von Boris Schneickert (Lichtfokus Dezember 2014)

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Boris schneickert
Göttliche
Funken im
Universum
Seit Jahrtausenden schauen wir Menschen hinauf zu den Sternen und erblicken verschiedenfarbige Planeten sowie helle und weniger
helle Sterne, die oft wie Diamanten funkeln.
Wir sind fasziniert von all dem »dort oben«
oder »da draußen« und können die Distanzen
und Dimensionen kaum erahnen
weiter entfernt, z. B. Arkturus 37 Lichtjahre, Beteigeuze 640 Lichtjahre und Rigel 770 Lichtjahre. Durch
diesen enormen Distanzen, bei denen selbst das Licht
Jahrhunderte benötigt, kann man selbst in großen Teleskopen die Sterne nur als etwas hellere Lichtpunkte
sehen. Was wir allerdings durch Vergrößerung sehr
gut spüren können, ist die Energie der Sterne, wenn
wir uns beim Anblick durch das Fernrohr für sie öffnen
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und erwartungsfrei das Sternenlicht in unsere Pupille
ie derzeit von der Wissenschaft schnellste messbare
hereinlassen. Viele Suchende, Astronomen, und auch
Geschwindigkeit ist die Lichtgeschwindigkeit und
Neulinge sind sehr fasziniert, wenn sie erstmals tiefer
beträgt rund 300.000 Kilometer pro Sekunde. Dies be-
ins Universum blicken können.
deutet, dass das Licht von unserem Mond 1,3 Sekunden
und das für uns lebenswichtige Licht der Sonne rund 8
Die hellsten für uns sichtbaren Sterne sind Sirius, Ca-
Minuten unterwegs sind. Bei den äußeren Planeten un-
nopus und Arkturus. Dies betrifft jedoch die Hellig-
seres Sonnensystems Uranus und Neptun sind es bereits
keit aus Sicht von der Erde, die scheinbare Helligkeit.
mehrere Stunden, bis uns deren Lichtreflektion erreicht.
Dem gegenüber steht die tatsächliche Helligkeit, wenn
man von jedem Stern gleich weit weg wäre. Manche
Unser nächster Nachbarstern, Proxima Centauri, ist
Sterne sind kleiner, aber viele sind wesentlich grö-
schon über 4 Lichtjahre entfernt. Das Licht und alles,
ßer und heller als unsere Sonne. So hat der Polarstern
was in Lichtgeschwindigkeit fliegt, z. B. auch Raum-
den 100-fachen Radius unserer Sonne, Beteigeuze den
schiffe, benötigen zu ihm mehr als 4 Jahre. Unsere der-
1.000-fachen und UY Scuti 1.708 Sonnenradien. Etwas
zeitigen Sonden brauchen übrigens 70.000 Jahre zu die-
nachvollziehbarer veranschaulicht hat der Hauptstern
sem nächsten Nachbarn. Andere Sterne sind wesentlich
des Sternbildes Skorpion, Antares, einen Durchmesser
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von 1.000 Millionen Kilometern. Dabei ist er etwa 10.000
schätzt, dass es wiederum mehr als Hundert Milliar-
Mal so hell wie die Sonne.
den Galaxien gibt. Viele sind deutlich umfangreicher
als die Milchstraße. Die weitesten sind über 13,5 Mil-
E liarden Lichtjahre entfernt. Wir können jedoch im-
s gibt Sterne wie Sand am Meer und oft sind sie auch in
mer nur so weit ins All schauen, wie sich das Licht
offenen Sternhaufen oder Kugelsternhaufen dicht bei-
entfaltet. Deshalb ist unser greifbares Universum das
sammen stehend, was im Teleskop wiederum sehr präch-
sichtbare Universum. Es wird vermutet, dass unser
tig sein kann. All diese Sterne, die Energie transformieren
Universum nur eins von vielen Universen im Multiver-
und in der Regel Wärme abgeben, sind jedoch nur kleine
sum ist.
Lichtpunkte in den riesigen Gebilden einer Galaxie. Unsere
Galaxie, die Milchstraße, hat einen Durchmesser von mehr
als 100.000 Lichtjahren und beheimatet 100 bis 300 Milliarden Sterne und wahrscheinlich genau so viele Planeten.
I n all den Sternensystemen und Galaxien gibt es mit
großer Wahrscheinlichkeit mehr bewohnte Planten
als es Menschen auf der Erde gibt. Hier gibt es interessante Hochrechnungen, die sich wissenschaftlich
In der Mitte unserer Milchstraße befindet sich das Galak-
in absehbarer Zeit nicht bestätigen lassen werden.
tische Zentrum, das von der Wissenschaft als supermas-
Nach einer neuesten Studie aus dem Jahr 2013 soll es
sereiches Schwarzes Loch dargestellt wird. Es ist rund
allein in unserer Galaxie 4,5 Milliarden erdähnliche
26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Diese Zahl finden
Planeten geben. Wenn sich auch nur auf 1% dieser
wir auch bei den großen Zyklen des Maya-Kalender wieder.
erdähnlichen Planeten wirklich intelligentes Leben
entwickelt hat, sind dies 45 Millionen Planeten – nur
Unsere Nachbargalaxie, der Andromedanebel, ist ca. 2,7
in der Milchstraße. Allerdings muss man immer den
Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und etwas größer
Faktor Zeit berücksichtigen, denn das Leben entwi-
als die Milchstraße. Auch er beherbergt Milliarden Sterne
ckelt sich nicht überall zur gleichen Zeit. Das Aufblü-
und somit viele potentielle lebensfreundliche Welten. Man
hen einer intelligenten Menschheit auf der Erde seit
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einigen Tausend Jahren mag sich lange anhören. Wenn
mehr Richtung Universum ausrichten und öffnen kön-
sich ganz in unser kosmischen Nachbarschaft ein men-
nen. Durch die aktive Beschäftigung mit dem All deh-
schenähnliches Volk entwickelt hat, und dies in den 14
nen wir unser Wissen, unsere Ideen, unsere Energien
Milliarden Geschichte des Universums nur einen univer-
und unsere Möglichkeiten um ein Vielfaches aus und
sellen Hauch früher oder später als unser jetziges Auf-
sind offen für fast unbegrenzte Möglichkeiten.
blühen geschah, dann müssen wir noch Millionen Jahre
auf Ihr Erblühen warten oder deren Zivilisation ist vielleicht schon längst wieder vergangen oder hat sich anders
weiterentwickelt.
I n den letzten Jahrzehnten hat sich mehr und mehr
gezeigt, wie intelligent unser Heimatplanet ist, wie
Mutter Erde mit uns kommuniziert, auf Umweltverschmutzungen, Ausbeutung der Ressourcen, aber
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auch auf förderliche Erdheilungen reagiert. Wenn
as menschliche Bewusstsein ist sich mehr und mehr
man in Harmonie mit der Erde lebt und ihren Impul-
am ausdehnen. Immer wieder wird von einem Be-
sen folgt, wird man wunderbar geführt, beschützt und
wusstseinssprung oder dem Aufstieg in die nächste Di-
begleitet. Genau so scheint es auf der nächst höheren
mension gesprochen. Zur Zeit befinden wir uns mitten in
Stufe auch mit dem Kosmos zu sein. Wir alle sind nicht
einer großen Zeitenwende. Die Maya haben die Jahre um
nur Bewohner der Erde, sondern auch Bewohner der
2012 als den Übergang eines großen Zyklus in einem neuen
Milchstraße und des ganzen Universums. Und je wei-
in ihrem Kalender vorausberechnet und tatsächlich gibt es
ter wir uns vom Erdenmensch zum Weltenmensch ent-
im Moment einen großen Umbruch und Veränderungen:
wickeln, um so schneller dehnt sich unser Bewusst-
Beispiele sind, dass unser Finanzsystem nicht mehr funk-
sein um ein Vielfaches aus und je mehr können wir
tioniert, dass es zu großen klimatischen Veränderungen
nicht nur irdische, sondern kosmische oder weltliche
kommt und sich viele Menschen immer mehr erkennen
Zusammenhänge erkennen.
und entfalten möchten.
Viele von uns sind immer mal wieder oder ihr LeEin wichtiger Teil dieser Zeitenwende und des Bewusst-
ben lang auf der Suche nach Gott. Dazu werden Gott,
seinswandels ist, dass wir uns als Menschen ab sofort
Göttin, Götter oder etwas Göttliches in Kirchen, bei
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dass sich selbst auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen sucht und dabei selbst erkennt.
Gott ist auch nicht tief draußen im Universum
auf einem Planeten oder Stern zu Hause. Unser Gott – ich nenne ihn lieber Weltenseele oder
auch Weltenliebe – ist das Universum. Gott ist
ein universelles Wesen, dass sich aus etwas,
vielleicht aus Klang, vielleicht aus einem Atom,
vielleicht aus einem Funken Licht, vielleicht
aber auch aus Nichts, selbst erschaffen hat und
sich als Universum reflektierend ausdehnt. DaReligionsgruppen oder bestimmten geistigen Führern gesucht.
bei werden die Lebensformen, die Planeten, die
Es gibt auch sehr naturverbundene Leute, die Gott in der Natur
Möglichkeiten und auch die Suche nach ihm
suchen und finden. Mit zunehmendem Bewusstsein und Interes-
und somit nach sich selbst immer komplexer.
se für die größeren Zusammenhänge können wir Gott vielleicht
Gott ist somit das Universum, die Galaxien, die
auch in in den Tiefen des Universums finden.
Sterne, Planeten, Mutter Erde, jedes Tier, jede
Pflanze, jeder Mensch – und somit auch wir. Wir
Die Präastronautik geht davon aus, dass wir vor langer Zeit Be-
sind ein winziger, aber wertvoller Funken des
such von außerirdischen Wesen hatten, die sich für unsere Göt-
göttlichen Bewusstseins und unsere Heimat ist
ter ausgaben und uns auf verschiedenste Weise beeinflussten.
auch die Erde, aber vor allem das Universum.
Vielleicht bauten diese auch Tempel und Pyramiden und hinterließen Wissen oder sie griffen in unsere genetische Entwicklung
Somit dürfen wir uns freuen, uns ab sofort wie-
ein. Falls dies so stattgefunden hat, waren dies natürlich Götter
der mehr als universelle Lebewesen zu sehen
für die damaligen menschlichen Bewohner. Und auch die Leser
und zu erfahren. Mit fast unbegrenzten Mög-
der Bibel werden Gott bildlich erklärt dort finden: er soll z. B.
lichkeiten. Und indem wir die Welt jeden Tag
mit einem Thronwagen und mit Feuer vom Himmel gekommen
ein Stück mehr zulassen, erfahren, leben und
sein. Auf unser technisches Verständnis übertragen könnten dies
erkennen, umso mehr finden wir Gott in allem,
durchaus Rauchschiffe, Raketen oder etwas ähnliches gewesen
was ist. •••
sein.
W
Weltall-fotos: � NAsA
ie oder wo können wir nun Gott im Universum finden?
Es gibt hierzu keine Antwort, die komplett richtig ist.
Dazu reicht unser derzeitiges Verständnis und die Wiedergabe
Boris Schneickert
von geistigen Einblicken und Gefühlen in Wort und Schrift nicht
Büttemerweg 12, 69493 hirschberg
aus. Zunächst sollten wir die These loslassen, dass Gott eine Per-
☏ (+49) 06201 7309697
son oder etwas materiell greifbares ist. Gott oder das Göttliche
[email protected]
ist eine Energie und allgegenwärtig. Gott ist bewusstes Sein,
www.weltenwesen.de
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