Hunde mit Beruf(ung) In früheren Zeiten wurden Hunde für die Jagd

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Heike Grotegut
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Hunde mit Beruf(ung)
In früheren Zeiten wurden Hunde für die Jagd eingesetzt, sie schützten Haus und Hof und hüteten
das Vieh. Sie hatten Arbeit, einen Nutzen. Schoßhunde waren selten und oft nur der Oberschicht
vorbehalten. Irgendwann verlor sich mehr und mehr der Nutzen und die Hunde wurden
zunehmend arbeitslos.
Das Nutztier wurde zum Sozialpartner, dessen Aufgabenbereich sich den Zeiten angepasst hat. Es
gibt immer noch Hunde, die eine Herde, das Haus und den Hof hüten. Daneben gibt es
heldenhafte Feuerwehr- und Rettungshunde, hilfreiche Schimmelpilz-Finder, Drogenspürhunde
oder Blindenhunde. Hunde verhindern epileptische Anfälle und vereinfachen das Leben von
Menschen im Rollstuhl. Manche erfreuen uns einfach als tierisch tolle Schauspieler.
Tierisch gut
Längst ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Tiere einen äußerst positiven Einfluss auf unser Leben
haben. Das kätzische Schnurren etwa wirkt beruhigend, es senkt den Blutdruck und mindert u.a. zu
hohes Cholesterin. Das Schnurren schüttet sowohl beim Menschen als auch bei der Katze
Serotonin aus, dieses Hormon reguliert den Gemütszustand und den Schlafrhythmus.
Arbeitsumgebungen, in denen Hunde erlaubt sind, zeichnen sich durch eine höhere Motivation
der Mitarbeiter aus und sind eindeutig effektiver. Tiere finden sich immer häufiger im Einsatz im
sozialen Bereich, das erscheint ideal für unseren caniden Sozialpartner. Hunde und viele andere
Tiere agieren zunehmend als Co-Therapeuten.
Tiergestützte Therapie & Tiergestützte Aktivitäten
Dabei wird zwischen der sogenannten Tiergestützten Therapie (Animal-Assisted Therapy) und
Tiergestützten Aktivitäten (Animal-Assisted-Activities) unterschieden. Wo liegt genau der
Unterschied?
Die Tiergestützte Therapie ist eine Behandlung für Menschen, die physisch, sozial, emotional
und/oder kognitiv menschlich belastet sind.
Diese Therapien werden von diplomierten und staatlich anerkannten Psychologen, Therapeuten
oder Pädagogen durchgeführt. Die Ziele der Tiergestützten Therapie können vielfältig sein, so kann
sich die Feinmotorik oder das Gleichgewicht bei Menschen verbessern, die beispielsweise nach
einem Unfall in ihrer Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt wurden. Bei Kindern kann die
Aufmerksamkeit, Motivation und das Selbstbewusstsein gesteigert werden.
Bei der Tiergestützten Therapie werden konkrete Therapieziele für jede Sitzung geplant, der Verlauf
wird dokumentiert, die Behandlung findet in regelmäßigen Abständen statt und zudem ist die
Länge der jeweiligen Aktivität festgelegt und orientiert sich am Bedürfnis des Patienten.
Ein Beispiel: es gibt eine Tiergestützte Therapie mit Lamas, die für Menschen mit depressiven
Erkrankungen oder Formen der Schizophrenie angeboten wird. Folge dieser Erkrankungen sind
häufig Angst- und Unruhezustände, sozialer Rückzug oder Kontaktängste. In festen kleinen
Gruppen finden wöchentliche Treffen statt. Lamas wahren einen natürlichen Abstand, die
Teilnehmer fühlen sich nicht bedrängt und lernen im Rahmen der Therapie, Nähe zuzulassen. Die
Teilnehmer gewinnen durch die Lamas Mut, Vertrauen, Selbstwert und trainieren darüber hinaus
spielerisch ihre Sozialkompetenz.
Besuchshund & Co.
Tiergestützte Aktivitäten sind etwa Besuchsdienste oder ähnliches, wo Tiere mit einem oder
mehreren Menschen zusammen gebracht werden. Unter die Tiergestützte Aktivität fällt etwa auch
die Tiergestützte Pädagogik oder Interaktion, die beispielsweise in Schulen auf Kinder oder
Jugendliche ausgerichtet ist.
Ziel der Tiergestützten Aktivität ist es, die Lebensqualität der Besuchten zu verbessern, sei es durch
Motivation, Bildung, Erholung oder den gesundheitlichen Nutzen. Hierbei sind keine spezifischen
therapeutischen Ziele geplant, es gibt kein zeitliches Limit oder eine Dokumentation. Die
Ausführenden sind speziell ausgebildete Fachleute und/oder Ehrenamtliche, die spezielle
Standards erfüllen.
Ein Beispiel: mein Hund Paul ist Besuchshund in einem Kölner Hospiz. Bei den Besuchen wird Paul
von mir, aber ebenso von dem zuständigen Personal begleitet. Der Verlauf eines Treffens ist nicht
geplant, wir lassen es immer auf uns zukommen. Jeder Besuch ist so verschieden wie die
Menschen und deren Schicksale, die wir dort treffen.
Paul musste einige tierärztliche Untersuchungen über sich ergehen lassen, um dem strengen
Hygienestandard des Hospizes zu entsprechen. Er ist gutmütig, fröhlich, liebt Menschen und lässt
sich nicht durch Krankenhausgerüche-, -geräusche oder -geräte aus der Ruhe bringen. Es war
und ist immer wieder faszinierend für mich zu erleben, wie aus einem sehr quirligen, sehr aktivem
Hund stets auf den Punkt genau ein ganz sensibles, ruhiges und beruhigendes Tier wird, das sich
individuell auf sein Gegenüber einstellt. Er liebt die Aufenthalte im Hospiz und für mich sind sie
etwas ganz Besonderes.
Im Park um die Ecke habe ich einmal Berner Sennenhunde gesehen, die kleine Zugkarren
vollgepackt mit Kindern hinter sich her zogen. Die Kinder hatten Spaß, die Erwachsenen ebenso
und die Hunde sahen ausgesprochen zufrieden aus. Hier traf die sprichwörtliche Kinderliebe des
Dürrbächlers auf einen ursprünglichen Gebrauchs dieser Rasse, dem Wagenziehen. Großartig.
Vielleicht findet die Kita oder der Kindergarten bei Ihnen um die Ecke Gefallen daran, die
„Kurzen“ einmal von den wunderbaren Bernern ziehen zu lassen. Dabei können die Kinder, die
Angst vor Hunden haben, eventuell auf diese eher distanzierte, aber eindeutig spaßige Art des
Herumkutschierens die Hemmungen gegenüber Hunden zumindest ein wenig minimieren. Alle
Kindern lernen, dass es noch ganz viel spannende Sachen rund um den Hund gibt, die sie lernen
können. Wenn sie dann noch die Berner Sennenhunde während der gemeinsamen Zeit
mitversorgen können, lernen sie ein kleines Stück Verantwortung, Sozialverhalten und
Selbstvertrauen. Wie einfach Tiergestützte Interaktion oft ist.
Liebe Grüße für Sie und Ihre Hunde!
Ihre
Heike Grotegut - Tiercouch®
Tel.: 0221.9521522
www.tiercouch.de
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