Neue Attraktion am Alpsee Skytrail wird demnächst eröffnet

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Neue Attraktion am Alpsee
Skytrail wird demnächst eröffnet
Immenstadt stellt die Weichen im Tourismus neu. Getreu dem Motto „Berge für Einsteiger“
setzt die neue Alpsee Immenstadt Tourismus GmbH auf naturnahe Angebote für ihre Gäste.
Geplant ist ein neuer Lehrpfad im Landschaftspark im Ortsteil Bühl. Die Besucher sollen in
diesem Lern-Parcours das richtige Verhalten in der Bergwelt lernen. Ab 12. Juli soll das
erste Element, der sogenannte Skytrail, fertig sein.
Schneekanonen, alpine Superpisten und beheizte Sesselbahnen wird es in Immenstadt nicht
geben. Stattdessen stellt man das touristische Angebot ganz auf den Naturgenuss in der
Nagelfluhkette und den schonenden Umgang mit unserer eher sanften Bergwelt ein.
Um diese Ziele zu erreichen, wird im Landschaftspark Bühl zwischen Alpsee und
Naturparkhaus ein Lehrpfad mit 13 Stationen zum Thema „Berge für Einsteiger“ geplant. Alle
Lernpunkte behandeln wichtige Verhaltensmaßnahmen für unterschiedlichste Touren –
vorwiegend zwischen Mittag und Hochgrat.
Als erste Station dieses Lernparcours wird ab dem 12. Juli der sogenannte Skytrail neben dem
Naturparkhaus eröffnet, während die Lernstationen im Landschaftspark wohl frühestens
2017/18 eingerichtet werden. Beim Skytrail handelt es sich um ein 13 Meter hohes
Klettergerüst mit drei Stockwerken. Im Gegensatz zu den vielerorts bekannten
„Kletterwäldern“ ermöglicht der Skytrail einen Ganzjahresbetrieb. Er steht auf Metallstützen,
die Besucher bewegen sich auf vielfältigen Routen mit den unterschiedlichsten Aufgaben.
Trittsicherheit, Balance, Schwindelfreiheit und Geschicklichkeit sind erforderlich. Alles
Fähigkeiten, die man später in der Bergwelt ebenfalls haben muss. In dem Klettergerüst
erfahren die zukünftigen Bergsteiger, wo die eigenen Grenzen sind, ohne sich dabei in Gefahr
zu begeben. Im Skytrail ist Selbsterfahrung wichtig. „Bin ich schwindelfrei? Was kann ich
mir zutrauen? Was lasse ich besser sein?“ Diese Fragen kann jeder für sich selbst
beantworten, während er im Skytrail Stock für Stock höher steigt und Aufgabe für Aufgabe
ausprobiert.
Dabei ist Sicherheit auf dem Skytrail erstes Gebot: Beim Einstieg werden die Besucher mit
einem Gurtsystem ausgestattet, das in eine Laufschiene eingehängt wird. Im Gegensatz zu den
herkömmlichen Klettergärten, wo die „Probanden“ mit zwei Sicherungsleinen ausgestattet
werden und sich bei jeder Richtungsänderung zweimal aus- und umhängen müssen, fährt
beim Skytrail die Sicherungsleine immer mit. An den Knotenpunkten hat der Kletterer die
Wahl, ohne lästiges Umhängen in verschiedene Richtungen zu gehen. Sind in einer Richtung
zu viele „Kletterkollegen“ unterwegs, sucht man sich einfach eine weniger frequentierte
Aufgabe aus. Das neuartige Sicherungssystem und die Wahlfreiheit unterscheidet das neue
Klettergerüst grundlegend von „Kletterwäldern“. Natürlich soll der Aufenthalt im Skytrail
auch Spaß machen: Hängen, pendeln, schaukeln, balancieren, greifen, loslassen, nachfassen,
seinen eigenen Körper spielerisch erfahren.
Weltweit gibt es nur etwa ein Dutzend Skytrails – die meisten in den Vereinigten Staaten. In
Mitteleuropa vertreibt die Immenstädter Firma „Faszinatour“ die Klettergerüste. Was liegt
also näher, auch bei uns am Alpsee eine solche Einrichtung zu installieren. In Deutschland
sind derzeit nur zwei solche Anlagen bekannt. In Bühl wird die größte dieser Art errichtet.
Gebaut wurde sie übrigens nach Plänen von Faszinatour in den USA und kam per Schiff über
den Atlantik.
Es wird neben dem dreistöckigen Parcours auch eine Anlage für Kinder geben: Für die ganz
Kleinen wird neben der großen Anlage eine kindgerechte Anlage gebaut. Hier können die
Eltern neben ihren Sprösslingen hergehen, denn die Übungs-Geräte sind nur in einer geringen
Höhe angebracht. Kinder ab einer Körpergröße von 1,20 Metern können sich in Begleitung
Erwachsener auch im großen Skytrail frei bewegen.
Die Alpsee Immenstadt Tourismus GmbH ist Betreiber der gesamten Anlage, nicht die Stadt
Immenstadt, wie oft in den Sozialen Medien und Leserbriefen in der Zeitung kolportiert wird.
Die Tourismus GmbH ist eine 100prozentige Tochter der Stadt. Sie trägt das finanzielle
Risiko der Anlage. Die beiden Geschäftsführer der GmbH, Alfred Becker und Annika Lehr
sind jedoch felsenfest davon überzeugt, dass der Skytrail bereits nächstes Jahr Geld einbringt
und kein Zuschussgeschäft sein wird. Für die Alpsee Immenstadt Tourismus GmbH ist das
sehr wichtig. Denn sie muss sich schnell eigene Verdienstquellen erschließen. Der Stadtrat hat
geplant, die Finanzierung über den städtischen Haushalt für das Tourismus-Geschäft in den
kommenden Jahren Zug um Zug etwas zurückzufahren.
Die Tourismus GmbH hat ein umfassendes Werbekonzept für den Skytrail auf den Weg
gebracht. Einziges Ziel: so schnell wie möglich viele Besucher für den Skytrail zu
interessieren. Deutschlandweit wurden in den Medien Informationen platziert. Auch wenn
derzeit das Wetter noch nicht mitspielt – die Anlage soll im Sommer auch in den
Abendstunden betrieben werden.
Informationen zu Öffnungszeiten (10 bis 18 Uhr, bei gutem Wetter auch länger) und
Preisen (Erwachsene 7,50 Euro/Kinder 4 Euro) gibt es bei der Alpsee Immenstadt
Tourismus GmbH oder direkt unter www.AlpseeSkytrail.de.
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