HNF-Geschäftsbrief

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Bundespräsident Horst Köhler im Heinz Nixdorf
MuseumsForum
Bundespräsident Horst Köhler besuchte mit seiner Ehefrau Eva
am 21. Juli das Heinz Nixdorf MuseumsForum. Die beiden
Mitglieder des Vorstands der Stiftung Westfalen – Dr. Gerhard
Schmidt und Martin Nixdorf – Renate Nixdorf sowie die
Geschäftsführer des HNF – Norbert Ryska und Dr. Kurt
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Andreas Stolte
Beiersdörfer – begrüßten sie. Im Mittelpunkt des Besuchs stand
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ein Gang durch die Dauerausstellung und die Vorbesichtigung
der Sonderausstellung Computer.Medizin.
Dabei konnte sich Bundespräsident Köhler ein Bild vom HNF
als Hightech-Plattform verschaffen, das die Geschichte,
Gegenwart und Zukunft der Informationstechnik zeigt und mit
Computer.Medizin den aktuellen internationalen Stand der
Medizintechnik dem breiten Publikum präsentiert. Erste
Exponate gaben dem Bundespräsidenten einen Eindruck der
Sonderausstellung, die am 24. Oktober eröffnet werden wird.
Vorgestellte Exponate von Computer.Medizin
Ein virtueller Rundflug durch Computer.Medizin vermittelte dem
Bundespräsidenten einen realistischen Eindruck der gesamten
Ausstellung, an deren Beginn der Bereich des Anatomischen
Theaters steht. Zu sehen sind die weltweit besten digitalen 1:1
Darstellung der menschlichen Anatomie, entwickelt von der
3Dscience.com aus den USA, die heute die klassischen
Anatomieatlanten zunehmend ergänzen und ersetzen.
Das innovative Präsentationssystem iPX aus Darmstadt ist
lediglich mit Hilfe von Zeigegesten zu bedienen. Der Besucher
kann virtuell in den menschlichen Körper schauen, von der
Haut über die Blutgefäße bis zum Nervensystem.
Eine Software, die vor allem in der Ausbildung aber auch in der
Diagnose und Operationsvorbereitung eingesetzt wird ist
VirtusMed von der Technischen Universität Braunschweig. Sie
ermöglicht es, reale Bilder vom Röntgen oder einer CTUntersuchung in dreidimensionale Darstellungen zu
übertragen.
Ein Messen des Sehnervkopfes zur Früherkennung von
Glaukomerkrankungen ist mithilfe des Heidelberger
Retinatomographen möglich. In der Ausstellung haben die
Besucher die Möglichkeit, dieses Gerät zu nutzen.
Am Ende seines Rundgangs informierte sich Bundespräsident
Köhler über die Zukunftsstudie eines Computertomographen
von Siemens. Die Besucher von Computer.Medizin können auf
Knopfdruck den Scan eines Dummys auslösen. Auf einer
Großleinwand sind digitale CT-Bilder der neuesten Generation
zu sehen. Solch ein Gerät erstellt in einer Sekunde 64
Schnittbilder mit einer Auflösung von 0,4 Millimeter, aus denen
dreidimensionale Volumenmodelle erzeugt werden. Damit ist
zum Beispiel eine virtuelle Darmspiegelung oder eine
Darstellung der Herzkranzgefäße in bisher nicht gekannter
Qualität möglich. Der 64-Schicht-Tomograph verkürzt die
Untersuchungszeit drastisch. Das ist vor allem bei
Untersuchungen des Brustkorbs und des Herzens wichtig, bei
denen der Patient die Luft anhalten muss. Zehn Sekunden
reichen hierfür aus.
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Computer.Medizin
Die Ausstellung gewährt einen einmaligen und faszinierenden
Einblick in die moderne Medizin anhand zahlreicher Leihgaben
aus dem In- und Ausland. Auf 1.000 Quadratmetern werden
spektakuläre Exponate in einer aufwändigen Inszenierung
präsentiert. Neben der Information kommen unterhaltende
Elemente nicht zu kurz. Etwa ein Drittel der 100 Exponate
können von den Besuchern ausprobiert und getestet werden.
An mehreren Stationen haben die Besucher die Möglichkeit,
Funktionstests durchzuführen. So können sie nicht nur
Hörvermögen und Blutdruck messen, sondern ebenso
computertomographische Schnitte durch den menschlichen
Körper setzen und das Einführen eines Herzkatheters in ein
Herzkranzgefäß simulieren.
Computer.Medizin richtet sich sowohl an den interessierten
Laien als auch an Ärzte und andere Mitarbeiter im
Gesundheitswesen sowie Informatiker und Techniker. Es
werden Objekte gezeigt, die den aktuellen Stand der Technik
repräsentieren und in erste führende Kliniken Einzug gehalten
haben. Geplant ist, die Ausstellung nach ihrem Abschluss in
Paderborn international auf Wanderschaft zu geben.
Die Ausstellung wird am 24. Oktober eröffnet und ist bis zum 1.
Mai zu sehen. Mehr Informationen unter www.computermedizin.de.
Heinz Nixdorf MuseumsForum
Anlass für Computer.Medizin ist das zehnjährige Jubiläum des
HNF. Am 24. Oktober 1996 eröffnete Bundeskanzler Helmut
Kohl das Heinz Nixdorf MuseumsForum. Seitdem haben über
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eine Million Menschen das laut Guinness-Buch der Rekorde
größte Computermuseum der Welt besucht, das jährlich über
800 Veranstaltungen durchführt.
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