Hinweise zur Anfertigung eines Herbariums

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Vorgabe für die Anfertigung eines Herbariums
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Entsprechend des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses des Ministeriums für Ernährung,
Landwirtschaft, Forsten und Fischerei des Landes Mecklenburg- Vorpommern vom 12.11.1996 haben alle
Auszubildenden im Beruf "Gärtner/in", ein Herbarium mit mindestens 50 Blättern (25 Blätter bis zur
Zwischenprüfung) anzufertigen.
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Das Herbarium ist Bestandteil des Berichtsheftes und damit seine Ordnungsgemäße Anfertigung Voraussetzung
zur Zulassung zur Abschlussprüfung. Das Herbarium ist als gesonderte Mappe anzulegen.
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Für die einzelnen Fachrichtungen der Ausbildung zum "Gärtner"/zur "Gärtnerin“ gelten für die zu sammelnden
Pflanzen folgende Richtwerte:
Für die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
20 laubabwerfende Gehölze
10 immergrüne Gehölze
15 Stauden (einschl. Gruppenpflanzen)
5 Wildkräuter
Hinweise zur Anfertigung eines Herbariums
Arbeitsschritte
Sammeln
Hinweise
- Pflanzen sind, sofern möglich, vollständig zu sammeln: Wurzeln,
Sproßachse, Blätter, Blüte,
Bei großen Pflanzen können typische Pflanzenteile herbarisiert werden, z.B.
Blätter und Blüten von Gehölzen. Die gesammelten Pflanzen bzw.
Pflanzenteile sollen in einer engen Beziehung zur Ausbildung stehen.
- Pflanzen dürfen nicht in tau- oder regennassem Zustand gesammelt
werden.
- Pflanzen sollen vorsichtig aus dem Boden entnommen oder geschnitten
werden, damit sie vollständig und typisch bleiben. Bis zum Pressen am
gleichen Tag können sie in einer Plastetüte aufbewahrt werden.
-
Bestimmen
Pressen
Ordnen
Eindeutig nicht gesammelt werden dürfen
geschützte Pflanzen (also erst bestimmen, dann pflücken)
gefährdete Arten (Rote-Liste-Arten)
- erfolgt während oder noch am Tage des Sammelns mit entsprechenden
Bestimmungsbüchern, so daß jede Pflanze mit Hilfe eines Notizzettels nach
Gattung und Art gekennzeichnet werden kann.
- Pflanzen werden auf Herbariumpapier oder anderem saugfähigen Papier (Zeitungspapier,
Löschpapier, Wellpappe) sorgfältig ausgebreitet und mit eben solchem
Papier als Zwischenlagen bedeckt. Die Unterlage muss eben sein. Die
Zwischenablage sollte nicht zu dünn gewählt werden. Die Pflanzen sind
gleichmäßig mit einem Druck von 10 - 20 kg zu belasten. In Abhängig-keit
von der Pflanzenart sind die Pflanzen nach 10 - 18 Tagen getrocknet. Je
öfter die Zwischenablagen gewechselt werden, umso schneller ist die
Pflanze trocken.
- Pflanzen werden auf den Herbarbogen (Pflanzenblätter) gebracht,
verwendet werden kann ein Herba-Spezialbogen (Schreibwarenfachgeschäft) oder fester Zeichenkarton, der entsprechend der Anlage 1
vorzubereiten ist. Es ist nur das Format DIN A4 zulässig.
Befestigen
- Pflanzen mit Klebestreifen (Pflanzengerecht mit schmale, durchsichtigen
Klebestreifen) auf dem Blatt befestigen
oder zum flächigen Aufkleben der trockenen Pflanze Pflanzenleim
verwenden
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Beschriften
Zum Schutz der herbarisierten Pflanze sollten Folienhüllen oder
Herbar-Spezialbögen (transparentes Deckblatt) verwendet werden
- Zu beschriften sind entsprechend der Anlage 1:
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Familie
Gattung (botanisch und deutsch)
Art (botanisch und deutsch)
Fundort
Fundtag
Unterschrift (Ausbilder, Auszubildender)
- Innerhalb des Herbariums sind die Pflanzen entsprechend der Fachrichtung nach z.B im GALA Bau
Laubabwerfende Gehölze, immergrüne Gehölze, Stauden und Wildkräuter zu sortieren.
Aufbewahrung
- in einem trockenen Raum!
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