Der Mittlere Weg - beim Buddhistischen Bund Hannover

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Der Mittlere Weg
majjhimâ - patipadâ
Zeitschrift des Buddhistischen Bundes Hannover e. V.
Gemeinnütziger Verein · Zentrum: Drostestraße 8 · 30161 Hannover
Heftpreis 3,00 €
45. Jahrgang September - Dezember 2013 Nr. 3
Programm und Einladung
Buddhistischer Bund Hannover e.V. - Drostestraße 8 (Nähe Lister Meile)
Veranstaltungen von September - Dezember 2013
07.09.
Samstag
17:00 h
21.09.
Samstag
9:30 h 18:00 h
27.-29.09.
Fr 19.00 h So 13.00 h
ab 01.10
dienstags
19:00 h
Woran man viel denkt, dahin neigt sich das Gemüt - Ursache und Wirkung
im Buddhismus
Vortrag vom Michael Schmidt, Ratsmitglied der Deutschen Buddhistischen Union
Veranstalter und Ort: Haus der Weltreligionen im Erlebnispark „Steinzeichen
Steinbergen“ 31737 Rinteln - auf Spendenbasis - Info: www.haus-der-weltreligionen.de
Tag der Achtsamkeit
Tagesseminar mit Franz Johannes Litsch, Berlin
Achtsamkeit, die Meditation von Samatha und Vipassanā ist das Herz der bud­
dhisti­schen Lehre und Praxis. Sie wurde vom Buddha im Sati­pat­­thā­na-Sutta
be­schrieben und in der Theravāda-Schule des Bud­dhis­mus bis heute gelebt und
über­liefert. Wir wollen diese Praxis ge­meinsam und mit Anleitung und Kurzvorträgen üben. Mit Ausnahme der An­lei­tun­gen und Gesprächsrunden verbringen wir
den Tag im Schweigen. Bitte etwas zum gemeinsamen Mittagsimbiss mitbringen. Empfohlener Beitrag 30 € - bitte rechtzeitig anmelden
Der Umgang mit Emotionen
Seminar mit S.E. Dagyab Rinpoche
Veranstalter: Buddhistische Gemeinschaft Chöling e.V.
Ort: Pagode Vien Giac, Karlsruher Str. 6, 30519 Hannover
Informationen: www.choeling.de; bei Michael Opatz, Tel. 05121-285222 oder
[email protected]
Neuer Kurs Buddha-Lehre im BBH 2013/2014
Der systematische Aufbau der Buddha-Lehre
mit Bhiksuni Dagmar Dôkô Waskönig
An sieben Abenden, jeweils am 1. Dienstag im Monat, soll die Buddha-Lehre
auf der Basis der im Pali-Kanon überlieferten Lehrreden des Buddha dargestellt werden. Die Erläuterungen folgen der Darstellung von Alfred Weil
s.o.
in seinem Buch „Morgenröte und heller Tag“ (2006), so dass ein begleitendes
Selbststudium gut möglich ist. Alle Interessierten, auch ohne Vorkenntnisse,
sind herzlich dazu eingeladen.
dienstags
19:00 h
Die vier vorbereitenden Lehren (1):
Das Streben nach Glück und die Übung der Großzügigkeit
02. - 06.10.
Mittwoch
19:00 h bis
Sonntag
13:00 h
Anatta – Die Lehre vom Nicht-Selbst
Meditations-Seminar mit Bhante Dr. Seelawansa
Veranstalter: Buddhistische Gemeinschaft Chöling e.V.
Ort: Pagode Vien Giac, Karlsruher Str. 6, 30519 Hannover
Informationen: www.choeling.de; bei Rolf Teipel, Tel. 05102-916795 bzw.
0172-1896112 oder [email protected]
04. -06.10.
Fr. 19:00 h
So. 14:00 h
Schweigewochenende - auf den Grundlagen der Achtsamkeit
mit Katrin Baar; Ort: Buddhistische Meditationsgruppe Schaumburg, Bäckerstr. 26, 31683 Obernkirchen-Vehlen
Info: M. Schmidt, Tel.: 05722/81725, E-Mail: [email protected]
05.10.
Samstag
10:00 h 17:00 h
Ein Tag achtsamen Verweilens im fließenden Hier und Jetzt
Meditative Übungen in Stille und Bewegung
Bitte etwas zum gemeinsamen Mittagsimbiss mitbringen.
Teilnahme auf Spendenbasis - bitte rechtzeitig anmelden.
11.-13.10.
Fr 19:00 h -
Buddhismus-Studium
Studien-Sesshin (im Rahmen des Studienprogramms)
So 17:00 h
Anmeldung schriftlich bis 2 Wochen vorher, Info Tel. 864871 oder
Email: [email protected]
Beitrag 105,- €
11.-13.10.
Fr 19.30 h So 14.30 h
Das Geistestraining in 7 Punkten
Seminarreihe mit Lama Yeshe Sangmo und Lama Drime Öser; nachfolgendes Seminar am 15.-17.11.2013
Veranstalter: Buddhistische Gemeinschaft Chöling e.V.
Ort: Pagode Vien Giac, Karlsruher Str. 6, 30519 Hannover
Informationen: www.choeling.de; Asava Neumann, Tel. 0511-8793860 oder
[email protected]
19.10.
Samstag
15:00 h
50 Jahr-Feier des Buddhistischen Bundes Hannover
Eröffnung und Chronik der Gemeinschaft seit 1963; anschließend
Vortrag von Bhiksuni Dagmar Dôkô Waskönig
„Was ist buddhistische Spiritualität“
ferner Puja, Gedankenaustausch und festliches Bufett für alle Besucher
Fortsetzung folgt auf Seite 30
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3
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Inhalt
Seite
majjhimâ - patipadâ
Programm Teil I
2
Impressum
4
Editorial
5
Axel Rodeck
50 Jahre Buddhismus
Vergangenheit und Zukunftsaussichten des BBH
6
Martin Platz
Wanderung durch Berge und Täler zum
ruhigen Meer
14
Rother Baumert
Man liebt zuletzt seine Begierde,
und nicht das Begehrte
17
Georg Böhmecke
Wir gehen in den Tempel
18
Satz u. Gestaltung:
Michael Funk
Theravāda-Treffen in Rinteln
22
Druck: Lps-digital, Hannover
Mitgliederversammlung
24
Auflage: 500
Rezension Hartig27
Auch das noch
28
Programm Teil II
30
Herausgeber:
Buddhistischer Bund Hannover e.V.
Drostestr. 8, 30161 Hannover
Tel. + Fax 0511 / 3 94 17 56
E-Mail: [email protected]
Internet: www.buddha-hannover.de
www.facebook.com/BuddhistischerBundHannover
Redaktionsteam:
Rother Baumert, Axel Rodeck, Michael
Schmidt, Rajah Wirasekara
York-Victor Reith
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4
Liebe Leserinnen und Leser!
Das Altwerden gehört, wie wir Buddhisten ja wissen, zu den leidhaften Prozessen dieser
Welt. Es sollte daher nicht überraschen, wenn dem am 19. Oktober dieses Jahres anstehenden
Geburtstag des „BBH“ nicht nur mit Jubel und Heiterkeit entgegengesehen wird. Denn, wie
wir schon in DMW 2/2013 ausgeführt hatten, es bedarf dringend einer „Auffrischung“ des
vorhandenen Personalbestandes, wenn der Verein mit dem selben Elan wie bisher weitere 50
Jahre überstehen soll. Immerhin werden wir den Feiertag im Kreis unserer Gäste optimistisch
und würdig begehen.
Personalprobleme auch in der Leitung: Wie Sie, liebe Leser, dem in diesem Heft abgedruckten
Protokoll der Mitgliederversammlung entnehmen können, begegneten die Anwesenden der Bitte
um Kanditatur für den Vorstand mit vornehmer Zurückhaltung. Es wurden gar Bedingungen
genannt („Rotation“ des Vorsitzes!), die rechtlich kaum haltbar wären. Nur lustlos und eher
aus Pflichtgefühl denn aus Dhamma-Freude stellte sich schließlich die erforderliche Anzahl
von Kandidaten zur Verfügung – dieselben Mannen, die schon seit Jahrzehnten diese Aufgaben
wahrnehmen. Natürlich wurden sie sofort gewählt, bevor sie es sich noch anders überlegen
konnten. Hierzu laden wir auch Sie herzlich ein.
Spendenkonto:
Doch erfreulich ist es zu berichten, dass wir einen jungen Dhamma-Freund mit
Programmierkenntnissen für die Bearbeitung des „Mittleren Weges“ gewinnen konnten. Mit
großem Eifer hat er sich der Gestaltung des vorliegenden Heftes gewidmet und Sie werden
zustimmen, dass dies gut gelungen ist. Es gibt also auch positive Ereignisse. Weiter so!
Abbildungen:
Von der Gestaltung unserer Zeitschrift nun zum Inhalt der neuen Ausgabe. Es liegt nahe, dass
wir dieses Heft zunächst einmal dem Jubiläum gewidmet haben. Wir beginnen erstens mit
einem Rückblick in die Gründerzeit des Buddhistischen Bundes, als der Buddhismus und seine
Anhänger noch als exotische Außenseiter milde belächelt wurden. Aus dieser Zeit sind nur
noch wenige aktive Mitglieder vorhanden. Bemerkenswert ist der Vorsitzende Karl Stort, der
bis zu seinem Tode mit nimmer müdem Einsatz für den Verein wie auch den europäischen
Buddhismus ein beeindruckendes Lebenswerk schuf.
Buddhistischer Bund Hannover e.V.
Postgirokonto: Postbank Hannover
Kto.-Nr. 180 18303
BLZ: 250 100 30
IBAN:
DE07 2501 0030 0018 0183 03
BIC: PBNKDEFF
Titelfoto + S.8+S.12: Axel Rodeck
S.18: Georg Böhmeke
Anreise zum BBH mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Das Buddhistische Zentrum in der Drostestr. 8 ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen: mit den Linien 3, 7 und
9 ab Hbf (Tiefebene) bis zur ersten Haltestelle „Sedanstr./Lister
Meile“, dann zu Fuß die Lister Meile hoch, rechts in die Drostestr. einbiegen; mit den Bus-Linien 121, 128, 134, 100, 200 bis
Haltestelle „Lister Platz“, zu Fuß die Lister Meile hinunter.
Editorial
Der Mittlere Weg
„Der Mittlere Weg - majjhima patipada“
erscheint nach Bedarf und ist für Mitglieder kostenlos. Ein Anspruch auf Lieferung
besteht nicht. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die
Meinung der Redaktion wieder. Der Nachdruck ist nur mit Genehmigung gestattet.
Ein Belegexemplar wird erbeten.
Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos übernehmen wir keine
Gewähr. Notwendige Kürzungen versu-
chen wir vorher mit den AutorInnen
zu besprechen. Texte und Bilder, wenn
möglich, bitte auf CD zusenden oder per
E-Mail:
[email protected]
Zum geistigen Nachlaß Karl Storts gehörte auch der „Mittlere Weg“ als Mitteilungsblatt
des BBH. Hier haben wir die Tradition fortgesetzt, auch als Laien ohne wissenschaftliche
Ausbildung oder Ordination kritische Beiträge zu veröffentlichen, die nicht immer Gefallen
fanden. Einen anschaulichen Überblick auserwählter Themen im Abstand von drei Jahrzehnten
haben wir - zweitens- zusammengestellt.
Und drittens schließlich sind wir der Frage nachgegangen, welches „Fahrzeug“ wir im BBH
bestiegen haben und wo überhaupt der abendländische Buddhismus sich hin entwickelt. Es
wird uns nicht vergönnt sein, noch einmal 50 Jahre lang zu beobachten.
Tiefen Eindruck auf den Leser wird sicherlich der Beitrag von Martin Platz über „Uwe Kickstein
und das TAO der Musik“ machen. Wir werden behutsam in eine wohl nicht jedem bekannte
Klang- und Gefühlswelt geführt, in der unser so früh verstorbener Freund Uwe zu Hause war.
Es grüßt Sie herzlich
Ihre Redaktion
A.R.
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50
Jahre Buddhismus in Hannover
Vergangenheit und Zukunftsaussichten des BBH
von Axel Rodeck
1. Kurze Geschichte des BBH
Eine Vortragsreihe über Buddhismus an der Volkshochschule Hannover fiel bei einigen
Teilnehmern auf fruchtbaren Boden: Am 19. Oktober des Jahres 1963 gründeten sie einen
„Buddhistischen Arbeitskreis“. Initiator und Vorsitzender war der Sonderschullehrer
Klaus Kasten. Einige Jahre später berichtete die ortsansässige Presse von nunmehr 24
hannoverschen Buddhisten, die neben ihrer weltlichen Tätigkeit auf der Suche waren nach
„der weisen Abgeklärtheit ihrer kahlköpfigen Vorbilder, die ihren Geist trainieren wie
Sportler ihren Körper“.
In einer sich ändernden Zeit – die Nachkriegsära war vorbei und in der Gesellschaft
deuteten sich, insbesondere bei den Studenten, neue Vorstellungen an – war das Treiben der
Neubuddhisten sicherlich etwas suspekt. So fiel es Besuchern auf, dass sich die Ehefrau Klaus
Kastens nicht nur im Lotossitz auf dem Bett niederließ, sondern auch noch ein Mao-Hemd
trug. Und das Töchterchen der Eheleute war gar mit dem indischen Namen „Andschana“
versehen worden.
Doch inzwischen hatte ein Mann die Bühne betreten, der den Verein und seine Aktivitäten
maßgeblich prägen und ihm zunächst eine Heimstatt in seinem Gartenhäuschen geben
sollte: Karl Stort, der „Holländer aus Java“. Stort wurde in Indonesien geboren und kam
als niederländischer Staatsbürger nach Hannover, wo er als sachverständiger Architekt bei
einer Versicherungsgesellschaft arbeitete. Mit außerordentlichem Eifer widmete er sich der
theravadischen Form des Buddhismus und sah diese an als Geistesschulung zur Überwindung
von Gier, Hass und Verblendung. Im Hausblatt „Der Mittlere Weg“, hauptsächlich von Stort
gestaltet, schaute er aber auch über den buddhistischen Tellerrand hinaus und äußerte sich
zu politischen Themen wie der Durchführung einer Volkszählung in der BRD oder der
Gefahr durch „Jugendsekten“ wie die Transzendentale Meditation. Auch über Atomwaffen,
„Reichskristallnacht“ und Holocaust wurde geschrieben.
Im August 1979 wurde die Umwandlung des bisherigen nicht eingetragenen Arbeitskreises
in den „Buddhistischen Bund Hannover“ (BBH) nebst Eintragung in das Vereinsregister
beschlossen. Die Eintragung als gemeinnützig folgte im selben Monat.
Storts Aktivitäten schienen sich zu überschlagen. Neben der Leitung des BBH besorgte er
die Herausgabe des „Mittleren Weges“ mit einer Vielzahl selbstverfaßter Artikel, wirkte mit
beim Aufbau der „Deutschen Buddhistischen Union“, ging auf Reisen durch Deutschland
und besuchte Konferenzen der „World Fellowship of Buddhists“ in fernen Ländern: 1978 in
Tokio, 1979 in Paris, 1980 in Bangkok und 1982 sowie 1984 in Sri Lanka. Doch dann der
große Paukenschlag: Karl Stort starb am 18. Juli 1986 im Alter von 61 Jahren nach einem
Herzinfarkt.
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Der Tod Karl Storts riß im Verein eine empfindliche Lücke. Niemand stand bereit, die
vielfältigen Vereinstätigkeiten zu übernehmen. Sollte man aufgeben und die inzwischen
etablierte buddhistische Institution schließen? Doch zunächst ging es darum, das
Gartenhäuschen, dessen Umbau Karl Stort noch bis zuletzt tatkräftig betrieben hatte, fertig
zu stellen. Dies gelang mit viel Eigenarbeit und am 19. September 1986 fand die Einweihung
statt. Der Betrieb konnte zunächst mit kleinerer Flamme weitergehen. Aber wie so oft im
Leben gesellte sich zu einem Unglück noch ein weiteres hinzu: Das von Stort für den BBH
eingerichtete Gartenhäuschen auf seinem Grundstück wurde – freilich unter Zubilligung
angemessener Räumungsfrist – von den Erben zurückverlangt. Im Herbst 1987 sollte die
Rückgabe erfolgen.
Doch diese erneute Hiobsbotschaft spornte zu nicht für möglich gehaltenen Aktionen an und
es erschien ein Retter, der aus Bescheidenheit bislang kaum in Erscheinung getreten war.
Er hatte sich nach Storts Tod schon um die Vereinsinterna gekümmert und seine anonym
gehaltenen arbeitsintensiven Aufsätze im „Mittleren Weg“ erkennt man leicht an ihrer
behutsamen Diktion als seine Werke. Seine Klagen über gesundheitszehrende Überlastung
neben dem Berufsstreß und Aufforderung zu Mithilfe bei der Vereinsarbeit finden sich dann
bis in die Gegenwart. Es ist Rother Baumert, der den BBH in schwieriger Situation rettete
und bis heute als „Seele“ des Vereins angesehen werden kann.
Im Benehmen mit Dagmar Doko Waskönig, die schon mehrere Jahre eine ZenMeditationsgruppe leitete und ebenfalls auf Raumsuche war, wurde die gemeinsame
Anschaffung von Räumlichkeiten beschlossen. Im Frühjahr 1988 hatte die Suche Erfolg:
Dank großherzigen Engagements Rother Baumerts konnte ein geeignetes Objekt gefunden
und finanziert werden – das Zentrum in der Drostestr. 8, wo es sich noch heute befindet.
Nach erheblichen Umbau- und Renovierungsarbeiten war es am 28. Januar 1989 endlich
so weit: Feierlich wurden das Zentrum eröffnet und der Meditationsraum der Zen-Gruppe
eingeweiht.
Dankbar stellen wir fest, dass die mit Begründung des neuen Zentrums bewirkten Aktivitäten
und Verfahrensweisen sich für lange Zeit bewährt haben und ohne große Änderungen auch bis
heute noch wirksam blieben. Das gilt u.a. für das Angebot von regelmäßigen Veranstaltungen,
die Erfüllung satzungsgemäßer Aufgaben, die Organisation des Vorstands und die Gültigkeit
der Satzung, die Raumgemeinschaft mit einer Zen-Gruppe und die Herausgabe einer
Zeitschrift, die übrigens seit 1990 in professioneller Form von Uwe Kickstein liebevoll
hergestellt wurde. Freilich sind auch geblieben die Klagen über mangelnde Mitwirkung,
„gesundheitsfressende Überlastung“ einiger Verantwortungsträger und ungenügende Pflege
des Zentrums.
Doch immer wieder und besonders in letzter Zeit drängte sich die Frage auf, wie es denn
mit dem Verein weitergehen solle. Die wenigen Akteure auf der Vereinsbühne erreichen
inzwischen – nach 20- und gar 30-jährigem BBH-Einsatz – ein Seniorenalter von über 70
Lebensjahren und der Elan der frühen Jahre kann nicht mehr mobilisiert werden. Jugendlicher
Nachwuchs fehlt und auch die älteren Mitglieder, die den Verein mit großzügigen Spenden
alimentierten, fallen zunehmend weg.
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Doch schauen wir uns folgend zunächst einmal das lebendige Wirken des BBH anhand der
in den jeweiligen Jubiläumsjahren verfaßten Vereinszeitschriften „Der Mittlere Weg“ an.
Irrtum erkannt werden, der die Menschheit bedrohe. Fazit: Keine Personen wählen, die auf
immer weiteres Wirtschaftswachstum setzen.
2. Blicke zurück
Schließlich sind die hannoverschen Vietnamesen wieder ein Thema. Der Mittlere Weg
übernimmt einen von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Bericht
über das Neujahrsfest in dem Lagerschuppen, der bis zur Errichtung der jetzigen Pagode
religiöse Heimstatt für die buddhistischen Männer und Frauen war. Das Bundesministerium
des Inneren hatte diese erste deutsche Pagode nebst Bibliothek und moderner Druckerei
großzügig finanziert.
Themen im Mittleren Weg
Vor 30 Jahren (Hefte Nr. 1/2 bis 3 und 5 1983)
Einleitend nennt Karl Stort im Mittleren Weg Nr. 1/2 des Jahres 1983 zwei leidige Themen,
welche auch heute wieder (immer noch?) aktuell sind: Der Bedarf an finanziellen Mitteln,
um die selbstgestellten Aufgaben zu erfüllen, und die Einstellung des Bezuges unserer
Zeitschrift, wenn das Interesse daran nicht durch gelegentliche Spende dokumentiert wird.
Ein anderes Problem hat sich dagegen erfreulicherweise erledigt: Die Nöte, die die
buddhistischen Flüchtlinge aus Vietnam bei der Integration in unsere deutsche Gesellschaft
hatten. Klima, Sprachschwierigkeiten und eine völlig fremde westliche Kultur erschwerten
die soziale Eingliederung. Der BBH hielt Kontakt mit den Vietnamesen und half ihnen, wo
Heft Nr. 5/1983 beklagt den (somit schon seit Jahrzehnten bestehenden) Mißstand, dass die
Mitgliederversammlung durch geringe Teilnahme auffällt. Man möge aber, so heißt es, nicht
daraus schließen, dass der BBH in den letzten Zügen liege. In der Tat – bis heute hat er
weitere 30 Jahre geschafft. Aber nun droht wirklich der Untergang.
Karl Stort gibt keine Ruhe und veröffentlicht „ganz persönliche Überlegungen“ zur
Volkszählung 1983, wobei er jetzt Verstöße gegen den Datenschutz befürchtet und seine
Sympathie für die „Initiativen für den Volkszählungsboykott“ bekundet.
Und noch ein Heft Nr. 6/1983 wurde im Oktober von dem rührigen Redaktionsteam gestaltet.
Es enthält die Sutra-Texte „Die Fahrt im Reisewagen“ und „Rahulas Belehrung im Park der
Mangosprößlinge“. Die Untaten der Chinesen in Tibet sind Gegenstand von Ausführungen, in
denen heftige Kritik an dem Pekinger Tibetologen Wang Yao geübt wird, der den Sachverhalt
nicht zugestehen will.
Vor 20 Jahren (Hefte 1-3 1993)
Der „Mittlere Weg“ hatte sich nun äußerlich verändert und war vom hektographierten Blatt
zu einem schmucken Heft geworden – freilich noch nicht ganz so, wie die späteren Hefte.
DMW vor 30, 20 und 10 Jahren
immer es möglich war. Und wenn wir heute bei Besuchen in der Pagode die sprachgewandten,
gut gekleideten und offensichtlich recht wohlhabenden Deutsch-Vietnamesen betrachten, so
können wir erfreut feststellen, dass die Integration jetzt endgültig gelungen ist.
Zum Schluß des Heftes erzählt Stort, vielleicht durch das gerade vergangene Weihnachtsfest
noch angeregt, die Geschichte von „Siddhatthas Geburt unter dem Baum“ und zieht Parallelen
zur Geburt Jesu.
In Heft 3/1983 breitet sich Stort zunächst über die Bundestagswahl 1983 aus. Er, der nicht
wahlberechtigte „Holländer aus Java“, sieht durchaus die Problematik, ob ein buddhistisches
Blatt sich überhaupt mit einem solchen Politikthema befassen soll. Er meint aber, die
Wahlbürger zur Achtsamkeit auffordern zu dürfen: Die ökonomische Entwicklung in den
Industriestaaten habe zu Problemen wie Luftverschmutzung usw. geführt und müsse neu
durchdacht werden. Der Entwicklungsprozeß, der uns so weit gebracht habe, müsse nun als
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Heft 1/1993 stellt zunächst „Naikan“ vor als „Methode der meditativen Selbstfindung“. Mit
dem Artikel „Vegetarier sein als Buddhist“ spricht dann U. Kickstein ein Problem an, das
auch in der Zukunft noch oft diskutiert werden sollte. Er dokumentiert mit drastischen Fotos
das Töten von Schlachttieren und beklagt, dass weltweit auch die Buddhisten fleischlicher
Nahrung frönen – insbesondere, wenn sie von anderen hergestellt wurde. Passend zum Thema
folgt ein Bericht über „Gewaltfreiheit“, wie sie von Mahatma Gandhi interpretiert wurde.
Das Heft schließt mit Erörterungen, wie sie ebenfalls später noch häufiger im „Mittleren
Weg“ gemacht wurden, nämlich ob die von uns wahrgenommene Welt nur eine Illusion ist.
Für Heft 2/1993 hatte die Redaktion fleißig in der Literatur nach brauchbaren Artikeln
gefahndet. Sie wurde fündig bei Ayya Khema („Hunger nach Dharma“), Harald Lebherz
(„Kleine Einführung in Geschichte und Entwicklung des Buddhismus“) und Ramana
Maharshi („Meditation und Konzentration“). Hervorzuheben ist eine Initiative unserer
Freundin Eva Herrmann, die voller Elan ein Projekt betreffend „Alternatives Wohnen im
Alter“ starten wollte. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus und Eva verstarb ohne Erreichung
ihres Zieles an einer tückischen Krankheit.
Heft 3/1993 eröffnet mit dem Protokoll der Mitgliederversammlung vom 15. Mai 1993,
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gewissenhaft geführt von Uwe Kickstein. Nur fünf Mitglieder waren erschienen und
selbst zwei Beisitzer mußten in Abwesenheit gewählt werden. Hier zeigen sich schon die
strukturellen Mängel, die heute zu für den Verein nicht mehr zu bewältigenden Problemen
führen.
zwischen ihnen anschaulich zusammengefaßt.
Neben der Fortsetzung des Textes von Harald Lebherz finden wir von Thich Nhat Hanh einen
„Vergleich zwischen Buddhismus und Psychotherapie“, Ausführungen über „Yoga als Weg
zur inneren Weisheit“ und schließlich von Kassapa „Der Dhamma als Schutz in der Welt“.
Heft 3/2003 eröffnet mit einem Artikel zum 40jährigen Bestehen des BBH. Dieser Beitrag
betreffend die Entwicklung des BBH hat deswegen besonderen Wert, da er – anders als in
diesem Heft – von einer Zeitzeugin geschrieben wurde, die seit Mitte der 80er Jahre am
Geschehen beteiligt war: Die spätere Zen-Meisterin Dagmar Doko Waskönig. Sie beschränkt
sich nicht auf lebendige Schilderung des Umzugs in das neue Zentrum, sondern übt auch heftige
Kritik am BBH-Vorstand, der organisatorisch schlampt und Reinlichkeitsvorstellungen hat,
die jede Hausfrau erschrecken würden. Man frage bitte nicht, ob sich hier viel geändert hat.
Erwähnt werden sollen noch die schönen „historischen“ (Farb- und Schwarzweiß-)Fotos
vom Gartenhaus und den ersten Veranstaltungen im Zentrum Drostestraße.
Vor 10 Jahren (Hefte 1-3 2003)
Heft 1/2003 beginnt mit einer kritischen Erörterung, an der Karl Stort sicherlich seine Freude
gehabt hätte. Unter Bezug auf im Vorjahr veröffentlichte Artikel geht es um die Frage, wie das
Verhältnis der Weltreligionen zueinander ist und ob jedenfalls der Islam eine Gefahr für die
Andersdenkenden (das Wort „Ungläubige“ soll vermieden werden!) darstellt. Es führt, so heißt
es, nicht weiter, wenn nur die die jeweilige Meinung stützenden Koranstellen herausgesucht
werden, sondern es sind die Fakten vorurteilsfrei zu benennen. Diese zeigen aber, dass die
meisten Konfliktherde der Welt dort sind, wo Moslems mit Andersgläubigen zusammenstoßen.
Während wir Westler bis zu seinem Zusammenbruch mit dem Weltkommunismus und
seinen Anhängern wenigstens streiten konnten, weil sie Produkte westlicher Kultur waren,
bringt uns der Islam oft nicht nachvollziehbare (oder schon überwundene) Gedankenwelten.
Es geht in dem Beitrag aber auch um die Frage, wieviel Kritik erlaubt ist, ohne deswegen als
Störer interreligiöser Harmonie beschimpft oder gar bedroht zu werden.
Ein weiterer Artikel von einem jahrzehntelang in Islamfragen sehr bewanderten Autor
erörtert, ob der Islam eine Weltgefahr darstellt. Er führt aus, dass die „Toleranz“ des Islam
sich auf wenige „Schriftbesitzer“ bezieht und keineswegs unseren Vorstellungen entspricht.
Von „Religionsfreiheit“, wie sie von den Moslems in anderen Ländern gefordert wird, kann
in keinem islamischen Land die Rede sein.
Freilich gibt die liberale Redaktion zu den strittigen Themen auch einer Muslima das Wort.
In ihrem Beitrag stellt sie den kritischen Ausführungen im „Mittleren Weg“ Zitate aus dem
Koran gegenüber, die auf die Friedlichkeit des Islam schließen lassen sollen. Und auch aus
den buddhistischen Reihen wird, wohl aus Sorge um das zarte Pflänzchen des interreligiösen
Dialogs, Kritik an der freimütigen kritischen Betrachtung einer Weltreligion geübt.
Heft 2/2003 enthält dann allerlei Beiträge, die nicht als unfriedlich (miß-)verstanden werden
könnten. Eröffnet wird die Reihe der Aufsätze von einem wissenschaftlich tiefgehenden
und nicht leicht verständlichen Werk, wie man es oft ungelesen erst einmal für spätere
Lektüre beiseite legt: „Zur Geheimgeschichte des philosophischen Ost-West-Dialogs
im 20. Jahrhundert“ von W. Hartig. Es berichtet von dem Brückenschlag zwischen dem
abendländischen Philosophen Martin Heidegger und 15 bedeutenden Japanern, darunter z.B
D.T. Suzuki.
Neben einigen kleineren Beiträgen lesen wir einen Aufsatz über die Entwicklung „Vom
Kleinen zum Großen Fahrzeug“, die Bezeichnungen Hinayana und Mahayana wurden
damals wohl unbefangener als heute gebraucht. Jedenfalls werden die Grundzüge von
Buddha Gautamas Lehre, die buddhistischen Schulen und schließlich die Unterschiede
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Und noch eine Notiz soll erwähnt werden: Sie betrifft die vietnamesische Vien Giac in
Hannover, die im Jahre 2003 ihr 25jähriges Bestehen feiern konnte.
Außer einigen interessanten buddhistischen Aufsätzen lesen wir das Protokoll der
Mitgliederversammlung vom 21.06. 2003. Wieder wird die Überalterung der Mitglieder und
ein Rückgang der Spendenfreudigkeit beklagt.
Der Verfasser dieses Beitrags findet zudem eine Selbstkritik, in der er sich mit Fällen
möglicher „Unkorrektheit“ gegenüber Angehörigen anderer Religionen oder Schulrichtungen
auseinandersetzte und sich angesichts des Jubiläums erneut die Frage „Quo vadis“ stellte,
wohin der BBH wohl gehen würde.
3. Die Marschrichtung : Quo vadis BBH, Quo vadis Buddhismus?
a) Schwerpunkt: Der Theravada-Buddhismus
Auf welches der buddhistischen „Fahrzeuge“ (yana) haben sich aber nun die Mitglieder und
Freunde des Buddhistischen Bundes Hannover begeben?
Die Anhänger des Buddhismus in der Nachkriegszeit kamen meist aus bildungsbürgerlichen
und akademischen Kreisen der Mittelschicht. Ihre inhaltliche Ausrichtung orientierte sich
überwiegend an den Schriften des Pali-Kanons und des Theravada-Buddhismus. Freilich
verstanden sich etliche, so etwa die BG Hamburg, als traditionsoffen, und auch die Deutsche
Buddhistische Union (DBU) wurde traditionsungebunden konzipiert. Es liegt daher auf
der Hand, dass Karl Stort, der selber an der Gründung der DBU beteiligt war, die Satzung
des BBH dahingehend gestaltete, dass buddhistisches Gedankengut „ohne Festlegung auf
bestimmte Schulen oder Lehrrichtungen“ bekannt gemacht werden sollte.
Allerdings lag das Schwergewicht des BBH bei Veranstaltungen wie auch bei den Themen
der Vereinszeitung beim Theravada-Buddhismus. Wie Stort in einem Aufsatz im Jahre 1982
ausführte, können asiatische Formen des Buddhismus nicht einfach nach Europa verpflanzt
werden. Sein Anliegen war daher die Schaffung eines europäischen Buddhismus. Hier folgte
Stort einem damals sehr bekannten Buddhismus-Interpreten, der auch im „Mittleren Weg“
11
majjhimâ - patipadâ 3 - 2013
seine Vorstellungen ausbreitete: Winfried Kruckenberg, der als Naturwissenschaftler um eine
Synthese von Naturwissenschaft und Buddhismus bemüht war und an die indogermanische
Kulturtradition anschließen wollte.
Vor dem Zentrum
Drostestraße mit
Bhikkhu
Dhammananda
Bei seinem Bemühen, die Buddhalehre zu verstehen und zu interpretieren, wich Stort auch
nicht der Auseinandersetzung mit buddhistischen Kapazitäten der eigenen Richtung aus.
So führte er einen heftigen Disput mit Paul Debes über die Frage, ob es „Geistwesen“ als
unvergänglichen Teil der Menschen gebe – ein auch später immer wieder erörtertes Problem.
Die Freiheit, auch als Laie ohne Pali-Kenntnisse oder Studium der Religionswissenschaft
Texte zu analysieren und gegebenenfalls zu mißliebigen Erkenntnissen zu kommen, wurde
bis heute sorgsam gehütet und ist wichtige Grundlage unserer Redaktionsarbeit.
Das buddhistische Fahrzeug des BBH war und ist also das „Hinayana“, wobei wir diesen
inzwischen verpönten Begriff nur der Systematik halber benutzen wollen. Dass sich mit
lockerer Anbindung an den BBH auch eine tibetisch-buddhistische Gruppe (Bernd Weber)
bildete, sei nur am Rande erwähnt. Zusammen mit den Wohnnachbarn des Zen Dojo
Shobogendo also doch ein alle drei „Fahrzeuge“ umfassendes traditionsübergreifendes
Zentrum in der Drostestraße 8.
b) Buddhismus im Abendland
Erstmals in der Geschichte des Buddhismus treffen in unserer Zeit die verschiedenen
Schulrichtungen hier im Westen alle aufeinander und begegnen gleichzeitig einer
andersartigen, christlich geprägten Kultur. Der BBH hat immer über den Tellerrand
hinausgeschaut und diese Entwicklung verfolgt und sich nicht gescheut, das Gesehene zu
analysieren und zu kommentieren. Das hat ihm nicht immer Freunde verschafft. Kritische
Betrachtung von Islam und interreligiöser Verbrüderung mögen ein Beispiel sein.
Was ist aber aus der Suche nach einem westlichen Buddhismus geworden? Schwärmerisch
wurde schon von einer „Vierten Drehung des Rades der Lehre“ geredet. In DMW Heft 3/1996
DMW wird über „Die Epochen des Buddhismus und den derzeitigen Paradigmenwechsel“
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geschrieben und dargelegt, dass nach dem Ende des Materialismus Raum sei für einen
Buddhismus, der angepasst ist an die „Psychologie und Kultur der Gesellschaft, der er dienen
soll“ (Thich Nhat Hanh). Und der oben erwähnte Naturwissenschaftler W. Kruckenberg,
heute leider weitgehend in Vergessenheit geraten, plädierte für einen modernen, auf
Naturwissenschaft und vorchristlicher Kulturtradition basierenden zeitgemäßen Buddhismus.
Bemerkenswert der Brite Lingwood (Ordensname „Sangharakshita“), der die selbstlose
und altruistische Einstellung der Bodhisattvas im modernen Sinn als sozial- und
gesellschaftspolitisches Engagement interpretierte. Damit öffnete er die Tore für einen sich
als „sozial engagiert“ bezeichnenden Buddhismus, wie er zunehmend praktische Gestalt
annimmt. Die Buddhisten verlassen ihre Meditationskissen und werden gesellschaftlich tätig.
All diese Entwicklungen fanden Eingang in die Gesprächskreise des BBH. Erstaunt nahmen
wir zur Kenntnis, dass statt von „Drehung des Lehrrades“ nunmehr von sozialem und
integralem Buddhismus die Rede ist. Friedvolle Protestformen („occupy samsara“) sollen
der Welt (buddhistisches) Heil bringen ungeachtet der Frage, ob derartige politische Anliegen
nicht den Boden des „Dhamma“ verlassen und erfahrungsgemäß früher oder später in
Intoleranz und Gewalt umschlagen. Der im Westen lebende Vietnamese Nhat Hanh werkelt
gar an Axiomen der buddhistischen Lehre, um zu einem „zeitgemäßen“ Dhammaverständnis
zu kommen.
Die Woge der Entwicklung – selbst im tibetischen Buddhismus drängt ein fortschrittlicher
Dalai Lama auf massive Veränderungen – veranlaßt uns zur Besinnung auf die
ursprüngliche Gedankenwelt der Palitexte. Dabei akzeptieren wir durchaus die modernen
Aussagen eines Thomas Metzinger zur Existenz eines „Ich“ aus neurowissenschaftlicher
Sicht oder eines Stephen Batchelor zu einem „säkularen“ Buddhismus.
Doch die Antwort auf die Frage, wohin sich der Buddhismus denn nun entwickeln wird,
scheint immer komplizierter zu werden. Warten wir ab.
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Liebe Freunde des BBH,
unser Verein wurde vor 50 Jahren am 19.10.1963 gegründet und dies
ist Anlass, in einer kleinen Feier dieses Ereignisses zu gedenken.
Dazu laden wir Sie am Samstag, den 19.10.2013 ab 15:00 Uhr in den
Räumlichkeiten des BBH herzlich ein.
Herr Baumert wird aus seiner langjährigen Erfahrung heraus über
die Entwicklung des BBH berichten und anschließend wird die ZenMeisterin Dagmar Doko Waskönig einen Festvortrag halten. Für etwas
zu essen und zu trinken ist auch gesorgt.
Bitte kommen Sie bei uns vorbei - wir freuen uns auf Sie!
Herzliche Grüße
der Vorstand
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Wanderung durch Berge und Täler zum ruhigen Meer
oder: Uwe Kickstein und das TAO der Musik
von Martin Platz
Wer einmal den Klängen der Musikgruppe BHAVANA vom BBH sein Ohr geöffnet hat,
könnte meinen, dass diese Musik, ihre Töne, Klänge, Rhythmen spontan entstünden, um genau mit dieser (vermeintlichen) Spontaneität einen Weg von Herz zu Herzen zu finden. Zwar
träumten wir Musiker der Gruppe immer wieder mal von diesem Ideal, in unserer Praxis,
Aufführungspraxis ging es primär immer erst einmal handfester, praktischer zu. In einer Programmvorlage für einen Auftritt von BHAVANA in der „Langen Nacht der Religionen“ am
3.Sept. 2011 heißt es in der Spielanweisung für die Musiker zum Einführungsstück „Impro“
für Tambura, l2Str-Gitarre, Gitarre, Flöte, Chimes folgendermaßen:
Tambura erklingt aus der Stille
l2string-Gitarre kommt hinzu (leichtes Streichen, dann Zupfmuster Melodie andeutend)
dann 6string Gitarre, leichtes Zupfmuster weniger Töne
Querflöte kommt hinzu: lang gehauchte Töne mit C beginnend, dann solistisch
l2string Gitarre nimmt sich zurück (leiser), 6string-Gitarre in den Vordergrund mit wenigen
Tönen (leichtes Zupfmuster), l2string-Gitarre ergänzt wieder dazukommend.
Zum Schluss: l2string-Gitarre klingt aus, dann Flöte, dann 6string-Gitarre, dann Tambura,
Chimes und Klangschalen setzen letzte Akzente.
Stille
Übergang zum Gayatrymantra usw. usf. mit ähnlichen z.T. noch detaillierteren nüchternen
Spielanweisungen usw. usf..
Auch wenn solche Spielanweisungen bei den Übungsterminen unter uns abgesprochen und
ausprobiert wurden - ihnen aber gewissermaßen definitiv eine verbindliche Form, eine Art
Endredaktion zu geben, war Uwes Anliegen und Geschenk an uns, es lag dann einerseits
ein fürs Erste nüchternes schriftliches Schema, also etwas Ordnungstiftendes vor uns (s.o.),
gleichzeitig geschah aber - Überraschung! - Überraschung! - durch kleinere und größere Akzentverschiebung auch Anderes, Überzeugenderes, Neusetzung, nämlich: Arrangement, dem
wir anderen dann nur zu gerne zu folgen bereit waren, eben, weil Neues lockte…
Ich bin mir sicher, dass sich hier, gewissermaßen in so einem „ping-pong“ von „trial and
error“ Uwes Begeisterung und Freude entwickelte, selber Stücke zu entwerfen, ja, Neues zu
komponieren!! „FREUDE ENTSTEHT“ heißt eines seiner selbständig entworfenen Stücke,
ganz sicher tiefergehend gemeint, aber eben auch für Freude an der Musik war Uwe keine
Zeit und kein Geld in geradezu unbeschränktem Ausmaß zu schade. Wer komponiert, trägt
ein Klangideal, ein Formziel und letztlich eine Vorstellung davon im Herzen, wie man die
beiden erreichen könnte. Ob sich seine Klangvorstellungen allein aus seinen spirituellen Idealen entwickelt haben, ist für mich eine müßige Frage, zumindest bestand da zu keiner Zeit
ein Widerspruch, heißt es doch so schön im Lotos-Sutra: wenn Musik mit freudigem Herzen
durch Gesang und Trommel die Verdienste der Buddhas gepriesen haben, wenn auch mit leiser Stimme, dann haben auch diese den Buddha-Weg erreicht. Gesang und Trommel hat Uwe
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für das Erreichen seines Buddha-Weges ganz sicher nicht nötig gehabt, aber beides und erst
recht der Klang seiner schönen Gitarren haben diesen für alle noch sichtbarer, noch hörbarer,
noch überzeugender und......!!...verlockender gemacht, ja verzaubert erscheinen lassen. Keines seiner anderen Stücke hat mir das so bewusst gemacht, mich im wahrsten Sinne des Wortes so begeistert wie eine seiner ersten bewusst durchkomponierten Klangreisen: LOTOS!
Für einen ersten Auftritt von BHAVANA außerhalb wohlwollender BBH-Sangha-Geborgenheit, nämlich im Ärztehaus Hannover vor großem Auditorium anlässlich eines Vortrages über
tibetische Medizin, stellte sich uns die Frage nach einem geeigneten Eröffnungsstück, einer
längeren Klangmeditation. Sie müsse geeignet sein, uns das Lampenfieber zu nehmen, uns
ein Gefühl verkleinerter Sangha im Fremden garantieren und gleichzeitig den Zuhörer dazu
einzuladen, sich ebenfalls zugehörig zu fühlen. Diese Erwartungen - wir waren uns schnell
einig - konnte nur Uwes Lotos-Komposition erfüllen. So geschah es.
Eine schöne, strahlend weiße geöffnete Lotosblüte hatten wir in eine grüne mit Wasser gefüllte Schale gelegt und auf eine mitgebrachte Säule aus Holz vor die Zuhörer gestellt, das
musikalische Bild einer frühmorgendlichen Stimmung erklang, (ich assoziiere bei LOTOS
immer erste Sonnenstrahlen aus leuchtend blauem Himmel über der morgendlichen Stille
eines Sees voller Blüten, die sich zu öffnen beginnen, vielleicht am ehesten noch mit Stings
Naturmalereien aus „Morning has broken“, vergleichbar,) LOTOS also erklang, von Anfang
an durchgehend mit einem kräftigen, entschlossenem Akkordspiel.:
Vorweg die hellen lauten Töne der hart angeschlagenen Klangschalen, symbolisch das Licht
der aufgehenden Sonne ankündigend, dann die ersten kräftigen entschlossenen Gitarrenakkorde, erste, zweite Gitarre im Wechsel und zusammen, dazu, überraschend grell die brillierenden Flötentöne über dem Ruhe stiftenden Klangteppich des Keyboards. Waren es 9 oder
10 oder 15 Minuten? Oder eine kleine Ewigkeit? Unter uns und unter den Zuhörern war
friedvolle Stille eingetreten, an die nach zwei weiteren Stücken ein interessanter Vortrag über
eine ganz andere Medizin entspannt anknüpfen konnte. Ich erinnere mich, dass ich während
des ganzen Vortrags das Gefühl hatte, die Klänge von LOTOS stünden weiterhin im Raum,
ja dass sie die Worte der Vortragenden in wohlklingende heilsame Farben verwandelten, und
dass mir absolut festzustehen schien, es könne überhaupt keine andere, bessere Medizin als
die tibetische geben. Wir werden sehr weit in Geist und Herz, wenn uns das TAO der Musik
streift und beglückt!!!
Musik ist unsichtbar, und doch wissen wir, sie ist da. Wir können sie nicht berühren, aber man
kann sie spielen. Wir können sie nicht schmecken, aber man kann sie genießen. Wir können
sie nicht riechen und doch erfüllt sie die Luft mit Duft. Sobald das TAO DER MUSIK erst
einmal gespürt worden ist, wird es nie mehr vergessen.
JA,
die vielen musikalischen und freundschaftlichen Erfahrungen mit Uwe in der Bhavana-Gruppe werden mir unvergesslich bleiben und ich würde mir wünschen, dass ich, wir oder wer
auch immer, Kraft, Fantasie, Liebe und Ausdauer aufbrächten, seine anderen Kompositionen
oder solche Musikstücke, denen er seinen kompositorischen Geist verliehen hat, zu sampeln,
in einem Album zusammenzufassen. Es gibt sie alle verstreut in den verschiedensten Fassungen auf seinen vielen CDs, die er unermüdlich als Protokolle unserer musikalischen Treffen aufgenommen hat, wie z.B. AM MEER, oder WEG DER MÖNCHE, oder das Projekt
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TO THE FAIRY GROUND mit Dirk, oder SCHAU NACH INNEN, oder FREUDE ENTSTEHT, oder seine längste Komposition WANDERUNG DURCH BERGE UND TÄLER
ZUM RUHIGEN MEER, an der sein Herz in besonderer Weise hing.
Es gibt einen Moment im Zusammensein von Musikern, in dem - wie aus heiterem Himmel mit einem Mal nichts mehr geht wie gestern oder wie eigentlich doch sonst immer, plötzlich
streitet man sich, versteht die Welt nicht mehr und begreift nicht, dass sich unbemerkt und
längst etwas verändert hat, von dem man nicht die geringste Ahnung gehabt hätte, dass es
sich verändern könnte. BHAVANA!!! Das Sanskritwort steht in einer ersten vordergründigen
Bedeutung für Veränderung. In unser Musikgruppe habe ich mit Uwe die Erfahrung gemacht,
dass Frustration und Streit nicht sein muss, wenn man von diesem BHAVANA-Prinzip nicht
nur Kenntnis nimmt, sondern seine Bedeutung in einem viel umfassenderen Sinn zu begreifen, ja zu praktizieren versucht. Für Uwe und mich (genauso auch wie für Uwe und Dirk mit
den Gitarren) hieß das: Improvisation, Gitarre und Flöte, ....Flöte und Gitarre... usw. usw.
Unendlichkeit des Dialogs zwischen zwei doch eigentlich völlig verschiedenen, sich fremden
Klangwelten, Bewusstseinswelten. TAO!
Sobald du das TAO DER MUSIK einmal gespürt hast, wirst du es nie mehr vergessen, wirst
es immer wieder suchen. Ich habe in vielen Gruppen und Orchestern zeitlebens mitspielen
dürfen, das TAO DER MUSIK habe ich nur in der BHAVANA-Gruppe und im improvisatorischen Zusammenspiel mit Uwe erfahren dürfen.
Es ist ein eigen Ding mit der Trauer, genau so mächtig wie die Liebe kommt und geht sie,
wann und wie sie will. Erst jetzt, wenn ich den Raben „Nevermore“ krächzen höre, begreife
ich, so wie mit Uwe wird meine Musik nie wieder sein, und es kommen mir die Tränen. Aber
ich muss fürchten, es sind gänzlich „unwissende“, „unerleuchtete“, „egoistische“ Tränen, die
Uwes Welt des Gleichmuts nicht angemessen sind.
Die Dinge, die wir sehen,
sind dieselben Dinge, die in uns sind.
Es gibt keine Wirklichkeit als die,
die wir in uns haben.
Darum leben die meisten Menschen so unwirklich,
weil sie die Bilder außerhalb für das Wirkliche halten
und ihre eigene Welt in sich
gar nicht zu Worte kommen lassen.
Man kann glücklich dabei sein.
Aber wenn man einmal das andere weiß,
dann hat man die Wahl nicht mehr,
den Weg der meisten (=Irrläufer) zu gehen.
Hermann Hesse
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Eine Kritik, Aufklärung - oder gar Provokation? - unserer extravertierten „modernen“
Verbraucherkultur:
von Rother Baumert
Man liebt zuletzt seine Begierde,
und nicht das Begehrte.
Friedrich Nietzsche
Aphorismus 175 aus „Jenseits von Gut und Böse“
Ganz im Sinne der Buddha-Lehre wird hier ein scheinbar selbständiges Objekt infragegestellt. Worauf projizieren wir alles „Begehrte“?
denn gerade das Begehrliche daran liegt nur „in uns selbst“, nämlich unserer Begierde. Nur
scheinbar weilt und „winkt“ das Begehrte (noch) getrennt von uns im Außen; man sieht und
erlebt „sich selbst“ als getrennt und sucht (strebt, sehnt sich, dürstet nach) Rückbindung
auf gewohntem Wege des Verlangens: Haben- und Besitzen-Wollen! Dieses Bedürfnis projiziert man extravertiert nach außen, um „etwas“ als ein „Sein“ zu fxieren* und zu benennen,
es auch verbal abzusondern, herauszuheben aus dem Strom allen bedingten Werdens und
Vergehens - paticcasamuppada . Nichts kann jedoch getrennt existieren. Insofern verführt
(täuscht) schon die Sprache bzw. Grammatik uns - meist unbewusst vom Schema „SubjektPrädikat-Objekt“ abhängig - über die originäre Qualität von Realität hinweg, nämlich als
leeren Prozess, der nichts Bleibendes enthält.
Hat man dies irgendwann - nachspürend, einfühlsam … - verstanden und sich auch eingestanden, kann letztlich auch ein Prozess des Loslassens beginnen - jagt man doch immer nur
einer Chimäre, Einbildung oder Vorstellung von „sich selbst“ hinterher - gleichbedeutend
hier auf das nach außen projizierte Bedürfnis bezogen: man läuft auch vor „sich selbst“
davon, indem man das Begehrte im Außen sucht und zu finden glaubt (Extraversion), dabei
jedoch übersieht oder ignoriert, dass uns nur die Begierde als Ursache treibt. - Vermag (dualistisch geprägte) Sprache solche Vorgänge jemals weiter differenzieren als deren konkret
erlebte Erfahrungen einleuchten - z.B. über Meditation, Kontemplation …? - und solche
Erfahrungen lassen sich weder speichern noch anderen weiter-geben, man kann sie „nur“
kontinuierlich vertiefen: der Weg ist das Ziel … selbstverantwortlich!
Ergänzend hierzu Nietzsche´s „Ich-Illusion durch Grammatik“ (Aphorismus Nr. 17 aus „Jenseits von Gut und Böse - zuletzt abgedruckt in DMW Nr. 2/2007, S. 28) und Hermann Hesse:
„Die Dinge, die wir sehen ...“ (s. Seite 16).
~~~~
*Man gewöhnt sich an die Vorstellung, als sei ein sicheres (gesichertes) Objekt vorhanden,
das scheinbar unabhängig ins Blickfeld gerückt - anvisiert - wird. Gerade die kommerzielle
Werbung (Verführung!) weiß sich dieses Bedürfnisprozesses geschickt zu bedienen, zunutze
zu machen; d.h. man muss „es“, das Objekt des Begehrens, nur erwerben, besitzen …, um
„sich“ abzusichern, sein Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen, eher noch zu kompensieren.
So geraten wir immer tiefer in die Falle der Abhängigkeit - letztendlich von unseren eigenen
Begierden.
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Wir gehen in den Tempel
von Georg Böhmeke
In Korea gibt es noch ein paar ganz wenige Buddhisten. Der koreanische Buddhismus ist
eine Mischung aus 40% Vajrayana, 30% Zen und 30% Tradition. Er hat eine merkwürdige
Doppelrolle. Es gibt wertvolle historische Tempelanlagen, wo Touristen Fotos machen, und
es gibt aktive Gemeinden von gläubigen Buddhisten. Es ist Sonntag vormittag und wir fahren
von Geoje-Si nach Tongyeong. Sollte es dunkel sein, helfen uns die vielen hell erleuchteten
Kreuze der zig Kirchen am Wegesrand, zum Tempel zu finden.
Da kommen wir nun in die Tempelanlage. Im Eingangstor rechts und links Gemälde von
teils finsteren teils komischen Karikatur-ähnlich übertriebenen Gestalten, einer hat eine Art
Mandoline, einer ein Schwert. Damit möge er uns vor Lee Myung Bak beschützen! (Früherer
Ministerpräsident, Anti-Buddhist)
Reis, Früchte, Kekse. Ein paar Räucherstäbchen räuchern, aber mässig, weniger als in einem
Hindutempel. Die Wände sind mit grossen bunten Bildern geschmückt die vom Stil her aus
dem Vajrayana kommen, sie zeigen die Lebensgeschichte Buddhas von der unbefleckten
Empfängnis mit dem weissen Elefanten, ein Bild zeigt die drei Götterboten, dann kommen
Asketenjahre, die Predigt von Varanasi, und zuletzt der
Tod. Auf dem Sterbebett liegend, umgeben Buddha
klagende Mönche, aber auch ein paar Tiere sind
aus dem Wald gekommen. Doppelte Symbolik: Ohne Unterschiede sind alle Lebwesen
dem Tod geweiht. Und in jedem von uns,
selbst Tieren, steckt ein Stück BuddhaNatur, jeder hat die Chance irgendwann im langen Laufe von Geburt
und Tod die völlige Erkenntnis und
Befreiung zu erlangen.
Rechts an der Wand steht eine Figur mit Schlappohren und einem
speziellen Schwert namens HOA
ÅM SONG JUNG. Er ist „ruler of
the gods level of Tavatimsa, protecting Buddhism“. Diese Figur ist
eine Phantasiefigur aus der koreanischen Schule und z.B. in Japan nicht
vorhanden.
Weiter geradeaus zum Tempel-Hauptgebäude. Wir gehen durch den Seiteneingang rein und
ziehen die Schuhe aus. Dicke Wollstrümpfe werden empfohlen denn es ist kalt, geheizt wird
nur provisorisch mit 2 stinkenden Ölbrennern, deren Keramikplatten hell glühen.
Es sind da so etwa 20 Leute drin, grösstenteils Frauen. Sie haben dicke Beine weil sie ständig
auf Berge klettern, aber wunderschöne schwarze Haare und sie sind seeeeeehr erotisch &
exotisch! Wo sind denn die Ehemänner? Auf der Werft, dicke Bleche schweissen. Oder schon
gestorben vor Stress und Überarbeitung vom dicke Bleche schweissen.
Man tut was in die Spardose. Wer arm ist gibt ein oder zwei mal „blau“, die Mittelschicht
„braun“ und wer besser verdient gibt „grün“ oder sogar zwei von den grünen Scheinen.
Die Gemeinde sitzt da so auf flachen Sitzkissen, einige haben eine Perlenkette und summeln
& brummeln ein Mantra z.B. om mani padme hum oder goan-sä-ym-bo-sal oder tun gar nix.
Auf dem Altar in der Mitte sitzt ein goldener Buddha Shakyamuni, davon rechts (vom Betrachter gesehen) Avalokitesvara, hier GOAN SÄ YM BO SAL genannt (höre-Welt-Klagen-Boddhisatva), also einer der das Klagen der Leute hört, die auf der Werft dicke Bleche
schweissen für ne handvoll Reis.
Es ist wohl ein Urbedürfnis der Menschheit, einen Gott im Himmel zu haben, der uns beschützt und hilft. Atheistisch orientierte Leute sehen ihn als Hilfskonstruktion, andere glauben fest an seine Existenz. Aber Gedanken sind Kräfte und lassen ihn zur Wirklichkeit werden.
Links von Shakyamuni (SÅG GA MO NI - BU TSCHO NIM) sitzt Ksitigarbha (DJI DJANG
BO SAL), eine weitere Phantasiefigur aus der tibetischen Schule. Er hilft uns beim schlimmsten was einem Menschen passieren kann, dem Sterben. Wer behauptet er hätte die Angst vor
dem Tode überwunden, erzählt entweder Unsinn oder er hat die höchste Stufe erreicht, aber
dann wird er nicht mehr darüber sprechen („...darüber muss man schweigen“).
Somit sind nun 3 vergoldete Figuren auf einem Altar, davor symbolische „Opfergaben“ wie
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Neben ihm ist ein Bild, was einen Reiter zeigt, der gelassen über eine Festungsmauer ins Bodenlose springt, er gibt das
Anhaften an seine Existenz auf und „öffnet
die Hände über dem Abgrund“, ein wesentlicher
Bezug zum Grundgedanken des Zen.
Die Decke ist dicht behängt mit Lampions, darin kleine elektrische Birnen. Ein weisser Lampion ist für einen verstorbenen Angehörigen, die roten sind von lebenden Leuten, der Name
steht seitlich drauf. So einen weissen habe ich gegen Spende im Tempel in London hängen
für meinen Vater und Onkel. An den Wänden sind Regale mit hunderten von winzigen Abteilungen, jeweils ein Namensschild und eine kleine gelblich leuchtende Glühbirne. Dort die
Namen der verstorbenen Angehörigen, die schon länger in eine neue Existenz gewechselt
sind.
Erinnerung und Verehrung der Vorfahren ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Koreanischen Kultur. Das ist logisch, da die Väter und Grossväter fast immer irgendwas aufgebaut
haben was den jüngeren einen besseren Start ins Leben ermöglicht, z.B. eine Landwirtschaft
oder ein Haus oder einen Handwerksbetrieb.
Bis vor kurzem lebte man in Grossfamilien. Heute ganz individuell nach USA Stil mit USA
Kleidung und USA Autos, USA Religion (fanatische Christliche Sekten), man wählt kapita19
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listisch-konservativ, isst bei McsDonalds Hamburger, und lernt fleissig englisch (wenns geht
mit amerikanischem Akzent). Aber nun zurück zum Tempel.
Da kommt ein Mönch in der grauen Kutte, braun-roter Umhang (der die Rangordnung andeutet) und er greift sich das Mikrofon, klopft drauf, jawoll, geht. Die Gemeinde horcht auf,
lauscht gespannt, und er eröffnet die Feier mit den bedeutsamen Worten: „Bitte geht mit
euren Plastikjacken nicht so dicht an die Ölheizer ran“.
Und nun solls auch bitteschön losgehen. Unsere drei Bronzefiguren warten schon.
Der Mönch beginnt mit der Rezitation des CHÅN SU GJONG (thousand hands Sutra), eine
Liturgie, basiert auf der kleinen Terz. Hymne an GOAN SÄ YM BO SAL, koreanisch, aber
mit einer Mantra-Einlage die keinen Sinn gibt. Es handelt sich hier um ehemaliges Sanskrit, was so gesprochen wird wie ein Koreaner das Chinesische Schriftzeichen aussprechen
würde, was die Übersetzung des Originaltextes wäre. Also unverständliche Laute, aber man
erkennt gelegentlich etwas, wie „namo“ oder „maha“ oder „guru“, auch „om mani padme
hum“. Das Ganze geht flott und kraftvoll, die Gemeinde singt mit, der Takt wird mit dem
Mog-Tag geschlagen. Eine ausgehöhlte Holzkugel mit Griff, Klöppel zum Dranklopfen.
Nun kommen noch 2 weitere Mönche, der mit dem dunkelrotbraunsten Umhang über der
grauen Robe ist der Boss.
Es folgt das wunderschöne CHIL JANG RE, eine Mischung aus Lied und Liturgie. In Dankbarkeit verbeugen wir uns vor Shakyamuni Buddha, vor Bodhidarma, vor allen den ehrenwerten Leuten, die uns die Buddhalehre bis in unsere Halbinsel brachten. Es liegt ein Zauber
in diesem Stück. Da ich kein Wort Koreanisch kann, kann es nicht der Text sein. Es sind
die Gedanken der gesamten Gemeinde die sich vereinigen zu einer geistigen Kraft, die uns
die Tür öffnet, die uns aus dieser engen Welt raus führt. Etwas unbeschreibliches, wohl das
was Ananda erklären wollte als er ohne Worte dem Buddha eine Blume überreichte. Dieser
Kernpunkt, der Urschrei des Menschen auf der Suche nach Befreiung, und die Freude über
die Tatsache, dass es einen Weg gibt, das bestätigt mich seit über 40 Jahren, immer wieder
Zuflucht zu Buddha, Lehre und Gemeinde zu nehmen.
Dann kommt die Gymnastik, der Mönch klopft mit dem Mogtag und rezitiert als Liturgie
etwa 1000 mal „Goan-sä-ym-bosal“, zu dem die Leute dann 108 Verbeugungen machen. Diese gehen bis auf den Boden in die Knie mit dem Kopf zum Erdboden, jedoch nicht wie in Tibet mit langem Ausstrecken auf dem Bauch. Die Gemeinde macht die „hundred-eight bows“,
der Mönch langweilt sich, aber denkt, besser als auf der Werft ist es hier im Tempel allemal.
Das macht warm, soll auch, denn geheizt ist ja kaum. Turnvater Jahn wäre glücklich wenn er
das sehen könnte, ich glaube er würde zum Buddhismus übertreten.
Es folgt bei Bedarf noch ein Teil wo man der Verstorbenen gedenkt, insbesondere gibt es
Gedenk-Andachten bis 49 Tage nach dem Tod. Die Bilder sind auf der linken Tempelseite
von den Angehörigen hingestellt. Mit Erschütterung sehe ich das Bild einer jungen Frau, um
die 30 Jahre alt. Autounfall? Krebs?
Die Gemeinde löst sich dann auf, und man begutachtet die Opfergaben auf dem Altar. Normal haben unsere drei Bronze-Freunde recht wenig davon gegessen, und so packen wir das
alles wieder ein und bringen es in die Kantine.
Noch eine Verbeugung, und man verlässt den Tempel.
Auf dem Weg zur Kantine begegnet mir ein junger Mönch, er lacht und ist fröhlich. Er hat
einen Hund an der Leine, der kommt neugierig an, schnüffelt, reibt seinen Kopf an meinem Hosenbein. Ich begrüsse ihn auf deutsch, er freut sich sichtlich und der Mönch sagt
auf koreanisch: „der Hund mag dich, du bist bestimmt Tierfreund“ (stimmt, und deswegen
Vegetarier). Irgendwer übersetzt. „Wo kommst du denn her?“ fragt der Mönch und ich sage
„dog il saram“.
Dann macht es wieder toktoktok, ein älterer Mönch schlägt das Mogtag, Essen ist fertig. Wir
stehen mit den Anderen Schlange und holen uns eine Portion Tempelessen, vegetarisch. Ein
paar Waldbrand-Wächter haben sich zu uns gesellt, sie haben ein so geringes Gehalt, dass sie
auf eine Portion Essen im Tempel angewiesen sind. Das ist in Ordnung, keiner verlangt direkt
Geld oder Spenden, irgendwie kommt man klar.
Nun wäre ein Nachtisch gut. Es gibt eine Portion Kaffee, genauer gesagt Zuckerwasser mit
einer homöopathischen Dosis Kaffee darin, so dass ich auf dem Nachhauseweg erstmal in
eine italienische Eisdiele muss und mir einen doppelten Espresso hole.
So fahren wir dann mit der dicken fetten Limousine mit Automatikgetriebe wieder vom Tempel nach Hause und verbrauchen dabei 12 Liter auf 100km, denn in Korea liebt man die
sinnlose Verschwendung. Es gibt in ganz Korea kein einziges Auto mit normalem Getriebe.
20% des Sprits werden im Drehmomentenwandler sowie durch unoptimale Betriebszustände
des Motors sinnlos in Wärme umgewandelt. Wers nicht glaubt, lese bitte das Buch „Hydrodynamik in der Antriebstechnik“ von Voith und befasse sich mit Automatikgetrieben.
Gar mächtig blubbert der V6 Motor vor sich hin, an den zahlreichen Tankstellen vorbei folgen wir der Schnellstrasse 14, und bald sind wir wieder in Geoje-Si.
Und morgen früh wieder auf die Werft, wo die Kollegen dicke Bleche schweißen.
Mögen sie alle glücklich sein!
Dann gibt es noch einen Zen-orientierten Teil. Man dreht sich zur Figur des Typs mit dem kuriosen Schwert und rezitiert das Herz-Sutra auf koreanisch. Im Tempel in London würde man
hier die englische Übersetzung sprechen. Das Mantra zum Schluss wird ähnlich wie Sanskrit
ausgesprochen, man kann erkennen dass es GATE GATE PARAGATE PARASAMGATE
BODHI SVAHA sein soll.
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Theravāda-Treffen in Rinteln
von Michael Funk
Das Frühjahrstreffen der Theravada AG vereinte wieder 18 Aktive. Der inhaltliche Schwerpunkt lag diesmal auf Konzentrationsmeditation (Samatha bhavana). Einen ganzen Tag lang
führte uns Christine Garbe in das Thema ein und vertiefte es. Sie kann auf viele Jahre Studium und Meditationspraxis in der Mahasi- und Pa Auk-Tradition in Burma zurückblicken.
Ausgangspunkt jeder Meditation sollten günstige äußere (ruhiger, abgeschiedener Ort) und
innere (ethisch einwandfreies Leben) Bedingungen sein. Die Konzentrationsmeditation dient
als Vorbereitung für die Einsichtsmeditation (Vipassana bhavana). Bei der Konzentrationsmeditation wird der Geist gesammelt und Hindernisse werden beseitigt. So können die fünf
großen und 11 kleinen Hindernisse durch die fünf Faktoren der Konzentration überwunden
werden. Dies sind: anfängliche und ausdauernde Hinwendung des Geistes, Freude, Glück
und Einspitzigkeit.
Das Buch „Buddhistische Zeremonien und Rituale“ wird ab Sommer als kopierte Broschüre
ebenfalls über die Theravada- bzw. DBU-Webseite erhältlich sein.
Das buddhistische Ratespiel ist nahezu fertig und wird nun grafisch und drucktechnisch umgesetzt.
Das Sahana-Projekt Bau einer neuen Dhamma-Schule einschließlich Bibliothek im Süden
Sri Lankas wurde Ende 2012 fertig gestellt. Jetzt wird der Fokus auf einen Dorfbrunnen und
den staatlich geförderten Gewürzanbau gelegt. Ziel sind die finanzielle Selbständigkeit des
Dorfs und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Auf eine buddhistische Patientenverfügung wird verzichtet, da dies die Krankenhäuser nicht
interessiert. Es wurde auf zahlreiche juristisch sichere Vorlagen von Behörden und Wohlfahrtsverbänden verwiesen. Dazu wird es in Kürze eine Zusammenfassung auf der Theravada-Webseite geben.
Das nächste Treffen findet vom 30.08.-01.09.13 im Haus Siddharta in Bonn statt.
Die Sammlung des Geistes geschieht durch Konzentration auf ein Objekt, wie z.B. 4 Farben
BBH Mitgliederversammlung 8. Juni 2013
TOP 1: Eröffnung, Beschlussfähigkeit, Protokollführung
Nach einer kurzen Meditation wird die Versammlung um 15.10 Uhr von Rother Baumert
eröffnet und Axel Rodeck zum Protokollführer bestimmt. Sodann begrüßt Rother Baumert
die Anwesenden und übernimmt die Leitung.
Zunächst wird festgestellt, dass ordnungsgemäße Ladung durch die an alle Mitglieder versandte Zeitschrift „DMW“ Heft 2/2013 S. 25 erfolgt ist.
Anwesend sind 10 Vereinsmitglieder und 3 Gäste, zu denen sich später noch ein weiterer
Gast gesellt. Vertretungsvollmachten liegen von 8 Mitgliedern vor, so dass insgesamt 18
Stimmen von Mitgliedern vorhanden sind.
(weiß, gelb, rot, schwarz), 4 Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft), Atem. Durch diese Konzentration können geistige Absorptionszustände (Jhanas) erreicht werden, aus denen heraus
in die Einsichtsmeditation (direktes, besonderes Sehen) gewechselt wird, um die Natur der
Erscheinungen zu sehen/ zu erfahren. Einsichtsmeditation kann aber auch ohne Absorptionszustände, mittels Konzentration und Achtsamkeit auf Körper- und Geistobjekte durchgeführt
werden. Die Einsichtsmeditation wird uns Christine Garbe beim nächsten Treffen erläutern.
Weiterhin wurde über die folgenden, erfolgreich beendeten Projekte berichtet:
Das wertvolle Buch Nyanarama – Die sieben Betrachtungen der Einsicht wurde überarbeitet
(Layout wie bei den anderen Theravada-Büchern) und neu aufgelegt.
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Damit ist Beschlußfähigkeit gem. § 32 BGB gegeben.
TOP 2: Bericht eines Vorstandsmitgliedes über den abgelaufenen Geschäftszeitraum
Rother Baumert berichtet über die Mitgliederentwicklung im Berichtszeitraum. Vor zwei
Jahren im Juni 2011 hatte der Verein 47 Mitglieder. Dazu stießen zwei neue Mitglieder und
schieden zwei Mitglieder aus. Es verstarben zudem zwei weitere Mitglieder, so dass per Juni
2013 der Stand von vor zwei Jahren auf 45 Mitglieder gesunken ist.
Es folgt ein kurzes Gedenken an die verstorbenen Mitglieder
(Wilhelm Grimm und Uwe Kickstein)
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Der Altersdurchschnitt des Vorstandes ist wiederum gestiegen. Wie Rother Baumert ausführt,
machen die Jahrgänge älter als 1946 insgesamt 20 Personen aus, jüngeren Jahrgangs sind 25
Mitglieder.
Anschließend gibt Helga Hoffmann den Kassenprüfungsbericht. Sie hat stichprobenhaft die
Ausgaben des Vereins geprüft und festgestellt, dass diese den satzungsgemäßen Zwecken des
Vereins entsprachen.
Sodann berichtet Rother Baumert über die regelmäßigen Aktivitäten, hauptsächlich:
Es wird daraufhin über die Entlastung des Kassenwartes bzw. seines nachfolgenden Vertreters abgestimmt. Ergebnis: Einstimmige Entlastung.
• Gesprächskreis Dhamma-Lehre
• Meditation und Yoga (Uwe, verstorben)
TOP 4: Entlastung des Vorstands
• Tibetischer Buddhismus (Bernd Weber)
Die Abstimmung über Entlastung des Vorstands führt dazu, dass bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder die Entlastung einstimmig mit den übrigen 13 Mitgliederstimmen erfolgt.
• Buddhistische Puja (Bernd Rink)
• Vipassana-Meditation (Franz Friczewski)
• Musikgruppe Bhavana
• Herstellung der Zeitschrift „Der Mittlere Weg“
Allen Beteiligten wird für ihren Einsatz Dank ausgesprochen.
Erwähnt werden auch sonstige Aktivitäten, die von ordinierten oder nicht ordinierten Personen auf Veranstaltungen des BBH erbracht werden, insbesondere auf Seminarveranstaltungen.
Dabei wird beklagt, dass das Interesse an den Veranstaltungen nachläßt, wofür das Fehlen
eines „Spirituellen Teils“ verantwortlich gemacht werden könnte. Deswegen hat Rother Baumert jetzt auch einen „Achtsamkeitstag“ wieder eingeführt. Die Vipassana-Gruppe entwickelt sich dagegen positiv, aber ihr Leiter hat keinen Einfluß darauf, ob die Teilnehmer sich
am Vereinsgeschehen des BBH beteiligen wollen.
Bezüglich der Yogagruppe bemüht sich nach dem Ausfall Uwe Kicksteins künftig Sabine
Reinsberg um eine Fortführung. Hinsichtlich des tibetischen Buddhismus erklärt Bernd Weber, dass er Interessenten an das tibetische Zentrum Odeonstraße weiterschickt, wenn sie
vertiefende Kenntnisse von dieser Schulrichtung erwerben wollen.
Michael Schmidt berichtet von regem Interesse an der Gruppe in Schaumburg, hier erscheinen 6-10 Teilnehmer in noch jugendlichem Alter zu den Veranstaltungen.
TOP 3: Kassenbericht und Kassenprüfungsbericht
TOP 5: Erörterung der Zukunftsfähigkeit des Vereins insbesondere in personeller Hinsicht
Dagmar Doko Waskönig bietet zur Belebung des regelmäßigen Gesprächskreises an, selber
monatlich einmal am Dienstagabend ein fortlaufendes Programm zu bieten. Sie schlägt als
Lektüre vor das Buch „Morgenröte und heller Tag“ von Alfred Weil oder „Small Boat, Great
Mountain“ von Bikkhu Amaro. Es wird dem erstgenannten Text der Vorzug gegeben, der
andere könnte später folgen.
Rother Baumert verweist auf die Altersstruktur der Mitglieder, die einem Engagement für
den Verein entgegen steht. Dem wird entgegengehalten, dass die Handlungsweise schon immer zu lasch war und es an freudiger Bereitschaft fehlt. So habe sich etwa zur augenblicklichen Versammlung niemand gefunden, der Blumenschmuck oder Getränke an diesem heißen
Tag besorgt habe.
Franz Friczewski stellt fest, dass zwar Interesse neuer Leute da ist, sich aber niemand für
Vereinsarbeit binden will. Demgegenüber berichtet Manfred Schwabedal, dass bei Chöling
großes Interesse am Buddhismus bestehe und die Mitgliederzahl von 60 auf 110 gewachsen
sei. Freilich profitiere man von der Lage, wo jährlich ca. 2000 Besucher durchgehen. Der
tibetische Buddhismus, so übereinstimmende Meinung, ist eben derzeit sehr anziehend.
Der BBH will Veranstaltungen künftig besser in der Presse ankündigen.
TOP 6: Neuwahl des Vorstands
Michael Schmidt trägt den Kassenbericht vor und verweist auf die Schwierigkeiten, die sich
durch den plötzlichen Tod des Kassenwartes Wilhelm Grimm ergeben haben.
Der alte Vorstand tritt um 17.00 Uhr geschlossen zurück und es findet sich Manfred Schwabedal bereit, das Amt des Wahlleiters zu übernehmen. Nach kurzer Erörterung wird beschlossen, dass ein offenes Wahlverfahren und Blockwahl der Kandidaten erfolgen soll.
Er führt aus, dass eine Beschränkung auf die Kassenbestände 2012 erfolgen mußte. Danach
hat sich trotz sparsamer Mittelverwendung ein Defizit von 1.460,20 € ergeben, weil das
Spendenaufkommen gesunken ist. Die Ausgaben bewegten sich im Rahmen der Vorjahre,
hauptsächlich für Miete des Zentrums und Fertigung der Vereinszeitschrift.
Die Bereitschaft, für den Vorstand zu kandidieren, erweist sich als sehr gering. Schließlich
erklären sich nach längerer Diskussion die bisherigen Amtsinhaber aus, wie sie betonen,
reinem Pflichtgefühl gegenüber dem Verein bereit, wieder zu kandidieren. Demgemäß ergeht
folgender Wahlvorschlag:
Manfred Schwabedal will dem BBH bei der Erstellung eines neuen Buchhaltungsprogramms
helfen.
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• Vorsitzender: Rother Baumert
• Schriftführer: Axel Rodeck
Hellmuth Hecker:
Der Heilsweg des Erwachten.
• Kassenwart: Michael Schmidt
Ein Leitfaden für angewandten Buddhismus
• Beisitzer: Bernd Weber
• Beisitzer: Rajah Wirasekara
Die Kandidaten stimmen ihrer Aufstellung zu. Daraufhin erfolgt die Wahl offen durch Handaufheben. Das Ergebnis lautet 16 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen.
Die Kandidaten nehmen die Wahl an.
Der neue Vorsitzende Rother Baumert übernimmt nun die Versammlungsleitung und dankt
für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.
TOP 7: Neuwahl des Kassenprüfers
Gewählt wird einstimmig Helga Hoffmann.
TOP 8: Gestaltung des 50jährigen Jubiläums
Die Veranstaltung wird am 19. Oktober 2013 (Vollmond!) ab 16.00 Uhr im Zentrum des
BBH stattfinden. Das Jubiläum soll, wenn auch nicht so umfangreich wie vor 10 Jahren, mit
Gästen begangen werden. Dagmar Doko Waskönig erklärt sich bereit, den Festvortrag zu
halten. Helga Hoffmann will unter Beteiligung von Petra Flügge und Jutta van Pelt für ein
Essensangebot sorgen.
TOP 9: Programmplanung
Rother Baumert bittet darum, dass Vorschläge für die Einladung von Referenten für Gastvorträge gemacht werden.
TOP 10: Verschiedenes
Entfällt
Schließung der Mitgliederversammlung um 17.45 Uhr mit einer kurzen Meditation.
Gez. Axel Rodeck
-Protokollführer-
Der BBH ist fortan auch bei Facebook vertreten unter:
www.facebook.com/BuddhistischerBundHannover
Unser großer Dank geht an Ulrike Hecker, die neben dem Konzept und der Umsetzung sich auch
für die weitere Betreuung sowie Pflege der Seite verwantwortlich erklärt. Schauen Sie mal rein!
Buchrezension von Willfred Hartig (AFBGF)
Der große Denker-Dichter Friedrich Nietzsche tat einmal den Ausspruch, wer Großes im
Sinne habe, der müsse lange schweigen, lange Wolke sein, bis er seine ausgereifte Botschaft
den Menschen offenbaren könne. Dies trifft haargenau auf Hellmuth Heckers hier vorgelegtes großartiges Hauptwerk zu. Denn er schloß es bereits 1977, vor nunmehr 36 Jahren, ab,
veröffentlichte es aber nur als Privatdruck für einen kleinen Freundeskreis, also praktisch
unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Doch jetzt – nach 3 ½ Jahrzehnten – kommt durch seine
Neuherausgabe die Bedeutung dieses Werkes erst so richtig zum Vorschein. Daher gebührt
dem Verlag Beyerlein & Steinschulte für seinen mutigen Schritt unser ganz herzlicher Dank.
Schon der Blick in das Inhaltsverzeichnis des Buches offenbart eine glasklare, schnurgerade
Darstellung des Acht-Stufen-Pfades, allerdings mit einer überraschenden Gewichtung. Zählen wir nämlich die einzelnen Kapitel aus, so umfassen die Pfadstufen 0 – 7 mit immerhin
41 Kapiteln knapp 250 Seiten, jedoch die Pfadstufe 8 und ihre zusätzlichen Ausformungen
9 – 10 (Durchschauungs- und Erlösungserfolge) mit nur 29 Kapiteln schon über 250 Seiten.
Bekundet sich nicht hier für uns in dieser auffälligen Zweigliederung des Werkes eine merkwürdige Kopflastigkeit? Doch was auf den ersten Blick so aussehen mag, macht in Wirklichkeit gerade seine denkerische Ausgewogenheit im Verhältnis ca. 1:1 aus. Wieso das? Weil
Hecker klar unterscheidet zwischen dem enkosmischen, d.h. innerweltlichen (lokiya) und
dem hyperkosmischen, d.h. überweltlichen (lokuttara) Element des Heilsweges. Und dieser
zweite, mystosophisch geprägte Abschnitt erweist sich als eine ganz erstaunliche Konzentration meditativer Erkenntnisse und damit eindeutig als der großartigste Teil des Buches.
Soviel zur inneren Architektur des Textes.
Aus Platzgründen können wir im Folgenden bloß auf einige markante Positionen in Heckers
Darstellung eingehen:
1. Bemerkenswert erscheint mir ganz besonders Heckers fundamentale Bewertung der Pfadstufen 1 – 2, nämlich der buddhistischen Denkweisheit (Noosophie), von denen er selbst sagt
(S.18): …dass am Anfang des Achtpfades weder „Action“ noch Gedankenstille steht , sondern rechtes Denken und rechte Gesinnung… Je besser nun die ersten Glieder des Pfades erprobt sind, desto weniger schwer sind auch die weiteren. Da erübrigt sich jeder Kommentar.
2. Als ganz wesentlich erscheinen mir Heckers Ausführungen zu den Pfadstufen 3 – 7, nämlich der buddhistischen Tugendweisheit (Ethosophie). Denn sie enthalten m.E. echte Entwurfsansätze zu einer buddhistischen „Zivil-Religion“ für ein künftiges friedfertiges Europa.
(Der Ausdruck religion civile stammt vom französischen Denker J.-J. Rousseau.) Das sieht
man nach über 30 Jahren schärfer. (H. ist seit 65 Jahren Buddhist.)
3. Ebenso eindrucksvoll sind Heckers geballte Darlegungen der Pfadstufen 8 – 10, nämlich
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der buddhistischen Versenkungsweisheit (Mystosophhie). Abgesehen von seiner faszinierenden Entfaltung der einzelnen Versenkungsstufen, die mit erstaunlicher Detailverliebtheit behandelt werden, entwickelt er bei der Beschreibung der verschiedenen Brahma- und
Trans-Brahma-Welten (Kap. 61.8-12 und 67.1-5) so etwas wie eine buddhistische „TheoDialogik“, d.h. Zwiesprache mit den Meditationsgottheiten, gemäß Friedrich Hölderleins
Fragment …seit ein Gespräch wir sind und hören können voneinander. Widerlegung der
christlichen Zwecklüge, der Buddhismus sei eine theistische Religion (so Papst Johannes
Paul II.). zugleich steht Hecker mit seiner Darstellung der Götterklassen , wohl ohne es zu
wissen, in einer Reihe mit dem großen griechischen Neuplatoniker Proklos und seiner Theologika Platonika.
4. Ganz besonders lehrreich sind aber Heckers Ausführungen zum „Eintritt in den Strom der
Hörerschaft“ (Kap. 63-65). Sie gehen jeden buddhistischen Leser seines Buches an. Hier
wird nochmals sichtbar, dass die Buddhalehre sich nicht zu einer Art besseren Lifestyle verhunzen läßt, sondern die Mühe des Denkens (Hegel) und die Stärke des Charakters erfordert.
So weist uns Heckers Buchden Weg von der Analyse (Auflöse) zur Apolyse (wtl. Ablöse).
Liebe Leser, lasst euch überraschen!
Auch das noch…
Muslime wollen spenden
Der Landesverband der Mus­lime in Niedersachsen hat zu Spenden für die Hochwasseropfer
aufgerufen. Tausende seien von der Flut betroffen und hätten Hab und Gut und teils ihre
Existenz verloren, teilte der Verband ges­
tern mit. Die Muslime im Land seien da­
her
aufgerufen, auch in den Moscheen am heutigen Freitag für die Flutopfer zu spenden. Das
Geld werde an die Aktion Deutschland Hilft und weitere Organisa­tionen weitergeleitet. Auch
der türkisch-­islamische Verband DITIB in Köln hat seine Mitgliedsgemeinden zu Spenden
für die Opfer des Hochwassers aufgeru­fen. (HAZ 14.6.13)
Härtere Strafe für Blasphemie
Für Gotteslästerungen drohen in Russland ab sofort bis zu drei Jahre Haft. Staatspräsident
Wladimir Putin setzte das Gesetz zum Schutz religiöser Gefühle per Unterschrift und
Veröffent­lichung im Amtsanzeiger am Wochenen­de in Kraft, wie russische Medien am Montag
berichteten. Bisher lag die Höchststrafe für Blasphemie bei drei Mo­naten Freiheitsentzug.
Die russischor­thodoxe Kirche hat die Neuregelung als Beitrag zum „gesellschaftlichen
Frieden“ begrüßt. (HAZ 2.7.13)
Bangkok: Protest gegen Buddha in München
Nachrichten aus den Religionen und ihrem Umfeld
Salafisten fallen WDR-Team an
Nach einem Angriff auf Mitar­beiter des ARD-Politikmagazins „Report Mainz“ am Freitag
bei Dreharbeiten vor einer Moschee in Offenbach hat die Polizei drei Verdächtige ermittelt.
Die Männer sollen Anhänger der radikal-islamischen Salafisten sein. Bei der Attacke waren
drei „Report Mainz“-Mitarbeiter verletzt wor­
den. An der Kamera und der Tontechnik
entstand hoher Sachschaden. Die Ver­dächtigen sollen laut Polizei „in erhebli­chem Maße am
Tatgeschehen beteiligt ge­wesen sein“. Der Landesverband der Mus­lime in Rheinland-Pfalz
(Schura) hat den Angriff scharf verurteilt. (HAZ 14.6.13)
­Als Nachfolger eine Frau
Der Dalai Lama (77), geistliches Oberhaupt der Tibeter, hält eine Frau als nächsten In­haber
dieser Würde für nicht ausgeschlos­sen. „Wenn die Umstände so sind, dass ein weiblicher
Dalai Lama nützlicher ist, wird automatisch ein weiblicher Dalai Lama kommen“, sagte er
am Donnerstag zum Auftakt eines Besuchs in Australien. Die Welt sei mit einer „moralischen
Krise“ der Ungleichheit und des Leidens konfrontiert und brauche Anführer mit Mitgefühl.
„In dieser Hinsicht haben Frauen größeres Po­tenzial“, sagte der Friedensnobelpreisträ­ger,
der seit seiner Flucht aus dem chine­sisch besetzten Tibet im Jahr 1959 im Nor­den Indiens im
Exil lebt. „Frauen haben größere Sensibilität gegenüber anderen, in meinem Fall war mein
Vater schnell auf­brausend, in einigen Fällen erhielt ich Schläge, aber meine Mutter war so
wun­derbar mitfühlend.“ (HAZ 14.6.13)
Ein liegender Buddha auf dem Münche­ner Viktualienmarkt erregt die Gemüter in Thailands
Hauptstadt Bangkok. Am Diens­
tag protestierten 15 Buddhisten mit Plaka­
ten vor der
deutschen Botschaft. Auf ihren Plakaten stand etwa: „Buddha-Standbild ist kein Möbel“ und
„Respekt ist Menschen­verstand“. Die große goldene Figur in Mün­chen sieht aus wie ein
sitzender Buddha, der nach hinten gekippt ist. Thailändische Zeitungen berichteten, dass
viele Besucher „unpassende“ Fotos machen. Das Kultus­ministerium in Bangkok habe die
Münche­ner Behörden aufgerufen, die Statue zu ent­fernen. (HAZ 3.7.13)
Schüsse auf Tibeter
Bei Feiern zum Geburtstag des Dalai-Lamas haben chinesische Sicher­heitskräfte auf Tibeter
geschossen und mindestens acht von ihnen schwer ver­letzt. Wie exiltibetische Organisationen
am Dienstag berichteten, befinden sich zwei Opfer mit Kopfschüssen in Lebens­gefahr. Rund
20 Tibeter seien bei dem ge­waltsamen Vorgehen der Polizei festge­nommen worden. Die
Sicherheitskräfte hätten in der Provinz Sichuan das Feuer eröffnet, um eine Menge von rund
1000 Tibetern aufzulösen. (HAZ 10.7.13)
Viele Flüchtlinge gerettet
Einen Tag nach dem Besuch von Papst Franziskus auf der Flüchtlingsin­sel Lampedusa haben
die Küstenwachen Italiens, Maltas und Libyens Hunderte il­legale Einwanderer aufgebracht.
Fünf Handelsschiffe seien umgeleitet worden, um mehr als dreihundert in Schwierig­keiten
geratenen Flüchtlingen auf drei Booten zu helfen, teilte die italienische Küstenwache am
Dienstag mit. Einem vierten Flüchtlingsboot mit rund 40 Men­schen an Bord, das sich in
einer „kriti­schen“ Lage befunden habe, sei ebenfalls geholfen worden. (HAZ 10.7.13)
Die Redaktion dankt der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ für die freundliche Erlaubnis zur
Übernahme der Pressemitteilungen.
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Programm und Einladung - Fortsetzung
03.11.
Sonntag
10.00 h 16.00 h
05.11.
Dienstag
19:00 h
Die Weisheit der Leerheit
Vortrag von Oliver Petersen; Veranstalter: Buddhistische Gemeinschaft Chöling e.V., Ort: Pagode Vien Giac, Karlsruher Str. 6, 30519 Hannover
Informationen: www.choeling.de; Alice Kampmann, Tel. 0511-871571 oder
[email protected]
Fortsetzung des Kurses Buddha-Lehre im BBH 2013/2014
Der systematische Aufbau der Buddha-Lehre
mit Bhiksuni Dagmar Dôkô Waskönig
Vorbereitende Lehren (2): Das Karma-Gesetz. In welcher Weise gestalten wir unsere Lebensbedingungen selbst?
15. - 17.11.
Fr 19:00 h So 17:00 h
Wochenend-Sesshin
mit Zen-Meisterin Dagmar Dôkô Waskönig
Praxistage - Beitrag 80 €
15. -17.11.
Fr 19.00 h
bis
So 17.30 h
Einführung in den Einsichtsdialog
Seminar mit Bhante Sukhacitto; Veranstalter: Buddhistische Gemeinschaft
Chöling e.V.; Ort: Pagode Vien Giac, Karlsruher Str. 6, 30519 Hannover
Informationen: www.choeling.de; Petra, Tel. 0162-7946320
oder [email protected]
03.12.
Dienstag
19:00 h
Fortsetzung des Kurses Buddha-Lehre im BBH 2013/2014
Der systematische Aufbau der Buddha-Lehre
mit Bhiksuni Dagmar Dôkô Waskönig
Vorbereitende Lehren (3): Tod – Jenseits – Götterwelten
07.12.
Samstag
16:00 h18:30 h
Interreligiöse Begegnungsreihe
mit dem Haus der Religionen in Hannover
Auf dem Weg zum Dialog wird zu einem achtsamen Nachmittag in das
buddhistische Zen Dojo Shobogendo, Drostestr. 8 eingeladen.
„Aspekte der Achtsamkeit im Alltagserleben“ stehen an diesem Nachmittag
im Mittelpunkt eines Vortrags. Anschließend besteht die Möglichkeit an einer
meditativen Übung teilzunehmen.
14.12.
Ein Tag achtsamen Verweilens im fließenden Hier und Jetzt
Samstag
10:00 h 17:00 h
Meditative Übungen in Stille und Bewegung
Bitte etwas zum gemeinsamen Mittagsimbiss mitbringen.
Teilnahme auf Spendenbasis - bitte rechtzeitig anmelden
21.12.
Samstag
15:00 h
Tibetisch - Buddhistischer Gesprächskreis
Video und Gespräche über die Lehre des Buddha
mit Bernd Weber (Karma Gelek Samten)
Thema: Dialog und Toleranz statt Ablehnung
22.12.
Sonntag
BADRI individueller Erfahrungsaustausch über buddhistische Sterbebegleitung.
Geschlossene Veranstaltung, persönliche Anmeldung erforderlich.
Anfragen unter Tel. 0511- 471409 (Bernd Weber)
22.12.
Sonntag
15:00 h
Tee-Nachmittag
zur Einführung in den Buddhismus mit Buddhismus -Videos;
besonders für jugendliche Interessenten.
Info -Tel. 0511-471409 (Bernd Weber)
27.12. 01.01.
Sesshin zum Jahreswechsel
Anmeldung Tel. 0511-864871 oder [email protected]
Fr 19:00 h
- Mi- Mittag
Beitrag 180,- €
Soweit nichts anders angegeben finden alle Veranstaltungen im Buddhistischen Zentrum, Drostestr. 8, 30161 Hannover statt. Zur Kostendeckung wird um einen Spendenbeitrag gebeten. Gäste
sind willkommen. Außerdem wird dort auf andere Veranstaltungen hingewiesen, die unser Interesse verdienen.
Haftungsausschluß:
Der Verein übernimmt keine Haftung für eventuell auftretende psychische und/oder physische
Schädigungen, die bei der Teilnahme an den Veranstaltungen auftreten können..
Das Zentrum ist in der Regel nur während der Veranstaltungen besetzt.
Außerdem: Sprechzeit jeden Freitag von 17:00 - 18.30 Uhr !
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Regelmäßige BBH-Veranstaltungstermine in der Drostestr. 8
Gesprächskreis Buddha-Lehre
jeden Dienstag 19.15 - ca. 22.00 Uhr
Offener Kreis, auch für Interessierte ohne Vorkenntnisse
Meditation (19.25 - 20.00 Uhr), anschließend, ab 20.00 Uhr: Lesung buddhistischerTexte;
Gespräche und Diskussion zur buddhistischen Praxis; Buddhismus in der Gegenwart;
Meditation und Yoga
jeden Donnerstag 19.45 - ca. 22.00 Uhr.
Hatha-Yoga; Asanas, Atmung, entspannte Sammlung, Stille und Haltung des Yoga und der
Meditation. Bitte entsprechende Kleidung und Übungsdecke mitbringen.
(Einführung nach telefon. Absprache: Sabine Reinsberg - 0511 - 400 86 36)
Vipassana Meditation
jeden Donnerstag 18.00 - 19:30 Uhr.
Sitzen in Stille, Atembetrachtung, Gehmeditation, Erfahrungsaustausch.
Anfängerlinnen sind willkommen, eine Einführung ist möglich.
In diesem Fall bitte vorher anmelden unter: 0511 - 348 07 76 (Franz).
Tibetisch - Buddhistischer Gesprächskreis
jeden letzten Samstag im Monat, um 15.00 Uhr
Video und Gespräche über die Lehre des Buddha,
mit Bernd Weber (Karma Gelek Samten)
Zen Dôjô Shôbôgendô
Spirituelle Leitung: Zen-Meisterin Dagmar Dôkô Waskönig, Info: www.shobogendo.de
Zazen: Montag: 20.00 Uhr
Mittwoch:20.00 Uhr - Jeden 1. Mittwoch im Monat, 19.00 Uhr: Einführung für Neue
Freitag: 19.00 Uhr (unregelmäßig, nach Absprache)
Tee - Nachmittag Buddhismus
jeden letzten Sonntag im Monat, um 15.00 Uhr
Einführungs-Gespräch und -Videos, besonders geeignet auch für Jugendliche
Anfragen / Info Tel. 0511 - 47 14 09 ( Bernd Weber )
Ansprechpartner/lnnen:
Axel Rodeck Tel. 0511 - 67 37 48
Rother Baumert Tel. 0511 - 40 66 88 Email: [email protected]
Michael Schmidt Tel. 05722 - 8 17 25 Email: [email protected]
Rajah Wirasekara Tel. 05722 - 8 11 52 Email: [email protected]
Dagmar Doko Waskönig (Zen) Tel. 0511 - 86 48 71 Email: [email protected]
Bemd Weber Tel. 0511 - 47 14 09 Email: [email protected]
Internet: www.buddha-hannover.de
www.facebook.com/BuddhistischerBundHannover
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