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Köln, 31. Dezember 2012
Instrumente der Zahnärzte
Presseinformation
Mehr als nur bohren
Nur wenige Sekunden bleiben meist zwischen dem „Nehmen
Sie bitte Platz“ der Assistentin des Zahnarztes und dem
Moment, wenn der Zahnarzt den Behandlungsstuhl in die
richtige Position bringt. Das genügt nicht um sich gründlich
umzuschauen. Dabei sind viele Werkzeuge des Zahnarztes
rund
um
eine
ausgesprochen
Untersuchung
interessant.
Also
oder
Behandlung
nehmen
wir
die
Instrumente doch jetzt ein wenig genauer unter die Lupe.
Bevor ein Zahnarzt Patienten untersucht liegen viele Instrumente
sterilisiert
und
geordnet bereit.
Am
Anfang stehen
drei
Instrumente, die das Grundbesteck für eine Untersuchung bilden:
Mundspiegel, Sonde und Pinzette.
Mundspiegel: Verborgenes sehen und Kleines vergrößern
Verschiedene Mundspiegel ermöglichen dem Zahnarzt einen
Blick auf die Bereiche der Mundhöhle, die mit bloßem Auge
verborgen blieben. Spiegel gibt es in verschieden Ausführungen.
Flache Spiegel zeigen ein normales Bild der Umgebung. Hohle
Spiegel
vergrößern
das
zu
betrachtende
Gebiet.
Eine
wärmespeichernde Einlage in den Spiegeln verhindert, dass die
Oberfläche beschlägt. Oft wird mit einem Spiegel auch die
Wange oder Zunge beiseite geschoben, um eine bessere Sicht
zu bekommen.
Sonde: Oberflächen untersuchen
Mit der Sonde wird die Zahnoberfläche vorsichtig untersucht. Die
feine Spitze hilft dem Zahnarzt Karies entdecken. Zudem können
auch die Kanten von Füllungen oder Kronen daraufhin
untersucht werden, ob sie glatt sind oder überstehen. Die
klassische Sonde ist nahezu rechtwinklig gebogen. Spezielle
Kontakt:
proDente e.V.
Dirk Kropp
Aachener Str. 1053-1055
50858 Köln
Telefon +49 221 170 99 7-40
Telefax +49 221 170 99 7-42
Mobil
+49 163 776 336 8
[email protected]
www.prodente.de
Fälle untersucht der Zahnarzt mit Häkchensonden, Messsonden
oder biegbaren Sonden. Mit Messsonden wird vor allem der
Zahnhalteapparat untersucht.
Pinzette: verlängert die Hand des Zahnarztes
Mit einer Pinzette transportiert oder hält der Zahnarzt Watte in
Form
von
Kugeln
oder
Rollen.
Mit
Watte-
oder
Schaumstoffpallets kann zum Beispiel die Oberfläche eines
Zahnes abgewischt oder Speichel abgetupft werden. Zudem
werden Fremdkörper, Füllungs- oder Zahnteile mit Pinzetten aus
dem Mund entfernt und eingesetzt. Auch Zähne werden
manchmal mit Pinzetten angefasst und geprüft, ob sie locker
sind.
Gründlich untersucht und dann?
Jetzt wird der Zahnarzt seinen Patienten darüber aufklären, ob
etwas behandelt werden muss. Fast jeder hat dann schon einmal
einen Scaler oder Kürette im Einsatz erlebt
Scharf gegen Zahnstein und Parodontitis
Die Spitzen einer Kürette sind stumpf, doch seitlich befindet sich
eine scharfe Kante. Sie ermöglicht, dass Zahnstein in den
Zahnfleischtaschen abgeschabt werden kann. Im Gegensatz
dazu hat ein Scaler auch eine scharfe Spitze. Zahnstein und
andere Beläge sind im wahrsten Sinn des Wortes richtige
Härtefälle. Sie zu entfernen erfordert Kraft und Geschick.
Ultraschall
Ultraschallgeräte
besitzen
vibrierende
Spitzen,
wodurch.
Zahnstein vom Zahn entfernt wird. Die Schallfrequenz liegt über
20.000 Herz. Die Spitze des Utraschallgeräts wird mit Wasser
gekühlt, um den behandelten Zahn nicht zu erhitzen.
Zähne
werden
mit
Ultraschall
im
Rahmen
der
Zahnsteinentfernung bzw. einer professionellen Zahnreinigung
behandelt.
Sandstrahler
Während einer professionellen Zahnreinigung wird oft zusätzlich
noch mit Hochdruck gereinigt. Ein Mini-Sandstrahler spritzt mit
Wasser vermischte Salzkristalle, die hartnäckige Verfärbungen
von den Zähnen lösen.
Die Polierbürste
Gummiaufsätze oder Polierbürsten zumeist mit einer Polierpaste
glätten die Oberfläche der Zähne wieder. So können sich
Kariesbakterien schwerer an die polierten Zähne anheften. Auch
Füllungen werden nachdem der Zahnarzt sie eingesetzt hat mit
einem Poliergummi geglättet.
Der Bohrer
Der Begriff Bohrer erfasst eigentlich kaum die vielen Funktionen
dieses rotierenden Instruments. Die Turbine kann sich bis zu
420.000 mal pro Minute drehen. Mit Diamanten besetzte Bohrer
können aus Titan oder Spezialstahl bestehen und durchdringen
Zahnschmelz. Da durch Reibung Hitze entsteht, sprühen diese
Bohrer zugleich Wasser um den Zahn zu kühlen. Mit einer
eingelassenen Lampe wird die betreffende Stelle angeleuchtet.
Doch wenn Karies entfernt werden muss, wird mit Winkelstücken
gearbeitet die mit weitaus niedrigeren Umdrehungen arbeiten.
Wohin mit der Spucke?
Ob der Zahnarzt untersucht oder behandelt: Der Speichel – im
normalen Leben wichtig für eine gesunde Mundhöhle –kann
stören. Dafür steht dem Zahnarzt-Team der große Absauger und
der kleinere „Schlürfi“ zur Verfügung. Ersterer saugt das durch
den Bohrer versprühte Wasser auf.
Der Speichelzieher – häufig in der Praxis „Schlürfi“ genannt –
„zieht“ Speichel und Wasser ab. Beide Instrumente halten die
behandelte Region im Mund trocken und übersichtlich. Doch
Trockenheit spielt auch bei vielen anderen Schritten eine große
Rolle. Die Watterollen saugen den Speichel zum Beispiel beim
Legen von Kunststofffüllungen auf. Das ist wichtig, denn Nässe
stört den Aushärtungsprozess des Kunststoffes, der mittels Licht
in Gang gesetzt wird.
Nicht sauber sondern rein
Die Instrumente des Zahnarztes werden nach jeder Behandlung
desinfiziert und sterilisiert. Hat der Zahnarzt
Karies entfernt,
desinfiziert er das Loch im Zahn bevor die Füllung gelegt wird.
Mit Alkohol werden beispielsweise Kronen gereinigt bevor der
Zahnarzt sie einsetzt. Der Patient kann während oder nach der
Behandlung
einen
Becher
Wasser
nutzen,
um
Krümel
auszuspülen.
Es werde Licht
Die kleine Lampe im Winkelstück des Bohrers ist natürlich nicht
die einzige Beleuchtung im Behandlungszimmer. Eine OPLeuchte leuchtet zielgerichtet in die Mundhöhle. Eine Blende
verhindert, dass die Augen der Patienten vom Licht getroffen
werden.
Ein
Röntgenbilder
Lichtkasten
zu
betrachten.
dient
dazu,
Daneben
konventionelle
können
weitere
Lichtquellen für spezielle Behandlungen eingesetzt werden. So
kann
der
Zahnarzt
mit
dem
blauen
Licht
der
Polymerisationslampe Füllungen aus Kunststoff aushärten.
Manchmal bewaffnet
Bevor Pistolen zum Einsatz kommen, benötigt man eine Matrize
und einen Matrizenspanner. Er zieht ein Stahlband um den Zahn,
der eine Füllung erhalten soll.
Das Stahlband konturiert die Füllung und verhindert, dass
Füllungsmaterialien in die Zahnzwischenräume gerät.
Richtig gelesen – auch Pistolen gehören zum Instrumentarium
des
Zahnarztes.
Eine
Silikonpistole
mischt
zwei
Silikonkomponenten und spritzt das entstandene Abformaterial in
einen Abdrucklöffel. Mit einer Applikationspistole füllt der
Zahnarzt zahnfarbenen Kunststoff in das vorab präparierte Loch.
Im Anschluss kann der Zahnarzt mit einem Heidemann-Spatel ,
einem Kugelstopfer oder anderen Instrumenten die Füllung
modellieren. Abschließend beißt der Patient mit Ober- und
Unterkiefer auf eine farbige Folie. Die Folie färbt die Bereiche der
Zähne, die Kontakt miteinander haben. Der Zahnarzt überprüft
so die korrekte Höhe der Füllung und kann gegebenenfalls
störende Kontakte entfernen.
Tschüss Zahn
Man kann es nicht verschweigen. Es gibt den Fall der Fälle. Man
muss sich von einem Zahn verabschieden. Es gibt verschiedene
Extraktionszangen für die unterschiedlichen Zähne, zum Beispiel
für
die
einwurzeligen
Front-
oder
die
mehrwurzeligen
Seitenzähne. Manchmal kommt auch der sogenannte Bein´sche
Hebel zum Einsatz. Mit seinem hohlgeschliffenen Ende wird der
Zahn oder ein abgebrochenes Wurzelstück erst gelockert und
anschließend
angehoben. Wie
gut,
dass
Zahnärzte
und
Zahntechniker für diesen Fall, eine vielfältige Auswahl kaum
erkennbaren Zahnersatzes herstellen und einfügen können.
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Initiative proDente e.V. – Fakten
Fünf Verbände, die das gesamte dentale Leistungsspektrum in Deutschland repräsentieren,
engagieren sich in der Initiative proDente e.V. :

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK)

Der Freie Verband der Deutschen Zahnärzte (FVDZ)

Der Verband der Deutschen Zahntechniker-Innungen (VDZI)

Der Verband der Deutschen Dental-Industrie (VDDI)

Bundesverband Dentalhandel (BVD)
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