Großraumstukturen im Universum und die Entstehung von Galaxien

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Großraumstukturen im Universum und
die Entstehung von Galaxien
Kurz nach dem Urknall war die Materie nahezu exakt gleichmäßig verteilt. Es gab allerdings winzige
Fluktuationen in der Verteilung der dunklen Materie. Diese wuchsen aufgrund gravitativer
Instabilität langsam an, um schließlich über einen Zeitraum von mehr als 13 Milliarden Jahren
zu großräumigen Strukturen im Universum zu führen, wie sie in
dieser Computersimulation gezeigt sind. Die größten dabei ent−
stehenden Galaxienhaufen haben eine
Masse von mehr als 10 15 Sonnen−
massen und sind von einem filament−
artigen Netzwerk aus dunkler Materie
umgeben.
Ein simulierter Galaxienhaufen, etwa so groß wie
der Coma−Galaxienhaufen. Er enthält hunderte
von Galaxien, die sich gegenseitig umkreisen.
Spiralgalaxien entstehen, wenn Gas in Halos aus dunkler Materie durch Abgabe von Strahlung abkühlt, so dass es sich in einer
rotierenden Scheibe sammelt. Dort wird es so dicht, dass Sterne entstehen und sich aufgrund dynamischer Instabilität Spiralarme
bilden. Durch die gravitative Anziehung der Galaxien kommt es aber oft zu Kollisionen solcher Scheibengalaxien, wie in dieser
Computersimulation gezeigt ist. Die Sternscheiben durchdringen sich dabei und werden durch gravitative Gezeitenkräfte stark
gestört. Schließlich verschmelzen die Galaxien vollständig, wobei die geordneten Bahnen der Sterne in den ursprünglichen
Scheiben verlorengehen. Stattdessen entsteht ein kugelförmiges Sternsystem, eine elliptische Galaxie. In der Theorie der
hierachischen Galaxienentstehung sind solche Wechselwirkungsprozesse zwischen Galaxien maßgeblich verantwortlich für
die Ausbildung der Gestalt der Galaxien.
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