner wurden
während der Preisverleihung am 19. Mai 2016 in Wien verkündet.
Adria Goula
04 | GEWINNER: GRAND PRIZE & URBAN INFILL
Urban
Infill
GEWINNER: GRAND PRIZE & URBAN INFILL
HOUSE 1014, SPANIEN
INFO
ARCHITEKT
Harquitectes, Spanien
STANDORT
Granollers, Barcelona, Spanien
BAUZEIT
10.2011 – 03.2014
VERWENDUNGSZWECK
Wohnhaus und Gästehaus
NUTZFLÄCHE
673 m²
ZIEGELART
Hintermauerziegel, Sichtziegel,
­Pflasterklinker
brickaward.com/winners
H
ouse 1014 im historischen Stadtkern von Granollers ist ein herausragendes Beispiel für die
Nutzung einer „übriggebliebenen“ Fläche, wie
sie in Städten häufig zu finden ist. Das lange von
Brandschutzmauern umgebene Grundstück, ist von
zwei Straßen zugängig und weist mit einer Breite von
nur 6,5 Metern extreme Baubedingungen auf. Ausgehend vom Wunsch des Bauherren nach einer Unterteilung des Hauses in zwei unabhängige Bereiche,
entwarf der Architekt eine Abfolge sich abwechselnder Innen- und Außenräume, die ein privates Heim,
ein Gästehaus, Terrassen und Atrien umfassen. Diese Anordnung erzeugt eine gewisse Unklarheit darüber, was Innenraum und was Außenraum ist. Die
Ost-West-Ausrichtung des Grundstücks und die
umschließenden Mauern vermitteln das Gefühl, sich
in einem Bassin zu befinden und erschweren optimale Lichtzufuhr. Diese nachteiligen Bedingungen
und der Wunsch nach mehr Privatsphäre, selbst im
Erdgeschoss, führten zu der Entscheidung, das Gebäude zurückzusetzen und Vorhöfe an beiden Straßenfronten anzulegen. Diese Patios bringen nicht
nur Tageslicht in die Räume, sie unterstützen auch
die natürliche Belüftung des Gebäudes und schaffen
Übergangsbereiche. „Während des Designprozesses versuchen wir uns die Möglichkeiten des Raums
vorzustellen. Wir betrachten Gebäude nicht nur als
Objekte, sondern auch im Hinblick auf Atmosphäre. Die Ziegelstruktur bietet ein echtes Empfinden:
Was wir sehen ist wahr, ist echt!“, erläutern die Architekten. Besonderes Augenmerk wurde auf den
Bau des zweischaligen Mauerwerks gerichtet. Die
unterschiedlichen Formate der Ziegel verbinden sich
zu Bändern aus strukturierten Ornamenten, die ein
Gesamtkunstwerk bilden.
Eduard Hueber
GEWINNER: GRAND PRIZE & SPECIAL SOLUTION | 05
Special
Solution
GEWINNER: GRAND PRIZE & SPECIAL SOLUTION
2226, ÖSTERREICH
W
ährend Gebäude immer weniger Energie verbrauchen, wird ein stetig steigender Betrag
für Wartungs- und Serviceleistungen ausgegeben, die erforderlich sind, um diese Reduktion
zu erhalten. Dieser inspirierende Ziegelbau verpflichtet sich dem Credo: Mach die Dinge so einfach wie
nur möglich! Neben der beeindruckenden monolithischen Struktur und der räumlichen Eleganz liegt das
Hauptmerkmal des Projekts 2226 in seiner Gebäudetechnologie. Das gesamte sechsstöckige Gebäude
kommt ohne Luftaufbereitung aus – ohne Belüftung,
ohne Klimatechnik, ohne Heizung. Der Name weist
bereits auf die vorherrschende Raumtemperatur hin,
die sich ganzjährig im Wohlfühlbereich zwischen 22
und 26 Grad Celsius bewegt. All dies wird durch die
massive Außenwand aus zweischaligen Hochlochziegel ermöglicht, mit einer Wandstärke von insgesamt
76 cm. Diese wertvolle thermische Masse trägt dazu
bei, die gewonnene Energie im Gebäude zu halten.
„Der Hauptgedanke hinter diesem Gebäude liegt darin, dass die von Natur aus im Gebäude befindlichen
Energiequellen ausreichen, die Temperatur zu halten“, erklärt Architekt Dietmar Eberle. “Ich habe mich
für Ziegel entschieden, weil es ein sehr massives Material ist. Es trägt dazu bei, eine bessere Luftfeuchtigkeit im Gebäude zu erzeugen und reagiert nicht sofort
auf Temperaturveränderungen.” Statt klassische Heizungsanlagen zu nutzen, arbeitet das Gebäude mit
der Abwärme von Menschen, Computern und Lampen. Sensoren messen die Luftqualität innerhalb des
Gebäudes, und die tiefen Fensterlaibungen reduzieren den Wärmeintrag in den Sommermonaten. Mehr
als 100 Besucher pro Monat beweisen das enorme
Interesse an diesem revolutionären Konzept.
INFO
ARCHITEKT
baumschlager eberle, Österreich
STANDORT
Lustenau, Österreich
BAUZEIT
02.2012 – 04.2013
VERWENDUNGSZWECK
Bürogebäude
NUTZFLÄCHE
2.421 m²
ZIEGELART
Hintermauerziegel
brickaward.com/winners
Dennis de Smet
06 | GEWINNER: PUBLIC USE
GEWINNER: PUBLIC USE
AUDITORIUM AZ GROENINGE, BELGIEN
Public
Use
INFO
ARCHITEKT
Dehullu Architecten, Belgien
STANDORT
Kortrijk, Belgien
BAUZEIT
05.2012 – 01.2014
VERWENDUNGSZWECK
Auditorium, Versammlungszentrum
NUTZFLÄCHE
1.200 m²
ZIEGELART
Fassadenziegel
brickaward.com/winners
D
as Gesundheitszentrum AZ Groeninge ist eines
der größten in Belgien und dient als Lehrkrankenhaus, was auch die Notwendigkeit eines
Auditoriums erklärt. Während das riesige Hauptgebäude des Krankenhauses durch ein strenges Raster geprägt ist, wurde für das neue Auditorium ein
vollkommen anderer Baukörper entwickelt. Seine
symmetrische, kniende Gestalt scheint im abschüssigen Gelände zu versinken, wobei es an einer Seite
über den Rand ragt, als wolle es sich der Schwerkraft
widersetzen. Raue Ziegel umhüllen die gebogene
Fassade des Hörsaalgebäudes wie ein grober Teppich, ihr Rhythmus erzeugt ein strukturiertes Gefüge,
das alle Details überstrahlt. Leuchten, Fenster und
selbst die Laibungen der Fluchttüren wurden exakt
in den Verband des Mauerwerks hineingeschnitten.
„Die Ziegel wurden vertikal verlegt, um die bandartige Rundung des Gebäudes zu betonen”, erläutert
Bert Dehullu. Aus der Ferne betrachtet erscheint die
Außenfront wie ein Pixelbild, das sich beim Näherkommen in einzelne Ziegelformate auflöst. Um den
gebogenen Fluss der Außenhaut geschmeidig in den
Innenraum zu führen, wurde die Ziegelverblendung in
der gleichen hellgrauen Farbe im Inneren fortgesetzt.
Dort werden die eintretenden Personen von Foyers
begrüßt, die durch eine geschwungene Treppe miteinander verbunden werden. Die Oberflächen lassen
eine reine Architektur zu; sie kommen ohne zusätzliche Farbgebung aus, der natürliche Materialeindruck
bestimmt die Atmosphäre.
Maira Acayaba
GEWINNER: RE-USE | 07
Re-Use
GEWINNER: RE-USE
MARILIA PROJEKT, BRASILIEN
A
ttraktive Immobilien sind in São Paulo sehr gefragt. Historische Gebäude werden daher in
unerbittlichem Tempo abgerissen, um für neue,
lukrative Hochhäuser Platz zu schaffen. Mittlerweile
ist das im Jahr 1915 erbaute Haus in der Rua Marília
eines der letzten historischen Ziegelgebäude. Dieses
Haus mit zurückhaltenden Proportionen und reichen
Verzierungen wurde bereits mehreren Renovierungen unterzogen. Statt sich für die wirtschaftlich interessante Alternative zu entscheiden, das ehemalige
Wohnhaus abzureißen, kamen die Architekten und
der Eigentümer überein, das Gebäude zu erhalten.
„Mit Marília bot sich die Gelegenheit, ein Projekt zu
schaffen, welches die Geschichte, das Baumaterial, die Umwelt und die Umgebung respektiert. Um
die hohe Flexibilität des Gebäudes sicherzustellen,
­ aben wir die gesamte Infrastruktur auf der Außenh
seite angelegt“, erklärt der Architekt. Auf den ersten
Blick weist nichts auf eine Revitalisierung hin; erst bei
genauerer Betrachtung offenbart das Gebäude durch
Stahlkonstruktionen und neuer Flächenaufteilung,
dass ihm neues Leben eingehaucht wurde. Während
die Außenmauern unverändert geblieben sind, wurde
das Innere des Gebäudes komplett entkernt, um es
an die neue Nutzung anzupassen. Diese ungewöhnliche Revitalisierung, die beinahe einer Kunstinstallation gleicht, ist ein geschickter und effizienter Weg, das
Bestandsgebäude zu erweitern und an die Vorgaben
geltender Bauvorschriften anzupassen. Das Projekt
ist ein gelungenes Beispiel für den selbstbewussten
Umgang mit historischen Gebäuden und leistet einen
Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes.
INFO
ARCHITEKT
SuperLimão Studio, Brasilien
STANDORT
São Paulo, Brasilien
BAUZEIT
02.2010 – 12.2013
VERWENDUNGSZWECK
Bürogebäude, Sanierung
NUTZFLÄCHE
450 m²
ZIEGELART
Wiederverwendete Ziegel aus der
Umgebung
brickaward.com/winners
Oki Hiroyuki
08 | GEWINNER: RESIDENTIAL USE
Residential
Use
GEWINNER: RESIDENTIAL USE
TERMITARY HOUSE, VIETNAM
INFO
ARCHITEKT
Tropical Space, Vietnam
STANDORT
Da Nang, Vietnam
BAUZEIT
04.2014 – 08.2014
VERWENDUNGSZWECK
Einfamilienhaus
NUTZFLÄCHE
80 m²
ZIEGELART
Mauerziegel
brickaward.com/winners
D
er Name „Termitary House“ beschreibt den
Grundriss des Gebäudes, der dem Bauplan
eines Termitenhügels gleicht, in dem alle Flure, Galerien und Räume in einem zentral gelegenen
Hauptraum zusammenkommen. Weitere Ähnlichkeiten finden sich bei den Belüftungsschächten und
der Tatsache, dass alle Baustoffe aus der Umgebung
stammen. Um den extremen klimatischen Bedingungen des tropischen Monsunklimas zu trotzen, wurde
das Wohnhaus vollständig aus Ziegel erbaut. Als Vorbild dienten die zahlreichen historischen Beispiele in
Zentralvietnam. Die sehr stabile Bauart des Hauses
ist ebenso offensichtlich wie sein äußerst wirtschaftlicher Grundriss, der alle wesentlichen Bereiche wie
Badezimmer, Wohn- und Schlafräume umfasst, und
zusätzlich sogar ein Büro, eine kleine Bibliothek und
einen Gebetsraum auf der kleinen Fläche unterbringt.
Das begrünte Dach dient den Bewohnern als Garten. Eine weitere Besonderheit des Hauses sind die
im Dach belassenen Öffnungen und das perforierte
Mauerwerk, die Belichtung und Belüftung in allen
Räumen sicherstellen, selbst in schwer zugänglichen
Bereichen. Wenn der Wind an diesen Öffnungen entlang weht, wird der Luftstrom durch die Innenräume
gelenkt. Dies trägt zu einer Kühlung der Räume ohne
zusätzlichen Energiebedarf bei. „Das Prinzip ist ganz
einfach“, sagen die Architekten. „Es spart Strom und
natürliche Ressourcen und könnte als Prototyp für
kostengünstigen Wohnraum in tropischen Regionen
dienen.“
Johannes Marburg
GEWINNER: SPECIAL PRIZE | 09
Residential
Use
GEWINNER: SPECIAL PRIZE
CLUSTER HOUSE, SCHWEIZ
D
as Cluster House ist Teil des neu gebauten
Hunziker Areals in Zürich, das 450 Wohneinheiten in 13 unterschiedlich gestalteten Gebäuden
mit dem vielversprechenden Titel „Mehr als Wohnen“
umfasst. Als Teil dieses neuartigen Wohnkonzepts
verzichten die Bewohner auf einen eigenen Garagenstellplatz, werden im Gegenzug aber mit verschiedenen Services belohnt, darunter ein Car Sharing Pool,
Elektromobilität, Gemeinschaftsküchen, Gewächshäuser und sogar Hotelzimmer. Das von Duplex Architekten mit einem innovativen Grundriss entworfene Gebäude steht für eine neue Art des Wohnens und
bietet sogenannte Cluster-Apartments. Jede dieser
Wohnungen umfasst einen großen gemeinsamen
Küchen- und Wohnbereich und fünf bis sieben MiniWohnungen mit 1 bis 2 Zimmern, einer Teeküche und
eigenem Bad. „Unsere Gesellschaft umfasst mehr
als nur die traditionelle Familie, und deshalb müssen
wir Mehrfamilienhäuser entwickeln, die dem entsprechen”, erläutern die Architekten. „Das Material selbst
spielte für das gesamte Low-Tech-System eine große Rolle. Der von uns gewählte Ziegel kommt ohne
künstliche Isolierung aus.“ Die gesamte Außenwand
des Cluster House wurde als monolithisches Mauerwerk mit integrierter Perlit-Dämmung ausgeführt. Alle
geometrischen Abmessungen des Gebäudes basieren auf einem Vielfachen der Ziegeldimensionen, um
den Verschnitt so gering wie möglich zu halten und
die Dämmeigenschaften des Ziegels nicht zu beeinträchtigen. Das Ergebnis ist ein herausragendes Beispiel für bezahlbaren hochwertigen Wohnraum.
INFO
ARCHITEKT
Duplex Architekten, Schweiz
STANDORT
Zürich, Schweiz
BAUZEIT
04.2013 – 02.2015
VERWENDUNGSZWECK
Cluster Apartments,
­Wohngemeinschaft
NUTZFLÄCHE
6.890 m²
ZIEGELART
Mit Perlit verfüllte Hintermauerziegel
brickaward.com/winners
10 | JURY
DIE JURY
Die vierköpfige Jury des Wienerberger Brick Awards 2016 setzt sich zusammen aus international
anerkannten und geschätzten Persönlichkeiten der Architekturszene. Sie alle eint ihre Leidenschaft
und Begeisterung für Architektur, wobei sie sich aufgrund ihrer verschiedenartigen Arbeitsschwerpunkte und Herangehensweisen ergänzen. Dies hat eine vielschichtige, wenn auch langwierige
Entscheidungsfindung ermöglicht, so dass aus der Vielzahl der Einreichungen die Siegerprojekte
einstimmig gekürt werden konnten.
JOHAN ANRYS
Matthias Hombauer
» Ich bin sehr erfreut zu
sehen, dass die größten vor
uns liegenden Herausforderungen, wie die gemeinsame
Gestaltung unserer Umwelt oder
die Entscheidung,, wie wir in
der Zukunft leben werden, in
diesem Award thematisiert und
diskutiert werden. « Johan Anrys und Freek Persyn gründeten ihr Büro 51N4E im Jahr 1998. Seither
haben sie sich mit Schlüsselprojekten wie der Lamot Brewery und der C-Mine in
Belgien, dem TID Tower in Tirana und dem Arnolfini Art Center in Bristol einen Namen
gemacht. Ihr Projekt Buda Art Centre in Kortrijk war einer der Gewinner des Wienerberger Brick Award 2014. Anrys und sein Team sind bestrebt, mithilfe von Design einen Beitrag zur sozialen und urbanen Transformation zu leisten. Momentan ist 51N4E
an der Entwicklung strategischer Visionen für große Stadtgebiete beteiligt. Unter
anderem bei einem Vorhaben, dass 50.000 Wohneinheiten in Bordeaux umfasst, dem
Bruxelles Metropôle 2040 Projekt und bei Making City in Istanbul.
Vor der Gründung seines eigenen Büros Munkenbeck + Partners sammelte Alfred
Munkenbeck Erfahrungen in einigen der angesehensten Architekturbüros weltweit.
Diese erstklassige Berufserfahrung und der Besuch der Harvard University als Ausbildungshintergrund verleihen seiner gesamten Arbeit eine facettenreiche Perspektive.
Neben anderen Auszeichnungen hat sein Büro mehrfach den prestigeträchtigen RIBA
Award gewonnen und wurde im Museum of Modern Art, New York ausgestellt. Munkenbeck hat an einer großen Bandbreite von Projekten gearbeitet, die von städtebaulichen Masterplänen bis zur Gestaltung exquisiter Innenräume reicht. Neben seiner
Tätigkeit als Architekt hält er verschiedene Lehraufträge.
Matthias Hombauer
ALFRED MUNKENBECK
» Der Brick Award ist wie eine
Meisterklasse, in der die besten
und interessantesten Ziegelgebäude aus aller Welt der Öffentlichkeit vorgestellt werden, um
zu zeigen welch außergewöhnliche Dinge man mit diesem
Material realisieren kann. «
» Ziegel ist ein erstaunliches
Baumaterial, es ist natürlich und
stellt eine Beziehung zwischen
der Vergangenheit und der
Zukunft her. «
Matthias Hombauer
LAURA ANDREINI
Laura Andreini ist Gründungspartnerin von ‘Archea Associati’, einem in Florenz
ansässigen Architekturbüro. Neben ihrer Arbeit als Architektin unterrichtet sie und
ist im Bereich Forschung sehr aktiv. Weiterhin fungiert sie als stellvertretende Chefredakteurin des italienischen Magazins ‘Area’. In ihrer Arbeit als Architektin hat sie
sich in den letzen Jahren auf die Planung von Weingütern konzentriert. Unter ihren
Projekten ist auch Cantina Antinori; dieses befand sich unter den Finalisten des Mies
van der Rohe Award 2015 und des Wienerberger Brick Award 2014. Derzeit arbeiten
sie weltweit an Projekten, zum Beispiel in China und Katar.
Bevk Perovic arhitekti ist ein junges und aufstrebendes Architekturbüro aus Ljubljana.
Das Büro wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Emerging
Architect Special Mention Mies van der Rohe Award 2007. Das Portfolio umfasst
Projekte unterschiedlicher Größenordnungen, von großen Wohnungsbauprojekten
und öffentlichen Gebäuden bis hin zu Einzelhäusern in ganz Europa. Mit Projekten
wie dem Space Habitable Wheel, ein Kultur- und Technologiezentrum für Europäische
Weltraumtechniken, das Housing Pilon Projekt, das ŠRP Bonifika Stadion und die
Erasmushogeschool in Brüssel haben die Architekten großes Ansehen erlangt.
Matthias Hombauer
MATIJA BEVK
» Dieser Award initiiert einen
Dialog über Architektur und
die Rolle des Baumaterials
Ziegel. Er zeigt Architekten und
der Öffentlichkeit, dass dieses
traditionelle Material keineswegs
altmodisch ist, sondern in vielfältiger Art und Weise genutzt
werden kann. «
SYMPOSIUM | 11
THE SYMPOSIUM – FUTURE CITIES
Unser Alltag wird zu einem erheblichen Teil durch unsere gebaute Umwelt beeinflusst. Nirgendwo
sonst ist diese Tatsache so gegenwärtig wie in der zeitgemäßen Stadtentwicklung, befindet sie sich
doch im ständigen Wandel. Das Symposium zum Thema Future Cities nimmt auf diese aktuellen
Herausforderungen und Chancen Bezug und bietet im Rahmen einer Diskussion Einblick in die
Denkweise von Experten.
G
lobal gesehen leben mehr Menschen in Städten als in ländlichen
Gebieten. Im Jahr 2007 überschritt der Anteil der Stadtbewohner
zum ersten Mal denjenigen der Landbewohner. Dieser Trend setzt
sich fort. So prognostiziert die UN in ihrem „World Urbanisation Prospects“ Bericht, dass im Jahr 2050 bereits 66% der Weltbevölkerung
in Städten leben werden. Der Anteil der Landbewohner wird in Zukunft
vermutlich noch weiter schwinden.
Das Wachstum unserer Städte ist somit unausweichlich. Dadurch
steigt der Druck eine Lösung zu finden, die allen Bewohnern Lebensqualität bietet. Kriterien wie leistbarer Wohnraum, die Klimaerwärmung
und Energieeffizienz müssen einkalkuliert werden, alles eingebettet in
einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept.
Der limitierende Faktor bei Bauprojekten im urbanen Gebiet ist der
zur Verfügung stehende Raum. Mehr Einwohner benötigen mehr Platz,
dieser ist aber bereits jetzt schon in vielen Städten Mangelware. Die
Schaffung von leistbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten
ist ein brandaktuelles Thema, das bewältigt werden muss. Sollte dies
verabsäumt werden, besteht das Risiko das Areale mit sozialen Brennpunkten entstehen. Kann wohlüberlegte Stadtplanung den damit einhergehenden Unruhen entgegensteuern?
Zusätzlich ergeben sich durch den Klimawandel, veränderte Mobilität
und ökologische Aspekte weitere Herausforderungen. Radikaler Umbau
wäre eine kompromisslose Lösung des Problems. Keynote Speaker
Thomas Auer wählt einen anderen Weg, vorhandene Gebäude und Infrastruktur werden intelligent mit eingebunden, ohne der Stadt ihre Identität zu nehmen. Mit einem ganzheitlichen Ansatz erfolgt die Anpassung
Bereits erfolgreich umgesetzt hat er diesen Ansatz am Place de la
République in Paris, einem der größten und bedeutendsten Plätze der
Hauptstadt. Vor dem Umbau ein Verkehrsknotenpunkt, an dem sich die
Hitze staute. Durch die Anwendung eines eigenen Klimakonzeptes hat
sich dies gewandelt, der Verkehr wurde verbannt und der Platz wurde
zu einer beliebten grünen Oase, mitten in der Stadt.
Die gesamte europäische Wirtschaft soll, geht es nach dem Fahrplan
der EU, umweltschonender und energieeffizienter werden. Emissionen
sollen um 80% (Vergleichswert von 1990) gesenkt werden. Bei Privatund Bürogebäuden wird sogar von einer 90% Reduktion ausgegangen.
Diese Zahlen machen deutlich, dass Energieeffizienz ein immer wichtiger Aspekt in der Architektur werden wird. Wenn hier sinnvoll investiert
wird, rechnet sich diese auf lange Sicht durch eine deutliche Senkung
der Energiekosten.
Thomas Auer zeigt Beispiele auf, wie dies international umgesetzt
wird. Sei es der geförderte Stadtbau in Wien oder die Stadt Zürich, die
sich mit einer großen Mehrheit von 75% Ja-Stimmen im Jahr 2008 für
eine nachhaltige Entwicklung ausgesprochen hat. Eine andere Lösung
findet sich in altbewährten Bauweisen wieder, die neu entdeckt und weiterentwickelt werden. Ein gutes Bespiel hierfür ist Baumasse als Energiespeicher zu nützen. Dies sorgt nicht nur für eine gute Dämmung,
sondern gewährleistet auch im Sommer angenehme Temperaturen und
ein gutes Raumklima.
KEYNOTE SPEAKER – THOMAS AUER
Thomas Auer ist Professor für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen an
der Technischen Universität München und einer der Gründer von Transsolar, eines
international agierende Büros für Climate Engineering. Transsolar ist insbesondere als Vorreiter in der Umsetzung passiver Gestaltungsstrategien und als Berater
bekannter Architekturfirmen weltweit bekannt. Aufgrund seines Fachwissens in
Stadtentwicklung, integrierter Gebäudetechnik, Energieeffizienz von Gebäuden und
Startquartieren bietet Auer profunde Kenntnisse bezüglich erfolgreich realisierter
Projekte.
Holger Talinski
» Eine nachhaltige
­S tadtentwicklung muss ­e inen
Umbau unserer Städte zum
Ziel haben, hin zu mehr
­L ebensqualität bei weniger
Ressourcenverbrauch. «
an veränderten Gegebenheiten und Anforderungen, ausgerichtet auf die
Zukunft.
12 | SYMPOSIUM
DAS SYMPOSIUM – PODIUMSDISKUSSION
Weltweit wachsen unsere Städte. Dieses Wachstum bringt neue Herausforderungen und Chancen
mit sich, wirft gleichzeitig aber auch Fragen auf: Wie können Ressourcen effizient genützt werden?
Wie kann, trotz Platzmangels, bezahlbarer und qualitativ hochwertiger Lebensraum geschaffen
­werden? Zeitgemäße Architektur kann auf diese Fragen unterschiedliche Antworten finden.
D
ie Expertenrunde des Symposiums führt die Themen der Keynote
Speech weiter aus und ergänzt sie um unterschiedliche Blickwinkel
und Herangehensweisen internationaler Architekturpersönlichkeiten. Die aktuellen Veränderungsprozesse bleiben dabei stets im Fokus.
Der Schwerpunkt liegt bewusst nicht auf dem viel diskutierten Thema
einer technologisch vernetzten Stadt, sondern fokussiert sich auf das
Wesentliche: die Lebensqualität der Menschen und ihre Umwelt.
Durch die große Anzahl an Bewohnern bedeuten Städte Vielfalt,
hier treffen unterschiedlichste persönliche Lebensstile, Kulturen und
Nutzungsansprüche aufeinander. Wie können all diese Menschen
zusammenleben? Wie gehen sie miteinander um? Wie wird der öffentliche
und private Raum aufgeteilt und genützt? Auf Antworten zu diesen
Fragen kann die Stadtplanung Einfluss nehmen, unter anderem durch die
Schaffung von finanzierbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum für
alle, Planung von flexiblen Nutzungskonzepten, Bereitstellung von Platz
für gemeinsame Aktivitäten und Freizeitgestaltung und den Umbau von
bestehender Bausubstanz und Plätzen. Stadtplanung und Architektur
können dazu beitragen, mögliche Konflikte unter Stadtbewohnern zu
vermeiden. Sie schaffen mehr als nur eine Unterkunft, sondern Platz zum
Wohlfühlen, im Innen- sowie im Außenbereich. Attraktive Städte bieten
ein großes Spektrum an Dienstleistungen, Unterhaltungsmöglichkeiten
und eine gute Infrastruktur. Für all dies werden Ressourcen benötigt,
die jedoch limitiert sind. Die steigende Umweltbelastung rückt diesen
Engpass immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Reduzierung
des Energieverbrauchs und wohlüberlegtes Ressourcenmanagement
sind die zeitgemäße Konsequenz in der Stadtplanung. Zum Beispiel
durch eine Umgestaltung von Mobilitätsoptionen, die landwirtschaftliche Nutzung von Dächern, die Wiederentdeckung von traditionellen,
energiesparenden Bauweisen, die Wiederverwertung von Wasser oder
die Integration neuer Energiekonzepte. Bei all diesen Maßnahmen darf
jedoch die Lebensqualität nicht vernachlässigt werden. Das erstrebenswerte Ziel der Zukunft wäre, dass die Menschen und ihre Umwelt eine
Einheit bilden und sich gegenseitig befruchten. Übergänge zwischen
Stadt und Land könnten fließend werden und dabei sowohl ökologisch
als auch ökonomisch eine höhere Effizienz erzeugen.
Das Thema Stadtplanung ist außerordentlich komplex und bedarf
eines Gesamtkonzeptes, das alle aufeinandertreffenden Faktoren
berücksichtigt: Grundbedürfnisse, unterschiedliche Interessen, gesellschaftliche Entwicklungen, Ökologie und Ökonomie müssen unter einen
Hut gebracht werden. Dabei muss Offenheit für Veränderung bestehen
bleiben. Wie schon Konfuzius sagte: „Wer kleine Widrigkeiten nicht
erträgt, verdirbt sich damit große Pläne.“
MODERATION:
ANGELIKA FITZ
Pez Hejduk
» Die Arbeit an der ­R esilienz
der gebauten Umwelt muss
die städtebauliche und
­a rchitektonische Ebene eng
­v erzahnen. Ökologische, soziale,
­ö konomische und kulturelle
­A rgumente lassen sich dabei
nicht ­a useinanderdividieren. «
Angelika Fitz ist Kulturtheoretikerin, Kuratorin und Autorin in den Fachgebieten Architektur, Kunst und Urbanismus. Zuletzt lehrte sie als Gastprofessorin am future.lab der
Technischen Universität Wien und hatte davor eine Gastprofessur an der Da-Yeh University in Taiwan inne. Als Herausgeberin und Mitautorin verschiedenster Publikationen hat sie bereits an einer Vielzahl von Fachzeitschriften mitgewirkt. Ab 2017 wird
Frau Fitz als neue Direktorin die Leitung des Architekturzentrum Wien übernehmen.
Simon Jappel
SYMPOSIUM | 13
von links nach rechts: Thomas Auer,
Johan Anrys, Ute Schneider,
Edouard François und Angelika Fitz
DISKUSSIONSTEILNEHMER:
» Urbane Architektur muss die
kulturelle Vielfalt der Stadt und
die Strömungen der heutigen
Gesellschaft widerspiegeln. «
Benoit Linero
EDOUARD FRANÇOIS
Edouard François gründete im Jahr 1998 sein Studio für Architektur, Stadtplanung
und Design. Zu den zahlreichen Projekten, mit denen er sich einen Namen gemacht
hat, gehören „l‘immeuble qui pousse“ (das wachsende Gebäude) in Montpellier
(2000), der „Flower Tower“ (2004) und das Fouquet‘s Barriere Hotel in Paris (2006).
Die wiederkehrenden Themen seines Schaffens sind die nachhaltige Entwicklung, die
Nutzung lokaler Materialien und Dienstleistungen sowie die Erhaltung und Verbesserung bestehender Gebäude. Diese Schwerpunkte äußern sich in überzeugenden und
unerwarteten Ideen, die dennoch in ihrem Kontext verwurzelt sind. Seine Projekte
waren unter den Nominierungen für den Brick Award 2014 und 2010.
UTE SCHNEIDER
» Wir müssen ganzheitliche
Lösungen bieten, die für jede
Person ein Zuhause, nicht nur
eine reine Unterkunft schaffen.«
Ari Versuis
Ute Schneider ist Partnerin des niederländischen Architekturbüros KCAP (Kees Christiaanse Architects & Planners) und leitet die Niederlassung in Zürich. Sie ist Expertin
für städtebauliche Masterplanung und Infrastruktur. KCAP hat sich vor allem mit der
Realisierung von Konzepten und Entwürfen im Grenzbereich zwischen Architektur
und Urbanismus einen Namen gemacht. Neben ihrer projektbezogenen Arbeit ist Ute
Schneider an der Umsetzung einer Reihe von Ausstellungen und Publikationen von
KCAP beteiligt und wird regelmäßig als Gastrednerin bzw. als Jurorin und zur Mitarbeit in Fachbeiräten eingeladen.
JOHAN ANRYS
THOMAS AUER
Jury Mitglied des Brick Award 2016 (s. Seite 10)
Keynote Speaker (s. Seite 11)
» Unser Ziel sollte eine ­A rchitektur sein, die die Fähigkeit birgt, unsere
persönliche urbane Welt zu errichten und der Art, wie wir einander
begegnen, Bedeutung zu geben. «
» Stadtplanung ist die Planung des Unfertigen. In diesem Kontext
sind Städte immer dem Wandel der Zeit unterworfen. «
14 | BRICK AWARD 2016 I EINDRÜCKE
Christof Domenig
Kategorie und Grand Prize Gewinner mit Jurorin Laura Andreini
Emmanuel Caille und Dietmar Eberle
Preisverleihung: die Gewinner
Diskussionsteilnehmer: Edouard François
Unsere Gäste aus Rumänien
Unsere Gäste aus Belgien
BRICK AWARD 2016 I EINDRÜCKE | 15
Keynote Speaker Thomas Auer
Heimo Scheuch
Diskussionsteilnehmer Johan Anrys
Christian Dusek
Unsere Gäste aus den Niederlanden
Kategorie Gewinner: Tropical Space aus Vietnam
Das Publikum folgt aufmerksam dem Symposium
BRICK 16
AUSGEZEICHNETE INTERNATIONALE ZIEGELARCHITEKTUR
264 SEITEN
CALLWEY VERLAG
ISBN 978-3-7667-2213-3
www.architectum.com
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