Riesenechsen vergangener Zeiten Um zu wissen, wann und wie

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Riesenechsen vergangener Zeiten
Um zu wissen, wann und wie lange die Dinosaurier
auf unserem Planeten gelebt haben, sollte man sich
zuerst der Dimensionen bewusst werden, über die
wir hier sprechen. Unser Planet ist schätzungsweise
schon 4,65 Milliarden Jahre alt. Wir Menschen
haben uns erst in den letzten zwei Millionen Jahren entwickelt. Da unser Planet schon
so alt ist, haben wir verschiedenen Zeiträumen Namen zugeteilt, um Ereignisse
einfacher zuordnen zu können. Das Erdzeitalter ist in Äonen unterteilt.
Ein Äon ist die größte Maßeinheit der Zeit. Unser derzeitiges Äon, in dem die
Dinosaurier lebten und auch wir heute leben, heißt Phanerozoikum. Trotz der
Tatsache, mit den Dinosaurieren in einem Äon gelebt zu haben, hat natürlich keine
der riesigen Echsen jemals einen Menschen – oder umgekehrt –, ein Mensch jemals
eines dieser Tiere zu Gesicht bekommen. Das Phanerozoikum ist das jüngste und mit
seinen 542 Millionen Jahren auch das kürzeste der vier Äonen, in die unsere Erdzeit
eingeteilt ist.
Da Äonen sehr große Zeiträume enthalten, viele hundert Millionen Jahre, werden sie
in weitere Ären unterteilt. Die Ären, auch Zeitalter genannt, sind die zweitgrößten
Maßeinheiten in unserer Zeitrechnung. Wir leben in der Ära namens „Känozoikum“,
oder auch Erdneuzeit genannt.
Die Dinosaurier haben in der gesamten Ära „Mesozoikum“, dem Erdmittelalter,
gelebt. Vor 65 Millionen Jahren, also zum Ende des Mesozoikums und zum Anfang
des Känozoikums, verschwand ein Großteil des damaligen Lebens von unserem
Planeten. Davon betroffen waren nicht nur die Dinosaurier, sondern auch viele der
Pflanzen, Reptilien, Fische und auch Säugetiere.
Der älteste bisher bekannte Dinosaurier-Fund ist ungefähr 230 Millionen Jahre alt.
Der Dinosaurier der Gattung des Herrerasaurus wurde am Osthang der Anden in
Argentinien gefunden. Dinosaurier werden überall auf der Erde entdeckt. Die
Riesenechsen konnten sich anfangs frei auf der Erde bewegen. Zur Zeit der ersten
Dinosaurier, also vor 230 Millionen Jahren, gab es nur einen Kontinent. Dieser
„Superkontinent“, auch Pangäa genannt, begann erst gegen Ende der DinosaurierZeit, im Kreide-Zeitalter, sich in die fünf Kontinente zu teilen, wie wir sie heute
kennen.
Die verschiedenen Saurier hatten ganz unterschiedliche Lebensräume: Die einen
bewohnten das Land, die anderen lebten im Wasser – und dann gab es noch die
Flugsaurier in der Luft. Ebenso die Saurier auf dem Land hatten ganz
unterschiedliche Größen und Körperformen. Das Urreptil Dimetrodon fiel durch
seinen großen Fächer auf dem Rücken auf, den es vermutlich verwendete, um seine
Rückentemperatur zu steuern – oder auch, um Gegner abzuschrecken. Mit seinem
scharfen Gebiss war es ein gefährlicher Räuber. Auch Dimetrodon zählt nicht zu den
Dinosauriern. Das säugetierähnliche Reptil existierte bereits lange vor der Zeit der
ersten Dinosaurier, nämlich im Zeitalter Perm. Der Ankylosaurus, der in der
Kreidezeit lebte, fiel durch seinen dicken und gepanzerten Körper auf. Dieser war
zusätzlich mit Stacheln bedeckt. Außerdem hatte er große Hörner und einen
keulenartigen Schwanz. Auf diese Weise setzte sich der mittelgroße,
pflanzenfressende Ankylosaurus Räubern und angreifenden Artgenossen zur Wehr.
Ein Schlag mit seiner Schwanzkeule konnte für einen Tyrannosaurus tödlich
ausgehen.
Dinosaurier werden zunächst in zwei Gruppen unterteilt. Es gab Echsenbeckensaurier
und Vogelbeckensaurier. Die Zuordnung erfolgt anhand der Stellung der
Hüftknochen. Bei den Echsenbeckensauriern waren die Hüftknochen nach vorne
angeordnet, ähnlich wie bei den heute lebenden Reptilien (Echsen). Die Hüftknochen
der Vogelbeckensaurier war ähnlich wie bei den heutigen Vögeln angeordnet. Sie
waren reine Pflanzenfresser. Eine bekannte Art ist zum Beispiel Stegosaurus.
Echsenbeckensaurier waren Fleischfresser oder groß gewachsene Pflanzenfresser.
Untergruppen dieser Saurier sind Sauropoden und Theropoden. Sauropoden sind
riesige Pflanzenfresser, wie zum Beispiel der Brachiosaurus oder der Apatosaurus.
Die pflanzenfressenden Dinosaurier hatten oft eine gigantische Körpergröße, um mit
ihren langen Hälsen auch an das Blattgrün der höchsten Bäume zu gelangen. Als
Gegengewicht waren sie mit einem langen und schweren Schwanz ausgestattet.
Sauropoden sind die größten Landtiere, die jemals gelebt haben.
Die Dinosaurier legten – wie Reptilien und Vögel – zur Fortpflanzung Eier. Auf der
ganzen Welt wurden fossile Eischalen, ganze Eier oder sogar Dinosaurier-Nester
gefunden. Anders als von vielen angenommen sind Dinosaurier-Eier selbst großer
Arten nicht viel größer als ein Basketball. Die größten bisher entdeckten
Dinosauriereier waren etwa 30 Zentimeter lang, 25 Zentimter breit und gehörten
vermutlich der in Frankreich gefundenen Art des Hypselosaurus an. Einige
Dinosaurier sollen Brutpflege betrieben und ihre Jungen gefüttert haben, andere
ließen ihre Eier nach dem Ablegen sich selbst überlassen.
Neben Reptilien gelten nach Meinung vieler Forscher auch die Vögel als Nachfahren
der Dinosaurier. Weltweit wurden mittlerweile über 860 Sauriergattungen entdeckt,
ständig stoßen Wissenschaftler auf neue Arten. In China machten Forscher im Jahr
2003 einen sensationellen Fund: Es wurde eine bis dahin unbekannte Flugsaurierart
entdeckt, die man auf den Namen „Microraptor gui“ taufte.
Der größte bekannte Dinosaurier ist der Brachiosaurus, der bis zu 25 Meter lang und
20 Meter hoch war. Er wurde vor allem in Nordamerika und Afrika gefunden. Um
einiges länger, aber verhältnismäßig nicht ganz so hoch, war der Argentinosaurus mit
einer Körperlänge von etwa 40 Metern. Den Namen trägt er, weil seine Überreste in
Argentinien entdeckt wurden.
Der Ultrasaurus war mit etwa 30 Metern der am höchsten gewachsene Dinosaurier.
Einige Sauropoden brachten sogar ein Gewicht von bis zu 100 Tonnen auf die
Waage. Es gibt allerdings Tiere, die noch eine größere Körpermasse haben als die
Riesenechsen der Urzeit: die Blauwale. Als kleinster bisher gefundener Dinosaurier
gilt der Compsognathus longipes, auf dessen Überreste man in Europa stieß. Er lebte
vor ungefähr 154 Millionen Jahren und hatte die Größe eines Huhns.
Zu den schnellsten Dinosauriern zählen kleinere Raubsaurier, deren Arten meistens
Fleisch- oder manchmal auch Allesfresser sind. Dazu gehört zum Beispiel der
fleischfressende Velociraptor. Der allerschnellste war vermutlich der langbeinige,
straußenförmige Ornithomimus. Er konnte schätzungsweise bis zu 80 Kilometer pro
Stunde rennen. Am ältesten wurden die großen Sauropoden, sie hatten ungefähr eine
Lebensdauer von 100 Jahren. Zu ihnen gehören der Apatosaurus, der Diplodocus, der
Brachiosaurus, der Supersaurus und der Ultrasaurus. Als besonders intelligent gelten
der Tyrannosaurus Rex und allen voran kleine Jäger wie der Velociraptor.
Источник: http://www.helles-koepfchen.de/?suche=dinosaurierart
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